Online Monitor laut WAZ/Bahn nicht nutzbar (Allgemeines Forum)
Frank-RE, Recklinghausen, Dienstag, 10.06.2014, 08:12 (vor 4318 Tagen)
Online Monitor bei Unwetter nie brauchbar...
Susannchen, KI-HH-B, Dienstag, 10.06.2014, 08:24 (vor 4318 Tagen) @ Frank-RE
bearbeitet von Susannchen, Dienstag, 10.06.2014, 08:25
Ein altbekanntes Problem. Beim großen Herbst-Untwetter in HH/SH fuhr mein Zug angeblich mit +20 - am Bahnhof erfuhr man dann, dass der Betrieb seit zwei Stunden eingestellt ist. Grandiose Sache sowas :(
Online Monitor bei Unwetter nie brauchbar...
martin.elsner, Dienstag, 10.06.2014, 09:11 (vor 4318 Tagen) @ Susannchen
Ja modernste Technik plus hochpräzise geplante Kundenkommunikation.
Damit es in NRW nicht ebenfalls solche Pannen gibt wurde das RIS in den frühen morgenstunden einfach deaktiviert. Züge hatten dann erst ab der Landesgrenze verspätung.
Man könnte man, die Technik, die da zu grunde liegt, ist noch von 1995.
Gruß
Martin
Online Monitor bei Unwetter nie brauchbar...
westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 09:26 (vor 4318 Tagen) @ martin.elsner
Naja, vielleicht sollte man sich einmal vor Augen führen, dass bei einer derartigen Großstörung alle Mitarbeiter erst einmal alle Hände voll zu tun haben. Und in solchem Fall müssen sicherlich sehr viele Informationen ins RIS per Hand eingepflegt werden – in vielen Fällen weiß man ja sicherlich gar nicht, wie weit man Züge noch fahren lassen kann usw., ob neue Züge noch gestartet werden können. Fahrzeug- und Personaleinsatz werden mit Sicherheit hochkomplex und in vielen Fällen kurzfristige Entscheidungen notwendig. Und wenn man Züge mit +400 auf der Strecke hat (oder selbst wenn diese in Bahnhöfen sind) stellt sich auch die Frage, wie diese Reisenden versorgt werden können (Alte, Kinder, Kranke usw.). Vielleicht hat das Einpflegen ins RIS dann manchmal nicht die höchste Priorität. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Ich finde, in einer solchen Situation zu erwarten, dass das RIS problemlos funktioniert ist eine überzogene Haltung. Zumal ja zumindest deutlich die Meldung "Großstörung" platziert wird und man insoweit informiert ist, dass mit einem planmäßigen Ablauf eher nicht zu rechnen ist.
Ja modernste Technik plus hochpräzise geplante Kundenkommunikation.
Damit es in NRW nicht ebenfalls solche Pannen gibt wurde das RIS in den frühen morgenstunden einfach deaktiviert. Züge hatten dann erst ab der Landesgrenze verspätung.
Man könnte man, die Technik, die da zu grunde liegt, ist noch von 1995.
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martin.elsner, Dienstag, 10.06.2014, 09:41 (vor 4318 Tagen) @ westtoeast
Hallo!
Gestern abend funktionierte es aber noch etwas mehr als dann heute morgen. Um 3.00 Uhr war für den ICE101 auch noch eine Info für Dortmund drin, diese war dann um 5.00 Uhr weg.
Und wenn mit dem heutigen Stand der Technik Zugpositionen von Hand eingetippt werden müssen, kann man von rückständiger Technologie sprechen und ist meiner Meinung nach eine Einsparung am falschen Ende.
Gruß
Martin
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westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 09:53 (vor 4318 Tagen) @ martin.elsner
Wenn ein Mensch irgendwo eine Entscheidung trifft: Zug endet vorzeitig, fährt nicht oder fährt doch oder fährt anders, dann muss dies doch zu irgendeinem Zeitpunkt dem Computer mitgeteilt werden. Genauso wenn Strecken gesperrt oder wieder geöffnet werden. Selbst wenn Strecken dann wieder geöffnet werden: In welcher Reihenfolge lässt man die gestauten Züge fahren? Gibt es Sachen beim Personal zu berücksichtigen, sprich: Können überhaupt noch alle Züge fahren. Alles menschliche Entscheidungen, die erst einmal in den Computer müssen bevor irgendwo anders ein Computer wieder etwas anzeigen kann. Und wenn die Lage sehr dynamisch ist, kann es sogar sein, dass sich diese Entscheidungen kurzfristig wieder ändern – auch das muss dann erst einmal in den Computer. Ich denke, das ist systemimmanent und lässt sich selbst mit modernster Technik und maximalen Investitionen nicht anders lösen.
Und wenn mit dem heutigen Stand der Technik Zugpositionen von Hand eingetippt werden müssen, kann man von rückständiger Technologie sprechen und ist meiner Meinung nach eine Einsparung am falschen Ende.
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bahnerausleidenschaft, Dienstag, 10.06.2014, 10:00 (vor 4318 Tagen) @ westtoeast
Danke für deine Worte. Ich verstehe wirklich nicht was man hier verlangt. Einen Computer der alles alleine entscheidet? Zum Glück arbeiten aber noch Menschen bei der Bahn.
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Ösi, Dienstag, 10.06.2014, 13:49 (vor 4318 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Danke für deine Worte. Ich verstehe wirklich nicht was man hier verlangt. Einen Computer der alles alleine entscheidet?
Ja. Ein Computer, vernünftig programmiert und mit den relevanten Daten gefüttert, trifft bessere Entscheidungen und macht weniger Fehler als ein Mensch. Außerdem verlangt er kein Gehalt, macht nie Urlaub und wird auch nicht krank.
Ich weiß, dass bei mehreren Nahverkehrsunternehmen bereits Projekte laufen, deren Ziel es ist, die Disponenten durch einen Computer zu ersetzen. In zwanzig bis dreißig Jahren wird kein einziger Bus, keine einzige Straßenbahn und kein einziger Zug in Deutschland von einem Menschen disponiert werden.
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Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 14:04 (vor 4318 Tagen) @ Ösi
Danke für deine Worte. Ich verstehe wirklich nicht was man hier verlangt. Einen Computer der alles alleine entscheidet?
Ja. Ein Computer, vernünftig programmiert und mit den relevanten Daten gefüttert, trifft bessere Entscheidungen und macht weniger Fehler als ein Mensch. Außerdem verlangt er kein Gehalt, macht nie Urlaub und wird auch nicht krank.Ich weiß, dass bei mehreren Nahverkehrsunternehmen bereits Projekte laufen, deren Ziel es ist, die Disponenten durch einen Computer zu ersetzen. In zwanzig bis dreißig Jahren wird kein einziger Bus, keine einzige Straßenbahn und kein einziger Zug in Deutschland von einem Menschen disponiert werden.
Ob das der Weisheit letzter Schluss ist? Ein geschickter Disponent findet manchmal Lösungen, ob die dann ein Computer so finden und treffen wird -> keine Ahnung, aber wer informiert dann Tf x das er jetzt abweichend von seinem Plan etwas anderes machen muss? Ok vielleicht fährt dann alles unbemannt. Die Zeit wird es zeigen. Hauptsache es gibt dann fähige Programmierer, die jede Eventualität beinhaltet.
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Ösi, Dienstag, 10.06.2014, 14:08 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Ob das der Weisheit letzter Schluss ist? Ein geschickter Disponent findet manchmal Lösungen, ob die dann ein Computer so finden und treffen wird -> keine Ahnung, aber wer informiert dann Tf x das er jetzt abweichend von seinem Plan etwas anderes machen muss? Ok vielleicht fährt dann alles unbemannt. Die Zeit wird es zeigen. Hauptsache es gibt dann fähige Programmierer, die jede Eventualität beinhaltet.
Das Schöne am Disponieren ist, dass es eine reine Rechenaufgabe ist, und bei reinen Rechenaufgaben ist der Computer immer besser als der Mensch, einfach weil er schneller und korrekter rechnen kann.
Und ja, Automatisierung wird auch vor den Lokführern nicht Halt machen. Sieht man ja z.B. in der Nürnberger U-Bahn.
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ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 14:14 (vor 4318 Tagen) @ Ösi
Jetzt bringe aber mal deiner super tollen Rechenmaschine bei, dass ein ICE-T mit 50% Traktionsleistung möglichst nicht auf die Linie 28 disponiert werden sollte, weil er dort sonst hängen bleibt und das bei dem Umstand, dass der Tf erst beim Aufrüsten des Zuges diese Störung bemerkt.
Ein Mensch würde unabhängig irgendwelcher Zahlenspiele jetzt vermutlich das Tfz tauschen oder außerplanmäßig einen zweiten Triebzug anhängen oder Eres anfordern.
Ob der Computer auch so schlau ist? Zumal er dann noch prüfen muss, ob der Tf die Eres fahren darf, ob man kurzfristig aus der Werkstatt einen nicht ganz fertigen Zug als "Schubhilfe" acquirieren kann, etc. pp.
Ich selbst bin großer Technik-Fan, seit ich aber selber programmieren muss und darf, kenne ich auch die Grenzen der Automatisierung und würde mich in einen ICE ohne Tf bei 300 km/h eher unwohl fühlen.
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Ösi, Dienstag, 10.06.2014, 14:19 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Jetzt bringe aber mal deiner super tollen Rechenmaschine bei, dass ein ICE-T mit 50% Traktionsleistung möglichst nicht auf die Linie 28 disponiert werden sollte, weil er dort sonst hängen bleibt und das bei dem Umstand, dass der Tf erst beim Aufrüsten des Zuges diese Störung bemerkt.
Ein Mensch würde unabhängig irgendwelcher Zahlenspiele jetzt vermutlich das Tfz tauschen oder außerplanmäßig einen zweiten Triebzug anhängen oder Eres anfordern.Ob der Computer auch so schlau ist? Zumal er dann noch prüfen muss, ob der Tf die Eres fahren darf, ob man kurzfristig aus der Werkstatt einen nicht ganz fertigen Zug als "Schubhilfe" acquirieren kann, etc. pp.
Genau bei so etwas ist der Computer doch perfekt! Er muss nur die Informationen zur Verfügung haben (und die hat er zum Großteil schon).
Es ist sogar eher so, dass der Computer eine Lösung findet, die dem Menschen nicht eingefallen wäre.
Ich selbst bin großer Technik-Fan, seit ich aber selber programmieren muss und darf, kenne ich auch die Grenzen der Automatisierung und würde mich in einen ICE ohne Tf bei 300 km/h eher unwohl fühlen.
