Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T (Allgemeines Forum)

bigbug21, Sonntag, 22.06.2008, 15:15 (vor 6540 Tagen)

Hallo ICE-Fans,

als ich gerade in Leipzig auf den 1512 wartete, der mit +5, dann mit +15 und schließlich mit +10 angekündigt wurde (letztlich: an +17, ab +11), brauchte ich nicht lange raten, worin der Grund der Eingangsverspätung des Zuges wohl läge. Ein Gespräch mit einem Zugbegleiter brachte kurz nach Abfahrt auch dann Klarheiten in den zunächst als "Schaden am Triebfahrzeug" bezeichneten Mangel: Mal wieder war die Neigetechnik ausgefallen.

Bilde ich mir das nur ein, oder ist die Ausfallquote der Neigetechnik beim ICE-T in den letzten Monaten erschreckend angestiegen? Wenn ich auf meine Fahrtenbücher aus dem letzten oder vorletzten Jahr gucke, waren Neigetechnik-Ausfälle sehr selten und kamen vielleicht einmal auf 50 oder 100 Fahrten vor. Inzwischen hat sich die Lage gewandelt. Die Probleme im 1512 heute habe ich einmal zum Anlass genommen, meine persönlich wahrgenommene Neigetechnik-Ausfallrate seit 1. Mai anhand meines Fahrtenbuches zu rekonstruieren:

***schnipp***
[Zugnummer; Start- und Zielbahnhof in DS 100, Verspätung am Zielbahnhof in Minuten => Neigetechnik in Ordnung?]

1. Mai:
ICE 1650 DH-LL (an +4) => OK
ICE 1547 LL-DH (an 0) => OK

2. Mai
ICE 1652 DH-FFU (an +5) => Neigetechnik zumindest vor Fulda ausgefallen (laut Durchsage)

4. Mai:
ICE 1000 NN-LL (an +1) => OK
ICE 1651 LL-DH (an +2) => OK

9. Mai
ICE 1640 DH-UEI (an +33, Streckensperrung) => offenbar OK (wobei wird nach LL ab +0 in Weimar an +2 waren, verdächtig)
ICE 1559 UEI-DH an +9 (unbekannter Grund) => OK

12. Mai
ICE 1650 DH-FF (an 0) => OK
ICE 1559 FFU-UE (an 9, Anschlssaufnahme aus Landrücken-ICE u. a.) => OK

13. Mai
ICE 1513 US-NN (an +3) => Neigetechnik-Ausfall (keine GNT, nicht kommuniziert)

15. Mai
ICE 1655 FFU-DH (an 0) => OK

20. Mai
ICE 1643 DR-DH (an -1) => OK

25. Mai
ICE 1652 DH-LL (an -1) => OK
ICE 1724 LL-BL (an 0) => OK

31. Mai
ICE 1714 BL-AH (an +18) => evtl. Neigetechnik-Ausfall (Berlin Hbf +23, ohne kommunizierten Grund)

1. Juni
ICE 1613 BL-LL (an -1) => OK
ICE 1559 LL-DH (an +16) => evtl. Neigetechnik-Ausfall

6. Juni:
ICE 1650: DH-LL (an -1) => OK
ICE 1509 LL-NN (an +23) => Neigetechnik ausgefallen; darüber hinaus eingleisiger Betrieb, Fahren auf Befehl, Verzögerungen im Betriebsablauf

8. Juni:
ICE 1645: FFS-DH => OK

11. Juni:
ICE 1740: DH-LL (an +5, aufgrund von Zugkreuzung) => OK

12. Juni
ICE 1653: LL-DH (an -1) => OK

13. Juni
ICE 1658: DH-LL (an +2) => OK
ICE 1001: LL-NN (an +1) => OK

15. Juni:
ICE 1000: NN-LL (an 0) => OK
ICE 1651: LL-DH (an 0) => OK

19. Juni:
ICE 1547: LL-DH (an +3, unbekannter Grund nach LL an +8, ab +8) => offenbar OK

22. Juni:
ICE 1650: DH-LL (an 0) => OK
ICE 1512: LL-AH (an +18) => Neigetechnik-Ausfall
***schnapp***

Bei 29 Fahrten hatte ich also insgesamt sechs Mal einen Neigetechnik-Ausfall am eigenen Zug, in drei Fällen wäre ein Ausfall des bogenschnellens Fahrens zumindest ein plausibler Erklärungsansatz gewesen. Das ergibt eine Ausfallrate von gut einem Viertel. Ein erschreckend hoher Wert!

Viele Grüße aus dem ICE 1512 vor Berlin (Nachricht wird erst später abgeschickt)
Peter

P. S.: Am Triebfahrzeug 1118 ist im Wagen 24 die Klimaanlage ausgefallen. Ist ja auch verständlich, bei Außentemperaturen von 30 Grad......

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

dennis k., Sonntag, 22.06.2008, 15:18 (vor 6540 Tagen) @ bigbug21

naja wundert dich das nachdem die fristen für wartung dere Züge erneut erhöt wurde??
man spart sich eben kaputt:-( aber hauptsache das ätztende DB BAHN klebt überall drauf.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Eisscholle, Sonntag, 22.06.2008, 16:58 (vor 6540 Tagen) @ bigbug21

Hi,

erstmal nette Zählung aber statistisch gesehen doch etwas schwach (zu wenig Messungen).

