Fernverkehr an der Mosel (m3+1B) (Reiseberichte)

ortenau-s-bahner, Freitag, 04.07.2014, 11:09 (vor 4323 Tagen)
bearbeitet von ortenau-s-bahner, Freitag, 04.07.2014, 11:10

Hallo,

da der Fernverkehr an der Mosel zwischen Trier und Koblenz in Form von Intercitys mit der 181 zum Jahresende seinem Ende entgegengeht, hatte ich kürzlich einige davon abgelichtet.

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IC 131 auf dem Weg nach Norden auf der Brücke in Ediger-Eller

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IC 134 nach Trier auf dem Hangviadukt in Pünderich.

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IC 130 gewann das Rennen mit dem Schatten auf der Brücke in Bullay nur knapp, aber immerhin ;-)

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Dieselbonus: Auch für die 628er zwischen Bullay und Traben-Trarbach geht es zu Ende. Sie werden ab Dezember von RegioShutteln von Rhenus Veniro abgelöst werden. Hier auf dem kleinen Hangviadukt in Reil.

Gruß

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

lenasblau, Freitag, 04.07.2014, 11:20 (vor 4323 Tagen) @ ortenau-s-bahner

Woher kommt die Info, dass der IC-Verkehr an der Mosel eingestellt wird? Nach meinen Infos soll nur der Abschnitt Trier-Luxembourg nicht mehr bedient werden. Dies aber auch frühestens ab Dezember 2015...

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

ICE3 Fan, Freitag, 04.07.2014, 11:27 (vor 4323 Tagen) @ lenasblau

Von was für ne Lok werden denn die IC wagen gezogen? Sieht ein bisschen so auss wie 111

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Mfg. ICE3 Fan (Lukas)

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

mrhuss, FKON, Freitag, 04.07.2014, 11:28 (vor 4323 Tagen) @ ICE3 Fan

Von was für ne Lok werden denn die IC wagen gezogen? Sieht ein bisschen so auss wie 111

Das ist eine 181, steht doch da!

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

ICE3 Fan, Freitag, 04.07.2014, 11:40 (vor 4323 Tagen) @ mrhuss

Oh sorry irgendwie hab ich das übersehen

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Mfg. ICE3 Fan (Lukas)

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

mrhuss, FKON, Freitag, 04.07.2014, 11:28 (vor 4323 Tagen) @ lenasblau
bearbeitet von mrhuss, Freitag, 04.07.2014, 11:29

Woher kommt die Info, dass der IC-Verkehr an der Mosel eingestellt wird? Nach meinen Infos soll nur der Abschnitt Trier-Luxembourg nicht mehr bedient werden. Dies aber auch frühestens ab Dezember 2015...

Betroffen ist der ganze Abschnitt Koblenz-Luxemburg und das auch schon ab Dezember 2014. Gleichzeitig geht eine neue stündliche RE-Linie in Betrieb, die von der CFL mit Stadler KISS betrieben wird und zwischen Koblenz und Trier mit der RE-Linie Koblenz-Saarbrücken, die die DB mit Stadler FLIRT betreibt, vereinigt ist.

War schon sehr oft hier und in den Medien nachzulesen.

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

lenasblau, Freitag, 04.07.2014, 11:34 (vor 4323 Tagen) @ mrhuss

Ok - Wieder was gelernt :-) Halte die Maßnahme ja für völlig übertrieben. Es gehen doch nur 2 bis 3 Zugpaare pro Tag bis Luxembourg durch und gerade im Sommer und zur Weinlese ist die Mosel doch eines der beliebtesten Urlaubsziele. Da kann man nur den Kopf schütteln...
Das vorwiegend ältere Publikum in Koblenz umsteigen zu lassen, ist ein Unding!!!

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

mrhuss, FKON, Freitag, 04.07.2014, 11:45 (vor 4323 Tagen) @ lenasblau

Ok - Wieder was gelernt :-) Halte die Maßnahme ja für völlig übertrieben. Es gehen doch nur 2 bis 3 Zugpaare pro Tag bis Luxembourg durch und gerade im Sommer und zur Weinlese ist die Mosel doch eines der beliebtesten Urlaubsziele. Da kann man nur den Kopf schütteln...
Das vorwiegend ältere Publikum in Koblenz umsteigen zu lassen, ist ein Unding!!!

Aus Sicht von DB Fernverkehr leider nur verständlich. Es herrscht Wagenmangel, die Auslastung ist nicht besonders hoch und die 40 Jahre alte 181 ist als Splitterbaureihe auch auf dem absteigenden Ast und vermutlich auch nur noch in Betrieb, weil der Fernverkehr keine anderen Zweisystemloks für Frankreich und Luxemburg und allgemein Lokmangel hat.

Der tägliche Schwarzwald-IC wird ja auch eingestellt, inoffiziell ist der Grund ebenfalls Wagenmangel. Die Auslastung wurde schon im Vorfeld künstlich gesenkt durch die Vorverlegung in Südrichtung um zwei Stunden unter der Woche.