Ich denke auch, dass das größte Hindernis bei der Automatisierung die Einstellung vieler Menschen ist. Aber auch das wird sich ändern; es gab auch viele Auto- und Bahnskeptiker und trotzdem fährt man heute bestenfalls im Wien-Urlaub mit der Pferdekutsche.
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bahnerausleidenschaft, Dienstag, 10.06.2014, 16:10 (vor 4318 Tagen) @ Ösi
Und wer gibt die Info an den Computer? Da ist er wieder, der Mensch :)
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Ösi, Dienstag, 10.06.2014, 16:24 (vor 4318 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Und wer gibt die Info an den Computer? Da ist er wieder, der Mensch :)
Zum Teil, ja. Beim Sprechen mit Menschen ist der Mensch noch immer besser. Beim Disponieren aber der Computer.
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ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 14:08 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Als gelernter Programmierer kann ich dir sagen, vergiss es. Die Flexibilität der Software ist begrenzt da Computer nicht kreativ außerhalb ihrer Datenbasis denken können. Ein kleiner Fehler in der Datenbank und es passieren die verrücktesten Dinge.
Ich hatte selbst schon Fälle von "amok laufender Software", wo der Quellcode absolut in Ordnung war, nur in der Datenbank in einer Spalt ein falscher Datentyp eingetragen war und die Software auf Basis dieser falscher Daten zu höchst eigentümlichen Schlussfolgerungen gelangt ist.
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Ösi, Dienstag, 10.06.2014, 14:11 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Als gelernter Programmierer kann ich dir sagen, vergiss es. Die Flexibilität der Software ist begrenzt da Computer nicht kreativ außerhalb ihrer Datenbasis denken können. Ein kleiner Fehler in der Datenbank und es passieren die verrücktesten Dinge.
Ich hatte selbst schon Fälle von "amok laufender Software", wo der Quellcode absolut in Ordnung war, nur in der Datenbank in einer Spalt ein falscher Datentyp eingetragen war und die Software auf Basis dieser falscher Daten zu höchst eigentümlichen Schlussfolgerungen gelangt ist.
Und wer hat den falschen Datentyp eingetragen? Genau: der Mensch. :-)
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ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 14:18 (vor 4318 Tagen) @ Ösi
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 14:20
Nein, eigentlich ein anderes Programm, dass die Datenbank erstellt und mit Daten gefüttert hat. Leider waren sich die Programmierer beider Software wohl nicht einig darüber ob sie ihre Daten als Varchar oder Decimal haben wollen.
Erinnerst du dich vielleicht noch an einer dieser Marssonden, die zur Jahrtausendenwende auf dem Mars gekracht ist?
Weißt du was die Ursache war? Die Software war absolut korrekt, die Hardware war absolut korrekt. Leider war der Höhenmesser aus den USA, das Navigationsprogramm aus der EU. Der NASA-Höhenmesser hat die Höhe in Fuß angegeben, das ESA-Navigationsprogramm hat die Fuß als Meter interpretiert. Leider ist es ein gewaltiger Unterschied, insbesondere für ein Bremsmanöver, ob ich mich 1000 Meter oder 1000 Fuß über dem Marsboden befinde. ;)
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Ösi, Dienstag, 10.06.2014, 14:22 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Nein, eigentlich ein anderes Programm, dass die Datenbank erstellt und mit Daten gefüttert hat. Leider waren sich die Programmierer beider Software wohl nicht einig darüber ob sie ihre Daten als Varchar oder Decimal haben wollen.
Erinnerst du dich vielleicht noch an einer dieser Marssonden, die zur Jahrtausendenwende auf dem Mars gekracht ist?
Weißt du was die Ursache war? Die Software war absolut korrekt, die Hardware war absolut korrekt. Leider war der Höhenmesser aus den USA, das Navigationsprogramm aus der EU. Der NASA-Höhenmesser hat die Höhe in Fuß angegeben, das ESA-Navigationsprogramm hat die Fuß als Meter interpretiert. Leider ist es ein gewaltiger Unterschied, insbesondere für ein Bremsmanöver, ob ich mich 1000 Meter oder 1000 Fuß über dem Marsboden befinde. ;)
Was lernt man daraus: Vorher testen! Was ja zum Glück bei der Bahn kein so großes Problem ist, man lässt den Computerdisponenten erst einmal alle möglichen Szenarien durchdisponieren und sieht sich an, wie das Programm reagiert.
Ganz ist der Mensch ja nicht weg vom Fenster - er hat bloß eine andere Aufgabe: Anstatt sein Wissen anzuwenden, gibt er sein Wissen weiter, damit es der Computer anwenden kann.
Auch der Technik ist nicht immer zu trauen
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 14:31 (vor 4318 Tagen) @ Ösi
Für dich Technik-Freak noch ein Schamkerl -> https://de.wikipedia.org/wiki/Ariane_V88#Verlauf
;-)
Technikgläubigkeit
westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 14:48 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Diese Technikgläubigkeit teile ich nicht. Ich glaube bei solchen Störungslagen wie der jetzigen gibt es einfach viel zu viele Variablen, als dass man diese alle vorab einprogrammieren könnte. Und gerade in solchen Situation, wo es massiv unübersichtlich wird, kommt ja noch hinzu, dass all die Daten zur aktuellen Lage erst einmal in den Computer reinmüssen. Da hätte man dann also Mitarbeiter, die laufend Daten in den Computer kloppen, damit der ihnen sagt, was sie tun sollen? Ich glaube, da ist es sowohl schneller als auch effektiver, wenn sich echte Menschen kurzschließen. Man würde ja auch nicht auf die Idee kommen zum Beispiel die Aufgabe von Fluglotsen durch Computer übernehmen zu lassen. Deswegen: Computerunterstützung ja, Entscheidung durch Menschen. Im Übrigen möchte ich mal die Beschwerden sehen, wenn es nach einem Sturm Chaos gibt und angeblich der Computer alles managt: Die Deppen bei der Bahn lassen alles den Computer machen, statt sich selber zu kümmern.
Technikgläubigkeit
Ösi, Dienstag, 10.06.2014, 15:59 (vor 4318 Tagen) @ westtoeast
Ich bin lieber technik- als menschengläubig.
Bereits existierende Projekte?
Felix, Göttingen, Dienstag, 10.06.2014, 16:05 (vor 4318 Tagen) @ Ösi
Ich weiß, dass bei mehreren Nahverkehrsunternehmen bereits Projekte laufen, deren Ziel es ist, die Disponenten durch einen Computer zu ersetzen.
Darüber würde ich gerne mehr wissen. Kannst Du dazu mehr sagen, wo das ist, was da genau läuft?
Bereits existierende Projekte?
Ösi, Dienstag, 10.06.2014, 16:22 (vor 4318 Tagen) @ Felix
Ich weiß, dass bei mehreren Nahverkehrsunternehmen bereits Projekte laufen, deren Ziel es ist, die Disponenten durch einen Computer zu ersetzen.
Darüber würde ich gerne mehr wissen. Kannst Du dazu mehr sagen, wo das ist, was da genau läuft?
Details kann ich dir leider nicht nennen. Ich weiß nur, dass zumindest Nürnberg (zumindest für die U-Bahn) und Wien daran sind. In Wien ist es zur Zeit bereits so, dass der Computer dem Disponenten Vorschläge macht, aber der Disponent endgültig entscheidet und ausführt.
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Susannchen, KI-HH-B, Dienstag, 10.06.2014, 19:20 (vor 4318 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Danke für deine Worte. Ich verstehe wirklich nicht was man hier verlangt. Einen Computer der alles alleine entscheidet?
Einen Button für "DB Regio xyz", "Privatbahn xyz", "DB Vernverkehr in Bundesland xyz" hat den Betrieb eingestellt daher alle Züge als ausgefallen markieren, würde das Problem ganz einfach lösen.
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westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 19:42 (vor 4318 Tagen) @ Susannchen
Genau diese Meldung erschien doch im RIS, direkt oben bei jedem Zug und in rot, ungefähr: Unwetter, der Betrieb der Deutschen Bahn in NRW wurde eingestellt.
Einen Button für "DB Regio xyz", "Privatbahn xyz", "DB Vernverkehr in Bundesland xyz" hat den Betrieb eingestellt daher alle Züge als ausgefallen markieren, würde das Problem ganz einfach lösen.
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Susannchen, KI-HH-B, Dienstag, 10.06.2014, 21:44 (vor 4318 Tagen) @ westtoeast
bearbeitet von Susannchen, Dienstag, 10.06.2014, 21:45
Beim letzten Unwetter im Herbst in SH wurden wie gesagt noch Stunden nach Verkehrseinstellung Züge als pünktlich oder leicht verspätet angezeigt - weshalb ich mich mit einem Taxi zum Bahnhof begab und dort strandete. Dem RIS in solchen Fällen eine niedrige Priorität einzuräumen ist kurz gesagt: dumm. Denn wo schauen tausende Fahrgäste und auch DB-Personal nach? Genau, im RIS.
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westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 22:05 (vor 4318 Tagen) @ Susannchen
Entschuldigung, wenn im RIS bei jedem einzelnen Zug in rot steht "Der Betrieb wurde eingestellt", dann fährt man nicht mehr zum Bahnhof, oder? Ich weiß nicht, wie es letztes Mal in SH war, aber gestern bekam man in NRW bei jedem Zug diese Meldung.
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Susannchen, KI-HH-B, Dienstag, 10.06.2014, 22:13 (vor 4318 Tagen) @ westtoeast
bearbeitet von Susannchen, Dienstag, 10.06.2014, 22:16
Entschuldigung, wenn im RIS bei jedem einzelnen Zug in rot steht "Der Betrieb wurde eingestellt", dann fährt man nicht mehr zum Bahnhof, oder?
Ich hatte nun zwei Mal geschrieben, dass beim letzten Verkehrsstopp in SH auch Stunden nach dem Totalausfall nicht stand, dass die Züge ausfallen, sondern Züge als pünktlich oder mit leichter Verspätung angezeigt wurden. Somit trudelten munter immer mehr Leute an den Bahnhöfen ein, die nicht durch Radionachrichten zufällig erfuhren, dass kein einziger Zug mehr fährt. Und sowas geht garnicht...
Die Prognosegüte bei extremen Verkehrslagen ist natürlich schwierig. Aber auch hier wäre es ein Leichtes, in der App ein Banner einzubinden "Wegen Unwetter können die tatsächlichen Abfahrtzeiten von den angezeigten Zeiten abweichen." Oder so ähnlich.
