[FR] Reisebericht (Teil 1): Mit dem TGV nach Marseille (Reiseberichte)

DG, Sonntag, 17.08.2014, 00:43 (vor 4242 Tagen)

Hallo zusammen,

nachdem ich nun einen Kurzurlaub hinter mir habe, habe ich auch Material, um hier mal einen Reisebericht beizusteuern. Gerade zum Marseille-TGV gibt es hier ja nicht haufenweise Informationen und Bilder, vielleicht kann der ein oder andere dem also etwas abgewinnen. Da Bilder mehr als Worte sagen, will ich keinen Roman schreiben sondern Bilder mit einigen kurzen Worten dazu.
Allgemeine Infos: Die Bilder habe ich für den Upload verkleinert, zudem habe ich einige Gesichter gepixelt.
Feedback ist ausdrücklich erwünscht, Fragen beantworte ich sofern möglich auch gerne.
Ich bin dort übrigens 'nur' Tourist, insofern können mir auch Fehler bei der Beschreibung passieren, Hinweise diesbezüglich nehme ich gerne entgegen.
Da ich teilweise mit mehr oder weniger Gepäck unterwegs war und nur eine Hand für die Kamera hatte, ist das ein oder andere Bild übrigens nicht ganz gerade.
Darüber hinaus habe ich mich für die Heisesche Notation entschieden und die Bilder numeriert, unter den Bildern kommentiere ich diese jeweils mehr oder weniger kurz.

Nun aber los:

Gebucht hatte ich mir nahezu 3 Monate im Voraus ein Europa-Spezial Frankreich in der 1. Klasse.

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Bild 1: Los ging es am Sonntagmorgen am menschenleeren Achimer Bahnhof. Das Ausfahrtssignal ist schon grün.
Der Zug wird pünktlich ein- und ausfahren, ich werde der einzige Einsteiger sein, zwei Personen steigen aus.

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Bild 2: Ich suchte mir einen Platz im RegionalExpress nach Hannover, die erste Klasse war gut gefüllt, diverse bis auf einen Viererplatz waren von mindestens einer Person belegt. Hier sind wir schon in Hannover angekommen.

In Hannover habe ich mich dann noch ein wenig mit Nahrung für die Fahrt eingedeckt, günstiger würde es im weiteren Verlauf wohl nicht werden. Auf der großen Anzeigetafel suchte ich dann den ICE 73, der mich laut auf der Fahrkarte aufgedruckter Zugbindung um 09:41 Uhr nach Frankfurt bringen sollte. Diesen fand ich dort aber zunächst nicht.

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Bild 3: Erste Überraschung. Der Zug fährt auf Grund von Bauarbeiten abweichend schon um 09:15 Uhr ab. Gut, dass ich mir nicht mehr Zeit im Bahnhof gelassen habe. Zudem ist der Zug umgekehrt gereiht, was für mich zunächst scheinbar den Nachteil hätte, dass ich in Frankfurt einmal den Bahnsteig entlanglaufen müsste.
Zahlreiche andere Reisende hatten das (trotz wohl auch vorhandener Ansagen) aber nicht mitbekommen, sodass dann am Bahnsteig Hektik ausbrach und viele Reisende den Bahnsteig entlang in Richtung 2. Klasse liefen. Ich wählte einen Platz im Abteil in Wagen 11 und half einer Reisenden mit ihren Enkeln im Nachbarabteil beim Verstauen der Koffer in den Ablagen. Zu mir gesellten sich dann zwei 'lebenserfahrene', freundliche Damen, die überzeugt waren, dort reserviert zu haben. Das sah die Reservierungsanzeige am Abteil anders, sie war leer, während andere im Zug aber etwas anzeigten. Es stellte sich heraus, dass sie die Plätze in Wagen 12 reserviert hatten, blieben dann aber im Wagen 11, warum auch nicht.

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Bild 4: Zweite Überraschung. Wer hat erkannt wo wir sind? Richtig. Frankfurt am Main-West. Denn der ICE fuhr den Frankfurter Hauptbahnhof nicht an, vielleicht, um wieder korrekt gereiht zu sein? Ich weiss es nicht. Jedenfalls schloss ich mich den freundlichen Zugbegleitern an, die ebenfalls zum Hauptbahnhof mussten. Es sollte am selben Bahnsteig gleich ein Regionalzug dorthin einfahren.
Dieser fuhr dann auch ein und war schon bei der Einfahrt brechend voll. Da es nur ein Zugteil war und dieser ganz nach vorne fuhr, mussten wir uns beeilen und ich konnte mich gerade noch so in die vorderste Tür quetschen. Einige Reisende hatten nicht so viel Glück und mussten (eine ganze Weile, soweit ich mitbekommen habe) in Frankfurt-West warten.

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Bild 5: Dieser Regionalzug brachte uns zum Frankfurter Hauptbahnhof.

Für solch ungeahnte Fälle wie diesen hatte ich ordentlich Aufenthalt eingeplant, was sich nun auszahlte. In Frankfurt habe ich dann der örtlichen Lounge einen Besuch abgestattet und mich anschließend im örtlichen Drogeriemarkt mit einigen Getränken versorgt.

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Bild 6: Der TGV kam etwa eine Stunde vor Abfahrt nach Marseille aus Paris an und wurde gereinigt. Als ich zum Bahnsteig komme, kann man bereits einsteigen. Laut RIS verkehrte der Zug richtig gereiht.

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Bild 7: Bevor ich mir meinen (zwangsweise aber kostenlos) reservierten Platz im oberen Bereich suche, mache ich noch schnell ein Bild der unteren Ebene. Dort gibt es keine Möglichkeit, in den nächsten Wagen zu gelangen, was vermutlich zu mehr Ruhe führt.

