Personenschaden und DB Mamagement absolut unzureichend! (Allgemeines Forum)
Johannes85, Montag, 24.03.2014, 13:17 (vor 4401 Tagen)
bearbeitet von Johannes85, Montag, 24.03.2014, 13:22
http://www.badische-zeitung.de/polizei-freiburg/stundenlange-zugausfaelle-am-hauptbahnh...
Nach einem Personenschaden in Freiburg bekleckert sich die DB beim Management überhaupt nicht mit Ruhm!
In Freiburg war ein leichtes Chaos und in den vielen kleinen Bahnhöfen auf der Rheinthalbahn ein großes Chaos.
Bereits um6:52 Uhr war es klar, dass ein Zug in Richtiung Offenburg ausfällt und dieser auch auf der Gegenstrecke ausfallen würde (laut Bahnmitarbeiter!)
Als dann danach der Personenschaden auch noch gemeldet wurde gab es bei der Bahn ab Denzlingen ganze 3 (DREI) Ersatzbusse nach Freiburg! NUR DREI!!!
Von Emmendingen gab es weder einen Ersatzbus noch Taxigutscheine (8:41 Uhr) und die 2 Mitarbeiter am Bahnhof machten dafür den Toten verantwortlich! Er wäre ja an allem Schuld und der ausgefallene Zug wäre eben "Pech" und "die Bahn hätte ja viel Geld auszugeben auch den Reisenden noch einen Taxigutschein auszustellen" - das "wäre viel zu teuer und die Tickets sowieso viel zu billig"! Und "die in Brüssel haben ja sowieso einen Schaden"!
Es gab ferner keine Bahndurchsagen, keine Hilfe - einfach nichts!!!
Irgendwann fanden die ersten eine Buslinie nach Freiburg, die natürlich viel länger dauerte (45 min.)! usw.
Viele Pendler sind zu spät zur Arbeit gekommen!
Ich und viele andere hatten das berechtigte Gefühl, dass die Bahn uns gar nicht weiterbefördern wollte und uns einfach im Regen stehen lässt!
!!!FAZIT: Absolut schlechtes Notfall-Management (Hier wird vermutlich erst auf den Preis geschaut, als den Menschen zu helfen !!! Kein Interesse an den Kunden!!! Jämmerliches Management!!! Ach ja - 65 Euro Taxikosten hatten wir uns dann zu durch 3 geteilt!
Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg!
http://www.badische-zeitung.de/polizei-freiburg/stundenlange-zugausfaelle-am-hauptbahnh...
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moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 13:35 (vor 4401 Tagen) @ Johannes85
bearbeitet von moonglum, Montag, 24.03.2014, 13:35
Mal ehrlich: Das Krisenmanagement ist zumeist absolut desolat gewesen. Es reicht von fassungslos machenden Kommunikationsausfällen bis hin zu Momenten wie nach der Entgleisung des IC 2315 am Rhein im Jahre 2011, wo der Lokführer oder das Personal nicht einmal schnellstens die Leitstelle anrufen konnte, um mögl. entgegen kommende Züge zu warnen, dass entgleiste Wagen ins Gegengleis ragen.
Ich glaube, dass da weniger Vorsatz i.p. Desinteresse am Reisenden sondern UNFÄHIGKEIT dahinter steht.
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
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Graukärtchenfahrer, Symbaden, Montag, 24.03.2014, 13:49 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
Ich glaube, dass da weniger Vorsatz i.p. Desinteresse am Reisenden sondern UNFÄHIGKEIT dahinter steht.
Und ein mangelndes Krisenmanagment, da es offenbar keine Notfallpläne gibt.
In Freiburg existieren zahlreiche private Busunternehmen (auch Fernbusanbieter) und die städtische Verkehrs AG, die alleine einen großen Fuhrpark besitzt. Ganz pinkant: Um 8:05 fährt ein IC-Bus nach München, wurde der ggf. als Ersatz ab FR eingesetzt?
Ich bin mir sicher, daß innerhalb einer Stunde (also in einem Zeitfenster von 7 bis 8:00) etliche Reisebusse ab Freiburg Hbf verfügbar gewesen wären, die Fahrgaste aus dem Fernverkehr (ICE um 6:52) und für den Nahverkehr in das wenig weite entfernte Denzlingen hätten transportieren können. Hier hätten die Fahrgäste für den Fernverkehr in die aus dem Norden gestrandeten Züge (z.B. ICE 271, mit regulärer Ankunft in FR um 8:00) einsteigen können, Zeitverlust: etwa eine Stunde.
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EC 178, Montag, 24.03.2014, 14:09 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von EC 178, Montag, 24.03.2014, 14:12
nach der Entgleisung des IC 2315 am Rhein im Jahre 2011, wo der Lokführer oder das Personal nicht einmal schnellstens die Leitstelle anrufen konnte, um mögl. entgegen kommende Züge zu warnen, dass entgleiste Wagen ins Gegengleis ragen.
Ist das so?
Zufällig kenne ich eine der betroffenen Kolleginnen persönlich und ich habe mir mal den ganzen Sachverhalt erzählen lassen. Und ich kann kein Fehlverhalten oder mangelhaftes Notfallmanagement erkennen, so steht es auch im Unfalluntersuchungsbericht. Im Übrigen wurde die Kollegin bei dem Unfall verletzt und hat trotzdem schnellstmöglich reagiert und einen Notruf abgesetzt.
Woher stammen denn Deine Erkenntnisse?
Warst Du dabei? Warst Du an der Meldekette des Notfallmanagements beteiligt? Schon mal daran gedacht, daß die Kollegen vielleicht auch unter Schock stehen? Oder verletzt sind (siehe oben)? Wahrscheinlich nicht, denn das Einzige, was Dich zu interessieren scheint, ist, ob es was zu Essen gibt. So kommen die absolute Mehrzahl Deiner Beiträge rüber.
Das mußte jetzt mal aus mir raus. Wenn ich sowas lese, wird mir ganz anders.....
EC 178
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moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 14:19 (vor 4400 Tagen) @ EC 178
Nein, aber ein Freund von mir sass im Apmz, der sofort nach dem Entgleisen und bei Stillstand des Zuges telefoniert hat. Und wir haben den offiziellen Bericht des EBA studiert seiner Zeit, da wurde auch vermerkt, dass einiges an Zeit verstrich!!!!!! Nichts gegen deine Bekannte bzw. die Kollegin, auch die Verzögerungen durch Schock sind sonnenklar und normal und zu erwarten. Aber das hilft im Ernstfall Keinem.
Mein Freund war vermutlich einer der Ersten, die sofort reagiert haben, die 112 angerufen hat und die Arbeitskollegen angeschrieen hat, sofort mit ihm den Zug zu verlassen, da sie ins Gegengleis ragen würden. Die sind dann erst mal rechtsseitig in Fahrtrichtung raus und ein Stück den Hang hoch gerannt, was dort wohl in dem glitschigen Schmier nicht so einfach war. Vll. erinnerst sich jene Dame ja an diese Sportsfreunde an der Zugspitze, an die Typen mit den bunten Regenjacken...
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EC 178, Montag, 24.03.2014, 14:24 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
Ok, interessant das zu lesen.
Meine Kollegin war, soweit ich weiß, für den Steuerwagen und die danach folgenden x Wagen eingeteilt.
Werde sie bei Gelegenheit mal drauf ansprechen.
Gruß von unterwegs.
EC 178
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moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 14:25 (vor 4400 Tagen) @ EC 178
Gern, mag sein, dass sie sogar zusammen gesprochen haben, es war ja Zeit genug.
Der Steuerwagen war natürlich am anderen Ende!
Übrigens wusstest Du, dass der Steuerwagen normalerweise VORNE gewesen wäre????
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EC 178, Montag, 24.03.2014, 14:36 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
Gern, mag sein, dass sie sogar zusammen gesprochen haben, es war ja Zeit genug.
Der Steuerwagen war natürlich am anderen Ende!Übrigens wusstest Du, dass der Steuerwagen normalerweise VORNE gewesen wäre????
Nein, das wußte ich nicht. Ich glaube mich nur daran zu erinnern, daß der Steuerwagen defekt und deshalb eine zweite Lok eingestellt war.
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moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 14:48 (vor 4400 Tagen) @ EC 178
Okay, das kursierte zumindest im Zug, man habe riesiges Glück gehabt, da die schwere 101 noch einigermaßen träge und spurnah geblieben sei. Was ich aus seinen Schilderungen nicht vergessen habe war, was für einen Irrsinnslärm es geben muss, wenn ein Wagen nicht mehr auf der Schiene fährt, ohrenbetäubendes Getöse, Gekrache. das war wohl das Erschreckendste für die Jungs, der Rest war ja mehr als glimpflich...
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EC 178, Montag, 24.03.2014, 14:54 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von EC 178, Montag, 24.03.2014, 14:57
Okay, das kursierte zumindest im Zug, man habe riesiges Glück gehabt, da die schwere 101 noch einigermaßen träge und spurnah geblieben sei. Was ich aus seinen Schilderungen nicht vergessen habe war, was für einen Irrsinnslärm es geben muss, wenn ein Wagen nicht mehr auf der Schiene fährt, ohrenbetäubendes Getöse, Gekrache. das war wohl das Erschreckendste für die Jungs, der Rest war ja mehr als glimpflich...
Absolute Zustimmung!!!
Gruß
EC 178
P.S. Und bitte entschuldige meinen etwas aggressiven Schreibstil in meiner ersten Antwort auf Deinen Beitrag.
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moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 15:41 (vor 4400 Tagen) @ EC 178
Ist völlig in Ordnung! No problem :-)
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GP4Flo, Montag, 24.03.2014, 14:32 (vor 4400 Tagen) @ EC 178
bearbeitet von GP4Flo, Montag, 24.03.2014, 14:34
Zufällig kenne ich eine der betroffenen Kolleginnen persönlich und ich habe mir mal den ganzen Sachverhalt erzählen lassen. Und ich kann kein Fehlverhalten oder mangelhaftes Notfallmanagement erkennen, so steht es auch im Unfalluntersuchungsbericht. Im Übrigen wurde die Kollegin bei dem Unfall verletzt und hat trotzdem schnellstmöglich reagiert und einen Notruf abgesetzt.
Woher stammen denn Deine Erkenntnisse?
Warst Du dabei? Warst Du an der Meldekette des Notfallmanagements beteiligt? Schon mal daran gedacht, daß die Kollegen vielleicht auch unter Schock stehen? Oder verletzt sind (siehe oben)? Wahrscheinlich nicht, denn das Einzige, was Dich zu interessieren scheint, ist, ob es was zu Essen gibt. So kommen die absolute Mehrzahl Deiner Beiträge rüber.Das mußte jetzt mal aus mir raus. Wenn ich sowas lese, wird mir ganz anders.....
EC 178
Im Falle des IC 2313 steht folgendes im Untersuchungsbericht:
"Die Zugkollision des IC 2313 in km 123,664 ereignete sich um 14:03:45**"
Aussage des Zugführers IC 2313:
"Das Absetzen des Notrufes wäre jedoch nicht möglich gewesen. Anschließend habe die Betreuerin den Führerstand verlassen und sei evtl. entgegenkommenden Zügen zum Absetzen eines Nothaltes entgegen gelaufen. Um 14:13 Uhr habe er telefonisch den Nothalt an die TP Frankfurt/M abgesetzt. Kurze Zeit später habe die TP Frankfurt die Sperrung der Strecke sowie die Oberleitungsabschaltung bestätigt."
Stellungnahme des Fahrdienstleiters Oberwesel:
"Er sei durch die Notfallleitstelle Frankfurt um 14:18 Uhr über die Entgleisung des IC 2313 unterrichtet wor den. Um 14:20 Uhr seien die beiden Streckengleise Boppard – Oberwesel und Oberwesel – Boppard gesperrt worden. Um 14:36 Uhr sei die freie Strecke Oberwesel – Boppard und Gegenrichtung durch die ZES Borken ausgeschaltet worden."
"Um 14:17:39 Uhr wurde IC 2004 während der Fahrt durch den Bahnhof Oberwesel gestellt."