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westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 22:28 (vor 4318 Tagen) @ Susannchen
Wie gesagt, wie es beim letzten Mal in SH lief weiß ich nicht. Und was die App betrifft: Da bin ich einfach davon ausgegangen, dass der Hinweis auf den eingestellten Betrieb aus dem Online-RIS übernommen wird. Das weiß ich aber nicht aus eigenen Anschauung. Ich kann nur sagen, dass gestern im Internet wirklich sehr schnell bei jedem Zug angezeigt wurde, dass der Betrieb eingestellt ist. Damit war dann eigentlich klar, dass alles was individuelles zum Zug da steht (+400) oder was auch immer, mit Vorsicht zu genießen ist.
Ich hatte nun zwei Mal geschrieben, dass beim letzten Verkehrsstopp in SH auch Stunden nach dem Totalausfall nicht stand, dass die Züge ausfallen, sondern Züge als pünktlich oder mit leichter Verspätung angezeigt wurden. Somit trudelten munter immer mehr Leute an den Bahnhöfen ein, die nicht durch Radionachrichten zufällig erfuhren, dass kein einziger Zug mehr fährt. Und sowas geht garnicht...
Die Prognosegüte bei extremen Verkehrslagen ist natürlich schwierig. Aber auch hier wäre es ein Leichtes, in der App ein Banner einzubinden "Wegen Unwetter können die tatsächlichen Abfahrtzeiten von den angezeigten Zeiten abweichen." Oder so ähnlich.
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Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 10:01 (vor 4318 Tagen) @ martin.elsner
Hallo!
Gestern abend funktionierte es aber noch etwas mehr als dann heute morgen. Um 3.00 Uhr war für den ICE101 auch noch eine Info für Dortmund drin, diese war dann um 5.00 Uhr weg.
Und wenn mit dem heutigen Stand der Technik Zugpositionen von Hand eingetippt werden müssen, kann man von rückständiger Technologie sprechen und ist meiner Meinung nach eine Einsparung am falschen Ende.
Gruß
Martin
Bevor du hier rumnölst bring doch bitte adäquate Vorschläge mit der "neuen" Technik und Stelle sie bei der Bahn vor. Bringt mehr als sich hier im Forum auszuk... lassen.
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martin.elsner, Dienstag, 10.06.2014, 10:41 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Hallo!
Wenn ich lese, was da noch alles von Hand erfaßt werden muss, glaube ich gerne, das das nicht so einfach zu lösen ist.
Aber ich glaube trotzdem, das man mit dem heutigen Stand der Technik, die ganzen Informationen einfacher erfassen kann und damit auch letztlich Personal in solchen Extremfällen entlasten kann.
Und meine Kritik richtet sich nicht gegen die Mitarbeiter, da weiß ich das 98% weit über dem Arbeiten, was von oben erwünscht ist.
Meine Kritik richtet sich eher gegen das aktuelle System, dieses System hat grenzen, dazu gehören Unwetter, aber auch viele "einfache" Streckensperrungen führen zu wirren angaben. Im Fall von Unwetter muss vielleicht mal neu gedacht werden, denn die werden in Zukunft eher mehr als weniger.
Gruß
Martin
Ich verstehe es nicht...
westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 13:05 (vor 4318 Tagen) @ martin.elsner
Tut mir Leid, ich verstehe es einfach nicht. Ich bin nun wirklich kein Bahn-Experte, insbesondere nicht für die internen Abläufe. Aber wenn ich die Kommentare hier (oder auf manchen Nachrichtenseiten) lese, habe ich das Gefühl, manche haben den Eindruck, der Bahnverkehr liefe ab wie eine lustige kleine Simulation, und wenn es eine Störung gibt, gibt es eine Prognose und die hat dann gefälligst verbindlich zu sein.
Ich bin wirklich der letzte, der die Bahn immer in Schutz nehmen würde, und ich bin absolut dafür, alles Verbesserungspotential auszunutzen, wo es welches gibt (und es wirtschaftlich vertretbar ist). Und natürlich kann man sagen, in Zukunft wird es mehr Unwetter geben. Nur: Es geht geradezu zur Natur solcher Großstörungen, dass sie unplanbar sind – Zeit, Ausmaß und Intensität, niemand weiß da vorher etwas. Und es ist ja auch nicht so, dass Du eine Störung hast, sondern Du hast dann eben in der Regel wahnsinnig viele Folgen, die es auch noch im Blick zu halten gilt – wie gesagt, Fahrzeugverfügbarkeit, Personalverfügbarkeit, gestrandete Reiseende, Reisende in Notlagen (Züge auf der Strecke ohne Strom usw.). Kurzum: Notfallpläne muss es geben (und gibt es sicherlich), nur sind sie im Zweifel binnen kürzester Zeit Makulatur. Deswegen kann es nur darum gehen, sich so gut wie möglich aufzustellen und dann eben mit einem guten Team die Situation so gut wie möglich zu managen.
Und wenn es dann wirklich hoch her geht, dann wird eben improvisiert – der eine Zug endet da, der eine hält extra dort um Reisende aufzunehmen, andere Züge können vielleicht nicht mehr weiterfahren, weil kein Personal mehr da ist, und ein Zug, der schon weiter sollte, muss auf einmal doch warten, weil ein Reisender durch die lange Verzögerung in einer medizinischen Notlage ist. Klar, irgendwann muss das alles in RIS, die Infos müssen raus, an Mitarbeiter und Kunden. Nur wie das ein Computer alles automatisch machen soll, und wie es ein Versäumnis der Bahn sein soll, dass es einen solchen Computer nicht gibt, das sehe ich nicht.
Sicherlich kann man am RIS vieles verbessern – ich habe zum Beispiel festgestellt, dass viele wenn keine Angabe zu einem Zug im RIS ist (also weder +0 noch Ausfall noch Verspätung) denken, der Zug fährt einfach pünktlich. In vielen Fällen war es aber wohl jedenfalls heute so, dass man wohl einfach nicht wusste, was mit dem Zug war – weil kein Personal da war oder das Fahrzeug nicht und ja, vielleicht hatte sich dann noch niemand gekümmert, das ins RIS einzupflegen, obwohl die Abfahrt vor 2 Stunden war, weil einfach zuviel anderes anstand. Und immerhin stand dick über allen Zügen in NRW der Hinweis im RIS, dass es eine Großstörung gibt, so dass man sich eigentlich darauf einstellen konnte.
Mal ehrlich: Das war ein extremes Unwetter mit relativ kurzer Vorwarnung, es sind Menschen gestorben, und hier wird behauptet, wenn die Bahn bessere Computer habe, hätte jeder Zug mit minutengenauer Angabe im RIS stehen können (und sollen)? Schlichtweg nicht mehr nachvollziehbar.
Ich verstehe es nicht...
TRAXXP160DE, HBIK, Dienstag, 10.06.2014, 20:13 (vor 4318 Tagen) @ westtoeast
Ich verstehe dich nicht ...
- Unwetter war vorhergesagt
- war im Panopark
min. drei Leute mit denen ich gesprochen habe, hatten LTE/ UMTS und eine Regen-App,
z.B. Regenalarm auf dem Smartphone
- sind gegen 18.00 Uhr über Bad Berleburg, Winterberg, Bestwig, A46, A 44, B1, A43
nach Recklinghausen gefahren
- ab Unna war für uns erkennbar, der Himmel zieht zu
- sind dann zum Lieblingstürken, haben in Ruhe warm dort gegessen, draußen gesessen
und bezahlt, als wir zu Hause waren, ging es los
Wir reden hier also über einen Zeitraum von 1 -2 Stunden.
Aufgrund der Schäden am Niederrhein südlich Düsseldorf war also klar, was da kommt.
greetings
Heiko
Ich verstehe es nicht...
westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 20:30 (vor 4318 Tagen) @ TRAXXP160DE
Ich habe ja auch überhaupt nicht gesagt, dass es unbekannt war, dass ein Unwetter kommt. Ich bin nur der Meinung, dass:
- 1. es unmöglich ist die Folgen eines solchen per Computer zu managen und
- 2. die notwendige manuelle RIS-Aktualisierung in einer solchen Situation eben eine relativ niedrige Priorität hat.
Außerdem: Wenn man weiß, dass ein Unwetter kommt kann man eben nur genau das tun, was ich beschrieben habe: Notfallpläne raus, Mitarbeiter aktivieren, ggf. Züge vorbeugend in Bahnhöfen zurückhalten. Denn man weiß zwar, dass etwas kommt, welche Auswirkungen dies genau haben wird, weiß man eben nicht. Im Übrigen meine ich, dass beim letzten großen Unwetter "Kyrill" die Vorwarnzeit seitens der Wetterdienste wesentlich größer war. Und in Sachen Regen-Radar usw: Die Experten der unterschiedlichen Wetterdienste werden bei allen Nachrichtenportalen zitiert, dass die genaue Vorhersage wann und wo ein Gewitter mit welcher Intensität aufschlagen wird, zum schwierigsten überhaupt gehört (deswegen wohl auch die kurze Vorwarnzeit im Gegensatz zu Kyrill, der – soweit ich es verstehe – ein leichter einzuordnendes Sturmphänomen war).
Ich verstehe es nicht...
TRAXXP160DE, HBIK, Dienstag, 10.06.2014, 20:51 (vor 4318 Tagen) @ westtoeast
Ich habe ja auch überhaupt nicht gesagt, dass es unbekannt war, dass ein Unwetter kommt. Ich bin nur der Meinung, dass:
- 1. ...
- 2. die notwendige manuelle RIS-Aktualisierung in einer solchen Situation eben eine > relativ niedrige Priorität hat.
Die RIS Prognose bzw. die Anzeigetafel im Bahnhof hat die höchste Priorität:
vgl. http://ec.europa.eu/transport/passenger-rights/de/28-rail-assistance-delay-cancellation...
Betreuung im Fall von Verspätung/Ausfall von zügen
Bei Verspätung oder Ausfall von zügen haben Sie Anspruch auf Informationen über die Situation sowie die voraussichtlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten, sobald diese Informationen verfügbar sind.
Beträgt die Verspätung mehr als 60 Minuten, müssen Ihnen folgende Leistungen unentgeltlich angeboten werden:
essen und Erfrischungen, sofern diese in zumutbarer
Weise bereitgestellt werden können;
bei Bedarf ein Hotelzimmer oder eine andere Unterbringungsmöglichkeit sowie Beförderung zwischen dem Bahnhof und dem Unterbringungsort;
falls der Zug auf der Bahnstrecke blockiert ist, Beförderung vom Zug zum Bahnhof oder dem endgültigen Ziel der Beförderungsdienstleistung, sofern praktisch durchführbar.
Wenn die Bahnfahrt nicht mehr fortgesetzt werden kann, müssen Bahngesellschaften für Sie baldmöglichst anderweitige Beförderungsmöglichkeiten organisieren.
Es widerspricht der EU - Richtlinie, wenn nichts oder nur Stuss angezeigt wird.
