Mit Korridorzügen ins Stubaital (Reisebericht m. 82 Bildern) (Reiseberichte)

TD, Montag, 23.12.2013, 18:56 (vor 4515 Tagen)

Hallo zusammen,

heute möchte ich Euch auf eine winterlich-weihnachtliche Reise nach Österreich mitnehmen. Aus Anlass des Fahrplanwechsels war ich am Freitag und Samstag vor dem dritten Advent zwei Tage in den Alpen unterwegs. Hauptziel war die Mitfahrt in einem der letzten Korridorzüge zwischen Innsbruck und Lienz, die zum Fahrplanwechsel eingestellt wurden. Außerdem hatte ich bei der Gelegenheit noch einen Ausflug zur Stubaitalbahn eingeplant sowie die Fahrt mit dem letzten Railjet nach Lindau.

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Die erstklassige Tour führt von Konstanz über Zürich und die Arlbergbahn nach Innsbruck, dann über die Brennerbahn und die Pustertalbahn nach Lienz in Osttirol und weiter nach Villach. Am zweiten Tag geht es über die Tauernbahn und die Unterinntalbahn nach Innsbruck, mit der Stubaitalbahn nach Fulpmes und schließlich wieder über den Arlberg und via Lindau und Friedrichshafen nach Konstanz.

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Am Freitagmorgen um 9 Uhr geht es in Konstanz los. Ich bin vorsorglich einen Bus früher an den Bahnhof gefahren und kann so die Einfahrt des SBB-InterRegio beobachten. Schon seit Tagen haben wir hier Dauergrau und auch heute hängt wieder Nebel über der Stadt.

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Eigentlich könnte ich mir mal Textbausteine für die am häufigsten genutzten Strecken und Züge anlegen, dann könnte ich den Reisebericht für solche Verbindungen wie Konstanz-Zürich einfach zusammenkopieren. Aber halt, heute gibt es etwas Neues zu entdecken, denn das KIS-Display (Kundeninformationssystem) im Wagen sehe ich das erste Mal in Betrieb.

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Vor dem Zugfenster ist es neblig-grau, dann werfen wir mal einen Blick auf die Fahrkarte: eine Sparschiene für 5 Länder ist wohl auch nicht ganz alltäglich.

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Hier die Auflösung für alle, die noch rätseln, wie ich auf 5 Länder komme: Deutschland und Schweiz sind klar, dann geht es im Transit durch Liechtenstein nach Österreich und dazwischen noch die Korridorstrecke durch Italien.

Eigentlich sind wir aber schon in Zürich angekommen, in der Bahnhofshalle befindet sich mit dem Zürcher Christkindlimarkt der größte Indoor-Weihnachtsmarkt Europas. Der Christkindlimarkt öffnet allerdings erst um 11 Uhr und so gibt es nur ein Bild vom Swarovski-Weihnachtsbaum.

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Mit dem Railjet geht es nun weiter in Richtung Österreich.

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In der ersten Klasse gibt es Oliven-Cracker und ein Verlängerter stimmt kulinarisch auf Österreich ein. Der Zürichsee und der Walensee präsentieren sich nebelverhangen...

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...aber dann wird es zwischen Liechtenstein und Österreich heller und es folgt ein interessanter Wechsel zwischen Sonne und Nebel.

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Weiter oben auf der Arlbergstrecke herrscht dann Sonnenschein. Unterwegs gibt es im Zug alles, was eine Fernreise so bietet: von In-den-falschen-Zugteil-Einsteigern über zwei vermeintliche Doppelreservierungen (einmal falscher Wagen, einmal falscher Zug) bis hin zu Frühaufstehern (15 Minuten vor Planankunft mit Koffern an der Tür).

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Auf der Trisannabrücke

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Pünktlich erreicht der Railjet Innsbruck und so bleibt nun fast eine Stunde Zeit bis zur Abfahrt des Zugs nach Lienz. Hier ein Blick in die Bahnhofshalle des Innsbrucker Hauptbahnhofs.

