Stendal - der Hauptbahnhof der Altmark (40 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 11.12.2013, 17:31 (vor 4525 Tagen)

Moin!

Stendal ist mit gut 40.000 Einwohnern die größte Stadt der Altmark und ihr bedeutendster Verkehrsknoten. Die Stadt zeichnet sich dadurch aus, daß sie eine der wenigen (oder gar die einzige?) Deutschlands ist, die eine Umgehungsstrecke für den Eisenbahnpersonenfernverkehr besitzt. Mittels dieser werden die ICE-Züge von Bielefeld und Braunschweig per Umweg nach Berlin geführt. Das ist an und für sich schade, denn der Bahnhof Stendal ist nicht gerade langweilig. Als am 21. September das ehemalige Ausbesserungswerk seine Tore für Besucher geöffnet hatte, nutzte ich die Gelegenheit, auch auf dem Bahnhof einige Aufnahmen anzufertigen.


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Im Reiseverkehr sehen wir die Deutsche Bahn, abgesehen von einem durch die ODEG gefahrenen Zugpaar. DB Fernverkehr betreibt die zweistündlichen Züge von Amsterdam nach Berlin, daneben halten einzelne ICEs und der Intercity von Hamburg nach Breslau, der noch immer nach der Krakauer Burg benannt ist.

Der Regionalverkehr wird durch die Elbe-Saale-Bahn betrieben, einer Tochter von DB Regio Südost. Paradelinie ist die zweistündliche Eilzugverbindung von Halle über Köthen, Magdeburg, Stendal, Hohenwulsch (dorthin habe ich es noch nicht geschafft) und Salzwedel nach Uelzen. Hier kommen modernste Doppelstockwagen und Elloks der Baureihe 112 zum Einsatz (die Loks könnten mittlerweile auch in 114 umgezeichnet sein). Daneben gibt es elektrische Regionalbahnen zwischen Magdeburg, Stendal und Wittenberge sowie von Stendal nach Salzwedel und teilweise bis Uelzen. Diese sind teilweise lokbespannt, mehrheitlich aber 425er.
Die fahrdrahtlosen Strecken bedingen den Einsatz von Dieseltriebwagen. Die Magdeburger Monokultur an Desiros bedient von Stendal aus die Strecken nach Rathenow, nach Tangermünde und über Oebisfelde nach Braunschweig.

Bunter ist der Güterverkehr, die Elloks der Holzzüge zum Kernkraftwerk Stendal (diese Strecke ist verdieselt) stehen sich gerne im Bahnhof die Reifen platt, bis ihre Wagen wieder leer zurückkommen. Denn auf dem Kraftwerksgelände sitzt mittlerweile eine Firma, die Bäume in Papier verwandelt. Die Bäume fahren Bahn. Vom Papier weiß ich das nicht.


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Die älteste Bahnstrecke in Stendal ist die von der Magdeburg-Wittenbergeschen Eisenbahn-Gesellschaft erbaute Bahnstrecke von Magdeburg nach, richtig geraten, Wittenberge. Am 7. Juli 1849 nahm sie den Betrieb auf der Teilstrecke Magdeburg - Seehausen auf, somit erhielt Stendal Eisenbahnanschluß. Am 5. August folgte die Fortsetzung an die Elbe, die dort erst seit dem 25. Oktober 1851 per Zug überquert werden kann. Diese Strecke wurde 1982 bis Stendal und 1987 bis Wittenberge elektrifiziert.
Die Entwicklung Stendals zum Eisenbahnknoten gestaltete sich schwierig. Der Bahnhof der Wittenberger Bahn lag im Südosten der Stadt. Als nun die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft (sie hatte mittlerweile die Wittenberger Strecke übernommen) die Konzession für eine Bahnstrecke von Lehrte über Stendal nach Berlin erhielt, traf man die Entscheidung, Stendals Bahnhof umzulegen. Somit befindet er sich seitdem am heutigen Ort (anfänglich lag er südöstlich der Stadt, dort entstand später das Ausbesserungswerk). Die Lehrter Bahn wurde am 1. Februar 1871 zwischen Spandau und Gardelegen eröffnet, am 15. Juli folgte die Fortsetzung in den östlichen Vorort Spandaus, Berlin, und am 1. Dezember die restliche Weststrecke Gardelegen - Lehrte. Weitgehend parallel zu dieser Strecke liegt - soweit sie existiert - die Schnellfahrstrecke von Hannover nach Berlin. Sie wurde am 24. Mai 1998 zwischen Hannover und Stendal in Betrieb genommen, seit dem 27. September 1998 wird die Gesamtstrecke planmäßig befahren. Die Stammstrecke - sie ist seit der Demontage nur eingleisig - wurde parallel modernisiert (die Empfangsgebäude der kleineren Bahnhöfe verfallen mehr oder weniger), ist aber abgesehen vom Anschluß Stendals und dem Trappenschutzgebiet nicht elektrifiziert.