Prinzipiell hat 3mal die Neigetechnik zur Verspätung geführt. Einmal war sie maximal ein Bestandteil. Die anderen beiden Sachen waren reine Vermutungen. Und eine Verspätung zwischen Dresden und Leipzig mit +16 liegt nicht an kaputter Neigetechnik. So viel macht die dort beim besten Willen nicht aus. Prinzipiell waren bei dir dann knapp ein Viertel aller Fahrten die Neigetechnik i.A.

Ich selber fahre regelmäßig mit dem ICE-T. Ein Ausfall der Neigetechnik ist eine Seltenheit. Von daher könnte man gerne einen richtigen Test machen (ganze Flotte, 1 Monat usw.) aber solche persönlichen Eindrücke spiegeln meist nur die Hälfte der Wahrheit wieder.

VG

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Alexander, Sonntag, 22.06.2008, 17:06 (vor 6540 Tagen) @ Eisscholle

Hallo,

es stimmt, dass die Neigetechnik am 411/415 sehr Schadanfällig ist.
Aber dies ist bei allen Neigetec Fahrzeugen so (612, 610 - 611 weiß ich nicht, fahren bei uns nicht)

Oft ist es jedoch so, dass die Neigetechnik nur kurzzeitig ausfällt, sprich durch einen reset oder sonstiges was die Tf machen können, kommt die Neigtechnik wieder zum laufen.

Ich denke Mario-ICE kann zu diesen Thema etwas mehr erzählen.

Viele Grüße

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Sonntag, 22.06.2008, 18:56 (vor 6540 Tagen) @ Alexander

Ich bin mittlerweile gut 400 mal mit ICE-T gefahren und das seit Ende 2002.
Ich habe in all den Jahren nur 3-4 mal GNT-Ausfall oder GNT-Störung erlebt und nur ca 10 mal eine Verspätung aufgrund einer vorrangegangenen GNT-Störung.

Ich kann mich über die 411 und 415 eher nicht beklagen.
Im übrigen lagen diese Ausfälle allesamt mehr als 1 Jahr zurück.

Naja die DB kaschiert ja auch viel, da die Fahrzeiten in den Fahrplänen soviele Reserven beeinhalten, insbesondere auf der Linie 50, dass sich ein GNT-Ausfall nicht mehr eklatand bemerkbar macht. Sogar die IC-Ersatzzüge fahren selten mehr als 10 min auf der Streck ein... einzige Ausnahme ist Saalfeld-Lichtenfels, dort macht GNT doch gut 15-20 min aus.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Alexander, Sonntag, 22.06.2008, 19:01 (vor 6540 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo Markus,

auch ohne Neigetechnik kann man pünktlich in Nürnberg sein!
Es kommt selbstverständlich auch immer im kleinen Maß auf den Tf an, aber ohne Neigetechnik hat man in Lichtenfels zwischen 5 und 10 Min. Verspätung. Diese sind bis Nürnberg wieder hereingefahren.

Somit merkt man alle 2 Stunden die Verspätung gar nicht richtig, da man zwischen Saalfeld und Nürnberg ohne halt durchfährt.

Ich nutze die ICE-T täglich und davon mind. 2x die Woche zwischen Leipzig und Nürnberg und es kommt sehr oft zu ausfällen...

Viele Grüße

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Sonntag, 22.06.2008, 19:13 (vor 6540 Tagen) @ Alexander
bearbeitet von ICE-T-Fan, Sonntag, 22.06.2008, 19:15

Naja die ICE-T haben ja nicht nur den Vorteil der GNT sondern auch andere Bremswerte. Ein in LL losgefahrener Ersatz-IC, der in Saalfeld + 5 min hatte, war in Nürnberg 20 min zu spät, obwohl er unterwegs nirgends aufgehalten wurde.

d.h. zwischen Fahrzeiten KP-Reserve mit 120 und ICE-T können durchaus 15 min Fahrzeitunterschied liegen, da der 120-Wagenzug nicht so schnell fahren darf wie ein ICE-T (mit oder ohne GNT).

Das mit dem ICE-T glaub ich dir insofern, dass du persönliche Erfahrungen gemacht hast, aber ich habe bei meinen 3-4 Ausfällen in 300+ Fahrten es jedesmal erlebt, dass die fehlende GNT im damalig noch engeren Fahrplan immer mit 10+ min zu Buche geschlagen ist.

Im heutigen Fahrplan, wo ein ICE-T zwischen LL und NN 20 min Verspätung aufholen kann und dies auch getan hat, ist ein GNT-Ausfall kaum spürbar, dass ist schon wahr.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Sonntag, 22.06.2008, 19:41 (vor 6540 Tagen) @ Alexander

Naja ich will euch ja nicht in Abrede stellen, dass es aktuell nicht so gut um die ICE-T aussieht, ich komm ja selbst derzeit kaum zum Mitfahren, aber ich hatte bisher einfach immer Glück dahingehend.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

bigbug21, Montag, 23.06.2008, 15:07 (vor 6539 Tagen) @ Alexander

Hallo Alex,

auch ohne Neigetechnik kann man pünktlich in Nürnberg sein!
Es kommt selbstverständlich auch immer im kleinen Maß auf den Tf an, aber ohne Neigetechnik hat man in Lichtenfels zwischen 5 und 10 Min. Verspätung. Diese sind bis Nürnberg wieder hereingefahren.

