Gera - der Hauptbahnhof der Reußen (40 Bilder), Teil 1 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 08.02.2014, 12:39 (vor 4451 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Samstag, 08.02.2014, 12:40

Moin!

Gefallen hat er mir nicht, Geras Hauptbahnhof. Aber vom Zustand her muß er sich nicht verstecken, das keineswegs. Ich besuchte ihn an am 22. Oktober des vergangenen Jahres - ein eigentlich geplanter Zweitbesuch fiel einer Zugverspätung zum Opfer, da dadurch der Anschluß vom IC an die Erfurter Bahn in Leipzig mißlang.


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Die Erfurter Bahn ist mittlerweile der führende der drei SPNV-Anbieter in Gera. Sie bedient stündlich die Hauptstrecke von Leipzig über Pegau, Zeitz, Crossen, Gera und Weida nach Saalfeld. Ferner alle ein oder zwei Stunden die Strecke über Göschwitz nach Weimar sowie alle zwei Stunden die Strecke über Weida, Zeulenroda und Mehltheuer nach Hof. Auf dem als Elster-Saale-Bahn vermarkteten Netz kommen ausschließlich Regioshuttles zum Einsatz.
Gerade einmal zweistündlich sieht man die Vogtlandbahn. Sie fährt durchs Elstertal über Greiz nach Weischlitz - von März bis November ist wegen Bauarbeiten schon in Chrieschwitz Schluß. Eingesetzt werden Desiros.
Rote Würmer (so klassifizierte anno 2000 ein Schaffner kurz vor Hildesheim die Baureihe 612) bedienen die Hauptachse durch Südost-Thüringen. Zweistündlich von Göttingen kommend, fährt man ab Erfurt über Göschwitz und Gera bis Gößnitz, dort wird nach Glauchau und Gwickau geflügelt. Ebenfalls zweistündlich kommt man aus Würzburg und flügelt bereits in Gera. Entweder geht’s durchs schöne Elstertal nach Greiz oder über Schmölln (bis hierhin besteht ein Stundentakt gemeinam mit den Zügen nach Glauchau und Zwickau) ins thüringische Altenburg.


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Den Überblick über die Eisenbahngeschichte Geras beginnen wir abseits des Hauptbahnhofes. Denn östlich der Innenstadt, am Bahnhof Gera-Pforten, verkehrte einstmals die Schmalspurbahn nach Wuitz-Mumsdorf. Die Gera-Meuselwitz-Wuitzer Eisenbahn-AG war ein international tätiges Unternehmen, ihre gerade einmal 31 Kilometer lange Strecke berührte gleich drei Staaten: Preußen, Sachsen-Altenburg und Reuß jüngerer Linie. Seit dem 12. November 1901 verkehrte die Bahn. 1949 erfolgte die Verstaatlichung, 1969 kam das plötzliche Ende. Ein schweres Unwetter am 3. Mai wurde zum Anlaß genommen, den Westabschnitt stillzulegen. Zum Jahreswechsel endete auch der Restbetrieb.

Damit kommen wir zur Normalspur. Ich verzichte nachfolgend auf die Nennung der beim Bahnbau beteiligten Staaten. Gera war bis 1918 Hauptstadt des Fürstentums Reuß jüngerer Linie, das 1859 seinen ersten Eisenbahnanschluß erhielt, mit der Eisenbahn von Weißenfels über Zeitz in die Hauptstadt. 1873 folgte die Verbindung Zeitz - Leipzig. Am Jahresende 1871 wurde die Strecke über Weida und Saalfeld nach Eichicht (heute Kaulsdorf, zwischen Saalfeld und Probstzella) verlängert.

Am 29. Juli 1876 wurde die Weimar-Geraer Bahn von Bachstein dem Betrieb übergeben, 1895 erfolgte die Verstaatlichung. Wie auch auf der Strecke Leipzig - Saalfeld wurde das zweite Gleis nach dem 2. Weltkrieg demontiert und später nur teilweise wiederaufgebaut.

Schon vorher, Ende Dezember 1865, hatte die Gößnitz-Geraer Eisenbahn-Gesellschaft ihre Bahnstrecke zwischen den namensgebenden Städten dem Verkehr übergeben und Gera somit an die Industriestädte Westsachsens angeschlossen. Bereits zum 1. Januar 1878 erfolgte die Verstaatlichung, hier war es die Sächsische Staatsbahn; die vorgenannten Strecken waren in preußischer Hand. Die Strecke endete in Gera im Sächsischen Bahnhof, heute Gera Süd.