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

lenasblau, Freitag, 04.07.2014, 11:57 (vor 4323 Tagen) @ mrhuss

... über die Auslastung möchte ich jetzt kein Urteil fällen, da ich bislang nur einmal gefahren bin. Zudem kann die Fahrt sicher in Trier enden, so dass keine Zweisystemlok gebraucht wird. Gerade für das Ruhrgebiet mit seinen 6 Millionen Einwohnern ist der Zug eine tolle Direktverbindung ins schöne Moseltal.

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

Fwac, NRW, Freitag, 04.07.2014, 12:02 (vor 4323 Tagen) @ lenasblau

... über die Auslastung möchte ich jetzt kein Urteil fällen, da ich bislang nur einmal gefahren bin. Zudem kann die Fahrt sicher in Trier enden, so dass keine Zweisystemlok gebraucht wird. Gerade für das Ruhrgebiet mit seinen 6 Millionen Einwohnern ist der Zug eine tolle Direktverbindung ins schöne Moseltal.

Oder wie früher Richtung Saarbrücken weiterfahren. Aber dann werden zu viele Reisende von Köln über Koblenz Richtung Saarbrücken fahren und nicht den teuren Umweg über die KRM nehmen ...

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

mrhuss, FKON, Freitag, 04.07.2014, 12:08 (vor 4323 Tagen) @ Fwac

Oder wie früher Richtung Saarbrücken weiterfahren. Aber dann werden zu viele Reisende von Köln über Koblenz Richtung Saarbrücken fahren und nicht den teuren Umweg über die KRM nehmen ...

Mal ehrlich, ich glaube, da würde überhaupt niemand mitfahren, wenn's billiger und genau so schnell mit dem RE geht, zumal Ruhrgebiet-Saarbrücken jetzt nicht unbedingt eine Relation mit riesigem Fahrgastpotenzial ist.

Fernverkehr an der Mosel

mrhuss, FKON, Freitag, 04.07.2014, 12:06 (vor 4323 Tagen) @ lenasblau

... über die Auslastung möchte ich jetzt kein Urteil fällen, da ich bislang nur einmal gefahren bin. Zudem kann die Fahrt sicher in Trier enden, so dass keine Zweisystemlok gebraucht wird. Gerade für das Ruhrgebiet mit seinen 6 Millionen Einwohnern ist der Zug eine tolle Direktverbindung ins schöne Moseltal.

Aber Waggons bräuchte man trotzdem noch (wenn man sich den Lokwechsel in Koblenz sparen wollte dann sogar Steuerwagen!) und Fernverkehr dürfte sich zusätzlich zum subventionierten stündlichen RE kaum wirtschaftlich betrieben lassen, insbesondere wenn man nur noch bis Trier fahren würde. Außerdem ist der Ausflugsverkehr an die Mosel doch eher saisonal, den Rest des Jahres fahren die Züge dann leer. Es ist also leider unrealistisch, dass weiterhin Fernverkehr an der Mosel geben wird. Aber die DB bietet ja jetzt einen Fernbus von Frankfurt über Trier nach Luxemburg an...

Was ist eigentlich aus den zusätzlichen, saisonalen "Säuferzügen" geworden? Gibt's die noch?

Fernverkehr an der Mosel

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 04.07.2014, 14:24 (vor 4323 Tagen) @ mrhuss

Was ist eigentlich aus den zusätzlichen, saisonalen "Säuferzügen" geworden? Gibt's die noch?

Es gibt den "Hetzerather" in Privater Hand. Von DB Seite gibt es nur noch einen nach Eltville und zurück von Frankfurt sowie Sonntags einen Zug von Norddeich.

Grüße Andreas

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 04.07.2014, 12:08 (vor 4323 Tagen) @ mrhuss
bearbeitet von Twindexx, Freitag, 04.07.2014, 12:12

Hoi,

Aus Sicht von DB Fernverkehr leider nur verständlich. Es herrscht Wagenmangel, die Auslastung ist nicht besonders hoch und die 40 Jahre alte 181 ist als Splitterbaureihe auch auf dem absteigenden Ast und vermutlich auch nur noch in Betrieb, weil der Fernverkehr keine anderen Zweisystemloks für Frankreich und Luxemburg und allgemein Lokmangel hat.

Loks und Wagen gäbe es in doppelstöckiger Form sehr wohl. Die 146.5 für die DB-IC-Dosto sind als Traxx AC2 standardmässig als Zweifrequenzmaschine konzipiert. Man müsste nur einen schmaleren Stromabnehmer (den exakt gleichen wie für die Schweiz-Verkehre) und das passende Zugsicherungssystem einbauen. Dann hätte DB FV Loks für einen Einsatz nach Luxemburg. Und entsprechende Doppelstockwagen aus Görlitzer Fertigung fahren auch bereits in Luxemburg, die Zulassung der neuen DB-IC-Dosto in Luxemburg dürfte da keine allzu grosse Hexerei darstellen.

Und tatsächlich hat die DB dem Bundesland sogar solche IC-Dosto angeboten, wenn das Land auf ein Integrationsmodell mit Anerkennung regionaler Tarife und Tarifausgleich an die DB à la Gäubahn oder Bremen-Norddeich einggegangen wäre. Aber dies kam nicht zustande. Nun wird die DB alle IC von/nach Trier zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 einstellen, da diese ihrer Meinung nach neben dem dichteren RE-Takt nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden könnten.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Fernverkehr an der Mosel

mrhuss, FKON, Freitag, 04.07.2014, 12:12 (vor 4323 Tagen) @ Twindexx

Das ist natürlich völlig richtig, aber es wäre ein komplett neues Angebot, das nichts mehr mit dem Status Quo zu tun hat, und es wäre nicht zusätzlich, sondern anstatt des künftigen RE-Konzepts.