... wobei das ja nicht Sinn der Sache ist. Eine einigermaßen pünktliche Ankunft (meist bleiben ja doch noch ein paar Minuten Verspätung in Nürnberg Hbf übrig) ist auch nur unter sehr guten betrieblichen Bedingungen, voller Traktion und mit voller Motivation des Triebfahrzeugführers möglich.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Alexander, Montag, 23.06.2008, 19:06 (vor 6539 Tagen) @ bigbug21

Hallo Peter,

du kannst zwischen Bamberg und Erlangen 3 Min. an Verspätung herausfahren und zwischen Erlangen und Nürnberg sind nochmals 2 Min. drin. Wenn die RB in Lichtenfels den ICE erst überholen läßt, kann der Zug auch nochmals 2-3 Min. bis Bamberg gutmachen.

Der Fahrplan ist großzügig ausgelegt, aber ich hatte es letztens, dass wir von Nürnberg bis Leipzig keine Minute Verspätung hereingefahren haben (haben 10 Min. auf Anschluss gewartet), weil immer Güterzüge oder Regionalzüge vor uns waren und somit von Signal zu Signal gefahren sind.

Zwischen Leipzig und Jena hältst du die Fahrzeiten auch ohne Neigetechnik. Von Jena bis Saalfeld macht man ca. 3 - 5 Min. und dann nochmals 5 - 10 Min. zwischen Saalfeld und Lichtenfels. Danach ist die Neigetechnik wieder nicht notwenig.

Ich bin heute mit dem 1605 gefahren, wir haben Lichtenfels mit -2, Nürnberg mit -3 und München mit -3 erreicht (in Dachau hatten wir -6!).

Auch mit den Kp-Reserve habe ich Nürnberg schon mit +8 und München mit +2 erreicht.

Viele Grüße

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Martin, Sonntag, 22.06.2008, 19:34 (vor 6540 Tagen) @ ICE-T-Fan

Ich bin mittlerweile gut 400 mal mit ICE-T gefahren und das seit Ende 2002.
Ich habe in all den Jahren nur 3-4 mal GNT-Ausfall oder GNT-Störung erlebt und nur ca 10 mal eine Verspätung aufgrund einer vorrangegangenen GNT-Störung.

Die GNT (Zugsicherungssystem für Neigetechnik) ist ja auch sehr selten gestört, ich habe das sogar noch nie erlebt. Was Probleme bereitet ist die Neigetechnik selbst.

Ich hatte schon Tz die 3 Neigetechnik-Störungen gleichzeitig hatten, bis die Züge in die Reparatur gehen dauert es wohl schon mal ein paar Tage/Wochen. Zur Zeit laufen die ÖBB-tauglichen Züge allerdings recht zuverlässig.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Sonntag, 22.06.2008, 19:39 (vor 6540 Tagen) @ Martin
bearbeitet von ICE-T-Fan, Sonntag, 22.06.2008, 19:43

In meiner Formulierung schließt "GNT" die mechanisch-hydraulischen Komponenten mit ein. Da ich ja fast ausschließlich in der Lounge mitfahre oder an einem Tischplatz mit Aussicht auf das FIS, fallen mir die fehlende Neigerei und die niedrigere Geschwindigkeit durchaus auf.

Wie gesagt, ich hatte in der Summe in 400 Fahrten maximal in 15 Fällen eine Verspätung aufgrund eines solchen Fehlers und der Tz in dem ich saß war höchstens in 5-10 Fällen während meiner Mitfahrt davon betroffen, wobei ich bei mindestens 4 Fällen es defintiv mitbekommen habe.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Regiosprinter, Sonntag, 22.06.2008, 21:08 (vor 6540 Tagen) @ Martin
bearbeitet von Regiosprinter, Sonntag, 22.06.2008, 21:08

Zur Zeit laufen die ÖBB-tauglichen Züge allerdings recht zuverlässig.

Wenn du meinst.... ;-)
Heute endete der ICE 22 mit +30 in Nürnberg.

Aber wenn wir schon dabei sind - kann jemand nähere Angaben zum ICE 1613 machen?
+45 erscheinen mir für verspätete Bereitstellung etwas viel. Die Neigetechnik hat funktioniert, sonst hätten wir bis Augsburg noch mehr Verspätung aufgebaut.

Klaus

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Frank Augsburg, Ansbach, Sonntag, 22.06.2008, 22:31 (vor 6540 Tagen) @ Regiosprinter

Hallo Klaus,

Wenn du meinst.... ;-)

Heute endete der ICE 22 mit +30 in Nürnberg.<

...genau der hatte vor 3 Wochen +10 in Nürnberg wegen nicht aktiver NT (ob nun defekt - ich habe nicht nachgefragt).
War aber nur 1 Fall von 5 (nicht bloß ICE 22) in den letzten 10 Monaten. Als Statistik wage ich das nicht zu bezeichnen.

Gruß
Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Paulchen, Montag, 23.06.2008, 21:50 (vor 6539 Tagen) @ Regiosprinter

gut beobachtet, aber falsch interpretiert:

Auf der Linie FF-NPA (-Wien) sind z. Zt. noch keine bogenschnellen Fahrzeiten eingearbeitet. D.h. die Kursbuch-Fahrzeiten können auch ohne Neigetechnik eingehalten werden. Die verspätungen müssen daher einen anderen Grund haben.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Martin, Dienstag, 24.06.2008, 18:07 (vor 6538 Tagen) @ Paulchen

Die Fahrzeiten kannst du - zumindest auf bestimmten Teilabschnitten - niemals ohne Neigetechnik einhalten. Nürnberg-Regensburg soll 51 Minuten dauern, ohne Neigetechnik geht das nicht, die Züge erhalten stets Verspätung

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

bigbug21, Montag, 23.06.2008, 15:04 (vor 6539 Tagen) @ Eisscholle

Hallo Eisscholle,

[...]
erstmal nette Zählung aber statistisch gesehen doch etwas schwach (zu wenig Messungen).