Wenn die Angaben stimmen, haben die Mitarbeiter vor Ort vorbildlich gehandelt. Allerdings stimmt es nachdenklich, dass zwischen der Entgleisung und dem Absetzen des Notrufes 10 Minuten vergangen sind und die Strecke erst 17 Minuten nach dem Ereignis gesperrt wurde! Die Abschaltung der Oberleitung ist sogar erst 33 Minuten (!) nach dem Ereignis durchgeführt worden. Auch hier also wieder ein eklatantes organisatorisches Problem. Es müsste eigentlich jeder Mitarbeiter der Bahn die Möglichkeit haben, einen direkten GSM-R Notruf abzugeben. Auch die Abschaltung der Oberleitung müsste ohne großen Zeitverlust erfolgen.
Es gibt weitere Aussagen aus dem Untersuchungsbericht, die nachdenklich stimmen:
"Konkrete Handlungsanweisungen bei Handlungsunfähigkeit des Tf nach Schadensereignissen für das Zugbegleitpersonal sind nicht vorhanden. Das Absetzen eines Nothaltauftrages vom Führerstand eines Triebfahrzeuges gehört zudem nicht zu Ausbildungsbestandteilen des Zugbegleitpersonals."
und
"Die Prozessbeschreibung LN 2603 0501 – Erste Maßnahmen bei Eintritt von Ereignissen/ Störungen eingreifen kennt für den Arbeitsplatz des Notfallleitstellenbedieners keinen Handlungsschritt der sich explizit mit Meldungen über gefährliche Ereignisse im Eisenbahn betrieb aus den Transportleitungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen ergibt."
sowie
"Der im Streckenabschnitt Oberwesel – Boppard (Nachbargleis) verkehrende IC 2312 durch fuhr den relevanten Abschnitt um ca. 14:00 Uhr"
Hätte der IC 2312 also z.B. 5-10 Minuten Verspätung gehabt, wäre es aufgrund des fehlenden GSM-R Notrufs sehr wahrscheinlich zu einer Kollision mit dem Gegenzug gekommen!
Quelle: http://www.eisenbahn-unfalluntersuchung.de/SharedDocs/Publikationen/EUB/DE/Untersuchung...
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EC 178, Montag, 24.03.2014, 14:41 (vor 4400 Tagen) @ GP4Flo
Im Falle des IC 2313 steht folgendes im Untersuchungsbericht:
"Die Zugkollision des IC 2313 in km 123,664 ereignete sich um 14:03:45**"
Aussage des Zugführers IC 2313:
"Das Absetzen des Notrufes wäre jedoch nicht möglich gewesen. Anschließend habe die Betreuerin den Führerstand verlassen und sei evtl. entgegenkommenden Zügen zum Absetzen eines Nothaltes entgegen gelaufen. Um 14:13 Uhr habe er telefonisch den Nothalt an die TP Frankfurt/M abgesetzt. Kurze Zeit später habe die TP Frankfurt die Sperrung der Strecke sowie die Oberleitungsabschaltung bestätigt."
Danke nochmal für den Link.
So hat es mir die betreffende Kollegin aus Ihrer Sicht auch erzählt.
EC 178
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moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 14:48 (vor 4400 Tagen) @ GP4Flo
bearbeitet von moonglum, Montag, 24.03.2014, 14:50
Ganz genau!!!!
"Der im Streckenabschnitt Oberwesel – Boppard (Nachbargleis) verkehrende IC 2312 durch fuhr den relevanten Abschnitt um ca. 14:00 Uhr"
Hätte der IC 2312 also z.B. 5-10 Minuten Verspätung gehabt, wäre es aufgrund des fehlenden GSM-R Notrufs sehr wahrscheinlich zu einer Kollision mit dem Gegenzug gekommen!"
Das sagt ALLES!!!!!!
Danken wir dem WEM-AUCH-IMMER, dass es so glimpflich ausgegangen ist.
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lockheed 232, Rhein-Main, Montag, 24.03.2014, 16:41 (vor 4400 Tagen) @ GP4Flo
Gab es in dem Bereich zufällig ein GSM-R "Funkloch"? So etwas ähnliches habe ich in meinem Bereich. Nothaltaufträge sind 2x zu geben (Notruf aufbauen, Nothaltauftrag + Wiederholung und dann das ganze nochmal). Ist bei mir durch "Störfrequenzen eines öffentlichen Anbieters" verursacht. Meines Wissens bauts sch zwar der Notruf auf, aber die Verbindung soll nicht gut bis nicht versändlich sein. War dort vlt. ja noch schlimmer.
Personenschaden und DB Mamagement absolut unzureichend!
GP4Flo, Montag, 24.03.2014, 13:42 (vor 4400 Tagen) @ Johannes85
Dem kann ich nur zustimmen. Unfälle können immer mal passieren, dafür kann die Bahn nichts. Aber das Krisenmanagement in solchen Situationen ist leider sehr unzureichend. Es scheint, dass die Mitarbeiter in einem solchen Fall völlig überfordert sind. Dabei lassen sich doch schon im Voraus Krisenpläne erstellen und danach handelt. Hier mal ein Beispiel, wie man hätte vorgehen können:
Statt die Fahrgäste in Richtung Freiburg in Gundelfingen aussteigen zu lassen, wo die Weiterreise nach Freiburg mit Bus + Straßenbahn möglich gewesen wäre, ließ man stattdessen alle in Denzlingen aussteigen. Das Resultat waren geschätzte 1000 Fahrgäste, die in Denzlingen am Bahnsteig standen und von dort aus nicht weiter kamen. Selbst wenn die Breisgau S-Bahn kurz darauf wieder den Hauptbahnhof angefahren hat, haben dort sicherlich nicht alle hinein gepasst. Die Regioshuttles sind im Berufsverkehr schließlich schon im Normalbetrieb bis auf den letzten Stehplatz gefüllt. Und wenn die BSB den Hbf wieder anfahren kann, warum hat man dann nicht auch die RE Züge wieder durchgelassen?
Ebenso hätte man die Fahrgäste am Freiburger Hauptbahnhof auf die Straßenbahn/Busverbindung nach Gundelfingen hinweisen können. Bis zur Haltestelle Gundelfingen Rathaus (von dort ca. 5 Minuten Fußweg zum Bahnhof) hätten zu dieser Zeit Verbindungen im 7-Minuten Takt zur Verfügung gestanden. Im Gundelfingen hätten dann DB Mitarbeiter vor Ort die Leute zum Bahnhof lenken können.
Immer wieder schön .....
bahnerausleidenschaft, Montag, 24.03.2014, 14:16 (vor 4400 Tagen) @ Johannes85
bearbeitet von bahnerausleidenschaft, Montag, 24.03.2014, 14:17
..... hier zu lesen was für Experten hier schreiben. Bewerbt euch doch alle bei der Bahn. Ihr könnt es doch alle viel besser als wir blöden völlig überforderten Eisenbahner.
P.S. Alle die hier nach einem schnellen Busersatz schreien, sollten bedenken das man dafür nicht nur einen Bus braucht sondern auch einen Busfahrer.
Immer wieder schön .....
moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 14:24 (vor 4400 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Hey, ich habe 10 Jahre im ärztlichen Notdienst im EN-Kreis gearbeitet, und wir haben für nahezu alles Pläne entworfen, durchgespielt und eingeübt. Wir haben bei Nacht und Nebel geübt, in Tunneln, an steilen Bahnabhängen, wir haben nächtelang versucht zu simulieren, was zu tun wäre, wenn die Staumauern der umgebenden Talsperren brechen etc. pp.
Das ist harte Arbeit, aber sie muss getan werden, in alle Himmelsrichtungen muss man da denken....
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Immer wieder schön .....
ICE-TD, Montag, 24.03.2014, 17:00 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
Hey, ich habe 10 Jahre im ärztlichen Notdienst im EN-Kreis gearbeitet, und wir haben für nahezu alles Pläne entworfen, durchgespielt und eingeübt. Wir haben bei Nacht und Nebel geübt, in Tunneln, an steilen Bahnabhängen, wir haben nächtelang versucht zu simulieren, was zu tun wäre, wenn die Staumauern der umgebenden Talsperren brechen etc. pp.
Auch dort läuft nicht immer alles glatt, kürzlich hat eine Feuerwehr eine dreiviertel Stunde gebraucht um zu einem Großbrand zu kommen, und nein, es lag nicht an verstopften Straßen. Wären in der Halle Menschen gewesen wären sie verbrannt.
Es passiert nunmal das manchmal mehrere ungünstige Umstände zusammentreffen die eine schnelle Hilfe nicht ermöglichen, für Außenstehende ist das nicht immer erkennbar.
Immer wieder schön .....
safe go, Chemnitz, Montag, 24.03.2014, 14:37 (vor 4400 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
bearbeitet von safe go, Montag, 24.03.2014, 14:38
... wie Leute, die Kritik üben, selbst wenn sie sachlich ist von übereifrigen Eisenbahnern zurecht gewiesen werden.
Die Verteidigung Deines Arbeitgebers in allen Ehren. Es hilft aber auch, Kritik als eine Anregung zur Verbesserung zu akzeptieren und nicht automatisch die "Wenn Du alles besser weißt, bewirb Dich doch!"-Maschinerie anzuwerfen.
Immer wieder schön .....
Graukärtchenfahrer, Symbaden, Montag, 24.03.2014, 14:48 (vor 4400 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
bearbeitet von Graukärtchenfahrer, Montag, 24.03.2014, 14:49
..... hier zu lesen was für Experten hier schreiben. Bewerbt euch doch alle bei der Bahn. Ihr könnt es doch alle viel besser als wir blöden völlig überforderten Eisenbahner.
Das betrifft doch nicht den Zugbegleiter oder den Lokführer, deshalb solltest DU dich nicht angesprochen fühlen.
P.S. Alle die hier nach einem schnellen Busersatz schreien, sollten bedenken das man dafür nicht nur einen Bus braucht sondern auch einen Busfahrer.
Ich habe bereits konstruktive Vorschläge hervorgebracht, noch einmal: In Freiburg existieren etliche Bus-Unternehmen, inkl. einem freien IC-Bus. Die VAG Freiburg hat mit Sicherheit auch genügend Personal, um bei Streckensperrungen (Tramstrecke) recht schnell Ersatzbusse zu schicken.
Es ist nicht das erste Mal in Freiburg, daß es einen PU zwischen Denzlingen und FR Hbf gab. Hier hätte die Bahn Notfallpläne erstellen und Verträge mit den Busunternehmen (inkl. VAG) schliessen müssen. Bei einem PU müsste SOFORT der passende Notfallplan abgearbeitet werden. In diesem Fall: 1. ICEs aus Basel Halt in z.B. Bad Krozingen und Züge aus Norden Halt in Denzlingen. 2. Aktivierung Bus-Pendelverkehr zwischen diesen Orten.
Wenn aber die Badische Zeitung schreibt, daß Gäster für den Fernverkehr erst zwei Stunden später nach Norden fahren konnte, zeigt sehr deutlich, daß die Bahn AG keinen Notfallplan für liegengebliebene Gäste des Fernverkehrs hatte, im Nahverkehr offenbar nur vollkommen unzureichend.
Glaube mir, ich habe sowas schon oft erlebt, zuletzt in Offenburg, ebenfall PU. Es wurden für die Gäste aus dem ICE in Richtung Basel genau ein Bus in Richtung Lahr organisiert vielleicht auch zwei. In Lahr angekommen musste die ganze Meute in glühender Hitze noch fast eine ganze Stunde warten, bis ein RE nach Freiburg führ. Dabei stand genau dieser einer RE einfach herum, die Bahn AG ließ den RE einfach nicht abfahren. Grund: Damit der RE wieder im Fahrplan war. So kamen wir mit fast 3 Stunden Verspätung in Freiburg an!
Ich sage es nur ungern, sorry, aber auch hier war die Bahn AG einfach nur unfähig und unwillig. Unwillig deshalb weil man hätte den RE außerplanmäßig sofort in Lahr abfahren lassen können, nachdem die Fahrgäste aus dem ICE mit dem Bus ankamen.
Immer wieder schön .....
