Fernbusse - zum ersten Mal fremdgegangen (Reiseberichte)
Rheinländer, Sonntag, 10.08.2014, 12:06 (vor 4258 Tagen)
Moin,
eins vorab: wir fahren gerne Bahn, haben zu zweit seit Jahren den Comfort-Status und bei uns ist die Bahn immer die erste Anlaufstelle und wir sind auch gerne bereit ein wenig mehr zu zahlen gegenüber anderen Angeboten.
Allerdings haben wir in den letzten Wochen festellen müssen das die Sparpreise eine Woche vor einer geplanten Reise doch stark anziehen, stärker als noch vor ein paar Wochen gewohnt. Dafür gab es dann aber bei den "Auslagerungsportalen" LTur und Fernbusliniensuche auf einmal sehr viele Billigangebote. Zufall?
So wollten wir letzten Freitag eigenlich mit dem Nachtzug oder dem erstem IC/ICE von Berlin nach Düsseldorf zurück fahren. Waren die Preise Ende Juli noch bei um die 50.-€ p.P., so waren die ab 01.08. plötzlich bei 82,50€ p.P. für den Nachtzug und 69.-€ für den ersten ICE, was auch bis letzten Donnerstag stabil in diesem hohem Bereich blieb.
Haben dann am Donnerstag (einen Tag vor der Fahrt !) über Fernbuslinien ein Angebot von Flixbus gesehen für 17.-€ p.P. von Berlin nach Düsseldorf und dieses schließlich gebucht ... als optimale Alternative zum Nachtzug. Abfahrt Berlin ZOB war pünklich um 00:15 Uhr und wir waren vor der geplannten Ankunftzeit um 07.30h in Düsseldorf. War zwar alles etwas ungewohnt, aber vom Comfort her nicht schlechter als ein voller 6-er Sitzwagen im Nachtzug.
Wir wären gerne mit der Bahn gefahren, aber nicht bei einem Unterschied von 65.50€ p.P.
Der Bus war für diese unchristliche Zeit erstaunlich gut gefüllt und auch am ZOB in Berlin war es sehr voll, jede Menge Busse die ankamen und abfuhren.
Das Angebot der Busse scheint doch angenommen zu werden.
Herrlich auch die "Angebote" der Bahn auf Fernbusliniensuche.de.
Größte Preisunterschiede zu den Bussen, die eher bewirken das die Leute das bestätigt bekommen was sie eh sagen ... "die Bahn ist doch viel zu teuer".
Und was machen sie dann? Sie buchen natürlich den Bus und bei nächsten Mal dann direkt bei dem Anbieter ohne die Bahn auch nur ansatzweise in Betracht zu ziehen.
Ob sich die Bahn mit der Teilnahme auf dem Portal Fernbuslienensuche einen Gefallen getan hat bleibt jedem überlassen selber zu beurteilen, für uns ist ein wunderschönes Eigentor.
Fernbusse - zum ersten Mal fremdgegangen
keksi, Sonntag, 10.08.2014, 12:49 (vor 4258 Tagen) @ Rheinländer
Wir haben Ferienzeit und da fahr du mal mit den Zügen. Es fahren so dermaßen viele Leute mit der Bahn. Der IC2020 zwischen Franfkurt und Dortmund ist das beste Beispiel. Wie voll die Kiste auch in der Woche ist, hat mich sehr erstaunt. Total überfüllt...Keine freien Plätze. Geschlafen wir sogar in den Türbereichen. Also nicht wundern wenn die Preise für Bahnfahrkarten anziehen. Es gilt halt Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise :-)
Der Nachtzug gestern in Koblenz -> München/Zürich , war fast zu 100% mit Fahrrädern ausgelastet. Hat mich echt erstaunt, das doch so viele mit Fahrrädern unterwegs sind.
Und nun sag mir mal, das der Sitzplatzabstand zum Nachbarn und zum Vordermann in den Bussen genauso sind, wie im Bus. Im Bus sitze ich wie ne Legehennenbatterie.
Bin einmal mit Meinfernbus nach Berlin gefahren in der Nacht. Der Bus war schon in Dortmund gut gefüllt. Aber die Sitzplatzabstände und die Beinfreiheit war so dermaßen gering. Dazu hat der Bus gerochen, als ob man 14 Tage nicht mehr gelüftet hat ^^
Ich bin nur damit gefahren, weil es die einzige Möglichkeit war, über Nacht nach Berlin zu kommen. Sonst würde ich immer die Bahn vorziehen.
Mfg
Marcel
Fernbusse - zum ersten Mal fremdgegangen
Dancingmachine, Sonntag, 10.08.2014, 13:15 (vor 4258 Tagen) @ keksi
Ich habe auch das Gefühl das die Auslastung der Züge ordentlich zugelegt hat, nach der "Endzeit" Stimmung in letzter Zeit. Ich war am Samstag sehr früh in München und sah den Nacht-ICE Dortmund-München, der Zug war brechend voll, grob überschlagen 300 Leute im Zug, da dacht ich, na ja da wird der CNL Amsterdam-München sicherlich unter dem ICE leiden, doch auch da, von den aussteigenden massen Tipp ich auf eine 100%ige Auslastung, ebenso die CNL aus Italien, bin dann in den ICE Richtung Nürnberg/Ruhrgebiet gestartet, es gab keine freien Doppelsitz mehr und im weiteren Verlauf mussten Leute auch stehen und das an einen Samstag !
Fernbusse - zum ersten Mal fremdgegangen
thelasse, Utrecht(NL), Sonntag, 10.08.2014, 13:20 (vor 4258 Tagen) @ Dancingmachine
Das die Züge voller sind hat aber nichts mit Endzeitstimmung zu tun sondern ganz einfach,wie schon weiter oben geschrieben, mit der Ferienzeit. Wenn die Ferien vorbei sind wird die Auslastung wieder zurückgehen.
Fernbusse - zum ersten Mal fremdgegangen
Dancingmachine, Sonntag, 10.08.2014, 13:28 (vor 4258 Tagen) @ thelasse
bearbeitet von Dancingmachine, Sonntag, 10.08.2014, 13:28
Das die Züge voller sind hat aber nichts mit Endzeitstimmung zu tun sondern ganz einfach,wie schon weiter oben geschrieben, mit der Ferienzeit. Wenn die Ferien vorbei sind wird die Auslastung wieder zurückgehen.
Das ist mir klar, mit Endzeitstimmung meinte ich eigentlich die zeit Anfang des Jahres mit den "zumindest medialen" Fernbus boom, dort hatte man den Eindruck die Züge seien tatsächlich leerer als gewohnt, auch in der Ferienzeit, dieser Trend scheint sich nun umgedreht zu haben
Andere Erfahrung
Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 10.08.2014, 13:40 (vor 4258 Tagen) @ Dancingmachine
Ich habe auch das Gefühl das die Auslastung der Züge ordentlich zugelegt hat, nach der "Endzeit" Stimmung in letzter Zeit.
Hm. Meine Erfahrung der letzten Wochen sagt das Gegenteil oder daß die Auslastung gleichgeblieben ist. Allerdings habe ich bewußt Hauptreisetage gemieden bzw. die Fahrten dann so gelegt, daß ich mir einen Sitzplatz ausrechnete. Also recht früh morgens weg, gegen Nachmittag zurückfahren und die Rennstrecken meiden.
Viele Grüße
Sören
Sommerzeit = Zusätzliche Reisezüge?
ktmb, Sonntag, 10.08.2014, 13:42 (vor 4258 Tagen) @ Sören Heise
Wie reagiert eigentlich die Bahn darauf?
Sommerzeit = Zusätzliche Reisezüge?
Christian_S, Sonntag, 10.08.2014, 18:35 (vor 4258 Tagen) @ ktmb
Wie reagiert eigentlich die Bahn darauf?
Als der ICE 1602 München-Berlin noch planmäßig nur Mo-Fr und So fuhr, hat die Bahn ihn mehrfach an Ferien-Samstagen zusätzlich fahren lassen. Mittlerweile fährt er aber eh generell täglich, die Nachfrage hat dies erfordert.
Für nächstes Jahr wird es Kapazitätssteigerungen im Ostsee-Verkehr geben.
Sommerzeit = Zusätzliche Reisezüge?
ktmb, Sonntag, 10.08.2014, 20:06 (vor 4258 Tagen) @ Christian_S
Hoffentlich auch zwischen Berlin und Binz. Fahre demnächst nach Binz und darf zwischen Berlin und Rostock in das Teppich-Obergeschoss eines RE wechseln. Macht aber nix, so können wir in der Lounge noch einmal ein zweites Frühstück genießen.
Bei der Rückfahrt gab es leider keine Reservierungsmöglichkeit zwischen Binz und dem Reiseziel, obwohl es bis Berlin ausreichend Plätze im A-Abteil gibt. Andererseits wird in Berlin ein zweiter Zugteil bereitgestellt, der wiederum ausreichend freie Plätze hat. Schon komisch.
Grüße
Neue Strategie der Bahn?
Rheinländer, Sonntag, 10.08.2014, 15:37 (vor 4258 Tagen) @ keksi
Wir haben Ferienzeit und da fahr du mal mit den Zügen. Es fahren so dermaßen viele Leute mit der Bahn. Der IC2020 zwischen Franfkurt und Dortmund ist das beste Beispiel. Wie voll die Kiste auch in der Woche ist, hat mich sehr erstaunt. Total überfüllt...Keine freien Plätze. Geschlafen wir sogar in den Türbereichen. Also nicht wundern wenn die Preise für Bahnfahrkarten anziehen. Es gilt halt Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise :-)
Das Ferienzeit ist haben wir auch schon gemerkt, in NRW sind sie sogar fast schon zu Ende. Und wer in die Ferien fährt der bucht Hin- und Rückfahrt lange vorher und nicht kurzfristig.
Aber wer fährt schon einem Samstag morgen um 05.36 Uhr mit einem ICE von Berlin Richtung Düsseldorf?
Was uns in den letzten Wochen (auch Ferienzeiten !) gewundert hat, das es anscheinend seid Ende Juli eine andere Handhabung bei den Preisen gibt. Das nämlich eine Woche vorher die Preise bei der Bahn stark steigen, dafür aber bei den Restplatzbörsen gleichzeitig jede Menge 27.-€/29.-€ Plätze eingestellt werden.
Und das Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen ist eigentlich auch klar,
bloß der der Bahn anscheinend etwas anders ;-)
Wenn nur die Preise steigen würden, dann wäre ich 100% bei dir bei der Argumentation mit Angebot und Nachfrage, aber wenn gleichzeitig jeden Menge Plätze in "Auslagerungs-Restplatzbörsen" verschoben werden dann macht das schon nachdenklich.
Der Nachtzug gestern in Koblenz -> München/Zürich , war fast zu 100% mit Fahrrädern ausgelastet. Hat mich echt erstaunt, das doch so viele mit Fahrrädern unterwegs sind.
War der Nachtzug nach München auch mit Leuten gut ausgelastet? Oder nur die 20 (?) Fahrradstellplätze? ;-)
Und nun sag mir mal, das der Sitzplatzabstand zum Nachbarn und zum Vordermann in den Bussen genauso sind, wie im Bus. Im Bus sitze ich wie ne Legehennenbatterie.
Bin einmal mit Meinfernbus nach Berlin gefahren in der Nacht. Der Bus war schon in Dortmund gut gefüllt. Aber die Sitzplatzabstände und die Beinfreiheit war so dermaßen gering. Dazu hat der Bus gerochen, als ob man 14 Tage nicht mehr gelüftet hat ^^
Ich bin nur damit gefahren, weil es die einzige Möglichkeit war, über Nacht nach Berlin zu kommen. Sonst würde ich immer die Bahn vorziehen.