Ja, sicher. Wobei bereits diese Stichprobe von nur 29 Fahrten ausreichend dürfte, um zu zeigen, dass die vor einiger Zeit einmal propagierten Ausfälle in der Größenordnung von weniger als einem dutzend je einhunderttausend Kilometer wohl so nicht zutreffend sind.

Prinzipiell hat 3mal die Neigetechnik zur Verspätung geführt. Einmal war sie maximal ein Bestandteil. Die anderen beiden Sachen waren reine Vermutungen. Und eine Verspätung zwischen Dresden und Leipzig mit +16 liegt nicht an kaputter Neigetechnik. So viel macht die dort beim besten Willen nicht aus. Prinzipiell waren bei dir dann knapp ein Viertel aller Fahrten die Neigetechnik i.A.

In allen sechs bestätigten Fällen kam es in Folge des Neigetechnik-Ausfalls zu Fahrzeitverlängerungen. Im Fall der Fahrt von Leipzig Hbf nach Dresden Hbf hatte der Zug bereits eine Eingangsverspätung in Höhe von rund 20 Minuten, die mit dem Neigetechnikausfall begründet wurde.

Ich selber fahre regelmäßig mit dem ICE-T. Ein Ausfall der Neigetechnik ist eine Seltenheit. Von daher könnte man gerne einen richtigen Test machen (ganze Flotte, 1 Monat usw.) aber solche persönlichen Eindrücke spiegeln meist nur die Hälfte der Wahrheit wieder.

Sicher. Wobei bereits eine solch geringer Stichprobenumfang ausreichend sein dürfte, um mit sehr niedriger Irrtumswahrscheinlichkeit eine Ausfallquote im zweistelligen Prozentbereich nachzuweisen.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Sonntag, 22.06.2008, 19:07 (vor 6540 Tagen) @ bigbug21

Hallo ICE-Fans,

***schnipp***
[Zugnummer; Start- und Zielbahnhof in DS 100, Verspätung am Zielbahnhof in Minuten => Neigetechnik in Ordnung?]

1. Mai:
ICE 1650 DH-LL (an +4) => OK
ICE 1547 LL-DH (an 0) => OK

2. Mai
ICE 1652 DH-FFU (an +5) => Neigetechnik zumindest vor Fulda ausgefallen (laut Durchsage)

4. Mai:
ICE 1000 NN-LL (an +1) => OK
ICE 1651 LL-DH (an +2) => OK

9. Mai
ICE 1640 DH-UEI (an +33, Streckensperrung) => offenbar OK (wobei wird nach LL ab +0 in Weimar an +2 waren, verdächtig)

Kann auch Zugfolge gewesen sein. Wenn die GNT wirklich ganz weg gewesen wäre, hätte in Weimar eine rote +10 gestanden. 2 min sind mir persönlich nicht verdächtig genug.

ICE 1559 UEI-DH an +9 (unbekannter Grund) => OK

12. Mai
ICE 1650 DH-FF (an 0) => OK
ICE 1559 FFU-UE (an 9, Anschlssaufnahme aus Landrücken-ICE u. a.) => OK

13. Mai
ICE 1513 US-NN (an +3) => Neigetechnik-Ausfall (keine GNT, nicht kommuniziert)

15. Mai
ICE 1655 FFU-DH (an 0) => OK

20. Mai
ICE 1643 DR-DH (an -1) => OK

25. Mai
ICE 1652 DH-LL (an -1) => OK
ICE 1724 LL-BL (an 0) => OK

31. Mai
ICE 1714 BL-AH (an +18) => evtl. Neigetechnik-Ausfall (Berlin Hbf +23, ohne kommunizierten Grund)

Zwischen Berlin und Hamburg macht sich das Fehlen der GNT kaum bis garnicht bemerkbar, da die Züge dort fast auf der ganzen Känge LZB-geführt fahren. Vermutlich eher eine Störung am Antrieb oder der LZB, falls es eine Triebfahrzeugstörung gewesen sein soll.


1. Juni
ICE 1613 BL-LL (an -1) => OK
ICE 1559 LL-DH (an +16) => evtl. Neigetechnik-Ausfall

siehe BL-AH, 16 min würden eher hinkommen wenn die LZB ausgefallen wäre.


6. Juni:
ICE 1650: DH-LL (an -1) => OK
ICE 1509 LL-NN (an +23) => Neigetechnik ausgefallen; darüber hinaus eingleisiger Betrieb, Fahren auf Befehl, Verzögerungen im Betriebsablauf

23 min passt auf der L28 bei ausgefallener GNT ganz gut


8. Juni:
ICE 1645: FFS-DH => OK

11. Juni:
ICE 1740: DH-LL (an +5, aufgrund von Zugkreuzung) => OK

12. Juni
ICE 1653: LL-DH (an -1) => OK

13. Juni
ICE 1658: DH-LL (an +2) => OK
ICE 1001: LL-NN (an +1) => OK

15. Juni:
ICE 1000: NN-LL (an 0) => OK
ICE 1651: LL-DH (an 0) => OK

19. Juni:
ICE 1547: LL-DH (an +3, unbekannter Grund nach LL an +8, ab +8) => offenbar OK

22. Juni:
ICE 1650: DH-LL (an 0) => OK
ICE 1512: LL-AH (an +18) => Neigetechnik-Ausfall
***schnapp***

Bei 29 Fahrten hatte ich also insgesamt sechs Mal einen Neigetechnik-Ausfall am eigenen Zug, in drei Fällen wäre ein Ausfall des bogenschnellens Fahrens zumindest ein plausibler Erklärungsansatz gewesen. Das ergibt eine Ausfallrate von gut einem Viertel. Ein erschreckend hoher Wert!

