+211 - Ein kleiner Bericht. (Reiseberichte)
Essen, 19:48 Uhr. ICE 605 erreicht mit leichtem quietschen Gleis 2 des Essener Hauptbahnhofes. Ich war auf dem Weg nach Nürtingen in der Region Stuttgart und stieg zu. Geplante Ankunft in Nürtingen war 23:54 Uhr. Zuvor hatte ich noch darüber nachgedacht, ob es nicht sinnvoller wäre mit ICE 615 eine Stunde vorher zu fahren, doch ich hatte genug vertrauen in die DB, dass der Umsteig in Mannheim funktionieren wird.
Schon bald rollte der ICE an und ein Zugbegleiter kam zur Kontrolle der Fahrscheine. Ich zeigte meinen Deutschlandpass woraufhin der Zugbegleiter noch um die Information bat meinen Zielort zu erfahren um gegebenenfalls den Anschluss vorzumelden. So ging es dann weiter in den Sonnenuntergang. Der Zug war etwa zur Hälfte besetzt, der Strom im Bistro war ausgefallen, eine ganz normale und durchschnittliche Zugfahrt ohne Besonderheiten.
Es muss so gegen 21:40 Uhr gewesen sein, als sich dies schlagartig änderte. Verursacht durch ein schweres Unwetter sei der Zugverkehr zwischen Frankfurt und Mannheim eingestellt worden. Ein Raunen ging durch den Zug. Wir würden daher am Flughafen Frankfurt verweilen bis es weitergehen kann. Weitere Informationen folgen wenn sie verfügbar sind.
Im Zug kehrte sofort wieder Ruhe ein. Schwere Unwetter sind wir in Deutschland inzwischen ja leider gewohnt, da müssen wir jetzt wohl durch. Was kann man da schon machen?
In Frankfurt Flughafen angekommen gab es eine weitere Durchsage, Fahrgäste in Richtung Stuttgart sollen sich darauf vorbereiten, den Zug zu wechseln. ICE 615 stand noch im Bahnhof mit inzwischen etwa einer Stunde Verspätung. Es würde geklärt ob es sinnvoll ist hier bereits umzusteigen damit wir auch sicher nach Stuttgart kommen. Ein lustiger Zufall dachte ich, wo ich doch zuvor noch überlegt hatte, ob ich nicht lieber diesen Zug wählen soll.
Kurze Zeit später kam die Durchsage, dass wir den Zug wechseln sollen. Wir wurden auch darauf hingewiesen, dass, falls der ICE ohne uns abfährt, wir genug Zeit hätten, zu ICE 605 zurückzukehren.
Ich also aus dem Zug raus, den Bahnsteig gewechselt und in ICE 615 eingestiegen. Dieser Zug war etwas voller, aber es waren immer noch einige Plätze frei so dass ich schon bald einen Sitzplatz fand. Nun hieß es hier als weiter warten. Das war allerdings nicht so schlimm. Es entstanden schnell Gespräche und so verging die Zeit.
Nach einiger Zeit war Frankfurt Flughafen mit vier Zügen belegt, die allesamt auf Weiterfahrt warteten. Im Zug wurde dann auch mitgeteilt, dass man sich kostenfrei ein Getränk im Bistro holen darf. Habe ich dann auch gemacht. Vor dem Bistro gab es eine kleine Schlange aber die beiden Mitarbeiterinnen im Bistro waren so schnell, dass ich da maximal drei Minuten warten musste.
Etwas später, es muss gegen 23:00 Uhr gewesen sein, kam die Durchsage, dass eine Umleitungsstrecke wieder frei sei, wir würden unsere Fahrt in Kürze fortsetzen. Das ist dann auch geschehen. Wie sich herausstellte, fuhren wir aber keine Umleitung sondern wie immer über die Riedbahn. Es kam allerdings ständig zu kleineren Stopps, wir haben Mannheim so erst gegen 00:35 Uhr erreicht. Inzwischen war auch meine Hoffnung aufgegeben, den letzten Zug von Stuttgart nach Nürtingen um 00:48 noch zu erreichen. Daher bat ich einen durch den Zug gehenden Zugbegleiter noch um einen Zangenabdruck für meinen Deutschlandpass, so dass ich dann später in Stuttgart keine Probleme bekomme.
Die Zugbegleiter haben die gesamte Lage allgemein sehr professionell gemeistert. Sie gingen als Ansprechpartner durch den Zug und halfen den Fahrgästen bei eventuellen Fragen weiter. So stelle ich mir als Fahrgast das vor und es half sicherlich auch dabei, die Fahrgäste ruhig zu halten. Es entstand auch keine negative Stimmung gegen die DB. Man musste da jetzt nun einmal durch.
Um 01:14 haben wir Stuttgart Hbf erreicht. Fahrgäste die keinen Anschluss mehr haben, sollen sich an den Informationspunkt im Bahnhof wenden, dieser sei zu jeder Uhrzeit besetzt. Es machte sich nun also eine dreistellige Zahl an Fahrgästen auf in die Haupthalle.
Die etwa 70m lange Schlange vom Informationspunkt reichte schon fast bis an das Ende der Haupthalle als wir ankamen. Wir waren wohl nicht der erste Zug für den es hier keinen Anschluss mehr gab. Nun hieß es also warten, und warten, und warten. Die Schlange hinter mir wurde, danke weiterer ankommender Züge, noch länger. Das Konzept war, dass die vordere Person in der Schlange befragt wurde wo sie hin möchte. Dann wurde der Zielort unverständlich durch das hallende Gebäude gebrüllt bis sich genug Fahrgäste für ein Taxi fanden.
Ich kam ins Gespräch mit einigen anderen Reisenden und die Wartezeit war nicht so schlimm wie sie hätte sein können. Besonders leid tat mir ein Amerikaner der gerade mit dem Flugzeug in Deutschland ankam. Kräftiger Jetlag und nun so lange warten, er nahm es jedoch recht gelassen.
Gegen 2:40 hörte ich dann etwas das nach "Nürtingen" klang und konnte mich endlich einer Gruppe anschließen. Eine der beiden einzigen Mitarbeiterinnen hat dann unsere Fahrkarten geprüft und gestempelt und wir mussten neben dem Informationspunkt auf ein Taxi warten. Nach wenigen Minuten kam dann auch schon der Taxifahrer der dort dann auch einen Schein abholen musste um von der DB auch Geld zu erhalten.
Nach mehr als 90 Minuten im Stuttgarter Hauptbahnhof ging es für mich dann endlich weiter. Mitleid hatte ich mit den noch wartenden Fahrgästen. Bei der Abfertigungsgeschwindigkeit haben viele sicherlich noch bis nach 4 Uhr warten müssen. Auch war ich allgemein etwas schockiert über das schlechte Krisenmanagement. Es war schon gegen 22 Uhr klar, dass in dieser Nacht viele Fahrgäste in Stuttgart stranden werden. Hätte man hier nicht mehr Personal oder gar den ein oder anderen Ersatzbus oder sogar Zug organisieren können? Es haben sich auch einige der übermüdeten Fahrgäste lautstark aufgeregt. Von der Ruhe und Professionalität die ich davor noch im Zug erleben durfte, war im Bahnhof leider nichts mehr zu bemerken. Der türkischstämmige Taxifahrer meinte auch nur "Alter, die sind so langsam!".
Um 3:25 Uhr, 211 Minuten nach der geplanten Ankuftszeit, kam ich dann nach einer gesprächigen Taxifahrt endlich in Nürtingen an. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, als ich in Essen in den ICE eingestiegen bin.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Hätte man hier nicht mehr Personal oder gar den ein oder anderen Ersatzbus oder sogar Zug organisieren können? Es haben sich auch einige der übermüdeten Fahrgäste lautstark aufgeregt. Von der Ruhe und Professionalität die ich davor noch im Zug erleben durfte, war im Bahnhof leider nichts mehr zu bemerken.
Es ist ein Sonntag und um 22:00 kommt ein Unwetter auf, ist zwar nicht schön, das kann passieren.
Woher soll den am Sonntag um 22:00 die zustäzlichen Personale so plötzlich kommen? Also der Durchschnittsbürger geht irgenwann zwischen Tatort, Günther Jauch und Tagesthemen ins Bett (also 22:00-23:00), so auch der Durchschnittsservicepointmitarbeiter. Gleiches gilt für den Durchschnittsbusfahrer.
Jetzt müsste also jemand um 22:00 erkennen, oh da läuft was nicht wegen Unwetter und die Mitarbeiter aus dem Bett klingeln. Diese wohnen auch nicht im Bahnhof und müssten erstmal dorthin fahren.
Und jetzt kommt wieder das Menschliche: Wer steht freiwillig, abends um 22:00 gemütlich vom Sofa auf, rennt zum Telefon, lässt sich überreden zum Bahnhof zu kommen, sprintet ins Auto, quält sich einige Kilometer durch ein Unwetter, dass auch auf den Straßen wütet, nur um sich am Bahnhof den Mecker der gestrandeten Reisenden anzuhören (und das ist teilweise echt unter aller Sau) oder nen Bus von Stuttgart nach Aalen, Tübingen, Heilbronn oder Ulm zu fahren? Ich glaub freiwillig niemand.
Außerdem, wie viele Taxen stehen den so durchschnittlich am Sonntag Nacht am Bahnhof? Ich denke nicht so viele, dass man einen ganzen ICE in alle Himmelsrichtungen heimfahren kann.