Deine Gründe scheinen in etwa die gleichen Gründe zu sein wie bei uns, oder hättest du lieber 2 x 82,50€ bei der Bahn bezahlt, statt 2 x 17.-€ für den Bus, nur um mit der Bahn zu fahren? Und wenn man nicht gerade +1,90 Meter groß ist und +100 Kilo wiegt dann geht es sogar einigermassen. Wir haben sogar Augenkosmetik betrieben und kamen relativ fit in Düsseldorf an. Für die erste und damit bis jetzt einzige Fahrt mit dem Bus war es für uns okay. Wir werden - wie schon geschrieben - die Bahn immer als erste Wahl bevorzugen, aber ....
Neue Strategie der Bahn?
vollzugsbekanntmachung, Sonntag, 10.08.2014, 16:29 (vor 4258 Tagen) @ Rheinländer
Was uns in den letzten Wochen (auch Ferienzeiten !) gewundert hat, das es anscheinend seid Ende Juli eine andere Handhabung bei den Preisen gibt.
Fernbusse - mit diesen Preisen Verlust
lenasblau, Montag, 11.08.2014, 11:13 (vor 4257 Tagen) @ Rheinländer
Bei dieser Reise kann der Veranstalter keinen Gewinn machen.
Kurz gerechnet: 17 Euro mal angenommen 40 Gäste (wäre schon eine gute Auslastung) macht 680 Euro Einnahme.
Zu den Ausgaben. So ein Bus verbraucht sicherlich 30 Liter Diesel pro 100 Kilometer, macht bei einem Preis von 1,40 Euro 42 Euro pro 100 Kilometer = 233 Euro bei 557 Kilometer (laut Google die Strecke zwischen Berlin HBF und Düsseldorf HBF). Dazu kommt sicherlich noch 20 Cent Verschleiß pro Kilometer (Abnutzung, Öl, Reinigung etc.) macht noch einmal 110,- Euro. Dazu mindestens 8,50 Euro/Std plus 30 % Nebenkosten für den Fahrer mal 7 Stunden = 77 Euro.
Somit gibt es feste Kosten von 233 + 110 + 77 = 420 Euro. Bleiben also grad mal 260 Euro übrig. Davon muss die Anschaffung/Leasing des Busses bezahlt werden, ein Büro unterhalten werden, Ust. und Steuerberater bezahlt werden...
Da bleibt niemals eine 0 stehen. Und dies weiß die Bahn genau. Der Kunde wird wieder auf die Schiene umsteigen, trotz alter Züge, kaputter Klimaanlagen, Unpünktlichkeit, fehlenden Bordrestaurants etc.
Das ist die Realität.
Fernbusse - mit diesen Preisen Verlust
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 11.08.2014, 11:30 (vor 4257 Tagen) @ lenasblau
So weit kann ich Deine Überschlagsrechnung unterstützen.
Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis die, die Geld investiert haben, um die Fernbusse auf die Straße zu bringen, Rendite sehen möchten. Und dann dürfte es dort eine deutliche Marktbereinigung und Preisanpassung geben. Beliebig billig geht es einfach nicht.
Die jahrelangen billigen Werbepreise von Ryanair können ja auch nur gehalten werden, weil a) mit jedem Pups zusätzlich Geld fällig wird und b) kurzfristige Tickets oder Tickets außerhalb der Werbekontingente vergleichbare Preise zu anderne Fluggesellschaften haben. (Wobei ich nicht verstehe, wieso ich zum gleichen Preis Hahn-Stansted fliegen soll, wenn ich Fankfurt-London fliegen kann...) Sowohl a) als auch b) scheinen aber beim Bus nicht (indem Maß) zuzutreffen.
Was ist eigentlich aus der Ankündigung des ADAC geworden, sich aus dem Busgeschäft wieder zurückzuziehen?
Die Sache weiter aus der Distanz beobachtende Grüße
der Colaholiker
DB:"Fernbus-Preise bleiben auf Dauer niedrig"
Henrik, Montag, 11.08.2014, 14:38 (vor 4257 Tagen) @ Colaholiker
Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis die, die Geld investiert haben, um die Fernbusse auf die Straße zu bringen, Rendite sehen möchten.
möchten tun sie es gewiss schon lang. ;)
sehen werden tun sie es laut eigenen Angaben bereits für dieses Jahr.
Und dann dürfte es dort eine deutliche Marktbereinigung und Preisanpassung geben. Beliebig billig geht es einfach nicht.
Marktbereinigung wirds gewiss geben, Preisanpassung nicht unbedingt, die Bahn rechnet nicht damit.
Die Bahn geht davon aus, dass die Preise im Fernbusmarkt auf Dauer niedrig bleiben. "Der Markt differenziert sich ausschließlich über die Preise", sagt Homburg. Unterschiedlich sei lediglich die Außenfarbe der Busse. Zwar werde sich der Markt zwischenzeitlich konsolidieren. Doch sobald es weniger Anbieter gibt und die Preise steigen, "werden neue Anbieter in den Markt einsteigen". Schließlich gebe es rund 2000 Busunternehmer in Deutschland.
http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/reaktion-auf-buskonkurrenz-deutsche-bahn-p...
Die jahrelangen billigen Werbepreise von Ryanair können ja auch nur gehalten werden, weil a) mit jedem Pups zusätzlich Geld fällig wird und b) kurzfristige Tickets oder Tickets außerhalb der Werbekontingente vergleichbare Preise zu anderen Fluggesellschaften haben. (Wobei ich nicht verstehe, wieso ich zum gleichen Preis Hahn-Stansted fliegen soll, wenn ich Fankfurt-London fliegen kann...) Sowohl a) als auch b) scheinen aber beim Bus nicht (indem Maß) zuzutreffen.
a) findet man beim Bus recht wenig - das Proviant vllt. noch.
b) durchaus und auch nicht unbeträchtlich, in Zukunft gewiss noch mehr
das sind aber eher die geringsten Punkte, nebst gibt es etliche weitere.
die Kostenstrukturen sind ganz andere als bei den großen Airlines, so können die Billigflieger grundsätzlich billigere Preise anbieten.
Für die 20 Euro mit Ryanair von Hahn nach STN wird man nicht von FRA nach LHR kommen,
wer sich auch bei Preisgleichheit für Ryanair entscheidet, soll das tun, gibt etliche Gründe dafür.
Was ist eigentlich aus der Ankündigung des ADAC geworden, sich aus dem Busgeschäft wieder zurückzuziehen?
gar nichts? eine solche Ankündigung gab es gar nicht erst?
DB:"Fernbus-Preise bleiben auf Dauer niedrig"
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 11.08.2014, 15:12 (vor 4257 Tagen) @ Henrik
a) findet man beim Bus recht wenig - das Proviant vllt. noch.
Och, man könnte da noch für das Gepäck, das WLAN, die Sitzverstellung, die Toilette ... Geld verlangen.
b) durchaus und auch nicht unbeträchtlich, in Zukunft gewiss noch mehr
Es ist nicht repräsentativ, aber die Strecke, die ich mir eben mal angeschaut habe (welche könnte das wohl sein) kostet bei Beinfernbus, egal ob heute oder in einer Woche immer ~20€. Nie deutlich weniger, nie deutlich mehr. Klar, zwischen 15 und 20€ liegen 33% Preissteigerung, aber billig ist beides.
Für die 20 Euro mit Ryanair von Hahn nach STN wird man nicht von FRA nach LHR kommen,
Stimmt. Meine Argumentation war ja die andere nämlich die Höhe der "Nicht-Kampfpreise" bei Ryanair im Vergleich zu Lufthansa.
wer sich auch bei Preisgleichheit für Ryanair entscheidet, soll das tun, gibt etliche Gründe dafür.
Mir fallen da nur zwei ein - Entweder pathologischer Masochismus oder man hat wirklich ein Ziel, das in der Pampa bei den angeflogenen Flughäfen liegt und wohnt noch zudem selbst in der Pampa, in der Nähe eines von denen angeflogenen Flugplatzes.
gar nichts? eine solche Ankündigung gab es gar nicht erst?
Dank Deiner Nichtargumente gleich belustigt Feierabend machen könnende Grüße
der Colaholiker
DB:"Fernbus-Preise bleiben auf Dauer niedrig"
Henrik, Montag, 11.08.2014, 15:35 (vor 4257 Tagen) @ Colaholiker
a) findet man beim Bus recht wenig - das Proviant vllt. noch.
Och, man könnte da noch für das Gepäck, das WLAN, die Sitzverstellung, die Toilette ... Geld verlangen.
Thema war Ist-Zustand.
b) durchaus und auch nicht unbeträchtlich, in Zukunft gewiss noch mehr
Es ist nicht repräsentativ, aber die Strecke, die ich mir eben mal angeschaut habe (welche könnte das wohl sein) kostet bei Beinfernbus, egal ob heute oder in einer Woche immer ~20€. Nie deutlich weniger, nie deutlich mehr. Klar, zwischen 15 und 20€ liegen 33% Preissteigerung, aber billig ist beides.
klar ist beides billig.
33% Unterschied ist schon einiges - Unterschied zwischen 5/7/9 Euro vs. 44 Euro ist noch einiges mehr.
Für die 20 Euro mit Ryanair von Hahn nach STN wird man nicht von FRA nach LHR kommen,
Stimmt. Meine Argumentation war ja die andere nämlich die Höhe der "Nicht-Kampfpreise" bei Ryanair im Vergleich zu Lufthansa.
Angebote/"Kampfpreise" gibts bei LH/BA/.. ja ebenso, für 99 Euro Hin- und Zurück durch Europa.
bei den kurzfristigen Preisen innerhalb der nächsten 7 Tage muss man halt schauen,
i.d.R. werden auch da die Billigflieger hinreichend billiger sein.
wer sich auch bei Preisgleichheit für Ryanair entscheidet, soll das tun, gibt etliche Gründe dafür.
Mir fallen da nur zwei ein - Entweder pathologischer Masochismus oder man hat wirklich ein Ziel, das in der Pampa bei den angeflogenen Flughäfen liegt und wohnt noch zudem selbst in der Pampa, in der Nähe eines von denen angeflogenen Flugplatzes.
na, das sind doch schon recht gewichtige Gründe - man kanns auch positiv formulieren. -.-
LTN etc. liegen nun auch nicht gerade in der Pampa, bzw. haben ihre eigenen Vorteile.
gar nichts? eine solche Ankündigung gab es gar nicht erst?
nichts derlei ist dort zu lesen, im Gegenteil, vgl. Regionalclubs
Die üblichen DB-Lamenti …
heineken, Montag, 11.08.2014, 16:59 (vor 4257 Tagen) @ Henrik
Man sollte Homburgs Spruch mit dem »Fernbuspreise bleiben auch in Zukunft niedrig« mal im aktuellen Kontext betrachten: DB FV gerät massiv unter Druck durch die billigen (IMHO nicht rentabel produzierbaren) Fernbuspreise. Wenn sie als nächstes noch »nachweisen« können, daß auch der bestellte SPNV unter den Fernbussen leidet, dann können sie mit diesen eine politisch gewichtige(re) Koalition im Kampf gegen die Fernbuslobby bilden.
Sofern kein Bushersteller seine Gefährte verschenken und die Busfahrer nicht alleine für die schöne (?) Aussicht fahren wollen, ist ein Geschäftsmodell mit Preisen wie bisher aufgerufen werden schlichtweg nicht tragfähig.
Und auch wenn, wie es heißt, jeden Tag ein neuer Depp aufsteht: Auch die Investoren /Banken werden früher oder später merken, daß ihre Investments in diesem Geschäft bei aktuellem Preisniveau nicht nur nicht rentieren, sondern langfristig sogar gefährdet sind. Für sowas gibt es auch einen »schönen« Präzedenzfall: SPFV in Tschechien und die gescheiterte Finanzierung des neuen Rollmaterials für RegioJet!
Es mag ja sein, daß die Pkm-Erlöse nicht auf das Niveau steigen, die ein Herr Homburg sich so vorstellen mag (bspw. Normalpreis bei Bahnens ;-) – aber bei 15 Euro für Hamburg–München wird es ganz sicher nicht bleiben.
