Bleibt mir unverständlich! (Fahrkarten und Angebote)

GUM, Samstag, 14.12.2013, 10:00 (vor 4498 Tagen) @ kater_k

Ich denke dabei an die BahnCard-Kreditkarte. Aufgrund des hohen Provisionsvolumens der Kreditkarten (egal wie dieses zwischen Bahn und gelber Bank geteilt wird) sollte wirklich jeder Fahrgast eine haben.

Also einfach mal 6 Monate nur privilegierte Aktionen für die BahnCard-Kreditkarte durchführen. Ich denke dabei mal an doppelte oder dreifache Statuspunkte. Damit werden zwar die Lounges für und nach dem Aktionszeitraum überrannt. Aber nach 12 Monaten ist wieder der frühere Normalstatus hergestellt.


Wenn ich raten müsste, würde ich tippen, dass du eine BahnCard-Kreditkarte und nur knapp 2000 Punkte hast ;-). Nein, mal im Ernst: Ich kenne die ausgehandelten Provisionen nicht (falls du hier mehr weißt - gerne immer raus damit; in meiner Wahrnehmung sind Kreditkarten zwar einfach vom Handling für Händler, aber von den Konditionen pro Zahlung sehr unattraktiv).


Das ist ein sehr schwieriges, fast seitenfüllendes Thema. Aus eigener Erfahrung kann ich - ohne konkrete Konditionsnennung - folgende Kosten nennen:

Beim Bargeldhandling wurde vor einigen Jahren die kostenlose EInzahlungsmöglichkeit von Handelsunternehmen bei der Bundesbank abgeschafft. Diese nimmt nur noch so große (vereinfacht bezeichnet) "Würfel" an vorsortierten Münzen an, dass es dem üblichen Händler keinen Spaß macht und die klassischen Tresore der entsprechenden VDS/Stärke-Klassen nicht mehr ausreichen.

Der Händler wägt also immer ab: Was kostet zählen, Abholung durch den Geldtransport oder selbst hinbringen zum Einzahlungsautomaten oder Nachttresor.

Diese Kosten sind -ehrlich betrachtet- im "normalen" Detailhandel fast gleich. Die Zahlung per Kreditkarte bietet darüberhinaus die Möglichkeit zu Spontankäufen und für den geübten Verkäufer einer Kundensegmentierung. Anhand der verschiedenen Farben und Produkttypen kann man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf das Jahreseinkommen oder die Zahlungsbereitschaft schließen.

Bei den Co-Branding Kreditkarten wird es für den ausgebenden Händler (Douglas, Fluggesellschaft, Autohersteller) doppelt interessant: Es gibt irgendeine Art Provisions/Einnahmenteilung und einen erweiterten Kundendaten-Zugang. Letztendlich ist es ja auch in gewisser Hinsicht der "eigene" Kunde. Wenn Du dann noch ein paar Bonuspunkte/Bar-Rabatte beim Tanken draufschmeißt, kannst Du als Autohersteller sogar die gefahrene Kilometerzahl hochrechnen.

Händler, die Amex Karten annehmen erhalten zudem Zugang zu Werbeflächen auf den Kontoauszügen. Im Dezember wirbt beispielsweise eine kleine Bäckerei aus Dresden, die sonst nie nach München verkaufen könnte, für einen Weihnachtsstollen. Die anderen 4 bis fünf Angebote werden wohl kundenindividuell aus dem Kaufverhalten des Vormonats errechnet.

Zudem ist die Akzeptanz von American Express Karten ein Symbol der Solidität und Zuverlässigkeit. Die Sicherheitsabteilung von American Express ist bekannt dafür ein vergleichsweise robustes Mandat anzuwenden. Da ist bei der N-ten von Kunden gemeldeten zweifelhaften Transaktion vorerst einmal Schluß mit der Kartenakzeptanz. Da kann dann der betrügerische Händler nur noch das Amex-Logo von der Tür kratzen :-)


Ich vermute eher, dass die DB wenig bis kein Interesse daran hat, einen einzigen Weg über alle Maßen zu pushen - das erzeugt immer ein Stück weit Abhängigkeit. Wie auch agw würde ich hier eher auf eine möglichst ausgeglichene Steuerung der Zuwachsraten der einzelnen Zahlungskanäle tippen.

Und ganz OT: Gab es jemals Statuspunkte bei irgendeiner Bonusaktion? Prämienpunkte dürften die Attraktivität doch genug steigern.

Ja, kurz nach der Einführung der Neuen Fahrkartenautomaten (NTA) gab es eine Bonusaktion, bei der doppelte Status- und Prämienpunkte gutgeschrieben wurden. Auf dem bahn.bonus "Kontoauszug" war diese Transaktion mit "BDS." zu finden. Was das heißen soll: Keine Ahnung.

Als Bahn würde ich also aktiv in den Vertrieb der Kreditkarten gehen. Wer dann halt keine Kreditkarte mit Bonitätsprüfung mag, der bekommt eine Prepaid-Karte.

In einem ersten Schritt sollten aktive Verkaufsgespräche in den Sprinter-Zügen geführt werden.

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