Ich denke, man sollte bei diesen Forderungen nach kurzfristig mehr Personal auch mal die Menschen dahinter sehen, die dieses Personal ausmachen. Viele machen ihre Arbeit gut, aber vornehmlich zum Broterwerb und haben, wie alle anderen Menschen ein Recht sich zu erholen, auch wenn draußen die Welt untergeht.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Ich denke, man sollte bei diesen Forderungen nach kurzfristig mehr Personal auch mal die Menschen dahinter sehen, die dieses Personal ausmachen. Viele machen ihre Arbeit gut, aber vornehmlich zum Broterwerb und haben, wie alle anderen Menschen ein Recht sich zu erholen, auch wenn draußen die Welt untergeht.
Naja, es gibt auch genug andere Berufe, bei denen man davon ausgehen muss, dass bei solchen Extremsituationen auch einmal außer der Reihe ran muss. Und damit meine ich gar nicht nur Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sondern auch die Notdienste von Stromversorgern, die Straßenmeisterein etc. Bei der Bahn sind dies dann wohl in aller Regel die Trupps, die Schienen freimachen, instandsetzen usw. Je nachdem, wie die Wetterlage ist, ist da ein Posten an der DB Information doch noch angenehmer (na gut, draußen hat man die Reisenden nicht :-). Alles in allem kommt es doch selten vor, und man weiß es ja, wenn man sich auf den Job einlässt. Umgekehrt kann das Personal im Zug ja auch nicht auf einmal Schluss machen, sondern hängt Stunde um Stunde ran. Dein Gedankengang ist zudem auch etwas unsolidarisch den Kollegen gegenüber, die gerade sowieso im Dienst sind und dann an der DB Information eben noch mehr Ärger abkriegen, die würden sich sicher über ein paar helfende Kollegen freuen. Und mit ein paar Stunden Vorlauf sollte da schon etwas zu organisieren sein.
+211 - Ein kleiner Bericht - 3 Stunden? Kenne ich.
Der Zug war etwa zur Hälfte besetzt, der Strom im Bistro war ausgefallen, eine ganz normale und durchschnittliche Zugfahrt ohne Besonderheiten.
[...]
Nach mehr als 90 Minuten im Stuttgarter Hauptbahnhof ging es für mich dann endlich weiter. Mitleid hatte ich mit den noch wartenden Fahrgästen. Bei der Abfertigungsgeschwindigkeit haben viele sicherlich noch bis nach 4 Uhr warten müssen. Auch war ich allgemein etwas schockiert über das schlechte Krisenmanagement. Es war schon gegen 22 Uhr klar, dass in dieser Nacht viele Fahrgäste in Stuttgart stranden werden. Hätte man hier nicht mehr Personal oder gar den ein oder anderen Ersatzbus oder sogar Zug organisieren können? Es haben sich auch einige der übermüdeten Fahrgäste lautstark aufgeregt. Von der Ruhe und Professionalität die ich davor noch im Zug erleben durfte, war im Bahnhof leider nichts mehr zu bemerken. Der türkischstämmige Taxifahrer meinte auch nur "Alter, die sind so langsam!".
Um 3:25 Uhr, 211 Minuten nach der geplanten Ankuftszeit, kam ich dann nach einer gesprächigen Taxifahrt endlich in Nürtingen an. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, als ich in Essen in den ICE eingestiegen bin.
Du widersprichst dir! "durchschnittliche Zugfahrt ohne Besonderheiten" und "schockiert über das schlechte Krisenmanagement" gehoeren doch zusammen. Das war eine Zugfahrt ohne Besonderheiten. Es ist normal, dass das (in Stuttgart) passiert. Habe genau das gleiche erlebt. Die Kurzform:
- ICE von Koeln via Stuttgart nach Muenchen kommt mit +120 gegen 0:00h in Stuttgart an. (wg. Personenunfall)
- Anschlusszug nach Singen um 22:25h ist weg. Ca. 200 Personen zur Servicepoint der nur mit 1 Person besetzt war!
- Ich in der Mitte der Schlange war nach ca. 60 Minuten dran.
- Taxi dann von Stuttgart nach Schaffhausen. -> Bett um ca. 3:30 gesehen.
- Reisende nach Muenchen mussten zusaetzlich 1,5 Stunden in Stuttgart im ICE warten bis Ersatzlokfuehrer vorhanden war.
Auch das war alles seit mindestens 2 Stunden bekannt, bevor wir dort "aufgeschlagen" sind.
Also nichts Neues im DB Land.
BR752
+211 - Ein kleiner Bericht. - Die wo nix zu tun haben.
Woher soll den am Sonntag um 22:00 die zustäzlichen Personale so plötzlich kommen?
Kann ich dir sagen: Es werden doch entweder beim Sicherheitsdienst, bei DB Regio oder in der 3S Zentrale ein oder zwei Personen zu finden sein, die beim Servicepoint aushelfen koennen die Taxigutscheine zu organisiern, so dass man da nach 15 Minuten rauskommt! Von Rufbereitschaft mal abgesehen. Alles andere ist laecherlich anzunehmen.
Hier der wahre Grund: Aber das sind dann wieder unterschiedliche Firmen, bla, Wettbewerb, blub, Verguetung, keine Kenntnisse, bla, Weisungsbefugnisse, zaeter ...
Der Reisende ertraegt es dann. - Toller Wettbewerb.
BR752
+211 - Ein kleiner Bericht.
Hi,
Alles in allem kommt es doch selten vor, und man weiß es ja, wenn man sich auf den Job einlässt. Umgekehrt kann das Personal im Zug ja auch nicht auf einmal Schluss machen, sondern hängt Stunde um Stunde ran. Dein Gedankengang ist zudem auch etwas unsolidarisch den Kollegen gegenüber, die gerade sowieso im Dienst sind und dann an der DB Information eben noch mehr Ärger abkriegen, die würden sich sicher über ein paar helfende Kollegen freuen. Und mit ein paar Stunden Vorlauf sollte da schon etwas zu organisieren sein.
es mag auf dem ersten Blick unsolidarisch aussehen, aber viele haben sprichwörtlich das Handtuch geworfen und kommen nur noch auf Arbeit wenn es im Dienstplan steht - grade im Bereich bei Station&Service.
Nach meiner Ausbildung war ich nur ca. 6 Monate u.a. an einer DB Information an einem großen Bahnhof in Süddeutschland eingesetzt. In 6 Monaten habe ich es auf über 250 Überstunden gebracht (welche am Ende zu einem lächerlichen Stundenlohn ausgezahlt wurde, da es keine Möglichkeit zum abbauen gab und ich Station&Service verlassen habe).
Wenn ich mir den online Stellenmarkt anschauen fehlen an diesem Bahnhof eine zweistellige Anzahl an Mitarbeiter - ich denke es wir speziell bei Station&Service an jedem großen Bahnhof in Deutschland ähnlich aussehen.
Daher ist die Bereitschaft der Mitarbeiter zusätzlich reinzukommen beinahe gegen 0 gesunken. (Hohe Überstundenanteil - oft 6 Schichten am Stück und kaum Freizeitausgleich, bei einem nicht gerade üppigen Gehalt)
(Natürlich bleiben viele länger - z.B. Spätschicht wird verlängert, aber das ist am Ende ein Bumerang, denn der Mitarbeiter fehlt dann ggf. am nächsten Tag...)
Viele Grüße
p.S.: ich will das natürlich nicht gut heißen, es sind am Ende nur Organisatorische Probleme bzw. man ist nicht gewillt Geld in die Hand zu nehmen. (Rufbereitschaft ist für die Mitarbeiter finanziell sehr lukrativ...)
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
+211 - Ein kleiner Bericht.
Naja, es gibt auch genug andere Berufe, bei denen man davon ausgehen muss, dass bei solchen Extremsituationen auch einmal außer der Reihe ran muss. Und damit meine ich gar nicht nur Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sondern auch die Notdienste von Stromversorgern, die Straßenmeisterein etc. Bei der Bahn sind dies dann wohl in aller Regel die Trupps, die Schienen freimachen, instandsetzen usw. Je nachdem, wie die Wetterlage ist, ist da ein Posten an der DB Information doch noch angenehmer (na gut, draußen hat man die Reisenden nicht :-). Alles in allem kommt es doch selten vor, und man weiß es ja, wenn man sich auf den Job einlässt.
Völlig falsche Herangehensweise. Entweder, man hat Bereitschaft, in manchen Branchen auch Rufbereitschaft. Oder man hat frei. Ganz reguläres frei, wie es einem laut Arbeitszeitgesetz, Tarifverträgen etc auch zusteht. Sicher, es gibt immer Ausnahmemöglichkeiten, aber dazu kann man ja wohl nicht gezwungen werden! Oder glaubst Du, der Polizist, der planmäßig frei hat, lässt seine beiden kleinen Kinder allein daheim zurück, nur weil er an seinem freien Tag gerade zu nem außerplanmäßigen Einsatz gerufen wird?
Oder der Busfahrer, der 200 km von daheim entfernt an seinem freien Tag grad mit der Familie die Oma besucht, lässt alles stehen und liegen, rast zu seinem Einsatzort und fährt kurzfristigen Schienenersatzverkehr?
Sorry, aber manchmal fragt man sich, in welcher Welt manche Leute leben. Bitte mal auf die eigene Situation beziehen und darüber nachdenken, ob man es selbst so machen würde und vor allem immer machen kann!
Fakt ist, es gibt Bereitschaften und gewisse Reserven, die die meisten Unternehmen haben. Extremsituationen wie Unwetter, große Unglücke etc können aber nunmal nicht planerisch abgedeckt werden, das könnte sich kein Unternehmen leisten. Da muss immer improvisiert werden und das kann nunmal etwas dauern.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Völlig falsche Herangehensweise. Entweder, man hat Bereitschaft, in manchen Branchen auch Rufbereitschaft. Oder man hat frei. Ganz reguläres frei, wie es einem laut Arbeitszeitgesetz, Tarifverträgen etc auch zusteht. Sicher, es gibt immer Ausnahmemöglichkeiten, aber dazu kann man ja wohl nicht gezwungen werden! Oder glaubst Du, der Polizist, der planmäßig frei hat, lässt seine beiden kleinen Kinder allein daheim zurück, nur weil er an seinem freien Tag gerade zu nem außerplanmäßigen Einsatz gerufen wird?