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Und hier steht er nun: einer der letzten Korridorzüge von Innsbruck nach Lienz. Die Mitfahrt mit den Korridorzügen stand eigentlich schon lange auf meiner Wunschliste, aber bisher hatte es nie klappen wollen. Nachdem der Fahrplanwechsel und damit die Einstellung dieser Züge immer näher rückte, soll es am vorletzten Tag nun so weit sein.

Einem weniger Bahninteressierten ist es wohl nur schwer vermittelbar, was an dem Zug außergewöhnlich ist. Die Kombination aus Wagen und Strecke und der geschichtliche Hintergrund haben mich aber doch gereizt, einmal mitfahren zu wollen.

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde das damalige Tirol geteilt und Südtirol wurde Italien zugeschlagen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es dann Bestrebungen der deutschsprachigen Bevölkerung Südtirols, wieder an Österreich angegliedert zu werden. Stattdessen wurde jedoch im Rahmen der Pariser Friedenskonferenz am 5. September 1946 das Gruber-De-Gasperi-Abkommen (Pariser Abkommen) zwischen Italien und Österreich geschlossen, das Schutzbestimmungen für die deutschsprachige Bevölkerung vorsieht. Der Vertrag umfasst aber auch den freien Personen- und Güterdurchgangsverkehr auf dem Schienenweg zwischen Nord- und Osttirol. In der Folge wurde zwischen Innsbruck und Lienz ein Korridorverkehr eingerichtet. Die Korridorzüge fuhren ohne offiziellen Halt durch Italien und waren mit Binnenfahrscheinen zu nutzen. Der Begriff „Korridorzug“ stammt noch aus einer Zeit, als die Züge im „privilegierten Durchgangsverkehr“ versperrt und ohne Grenzkontrollen durch ein fremdes Land befördert wurden, der Aus- und Zustieg im Transitland war seinerzeit verboten. Diese Zeiten sind aber vorbei und so halten die heutigen „Korridorzüge“ auch in Italien.

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Der REX 1875 verkehrt nur freitags und fährt somit heute zum letzten Mal. Der Zug besteht aus drei Abteilwagen 2. Klasse und wird von einem Mehrsystem-Taurus (Reihe 1216) gezogen.

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Soweit ich sehe, findet sich zumindest auf dem österreichischen Abschnitt für jeden Fahrgast ein eigenes Abteil; für die nächsten dreieinhalb Stunden mache ich es mir hier bequem.

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Der Nachfolger des Zuges steht schon in den Startlöchern bzw. wirbt im Zug für sein Angebot.

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Nach der Fahrt über die Arlbergbahn folgt nun mit der Brennerbahn eine weitere landschaftlich interessante Gebirgsstrecke. Durch mehrere Täler windet sich die Bahn in die Höhe und überwindet dabei eine Höhendifferenz zwischen Innsbruck und Brenner von knapp 800 Metern.

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Die Schatten werden immer länger und die kurzen Tage haben es so an sich, dass es für weitere Bilder nun zu dunkel wird. Am Grenzbahnhof Brenner verabschiedet sich das österreichische Zugpersonal und italienische Kollegen übernehmen den Zug.

In Franzensfeste füllt sich der Zug dann kräftig und es gibt vorübergehend auch Stehplätze auf dem Gang. Überhaupt wird der Zug auf dem italienischen Abschnitt gut genutzt, spätestens im Grenzbahnhof Innichen leert sich der Zug dann aber wieder und der nun zugestiegene österreichische Zugbegleiter macht erstmal in der Hälfte der Abteile das Licht aus.

Während anfangs noch die Bergspitzen in der Sonne geleuchtet haben, ist es mittlerweile stockdunkel und nur an den Bahnhöfen oder bei den Blitzen des Stromabnehmers an der Oberleitung ist zu sehen, dass hier im Hochpustertal etwas mehr Schnee liegt.

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In Lienz ist bis zur Weiterfahrt nun eine Dreiviertelstunde Zeit, das reicht für einen kleinen Bummel über den Lienzer Adventmarkt.

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Mit einem Regionalzug in Form eines Talents geht es dann auf den letzten Abschnitt des Tages, nämlich über die Drautalbahn nach Villach. Unterwegs ändert sich die Zuggattung und schließlich kommen wir als S 1 in Villach an.