Bereits am 15. März 1870 ging die Strecke von Stendal nach Salzwedel in Betrieb, Teil der sogenannten Amerikalinie nach Bremen. Dort bestand Umsteigemöglichkeit nach Ellis Island. Der Reiseverkehr zwischen Salz- und Langwedel wurde dann am 15. Mai 1873 aufgenommen. Am 19. Dezember 1999 folgte der elektrische Lückenschluß (die Weiterführung nach Uelzen war unterbrochen), Stendal - Salzwedel wird schon seit dem 18. Dezember 1997 elektrisch befahren.

Jetzt wird's privat. Zunächst die Bahnstrecke nach Tangermünde, am 7. April 1886 durch die Stendal-Tangermünder Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet, 1949 verstaatlicht. Dann waren da noch die Stendaler Kleinbahnen, die ihren Betriebsmittelpunkt im Stendaler Ostbahnhof hatten. Die Gesellschaft war das Produkt der Fusion zweier Eisenbahnen.

Die jüngere ist die einstige Kleinbahn-AG Stendal–Arendsee. Sie wurde 1906 gegründet und nahm den Betrieb in Etappen am 25. November und am 8. Dezember 1908 auf. Falls jemand den Bahnhof kennen sollte: Endbahnhof für etwa zwei Wochen war Lückstedt-Dewitz. Der Reiseverkehr zwischen Klein Rossau (hier kreuzte die Strecke Osterburg - Pretzier) und Arendsee endete am 28. Mai 1978, zwischen Stendal und Klein Rossau war am 26. Mai 1979 Schluß. Restlicher Güterverkehr bestand bis in die 90er, mittlerweile ist die Strecke abgebaut.

Die andere fuhr nach Arneburg (ab Ostbahnhof, 8.8.99 meterspurig eingeweiht, am 2. Mai 1914 als Normalspurstrecke wieder in Betrieb genommen. Am 1. Oktober 1972 erfolgte die Stillegung. Das war nicht ganz das Ende. Denn Teile des Bahndamms nutzt die am 3. Januar 1977 eingeweihte Strecke von Stendal zum Kraftwerk nach Niedergörne. Sie fädelt nördlich Stendals aus der Wittenberger Bahn aus. Der Reiseverkehr endete zum Jahresende 1999.

Ferner hatte Stendal von 1891 bis 1926 eine Haferstraßenbahn, die den Bahnhof mit der Innenstadt verband. Seitdem fahren Busse oder man geht gleich zu Fuß.


Die Bilder folgen im zweiten Teil.

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Stendal - der Hauptbahnhof der Altmark, Teil 2

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 11.12.2013, 17:31 (vor 4525 Tagen) @ Sören Heise

Der Bildteil.


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1 Das Bahnsteigdach erfüllt diese Funktion wieder. Eine Zeit war es abgedeckt.