Viele Grüße aus dem ICE 1512 vor Berlin (Nachricht wird erst später abgeschickt)
Peter

P. S.: Am Triebfahrzeug 1118 ist im Wagen 24 die Klimaanlage ausgefallen. Ist ja auch verständlich, bei Außentemperaturen von 30 Grad......

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

bigbug21, Montag, 23.06.2008, 15:17 (vor 6539 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo ICE-T-Fan,

vielen Dank für deine Nachricht.

[...]

9. Mai
ICE 1640 DH-UEI (an +33, Streckensperrung) => offenbar OK (wobei wird nach LL ab +0 in Weimar an +2 waren, verdächtig)


Kann auch Zugfolge gewesen sein. Wenn die GNT wirklich ganz weg gewesen wäre, hätte in Weimar eine rote +10 gestanden. 2 min sind mir persönlich nicht verdächtig genug.

Dass der Unterschied zwischen bogenschnellem und konventionellem Fahren zwischen Leipzig und Weimar wirklich mehr als zehn Minuten ausmacht, würde ich bezweifeln. Am 2. Mai hatte ich im ICE 1652 mit offenbar ausgefallener Neigetechnik auch eine Abfahrt in Leipzig mit 0 erlebt und dann, ohne spürbare Verzögerungen, während der Fahrt, eine Ankunft in Weimar mit +4.

[...]

31. Mai
ICE 1714 BL-AH (an +18) => evtl. Neigetechnik-Ausfall (Berlin Hbf +23, ohne kommunizierten Grund)


Zwischen Berlin und Hamburg macht sich das Fehlen der GNT kaum bis garnicht bemerkbar, da die Züge dort fast auf der ganzen Känge LZB-geführt fahren. Vermutlich eher eine Störung am Antrieb oder der LZB, falls es eine Triebfahrzeugstörung gewesen sein soll.

Schon klar, auf Hamburg--Berlin ist der GNT-Faktor null. Hier ging es mir um die Eingangsverspätung, die zu einem Gutteil auf einen Neigetechnikausfall zurückzuführen gewesen sein KÖNNTE.

1. Juni
ICE 1613 BL-LL (an -1) => OK
ICE 1559 LL-DH (an +16) => evtl. Neigetechnik-Ausfall


siehe BL-AH, 16 min würden eher hinkommen wenn die LZB ausgefallen wäre.

Auch hier ist die Eingangsverspätung in Leipzig maßgeblich:

"Leipzig Hbf an ab +16; Leipzig auf dem Gegengleis verlassen; Regionalzug beim Kilometer 32 fliegend überholt; ins Regelgleis beim Kilometer 36,2 zurück; Leipzig Hbf an +16, ab +15; in der Einfahrt DN kurz gestanden, Zugkreuzung mit ICE abgewartet; Dresden-Neustadt an +16, Dresden Hbf an +16"

6. Juni:
ICE 1650: DH-LL (an -1) => OK
ICE 1509 LL-NN (an +23) => Neigetechnik ausgefallen; darüber hinaus eingleisiger Betrieb, Fahren auf Befehl, Verzögerungen im Betriebsablauf


23 min passt auf der L28 bei ausgefallener GNT ganz gut

Ja, wobei hier der Ausfall der Neigetechnik für bogenschnelles Fahren nur ein Faktor war. Wesentlich stärker wirkte sich der Traktor aus, der nördlich von Lichtenfels am Morgen auf die Gleise gefallen war.

Viele Grüße und nochmals Danke für deine Kommentare
Peter

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Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Montag, 23.06.2008, 18:31 (vor 6539 Tagen) @ bigbug21

Wenn du Eingangsverspätung meinst, dann schreib das doch bitte auch, ich dachte die Verspätung entstanden auf dem Streckenaschnitt.

Übrigends ergeben sich die 10 min in Leipzig bei Neigetechnikausfall ab Erfurt/Weimar nicht aufgrund der fehlenden Geschwindigkeit alleine, sondern der hohen Zugfrequenz auf dem Abschnitt bis zum Saaleck und daraus folgenden Verzögerungen durch Trassentausch oder unplanmäßige Überholungen.

Wobei ich bisher nur ein einziges Mal ohne Neigerei von Erfurt nach Leipzig gefahren bin, da wurden aus 5 min Vorverspätung gut 15 min bei der Ankunft am HBf

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

InterCity, Sonntag, 22.06.2008, 19:53 (vor 6540 Tagen) @ bigbug21

Also ohne die Ersatz-IC´s sähe es bei DB FV sehr schlecht aus.
ICE 1744 ist ja auch heute ersetzt worden.
Es kommt auf der Linie51 ständig zu Aufällen, aus welchen Gründen auch immer.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Sonntag, 22.06.2008, 20:11 (vor 6540 Tagen) @ InterCity

Wenn due Dresden-Leipzig-Erfurt-Frankfurt-Wiesbaden meinst... so ist dies Linie 50.

