Was passiert in der Gastro-Logistik wirklich? (Allgemeines Forum)

moonglum, Hagen, Sonntag, 20.07.2014, 15:44 (vor 4492 Tagen)

Nur drei Beispiele von viel zu vielen:
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Gestern im IC 2005
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IC 2005 kommt pünktlich in Düsseldorf an, ein voll gesperrter A-Klasse Wagen, aber im unterschied zu den Ferien-IC nach Sylt und Fehrmarn gibt es hier wenigstens ein Bistro mit Klimaanlage - aber mit defekter Kühlung, es gibt also zum Frühstück Kaffeee, Brötchen, Konfitüre, Nutella, Honig, keine Butter etc. pp. Aber die herzlich gute Laune der Gastro-Dame reisst alles wieder raus. Ausserdem - für Köln ist Nachschub bestellt. Allerdings ist das Bistro nun für Gäste praktisch gesperrt, da dort auf Hochsesselchen und im A-Teil die Gäste mit Reservierungen für den defekten A-Wagen dicht an dicht sitzen und missmutig vor sich hin starren.

In Köln kommt der neue Kollege, es kommt - hurraaaa - neue Ware, aber ein entsetzter Ruf des neune Gastro-Mannes:
Ich hab ja gar nichts für's Mittagessen dabei, nicht einmal Baguettes, es fehlt ja all das hier von der Bestell-Liste....
Oh man......

Der Gastro-Mann versucht Nerven zu behalten, bestellt für Mannheim als letzte Möglichkeit, wohlwissend, dass dort nur eine Art Notfalllogistik für den Gastrobereich existiert. Auf die Frage, ob er glaube, dass Ware dort komme, ist er sehr unsicher.
Wer weiss das schon....

Reihenweise marschieren potenziell kaufwillige Gäste wieder davon, aber mancher nimmt ein warmes Bierchen mit zum Platz....
Ich habe versucht von Köln bis zum Ausstieg in Bingen zu überschlagen, was an Umsatz entgangen ist:
C.a. 500.- Euro (Getränke gab es ja).

Andere technische Probleme überschatten dann das Thema.
Lok ab- und wieder Aufbügeln in Bonn, Wagen aussetzen in Bingen, in der Binger Sonne sich aufheizen ohne Klimaanlage dank abgestellter Stromversorgung....

Szenenwechsel zum ICE 26
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ICE 26 verlässt gestern das sommerliche Wien mit Ziel Nürnberg-Frankfurt-Köln-Hagen-Hamburg.
nachdem eine Weichenstörung bei Passau schon einmal für Verspätung und langes Stehen in praller Mittagssonne gesorgt hatte und die Temperaturen drastisch steigen und die Klimaanlagen drinnen nacheinander ausfallen, ist man gezwungen den ICE-T in Nürnberg aufzugeben und in einen Ersatzzug umzusteigen - ebenfalls ein ICE-T....

Wegen Ausfall der Kühlung im WR gab es bis dahin nix Gescheites zu essen, und welche Überraschung:
Auch im "neuen" ICE-T ist selbige Kühlung im Eimer - es gibt nur eine Notration, beispielsweise die insbesondere bei diesem warmen Wetter weithin gefürchtete

VOLLKORNSCHNITTE.

Immerhin: Die Klimaanlage läuft UND es gibt dieses Mal wirklich angenehm kalte Getränke. Ist wie ein 6er im Lotto.

Das Gastro-Personal bestellt konsequent neue Ware, zumindest Sandwiches, Baguettes etc. für Frankfurt.
ICE 26 erreicht FFM mit etwa plus 50.
Es wird keine bestellte Ware geliefert.

ICE 26 verlässt FFM mit plus 70. Das Gastro-Personal bestellt nun selbige Ware für Köln. Köln wird mit nur noch plus 56 erreicht.
Es wird keine bestellte Ware geliefert.

Das Gastro-Personal fährt von Wien bis EDO, und es hat einiges erlebt und vor Allem:
Sie haben selbst noch nichts gegessen seit Wien, da sie das Wenige, was vorrätig war, an die Reisenden verkauft haben.

Es gab gestern sehr nette Gespräche mit dem Personal, allen war heiss, alle waren abends fix und alle....
aber eines bestätigten ALLE:

Es ist definitiv NIEMANDEM klar, wieso oft, eigentlich IMMER ÖFTER, bestellte Ware an den entsprechenden Bahnhöfen einfach nciht da ist, nicht abgeliefert werden konnte, fehlerhaft abgeliefert worden ist, etc. pp. Keiner versteht es....

EC9 vor einigen Tagen:
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Der APS-Mann aus Basel hat am Morgen in Hamburg keinerlei Kaffee/Heisswasser/Ware geliefert bekommen, zum wieder- wieder- wiederholten Male. Was in Basel IMMER klappt, klappt in Hamburg IMMER ÖFTER NICHT.

Er bestellt via Zugchef neu für Dortmund.
Er bekommt Nichts geliefert.

Er bestellt via Zugchef neu für Köln.
Er bekommt Nichts geliefert.

Er gibt es auf und hilft mittags im SBB-Speisewagen aus.

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Was würde in meiner alten Firma geschehen, wenn wir vergleichbar fehlerhaft gearbeitet hätten:
Vorladung der Mitarbeiter und der entsprechenden Vorgesetzten, intensives Gespräch.
Projektgruppe TECHNIKVERBESSERUNG wäre unter größten Erfolgszwang geraten.
Projektgruppe Gastro-Logistik hätte ebenfalls mächtig Nachsitzen dürfen, denn dahinter steht das, was üblich ist:
Sofortige Entlassung in Wiederholungsfall....

Beschäftigt die DB vorsätzlich Nieten und Nullen im Gastrobereich?
Ist das DB eigene Gastrocontrolling so unendlich schlecht oder/und nachlässig?
Ist die Organisation im Backoffice so katastrophal?

Und vor Allem:
Wie rechtfertigt man die andauernden Umsatzausfälle durch solche Fehler in Technik und Logistik?

Möglichkeit 1:
Dummheit im Management

Möglichkeit 2:
Ignoranz
(letztlich Möglichkeit 1 in anderer Verpackung)

Möglichkeit 3:
Ist gewollt im Sinne der mittelfristigen Auflösung des Gastrobereiches.

Dahingehend:
Stufe A: Ad absurdum führen des Angebotes durch Verflachung des Angebotes, zu wenig Ware im Zug, keine Lieferungen oder fehlerhafte Lieferungen mit dem Ziel, dass der KUNDE sich andere Wege der Verpflegung sucht, Ausfall der Wagen oder das wochenlange Fahren lassen von Wagen mit Kühlungsausfall etc. durch das Land...

Stufe B: Abstellen der Gastrowagen oder nur noch Getränkeangebot und Schokoriegelchen....

Oder ist alles gar GANZ GANZ anders?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

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Kann ich nur bestätigen...

br120fanboy, Sonntag, 20.07.2014, 16:03 (vor 4492 Tagen) @ moonglum

Gestern im ICE 586 kaum vorhandene Sachen,da wurde auch um 19 Uhr das glaube Frühstücksrührei gemacht,weil wenigstens dass vorhanden war...
Es ab keine Bayrischen Spezialitäten aber immerhin funktionierte die Klimaanlage :D

Aber ich finde es genauso Katastrophal wie die Bahn mit falsch gereihten Zügen umgeht oder auch mit ausgefallen Reservierungsanzeigen...

Die DB muss asap raus aus dem Gastro-Business

geko, München, Sonntag, 20.07.2014, 16:41 (vor 4492 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von geko, Sonntag, 20.07.2014, 16:42

Lieber moonglum,
ich habe für mich die einzig mögliche Antwortmöglichkeit gefunden: Inkompetenz gepaart mit Ignoranz. Die Deutsche Bahn hat keinerlei Kompetenzen für einen reibungslose Logistik im Catering-Bereich. Man spielt ein bisschen Bistro/Restaurant ohne jedoch überhaupt einen blassen Schimmer von den dafür notwendigen Prozessen und Rollen zu haben.

Ich fahre jede Woche München-Köln und retour, dazwischen geht's gerne auch noch einmal nach Hamburg/Berlin. Bei mindestens jeder zweiten Fahrt (ich protokolliere inzwischen in Excel mit) gibt es massive Probleme, insbesondere bei der Warenlieferung.

Es gibt mE nur einen Ausweg: Die DB muss alsbald sämtliche Aktivitäten im Gastro-Bereich einstellen und diese Dienstleistung ausschreiben. Von mir aus können auch alle Preise um 25-50% ansteigen dadurch, Hauptsache es gibt endlich einen verlässlichen Service.

LSG und SCK zeigen wie es gehen kann und sollte.

Mitropa! owT.

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 16:47 (vor 4492 Tagen) @ geko

- kein Text -

Die DB muss asap raus aus dem Gastro-Business

moonglum, Hagen, Sonntag, 20.07.2014, 17:00 (vor 4492 Tagen) @ geko
bearbeitet von moonglum, Sonntag, 20.07.2014, 17:01

Danke für den Beitrag, ich halte es vermutlich deswegen kaum für möglich, dass

UNERFAHRENHEIT, IGNORANZ UND INKOMPETENZ

dahinter stehen sollen, da in unserer Branche es im Wiederholungsfall ganz schnell ginge:

Abmahnung, Arbeitsgericht, fristlose Kündigung, Vertragsstrafen....

Insofern lande ich gar bei Gedankenspielen zum Thema

VORSATZ...

Aber vielleicht ist es wirklich vor Allem:

UNERFAHRENHEIT, IGNORANZ UND INKOMPETENZ

Also wenn das CATERING outgesourced wird, stehe ich gerne als Beratungsperson bereit - gegen adäquate Bezahlung versteht sich.

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
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Die DB muss asap raus aus dem Gastro-Business

moonglum, Hagen, Sonntag, 20.07.2014, 17:13 (vor 4492 Tagen) @ geko

Vor Allem wenn man dann die

ZWEI EISIGEN HERREN

sieht, die ab und an als Controlling im WR herum schleichen, Abrechnungen kontrollieren etc.

Widerliche Gestalten - Grauenhafte Ausstrahlung:
Angstmacher der alten Schule....

Wenn solche Pfeifen auch in der Ebene der Planer und der Entscheider stecken sollten, dann wundert mich wahrlich Nichts mehr.

--
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Der Fisch stinkt vom Kopfe her...

Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 18:30 (vor 4492 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 18:34

Hallo!

Vor Allem wenn man dann die

ZWEI EISIGEN HERREN

sieht, die ab und an als Controlling im WR herum schleichen, Abrechnungen kontrollieren etc.

Widerliche Gestalten - Grauenhafte Ausstrahlung:
Angstmacher der alten Schule....

Wenn solche Pfeifen auch in der Ebene der Planer und der Entscheider stecken sollten, dann wundert mich wahrlich Nichts mehr.


Es ist doch mehr als offensichtlich, dass es in dem Konzern von vorne bis hinten nicht rund läuft. Weltfremde Plüschetagenentscheidungen und -konzepte, die die frustrierte Basis ausbaden soll. Und dazwischen eine Unmenge an Verwaltung, die dank Atomisierung in Firmen, Firmchen und Unterfirmchen ausreichend mit sich selbst beschäftigt ist; Hauptsache, die Aktenlage ist stimmig. Und solange die Unternehmensführung weiter weltentrückt vor sich hinträumen darf und munter über die globale Herrschaft sinnieren darf und dies vom Eigentümer nicht weiter beanstandet wird, muß man sich doch nicht wundern, dass es da wenig interessiert, dass "moonglum" wieder nix zu Beißen hat im Zug. Warum kapiert er es auch nicht und organisiert sein (Bahn-)Leben endlich anders?

Ich behaupte nicht, dass es woanders besser ist, weiß Gott nicht, aber hier bekommt man es eben als Kunde quasi zwangsläufig hautnah mit. Wie war das neulich noch - nie war die Bahn pünktlicher als derzeit? Ich habe mal grad nur spaßeshalber in RIS für mein Heimatstädtchen geschaut. Im Angebot: IC +100, der unterwegs dann aufgegeben wird, IC fällt aus, IC + 50, IC +20, IC +30. Und ein RE mit gigantischen Fahrzeitreserven, der trotzdem +11 hat. Und das an einem stinknormalen Sommertag - in den Verspätungsbegründungen taucht nicht einmal das Wörtchen "Unwetter" auf. Was willst Du denn bei solchen "Leistungen" noch erwarten? Und diese "Leistungen" werden ja mehr oder weniger heftig TÄGLICH geboten! Nicht mal nachts um 00:18 Uhr im völlig leeren Bremer Hbf können sie einen RE rechtzeitig bereitstellen.


Ich ziehe wirklich ehrlich vor den Mitarbeitern meinen Hut, die da immer noch versuchen, ihr bestes zu geben und engagiert sind!

Ich habe allerdings auch genauso viel Verständnis für jeden Mitarbeiter, der da längst resigniert hat und einfach nur noch sein Ding macht; fertig.

Ich habe jedenfalls beschlossen (okay, eine Krankheit gab den letzten Ausschlag), mir die Bahn nicht mehr anzutun. Es macht schlicht keine Freude mehr; die Unzuverlässigkeit ist viel zu gravierend und ich bin es auch mehr als leid, mich STÄNDIG mit irgendwelchen Störungen herumschlagen und -plagen zu müssen. Vernünftige, zuverlässige Planungen sind nicht mehr möglich; ewig muß man Stunden früher losfahren, um einigermaßen sicher zu sein, pünktlich am gewünschten Ort anzukommen. Und ständig kommt man nach Pflichterfüllung später nach Hause als geplant. Die Nerven, die mich all das kostet, will ich mir trotz aller Liebe zur Bahn und zur Aufgabe auf Dauer nicht ruinieren; geht auch nicht, das macht nur unzufrieden und aggressiv, was auch die netten Gespräche mit Kunden und Personal nicht mehr rausreißen können.

Und all das bezieht sich jetzt beileibe nicht nur auf die DB - auch die "Privatbahnen" bringen regelmäßig "Leistungen" zustande, über die man nur den Kopf schütteln kann. Die sind diesbezüglich keinen Deut besser!