Ja, wenn gerade die halbe Stadt verwuestet ist, wie hier in Duesseldorf, dann bringt man die Kinder zu Oma (oder ...) und geht ohne Aufforderung zum Dienst.
Oder der Busfahrer, der 200 km von daheim entfernt an seinem freien Tag grad mit der Familie die Oma besucht, lässt alles stehen und liegen, rast zu seinem Einsatzort und fährt kurzfristigen Schienenersatzverkehr?
Nein, nicht bei Schienenersatzverkehr und 200km Entfernung.
Sorry, aber manchmal fragt man sich, in welcher Welt manche Leute leben. Bitte mal auf die eigene Situation beziehen und darüber nachdenken, ob man es selbst so machen würde und vor allem immer machen kann!
Genau das frage ich mich bei dir auch. Ueberleg mal warum es die Moeglichkeit gibt, dass ein Arbeitgeber sogar eine komplette Urlaubssperre verhaengen kann. (Sowohl in der Privatwirtschaft als auch im oeffentlichen Dienst) - Da muss man ggf. schon mal aus dem Urlaub zurueckkommen, auch wenn es wehtut.
BR752
+211 - Ein kleiner Bericht. - Die wo nix zu tun haben.
Blöd nur das bei Unwetter und Streckensperrung die Rufbereitschaft auch nicht so ohne weiteres zur Einsatzstelle kommt.
Ich habe es bei Streckensperrungen in Eisenach schon erlebt, dass Züge nach Streckenfreigabe nicht abfahren konnten, weil das Zugpersonal noch mit einem anderen (verspäteten) Zug unterwegs war. Das ist dann halt Pech.
alternative Handlungsempfehlungen für Vielfahrer (?)
Unschöne Geschichte und ich beneide dich nicht darum, auch wenn mir in 4 Jahren BC100 so was noch nicht passiert ist. Liegt aber auch an meinen persönlichen Routen, welche auf den Hauptstrecken sind.
Die Frage wäre für mich, wie können wir Vielfahrer in diesem Fall handeln, um für uns selbst eine schnellstmögliche Lösung zu finden und die Gesamtsituation ein Stück weit zu entschärfen (indem sich der Service-Point nicht um uns kümmern muss).
Konkret:
- Ab wann und unter welchen Umständen darf ich mir bei einer solchen Situation eine Übernachtung organisieren? Bis zu welcher Grenze? Mit wem muss ich das abgestimmen? Geht das ggf. auch telefonisch?
- Ab wann und unter welchen Umständen darf ich mir eine Ersatzmobilität wie Mietwagen oder Taxi organisieren?
Ich bin, zugegeben, damit überfragt.
Danke für eure Hilfe
+211 - Ein kleiner Bericht. - Die wo nix zu tun haben.
Blöd nur das bei Unwetter und Streckensperrung die Rufbereitschaft auch nicht so ohne weiteres zur Einsatzstelle kommt.
Ich habe es bei Streckensperrungen in Eisenach schon erlebt, dass Züge nach Streckenfreigabe nicht abfahren konnten, weil das Zugpersonal noch mit einem anderen (verspäteten) Zug unterwegs war. Das ist dann halt Pech.
Ich meinte die wo in dem Bahnhof mit am Schaffen oder Pausieren sind und so intelligent sind eine Taxigruppe zusammenstellen zu koennen.
BR752
+211 - Ein kleiner Bericht.
Genau das frage ich mich bei dir auch. Ueberleg mal warum es die Moeglichkeit gibt, dass ein Arbeitgeber sogar eine komplette Urlaubssperre verhaengen kann. (Sowohl in der Privatwirtschaft als auch im oeffentlichen Dienst) - Da muss man ggf. schon mal aus dem Urlaub zurueckkommen, auch wenn es wehtut.
Nein, muss man nicht. Ein genehmigter und bereits angetretener Urlaub muss nicht abgebrochen werden, weil der AG das so will, sagt das Bundesarbeitsgericht. Das ist auch nicht verhandelbar, entsprechende Klauseln im Vertrag sind Sittenwidrig.
Wenn der AG das trotzdem haben will, muss er den AN irgendwie dazu "motivieren" es freiwillig zu tun, z.B. mit einem Haufen Geld.
Frag mal bei der Bahn in Mainz, die können da ein Lied von singen ;-)
alternative Handlungsempfehlungen für Vielfahrer (?)
Die Frage wäre für mich, wie können wir Vielfahrer in diesem Fall handeln, um für uns selbst eine schnellstmögliche Lösung zu finden und die Gesamtsituation ein Stück weit zu entschärfen (indem sich der Service-Point nicht um uns kümmern muss).
Wie ich finde eine gute und berechtigte Frage.
Ein Blick in die Fahrgastrechte hilft da weiter, aber die Summen und Moeglichkeiten sind dann meist begrenzter als die vom Servicepoint. Ich glaube keiner wird dir 350 Euro Taxikosten erstatten, so wie es bei unserer Taxi-Gruppe seinerzeit aufgelaufen ist. Zumindest hast du den Aerger das Geld wiederzubekommen.
BR752
alternative Handlungsempfehlungen für Vielfahrer (?)
Die Frage wäre für mich, wie können wir Vielfahrer in diesem Fall handeln, um für uns selbst eine schnellstmögliche Lösung zu finden und die Gesamtsituation ein Stück weit zu entschärfen (indem sich der Service-Point nicht um uns kümmern muss).
Das wäre in der Tat eine interessante Frage. Zumal es ja durchaus einen Unterschied macht, ob man direkt ins Hotel gehen kann oder nochmal eine Stunde mehr warten muss. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Bahn Rahmenverträge sowohl mit Hotels als auch mit Taxiunternehmen hat (zumindest in Hamburg unlängst gab es einen solchen mit dem Taxiunternehmen, mit dem ich dann fuhr), so dass die Kosten wohl ein ganzes Stück geringer sind, als wenn man das selber organisiert. Wenn Du BC100 Kunde bist, würde ich ggf. in einer solchen Situation die comfort-Hotline anrufen, vielleicht können die da eine Freigabe erteilen?
+211 - Ein kleiner Bericht.
Genau das frage ich mich bei dir auch. Ueberleg mal warum es die Moeglichkeit gibt, dass ein Arbeitgeber sogar eine komplette Urlaubssperre verhaengen kann. (Sowohl in der Privatwirtschaft als auch im oeffentlichen Dienst) - Da muss man ggf. schon mal aus dem Urlaub zurueckkommen, auch wenn es wehtut.
Bitte: Das ist nur in äußerst seltenen Ausnahmefällen rechtens.
Wenn in einer kleinen Firma mit nur drei Angestellten beispielsweise einer im Urlaub ist und zwei plötzlich erkranken, und wenn die Firma dadurch von der unmittelbaren Pleite bedroht wäre - dann könnte der Chef es rechtfertigen, den Urlauber zurückzuholen.
Nein, muss man nicht. Ein genehmigter und bereits angetretener Urlaub muss nicht abgebrochen werden, weil der AG das so will, sagt das Bundesarbeitsgericht. Das ist auch nicht verhandelbar, entsprechende Klauseln im Vertrag sind Sittenwidrig.
S.o.
Frag mal bei der Bahn in Mainz, die können da ein Lied von singen ;-)
Das war auch ein wenig politisch motiviert, da es klar war, dass diese Situation irgendwann eintreten musste.
BR752
alternative Handlungsempfehlungen für Vielfahrer (?)
Die Frage wäre für mich, wie können wir Vielfahrer in diesem Fall handeln, um für uns selbst eine schnellstmögliche Lösung zu finden und die Gesamtsituation ein Stück weit zu entschärfen (indem sich der Service-Point nicht um uns kümmern muss).
Wie ich finde eine gute und berechtigte Frage.Ein Blick in die Fahrgastrechte hilft da weiter, aber die Summen und Moeglichkeiten sind dann meist begrenzter als die vom Servicepoint. Ich glaube keiner wird dir 350 Euro Taxikosten erstatten, so wie es bei unserer Taxi-Gruppe seinerzeit aufgelaufen ist. Zumindest hast du den Aerger das Geld wiederzubekommen.
BR752
Schön. Vielleicht finden wir mit der geballten Kompetenz dieses Forums Erfahrungen zur "Selbstversorgung"?
Erreichbarkeit der comfort-Hotline?
Das wäre in der Tat eine interessante Frage. Zumal es ja durchaus einen Unterschied macht, ob man direkt ins Hotel gehen kann oder nochmal eine Stunde mehr warten muss. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Bahn Rahmenverträge sowohl mit Hotels als auch mit Taxiunternehmen hat (zumindest in Hamburg unlängst gab es einen solchen mit dem Taxiunternehmen, mit dem ich dann fuhr), so dass die Kosten wohl ein ganzes Stück geringer sind, als wenn man das selber organisiert. Wenn Du BC100 Kunde bist, würde ich ggf. in einer solchen Situation die comfort-Hotline anrufen, vielleicht können die da eine Freigabe erteilen?
Zusatzfrage:
Wie lange ist die Hotline erreichbar?
Danke...
...für die Insiderinfos. Das ist dann natürlich in der Tat organisatorisches Versagen der Bahn, wenn da der Personalmangel so groß ist und man auch nicht willens ist für Dinge wie Rufbereitschaft extra zu bezahlen.