Aus diesem Grunde sehe ich eine hohe Priorität. Wir leben im 21. Jahrhundert. Dortmund - Essen - Duisburg - Düsseldorf dicht, Köln-Mindener dicht, Essen - Recklinghausen - Münster dicht. Keiner weiß, wann wieder offen. Sorry, so geht das nicht.
greetings
Heiko
Ich verstehe es nicht...
westtoeast, Dienstag, 10.06.2014, 21:56 (vor 4318 Tagen) @ TRAXXP160DE
Ohne die EU-Richtlinie so gut zu kennen, um sie rechtlich im Detail bewerten zu können, aber ich denke, dass sie eher von alltäglichen Störungen ausgehen und nicht von einer deratigen Großstörungen wie gestern. Im Zweifel hat die Versorgung von Passagieren in feststeckenden Zügen, das Freikriegen von Strecken usw. ganz sicher allerhöchste Priorität. Und nochmal: Wenn selbst die Mitarbeiter noch nicht wissen, wie es weitergeht, welche Informationen will man dann einpflegen?
Ich verstehe es nicht...
Mario-ICE, Mittwoch, 11.06.2014, 15:50 (vor 4317 Tagen) @ TRAXXP160DE
Die RIS Prognose bzw. die Anzeigetafel im Bahnhof hat die höchste Priorität:vgl. http://ec.europa.eu/transport/passenger-rights/de/28-rail-assistance-delay-cancellation...
Betreuung im Fall von Verspätung/Ausfall von zügen
Bei Verspätung oder Ausfall von zügen haben Sie Anspruch auf Informationen über die Situation sowie die voraussichtlichen Abfahrts- und Ankunftszeiten, sobald diese Informationen verfügbar sind.
Warum markierst du eigentlich den ersten Halbsatz dick und lässt die eigentliche Kernaussage außen vor?
Beträgt die Verspätung mehr als 60 Minuten, müssen Ihnen folgende Leistungen unentgeltlich angeboten werden:essen und Erfrischungen, sofern diese in zumutbarer
Weise bereitgestellt werden können;
bei Bedarf ein Hotelzimmer oder eine andere Unterbringungsmöglichkeit sowie Beförderung zwischen dem Bahnhof und dem Unterbringungsort;
falls der Zug auf der Bahnstrecke blockiert ist, Beförderung vom Zug zum Bahnhof oder dem endgültigen Ziel der Beförderungsdienstleistung, sofern praktisch durchführbar.Wenn die Bahnfahrt nicht mehr fortgesetzt werden kann, müssen Bahngesellschaften für Sie baldmöglichst anderweitige Beförderungsmöglichkeiten organisieren.
Auch hier steht in den entsprechenden Sätzen einiges drin. Von mir mal fett dargestellt.
Es widerspricht der EU - Richtlinie, wenn nichts oder nur Stuss angezeigt wird.
Aus diesem Grunde sehe ich eine hohe Priorität. Wir leben im 21. Jahrhundert. Dortmund - Essen - Duisburg - Düsseldorf dicht, Köln-Mindener dicht, Essen - Recklinghausen - Münster dicht. Keiner weiß, wann wieder offen. Sorry, so geht das nicht.
Den Zusammenhang mit dem 21. Jahrhundert und einer gesperrten Strecke nach einem Unwetter größeren Ausmaßes verstehe ich jetzt nicht.
Hier können sich jetzt gern studierte Rechtswissenschafler auslassen, aber eine Info, dass der Bahnverkehr in NRW eingestellt ist hat es doch gegeben. Also gab es zumindest eine Information. Seitdem Unwetter wird im Internet aktuell informiert.
Was manche hier manchmal fordern ist zwar wünschenswert ist aber in solchen Situationen einfach nicht händelbar. Leider hat es ja diesmal auch ein Gebiet mit hoher Verkehgrsdichte erreicht. Man wünscht sich manchmal, dass einige etwas lockerer bleiben, aber der Speisewagen ist manchmal wichtiger als die eigentliche Beförderung.
Online Monitor bei Unwetter nie brauchbar...
ICE-TD, Dienstag, 10.06.2014, 13:15 (vor 4318 Tagen) @ martin.elsner
Was soll denn die Technik machen? Wenn der 101 in Dortmund im Abstellbahnhof steht kann es noch keine Ist-Daten geben, woher soll die Technik wissen wann er den Abstellbahnhof verlassen wird? Gut, man könnte Glaskugeln oder Tarotkarten die Technik nutzen lassen. Die Technik kann den Zug erst registrieren wenn er den ersten Signalkontakt überfahren hat und so passiert es ja auch, die erste Istzeit von der Technik gibt es wenn der Zug am Ausfahrsignal des Abstellbahnhofs vorbeigefahren ist.
Fehlende Informationen aber auch was positives
Rheinländer, Dienstag, 10.06.2014, 09:31 (vor 4318 Tagen) @ martin.elsner
Damit es in NRW nicht ebenfalls solche Pannen gibt wurde das RIS in den frühen morgenstunden einfach deaktiviert.
Wollte gegen 08:00 Uhr von Wuppertal-Vohwinkel nach Düsseldorf.
Im RIS gab es keine Anzeigen der Nahverkehrszüge, weder mit einer pünktlichen
(grünen) 0, noch war eine Verspätung angezeigt. Auch gab es keine Meldung das der
komplette Zugverkehr zwischen Wuppertal und Düsseldorf eingestellt ist.
Also zum Bahnhof und dort auf allen Gleisen nur die Abzeige das man die Ansage beachten soll.
Dann aber zur absolut positiven Überraschung zwei Mitarbeiter in DB-Uniform
auf dem S-Bahnsteig an einem "Vorort-Bahnhof" in Wuppertal. Diese konnten einem wenigstens mitteilen das in Richtung Düsseldorf bis auf weiteres keine Bahnen fahren und in Richtung Hagen/Dortmund eine S-Bahn kommen soll ..... die letzte aber schon vor zwei Stunden gefahren ist.
Das waren nicht viele Infos die die beiden geben konnten, aber alleine das sie da standen ist mir hier eine mehr als positive Erwähnung wert !
Fehlende Informationen aber auch was positives
Freifahrtensammler, Dienstag, 10.06.2014, 12:59 (vor 4318 Tagen) @ Rheinländer
"Da müssen wir noch besser werden" [owT]
Goldberger, Dienstag, 10.06.2014, 10:31 (vor 4318 Tagen) @ Frank-RE
Das werden wir noch in 20 Jahren hören. Sage mir keiner, dass es technisch nicht möglich ist. Die Bahn muss ja auch intern wissen welche Züge fahren...
"Da müssen wir noch besser werden"
bahnerausleidenschaft, Dienstag, 10.06.2014, 10:35 (vor 4318 Tagen) @ Goldberger
bearbeitet von bahnerausleidenschaft, Dienstag, 10.06.2014, 10:36
Solange die Züge fahren ist es ja kein Problem. Das Problem ist wenn Züge stehen. Und zwar egal ob am Bahnhof oder auf der freien Strecke. Dann wird per Hand eine Prognose eingegeben. Oder wie soll der Computer das machen? Ich kenne keinen Computer der selbstständig arbeiten kann. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Lerne gerne dazu.
Warum schreibst du owt und dann steht da doch ein Text. Das muss aber besser werden :)
"Da müssen wir noch besser werden"
martin.elsner, Dienstag, 10.06.2014, 10:48 (vor 4318 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Hallo!
Aber ist es zumindest bei RIS nicht so, das, wenn Züge stehen, also keine Sensor Infos weitergegeben werden, der Fahrplan als Grundlage gilt.
Gerade im Mobilen RIS ist es mir schön öfter passiert das ein ICE in Köln stand und dann der Eintrag sowohl für Köln als auch für Siegburg rausgenommen wurde (automatisch).
Eine verlässliche Infos, wo sich ein Zug gerade befindet wäre für den Reisenden mit Erfahrung Gold wert. Ich hatte da Hoffnungen in den Zugradar, aber der hilft leider auch nicht.
Gruß
Martin
"Da müssen wir noch besser werden"
bahnerausleidenschaft, Dienstag, 10.06.2014, 10:55 (vor 4318 Tagen) @ martin.elsner
Wie das System genau funktioniert bin ich leider der falsche Ansprechpartner.
"Da müssen wir noch besser werden"
lockheed 232, Rhein-Main, Dienstag, 10.06.2014, 11:36 (vor 4318 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Wie das System genau funktioniert bin ich leider der falsche Ansprechpartner.
Vielleicht kann ich da weiterhelfen.
Das Grundprinzip ist folgendes:
Ein Zug fährt an einem grünen Signal vorbei, dieses fällt auf Halt. Dadurch wird die Zugnummer im Stellwerk ein "Feld" weitergestellt in den nächsten Abschnitt. Die Leitsystem der Disponenten, Fahrdienstleiter usw. erkannt das mit exakter Uhrzeit und berechnet, Prognosen, Soll/Ist-Abweichungen usw.
Allerdings gibt es da die schon erwähnten Probleme der stehenden Züge und bei Umleitungen. Stehende Züge werden einfach nach Prognose weitergefahren im RIS (und auch in den Leitsystem, nur ohne Ist-Zeit).
Und nun zu dem eigentlichen Problem, wie es meiner Einschätzung nach, zustande kommt:
Der Zug steht im Bahnhof wegen Streckensperrung. Dies wissen direkt nach der Sperrung erstmal Fahrdienstleiter, als derjenige, der das Gleis sperrt. Der informiert dann Disponent sowie Lokführer. Der Fahrdienstleiter muss sich jetzt erstmal um die Sperrung kümmern (Notfallleitstelle informieren,...). Der Disponent versucht Züge in Bahnhöfen zu stellen und das ganze Sinnvoll zu ordnen. Sprich beide haben alle Hände voll zu tun. Außerdem weis selbst der Fahrdienstleiter in den seltensten Fällen, wie lange eine Sperrung genau dauern wird. Durch all diese Punkte ist es kaum möglich um eine genaue Prognose im System zu hinterlegen.
Ich will die von mir auch schon oft erlebte schlechte Informationspolitik der Bahn nicht verteidigen, aber es ist nicht immer ganz so einfach wie man es sich als Außenstehender vorstellt.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 11:54 (vor 4318 Tagen) @ lockheed 232
Es gäbe ein paar technische Lösungen dafür.
1.) Alle Triebfahrzeuge mit GPS ausstatten und die GPS-Daten über das GSM-R-Netz an die Betriebszentralen der jeweiligen EVU weiterleiten
2.) Den EVU gestatten die Prognosen der DB Netze mit den aktuellen Standort-Daten der Tfz zu verrechnen
3.) Für verschiedene Großstörungsszenarien aus statistischer Analyse vorgegeben Prognose-Spannen im System hinterlegen, die automatisch mit der Verspätungsbegründung einberechnet werden.