Und so geht das System Bahn munter den Bach runter, weil die Quadratur des Kreises nun mal nicht funktioniert: Vielfalt und Wettbewerb und Kostenvermeidungsdenken an allen Ecken und Enden verträgt sich nun mal nicht mit einem intergrierten, netzweiten Fahrschein- und Fahrplanwesen. Die Zustände sind daher quasi zwangsläufig. Und es fehlt jeglicher Druck, dass diese sich ändern. Stattdessen feiern sich alle selbst: Bahn und Private, weil sie "Gewinne" machen; der Staat, weil er den Bürgern vorgaukelt, Bahn könne ein Gewinngeschaft sein; die diversen Mitarbeiter in unendlich viele Plüschetagen und Bestellerorganisationen ihre Arbeitsplätze. Der gemeine Fahrgast hat zu fast 99% längst aufgegeben, sich über all das aufzuregen. Man nimmt es hin im Wissen, es nicht ändern zu können. Der ein oder andere besch.... dann eben mit kreativen Fahrkarten oder unberechtigten Fahrscheinerstattungsversuchen; andere holen sich die Unannehmlichkeiten an anderer Stelle wieder (so kann man Steuerbetrug z.B. für sich selbst und das eigene Gewissen prima legalisieren).

Die-Hoffnung-auf-eine-Besserung-längst-aufgegeben-habende Grüße von

jörg

Thema verfehlt. OwT.

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 18:36 (vor 4492 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

Dennoch viel Wahres. Leider.

musicus, Sonntag, 20.07.2014, 18:40 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

- kein Text -

Bahnbashing pur.

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 18:45 (vor 4492 Tagen) @ musicus

Hatten gestern ein gutes Erlebnis mit der Bahn auf der Fahrt von Osnabrück nach Stumsdorf bei Köthen und wieder zurück. Guter Service im Speisewagen zwischen OSnabrück und Hannover.
Alle Züge waren pünktlich und verspätungsaufholende Fahrt zwischen Stendal und Hannover trotz 38 Grad im Bimz mal wieder ein Erlebnis.

Bahnbashing pur.

moonglum, Hagen, Sonntag, 20.07.2014, 18:57 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

Das ist sehr erfreulich, es ist auch kein Bahnbashing, was ich schreibe sondern es ist recht differenziert dargestellt, und ich rate Dir bei Interesse dem Hinweis nachzugehen und zu forschen, was das Personal sagt.

Oder versuchst DU es hier gar mit Erstsemester-Rhetorik?
Oder fährst so gut wie nie oder bist mit sehr Wenigem wie 38 Grad im Bim-Wagen zufrieden?
Dann bist Du leider Angehöriger einer minimalen Minorität - auch gut.
Allzeit gute Fahrt!

--
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Bahnbashing pur.

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 19:06 (vor 4492 Tagen) @ moonglum

Man sollte das etwas entspannter sehen. Zudem ging es hier doch um die Logistik im Speisewagen.
Ich bin trotz aller Schwierigkeiten mit dem System Bahn zufrieden.

Bahnbashing pur.

moonglum, Hagen, Sonntag, 20.07.2014, 19:13 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

Nein, und weisst Du warum nicht?
Weil es UNÜBERSEHBAR IMMER SCHLIMMER WIRD....

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Bahnbashing pur.

feiyang, Sonntag, 20.07.2014, 20:03 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

Man sollte das etwas entspannter sehen. Zudem ging es hier doch um die Logistik im Speisewagen.
Ich bin trotz aller Schwierigkeiten mit dem System Bahn zufrieden.

Ja, vor einiger Zeit habe ich das durchaus entspannt gesehen. Wenn ich allerdings regelmäßig nach einer anstrengenden Woche mit Anschlussverlusten und massiven Verspätungen garniert mit Wagenausfällen bzw. Saunawagen zu kämpfen habe, dann hört der Spass definitiv auf.
Trotzdem gilt meine Anerkennung und Hochachtung den Mitarbeitern an der Basis, die oftmals trotz widriger Umstände einen hervorragenden Job machen.

Die Mitarbeiter sind nicht das Problem

ALR997, Sonntag, 20.07.2014, 23:42 (vor 4491 Tagen) @ feiyang

Wie es ja schon Jörg und viele andere gesagt haben: das Problem kommt von irgendwoher und die Mitarbeiter müssen es ausbaden. Haben teils nichtmal Verpflegung für sich selbst und müssen sich gleichzeitig ausbuhen lassen, weil die Anderen es nicht hinbekommen auf einer Fahrt quer durchs ganze Land an einem Bahnhof den Zug mit Nachschub zu versorgen.

Ganz ehrlich: ich rege mich selbst oft über das Personal auf, aber ich könnte auch verstehen, wenn einige von ihnen in naher Zukunft einen Nervenzusammenbruch erleiden:
-Druck von außen (sind diese Storys von Testkunden der DB eigentlich Realität oder nur Angstmache?)
-Druck von den Kunden ("Warum fahren Sie nicht schneller?", "Warum haben wir Verspätung?")
-Druck vom Fahrzeug (Klimaanlage, Türen, Gastro, die Liste ist unendlich!)

Da bekommt man sicher ab und zu den Eindruck, dass der eigene Arbeitgeber einem in den Rücken fällt!

Die Mitarbeiter sind nicht das Problem

EC 178, Montag, 21.07.2014, 07:05 (vor 4491 Tagen) @ ALR997
bearbeitet von EC 178, Montag, 21.07.2014, 07:09

Ganz ehrlich: ich rege mich selbst oft über das Personal auf, aber ich könnte auch verstehen, wenn einige von ihnen in naher Zukunft einen Nervenzusammenbruch erleiden:
-Druck von außen (sind diese Storys von Testkunden der DB eigentlich Realität oder nur Angstmache?)

Ich kann Dir versichern, daß sie Realität sind. Und dann gibt es da noch die Gruppenleiter. Es gibt einige wenige richtig gute, die bei Bedarf auch kräftig mit anpacken und die hinter ihren Leuten stehen. Der weitaus größte Teil ist aber als Führungskraft mit Personalverantwortung völlig ungeeignet. Das beginnt damit, einen Zettel an die Mitarbeiter nicht grammatikalisch und orthographisch fehlerfrei verfassen zu können, geht über ALLES "schön reden" bis zum gezielten mobben und schikanieren einzelner Mitarbeiter.
Ich könnte noch stundenlang schreiben, lasse es aber besser....

-Druck von den Kunden ("Warum fahren Sie nicht schneller?", "Warum haben wir Verspätung?")

Oooh ja......

-Druck vom Fahrzeug (Klimaanlage, Türen, Gastro, die Liste ist unendlich!)

Richtig. Das Personal schwitzt bei Klimaanlagenausfall genauso und freut sich ganz besonders das Notfallwasser sechs Wagen weit schleppen zu dürfen. Furchtbar..... :-( Von allen anderen Störungen fange ich gar nicht erst an.

Da bekommt man sicher ab und zu den Eindruck, dass der eigene Arbeitgeber einem in den Rücken fällt!

Den habe bzw. hatte ich beinahe jeden Tag.

Als Konsequenz daraus (gut, es kamen noch andere Dinge hinzu) habe ich der Firma, die die weißen Züge betreibt, den Rücken gekehrt. Eisenbahn ist es immer noch, was anderes kommt für mich auch nicht infrage.
Aber dieses alltägliche Theater konnte und wollte ich mir nicht mehr antun.

Privat fahre ich nach wie vor sehr gerne Zug, auch und gerade Fernverkehr.

Gruß
EC 178

Die Mitarbeiter sind nicht das Problem

moonglum, Hagen, Montag, 21.07.2014, 15:11 (vor 4491 Tagen) @ ALR997

Sie erleiden selbige Zusammenbrüche des öfteren, vll. öfter als Du es denkst, sie nehmen mehr Psychopharmaka, als man meinen sollte, insb. auf ICE3-Dienst-Strecken. Das erfährt man als zuhörender Vielreisender sehr sehr schnell..... leider :-(

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Testkunden...

Blaschke, Montag, 21.07.2014, 20:01 (vor 4491 Tagen) @ ALR997

Hallo!

-Druck von außen (sind diese Storys von Testkunden der DB eigentlich Realität oder nur Angstmache?)

Sie sind Realität.

Selbst dabei gewesen: Ein Bekannter als Schaffner im NRW-Nahverkehr. Türen zu, Schaffner steht an der noch offenen Tür. Kunde kommt angerannt: Darf ich noch schnell mit? Klar, geht. Im Zug dann hechelt: Ich habe keinen Fahrschein mehr kaufen können, kann ich bei Ihnen eben bis zum Flughafen nachlösen? Eigentlich verboten, aber der Schaffner ist freundlich und verkauft ihm den Fahrschein.

Tja, war dummerweise ein Testkunde. Der Schaffner bekam mächtig Ärger. Danach (bzw. nach einem anderen Vorfall) hatte sich das Thema für ihn erledigt. Es wurde gnadenlos eskaliert und 40er geschrieben, auch wenn die 85-jährige Oma in Tränen ausbricht und der ganze Zug ihn herzlos schimpft. Oder, wenn er grad keine Lust hatte (was zunehmend öfters vor kam), der Gang in den Steuerwagenführerstand.

Mittlerweile hat er dort auch aufgehört. In einer Firma mit derartiger Unternehmenskultur wollte er dann doch nicht weiter werkeln.

Da bekommt man sicher ab und zu den Eindruck, dass der eigene Arbeitgeber einem in den Rücken fällt!

Der Eindruck täuscht nicht. Die Mitarbeiter an der Front sind in den Augen der Chefs nur dümmliche Idioten, die man ständig drangsalieren und triezen muß, damit sie überhaupt zu etwas nutze sind. Dazu kommen dann menschenverachtende Dienstpläne, wo ich mir immer wünsche, dass die, die sie erstellt haben, mal selbst für mehrere Monate (nicht mal nur ein Tag) die Schichten fahren - wetten, dass die Pläne in Nullkommanichts geändert würden?


Schöne Grüße von

jörg

Testkunden...

moonglum, Hagen, Montag, 21.07.2014, 20:12 (vor 4491 Tagen) @ Blaschke

Als ich hörte, wie die Schichtfolge des Gastroteams im 26er ist, mein Gott, dachte ich nur....
Was für ein Hammerjob!

Ich bewundere, um so mehr, wie sich die Leutchen, die ich seit Jahrzehnten teils kenne, die gute Laune erhalten.

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Dienstpläne

Reservierungszettel, KDU, Montag, 21.07.2014, 20:23 (vor 4491 Tagen) @ Blaschke

Der Eindruck täuscht nicht. Die Mitarbeiter an der Front sind in den Augen der Chefs nur dümmliche Idioten, die man ständig drangsalieren und triezen muß, damit sie überhaupt zu etwas nutze sind. Dazu kommen dann menschenverachtende Dienstpläne, wo ich mir immer wünsche, dass die, die sie erstellt haben, mal selbst für mehrere Monate (nicht mal nur ein Tag) die Schichten fahren - wetten, dass die Pläne in Nullkommanichts geändert würden?

Das wird wohl nicht so einfach möglich sein da die Pläne sehr stark Computerbasiert erstellt werden.

Der "Mensch" gibt sozusagen nur die Maximalen Zeiten ein und sagt zum Computer erstell mir mal was schönes, daher entstehen auch so Interessante Dienste bei denen Kölner ZuB in Dortmund übernachten und umgekehrt.

Neuerdings kann man sich auch bestimmte Dienste wünschen aber ob das immer geht ist fraglich - irgendeiner muss die Super-lang-Schichten ja fahren.

Grüße Andreas

Dienstpläne

Blaschke, Montag, 21.07.2014, 20:31 (vor 4491 Tagen) @ Reservierungszettel

Hallo!

Dazu kommen dann menschenverachtende Dienstpläne, wo ich mir immer wünsche, dass die, die sie erstellt haben, mal selbst für mehrere Monate (nicht mal nur ein Tag) die Schichten fahren - wetten, dass die Pläne in Nullkommanichts geändert würden?


Das wird wohl nicht so einfach möglich sein da die Pläne sehr stark Computerbasiert erstellt werden.

Dann muß man den Computer eben entsprechend programmieren... Ich sehe da keine größeren Probleme.

Neulich las ich, dass bei irgendeinem Verkehrsbetrieb in NRW die Fahrer alle Schichten bewerten müssen - rot, gelb, grün. Es kristallisierten sich dann logischerweise diverse "rote" Schichten heraus. Es soll wohl eine Betriebsvereinbarung geben, dass man diese Schichten nach und nach nun ändert.

Der "Mensch" gibt sozusagen nur die Maximalen Zeiten ein und sagt zum Computer erstell mir mal was schönes, daher entstehen auch so Interessante Dienste bei denen Kölner ZuB in Dortmund übernachten und umgekehrt.

Ja, nur schaut kein Praktiker mal ausführlich über die Pläne. Sind ja gesetzeskonform - also ist alles gut.

Neuerdings kann man sich auch bestimmte Dienste wünschen aber ob das immer geht ist fraglich - irgendeiner muss die Super-lang-Schichten ja fahren.

Die gibt's dann auf Dispo. Bei 250 Überstunden dann eben 3 (Dispo-)Tage hintereinander 5:30 Uhr - 17:30 Uhr auf dem NRW-RE 6. SO motiviert man...

Schöne Grüße von

jörg

Nicht meine Aufgabe!

ktmb, Dienstag, 22.07.2014, 13:50 (vor 4490 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von ktmb, Dienstag, 22.07.2014, 13:53

Es ist nicht meine Aufgabe, empirische Studien über die Zufriedenheit des Personals mit ihrem Arbeitgeber anzufertigen. Ich wollte nur grundsätzlich ausdrücken, dass ich mit dem, was ich von der Bahn geboten komme, zufrieden bin.

Wir dürfen nicht vergessen, dass Deutschland kein Bahnland ist. Das mag in der Schweiz anders sein.

schreibt der HKX-Basher *scnr* :-)

Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 19:38 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

- kein Text -

schreibt der HKX-Basher *scnr* :-)

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 19:40 (vor 4492 Tagen) @ Blaschke

HKX scheint sich erledigt zu haben. Hoffe jedoch auf andere innovativere Unternehmen.

Sorry...

Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 19:54 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

Hallo!