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Bild 8: Im oberen Bereich ist bereits ein wenig los, einige Reisende sind schon da. Ich wollte einen Einzelplatz am Tisch, hatte mir extra die Platznummer rausgesucht und das im Reisezentrum auch problemlos reserviert bekommen.
Das würde ich aber nicht nocheinmal tun, denn die Beinfreiheit ist doch sehr eingeschränkt, wenn einem da jemand gegenüber sitzt. Ein Reihen-Einzelplatz wäre nun also meine erste Wahl, für das nächste Mal weiss ich das nun. Auf der Hinfahrt konnte ich meinen Platz mit einem Mitreisenden tauschen, der so direkt bei seiner Familie sitzen konnte.

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Bild 9: In der 1. Klasse ist bei internationalen Reisen von über einer Stunde Dauer ein 'Welcome-Snack' inbegriffen. Den Gutschein dafür gab es bei der Fahrkartenkontrolle. Abzuholen war dieser dann vom Reisenden in der Bord-Bar.

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Bild 10: In einer Papptüte, auf deren Rückseite eine Art Landkarte dargestellt war...

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Bild 11: ...gab es dann den Snack. Auf der Hinfahrt bestand dieser aus einem (sehr kleinen) Lachs-Wrap und einem kleinen Küchlein. Dazu konnte man ein Getränk wählen (hier ein Chardonnay o.Ä., angeboten wurde auch eine Dose Coke, ein Wasser oder ein Kaffee), außerdem konnte man eine deutsche (WamS, BamS) oder französische Tageszeitung wählen.

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Bild 12: Die Fahrt im TGV war sehr lang (ca. 8 Stunden) aber auch überaus angenehm. Ich denke in jedem heute verkehrenden ICE wäre es nicht so bequem gewesen. Sehr gut gefallen haben mir die Plüsch-Sessel, die ich schöner und bequemer finde, als die Ledersitze der ICEs. Der TGV war auch bei der enormen Geschwindigkeit sehr laufruhig. Lohnenswerte Landschaftsaufnahmen entstanden während der Hinfahrt nicht.
Die obere Ebene des Wagen 2 war größtenteils ausgebucht, auch wenn einige Reisende natürlich schon vor Marseille ausstiegen. In den anderen Wagen beider Wagenklassen dürfte es ähnlich ausgesehen haben.

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Bild 13: Angekommen in Marseille. Nochmal schnell ein Bild der oberen Ebene des Wagen 2...

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Bild 14: ...und ein Bild des Zuges. Viele Reisende fuhren doch bis Marseille.

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Bild 15: Hier übrigens noch die Reservierungsanzeige meines Platzes, jeweils nacheinander werden auf französisch, deutsch und englisch Start-...

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Bild 16: ...und Zielort der Reservierung angezeigt. Diese Anzeigen erlöschen übrigens erst nach dem Erreichen des Zielorts.

In Marseille erreiche ich dann nach einem kurzen Fußmarsch, der sich an eine etwas längere Orientierungszeit anschließt, mein Hotel und checke dort ein. Während in Marseille ein seeehr warmes, drückendes und auf merkwürdige Weise anderes Klima als in Deutschland (die Luft fühlte sich so 'verbraucht' an) herrscht, ist das Zimmer mit Klimaanlage auf deutlich unter 15°C heruntergekühlt. Ich stelle es ein paar Grad wärmer und lege mich hin.

In Teil 2 folgen einige Eindrücke aus Marseille, meist ohne Bahnbezug. Wen das nicht interessiert, möge in Teil 3 weiterlesen.

[FR] Reisebericht (Teil 2): Impressionen aus Marseille

DG, Sonntag, 17.08.2014, 00:44 (vor 4242 Tagen) @ DG

Nachdem ich am Morgen noch Reiseproviant zum Frühstück gegessen hatte, konnte es dann auf in die Stadt gehen. Ein wenig Programm hatte ich fest geplant, ansonsten wollte ich mich einfach durch die Stadt treiben lassen und schauen, wo es mich hinzieht.
Die folgenden Bilder stammen von verschiedenen Tagen.
Ich habe jeweils den öffentlichen Nahverkehr genutzt. Die entsprechende Tageskarte (24-Stunden-Pass) zum Preis von 5€ erhält man an Automaten an allen Metro-Stationen, soweit ich gesehen habe auch allen Tram-Stationen, und vermutlich auch bei Busfahrern.
Ich meine, für 10,50€ wäre auch ein 72-Stunden-Pass zu haben gewesen und für 15€ ein 7-Tage-Ticket, wobei ich nicht weiss, ob man dafür eine Art Kundenkarte braucht.

Marseille hat 2 Metro-Linien, ebenfalls 2 Tram-Linien und zahlreiche Buslinien, mit denen man eigentlich überall hinkommt. Die beiden Metro-Linien treffen sich im Bahnhof St. Cahles und einer weiteren Station, dort sind Umstiege möglich. Die Metro-Stationen sind per Drehkreuz oder ähnlichen Einrichtungen abgesperrt, die man mit der entsprechenden Fahrkarte öffnen kann. Wenn es nicht gerade Drehkreuze sind und gerade keine Metro-Security in der Nähe ist, drängen sich auch gerne mal 'Mitreisende' mit dir durch die Absperrung...
In den Trams und Bussen hängen solche Geräte, an denen man seinen Fahrschein validieren kann. Ob man das bei Tageskarten auch immer muss, weiss ich nicht genau. Ab und an scheint der Busfahrer ein Auge drauf gehabt zu haben.
Die Fahrkarten sind etwas festere Pappkarten, in die eine Metallspule eingearbeitet ist, ähnlich wie bei manchen Diebstahls-Sicherungen im Einzelhandel. Von außen ist die Gültigkeit nicht zu erkennen.

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Bild 17: Der TGV hat sich in der Metro-Station Gare St. Charles festgefahren.

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Bild 18: Fest eingeplant war ein Besuch des Friedhofs St. Pierre. Mit der Metro bis 'Timone' und von dort einige Stationen mit dem Bus, und schon ist man da. Dieser riesige Friedhof ist architektonisch absolut beeindruckend. Interessanterweise dürfen hier auch Autos fahren.