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Auch hier gibt es noch einen kleinen Abstecher in die Altstadt, allerdings schließt der Adventmarkt schon. Und damit endet der erste Reisetag. Die schnellste Verbindung von Konstanz nach Villach geht übrigens über Ulm-München und dauert knapp 9 Stunden, die Variante via Innsbruck-Lienz bietet aber 3 Stunden mehr Bahnfahrt.

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Es geht gleich weiter...

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Mit Korridorzügen ins Stubaital (Fortsetzung)

TD, Montag, 23.12.2013, 19:02 (vor 4515 Tagen) @ TD

Zweiter Reisetag

So, heute geht es also wieder zurück an den Bodensee. Nachdem die Mission Korridorzug erfüllt ist, könnte ich ja auf verkehrsüblichen Wegen zurückfahren – aber das wäre doch langweilig! Ich hatte verschiedene Varianten und Ziele durchgespielt und mich dann für einen Abstecher zur Stubaitalbahn und für eine Fahrt mit dem letzten Railjet nach Lindau entschieden. Und um dem Motto Korridorzüge gerecht zu werden, führt die Tour zudem über das Deutsche Eck.

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Zunächst geht es nun mit einem OIC über die Tauernbahn nach Salzburg. Die Auslastung ist überschaubar und so gibt es freie Sitzplatzwahl.

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Auf der Gebirgsstrecke in die Hohen Tauern gibt es die ersten Sonnenstrahlen, ansonsten präsentiert sich die Landschaft winterlich.

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Einige der ehemaligen CargoSprinter wurden an die ÖBB verkauft und sind nun als Tunnelrettungszüge am Tauerntunnel stationiert. Hier oben in Böckstein liegt auch recht viel Schnee.

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Die Nordseite der Tauernstrecke liegt noch im Schatten, so auch das „Wolkenkratzerdorf“ Bad Gastein.

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Die Kombination aus Gebirgsbahn, Winterlandschaft, den Berggipfeln in der Sonne und den morgendlichen Nebelschwaden über dem Tal ist herrlich.

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Ich hatte noch überlegt, in Salzburg einen Stadtbummel einzubauen, aber das hat vom Fahrplan nicht gepasst, und so geht es nun direkt weiter mit dem Railjet nach Innsbruck.

Den Begriff „Deutsches Eck“ werden viele wohl eher mit Koblenz verbinden, aber auch die Bahnstrecke von Salzburg über Rosenheim nach Kufstein trägt diesen Namen. Die Bahnverbindung von Salzburg nach Tirol ist über Deutschland schneller, weshalb auch hier Korridorzüge im Transitverkehr eingerichtet wurden. 1982 ging die eigens hierfür gebaute und von den ÖBB finanzierte Rosenheimer Kurve in Betrieb, wodurch der Halt und Fahrtrichtungswechsel in Rosenheim überflüssig wurde. In Zeiten von Schengen-Abkommen und offenen Grenzen gibt es das Verbot des Ein- und Ausstiegs in Deutschland nicht mehr – allein die Züge fahren dennoch ohne Halt durch Deutschland.

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Der Chiemgau – hier am Chiemsee - präsentiert sich nun eher grün und gar nicht winterlich...

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...während im Inntal wieder Schnee liegt.

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Anschließend rauscht der Railjet im Tunnel auf der neuen Unterinntalbahn gen Innsbruck. Hier springt die Geschwindigkeit auf dem Display gerade von 204 auf 205 Stundenkilometer, die höchste von mir beobachtete Geschwindigkeit.

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Der Zug quert nun noch den Inn und bald darauf ist Innsbruck Hauptbahnhof erreicht. Bei der Reiseplanung und dem Blick auf die Streckenkarte hatte ich mich etwas täuschen lassen und hätte nicht gedacht, dass für eine Mitfahrt mit der Stubaitalbahn ein vierstündiger Aufenthalt bis zur Weiterfahrt mit dem nächsten Railjet nötig wird.

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Bis zur Abfahrt der Stubaitalbahn ist zunächst noch Zeit für eine kleine Runde in die Innenstadt.