HKX scheint sich erledigt zu haben. Hoffe jedoch auf andere innovativere Unternehmen.

Nur weil Du einmal mit den Stornobedingungen beim HKX nicht einverstanden warst, dann das Ende des HKX herbeisehen zu wollen - sorry, da kann ich die Kritik am Bahn-Bashing nicht ernst nehmen. Wenn ich bei der DB wegen einer einzigen Problematik auch das Ende herbeisehen wollte...

Womit ich da keinesfalls den HKX verteidigen will - wie angedeutet im Beitrag, sind auch die nicht besser als andere Bahnen.


Schöne Grüße von

jörg

Entschuldige bitte ...

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 20:31 (vor 4492 Tagen) @ Blaschke

, es ging mir nicht um die Stornobedingungen. Es ging mir darum, dass HKX etwas versprochen hat, was letztendlich nicht eingelöst werden konnte. Ich erinnere mich noch an das schönen Rendering der Innenaufnahmen in den Firmenfarben des HKX. Sah alles ganz toll aus. Und dann? Museumseisenbahn und Nahverkehrstriebwagen.

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn?

JanZ, HB, Sonntag, 20.07.2014, 18:42 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

Nachdem (gefühlt) so viele Leute hier angekündigt haben, sich "das" nicht mehr anzutun, frage ich mich, ob hier im Bahnforum überhaupt noch jemand Bahn fährt. Außer mir, denn ich kann die negativen Erfahrungen nicht wirklich teilen. Vielleicht fahre ich zu selten, aber das Schlimmste, was passiert, ist, dass ich mal eine halbe Stunde später komme. Aber selbst das tritt keinesfalls mit der Regelmäßigkeit auf, die hier suggeriert wird. Habe ich einfach nur Glück?

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn?

moonglum, Hagen, Sonntag, 20.07.2014, 18:43 (vor 4492 Tagen) @ JanZ

Ja, das hast Du definitiv.

Frag das Personal!

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Bahnfahrer? Ja!

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 20.07.2014, 19:24 (vor 4492 Tagen) @ JanZ

Nachdem (gefühlt) so viele Leute hier angekündigt haben, sich "das" nicht mehr anzutun, frage ich mich, ob hier im Bahnforum überhaupt noch jemand Bahn fährt.

Ja. Für ein Fazit meines D-Passes ist es noch zu früh. Nur soviel: Die stärkste Abweichung vom Fahrplan betrug in den bislang genutzten vier Tagen eine Stunde, und die hat die DB mir geschenkt. ;-) Entgegen steht dem eine halbstündige Verspätung. Es kommt sicher neben der Häufigkeit auch ein wenig darauf an, wie und wo man fährt, was man für einen Eindruck bekommt.


Viele Grüße
Sören

--
[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Du Glückskind...

Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 19:47 (vor 4492 Tagen) @ JanZ

Hallo.

Nachdem (gefühlt) so viele Leute hier angekündigt haben, sich "das" nicht mehr anzutun, frage ich mich, ob hier im Bahnforum überhaupt noch jemand Bahn fährt. Außer mir, denn ich kann die negativen Erfahrungen nicht wirklich teilen. Vielleicht fahre ich zu selten, aber das Schlimmste, was passiert, ist, dass ich mal eine halbe Stunde später komme. Aber selbst das tritt keinesfalls mit der Regelmäßigkeit auf, die hier suggeriert wird. Habe ich einfach nur Glück?

Ja.

Allein bei den 3 letzten Fahrten sah es so aus:

Hinweg + 40
Rückweg + 45
------------
Rückweg + 50
------------
Fahrt fiel von vornherein aus, weil Zubringerzug schon + 45
------------


Abgesehen davon geht es ja nicht nur um die Verspätungen. Diverse Qualitätsmängel, fehlende Wagen etc. tragen ebenfalls nicht zu einer ENTSPANNTEN Bahnreise bei.

Bei DS-O schrieb mal jemand sinngemäß, wer sich über +30 aufrege bei der Bahn, der sei nicht bahn-tauglich. Ist wohl was dran.

Sicherlich gibt es auch Fahrten, die mal planmäßig verlaufen, keine Frage. Nur ist es so, dass die Gefahr der Unplanmäßigkeit mittlerweile viel zu hoch ist. Dass es immer mal ein PU, ein technische Störung geben kann: Geschenkt. Nur passiert ja zumindest in der letzten Zeit VIEL ZU OFT irgendwas. Immer nur Kleinkram, aber dieser dauernde Kleinkram nervt dann irgendwann auch mal. Und anstatt in Ruhe etwas zu dösen, muß ich mir dann die ganzen Entschuldigungs- und Erklärungsansagen anhören. Klar, die sollen ja sein in solchen Fällen - aber es hat dann eben nix mit Erholung und ruhiger Fahrt zu tun. Und da ich in meinen anderen Tätigkeiten schon genug Action habe, brauche ich das bei der Bahn nicht auch noch. Früher zu TMT-Zeiten war das toll, aber im gesetzten Alter habe ich dann doch andere Qualitätsansprüche.


Schöne Grüße von

jörg


übrigens keine Ankündigung, sondern eine - schon umgesetzte! - Tatsache.

Aktuell... - Störung seit 7 Std bekannt ohne Lösung?!??

Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 20:19 (vor 4492 Tagen) @ Blaschke

Hallo!

Wo wir vorhin bei der halben Stunde waren und den Verspätungen in meinem Heimatstädtchen - aktuell meldet das RIS:


EC + 50 : Verzögerungen im Betriebsablauf
IC + 10 : Umleitung (dazu: Andere Reihenfolge der Wagen, Zug ohne Reservierung)
IC fällt aus
IC + 70 : Technische Störung am Zug


Der ausfallende IC ist der 241, der heute aus Amsterdam kommend in Bad Bentheim verendet.

Ich mutmaße mal. Der IC 142 Berlin 14:41 Uhr - Amsterdam ist auf dem gesamten Laufweg ausgefallen; Grund unbekannt. Die Zuglok des 142 wechselt in Bad Bentheim auf den 241. Da unterstelle ich jetzt mal, dass der 241 ausfällt, weil weder Lok noch Personal (Lok- und Zugpersonal) in Bad Bentheim vorhanden ist. Allerdings muß das Problem ja seit mindestens 14:30 Uhr, also zum Zeitpunkt des Starts des 142 bekannt gewesen sein. Oder anders ausgedrückt: Innerhalb von 7 Std. bekommt die DB keinen Ersatz auf die Reihe.


Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

Der 241 hätte in Hannover übrigens Anschluß nach Wiesbaden über Frankfurt. Ein nicht ganz unwesentlicher Anschluß. Jetzt hat die Kundschaft Pech. Kommt erst um 22:50 Uhr in Hannover an statt um 21:18 Uhr. Da fährt nach Süden nix mehr. Wer nach Berlin will, ist um 1:09 Uhr da statt um 23:06 Uhr. Alternativ könnte man die Kundschaft mit der WFB nach Herford schicken - allerdings ist das ein 60-sek-Anschluß auf den IC (21:26 Uhr zu 21:27 Uhr). Dann ist man schon 22:18 Uhr in Hannover. Fährt dann aber auch nix mehr nach Süden.

(Ach so, ja, wer sich auf den letzten Anschluß verläßt, ist ja selbst schuld. Richtig. Ich vergaß. Allerdings kann man das System dann auch gleich beerdigen)


Schöne Grüße von

jörg

Knapp 6 Std. - nicht 7. Wir wollen nicht übertreiben...

Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 20:26 (vor 4492 Tagen) @ Blaschke

- kein Text -

NL- Frankfurt über Hannover?

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 20:34 (vor 4492 Tagen) @ Blaschke

Wer von NL aus nach Frankfurt will, fährt nicht zwingend über Hannover.

Ach Gottchen....

Blaschke, Sonntag, 20.07.2014, 21:17 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

Guten Tag!

Wer von NL aus nach Frankfurt will, fährt nicht zwingend über Hannover.

Ach so. Wäre mir allerdings neu, dass der Zug von Amsterdam bzw. Hengelo bis Hannover und der ICE von Hannover nach Frankfurt jeweils ohne Halt verkehren. Es gibt nämlich auch sowas wie Unterwegshalte. Und man kann davon ausgehen, dass diese auch genutzt werden, denn sonst würden sie ja gestrichen...

Aber wenn man sonst keine Argumente hat...


Schöne Grüße von

jörg

? Bahnfreie Zeit

Steffen, Montag, 21.07.2014, 00:29 (vor 4491 Tagen) @ Blaschke

übrigens keine Ankündigung, sondern eine - schon umgesetzte! - Tatsache.

Fährst Du jetzt überhaupt nicht mehr mit der Bahn? Auch nicht zum Zählen/Befragen?


Da ich nicht ständig mit der Bahn unterwegs sein muss, lassen mich diese ganzen Unregelmässigkeiten eher kalt. Ich kenne mich in meiner Gegend auch genug aus was wohin fährt und kann mich immer irgendwie durchwurschteln. Auf dem Weg zum Bahnhof erwarte ich schon Unregelmäßigkeiten des ICE/IC und mache mir schon mal Gedanken, was wäre wenn. Oft kommt der Zug dann doch halbwegs pünktlich, dann habe ich sogar einen Grund, mich zu freuen :)

Dass man das als "Berufsfahrer" wie moonglum&Co anders sieht ist klar.

Beim Nahverkehr erkenne ich aber ein ganz klares West-Süd-Gefälle: Während in NRW die halbstündige Verspätung quasi schon im Fahrplan mit integriert ist (2 Linien im Stundentakt, von denen dann jede +30 hat - fällt gar nicht auf), fahren zumindest im Großraum Stuttgart (da bekomme ich es mit) die Nahverkehrszüge erschreckend pünktlich. Selbst 4 Minuten-Übergänge kann man ohne Adrenalinausschüttungen durchleben.

--
[image]

Bahnfreie Zeit...

Blaschke, Montag, 21.07.2014, 19:52 (vor 4491 Tagen) @ Steffen

Hallo!

übrigens keine Ankündigung, sondern eine - schon umgesetzte! - Tatsache.

Fährst Du jetzt überhaupt nicht mehr mit der Bahn? Auch nicht zum Zählen/Befragen?

So ist es richtig.


Schöne Grüße von

jörg

Bahnfreie Zeit...

heinz11, Donnerstag, 24.07.2014, 10:10 (vor 4488 Tagen) @ Blaschke

Hallo!

übrigens keine Ankündigung, sondern eine - schon umgesetzte! - Tatsache.

Fährst Du jetzt überhaupt nicht mehr mit der Bahn? Auch nicht zum Zählen/Befragen?


So ist es richtig.

Darf man erfahren, warum? Willst Du nicht mehr, darfst Du nicht mehr, hast Du die interne DB-Norm versaut...;-)

Bahnfreie Zeit...

Blaschke, Donnerstag, 24.07.2014, 19:52 (vor 4488 Tagen) @ heinz11
bearbeitet von Blaschke, Donnerstag, 24.07.2014, 19:54

Hallo!

Darf man erfahren, warum?

Ja. ;-)

Willst Du nicht mehr

So isses. Ich habe die EWIGEN Störungen mittlerweile mehr als SATT! Eisenbahnfahren sollte eigentlich neben meinen anderen Jobs etwas Spaß machen, für Ausgleich sorgen und halt in gewisser Form Entspannung sein - durch den Zug laufen und Leute zählen oder eben Interviews führen betrachte ich in dem Sinne nicht als Arbeit.

Stattdessen kann ich mich bei jeder 2. Fahrt ärgern, dass die Dinge nicht funktionieren. Mal ist dies, mal ist das - und wenn jenes funktioniert, kann man sicher sein, dass dafür was anderes nicht funktioniert.

Da ich von der DB das erwarte, was sie von mir erwartet - nämlich möglichst korrekte, fehlerfreie Arbeit -; die DB davon aber MEILENWEIT entfernt ist - WIE DIVERSE "PRIVAT"BAHNEN EBENFALLS!!!!!! -, ärgere ich mich jedes Mal über soviel Chupze, die man dort an den Tag legt. Und ich sehe es eben nicht ein, dass ich das alles ewig als gottgegeben hinnehme. Und nach manchem 12, 13, 14-Stunden-Tag bin ich dann gerne PÜNKTLICH zu Hause - und eben nicht 30 Min. später! Und möchte Gastfahrten in Ruhe genießen und nicht ständig Entschuldigungswünschen aufgrund ellenlanger Störungsmeldungsdurchsagen lauschen...

Nun hatte den letzten Ausschlag, das I-Tüpfelchen sozusagen, eine Malaise einer meiner Innereien gegeben; die Pumpe zickt(e) ein wenig. Aber auch ohne diesen Stein des Anstoßes bewegte sich der Spaßfaktor doch in relativ geringem Bereich.

Und wenn mir auf Dauer was keine Freude bereitet, dann lasse ich das konsequent bleiben, was für ALLE Lebensbereiche gilt! Deswegen habe ich dann eben nicht nur eine Pause eingelegt, sondern das Thema dann beendet. Von diesen "Ankündigungsweltmeistern" (morgen fahre ich nicht mehr Bahn. Okay, übermorgen. Und nächstes Jahr sind sie immer noch da) halte ich nicht viel. Bahnfahren ist mittlerweile überwiegend eine Tortur. Natürlich gibt es zwischendurch immer mal Fahrten, die zu 99% klappen. Aber sie sind selten. Hinzu kommt, dass ich natürlich durch meine anderen Tätigkeiten gewisse Verpflichtungen habe. Mal eben 60 Min. später ist nicht immer drin - dann wartet man bei meinen anderen Jobs schon auf mich. Eine Alternative für den Notfall plane ich fast immer ein - aber hin und wieder reicht ja mittlerweile nicht mal mehr das.

Und was die Zuverlässigkeit anbetrifft, habe ich durch mein Kurierfahrerdasein ja den direkten Vergleich. Auf der Straße sind wir mit unseren Pillen-Kutschen jedenfalls BEDEUTEND zuverlässiger als die Bahn auf der Schiene!

Nein, so ist die Beziehung zwischen der Bahn und mir doch stark erkaltet. Und das reißen dann auch die netten Unterhaltungen mit Schaffnern und Fahrgästen nicht mehr raus!!!