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Bild 19:

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Bild 20: Weitblick.

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Bild 21: Für Bedürfnisse der Besucher ist gesorgt.

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Bild 22: Nun aber zu den üblichen Touri-Orten. Hier 'Vieux-Port', quasi ein Ausläufer des Stadtzentrums.

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Bild 23: Ebenfalls Vieux-Port, mit etwas mehr Wasser-Sicht.

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Bild 24: Blick in eine Querstraße auf einen kleinen Platz.

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Bild 25: Beeindruckender Blick zwischen den Hausreihen entlang.

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Bild 26: In der inneren Innenstadt.

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Bild 27: In einer Straße wird überwiegend Obst und Gemüse angeboten...

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Bild 28: ...und in einer anderen mehr Fleisch und Fisch.

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Bild 29: Eine der Hauptfußgängerzonenstraßen?

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Bild 30:

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Bild 31:

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Bild 32: Bald kann hier hard gerockt werden.

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Bild 33: Hier gibt es viele steile straßen. Allgemein haben Motorrollerfahrer hier viele Vorteile im Straßenverkehr, diese drängeln sich häufig durch die ebenfalls häufig stehenden Autos und kommen so schnell voran. Tauchen die Ordnungshüter auf, fährt man schnell eine steile Straße hinauf und schon ist man weg.

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Bild 34: Entlang des Vieux-Port in Richtung Mittelmeerküste...

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Bild 35: ...vorbei an offiziellen Sehenswürdigkeiten...

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Bild 36: ...und ausgepackten Hydranten...

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Bild 37: ... und noch mehr offiziellen Sehenswürdigkeiten...

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Bild 38: ...kommt man dann endlich an einem der Badestrände an.
Später habe ich dann auch festgestellt, wie man da mit dem Bus hinkommt, wenn man nicht gerade die falsche Zeit erwischt ist das natürlich sehr viel entspannter.
Die Badestrände scheinen übrigens überwiegend südlich der City zu sein, während nördlich eher Industriehäfen sind, zumindest im näheren Umfeld.

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Bild 39: Ein Blick auf Notre Dame de la Garde, ein Wahrzeichen der Stadt.

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Bild 40: Hier eine der sehr modernen Bombardier-Trams. Offenbar sind nur diese Modelle in Marseille unterwegs.

In Teil 3 geht es dann gleich im Rahmen eines Tagesausflugs nach Paris und zurück.

[FR] Reisebericht (Teil 2): Impressionen aus Marseille

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 18.08.2014, 09:57 (vor 4240 Tagen) @ DG

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Bild 40: Hier eine der sehr modernen Bombardier-Trams. Offenbar sind nur diese Modelle in Marseille unterwegs.

Vor einiger Zeit hab ich da mal mit einem Schiff angelegt... die Straßenbahnen sehen in Wirklichkeit noch häßlicher aus als auf diesem Foto.

Gruselnde Grüße
der Colaholiker

[FR] Reisebericht (Teil 3): Mit dem iDTGV nach Paris

DG, Sonntag, 17.08.2014, 00:44 (vor 4242 Tagen) @ DG

Für den Urlaub hatte ich auch einen kleinen, nagut, okay, mit knapp 700Km Luftlinie nicht ganz so kleinen, Tagesausflug nach Paris geplant.
Die Fahrkarten habe ich ebenfalls etwa 3 Monate im Voraus über Voyages-SNCF gebucht.
Für die Hinfahrt erhielt ich äußerst günstig (29€) eine Fahrkarte der ersten Klasse für den iDTGV, für die Rückfahrt eine ungleich teurere, jedoch immer noch sehr günstige Fahrkarte (40€) für den 'normalen' TGV.

Der iDTGV ist ein besonderes Angebot der SNCF, welches nur online und wohl nur 3-6 Monate vor der Reise buchbar ist, dafür aber mit sehr günstigen Preisen besticht. Diese Züge verkehren meist im Verbund mit einem regulären TGV.
Man kann dabei zwischen den beiden Ambiente 'iDzap' und 'iDzen' wählen.
Ersteres soll eine Art Party-Athmosphäre bieten, letzteres eine ruhige Umgebung zum Ausruhen o.Ä.
Ich entschied mich für iDzen. (Achtung, es folgt Ironie) Hätte ich gewusst, was die SNCF darunter versteht, hätte ich mich wohl anders entschieden, dazu aber später mehr.

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Bild 41: Während in Deutschland ja häufig schon bei Buchung drei Monate im Voraus oder sogar ein Jahr im Voraus feststeht, von welchem Gleis ein Zug fahren soll, scheinen das die Fahrdienstleiter im letzten Moment auszuwürfeln. Entsprechend stehen immer massenhaft Leute herum und beobachten die Anzeigetafeln.

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Bild 42: Der Zug soll bald abfahren, die auf der Fahrkarte angekündigte Boarding-Zeit bricht gleich an, wo der Zug abfährt weiss man noch nicht.

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Bild 43: Das Klima im Bahnhof wird immer mal wieder kurz mit Wassernebel angereichert.

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Bild 44: Manche Fahrscheine kann man hier zum kompostieren abgeben.

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Bild 45: Die Bahnsteige werden in Frankreich 2 Minuten vor Abfahrt gesperrt, damit der Zug pünktlich abfahren kann. Hier wurde gerade für den Regionalzug abgesperrt.

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Bild 46: Kurz darauf, aber doch recht knapp wird dann aber doch bekanntgegeben, wo der Zug abfährt, die Massen brechen auf.
An der Bahnsteigsperre stehen Aufsichtsprsonen, mein Ausdruckticket wird nur oberflächlich begutachtet. Es ist ausgedruckt und sieht aus wie ein Ticket, das reicht wohl aus. Ein Scan des QR-Codes erfolgt nicht, auch nicht später im Zug. Okay, ist mir recht.