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Rund um das Goldene Dachl herrscht Hochbetrieb auf dem Christkindlmarkt. Mitunter fühlt man sich nach Italien versetzt, denn die meisten Besucher auf dem Christkindlmarkt sind Italiener, Speisekarten und Beschriftungen an den Ständen sind zweisprachig und auch am Süßwarenstand werde ich erstmal auf Italienisch begrüßt.

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So, jetzt geht’s aber zur Stubaitalbahn. Die Stubaitalbahn ist eine gut 18 Kilometer lange meterspurige Bahn, die von Innsbruck als Stichstrecke bis nach Fulpmes im Stubaital führt. Eröffnet wurde die Strecke im Jahr 1904, anfangs starteten die Züge am Stubaitalbahnhof im Innsbrucker Stadtteil Wilten. 1983 wurde die Stubaitalbahn mit der Straßenbahn von Innsbruck verknüpft und verkehrt seither ab dem Hauptbahnhof.

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Seit dem Jahr 2008 werden auf der Stubaitalbahn Niederflurtriebwagen eingesetzt, bis Kreith gibt es einen Halbstundentakt, auf dem weiteren Abschnitt einen Stundentakt.

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Die Strecke führt zunächst auf Straßenbahngleisen durch die Innenstadt und dann durch den Betriebshof der Innsbrucker Verkehrsbetriebe auf die Überlandstrecke. Hier beginnt der kurvenreiche Aufstieg und eröffnet einen ersten Blick über Innsbruck mit der Wiltener Basilika und der Stiftskirche.

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Mit zunehmender Höhe gibt es einen Panoramablick über Innsbruck mit dem Westbahnhof und den Bergen der Nordkette.

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Die Landschaft wird nun ländlicher...

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...und neben dem kurvenreichen Verlauf ist auch die Bergiselschanze zu sehen.

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Landschaftlich sehr reizvoll führt die Strecke über zwei Viadukte und mit Ausblicken auf Wipptal, Sillschlucht, Tuxer Voralpen und schließlich dem Panorama der Stubaier Alpen nach Fulpmes.

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Nach einer Stunde ist der Endbahnhof Fulpmes erreicht. Der Triebwagen wartet hier eine Dreiviertelstunde bis zur Rückfahrt nach Innsbruck.

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Und so gibt es nun die Gelegenheit für einen kleinen Spaziergang bei herrlichem Sonnenschein durch den 4.000-Einwohner-Ort.

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Auch wenn der Betrieb eher an eine Straßenbahn erinnert, so zeugen die seit dem Bau der Bahn 1904 weitgehend unveränderten Bahnhofsgebäude vom Eisenbahncharakter der Strecke.

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Und dann geht es nun wieder zurück nach Innsbruck. Ab Fulpmes bin ich der einzige Fahrgast, aber an den folgenden Stationen füllt sich die Bahn wieder.

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Recht unerwartet ziehen nun dicke Wolken auf und die Strecke liegt plötzlich im Schatten. Schade, dann gibt es jetzt keinen Sonnenbilder mehr.

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Auch in Telfes steht noch ein historisches Bahnhofsgebäude, ergänzt um einen Niederflurbahnsteig.

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Immer mehr Wolken breiten sich aus und verdrängen das blau am Himmel.

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Auch Innsbruck liegt jetzt schon unter Wolken, und somit endet mit diesem Bild die Fahrt auf der Stubaitalbahn. Auf der Rückfahrt nimmt die Bahn einen anderen Weg durch das Stadtgebiet und erreicht dann wieder den Hauptbahnhof.

Es geht gleich weiter...

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Mit Korridorzügen ins Stubaital (Fortsetzung)

TD, Montag, 23.12.2013, 19:06 (vor 4515 Tagen) @ TD

Für mich geht es von Innsbruck weiter mit dem Railjet 564 aus Wien nach Lindau. Der Zug fährt heute das letzte Mal und wird nach dem Fahrplanwechsel Lindau nicht mehr erreichen. Der Zug besteht aus zwei Zugteilen, wobei der hintere Zugteil nur bis Bregenz verkehrt. Zum Einsatz kommt der in Landesfarben beklebte Jubiläums- bzw. Ski-WM-Railjet.