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2 Die Tangermünder Züge nutzen ein Stumpfgleis. Beachtet bitte den Bahnsteigbelag.


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3 Blick zurück. Ab 10. Dezember 2006 fährt neu die Elbe-Saale-Bahn. Ist der nicht schon vorbei?


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4 Bahnsteigimpression.


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5 Nebenan kommt 425 008. Er ist laut Zielschild unterwegs nach Schönebeck/ Bad Salzelmen.


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6 Neulich wurde die fast schon obligatorische Spiegelung vermißt.


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7 Nur Gleis 1 ist ICE-tauglich, die anderen Bahnsteige sind niedrig.


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8 Der Treppenabgang.


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9 Treppenaufgang. Derzeit wird dieser Tunnel auf die Bahnhofssüdseite verlängert.


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10 Noch ein Treppenabgang.


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11 Der Röxer Tunnel verbindet Bahnhofsplatz und Bahnsteige mit der Südseite, benannt nach dem Dorf Röxe. Er wird demnächst stillgelegt.


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12 Wir gehen erstmal hinten hoch.


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13 Der Südzugang zum Tunnel.


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14 Hinterm Bahnhof.


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15 Baustelleneinfahrt.


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16 Bushaltestelle.


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17 Gammel Dansk. Alter Schwede!


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18 Hinauf!


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19 Die Ausfahrt Richtung Osten.


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20 Die Tunnelverlängerungsbaustelle.


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21 Nochmal.


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22 Nullnummer. Das Kleingedruckte verstehe ich nicht.


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23 Westwärts.


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24 Verwaltungsgebäude.


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25 Der Hausbahnsteig.


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26 Das mittlerweile funktionslose Stellwerk.


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27 Drehscheibe.


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28 Lokschuppen mit zwei modernen Schienenbussen, 672 919 und 920.


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29 Massiver Dachhalter.


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30 Das Empfangsgebäude.


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31 Der Haupteingang.


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32 Nebenflügel.


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33 Im Empfangsgebäude.


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34 Nebenan sitzen Bäcker und Buchhändler.


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35 Hoch hinaus.


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36 Das Empfangsgebäude von der Gleisseite.


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37 Ansicht des Bahnhofsplatzes.


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38 Gleis 6 ist das Stumpfgleis für den Rathenow-Pendel.


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39 Der Bahnhof vom Busbahnhof aus gesehen.


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40 In einer Seitenstraße ein Dienstgebäude der Reichsbahn, das heute von DB Netze genutzt wird.


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Viele Grüße
Sören

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Reservierungszettel, KDU, Mittwoch, 11.12.2013, 18:04 (vor 4525 Tagen) @ Sören Heise

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22 Nullnummer. Das Kleingedruckte verstehe ich nicht.

Ich glaube Du verstehst es schon oder?

Falls nicht gebe ich Dir gerne Nachhilfe:

Fangen wir mit den großen Nullen an oben sind die entsprechenden Kilometer unten jeweils die hunderter Meter ohne die letzten zwei Zahlen und das kleine unten ist der genaue Meterpunkt.

In diesem Fall entstand das Foto an Kilometer 0,046

Grüße Andreas

Warum steht die Nulltafel nicht am Nullpunkt?

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Donnerstag, 12.12.2013, 21:04 (vor 4524 Tagen) @ Reservierungszettel

Hat die Bahn da keine Möglichkeit gefunden die Tafeln am tatsächlichen Nullpunkt aufzustellen? Beim setzen von H-Tafeln hat man doch auch keine Hemmungen.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/61/1222661/1152_3534366439323938.jpg
(auf die Schnelle aus dem Netz gefischt)

In so fern kann ich Sören´s Fragezeichen vollkommen nachvollziehen. Ein Sinn will sich auch mir nicht offenbaren.

Schöne Grüße
Olaf

Warum steht die Nulltafel nicht am Nullpunkt?