ALR997, Montag, 24.03.2014, 16:08 (vor 4400 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
Ich weiss nicht ob ich die Bahn-Mentalität richtig einschätze aber es ist ja wirklich so, dass bei Störungen im Regionalverkehr so gut wie nix passiert. Der Mangel an Ersatzpersonal und Ersatzfahrzeugen, könnte der nicht auch daran liegen, dass man ja bei den Ausschreibungen so günstig wie möglich sein wollte und entsprechend keine Reserven beschafft, die ja ohne Störfall quasi brach liegen. Also lieber billig und ohne Reserve - denn, das ist meine 2. Vermutung: egal was so alles schiefgeht - die Leute sind auf den RV angewiesen. Wenn ich mir den RE1/2/6/11 hier in NRW ansehe scheint sich das zu bestätigen: Züge fahren zum Teil mit Altmaterial dass nur 140 km/h schafft, Wagen fehlen, Züge überfüllt und unpünktlich. Das Tolle: der VRR bezahlt den Kram, die Leute haben ggf. keine Alternative (besonders Studenten) und entsprechend kann man mit den Kunden umgehen wie man will - schliesslich gibts nen Vertag bis in 100 Jahren. Und selbst wenn dann nach Ablauf bei der neuesten Ausschreibung die Qualiteit auf einen Nullpunkt gesunken ist: egal, hauptsache man macht das günstigste Angebot.
Ich weiss, ich hab die ganze Geschichte jetzt sehr überspitzt beschrieben aber dennoch glaube ich, dass diese Gedanken stark in den Mangel an Notfallplänen, etc hineinspielen. Wie seht ihr das?
Besteller!
Frankfurt (Main) Süd, Montag, 24.03.2014, 16:29 (vor 4400 Tagen) @ ALR997
Gute Idee! Was spricht dagegen, ein ausgearbeitetes Notfallkonzept mit klar definierten Qualitätskriterein zum Bestandteil der Ausschreibung zu machen? (Ja, ich weiß, es würde dann teurer...) Und wenn man das für den NV machen würde und es funktionieren würde, würde sich vielleicht auch der FV eine Scheibe abschneiden.
Besteller!
bahnerausleidenschaft, Montag, 24.03.2014, 16:32 (vor 4400 Tagen) @ Frankfurt (Main) Süd
bearbeitet von bahnerausleidenschaft, Montag, 24.03.2014, 16:33
Kannst ja mal den Besteller fragen. Achja das ist der Staat (beim Nahverkehr) und der ist bekanntlich pleite. Also muss es leider immer billig sein.
Besteller? Gute Betreiber gesucht!
br752, Montag, 24.03.2014, 16:52 (vor 4400 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
Kannst ja mal den Besteller fragen. Achja das ist der Staat (beim Nahverkehr) und der ist bekanntlich pleite. Also muss es leider immer billig sein.
Der Staat ist nicht pleite, sondern unfaehig. Es kommt immer wieder neues Geld rein.
Wenn ich als Staat einen Zug fuer 50 Euro fahren lasse und ein privater Anbieter kann es fuer 30 Euro, dann ist nicht der andere Anbieter billiger, sondern ich unfaehig es auch fuer 30 Euro zu koennen!
In zweiten Fall muss sogar noch der Wasserkopf eines anderen Unternehmens mit finanziert werden und trotzdem ist es billiger?! Da macht man wohl selbst was falsch.
Diesen Wasserkopfueberschuss koennte man in die Qualitaet der Dienstleistung stecken und es muesste keinen Arbeitsplatz weniger geben.
BR752
Reserven vorhanden -> Wettbewerbsnachteil
Fabian318, Münster i. W., Montag, 24.03.2014, 19:26 (vor 4400 Tagen) @ br752
Wenn ich als Staat einen Zug fuer 50 Euro fahren lasse und ein privater Anbieter kann es fuer 30 Euro, dann ist nicht der andere Anbieter billiger, sondern ich unfaehig es auch fuer 30 Euro zu koennen!
In zweiten Fall muss sogar noch der Wasserkopf eines anderen Unternehmens mit finanziert werden und trotzdem ist es billiger?! Da macht man wohl selbst was falsch.
Vielleicht hält der 50-Euro-Anbieter auch einfach nur angemessene Ressourcen zum Betrieb bereit, der für 30 Euro nicht. Das ist nämlich das Problem: Bei den geringen Margen wird ein Fahrzeug mehr oder weniger ohne Weiteres über Gewinn und Verlust der Ausschreibung entscheiden können. Die Betreiber sind so also nahezu gezwungen, alles auf Kante zu nähen, um überhaupt gewinnen zu können.
Kalkuliere ich mit ernsthaften Reserven, habe ich die Ausschreibung unter Umständen schon verloren. - Es ist also zwingend notwendig, dass die Besteller auch Fahrzeugreservern und dergleichen vorschreiben.
Besteller? Gute Betreiber gesucht!
Garfield_1905, Montag, 24.03.2014, 20:16 (vor 4400 Tagen) @ br752
Der Staat ist unfähig ? Wer ist denn bitte schön 'der Staat' ? Und wer ist es in diesem Fall konkret ? Der Bundesverkehrsminister ? Seine Mitarbeiter ? Oder der jeweilige Landesverkehrsminister ? Vielleicht seine Mitarbeiter ? Oder etwa die jeweilige Landesnahverkehrsgesellschaft ? Vielleicht alle zusammen ? Wenn man weiter liest, ist wohl eher die DB gemeint, oder nicht ? Ist 'der Staat' dann der Herr Grube ? Oder seine Mitarbeiter ? Vielleicht nur 50% davon ?
Auf das weitere sog. 'Argument' gehe ich besser nicht ein, sondern werde ich bis zum Lebensende gesperrt und vorher noch geteert und gefedert.
Aber vielleicht doch der Hinweis, das es mitunter ganz gut ist, wenn man erst mal nachdenkt, bevor man einen Beitrag schreibt. Dies sei ausdrücklich auch dem Threaderöffner empfohlen.
Anständige Verträge sind wichtiger!
guru61, Arolfingen, Dienstag, 25.03.2014, 07:15 (vor 4400 Tagen) @ Garfield_1905
Der Staat ist unfähig ? Wer ist denn bitte schön 'der Staat' ? Und wer ist es in diesem Fall konkret ? Der Bundesverkehrsminister ? Seine Mitarbeiter ? Oder der jeweilige Landesverkehrsminister ? Vielleicht seine Mitarbeiter ? Oder etwa die jeweilige Landesnahverkehrsgesellschaft ? Vielleicht alle zusammen ? Wenn man weiter liest, ist wohl eher die DB gemeint, oder nicht ? Ist 'der Staat' dann der Herr Grube ? Oder seine Mitarbeiter ? Vielleicht nur 50% davon ?
In Zürich hat sich durchgesetzt, dass die Qualitätskriterien mittels eines Bonus Malus Systems direkt auf den Geldbeutel der Betreiber durchschlägt:
http://www.nzz.ch/aktuell/zuerich/uebersicht/happiger-malus-fuer-die-sbb-1.18242329
Und nun macht das System Schule:
http://www.sbb.ch/sbb-konzern/medien/medienmitteilungen.newsdetail.2013-12-1612_2.html
Es geht nicht nur um den Betrag, sondern such um das Image der Betreiber: Die SBB könnte Zürich nicht als Referenz angeben, denn in den letzten Jahren haben sie immer Malus gezahlt!
Mich wundert eigentlich, dass nach den Erfahrungen in Berlin, solches in Deutschland nicht auch zur Anwendung kommt.
Gruss Guru
Immer wieder schön ..... "DB Information" Freiburg
br752, Montag, 24.03.2014, 16:44 (vor 4400 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
Glaube mir, ich habe sowas schon oft erlebt, zuletzt in Offenburg, ebenfall PU. Es wurden für die Gäste aus dem ICE in Richtung Basel genau ein Bus in Richtung Lahr organisiert vielleicht auch zwei. In Lahr angekommen musste die ganze Meute in glühender Hitze noch fast eine ganze Stunde warten, bis ein RE nach Freiburg führ. Dabei stand genau dieser einer RE einfach herum, die Bahn AG ließ den RE einfach nicht abfahren. Grund: Damit der RE wieder im Fahrplan war. So kamen wir mit fast 3 Stunden Verspätung in Freiburg an!
Ich sage es nur ungern, sorry, aber auch hier war die Bahn AG einfach nur unfähig und unwillig. Unwillig deshalb weil man hätte den RE außerplanmäßig sofort in Lahr abfahren lassen können, nachdem die Fahrgäste aus dem ICE mit dem Bus ankamen.
Dem muss ich wirklich zustimmen, aber es ist wohl so gewollt.
Ob der Reisende nun 2 oder 3 Stunden spaeter ankommt ist egal, weil die Fahrgastentschaedigung die Gleiche bleibt. Wenn der RE nun zusaetzlich spaeter Abfaehrt kommt ggf. noch eine Verspaetungsstrafe hinzu.
Denn: DB Fernverkehr ist nicht DB Regio. Das Land als Auftraggeber ist es wohl egal ob irgendwelche Fernverkehrszuege Probleme haben. Aufgrund des Wettbewerbs muss sich jedes Unternehmen "neutral" verhalten. DB Station ist auch nicht DB Netz. Wie sollen da bitte Informationen vom Netz/Stellwerk zum Kunden fliessen. U.s.w.
Bitte schafft diese ganze Privatisierungssch****e ab oder schliesst einen "Wir-transportieren-die-Menschen-in-Deutschland" Pakt mit allen Bahn-/Bus-Unternehmen!!
BTW: Der Servicepoint, bzw. die DB Informartion in Freiburg hat leider oft den Charakter einer Schlaftablettenverwertungsgesellschaft. Anders gesagt: Mir koennen die so gut wie nie weiterhelfen.
BR752
Immer wieder schön .....
JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 24.03.2014, 17:59 (vor 4400 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
Ich habe bereits konstruktive Vorschläge hervorgebracht, noch einmal: In Freiburg existieren etliche Bus-Unternehmen, inkl. einem freien IC-Bus.
Dann wären es im Zweifel 4 statt 3 Bussen gewesen. Das macht den Kohl auch nicht mehr wirklich fett - zumal der Fahrer vermutlich auch in die Pause musste.
Die VAG Freiburg hat mit Sicherheit auch genügend Personal, um bei Streckensperrungen (Tramstrecke) recht schnell Ersatzbusse zu schicken.
Um 7. Zur dicksten HVZ. Ja ne, is klar.
--
Weg mit dem 4744!
Immer wieder schön .....
Garfield_1905, Montag, 24.03.2014, 23:21 (vor 4400 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
(..) Es wurden für die Gäste aus dem ICE in Richtung Basel genau ein Bus in Richtung Lahr organisiert vielleicht auch zwei. In Lahr angekommen musste die ganze Meute in glühender Hitze noch fast eine ganze Stunde warten, bis ein RE nach Freiburg führ. Dabei stand genau dieser einer RE einfach herum, die Bahn AG ließ den RE einfach nicht abfahren. Grund: Damit der RE wieder im Fahrplan war. (...)
Ich sage es nur ungern, sorry, aber auch hier war die Bahn AG einfach nur unfähig und unwillig. Unwillig deshalb weil man hätte den RE außerplanmäßig sofort in Lahr abfahren lassen können, nachdem die Fahrgäste aus dem ICE mit dem Bus ankamen.
Ich hab' mir das eben mal etwas ungläubig durchgelesen. Habe ich das richtig verstanden ? Du wolltest, das ein RE einfach mal rund 60 min. vor Plan abfahren sollte ? Lassen wir mal die möglichen fahrplantechnischen Probleme für diese ..., ähh, Maßnahme außer Acht. Hättest Du Dich denn dann wenigstens auf den Bahnsteig gestellt und den Fahrgästen in Lahr und auf den weiteren Bahnhöfen erklärt, das ihr Zug leider schon weg ist ? Hätten die dann die DB nicht vielleicht auch als 'unfähig und unwillig' bezeichnet ?
Ich fass' es nicht, welche 'Argumente' hier mitunter benutzt werden. Dazu fällt mir einfach nur ein inzwischen schon recht bekannter Spruch von Dieter Nuhr ein.
Immer wieder schön .....