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Für Bilder der Arlbergstrecke ist es jetzt zu dunkel, aber die Fahrt in der Dämmerung mit den beleuchteten Ortschaften an den Talhängen hat auch ihren Reiz. Dass ich bisher noch kein Innenbild des Railjets gezeigt habe, liegt daran, dass die Züge recht gut ausgelastet waren. Aber ab Bregenz bin ich nun alleine im Wagen.

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Der Railjet 564 fährt im neuen Fahrplan nur noch von Wien nach Innsbruck. Ich bin kein großer Reiseplan-Sammler, aber den Reisebegleiter nehme ich doch als Andenken mit.

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Auf der Übersichtskarte im Display ist Lindau noch aufgeführt...

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...aber auf der nächsten Zoomstufe haben wir das Railjet-Netz verlassen.

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„Ein Railjet auf Abwegen“

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Zunächst gibt es noch einen Blick auf den Railjet in Lindau...

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...dann geht es zur Lindauer Hafenweihnacht.

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Das ist jetzt bereits der vierte Weihnachtsmarkt der Tour – und ich muss sagen mit der Atmosphäre am Hafen und den beleuchteten Gebäuden gefällt mir die Hafenweihnacht bisher am besten.

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Mit einem IRE geht es nun von Lindau nach Friedrichshafen. Aufgrund einer vorhergehenden Streckensperrung hat der Zug allerdings 20 Minuten Verspätung. Eigentlich wollte ich ja gemütlich in Friedrichshafen vom Stadtbahnhof an den Hafen laufen, aber da wird die Zeit jetzt knapp. Als Rückfallebene gibt es noch einen BOB-Zug zum Hafen – nur wird der auch mit 5 Minuten Verspätung angezeigt. Da ist mir der Übergang auf den Katamaran nach Konstanz auch zu riskant und so entscheide ich mich für den Laufschritt zum Hafen. Nur gibt es dafür nun eine Lücke im Reisebericht und beim nächsten Bild befinden wir uns bereits auf dem Katamaran auf dem Bodensee mit Kurs auf Konstanz.

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Auch in Konstanz gibt es einen großen Weihnachtsmarkt, der sich um den ganzen Hafen erstreckt. Wenn man mit dem Katamaran ankommt, ist der Weihnachtsmarktbesuch also vorprogrammiert.

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Und das ist jetzt natürlich der allerschönste Weihnachtsmarkt der ganzen Tour – so viel Lokalpatriotismus darf sein.

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Und damit sind wir am Ende der Tour und des Reiseberichts angelangt. Ich weiß, dass der Bericht mit über 80 Bildern etwas arg lang geworden ist, aber teilen wollte ich den Bericht auch nicht, denn nach Weihnachten will wohl niemand mehr Weihnachtsmärkte sehen.

Reiseberichte sind ja häufig auch Motivation, solche Touren nachzumachen. Das wird bei dieser Tour wohl schwierig – aber wer weiß, manche Züge kommen ja vielleicht auch irgendwann zurück (ich denke da an den EC nach Venedig) und der neue Fahrplan bringt ja auch interessante neue Verbindungen wie den Transalpin...


Viele Grüße und frohe Weihnachtstage


Tobias


PS: Meine früheren Reiseberichte gibt’s unter www.bahnreiseberichte.de

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Herrlich!

ktmb, Montag, 23.12.2013, 19:31 (vor 4515 Tagen) @ TD

Vielen Dank!
Grüße

Herrlich!

Meridianfahrer, Dienstag, 24.12.2013, 12:28 (vor 4514 Tagen) @ ktmb

Herzlichen Dank für den Reisebericht, immer wieder ein Genuß diese zu lesen.

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Viele Grüße aus Oberbayern

Herzlichen Dank!!!

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Dienstag, 24.12.2013, 13:19 (vor 4514 Tagen) @ TD

Moin,

immer wieder sehr schön. Gute Bilder, passende Kommentare und vor allem zur richtigen Zeit an den richtigen Orten bzw. gute Ideen, wo eine Fahrt hingehen könnte. KLASSE!

Freundliche Grüße,

Dirk

Danke dafür!