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Bild 47: Wagen 11 (Endwagen), obere Ebene. Eine Woche vor der Fahr habe ich von zu Hause nochmal geschaut, ob mit den Tickets auch alles in Ordnung ist. Das geht hier sogar ohne Account, man muss nur den Namen des Reisenden und den Buchungscode eingeben. Auf idtgv.com kann man dann sogar seinen Sitzplatz grafisch auswählen (konnte ich wegen der Buchung auf voyages-sncf ja ursprünglich nicht). Da der iDzen-Bereich in der oberen Ebene nur in diesem Wagen besteht und ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht um die Nachteile der Tischplätze wusste, buche ich kurzfristig kostenlos den Platz um, da der Viererplatz am Wagenende, und übrigens auch fast der gesamte Wagen, kaum gebucht ist. Das Onlineticket muss ich nun neu ausdrucken. Online sehe ich dann auch, dass man dort ein Menü günstig buchen kann und entscheide mich spontan noch für ein Salat-Menü. Bezahlt wird einfach mit Kreditkarte. Das Menü steht dann auf dem OT.
Der iDTGV unterschied sich im Inneren übrigens nicht von einem normalen Duplex, ich hatte da eigentlich mit einigen Aufklebern an den Türen oder so gerechnet.
Der Duplex unterschied sich übrigens in einigen Punkten vom Euroduplex: Es gab keine Infomonitore mit Fahrtverlauf und Geschwindigkeit sowie keine Reservierungsanzeigen. Wozu auch, wenn man ohnehin reservieren muss und somit seinen festen Platz hat.

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Bild 48: Wir verlassen den Bahnhof Marseille St. Charles

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Bild 49: im Vorfeld steht ein AVE der Renfe zur Fahrt nach Barcelona und/oder Madrid bereit.

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Bild 50:

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Bild 51: In der Provence.

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Bild 52: Es fließt ein Gewässer neben der Strecke.
Achso: Nachdem der iDTGV-Teil in Marseille nicht wirklich voll wurde und ich das bestätigt sah, was einige Tage zuvor auch in der Reservierungsgrafik zu sehen war, füllte sich der Zug in Aix-en-Provence und Avignon noch deutlich. (Achtung, jetzt wieder Ironie) Die SNCF wollte mir übrigens das volle iDzen-Erlebnis bieten und setzte auf die drei verblieben Plätze meines Viererplatzes ein asiatisches Paar mit der wohl (gerade) erwachsenen Tochter.
Letztere packte dann bald ein Nudel-Lachs-Salat-Essen mit starkem Aroma aus und aß dies genüsslich. Nachdem das dann vorbei war ging die Mutter kurz weg, wie sich herausstellte, um drei Äpfel abzuwaschen. Das 'Nicht trinken' auf französisch im Bord-WC hatte sie wohl ignoriert. Anschließend fing sie dann an, laut schmatzend die Äpfel zu verspeisen, während Tochter und Vater jeweils auf einem Tablet einen Film sahen und nebenbei ihre beiden Smartphones bedienten. Aber meine Rache sollte kommen.

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Bild 53: Ich beschloss, mein vorbestelltes Menü abzuholen. Im Bustro zeigte ich dem Mitarbeiter meine Fahrkarte mit dem Vermerk, er holte daraufhin einen Zettel hervor, auf dem ich unterschreiben sollte, und von hinten holte er ein vorbereitetes Täschchen mit dem Menü. Der Curry-Nudel-Hähnchen-Salat mit kleinen Tomaten war erstaunlich fleischreich und sehr lecker. Ich hätte ihn ja auch gerne in der Bar verspeist, jedoch war es dort zu voll. Also nahm ich ihn mit an den Platz.
Im iDzap-Bereich war von Party übrigens nichts zu sehen, es war ruhig.

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Bild 54: Angekommen in Paris Gare de Lyon.

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Bild 55: Nachdem ich mir eine Metro-Tageskarte gelauft hatte und mir von einem Mitarbeiter, der auf meine in englischer Sprache gestellten Fragen völlig selbstverständlich auf Französisch antwortete sich immerhin dazu hinreißen ließ, mir eine Verbindung auf einem kleinen Metroplan aufzumalen, ging es also zur Metro. Das Ziel sollte zum Start direkt der Eiffelturm sein.
Zunächst nahm ich also die Metro-Linie 1. Diese scheinen vollautomatisch ohne Fahrer zu fahren, dadurch können diese so genau anhalten, dass die Bahnsteigkanten abgesperrt sind und sich die Türen der Absperrung direkt vor den Zugtüren nur öffnen, wenn da ein Zug steht. An der Station 'Franklin D. Roosevelt' musste ich dann umsteigen. Dort verkehrten deutlich ältere Wagen mit Fahrpersonal und es gab keine solche Bahnsteigkantensperren. Der Weg durch die Station war ganz schön lang.

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Bild 56: Erste Impression in Paris nach dem ich den Metro-Tunnel verlassen hatte. Gerade hatte es wohl noch geregnet, die Schirmverkäufer hatten Hochkonjunktur. Ich zog mir nur die Jacke an und öffnete den Regenschutz meines Rucksacks. Es blieb aber trocken.

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Bild 57: Mich als Norddeutschen interessierte natürlich besonders der Pariser Leuchtturm. Und ich wurde nicht enttäuscht.

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Bild 58: Weil er so schön ist, gleich nocheinmal. Die Schlangen, um auf den Eiffelturm zu gelangen waren übrigens richtig enorm lang. Wenn man da hoch will und nicht den ganzen Tag warten will, sollte man vorher reservieren, dann gehts deutlich schneller.

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Bild 59: Ein Detail der Pariser Metro. Wie auch in Marseille fuhr man offenbar auf Luft-Reifen. Dem Fahrgefühl tat das gut.