Graukärtchenfahrer, Symbaden, Montag, 24.03.2014, 23:54 (vor 4400 Tagen) @ Garfield_1905
bearbeitet von Graukärtchenfahrer, Montag, 24.03.2014, 23:56
Ich hab' mir das eben mal etwas ungläubig durchgelesen. Habe ich das richtig verstanden ? Du wolltest, das ein RE einfach mal rund 60 min. vor Plan abfahren sollte ? Lassen wir mal die möglichen fahrplantechnischen Probleme für diese ..., ähh, Maßnahme außer Acht. Hättest Du Dich denn dann wenigstens auf den Bahnsteig gestellt und den Fahrgästen in Lahr und auf den weiteren Bahnhöfen erklärt, das ihr Zug leider schon weg ist ? Hätten die dann die DB nicht vielleicht auch als 'unfähig und unwillig' bezeichnet ?
Ich fass' es nicht, welche 'Argumente' hier mitunter benutzt werden. Dazu fällt mir einfach nur ein inzwischen schon recht bekannter Spruch von Dieter Nuhr ein.
Mit indirekten Beleidigungen, bzw. das Herabsetzen anderer Mitdiskutanten als Dumme kommen wir hier nicht weiter, Du hast Dich leider gerade für eine sachliche Diskussion disqualifiziert.
Ich gebe Dir aber eine kleine Rechenaufgabe: Was sind 180 - 120? Was sind 120 - 60, was sind 60 - 0? Oder was sind 60 - 30, 30 - 0?
Falls Du nicht verstehst, worauf ich hinaus möchte: Der besagte RE wäre bei sofortiger Abfahrt ziemlich genau zu der Zeit gefahren, wie der eigentliche dafür vorgesehene RE, der in OG aber aufgrund der Streckensperrung nicht abfahren konnte. Somit ist ein Loch von etwa einem Takt (oder auch zwei Takte) entstanden, wo überhaupt keine REs ab OG in Richtung Basel fuhren. Das konnte ich erfahren, weil ich andere einsteigende Fahrgäste auf den Unterwegshalten fragte und sie mir mitteilten, daß sie eine lange Zeit warten mussten und mind. ein Zug ausfiel.
Was hat die Bahn also gemacht: Sie wollte, daß der RE 12346 genau exakt in der Fahrplanlage fuhr, wie laut Fahrplan, anstatt ihn für den ausgefallenen RE 12345 ab OG fahren zu lassen. Man hätte den Zügen einen neue Zugnummer verpassen sollen und es wäre kein Loch ab Lahr entstanden. Die Dispo war also unwillig, oder unflexibel auf die Streckensperrung zu reagieren, daher wurden noch mehr Fahrgäste auf der Strecke stehen gelassen, als überhaupt notwendig.
Beschwere dich lieber in der Politik
Baselaner, Montag, 24.03.2014, 17:55 (vor 4400 Tagen) @ Johannes85
Hey,
das leidige Thema PU ... Leider passiert es im Durchschnitt 2,5 mal am Tag(!!!) in Deutschland. Leider kommt die Bahn da nie gut weg bei den Reisenden, obwohl es aus betrieblicher Sicht in den meisten Fällen eigentlich gut gelaufen ist.
http://www.badische-zeitung.de/polizei-freiburg/stundenlange-zugausfaelle-am-hauptbahnh...
Nach einem Personenschaden in Freiburg bekleckert sich die DB beim Management überhaupt nicht mit Ruhm!
In Freiburg war ein leichtes Chaos und in den vielen kleinen Bahnhöfen auf der Rheinthalbahn ein großes Chaos.
Das ist überall so, wo keiner weiß wann es weitergeht. Und glaube mir: Die Disponenten des jeweiligen EVU sind bemüht das Beste daraus zu machen. Und das nicht alles in wenigen Minuten organisiert sein kann dürfte klar sein. Mehr Personal? Du kannst dich ja mal mit sehr viel Personal (wohl bemerkt: an der Strecke oder in der Disposition) bewerben. Ich sage dir voraus, dass du niemals die Ausschreibung gewinnen wirst, weil Personal Geld kostet, was kein Ausschreiber bezahlen will!
Bereits um6:52 Uhr war es klar, dass ein Zug in Richtiung Offenburg ausfällt und dieser auch auf der Gegenstrecke ausfallen würde (laut Bahnmitarbeiter!)
Als dann danach der Personenschaden auch noch gemeldet wurde gab es bei der Bahn ab Denzlingen ganze 3 (DREI) Ersatzbusse nach Freiburg! NUR DREI!!!
Drei Busse? Das finde ich wirklich viel, wenn man bedenkt, dass nicht jeder Busunternehmer fahrbereite Busse und vor allem Fahrer hat. Auch hier gilt: Um genügend Busse einsetzen zu können müsste große Verträge mit Busunternehmern gemacht werden. Und stell dir vor: Nicht nur in Freiburg. Sondern Deutschland weit. Und weißt du was das kosten würde? Auch das will der Besteller nicht bezahlen. Wirtschaftlich ist es nun einmal billiger 2 Stunden zu warten, anstatt eine große Busflotte zu haben. Wer es immer noch nicht gecheckt hat: Im Kapitalismus kommt zuerst das Geld und dann weit abgeschlagen der Reisende. Und das ist nicht nur bei der Bahn so - die Wirtschaft gibt es vor!
Von Emmendingen gab es weder einen Ersatzbus noch Taxigutscheine (8:41 Uhr) und die 2 Mitarbeiter am Bahnhof machten dafür den Toten verantwortlich! Er wäre ja an allem Schuld und der ausgefallene Zug wäre eben "Pech" und "die Bahn hätte ja viel Geld auszugeben auch den Reisenden noch einen Taxigutschein auszustellen" - das "wäre viel zu teuer und die Tickets sowieso viel zu billig"! Und "die in Brüssel haben ja sowieso einen Schaden"
Da muss ich dem Kollegen im Prinzip Recht geben: Wer mit der Bahn versucht Geld zu verdienen braucht sich nicht zu wundern, dass der Fahrgast ganz hinten ansteht. Aber Geiz macht doch geil? Und hast du gemerkt wie geil die Leute waren?
Es gab ferner keine Bahndurchsagen, keine Hilfe - einfach nichts!!!
Was sollen dir die Kollegen sagen: "Ich weiß nicht wann die Streckensperrung aufgehoben ist und wann es deshalb weitergeht!" ? Kein Mensch weiß wann es weitergeht. Oder willst du hören, dass es in 2 Stunden, 7 Minuten und 28 Sekunden weitergeht?
Irgendwann fanden die ersten eine Buslinie nach Freiburg, die natürlich viel länger dauerte (45 min.)! usw.
Viele Pendler sind zu spät zur Arbeit gekommen!
Und was kann die Bahn dafür wenn sich jemand vor den Zug schmeißt? Ach ich vergaß: Der Tf hätte ja ausweichen können ... Ode wie sagte ein Forumsteilnehmer: Scheiß egal - Hauptsache ich bin pünktlich! ;)
Ich und viele andere hatten das berechtigte Gefühl, dass die Bahn uns gar nicht weiterbefördern wollte und uns einfach im Regen stehen lässt!
Im Kapitalismus ... Ich merke gerade: Ich wiederhole mich vermutlich ... ;)
!!!FAZIT: Absolut schlechtes Notfall-Management (Hier wird vermutlich erst auf den Preis geschaut, als den Menschen zu helfen !!! Kein Interesse an den Kunden!!! Jämmerliches Management!!! Ach ja - 65 Euro Taxikosten hatten wir uns dann zu durch 3 geteilt!
Auch hier gilt wieder: Im Kapitalismus steht was zuerst? Du kannst deinen Politikern gerne mal vorschlagen, dass sie mehr in die Bahn investieren sollen. Wobei: Da kannst du vermutlich auch gleich mit einer Wand reden.
Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg!
Und jeder der sagt, dass man hier Notfallpläne machen muss: Ja ne ist klar - für jeden Fall der eintreten kann, zwischen jeder Station wo ein PU passieren kann, zu jeder Tageszeit, zu jedem Baustellenfahrplan, zu jedem Personalstand und natürlich zu jedem Wochentag wird ein Notfallplan erstellt. So was geht nicht bei der Bahn!!! Es gibt deshalb auch nur allgemeine Notfallpläne, wie z.B. Telefonnummern von Busunternehmen. Deswegen wird das alles dispositiv entschieden.
Ich fasse meine Ansicht zusammen:
Mit der Privatisierung sollte alles billiger werden. Das ist es vielleicht auch. Aber Billig heißt nicht automatisch besser. Denn gerade solche Sachen wie PU sind für ein EVU nicht immer leicht zu händeln. Wer aber so billig wie möglich sein muss kann keine unnötigen Personale rumstehen haben. Das gilt auch für die "Führungsetage". Auch wenn das viele selbsternannte Experten anders sehen. Das gilt übrigens für jedes EVU.
Ich will die Bahn hier auch nicht in Schutz nehmen. Um Gottes Willen ... Aber hier ist die Politik gefordert! Wir brauchen doch nur mal zu dem südlichen Nachbarland Schweiz zu schauen. Welches Modell wird da verwendet? Und ist es besser?
Viele nachdenkliche Grüße
Baselaner
*like* Hier fehlt der Like-Button. Stimmt dir voll zu.
lockheed 232, Rhein-Main, Montag, 24.03.2014, 18:17 (vor 4400 Tagen) @ Baselaner
- kein Text -
Beschwere dich lieber in der Politik
JanZ, HB, Montag, 24.03.2014, 19:03 (vor 4400 Tagen) @ Baselaner
Ich will die Bahn hier auch nicht in Schutz nehmen. Um Gottes Willen ... Aber hier ist die Politik gefordert! Wir brauchen doch nur mal zu dem südlichen Nachbarland Schweiz zu schauen. Welches Modell wird da verwendet? Und ist es besser?
Wie werden denn solche Notfälle in der Schweiz gehandhabt? Ist man da besser vorbereitet? Geht es da schneller, bis ein Busnotverkehr steht? Ganz ernstgemeinte Fragen, weil ich es einfach nicht weiß.
Beschwere dich lieber in der Politik
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 24.03.2014, 22:40 (vor 4400 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von Twindexx, Montag, 24.03.2014, 22:42
Hoi,
Wie werden denn solche Notfälle in der Schweiz gehandhabt? Ist man da besser vorbereitet? Geht es da schneller, bis ein Busnotverkehr steht? Ganz ernstgemeinte Fragen, weil ich es einfach nicht weiß.
Die SBB haben für fast alle möglichen Störungen vorausgeplante Notfallkonzepte in der Schublade. Tritt eine Störung ein, so wird in der Betriebszentrale einfach das entsprechende Konzept aus der Schublade geholt und dort steht dann drauf, was zu tun ist, damit in einem solchen Fall der Verkehr noch möglichst optimal abgewickelt werden kann. Solche Konzepte wurden irgendwann von den verschiedenen Akteuren vorausgeplant und als klare Anweisungsliste an die Leute in den Betriebszentralen niedergeschrieben, sodass im Falle eines Falles dann gleich gehandelt werden kann und nicht noch nachgedacht werden muss, was man denn nun tun könnte.
Wenn dort drinsteht, dass Ersatzbusse aufgeboten werden sollten, dann stehen dort dann auch gleich die Kontaktdaten der regionalen Busunternehmen drauf, die bezüglich Personal und Fahrzeugen angefragt werden sollen. Ein paar Busse im Depot und Busfahrer in der Pause oder im Pikettdienst in Bereitschaft lassen sich auf die Art relativ schnell aufbieten.
Ich hatte mal zur abendlichen Hauptverkehrszeit den Fall, dass ein Auto mit einem Selbstunfall auf den Gleisen landete. Zehn Minuten nach dem dies passierte, sollte eigentlich mein Zug fahren. Der Zug kam pünktlich an, alle Reisenden verliessen den dort endenden Zug und es kam die Info, dass zehn Minuten später am Bahnhofplatz der Ersatzbus käme. Dem war auch so. Also nur 20 Minuten nach dem Ereignis war der Ersatzbusverkehr aufgezogen. Gut zehn Minuten nach planmässiger Zugabfahrt fuhr der Bus ab. Alle Reisenden konnten mitgenommen werden, auch wenn es sehr voll wurde. So kam ich nur 30 Minuten später daheim an als geplant. Und das auf einer Nebenstrecke.