ICE 1747 fällt heute ja auch aus, weil der ganze Umlauf mit KP-Reserve gefahren wird.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Mario-ICE, Montag, 23.06.2008, 13:28 (vor 6539 Tagen) @ bigbug21

Ich möchte davor warnen aus Erlebnissen aus dem Zug heraus statistische Erhebungen zu machen, die auf Ausfall der Neigetechnik hinweisen könnten. In vielen Fällen macht sich das Ganze nur auf Unterwegsbahnhöfen bemerkbar, hat für den Zielbahnhof des Kunden eher keine Auswirkungen.
In der Tat ist es auch so, dass es an der persönlichen Fahrweise des Tf liegt, ob man es überhaupt merkt, dass die Neigetechnik nicht funktioniert. Und zu guterletzt ist natürlich ein defekter Triebzug der in Frankfurt oder Dresden ohne Neigetechnik startet für den laufenden Tag die schlechteste Lösung, da man dann gefühlt der Meinung ist heute sind alle Züge defekt, dadurch das sie aber denganzen Tag pendeln sind es vielleicht nur 2 oder 3 Triebzüge. Richtig ist jedoch, dass es im Monat Mai größere Probleme mit den ICE-T gab, wobei das Hauptmanko wohl in der fehlenden Antriebsleistung der Züge zu suchen ist.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

bigbug21, Montag, 23.06.2008, 15:25 (vor 6539 Tagen) @ Mario-ICE

Hallo Mario,

vielen Dank für deine Nachricht.

Ich möchte davor warnen aus Erlebnissen aus dem Zug heraus statistische Erhebungen zu machen, die auf Ausfall der Neigetechnik hinweisen könnten.

Sekunde: In allen sechs Fällen habe ich entweder mehrfach persönlich vom Ausfall der Neigetechnik für bogenschnelles Fahren überzeugt (erloschener Leuchtmelder "GNT" im Führerstand) oder erhielt vom Zugpersonal die entsprechende Auskunft. Darüber hinaus fällt es nicht schwer, nach zehntausenden Kilometern in der Wackelkiste noch im Halbschlaf zu erkennen, ob der Wagenkasten sich nun null, vier oder eben acht Grad neigt. ;-)

In vielen Fällen macht sich das Ganze nur auf Unterwegsbahnhöfen bemerkbar, hat für den Zielbahnhof des Kunden eher keine Auswirkungen.

Ja, sicher. Wobei dann wirklich alles andere gut gehen muss. Wenn dann auch noch 25 Prozent Traktion fehlen und das ein oder Vorsignal "Halt erwarten" zeigt, ist schnell eine zweistellige Verspätung aufgehäuft.

Mit derselben Logik könnte man auch gleich auf die Neigetechnik verzichten, denn die Fahrzeiten sind -- so ungefähr -- unter guten Bedingungen ja auch so zu halten.

In der Tat ist es auch so, dass es an der persönlichen Fahrweise des Tf liegt, ob man es überhaupt merkt, dass die Neigetechnik nicht funktioniert. Und zu guterletzt ist natürlich ein defekter Triebzug der in Frankfurt oder Dresden ohne Neigetechnik startet für den laufenden Tag die schlechteste Lösung, da man dann gefühlt der Meinung ist heute sind alle Züge defekt, dadurch das sie aber denganzen Tag pendeln sind es vielleicht nur 2 oder 3 Triebzüge.

Natürlich ist der Aussagewert meiner Zahlen aufgrund des geringen Stichprobenumfangs und der nicht gegebenen Repräsentativität begrenzt. Zumindest sollten die Zahlen aber hinreichend zeigen, dass mit einer sehr niedrigen Irrtumswahrscheinlichkeit von einem Neigetechnikausfall (zumindest in einigen Streckenabschnitt) mit einer zweistelligen Prozentbereich ausgegangen werden kann. Ob das nun rund 25, rund 15 oder rund 35 Prozent sind ist letztlich egal.

Auch wenn vorschnelle Pauschalurteile nicht mein Ding sind, sehe ich in den letzten Monaten doch eine Häufung der Indizien, die darauf hindeuten, dass die Qualität und Effektivität der Wartung bei DB Fernverkehr spürbar zurückgegangen sein könnte.

Richtig ist jedoch, dass es im Monat Mai größere Probleme mit den ICE-T gab, wobei das Hauptmanko wohl in der fehlenden Antriebsleistung der Züge zu suchen ist.

Danke der Information! Interessanterweise hatte ich in den letzten Monaten nur wenige ICE T mit eingeschränkter Traktion. Hier habe ich beim ICE 3 wesentlich schlechtere Erfahrungen gemacht, wobei 75 Prozent Traktion auf etwa jeden zehnten Fahrt ohnehin Alltag sind.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Montag, 23.06.2008, 18:38 (vor 6539 Tagen) @ bigbug21

Hallo Mario,

vielen Dank für deine Nachricht.

Ich möchte davor warnen aus Erlebnissen aus dem Zug heraus statistische Erhebungen zu machen, die auf Ausfall der Neigetechnik hinweisen könnten.


Sekunde: In allen sechs Fällen habe ich entweder mehrfach persönlich vom Ausfall der Neigetechnik für bogenschnelles Fahren überzeugt (erloschener Leuchtmelder "GNT" im Führerstand) oder erhielt vom Zugpersonal die entsprechende Auskunft. Darüber hinaus fällt es nicht schwer, nach zehntausenden Kilometern in der Wackelkiste noch im Halbschlaf zu erkennen, ob der Wagenkasten sich nun null, vier oder eben acht Grad neigt. ;-)

Ach du kannst das auch :-)) Dies brachte mich ja auch zur Erkenntnis das sich auch auf LZB-Strecken die Dinger neigen, entgegen allen Widersprüchen von "411 haben keine Komfortneigung"-Aussagen.