Lamento ist ja nicht völlig unberechtigt
Frankfurt (Main) Süd, Montag, 11.08.2014, 17:10 (vor 4257 Tagen) @ heineken
Zumindest ist nicht einzusehen, warum die Fernbusse auf den vom Steuerzahler finanzierten Autobahnen keine Maut zahlen müssen. Und dass sie für die Flächennutzung beim Ein- und Aussteigehalt in der Innenstadt den betroffenen Kommunen eine Gebühr entrichten würden, wäre mir auch neu.
Lamento ist ja nicht völlig unberechtigt
kater_k, BBRN, Montag, 11.08.2014, 17:17 (vor 4257 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
Und dass sie für die Flächennutzung beim Ein- und Aussteigehalt in der Innenstadt den betroffenen Kommunen eine Gebühr entrichten würden, wäre mir auch neu.
Das zumindest wäre bei einigen Haltestellen (ich denke da etwa an die Fernbus"haltestelle" Gummersbacher Straße in Köln) auch ein schlechter Witz. Die Ausnahme von der Maut finde ich in Ordnung, Mobilität ist nun einmal ein menschliches Grundbedürfnis und sollte auch entsprechend günstig angeboten werden. Benachteiligungen von Bahnen gegenüber anderen Verkehrsmitteln gehören allerdings genau so abgeschafft.
Wir brauchen Fernbusse!
ktmb, Montag, 11.08.2014, 17:21 (vor 4257 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
Im Grunde sollten alle öffentlichen Verkehrsträger von der Mwst., Mineralölsteuer und sonstigen Abgaben befreit werden. Ich finde es gut, dass Bewegung in den Markt kommt. 50 Leute aus einem Bus verteilt auf PKW macht eine Menge. Da helfen Busse schon recht gut, den Verbrauch an Energie pro Kopf im Nah- oder Fernverkehr zu senken.
Bin da ja ganz bei dir
heineken, Montag, 11.08.2014, 17:22 (vor 4257 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
Nur ist die DB in der derzeitigen Phase (»Fernbus-Hype«) schlecht beraten, sich auf einen Krieg ums Klein-klein einzulassen.
Man kann die oberen Etagen bei unserem Logistik- und Mobilitätsdienstleister Nr. 1 für alles halten – aber sicher nicht für Idioten, die nicht wissen, wie man mit Strategie zum Ziel kommt.
Lamento ist ja nicht völlig unberechtigt
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 12.08.2014, 08:34 (vor 4256 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
Zumindest ist nicht einzusehen, warum die Fernbusse auf den vom Steuerzahler finanzierten Autobahnen keine Maut zahlen müssen. Und dass sie für die Flächennutzung beim Ein- und Aussteigehalt in der Innenstadt den betroffenen Kommunen eine Gebühr entrichten würden, wäre mir auch neu.
+1! Gerade bei der Maut. Züge zahlen schließlich auch ihre Trassenpreise und Stationsgebühren. Bei den Autobahnen mehr, bei den Stationen weniger, setzen sich die Fernbusbetreiber da ins gemachte Nest. Der Fahrweg ist für die ein "eda-Faktor". somit eine deutliche Wettbewerbsverzerrung.
Wenn ich dann sowas lese wie "Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfnis".. ja klar, der Mensch ist gerne unterwegs. Aber hat heutzutage keiner mehr gelernt, zu verzichten? Zu sagen, wenn ich mir etwas nicht leisten kann, dann lasse ich es? Klar, heute kann man sich ja statt weiterhin mit seiner guten alten Röhre fernzusehen bei Mediamarkt das Heimkino sooo günstig finanzieren, wozu also verzichten?
Es gibt Bereiche, da ist die Mobilität ein Grundbedürfnis. Wenn es drum geht, Menschen dorthin zu bringen, wo sie arbeiten, einkaufen, zum Arzt gehen, etc. Deshalb ist der ÖPNV ja auch subventioniert.
Aber es ist kein Grundbedürfnis, für 15€ von München nach Berlin zu fahren.
Manchen Leuten einen neuen Realitätsdetektor empfehlende Grüße
der Colaholiker
Lamento ist ja nicht völlig unberechtigt
kater_k, BBRN, Dienstag, 12.08.2014, 09:15 (vor 4256 Tagen) @ Colaholiker
Manchen Leuten einen neuen Realitätsdetektor empfehlende Grüße
der Colaholiker
Wieder einmal finde ich deine Überheblichkeit unangemessen. Ich möchte ja keinem überzeugten Freien-Marktwirtschaftler über den Mund fahren, aber deshalb gleich Fernreisen nur Menschen mit ausreichendem Einkommen zuzugestehen ist aus meiner Sicht verkehrt.
Wenn ich in München wohnen würde und meine nach Berlin verzogene Tochter dort heiratet/im Krankenhaus liegt/im Knast sitzt/sonstwas hat, dann möchte ich diese Reise unternehmen können. Muss ja nicht per Flugzeug sein, auch nicht zu DB-Preisen, aber irgendwie sollte es halt schon in annehmbarer Zeit möglich sein. Und das sollte der Staat nach meinem Dafürhalten - zumindest durch passende Rahmenbedingungen - ermöglichen.
Lamento ist ja nicht völlig unberechtigt
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 12.08.2014, 09:34 (vor 4256 Tagen) @ kater_k
Wieder einmal finde ich deine Überheblichkeit unangemessen. Ich möchte ja keinem überzeugten Freien-Marktwirtschaftler über den Mund fahren, aber deshalb gleich Fernreisen nur Menschen mit ausreichendem Einkommen zuzugestehen ist aus meiner Sicht verkehrt.
Ich weiß nicht, woran es liegt, aber Kölner mögen mich eigentlich nie. Vielleicht eine Mentalitätsfrage, oder ich strahle meine Symapthie für Eure Landeshauptstadt zu deutlich aus. ;-)
Wenn ich in München wohnen würde und meine nach Berlin verzogene Tochter dort heiratet/im Krankenhaus liegt/im Knast sitzt/sonstwas hat, dann möchte ich diese Reise unternehmen können.
Auch wenn das Wort abgedroschen klingt - das sind Einzelschicksale. Wieviele Leute denkst Du, daß das pro Tag wären, die aus genau diesen Gründen unbedingt unterwegs sein müssen? Damit kannst Du ein Busnetz, wie es momentan existiert, sicher nicht auslasten. Für solche Fälle könnte man, so man es den politisch wollte, auch andere Lösungen finden.
Muss ja nicht per Flugzeug sein, auch nicht zu DB-Preisen, aber irgendwie sollte es halt schon in annehmbarer Zeit möglich sein. Und das sollte der Staat nach meinem Dafürhalten - zumindest durch passende Rahmenbedingungen - ermöglichen.
Für die von Dir oben aufgeführten Punkte okay. Aber Du wirst mir nicht widersprechen können, daß der Großteil derer, die in den Bussen sitzt, nicht aus den von Dir genannten Gründen unterwegs ist. Sondern nur, weil es, juhu, jetzt besonders billig geht. Und diese Personen meinte ich in erster Linie mit meinem Posting.
Dem Kater einen Katzenstick anbietende Grüße ;-)
der Colaholiker
Lamento ist ja nicht völlig unberechtigt
Felix, Göttingen, Dienstag, 12.08.2014, 09:48 (vor 4256 Tagen) @ Colaholiker
Meiner Meinung nach sollten Menschen mit niedrigem Einkommen für die vielen Jahrzehnte, während der die Fernbuskonkurrenz verboten war und in denen sie nicht reisen konnten, mit Milliardensummen aus dem Vermögen der Bahn entschädigt werden. Das wäre einfach nur gerecht.
Und da die Diskriminierung von Menschen mit niedrigem Einkommen ja andauert, weil eigenwirtschaftliche Buskonkurrenz weiterhin verboten bleibt auf Relationen bis 50 km Entfernung und wo der staatliche Wucher-ÖPNV Fahrzeiten von bis zu 1 Stunde anbietet, sollten auch für die Gegenwart und die Zukunft Reparationen geleistet werden müssen.
In den letzten Tagen häufen sich in diesem Forum übrigens mal wieder Beleidigungen gegen Businteressierte und infantile Ausfälle gegen die Buskonkurrenz. Solches Benehmen ist leider typisch für deutsche Bahnfans, die sich regelmäßig wie schreckliche Kinder aufführen.
Postillon?
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 12.08.2014, 10:02 (vor 4256 Tagen) @ Felix
Also ganz ehrlich, mit so Ideen könntest Du hervorragende Artikel für den Postillon schreiben. Schreib den ersten Absatz Deines Postings so um, als hätte die Regierung beschlossen, daß es so ist. Damit könntest Du Dir in der Redaktion Tür und Tor öffnen. :)
Jetzt halt Dich fest - ich fahre jeden Tag 26 km einfache Strecke zur Arbeit. Der "Wucher ÖPNV" braucht für diese Strecke, die nur minimal länger als die Hälfte der Strecke ist, die Du beschreibst, auch ne Stunde. Aber falls es Dich beruhigt, außer in absoluter Tagesrandlage wäre ein Bus noch deutlich länger unterwegs. (Da ich die Fahr- (oder eher Stand-)zeiten mit dem PKW kenne, kann ich doch recht sicher sagen, daß der Bus da nicht schneller wäre. Und einen Schocker hab ich noch für Dich: Der "Wucher-ÖPNV" ist billiger als wenn ich mit meinem Auto fahre! Und mein Auto ist nicht sonderlich durstig. Die Monatskarte für meine Strecke und das Benzin, das ich verfahre, wenn ich einen Monat mit dem Auto fahre, liegen ziemlich gleich auf im Preis. Rechnet man dann noch die Abnutzung und co am Auto hinzu, ist das Auto teurer.
Und was ist bitte infantil daran, zu bezweifeln, daß das System Fernbus mit diesen Preisen wirtschaftlich langfristig funktionieren kann?
Für das Amüsment am Vormittag dankende Grüße
der Colaholiker
Wo bist du denn ausgebrochen?
heineken, Dienstag, 12.08.2014, 11:01 (vor 4256 Tagen) @ Felix
Meinst das wirklich ernst, was du da forderst?
Das ist ja noch besser als das, was Linke (PDS/WASG) in ihren tollsten Tagen gefordert hatten!
Wenn ich in München wohnen würde und meine nach Berlin verzogene Tochter dort heiratet/im Krankenhaus liegt/im Knast sitzt/sonstwas hat, dann möchte ich diese Reise unternehmen können. Muss ja nicht per Flugzeug sein, auch nicht zu DB-Preisen, aber irgendwie sollte es halt schon in annehmbarer Zeit möglich sein. Und das sollte der Staat nach meinem Dafürhalten - zumindest durch passende Rahmenbedingungen - ermöglichen.
Mal vom Grund der Reise abgesehen – denn den geht weder den Staat noch deine Mitbürger etwas an: Würdest du mir insoweit zustimmen, als daß ein Verkehrsträger seine zumindest direkt zurechenbaren Kosten selbst zu tragen hat?
Wenn ja, was glaubst du, kommt dann als Fahrpreis für München–Berlin mit dem Bus heraus?
Wo bist du denn ausgebrochen?
Henrik, Dienstag, 12.08.2014, 12:56 (vor 4256 Tagen) @ heineken
Meinst das wirklich ernst, was du da forderst?
Das ist ja noch besser als das, was Linke (PDS/WASG) in ihren tollsten Tagen gefordert hatten!
Wenn ich in München wohnen würde und meine nach Berlin verzogene Tochter dort heiratet/im Krankenhaus liegt/im Knast sitzt/sonstwas hat, dann möchte ich diese Reise unternehmen können. Muss ja nicht per Flugzeug sein, auch nicht zu DB-Preisen, aber irgendwie sollte es halt schon in annehmbarer Zeit möglich sein. Und das sollte der Staat nach meinem Dafürhalten - zumindest durch passende Rahmenbedingungen - ermöglichen.