Reservierungszettel, KDU, Freitag, 13.12.2013, 00:00 (vor 4524 Tagen) @ Alibizugpaar

Hat die Bahn da keine Möglichkeit gefunden die Tafeln am tatsächlichen Nullpunkt aufzustellen? Beim setzen von H-Tafeln hat man doch auch keine Hemmungen.

http://foto.arcor-online.net/palb/alben/61/1222661/1152_3534366439323938.jpg
(auf die Schnelle aus dem Netz gefischt)

In so fern kann ich Sören´s Fragezeichen vollkommen nachvollziehen. Ein Sinn will sich auch mir nicht offenbaren.

Schöne Grüße
Olaf

Weil diese Schilder eine massivere Befestigung als die kleinen Halttafeln benötigen

Zumal es betriebliblich wohl auch gar nicht nötig ist, daher wird es so wie hier und an vielen anderen Nullpunkten praktiziert.

Grüße Andreas

Warum steht die Nulltafel nicht am Nullpunkt?

michael_seelze, Freitag, 13.12.2013, 01:50 (vor 4523 Tagen) @ Reservierungszettel

Hat die Bahn da keine Möglichkeit gefunden die Tafeln am tatsächlichen Nullpunkt aufzustellen? Beim Setzen von H-Tafeln hat man doch auch keine Hemmungen.

Weil diese Schilder eine massivere Befestigung als die kleinen Halttafeln benötigen

Ich denke nicht, dass diese Tafeln einer massiveren Befestigung bedürfen.
Als Beispiel kann die Kilometertafel (ich meine 18,4) am Bahnhof Sarstedt dienen.
Nachdem der alte Metallgittermast entfernt wurde, ist die Tafel nun an einem einfachen (Holz?)-Pfosten befestigt.

Die Haltetafeln könnten bei Anbringung an Oberleitungsmasten schwerer zu erkennen sein; und nicht immer steht ein Oberleitungsmast dort, wo man "den Halteplatz der Zugspitze bei planmäßig haltenden Zügen" festlegen möchte.

Die Antwort auf die Frage sehe ich eher in den zusätzlich erforderlichen Pfählen/Steinen, wenn die Anbringung nicht an Oberleitungsmasten erfolgte. Die Hektometertafeln sind zudem keine Signale, sondern Orientierungszeichen. Daher kann es sein, dass die Aufstellung/Anbringung (bei Angabe des abweichenden Anbringungsortes durch die genaue Meterzahl in der rechten unteren Ecke) "freier" gehandhabt werden kann.

Fotolink zur Sarstedter Befestigung des Hektometerzeichens

michael_seelze, Freitag, 13.12.2013, 01:58 (vor 4523 Tagen) @ michael_seelze

Stendal - der Hauptbahnhof der Altmark, Teil 2

ICE-TD, Mittwoch, 11.12.2013, 18:19 (vor 4525 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von ICE-TD, Mittwoch, 11.12.2013, 18:23

Vielen Dank für die Bilder.
Bild 24 ist das Sozialgebäude des ehem. Bw Stendal, darin waren Umkleideräume für die Angestellten des Bw und Übernachtungsräume für auswärtiges Fahrpersonal.

Stendal - doch in Bayern?

kaythxbye, Berlin, Mittwoch, 11.12.2013, 21:31 (vor 4525 Tagen) @ Sören Heise

Danke für das interessante Portrait.

Der Regionalverkehr wird durch die Elbe-Saale-Bahn betrieben, einer Tochter von DB Regio Südost

Sicher, dass du nicht Nordost meinst? Das Geschäftsgebiet von Regio Südost wäre sonst interessant geformt ;-)

Stendal - doch in Bayern?

ICE-TD, Mittwoch, 11.12.2013, 21:37 (vor 4525 Tagen) @ kaythxbye

Nein, in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen fährt DB Regio Südost, nicht zu verwechseln mit der Südostbayernbahn.

