klassischer Kreditkartenbetrug (Allgemeines Forum)

worfie, Freitag, 28.02.2014, 22:52 (vor 4422 Tagen) @ Colaholiker


ABER: Das beträfe ja nur nachgemachte oder gestohlene Karten am Automaten. Hier geht es ja um Onlinetickets. Dazu braucht man aber den sicherheitscode, den man nur in der Hand hat, wenn man auch die Karte wirklich in den Fingern hatte.

… oder sie über Internet-Transaktionen erlangt, oder durch sog. "social engeneering" sie von unvorsichtigen Besitzern abgreift oder gleich vom Datenhehler abkauft. Mit den entsprechenden Daten sind aber sicherlich auch Betrügereien mit anderen bargeldlosen Zahlsystemen möglich.

Ich nutze öfters mal Mitfahrerbörsen. Dort sind mir solche Betrüger öfters mal aufgefallen und eigentlich, wenn man denn zumindest einen einigermaßen zweistelligen IQ hat, auch nicht sonderlich schwer zu erkennen.

Es sind immer Leute, die neue Profile haben. Um Aufmerksamkeit zu erlangen, erstellen die dort Fahrten über viele Via-Punkte (z.B. eine Fahrt Berlin-Hamburg-Hannover-Köln-Frankfurt-München) und geben einen aberwitzig niedrigen Preis ein. Guckt man sich so eine Fahrt näher an, steht immer was von "Hab aus *Fadenscheiniger Grund, den Selten-Bahnfahrer für glaubhaft halten werden* eine Fahrkarte übrig. Start- und Endbahnhof könnt ihr selbst bestimmen. Preis +/- 30 Euro." Der Hinweis, dass man die Ausweisnummer benötigt, scheint schon öfters weggelassen zu werden.

Interessanterweise sind so gut wie alle Betrügereien, über die man im Netz hört, diese Online-Ticket-Sachen, bis mir eine Mitfahrerin eine interessante Geschichte erzählt hat:

Sie musste dringend von A nach B, hatte sich eine Mitfahrgelegenheit organisiert, die jedoch unzuverlässig war und sehr kurzfristig absagte. Sie suchte noch einmal auf dem Portal nach einer kurzfristigen Fahrtmöglichkeit. Sie telefonierte rum und hat einen Fahrer gefunden, der für wenig Geld (ich glaub 15 Euro) inserierte. Der Abfahrtsort sollte nicht im Zentrum sondern irgendwo am Stadtrand von A sein. Sie ist hingegangen und da war ein Mann, der mit einer Fahrkarte (normales Ticket vom NTA) da wartete, was sie überraschte, weil die Person eine Kfz-Fahrt inserierte. Für die Fahrkarte wollte der Mann dann plötzlich 30 Euro haben. Auf Nachfrage, dass das nicht abgemacht war, bekam sie nur ein "Ich kann sie dir auch für 50 Euro verkaufen" zu hören. Aus Termindruck und der Tatsache, dass sie grade schon für viel Geld zum Arm der Welt gefahren ist, fühlte sie sich genötigt, die Fahrkarte für 30 Euro zu kaufen.
Sie erzählte mir, dass sie den Typen komisch fand, aber die Fahrkarte war echt und dass sie keine Betrügerei vermuten konnte.

Die Geschichte hört sich schon sehr nach "An fremde Kreditkarte gekommen, Fahrkarte ohne PIN am NTA gekauft" an.


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