Mal vom Grund der Reise abgesehen – denn den geht weder den Staat noch deine Mitbürger etwas an: Würdest du mir insoweit zustimmen, als daß ein Verkehrsträger seine zumindest direkt zurechenbaren Kosten selbst zu tragen hat?
Wenn ja, was glaubst du, kommt dann als Fahrpreis für München–Berlin mit dem Bus heraus?
nun,
passende Rahmenbedingungen zu schaffen, um günstige Reisen zu ermöglichen
passt doch alles andere als ins Weltbild der linken,
das ist eine zutiefst liberale bürgerliche Anschauung,
der wir die günstigen Möglichkeiten ja auch zu verdanken haben.
Die Linken haben in ihren tollsten Tagen dafür gesorgt, dass es gar nicht möglich war, von Berlin nach München zu reisen, zumindest nicht ohne weiteres und noch heute mit der Bahn weit über 4 Stunden dauert.
Lamento ist ja nicht völlig unberechtigt
Henrik, Dienstag, 12.08.2014, 13:21 (vor 4256 Tagen) @ Felix
Und da die Diskriminierung von Menschen mit niedrigem Einkommen ja andauert, weil eigenwirtschaftliche Buskonkurrenz weiterhin verboten bleibt auf Relationen bis 50 km Entfernung und wo der staatliche Wucher-ÖPNV Fahrzeiten von bis zu 1 Stunde anbietet, sollten auch für die Gegenwart und die Zukunft Reparationen geleistet werden müssen.
immerhin gibts sowas wie Sozialticket
In den letzten Tagen häufen sich in diesem Forum übrigens mal wieder Beleidigungen gegen Businteressierte und infantile Ausfälle gegen die Buskonkurrenz. Solches Benehmen ist leider typisch für deutsche Bahnfans, die sich regelmäßig wie schreckliche Kinder aufführen.
drüberstehen.
Lamento ist ja nicht völlig unberechtigt
GibmirZucker, Dienstag, 12.08.2014, 13:43 (vor 4256 Tagen) @ Felix
In den letzten Tagen häufen sich in diesem Forum übrigens mal wieder Beleidigungen gegen Businteressierte und infantile Ausfälle gegen die Buskonkurrenz. Solches Benehmen ist leider typisch für deutsche Bahnfans, die sich regelmäßig wie schreckliche Kinder aufführen.
Wie du ja in einem andern Kommentar geschrieben hast, sind Bahnfans von der Bahn psychisch abhängig. Evtl. kann ein Psychiatrieexperte eine Theraphie entwicklen. Unterstützt durch Psychopharmaka kann man dann die Bahnsüchtigen in einen Bus sperren. Sie merken dann, wie geil es doch ist, für 9 Euro von Garmisch nach Rostock zu fahren. Schneller als mit der Bahn, denn ein richtig guter Busfahrer bremst jeweils nur vor den stationären Radaranlagen ab und holt dazwischen viel Zeit auf. Die Reizezeit kann natürlich produktiv genutzt werden, um die Bahn zu verklagen, auch für Theraphiekosten um die Abhängigkeit zu überwinden. Das WLAN ist Bus ist auch ganz brauchbar, kostet im Fernbus nichts. Somit kann man eine Gruppe auf Facebook gründen und sich mit anderen Betroffenen austauschen, wie man die Bahn verklagt und wie man böse DB-Tochter-Busfirmen verklagen kann, damit sie mit ihren Abfertigungskarren nicht den Betrieb an Busbahnhöfen blockieren.
(OT) Die Braunsche Röhre
heineken, Dienstag, 12.08.2014, 10:56 (vor 4256 Tagen) @ Colaholiker
Klar, heute kann man sich ja statt weiterhin mit seiner guten alten Röhre fernzusehen bei Mediamarkt das Heimkino sooo günstig finanzieren, wozu also verzichten?
Und das unterscheidet den Gourmet vom Gourmand.
Solange das Fernsehprogramm (ich meine hier jetzt nicht Satelliten-Empfang mit Key-Card) nicht vollständig in HD ausgestrahlt wird, inkl. des sog. »Unterschichtenfernsehen« (@H.Schmidt für Privat-TV), tut man sich mit einer guten (!) Braunchen Röhre einen größeren Gefallen als mit diesem ganzen Flatscreen-Pipapo-Gedöns. Und da gibt es für die Augen nichts besseres als die (Black)Trinitron-Röhren.
An solch ein Gerät eine (originär) digitale Videoquelle angeschlossen, ist eine Offenbarung, zu was ein Röhrengerät in der Lage ist. Da kommt man überhaupt nicht auf die Idee, einen Flatscreen zu benötigen.
Ich jedenfalls gebe meine BlackTrinitron-Röhre erst dann her, wenn der Zeilentrafo fertig hat. Und selbst dann suche ich lieber noch nach gebrauchten Röhren, bevor mich ein Fuß in einen dieser Blödmärkte trägt …
(OT) Die Braunsche Röhre
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 12.08.2014, 11:32 (vor 4256 Tagen) @ heineken
Und das unterscheidet den Gourmet vom Gourmand.
Solange das Fernsehprogramm (ich meine hier jetzt nicht Satelliten-Empfang mit Key-Card) nicht vollständig in HD ausgestrahlt wird, inkl. des sog. »Unterschichtenfernsehen« (@H.Schmidt für Privat-TV), tut man sich mit einer guten (!) Braunchen Röhre einen größeren Gefallen als mit diesem ganzen Flatscreen-Pipapo-Gedöns. Und da gibt es für die Augen nichts besseres als die (Black)Trinitron-Röhren.
Bei der Qualität des Großteils unseres Fernsehprogramms (und damit meine ich nicht die technische Qualität, sondern die inhaltliche) ist mein Fernseher mittlerweile ohnehin mehr oder weniger zum Monitor für meinen DVD-Player mutiert. Ist zwar keine Black Trinitron (hatte ich früher als PC-Monitor, unschlagbar!), aber die guten alten 100Hz-Röhren von Philips sind auch nicht von schlechten Eltern. (Zumindest die Serien, die bis heute überlebt haben.)
An solch ein Gerät eine (originär) digitale Videoquelle angeschlossen, ist eine Offenbarung, zu was ein Röhrengerät in der Lage ist. Da kommt man überhaupt nicht auf die Idee, einen Flatscreen zu benötigen.
Ja, sowohl vom DVD-Player als auch vom DVB-C-Receiver kommt da etwas sehr ansehnliches bei raus. Beide übrigens über S-Video angeschlossen. Ich wurde schon gefragt, wie aus meiner Röhre HD bekommen würde... ;-)
Meine Röhre bis zu ihrem bitteren Ende behalten werdende Grüße
der Colaholiker
(OT) Die älteste Glühbirne der Welt
GUM, Dienstag, 12.08.2014, 11:39 (vor 4256 Tagen) @ Colaholiker
Wäre froh, wenn ich nicht zu früh auf die neuartigen Leuchtmittel umsteigen müsste.
In den USA gibt es eine Glühbirne, die ihren 112. (!) Geburtstag feiern konnte. Unglaublich.
Viel Spaß beim Lesen:
--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!
(OT) Die Braunsche Röhre - Der Rest ist ein Plagiat
br752, Dienstag, 12.08.2014, 11:48 (vor 4256 Tagen) @ Colaholiker
Meine Röhre bis zu ihrem bitteren Ende behalten werdende Grüße
der Colaholiker
DEFINITIV!!!!!!!!!!!!!!!
Ich habe hier einen Philips 16:9 80cm Fernseher mit 50 Hz!!!
Da koennen mit die 100Hz Digital-Artefakte inkl. Weichzeichner und die Schlieren der LCD Fernseher gestohlen bleiben. Fussball oder andere schnelle Bewegungen sind auf der Roehre nachzuverfolgen und zu erkennen. Leider ist das HD Bild vom Satreceiver auf PAL runtergerechnet so dass die Aufloesung nur "Normal" ist, aber besser ich erkenne das Bild, als dass es hochaufloesend aber matschig ist.
Wer mit einen Flachfernseher zeigen kann, der KEIN matschiges/schlieriges Bild bei Bewegungen liefert sage Bescheid. Plasmageraete waren da nah dran. Testprogramm ist dann "Juwelo TV". Wenn die ihre Haende in Makroaufnahme drehen ist WAEHREND DER DREHUNG bei den Flachfernseher nur "rosa Flaeche" zu sehen. - Wer da den Unterschied nicht erkannt kann gerne weiter auf LCD schauen. :-) :-)
BR752
(OT) Eine Y/C-Einspeisung setze ich eh voraus ;-)
heineken, Dienstag, 12.08.2014, 12:46 (vor 4256 Tagen) @ Colaholiker
Ja, sowohl vom DVD-Player als auch vom DVB-C-Receiver kommt da etwas sehr ansehnliches bei raus. Beide übrigens über S-Video angeschlossen. Ich wurde schon gefragt, wie aus meiner Röhre HD bekommen würde... ;-)
Wer will schon das Gematsche des FBAS-Signals haben ;-)
Dumm nur, daß mit dem »neuen« Anschlußkabel in der iOS-Welt (der sog. »Lightning«-Anschluß) die diskrete Herausführung eines Y/C-Videosignal aus den iOS-Geräten wie beim vorherigen »Dock Connector« nun Geschichte ist. Wird wohl ein iPhone 4 als »Media-Adapter« hier sein Gnadenbrot fristen dürfen …
(OT) Eine Y/C-Einspeisung setze ich eh voraus ;-)
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 12.08.2014, 13:08 (vor 4256 Tagen) @ heineken
Dumm nur, daß mit dem »neuen« Anschlußkabel in der iOS-Welt (der sog. »Lightning«-Anschluß) die diskrete Herausführung eines Y/C-Videosignal aus den iOS-Geräten wie beim vorherigen »Dock Connector« nun Geschichte ist. Wird wohl ein iPhone 4 als »Media-Adapter« hier sein Gnadenbrot fristen dürfen …
Aha, wußte nicht mal, daß dem so war. Ich kaufe nur ganzes Obst, kein angebissenes, und beim Smartphone setze ich auf Android. Aufm Mikro-USB-Stecker war noch nie Y/C... ;-)
Darüber jetzt aber keinen Glaubenskrieg anzetteln wollende Grüße
der Colaholiker
Die üblichen DB-Lamenti …
GibmirZucker, Montag, 11.08.2014, 17:12 (vor 4257 Tagen) @ heineken
Und auch wenn, wie es heißt, jeden Tag ein neuer Depp aufsteht: Auch die Investoren /Banken werden früher oder später merken, daß ihre Investments in diesem Geschäft bei aktuellem Preisniveau nicht nur nicht rentieren, sondern langfristig sogar gefährdet sind. Für sowas gibt es auch einen »schönen« Präzedenzfall: SPFV in Tschechien und die gescheiterte Finanzierung des neuen Rollmaterials für RegioJet!
So dumm sind die Investoren ja auch nicht, es sind wohl keine kleine Sparkassen, die sich von Businessplänen auf Hochglanzpapier blenden lassen. Sie rechnen wohl wirklich damit, die Konkurrenz einzustampfen, bis das geförderte Unternehmen als Monopolist dasteht und schön abkassiert. Ob es klappt ist eine andere Frage. Vielleicht sind sie wirklich blöd. Irgendwie sehe ich da keinerleis Sicherheiten. Selbst wenn ein Unternehmen wie MFB oder Flix hopps geht, was bleibt in der Konkursmasse? Gefahren wird von mittelständischen Unternehmen mit eigenen Bussen. Diese können abspringen, sie fahren ja im Auftrag. Also bis ein paar Büroräume und Rechner hat man keinerleis Substanz, die man einziehen könnte. Könnte allenfalls sein, dass die Inhaber von MFB persönlich über irgendwelche Sicherheiten verfügen, aber das Unternehmen bietet nicht viel, so frage ich mich schon, auf was sich die Banken eingelassen haben.