Stendal - doch in Bayern?

kaythxbye, Berlin, Mittwoch, 11.12.2013, 22:01 (vor 4525 Tagen) @ ICE-TD

Interessant, danke für die Korrektur. Auch wenn ich finde, dass der Name etwas unglücklich (weil geographisch nicht ganz korrekt) gewählt ist, außer man versteht das "Süd" als eine Einschränkung des "Ost". Denn dann ist es der Ostbereich und davon der Süden.

Stendal - der Hauptbahnhof der Altmark, Teil 2

brandenburger, Perleberg, Mittwoch, 11.12.2013, 21:57 (vor 4525 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von brandenburger, Mittwoch, 11.12.2013, 22:02

Danke für das wie immer sehr interessante Bahnhofsportrait.

Als Ergänzung hier ein Link zu meinem Bahnhofsrätsel vom letzten Jahr, der nochmal eine andere Perspektive auf den Stendaler Bahnhof eröffnet.
http://www.ice-treff.de/index.php?mode=thread&id=203563

Unser Sohn ist inzwischen 15 Monate alt und läuft munter herum.

Dem vergammelten Tunnel wird wohl niemand eine Träne nachweinen, aber das Fliesendesign und diese fachwerkartigen Eingänge sind auch irgendwie originell.

Die jungen Frauen mit den bunten Miniröcken sind aber wirklich schräg. ;)

Stendal - IC Warnow

michael_seelze, Donnerstag, 12.12.2013, 02:14 (vor 4524 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von michael_seelze, Donnerstag, 12.12.2013, 02:14

Im Reiseverkehr sehen wir die Deutsche Bahn, abgesehen von einem durch die ODEG gefahrenen Zugpaar. DB Fernverkehr betreibt die zweistündlichen Züge von Amsterdam nach Berlin, daneben halten einzelne ICEs und der Intercity von Hamburg nach Breslau, der noch immer nach der Krakauer Burg benannt ist.

Nicht zu vergessen der saisonale IC 2238/2239 "Warnow" nach Rostock/Warnemünde.

Die jüngere ist die einstige Kleinbahn-AG Stendal–Arendsee. Sie wurde 1906 gegründet und nahm den Betrieb in Etappen am 25. November und am 8. Dezember 1908 auf. Falls jemand den Bahnhof kennen sollte: Endbahnhof für etwa zwei Wochen war Lückstedt-Dewitz. Der Reiseverkehr zwischen Klein Rossau (hier kreuzte die Strecke Osterburg - Pretzier) und Arendsee endete am 28. Mai 1978, zwischen Stendal und Klein Rossau war am 26. Mai 1979 Schluß. Restlicher Güterverkehr bestand bis in die 90er, mittlerweile ist die Strecke abgebaut.

Das restliche Teilstück Stendal Ost - Borstel wurde am 19.10.2000 stillgelegt.

Zum Bild mit dem Bahnsteigbelag:
Ich finde es nicht schlecht, wenn sich der Bahnsteigbelag und seine Breite von Ort zu Ort unterscheiden. Wenn die Modernisierung in Standardbauweise weiter fortschreitet, könnten in nicht allzu ferner Zukunft die Bahnsteige in Deutschland ganz überwiegend ähnlich aussehen. Wenigstens denkmalgeschützte Bahnsteigdächer werden, wie ich in letzter Zeit gehört habe, erhalten.

Stendal - der Hauptbahnhof der Altmark (40 Bilder)

Christian_S, Donnerstag, 12.12.2013, 13:52 (vor 4524 Tagen) @ Sören Heise

Danke für dieses Portrait, ich war zwar schonmal in Stendal, hätte den Bahnhof aber nicht unbedingt wiedererkannt (da merkt man, wie die Jahre davon geflogen sind).