Christian_S, Dienstag, 24.12.2013, 13:41 (vor 4514 Tagen) @ TD

Ein großer Dank auch von mir für die schöne Reportage. Gerade den Innsbrucker Raum sowie die Brenner-Nord- und Südrampe kenne ich von diversen Ausflügen und Fototouren auch sehr gut, bis hinein ins Pustertal war ich damals ebenfalls unterwegs (knapp 10 Jahre her). Landschaftlich einfach eine grandiose Strecke, zumal die Korridorzüge damals noch mit der 1822 bespannt waren.

WOW! (& Danke) ! *owT*

GUM, Freitag, 27.12.2013, 11:37 (vor 4511 Tagen) @ TD

- kein Text -

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Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Kreith: Mit dem Auto kein Übergang ins Stubaital

Bahn-Auto-Flug, Großraum Nürnberg, Dienstag, 24.12.2013, 10:40 (vor 4514 Tagen) @ TD

- kein Text -

Mit Korridorzügen ins Stubaital (Fortsetzung)

lokuloi, Mittwoch, 25.12.2013, 09:49 (vor 4513 Tagen) @ TD
bearbeitet von lokuloi, Mittwoch, 25.12.2013, 09:51

Hallo!

Der Zug quert nun noch den Inn und bald darauf ist Innsbruck Hauptbahnhof erreicht. Bei der Reiseplanung und dem Blick auf die Streckenkarte hatte ich mich etwas täuschen lassen und hätte nicht gedacht, dass für eine Mitfahrt mit der Stubaitalbahn ein vierstündiger Aufenthalt bis zur Weiterfahrt mit dem nächsten Railjet nötig wird.


Witzig: Während ich anlässlich des Fahrplanwechsels am ersten Tag des neuen Fahrplans in Innsbruck war, warst Du einen Tag vorher.


So, jetzt geht’s aber zur Stubaitalbahn. Die Stubaitalbahn ist eine gut 18 Kilometer lange meterspurige Bahn, die von Innsbruck als Stichstrecke bis nach Fulpmes im Stubaital führt. Eröffnet wurde die Strecke im Jahr 1904, anfangs starteten die Züge am Stubaitalbahnhof im Innsbrucker Stadtteil Wilten. 1983 wurde die Stubaitalbahn mit der Straßenbahn von Innsbruck verknüpft und verkehrt seither ab dem Hauptbahnhof.

Mit dem Stubaital und auch der Stubaitalbahn verbinde ich die ein oder andere Kindheitserinnerung. 2 oder 3 Mal waren wir auch in Fulpmes im Urlaub, darunter auch der erste an den ich einigermaßen Erinnerungen habe. Damals sind wir auch mit der STB auf gesamter Länge gefahren. In den darauffolgenden Jahren zumindest oft zwischen Kreith und Fulpmes. Eine Richtung zu Fuß, die andere mit der Bahn.


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Landschaftlich sehr reizvoll führt die Strecke über zwei Viadukte und mit Ausblicken auf Wipptal, Sillschlucht, Tuxer Voralpen und schließlich dem Panorama der Stubaier Alpen nach Fulpmes.


Hier mal der Blick "in die andere Richtung" aus dem September 2010:

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Jedenfalls an dieser Stelle auch von mir Danke für die regelmäßigen Reiseberichte!

Ciao,
Uli

Mit Korridorzügen ins Stubaital (Reisebericht m. 82 Bildern)

JeDi, überall und nirgendwo, Montag, 23.12.2013, 19:35 (vor 4515 Tagen) @ TD
bearbeitet von JeDi, Montag, 23.12.2013, 19:35

Servus Tobias,

Danke für den - wie immer muss man ja fast schon sagen - echt starken Reisebericht!

Kurze Anmerkung:

Vor dem Zugfenster ist es neblig-grau, dann werfen wir mal einen Blick auf die Fahrkarte: eine Sparschiene für 5 Länder ist wohl auch nicht ganz alltäglich.

Dein Fahrschein wäre so im Interregio nicht gültig gewesen, sondern nur in Nahverkehrszügen (RE, R, S) - bei SparSchienen gilt im Fernverkehr immer Zugbindung, auch im Ausland! (Und wo keine Zugbindung besteht nur in der nächsten anschließenden NV-Verbindung - die ÖBB-Regularien sind da recht streng...)