Die nachvollziehbaren DB-Lamenti …
Henrik, Montag, 11.08.2014, 17:26 (vor 4257 Tagen) @ heineken
Man sollte Homburgs Spruch mit dem »Fernbuspreise bleiben auch in Zukunft niedrig« mal im aktuellen Kontext betrachten: DB FV gerät massiv unter Druck durch die billigen (IMHO nicht rentabel produzierbaren) Fernbuspreise. Wenn sie als nächstes noch »nachweisen« können, daß auch der bestellte SPNV unter den Fernbussen leidet, dann können sie mit diesen eine politisch gewichtige(re) Koalition im Kampf gegen die Fernbuslobby bilden.
da muss man nichts nachweisen, das ergaben sämtliche vom Bund in Auftrag gegebene Studien vor der Liberalisierung, sämtliche Untersuchungen anschließend von diversen Seiten.
das wird die Lobby aber kaum stärken, eher im Gegenteil, führt es logischer- und sinnvollerweise eher zu Kürzung von Subventionen, win-win - und eben zur Steigerung des Wettbewerbes durch attraktivere Angebote im SPNV, vgl. 13-Euro-Ticket.
Die Liberalisierung steht - daran wird sich auch nichts mehr ändern, zudem ist sie bereits heute ein voller Erfolg und wird noch deutlich zunehmen.
Sofern kein Bushersteller seine Gefährte verschenken und die Busfahrer nicht alleine für die schöne (?) Aussicht fahren wollen, ist ein Geschäftsmodell mit Preisen wie bisher aufgerufen werden schlichtweg nicht tragfähig.
Und auch wenn, wie es heißt, jeden Tag ein neuer Depp aufsteht: Auch die Investoren /Banken werden früher oder später merken, daß ihre Investments in diesem Geschäft bei aktuellem Preisniveau nicht nur nicht rentieren, sondern langfristig sogar gefährdet sind.
gewiss sind die Risiken vorhanden, das waren sie aber auch schon immer im Fernbus-Markt,
für die Investoren/Banken sind da kaum Risiken vorhanden, vgl., ganz im Gegenteil - ein riesengroßer Wachstumsmarkt, in Milliardenhöhe.
Es mag ja sein, daß die Pkm-Erlöse nicht auf das Niveau steigen, die ein Herr Homburg sich so vorstellen mag (bspw. Normalpreis bei Bahnens ;-) – aber bei 15 Euro für Hamburg–München wird es ganz sicher nicht bleiben.
Einschätzungssache,
ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich je an den günstigsten Preis etwas ändern wird.
Die nachvollziehbaren DB-Lamenti …
GibmirZucker, Montag, 11.08.2014, 17:31 (vor 4257 Tagen) @ Henrik
ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich je an den günstigsten Preis etwas ändern wird.
Und wie soll das Funktionieren?
Heu Schreck und Co mutieren zu Gutmenschen, welche günstige Moblität finanzieren?
Die Busse füllen sich dann zu 100%?
Die nachvollziehbaren DB-Lamenti …
Henrik, Montag, 11.08.2014, 17:38 (vor 4257 Tagen) @ GibmirZucker
ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass sich je an den günstigsten Preis etwas ändern wird.
Und wie soll das Funktionieren?
Heu Schreck und Co mutieren zu Gutmenschen, welche günstige Moblität finanzieren?
Die Busse füllen sich dann zu 100%?
ne Auslastung von bis zu 100% wäre gewiss ideal, aber auch nicht zwingend.
wieso sollte es nicht funktionieren?
es funktioniert eher nicht mehr, wenn man an diesen sehr günstigen Preisen rüttelt und sie kräftig nach oben hebt.
Zustimmung! Gestern bin ich für Busversuch bestraft worden.
redcobra, Montag, 11.08.2014, 11:42 (vor 4257 Tagen) @ lenasblau
Wollte gestern seit mehr als einem Jahr mal wieder den Fernbus von Würzburg nach Frankfurt nehmen.
Kosten waren im Vergleich:
9 € für den Bus, zu 26,25 € per ICE(Normalpreis mit BC 25).
Geplante Busabfahrt: 18:20 Uhr
Nachfrage bei anderem Busfahrer des gleichen Anbieters, wann den mein verspäteter Bus denn endlich kommen würde, Antwort: ca. 19:45 Uhr!!!
Daraufhin bin ich dann natürlich aus Frust und Trotz zum nahegelegenen Bahnhof und habe mir ein ICE-Ticket geholt, um dem Busfahrversuch die Stirn zu bieten...
Habe dann allerdings auch noch bis kurz vor 20:00 Uhr auf den ICE warten dürfen, wass ich aber durch etwas zum Essen und Lesen recht gut überbrücken lies.
ICE (keine Doppeltraktion) kommt mit einem gesperrten Wagen (Klimaanlage defekt) und ist gut besetzt. Ich ärgere mich kurz, finde aber trotzdem noch einen Sitzplatz.
Zug fährt mit ca. 5 Minuten dann aus Würzburg. So nach dem ganzen Ärger und innerer Unruhe freue ich mich auf eine zügige Fahrt und das geschätzte Reisen im ICE.
Dies war bis kurz vor Aschaffenburg auch so, bis sich ein Unwetterausläufer bemerkbar gemacht hat und die Fahrt durch einen umgestürzten Baum gestoppt wurde. Also erneutes Bangen. Nach "nur" ca. 30 Min. Stillstand ging die Fahrt dann in besserer Schrittgeschwindigkeit und über Umleitung weiter nach Aschaffenburg.
Frankfurt wurde dann mit + 62 erreicht.
Fazit: 3 Mal überlegen, ob man genug Zeit und Nerven für das "Busroulette" aufbringen möchte, dabei aber auch die (in diesem Fall, unverschuldeten) Kapriolen bei der Bahn nicht vergessen ;-)
1. Versuch am nächsten Sonntag! Flixbus!
ktmb, Montag, 11.08.2014, 12:00 (vor 4257 Tagen) @ redcobra
Werde am nächsten Sonntag das erste Mal mit Flixbus von Leipzig nach Braunschweig fahren. Ein Ticket sollte erst 7 € kosten. Auf der Buchungsseite tauchte dann noch noch ein Gutschein von 1 € auf, so dass es letztendlich nur noch 6 € waren. Von Braunschweig geht es dann zum Normalpreis (Mitfahrergutschein) weiter nach OS. Bin gespannt. Flixbus scheint auch einer der besseren Anbieter zu sein.
1. Versuch am nächsten Sonntag! Flixbus!
GibmirZucker, Montag, 11.08.2014, 12:17 (vor 4257 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von GibmirZucker, Montag, 11.08.2014, 12:19
Flixbus scheint auch einer der besseren Anbieter zu sein.
Wie kommst denn da drauf? Bei Flix gibt es einen komischen Widerspruch. Auf einem Bewertungsportal hat Flix die beste Bewertung aller Anbieter, aber bei Flix gibt es auch die meisten Reklamationen (Thema Überbuchung, da kannst dir ganz nette Berichte zusammensuchen; ah, ich habe gerade danach gegooglet, aktuell bei Flix ist, dass bei überbuchtem Bus die Polizei gerufen wird um Fahrgäse rauszuwerfen), vgl. http://fernbus-bewertung.de/flixbus-de
Ist natürlich immer schwer, so Erfahrungsberichte hochzurechnen. Aber Flix ist eher der Billiganbieter unter den Busbetreibern, niedrigster Preis, dafür Abstriche beim Service. Kann im Einzellfall natürlich anders sein.
1. Versuch am nächsten Sonntag! Flixbus!
ktmb, Montag, 11.08.2014, 12:19 (vor 4257 Tagen) @ GibmirZucker
Werde berichten.
Grüße
1. Versuch am nächsten Sonntag! Flixbus!
Christian_S, Montag, 11.08.2014, 12:21 (vor 4257 Tagen) @ ktmb
Flixbus scheint auch einer der besseren Anbieter zu sein.
Bei der Reportage neulich übers Thema Fernbusse bei ARD plusminus war es u.a. dieses Unternehmen, bei dem ein Fahrer von der Polizei eine Strafe wegen einer massiven Lenkzeitüberschreitung erhielt ...
1. Versuch am nächsten Sonntag! Flixbus!
regiobaden, Montag, 11.08.2014, 17:51 (vor 4257 Tagen) @ ktmb
Flixbus scheint auch einer der besseren Anbieter zu sein.
Lenkzeiten sind bei Flixbus meiner Meinung nach auch knapp bemessen, außerdem werden in den wenigsten Bussen zwei Fahrer sein. Aber Flixbus hat auch (je nach Busunternehmen) sehr angenehme Sitzabstände, ist preislich sehr günstig und die Fahrkarten sind übertragbar/nicht namensgebunden (Datenschutz!). In dieser Hinsicht also sehr positiv.
Überbuchungen habe ich noch nicht erlebt, aber dass ein Busfahrer eine Bordfahrkarte ausstellt, weil an der Zustiegshaltestelle ein Sitz frei war, ohne zu überprüfen, ob der Bus später noch voll sein könnte.
1. Versuch am nächsten Sonntag! Flixbus!
ktmb, Sonntag, 17.08.2014, 11:23 (vor 4251 Tagen) @ ktmb
bearbeitet von ktmb, Sonntag, 17.08.2014, 11:25
Sitze gerade im Flixbus von Dresden nach Hamburg, wobei ich nur von Leipzig bis Braunschweig an Bord bin.
Die Sitze sind schon mal bequemer als im gestrigen IC-Mod Avmz. WLAN gibt es obendrein und zwar kostenlos.
Die Fahrzeit zwischen Leipzig und Braunschweig soll zwei Stunden und fünfzig Minuten betragen.
Bisher läuft alles problemlos.
Hier ein Bild:
![[image]](http://up.picr.de/19236700ut.jpg)
Bei der Gelegenheit: Erfahrung ADAC Postbus Köln - Hannover
kater_k, BBRN, Sonntag, 17.08.2014, 12:03 (vor 4251 Tagen) @ ktmb
Ich nutze die Gelegenheit mal, um von meiner Fahrt Köln - Hannover mit dem ADAC Postbus zu berichten. Spontan gebucht waren EUR 20,50 für die Fahrt fällig (DB: EUR 54,00 ICE bzw. EUR 48,75 IC, jeweils mit BC 25), inkl. Sitzplatzreservierung (DB: EUR 4,50). Abfahrt in Köln ist vom "Busbahnhof" Gummersbacher Str., ein schlechter Witz, verglichen mit anderen Bushaltestellen und erst recht mit dem Kölner Hbf, wo IC und ICE nach Hannover abfahren wäre.
Pünktlich war der Bus aber, so dass man nicht allzu lange dort ausharren musste. Das Gepäck wird bereits vor Abfahrt von zwei Mitarbeitern beschriftet und gegen Gepäckmarke am Ziel wieder ausgehändigt. Die geplante Fahrtzeit liegt mit einem Zwischenhalt in Dortmund bei 3:55 Stunden (DB: 2:40 h ICE mit 4 Zwischenhalten bis 3:14 h IC mit 10 Zwischenhalten). Das gastronomische Angebot im Bus ist sehr eingeschränkt, aber immerhin preisgünstig: EUR 1,00 für 0,5 Liter gekühltes Wasser (DB: EUR 2,80).
Das Ambiente im Bus ist angenehm, Teppichboden im Gang und Holz am Platz, dunkle Stoffsitze mit Leder(imitat?)kopfstütze und gelben Akzenten. Meine subjektiver Eindruck der Sitzqualität: Besser als Lufthansa Economy, aber auf den neuen ICE 2-Sitzen nehme ich lieber Platz. Es lässt sich aber gut aushalten. Sehr angenehm finde ich die Fußstützen, die sind recht groß und damit bequemer als beispielsweise die im ICE 3. Die Armlehnen sind dagegen eher Ellenbogenlehnen, mehr passt da nicht drauf.
