[HU] Reisebericht: Über Wien nach Deutschland (Teil 3 m6B) (Reiseberichte)

DG, Sonntag, 12.10.2014, 20:44 (vor 4191 Tagen) @ DG

Nun folgt also die Rückfahrt. Diese erfolgt wie in Teil 1 erwähnt quasi spiegelverkehrt zur Hinfahrt. Mit dem Railjet ging es zunächst nach Wien.

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Bild 29: Zum ersten Mal war ich in der Business-Class des Railjet unterwegs. Vor gut zwei Jahren hieß es hier noch Premium-Class, kostete 10€ mehr Reservierungsentgelt, dafür gab es unbegrenzt zu trinken und immer mal wieder (wirklich) kleine Snacks. Jetzt kostete die Reservierung nur noch 15€, es gab ein Begrüßungsgetränk und eben viel Platz und sehr bequeme Sitze. Wobei ich damals für die lange Strecke Wien-Frankfurt doch etwas enttäuscht war und das am Ende unbequem war. Aber für Budapest-Wien war das prima.


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Bild 30: In Wien habe ich die Umsteigezeit in der ÖBB-Lounge verbracht. Diese war wie gesagt umgezogen und ist jetzt neben dem Reisezentrum platziert und sehr modern eingerichtet. Die Wände sind mit zahlreichen Monitoren bestückt, die schicke Alpenlandschaften zeigen. Auf einer der anderen Seiten wurden Ankünfte und Abfahrten gezeigt.


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Bild 31: Hier nun die versprochene Überraschung und das Wiedersehen mit dem Dosto-Schlafwagen. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als dieser am Bahnsteig stand. Eine Rückfrage (eigentlich zwei, bis ich das verstanden hatte) beim freundlichen Schlafwagenbetreuer ergab dann, dass die leichteren einstöckicken Schlafwagen auf der Strecke nach Bregenz und Zürich gebraucht werden, weil wegen einer Streckensperrung auf der Arlbergstrecke über eine Dieselstrecke umgeleitet wird und die Diesellok die schweren Dostos nicht ziehen könne. Das wäre die nächsten Tage auch noch planmäßig so.


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Bild 32: Ich sagte also dem Betreuer, welchen Platz ich reserviert hatte und dieser machte mich mit mir auf die Suche. Der reserviere Platz 71 wäre hier ein Eco-Abteil gewesen und auch die ein oder andere weitere Abweichung gab es zwischen den Wagen. Man hatte aber irgendwo Post-Its aufgetrieben und damit einige Abteile umdeklariert. In diesem Fall wohl Glück für Reisende (hier kann man nicht von Beförderungsfällen sprechen) mit den Plätzen 31/35 und 61/65, die ein Deluxe-Abteil zum Eco-Preis erhalten haben. Ein Nebeneffekt, da es im geplanten Wagen nur zwei Deluxe-Abteile gibt, im Dosto aber vier. Andersrum aber nicht so schön...
In meinem Abteil hatte sich zunächst ein älteres Paar niedergelassen, ein Blick des Stewards auf deren und meine Reservierung ergab, dass diese das Abteil unter mir gebucht hatten. Dorthin zogen sie dann auch schnell um, jedoch nur ungern, da das Abteil nur etwa halb so groß war und auch kein eigenes Bad bot. Ich kam noch kurz mit der Frau noch kurz ins Gespräch, sie fragte wann ich gebucht hätte, ich antwortete: drei Monate im Voraus, das muss man auch, wenn man ein Deluxe-Abteil haben möchte. Sie erzählte noch, dass sie schon seit Jahrzehnten mit Auto/Nachtügen reise und früher alle Abteile ein Bad hatten und wie schön das sei. Das mir das gefällt bestätigte ich und fügte noch an, dass das in Deutschland wohl bald deutlich ausgedünnt werde. Das konnte sie kaum glauben, seien die Züge doch immer voll. "Dann sollte man doch die Preise erhöhen", sie würde es bezahlen. Naja nun. Irgendwann reichte der Steward dann noch einen kleinen Gemüsesalat zum Abend, nahm Fahrschein und Reservierung mit, und ich machte es mir bequem.


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Bild 33: Das Abteil etwas anders als von der DB gewohnt. Ledersessel statt Stoffsessel, keine Rettungsleiter, dafür aber einen Knopf zum Stewardrufen. Ansonsten recht ähnlich. Im Bad hat der 'Duschkopf', wenn man ihn so nennen will, noch eine andere Kostruktion, er ist im vertikalen Winkel quasi 360° verstellbar, dafür horizontal gar nicht. Das muss auch nicht, so eng wie es da ist. Duschen am Morgen ging auch prima, ich habe ja immer etwas Sorge, dass das Warmwasser mal alle ist, aber das ist mir bisher noch nicht passiert. Und hier habe ich auch nicht das Bad beim Duschen überflutet, wie es mir sonst schonmal passiert ist, da die Abläufe häufig nicht allzu toll funktionieren.


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Bild 34: Bei diesem Frühstück ersetzte ich dann gegenüber der Hinfahrt die ungarische Salami durch Schinken (aha, gekochter Schinken, das stand nicht dabei) und ließ den Orangensaft weg. Das Frühstück war ansonsten gut. Wir kamen bald darauf pünktlich in Hamburg an.
Vom Streik blieb ich verschont, erst am Abend des Tages kämpften die Lokführer (wohlgemerkt nur die der DB, wie der Metronom-Zugbegleiter noch anmerkte) für ihre Forderungen.


Da Bilder vom Metronom und einem DB-RE nicht mehr allzu spannend sind, endet der Bildbericht nun schon hier. Ich bedanke mich bei allen, die ihn verfolgt haben und freue mich natürlich über Feedback.
Wie immer gilt: Meine Angaben zu Örtlichkeiten usw. sind aus dem Gedächtnis und Fotos, wenn da ein Fehler ist, dürft ihr mich gerne darauf aufmerksam machen. Die Fotos sind meist in annehmbarer Qualität, da einige entstanden sind während ich einen Trolley dabei und einen Rücksack aufhatte und teils noch eine Tasche in der einen Hand, können die manchmal etwas verwackelt sein. Und wer einen Rechtschreibfehler finden, darf ihn selbstverständlich behalten, auch ohne zu fragen.


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