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Bild 60: Rückfahrt im TGV-Duplex. Es war hier übrigens ruhiger, als im iDzen-Bereich auf der Hinfahrt, vielleicht auch, weil es tatsächlich leerer war. Mein Online-Ticket wurde hier gescannt, meinen Ausweis wollte aber niemand sehen, obwohl dies auf dem Ticket ausdrücklich erwähnt war.

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Bild 61: Bei der Ausfahrt aus dem Gare de Lyon sehen wir einen anderen TGV...

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Bild 62: ...und auch den TGV La Poste, der ja auch nicht mehr lange betrieben werden soll.

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Bild 63: Unwesentliche und sehr bequeme gute drei Stunden später sind wir wieder in Marseille. Das Klima ist mittlerweile übrigens deutlich angenehmer, immer noch sehr warm, teils auch drückend, aber die Luft wirkt nicht mehr so verbraucht.

Das war es auch schon fast. In Teil 4 folgt nun noch ein kleiner Abschluss.

Englisch in Frankreich.... Und Kringel auf dem Metroplan...

Blaschke, Sonntag, 17.08.2014, 16:22 (vor 4241 Tagen) @ DG

Nachdem ich mir eine Metro-Tageskarte gelauft hatte und mir von einem Mitarbeiter, der auf meine in englischer Sprache gestellten Fragen völlig selbstverständlich auf Französisch antwortete sich immerhin dazu hinreißen ließ, mir eine Verbindung auf einem kleinen Metroplan aufzumalen, ging es also zur Metro.

Genial - fast so ging es mir damals, als ich mal Paris besuchte, auch. Nur habe ich es nicht mit Englisch versucht - in Frankreich ja zumindest damals eigentlich ein "No-Go" (wie man das jetzt auf Französisch nennt, weiß ich nicht). Wobei ich bei einem späteren Besuch in einem Hotel am Genfer See mal erschrocken war, dass ich direkt auf Englisch angeredet wurde. Ansonsten habe ich immer höflich vorher angefragt, ob ich wohl in englischer Sprache fragen dürfte (wobei ich die auch nicht wirklich kann *g*)

Na ja, jedenfalls versuchte ich dem Verkäufer klar zu machen, wo ich hinwollte. Er verstand, dass ich nix verstand, holte einen Plan, kringelte diverse Stationen ein, wuselte noch etwas mit den Armen rum - und mir war alles klar. Irre. Einfach, aber wirkungsvoll. Heute gibt's vermutlich diverse Marketingseminare für sowas "Visualisieren Sie richtig!"

Ansonsten gefällt mir Dein Bericht ganz außerordentlich.

Irgendwie mag ich ja Südfrankreich. Weiß zwar nicht warum, aber dahin könnte ich wohl mal auswandern ;-)

Schöne Grüße von

jörg


Übrigens habe ich die Sprachausgabe meines neuen Schweizer Navis (schon 10 Fehler entdeckt in den Karten; Hammer!) auf "französisch" umgestellt. Klingt viel schöner. Ich verstehe zwar kein Wort, aber das ist ja auch egal, weil ich ja weiß, wo ich hin muß.

Fahrscheine kompostieren

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 17.08.2014, 20:29 (vor 4241 Tagen) @ DG
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 17.08.2014, 20:31

Haha, ich frage mich wie viele Touristen an dem gelben Apparatismus wohl ihren Fahrschein vor Fahrtantritt entwerten wollten und dann überrascht waren, was die Franzosen unter Fahrscheinentwertung verstehen. Vielleicht so eine richtig schön teure Fahrkarte von Marseille über Eschwege West nach Stockholm mit Schlafwagen

(...säusel, säusel, raspel, knarz, schmatz, säusel, säusel...)

Den Bahnsteig zwei Minuten vor Abfahrt abzusperren finde ich Hammer und habe ich auch noch nirgends sonst gesehen. Sind die angegebenen Abfahrtzeiten denn die Torschließzeiten oder tatsächlich die Zugabfahrten? Also Abfahrt 12:00 = werden dann die Tore um 12:00 geschlossen und der Zug fährt 12:02 ab (was ja noch fahrgastfreundlich wäre) oder gehen die Tore schon um 11:58 zu? Da sehe ich natürlich wieder viele Touristen dumm vor dem Gitter stehen. Vielleicht sogar einen mit kompostiertem Fahrschein-Fragment (lach - schuljunk)

a bientot
Olaf

Fahrscheine kompostieren

JanZ, HB, Sonntag, 17.08.2014, 21:16 (vor 4241 Tagen) @ Alibizugpaar

Haha, ich frage mich wie viele Touristen an dem gelben Apparatismus wohl ihren Fahrschein vor Fahrtantritt entwerten wollten und dann überrascht waren, was die Franzosen unter Fahrscheinentwertung verstehen. Vielleicht so eine richtig schön teure Fahrkarte von Marseille über Eschwege West nach Stockholm mit Schlafwagen

(...säusel, säusel, raspel, knarz, schmatz, säusel, säusel...)

Ich glaube, da bist du einem Wortspiel aufgesessen, "composter" heißt nichts anderes als "entwerten" ;-).

Den Bahnsteig zwei Minuten vor Abfahrt abzusperren finde ich Hammer und habe ich auch noch nirgends sonst gesehen. Sind die angegebenen Abfahrtzeiten denn die Torschließzeiten oder tatsächlich die Zugabfahrten? Also Abfahrt 12:00 = werden dann die Tore um 12:00 geschlossen und der Zug fährt 12:02 ab (was ja noch fahrgastfreundlich wäre) oder gehen die Tore schon um 11:58 zu? Da sehe ich natürlich wieder viele Touristen dumm vor dem Gitter stehen. Vielleicht sogar einen mit kompostiertem Fahrschein-Fragment (lach - schuljunk)

Wenn Abfahrt 12:00 Uhr auf dem Fahrplan steht, dann werden um 11:58 die Türen geschlossen. Auf den Fahrkarten der deutsch-französischen Kooperationsangebote wird meines Wissens auch darauf hingewiesen.