+211 - Ein kleiner Bericht. - Die wo nix zu tun haben.
Ich meinte die wo in dem Bahnhof mit am Schaffen oder Pausieren sind und so intelligent sind eine Taxigruppe zusammenstellen zu koennen.
Das hat nix mit Intelligenz zu tun. Als damals durch Vandalismus das Stellwerk Eisenach für 10 Stunden ausgefallen war, war ich von 17 bis 22 Uhr am Bahnhof. Ich habe bereitwillig mitgeholfen die Leute, die am Bahnsteig saßen und die Zugansagen ignoriert haben, zu den SEV-Bussen und Taxis zu schicken.
Taxisgutscheine werden aus einem vorbereiteten Block heraus geholt und müssen gestempelt und unterschrieben werden. Das dürfen natürlich nur Service-Mitarbeiter der DB Station & Service und keine Dritten. Ich hätte ja gerne auch mehr getan als Einweiser zu spielen, aber aus rechtlichen Gründen durfte ich halt nicht mehr tun.
Auch anwesendes Zugpersonal der STB, CAN und DB Regio können nicht so ohne weiteres Taxi-Gutscheine selbst ausstellen und selbst unterschreiben. Die wären dann beim Einlösen der Taxi-Unternehmen bei der DB formal ungültig. Deutsche Bürokratie eben...
Das Verteilen können sicherlich auch Helferlein machen, das Organisieren und die rechtsverbindliche Unterschrift können aber nur die Mitarbeiter an der DB Information machen. Wenn nur einer da ist, dauert das eben.
AN aus Urlaub holen kann teuer werden
Genau das frage ich mich bei dir auch. Ueberleg mal warum es die Moeglichkeit gibt, dass ein Arbeitgeber sogar eine komplette Urlaubssperre verhaengen kann. (Sowohl in der Privatwirtschaft als auch im oeffentlichen Dienst) - Da muss man ggf. schon mal aus dem Urlaub zurueckkommen, auch wenn es wehtut.
Bitte: Das ist nur in äußerst seltenen Ausnahmefällen rechtens.
Wenn in einer kleinen Firma mit nur drei Angestellten beispielsweise einer im Urlaub ist und zwei plötzlich erkranken, und wenn die Firma dadurch von der unmittelbaren Pleite bedroht wäre - dann könnte der Chef es rechtfertigen, den Urlauber zurückzuholen.
Aber dann nur auf eigene Kosten. Einen Flug stornieren und einen früheren Flug buchen, falls überhaupt noch Plätze verfügbar sind, kann bei einer vierköpfigen Familie schnell mal eine vierstellige Summe werden. Der AN ist dann nicht verpflichtet diese Kosten zu tragen. Unter Umständen ist es dann für das Unternehmen billiger, einen Leiharbeiter für wenige Tage einzustellen.
+211 - Ein kleiner Bericht. - Die wo nix zu tun haben.
Das Verteilen können sicherlich auch Helferlein machen, das Organisieren und die rechtsverbindliche Unterschrift können aber nur die Mitarbeiter an der DB Information machen. Wenn nur einer da ist, dauert das eben.
Okay, dass Taxigutscheine natürlich nicht einfach frei durch die Gegend gereicht werden und von berechtigten Personen ausgegeben werden sollten, das verstehe ich – auch angesichts der Strecken und Beträge, um die es da teilweise geht. Nur wie Du es ja auch aus Eisenach beschreibst: Es gibt ja x Hilfstätigkeiten, die das ganze erheblich erleichtern. Zum Beispiel an der Schlange langgehen, schon einmal Gruppen bilden, die Leute nach Ziel sortieren, ggf. auch einfach Getränke verteilen, schauen, ob es irgendwo Alte/Familien gibt. Ich glaube da gibt es wirklich viel zu tun in einer solchen Situation und da zählt dann einfach jede helfende Hand. Bei Bussen dann wieder beim Einstieg helfen usw. usf.
alternative Handlungsempfehlungen für Vielfahrer (?)
Schön. Vielleicht finden wir mit der geballten Kompetenz dieses Forums Erfahrungen zur "Selbstversorgung"?
Das waere schoen. Ich habe mal (Streckensperrung Nebenstrecke) die Reise ab-/unterbrochen (Der Servicepoint war wegen kurzer Umstiegszeit nicht erreichbar), bin privat untergekommen und ohne Freigabevermerk am naechsten Tag mit Zugbindungsticket "von gestern" weitergefahren. - Nach einer Erklaerung und grossen/schiefen Augen vom Personal war alles ok. :-)
Wenn man seine "Aktion" erklaeren kann gibt es sicherlich Moeglichkeiten ohne Ruecksprache was zu machen, aber das muss man schon selbst einschaetzen.
BR752
AN aus Urlaub holen kann teuer werden
Aber dann nur auf eigene Kosten. (Des Arbeitgebers)
Selbstredend. ;-)
BR752
+211 - Ein kleiner Bericht. - Die wo nix zu tun haben.
Nur wie Du es ja auch aus Eisenach beschreibst: Es gibt ja x Hilfstätigkeiten, die das ganze erheblich erleichtern. Zum Beispiel an der Schlange langgehen, schon einmal Gruppen bilden, die Leute nach Ziel sortieren, ggf. auch einfach Getränke verteilen, schauen, ob es irgendwo Alte/Familien gibt. Ich glaube da gibt es wirklich viel zu tun in einer solchen Situation und da zählt dann einfach jede helfende Hand. Bei Bussen dann wieder beim Einstieg helfen usw. usf.
Eben das meine ich. Da muss man nicht einen einsamen DB Service Mitarbeiter mitten in der Nacht vor eine Schlange mit hunderten gestrandeter Reisenden stellen! Jede helfende Hand, und sei es nur fuer Erklaerungen oder zum ablenken mit einem Gespraech hilft da weiter!
Der Mitarbeiter muss dann auch noch die Nerven behalten und es haette mich damals in Stuttgart nicht gewundert wenn der das Handtuch geworfen haette!
BR752
Ich möchte an dieser Stelle mal ein Lob
an den Threadersteller für den unaufgeregten und sachlichen Bericht/Schreibstil aussprechen. Viele meckern immer über Bahnbashing etc. Da liest sich so ein Beitrag richtig gut.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Ich kann zu der Sache nur sagen, dass ich mich als Fahrgast in Stuttgart doch ziemlich im Stich gelassen gefühlt habe. Den anderen Reisenden wird das wohl ähnlich gegangen sein. Es stellt sich dabei auch die Frage, ob es wirklich teurer ist mehr Personal einzusetzen. Alleine der Imageverlust wird sicherlich zu Umsatzeinbußen führen.
Genug Taxen gab es übrigens auch zu dieser Uhrzeit in Stuttgart. Am Hbf hatten noch acht Taxen auf die Abfertigung durch die DB gewartet als wir abgefahren sind. Die hätten schon längst unterwegs sein können. Unser Taxifahrer war auch nicht sehr erfreut. Da warten so viele potentielle Kunden und die Taxifahrer können sie nicht befördern da die DB so lange braucht. Mit schnellerer Abfertigung hätte das Taxi sicherlich mehr Touren fahren können.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass es hier einen Notfallplan gibt und Personal das Bereitschaft hat. Alleine durch zwei weitere Mitarbeiter hätte man die Abfertigung wohl schon doppelt so schnell geschafft. Ersatzbusse zu Städten mit starker Nachfrage (zB Tübingen) wären der DB wohl auch preiswerter gekommen als die ganzen Taxirechnungen. Busunternehmen mit denen man in einem solchen Fall kooperieren könnte gibt es auch mehr als genug. Wenn es einen vorgefertigten Notfallplan für einen solchen Fall gibt, dauert es auch keine drei Stunden bis da etwas organisiert wurde. Das ist dann schnell ein Selbstläufer.
Mithelfen konnte man als Fahrgast übrigens kaum. Die Servicemitarbeiterinnen mussten wohl jeden Fahrschein registrieren und stempeln und dann wohl auch noch recht bürokratisch das Taxi zum Zielort organisieren um den Schein ausstellen zu können. Selbst wenn man schon davor Gruppen gebildet hätte o.Ä., wäre diese Vorgang kaum schneller abgelaufen. Hier wäre eine potentielle Lösung wohl auch, die Arbeit für die Mitarbeiter zu erleichtern und Bürokratie abzubauen. Eine weitere Lösung wäre es, den Zugbegleitern in den Zügen bereits die Möglichkeit zu geben Gutscheine auszustellen. In einem Zugteil gibt es schließlich mehr Begleitpersonal als es zu dieser Uhrzeit Servicepersonal im gesamten Stuttgarter Hbf gibt.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Ja, wenn gerade die halbe Stadt verwuestet ist, wie hier in Duesseldorf, dann bringt man die Kinder zu Oma (oder ...) und geht ohne Aufforderung zum Dienst.
Die im 500 km entfernten Ostfriesland lebt oder gar schon längst im Altersheim?
Nichts für ungut, aber man muss auch mal über den eigenen Tellerrand hinaus schauen. In unserer heutigen Gesellschaft ist es nunmal nicht mehr üblich, das die ganze Familie in ein und demselben Ort nur 3 Häuser weiter wohnt. Viele haben ihre Angehörigen nicht in der Nähe, manche haben auch gar keine. Daher bitte nicht immer nur von den eigenen Verhältnissen ausgehen.
Die Mehrzahl der Leute wird in Notfallsituationen helfen, so gut er kann. Sei es fürs eigene Unternehmen oder auch einfach für alle zusammen. Aber zu erwarten, das alle immer sofort zur Verfügung stehen (in ihrer Freizeit!), das ist leider ein wenig abseits des gesunden Menschenverstandes.
hat jemand Erfahrung mit der Platin-Versicherung gemacht?
ich habe in den vergangenen zwei Jahren die Versicherung gehabt, aber kein einziges Mal in Anspruch genommen. Da soll es eine 24h-Hotline geben und verschiedene Unterstützungen, besonders, wenn man "gestrandet" ist.