Bleibst noch die Elstertalbahn nach Weischlitz. Der Nordabschnitt bis Greiz wurde am 17. Juli 1875 in Betrieb genommen, die Züge nutzten bis Wolfsgefärth die Strecke nach Saalfeld mit. Am 8. September erfolgte die Verlängerung bis Plauen und am 20. September der Restabschnitt bis Weischlitz, wo Anschluß an die Strecke von Plauen nach Eger (Cheb) besteht. Jetzt muß ich doch nochmal auf die Ländernamen zu sprechen kommen, denn in Gera nahm die Bahn ihren Anfang im preußischen Bahnhof. Das gefiel den Sachsen nicht, sie bauten eine eigene Bahnstrecke zum Sächsischen Bahnhof und nahmen diese am 1. Dezember 1892 in Betrieb. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, daß es derzeit konkrete Planungen gibt, den sächsischen Abschnitt aufgrund einer abgängigen Brücke aufzugeben und bis Wolfsgefärth wieder die preußische Bahnstrecke zu nutzen. In Thüringen sieht man das wohl nicht so dogmatisch, 2016 soll die neue Verbindung fertig sein.

Geras heutiges Empfangsgebäude wurde 1881 errichtet. 1911 entstand die Bahnsteighalle, inmitten der 2005 bis 2007 modernisierten und entfeinerten Gleisanlagen wirkt sie wie ein Fremdkörper. Zur selben Zeit wurde auch das Empfangsgebäude modernisiert (bereits 1963 wurde das Äußere entfeinert - hier eine ältere Ansicht, hier eine größere Version) und erhielt der Bahnhof wieder direkten Anschluß zur Straßenbahn. Heute präsentiert sich Geras Hauptbahnhof modern, aber irgendwie ein wenig überdimensioniert. Den Beinamen trägt er seit dem Jahr 1920.


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1 Beginnen wir unseren Rundgang auf dem Bahnhofsvorplatz. Dort befindet sich unter bunten Dächern der Busbahnhof.


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2 Das Hauptportal.


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3 Ein Blick auf den Bahnhofsvorplatz. Leerstand.


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4 Die Abfahrtsanzeige unterscheidet nach Bus, Straßenbahn und Eisenbahn.


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5 Dann gibt es noch einen Nordeingang.


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6 Was auch immer das sein mag. Allerdings ist Gera offenbar ein attraktiver Arbeitsort, die beiden Autos kommen aus Hessen.


Geht gleich weiter, sind mal wieder zu viele Zeichen.

Gera - der Hauptbahnhof der Reußen (40 Bilder), Teil 2

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 08.02.2014, 12:40 (vor 4451 Tagen) @ Sören Heise

Meckern zwecklos, es geht weiter.


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7 Im Bahnhof. Nahe des Nordausgangs das Kundenzentrum der Erfurter Bahn.


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8 In der Gegenrichtung sehen wir das Klo.


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9 In der Eingangshalle, Blick gen Ausgang.


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10 In der Eingangshalle, Blick gen Gleise. Mit Reklame der Lokalzeitung.


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11 …wird das hier wohl eher nicht.


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12 Das paßt einiges nicht.


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13 Blick zurück.


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14 Auf halber Höhe.


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15 In der Halle steht eine Dreifachtraktion nach Weimar. VT 321 führt.


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16 Warten auf die nächste Fahrt.


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17 Blick nordwärts.


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18 VT 313 kommt an. Er will nach Saalfeld. Der hintere VT bleibt in Gera.


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19 Absatz im Bahnsteig. Eben war er noch andersrum.


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20 Die Bahnhofshalle.


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21 Der Zug nach Leipzig steht bereit.


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22 Da spiegelt sich was.


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23 Gera, Zentrum der Eisenbahnwelt.


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24 Ausgang zur Straßenbahn.


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25 Nochmal der Zug nach Weimar. VT 315 hinten.


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26 Unter den Gleisen die Straßenbahnhaltestelle.


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27 Wagen 211 kommt.


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28 Eine weitere Ansicht der Haltestelle.


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29 Alt und neu.


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30 Ein Blick hin zum ersten Bahnsteig und zum Empfangsgebäude.