![]()
Wirklich nett ist das angebotene Mediacenter: Was die DB noch einführen will, hat der ADAC Postbus schon an Bord. Recht aktuelle Filme, ein paar E-Books/-Magazine und eine große Auswahl an Musikalben (von den Stones bis zu Beyoncé), benötigt wird ein WLAN-fähiges Android/iOS/Windows-Gerät, mit dem auch der (zuverlässig funktionierende) Internetzugang genutzt werden kann. Zwischen zwei Sitzen befindet sich jeweils eine Steckdose. Und auch wer lieber ganz klassisch liest, wird fündig: Eines der Fächer über den Sitzen ist testweise mit aktuellen Büchern zum Ausleihen gefüllt. Das finde ich klasse, DB, bitte nachmachen!
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Alles in allem eine wirklich positive Erfahrung, die Fahrt würde ich jederzeit wiederholen - wenn es denn zeitlich passt. Einen Stundentakt bietet der ADAC Postbus nämlich nicht. Die Zeitersparnis bei der DB ist mir jedenfalls keine ~30 Euro wert.
Bei der Gelegenheit: Erfahrung ADAC Postbus Köln - Hannover
ktmb, Sonntag, 17.08.2014, 12:15 (vor 4251 Tagen) @ kater_k
Danke dür deine Eindrücke. Mit dem ADAC/Postbus möchte ich auch einmal fahren. Bin bisher recht positiv vom neuen Verkehrsmittel gestimmt. Wir fahren nonstop Leipzig Braunschweig und Internet gibt es ebenso. Da hat die Bahn in der Tat ne Menge verschlafen. Mal sehen, wie es ab Braunschweig dann wieder auf der Schiene im IC mit einmaligem Umsteigen in Hannover läuft.
Grüße
Zustimmung! Gestern bin ich für Busversuch bestraft worden.
Felix, Göttingen, Montag, 11.08.2014, 12:05 (vor 4257 Tagen) @ redcobra
Beim Lesen Deines Berichts weiß ich gerade nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Du hast also 35,25 € für eine einfache Fahrt von Würzburg nach Frankfurt gezahlt? Trotz langjähriger Erfahrung im deutschen ÖPFV? Du bist die Sache von vornherein falsch angegangen, dann hast Du eine irrationale Entscheidung getroffen, "aus Frust und Trotz", um "dem Busfahrversuch die Stirn zu bieten" - so ein Unsinn! Und ich fürchte, daß Du für das nächste Mal nicht die richtigen Lehren aus Deiner Fahrt gezogen hast.
der Preis war dann nur noch Nebensache gestern.....
redcobra, Montag, 11.08.2014, 13:25 (vor 4257 Tagen) @ Felix
> Beim Lesen Deines Berichts weiß ich gerade nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Du hast also 35,25 € für eine einfache Fahrt von Würzburg nach Frankfurt gezahlt? Trotz langjähriger Erfahrung im deutschen ÖPFV? Du bist die Sache von vornherein falsch angegangen, dann hast Du eine irrationale Entscheidung getroffen, "aus Frust und Trotz", um "dem Busfahrversuch die Stirn zu bieten" - so ein Unsinn! Und ich fürchte, daß Du für das nächste Mal nicht die richtigen Lehren aus Deiner Fahrt gezogen hast.
Ich wollte einfach nur noch weg und nichts mehr vom Thema Bus wissen.... natürlich hätte ich noch weiter auf den sch... Bus warten können (der irgendwann mal aufgetaucht wäre und dann evtl. noch weiter Verspätung aufgebaut hätte auf dem weiteren Weg mit Unwetter), mit dem Regionalexpress (für 20 €) fahren können, oder irgendwie per Mitfahrgelegenheit (was aber ohne zusätzlichen Rechercheaufwand nicht möglich ist).
Dazu kommt zur Krönung ja auch noch, dass ich noch gänzlich kostenlos ICE hätte fahren können, da ich nicht kontrolliert worden bin! Aber das wäre dann auch nicht fair der Bahn gegenüber gewesen....
Nun versuche ich mir so viel Geld wie möglich erstatten zu lassen. Hatte ja +62 in Frankfurt, dürfte also zumindest 6,56 € ausmachen, auch wenn die Bahn nix dafür kann. Aber habe schließlich auch unnötig den Normalpreis bezahlt....
Zudem werd ich Flixbus mal eine "nette" Mail aufsetzen (bzgl. Fahrpreisrückerstattung/Entschädigung) und schauen mit welchen miesen Ausreden die dann (wenn überhaupt) antworten.
Letztendlich hätte ich mir einfach zuvor noch einen Sparpreis für 18,75 € bzw. 21,75 € holen sollen und fertig, aber ich wollte es ja mal wieder wissen den günstigen Bus testen, der fahrzeitmäßig auf dieser Relation normalerweise konkurenzfähig wäre.
Bus: 1:35 Std.
ICE: 1:09 Std.
RE: ca. 1:50 Std.
Wer billig kauft, kauft zweimal ;-(
heineken, Montag, 11.08.2014, 13:27 (vor 4257 Tagen) @ redcobra
- kein Text -
kommt ganz auf die Qualität und Leistung an ;-)
redcobra, Montag, 11.08.2014, 13:36 (vor 4257 Tagen) @ heineken
- kein Text -
der Preis war dann nur noch Nebensache gestern.....
kater_k, BBRN, Montag, 11.08.2014, 13:43 (vor 4257 Tagen) @ redcobra
Zudem werd ich Flixbus mal eine "nette" Mail aufsetzen (bzgl. Fahrpreisrückerstattung/Entschädigung) und schauen mit welchen miesen Ausreden die dann (wenn überhaupt) antworten.
Nun, eine "miese" Ausrede brauchen Flixbus und das durchführende Busunternehmen gar nicht, denn zum einen sind im Busverkehr ohnehin nur deutlich geringere Fahrgastrechte als im Bahnverkehr vorgesehen, zum anderen sind diese in weiten Teilen überhaupt erst bei Strecken von mehr als 250 km anwendbar.
Da ist man als Bahnfahrgast klar im Vorteil.
der Preis war dann nur noch Nebensache gestern.....
redcobra, Montag, 11.08.2014, 14:49 (vor 4257 Tagen) @ kater_k
> > Zudem werd ich Flixbus mal eine "nette" Mail aufsetzen (bzgl. Fahrpreisrückerstattung/Entschädigung) und schauen mit welchen miesen Ausreden die dann (wenn überhaupt) antworten.
[quote]
Nun, eine "miese" Ausrede brauchen Flixbus und das durchführende Busunternehmen gar nicht, denn zum einen sind im Busverkehr ohnehin nur deutlich geringere Fahrgastrechte als im Bahnverkehr vorgesehen, zum anderen sind diese in weiten Teilen überhaupt erst bei Strecken von mehr als 250 km anwendbar.
Da ist man als Bahnfahrgast klar im Vorteil.[/quote]
Das kommt noch erschwerend hinzu... naja mal sehen, wie "kulant" die sich dann ggf. geben werden. Ab 2 Std. Verspätung überhaupt erst tätig zu werden ist schon heftig, aber bei den Preisen auch kein Wunder....
Aber zumindest die Informationspolitik könnte noch deutlich besser ausfallen, wenn schon mit einer nicht praktizierten SMS-Verspätungsmeldung geworben wird.
Sehe gerade auch die Verspätungsinfos für heute auf deren Homepage: https://www.flixbus.de/streckeninfos
Scheint also ein generelles Problem, gerade zur Ferienzeit, auf stauträchtigen Autobahnstrecken zu sein.
der Preis war dann nur noch Nebensache gestern.....
GibmirZucker, Montag, 11.08.2014, 15:06 (vor 4257 Tagen) @ redcobra
Das kommt noch erschwerend hinzu... naja mal sehen, wie "kulant" die sich dann ggf. geben werden. Ab 2 Std. Verspätung überhaupt erst tätig zu werden ist schon heftig, aber bei den Preisen auch kein Wunder....
Glaubt man den Berichten bei den Bewertungen, sind die Fernbusunternehmen nicht kulant. Und weigern sich, sofern man nicht einen Anwalt bemüht, sich grundsätzlich Ersatzfahrten mit der Bahn im Fernverkehr zu zahlen. Meist wird mündlich mitgeteilt, dass nur die "Regionalbahn" (sic!) erstattet wird, selbst wenn das Ziel gleichentags nicht mit dem Nahverkehr erreichbar ist. Verfolgt man die publik gemachten Fälle, dann bestehen die Unternehmen auf dieser Einschränkung und rücken nur in Ausnahmefällen davon ab.
Danke für die Info. Dann kommen noch längere Fahrten
redcobra, Montag, 11.08.2014, 15:22 (vor 4257 Tagen) @ GibmirZucker
erst recht nicht in die Tüte! Da ist man dann ja nur noch der Angeschmierte, wenn mal was passiert. Dann zur Not noch lieber Mitfahrzentrale, aber da kann man auch gewaltig Pech haben und unschöne Erfahrungen machen.
Danke für die Info. Dann kommen noch längere Fahrten
JanZ, HB, Montag, 11.08.2014, 15:50 (vor 4257 Tagen) @ redcobra
Dann zur Not noch lieber Mitfahrzentrale, aber da kann man auch gewaltig Pech haben und unschöne Erfahrungen machen.
Das kann man immer, selbst wenn man zu Hause im Bett bleibt ;-).
Danke für die Info. Dann kommen noch längere Fahrten
GibmirZucker, Montag, 11.08.2014, 16:18 (vor 4257 Tagen) @ redcobra
erst recht nicht in die Tüte! Da ist man dann ja nur noch der Angeschmierte, wenn mal was passiert.
Deshalb "lohnen" sich Fernbusfahrten, bzw. das einkalkulierte Risiko dass man auf der Strecke bleibt, nur dann, wenn sie wirklich nur einen Bruchteil der Bahnfahrt ausmachen. Wegen 5 Euro Ersparnis zu riskieren irgendwo stecken zu bleiben, ist schon der Hammer. Störend ist auch wie allgemein oder besonders fallbezogen die Unternehmen reagieren und zwischen den Zeilen mitteilen, dass gestrandete Fahrgäste, welche eine Übernahme der Koten für den Fernverkehr verlangen, Schmarotzer seien - übrigens auch in Fällen, wo das Unternehmen eindeutig die Schuld trägt, also einen Bus überbucht.
Fernbusse - mit diesen Preisen Verlust
GibmirZucker, Montag, 11.08.2014, 11:43 (vor 4257 Tagen) @ lenasblau
Somit gibt es feste Kosten von 233 + 110 + 77 = 420 Euro. Bleiben also grad mal 260 Euro übrig. Davon muss die Anschaffung/Leasing des Busses bezahlt werden, ein Büro unterhalten werden, Ust. und Steuerberater bezahlt werden...
Man kann es natürlich auch anders rechnen: Ein Reisebus mit Fahrer inkl. 400-500km kostet den Kunden bie der Miete 800-900 Euro. Nehmen wir an, dass eine großzügige Marge drin ist, gehen wir von wirklich konservativ geschätzten Kosten von 700 Euro aus für eine Tagestour mit bis zu 800km.