Ich gehe aber davon aus, dass sich das Personal der SBB nicht daran gestört hat?

Gruß vom
JeDi

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Weg mit dem 4744!

AT: Sparschiene = Zugbindung im Ausland, also auch NL?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 24.12.2013, 14:30 (vor 4514 Tagen) @ JeDi

Hallo JeDi,

Dein Fahrschein wäre so im Interregio nicht gültig gewesen, sondern nur in Nahverkehrszügen (RE, R, S) - bei SparSchienen gilt im Fernverkehr immer Zugbindung, auch im Ausland! (Und wo keine Zugbindung besteht nur in der nächsten anschließenden NV-Verbindung - die ÖBB-Regularien sind da recht streng...)

Interessant.
Wenn ich also eine SparSchiene Innsbruck-Eindhoven kaufe, dann habe ich Zugbindung bis Düsseldorf oder Köln, danach freie Zugwahl nach Venlo und dann wieder Zugbindung bis Eindhoven? (der "IC" der NS wird zumindest im DB Reiseplan rot gezeigt = Fernverkehr).


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

wenn es auf der Fk drauf steht

Fabian318, Münster i. W., Dienstag, 24.12.2013, 14:47 (vor 4514 Tagen) @ Oscar (NL)
bearbeitet von Fabian318, Dienstag, 24.12.2013, 14:48

Wenn ich also eine SparSchiene Innsbruck-Eindhoven kaufe, dann habe ich Zugbindung bis Düsseldorf oder Köln, danach freie Zugwahl nach Venlo und dann wieder Zugbindung bis Eindhoven? (der "IC" der NS wird zumindest im DB Reiseplan rot gezeigt = Fernverkehr).

Ja. Genau so ist das übrigens auch bei allen deutschen Sparpreisen gemäß den Tarifbestimmungen, nur dass es in der Praxis nicht auf der Fahrkarte drauf steht im Ausland. Außer nach Brüssel, Italien über Österreich, Paris usw. - Es kann sich also alles sehr schnell ändern.

wenn es auf der Fk drauf steht

JeDi, überall und nirgendwo, Mittwoch, 25.12.2013, 20:56 (vor 4513 Tagen) @ Fabian318

Ja. Genau so ist das übrigens auch bei allen deutschen Sparpreisen gemäß den Tarifbestimmungen, nur dass es in der Praxis nicht auf der Fahrkarte drauf steht im Ausland. Außer nach Brüssel, Italien über Österreich, Paris usw. - Es kann sich also alles sehr schnell ändern.

Jein. Bei der DB steht im Tarif:

"Die Fahrkarten zum Angebot „Europa-Spezial $LAND“ gelten nur für die eingetragenen
Tage und Züge (Zugbindung)."

Das heißt im Umkehrschluss: Wenn kein Zug eingetragen ist, gilt der Fahrschein in jedem Zug.

Bei den ÖBB steht:

"Sparschiene-Tickets sind hinsichtlich der Nutzung von Zügen des Fernverkehres zuggebunden gültig d. h. diese Fahrausweise gelten nur im entsprechend beim Fahrausweiskauf festgelegten und am Fahrausweis aufgedruckten Zug bzw. Zügen des Fernverkehres. Ergänzende Fahrten mit Nahverkehrszügen (An- oder Abreise zum Fahrtantritts- oder vom Fahrtendbahnhof des jeweiligen Fernverkehrszuges) sind grundsätzlich mit den fahrplanmäßig und zeitlich nächsten Zügen des Nahverkehres durchzuführen. "

Das ist schon deutlich stringenter: In Fernzügen, die draufstehen - und wo kein Zug draufsteht mit dem nächsten Nahverkehrszug.

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Weg mit dem 4744!

Mit Korridorzügen ins Stubaital (Reisebericht m. 82 Bildern)

TD, Dienstag, 24.12.2013, 16:16 (vor 4514 Tagen) @ JeDi

Zunächst vielen Dank an alle für die netten Kommentare und Rückmeldungen!

Kurze Anmerkung:

Vor dem Zugfenster ist es neblig-grau, dann werfen wir mal einen Blick auf die Fahrkarte: eine Sparschiene für 5 Länder ist wohl auch nicht ganz alltäglich.