Diese Kooperationsverkehre sind natürlich auch ein geschickter Schachzug der DB, da so von vornherein ausgeschlossen ist, dass bei einer Ausschreibung Mitbewerber zum Zug kommen.

Fernverkehr an der Mosel

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 04.07.2014, 12:36 (vor 4323 Tagen) @ mrhuss

Hoi,

Das ist natürlich völlig richtig, aber es wäre ein komplett neues Angebot, das nichts mehr mit dem Status Quo zu tun hat, und es wäre nicht zusätzlich, sondern anstatt des künftigen RE-Konzepts.

Nicht unbedingt. Man könnte die IC zusätzlich führen oder einzelne RE durch IC ersetzen. Am RE-Konzept selbst würde dies grundsätzlich nichts ändern.

Diese Kooperationsverkehre sind natürlich auch ein geschickter Schachzug der DB, da so von vornherein ausgeschlossen ist, dass bei einer Ausschreibung Mitbewerber zum Zug kommen.

Auch das ist nicht zwingend. Man könnte bei einem stündlichen Verkehr auch nur einen Zweistundentakt als IC und einen anderen Zweistundentakt als RE mit Ausschreibung betreiben.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Kooperationsverkehr DB FV

mrhuss, FKON, Samstag, 05.07.2014, 12:55 (vor 4322 Tagen) @ Twindexx

Diese Kooperationsverkehre sind natürlich auch ein geschickter Schachzug der DB, da so von vornherein ausgeschlossen ist, dass bei einer Ausschreibung Mitbewerber zum Zug kommen.

Auch das ist nicht zwingend. Man könnte bei einem stündlichen Verkehr auch nur einen Zweistundentakt als IC und einen anderen Zweistundentakt als RE mit Ausschreibung betreiben.

Nun gut, dann hätte die DB eben nicht zwingend den kompletten Verkehr, aber doch die Hälfte des Kuchens von vornherein gesichert und verdient je nach Vertragsgestaltung auch noch an den FV-Fahrkarten...

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

Christian_S, Freitag, 04.07.2014, 13:28 (vor 4323 Tagen) @ mrhuss


Der tägliche Schwarzwald-IC wird ja auch eingestellt, inoffiziell ist der Grund ebenfalls Wagenmangel. Die Auslastung wurde schon im Vorfeld künstlich gesenkt durch die Vorverlegung in Südrichtung um zwei Stunden unter der Woche.

Das die Vorverlegung der Auslastung abträglich war glaube ich nun weniger, erreichen die Urlauber ihre Ziele im Schwarzwald und am Bodensee doch nun angenehm zwischen 16 und 18 Uhr, was vielen besser gefallen dürfte als 18-20 Uhr. Gerade die ältere Generation, die solche Zugverbindungen gerne nutzt kommt ungern erst nach dem Abendessen im Hotel an ...

Exkurs: Schwarzwald-IC

mrhuss, FKON, Freitag, 04.07.2014, 13:29 (vor 4323 Tagen) @ Christian_S
bearbeitet von mrhuss, Freitag, 04.07.2014, 13:31

Der tägliche Schwarzwald-IC wird ja auch eingestellt, inoffiziell ist der Grund ebenfalls Wagenmangel. Die Auslastung wurde schon im Vorfeld künstlich gesenkt durch die Vorverlegung in Südrichtung um zwei Stunden unter der Woche.

Das die Vorverlegung der Auslastung abträglich war glaube ich nun weniger, erreichen die Urlauber ihre Ziele im Schwarzwald und am Bodensee doch nun angenehm zwischen 16 und 18 Uhr, was vielen besser gefallen dürfte als 18-20 Uhr. Gerade die ältere Generation, die solche Zugverbindungen gerne nutzt kommt ungern erst nach dem Abendessen im Hotel an ...

Dafür sind nun ab Offenburg keine Pendler mehr drin. Dass die Auslastung auf dem Schwarzwald-Abschnitt seit der Verlegung deutlich abgenommen hat ist eine Tatsache.

IC-Linie 35 und RE 1

Karolinger, Freitag, 04.07.2014, 15:03 (vor 4323 Tagen) @ lenasblau

Im Zuge des RLP-Taktes 2015 wird zukünftig ein stündlicher RE 1 von Koblenz nach Trier verkehren, dieser wird in Trier gefügelt, ein Zugteil fährt nach Luxemburg, der andere Zugteil über Saarbrücken nach Kaiserslautern/Mannheim.
Der RE 1 wird in Koblenz in den Nullknoten eingebunden.
Dadurch besteht in Koblenz Anschluss an die IC-Linie 30/31 von/nach Hamburg und die IC-Linie 32 Richtung Stuttgart.
Ergänzt wird der RE 1 durch eine stündliche RB 81 von Perl über Trier nach Koblenz, die den dortigen 30er-Knoten erreicht, um so Anschluss an die IC-Linien 32/35 Richtung Norden und die IC-Linien 30/31 Richtung Süden herzustellen.
Allerdings braucht die RB 81 fast 30 Minuten länger als der RE 1, so dass die RB 81 kurz nach dem RE 1 in Trier abfährt.
Der schnellere Weg von Trier in Richtung Süden führt aber über Mannheim, so dass hier die Prioritäten richtig gestezt wurden.