Was hast Du an "seltene Ausnahme" nicht verstanden?
Die Bahn, ein Busunternehmen, generell kein Unternehmen >10 Mitarbeiter kann AN aus dem Urlaub holen. Ab 10 MA gilt das KSchG uneingeschränkt und der AG kann sich warm anziehen, wenn er es mit Gewalt versucht und mit Kündigungen um sich wirft. Punkt.
Einen rechtfertigenden Notstand (ja passt hier nicht ganz)in Härtefällen kann es immer geben, aber die Regel ist so. Dies wird aber keine Wetterlage sein, weil Du als AG diese einzuplanen hast.
Was Du (und der Westen) übersiehst: Ob es einer von den wenigen rechtfertigenden Gründen wäre, entscheidet ein Richter im Einzelfall. Das zieht, auch das sagt der Artikel, in der Praxis kaum jemand in Erwägung, weil das richtig teuer werden kann.
Das war auch ein wenig politisch motiviert, da es klar war, dass diese Situation irgendwann eintreten musste
Sicher, ändert aber nichts daran, dass die Bahn die Leute nicht zwingen konnte, den Urlaub abzubrechen, nur weil in Mainz ein paar Leute krank sind.
Im Zweifel, bist Du so oder so nicht erreichbar, wozu dich eben auch keiner zwingen kann.
Nein (Leiharbeiter)
Der gesamte "Notstand" wäre gar nicht gegeben, wenn ein Leiharbeiter die Tätigkeit ohne Probleme und lange Einarbeitung ausführen könnte, was in 3 Mann Betrieben auch kaum geht.
Von daher scheidet ein zwangsweiser Urlaubsabbruch, sobald der AG diese Kostenrechnung aufstellen kann, direkt wieder aus. Ob das für den AG nun teurer ist, einen Leiharbeiter einzusetzen, ist nicht das Problem des AN.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Von 500 km zu Oma redet keiner.
Die Mehrzahl der Leute wird in Notfallsituationen helfen, so gut er kann. Sei es fürs eigene Unternehmen oder auch einfach für alle zusammen. Aber zu erwarten, das alle immer sofort zur Verfügung stehen (in ihrer Freizeit!), das ist leider ein wenig abseits des gesunden Menschenverstandes.
Davon hat keiner geredet. Notfall ist hier das Stichwort und nicht Mitarbeitermangel der durch den Arbeitgeber im Voraus verursacht wurde. Aber anscheinend fehlt vielen die Einsicht sich solidarisch zu zeigen, solange bis sie selbst mal auf die F**** fallen und dann um Hilfe, von anderen, schreien.
Manchmal muss man eben mal den Arsch hochbekommen auch wenn es einem nicht passt, ansonsten koennten DRK oder auch die freiwillige Feuerwehr zumachen. Die helfen uebrigens auch IMMER in ihrer Freizeit!
BR752
Bahn in Mainz
Wie mir über Mitarbeiter aus der Region zu Ohren kam, soll ein Mainzer Fahrdienstleiter letztes Jahr durchaus vorzeitig aus dem Urlaub zurückgekommen sein. Er wäre dann aber Ziel von Mobbing geworden, so dass er sich krankschreiben ließ.
Eine offizielle Bestätigung habe ich dafür zwar nicht, wird es wohl auch nicht geben. Aber das spricht schon Bände über das dortige Arbeitsklima.
Bahn in Mainz
Wie mir über Mitarbeiter aus der Region zu Ohren kam, soll ein Mainzer Fahrdienstleiter letztes Jahr durchaus vorzeitig aus dem Urlaub zurückgekommen sein. Er wäre dann aber Ziel von Mobbing geworden, so dass er sich krankschreiben ließ.
Eine offizielle Bestätigung habe ich dafür zwar nicht, wird es wohl auch nicht geben. Aber das spricht schon Bände über das dortige Arbeitsklima.
Klar, wer freiwillig den Kollegen in die Suppe spuckt?! Kommt halt nicht so gut an.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Manchmal muss man eben mal den Arsch hochbekommen auch wenn es einem nicht passt, ansonsten koennten DRK oder auch die freiwillige Feuerwehr zumachen. Die helfen uebrigens auch IMMER in ihrer Freizeit!
Ach und die können an ihrem Arbeitsplatz einfach so alles stehen und liegen lassen, wenn die freiwillige Feuerwehr zum Einsatz ruft??? ;-) Auch das Privatleben kann unter sowas zu leiden beginnen.
Den Arsch bekommen sicher viele hoch. Aber es einfach vorauszusetzen ist an der Realität vorbei, gerade und vor allem in unserer heutigen Gesellschaft.
Befehlen vs. Bitten
Hallo,
jemanden aus dem Urlaub gegen seinen Willen zu holen, ist fast nicht möglich. Aber jemanden der beispielsweise (aus welchem privaten Grund auch immer) Urlaub auf Balkonien macht, allein Urlaub im Urlaub ist, grade Regenwetter hat... zu bitten, zu kommen und dann dafür den nächsten Urlaub zu "vergolden" ist für eine Firma immer möglich (so sie denn will).
Dafür sind dann aber auch motivierte Mitarbeiter nötig. Und wenn man in diversen Bahnforen querliest, dann habe ich das Gefühl, das jedes bisschen eigenmotivation von den vorhandenen Strukturen erstickt wird.
Otira
Taxi nehmen oder übernachten, fertig
Hallo Eisenacher,
ich werde wohl nie verstehen, warum so viele Reisende heiß auf irgendwelche Bescheinigungen sind und sich brav lange anstellen, wenn es hart auf hart kommt.
Die Beförderungsbedingungen sind in Punkt 9.1.5 (PDF-Seite 17) eindeutig: Taxikosten bis 80 Euro werden erstattet, wenn bei planmäßiger Ankunft nach Mitternacht mehr als 60 Minuten Verspätung auflaufen oder eine Ankunft vor Mitternacht sonst nicht mehr möglich ist. "Angemessene" Hotelkosten werden erstattet, wenn die Fortsetzung der Reise am gleichen Tag nicht mehr möglich oder nicht mehr zumutbar ist.
Kurzum: Handeln, Beleg einpacken, erstatten lassen. Fertig. Dabei sollte man sich auch nicht von den vielen Mythen und Legenden vieler Zugbegleiter beeindrucken lassen, sondern im Zweifel einfach die Beförderungsbedingungen nochmal heranziehen.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Taxi nehmen oder übernachten, fertig - Sicher? Denke nein.
Die Beförderungsbedingungen sind in Punkt 9.1.5 (PDF-Seite 17) eindeutig: Taxikosten bis 80 Euro werden erstattet, wenn bei planmäßiger Ankunft nach Mitternacht mehr als 60 Minuten Verspätung auflaufen oder eine Ankunft vor Mitternacht sonst nicht mehr möglich ist. "Angemessene" Hotelkosten werden erstattet, wenn die Fortsetzung der Reise am gleichen Tag nicht mehr möglich oder nicht mehr zumutbar ist.
Kurzum: Handeln, Beleg einpacken, erstatten lassen. Fertig. Dabei sollte man sich auch nicht von den vielen Mythen und Legenden vieler Zugbegleiter beeindrucken lassen, sondern im Zweifel einfach die Beförderungsbedingungen nochmal heranziehen.
Na dann erklaer mir mal folgendes:
Wie haettest du das abgerechnet, als wir zu viert im Taxi ca. 350 Euro Kosten verursacht haben? Du zahlst am Stueck fuer alle und holst dir dann die 350 Euro zurueck? Wie erklaerst du dann, dass du nicht alleine gefahren bist? Ausweiskopie bzw. Namen der Mitfahrer mit einreichen oder gleich Namen erfinden?
Jeder zahlt seine 80 Euro alleine? Der Eine muss aber noch 20km weiter als der andere, wie teilt man die Kosten dann auf? Wie stellt der Taxifahrer eigentlich sicher, dass er sein Geld bekommt bei so einer hohen Summe? Vorher Portemonnaie check?
Anderes Beispiel: Du nimmst ein Taxi vom Bahnhof ins nur 30 km entfernte Ziel, der Naechste auch und der Naechste auch. Kostet die Bahn 3 mal das gleiche Geld. Hat nicht auch das (jedes) Unternehmen einen Anspruch darauf, dass der Fahrgast dazu beitraegt den Schaden zu minimieren und die Drei zusammen ein Taxi nehmen?
Wenn du schonmal damit durchgekommen bist, so glaube ich das, denn die Bahn wird nicht im nachhinein pruefen (koennen) ob es noch andere Personen zum gleichen Ziel gab.
Die Bahn uebernimmt zwar 80 Euro Taxikosten pro Person, aber ich zweifel daran, dass du darueber frei verfuegen kannst.
Hotelsitutation ist aus meiner Sicht aehnlich. Im Zweifel warte ich lieber eine Stunde bis zum Hotelgutschein als hinterher vor Gericht mir das mit den "angemessenen" Hotelkosten vom Richter erklaeren zu lassen.
BTW: Vor ein paar Monaten gab es auf Bahnkosten ein 4 (oder waren es 5) Sterne Hotel mit dem entsprechenden Fruehstueck. Kein Suchen, kein Fragen, kein Tamtam. Da haben sich die 40 Sekunden am Servicepoint wirklich gelohnt. (Nicht immer sind es Stunden) ;-)
BR752
+211 - Ein kleiner Bericht.