[FR] Reisebericht (Teil 4): Rückreise (insgesamt 66 Bilder)

DG, Sonntag, 17.08.2014, 00:45 (vor 4242 Tagen) @ DG

Nun wie versprochen noch den kleinen Abschluss:

Am Freitag war es dann soweit, es musste wieder gen Heimat gehen.
Der Check-Out war schnell erledigt und der kurze Fußweg zum Bahnhof bald zurückgelegt, leider ging es nun jedoch bergauf.

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Bild 64: Der Bahnhof Gare St. Charles von außen.

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Bild 65: Nachdem auch jetzt wieder recht spät bekanntgegeben wurde, wo der Zug abfährt ging ich also zum Gleis und machte noch ein Foto des Zuglaufmonitores am Bahnsteig. Fälschlicherweise wurde hier Baden-Baden als Halt erwähnt, wo wir jedoch, so glaube ich, durchfuhren. Auf der Hinfahrt wurde noch erwähnt, dass man dort nicht halte und man in Karlsruhe umsteigen möge. Nun keine Rede davon.

Ich nehme also meinen Platz ein, diesmal findet sich leider niemand zum Tauschen. In Aix-en-Provence steigt mein Gegenüber ein, der bis Karlsruhe mitfährt. Ich werde nicht wieder einen vis-a-vis-Platz buchen.

Ebenfalls in Marseille eingestiegen sind vier ältere Jugendliche in Trainingsanzügen und Armani-Sewater, die sich auf den Sitzen breit machen und trotz der Bitte, nur in den Einstiegsbereichen zu telefonieren, dies lautstark im Wagen tun. In Aix-en-Provence wurden diese dann von Reisenden, die die entsprechenden Plätze reserviert hatten, darauf hingewiesen und wählten andere Plätze, die frei waren.
Irgendwo zwischen Aix-en-Provence und Lyon (ich weiss nicht mehr, ob vor oder nach Avignon) kam dann das deutsch-französische Zugbegleiterpaar vorbei und wollte die Fahrscheine sehen. Soetwas hatten die vier aber nicht. Ticket? Billete? Schulterzucken. Pässe hatten sie wohl auch nicht dabei, der französische Zub ließ sie vermutlich ihre Namen auf ein Stück Papier schreiben, tippte dann was in sein Terminal ein, dortdrauf musste jeder unterschreiben, und sie bekamen eine Art Bon ausgedruckt. Nachdem die Zubs wegwaren lachten sie allerdings (leise), zerknüllten diese und bewarfen sich damit. Kurz vor Lyon entfernte der Zub sie dann aber aus der 1. Klasse, möglicherweise wollten sie dort ohnehin aussteigen. Der deutsche Zub wies übrigens noch darauf hin, dass man hier gut auf seine Koffer aufpassen möge, es wären schon welche weggekommen. Zu diesem Zweck werde ich beim nächsten Mal ein Fahrradschloss mitnehmen, das kann man bei den französischen Gepäckablagen wunderbar anbringen.

Die Fahrt verlief dann weiter ruhig und so angenehm, wie es mit der wenigen Beinfreiheit eben ging. Der heutige Welcome-Snack umfasste ein Schinken-Käse-Sandwich mittlerer Größe, nicht so klein wie der Wrap auf der Hinfahrt. (Wer sich keinen solchen Sandwich vorstellen kann, möge das bitte recherchieren, davon habe ich nämlich kein Bild gemacht), außerdem eine Art Mousse au Chocolat, meine war jedoch schon leicht aus dem Becherchen ausgetreten und in die Plastikfolie gelaufen.
Leider war man offenbar auch nicht in der Lage, deutsche Tageszeitungen anzubieten, sehr schade, so musste ich nochmal durch die BamS von der Hinfahrt blättern.

Wir kamen dann mit minimalster Verspätung in Frankfurt an, wo ich die Wartezeit wieder in der Lounge verbrachte. Ich hatte schon gesehen, dass im RIS eine Meldung zum ICE 776 vorlag, mit dem ich bis Bremen fahren wollte, es fehle ein Wagen.
Auf meine Anfrage hier war bahnerausleidenschaft so nett mich zu erleichtern, dass lediglich Wagen 6 fehle, was mir recht egal war. Wäre wieder ein 411er eingesetzt worden, hätte dieser die Fahrzeit auf der SFS wohl nicht halten können und der Anschluss in Bremen wäre dahingewesen. Aber so war ja alles gut.

Der ICE 776 stand wie gewohnt recht früh bereit und ich setzte mich in den bahn.comfort-Bereich...

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Bild 66: ...der offenbar neue, besser sichtbare und auffälligere Aufkleber bekommen hat.

Die Fahrt verlief auch gut, der Zug war mäßig besetzt und hatte ab und an einige Minuten Verspätung, die aber wieder rausgefahren werden konnten. So kam ich pünktlich in Bremen an, wo ich nach einem kurzen abschließenden Loungebesuch mit dem RegionalExpress das letzte kleine Stück zurücklegte.

So, das war es nun. Zweimal gute 13 Stunden Fahrt und einige Tage Aufenthalt. Ich danke allen Lesern und freue mich, wenn dieser Reisebericht ein wenig interessant war. Voraussichtlich im Oktober gibt es vielleicht genug Stoff für einen weiteren Reisebericht.

[FR] Reisebericht (Teil 4): Rückreise (insgesamt 66 Bilder)

akbar23, Sonntag, 17.08.2014, 02:06 (vor 4242 Tagen) @ DG

Schöner Bericht!

Schade dass der TGV so lange braucht evtl könnte der ja eines Tages nich über Straßburg geführt werden dann ginge es etwas schneller...

Danke!

Merina, Sonntag, 17.08.2014, 10:19 (vor 4241 Tagen) @ akbar23

Danke für deinen Bericht aus Marseille/Paris und vor allem der Fahrt im TGV nach/von Marseille.