Durch die GPS-Daten aus Punkt 1 ist die exakte Entfernung vom Tfz-Standort zum nächstgelegenen Bahnhof bekannt. Daraus kann man die minimal nötige Fahrzeit anhand der Streckendaten berechnen. Sobald sich der Zug nach einer Störung wieder in Bewegung setzt wird die Prognose auf Ist-Zeit + theoretische Fahrzeit - Soll-Zeit korrigiert. Völlig ohne Zutun eines Menschen. Sobald eine Verspätungsbegründung eingegeben wird, wird zu dieser Prognose noch der Erfahrungswert aus Punkt 3 addiert.
So erhält jeder Zug automatisch eine Prognose, ohne manuell Eingabe.
Gibt es doch schon längst?
SvenTX, Dienstag, 10.06.2014, 12:27 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Hallo,
die BZ haben das doch (fast) schon. In der BZ ist bekannt, in welchem Gleisabschnitt welcher Zug ist und ob im folgenden Abschnitt ein Zug ist oder ob der gesperrt ist, ... und denen liegt der Fahrplan vor. (auf 1/10 Sekunde genau und verschiedene Störungsverläufe, ... ) aber die Daten wäre für normale Reisende einfach zu komplex. (Oder interessiert es Oma Erna ob der ICE über die Betriebshalte Buxtehude, Kleinkleckersdorf fährt und dabei 0,5 Minuten zu schnell war?)
Das bahninterne ris ( https://ris-info.bahn.de/rishttp/risinfo.xml?action=logon ) wertet die Informationen aus zur Verspätung aus. Aber wenn die BZ einen neuen Fahrplan konstruieren muss (Umleitung, Sperrung, Baustelle, ...), muss es manuell ins ris eingepflegt werden, auch können die Mitarbeiter die errechneten Verspätungen manuell korrigieren (was intern manchmal zu lustigen Anzeigen führt, wenn zB. laut automatischer Prognose der ICE um 12:49 (anstatt 12:29) ankommt, die manuelle Korrektur aber 12:40 als Abfahrt vorgesehen hat. ^^)
Der Grund ist, dass das aktuelle Prognosesystem einfach nur hochzählt. (Sprich die automatische Prognose vergleicht nur die aktuelle Uhrzeit und die Position des Zuges und zählt dann hoch. (Sehr schön zu sehen, wenn der Zug 12:40 fährt. 12:50 hat er 5 Minuten verspätung, 12:55 10 Minuten Verspätung, ...))
Und dann wird das interne ris eingedampft und öffentlich gemacht.
Durch dieses eingreifen wird idR ein starker komfort für die Kunden geschaffen, da die Mitarbeiter in der BZ besser abschätzen können (auch die anderen Züge berücksichtigen.), wann er realistisch ankommt. Nur in so einer Großstörungssituation haben die Mitarbeiter andere Sorgen und der automatismus des RIS bringt den leuten auch nix ;)
An sich würde ja reichen, wenn man die IST Position/Abschnitt der Züge alle 5 Minuten per api verfügbar macht, dann können findige Menschen sich selbst ein Bild machen, z.B. wenn in Hamm 15 Züge stehen und in Dortmund keiner, bzw. eine Liste mit gesperrten Strecken verfügbar macht. Problem dabei ist aber, dass Leute mit Halbwissen, wenig Ahnung von der Materie die Daten falsch interpretieren könnten und so unmut entsteht.
Indirekt kann man sich schon ein gutes Bild über die aktuelle Lage über das Zugradar machen. Da es sich aus den IST Daten des Abschnittes mit automatischer Prognose speist. (Wichtige ist dabei die Angabe der letzten Aktualisierung.)
Wenn ich mir jetzt das RIS anschaue, ist vor Frankfurt gerade die Hölle los ^^
http://www.apps-bahn.de/bin/livemap/query-livemap.exe/dn?L=vs_livefahrplan&livemap=yes
Grüße Sven
Gibt es doch schon längst?
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 13:37 (vor 4318 Tagen) @ SvenTX
Der Grund ist, dass das aktuelle Prognosesystem einfach nur hochzählt. (Sprich die automatische Prognose vergleicht nur die aktuelle Uhrzeit und die Position des Zuges und zählt dann hoch.
Genau deshalb braucht das System die tatsächliche Position und Route des Zuges, um die verbleibende Fahrzeit Minutengenau berechnen und daraus eine verlässliche Prognose erstellen zu können.
"Da müssen wir noch besser werden"
Giovanni, Dienstag, 10.06.2014, 12:11 (vor 4318 Tagen) @ lockheed 232
Wie das System genau funktioniert bin ich leider der falsche Ansprechpartner.
Vielleicht kann ich da weiterhelfen.
Das Grundprinzip ist folgendes:
Ein Zug fährt an einem grünen Signal vorbei, dieses fällt auf Halt. Dadurch wird die Zugnummer im Stellwerk ein "Feld" weitergestellt in den nächsten Abschnitt. Die Leitsystem der Disponenten, Fahrdienstleiter usw. erkannt das mit exakter Uhrzeit und berechnet, Prognosen, Soll/Ist-Abweichungen usw.
Allerdings gibt es da die schon erwähnten Probleme der stehenden Züge und bei Umleitungen. Stehende Züge werden einfach nach Prognose weitergefahren im RIS (und auch in den Leitsystem, nur ohne Ist-Zeit).
Hier wäre eine Art "Timeout" sinnvoll:
Gibt es zum Zug nach beispielsweise 5 Minuten keine neuen Daten, könnte die Verspätung als "ca xx min" ausgegeben werden. Nach beispielsweise 15 Minuten dann auf "unbekannt verspätet". Das wäre um einiges ehrlicher und auch automatisierbar.
Auf den wenigen Nebenstrecken wo absehbar ist, dass im Regelbetrieb größere Datenlücken entstehen können, müssten diese Limits angepasst werden.
Ich will die von mir auch schon oft erlebte schlechte Informationspolitik der Bahn nicht verteidigen, aber es ist nicht immer ganz so einfach wie man es sich als Außenstehender vorstellt.
Manchmal bekommt man aber auch echte Zweifel:
Zumindest im Raum Berlin habe ich schon erlebt, dass in Bauinfos ausfallende Züge anderer Bahngesellschaften als Alternative ausgewiesen wurden (dass die bei Vollsperrung ausfallen, hätte man sich ja denken können?), oder aber S-Bahnen die schon laut Jahresfahrplan (und nicht Chaosfahrplan) gar nicht mehr existierten...
Auch die "Live-Anschlüsse" im RE haben mir schon S-Bahnen als Anschluss genannt, die am Bahnhof schon Wochen vorher vom Fahrplanaushang entfernt wurden.
--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Lösung: Automatische Vorhersage als zusätzliche Information
Trainer, Dienstag, 10.06.2014, 12:21 (vor 4318 Tagen) @ lockheed 232
bearbeitet von Trainer, Dienstag, 10.06.2014, 12:21
Das eigentliche Problem hier ist vielleicht, dass die Verspätungsvorhersage auf eine einzige Zahl reduziert wird. Von der Zugposition und den möglichen Maximalgeschwindigkeiten auf den betroffenen Strecken lässt sich sicherlich eine "Minimale Verspätung" ableiten, und zwar automatisch - Die Information würde sicherlich schon vielen Reisenden weiterhelfen -- natürlich zusätzlich zur tatsächlichen "geplanten" Verspätung. Beispiel:
Verspätung von vorraussichtlich 20 Minuten, mindestens jedoch 13 Minuten
Weiterhin wäre es toll, wenn Streckenstörungsinformation auf alle betroffenen Züge automatisch eingepflegt werden würde. Heute morgen hatte zumindest die mobile App den Hinweis, dass Münster-Osnabrück bis vorraussichtlich 12 Uhr gesperrt ist, nicht für alle Züge, die auf dieser Strecke fahren, angezeigt. Das würde Reisenden, die einen Umweg selbsttändig planen, etwas mehr Kontext geben. Wenn das Bahnpersonal dies für alle Züge einzeln einpflegen muss, ist das ziemlich ungünstig.
Übrigens kommen ähnliche Probleme auch bei anderen Verkehrsmitteln vor: ich bin einmal über den Flughafen gehetzt, weil mein Flug als pünklich angezeigt wurde obwohl das Flugzeug den vorherigen Flug noch gar nicht angetreten hatte. Die Mitarbeiter wussten einfach nicht, wie sie in das Anzeigesystem so etwas wie "Nächste Information zum Flug: 2h nach planmäßigem Abflug" einpflegen konnten. Also haben diese lieber gar nichts eingepflegt.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 11:42 (vor 4318 Tagen) @ martin.elsner
Wie RIS funktioniert dürfte sich eigentlich googeln lassen bzw. wurde auch hier schon häufig behandelt. In der Tat ist es derzeit die größte Schwäche des Systems, dass bei einem stehenden Zug keinerlei Automatisierung möglich ist.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 11:58 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Man kann aber mit Erfahrungswerten aufgrund statistischer Analysen hantieren. Das Problem ist, dass keine manuelle Eingabe = keine Prognose ist. Man sollte die Prognosen anhand der Verspätungsbegründung automatisieren.
Tfz-Störung = 30 Minuten
Streckentechnik-Störung = 30 Minuten
PU = 1 Stunde
Unwetter = 2 Stunden
Der einzige Nachteil ist, dass die Prognosen von großen Werten auf relativ kleine Werte zurückfallen können, sobald sich der Zug wieder bewegt. Das passiert aber auch bei händischen Prognosen. Eine übertrieben große Prognose ist besser als gar keine.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 12:10 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Man kann aber mit Erfahrungswerten aufgrund statistischer Analysen hantieren. Das Problem ist, dass keine manuelle Eingabe = keine Prognose ist. Man sollte die Prognosen anhand der Verspätungsbegründung automatisieren.
Tfz-Störung = 30 Minuten
Streckentechnik-Störung = 30 Minuten
PU = 1 Stunde
Unwetter = 2 StundenDer einzige Nachteil ist, dass die Prognosen von großen Werten auf relativ kleine Werte zurückfallen können, sobald sich der Zug wieder bewegt. Das passiert aber auch bei händischen Prognosen. Eine übertrieben große Prognose ist besser als gar keine.
Das sehen aber viele Kunden vollkommen anders. Da ab 10 Minuten Verspätung eine Verspätungsbegründung erwünscht ist, wäre eine kleinere Tfz-Störung sofort mit 30 Min anzusetzen ein heikles Unterfangen. GPS war vor vielen Jahren schon mal ein Thema, warum man da nicht voran kommt weiß ich jedoch nicht.