Vielleicht, wenn mir danach ist, mache ich hin und wieder mal eine Spaßfahrt. Aber ansonsten: Nein, danke! Allein mit den letzten 3 nicht funktionierten Fahrten könnte ich hier einen endlosen Beitrag problemlos füllen... Da sind "Leistungen" dabei, die sind so unterirdisch, dass man am anderen Weltende wieder raus kommt.

darfst Du nicht mehr, hast Du die interne DB-Norm versaut...;-)

Vielleicht ZU VIELE Interviews geführt... ;-). Die "Beurteilungen" waren jedenfalls immer sehr zufriedenstellend.


Schöne Grüße von

jörg

wirklich schade,

redcobra, Donnerstag, 24.07.2014, 22:35 (vor 4487 Tagen) @ Blaschke

aber wohl vernünftig und nachvollziehbar. Dann mal gute Besserung (wegen der Pumpe) und entspannenderes Reisen. Mit der Hoffnung trotzdem weiterhin noch etwas von den interessanten Erfahrungen im (Bahn-)Alltag zu lesen. Viele Grüße

ja - aber...

railan, Augsburg, Sonntag, 20.07.2014, 19:54 (vor 4492 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von railan, Sonntag, 20.07.2014, 19:55

Ich fahre nicht gerne Auto und bin die letzten 10 Jahre nur Bahn und ÖPNV gefahren. Allerdings ertrage ich die permanent ansteigenden Zumutungen insgesamt nicht mehr wirklich gut. Auf die Bistros habe ich mich schon lange nicht mehr verlassen.

Ich fahre schon noch Bahn, aber nicht mehr "um jeden Preis" und habe mir wieder ein Auto gekauft... was ich eigentlich nicht mehr wollte.

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn?

feiyang, Sonntag, 20.07.2014, 20:10 (vor 4492 Tagen) @ JanZ

Nachdem (gefühlt) so viele Leute hier angekündigt haben, sich "das" nicht mehr anzutun, frage ich mich, ob hier im Bahnforum überhaupt noch jemand Bahn fährt. Außer mir, denn ich kann die negativen Erfahrungen nicht wirklich teilen. Vielleicht fahre ich zu selten, aber das Schlimmste, was passiert, ist, dass ich mal eine halbe Stunde später komme. Aber selbst das tritt keinesfalls mit der Regelmäßigkeit auf, die hier suggeriert wird. Habe ich einfach nur Glück?

Grundsätzlich bin ich überzeugter Bahnfahrer und habe auch vor ein paar Jahren mein Auto verkauft.
So langsam aber sicher reicht es mir aber, zu 100% auf die Bahn angewiesen zu sein.
Abgesehen von den beschriebenen Qualitätsmängeln ist es auch der aus meiner Sicht immer weiter sinkende Komfort (v.a. in der 1. Klasse), der nicht mehr akzeptabel ist. Ich habe einfach keine Lust mehr, im Vor- und Nachlauf in so manchem "komfortablen" Triebwagen trotz 1. Klasse Ticket mit eingeschlafenem Gesäß aufzustehen. Hauptsache Steckdosen, da ist doch egal, dass die Sitze betonhart sind.
Wäre ich nur ein paar Mal im Jahr unterwegs, würde ich das locker sehen. Ich sitze allerdings pro Woche ca. 15 Stunden im Zug, da sieht man dann einiges anders.

Ich habe mich daher ertappt, dass ich zum ersten Mal seit 5 Jahren unsere Firmenwagenrichtlinie genauer unter die Lupe genommen habe...

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn?

Felix, Göttingen, Sonntag, 20.07.2014, 20:13 (vor 4492 Tagen) @ JanZ

Ich glaube, man kann relativ entspannt Bahn fahren, wenn man vornherein eine 2-stündige Ankunftsverspätung einplant (auf kurzen umsteigefreien Relationen mit dichtem Takt vielleicht auch weniger), sich selbst um seine Verpflegung kümmert, für lange Wartezeiten auf Bahnsteigen bei allem möglichen Wetter gewappnet ist und auch nicht zu empfindlich ist, was Klimatisierungsprobleme und Mitreisende betrifft. Ich habe immer Ohrenstöpsel und Sonnenmilch dabei. Und genug Wasser. Falls es kalt werden kann, ein warmes Oberteil. Man darf halt einfach nicht zu viel erwarten.

Wenn ich also ein wirklich preisgünstiges Angebot für eine Bahnfahrt bekomme, dann fahre ich weiterhin gerne Bahn. Ebenso bei Busfahrten oder bezahlten Mitfahrgelegenheiten.

Zum letzten Mal bin ich vor einem Jahr mit dem Niedersachsen-Ticket von Hamburg nach Göttingen gefahren mit einem Umweg über den Hochharz, wo ich ein bißchen gewandert bin. Auch bei dieser Fahrt kam es zu einer etwa einstündigen Ankunftsverspätung und ich mußte bei gleißender Sonne ohne Schatten etwa eine Stunde in Kreiensen warten. Das war aber ok, ich kann sowas ab und meine Reiseplanung war solide genug, daß ich alle Ziele erreichte und keine Zeitnot aufkam. Insgesamt war ich mit der Fahrt zu dem Preis zufrieden - es war ja auch noch freie Fahrt im HVV im Preis enthalten, von der ich am Vormittag ausgiebig Gebrauch gemacht habe.

Dieses Wochenende hatte ich erwogen, mit dem Niedersachsen-Ticket von Göttingen einen Ausflug nach Wernigerode zu machen. Das habe ich aber doch sein gelassen, weil es zu dem Preis (22 €) kein gutes Angebot mehr ist. Denn man muß bedenken, daß die Verbindung nur alle zwei Stunden geht und dazu noch 2 Umstiege beinhaltet. Was passiert, wenn ein Anschluß verpaßt wird oder ein Zug ausfällt o.ä.? Dann muß ich eventuell bis zu zwei Stunden auf irgendeinem Bahnhof warten. Dann bleibt am Zielort zu wenig Zeit übrig, der Tag geht mit Bahn fahren drauf, es lohnt sich nicht mehr.

Ich komme trotzdem irgendwann noch nach Wernigerode. Ab und zu gibt es bezahlte Mitfahrgelegenheiten auf dieser Relation, es gibt sogar eine Fernbusverbindung, die aber zu uninteressanter Zeit fährt und ich habe herausgefunden, daß es in Wernigerode ein "Harzhostel" gibt, mit Übernachtung ab 15 €.

Für die, die Geld haben und nicht gerne Auto fahren

Felix, Göttingen, Sonntag, 20.07.2014, 20:35 (vor 4492 Tagen) @ JanZ

Es gibt ja viele Menschen, die nicht gerne Auto fahren. Sie haben genug Geld für das Bahnfahren, sie haben auch genug Geld für ein Auto, aber sind doch nicht reich genug, sich einen privaten Chaffeur oder häufige Mietwagen-mit-Fahrer-Fahrten zu leisten. Ich denke mir immer, daß dies die wichtigste Kundengruppe der Bahn ist, denn diese Menschen kaufen sich auch teure Fahrkarten.

Zur Zeit ist häufig die Rede von automatisch fahrenden Autos. Glaubt ihr, daß die in nächster Zeit kommen werden? Und werden sie eine Alternative zur Bahn sein?

Für die, die Geld haben und nicht gerne Auto fahren

railan, Augsburg, Montag, 21.07.2014, 07:31 (vor 4491 Tagen) @ Felix
bearbeitet von railan, Montag, 21.07.2014, 07:35

Ich fühle mich jetzt mal bei dem genannten Klientel angesprochen.

Man fährt 1.Klasse und rennt wie ein bekloppter die Bahnsteige hin und her, wenn der Anschluss knapp oder die Kiste mal wieder falsch rum gereiht ist und das bisher wohl keiner gemerkt hat... gerne auch mal in strömendem Regen, weil das Geld nicht für ein Dach bis dort hin gereicht hat.

Man sitzt sich im Nahverkehr den Hintern auf knallharten Sitzen wund und wird wahlweise gekocht oder schockgefrostet.

Die 1.Klasse Abteile und die Beinfreiheit in den neuen Nahverkehrszügen sind eine Zumutung und der Fernverkehr zieht hier mit jedem neuen Zug und mit jeder Umrüstung stark mit (ich kenne noch die Plüsch-IC-Wagen und ICEs der 1.Generation im Originalzustand).

Es gibt zwar eine Ruhezone, aber keine Ruhe.
Die Fensterscheiben sind meistens dreckig und gleichen eher Milchglas.
Die "hochwertigen", stylischen Ledersitze sind einfach rutschig und ungemütlich.
Immer scheppert oder klappert irgendwas.
Auf die Bordgastronomie braucht man sich sowieso nicht verlassen.

Das waren meine Gründe, warum ich mir nach 10 Jahren Abstinenz wieder ein Auto gekauft meine Bahnreisen von ca. 2.500€ pro Jahr auf ca. 500-700€ pro Jahr reduziert habe.

Und ja, wenn es ein selbst fahrendes Auto zu einem akzeptablen Preis geben sollte, werde ich es kaufen. In 10 Jahren dürfte es soweit sein.

Grüße Rainer

Für die, die Geld haben und nicht gerne Auto fahren

feiyang, Montag, 21.07.2014, 10:38 (vor 4491 Tagen) @ railan
bearbeitet von feiyang, Montag, 21.07.2014, 10:40

Die 1.Klasse Abteile und die Beinfreiheit in den neuen Nahverkehrszügen sind eine Zumutung und der Fernverkehr zieht hier mit jedem neuen Zug und mit jeder Umrüstung stark mit (ich kenne noch die Plüsch-IC-Wagen und ICEs der 1.Generation im Originalzustand).

Es gibt zwar eine Ruhezone, aber keine Ruhe.
Die Fensterscheiben sind meistens dreckig und gleichen eher Milchglas.
Die "hochwertigen", stylischen Ledersitze sind einfach rutschig und ungemütlich.
Immer scheppert oder klappert irgendwas.
Auf die Bordgastronomie braucht man sich sowieso nicht verlassen.

Das fasst es in der Tat gut zusammen.
Auf meiner Stammfernpendlerstrecke war Bahnfahren bis vor einige Zeit noch ein Genuss. Nach einer anstrengenden Woche am Freitag abend in die weiche Sitze eines Avmz sinken, im Hintergrund nur das leische Rauschen der Klimaanlage und dann entspannt nach Hause gleiten. Auch die 1.Klasse der n-Wagen im Nachlauf waren durchaus komfortabel und großzügig.

Aber alleine die vergangenen Wochen haben wir das Bahnfahren gehörig verleidet. Verspätungen von 60min, ausgefallene Klimaanlage, schwitzend auf hartem Ledergestühl.
Technisch hat dann in der Hamsterbacke im Anschluss alles funktioniert, dann aber nach den ganzen Ärgernissen noch knapp 2 Stunden auf den Betonsitzen herumzurutschen gab mir dann den Rest. Ruhe war in der 1. Klasse auch Fehlanzeige, da der 1. Klasse Bereich in keiner Weise mehr akustisch vom 2. Klasse Bereich abgetrennt ist.

Ich habe den Eindruck, dass mittlerweile die Entscheidungsträger meilenweit von praktischen Erfordernissen und dem täglichen Betrieb entfernt sind:

- Wer bestellt/genehmigt die glatten 1. Klasse Betonsitze im Nahverkehr? Hat dort jemand vorher mal stundenlang Probe gesessen? Kritik wird ja gerne auf den Besteller abgeschoben. Hat der Besteller in seiner Ausschreibung wirklich steinharte Sitze gefordert?
- Die dilettantische Handhabung der Ruhezonen wurde bereits mehrfach diskutiert
- Ebenso verhält es sich mit den bahn.comfort Sitzplätzen

Ich könnte hier noch weitere Beispiele nennen, aber unter solchen Umständen kann ich einfach kein überzeugter Bahnfahrer mehr sein.
Wenn das Ganze noch mit permanentem Schönreden begleitet wird und die immer gleiche Leier von Komfortsteigerungen bei Neubaufahrzeugen / Umbauten kommuniziert wird, dann komme ich mir als Kunde einfach nur noch für dumm verkauft vor.

liest das auch Herr Grube ?

jotxl, Montag, 21.07.2014, 10:44 (vor 4491 Tagen) @ feiyang
bearbeitet von jotxl, Montag, 21.07.2014, 10:46

ob in diesem Form die Führungsetage und vielleicht auch mal Herr Grube mitliest ?
Manchmal bin ich versucht, hier einen kompletten Thread auszudrucken und dem Vorstandvorsitzenden einmal persönlich zuzusenden...

Ansonsten trifft es mich auf meiner Hauptroute (Linie 10 Berlin-Ruhrgebiet) und auch Berlin-Frankfurt in etwa 15 % der Fahrten (Verspätungen länger 30 Minuten und Gastroausfälle).
Ist für mich noch !tolerabel. Offenbar ist die Quote auf anderen Relationen aber doch höher.

liest das auch Herr Grube ?

railan, Augsburg, Montag, 21.07.2014, 14:00 (vor 4491 Tagen) @ jotxl
bearbeitet von railan, Montag, 21.07.2014, 14:04

Kann ich mir nicht vorstellen. Die Führungsriege ist offenbar derart selbstverliebt in ihre Groß- und Prestigeprojekte, dass sie die Basisprobleme wohl gar nicht wahrnimmt. Deshalb wäre die Weiterleitung vielleicht eine richtig gute Idee, sofern sie nicht gleich Richtung Ablage P wandert.

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn?

heinz11, Montag, 21.07.2014, 09:07 (vor 4491 Tagen) @ JanZ

Aber sicher!

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn?

ICE 79, Montag, 21.07.2014, 09:15 (vor 4491 Tagen) @ JanZ

ja ich fahre noch Bahn, weil ich es nicht vermeiden kann.

Auf meiner Ultra-Kurzstrecke ist das Auto nicht die erste Wahl (einige Baustellen, Staus) machen diese 150km zu einer stressigen Reise. Da fahre ich lieber 2 Stunden mit dem Zug und kann nebenbei arbeiten und Geld verdienen.

Auf meiner Kurzstrecke ist die Bahn mittlerweile nicht mehr mein Transportmittel, hier weiche ich auf den Flieger aus.