Was hinter den Kulissen ablief, war klar: Die Betriebszentrale bekam die Meldung, dass ein Fahrzeug auf dem Gleis läge. Dort wurde dann gleich das entsprechende vorgefertigte Notfallkonzept für einen Streckenunterbruch auf jenem Streckenabschnitt aus der Schublade geholt. Dort stand dann drauf, wo die Züge gewendet werden sollen und wo man Ersatzbusse auftreiben könne. Der/Die Busbetreiber wurde(n) angefragt und der/die organisierte(n) gleich einen Fahrer mit einem Bus. Man kann also klar sagen: Das vorausgeplante Konzept hat wie geplant funktioniert, auch was die Reaktionszeit bis zur Umsetzung des Notfallkonzepts betrifft.
Das Erarbeiten solcher Konzepte ist ganz klar Aufgabe des Infrastrukturbetreibers. In Deutschland wäre das die DB Netz, die sich um so etwas kümmern müsste. Die Idee, dass ein EVU sowas organsieren müsste, ist total praxisuntauglich. Man stelle sich nur mal vor, wenn auf einer Strecke drei verschiedene EVU unterwegs sind, was im deutschen Ausschreibungswettbewerb keine Seltenheit darstellen dürfte, jedes dieser drei EVU versucht bei einer Störung sich an individuellen Konzepten. Das garantierte Chaos ergäbe dies.
Damit dies nicht geschieht, müssen im Störungsfalle die Notfallkonzepte von einer einzigen übergeordneten Stelle ausgearbeitet werden. Und da liegt es eigentlichen auf der Hand, dass da in erster Linie der Infrastrukturbetreiber handeln müsste.
Haben die Fahrdienstleiter der DB Netz in einem Störfall ein entsprechendes Notfallkonzept parat (also mit klaren Anweisungen und Kontakten zu regionalen Busbetrieben etc.) oder muss das im Störfall erst erarbeitet werden? Oder ist dies in Deutschland tatsächlich Aufgabe des EVU?
Hier noch ein Link zu einem Zeitungsartikel: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/10586259
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
![[image]](https://abload.de/img/fvd139kqh.jpg)
Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Personenschaden u. DB Managem. absolut unzureichend sagt wer
Mario-ICE, Montag, 24.03.2014, 18:51 (vor 4400 Tagen) @ Johannes85
http://www.badische-zeitung.de/polizei-freiburg/stundenlange-zugausfaelle-am-hauptbahnh...
Nach einem Personenschaden in Freiburg bekleckert sich die DB beim Management überhaupt nicht mit Ruhm!
In Freiburg war ein leichtes Chaos und in den vielen kleinen Bahnhöfen auf der Rheinthalbahn ein großes Chaos.
Bereits um6:52 Uhr war es klar, dass ein Zug in Richtiung Offenburg ausfällt und dieser auch auf der Gegenstrecke ausfallen würde (laut Bahnmitarbeiter!)
Als dann danach der Personenschaden auch noch gemeldet wurde gab es bei der Bahn ab Denzlingen ganze 3 (DREI) Ersatzbusse nach Freiburg! NUR DREI!!!Von Emmendingen gab es weder einen Ersatzbus noch Taxigutscheine (8:41 Uhr) und die 2 Mitarbeiter am Bahnhof machten dafür den Toten verantwortlich! Er wäre ja an allem Schuld und der ausgefallene Zug wäre eben "Pech" und "die Bahn hätte ja viel Geld auszugeben auch den Reisenden noch einen Taxigutschein auszustellen" - das "wäre viel zu teuer und die Tickets sowieso viel zu billig"! Und "die in Brüssel haben ja sowieso einen Schaden"!
Es gab ferner keine Bahndurchsagen, keine Hilfe - einfach nichts!!!
Irgendwann fanden die ersten eine Buslinie nach Freiburg, die natürlich viel länger dauerte (45 min.)! usw.
Viele Pendler sind zu spät zur Arbeit gekommen!
Ich und viele andere hatten das berechtigte Gefühl, dass die Bahn uns gar nicht weiterbefördern wollte und uns einfach im Regen stehen lässt!
!!!FAZIT: Absolut schlechtes Notfall-Management (Hier wird vermutlich erst auf den Preis geschaut, als den Menschen zu helfen !!! Kein Interesse an den Kunden!!! Jämmerliches Management!!! Ach ja - 65 Euro Taxikosten hatten wir uns dann zu durch 3 geteilt!
Mit freundlichen Grüßen aus Freiburg!
http://www.badische-zeitung.de/polizei-freiburg/stundenlange-zugausfaelle-am-hauptbahnh...
Ich halte mich ja nun schon öfter aus solchen Beiträgen heraus. Kitzeln zu antworten tut es aber doch schon manchmal noch.
Der erste Seitenhieb von mir ist Management nicht schreiben können, aber über selbiges herziehen müssen. Ok, die Hysterie war zu groß und da entschuldigt man schon mal den Tippfehler.
Als Außenstehender hat man natürlich den totalen Plan, weiß genau wie es zu machen ist und kennt natürlich Onkel Rudis Telefonnummer, der durch Zufall ein Busunternehmen besitzt und auch gerade Zeit und Lust hat viele gestrandete Reisende zu befördern.
Ich frag mich manchmal ernsthaft, wo manche hier ihre Weisheiten hernehmen und die Mär verbreiten das Busunternehmen regelrecht warten das bei der Bahn was passiert und nun ihre gesamte Busflotte zum Einsatz kommen kann und das in der HVZ.
Diese sollten sich vielleicht mal mit regionalen Busdisponenten unterhalten.
Wisst ihr mit Bestimmtheit was für Maßnahmen und in welchen Umfang eingeleitet worden sind? Mehr will ich eigentlich dazu nicht schreiben.
Meine Meinung zum Bus ist...
Sese, Montag, 24.03.2014, 19:58 (vor 4400 Tagen) @ Mario-ICE
... folgende: Busunternehmen, sei es ein öffentlicher NV-Dienstleister oder ein privater Reiseveranstalter, haben eine Flotte und die wollen sie möglichst kostendeckend (ÖPNV-Betreiber) oder gewinnbringend (privater Busunternehmer) einsetzen.
Heißt also, niemand stellt sich unbedingt mehr Busse auf den Hof, als er für den täglichen Betrieb + Reserven braucht. Wenn jetzt dann gerade in der HVZ, wie hier, ein PU ist, kann ich mir persönlich nicht vorstellen, dass der ÖPNV-Betreiber massenweise Busse samt Dispofahrer im Depot hat. Wikipedia gibt an, dass die VAG Freiburg rund 60 Busse im Bestand hat. Woher soll dann eine nennenswerte Anzahl Busse samt heißer Reserve an Fahrern kommen? Und noch dazu, in kürzester Zeit?
OK, private Busbuden und Regionalbusunternehmen gibt's vielleicht auch noch. Aber auch hier frage ich mich, wie man in weniger als einer Stunde einen Ersatzverkehr aufsetzen soll, der in der Lage ist, die Personenströme der Bahn in der HVZ wegzufahren?
In manchen Situationen hat man halt einfach mal Pech. Ärgerlich, aber muss man dann eben hinnehmen.
--
Grüße,
Sese
Meine Meinung zum Bus ist...
Graukärtchenfahrer, Symbaden, Montag, 24.03.2014, 21:22 (vor 4400 Tagen) @ Sese
Heißt also, niemand stellt sich unbedingt mehr Busse auf den Hof, als er für den täglichen Betrieb + Reserven braucht.
Es stehen sicherlich immer einige fahrbereite Busse herum. Ich hatte schon hier und da Tramausfälle erlebt, ein Busersatzverkehr war mit Sicherheit immer innerhalb einer Stunde eingerichtet.
Wenn jetzt dann gerade in der HVZ, wie hier, ein PU ist, kann ich mir persönlich nicht vorstellen, dass der ÖPNV-Betreiber massenweise Busse samt Dispofahrer im Depot hat. Wikipedia gibt an, dass die VAG Freiburg rund 60 Busse im Bestand hat. Woher soll dann eine nennenswerte Anzahl Busse samt heißer Reserve an Fahrern kommen? Und noch dazu, in kürzester Zeit?
Von nennenswert kann keine Rede sein. Wieviele Fahrgäste können in nur einen großen Gelenkbus gequetscht werden? Dann hätte man vielleicht noch irgendwo einen anderen Bus herbekommen und schon wären es zwei gewesen.
OK, private Busbuden und Regionalbusunternehmen gibt's vielleicht auch noch. Aber auch hier frage ich mich, wie man in weniger als einer Stunde einen Ersatzverkehr aufsetzen soll, der in der Lage ist, die Personenströme der Bahn in der HVZ wegzufahren?
Besser zwei Busse, als alle Fahrgäste aus dem Fernverkehr 2 Stunden stehen zu lassen.
In manchen Situationen hat man halt einfach mal Pech. Ärgerlich, aber muss man dann eben hinnehmen.
Sicherlich, aber nicht der Umgang der Bahn AG mit ihren Kunden. Es klang hier und da schon aus verschiedenen Beiträgen heraus: Der Bahn AG ist das alles einfach zu teuer, sie will und kann nur noch billig, beim Komfort, in der Informationspolitik und im Fahrbetrieb. Es gibt keine Reserven mehr, selbst bei banalen Zugausfällen nicht, Weichen wurden ausgebaut, Ausweichabschnitte stillgelegt, Züge fahren auf Verschleiss und unreparierte Defekte sind Alltag: Weichenstörungen, Signalstörungen, Triebfahrzeugstörungen, Stellwerkstörungen, Türstörungen, Klimaanlagestörunge, etc. Die Fahrgäste werden dann stehen gelassen, abserviert und ggf. noch angepflaumt, wie im Beitrag zu lesen war.
Ich war im letzten Jahr mit dem D-Pass unterwegs, so schlimm war es noch nie und habe alleine in einem Monat um die 65 Euro erstattet bekommen, da jeden zweiten Tag etwas kaputt war und > +60 daraus wurden.
Erst kürzlich wieder: Ein ICE aus Berlin nach Basel blieb liegen, kein Ersatz-ICE war verfügbar. Es fuhr ein um fast +60 verspäteter Gammel-IC mit alten IR-Wagen, ohne Bistro, ohne Minibar, defekten Toiletten. Das Servicecenter verweigerte mir eine Rückerstattung/Erstattung Differenzbetrag, redete sich mit Festpreisen raus. Die bahn.comfort-Hotline verweigerte mir jegliche Trostpunkte und schickte mir nur Textbausteine.
Vor 20 Jahren hatte ich derartiges in meiner Fernverkehrspendelei (5/7 Tage, bei knapp 6000 km/Monat) nicht erlebt. Ich will das deshalb nicht als Polemik rüberkommen lassen, ich sehe das nur noch nüchtern und resigniert. Meine Freunde und der Bekanntenkreis schütteln über mich nur noch den Kopf, weil ich noch immer mit der Bahn fahre, die haben längst die Konsquenzen gezogen und nehmen jetzt grundsätzlich gleich das Auto, egal ob das Private oder einen Leihwagen. Wenn es etwas weiter weg geht, dann wird gleich geflogen. Einige probierten bereits meinfernbus und Co. aus.
Es ist einfach nur traurig, was aus der Bahn geworden ist und daher ist dieser Fall mit dem PU nur ein Mosaikstein.
Meine Meinung zur Bahn ist...
TRAXXP160DE, HBIK, Montag, 24.03.2014, 21:32 (vor 4400 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
Viel könnte man jetzt noch schreiben ...
Warum kann man heute bei der Bahn nicht 2 oder 4 min auf einen Anschlusszug warten - Ergebnis +60!!!
Beispiel: Bremen Hbf Anschluss IC aus Rhein-Ruhr auf NWB nach Delmenhorst
Wer will bei einer Reisezeit von 3,5 h - Auto ca. 2,5 h - 4,5 h unterwegs sein?
Dieser Laden DB ist nur noch traurig und armselig.
greetings
Heiko
Meine Meinung zur Bahn ist...
Mario-ICE, Montag, 24.03.2014, 21:43 (vor 4400 Tagen) @ TRAXXP160DE
bearbeitet von Mario-ICE, Montag, 24.03.2014, 21:44
Viel könnte man jetzt noch schreiben ...
Warum kann man heute bei der Bahn nicht 2 oder 4 min auf einen Anschlusszug warten - Ergebnis +60!!!