Durch die neue Zeitlage des RE 1 verkürzt sich die Fahrtzeit von Trier nach Bremen und Hamburg um 30 Minuten. Andereseits verlängert sich die Fahrtzeit nach Hannover und Berlin sowie nach Emden um mindestens 30 Minuten, denn die IC-Linie 35 soll auch zwischen köln und Koblenz ausgedünnt werden.

Die bisherigen ICs könnten problemlos weiter verkehren, da es keine Trassenkonflikte mit dem Nahverkehr gibt.
Wenn man der Pressemitteilung des rheinland-pfälzischem Verkehrsministeriums vom 18. Juni 2014 glauben darf, wird sogar weiterhin über eine Integration der IC-Züge in den Nahverkehr verhandelt.
Eine Integration wäre aber nur eingeschränkt möglich, da man die IC-Linie 30/31 weiterhin nach Frankfurt bzw. Stuttgart verkehren lassen wird und diese sich auch nicht flügeln lassen. Und das in Koblenz beginnende und endende Zugpaar IC 2212/2307 kommt für eine Verlängerung zu spät in Koblenz an bzw. fährt zu früh in Koblenz ab.
Die Züge der IC-Linie 35 könnte den RE aber nicht ersetzen, sondern nur zum 30-Minuten-Takt verdichten. Das wäre im Berufsverkehr interessant (heutiges IC-Zugpaar 131/132). Aber ich glaube nicht mehr daran.

Auf der IC-Linie 35 gibt es folgendes Angebot (ohne saisonale Züge zwischen Emden und Köln):

IC 2338 Dortmund 5.52 Uhr - Essen - Duisburg - Köln - Bonn - Koblenz 8.16 Uhr (Mo-Fr)
Der Zug wird ab Dezember 2014 über Gelsenkirchen geführt, da die Trasse über Essen für die neue ICE-Linie 47 benötigt wird. Bei dem Zug handelt es sich um den ehemaligen "Wörthersee", der nun in der Trasse des ehemaligen IC 438 Münster-Luxemburg verkehrt. Bis Ende 2010 fuhr IC 2338 auch samstags.
IC 2005 Emden 6.34 Uhr - Münster - Gelsenkirchen - Duisburg - Köln - Bonn - Koblenz 11.16 Uhr (freitags und samstag weiter nach Konstanz; Mo-Sa)
Ursprünglich wollte die DB die Züge nach Konstanz einstellen, nun bleiben sie doch. Unklar ist, ob IC 2005 montags bis donnerstags bereits in Köln endet, bis Ende 2011 fuhr er montags bis donnerstags als IC 2015 nach Stuttgart, bis Ende 2005 täglich als IC bis Trier.
IC 1936 Emden 8.34 Uhr - Münster - Gelsenkirchen - Duisburg - Köln 12.12 Uhr
Bis Ende 2011 fuhr der Zug als IC 136 weiter nach Luxemburg.
IC 134 Norddeich Mole 9.52 Uhr - Emden - Münster - Gelsenkirchen - Duisburg - Köln - Bonn - Koblenz - Trier - Luxemburg 17.44 Uhr
Zum Fahrplanwechsel wird dieser Zug zwischen Köln und Luxemburg oder Koblenz und Luxemburg entfallen.
IC 132 Norddeich Mole 11.36 Uhr - Emden - Münster - Gelsenkirchen - Duisburg - Köln - Bonn - Koblenz - Trier - Luxemburg 19.39 Uhr (Mo-Fr+So, Sa als IC 2019 ab Koblenz weiter nach Stuttgart)
Zum Fahrplanwechsel wird dieser Zug zwischen Köln und Luxemburg oder Koblenz und Luxemburg entfallen.
IC 130 Norddeich Mole 13.52 Uhr - Emden - Münster - Gelsenkirchen - Duisburg - Köln - Bonn - Koblenz 19.16 Uhr (Sa weiter nach Luxemburg)
Zum Fahrplanwechsel wird dieser Zug zwischen Köln und Luxemburg oder Koblenz und Luxemburg entfallen, aufgrund der Bedeutung im Berufsverkehr wird IC 130 montags bis freitags wohl weiterhin bis Koblenz fahren.
IC 2332 Emden Außenhafen 16.04 Uhr - Emden - Münster - Gelsenkirchen - Duisburg - Köln 20.12 Uhr (saisonal als IC 2334 von Norddeich Mole)
Bis Ende 2004 fuhr dieser Zug weiter bis Koblenz. Jetzt übernachtet er in Köln (werksanbindung) und wird morgens leer nach Koblenz für IC 2333 gebracht.