Auf der Mittelstrecke war die Bahn noch nie mein Transportmittel, ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen von Dresden nach Genua zu fahren. (Um mal ein aktuelles Beispiel herauszugreifen) Wenn es jedoch eine Städte-Tour (Basel, Zürich, Como, Milano, Genua) handelt, dann könnte ich mir auf einer mehrtägigen Reise dies auch vorstellen.

Ja, ich...

Frank Augsburg, Ansbach, Montag, 21.07.2014, 11:56 (vor 4491 Tagen) @ JanZ

Mahlzeit,

ich fahre weiter mit den Bahnen, auch wenn es hin und wieder nervig ist. Aber wie gesagt: hin und wieder. Da hilft: Was zu essen einpacken, Kaffee einpacken, was zu lesen einpacken - da juckts mich herzlich wenig, ob nun die Freßkiste leer ist oder kalt bleibt. Ich weiß nur eines: Wenn ich mal nix dabei habe, tritt genau der Fall auch ein.

Beste Grüße
Frank

...der im übrigen das Phänomen bestätigen kann: Immer wenn die S- Bahn oder der RE mal ausfallen/ später fahren/ kommen sollte, mault alles im Chor: "Ab morgen niemals mehr...!"
Tja, und am nächsten Morgen sitzen alle wieder brav in der S- Bahn oder im RE.

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn?

Mint, Montag, 21.07.2014, 22:25 (vor 4490 Tagen) @ JanZ

Doch, doch, ich! Jede Woche hin und her ... An den letzten 13 Wochenenden hatte ich 10 mal Verspätungen von mehr als 60 Minuten. Vorher ging es besser (wenn auch nicht immer). Von fehlenden Bordbistros, teilweise Ausfällen der Klimatechnik -- oder eher kalten ICE --, fehlenden Reservierung oder umgekehrten Wagenreihungen will ich dabei gar nicht reden.

Mit dem Auto wäre es aber auch kaum besser und ich müsste sogar selbst fahren, also das ist keine Alternative.

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn? Ja, ich.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 22.07.2014, 08:20 (vor 4490 Tagen) @ JanZ

Hallo JanZ,

Nachdem (gefühlt) so viele Leute hier angekündigt haben, sich "das" nicht mehr anzutun, frage ich mich, ob hier im Bahnforum überhaupt noch jemand Bahn fährt.

Ich fahre immer noch Bahn.
Im Ursprungspost von moonglum sei die Rede von:

1. gesperrter A-Wagen
2. Bistro ohne Kühlung
3. fehlerhafte Aufstockung des Bistros
4. defekte Lok

Zu 1: das letzte Mal, dass hier in NL ein Wagen gesperrt wurde, musste irgendwann Anfang der 2000er gewesen sein. War ein Bm235 in NL-"IC" Konfiguration. Warum er gesperrt war, weiß ich nicht mehr. Klimaanlage konnte es nicht sein, weil die Kiste keine hatte.
Zu 2, 3: bei uns haben die Züge (bis auf die "internationalen") keine Bistros mehr. Das braucht man dann auch nicht zu kühlen oder aufzustocken. Ein "Rucksacktourist" geht durch den Zug. Dass er mal gar nichts dabei hat, kann ich mich nicht erinnern.
Zu 4: tja, Loks... das ewige Dilemma. Als Deutsche(r) sollte man froh sein. Anhalten, Zug trennen, defekter Wagen rausnehmen, Zugteile wieder verbinden, fahren. Oder Rangierer bestellen, defekte Lok abschleppen, neue Lok dran, fahren. Bei uns wären gleich 4-6 Wagen weg oder sogar der komplett Zug ausgefallen. Als Niederländer bin ich dann froh, dass in so einem Fall zumindest auf meiner Stammstrecke in 15 Minuten der nächste "IC" kommt.

Außer mir, denn ich kann die negativen Erfahrungen nicht wirklich teilen. Vielleicht fahre ich zu selten, aber das Schlimmste, was passiert, ist, dass ich mal eine halbe Stunde später komme. Aber selbst das tritt keinesfalls mit der Regelmäßigkeit auf, die hier suggeriert wird. Habe ich einfach nur Glück?

Vielleicht fährst Du nur DB Regio? Unsere "IC"s wären in Deutschland ja auch nur "IRE"s gewesen.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Fährt hier überhaupt noch jemand Bahn? Ja, ich.

JanZ, HB, Dienstag, 22.07.2014, 11:13 (vor 4490 Tagen) @ Oscar (NL)

Vielleicht fährst Du nur DB Regio? Unsere "IC"s wären in Deutschland ja auch nur "IRE"s gewesen.

Nö, vorletzten Samstag war ich z.B. den ganzen Tag mit Fern- und Nahverkehrszügen unterwegs, und sie waren alle pünktlich. Generell fahre ich mehrmals im Monat längere Touren und erlebe selten größere Störungen. Anhand der Einträge in meinem Blog habe ich mal eine Verspätungsquote (ab 5 Minuten) von etwa 33% ermittelt (leicht verzerrt, da ich über Fahrten mit Störungen eher berichte als über solche ohne). Das ist zwar viel, aber auch noch weit entfernt von "katastrophal, geht immer schief".

Der Fisch stinkt vom Kopfe her...

moonglum, Hagen, Sonntag, 20.07.2014, 18:53 (vor 4492 Tagen) @ Blaschke

"moonglum" denkt eben nicht nur an sich, dann würde er zugeben, dass er gestern eine 1,5 Literflasche mit WASSER, ein Curry-Oliven-Baguette dabei hatte :-) Er würde zugeben, dass er bestens genährt in den ICE 26 eingestiegen ist.

Ich hab es im ICE 26 zu zwei großen Pils genossen, den abendlich(t)en Rhein entlang zu rollen und mich bestens bekanntem Dortmunder Personal gut zu unterhalten - supernettes Personal.

Es geht um INTERNATIONALE BLAMAGE und IMAGE-THEMEN.

Hey, wir sprechen nicht von Aserbaidjan oder sonstwo sondern von DEUTSCHLAND:

HIGH-TECH, EXPORT-LAND, MULTI-KULTI, 21. JAHRHUNDERT

Und das im Kontrast zu so einem Unfähigkeits-Sch...
Das ist nicht mega-peinlich sondern giga-peinlich.

Egal ob Tom Buhrow von Berlin nach Hamburg im Dialog mit einem indischen Pressemann reist und mühsam lächelnd sagt,

- HE SAYS THAT THEY HAVE A TECHNICAL PROBLEM AND THERE IS NO FOOD TODAY -

Die DB ist Business-Carrier und macht so einen Mist, stellt lieber frisch umgebaute SBB A-Klasse-Wagen ab, übernimmt den Rest nicht, lässt zwei Wagen als B-Wagen fahren, obwohl die A-Klasse-Wagen so furchtbar rar sind, dass zu bester Zeitlage zwischen Hamburg und Köln nur EIN WAGEN eingereiht ist (SAMSTAG nach SYLT) oder KEIN WAGEN bereit steht (SAMSTAG IC 2005) oder die vielen vielen anderen Fälle....

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Der Fisch stinkt vom Kopfe her...

br752, Donnerstag, 24.07.2014, 00:11 (vor 4488 Tagen) @ moonglum

Hey, wir sprechen nicht von Aserbaidjan oder sonstwo sondern von DEUTSCHLAND:

HIGH-TECH, EXPORT-LAND, MULTI-KULTI, 21. JAHRHUNDERT

Und das im Kontrast zu so einem Unfähigkeits-Sch...
Das ist nicht mega-peinlich sondern giga-peinlich.

Nur mal so einen Gedankengang eingestreut:

Vielleicht ist das sogar so gewuenscht oder wird billigend in Kauf genommen, da sich hier in Europa doch die Lebensverhaeltnisse angleichen sollen!


BR752

Zum Blaschke Thema..... Es wäre so einfach

moonglum, Hagen, Sonntag, 20.07.2014, 19:13 (vor 4492 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von moonglum, Sonntag, 20.07.2014, 19:17

Was ist eigentlich daran so schwierig?

Zum einen hat es ja jahrzehntelang funktioniert....
wie lief das damals noch?
Eine wichtige Frage!

HARDWARE:
Man baut HARDWARE ein, die definitiv funktioniert. Sie muss natürlich auch funktionieren, wenn es draussen mehr als 30 Grad hat, klappt in anderen Ländern, wo es nötig ist, ja auch, z.B. in Japan.

Für einen Notvorrat täte es auch ein Trockeneisfach, wo man dann entsprechende Ware lagern könnte, wenn die Kühlung ausfällt.

Hallo Köln, IC 2005 hier:
Wir brauchen Mittagspaket für Hin und Rückfahrt mit Trockeneis.
Ja Kühlungsausfall, genau!
Bestellung habt ihr im System?
Ja?
Danke, bis gleich!

Die Kaffee- und die Spülmaschine, die Wasserpumpe etc. müssen UNBEDINGT etwas taugen. Das Sparen fing schon beim Umbau der Quick-Picks in Bord-Restaurants anno 1987 an, und was war hinterher insbesondere am Anfang immer wieder defekt:
Wasserpumpe und Klimaanlage....
Es wurde vermutlich schlicht an der falschen Stelle gespart.

Stattdessen muss es anders gehen:
MODULAUFBAU, RESERVETEILE an Bord. Schnellwechsel markant anfälliger Teile.
Bordtechnikernetz, das auch nachts in OBERSTDORF etc. aktiv werden kann.

Aber was hört man vom Redesign der ICE2:
Die Kühlung sei definitiv noch weniger leistungsfähig als im originären ICE2, na bravo.
Wer hat das durchgewunken und warum?
Analyse, ggf. Entlassungen!
Neueinstellung fähiger Menschen!
Investieren, um das Problem innerhalb eines Vierteljahres zu lösen.

------------

Speisekarte:

Weg mit dem Unsinn der konservativen Kocherei und weg mit dem schlecht schmeckenden Penne/Tomatensoßenzeug, das in der Herstellung vll. gerade einen Euro kostet, wenn es hoch kommt. DE ist ein Multi-Kulti-Land, die Kunden lieben vor Allem die mediterranen Länder über alles, wie man von Urlaubsbuchungen weiss...

DAS GEHÖRT AUF EINE SOMMERKARTE

Spargelzeit - ein Aushängeschild Deutschlands - Sofort Reaktivieren

Wärmende Wintergerichte - kein Wunder, dass Soljanka so ein Mega-Seller gewesen ist.
Hat man das Gericht deswegen nie wieder in der Winterzeit aktiviert?

Weihnachtsaktion
mit eigenen jahreszeitlich passenden Produkten

Wieder her mit Käseteller plus passendem Weisswein, besonders auch in der A-Klasse für den APS promoten.

International taugliche Weinkarte

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Logistik, die funktionieren muss:

Extrem sorgsame Analyse der Schwachstellen der Logistikketten. Wo und warum klemmt es?
Analyse, ggf. Entlassungen!
Neueinstellungen zu angemessenen Konditionen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Spezielle Problemlösungen erarbeiten, z.B.:
Wenn in Köln Hbf der Zug plötzlich auf anderem Gleis hält, wie kommt die Ware trotzdem schnellstmöglich zum Zug?
Wie kann man in EDO dafür sorgen, dass es auch am Bahnsteig Ware gibt und nicht nur am Betriebsbahnhof?
Wie kann ein Endcontrolling aussehen, das sicherstellt, dass auch das BESTELLTE wirklich geliefert wird?
Wie kann man die Nachrichten optimieren, dass vor der definitiven Auffahrt auf den Bahnsteig klar ist, wo der Zug ankommt?

Also:
Engmaschiges Controlling!
Zeitnahe Fehleranalyse!

Und zum Wohle des Personals:
Sofortige Abberufung der "ZWEI CONTROLLING-HERREN"
Ersatz durch motivierende frische Menschen, am Besten Mann/Frau-Teams

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Kundenumfrage IN ALLEN WAGENKLASSEN:
Was wünschen Sie sich von der Zuggastronomie wirklich?

Alles auf den Prüfstand stellen, selbst die Kuchenarten, selbst die Vollkornschnitte.
Analyse nach Wagenklassen, Altersgruppen, sozialen Bezugsgruppen, Regionen.
Abgleich mit den Daten zur Kundenbewegung. Welche Gruppen fahren wo?


Solche Punkte fallen einem in 5 Minuten ein, eine Ausarbeitung sähe natürlich anders aus. Und dann wie Nardella es gerade bei Microsoft machen MUSS, um den versumpften Karren wieder fit zu bekommen:

Analyse, Gespräche, schonungsloses Eliminieren von Schwätzern, Problemfällen,
Ersatz durch Motivation und Kompetenz = Kreativität.
Kappen von kreativitätserstickenden Seilschaften

Es zählt das IMAGE Deutschlands zu einen und der wirtschaftliche Erfolg dieser Gastrosparte zum Anderen!

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Deutschland in den Augen ausländischer Besucher

Felix, Göttingen, Sonntag, 20.07.2014, 20:48 (vor 4492 Tagen) @ moonglum

Es zählt das IMAGE Deutschlands[...]

Ich glaube, daß das öffentliche Verkehrssystem in Deutschland sehr abschreckend auf ausländische Besucher wirkt und auch tatsächlich viele abschreckt. Dabei spielen die sehr hohen Fahrpreise eine große Rolle, die sich nun mal viele nicht leisten können oder wollen und das schlechte Preis-/Leistungsverhältnis. Von denjenigen, die es benutzen, machen sicher viele Erfahrungen, die dazu führen, daß sie Deutschland in unschöner Erinnerung behalten.

Neulich gab es hier diesen Beitrag, in dem über ein sehr unschönes Erlebnis berichtet wurde, das eine japanische Kleingruppe mit der Deutschen Bahn machen mußte. Vielleicht werden sie Deutschland nicht in schöner Erinnerung behalten. Vielleicht meiden sie Deutschland in Zukunft als Reiseland.

Reisender, komme nur dann nach Deutschland, wenn Du mit dem eigenen Auto anreisen kannst! Oder als Teilnehmer einer Reisegruppenbusreise. Ansonsten gibt es noch andere Länder in Europa.