Beispiel: Bremen Hbf Anschluss IC aus Rhein-Ruhr auf NWB nach Delmenhorst
Wer will bei einer Reisezeit von 3,5 h - Auto ca. 2,5 h - 4,5 h unterwegs sein?
Dieser Laden DB ist nur noch traurig und armselig.
greetings
Heiko
Man kann natürlich reflexartig jede Unzulänglichkeit hochposten. Was hat die DB mit der NWB zu tun? Die Frage, warum die NWB nicht auf den IC wartet solltest du dort stellen, oder besser noch bei den Bestellern des jeweiligen Regionalverkehrs. Die können dir sicher verraten, warum sie die EVU auch für Warten auf Anschlusszüge pönalisieren.
Meine Meinung zur Bahn ist...
Garfield_1905, Montag, 24.03.2014, 23:11 (vor 4400 Tagen) @ TRAXXP160DE
Wer will bei einer Reisezeit von 3,5 h - Auto ca. 2,5 h - 4,5 h unterwegs sein?
Dieser Laden DB ist nur noch traurig und armselig.
Das provoziert geradezu die Antwort, das Du dann halt doch mit dem Auto fahren solltest. Warum Du das nicht tust ? Vielleicht weil Du mit dem Auto wg. der reichlichen Baustellen doch 'etwas länger' unterwegs bist ? Oder vielleicht wg. der Vollsperrung wg. einem Unfall (... !) auf der Autobahn rumstehst ? Sollte da nicht der Autobahnbetreiber sozusagen einen 'Autobahn - Bus - Ersatzverkehr' organisieren ?
Ich weiß, das das polemisch ist und das ist auch beabsichtigt. Wer die DB als 'traurig und armselig' bezeichnet ohne sich offenbar über die Komplexität des Gesamtbetriebes auf der Bahn, die durch die versch. EVU's nicht einfacher geworden ist, Gedanken macht, der ist ..., tja, 'armselig' würde ich mal sagen.
Meine Meinung zur Bahn ist...
TRAXXP160DE, HBIK, Montag, 24.03.2014, 23:56 (vor 4400 Tagen) @ Garfield_1905
Wer will bei einer Reisezeit von 3,5 h - Auto ca. 2,5 h - 4,5 h unterwegs sein?
Dieser Laden DB ist nur noch traurig und armselig.
Das provoziert geradezu die Antwort, das Du dann halt doch mit dem Auto fahren solltest. Warum Du das nicht tust ?
Weil ich kein Auto zur Verfügung habe ...
Vollsperrung auf der Autobahn - nichts geht mehr - kommt äußerst selten vor. In meiner Zeit als Autofahrer ist mir das nie passiert dank Verkehrsfunk. Und bei der Bahn?
Ich weiß, das das polemisch ist und das ist auch beabsichtigt. Wer die DB als 'traurig und armselig' bezeichnet ohne sich offenbar über die Komplexität des Gesamtbetriebes auf der Bahn, die durch die versch. EVU's nicht einfacher geworden ist, Gedanken macht, der ist ..., tja, 'armselig' würde ich mal sagen.
Da reichen 5 Minuten Verspätung für +60. Was sind dagegen 2 km Stau mit 20 min Fahrzeitverlust. Selbst mit 120 auf der Autobahn biste schneller als der IC mit 160 oder 200. Grund? Ganz einfach. Bahnhof - Bus von zu Hause, auch dass zählt zur Gesamtreisezeit.
Das gesamte System incl. Bus und die verschiedenen Nahverkehrs-EVU muss passen. Aktuell wirtschaften wir das sinnvolle System Bahn runter.
Außerdem liegt es auch an der Bahn selbst. Unflexibel ist die Vertragsgestaltung. Pönalen für Anschlussaufnahme - ein Witz. Es geht um wenige Minuten - nicht um mehr.
Beispiel: Osnabrück - Bremen:
Bramsche 18:43 18:44
Neuenkirchen(Oldb) 18:58 18:59
Steinfeld(Oldb) 19:11 19:12
Lohne(Oldb) 19:20 19:21
Vechta 19:28 19:31
Wildeshausen 19:55 20:01
3-4 min bis Lohne, 6 min bis Vechta, 10 min ab Wildeshausen könnten locker Reserve drin drin.
So dürfte es auf vielen Strecken geplant sein.
greetings
Heiko
Meine Meinung zum Bus ist...
Mario-ICE, Montag, 24.03.2014, 21:55 (vor 4400 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
. Die Fahrgäste werden dann stehen gelassen, abserviert und ggf. noch angepflaumt, wie im Beitrag zu lesen war.
Im Zeitungsartikel war davon nichts zu lesen, eher der subjektive Beitrag eines Users, die Objektivität kann ich nicht beurteilen, da nicht dabei gewesen.
Ich war im letzten Jahr mit dem D-Pass unterwegs, so schlimm war es noch nie und habe alleine in einem Monat um die 65 Euro erstattet bekommen, da jeden zweiten Tag etwas kaputt war und > +60 daraus wurden.
Ist mir zu pauschal, moonglum-Effekt oder so? Ich kann zwar auch von Störungen Berichten, jedoch nicht in der gehäuften Form.
Erst kürzlich wieder: Ein ICE aus Berlin nach Basel blieb liegen, kein Ersatz-ICE war verfügbar. Es fuhr ein um fast +60 verspäteter Gammel-IC mit alten IR-Wagen, ohne Bistro, ohne Minibar, defekten Toiletten. Das Servicecenter verweigerte mir eine Rückerstattung/Erstattung Differenzbetrag, redete sich mit Festpreisen raus. Die bahn.comfort-Hotline verweigerte mir jegliche Trostpunkte und schickte mir nur Textbausteine.
Auch wieder zu pauschal. Ich hoffe doch das du nicht einforderst das in Hintertupfingen ein ICE für alle Fälle vorgehalten werden soll.
Vor 20 Jahren hatte ich derartiges in meiner Fernverkehrspendelei (5/7 Tage, bei knapp 6000 km/Monat) nicht erlebt. Ich will das deshalb nicht als Polemik rüberkommen lassen, ich sehe das nur noch nüchtern und resigniert. Meine Freunde und der Bekanntenkreis schütteln über mich nur noch den Kopf, weil ich noch immer mit der Bahn fahre, die haben längst die Konsquenzen gezogen und nehmen jetzt grundsätzlich gleich das Auto, egal ob das Private oder einen Leihwagen. Wenn es etwas weiter weg geht, dann wird gleich geflogen. Einige probierten bereits meinfernbus und Co. aus.Es ist einfach nur traurig, was aus der Bahn geworden ist und daher ist dieser Fall mit dem PU nur ein Mosaikstein.
Letzteren Zusammenhang kann ich nicht nachvollziehen.
Meine Meinung zum Bus ist...
weichenknecht, Süd- und Ostbayern, Montag, 24.03.2014, 23:56 (vor 4400 Tagen) @ Graukärtchenfahrer
Es stehen sicherlich immer einige fahrbereite Busse herum. Ich hatte schon hier und da Tramausfälle erlebt, ein Busersatzverkehr war mit Sicherheit immer innerhalb einer Stunde eingerichtet.
Naja, ich kann mir aber auch vorstellen, dass das lokale Verkehrsunternehmen (welches es auch immer sein mag) erstmal eine entsprechende warme Reserve vorhält, um seinen eigenen Betrieb sicherzustellen. Was bringt es dem Unternehmen, wenn es zwar der DB ein paar Busse bereitstellt, damit die Bahnkunden zufrieden sind, aber nachher der eigene Betrieb zusammenbricht, weil es eine Störung im eigenen Netz gibt, aber die Reserve fehlt? Und wie oben schon geschrieben, recht viel mehr als Normalbedarf zur Spitzenzeit + Werkstatt + Reserve hat kein wirtschaftlich agierendes Verkehrsunternehmen auf Halde stehen. Neben der HVZ ist das Unternehmen sicher bereit, die aktuell nicht benötigten Fahrzeuge für einen Ersatzverkehr bereitzustellen, vorausgesetzt das Personal ist da oder so kurzfristig zu organisieren.
Ich kenn das durchausaus: es gibt entsprechende Rahmenverträge/Vereinbahrungen mit einem Pool an Busunternehmen in der Region. Wenn man nun einen BNV benötigt, wird in die große Runde gefragt, wer grad Kapazitäten hat und wenn der PU halt grad um 6 oder halb 8 passiert, schreit keiner sofort "hier!". Da muss man halt dann warten, bis die Schüler in der Schule sind und solange versuchen auf andere Weise die Situation zu meistern.
Dass oft die Information durch die Bahnunternehmen (egal ob DB oder "private") mag ich gar nicht abstreiten, aber zu verlangen, dass von jetzt auf gleich ein BNV zur morgendlichen Rush-Our eingerichtet wird finde ich dann doch übertrieben - auch wenn es für den Reisenden in dieser Situation sicher nicht verständlich und unangenehm ist.
Meine Meinung zum Bus ist...
Graukärtchenfahrer, Symbaden, Dienstag, 25.03.2014, 00:08 (vor 4400 Tagen) @ weichenknecht
Natürlich hast Du Recht, es wäre aber abzuwägen, wie wahrscheinlich ein Tramausfall aufgetreten wäre.
Aber was ich eigentlich sagen will, man bekommt bei der deutsche Bahn immer den Eindruck, daß sie in solchen Fällen hoffnunslos überfordert ist, entweder aufgrund fehlenden Rollmaterials, oder aufgrund von fehlendem Personal. Das in diesem thread erwähnte Beispiel der SBB zeigt aber, daß es auch anders und deutlichst besser laufen kann, selbst auf Nebenstrecken. Warum schafft das also die SBB und nicht die Bahn AG? Die Antwort wurde bereits gepostet: Es existieren fertige Notfallpläne und eine dafür notwendige Flexibilität.
Meine Meinung zum Bus ist...
Giovanni, Dienstag, 25.03.2014, 08:01 (vor 4400 Tagen) @ weichenknecht
Es stehen sicherlich immer einige fahrbereite Busse herum. Ich hatte schon hier und da Tramausfälle erlebt, ein Busersatzverkehr war mit Sicherheit immer innerhalb einer Stunde eingerichtet.
Naja, ich kann mir aber auch vorstellen, dass das lokale Verkehrsunternehmen (welches es auch immer sein mag) erstmal eine entsprechende warme Reserve vorhält, um seinen eigenen Betrieb sicherzustellen. Was bringt es dem Unternehmen, wenn es zwar der DB ein paar Busse bereitstellt, damit die Bahnkunden zufrieden sind, aber nachher der eigene Betrieb zusammenbricht, weil es eine Störung im eigenen Netz gibt, aber die Reserve fehlt?
Aufgrund der örtlichen Nähe der SEV-Strecke wäre in diesem relativ unwahrscheinlichen Fall ein (teilweiser) Abbruch des SEV möglich.
Und wie oben schon geschrieben, recht viel mehr als Normalbedarf zur Spitzenzeit + Werkstatt + Reserve hat kein wirtschaftlich agierendes Verkehrsunternehmen auf Halde stehen. Neben der HVZ ist das Unternehmen sicher bereit, die aktuell nicht benötigten Fahrzeuge für einen Ersatzverkehr bereitzustellen, vorausgesetzt das Personal ist da oder so kurzfristig zu organisieren.
Einige Unternehmen greifen bei Störungen im eigenen Tram- und U-Bahnnetz nicht nur auf die Reservefahrzeuge zurück, sondern ziehen auch Fahrzeuge aus dem Linienbetrieb ab. So kann es vorkommen, dass auf manchen im dichten Takt betriebenen Linien nur jeder zweite Bus fährt.
Ich kenn das durchausaus: es gibt entsprechende Rahmenverträge/Vereinbahrungen mit einem Pool an Busunternehmen in der Region. Wenn man nun einen BNV benötigt, wird in die große Runde gefragt, wer grad Kapazitäten hat und wenn der PU halt grad um 6 oder halb 8 passiert, schreit keiner sofort "hier!". Da muss man halt dann warten, bis die Schüler in der Schule sind und solange versuchen auf andere Weise die Situation zu meistern.
Das Abziehen von Fahrzeugen aus dem Linienbetrieb wäre zwar theoretisch möglich, und in Situationen wie diesen auch sinnvoll, ist aber in den Verträgen so nicht vorgesehen.