Exemplarisch nehmen wir dabei die Verbindung Berlin-Erfurt über Jena-Weimar. Diese ist relativ einfach zum rechnen, weil ein Fahrer mit den vorgeschriebenen Lenkzeiten ausreicht hin-Pause-zurück. Also 350 Euro für Berlin-Erfurt. Was sind die Einnahmen? Derzeit würde ich sagen, 10 Euro netto pro Fahrgast im Schnitt. Normalerweise 15 Euro Ticketpreis, aber Mehrwertsteur muss sowieso abgeführt werden, minus Provisionen für Verkaufsangeturen, Kosten für Onlineportal, Kreditkartengebühren, Werbegutscheine. Also kommt man sicher grob auf die 10 Euro Einnahmen pro Fahrgast aktuell. Sind die Buskosten 350 Euro, kommen noch die Benutzungsgebühren für Busbahnhöfe hinzu, wahrscheinlich ist man bei einer Fahrt schon bei 400 Euro. Man bräuchte als im Schnitt 40 Fahrgäste. Drückt man die Kosten, reichen vielleicht 35. Und da sieht man eben, wie knapp es wird. Die "alten" Auslastungszahlen haben keine Geltung mehr, weil starke Konkurrenz herrscht, manchmal fährt da auch ein Bus mit nur 10 Fahrgäste, manchmal sind es die vollen 58. So wird es knapp. Wo bleibt da neben der Entlöhnung des fahrenden Unternehmens noch Gewinn für die Firma? Dabei ist Berlin-Thüringen zwar dem Wettbewerb ausgesetzt, aber auf anderen Strecken herrscht noch stärkerer Preiskrieg, wie Berlin-Dresden für 5 Euro. Die Kunden profitieren zzwar jetzt mittelfristig, aber ich glaube, dass der Preiskrieg nach einem Motto betrieben wird: Ich hoffe auf die Geduld meiner Investoren, dass ich den längsten Atem habe, die Konkurrenz eingeht, ich meine Busse dann wirklich besser füllen kann und die Preise massivst anziehe. Erst wenn der Bus Erfurt-Berlin im Schnitt zu über 50% voll ist, ich das Sparpreiskontingent verringere, erst dann lohnt es sich wirklich. Und ich muss ja auch noch die alten Verluste abtragen. Klappt es, dann fragt sich der Fahrgast natürlich schon, ob er Erfurt-Berlin für 25 Euro in einem wirklich vollen Bus zurücklegen will oder doch lieber einen Sparpreis der Bahn für 29 Euro kauft (bzw. Vielfahrer 25 Euro mit BC zahlen).
Vielleicht sollte man auch auf die aktuelle Enwicklung werfen im Busmarkt.
Da gibt es einmal BLB. Im Nahmen von BLB fahren unterschiedliche Unternehmen (einige im Besitz der DB) auf eigenes Risiko, dies sind aber eher noch Altlasten aus dem Berlin-Verkehr zu Zonenzeiten und man konnte sich auf dem Busmonopol damals nett ausruhen zu relativ hohen Preisen. Wie es mit den Unternehmen weitergeht, werden wir einmal sehen.
Dann stieg MFB ein. Investoren im Rücken. MFB kauft Leistungen bei mittelständischen Busunternehmen ein, übernimmt das unternehmerische Risiko. So wurde schnell ein großes Netz eingerichtet.
Und dann, worauf ich hinaus will, Flix. Dies war von der Struktur her mit BLB vergleichbar, wenn auch gewinnorientiert. Das ursprüngliche Modell kann für gescheitert erklärt werden, weil die Unternehmen im Verbund die Lust an verlustreichen Fahrten verloren haben. Es machte das, unbestätigte Gerücht, die Runde, dass Flix über Investoren verlustbringende Fahrten subventionierte. Man merkte aber schnell, dass das Netz auseinanderfallen würde, wenn Busunternehmen abspringen. Relativ unbemekrt von der breiteren Öffentlichkeit stieg Flix auf das MFB-Modell um. Man organisiert nicht mehr den Vertrieb für eigenständige Unternehmen gegen eine bestimmte Marge (von 20% war mal zu hören), sondern bestellt die Leistungen bei den Busunternehmen. Dies ist für mich ein eindeutiges Indiz, dass ohne die vorübergehende Überbrückung von Verlusten ein Busbetrieb in Deutschland nicht möglich ist. Es nur funktioniert, wenn ein Konzern die Leistungen bestellt und das Risiko trägt. Eben, wie ich annehmen, mit der Absicht zu warten, bis die Konkurrenz aufgibt.
Der Kunde wird wieder auf die Schiene umsteigen, trotz alter Züge, kaputter Klimaanlagen, Unpünktlichkeit, fehlenden Bordrestaurants etc.
Vor allem wenn der Kunde merkt, dass im Bus
- auch nicht seltener die Klimaanalge ausfällt
- Busse auch häufig ausfallen und die Kunden auf eigene Kosten weiterreisen müssen
- Die Verspätungen häufig gravierender als bei der Bahn sind
- das versprochene Verpflegungsangebot auch nicht immer zur Verfügung steht.
Fernbusse - mit diesen Preisen Verlust?
Velaro D, Montag, 11.08.2014, 12:07 (vor 4257 Tagen) @ lenasblau
Bei dieser Reise kann der Veranstalter keinen Gewinn machen.
Da bin ich mir nicht ganz sicher.
Lass mich deine Rechnung mal genauer Betrachten.
Kurz gerechnet: 17 Euro mal angenommen 40 Gäste (wäre schon eine gute Auslastung) macht 680 Euro Einnahme.
Da ist aber auch die Mehrwertsteuer drin. 680/1.19=571
Zu den Ausgaben. So ein Bus verbraucht sicherlich 30 Liter Diesel pro 100 Kilometer, macht bei einem Preis von 1,40 Euro 42 Euro pro 100 Kilometer = 233 Euro bei 557 Kilometer (laut Google die Strecke zwischen Berlin HBF und Düsseldorf HBF).
Der Verbrauch mag stimmen. Da kenne ich mich nicht aus. Die Diesel-Preise sind aber eher bei 1.35, worauf ein großer Abnehmer vielleicht noch 3 cent Rabatt bekommt. Mehrwertsteuer wird auch hier nicht gezahlt. 1.32*30*5.57/1.19=185
Dazu kommt sicherlich noch 20 Cent Verschleiß pro Kilometer (Abnutzung, Öl, Reinigung etc.) macht noch einmal 110,- Euro. Dazu mindestens 8,50 Euro/Std plus 30 % Nebenkosten für den Fahrer mal 7 Stunden = 77 Euro.
Der Fahrer verdient hoffentlich mehr. Ich setze mal 15 Euro inklusive Nebenkosten an. Macht 105 Euro für die Fahrt.
Das sind ohne Verschleiß 290 Euro Ausgaben bei 570 Euro Einnahmen. Damit bleiben also 280 Euro. Wenn wir dafür 200 Euro nehmen, könnte der Bus inklusive Verschleiß im Leasing 6000 Euro kosten. Ist das realistisch?
Der Wasserkopf von den Fernbusunternehmen ist nicht groß. Da könnten 80euro pro Tag reichen. Das ist natürlich auf kante genäht, aber die Preise können theoretisch schon kostendeckend sein.
Der Steuerberater ist für die einzelne Fahrt vernachlässigenbar.
Das ist die Realität.
Wo habe ich in meiner Rechnung falsche Annahmen gemacht?
Öffentlicher Verkehr ohne Mwst!
ktmb, Montag, 11.08.2014, 12:09 (vor 4257 Tagen) @ Velaro D
Alle öffentlichen Verkehre sollten von der Mwst. befreit werden.
Grüße
Fernbusse - mit diesen Preisen Verlust?
kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Montag, 11.08.2014, 12:30 (vor 4257 Tagen) @ Velaro D
Der Wasserkopf von den Fernbusunternehmen ist nicht groß. Da könnten 80euro pro Tag reichen. Das ist natürlich auf kante genäht, aber die Preise können theoretisch schon kostendeckend sein.
Der Steuerberater ist für die einzelne Fahrt vernachlässigenbar.
Wo habe ich in meiner Rechnung falsche Annahmen gemacht?
Genau da oben. Kein Cent an Kosten ist in einer Kalkulation zu vernachlässigen, sonst bricht Dir der Cent auf die Masse den Hals.
Was willst Du mit 80 Euro/Tag (und hoffentlich pro Bus) anfangen?
Fernbusse - mit diesen Preisen Verlust?
Velaro D, Montag, 11.08.2014, 16:00 (vor 4257 Tagen) @ kimba2k
Und warum? Meinfernbus schreibt hier: http://meinfernbus.de/uber-uns/unsere_buspartner.html, dass sie 68 Busse haben. Wenn täglich 100 Busse fahren, macht das 80*100*30=240000 Euro im Monat. Warum soll das nicht für eine Zentrale reichen?
Davon könnte man 50 Mitarbeiter zu 3000 Euro bezahlen und hätte noch 90000 für miete.
Wenn!
kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Montag, 11.08.2014, 20:16 (vor 4257 Tagen) @ Velaro D
bearbeitet von kimba2k, Montag, 11.08.2014, 20:19
Und warum? Meinfernbus schreibt hier: http://meinfernbus.de/uber-uns/unsere_buspartner.html, dass sie 68 Busse haben. Wenn täglich 100 Busse fahren, macht das 80*100*30=240000 Euro im Monat. Warum soll das nicht für eine Zentrale reichen?
Da steht: "68 Buspartnern"
Davon könnte man 50 Mitarbeiter zu 3000 Euro bezahlen
und hätte noch 90000 für miete.
Nur ein paar Punkte für die bisherigen Fantasiezahlen, mal angenommen MeinFernbus ist $Irgendwer und eure Zahlen sind real:
Wenn 68 Busse täglich (auf übrigens 58 Linien), 365 Tage im Jahr, 100 Touren fahren und diese mit 40 Nasen zu 17 Euro belegt sind was einfach nicht geht, kommst Du auf diese Traumeinnahme.
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-Fahrzeuge haben Leerfahrten, die müssen gewaschen und repariert werden, es gibt Linien mit mehr als 8 Stunden Fahrzeit, also mit mehreren Fahrern.
-Versichert sind die Busse und die Fahrer bisher auch noch nicht.
-Kosten für Personal im Urlaub ist auch nicht auf die Fahrten umgelegt, ihr rechnet nur aktives Personal auf der Fahrt.
-Unterkunftskosten für Fahrer haben wir auch keine, die schlafen nach 8 Stunden Lenkzeit auf der Parkbank (Beachte den Liniendienst)
-Dann gibt es noch Strecken, die musst Du für 5,95 verramschen, weil keiner 17 Euro zahlt, deine Busse fahren auch mal halb leer und und und.
-Die Leasingdauer bei solchen Kisten (400-480K Euro) ist zwischen 6 und 9 Jahre, d.h. Du kommst mit deinen 6000 Euro Monat inkl. Verschleiß vorne und hinten nicht hin.
-Reparaturkosten an nicht Verschleißteilen und allgemeine Wartungskosten wie vorgeschriebene (vom Hersteller) Inspektionen fehlen auch genauso wie die jährliche TÜV Abnahme.
-Mit 15€/Stunde all-in für den Fahrer kommst Du auch nicht hin, weil der als Tariflohn schon rund 13€ hat zzgl. aller Kosten die u.a. sind: Arbeitgeberanteile, Buchhaltung, Genossenschaft, Verpflegungsmehraufwand, Urlaubsgeld (in NRW Tarif), ein paar % für die Lohfortzahlung und und und)
-Vertriebs- und Marketingkosten fehlen
-Kosten für Neuanschaffungen, auch bei Leasing macht keiner ein 100% Leasing. Die Sonderzahlungen müssen irgendwo herkommen.
-Kosten für WLAN oder die Unterhaltungsanlagen (Video oder Radio) an GEMA, GEZ usw.
Mir fallen bei genauem Nachdenken sicher noch 2-3 Punkte ein. Auch wenn es auf die einzelne Fahr Kleinbeträge von 1-2 Euro sind, so rechnest Du mit 3000 Fahrten/Monat also 3000-6000 Euro mehr oder weniger. Kleinvieh macht VIEL Mist.
Danach kümmern wir uns um die Zentrale mit Verwaltungs- und Wartungspersonal, Geschäftsleitung (die machen das nicht für 2500€), Garagen- und Wartungsplätzen.