Deutschland in den Augen ausländischer Besucher - sehr günst

RhBDirk, Sonntag, 20.07.2014, 21:49 (vor 4492 Tagen) @ Felix
bearbeitet von RhBDirk, Sonntag, 20.07.2014, 21:49

ig.

Also als Tourist in Deutschland zu reisen ist top günstig:
- Für Europäer: Interrail
- Für Interkont: http://www.bahn.com/i/view/GBR/en/prices/germany/germanrailpass.shtml

Ohne den ganzen Scheiss mit Zugbindung...

Deutschland in den Augen ausländischer Besucher

Zugfahrer, Sonntag, 20.07.2014, 22:28 (vor 4491 Tagen) @ Felix

Habe mich mal mit einer Randberlinerin, welche siet über einem Jahrzehnt im Großraum New York lebte, unterhalten. Die Dame berichtete, dass dort der ÖPNV sehr chaotisch ablaufen würde. Das Personal, vorwiegend Latinos und Nachkommen von Afrikanern, würde in den Zügen umherbrüllen, aus den Zügen herausspringen und auf den Bahnsteigen umhertanzen, bei Konfliktsituationen alles stehen und liegen lassen und bei akuter Unterbezahlung einen unzuverlässigen, störungslastigen Dienst verrichten. Zum Leidwesen der Fahrgäste.

Die Frau lobte die Pünktlichkeit und Qualität des Nahnverkehrs in und um Berlin, da könne sich der Bahnverkehr im Großraum New York eine Menge abgucken.

Da scheint viel Rassismus durch

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Montag, 21.07.2014, 05:18 (vor 4491 Tagen) @ Zugfahrer

- kein Text -

Noch eine moralische Instanz...?

Frank Augsburg, Ansbach, Montag, 21.07.2014, 08:10 (vor 4491 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Mahlzeit,

also lieber Meinrad aus Kanada, ich kann hier nichts Rassistisches erkennen.
Also müßte ich selber ein Rassist sein, oder...?

Freundlich aus Nürnberg (aaaaah - Nürnberg, da war doch was!) grüßt
der Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Noch eine moralische Instanz...

heinz11, Montag, 21.07.2014, 09:06 (vor 4491 Tagen) @ Frank Augsburg
bearbeitet von heinz11, Montag, 21.07.2014, 09:06

Mahlzeit,

...


Freundlich aus Nürnberg (aaaaah - Nürnberg, da war doch was!) grüßt
der Frank


Ja, nämlich "Bratwöscht aus Frangn", auch Nürnberger genannt...
;-)

Noch eine moralische Instanz...?

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Montag, 21.07.2014, 22:36 (vor 4490 Tagen) @ Frank Augsburg

ich kann hier nichts Rassistisches erkennen.

Vielleicht liegen Deine Empfindlichkeiten anders; mich stoert am zitierten Text das Fettgedruckte:
Das Personal, vorwiegend Latinos und Nachkommen von Afrikanern, würde in den Zügen umherbrüllen, aus den Zügen herausspringen und auf den Bahnsteigen umhertanzen, bei Konfliktsituationen alles stehen und liegen lassen und bei akuter Unterbezahlung einen unzuverlässigen, störungslastigen Dienst verrichten.

Wenn ich das ins Englische uebersetze, dann verfaerben sich die Gesichter bei meinen Kollegen hier. Ich habe dann schnell dazugefuegt, dass solche Toene nicht mehr symptomatisch sind. Hoffentlich habe ich Recht.

Nun zurueck zur Eisenbahn: Ob es sich da nun um Long Island Rail Road, Metro North oder New Jersey Transit handelt: ich habe dort im Schnitt keine schlechteren Erfahrungen gemacht als bei der DB.

Hatte auch Unbehagen bei diesen Stellen ...

ktmb, Montag, 21.07.2014, 22:47 (vor 4490 Tagen) @ Meinrad aus Kanada
bearbeitet von ktmb, Montag, 21.07.2014, 22:48

Gut auf den Punkt gebracht. Aber vielleicht hat er ja nur zitiert. :)

Sehr richtig erkannt...

Frank Augsburg, Ansbach, Dienstag, 22.07.2014, 07:50 (vor 4490 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

...meine Empfindlichkeit ist eine andere. Hier hat jemand was erzählt, was ihm wiederum jemand erzählt hat. Na und? Weder weiß ich, was ich mit dieser Schilderung anfangen soll, ob sich das wirklich so zugetragen hat (vielleicht, vielleicht auch nicht), noch gefällt mir das Ganze überhaupt. Doch deswegen gleich die Rassismus- Keule auspacken?

Halte ich genauso für übertrieben wie diese Schilderung, an der sich Dein Unmut entzündete.

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Deutschland in den Augen ausländischer Besucher

worfie, Montag, 21.07.2014, 11:35 (vor 4491 Tagen) @ Felix

Danke, dass du diesen Beitrag noch einmal ansprichst.

Der Fall ist bei der Polizei bekannt und wurde dem Kundendialog geschildert, der es innerhalb von zwei Wochen noch keine Stellung dazu genommen hat. Wir werden da noch ein bis zwei Tage warten, dann geht die Sache an das EBA und an den Rechtsanwalt.

Aber mal im Ernst, was funktioniert denn vernünftig bei der Bahn?

Die Bordgastronomie ist eine Lotterie
Sitzplatzreservierungen sind eine Lotterie
Die Wagenreihungen sind eine Lotterie
Die Hardware (Klimaanlagen, Sitze, WCs, Türen) ist eine Lotterie
Der CNL ist schon eine Risikolotterie
Bahnhöfe, egal ob Groß- oder Kleinstadt sind -sofern überhaupt noch Gebäude vorhanden sind - manchmal in einem Zustand, der sich in Worten gar nicht mehr ausdrücken lässt. Hier sind Taube und Mensch im Urin vereint.
Fahrpläne? Näherungswerte.

Zumindest, was den japanischen Blick auf die Deutsche Bahn anbelangt, herrscht drüben zumeist noch eine antiquierte Vorstellung einer ordentlichen und pünktlichen Bahn. Das mag wohl daran liegen, dass die meisten Japaner Deutschland nicht individuell besuchen sondern in Gruppenreisen, deren Veranstalter wohlwissend auf eigene Busse setzen. Sendungen ähnlich wie "Eisenbahnromantik" sind in Japan sehr beliebt. Wenn für solche TV-Reiseberichte Kamerateams im Zug sind, sollte man aber auch davon ausgehen, dass sie dafür eine Drehgenehmigung beantragt haben und dann vermutlich nordkoreanische Verhältnisse herrschen, bei denen dann blank geputztes Wagenmaterial bereit steht.

Gibt man im Internet einmal "Deutsche Bahn Service" auf japanisch als Suchbegriff ein, findet sich aber durchaus ein sehr reelles Bild mit Medienberichten und Forenkommentaren über die Deutsche Bahn. An erster Stelle findet sich unter http://gendai.ismedia.jp/articles/-/33832 ein Medienbericht einer japanischen Autorin und Hochschuldozentin. Da die Seite für das Forum hier sehr wahrscheinlich nicht verständlich ist, folgen hier einmal ein Paar übersetzte Zitate aus dem obigen Artikel.

---
"Plötzlich stoppte der Zug.[…] Nach 20 Minuten gab es eine Durchsage. "Sehr geehrte Fahrgäste, unser Zug ist entgleist.", sagte das Zugpersonal, als ob es eine Selbstverständlichkeit wäre. […] Meine Tochter saß im fünften Wagen von hinten. Bis die Feuerwehr zur Evakuierung eintraf vergingen 1,5 Stunden, in denen die Fahrgäste im Zug eingeschlossen waren. Dann wurden die Fahrgäste von der Feuerwehr entlang der Gleise zum Bahnhof zurückbegleitet, woraufhin es plötzlich überhaupt keine weiteren Informationen gab. In Japan stände in so einem Falle eine lange Reihe von Bahnangestellten Spalier, um den Fahrgästen Alternativen anzubieten oder um das Geld für die Fahrkarten zu erstatten. Von Stuttgart bis Hamburg dauert es selbst mit Expresszügen 6 Stunden. "Egal was ich das Bahnhofspersonal fragte, als Antwort kam nur 'Ich weiß es nicht'", berichtete meine Tochter. In den ganzen zwei Stunden fiel jedoch der Satz "Wir bitten um Verzeihung" kein einziges Mal. Letztendlich sagten die Bahnangestellten nur "machen Sie, was sie wollen."


"Im vergangenen Jahr fiel in einem Expresszug von Berlin nach Köln die Klimaanlage aus. Schüler, die den Zug für eine Klassenfahrt genutzt haben, brachen nach und nach zusammen.[…] Natürlich wurde es in dem Expresszug, in dem sich die Fenster nicht öffnen liessen, unerträglich heiß. Die Beschwerden der Schüler wurden von der Zugbegleiterin solange ignoriert, bis die Schüler anfingen zusammenzubrechen und der Zug einen Nothalt einlegte. Wie später bekannt wurde, betrug die Temperatur im Zug 60 Grad.
Zu diesem Zeitpunkt war es jedoch kein Einzelfall, der nur diesen einen Zug betraf. Innerhalb der einwöchigen Hitzewelle fielen bei 48 Schnell- und Expresszügen die Klimaanlagen aus. […] In einem Interview kurz danach sagte ein Bahn-Manager nur abschätzig "Bei hunderten anderen Zügen haben Klimaanlagen einwandfrei gearbeitet. Das 40 Klimaanlagen ausfallen ist doch kein großes Problem."


"Eine andere unglaubliche Sache ist, dass man am Bahnsteig auf den Zug wartet und plötzlich eine Ansage ertönt wie "Der nächste Zug fährt ohne Wagen 6. Fahrgäste mit Platzkarten in Wagen 6 suchen sich bitte freie Plätze in anderen Wagen" oder "Der nächste Zug fährt in umgekehrter Wagenfolge. Die vorderen und hinteren Zugteile sind vertauscht." […] Das der Wagen, in dem einen Platz reserviert hat überhaupt nicht existiert, übersteigt die Vorstellungskraft eines jeden Japaners. Das ist einfach nur unmöglich. Außerdem bedeutet das, dass Fahrgäste, die an der Spitze des Zuges reserviert haben, zum anderen Ende des Bahnsteigs gehen müssen. Da die Expresszüge lang sind, ist das gerade aus Sicht von Fahrgästen mit kleinen Kindern oder viel Gepäck eine nervtötende Sache."
---------

Viele Grüße aus dem ICE 75,

Die Tische im Bordrestaurant sind gerade frisch gedeckt
[image]

Und da ich am Startbahnhof eingestiegen bin sind die Sitze natürlich auch noch frisch geputzt
[image]

Was man leider nicht auf dem Foto sieht, ist der Sitz inkl. defektem Verstellmechanismus.
Eigentlich säße ich jetzt aber auch in einem anderen Zug, aber "verspätete Bereitstellung am Abfahrtsort". Kennt ihr bestimmt. :)

Deutschland in den Augen ausländischer Besucher

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 22.07.2014, 08:33 (vor 4490 Tagen) @ Felix

Hallo Felix,

Ich glaube, daß das öffentliche Verkehrssystem in Deutschland sehr abschreckend auf ausländische Besucher wirkt und auch tatsächlich viele abschreckt.

Bin ich mir nicht sicher.
Wenn das System wirklich so abschreckend wäre, hätte ich vermutlich keine BC50 Second und wäre ich 2013 nicht mit der Bahn nach Hinterzarten und Zwiesel gereist.

Dabei spielen die sehr hohen Fahrpreise eine große Rolle, die sich nun mal viele nicht leisten können oder wollen und das schlechte Preis-/Leistungsverhältnis.

Ich bezahle hier in NL für 83 km Fahrt € 13,70. Normalpreis, 2. Klasse.
Ob das teuer sei, dürft Ihr beurteilen. Hier in NL wird es jedenfalls als teuer betrachtet.

Neulich gab es hier diesen Beitrag, in dem über ein sehr unschönes Erlebnis berichtet wurde, das eine japanische Kleingruppe mit der Deutschen Bahn machen mußte. Vielleicht werden sie Deutschland nicht in schöner Erinnerung behalten. Vielleicht meiden sie Deutschland in Zukunft als Reiseland.

Fiktives Beispiel:
Von 10 Autofahrten sind etwa 7 glatt und 3 staugeprägt. Man erinnert die glatten Fahrten; Stau gehört nunmal leider dazu.
Von 40 Bahnfahrten sind etwa 39 gut und eine mies. Man erinnert allerdings nur die eine miese Fahrt.
Vielleicht muss ein Umdenken her?


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Rach, der Restauranttester

Markus-P, Sonntag, 20.07.2014, 22:23 (vor 4491 Tagen) @ moonglum

Hallo,

Ich verkürze das ganze einmal.
Wir engagieren einfach "Rach, der Restauranttester" -)

Sorry, der musste sein.
Aber ansonsten gebe ich Dir Recht.

Rach, der Restauranttester

Zugfahrer, Sonntag, 20.07.2014, 22:39 (vor 4491 Tagen) @ Markus-P

Vor einigen Wochen hatte ich mir auf der Fahrt von Berlin Hbf. nach Hannover Hbf. ein Rührei zum Frühstück gegönnt.

Problem:

Das Rührei gab es ohne Pfeffer und Salz, begeleitet von drei Scheiben FURZTROCKENEN Brot, etwas Schnittlauch und einem kleinem Stück Butter. Die drei Brotscheiben habe ich speichelbefeuchtend mit Kaffee nachspülend im Schlund versenkt. Musste ziemlich angestrengt kauen.

Zur Nachmittagszeit verzehrte ich die Maultaschen mit Salat. Auch hier reichte der Bistro-Mann dazu die drei Scheiben FURZTROCKENEN Brotes. Leider hatte ich kein Getränk mit bestellt, die FURZTROCKENEN Brotbissen somit blieben im Schlund stecken. Ich hustete und würgte. Das eigens zubereitete Stullenpaket wäre die bessere Alternative.

Der Fraß in den Bordrestaurants bereitet mehr Verdruss wie Genuss.

Achtung Ironie

guru61, Arolfingen, Montag, 21.07.2014, 08:00 (vor 4491 Tagen) @ moonglum


Es zählt das IMAGE Deutschlands zu einen und der wirtschaftliche Erfolg dieser Gastrosparte zum Anderen!