Gegenrichtung:
IC 2333 Koblenz 6.42 Uhr - Bonn - Köln - Duisburg - Gelsenkirchen - Münster - Emden - Norddeich Mole 12.17 Uhr (Sa+So erst ab Köln, im Winter nicht So)
Bis Ende 2004 fuhr der Zug täglich, bis Ende 2005 werktäglich ab Koblenz, zwischen Ende 2007 und Ende 2012 fuhr stattdessen ICE 855 nach Berlin zwischen Koblenz und Köln)
IC 131 Luxemburg 6.20 Uhr - Trier - Koblenz - Bonn - Köln - Duisburg - Gelsenkirchen - Münster - Emden - Emden Außenhafen 13.52 Uhr (saisonal als IC 231 nach Norddeich Mole; So erst ab Köln)
Bis Ende 2005 noch täglich ab Luxemburg, zum Fahrplanwechsel wird dieser Zug zwischen Luxemburg und Köln oder Luxemburg und Koblenz entfallen.
IC 133 Luxemburg 8.20 Uhr - Trier - Koblenz - Bonn - Köln - Duisburg - Gelsenkirchen - Münster - Emden - Norddeich Mole 16.18 Uhr
Zum Fahrplanwechsel wird dieser Zug zwischen Luxemburg und Köln oder Luxemburg und Koblenz entfallen.
IC 2335 Köln 13.46 Uhr - Duisburg - Gelsenkirchen - Münster - Emden - Norddeich Mole 18.05 Uhr (freitags als IC 2339 über Essen statt Oberhausen)
Bis Ende 2011 als IC 135 von Luxemburg.
IC 2004 Koblenz 14.43 Uhr - Bonn - Köln - Duisburg - Gelsenkirchen - Münster - Emden 19.25 Uhr (Fr als IC 2014 von Stuttgart, Sa als IC 2006 von Konstanz nach Dortmund, So von Konstanz)
Bis Ende 2011 fuhr der Zug montags bis donnerstags von Stuttgart, bis Ende 2005 kam der Zug täglich von Trier. Ungewiss ist, ob er zum Fahrplanwechsel montags bis donnerstags erst in Köln beginnt.
IC 137 Koblenz 16.43 Uhr - Bonn - Köln - Duisburg - Gelsenkirchen - Münster - Emden 21.25 Uhr (Sa erst ab Köln, So von Luxemburg)
Früher fuhr der Zug täglich von Luxemburg, zum Fahrplanwecshel entfällt der Abschnitt Luxemburg-Koblenz, aufgrund der Bedeutung im Berufsverkehr wird IC 137 montags bis freitags wohl weiterhin in Koblenz beginnen.
LPF 78681 Koblenz - Dortmund Bbf
Bis Ende 2011 durften noch Fahrgäste im IC 2338 (Koblenz ab 19.43 Uhr) mitfahren, der die ehemalige Trasse des EC Wörthersees nutzt. Er stellt die Umlaufverknüpfung zwischen IC 130 und IC 2338 her. In der heutigen Trasse des Wörthersees eine Stunde eher fuhr bis Ende 2008 IC 439 von Luxemburg nach Dortmund.

133, 134 & 137 sollen wohl auf Köln eingekürzt werden

MAPO81, Freitag, 04.07.2014, 18:20 (vor 4323 Tagen) @ Karolinger

- kein Text -

Möglicher Umlaufplan Linie 35 und Taktlücken

Karolinger, Sonntag, 06.07.2014, 09:03 (vor 4321 Tagen) @ MAPO81

Dortmund - 2338 - Koblenz - 131/231 - Emden Außenhafen/Norddeich Mole - 2332/2334 - Köln
Köln - 133 - Norddeich Mole (saisonal - 2330 - Köln)
Norddeich Mole - 134 - Köln - 137 - Emden
Emden - 1936 - Köln - 2335/2339 - Norddeich Mole
(Saisonal Köln - 2331 -) Norddeich Mole - 132 - Koblenz
Koblenz - 2333 - Norddeich Mole - 130 - Koblenz - leer - Dortmund

Von Freitag auf Samstag entfällt Koblenz - leer - Dortmund - 2338 - Koblenz
Samstags endet der 132 bereits in Köln.

IC 2004/2005/2006/2014 sind weiterhin in einem Umlauf mit IC 1911(So)/2318(außer Fr+Sa)/2319(außer Sa+So).

Mutmaßungen:
Da der 2333 samstags erst in Köln beginnt, fährt freitags der 132 anschließend leer nach Köln.
Da der 131 sonntags erst in Köln beginnt, endet samstags der 130 bereits in Köln.