In Berlin hat man inzwischen auch einen Vertrag mit einem Anbieter von Stadtrundfahrten geschlossen - dessen Busse haben zwar z.T. schon ihren 30ten Geburtstag hinter sich und sind eher selten behindertengerecht, dafür aber wenigstens auch im Frühberufsverkehr verfügbar.
Dass oft die Information durch die Bahnunternehmen (egal ob DB oder "private") mag ich gar nicht abstreiten, aber zu verlangen, dass von jetzt auf gleich ein BNV zur morgendlichen Rush-Our eingerichtet wird finde ich dann doch übertrieben - auch wenn es für den Reisenden in dieser Situation sicher nicht verständlich und unangenehm ist.
Ohne es genau zu wissen unterstelle ich mal, dass die VAG bei einer erheblichen Störung im Straßenbahnbetrieb auch zusätzlich zur Reserve Fahrzeuge aus dem regulären Buslinienbetrieb abziehen würde.
Um das aber auch bei Störungen im Eisenbahnbetrieb zu ermöglichen, müsste der Besteller des VAG-Stadtverkehrs einer entsprechenden Regelung zustimmen.
--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Anno 1977...
moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 19:49 (vor 4400 Tagen) @ Johannes85
bearbeitet von moonglum, Montag, 24.03.2014, 19:50
Ich wurde Augenzeuge des großen Crashs in Opladen am Abend des 28.3.77, als der D 840 auf eine auf dem Haupt-Gleis in Richtung Köln stehende 110 krachte.
Wir standen wenige Minuten nach dem Big Bang mit dem D 510 nach Hagen vor dem Ausfahrsignal von Schlebusch vor HP0.
Nach 40 Minuten kam eine 212, nahm uns an den Haken, zog uns nach Opladen, wo uns allen fast das Herz stehen blieb.
Es war ein unglaubliches Chaos auf der Empfangsgebäudeseite des Bhf.:
Hochgewuchtete, zerfetzte erste Wagen, die gesamten Scheiben des Opladener Bahnhofsgebäudes waren durch fliegenden Schotter zersplittert. Bis auf "unseren Bahnsteig" lag der Schotter. Der erste Wagen, der BDms sah unbeschreiblich aus, wie von Titanenhand krumm gehauen, aufgerichtet und über die 112 geworfen, die führende 112 war irgendwie seltsam klein geworden, auf maximal 2/3 der Länge geschrumpft :-( Abgerissene Oberleitung, irgendwelche Masten umgekippt....
Aber was mir wichtig ist:
Eine ganze Reihe DB-Mitarbeiter stand auf Gleis 1 (zwischen Sargwagen und zahllosen Krankenwagen). Sie halfen emsig mit, Menschen zu betreuen, luden Gepäck aus etc.
Auf unserem Bahnsteig nahmen DB-Mitarbeiter dringende Telefonatsmeldungen entgegen von Reisenden. Sie eilten am langen Zug entlang, der nur teilweise auf den Bahnsteig passte.
Nur eine Stunde später nach dem Unfall wurde bereits emsig an der Oberleitung gearbeitet, ein Turmwagen stand dort. Es waren bereits zahlreiche Lampen aufgestellt und erleuchteten den Ort unwirklich.
Es waren bereits Busse da. Unverletzte Reisende stiegen dort, wo der Parkplatz an den bahnsteig reichte, ein.
Da war anscheinend eine straffe Organisation hinter gewesen, auch wenn gerade den Herren in Opladen der Schrecken ins Gesicht geschrieben stand. Sie agierten schnell, höflich, kompetent, Sicherheit ausstrahlend alte Schule....
Dann ging es mit der 212 weiter nach Solingen Ohligs. Wir wurden auch dort schon von mindestens 4 DB Mitarbeitern erwartet, die wiederum mit Stift und Zetteln bereitstanden und Telefonnummern notierten und versprachen, sofort dort anzurufen und unser Später-Kommen anzukündigen.
Es ging alles vergleichsweise flüssig. Ersatzdiesellok bis Solingen. Mitarbeiter, die den Nachrichtenservice übernahmen, es gab nur 90 Minuten Verspätung bei Ankunft im Endbahnhof Hagen Hbf, und dort warteten wieder DB-Mitarbeiter mit Kursbuch und Zetteln und hatten teilweise schon wieder Nachrichten von den Angehörigen, die von den Solingern angerufen wurden und versuchten diese an die Reisenden weiter zu geben.
Aus Solingen waren in jeder Beziehung unglückliche Meldungen herausgegeben worden:
Es habe ein Zugunglück gegeben, wir kämen später an, alles sei in Ordnung!
Natürlich glaubten die abends spät Angerufenen, wir wären im Unfallzug gewesen, und so standen zig Angehörige mit bleichen Gesichtern auf Gleis 5/6 und warteten besorgt auf uns Reisende :-)
Aber unterm Strich: Wie schnell und kompetent das alles ablief.
Würde das heute auch noch so laufen können, 37 Jahre später, wo alles moderner geworden ist?
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
https://adobe.ly/2PMZyEV
Krass..
musty97, Montag, 24.03.2014, 19:57 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
bearbeitet von musty97, Montag, 24.03.2014, 19:57
Unglaubliche Geschichte..
Also Oberleitungsarbeiten schon nach 1 Stunde?
Die Stunde vergeht doch normalerweise bis die 218 zum Abschleppen da ist *grins*
Krass..
moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 19:58 (vor 4400 Tagen) @ musty97
Genauso war es, hab eben nochmal in mein Tagebuch geschaut
--
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Krass..
musty97, Montag, 24.03.2014, 20:01 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
Warte, Tagebuch?
Außer kleinen 12 Jährigen Mädels führt doch keiner sowas :p
Naja, das aktuelle "Krisenmanagement" kann sich ein Vorbild daran nehmen..
Krass..
moonglum, Hagen, Montag, 24.03.2014, 20:05 (vor 4400 Tagen) @ musty97
Oh das war damals voll angesagt, mit 14 Lebensjahren waren alle Daten einer Zugfahrt relevant, Fotos wurden dazu geklebt. Leider hatte ich alle 36 Bilder schon gemacht, somit konnte ich kein Foto vom Unfallort mehr machen, aber ich war so oder so nur am Bibbern...
--
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musty97, Montag, 24.03.2014, 20:07 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
Hab mal die Daten gegooglet, einfach nur heftig, die Geschichte stimmt.
Der Moonglum-Effekt tritt ja früh ein :p
1977 ist nun mehr als 35 Jahre her - Zeiten ändern sich
michael_seelze, Dienstag, 25.03.2014, 02:04 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
Aber unterm Strich: Wie schnell und kompetent das alles ablief.
Würde das heute auch noch so laufen können, 37 Jahre später, wo alles moderner geworden ist?
Laufen können ganz theoretisch ja.
Praktisch: Eher nicht.
Es gibt natürlich Notfallpläne, und um die eigentliche Rettung aus einem verunfallten Zug würde ich mir heute keine allzu großen Sorgen machen.
Es dürfte länger dauern, bis ein aufgrund einer Oberleitungsabschaltung festsitzender Zug abgeschleppt werden kann. Hat Köln überhaupt 218.8-Abschlepplokomotiven? Wenn nicht DB Netz es für notwendig hält, diesen Zug bspw. durch Verpflichtung eines in der Nähe befindlichen Triebfahrzeuges abschleppen zu lassen (in welcher Richtlinie ist diese Verpflichtung noch gleich verankert?), dürfte sich zunächst wenig tun. Ob ein abgeschleppter Zug noch bis zu seinem Endbahnhof geführt würde, halte ich auch für fraglich. Es könnte ja umlauf/schicht-technisch günstiger sein, den Zug vorher enden zu lassen. Bei den ICE-Zügen käme ja noch hinzu, dass diese, wie ich bisherigen Beitragsbäumen in diesem Forum entnehmen konnte, nicht mit Fahrgästen Geschleppt werden dürfen. Da bleibe wohl nur die Evakuierung in einen diesellokgeschleppten Wagen zu übrig.
Wahrscheinlich würde man den leigengebliebenen Zug auch nicht an der Unfallstelle vorbeifahren lassen oder gar dort halten lassen. DB Mitarbeiter, welche Gepäck aus einem derart verunfallten Zug ausladen, kann ich mir heute auch nicht vorstellen.
Die Telefongesprächsmeldungen dürften in Zeiten von Mobiltelefonen und guter Netzabdeckung hinfällig sein. Die Mitarbeiter wären auch wohl kaum in entsprechender Anzahl verfügbar. Und wie sollten diese Gespräche erst abgerechnet werden?!
Mitarbeiter mit Kursbuch dürfte es auch nicht mehr geben. Stattdessen gehe der geneidte Reisende entweder zur "DB Information" oder an den NTA, um sich eine Reiseauskunft ausdrucken zu lassen.
1977 ist nun mehr als 35 Jahre her - Zeiten ändern sich
moonglum, Hagen, Dienstag, 25.03.2014, 09:22 (vor 4400 Tagen) @ michael_seelze
Weisst Du was?
Es ging einfach so schnell voran, und es war an jedem Bahnhof trotz der chaotischen Ausnahmesituation überall kompetenter Rat und kompetente Weisung vorhanden.
Wenn heute etwas schief läuft, weiss man als Reisender aus den Durchsagen ZUMEIST nicht klar Bescheid. Es sind keine Zeitfenster erkennbar, Anschlussdurchsagen stimmen immer wieder vor der verspäteten Ankunft am nächsten Bhf. NICHT. Angeblich getätigte Bitten des Personals, einen wichtigen Anschlusszug warten zu lassen, führen zu Nichts. ich habe reihenweise Momente notiert, wo sich der Zugchef dafür bei den Kunden (der A-Klasse) beim Aussteigen persönlich entschuldigt und uns gebeten hat, "an die Bahn zu schreiben, denn auf sie würde eh Niemand mehr hören" (so oder sinngemäß).
In Hagen Hbf scheint es einen harten alten Eisenbahnerkern zu geben, der teilweise Dinge macht, die man von Duisburg aus nicht will: Mein Lieblingsthema hier: Der verspätete ICE 102. Einmal haben die Jungs ihn glatt komplett auf Gleis 3 angehalten und die gesamten Anschlüsse warteten noch, die laut Durchsage leider nicht mehr erreicht würden.
Alles zig mal geschrieben: Es ginge besser, würde wenig Mühen oft bereiten, es geschieht aber anders.
Heute sind keine Männer mit Kursbüchern mehr nötig?
Sehe ich anders, und die Aufseher in Köln oder Hagen Hbf haben immer wieder in Verspätungslagen viel zu tun. Der Job ist immer noch der Gleiche.
Die zügige Abwicklung im falle eines Unfalls krankt natürlich daran, dass kaum noch wo Ersatz- oder Hilfsloks stehen, nicht wahr? Damals standen in Opladen mit Sicherheit genug Loks bereit, vll. kam die 212 auch aus Solingen und stammte von einem dort abgestellten Wendezug nach Remscheid-Wuppertal etc. pp. Die Bahn wäre heute nicht mehr so reaktionsschnell.
Müsste sie ja auch nicht, wenn andere Lösungen bereit stünden. Nur, siehe das Ursprungsposting: Da hapert es ja auch dauernd, wie auch andere Postings immer wieder darlegen. Busse? Fehlanzeige! Keine Busse, keine Fahrer etc.
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
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Apropos Kursbücher - gibt es den Infoplan noch?
kater_k, BBRN, Dienstag, 25.03.2014, 09:49 (vor 4400 Tagen) @ moonglum
Heute sind keine Männer mit Kursbüchern mehr nötig?
Sehe ich anders, und die Aufseher in Köln oder Hagen Hbf haben immer wieder in Verspätungslagen viel zu tun. Der Job ist immer noch der Gleiche.
