Von Nord nach Süd (und umgekehrt) durch Deutschland (Reiseberichte)
Hier mal ein (bilderloser) Reisebericht von mir. Die beschriebene Reise wurde im August 2014 durchgeführt.
Welche Züge jeweils genutzt wurden, lässt sich z.T. folgern.
Begonnen wurde die Reise mit dem S-Bahnzug 424 016 "Wennigsen(Deister)" nach Hannover Hbf, welcher pünktlich verkehrte.
Es schloss sich eine Fahrt in einem von 146 516 "Celle" geschobenenem Zug aus Doppelstockwagen nach Uelzen an. Der Zielbahnhof wurde mit +6 erreicht, da eine Überholung durch den verspäteten ICE 1082 in Isernhagen abgewartet werden musste.
Der Anschlusszug fuhr aufgrund einer außerplanmäßigen Kurzwende des aus Hamburg kommenden Zuges mit +4 abweichend von Gleis 301 (planmäßig ist 103) ab. Wer Uelzen kennt, weiß um die bescheidene Breite der dortigen Umstiegeanlagen. Grund für die Kurzwende waren mit Triebfahrzeugen belegte Gleise des metronom-Werkes.
Die Verspätung, die bis Lüneburg so gut wie herausgefahren werden konnte, erhöhte sich danach durch Überholung durch ICE 78 auf +5 in Hamburg-Harburg.
Ab Hamburg-Harburg wurde der Bimdz des IC "Wattenmeer" nach Westerland(Sylt) genutzt. Die durch Anschlussaufnahme nach dem Lokwechsel auf 218 389 und 218 397 aus dem verspäteteten ICE 770 in Hamburg Hbf resultierenden +5 konnten bis Heide(Holst) wieder herausgefahren werden. In Itzehoe begegenete um 15:41 218 380 und eine Schwestermaschine (vielleicht mit verspätetetem IC "Wattenmeer" der Gegenrichtung). Auch konnte in Husum ein entgegenkommender, von einigen Fotografen erwarteter "Marschbahnumleiter" mit einer Lokomotive 232 8xx gesichtet werden. In Niebüll erfolgte dann das Ausrangieren der Kurswagen nach Dagebüll durch die beiden Zugloks des IC. Die anschließende Fahrt bei Flut und leichtem Seenebel über den Hindenburgdamm genoss ich am geöffneten Fenster.
Ab Westerland wurde eine von 251 009 geschobene NOB um (Planmäßige Abfahrt 18:22) nach Hamburg-Altona genutzt. Die Abfahrt erfolgte wegen erhöhten Reisendenaufkommens mit +4 und steigerte sich bis Niebüll durch Zugkreuzungen in Keitum und Lehnshallig auf +8. Aufgrund eines Notarzteinsates am Zug wurde Niebüll mit +26 verlassen, in Hamburg-Altona verblieben davon +18.
Nicht weiter dramatisch, da die Umsteigezeit mit 57 Minuten ausreichend groß war. Nach unangekündigter Gleisänderung verließ ich dann Hamburg-Altona um kurz vor 22:30 im ICE1-Abteil mit hochgehängtem Tisch Richtung Berlin Hbf, welcher mit +100 erreicht wurde (+23 in Hamburg Hbf wg. Anschlussaufnahme aus dem verspäteten EC 30 aus Kopenhagen; +57 wg. Umleitung über Uelzen-Stendal aufgrund Oberleitungsstörung bei Büchen; +20 wg. Bauarbeiten bei Buschow).
Die DB Information hatte aufgrund zahlreicher mit Taxis ans Ziel zu bringender Fahrgäste in der Folge noch lange zu tun. Für mich war die Verspätung dagegen günstig, da sie die Wartezeit auf den ICE nach München, den ich bis Nürnberg nutzte, reduzierte.