Manchmal muss man eben mal den Arsch hochbekommen auch wenn es einem nicht passt, ansonsten koennten DRK oder auch die freiwillige Feuerwehr zumachen. Die helfen uebrigens auch IMMER in ihrer Freizeit!
Ach und die können an ihrem Arbeitsplatz einfach so alles stehen und liegen lassen, wenn die freiwillige Feuerwehr zum Einsatz ruft??? ;-) Auch das Privatleben kann unter sowas zu leiden beginnen.
Ja genau das duerfen die und zwar ohne Diskussion! Wer damit Probleme hat anderen Menschen zu helfen, sei es bei der Feuerwehr oder am Schalter bei der Bahn, moege sich einen Job ohne jeden Kundenauswirkung suchen.
Den Arsch bekommen sicher viele hoch. Aber es einfach vorauszusetzen ist an der Realität vorbei, gerade und vor allem in unserer heutigen Gesellschaft.
Dann sollte man was dagegen tun, vielleicht hier anfangen zu erklaeren wie wichtig das ist!
BR752
Taxi nehmen oder übernachten, fertig!
Hallo br752,
[...]
Wie haettest du das abgerechnet, als wir zu viert im Taxi ca. 350 Euro Kosten verursacht haben? Du zahlst am Stueck fuer alle und holst dir dann die 350 Euro zurueck? Wie erklaerst du dann, dass du nicht alleine gefahren bist? Ausweiskopie bzw. Namen der Mitfahrer mit einreichen oder gleich Namen erfinden?
Im konkreten Fall wäre ich wohl einfach ins Hotel gegangen.
Anderes Beispiel: Du nimmst ein Taxi vom Bahnhof ins nur 30 km entfernte Ziel, der Naechste auch und der Naechste auch. Kostet die Bahn 3 mal das gleiche Geld. Hat nicht auch das (jedes) Unternehmen einen Anspruch darauf, dass der Fahrgast dazu beitraegt den Schaden zu minimieren und die Drei zusammen ein Taxi nehmen?
Das sehen die Beförderungsbedingungen nicht vor.
[...]
Die Bahn uebernimmt zwar 80 Euro Taxikosten pro Person, aber ich zweifel daran, dass du darueber frei verfuegen kannst.
Natürlich. So sehen es die Beförderungsbedingungen vor, soweit die Anspruchsgrundlagen erfüllt sind.
[...]
Hotelsitutation ist aus meiner Sicht aehnlich. Im Zweifel warte ich lieber eine Stunde bis zum Hotelgutschein als hinterher vor Gericht mir das mit den "angemessenen" Hotelkosten vom Richter erklaeren zu lassen.
Selbst wenn es Probleme geben sollte, gibt es dafür die Schlichtungsstelle. Die hilft bei gelegentlichen Verständnisschwierigkeiten oder Schlampereien des Beförderers erfahrungsgemäß sehr zuverlässig.
BTW: Vor ein paar Monaten gab es auf Bahnkosten ein 4 (oder waren es 5) Sterne Hotel mit dem entsprechenden Fruehstueck. Kein Suchen, kein Fragen, kein Tamtam. Da haben sich die 40 Sekunden am Servicepoint wirklich gelohnt. (Nicht immer sind es Stunden) ;-)
Natürlich. Ich habe insgesamt auch nur gute Erfahrungen mit ServicePoints in solchen Situationen gemacht. Und im Gegensatz zu vielen Mitarbeitern im Zug kennen die dort sogar die einschlägigen Regelungen der Beförderungsbedingungen. ;)
Eine Ausnahme von alledem sind extreme Warteschlangen und um nichts weiter ging es hier.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Taxi nehmen oder übernachten, fertig!
Anderes Beispiel: Du nimmst ein Taxi vom Bahnhof ins nur 30 km entfernte Ziel, der Naechste auch und der Naechste auch. Kostet die Bahn 3 mal das gleiche Geld. Hat nicht auch das (jedes) Unternehmen einen Anspruch darauf, dass der Fahrgast dazu beitraegt den Schaden zu minimieren und die Drei zusammen ein Taxi nehmen?
Das sehen die Beförderungsbedingungen nicht vor.
Bei dieser Geschichte http://www.ice-treff.de/index.php?id=225695 brauchte ich und drei weitere auch ein Taxi wir bekamen einen Gutschein.
Bei einem anderen Fall sprach ich den Taxifahrer an, auch wenn wir einen Gutschein bekommen haben, der am weitesten fahrende hätte zahlen müssen also ich. so sagte es mir der Taxifahrer die anderen brauchen nur dann eine Bescheinigung wenn Sie Anteilig betroffen sind dies sollte der Taxifahrer dann auf der Fahrkarte (oder einem anderen Papier) bestätigen.
Erreichbarkeit der comfort-Hotline: bis 23 Uhr
Das wäre in der Tat eine interessante Frage. Zumal es ja durchaus einen Unterschied macht, ob man direkt ins Hotel gehen kann oder nochmal eine Stunde mehr warten muss. Ich gehe allerdings davon aus, dass die Bahn Rahmenverträge sowohl mit Hotels als auch mit Taxiunternehmen hat (zumindest in Hamburg unlängst gab es einen solchen mit dem Taxiunternehmen, mit dem ich dann fuhr), so dass die Kosten wohl ein ganzes Stück geringer sind, als wenn man das selber organisiert. Wenn Du BC100 Kunde bist, würde ich ggf. in einer solchen Situation die comfort-Hotline anrufen, vielleicht können die da eine Freigabe erteilen?
Zusatzfrage:
Wie lange ist die Hotline erreichbar?
Mo.-So. 6-23 Uhr
Ich habe da leichte Zweifel, ob das was helfen würde.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Den Arsch bekommen sicher viele hoch. Aber es einfach vorauszusetzen ist an der Realität vorbei, gerade und vor allem in unserer heutigen Gesellschaft.
Dann sollte man was dagegen tun, vielleicht hier anfangen zu erklaeren wie wichtig das ist!
BR752
Dann erkläre uns doch bitte, was Du für die Gesellschaft tust - insbesondere in so hochdramatischen Notsituationen, wie einem verspäteten Zug.
Gruß
EC 178
+211 - Ein kleiner Bericht.
Danke für den tollen Bericht:
ich wäre trotzdem mit dem Taxi nach Nürtingen direkt gefahren und hätte dies eingereicht.
PS: ich habe heute doch tatsächtlich einen Rückruf bekommen, nachdem ich an Herrn Dr. Rüdiger Grube einen Brief gesendet hatte: dieser war sehr ehrlich und Fazit davon: mit dem ICx wird alles besser. Nein, der Arme Mitarbeiter aus dem Vorstandsbüro konnte mir nicht wirklich helfen. Ich werde die DB weiterhin nur auf der Kurzstrecke (bis 300 KM) nutzen und sonst eher den Flieger nehmen. Ich fahre jeden Tag zum Kunden und kann nicht ständig 2 Stunden (einen Takt im FV) früher fahren.
Taxi nehmen oder übernachten, fertig - Sicher? Denke nein.
Hotelsitutation ist aus meiner Sicht aehnlich. Im Zweifel warte ich lieber eine Stunde bis zum Hotelgutschein als hinterher vor Gericht mir das mit den "angemessenen" Hotelkosten vom Richter erklaeren zu lassen.
naja, finde ein Hotel, das unter 80 EUR kurz ein Zimmer hat. BTW: ich gehe da sicher nicht vor Gericht, in dieser Zeit kann ich mehr Geld verdienen.
BTW: Vor ein paar Monaten gab es auf Bahnkosten ein 4 (oder waren es 5) Sterne Hotel mit dem entsprechenden Fruehstueck. Kein Suchen, kein Fragen, kein Tamtam. Da haben sich die 40 Sekunden am Servicepoint wirklich gelohnt. (Nicht immer sind es Stunden) ;-)
ja gut: ich suche eines selbst und reiche ein. Also mir macht es nichts aus, hier 70-120 EUR vorzustrecken. Da ich ja die Policy kenne, achte ich darauf, dass wenn es teurer ist, die Rechnung nur 80 EUR beträgt. Den Rest bezahle ich dann extra.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Ich finde, dass diese Diskussion etwas in die falsche Richtung abdriftet. Es muss ja nicht jeder Mitarbeiter in Bereitschaft sein. Alleine wenn das vier weitere Mitarbeiter wären, hätte man schon dreimal so viele.
Im Umkreis von etwa einer Stunde zum Stuttgarter Hauptbahnhof gibt es ja auch einige Reisezentren. Es wird dabei wohl jeder Mitarbeiter eines RZ als auch Service-Point Mitarbeiter die Ausbildung haben die nötigt wäre, hier auszuhelfen. Wenn wir nun hier einmal alle zusammenzählen, sollten wir auf über 200 Mitarbeiter in diesem Bereich kommen, die hier theoretisch etwas tun könnten. Wenn man nun dafür sorgt, dass immer vier davon in Bereitschaft sind, wäre das jeder fünfzigste!
Um auf diese Zahl zu kommen wird man also keine Mitarbeiter aus dem Urlaub holen müssen o.Ä.. Man bräuchte nur, wie bei sehr vielen anderen Berufen auch, einen Bereitschaftsplan und alle sieben Wochen müsste man dann wohl mal dafür sorgen, abends noch nichts vorzuhaben (oder mit einer anderen Person die Bereitschaft zu tauschen). Hier von einem großen Opfer für die Gesellschaft zu sprechen halte ich dann doch für übertrieben.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Den Arsch bekommen sicher viele hoch. Aber es einfach vorauszusetzen ist an der Realität vorbei, gerade und vor allem in unserer heutigen Gesellschaft.