"Da müssen wir noch besser werden"
gnampf, Dienstag, 10.06.2014, 12:22 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Man kann aber mit Erfahrungswerten aufgrund statistischer Analysen hantieren. Das Problem ist, dass keine manuelle Eingabe = keine Prognose ist. Man sollte die Prognosen anhand der Verspätungsbegründung automatisieren.
Tfz-Störung = 30 Minuten
Streckentechnik-Störung = 30 Minuten
PU = 1 Stunde
Unwetter = 2 StundenDer einzige Nachteil ist, dass die Prognosen von großen Werten auf relativ kleine Werte zurückfallen können, sobald sich der Zug wieder bewegt. Das passiert aber auch bei händischen Prognosen. Eine übertrieben große Prognose ist besser als gar keine.
Das sehen aber viele Kunden vollkommen anders. Da ab 10 Minuten Verspätung eine Verspätungsbegründung erwünscht ist, wäre eine kleinere Tfz-Störung sofort mit 30 Min anzusetzen ein heikles Unterfangen. GPS war vor vielen Jahren schon mal ein Thema, warum man da nicht voran kommt weiß ich jedoch nicht.
Och, den Kunden wuerde es doch ggf. freuen, denn wo der Mitarbeiter immer nur 5-Minuten-Haeppchen drauf gibt und man somit 20 Minuten rum wartet bis da endlich +20 steht koennte er im anderen Fall schon nach 5 Minuten in den naechsten Zug huepfen da die Zugbindung weg ist.
Befremdlich finde ich es auch das mir im Internet manchmal erzaehlt wird der Zug waere schon auf dem Weg zum naechsten Bahnhof, obwohl ich aus dem Fenster heraus immer noch den Bahnsteig sehe und die Anzeigetafel dort auch noch den Zug meldet... und der sich auch keinen mm vorwaerts bewegt. Keine gemeinsame Datenbasis?
Und die Bahn muesste doch auch immer wissen in welchem Abschnitt sich der Zug befindet und wann er den Abschnitt gewechselt hat. Aus der Zeit vom letzten Wechsel und der Infos wie schnell die Abschnitte bis zum naechsten Bahnhof maximal zu durchfahren sind sollte doch automatisch eine Mindestprognose vom System erstellt werden koennen.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 13:32 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Das waren natürlich nur unverbindliche Beispielwerte.
Aber jeder Grund hat charakteristische Verspätungsverläufe:
Keine Neigetechnik oder verminderte Traktion = stetig steigende Verspätung in kleinen Schritten
Türstörung = längerer Aufenthalt an einem Bahnhof, Prognose wäre wohl mit 15 min nicht so schlecht "erwartet"
Streckensperrung aufgrund technischer Probleme (Stellwerk, Signale, Oberleitung, Weichen) kann man mit einer Prognose belegen, die sich an den örtlichen Gegebenheiten orientiert, also minimale Anfahrtszeit des nächstgelegenen Techniker-Teams plus pauschale Arbeitszeit von 15 oder 30 Minuten.
Streckensperrung aufgrund eines PU = Anfahrtszeit der Einsatzkräfte plus pauschal 1 Stunde für Aufräumarbeiten und Identifizierung der Person
Streckensperrung aufgrund eines Unwetter = aktuelle Wetterdaten von der Zuggeschwindigkeit und Richtung plus Anfahrtweg des Aufräumtrupps plus pauschal noch 1,5 Stunden für Aufräumarbeiten
Jeder Störungsgrund kodiert eine minimale Verspätung aufgrund der Art der Störung. Ne Überholung oder Zugfolge machen selten mehr als 10 min Zusatzverspätung, ebenso hohes Fahrgastaufkommen, dagegen können Tfz-Störungen zu hohen Verspätungen führen. Wichtig wäre bei dem System nur, dass die Gründe möglichst korrekt und ehrlich angegeben werden. Dann sind die Prognosen präzieser als pauschale Werte.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 13:55 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht was du jetzt willst bzw. welches Hintergrundwissen du zum bisherigen System kennst,
jedoch lässt sich das wie du es denkst nicht einfach so umsetzen.
Es gibt keine Schnittstelle zwischen dem System des Netzes und RIS außer die Datenlieferung des IST und einige statistische Details. Verspätungsgründe des Netzes und des RIS sind nicht zu 100% identisch.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 14:02 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Darin liegt ja das Problem, dass die Daten von Hinz und Kunz verarbeitet und bearbeitet werden.
Richtig gemacht müssten alle Verspätungen mit vom Mitarbeiter angegebenem Grund in einen Sammeltopf, einer Datenbank an zentraler Stelle landen und von dort ausgewertet und mit Prognose an alle Informationssysteme verteilt werden.
Der optimale Weg ist:
Mitarbeitet im Zug meldet Störungsgrund der Betriebszentrale, die Betriebszentrale meldet ihre eigene Prognose mit Störungsgrund plus Positionsdaten des Zuges der Zentrale von DB Netze, die Datenbank der DB Netze verarbeitet die eingehenden Informationen und korrigiert ggf. die Prognosen anhand der GPS-Daten und der Art der angegebenen Störung. Die neue Prognose wird zusammen mit den Soll-Daten in das öffentliche Auskunftssystem von Station & Service sowie dem RIS veröffentlicht.
So und nicht anders sollte der Weg sein.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 14:31 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Darin liegt ja das Problem, dass die Daten von Hinz und Kunz verarbeitet und bearbeitet werden.
Richtig gemacht müssten alle Verspätungen mit vom Mitarbeiter angegebenem Grund in einen Sammeltopf, einer Datenbank an zentraler Stelle landen und von dort ausgewertet und mit Prognose an alle Informationssysteme verteilt werden.
Der optimale Weg ist:
Mitarbeitet im Zug meldet Störungsgrund der Betriebszentrale, die Betriebszentrale meldet ihre eigene Prognose mit Störungsgrund plus Positionsdaten des Zuges der Zentrale von DB Netze, die Datenbank der DB Netze verarbeitet die eingehenden Informationen und korrigiert ggf. die Prognosen anhand der GPS-Daten und der Art der angegebenen Störung. Die neue Prognose wird zusammen mit den Soll-Daten in das öffentliche Auskunftssystem von Station & Service sowie dem RIS veröffentlicht.
So und nicht anders sollte der Weg sein.
Dann müssten aber erstmal grundlegende Änderungen in der Gesetzgebung gemacht werden. Da aber nicht Netz für die Info zuständig ist wird dein Szenario so nicht greifen. DB Netz kodiert auch nur die entstandene Störung (nachträglich) und ist nicht für die Kundeninformation zuständig, die bei den jeweiligen EVU angesiedelt sind.
"Da müssen wir noch besser werden"
gnampf, Dienstag, 10.06.2014, 14:38 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Dann müssten aber erstmal grundlegende Änderungen in der Gesetzgebung gemacht werden. Da aber nicht Netz für die Info zuständig ist wird dein Szenario so nicht greifen. DB Netz kodiert auch nur die entstandene Störung (nachträglich) und ist nicht für die Kundeninformation zuständig, die bei den jeweiligen EVU angesiedelt sind.
Warum denn Gesetzgebung, gibt es irgendwelche Gesetze die dagegen sprechen das solche Infos zwischen einzelnen Unternehmen ausgetauscht werden? Datenschutz sollte hier ja kein Problem sein, da sind ja keine personenbezogenen Daten im Spiel. Und wenn man die Firmen erst per Gesetz zwingen muss Kundenservice zu bieten, dann laeuft wat gewaltig schief ;-) Das sollte auch so von statten gehen koennen.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 14:44 (vor 4318 Tagen) @ gnampf
Dann müssten aber erstmal grundlegende Änderungen in der Gesetzgebung gemacht werden. Da aber nicht Netz für die Info zuständig ist wird dein Szenario so nicht greifen. DB Netz kodiert auch nur die entstandene Störung (nachträglich) und ist nicht für die Kundeninformation zuständig, die bei den jeweiligen EVU angesiedelt sind.
Warum denn Gesetzgebung, gibt es irgendwelche Gesetze die dagegen sprechen das solche Infos zwischen einzelnen Unternehmen ausgetauscht werden? Datenschutz sollte hier ja kein Problem sein, da sind ja keine personenbezogenen Daten im Spiel. Und wenn man die Firmen erst per Gesetz zwingen muss Kundenservice zu bieten, dann laeuft wat gewaltig schief ;-) Das sollte auch so von statten gehen koennen.
Du verstehst hier gerade etwas falsch. Mehr sag ich dazu jetzt nicht. Es geht nicht darum jemand zu etwas zu zwingen sondern wie die Aufgabenlage verteilt ist.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Mittwoch, 11.06.2014, 01:28 (vor 4317 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von ICE-T-Fan, Mittwoch, 11.06.2014, 01:29
Dann müssten aber erstmal grundlegende Änderungen in der Gesetzgebung gemacht werden. Da aber nicht Netz für die Info zuständig ist wird dein Szenario so nicht greifen. DB Netz kodiert auch nur die entstandene Störung (nachträglich) und ist nicht für die Kundeninformation zuständig, die bei den jeweiligen EVU angesiedelt sind.
Meiner Meinung sollte der Netzbetreiber für die Kundeninformation zuständig sein und nicht die EVU. DB Station & Service sind ja quasi ein Subunternehmen der DB Netze. So gesehen informiert das EIU ja bereits die Endkunden (Fahrgäste) im Auftrag der EVU.
Wenn jedes EVU sein eigenes Ding macht, kann es nix werden, siehe fehlende RIS-Daten einiger Dritt-EVU.
Zu einem diskriminierungsfreien Netzzugang sollte auch gehören, dass alle EVU gleich behandelt werden, was die Informationen angeht. Sprich den EVU wird das Sammeln und Prognostizieren von Verspätungsdaten abgenommen. Der Infrastrukturbetreiber hat schon technisch gesehen den größten Überblick, da er jederzeit den Standort aller Züge ermitteln kann. Das können die EVU nämlich nicht, sie sind auf die Datenweitergabe der EIU angewiesen.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Mittwoch, 11.06.2014, 16:09 (vor 4317 Tagen) @ ICE-T-Fan
Dann müssten aber erstmal grundlegende Änderungen in der Gesetzgebung gemacht werden. Da aber nicht Netz für die Info zuständig ist wird dein Szenario so nicht greifen. DB Netz kodiert auch nur die entstandene Störung (nachträglich) und ist nicht für die Kundeninformation zuständig, die bei den jeweiligen EVU angesiedelt sind.
Meiner Meinung sollte der Netzbetreiber für die Kundeninformation zuständig sein und nicht die EVU. DB Station & Service sind ja quasi ein Subunternehmen der DB Netze. So gesehen informiert das EIU ja bereits die Endkunden (Fahrgäste) im Auftrag der EVU.Wenn jedes EVU sein eigenes Ding macht, kann es nix werden, siehe fehlende RIS-Daten einiger Dritt-EVU.