In vielen Fällen macht sich das Ganze nur auf Unterwegsbahnhöfen bemerkbar, hat für den Zielbahnhof des Kunden eher keine Auswirkungen.


Ja, sicher. Wobei dann wirklich alles andere gut gehen muss. Wenn dann auch noch 25 Prozent Traktion fehlen und das ein oder Vorsignal "Halt erwarten" zeigt, ist schnell eine zweistellige Verspätung aufgehäuft.

Mit derselben Logik könnte man auch gleich auf die Neigetechnik verzichten, denn die Fahrzeiten sind -- so ungefähr -- unter guten Bedingungen ja auch so zu halten.

Die Linie 50 kann man komplett ohne Wackeln fahren und man würde zeitmäßig keinen großen Unterschied spüren... daher lässt man defekte 118x auch gerne im L50-Umlauf fahren, weil es sich dort nicht is kaum bemerkbar macht.

In der Tat ist es auch so, dass es an der persönlichen Fahrweise des Tf liegt, ob man es überhaupt merkt, dass die Neigetechnik nicht funktioniert. Und zu guterletzt ist natürlich ein defekter Triebzug der in Frankfurt oder Dresden ohne Neigetechnik startet für den laufenden Tag die schlechteste Lösung, da man dann gefühlt der Meinung ist heute sind alle Züge defekt, dadurch das sie aber denganzen Tag pendeln sind es vielleicht nur 2 oder 3 Triebzüge.


Natürlich ist der Aussagewert meiner Zahlen aufgrund des geringen Stichprobenumfangs und der nicht gegebenen Repräsentativität begrenzt. Zumindest sollten die Zahlen aber hinreichend zeigen, dass mit einer sehr niedrigen Irrtumswahrscheinlichkeit von einem Neigetechnikausfall (zumindest in einigen Streckenabschnitt) mit einer zweistelligen Prozentbereich ausgegangen werden kann. Ob das nun rund 25, rund 15 oder rund 35 Prozent sind ist letztlich egal.


Es ist aber eine Sache ob 5 Tz ohne Neigetechnik umherfahren oder nur 2 Tz.
Gerade auf der L50 gibts es Umläufe wo ein bestimmtes Tfz 2 mal hin und zurückpendelt. d.h. 1 Tz kann die Statistik schon um 4 ICE-Leistungen versauen.
Wenn dann hättest du auch de Tz-Nummer angeben müssen.


Auch wenn vorschnelle Pauschalurteile nicht mein Ding sind, sehe ich in den letzten Monaten doch eine Häufung der Indizien, die darauf hindeuten, dass die Qualität und Effektivität der Wartung bei DB Fernverkehr spürbar zurückgegangen sein könnte.

Richtig ist jedoch, dass es im Monat Mai größere Probleme mit den ICE-T gab, wobei das Hauptmanko wohl in der fehlenden Antriebsleistung der Züge zu suchen ist.


Danke der Information! Interessanterweise hatte ich in den letzten Monaten nur wenige ICE T mit eingeschränkter Traktion. Hier habe ich beim ICE 3 wesentlich schlechtere Erfahrungen gemacht, wobei 75 Prozent Traktion auf etwa jeden zehnten Fahrt ohnehin Alltag sind.

Viele Grüße
Peter

Es wird halt warm^^ Letzten Sommer bei Tz-Sammeln bin ich mehrmals mit signifikanter Verspätung in Leipzig wegen Traktionsproblemen angekommen.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

bigbug21, Montag, 23.06.2008, 21:49 (vor 6539 Tagen) @ ICE-T-Fan

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Es ist aber eine Sache ob 5 Tz ohne Neigetechnik umherfahren oder nur 2 Tz.
Gerade auf der L50 gibts es Umläufe wo ein bestimmtes Tfz 2 mal hin und zurückpendelt. d.h. 1 Tz kann die Statistik schon um 4 ICE-Leistungen versauen.
Wenn dann hättest du auch de Tz-Nummer angeben müssen.
{...]

Nichts leichter als das. ;-)

Fr, 2. Mai 08 ICE 1652 mit Tz 1121
Di, 13. Mai 08 ICE 1513 mit Tz 1126
Fr, 6. Jun 08 ICE 1509 mit Tz 1171
So, 22. Jun 08 ICE 1512 mit Tz 1118

Sekunde. Ich stelle gerade fest, dass ich ja nur vier definitive Ausfälle unter 29 Fahrten hatte. Oh weia, ist das peinlich...

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Montag, 23.06.2008, 22:06 (vor 6539 Tagen) @ bigbug21

{...[
Es ist aber eine Sache ob 5 Tz ohne Neigetechnik umherfahren oder nur 2 Tz.
Gerade auf der L50 gibts es Umläufe wo ein bestimmtes Tfz 2 mal hin und zurückpendelt. d.h. 1 Tz kann die Statistik schon um 4 ICE-Leistungen versauen.
Wenn dann hättest du auch de Tz-Nummer angeben müssen.
{...]


Nichts leichter als das. ;-)

Fr, 2. Mai 08 ICE 1652 mit Tz 1121
Di, 13. Mai 08 ICE 1513 mit Tz 1126
Fr, 6. Jun 08 ICE 1509 mit Tz 1171
So, 22. Jun 08 ICE 1512 mit Tz 1118

Sekunde. Ich stelle gerade fest, dass ich ja nur vier definitive Ausfälle unter 29 Fahrten hatte. Oh weia, ist das peinlich...

