Deutschlands Q-Bahnhöfe, Teil 2 (22 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 10.09.2014, 21:38 (vor 4258 Tagen)

Guten Abend,

ein Tag und fünf Monate sind vergangen, seit ich einen Beitrag mit dem Titel Deutschlands Q-Bahnhöfe, Teil 1 ins Forum einstellte. Damals besuchten wir Quakenbrück, den einzigen Q-Bahnhof Niedersachsens. Heute besuchte ich den von Niedersachsen aus am schwierigsten zu erreichenden Q-Bahnhof. Das ist Quierschied.

Die beste Anreise von Hannover aus ist der IC um 6:01 Uhr. Den nahm ich bis Göttingen, von dort ging es mit dem ICE weiter bis Frankfurt. Dort erfolgte der Umstieg in den TGV, der die Mainmetropole gegen neun Uhr gen Hauptstadt verläßt. Ebenso verläßlich ist, wenn ich diese Zeitlage benutze, die Verspätung. Heute waren es 20 Minuten in Saarbrücken, so daß ich statt um 11:07 Uhr erst um 12:07 Uhr weiterfahren konnte.


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Die erste Erwähnung Quierschieds erfolgte anno 999, als der Kaiser (das war Otto III.) die Gegend Adalbert II. von Metz schenkte. Der Ortsname könnte auf den heiligen Quirinus zurückgehen. Der Ort selbst muß so schön sein, daß der Wikipedia-Artikel kein Kapitel Sehenswürdigkeiten besitzt.

Der Ort liegt an der Fischbachtalbahn. Das ist die westliche Verbindung von Saarbrücken nach Neunkirchen. Sie wurde 1879 eröffnet und 1965 elektrifziert. Von Saarbrücken aus fahren die meisten Züge über eine Verbindungskurve vorbei am Bahnhof Wemmetsweiler nach Illingen und weiter bis Lebach. Da diese Strecke nicht elektrifiziert ist, kommen Dieseltriebwagen der Baureihe 628 zum Einsatz. Es besteht ein Stundentakt. Nur wenige Züge pro Tag fahren auf der Fischbachtalbahn zwischen Saarbrücken und Neunkirchen, hier kommt die Baureihe 425/426 zum Einsatz. Welche genau, wissen Ortskundige sicherlich besser.


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1 In Saarbrücken erreicht 628 480 den Bahnsteig. Er wird nach einigen Minuten wieder zurück nach Lebach fahren. Der zweite Bahnsteig, an dem er hält, ist der von Quierschied.


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2 Und der wurde offenbar kürzlich erneuert.


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3 So sieht er von Höhe des Treppenabganges aus.


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4 Der Blick nach unten.


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5 Fahrgastinfrastruktur.


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6 Der Blick aus der Unterführung heraus.


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7 An der nächsten Straßenkreuzung ein Blick gen Bahnhof.


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8 Zwischen den beiden Haltepositionen der Bushaltestelle Quierschied Bahnhof moderne Kunst. ;-)


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9 Wir aber folgen dem Wegweiser.


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10 Die Unterführung.


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11 Offenbar liegt der Bahnhof am Ortsrand. Ein Kilometer bis Maybach.


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12 Gehen wir wieder hoch.


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13 Blick Richtung Saarbrücken, mit altem Bahnhofsschild.


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14 Infokasten und ein Moment der Freude für Müllnichttrenner.


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15 Schaltkasten. Zweimal ZAS, so die Erinnerung nicht trügt und was auch immer das sein mag, und zweimal Bahnsteigbeleuchtung.


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16 Hinter Bäumen die Halde Göttelborn mit einem unidentifizierbaren weißen Dingsbums obendrauf.


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17 Weiter westlich das Kraftwer Weiher II und die Kirche.


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18 Die Straße in den Ort. KRUPP 77 UIC 60 verkündet die Schiene. Ob sie stolz draufsein kann, weiß ich nicht.


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19 Stationsschild.


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20 Eine kleine Spiegelei zwischendurch.


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21 Nochmals der Blick gen Saarbrücken.


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22 Und 628 583 kommt.


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Nach Saarbrücken ging es. Und da ich eine Stunde später dran war als geplant, mußte ich nicht per IC nach Mannheim fahren, sondern durfte zwei 425er genießen. Da kam einem die Strecke gleich weniger bummelig vor als im TGV, der hier eher TPV heißen sollte. :-(

Quierschied. Ein q-beliebiger Haltepunkt. Muß man nicht aussteigen. ;-)


Viele Grüße
Sören

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Deutschlands Q-Bahnhöfe, Teil 2 (22 Bilder)

Thomas, Mittwoch, 10.09.2014, 22:11 (vor 4258 Tagen) @ Sören Heise

danke für den schönen Beitrag

das weiße Dings auf der Halde ist der ehemalige Förderturm, der auf der anderen Seite steht

OT: Dauerbahnsteigbeleuchtung

michael_seelze, Donnerstag, 11.09.2014, 00:43 (vor 4258 Tagen) @ Sören Heise

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3 So sieht er von Höhe des Treppenabganges aus.

Wohl mal wieder einer der Stationen (so von mir schon in Göttingen, Kreiensen, Sarstedt und Banteln gesehen), an denen Sensoren(?) zur Steuerung der Bahnsteigbeleuchtung installiert wurden, die offensichtlich nicht richtig funktionieren.
Welch Energieverschwendung. Da wäre es aus meiner Sicht angebracht, eine zeitlich programmierte Schaltung zu verwenden.

Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 12.09.2014, 10:29 (vor 4257 Tagen) @ michael_seelze

Moin,

besten Dank an Thomas. Ich konnte durch die Bäume nicht genau erkennen, was das war.

Warum die Lampen an waren, weiß ich natürlich nicht. Vielleicht nur ein Fehler, vielleicht wird das auch geändert, wenn man völlig fertig ist mit dem Umbau. Ich werde es wohl nie erfahren, werde ich dort doch wohl nie wieder vorbeikommen. ;-)


Viele Grüße
Sören

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