Das nur ein Bahnsteig ICE-tauglich ist verwundert mich ja schon, da muss man bei der Fahrplangestaltung ja immer richtig aufpassen, das nicht in Tagesrandlage mal 2 ICE verschiedener Richtungen dort gleichzeitig halten ;)

Stendal - der Hauptbahnhof der Altmark (40 Bilder)

ICE-TD, Donnerstag, 12.12.2013, 14:34 (vor 4524 Tagen) @ Christian_S

Im Versätungsfall kommt es schon mal vor das man dort vor einem Zsig steht bis der ICE der Gegenrichtung den Bahnsteig freigemacht hat. Dazu kommt das man von dem Bahnsteig nicht in Ri. Magdeburg ein- und ausfahren kann. Bei Umleitungen kann da der Halt dann schon mal ausfallen.

Stendal - der Hauptbahnhof der Altmark (40 Bilder)

tose25, Donnerstag, 12.12.2013, 16:20 (vor 4524 Tagen) @ ICE-TD

Es hat auch schon einmal ein ICE von Köln nach Berlin in Stendal wegen 20 Minuten Verspätung auf Gleis 2 gehalten, zum ein- und aussteigen und mit insgesamt zwei Zugteilen. Bisher aber nur einmal erlebt

Stendal - der Hauptbahnhof der Altmark (40 Bilder)

ICE-TD, Donnerstag, 12.12.2013, 17:27 (vor 4524 Tagen) @ tose25

Da dürfen die Reisenden dann aber einen großen Schritt nach unten machen. An den Bahnsteig dürfte der Zug von der Länge her auch nicht ganz passen, es sei denn man läßt ihn als Rangierfahrt durch das Abstellgleis 508 fahren nach 2.

Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 12.12.2013, 20:34 (vor 4524 Tagen) @ ICE-TD

Moin,

nachdem ich über den Tag meine Kamera zur Weißglut gebracht habe (fast jedenfalls), die Sammelantwort, verbunden mit einem herlichen Dankeschön für die Kommentare.

Reservierungszettel: Das klingt völlig logisch. Ich muß gestehen, mir zuvor keine Gedanken darüber gemacht zu haben. *fastschonschäm*

ICE-TD: Danke. Dafür sieht es mir aber ziemlich groß aus.

kaythxbye: Der Süden vom Osten. Ganz einfach. ;-)

brandenburger: Dann kannst Du in ein paar Jahren Deinem Sohn zeigen, wie der Bahnhof mal aussah. ;-)

Die schrägen Frauen gehörten zu einem Junggesellinnenabschied. Später am Tag waren sie vielleicht noch schräger. ;-)

Michael: Genau, den Warnow habe ich vergessen. Dabei bin ich zwischen Stendal und Wittenberge sowie Rostock und Warnemünde schon mal mitgefahren.

Erhalt von altem Bahnsteigpflaster. Wünschenswert wäre es, die Rekonstruktion stelle ich mir teuer vor, weil aufwendiger. Ist Kleinpflaster überhaupt noch gestattet? Blindenleitstreufen wird es ohnehin geben müssen. Ist nicht der Mittelbahnsteig in Quedlinburg nru nach altem Vorbild? Will ich schon ewig hin.

Christian: Nun, es sind recht wenige ICEs. Verspätung passiert halt mal.


Viele Grüße
Sören

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Sammelantwort

ICE-TD, Donnerstag, 12.12.2013, 21:22 (vor 4524 Tagen) @ Sören Heise


ICE-TD: Danke. Dafür sieht es mir aber ziemlich groß aus.

Das Bw hatte ja auch zu DDR-Zeiten mehrere hundert Beschäftigte als Schlosser, Elektriker, Tf u.a.

Re:

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 12.12.2013, 21:31 (vor 4524 Tagen) @ ICE-TD

Ich hatte irgendwie nur Übernachtungsgebäude gespeichert. Mein Fehler. :-(

Ich möchte lieber nicht wissen, wieviele Eisenbahner es früher in Stendal gab und wieviele heute.


Gruß Sören

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