@Strasbourg
Dort steigen immer viele Leute ein und aus, ausserdem scheint der SNCF der Halt sehr wichtig zu sein, wird also wohl nicht umgangen. Ausserdem kommt das französische Personal der Marseille-TGVs von dort.

@Vierergruppe
Sowas kommt dort häufig vor, die Kollegen müssen oft "FNs" (bzw französische PW) schreiben. Die Strecke ist bei uns bekannt für diese vielen Fälle.


Für mich stehen die Tage auch wieder zwei Fahrten mit den TGVs an.

[FR] Reisebericht (Teil 4): weitere Bilder und Frage

RhBDirk, Sonntag, 17.08.2014, 10:02 (vor 4241 Tagen) @ DG

Vielen Dank für deine Eindrücke. Ich war letzten September auch in Marseille und verweise bei Interesse anderer, auch noch mal auf meinen Beitrag:
http://www.ice-treff.de/index.php?id=251704

Dieses Jahr gehts auch wieder runter. Hin mit germanwings nach Nizza (drei Nächte), dann TGV Fahrt nach Marseille (drei Nächte) und zurück bis Karlsruhe oder Frankfurt und weiter nach Köln.

In welchem Hotel warst Du?
Im letzten Jahr war ich im https://www.balladins.com/fr/reservation-hotel-balladins-marseille-_R_216_128_.php

Den Weg hinauf zum Bahnhof kann man sich zumindest sparen, wenn man von obigem Hotel kommt, da gehts auf Metroebene rein und dann mit Rolltreppen hoch ;-)

In diesem Jahr bin ich im ibis Hotel gleich neben dem Bahnhof.

Super Fotos! Danke!

sflori, Sonntag, 17.08.2014, 14:04 (vor 4241 Tagen) @ DG

- kein Text -

Danke!

462 001, Taunus, Sonntag, 17.08.2014, 14:29 (vor 4241 Tagen) @ DG

Klasse Bericht, gute Fotos.

Sammelantwort: Reisebericht Frankreich

DG, Sonntag, 17.08.2014, 21:15 (vor 4241 Tagen) @ DG

Hallo zusammen,

vielen Dank für das positive Feedback, die aufgeworfenen Fragen möchte ich natürlich beantworten:

@Blaschke: Tja, die Franzosen sind halt eigen. Ich spreche deren Sprache nahezu gar nicht und war selten so froh, Arte zu sehen. Denn das war im Hotel der einzige Sender, der nicht französischsprachig war. Nichtmal einen englischen Sender gab es. Ab und an gab es bei US-Serien aber eine englische Tonspur, immerhin etwas.
Dort leben? Ich weiss ja nicht. In meinem Arbeitsleben aus dem erwähnten Grund wohl nicht. In der Rentenzeit (wenn es das dann noch gibt), wer weiß, was dann ist. Dann vielleicht doch noch ein paar hundert Kilometer die Küste entlang gen Osten ;-)

@Alibizugpaar: Das Angebot, die Fahrscheine zu kompostieren, fand ich auch interessant. Eine Frau hat da auch einen Fahrschein (sah so aus wie das, was man im Parkhaus kriegt, bezogen auf Größe und Material) reingesteckt, ein Geräusch war nicht zu vernehmen. Vielleicht werden die auch erstmal gesammelt und dann später woanders kompostiert.
Zu den Zugangssperren am Bahnsteig: Das scheint in Frankreich üblich zu sein, so einen Vermerk hatte ich auch auf meiner Reservierung:
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Die angegebene Abfahrtszeit ist übrigens die Abfahrtszeit, der Bahnsteig wird kurz vorher dicht gemacht. Ich meine, auch auf den französischen OTs stand sowas. Das iDTGV-Ticket war jedoch rein französisch, mehr als Marseille und Paris sowie die Zeiten habe ich davon nicht verstanden.

@akbar23: Ja, die Fahrzeit ist schon heftig, eine Weile vor der Abfahrt dachte ich schon, was tue ich mir da eigentlich an. Durch den aber (zumindest in der 1.Kl.) vergleichsweise hohen Komfort war das kein Problem. Ich war fast schon am überlegen, ob ich nicht Frankfurt-Paris und dann Paris-Marseille buchen soll. Das ist fast genauso schnell, erfordert aber einen Bahnhofswechsel in Paris (mit Gepäck muss das nicht sein) und benötigt getrennte Fahrscheine, zumindest wenn man ein ES der DB nutzen möchte, bei der SNCF ginge ein durchgehender nur ab Frankfurt.
Lange Zeit fährt der Zug ja auf Hochgeschwindigkeitsstrecken, ich glaube in FR nur nicht das Stück von Dijon bis Lyon.

@Merina: Ach, okay. Mich wundert das Vorgehen nur etwas, ich gehe eigentlich davon aus, dass die SNCF ihr Geld von diesen Leuten eher nicht bekommt. Aber rauswerfen, die Polizei zur Personalienfeststellung rufen, oder auch in die 2.Kl. verweisen wollte man wohl nicht. Aber nun, das ist nicht meine Baustelle.

@RhBDirk: Ah, deinen Bericht habe ich wohl übersehen. Ebenfalls interessante Eindrücke. Ich hatte mich hauptsächlich wegen der Bahnhofsnähe und des Preises für das Residhome Apparthotel entschieden. Die Lage war gut, das Hotel an sich auch, jedoch war das Zimmer schon ordentlich abgewohnt (Flecken an den Wänden) und die Sauberkeit gerade noch so akzeptabel (dicke Staubschicht auf dem obersten Schrank-Einlegeboden, WC auch suboptimal), gereinigt wird nur alle 7 Tage kostenfrei, das Frühstücksbuffet war für 10,50€ auch sehr dürftig.
Sofern der Preis stimmt, tendiere ich für das nächste Mal auch für das ibis oder das Holiday Inn Express, jeweils in direkter Bahnhofsnähe.
Ursprünglich hatte ich ein anderes Hotel geplant, nur da die (Dritt-)Buchungsplattform den Betrag doppelt auf meiner Kreditkarte belastet hat und keinen anständigen Kundenservice bot, habe ich das aus Protest storniert und eben das Residhome gebucht.