Dein Fahrschein wäre so im Interregio nicht gültig gewesen, sondern nur in Nahverkehrszügen (RE, R, S) - bei SparSchienen gilt im Fernverkehr immer Zugbindung, auch im Ausland! (Und wo keine Zugbindung besteht nur in der nächsten anschließenden NV-Verbindung - die ÖBB-Regularien sind da recht streng...)

Ich gehe aber davon aus, dass sich das Personal der SBB nicht daran gestört hat?

Gruß vom
JeDi

Nein, daran hat sich Niemand gestört. Wobei ich den IR auch bei früheren Sparschiene-Fahrkarten noch nie auf der Fahrkarte stehen hatte. Ich rätsle jetzt gerade, ob die Agentur den Fahrschein falsch ausgestellt hat, weil ich in den ÖBB-Tarifbestimmungen keine Defintion zum IR finde ["nur für Verbindungen erhältlich, die zumindest auf einer Teilstrecke in einem Zug des Fernverkehrs (Zuggattungsbezeichnung railjet (rj), Intercity (IC), Eurocity (EC), D-Wagen (D), City Night Line (CNL)) durchgeführt wird."]

Viele Grüße

Tobias

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Korridorzüge Ibk. - Lienz sollen ab 12/2014 zurückkehren

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Mittwoch, 25.12.2013, 12:23 (vor 4513 Tagen) @ TD
bearbeitet von Anoj 1, Mittwoch, 25.12.2013, 12:23

Hallo!

Es gibt bereits Stimmen aus Tirol, die von einer Wiedereinführung der Korridorzüge ab 12/2014 sprechen. Leider hab ich auf die Schnelle keine Quelle gefunden.

m b g,
Anoj

Korridorzüge Ibk. - Lienz sollen ab 12/2014 zurückkehren

Splittergattung, Mittwoch, 25.12.2013, 14:16 (vor 4513 Tagen) @ Anoj 1

Hallo!

Es gibt bereits Stimmen aus Tirol, die von einer Wiedereinführung der Korridorzüge ab 12/2014 sprechen. Leider hab ich auf die Schnelle keine Quelle gefunden.

m b g,
Anoj

Meine ich auch gehört zu haben. Die Südtiroler SAD möchte die Züge gerne fahren, wenn ich mich recht erinnere, zunächst bis Sillian, langfristig im Stundentakt bis Lienz. Wie oft es nach Innsbruck gehen soll, weiß ich nicht. Einige der bestehenden Flirt haben bereits 15kV AC-Ausrüstung, die Österreichzulassung soll noch kommen. Grobe Informationen gibt es hier, wo ich die detaillierteren her habe, weiß ich leider auch nicht mehr ... möglicherweise vor Ort eingesammelt.

Korridorzüge Ibk. - Lienz sollen ab 12/2014 zurückkehren

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Donnerstag, 26.12.2013, 22:12 (vor 4512 Tagen) @ Splittergattung

Hallo!

Meine ich auch gehört zu haben. Die Südtiroler SAD möchte die Züge gerne fahren, wenn ich mich recht erinnere, zunächst bis Sillian, langfristig im Stundentakt bis Lienz. Wie oft es nach Innsbruck gehen soll, weiß ich nicht. Einige der bestehenden Flirt haben bereits 15kV AC-Ausrüstung, die Österreichzulassung soll noch kommen. Grobe Informationen gibt es hier, wo ich die detaillierteren her habe, weiß ich leider auch nicht mehr ... möglicherweise vor Ort eingesammelt.

Seit dem Fahrplanwechsel gibt es bereits ein Zugpaar, das die Strecke Innsbruck - Bozen (-Meran) mit FLIRT-Zügen bedient.
Meines Wissens ist es so, dass bereits ab kommendem Fahrplanwechsel ein Stundentakt mit FLIRT zwischen Franzensfeste und Lienz angeboten werden soll. Diese Züge werden aber wohl eher von Bozen als von Innsbruck kommen. Daher bin ich gespannt, wie das mit möglichen Direktzügen von Innsbruck nach Lienz weitergeht.

m b g,
Anoj

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