Steuern kriegen wir dann ganz zum Schluss, herausheben möchte ich die Gewerbesteuer (in Berlin 410 Punkte), die in der GmbH seit 2008 keine Betriebsausgabe mehr ist.
---
Zu MeinFernbus speziell:
"Im Betrieb der Linien arbeiten wir mit ausgewählten mittelständischen Busunternehmen zusammen, die jeweils in ihren Regionen die Qualitätsführer sind."
Zitat: Meinfernubs.de
Will sagen, MeinFernbus.de IST der Wasserkopf ;-), den Rest machen Subunternehmer, die aber, ausgenommen vielleicht Marketingkosten die gleichen Kosten haben, wenn nicht mehr, weil da 68 mal nicht direkt produktive Mäuler zu stopfen sind.
Als Wasserkopf kann man auch ganz leicht "schon diese Jahr Gewinn machen" weil die Verluste die Partner einstecken müssen.
Wenn!
Velaro D, Montag, 11.08.2014, 21:29 (vor 4257 Tagen) @ kimba2k
Als Wasserkopf kann man auch ganz leicht "schon diese Jahr Gewinn machen" weil die Verluste die Partner einstecken müssen.
Und die Partner unterschreiben Verträge bei denen sie einen nicht kostendeckenden fixbetrag erhalten?
Das unternehmerische Risiko trägt schon Meinfernbus.
Wenn!
kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Montag, 11.08.2014, 22:25 (vor 4257 Tagen) @ Velaro D
bearbeitet von kimba2k, Montag, 11.08.2014, 22:26
Als Wasserkopf kann man auch ganz leicht "schon diese Jahr Gewinn machen" weil die Verluste die Partner einstecken müssen.
Und die Partner unterschreiben Verträge bei denen sie einen nicht kostendeckenden fixbetrag erhalten?
Das unternehmerische Risiko trägt schon Meinfernbus.
Natürlich, so ist die Realität. (Siehe anderen Post)
Meinfernbus trägt da kaum was, sonst könnten die nicht 140 Nasen Wasserkopf präsentieren.
Subunternehmer sind die Melkkuh von allen (Ok, wir zahlen das so oder so).
Wenn!
GibmirZucker, Montag, 11.08.2014, 22:53 (vor 4257 Tagen) @ kimba2k
Subunternehmer sind die Melkkuh von allen (Ok, wir zahlen das so oder so).
Was spornt aber ein Unternehmen an, für MFB zu fahren? Mit Tourismusverkehr, staatlichen Aufträgen etc. könnte man doch gut leben. Würde keine Aussicht auf Gewinn bestehen, warum sollte da jemand überhaupt mitmachen? Andererseits hört man hin und wieder von Unternehmen, die ihre Kooperation mit MFB/Flix beenden. Und regional scheint auch die Verteilung ungleich zu sein. Meinfernbus bietet ja sogar eine Karte:
http://meinfernbus.de/uber-uns/unsere_buspartner.html
In Thüringen überhaupt kein Buspartner (Sachsen und Sachsen Anhalt nur wenige, kein Vergleich zum Rest). Warum ist das so? Ich habe gerade kürzlich bei den Busjunkies im Forum aufgeschnappt, dass für Meinfernbus aus Erfurt nach Berlin Firmen aus Niedersachsen und Bremen fahren. Warum keine lokalen Anbieter? Dem Fahrer muss dann ja die Übernachtung gezahlt werden. Busunternehmen gäbe es ja auch da genügend. Ist Busfernverkehr nur etwas für Firmen, die sowiso knapp kalkulieren, um es nett auszudrücken, und deshalb als Verzweiflungstat dann für Meinfernbus fahren?
Wenn!
kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Montag, 11.08.2014, 23:54 (vor 4256 Tagen) @ GibmirZucker
Kann ich Dir sagen, die lokale Auftragslage. Ein Unternehmer kann sich solche Experimente leisten, wenn er die Kompensation irgendwoher kriegt.
Die Kompensation kann auch gerne Aufträge von Kommunen sein, z.B. Schüler von Grundschule X zum Schwimmbad (ok das war vor 30 Jahren bei mir so), die modernen Reisebusse kauft genau dafür sicher keiner.
Motivation?
Kundenzug, Dienstag, 12.08.2014, 10:30 (vor 4256 Tagen) @ kimba2k
bearbeitet von Kundenzug, Dienstag, 12.08.2014, 10:34
Warum sollte jemand die Gewinne aus einer Sparte in eine neue Sparte stopfen, wenn derjenige nicht daran glaubt, dass sich die neue Sparte bald rentiert?
Ich tippe darauf, dass es jetzt schlicht darum geht, sich in einem jungen, stark entwickelnden Markt, Marktanteile zu sichern. Das würde dann Sinn machen, wenn man davon ausgeht, dass man später Marktanteile deutlich einfacher verteidigen, als gegen die etablierte Konkurrenz gewinnen können wird.
Außerdem wird es gerade für alle Fernbusanbieter darum gehen, schnell dazu zu lernen und ihr Geschäftsmodell weiter zu entwickeln, um für sich eine nachhaltige Marktposition zu finden und zu besetzen.
Man möge sich an die Anfangszeit des Lebensmitteldiscounters aus Neckarsulm erinnern. Die haben zum Anfang sehr viele Konzepte getestet, um das passende Konzept zu finden, mit dem sie sich neben dem etablierten Konkurrentenpaar etablieren konnten
Die Frage wird unterm Strich sein, was die Dienstleistung der Fernbusse in den Augen der Kunden ausmachen wird. Werden die Fernbusangebote für austauschbar gehalten oder schaffen es die Anbieter mit ihrem Angebot Kunden an sich zu binden?
Sollte es dazu kommen, dass die Kunden nur über den Preis selektieren, wäre es gut möglich, dass die Rechnung nicht aufgeht und dass auf aggregierten Buchungsplattformen lauter Kleinanbieter als Preisnehmer den Markt bedienen. Sollten die Kunden hingegen anfangen die Marken der Fernbusunternehmen mit Mehrwerten zu verbinden und diese bei der Auswahl zu berücksichtigen, so könnte sich die heutige Investition in Marktanteile durchaus lohnen.
PS.: Ich gehe fest davon aus, dass keiner der Fernbusanbieter nach 3 Jahren mit der Unternehmensstrategie unterwegs sein wird, die er ursprünglich in seinem Businessplan stehen hatte. Sie werden sich aufgrund eines Lernprozesses alle maßgeblich verändert haben.
Motivation?
Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 12.08.2014, 10:47 (vor 4256 Tagen) @ Kundenzug
Unglaublich, ich lese einen Beitrag von Dir und nicke zustimmend. ;-)
Die Frage wird unterm Strich sein, was die Dienstleistung der Fernbusse in den Augen der Kunden ausmachen wird. Werden die Fernbusangebote für austauschbar gehalten oder schaffen es die Anbieter mit ihrem Angebot Kunden an sich zu binden?
Ich denke, nach momentanem Stand ist das alles recht austauschbar. Eine Kiste auf Rädern, Sitze mit vergleichbaren Abständen, Steckdosen, WLAN, Miniklo und Kühlbox beim Fahrer. Solange nicht ein Anbieter mit "Goodies" ;-) kommt oder ein anderer Anbieter durch katastrophale Sicherheitsmängel in Ungnade fällt, wird der Kunde "mit dem Bus" reisen. Dann spielen nur Abfahrts- und Ankunftszeiten, Preis und Ziel eine Rolle bei der Auswahl. Die Fahrzeiten von A nach B sind systembedingt (Entfernung, Höchstgeschwindigkeit) ohnehin kein Merkmal, um die Marken zu differenzieren. Höchstens über die angefahrenen Zwischenhalte gibt es noch Unterschiede.
Als Nichtkunde da aber eventuell auch einen falschen Eindruck habende Grüße
der Colaholiker
Literaturstellen zur (nicht nur) Fernbuskostenstruktur
heineken, Montag, 11.08.2014, 12:51 (vor 4257 Tagen) @ lenasblau
In ETR 2013/01 findet sich ein erschöpfend das ganze Thema Fernbus vs. Fernbahn vergleichender Aufsatz von Breimeier, »Der Fernlinien-Omnibus - die kostengünstige Alternative zur Eisenbahn?«
Dieser Aufsatz ist absolut lesenswert.
Eine Kurzfassung (!) hieraus findet man in den GRV-Nachrichten, Folge 96 (Seite 25ff).
Sofern sich alle bekannten Verfasser zu (ernstzunehmenden) Kostenrechnungen des Fernbusverkehrs nicht auf wundersame Weise verrechnet haben, verbrennen die Fernbusbetreiber bei Erlösen von wenigen Cent /Pkm konstant Geld.
(Wäre nicht das erste Beispiel in einem neu entstehenden Markt mit vglw. niedrigen Eintrittsbarierren.)
D.h. früher oder später wird es zum einen zu einer Konsolidierung der Anbieter und zum anderen zu höheren durchschnittlichen Preisen kommen (müssen).
Literaturstellen zur (nicht nur) Fernbuskostenstruktur
Henrik, Montag, 11.08.2014, 13:22 (vor 4257 Tagen) @ heineken
In ETR 2013/01 findet sich ein erschöpfend das ganze Thema Fernbus vs. Fernbahn vergleichender Aufsatz von Breimeier, »Der Fernlinien-Omnibus - die kostengünstige Alternative zur Eisenbahn?«
Dieser Aufsatz ist absolut lesenswert.
ERI, nicht ETR. seine Veröffentlichungen in der ETR sind doch etwas sehr älteren Datums. -.-
obs erschöpfend, allumfassend & absolut lesenswert ist, soll dann jeder selbst entscheiden,
als Diskussionsgrundlage ist es gewiss empfehlenswert, den Artikel zu lesen.
Sofern sich alle bekannten Verfasser zu (ernstzunehmenden) Kostenrechnungen des Fernbusverkehrs nicht auf wundersame Weise verrechnet haben, verbrennen die Fernbusbetreiber bei Erlösen von wenigen Cent /Pkm konstant Geld.
die Fernbusbetreiber nun nicht unbedingt,
so wird für dieses Jahr ja durchaus mit Gewinn gerechnet.
D.h. früher oder später wird es zum einen zu einer Konsolidierung der Anbieter und zum anderen zu höheren durchschnittlichen Preisen kommen (müssen).
nicht zwingend.
die Auslastung soll ja auch nicht grade die höchste sein derzeit.
Konsolidierung & Abnahme der Dynamisierung gewiss, ja.
Literaturstellen? weitere Artikel? oder Link auf Kurz- wie Langfassung?
Mein Fernbus, z.B. lässt andere fahren
kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Montag, 11.08.2014, 21:04 (vor 4257 Tagen) @ lenasblau
Bei dieser Reise kann der Veranstalter keinen Gewinn machen.
Kurz gerechnet: 17 Euro mal angenommen 40 Gäste (wäre schon eine gute Auslastung) macht 680 Euro Einnahme.
Der Veranstalter (MeinFernbus) schon, der Betreiber eher nicht, was dem Veranstalter, wenn er groß genug ist aber egal ist.
Der Betreiber (alles eher kleinere Unternehmen) erhöht seine Auslastung, holt sich Verluste aus dem MeinFernbusgeschäft von anderen Kunden oder den Kommunen (Schulen etc.) wieder rein, oder setzt die platt von der Steuer ab, bekommt dafür aber Festverträge mit einem großen Veranstalter und mehr Umsatz, was beides bei den nächsten Leasing/Finanzierungsrunden nicht verkehrt ist.
Um die Ecke rum, könnte man das als Subvention bezeichnen, wie beim Bahnnahverkehr auch, nur unter der Decke.
Wie andere Anbieter fahren oder fahren lassen, kann ich nicht sagen. Es wird sich aber sicher nicht viel anders Darstellen. Post/ADAC hätten genug Geld in der Kasse, um das selbst zu machen. Ob sie es tun, keine Ahnung.