Das führt dann zu großen Angebotslücken in Remagen und Andernach.
Die beiden Städte hätten bis 2002 einen reinen Stundentakt und anschließend einen Stundentakt mit einzelnen Taktlücken.
Jetzt gibt es riesige Taktlücken.
Zwischen IC 2010/2018 (~10 Uhr) und IC 2004/2006/2014 (~15 Uhr) liegen 5 Stunden, samstags im Winter, wenn IC 2018 nicht fährt sogar 6 Stunden, nur freitags verkehrt mit IC 1922 noch ein Fernverkehrszug dazwischen (~12 Uhr). Sonntags sind es zwischen IC 2212 (~6.30 Uhr) und IC 1924 (~12 Uhr) 5,5 Stunden.
In Gegenrichtung sind es montags bis donnerstags zwischen IC 2013 (~12 Uhr) und IC 2011 (~16 Uhr) 4 Stunden, freitags verkehrt dazwischen IC 1911. Samstags im Winter gäbe es dann sogar eine Angebotslücke von 11,5 Stunden zwischen IC 2013 und IC 2307 (~23.30 Uhr), die im Sommer lediglich durch IC 2019 (~17 Uhr) unterbrochen würde.
Natürlich haben Remagen und Andernach auch im Vergleich zu vielen größeren Städten immer noch ein akzeptables Angebot, aber gegenüber früherer ist eine deutliche Verschlechterung. Zumal der RE 5 nur bedingt als Alternative in Frage kommt, da er zwischen Koblenz und Duisburg eine halbe Stunde länger unterwegs ist und vor allem zwischen Bonn und Duisburg regelmäßig überfüllt ist.

IC 134/137 könnte man übrigens ohne Fahrzeugmehrbedarf bis nach Koblenz führen. Da die Züge zwischen Köln und Koblenz immer gut gefüllt sind, wundert mich die Einschränkung.

Vielen Dank für die Bilder!

mrhuss, FKON, Freitag, 04.07.2014, 11:29 (vor 4323 Tagen) @ ortenau-s-bahner

- kein Text -

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 04.07.2014, 11:31 (vor 4323 Tagen) @ ortenau-s-bahner

Moin,

der 628 ist wohl ein Nachschuß? ;-)

Vielen Dank für die Aufnahmen. Die Stichstrecke nach Tratra kenne ich nicht, die Moselstrecke ist aber definitiv eine Mitfahrt wert. Egal ob Doppelstock, IC oder gar 425. Bummelzug hat bei mir noch nicht gepaßt. ;-)


Viele Grüße
Sören

--
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Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

DerMax, Freitag, 04.07.2014, 14:49 (vor 4323 Tagen) @ Sören Heise

Wobei der IC 134 bei meiner Fahrt am Mittwoch ab Koblenz relativ gut ausgelastet war (etwa 60%).
Das ist für einen IC unter der Woche eigentlich ein guter Wert.
Aber der Fernverkehr wird schon wissen, warum er das macht.

Gründe für Fernverkehrsaus

Karolinger, Freitag, 04.07.2014, 15:19 (vor 4323 Tagen) @ DerMax
bearbeitet von Karolinger, Freitag, 04.07.2014, 15:20

Wobei der IC 134 bei meiner Fahrt am Mittwoch ab Koblenz relativ gut ausgelastet war (etwa 60%).
Das ist für einen IC unter der Woche eigentlich ein guter Wert.
Aber der Fernverkehr wird schon wissen, warum er das macht.

1) Aus Frackigkeit.
Das böse Land Rheinland-Pfalz hat sich nicht auf sein Integrationsmodell eingelassen und behauptet Fernverkehr sei Bundessache.
2) Kein Geld mehr aus Luxemburg
Luxemburg zahlt bislang fiannzielle Zuschüsse für die IC
3) BR 181.2 am Ende
Und neue Mehrsystemlokomotiven kosten Geld.
4) Fehlende Steuerwagen
Selbst wenn IC 134 nur bis Trier fährt, ist in Koblenz ein Lokwechsel erforderlich. Und Lokwechsel sind teuer, weil personalintensiv.
5) Umlaufgründe
Wenn IC 134 in Koblenz endet, kann er dort auf IC 137 wenden, der zu besten Berufsverkehrszeit zwischen Koblenz und Münster fährt und die Zuggarnitur von IC 2338 muss nicht den ganzen Tag doof rumstehen, sondern kann schon mit IC 131 oder IC 133 Koblenz verlassen
6) Wagenmangel
Ohne den Abschnitt Koblenz-Luxemburg benötigt man zwei Zuggarnituren weniger.
7) Flexibilität
Wenn die IC-Linie 35, 51 und 56 alle in Köln enden, kann ich die Züge flexibler einsetzen, als wenn einzelne in Düsseldorf, Koblenz, Trier oder Luxemburg enden
8) Werkanbindung
Die neuen Dosto-ICs, die für die Linie 35 vorgesehen sind, werden in Köln gewartet. Also sollen die Züge möglichst oft und lange in Köln sein.
9) Verlagerung
Man geht bei der DB davon aus, dass so viele Fahrgäste auf den dann stündlich verkehrenden RE 1 umsteigen würden, dass sich Fernverkehr zwischen Koblenz und Trier/Luxemburg nicht mehr lohnt. Und weil Fahrgäste an die Mosel dann ab Köln die IC-Linien 30/31 statt der IC-linie 35 nutzen werden, könnte die Auslastung dieser Linie zwischen Köln und Koblenz so stark sinken, dass diese sich außerhalb des Berufsverkehrs nicht mehr lohnen könnte. Aber statt die Entwicklung abzuwarten, schafft man lieber vollendete Tatsachen, womit wir wieder bei Punkt 1 angelangt wären.

Lokwechsel

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Freitag, 04.07.2014, 16:24 (vor 4323 Tagen) @ Karolinger

4) Fehlende Steuerwagen
Selbst wenn IC 134 nur bis Trier fährt, ist in Koblenz ein Lokwechsel erforderlich. Und Lokwechsel sind teuer, weil personalintensiv.