Viele Grüße
Peter


1121 gibt nicht mehr... müsste dann 1521 oder 1181 gewesen sein ;)
Bei Doppeltraktion wird das Ergebnis noch insofern verfälscht, dass meist nur ein Zugteil betroffen ist.

Aber gut, das beweist zumindestens 4 verschiedene Neigetechnikausfälle und das die ICE-T1 stärker betroffen scheinen.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

ICE-T-Fan, Montag, 23.06.2008, 18:26 (vor 6539 Tagen) @ Mario-ICE

Fehlende Antriebsleistung ist gegenüer Neigetechnikstörung schon eher Alltag, auch meiner Erfahrung nach. Bisher hatte ich das sicherlich 20 mal.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

Paulchen, Montag, 23.06.2008, 22:29 (vor 6539 Tagen) @ bigbug21

Nach meinen Beobachtungen der letzten Jahre klappt es mit der Neigetechnik der ICE T mittlerweile recht ordentlich, was gelegentliche Ausfälle nicht ausschliesst.

Deine Aufschreibungen enthalten aber auch zwei Strecken, die nicht bogenschnell befahren werden, wie:
LL-BL und BL-AH,
also sind die 18 min die der ICE 1512 am 1. Juni zwischen LL und AH einsammelte nicht Neigetechnikbedingt, unterstellt, dass der 1512 pünktlich in LL abgefahren ist

Zum 31. Mai
ICE 1714 BL-AH (an +18) => evtl. Neigetechnik-Ausfall (Berlin Hbf +23, ohne kommunizierten Grund)
Hier finde ich erwähnenswert, dass man auf der 230 km/h-Strecke, die ja nicht bogenschnell befahren wird, 5 min hereinfahren kann, was ja ziemlich genau dem Zeitrückhalt von 5% entspricht, der in die Fahrpläne eingebaut ist

Zum 13. Mai
ICE 1513 US-NN (an +3) => Neigetechnik-Ausfall (keine GNT, nicht kommuniziert)
hier ist erwähneswert, dass der 1513 US-NN ohne Halt durchfährt, was ihm eine 5 Minuten kürzere Fahrzeit gegenüber den in NLIF, NBA und NER haltenden ICE beschert. Interessanterweise ist die Fahrzeit LL-NN (mit Ausnahme des letzten Lumpensammlers) stets 3:09.
Das ein Ausfall der Neigetechnik (oder war es ein Ausfall der GNT) mit nur 3 Minuten Verspätung (bei pünktlicher Abfahrt in US) abgeht, wage ich zu bezweifeln, üblicherweise geht das nicht unter + 10 ab.

Zuverlässigkeit der Neigetechnik im ICE-T

bigbug21, Mittwoch, 25.06.2008, 15:10 (vor 6537 Tagen) @ Paulchen

Hallo Paulchen,

[...]

Deine Aufschreibungen enthalten aber auch zwei Strecken, die nicht bogenschnell befahren werden, wie:
LL-BL und BL-AH,
also sind die 18 min die der ICE 1512 am 1. Juni zwischen LL und AH einsammelte nicht Neigetechnikbedingt, unterstellt, dass der 1512 pünktlich in LL abgefahren ist

Sicher. Da dieser Zug aber im Abschnitt zwischen Nürnberg und Leipzig weitgehend bogenschnell fährt, KÖNNTE die Eingangsverspätung von 18 Minuten in Berlin auch auf einen Neigetechnikausfall zurückzuführen gewesen sein.

Zum 31. Mai
ICE 1714 BL-AH (an +18) => evtl. Neigetechnik-Ausfall (Berlin Hbf +23, ohne kommunizierten Grund)
Hier finde ich erwähnenswert, dass man auf der 230 km/h-Strecke, die ja nicht bogenschnell befahren wird, 5 min hereinfahren kann, was ja ziemlich genau dem Zeitrückhalt von 5% entspricht, der in die Fahrpläne eingebaut ist

Dito. Wobei ich sehr selten erlebe, dass die ICE-T auf dieser Strecke die fahrplanmäßige Fahrzeit von gut 90 Minuten einhalten. Bei mehreren Fahrten mit den exakt 90 Minuten schnellen Zügen habe ich noch nie eine Plan-Ankunft erlebt und auch bei 96 Minuten Fahrzeit kommt meistens immer so viel dazwischen, dass die Fahrzeit nicht gehalten werden kann. Noch dazu gibt es einzelne Langsamfahrstellen auf der Strecke. Ich weiß nicht, ob die in den Fahrplan eingearbeitet sind.


Zum 13. Mai
ICE 1513 US-NN (an +3) => Neigetechnik-Ausfall (keine GNT, nicht kommuniziert)
hier ist erwähneswert, dass der 1513 US-NN ohne Halt durchfährt, was ihm eine 5 Minuten kürzere Fahrzeit gegenüber den in NLIF, NBA und NER haltenden ICE beschert. Interessanterweise ist die Fahrzeit LL-NN (mit Ausnahme des letzten Lumpensammlers) stets 3:09.
Das ein Ausfall der Neigetechnik (oder war es ein Ausfall der GNT) mit nur 3 Minuten Verspätung (bei pünktlicher Abfahrt in US) abgeht, wage ich zu bezweifeln, üblicherweise geht das nicht unter + 10 ab.

Ich werde in Zukunft mal genauer drauf achten und dir berichten, sobald ich mal einen Fall hatte, bei dem definitiv in diesem Abschnitt die Neigetechnik für bogenschnelles Fahren nicht verfügbar war.

Viele Grüße
Peter

--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten

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