Ich weiss har nicht, was du hast:
http://www.deutschebahn.com/file/2192512/data/konzernleitbild.pdf

Ist doch alles in schönster Ordnung!

So ein tolles Leitbild hatte die Beamtenbahn doch nie!

Gruss Guru

Zu moonglums Punkten...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 21.07.2014, 08:59 (vor 4491 Tagen) @ moonglum

...fällt mir noch ein "Flexibilität der Mitarbeiter wecken".

Vor einer Weile, im ICE morgens von Hildesheim nach Frankfurt, Tatort Speisewagen.

Colaholiker: Guten Morgen, einmal das City-Frühstück bitte...
Gastro-Dame: Tut mir leid, die Kaffeemaschine ist kaputt, ich kann Ihnen kein Frühstück anbieten.
Colaholiker: Dann nehme ich einfach das Frühstück anstatt mit Kaffee mit einem Kaltgetränk...
Gastro-Dame: Tut mir leid, das geht nicht, ich kann das nur mit Kaffee oder Tee rausgeben...
Colaholiker: *murmel*

(Der Zug braust südwärts, in Kassel-Wilhelmshöhe geht eine Palette Kaffee-Thermoskannen an Bord)

Gastro-Dame: Möchten Sie eventuell einen Kaffee? Jetzt haben wir welchen.
Colaholiker: Naja, eigentlich möchte ich das City-Frühstück...
Gastro-Dame: Das geht doch nicht, die Kaffeemaschine ist kaputt!
Colaholiker: Aber Sie haben doch Kaffee! Sie haben mir eben einen angeboten!
Gastro-Dame: Zum City-Frühstück geht das aber nur aus der Kaffeemaschine, Kaffee aus der Thermoskanne ist da nicht vorgesehen...
Colaholiker: *wimmernd in die Tischkante beiß*

Mir dann am Ziel beim Bäcker am Bahnhof Frühstück geholt habende Grüße
der Colaholiker

ähnlich auch manchmal in "stationärer" Gastronomie

ICE 79, Montag, 21.07.2014, 09:40 (vor 4491 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von ICE 79, Montag, 21.07.2014, 09:43

Kunde: ein Weizenradler
Bedienung: wir haben nur Weizen in der Flasche
Kunde: dann machen Sie mir daraus ein Radler
Bedienung: das geht nicht, dann haben wir eine halbe Flasche "übrig"
Kunde: ...
Bedienung: ich kann Ihnen ein Pils-Radler machen
Kunde: bei dieser mangelnden Flexibilität hätte ich gerne ein kleines Wasser.

ähnlich auch manchmal in "stationärer" Gastronomie

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 21.07.2014, 10:00 (vor 4491 Tagen) @ ICE 79

Du kennst doch die beiden Grundgesetze der deutschen Gastronomie:

1. Das geht nicht, das steht nicht auf der Karte!
2. Auf der Terrasse gibt's nur Kännchen!

Grinsende Grüße
der Colaholiker

Zu moonglums Punkten...

EC 178, Montag, 21.07.2014, 14:29 (vor 4491 Tagen) @ Colaholiker

Hallo Colaholiker,

sehr ärgerlich die Sache. Aber die Gastronomie-Mitarbeiterin hat hier richtig gehandelt.

Hätte sie Dir nämlich das Cityfrühstück mit Pumpkannenkaffee verkauft, wäre das ein Bonierungsverstoß gewesen. Wärst Du ein Testkunde oder hätte das ein Testkunde mitbekommen, hätte das mächtig Ärger gegeben. Auf jeden Fall ein Personalgespräch, evtl. auch eine Ermahnung oder Abmahnung.

Resignierende Grüße.....
EC 178

Zu moonglums Punkten...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 21.07.2014, 14:44 (vor 4491 Tagen) @ EC 178

Hätte sie Dir nämlich das Cityfrühstück mit Pumpkannenkaffee verkauft, wäre das ein Bonierungsverstoß gewesen. Wärst Du ein Testkunde oder hätte das ein Testkunde mitbekommen, hätte das mächtig Ärger gegeben. Auf jeden Fall ein Personalgespräch, evtl. auch eine Ermahnung oder Abmahnung.

Wenn es nicht der Fehler der Mitarbeiterin war, was nach Deiner Argumentation durchaus sein kann, ist die fehlende Flexibilität systemimmanent. Nach gesundem Menschenverstand sollte es doch (solange der Kunde nicht auf "frisch gebrüht" besteht) vollkommen wumpe sein, woher der Kaffee kommt, Hauptsache Frühstück. Nachbesserungsbedarf besteht so oder so - eventuell aber an anderer Stelle als von mir ursprünglich gedacht.

Bei einer hiesigen Bäckereikette (die momentan 10€-Gutscheine auf Baguettetüten kleben haben) kann man beim Frhstück auch statt der Tasse Kaffee ein anderes Getränk bekommen - falls das gewünschte Getränk teurer ist als die Tasse Kaffee, muß man eben die Differenz bezahlen, falls das Getränk billiger ist, bekommt man nichts raus. Wenn man (von der Hierarchiespitze bis an die Front) will, geht sowas also anscheinend. Nur irgendwo klemmt es da bei der Bahn.

Ne Tasse Kaffee für ne Tasse Kaffee haltende Grüße
der Colaholiker

Zu moonglums Punkten...

geko, München, Montag, 21.07.2014, 14:51 (vor 4491 Tagen) @ EC 178

Hätte sie Dir nämlich das Cityfrühstück mit Pumpkannenkaffee verkauft, wäre das ein Bonierungsverstoß gewesen. Wärst Du ein Testkunde oder hätte das ein Testkunde mitbekommen, hätte das mächtig Ärger gegeben. Auf jeden Fall ein Personalgespräch, evtl. auch eine Ermahnung oder Abmahnung.

Zeichen eines kranken Unternehmens mit einer erschreckenden Philosophie. Im Bordrestaurant/-bistro geht es nur um eines: Umsatz. Und wenn Mitarbeiter für diesen sorgen, sollten sie gelobt werden. Egal wie sie es schaffen (solange legal).

@ Colaholiker + geko: Absolute Zustimmung - aber so ist es

EC 178, Montag, 21.07.2014, 14:55 (vor 4491 Tagen) @ geko

- kein Text -

Da könnte man schon kotz... wenn man's nur liest...

Blaschke, Montag, 21.07.2014, 19:53 (vor 4491 Tagen) @ EC 178

Hallo!

Es bestätigt sich immer wieder: Der ganze Laden ist durch und durch fehlorganisiert.


Hoffnungslose Grüße von

jörg

Zu moonglums Punkten...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Montag, 21.07.2014, 15:00 (vor 4491 Tagen) @ geko

Zeichen eines kranken Unternehmens mit einer erschreckenden Philosophie. Im Bordrestaurant/-bistro geht es nur um eines: Umsatz. Und wenn Mitarbeiter für diesen sorgen, sollten sie gelobt werden. Egal wie sie es schaffen (solange legal).

Nur hat man sich auf diese Weise ja um Umsatz gebracht - statt eines City-Frühstücks gab es eben nur einen Becher Kaffee aus der Kanne. Hätte die Dame nicht Konsequenzen zu fürchten, wenn sie im Sinne des Kunden flexibel reagiert, wäre da mehr bei rumgekommen. Sowohl in greifbaren Zahlen als auch in nicht bezifferbarer Kundenzufriedenheit.

Zumal der Kannen-Filterkaffee für die DB sogar günstiger sein dürfte als das, was die Automaten an Bord ausspucken.

Kopfschüttelnde Grüße
der Colaholiker

Was legal ist und was nicht entscheidet der Bahn-Tower in B

Tabernaer, Irgendwo im grünen Nirgendwo, Montag, 21.07.2014, 17:40 (vor 4491 Tagen) @ geko

- kein Text -

Bürokratismus in Reinkultur...

guru61, Arolfingen, Dienstag, 22.07.2014, 08:45 (vor 4490 Tagen) @ EC 178

Hallo Colaholiker,

sehr ärgerlich die Sache. Aber die Gastronomie-Mitarbeiterin hat hier richtig gehandelt.

Hätte sie Dir nämlich das Cityfrühstück mit Pumpkannenkaffee verkauft, wäre das ein Bonierungsverstoß gewesen. Wärst Du ein Testkunde oder hätte das ein Testkunde mitbekommen, hätte das mächtig Ärger gegeben. Auf jeden Fall ein Personalgespräch, evtl. auch eine Ermahnung oder Abmahnung.

Resignierende Grüße.....
EC 178

...st Deine Schliderung.
Wenn das wirklich so ist, dann frage ich mich, was diese Sätze aus dem Leitbild bedeuten sollen:
Kundenorientiert: Wir stellen unsere Kunden und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt des Handelns,
weil zufriedene Kunden die Basis für unseren unternehmerischen Erfolg sind. Wir überzeugen mit hoher
Produktqualität, wettbewerbsfähigen Preisen und zuverlässiger Leistungserbringung.

Also ist es besser, dass man einen Kunden verärgert, als dass man ihm die Wahl lässt, ob er nun einen Pumpkaffee, oder keinen bekommt?

Man bedenke, der Auslöser ist ja die Gastronomie, die es nicht fertig bringt, das Angebotene zu liefern.

Bürokratismus in Reinkultur...

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Dienstag, 22.07.2014, 09:07 (vor 4490 Tagen) @ guru61

Also ist es besser, dass man einen Kunden verärgert, als dass man ihm die Wahl lässt, ob er nun einen Pumpkaffee, oder keinen bekommt?

Tja, das ist das, was ich nicht verstehe. Wer legt solche praxisfernen Vorschriften denn fest? Wo is das Problem dabei, wenn der Kunde bei der Bestellung drauf hingewiesen wird, daß der Kaffee eben nicht frisch ist, sondern aus der Thermoskanne, und sich trotzdem für die Bestellung entscheidet? Zumal auf keinem dokument, das für Kunden offen ersichtlich ist, steht, der Kaffee sei frisch gebrüht. Da ist nur die Rede von einer Tasse Kaffee. ;-)

Wenn die voraben wirklich so sind, möchte ich der Mitarbeiterin im Speisewagen keinen Vorwurf machen - aber demjenigen, der sie ihrer Flexibilität beraubt.

Hungrige Grüße
der Colaholiker

Nein, das war daneben

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Dienstag, 22.07.2014, 11:04 (vor 4490 Tagen) @ EC 178

Auf meinen Belegen des City-Frühstück taucht seit 5 Jahren mit regelmäßiger Gewohnheit

- Kaffee Bonamat

auf. Und das ist schlicht und ergreifend die 2 Liter Blubberkiste.

Zu erzählen, zum Frühstück gäbe es nur Kaffee aus dem Vollautomaten (den will ich eh nicht) ist einfach nur falsch, oder aber, die Bahn braucht ab morgen seeehr viele neue Gastronomen.

Hat sich bei der aktuellen Frühstückslage aber eh erledigt, da bestellt man den Kaffee einzeln und zwar den, den man will.

Die DB muss asap raus aus dem Gastro-Business

101-Fan, Köln, Sonntag, 20.07.2014, 19:29 (vor 4492 Tagen) @ geko


Es gibt mE nur einen Ausweg: Die DB muss alsbald sämtliche Aktivitäten im Gastro-Bereich einstellen und diese Dienstleistung ausschreiben. Von mir aus können auch alle Preise um 25-50% ansteigen dadurch, Hauptsache es gibt endlich einen verlässlichen Service.

Hallo geko,

ich denke, das wäre für alle das Beste. Die Bahn hätte kein Risiko mehr, ob nun der Speisewagen wirtschaftlich läuft oder nicht und die Reisenden hätten ein besseres Angebot. Denn eine Firma, die ausschließlich von der Gastronomie lebt, muss sich eben auch mehr anstrengen. Für die Bahn ist die Bordgastronomie offenbar nur ein lästiges Beiwerk. Ich wäre von daher sehr dafür, wenn die DB die Bordgastronomie an eine Fremdfirma abgeben würde. Schön wäre natürlich, wenn die Mitarbeiter in den Zügen von dieser Firma übernommen würden, denn diese machen überwiegend einen sehr guten Job. Aber eben nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

--
Es grüsst aus Köln
Markus

Henry am Zug als Vorbild? OwT.

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 19:39 (vor 4492 Tagen) @ 101-Fan

- kein Text -

Henry

sflori, Sonntag, 20.07.2014, 20:32 (vor 4492 Tagen) @ ktmb

Hehe. Bei dem hab ich neulich erstmalig gegessen im RJ nach Frankfurt. War super!

Btw, woran man merkt, was man für ein "gebranntes" Kind ist als DB-Kunde:

1.
Man sucht gleich nach dem Einsteigen den APS im Speisewagen und fragt, ob sie denn tatsächlich durchgeht.

2.
Man fragt, was von der Speisekarte denn noch da ist.

3.
Man geht vor Abfahrt des Zuges an den Geldautomaten, um über ausreichend Bargeld zum Zahlen zu verfügen.


Bye. Flo.

Henry

ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 20:36 (vor 4492 Tagen) @ sflori
bearbeitet von ktmb, Sonntag, 20.07.2014, 20:37

Es gab auf DSO Diskussionen über das (ungarische) Personal und dessen schlechte Bezahlung. Weiß nicht, was daraus geworden ist.

Henry

sflori, Sonntag, 20.07.2014, 23:58 (vor 4491 Tagen) @ ktmb

Es gab auf DSO Diskussionen über das (ungarische) Personal und dessen schlechte Bezahlung. Weiß nicht, was daraus geworden ist.

Sicher, dass das Henry war? Ich habe bei DSO vor längerer Zeit mal ein bisschen was geschrieben von dem Caterer, der vorher den Dienst gemacht hat (Meindl was das afaik). Da war das gleiche Personal von Budapest bis Frankfurt (und nach 4 Stunden Nachtruhe wieder retour) auf dem Zug. Zur Personalbelastung bei Henry kann ich nichts sagen.


Bye. Flo.