In diesem Sinne nochmal vielen Dank für das Feedback und die Ergänzungen bzw. Erfahrungen.

Frankreich - Bahnsteigsperren?

RhBDirk, Sonntag, 17.08.2014, 22:04 (vor 4241 Tagen) @ DG

Hallo zusammen,

vielen Dank für das positive Feedback, die aufgeworfenen Fragen möchte ich natürlich beantworten:

@Blaschke: Tja, die Franzosen sind halt eigen. Ich spreche deren Sprache nahezu gar nicht und war selten so froh, Arte zu sehen. Denn das war im Hotel der einzige Sender, der nicht französischsprachig war. Nichtmal einen englischen Sender gab es. Ab und an gab es bei US-Serien aber eine englische Tonspur, immerhin etwas.
Dort leben? Ich weiss ja nicht. In meinem Arbeitsleben aus dem erwähnten Grund wohl nicht. In der Rentenzeit (wenn es das dann noch gibt), wer weiß, was dann ist. Dann vielleicht doch noch ein paar hundert Kilometer die Küste entlang gen Osten ;-)

@Alibizugpaar: Das Angebot, die Fahrscheine zu kompostieren, fand ich auch interessant. Eine Frau hat da auch einen Fahrschein (sah so aus wie das, was man im Parkhaus kriegt, bezogen auf Größe und Material) reingesteckt, ein Geräusch war nicht zu vernehmen. Vielleicht werden die auch erstmal gesammelt und dann später woanders kompostiert.
Zu den Zugangssperren am Bahnsteig: Das scheint in Frankreich üblich zu sein, so einen Vermerk hatte ich auch auf meiner Reservierung:
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Die angegebene Abfahrtszeit ist übrigens die Abfahrtszeit, der Bahnsteig wird kurz vorher dicht gemacht. Ich meine, auch auf den französischen OTs stand sowas. Das iDTGV-Ticket war jedoch rein französisch, mehr als Marseille und Paris sowie die Zeiten habe ich davon nicht verstanden.
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Die französischen Tickets werden gestempelt - wie bei uns in vielen ÖPNV Systemen. Bahnsteigsperren im Fernverkehr kenne ich in Frankreich bislang (noch) keine.

Die Türen der Züge werden auch nicht zwei Minuten vor Abfahrt geschlossen. Man soll halt nur rechtzeitig in den Zug steigen und nicht bis zum Abpfiff noch ne Zigarette rauchen oder mit der Freundin an der offenen Tür rumknutschen ;-)

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@RhBDirk: Ah, deinen Bericht habe ich wohl übersehen. Ebenfalls interessante Eindrücke. Ich hatte mich hauptsächlich wegen der Bahnhofsnähe und des Preises für das Residhome Apparthotel entschieden. Die Lage war gut, das Hotel an sich auch, jedoch war das Zimmer schon ordentlich abgewohnt (Flecken an den Wänden) und die Sauberkeit gerade noch so akzeptabel (dicke Staubschicht auf dem obersten Schrank-Einlegeboden, WC auch suboptimal), gereinigt wird nur alle 7 Tage kostenfrei, das Frühstücksbuffet war für 10,50€ auch sehr dürftig.
Sofern der Preis stimmt, tendiere ich für das nächste Mal auch für das ibis oder das Holiday Inn Express, jeweils in direkter Bahnhofsnähe.
Ursprünglich hatte ich ein anderes Hotel geplant, nur da die (Dritt-)Buchungsplattform den Betrag doppelt auf meiner Kreditkarte belastet hat und keinen anständigen Kundenservice bot, habe ich das aus Protest storniert und eben das Residhome gebucht.

Im bei mir verlinkten Hotel Balladins am Bahnhof (die große Treppe runter Richtung Stadtmitte) habe ich im letzten Jahr 75€ mit Frühstück im Einzelzimmer bezahlt. Sauber und nett, der Herr an der Rezeption konnte ein wenig Deutsch und Englisch, ich hatte immerhin ein paar Jahre Französisch - vielen Dank den Lehrern und Mitschülern, die damals schon so weitsichtig waren und nicht eine tote Sprache (Latein) lernen wollten.

Im ibis zahle ich jetzt 65€ ohne Frühstück.

Gebucht jeweils über die Homepage der Hotelketten, gesucht hatte ich damals via hrs.

Frankreich - Bahnsteigsperren?

DG, Sonntag, 17.08.2014, 22:34 (vor 4241 Tagen) @ RhBDirk

Die französischen Tickets werden gestempelt - wie bei uns in vielen ÖPNV Systemen. Bahnsteigsperren im Fernverkehr kenne ich in Frankreich bislang (noch) keine.

Hmm, ja, in Marseille gabs die nun. In Paris Gare de Lyon bin ich grad nicht mehr sicher, meine aber, dass da auch welche waren.
An den TGV-Bahnhöfen Aix und Avignon sind ja so langgezogene Gebäude entlang der Bahnsteige, zumindest auf einer Seite, dort können vermutlich die Türen geschlossen werden.

Die Türen der Züge werden auch nicht zwei Minuten vor Abfahrt geschlossen. Man soll halt nur rechtzeitig in den Zug steigen und nicht bis zum Abpfiff noch ne Zigarette rauchen oder mit der Freundin an der offenen Tür rumknutschen ;-)

Manchmal war der Tür-Schließ-Sound aber doch eine Weile vor Abfahrt zu hören. Wenn der Zug nur 2 Minuten Standzeit hat, ist das aber nicht durchsetzbar.

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