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31 Hinterm Bahnhof das Theater.


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32 Vorm Bahnhof die Innenstadt. Rechts steht ein altes Stellwerk herum, ich habe leider kein verwertbares Bild.


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33 Auf dem Bahnsteig.


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34 Der südliche Personentunnel.


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35 Der dazugehörige Eingang.


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36 Die Bahnhofsmodellbahn.


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37 Ladenpassage im Empfangsgebäude.


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38 Die Halle.


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39 Noch ein Blick nordwärts.


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40 Der vordere Bahnsteig.


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Das, liebe Leser, ist Geras Hauptbahnhof. Nicht unbedingt schön, aber darauf kommt es nicht an.

Viele Grüße
Sören

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Schöne Bilder!

BR 246, Buxtehude, Samstag, 08.02.2014, 15:33 (vor 4451 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

Danke für die Bilder

ICE-T-Fan, Samstag, 08.02.2014, 16:32 (vor 4451 Tagen) @ Sören Heise

Dort habe ich während meiner zweijährigen Ausbildung zum Fachinformatiker sehr oft auf den Zug Richtung Erfurt gewartet. Meine erste Begegnung mit dem Bahnhof war 2005, als ich von Leipzig über Gera nach Jena gefahren bin. Damals noch eine einzige riesige Baustelle.

Wie du schon sagst, schön ist der nicht, aber es ist ein ausgezeichneter Hauptbahnhof der seinen Zweck erfüllt. Wer aber in die Innenstadt will, sollte Gera-Süd nutzen. Der ist viel näher.

Gera - der Hauptbahnhof der Reußen (40 Bilder), Teil 2

kaythxbye, Berlin, Samstag, 08.02.2014, 19:11 (vor 4451 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

vielen Dank für dein Portrait.

Eine Frage habe ich zur Beschilderung der Bahnsteige:

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34 Der südliche Personentunnel.

Täusche ich mich da, oder sehen die Schilder anders aus als im Rest der Republik? Irgendwas stört mich da, ist es vielleicht eine andere Schriftart? Ein anderes Blau? Erinnert mich irgendwie an die Bahnsteigbeschilderung der SBB...

Beteilige mich an der Frage

ALR997, Sonntag, 09.02.2014, 02:44 (vor 4451 Tagen) @ kaythxbye

Hatte kurz auf Niederlande getippt aber mit Schweiz liegst du glaube ich sogar noch näher. Ich mecker jetzt mal rum, nach dem Motto: "Wenn die Geraer ihre eigenen Bahnsteigschilder haben, dann will ich hier auch eigene! Und zwar in rot, weiss und blau, egal wie das klappt! :D

Gera - Überreste DDR?

RhBDirk, Sonntag, 09.02.2014, 07:56 (vor 4451 Tagen) @ kaythxbye
bearbeitet von RhBDirk, Sonntag, 09.02.2014, 07:56

Hallo Sören,

vielen Dank für dein Portrait.

Eine Frage habe ich zur Beschilderung der Bahnsteige:

BILD

34 Der südliche Personentunnel.


Täusche ich mich da, oder sehen die Schilder anders aus als im Rest der Republik? Irgendwas stört mich da, ist es vielleicht eine andere Schriftart? Ein anderes Blau? Erinnert mich irgendwie an die Bahnsteigbeschilderung der SBB...

Sind das mögliche Überreste noch aus der DDR?
Die Schilder der SBB sehen ein klein wenig anders aus:
http://www.bahnbilder.de/bilder/icn-278585.jpg

Gera - der Hauptbahnhof der Reußen

heinz11, Samstag, 08.02.2014, 15:54 (vor 4451 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von heinz11, Samstag, 08.02.2014, 15:54

Hallo Sören,

vielen Dank für Deine Bilder. Obwohl Gera in meinen erweiterten Radius fällt, wußte ich bisher nicht, daß es dort einen Hauptbahnhof gibt.

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6 Was auch immer das sein mag. Allerdings ist Gera offenbar ein attraktiver Arbeitsort, die beiden Autos kommen aus Hessen.

Deine Vermutung ist zu 50 Prozent richtig... ;-)

Das Mutterunternehmen hat seinen Sitz in Frankfurt und daher alle Autos dort zugelassen. Aufgrund seines Aufgabengebietes stehen überall in Deutschland und damit auch in Gera Fahrzeuge herum. Es handelt sich um die DB BahnBau Gruppe GmbH, ein Tochterunternehmen der DB Netz AG.