Zu meinen Bahnhofsmissions-Zivildienstzeiten gab es für den Kölner Hbf den vom lokalen Bahnhofsmanagement erstellten "Info-Plan". Der war in meinen Augen so ziemlich das übersichtlichste und nützlichste bahnhofbezogene Nachschlagewerk: (Geplante) Wagenreihung jedes Zuges (einschl. Regionalzügen) mit Halteposition am Gleis, sämtliche Zwischenhalte aufgeführt, die wichtigsten Basa-Nummern (um auch in Notfällen schnell die richtigen Ansprechpartner zu haben) und dazu Infos zu so ziemlich jeder Serviceeinrichtung am und im Bahnhof. Wäre in meinen Augen auch für die Bahnhofsnutzer ein Zugewinn gewesen (vielleicht ohne Basa-Nummern), aber das wäre wahrscheinlich schon am nicht eingehaltenen Corprate Design gescheitert: Der Info-Plan war praktisch, nicht schön.
Was mich aber wirklich interessiert: Gibt es dieses Nachschlagewerk in Köln noch? Und gab/gibt es das eventuell auch an anderen Bahnhöfen? Damit konnte das Personal 90% der Anfragen locker kompetent beantworten (und in Verbindung mit aktuellen Fahrplanabweichungen sicher >95%).
Apropos Kursbücher - gibt es den Infoplan noch?
moonglum, Hagen, Dienstag, 25.03.2014, 09:53 (vor 4400 Tagen) @ kater_k
Das ist ja ein DING!!!!!!!!
DAS WÜRDE MICH AUCH INTERESSIEREN!
--
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Apropos Kursbücher - gibt es den Infoplan noch?
bahnerausleidenschaft, Dienstag, 25.03.2014, 11:52 (vor 4400 Tagen) @ kater_k
Nein gibt es (leider) nicht mehr.
Schade, Danke für die Info
kater_k, BBRN, Dienstag, 25.03.2014, 11:59 (vor 4400 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
- kein Text -
Anno 1999...
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 25.03.2014, 16:41 (vor 4399 Tagen) @ moonglum
Wir standen wenige Minuten nach dem Big Bang mit dem D 510 nach Hagen vor dem Ausfahrsignal von Schlebusch vor HP0.
Nach 40 Minuten kam eine 212, nahm uns an den Haken, zog uns nach Opladen, wo uns allen fast das Herz stehen blieb. (...)
Dann ging es mit der 212 weiter nach Solingen Ohligs. (...)
Es ging alles vergleichsweise flüssig. Ersatzdiesellok bis Solingen. Mitarbeiter, die den Nachrichtenservice übernahmen, es gab nur 90 Minuten Verspätung bei Ankunft im Endbahnhof Hagen Hbf,(...)
Aber unterm Strich: Wie schnell und kompetent das alles ablief.
Würde das heute auch noch so laufen können, 37 Jahre später, wo alles moderner geworden ist?
Nein, heute geht das nicht mehr so einfach.
Bis Ende der 1990er Jahre gab es noch an fast jeder Milchkanne eine eigene 335.
Knotenbahnhöfe hatten fast ständig einige Loks herumstehen.
Es war noch EINE Bundesbahn wo das gesamte Personal vereint war. Insofern war es vergleichsweise einfach, einen Zug abzuschleppen.
In Bad Waldsee (Strecke Memmingen-Aulendorf) hat man mit der 335 einen defekten 628 innerhalb von 20 Minuten in den Bahnhof geschleppt (war 1992).
Noch vor 15 Jahren ging einer 218 auf der Südbahn kurz vor Ravensburg die Puste aus. Dann hat man halt auch die Rangierer mit der 294 losgeschickt, um den Zug in den Bahnhof zu schleppen. Der RE wurde dann sogar noch so bis Aulendorf gefahren, wo man ihn dann mit ca. +25 abgestellt hat. Es gab den Teilausfall dieser Garnitur Aulendorf - Ulm - Aulendorf, aber weitere Züge wurden von dem Vorfall nicht beeinträchtigt.
Heute gibt dort keine Rangierer und keine 294 oder 335 mehr. Man müsste auf eine Ersatzlok aus dem fernen Ulm warten, mindestens eine Stunde.
Bei Unfällen sind die Sicherheitsvorschriften inzwischen auch verschärft worden. Es werden nun meistens alle Gleise gesperrt und dann nutzt eine Ersatzlok auch nichts.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
![[image]](https://i.ibb.co/3FX2shg/signature-met.png)
Personenschaden und DB Mamagement absolut unzureichend!
Alexander, Dienstag, 25.03.2014, 10:26 (vor 4400 Tagen) @ Johannes85
Hallo,
vorweg, ich werde in diesen Post versuchen auf mehrere Beiträge einzugehen, nicht nur auf den von dir.
Auch ist das Thema zu komplex um in der vollen Länge zu "erklären".
Es wurde oft das Thema Notfallpläne für solch einen Fall angesprochen. Es gibt für bestimmte Bereiche grobe Notfallpläne (siehe z.B. Umleitungskonzepte bei der KRM), leider hat sich gezeigt das diese nur sehr bedingt helfen und zum Teil gar nicht nutzbar sind.
Das liegt vor allem daran, dass der Bahnverkehr ziemlich dynamisch ist. Es hilft einen Disponenten nicht, wenn in einem bunten Heft steht, das RE1 und RE2 in Stadt X enden, RE3 und ICE1 in Stadt Y, denn man kennt vorher die örtlichen Begebenheiten nicht und vor allem die aktuelle Gleisbelegung. Vielleicht steht in einem Gleis ein Güterzug und schon können eventuell nicht mehr alle Züge lt. Konzept in Stadt X enden.
Als einziges "Notkonzept" ist eine Datenbank mit vorhanden Busunternehmen für jeden Bahnhof sinnvoll und diese gibt es in allen mir bekannten Transportleitungen/Verkehrsleitungen.
Das große Thema Busverfügbarkeit.
Selbstverständlich hat die Bahn deutschlandweit (sehr teure) Verträge mit regionalen Busgesellschaften (im Fall Freiburg wird es wahrscheinlich der Südbadenbus sein - solche Verträge benötigt man allein schon für den SEV für Baustellen). Leider ist in den letzten Jahren auch bei vielen Busgesellschaften der Trend dazu hingegangen das keine Reserven mehr für ad hoc - Fälle vorgehalten werden. (Ist verständlich, ein Bus und Fahrer der nicht fährt ist totes Kapital). Die einzige Rettung sind oft kleine private Busunternehmen, wo sich der Chef nach einem Anruf auch selber in den Bus setzt. Da der Busmarkt jedoch auch ziemlich aufgeteilt ist und regional kaum noch Konkurrenz besteht werden diese Möglichkeiten immer weniger.
Was ich am Anfang auch nicht verstehen konnte, warum in großen (teilweise Millionen-) Städten die jeweiligen Stadteigenen Verkehrsbetriebe keinen Ersatzverkehr durchführen. Es hat sich leider herausgestellt, dass die meisten Stadtverkehre einen kurzfristigen Einsatz ablehnen. Ich habe oft schon die Begründung gehört, dann haben wir für kurzfristige Ausfälle keine OP-Busse mehr.
In manchen Regionen sind teilweise am morgen keine Busse verfügbar, wenn diese am Abend vor bestellt werden.
Besser sieht es jedoch ab ca. 8:30 aus, wenn die ganzen Schulbusse einrücken - da steht dann eine mehr als ausreichende Anzahl an Bussen zur Verfügung.
Thema alternative Reisemöglichkeiten:
Oft stehen alternative Reisemöglichkeiten zur Verfügung, welche genutzt werden könnten.
Auch hier trifft man leider oft auf Barrieren der örtlichen Verkehrsunternehmen, welche eine Mitnahme von größeren Reisendenmengen im Störungsfall nur mit murren akzeptieren. Ich kenne ein Fall von vor ein paar Jahren (nicht im Bereich des aktuellen Vorfalls), wo die Stadtwerke ein Verweis der Reisenden auf ihre Straßenbahnlinie zu bestimmten Zeiten (7:00 - 9:30) untersagt haben.
sofortige Weiterfahrt:
Von Graukärtchenfahrer wurde die Wartezeit nach einer Busfahrt auf den nächsten Zug angesprochen.
Klar ist es für die aktuellen Reisenden nicht gerade erfreulich fast eine Stunde in diesem Zug zu sitzen und zu warten abzufahren.
Aber hier sollte nicht nur der Fokus auf die aktuell betroffenen Reisenden gelegt werden, sondern auch auf die "zukünftigen". Lieber lasse ich die Fahrgäste noch etwas warten, mache aber ein Großteil der Reisenden nicht unzufrieden weil der Zug auf dem nicht betroffenen Abschnitt pünktlich fährt. Oder andersherum gefragt - wo sollte der RE für die planmäßige Fahrt herkommen, wenn eurer einfach früher fährt?
Information:
Diese ist in sehr vielen Grotten schlecht! da brauch man nichts drum herum reden. Aber die Mitarbeiter sind nur ein sehr kleiner Grund dafür. Der große Grund sind die "keine Mitarbeiter".
Es gibt einfach nicht genügend Mitarbeiter, welche alle notwendigen Informationen streuen können.
Da auch auf den Fall von moonglun auf 1977: Nein so etwas ist heute nicht mehr möglich, weil es die Mitarbeiter welche dort Informationen gaben einfach nicht mehr gibt.
Ich erinnere mich an ein Praktikum bei der Deutschen Bahn im Jahr 1999. Auf dem Bahnhof wo ich hinter die Kulissen schauen durfte gab es: 1 Zugansager, 2 Service Mitarbeiter, 3 Fahrkartenschalter mit 3 Mitarbeiter, eine Signalmeisterei und Mitarbeiter für die Fahrbahn, dazu eine Einsatzstelle für Zugbegleiter und Lokführer (und natürlich die Fdl für 4 Stellwerke). Heute gibt es eine DB Agentur mit 1 (in Worten: einem) Mitarbeiter. Der Zugverkehr hat sich in dieser Zeit jedoch fast verdoppelt.
Daran sieht man, dass es heutzutage (leider) gar nicht mehr möglich ist solch umfassende Informationen kurzfristig zu geben.
Wer da die Schuld hat möchte ich nicht beurteilen, da dies ein schleichender Prozess mit vielen Beteiligten war/ist.
Das komplette Thema ist zwar noch viel weitreichender, aber es macht meiner Meinung keinen Sinn tiefer einzusteigen, weil es zu komplex wird.
Viele Grüße
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
Busverfügbarkeit
JanZ, HB, Dienstag, 25.03.2014, 10:43 (vor 4400 Tagen) @ Alexander
bearbeitet von JanZ, Dienstag, 25.03.2014, 10:43
Hallo Alexander,
danke für deinen ausführlichen Beitrag.
Das große Thema Busverfügbarkeit.
Selbstverständlich hat die Bahn deutschlandweit (sehr teure) Verträge mit regionalen Busgesellschaften (im Fall Freiburg wird es wahrscheinlich der Südbadenbus sein - solche Verträge benötigt man allein schon für den SEV für Baustellen). Leider ist in den letzten Jahren auch bei vielen Busgesellschaften der Trend dazu hingegangen das keine Reserven mehr für ad hoc - Fälle vorgehalten werden. (Ist verständlich, ein Bus und Fahrer der nicht fährt ist totes Kapital). Die einzige Rettung sind oft kleine private Busunternehmen, wo sich der Chef nach einem Anruf auch selber in den Bus setzt. Da der Busmarkt jedoch auch ziemlich aufgeteilt ist und regional kaum noch Konkurrenz besteht werden diese Möglichkeiten immer weniger.
Diesbezüglich habe ich mal in einem Busforum gefragt und ganz ähnliche Antworten bekommen. Die Verfügbarkeit ist sehr unterschiedlich, es wurde aber auch gesagt, dass sie außerhalb der Spitzenzeiten und bei privaten Unternehmen tendenziell größer ist. Witzigerweise wurde aber auch gerade die VAG als Unternehmen genannt, das Reservebusse bereithält, keine Ahnung, ob das noch aktuell ist. Von dem Busunternehmen, bei dem ich hinter die Kulissen gucken konnte, weiß ich, dass es dort früher einmal so genannte Standwagen an den großen Busbahnhöfen gab, diese aber aus Kostengründen eingestellt wurden. Jetzt wird es nur noch die nötigsten Reserven für den Ausfall eines Fahrers oder Fahrzeugs geben.
Personenschaden und DB Mamagement absolut unzureichend!
moonglum, Hagen, Dienstag, 25.03.2014, 22:53 (vor 4399 Tagen) @ Alexander
trotzdem gut, danke
--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.
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