Henry

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 23.07.2014, 01:16 (vor 4489 Tagen) @ sflori

Sicher, dass das Henry war? Ich habe bei DSO vor längerer Zeit mal ein bisschen was geschrieben von dem Caterer, der vorher den Dienst gemacht hat (Meindl was das afaik). Da war das gleiche Personal von Budapest bis Frankfurt (und nach 4 Stunden Nachtruhe wieder retour) auf dem Zug. Zur Personalbelastung bei Henry kann ich nichts sagen.

Ja, das war Henry. E-Express (der Vorgänger) war was das angeht wohl nicht viel, aber zumindest etwas besser. Zumal Henry nach einem kleinen Hoch (so etwa das erste halbe Jahr nach der Übernahme) sehr deutlich nachgelassen hat, und mMn inzwischen unter der DB rangiert.

--
Weg mit dem 4744!

Henry

RadExpress, Sonntag, 20.07.2014, 20:38 (vor 4492 Tagen) @ sflori

Nur die Mitarbeiter können einen Leid tun denn die sind den ganzen Umlauf auf den Zug !

Henry

guru61, Arolfingen, Montag, 21.07.2014, 08:05 (vor 4491 Tagen) @ sflori

2.
Man fragt, was von der Speisekarte denn noch da ist.

Ach, schön die Nostalgie. Erinnert mich an damals, als man in den HO Gaststätten, auch riesige Speisekarten bekam!

Gruss Guru (der sich regelmässig zwischen Bern und Olten im Speisewagen sein Feierabendbierchen (Erdinger Weissbier) leistet, und es, bei Ausfall der Waschmaschine, schon mal aus dem Kartonbecher trinkt)

Ach ja, es könnte noch Ironie drin sein.

Die DB muss asap raus aus dem Gastro-Business

moonglum, Hagen, Montag, 21.07.2014, 15:13 (vor 4491 Tagen) @ 101-Fan

Sehr gute und friedvolle Idee - Zustimmung zu diesem Experiment von mir, und warum nicht bei Lufthansa und Co. schauen, wie es ihnen zuverlässig gelingt, Köstliches in die Business-Class zu bringen. Da ist NIE etwas kaputt....

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Die DB muss asap raus aus dem Gastro-Business

Zugfahrer, Sonntag, 20.07.2014, 22:46 (vor 4491 Tagen) @ geko

Wenn ein privater Betreiber die Preise um 50% und mehr anheben würde, denn kostet der Kaffee nicht mehr 2,90 EUR sondern 4,20 EUR. Die Bahnkunden würden sich ermuntert fühlen, ihren eigenen Kaffee per Thermoskanne mitzubringen und den privaten Betreiber auf seinen Leistungen "sitzen zu lassen". Damit relativiert sich die Privatisierung von selbst, nennt sich natürliche Auslese.

Die DB muss asap raus aus dem Gastro-Business

CNL484, Sonntag, 20.07.2014, 23:08 (vor 4491 Tagen) @ Zugfahrer

Gastro muss bei der DB bleiben. Weniger Gehalt. Schlechtere Arbeitsbedingungen sind die folgen. Im Nachtverkehr sieht es nicht anders aus. Ständig gibt's nix zu futtern. Egal ob CNL,ÖBB oder CD (CNL)Nachtzüge nach Praha. Ordentlicher Beschwerde Brief an richtige Person müsste mal aufgesetzt werden. Bringt sowieso nix.

Die DB muss asap raus aus dem Gastro-Business

moonglum, Hagen, Montag, 21.07.2014, 15:13 (vor 4491 Tagen) @ Zugfahrer

Nein, denn diese Main-Seller bleiben im preis gleich oder werden eher billiger. Man verdient am hochpreisigeren Essen und am Wein!

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

Minimale Zuverlässigkeit

bigbug21, Sonntag, 20.07.2014, 23:23 (vor 4491 Tagen) @ moonglum

Hallo moonglum,

ich kann deine Eindrücke vom Grundsatz her nur bestätigen.

Am meisten ärgert mich, nicht mehr planen zu können. Früher war ein Frühstück oder ein Speisewagen auf einer langen Fahrt etwas, worauf man sich freuen konnte. Heute ist vieles einfach nur Glücksspiel. Im April hat gut die Hälfte meiner Versuche, auf dem Weg von Frankfurt nach Leipzig (hinter Frankfurt!) einen Salat zu bekommen, aufgrund fehlender Bevorratung oder technischer Störungen nicht geklappt. In den letzten Wochen klappt das besser, doch dann fiel reihenweise die Kühlung oder die ganze Klimaanlage im Speisewagen aus.

Ich ärgere mich einfach über die fehlende Zuverlässigkeit. Es gibt wenig nervigeres, als nach einem langen Arbeitstag und der Vorfreude auf ein gutes Abendessen im letzten Zug des Tages einfach null Angebot vorzufinden.

Es ist im Grunde genauso wie mit dem WLAN: Wenn es mal nicht funktioniert ist das in Ordnung. Wenn aber in Größenordnung von jeder zweiten, jeder dritten oder jeden vierten Fahrt eine erwartete Leistung nicht angeboten wird, geht man irgendwann davon aus, dass es einfach nicht funktioniert und plant entsprechend um.

Es geht mir nicht um Bahnbashing. Wie so mancher vielfahrender Kollege zeigt eine Blick ins Fahrtenbuch die Mängel der letzten Wochen auf.

Viele Grüße
Peter

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unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten

Minimale Zuverlässigkeit

markman, Montag, 21.07.2014, 09:01 (vor 4491 Tagen) @ bigbug21

ich fahre nicht täglich und auch nicht die Strecken, die oben genannt sind, aber ich kann nicht bestätigen, dass es auf meinen Strecken nichts zu essen gibt. Mir fällt in den letzten 12 Monaten nur ein Fall ein, bei dem es keinen Kaffee gab (viel schlimmer als kein Essen, weil morgens). Meine Strecken sind H=>HH, H=>FFM, H=>B, ca. 15 Fahrten im Monat, überwiegend ICE 1, vielleicht liegt es auch daran?

Gruß,
Markman

Heute: Gute Zuverlässigkeit

ktmb, Montag, 21.07.2014, 11:15 (vor 4491 Tagen) @ markman
bearbeitet von ktmb, Montag, 21.07.2014, 11:15

Bin heute auch wieder unterwegs und komme ohne größere Verspätung ans Ziel.
Grüße

Es ging nicht um Pünktlichkeit.[Heute: Gute Zuverlässigkeit]

bigbug21, Montag, 21.07.2014, 12:18 (vor 4491 Tagen) @ ktmb

Bin heute auch wieder unterwegs und komme ohne größere Verspätung ans Ziel.

Es ging mir auch nicht um Verspätungen, über die ich bei Fahrzeitreserven jenseits einer halben Stunde nicht klagen kann. Es ging mir auch nicht um Einzelfallbeispiele, in denen es gutgeht. Wenn auf zwei von drei Fahrten das Restaurant einigermaßen funktioniert (Technik, Vorräte, Personal), ist das insgesamt nicht mehr befriedigend.

Viele Grüße
Peter

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unterwegs für freie Eisenbahn- und Defibrillator-Daten

[Leicht OT] Neulich bei Facebook ...

sobinichhalt, Feldkirch, Montag, 21.07.2014, 12:20 (vor 4491 Tagen) @ moonglum

Lieber Blaschke,
liebe Gemeinde,

ich weiß ja nicht, ob es Euch aufgefallen ist, aber wer regelmäßig die Kommentare auf der DB-Bahn-Facebookseite liest stößt man hin und wieder auf ganz interessante Sachen.
Ich werde aber den Eindruck nicht los, dass die Leute, respektive die Kundschaft dort bezüglich Qualität und Service "nervöser" wird.

Unter folgendem Link hat jemand gepostet, der ziemlich frustriert war:
https://www.facebook.com/dbbahn/posts/708321979203746

Dort wird - im Wesentlichen - folgendes bemängelt:
- Klimaanlagenausfälle seit 2010
- Defekte Automaten und Anzeigetafeln
- Defekte Aufzüge
- Keinerlei Information über Verspätungen an kleineren Ausfällen
- Schlechte Bahnverbindungen nach Südpolen/Krakau
- Hohe Fahrpreise
- Mangelnder Komfort / enge Sitzabstände in neuen Zügen
- Immer weniger Speisewagen
- Überfüllte Züge
- Fahrpreiserhöhungen

Wenn ich so darüber nachdenke, dann ist das geneau das, was ich jeden Tag erlebe (mal mehr mal weniger), aber im Grunde hat der/die Poster(in) Recht, aber die Frage ist ja, ob man es besser machen kann innerhalb des (politisch) vorgegebenen Rahmens.

Manchmal hilft halt doch nur eine dicke Haut ...

Schöne Grüße!

sobinichhalt ....

[Leicht OT] Neulich bei Facebook ...

moonglum, Hagen, Montag, 21.07.2014, 15:07 (vor 4491 Tagen) @ sobinichhalt
bearbeitet von moonglum, Montag, 21.07.2014, 15:09

Doch, man könnte eine Menge besser machen, auch innerhalb des politisch vorgegebenen Rahmens, glaub(t) es mir.
Es lebe die FIndigkeit der Innovation und der Kreativität.

Jede Wette, dass drei Mitarbeiter/innen mit entsprechendem Fokus ausreichen würden, um zu ermitteln, wo der Haken ist, der so vieles schief laufen lässt. Jede Wette, dass sich innerhalb eines Vierteljjahres ermitteln ließe, wie man TECHNIK und LOGISTIK ausfallsicherer macht. Wo ein Wille ist, da ist IMMER auch ein Weg. Da wäre ich ganz optimistisch.

Übrigens: Wer die Verfügbarkeit von KAFFEE als Aushängeschild einer funktionierenden Gastronomie im Zug definiert, der definiert am Thema vorbei, zumal Kaffee auch einfach per Thermoskannen schnell eingeladen werden kann. Kaffee aus der Kanne ist "zu wenig", wenn es an anderen Ecken hapert.

Reines Bauchgefühl sagt mir, und da es Bauchgefühl ist, kann es auch falsch sein, dass wir auf folgende Themen stoßen würden, wenn wir das Thema angehen würden:

a) Unterbezahlung
und daraus resultierende mangelhafte Motivationslage und hoher Krankheitsstand und hohe Personalfluktuation

b) Kreativitätsblockaden durch unkreative Plüschetagenbewohner, die "brandgefährlich" für die eigene Karriere werden können, wenn man sie in ihrem Unkreativsein nicht hofiert

c) Verfehlte, wirklichkeitsferne Direktiven im Sinne einer Lehre von der maximalen Effizienz bei minimalen Kosten zur Bildung maximalen Gewinns (hallo McKinsey & Co.....)

Das sind eigentlich Binsenweisheiten, aber ich bin mir sicher, wir haben es mit diesen Wurzeln AUCH HIER zu tun.

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

moonglum, komm in die Niederlande...:)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 22.07.2014, 08:51 (vor 4490 Tagen) @ moonglum

Hallo moonglum,


vielleicht wird es mal Zeit, Dein Job in den Niederlanden zu machen?
Hier brauchst Du Dich nicht über Bordbistros aufzuregen, weil es diese bei uns nicht gibt.
Man ist meistens nur etwa eine Stunde in einem Zug, statt von Wien ganz bis Dortmund. Also ist man relativ oft in einem "IC"-Bahnhof und dort gibt es immer wohl etwas zu verzehren. Bread Pit, Julia's, Yammi Yammi, Smullers, Starbucks, KFC usw. Die Albert Heijn To Go Geschäfte werden auch von Touristen sehr gut angenommen. Und zum Lesen: im Bruna-Geschäft findest Du auch die Frankfurter Allgemeine und den monatlichen Eisenbahnkurier.

Bei uns brauchst Du nicht eine halbe Stunde zu warten, bis ein defekter Wagen ausgetauscht ist. Man wartet einfach auf den nächsten "IC", er ist in 15-30 Minuten da.

Aber ich sehe schon. Die OV-Chipkaart. Das ständige Ein- und Auschecken. Die Gedanke, trotz Abo ständig Fahrkarten von 0 Euro kaufen zu müssen. Die fehlenden Armlehnen im "IC". Die nicht-verstellbaren Rückenlehnen. Niemals eine reservierten Sitzplatz. Stolpern über falsch abgestellte Fahrräder. Eine beschmierte Toilette pro Triebzug, statt eine saubere pro Wagen. Regionalbahnen ohne Toiletten. Kaugummi auf den Bahnsteigen. Jedes Wochenende Baustellen und SEV mit Bussen.

Ich glaube, die Wahl wird nicht leicht sein.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Lieber Bauarbeiten zur Sanierung als marodes Netz ;-)

ALR997, Dienstag, 22.07.2014, 09:37 (vor 4490 Tagen) @ Oscar (NL)

Und es ist ja nicht so, als ob hier nie Baustellen wären.
Hier gibts auch Idioten die ihr Rad nicht richtig platzieren können.

Was den Preis bei euch angeht: ich finde, in den letzten Jahren ist er deutlich angestiegen, aber er ist noch immer angenehmer als hier (gut, das mag vor allem an der kürzeren Wegelänge, aber am Ende steht ja doch nur der Preis!)

Was die OV-Chipkaart angeht:
Wer tatsächlich zu faul ist pro Fahrt einmal ein- und wieder auszuchecken, dem ist wohl nicht mehr zu helfen. Die Karte wiegt vielleicht 10 Gramm, also keine sportliche Höchstleistung.
Die Bahnsteigsperren sorgen dafür, dass man das auschecken weder vergisst noch "vergisst". Also eine gute Lösung auch wenn es sich sicher ab und zu mal stauen wird.

Umgekehrt habe ich aber ein Ticket, das ich landesweit überall nutzen kann. Bus, Bahn, Metro? Kein Problem! Chipkaart und fertig!
Ich habe bislang nur eine anonyme, aber spiele derzeit mit dem Gedanken, mir eine dauerhafte Karte zuzulegen, weil es durchaus praktisch ist.

Wenn die Bahn die Bistro/Restaurants/etc abschaffen würde, dann wäre zwar der Aufschrei gross, aber immerhin WÜSSTE MAN DANN SICHER, dass man an Bord nix zu essen bekommt. So ist es ein Risikospiel, ebenso mit Klimas.

Lg,
Lucas

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