Viele Grüße

heinz

Gera: Danke!

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 09.02.2014, 11:16 (vor 4451 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

vielen Dank fürs Kommentieren.

Markus: Gera Süd kenne ich vom Vorbeifahren. Die Station ist mir von früher nicht mehr in Erinnerung. Zum Glück.

kaythxbye: Die Schilder sehen anders aus. Das stimmt. Ich würde mich Dirk anschließen, man hat wohl dort befindliche Schilder aktualisiert. Wäre mir gar nicht aufgefallen.

Heinz11: Bahnbau also. Daß DB, war mir klar.

Viele Grüße
Sören

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Noch ein paar Anmerkungen zu Gera Hbf

Christian_S, Sonntag, 09.02.2014, 17:07 (vor 4450 Tagen) @ Sören Heise

Danke erstmal, lieber Sören, für dieses Portrait. Den Geraer Hbf kenne ich natürlich, da von meiner Heimat nicht allzu weit entfernt. In den 80ern und 90ern war ich oft dort, danach aber viele Jahre nicht. Im Herbst letzten Jahres lockte mich ein Ausflug in ein nahegelegenes Eiscafe auch mal wieder nach Gera, wir haben uns wohl nur um wenige Tage verpasst. Ich war schon positiv überrascht, wie sich der Geraer Hbf verändert hat, kannte ich ja nur den alten Zustand und der war gerade um das Jahr 2000 nicht der beste. Man hat was draus gemacht, der Bahnhof ist zweckmäßig von den Gleisanlagen her und beinhaltet in seinem Gebäude für das Fahrgastaufkommen durchaus angemessene gastronomische und sonstige Versorgungsmöglichkeiten.

Ein paar Anmerkungen aber noch zur Verkehrsgeschichte seit der Wende:

Von 1993 bis 1997 hatte Gera sogar eine IC-Anbindung, es gab einen IC abends aus Richtung Berlin-Leipzig nach Gera, morgens in die Gegenrichtung wieder zurück. Mit diesem Zug erreichte ganz zum Schluss dieses Angebotes sogar die BR 101 bzw 120 im geschleppten Zustand den Geraer Hbf, der ja bis heute keinerlei Fahrleitung hat.

Bis 2001 gab es dann immerhin noch regelmäßige IR-Anbindung der Linie Chemnitz-Erfurt-Kassel-Aachen im 4-Stunden-Takt, seit 1999 nur noch 1x täglich ab bis Chemnitz/Glauchau, die anderen 3 Zugpaare enden bzw begannen dann in Gera. Ebenfalls bis 1999 verkehrte ein IR-Zugpaar auch von Gera über Hof und Nürnberg nach Karlsruhe, die Fahrzeit war aber extrem lang und im Vergleich zur Autobahn selbst damals schon mehr als 1 Stunde langsamer.

Nach dem Ende der IR gab es ab 2002 nochmal für wenige Jahre eine Fernverkehrs-Anbindung 1x täglich in Form des InterConnex nach Rostock, aber auch dieses Unternehmen behielt Gera nicht lange im Fahrplan. So ist es bis heute bei Regionalzügen geblieben, immerhin aber relativ zügig in Richtung Erfurt bzw sogar Göttingen.

Zumutung Erfurter Bahn

Bambalouni, Bielefeld / Jena, Montag, 10.02.2014, 08:39 (vor 4450 Tagen) @ Sören Heise

In Gera verkehren fast nur noch diese hässlichen Erfurter Bahn Züge - das schlimmste was ich je erleben musste.
Die Züge piepen viel zu laut, sind extrem unbequem und an jedem Bahnhof kriegt man die schöne kalte Luft von draußen ab. Dazu sind diese Züge völlig überfüllt und das Personal total überfordert. Ständig gehen irgendwelche Türen nicht und die Zugbegleiter laufen ohne jeden Verstand durch den Zug, egal wer im Weg steht.