Zu einem diskriminierungsfreien Netzzugang sollte auch gehören, dass alle EVU gleich behandelt werden, was die Informationen angeht. Sprich den EVU wird das Sammeln und Prognostizieren von Verspätungsdaten abgenommen. Der Infrastrukturbetreiber hat schon technisch gesehen den größten Überblick, da er jederzeit den Standort aller Züge ermitteln kann. Das können die EVU nämlich nicht, sie sind auf die Datenweitergabe der EIU angewiesen.
Genau das ist aber nicht Aufgabe von DB Netz und das möchten diese auch gar nicht haben. Die EVU informieren durchaus gut, vielmehr sollte hinterfragt werden warum bei Station und Service ein hoher Prozentsatz einfach so "untergeht". Nicht zu vergessen ist, dass bei Station und Service nur noch wenige Mitarbeiter mit betrieblichen Hintergrundwissen arbeiten. Ich könnte dir jetzt genug Vorfälle nennen, die bei einer Information des EIU viel schleppender verlaufen würde.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Mittwoch, 11.06.2014, 18:31 (vor 4317 Tagen) @ Mario-ICE
Zu einem diskriminierungsfreien Netzzugang sollte auch gehören, dass alle EVU gleich behandelt werden, was die Informationen angeht. Sprich den EVU wird das Sammeln und Prognostizieren von Verspätungsdaten abgenommen. Der Infrastrukturbetreiber hat schon technisch gesehen den größten Überblick, da er jederzeit den Standort aller Züge ermitteln kann. Das können die EVU nämlich nicht, sie sind auf die Datenweitergabe der EIU angewiesen.
Genau das ist aber nicht Aufgabe von DB Netz und das möchten diese auch gar nicht haben.
Dann müssten aber alle EVU kostenlos vollständigen Zugriff auf alle relevanten Informationen haben, beispielsweise die vom EIU ermittelten Positionsdaten der Züge oder Informationen zum Fortgang von Arbeiten nach Streckensperrungen. Eben solche Infos, die man für eine verlässliche Verspätungsprognose benötigt. Und diese Infos sollten zentral "gelagert" und verarbeitet werden, unabhängig von EVU.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Mittwoch, 11.06.2014, 21:09 (vor 4317 Tagen) @ ICE-T-Fan
Warum zentral? Die Zentralität fördert eher das was untergeht.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Mittwoch, 11.06.2014, 22:31 (vor 4317 Tagen) @ Mario-ICE
bearbeitet von ICE-T-Fan, Mittwoch, 11.06.2014, 22:31
Weil die Züge verschiedener EVU voneinander abhängen. Eine wirklichkeitsnahe Prognose kann man am ehesten dann stellen, wenn man die Prognosen aller anderen Züge auf der Strecke kennt. So kann ein gutes System mögliche Zugfolgen oder Überholungen berechnen und daraus folgend die Verspätungsprognosen verbessern. Dazu muss aber jemand die Daten der Züge aller EVU zur Verfügung haben.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Mittwoch, 11.06.2014, 22:42 (vor 4317 Tagen) @ ICE-T-Fan
Weil die Züge verschiedener EVU voneinander abhängen. Eine wirklichkeitsnahe Prognose kann man am ehesten dann stellen, wenn man die Prognosen aller anderen Züge auf der Strecke kennt. So kann ein gutes System mögliche Zugfolgen oder Überholungen berechnen und daraus folgend die Verspätungsprognosen verbessern. Dazu muss aber jemand die Daten der Züge aller EVU zur Verfügung haben.
Das System gibt es beim Netz schon, nur weiß auch dieses System nicht, ob ein Tfz-Schaden 5, 20, 60 Minuten dauert oder der Zug dann doch ausfallen muss. Dann die ganzen Personalübergänge. Netz wäre in Großstörungen überhaupt nicht in der Lage für alle Züge eine halbwegs gängige Kundeninformation zustande zu bringen. Für die Information "seiner" Züge ist das EVU verantwortlich und das aus gutem Grund.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Mittwoch, 11.06.2014, 22:47 (vor 4317 Tagen) @ Mario-ICE
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Mittwoch, 11.06.2014, 23:01 (vor 4317 Tagen) @ ICE-T-Fan
Du verstehst da aber grundsätzlich was falsch, das zentrale System ist ja vorhanden, nur wie es in dem Bericht auch drin steht gibt es halt genug Unwägbarkeiten. An diesen Sachen wird wohl schon getüfftelt, wann es da eine Verbesserung geben wird steht sicher in den Sternen.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Mittwoch, 11.06.2014, 23:45 (vor 4317 Tagen) @ Mario-ICE
Ich würde dieses zentrale System nur etwas anders aufbauen und zudem die Echtzeitinformation der Züge durch GPS verbessern.
Zudem sollten Streckensperrungen so im System hinterlegt sein, dass alle Züge, die durch den gesperrten Abschnitt fahren sollen, automatisch eine Verspätungsprognose bekommen, entweder durch Umleitung oder durch Warten auf Streckenfreigabe.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-TD, Dienstag, 10.06.2014, 13:25 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Tfz-Störung = 30 Minuten
Wenn das so einfach wäre. Ich hatte gestern einen Zug mit Tfz-Störung, Prognose 15 min, letztlich ging es aber nur mit 8 min Verspätung weiter, bei deinen 30 min hätten sich die Reisenden mit Sicherheit gefreut am nächsten Bahnhof wenn ihnen der Zug vor der Nase weg gefahren wäre.
Jetzt wirst du erwidern, na dann gibt man eben bei einer Tfz-Störung pauschal 10 min ein, dann dauert es aber auf einmal 45 min in der Wirklichkeit, letztlich haben wir doch mit deinen Prognosen das gleiche Problem wie jetzt auch. Und auch die Prognosen die zur Zeit von Hand ins System eingegeben werden sind ja nicht irgendwelche Phantasiewerte, sondern beruhen auf Erfahrungen.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 13:35 (vor 4318 Tagen) @ ICE-TD
Tfz-Störung = 30 Minuten
Wenn das so einfach wäre. Ich hatte gestern einen Zug mit Tfz-Störung, Prognose 15 min, letztlich ging es aber nur mit 8 min Verspätung weiter, bei deinen 30 min hätten sich die Reisenden mit Sicherheit gefreut am nächsten Bahnhof wenn ihnen der Zug vor der Nase weg gefahren wäre.
Dann ist es die Schuld der Reisenden. Verspätungen sind keine absoluten Werte, die 100% so eintreffen.
Ich hatte in Erfurt schon Züge die mit 30 min Verspätung angekündigt wurden und mit 15 min Verspätung da waren, alleine aufgrund von Fahrzeitreserven.
Da der Zug ja immer noch eine Wegstrecke bis zum nächsten Bahnhof hat und diese nicht in 0 zurücklegen kann, haben die Reisenden immer genügend Vorwarnzeit. Und bei S-Bahnen die alle 3 min Halten spielt es bei der Taktdichte dann keine Rolle ob ein Zug verpasst wird oder nicht. Ein ICE hält im Schnitt alle 20 Minuten, da hat man also 20 Minuten Vorwarnzeit.
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 13:43 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Tfz-Störung = 30 Minuten
Wenn das so einfach wäre. Ich hatte gestern einen Zug mit Tfz-Störung, Prognose 15 min, letztlich ging es aber nur mit 8 min Verspätung weiter, bei deinen 30 min hätten sich die Reisenden mit Sicherheit gefreut am nächsten Bahnhof wenn ihnen der Zug vor der Nase weg gefahren wäre.
Dann ist es die Schuld der Reisenden. Verspätungen sind keine absoluten Werte, die 100% so eintreffen.
Ich hatte in Erfurt schon Züge die mit 30 min Verspätung angekündigt wurden und mit 15 min Verspätung da waren, alleine aufgrund von Fahrzeitreserven.Da der Zug ja immer noch eine Wegstrecke bis zum nächsten Bahnhof hat und diese nicht in 0 zurücklegen kann, haben die Reisenden immer genügend Vorwarnzeit. Und bei S-Bahnen die alle 3 min Halten spielt es bei der Taktdichte dann keine Rolle ob ein Zug verpasst wird oder nicht. Ein ICE hält im Schnitt alle 20 Minuten, da hat man also 20 Minuten Vorwarnzeit.
Widerspricht aber was hier von einigen gefordert wird. Minutengenaue Vorhersagen, damit man wenn es an der Zugangsstelle möglich ist noch zu shoppen oder andere Dinge tun kann.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 13:52 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Widerspricht aber was hier von einigen gefordert wird. Minutengenaue Vorhersagen, damit man wenn es an der Zugangsstelle möglich ist noch zu shoppen oder andere Dinge tun kann.
Diese Forderung ist verständlich aber nicht sinnvoll, da technisch nicht realisierbar. Man kann nur minutengenaue Prognosen zu Störungen erzeugen, solange der Zug unterwegs ist. Man kann geringere Geschwindigkeiten, Umwege, Überholungen und solche Sachen sicherlich über GPS oder LZB/ETCS sehr genau erfassen und auswerten.
Die Weiterfahrt eines stehenden Zuges wird man niemals auf die Minute genau vorhersehen können. Es sei denn jeder Arbeitsschritt bei der Beseitigung einer Störung ist so genormt, dass man ihn auf die Minute genau tätigen kann. Das ist aber aufgrund der Komplexität der Aufgabe kaum möglich. Aber versuche mal einem Wagenmeister begreiflich zu machen, dass er für die Analyse und Beseitigung einer technischen Störung exakt so und soviel Minuten brauchen darf und keine mehr und möglichst auch keine weniger. Irrsinn, Unsinn, Blödsinn... Wahnsinn. ;-)
"Da müssen wir noch besser werden"
Mario-ICE, Dienstag, 10.06.2014, 13:58 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
Das musst du dann aber eher Bahnlaien erzählen, mir tun dann immer Zugbegleiter leid, die sich solch unqualifiziertes Gedöns anhören müssen.
"Da müssen wir noch besser werden"
ICE-T-Fan, Dienstag, 10.06.2014, 14:05 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Da bin ich ganz deiner Meinung. Hoffentlich wird mein Beitrag auch gelesen und verstanden.
Zum Glück für die Mitarbeitet von StuS bin ich mittlerweile schon so etwas ei Inventar am Bahnhof Eisenach und erkläre den ungedultigen Reisenden beim Warten auf ihre Züge, was so Sache ist und wo die Grenzen des Systems liegen. Lustigerweise ernte ich oftmals verständnisvolle Zustimmung, wohl weil ich nicht die Uniform der DB trage.