Dann sollte man was dagegen tun, vielleicht hier anfangen zu erklaeren wie wichtig das ist!
BR752
Dann erkläre uns doch bitte, was Du für die Gesellschaft tust - insbesondere in so hochdramatischen Notsituationen, wie einem verspäteten Zug.
Ich denke du verwechselt da was. Jeder sollte in SEINEM Job mal ueber den Tellerrand oder Freizeitrand mal hinaussehen und etwas fuer die Menschen tun die einem rund herum sind. Vielleicht bietet auch Dein Arbeitgeber Moeglichkeiten sich in der Freizeit fuer soziale Projekte zu engagieren. Solltest du so ein Angebot ablehnen und alles auf eigene Faust zu machen, frage dich ob du beim richtigen Arbeiter bist, wenn du die dortigen Moeglichkeiten ausschlaegst. Aber ich denke es ist wichtig sich auch so fuer die Allgemeinheit zu engagieren.
Was mache bei einem liegengebliebenen Zug? Nicht viel, denn ich bin Fahrgast und den Servicejob machen andere besser. Ich aber poche nicht, wie andere hier, auf ihre Fahrgastrechte, "sacke" die 80 Euro Taxigeld ein und fahre nach Hause, sondern versuche sowohl Mitmenschen- als auch Unternehmensvertraeglich die Sache zu beenden und gut nach Hause zu kommen.
Davon profitiert vielleicht mein Mit-taxi-reisender, ich, da ich vielleicht noch eine wichtige Info bekomme und auch das Unternehmen da die Kosten nicht so hoch sind. Ergo schon wieder WIR Reisende. Eine Win-Win-Win Situation.
Aber ich finde eine Verspaetung von 4 Stunde insbesondere in der Nacht schon eine "Notsituation", da der eine oder andere am anderen Morgen arbeiten muss um _auch_ das Geld und die Steuern fuer Kindergaerten und Schulen zu erwirtschaften. Da koennte man doch auch wirklich helfen sollche Personen nach Hause zu bekommen!
Die Ar***l*chmentalilaet auf Kosten anderer und Jeder-gegen-Jeden ist mir irgendwie fremd. Genauso wie ich mich dir gegenueber rechtfertigen soll, wenn man fuer ein allgemeines Miteinander wirbt. Aber bitte sehr, wenn es Dir geholfen hat.
BR752
Reisende ohne Geld anstehen, Reisende mit Geld ab ins Hotel
ja gut: ich suche eines selbst und reiche ein. Also mir macht es nichts aus, hier 70-120 EUR vorzustrecken. Da ich ja die Policy kenne, achte ich darauf, dass wenn es teurer ist, die Rechnung nur 80 EUR beträgt. Den Rest bezahle ich dann extra.
Es ist immer wieder schoen zu lesen, dass es Leute gibt die gut verdienen und die (am Ende einer Reise) gut 100 Euro Bargeld bei sich haben. Oder aber gerne eine Kreditkarte. Soll halt auch Menschen 2. Klasse geben die das nicht so locker haben und dann anstehen muessen. - Diese Ueberlegung hat schon einen ziemlich schraegen sozialen Gedanken, oder nicht?
Also wenn ich dich richtig verstehe moechtest du nicht nur 2 Komfortklassen bei der Bahn haben, sondern auch 2 Reisendenklassen. Die einen die auf einen Hotelgutschein warten muessen und die anderen die sich halt in dieser Schlange nicht anstellen muessen. Wie im Leben auch, nicht jeder kann sich eine private Krankenversicherung leisten.
Macht es dir eigentlich nichts aus in einem Zug mit Menschen zu sitzen, wo du weisst, dass im einem Stoerungsfall viele von denen auf die Unterstuetzung durch die Bahn angewiesen sind?
Gute Nacht Deutschland.
BR752
Reisende ohne Geld anstehen, Reisende mit Geld ab ins Hotel
ich meine damit: wenn ich auf eine Reise gehe, dann benötige ich Geld. Ob ich es ausgeben muss ist eine andere Sache. Reisende die ohne Karten/Geld sich auf den Weg machen handeln grob fahrlässig.
Jede Mietwagenfirma blockt 500 EUR auf der Karte bei einer Anmietung.
Reisende ohne Geld anstehen, Reisende mit Geld ab ins Hotel
ich meine damit: wenn ich auf eine Reise gehe, dann benötige ich Geld. Ob ich es ausgeben muss ist eine andere Sache. Reisende die ohne Karten/Geld sich auf den Weg machen handeln grob fahrlässig.
Nun ja. Auch wenn ich Geld auf Reisen ebenfalls für sinnvoll erachte, so sollte man sich auch ohne mitgeführte Finanzmittel darauf verlassen können, dass eine Reise wie geplant und gebucht stattfindet (oder sich der Anbieter um Alternativen bemüht).
Wenn dem nicht so ist, halte ich es allerdings für zumutbar, sich in einer Schlange anzustellen, um einen entsprechenden Gutschein zu erhalten, sofern ich kein Geld vorstrecken kann und/oder will. Alle die das Geld vorstrecken können und wollen, müssen hinterher halt Wochen auf die Erstattung warten und sich ggf. noch mit dem Servicecenter rumärgern. Ist beides blöd.
Jede Mietwagenfirma blockt 500 EUR auf der Karte bei einer Anmietung.
Und? Wenn es bei der DB irgendwann Tarife mit Selbstbeteiligung gibt, dann darf die DB natürlich auch gerne Kaution verlangen ;-).
+211 - Ein kleiner Bericht.
Idee gut - Ausführung schlicht unmöglich. Woher bitte sollen die Verantwortlichen in S Nachts um 23:00 Uhr oder 22:00Uhr die Leute holen? Erstens und das ist das größte Problem, müssen diese Leute aus dem Umland iwie erreicht werden und informiert werden. Dazu muss ich zumindest anrufen. Und daran scheitert es schon. Sehr viele Mitarbeiter haben u.a. aus schon geschilderten Gründen keine Telefonnummer angegeben. Müssen sie ja auch nicht.
Nicht alle Leute Ü20 sind Internetjunkies oder sitzen den ganzen Tag vorm Radio/TV und warten drauf, das was passiert. So kann es durchaus vorkommen, das die Leute bereits um 21:00Uhr im Bett sind und von dem ganzen Chaos nix mitbekommen. Soll ja vorkommen.
So und nun HAT sich jemand bereit erklärt zu kommen. Aber dann bleibt halt in Hintertupfing/Zuffenhausen/Tübingen etc. das Reisezetrum den ganzen Tag geschlossen. Ausgerechnet dann willst du eine größere Reise etc. buchen antreten. dann schimpfst du genauso auf die Bahn, weil keiner da ist...
Es geht nunmal in manchen Situationen nicht anders. Findet euch damit ab oder regt euch auf und vergeudet sinnlos Nerven.
Auch bei Fluggesellschaften ist das nicht anders. Voriges Jahr in New York fiel der LH Flug zurück nach F aus wegen eines Triebwerkschadens. Nach 2 Std. sinnlosem rumsitzen im Flugzeug wurden wir zurück in den Transitbereich komplimentiert. Dort wurden wir vertröstet auf ein anderes Flugzeug, welches kommen sollte. WANN das kommen sollte wußte der Mitarbeiter von LH nicht. Nach weiteren 2 Std. im Transitbereich ohne Informationen oder Betreuung kam dann ein anderer LH MA und sagte uns, das es kein anders Flugzeug gäbe. Heute ginge es nicht zurück nach D. In einem seperaten Raum (Konferenzraum o.ä.)würden wir weitere Inofs erhalten. Er geleitete uns dahin. Dort saß einsam und allein der erste MA der LH an einem Schreibtisch mit Zettel und Stift bewaffnet und einem Telefon. Nacheinander fertigte er alle Passagiere ab. Das zog sich in die Länge. Nach gefühlten Ewigkeiten hatte ich dann die Info, das in den nächsten 2 Maschinen nach D kein Platz mehr wäre. Ich müsse noch eine weitere Nacht in NY verbringen. Das einzig tolle an der Sache war, das ich eine kostenlosen Transfer zu einem 5* Hotel bekam und auf Kosten von LH in einer Suite absteigen durfte in dem Hotel.
Weitere entsehende Kosten durfte ich erst mal vorstrecken und mir dann hinterher wieder "einklagen". LH ist in dieser Beziehung nämlich auch nicht gerade großzügig...
Gern hätte ich einen oder weitere MA gesehen, die sich um die Passagiere kümmern, damit es schneller geht. Fehlanzeige.
Taxi nehmen oder übernachten, fertig - Sicher? Denke nein.
Wie haettest du das abgerechnet, als wir zu viert im Taxi ca. 350 Euro Kosten verursacht haben? Du zahlst am Stueck fuer alle und holst dir dann die 350 Euro zurueck? Wie erklaerst du dann, dass du nicht alleine gefahren bist? Ausweiskopie bzw. Namen der Mitfahrer mit einreichen oder gleich Namen erfinden?
Taxifahrer bestätigt auf der Quittung, daß er vier Personen mit DB-Fahrkarte befördert hat.
Wie stellt der Taxifahrer eigentlich sicher, dass er sein Geld bekommt bei so einer hohen Summe? Vorher Portemonnaie check?
Entweder fragt er vorher, ob die zu erwartende Summe mitgeführt wird, läßt sich eine Kreditkarte zeigen, besteht auf den DB-Gutschein oder fährt auf Risiko erstmal los. (Letzteres wie im normalen Verkehr ja auch üblich.)
Mein Lieblingssatz dieses Threads steckt übrigens im ersten Posting:
"(...) der Strom im Bistro war ausgefallen, eine ganz normale und durchschnittliche Zugfahrt ohne Besonderheiten."
