Von EC Wawel, Zackenbahn und Premiumfernverkehr -Fortsetzung (Reiseberichte)
Tag 2: Hamburg - Breslau
Heute steht der Eurocity „Wawel“ auf unserem Programm. Der Zug verbindet Hamburg und Berlin mit Breslau (Wrocław) und soll zum Fahrplanwechsel im Dezember eingestellt werden. Planmäßig besteht der Zug aus drei polnischen Wagen, wovon heute jedoch einer fehlt. Die beiden DB-Wagen verkehren nur bis Cottbus.
Noch kurz vorweg: mit Ausnahme von Breslau und Prag werde ich überwiegend die Ortsnamen in Landessprache verwenden aus rein praktischen Gründen, denn die kann ich bequem aus dem Fahrplan abschreiben.
Um kurz vor sieben Uhr geht es los, knapp acht Stunden werden wir nun mit dem Zug unterwegs sein. Den Namen „Wawel“ trägt der Zug eigentlich zu unrecht, denn der Wawel ist das Krakauer Königsschloss – doch nach Krakau fährt der Zug schon seit dem Jahr 2013 nicht mehr.
Wir beziehen unser Abteil und lassen nun die Landschaft am Zugfenster vorbeiziehen. Nach den Halten in Lüneburg und Uelzen geht es auf der Amerikalinie durch die Altmark und ab Stendal auf der Schnellfahrstrecke nach Berlin.
Nachdem wir Berlin passiert haben, geht die Fahrt weiter durch den Spreewald und die Lausitz nach Cottbus.
In Cottbus findet ein Lokwechsel auf eine polnische Diesellok statt und die beiden DB-Wagen werden abgehängt. Hier steigt auch das polnische Zugpersonal zu, wobei die deutschen Zugbegleiter bis zum Grenzbahnhof Forst ebenfalls noch an Bord sind.
In Zary sehe ich eine junge Dame mit einem kleinen Wägelchen auf dem Bahnsteig, die ich allerdings aufgrund ihrer Alltagskleidung nicht recht einordnen kann. Kurze Zeit später kommt die Dame in Uniform durch den Wagen und verteilt kostenlos Waffelriegel und Getränke. Nach diesem einmaligen Einsatz verschwindet die Uniform wieder und den Rest der Fahrt verbringt die Dame in zivil. Später steigt dann noch eine richtige Minibar zu.
Sehr gemütlich rollen wir nun auf der Dieselstrecke zwischen Żary und Węgliniec durch Niederschlesien. Die Klimaanlage im Zug arbeitet tadellos und mit maximal 50 Stundenkilometern geht es gemächlich durch Wald, Wiesen und Dieselwolken – eine herrliche Fahrt.
In Węgliniec geht die Diesellok vom Zug, die weitere Strecke ist elektrifiziert. Mit deutlich höherer Geschwindigkeit fahren wir nun weiter nach Breslau.
Und hier ist der stolze 2-Wagen-EC in Breslau angekommen. Mein letzter Breslau-Besuch liegt drei Jahre zurück, damals war der Bahnhof noch eine große Baustelle. Insofern bin ich gespannt, wie sich der Bahnhof verändert hat.
Das Ergebnis der Sanierung kann sich sehen lassen, sowohl von innen als auch von außen ist der Bahnhof ein Schmuckstück.
Nachdem ich Breslau schon kenne, gibt es diesmal nur einen kleinen Rundgang über den Marktplatz (Rynek).
Da es morgen schon wieder recht früh weitergeht, habe ich ein Hotel in Bahnhofsnähe gewählt, deshalb kommen wir nun am Abend nochmals am Bahnhof vorbei. Mit dem Bild des nächtlich beleuchteten Bahnhofs beenden wir den zweiten Reisetag.
Die Fortsetzung folgt in den nächsten Tagen.
Viele Grüße
Tobias
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- Von EC Wawel, Zackenbahn und Premiumfernverkehr [1/5] 34 B. -
TD,
05.07.2014, 21:55
- Von EC Wawel, Zackenbahn und Premiumfernverkehr -Fortsetzung -
TD,
05.07.2014, 21:59
- Mal wieder SPITZE! Freue mich auf Fortsetzungen!
-
oppermad,
05.07.2014, 22:16
- Allerdings zuviel Kritik an den SBB in Teil 1. -
Blaschke,
05.07.2014, 22:29
- SBB! - ktmb, 06.07.2014, 15:12
- Allerdings zuviel Kritik an den SBB in Teil 1. -
Blaschke,
05.07.2014, 22:29
- Von EC Wawel, Zackenbahn und Premiumfernverkehr -Fortsetzung -
Turbonegro,
06.07.2014, 19:25
- Von EC Wawel, Zackenbahn und Premiumfernverkehr -Fortsetzung - TD, 07.07.2014, 18:10
- Mal wieder SPITZE! Freue mich auf Fortsetzungen!
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TD,
05.07.2014, 21:59