Es sei nur der Vollständigkeit nachgeschoben, daß eine Lok in Koblenz auch um den IC herum fahren könnte. Nach 15 Minuten ginge die Fahrt dann weiter.

Gruß
Olaf

Fernverkehr an der Mosel (m3+1B)

Lumi25, Freitag, 04.07.2014, 16:52 (vor 4323 Tagen) @ ortenau-s-bahner

Ich denke die Moselstrecke bzw. der Fernverkehr nach Luxembourg ist ein klassisches Beispiel dafür, dass die DB AG in keinster Weise bereit ist mal selber aktiv zu werden um ein zukunftsorientiertes Angebot auf die Beine zu stellen.

Eine Neigetechniklinie Frankfurt - Koblenz - Trier - Luxembourg hätte sicherlich seinen Reiz gehabt und die Fahrzeit extrem verkürzt.

Dosto-IC hier dem Besteller schmackhaft zu machen ist dagegen ein Witz damit bleiben die Fahrzeiten genau so Mies wie heute.

Fernverkehr an der Mosel und nach Luxemburg überschätzt

mrhuss, FKON, Samstag, 05.07.2014, 12:49 (vor 4322 Tagen) @ Lumi25

Ich denke die Moselstrecke bzw. der Fernverkehr nach Luxembourg ist ein klassisches Beispiel dafür, dass die DB AG in keinster Weise bereit ist mal selber aktiv zu werden um ein zukunftsorientiertes Angebot auf die Beine zu stellen.

Das ist wohl eher ein klassisches Beispiel dafür, dass die Bedeutung dieses Verkehrs einfach nicht so arg gegeben ist.

Eine Neigetechniklinie Frankfurt - Koblenz - Trier - Luxembourg hätte sicherlich seinen Reiz gehabt und die Fahrzeit extrem verkürzt.

... und wäre immer noch nicht wirklich attraktiv, da Luxemburg über Koblenz ein ziemlicher Umweg ist. Der direkte Weg™ geht leider nur über die Straße (B50). Abgesehen davon ist die Bedeutung Luxemburgs einfach nicht so groß wie man meinen möchte.

Um das mal ins Verhältnis zu setzen: Der ganze Staat Luxemburg hat weniger Einwohner als Frankfurt, etwas mehr als halb so viele wie Köln und ungefähr so viele wie Mainz und Wiesbaden zusammen. Das gesamte Rhein-Main-Gebiet als Metropolregion hat je nach Definition zwischen 5 und 10 Mal (!) so viele Einwohner wie Luxemburg. Luxemburg Stadt hat nur knapp unter 100.000 Einwohner und ist somit nach der gängigen Definition nicht einmal eine Großstadt.

Eine Neigetechniklinie am Rhein lang wurde sogar mal in Erwägung gezogen, aber da ging es eher um die Verbindung nach Köln, die schlicht eine viel größere Bedeutung hat. Nur ist man ja bei der DB von dem Experiment Neigetechnik bekanntermaßen wieder abgekommen und es existiert parallel eine Neubaustrecke.

Ich bin kein großer Bus-Fan, aber Rhein-Main-Luxemburg ist ein klassisches Beispiel für eine Verbindung, für die ein Bus völlig ausreichend und zudem fahrzeitmäßig konkurrenzfähig ist. Die schnellste Verbindung von Frankfurt nach Luxemburg ist übrigens über Saarbrücken und von dort mit dem Bus (ca. 3:30). Das ist fast eine halbe Stunde schneller als die derzeitige Umsteigeverbindung über Koblenz (3:55). Die Umsteigezeit ist in beiden Fällen etwa 15 Minuten. Der direkte Bus braucht 3:50 bis Luxemburg Bahnhof bei vier Zwischenhalten, in Luxemburg Kirchberg ist man schon nach 3:35.

Fernverkehr an der Mosel und nach Luxemburg überschätzt

Lumi25, Samstag, 05.07.2014, 22:27 (vor 4322 Tagen) @ mrhuss

Entweder man tut was oder man gibt auf. Mit Neigetechnik könnte man die Fahrzeit Frankfurt-Luxembourg auf unter 3 Stunden drücken wobei Koblenz-Trier ebenfalls auf 58 Minuten gedrückt werden könnte und das alles zusammen halte ich schon für eine recht attraktive Fahrzeit.

Das Abenteuer via. Saarbrücken tut sich keiner an da die Fernzüge dort kaum fahren und ob die Fahrgäste Lust haben demnächst mit einem LINT 81 von Saarbrücken bis Frankfurt zu fahren bezweifle ich mal.

Ob aktive Neigetechnik zwingend notwendig wäre um die Fahrzeit Frankfurt-Luxembourg auf unter 3 Stunden zu drücken weiß ich auch nicht. Die Moselstrecke könnte in Teilen auch ohne Neigetechnik von heute 120 km/h auf 160 km/h ertüchtigt werden.

Ich denke eine passive Neigetechnik dürfte schon ausreichen oder halt eine Wankkompensation zusammen mit spurstarken Triebzügen.

Aber gut da nichts investiert wird bleiben die Fahrzeiten weiter schlecht. Köln-Saarbrücken ist mit dem Zug z.B. einfach eine Katastrophe.