YMMD!
Grinsende Grüße
der Colaholiker
+211 - Ein kleiner Bericht. - Die wo nix zu tun haben.
Blöd nur das bei Unwetter und Streckensperrung die Rufbereitschaft auch nicht so ohne weiteres zur Einsatzstelle kommt.
Ich habe es bei Streckensperrungen in Eisenach schon erlebt, dass Züge nach Streckenfreigabe nicht abfahren konnten, weil das Zugpersonal noch mit einem anderen (verspäteten) Zug unterwegs war. Das ist dann halt Pech.
Ich meinte die wo in dem Bahnhof mit am Schaffen oder Pausieren sind und so intelligent sind eine Taxigruppe zusammenstellen zu koennen.
BR752
Es zeigt wieder mal das jemand in völliger Unkenntnis zur Lage sich äußert. Was wünschenswert und denkbar wäre steht auf der einen Seite, die rauhe Wirklichkeit sieht halt ein bisschen anders aus. Weil wir gerade dabei sind, DB Station und Service verschlankt seine 3-S-Zentralen weiter ... Und da glaubst du ernsthaft noch, dass sich da jemand ein Bein rausreißt?
+211 - Ein kleiner Bericht.
Aber bei der Bahn sollte das doch zu machen sein. Freie Tage? Freizeit? Familie? Alles Fremdwörter für einen engagierten Eisenbahner. Jeder Eisenbahner sollte rund um die Uhr den Wetterbericht verfolgen und sobald eine Warnung kommt, egal wo auf der Welt, hat er sofort sich auf den Weg zu seiner Heimatdienststelle zu machen. Dort meldet er sich und wartet auf neue Anweisungen der Zentrale. Dies tut er natürlich freiwillig und unentgeltlich. Sobald sein geplanter Dienst beginnt übernimmt er selbstverständlich wieder diese Arbeit. Schlafen und ausruhen zwischen den Schichten ist ja auch überbewertet. Sobald er dann wieder Feierabend hat, muss er sich natürlich vergewissern ob nicht noch irgendwelche Unwetter unterwegs sind. Achja irgendwann sind dann meine Kinder groß und ausgezogen. Zu mir sagen sie dann: "Wer ist dieser Mann?".
Übrigens ich arbeite gerne bei der Bahn. Und jede Verspätung die mein Zug hat muss ich auch mitmachen. Ich habe deshalb schon viele Veranstaltungen oder Unternehmungen meiner Jungs verpasst. Meine Ehe ist daran zerbrochen. Aber ich meckere nicht und gehe jeden Tag mit neuem Elan arbeiten. Aber wenn ich hier von manchen lese was sie fordern, dann habe ich dafür nur Unverständnis übrig.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Die Kritik ist wohl weniger, dass die Bahn-Mitarbeiter nicht 24/7 arbeiten wollen.
Die Kritik ist eher, dass es generell zu wenig Mitarbeiter gibt, dass man sowas auch ohne staendigen persoenlichen Verzicht der Mitarbeiter hinbekommt.
Der Sinn einer vernuneftigen Rufbereitschaft ist ja nicht, dass die Rufbereitschaft es so gerade schafft, die Arbeit zu erledigen.
Der Sinn ist, dass im schlimmsten zu erwartenden Falle die Arbeit problemlos gemacht werden kann.
Ein Sommergewitter und ein umgestuerzter Baum ist jeder Zeit zu erwarten (ein Sturm wie zu Pfingsten in NRW eher nicht).
+211 - Ein kleiner Bericht.
Die Kritik ist wohl weniger, dass die Bahn-Mitarbeiter nicht 24/7 arbeiten wollen.
Eben. Das würde kein normal denkender Mensch verlangen. Der Fehler liegt nicht bei jedem einzelnen Mitabeiter, der sich "an vorderster Front" mit verärgerten Kunden rumärgern muß. Der Fehler liegt weiter oben, da, wo der Personalbedarf geplant wird.
Die Kritik ist eher, dass es generell zu wenig Mitarbeiter gibt, dass man sowas auch ohne staendigen persoenlichen Verzicht der Mitarbeiter hinbekommt.
Der Sinn einer vernuneftigen Rufbereitschaft ist ja nicht, dass die Rufbereitschaft es so gerade schafft, die Arbeit zu erledigen.
Der Sinn ist, dass im schlimmsten zu erwartenden Falle die Arbeit problemlos gemacht werden kann.
So sehe ich das auch. Eine Rufbereitschaft während der man nicht gebraucht wird, ist ja auch was anderes als "frei" zu Hause zu sitzen. In vielen Branchen gibt es dementsprechende Regelungen. Wer Rufbereitschaft hat, wird dafür in aller Regel auf gewisse Weise entlohnt, und wenn er gerufen wird, erst recht.
Ein Bekannter von mir arbeitet beispielsweise beim Fahrleitungsbau eines Verkehrsbetriebs, der muß auch regelmäßig Rufbereitschaft machen. Dadurch hat er aber nicht weniger echte Freizeit, in der er nicht gerufen werden kann, oft aber mehr Quasi-Freizeit, in der er zwar in der Stadt bleiben muß, sich nicht zusaufen darf, etc, aber trotzdem nicht arbeiten muß und dafür eine gewisse Bezahlung (weniger natürlich als während der aktiven Arbeitszeit) erhält.
Warum sollte so etwas nicht auch bei der Bahn möglich sein, außer aus dem Grund, das sonst die armen Manager ein paar tausend Euro weniger im Jahr verdienen? (buhuuuschnüff)
Diese Forderung berechtigt findende Grüße
der Colaholiker
+211 - Ein kleiner Bericht.
Warum sollte so etwas nicht auch bei der Bahn möglich sein, außer aus dem Grund, das sonst die armen Manager ein paar tausend Euro weniger im Jahr verdienen? (buhuuuschnüff)
Weil der Eigentümer dann weniger Dividende sieht? Das scheint mir ein wichtigerer Grund zu sein als die Managergehälter. Die wirst du auch kaum so mindern können, dass du daraus eine wirklich dickere Personaldecke bezahlen kannst.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Das Problem liegt weniger darin, das die Bahn keine neuen MA einstellen will wagen der hohen Managergehälter, ,sondern das niemand diesen Job (dauerhaft) machen möchte. Man findet kein geeignetes Personal.
+211 - Ein kleiner Bericht.
Ich bin so frei und ergänze das mal
sondern das niemand diesen Job (dauerhaft) machen möchte. Man findet kein geeignetes Personal.
...zu dem Preis, den man gewillt it, dafür zu bezahlen. Aber das ist das gleiche wie beim angeblichen Fachkräftemangel.
Den Satz zuende gebracht habende Grüße
der Colaholiker
+211 - Ein kleiner Bericht.
Schön zu sehen, welche Blüten das ganze hier inzwischen trägt.
EINE kurze Frage hätte ich aber noch. Ihr habt schon alle mitbekommen, dass das Unwetter zwischen Frankfurt und Mannheim gewütet hatte und das gegen 19.30 Uhr?
Damit ergeben sich zwei Folgeüberlegungen:
1. Man hat also relativ früh gewusst, dass es im Laufe des Abends noch gestrandete Fahrgäste geben wird, nicht erst um 22/23 Uhr.
2. Wird es nicht nur in Stuttgart ähnliche Situationen gegeben haben, wie geschildert. Sondern auch in Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Freiburg, Basel, Frankfurt, Köln, Fulda, Kassel, Düsseldorf und so weiter.
Und damit zu meinem Fazit:
Kann ein derart großes und vernetztes Unternehmen wie eine nationale Eisenbahn, an allen Knotenpunkten der Republik zusätzliches Personal vorhalten, wenn irgendwo ein Unwetter die Infrastruktur stört??? Ich halte das schlicht für unbezahlbar.
Vielleicht wäre es viel einfacher bereits im Zug darum zu bitten selbständig Gruppen zu bilden, die ähnliche Fahrziele haben und wo weit möglich einfach ein Taxi zu nehmen und die Kosten auszulegen. Eine Ansage könnte also lauten:
"Leider werden nach Nürtingen, Metzingen, Reutlingen Tübingen, sowie Horb, Rottweil und Singen keine Züge mehr erreicht. Bitte bilden Sie soweit möglich selbständig Taxifahrgemeinschaften... Reisende nach Xy... benutzen bitte die S-Bahn. Reisende nach Ulm, Augsburg, München ... sowie Reisende ohne passende Fahrgemeinschaft wenden sich bitte an die Inforamtion im Bahnhof."
So hätte man jede Menge Leute vorab versorgt und könnte mit den restlichen "Problemfällen" schneller zu einer Lösung kommen...
Das wäre schnell und relativ unbürokratisch machbar. Und bestimmt viel billiger als Rufbereitschaften in ganz D!
Reisende ohne anstehen, Reisende mit Hotel. Genau! Allen geh
Solidarität kann auch sein, dass ich meine Mittel einsetze, damit derjenige, der sie nicht hat kürzer warten muss
Ich werde um Mitternacht die Welt und deren Gerechtigkeit nicht mehr retten können. Aber was hilft es dem, der kein Geld für eine Taxifahrt einstecken hat, wenn der reiche Firmenboss *klischee!* vor ihm auch in der Schlange wartet?
Wenn nur die Hälfte der Wartenden sich selbst geholfen hätte, hätten die anderen vielleicht 1-2 Stunden eher im Bett gelegen...
Stuttgart Nachrichten berichten
Hier bin ich gerade noch auf einen Artikel zum Thema gestoßen: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.reisende-zu-spaet-in-stuttgart-chaos-nach-...
Es wurden demnach 130 Taxigutscheine und 30 Übernachtungen von zwei Mitarbeitern organisiert.