Die perfekte Lösung...
Blaschke, Dienstag, 10.06.2014, 22:11 (vor 4318 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von Blaschke, Dienstag, 10.06.2014, 22:12
Hallo!
Tfz-Störung = 30 Minuten
Wenn das so einfach wäre. Ich hatte gestern einen Zug mit Tfz-Störung, Prognose 15 min, letztlich ging es aber nur mit 8 min Verspätung weiter, bei deinen 30 min hätten sich die Reisenden mit Sicherheit gefreut am nächsten Bahnhof wenn ihnen der Zug vor der Nase weg gefahren wäre.
Dann ist es die Schuld der Reisenden. Verspätungen sind keine absoluten Werte, die 100% so eintreffen.
Geniale Argumentation. Denn dann brauchen wir das System gar nicht! Wenn 30 Min prognostizierte Verspätung dann auch 8 Min sein können, dann muß ich als Reisender ja eh ziemlich pünktlich am Bahnhof sein.
Und überhaupt möchte ich all diese Automatenfreunde wohl sehen, wie sie es hinbekommen, bei einem Ereignis wie gestern dann die Dinge ordnungsgemäß automatisch prognostizieren zu lassen.
Wir in Coesfeld brauchten den ganzen Klimbim jedenfalls nicht: Uns war klar, dass der Zug an dem Abend definitiv nicht mehr nach Münster fährt. Erstens haben Stellwerker auch mal Feierabend, zweitens wird, wenn die Strecke blockiert sein sollte, sicher nicht im größten Unwetter schon jemand mit der Schnipselschere Bäume zerkleinern. Und drittens hat auch das Zugpersonal irgendwann mal ein Arbeitslimit. Uns war also klar: Entweder kommt irgendwann ein Bus oder ein Taxi oder es gibt es Hotel oder wir verbringen die Nacht im Zug. Nach 2,5 Std. geduldigen Wartens wurde es dann übrigens das Taxi.
Schöne Grüße von
jörg
Die perfekte Lösung...
ICE-T-Fan, Mittwoch, 11.06.2014, 01:31 (vor 4317 Tagen) @ Blaschke
Dann ist es die Schuld der Reisenden. Verspätungen sind keine absoluten Werte, die 100% so eintreffen.
Geniale Argumentation. Denn dann brauchen wir das System gar nicht! Wenn 30 Min prognostizierte Verspätung dann auch 8 Min sein können, dann muß ich als Reisender ja eh ziemlich pünktlich am Bahnhof sein.
Und was ist daran anders als heute? Prognostizierte Verspätungen sind nicht umsonst immer gerundet, auf ganze 5 Minuten oder bei größten Werten auf ganze 10 Minuten.
Das sind nur Schätzwerte, die jederzeit von der Realität eingeholt werden können.
Ich hatte schon sehr sehr oft, dass ein Zug an einem Bahnhof mit weniger Verspätung eingetroffen ist als minutengenau im RIS gestanden hat. Das ist eher die Regel als die Ausnahme.
Prognose +20; Realität +3
ICE-T-Fan, Donnerstag, 12.06.2014, 11:19 (vor 4316 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von ICE-T-Fan, Donnerstag, 12.06.2014, 11:20
Hallo!
Tfz-Störung = 30 Minuten
Wenn das so einfach wäre. Ich hatte gestern einen Zug mit Tfz-Störung, Prognose 15 min, letztlich ging es aber nur mit 8 min Verspätung weiter, bei deinen 30 min hätten sich die Reisenden mit Sicherheit gefreut am nächsten Bahnhof wenn ihnen der Zug vor der Nase weg gefahren wäre.
Dann ist es die Schuld der Reisenden. Verspätungen sind keine absoluten Werte, die 100% so eintreffen.
Geniale Argumentation. Denn dann brauchen wir das System gar nicht! Wenn 30 Min prognostizierte Verspätung dann auch 8 Min sein können, dann muß ich als Reisender ja eh ziemlich pünktlich am Bahnhof sein.
Die Realität bietet wie immer die besten argumentativen Beispiele -> http://www.ice-treff.de/index.php?id=289203
:D
Prognose +20; Realität +3
Mario-ICE, Donnerstag, 12.06.2014, 13:36 (vor 4316 Tagen) @ ICE-T-Fan
Wobei hier aber ein völlig anderer Fehler vorlag.
Prognose +20; Realität +3
ICE-T-Fan, Donnerstag, 12.06.2014, 13:42 (vor 4316 Tagen) @ Mario-ICE
Ja, richtig, zeigt aber, dass auch im heutigen System Prognosen vorkommen, die meilenweit an der Realität vorbei gehen und den Fahrgästen Verspätungen vorgaukeln die in dieser Höhe gar nicht existent sind.
Prognose ist eben nur eine Schätzung und nichts weiter. Dahinter stecken oftmals keine handfesten Daten. Mit genügend Erfahrung kann sich die Prognose realer Werte annähern, aber es bleibt immer ein Restfehler.
Daher plädiere ich für Begründungsabhängige Prognosen, da diese auch nicht besser oder schlechter als manuelle Eingaben sind, aber den Vorteil haben, dass man sie nicht versehentlich vergessen kann. (Es sei denn es wird kein Grund für die Störung angegeben.)
Prognose +20; Realität +3
Mario-ICE, Donnerstag, 12.06.2014, 14:11 (vor 4316 Tagen) @ ICE-T-Fan
Ja, richtig, zeigt aber, dass auch im heutigen System Prognosen vorkommen, die meilenweit an der Realität vorbei gehen und den Fahrgästen Verspätungen vorgaukeln die in dieser Höhe gar nicht existent sind.
Prognose ist eben nur eine Schätzung und nichts weiter. Dahinter stecken oftmals keine handfesten Daten. Mit genügend Erfahrung kann sich die Prognose realer Werte annähern, aber es bleibt immer ein Restfehler.
Daher plädiere ich für Begründungsabhängige Prognosen, da diese auch nicht besser oder schlechter als manuelle Eingaben sind, aber den Vorteil haben, dass man sie nicht versehentlich vergessen kann. (Es sei denn es wird kein Grund für die Störung angegeben.)
Du machst ja oft Statistiken, was glaubst du wieviele Prognosen besser laufen würden bei deiner Pauschalbegründung als jetzt? Deine sogenannte "begründungsabhängige Prognose" ist nichts anderes als eine manuelle Eingabe. Ich kann immer noch kein Vorteil an deinem System erkennen. Noch nicht einmal betrachtet ist hier das Szenario wer wann wie informieren soll.
Prognose +20; Realität +3
ICE-T-Fan, Donnerstag, 12.06.2014, 14:15 (vor 4316 Tagen) @ Mario-ICE
Deine sogenannte "begründungsabhängige Prognose" ist nichts anderes als eine manuelle Eingabe.
Es ist schon eine automatische Eingabe, aber eben eine mit einer Abhängigkeit. Besser wäre wohl die Formulierung "situationsbedingte Prognose".
Prognose +20; Realität +3
Mario-ICE, Donnerstag, 12.06.2014, 15:33 (vor 4316 Tagen) @ ICE-T-Fan
Deine sogenannte "begründungsabhängige Prognose" ist nichts anderes als eine manuelle Eingabe.
Es ist schon eine automatische Eingabe, aber eben eine mit einer Abhängigkeit. Besser wäre wohl die Formulierung "situationsbedingte Prognose".
Ok, jetzt bin ich gespannt wie das funktionieren soll.
Prognose +20; Realität +3
bahnerausleidenschaft, Donnerstag, 12.06.2014, 15:59 (vor 4316 Tagen) @ Mario-ICE
Der Computer bemerkt das ein Zug Probleme hat, kann sofort erkennen was für eine Störung vorliegt und wie lange (natürlich minutengenau) die Störung anliegt. Dann wird sofort auf allen Bahnhöfen angezeigt wann der Zug eintrifft. Ach wäre das nicht schön :)
"pünktlich" obwohl noch nicht abgefahren
Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 10.06.2014, 17:19 (vor 4318 Tagen) @ Mario-ICE
Das größte Problem was ich sehe, ist dass Züge, die nicht am Startbahnhof losgefahren sind, erstmal als pünktlich drin stehen (auch nach planmäßiger Abfahrt), bis ein manueller Eingriff erfolgt ist. Im internen RIS gibt es dagegen erst mal keine Daten, bis tatsächlich der Zug losfährt.
Das dürfte schon viele der Fälle abdecken, wo "pünktliche" Züge nicht kommen.
Bahnsteig Anzeigen/FIS auch nicht brauchbar
patricio16, Dienstag, 10.06.2014, 11:15 (vor 4318 Tagen) @ Frank-RE
wenn man es nicht selbst sieht kann man es kaum glauben- die Bahnsteige sind voll mit Reisenden, laut Anzeigen fährt alles planmäßig, Durchsagen gibt es keine. Die Anzeige springt einfach zum nächsten Zug-der auch nicht kommt.
Ist schon extrem peinlich.
System(atisches) Chaos bei der Bahn
Susannchen, KI-HH-B, Mittwoch, 11.06.2014, 14:44 (vor 4317 Tagen) @ Frank-RE
Chaos nach Unwetter: Der Konzern schafft es nicht, Kunden mit Informationen zu versorgen. Eine Frage der Technik. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/chaos-nach-unwetter-bei-de...
Bahn-Chaos: Das Informationsdesaster! Hier versagt der Konzern bei jeder größeren Störung – wie auch heute in NRW. Warum nur? http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/bahn-chaos-das-informationsdesaster-in-nrw...
DB App auch nicht zuverlässig
Hermes, Donnerstag, 12.06.2014, 08:47 (vor 4316 Tagen) @ Frank-RE
Gestern Mittag gegen 12 Uhr war es noch möglich, per App eine IC/EC-Fahrkarte von Köln/Bonn Flughafen nach Duisburg am selben Abend zu buchen, obwohl der Betrieb dort offenbar seit Montag und bis mindestens Freitag eingestellt ist und zu dem Zeitpunkt absehbar gewesen sein dürfte, dass der Zugverkehr auf dieser Strecke nicht innerhalb weniger Stunden wieder aufgenommen wird. Allerdings erwirbt der Fahrgast damit vermutlich wenigstens das Recht auf eine alternative Beförderung per SEV, da die Bahn von der Beförderungszusage nicht ohne Weiteres zurücktreten dürfte.
Ist es denn z.B. am Schalter und am Automaten weiterhin möglich, Fahrkarten für die gesperrten Strecken zu erwerben und so den SEV per Taxi oder Bus zu nutzen? Das wäre zwar sehr kulant von der Bahn, aber natürlich ein garantierter Verlustbringer.