Fernverkehr an der Mosel und nach Luxemburg überschätzt

Thalyseo, Montag, 07.07.2014, 22:35 (vor 4320 Tagen) @ Lumi25

Entweder man tut was oder man gibt auf. Mit Neigetechnik könnte man die Fahrzeit Frankfurt-Luxembourg auf unter 3 Stunden drücken wobei Koblenz-Trier ebenfalls auf 58 Minuten gedrückt werden könnte und das alles zusammen halte ich schon für eine recht attraktive Fahrzeit.

So wie im Schnitt das Gros der Fahrzeiten bis max. drei Stunden als "attraktiv" bezeichnet werden können, zumal das Beispiel Köln >< Paris (via Brüssel) eindrucksvoll zeigt, dass es nicht immer der direkte Weg sein muss.

Nun hat sich die DB jedoch für diesen entschieden - wenn auch auf der Straße. Allein durch die Anbindung Luxembourgs und Frankfurt an den jeweiligen Alternativflughafen Hahn, nebst Frankfurts Rolle als (Bahn-)Drehkreuz selbst, sehe ich hier viel eher eine Verlagerung des (schienengebundenen) IC auf die Straße (siehe analog Antwerpen >< Düsseldorf; Betreibt die DB diese Linie nicht in Kooperation mit "Voyages Emilie Weber"? Diese genießen im Großherzogtum m. W. ein hohes Ansehen.)

Das Abenteuer via. Saarbrücken tut sich keiner an da die Fernzüge dort kaum fahren und ob die Fahrgäste Lust haben demnächst mit einem LINT 81 von Saarbrücken bis Frankfurt zu fahren bezweifle ich mal.

Grundsätzlich kann ein attraktiver NV dem FV (potentiell) Konkurrenz machen. Wenn der heutige RE 12 nach Saarbrücken und/oder Luxembourg durchgezogen würde, hätten beide Städte endlich interessante Anbindungen gen Nordwesten; zumindest wenn Köln von beiden Städten aus unterhalb der 3-h-Stunden-Marke erreicht werden würde.

Ob aktive Neigetechnik zwingend notwendig wäre um die Fahrzeit Frankfurt-Luxembourg auf unter 3 Stunden zu drücken weiß ich auch nicht. Die Moselstrecke könnte in Teilen auch ohne Neigetechnik von heute 120 km/h auf 160 km/h ertüchtigt werden.

Aber gut da nichts investiert wird bleiben die Fahrzeiten weiter schlecht. Köln-Saarbrücken ist mit dem Zug z.B. einfach eine Katastrophe.

Hier hat man m. E. zu lang geschlafen und hätte die Eifelstrecke schon längst elektrifizieren sollen statt Gelder in eine Dieselneigetechnik zu stecken.

Fernverkehr an der Mosel und nach Luxemburg überschätzt

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 06.07.2014, 00:35 (vor 4322 Tagen) @ mrhuss
bearbeitet von Alibizugpaar, Sonntag, 06.07.2014, 00:38

"...Abgesehen davon ist die Bedeutung Luxemburgs einfach nicht so groß wie man meinen möchte..."

Seltsamerweise sehen die Lux-Verkehre nach Belgien und Frankreich nicht so traurig aus wie nach Deutschland. Aber wenn Du so argumentierst, dann ist das eben die typische Aussage aus einem Autoland. Denn wenn wir den Uhrzeiger einmal rundlaufen lassen, dann ist aus deutscher Sicht im Bahnverkehr eigentlich gar nichts wichtig.

Angefangen vom Fehmarn-Tunnel nach Dänemark über die sensationell attraktiven Zugangebote nach Nord- und Südpolen, dem IC-Bus von Nürnberg und München nach Prag, den endlosen Geschichten um die Allgäu-Elektrifizierungen oder die schnelle Rheinschiene ab Basel, über die ICE-Schleichfahrten nach Saarbrücken und die IC-Streichungen nach Luxembourg und die Trennung vom Thalys bis rauf zur ablehnenden Haltung gegenüber Avancen von niederländischer Seite für eine schnellere Schiene nach Hamburg. Da gerät selbst Bad Bentheim - Hengelo zu einem Staatsakt.

Dazu kommt jetzt die Streichung vieler internationaler CNL-Nachtzugverbindungen.

Luxembourg hat doch jetzt die Notbremse gezogen und die Sache im Rahmen der eigenen Möglichkeiten selber in die Hand genommen. Das kleine Luxembourg kann sich kein eigenes Fernzugnetz aufbauen, das arbeiten die Nachbarn mit ab = nur Deutschland nicht. Da aus unserer Richtung seit Jahren nichts gescheites zu erwarten ist und an der IR/IC-Verbindung immer nur mit weiteren Verkehrseinschränkungen rumgewerkelt wurde, wird Luxembourg nun wenigstens einen durchgehenden Regio-Takt zum IC-Bahnhof Koblenz fahren. Hat leider ein trauriges Geschmäckle.

Europa wächst überall und in allen Bereichen des täglichen Lebens zusammen. Klappt mehr oder weniger gut. Nur im Bahnverkehr...

Gruß
Olaf

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