Der von einer Lokomotive der Baureihe 120 gezogene ex-MET-Wagenpark (welch herrliche Sitze für die 2.Wagenklasse; leider musste ich feststellen, dass auch bei einigen Reisenden im Fernverkehr teilweise offensichtlich wenig Wertschätzung für diese Einrichtung vorhanden ist; Füße allerorten...) war ziemlich pünktlich, eine Verspätung von +5 in Nürnberg Hbf v.a. resultierte aus Überholung durch ICE 1644 in Großkorbetha, der dann in Naumburg den Anschluss aufnahm.
Sehr pünktlich war auch der anschließend genutzte RE (612er) nach Regensburg, den ich bis Schwandorf nutzte. Angenehm war, dass es in diesem Fahrzeug nicht das aus den RE Hannover-Halle bekannte Ruckeln und Dröhnen zu bemerken war. Auch der KiN war sehr nett und holte einen Herrn der in Sulzbach aussteigen wollte (daraus aber nach seinem Fahrtziel befragt stets Salzburg machte) gar persönlich zum Ausstieg ab.
Die Fahrt im Bm-Wagen des ALX mit geöffneten Fenstern nach Furth im Wald (fast reiner Bm-Zug) und anschließend weiter nach München Hbf mit Lokwechsel u.a. in Regensburg wurde von mir genossen. Durch verspätete Übergabe aus dem Ausland standen in München +13 auf der Uhr (die entsprechende Verspätung wurde auf der Fk problemlos bestätigt).
Der Anschluss an den ALX nach Oberstdorf/Lindau (ab +4) gelang durch einen 3-Minuten-Spurt, obwohl der Zug nach Auskunft des Zugpersonals des verspäteten Zuges nicht mehr zu erreichen war. So wurde bei Sonnenschein in einem BDomsb 535 die Anfahrt am offenenen Fenster auf das viehwirtschaftlich geprägte Allgäu genossen. Pünktlich um 17:21 wurde Sonthofen erreicht.
Eine Woche später ging es dann im Großraumwagen (ich finde die Redesign-sitze durchaus bequem) des "Nebelhorn" um 10:00 Uhr zurück nach Hannover. Bis Augsburg zog in beiden Fahrtrichtungen 218 456, welche lt. Anschrift am 25.06.2001 eine Lackversiegelung in Lübeck erhielt. Da ein Fahrgast in Buchloe keine Fahrradreservierung vorweisen konnte, musste er den Zug wieder verlassen; die resultierenden +2 konnten bis Augsburg wieder herausgefahren werden. Trotz pünktlicher Ankunft auch des IC "Königssee" aus Berchtesgaden reichten die 28 Minuten Aufenthalt nicht für die Rangierfahrten aus (+13 ab Augsburg). Bis Gunzenhausen konnte die Verspätung auf +6 gesenkt werden aber wg. technischer Überprüfung eines Wagens und Ziehens der Notbremse konnte dieser Bahnhof erst mit +19 verlassen werden. Wegen der technischen Störung an dem Wagen konnte jedoch nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160km /h gefahren werden (fehlende Bremshundertstel?), sodass nach Fahrt auf dem Gegengleis im Abschnitt Rohrbach- Burgsinn Bbf wegen Tunnelarbeiten und Überholungen durch ICE 586 und ICE 278 in Kirchheim Hannover Hbf mit +71 erreicht wurde, was infolge Anschlussverlustes an 2 S-Bahnen zu einer Fahrpreisentschädigung von gerundet 5 € nach den FGR führte. Die Bestätigung der Verspätung auf der Fahrkarte durch das gut ausgelastete Zugpersonal (nur zu zweit im Zug lt. Durchsage; bei 10 besetzten Wagen geht das ja für die SFS noch, siehe Ril 123.0130A05) erfolgte erst nach Beharren des Fahrgastes.
Der Fahrpreis mit BC 25 lag für die beschriebene Tour (Hannover Hbf-Hamburg-Harburg ausgenommen) bei ca. 63 €.
Fazit: Eine schöne und lange Tour, die leider nicht ohne Verspätungen verlief.
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