Ich fahre inzwischen lieber über Altenburg mit der S-Bahn-Mitteldeutschland und dann mit dem RE anstatt mich in diese Viehwaggons zu quälen. Mich würde mal interessieren, wieviel Schmiergeld geflossen ist, um diese Billigbahn auf die Schiene zu lassen

Teile ich nur teilweise ...

safe go, Chemnitz, Montag, 10.02.2014, 09:00 (vor 4450 Tagen) @ Bambalouni
bearbeitet von safe go, Montag, 10.02.2014, 09:02

In Gera verkehren fast nur noch diese hässlichen Erfurter Bahn Züge - das schlimmste was ich je erleben musste.

Ich gebe zu, dass ich einer Betriebsübernahme durch Private zunächst immer skeptisch gegenüberstehe. Man hängt halt am Istzustand und freut sich, mangels Begleitpersonal nicht die Fahrkarte zücken zu müssen.

Die Züge piepen viel zu laut, sind extrem unbequem und an jedem Bahnhof kriegt man die schöne kalte Luft von draußen ab. Dazu sind diese Züge völlig überfüllt und das Personal total überfordert. Ständig gehen irgendwelche Türen nicht und die Zugbegleiter laufen ohne jeden Verstand durch den Zug, egal wer im Weg steht.

Dass es bei Neufahrzeugen bei durch die DB Regio gewonnenen Ausschreibungen (war doch hoffentlich eine) genauso sein kann, zeigt vorzüglich der RE50-SN Saxonia-Express. Lautes Piepen, unbequeme Sitze, zu geringe Kapazitäten. Wobei an letzterem bekanntlich die Besteller schuld sind. Auch DB Regio würde nicht mehr fahren als bestellt. Schönes Beispiel: Die doppeltraktionierte Sardinenbüchse bei der Abfuhr vom Erfurter Weihnachtsmarkt in Richtung Jena - Gera - Altenburg. Was mich in den EB-RS1 besonders stört ist die geringe Sitzplatzzahl pro Triebwagen aufgrund der hohen Anzahl (natürlich notwendiger) Fahrradstellplätze.
Dass mehr Fahrgäste den kalten Luftstrom abbekommen, liegt ja nur an der kleineren Gefäßgröße. In Türnähe wird es auch im Desiro kalt. Oder selbst im 612, wenn der eingestiegene Fahrgast die Zwischentür öffnet. Überfordetes und blind herumrennendes Personal konnte ich im Übrigen noch nicht beobachten, eher mal inaktives Personal.
Und was technische Störungen angeht, da braucht sich die EB nicht zu verstecken. Ich sag nur 1442, 430, ...

Ich fahre inzwischen lieber über Altenburg mit der S-Bahn-Mitteldeutschland und dann mit dem RE anstatt mich in diese Viehwaggons zu quälen. Mich würde mal interessieren, wieviel Schmiergeld geflossen ist, um diese Billigbahn auf die Schiene zu lassen

Hmm, das mit dem Schmiergeld würde mich auch interessieren. Dann würde ich nämlich versuchen, einen Arbeitsplatz im Bereich der Entscheider zu bekommen. :-D
Und die die direkte, schnellere Verbindung nutzenden Reisenden freuen sich bestimmt über jeden zusätzlichen Platz. Ein sehr freundliches Handeln gegenüber ehem. Mitreisenden.

Ich eigentlich gar nicht

JanZ, HB, Montag, 10.02.2014, 09:26 (vor 4450 Tagen) @ safe go

Ich bin nur einmal mit der EB gefahren (Gemünden-Bad Kissingen), da hatte ich aber rein gar nichts zu beanstanden.

Ich kann nichts Schlechtes von EB/STB berichten

ICE-T-Fan, Montag, 10.02.2014, 21:08 (vor 4449 Tagen) @ JanZ

Ich fahre fast jede Woche mit der Tochter, der Süd-Thüringen-Bahn, und das seit 12 Jahren.
Ich habe auch nichts zu beanstanden. Die Züge sind bequem, schnell und das Person recht freundlich.

Vergleich verschiedener Netze

safe go, Chemnitz, Montag, 10.02.2014, 21:29 (vor 4449 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von safe go, Montag, 10.02.2014, 21:31

Die alten mit den neuen Fahrzeugen zu vergleichen ist aber in diesem Fall auch nicht zielführend. Oder sind die ähnlicher als meine Erinnerung meint? Was das Personal angeht, so würde ich doch denken, dass die Kundenbetreuer nicht in allen Netzen unterwegs sind?! "recht freundlich" -> also nur bedingt freundlich?

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