Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.) (Reiseberichte)

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 24.11.2013, 21:46 (vor 4543 Tagen)

Hallo zusammen,

Zum Anfang ein wenig zum einstimmen ein aktueller Zeitungsbericht: http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/kaffeekette-starbucks-will-weitere-zugcafe...

Die Deutsche Bahn beobachtet das Experiment der Schweizerischen BundesBahnen SBB mit Interesse. Man werde sich mit den Kollegen der SBB „natürlich zu den Erfahrungen mit dem Pilotprojekt Starbucks austauschen“, sagt eine Bahn-Sprecherin der WirtschaftsWoche.


Und damit ihr auch alle wisst, was euch da drin im Falle eines Falles erwartet, folgt hier nun ein Testbericht.


Heute, 24. November 2013, sollte der IC 718 um 09:11 Uhr mit dem Starbucks-Wagen in St. Gallen mit Ziel Genève-Aéroport starten. Zusammen mit caboruivo machte ich zwischen St. Gallen und Bern den Selbsttest des neuen Bahngastronomie-Angebotes auf Schweizer Schienen.

Der Zug erreichte St. Gallen pünktlich um 08:53 Uhr auf Gleis 1:

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Die insgesamt zehn IC2000-Doppelstockwagen sollten sich erst ab Winterthur und Zürich HB etwas mehr füllen:

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Ich riskiere einen ersten Blick in den Wagen hinein. Freunde von Fahrzeuganschriften kommen hier auch auf ihre Kosten. Der bereits im Umbau befindliche zweite Starbucks-Wagen, der im Frühling 2014 folgen wird, trägt die Nummer 003. Die bis Ende 2014 dauernde Pilotphase ist auf zwei Wagen beschränkt.

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Nun wollen wir aber unseren Test starten. Eine offene Tür empfängt uns:

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Als erstes wollen wir das Take-Away im Unterdeck testen und versuchen, wie man hier Zmorge essen kann.
Die Eingangstür ziert ein grosses Starbucks-Logo:

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Das Take-Away besteht aus aus zwei Tischen, ein paar Hockern und einer Theke. Die Hocker sind sehr rutschig. Bei einer Kurve oder beim abbremsen des Zuges muss man sich jeweils etwas festhalten, um wegen den Fliehkräften nicht vom Hocker zu rutschen.

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Trotz allem wurde mit hochwertigen Werkstoffen gearbeitet:

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Hinter der Theke ist noch der Bereich, wo Mahlzeiten und Getänke zubereitet werden:

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Nun wollen wir uns aber dem zuwenden, was viele am meisten interessieren dürfte: Dem Angebot auf der Karte:

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Es handelt sich hier um das gesamte Angebot. Ein Teil der Produkte ist auch in einer Vitrine ausgestellt:

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Die beiden Teile in der zweituntersten Reihe in der Mitte machten einen etwas unappetitlichen Eindruck.


Vorhin schrieb ich doch davon, dass wir etwas frühstücken wollten. Wir beide sind keine Fans von Kaffee und damit zusammengepanschten Getränken, die Kaffee-Produkte testeten wir also nicht.
caboruivo bestellte ein Croissant und ein Möhl. Ich bestellte so eine heisse Schokolade und da ich keine Lust auf Muffins, Cakes und Cookies hatte, bestellte ich gleich so ein warmes Tomaten-Mozzarella-Focaccia.
Im Take-Away muss man zur Theke laufen und bestellen. Auch abholen muss man die Ware selbst.

Die Becher werden jeweils mit den Vornamen des Kunden beschriftet:

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Um das etwas genauer einzuordnen: Das ist die Tall-Grösse, welche exakt 354 ml enthält. Die teurere Grande-Grösse enthält exakt 473 ml. Mit 6.90 CHF für 354 ml ist sie etwas gar teuer, zumal sie qualitativ an die in den SBB-WR ausgeschenkte heisse Cailler-Schokolade zu 4.80 CHF meiner Meinung nach nicht rankommt.


Das folgende ist nun die warme Tomaten-Mozzarella-Focaccia für 9.50 CHF:

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Sie schmeckt zwar recht gut, ist aber im Bezug zur Menge für meinen Geschmack zu teuer. Die Focaccia wurde in einem kleinen Ofen erwärmt.
Übrigens gut zu sehen am Deckel des Bechers, dass die Handhabung der Getränke nicht ganz einfach ist, wenn man den Deckel abmachen will. Bei mir wollte zuerst der gesamte Schlagrahm am Deckel haften bleiben und die Flüssigkeit allein im Becher zurücklassen.


Nachdem wir so kurz nach Winterthur im Unterdeck fertig waren, wollten wir natürlich auch das Oberdeck testen. Im Oberdeck hat es im Bereich der Treppen die normalen Sitze, nur mit einem anderen Bezug und kleinen Holztischen à la Starbucks:

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Die runde Sitzlounge über den Eingangstüren hat ebenfalls neue Sitzbezüge und einen neuen kleinen Tisch erhalten:

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Der eigentliche Restaurantbereich ist nun bei Zürich schon etwas voller geworden:

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Wenn man den Leuten etwas zugehört hatte, dann gab es diejenigen, die vom Starbucks-Wagen schon etwas gehört hatten und diejenigen, die zum ersten Mal davon erfuhren. Bei wenigen war etwas Unmut über Starbucks herauszuhören.


Der Gang am Thekenbereich vorbei. Hier einige Abfalleimer, welche auch bitter nötig sind, da die Getränke nur in Einwegbechern ausgegeben werden (auf beiden Stockwerken):

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Hinter der Theke herrschte gute Stimmung:

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Das Personal war allgemein sehr nett und recht auskunftsfreudig. Auffällig war, dass vier Personen gleichzeitig am arbeiten waren, zwei unten und zwei oben. Das ist mehr Personal als sonst im SBB-WR. Zusätzlich kommen noch die Mitarbeiter mit der Minibar, die durch den Zug fährt.


Die Einrichtung im Oberdeck im Detail. Die eine Reihe wurde mit grossen Tischen und festmontierten Zweiersitzbänken ausgestattet:

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Das Oberdeck richtet sich klar an Leute, die etwas mehr Zeit hier verbingen möchten.


In die Lederbezüge wurden die Logos von Starbucks und den SBB eingraviert:

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Auf der anderen Seite sind lose Einzelsitze mit einem kleineren Tisch, der sich gleich als recht unpraktisch herausstellen wird, da zu klein:

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Nun wollen wir auch noch das Speisenangebot testen. Es gibt zwei Suppen, eine Penne und eine Quiche. Insgesamt ein recht dürftiges Angebot.
Der Versuch, ein Bier oder sonst ein alkoholhaltiges Getränk zu bestellen, wäre zum Scheitern verurteilt gewesen. Auf die entsprechende Frage, was Leute machten, die ein Feierabendbier wollten, hiess es, dass das die erste Frage bei ihrem Vorstellungsgespräch gewesen sei.
Man erklärte uns dies so, dass Starbucks keine Lizenz für den Verkauf von alkoholischen Getränken hat. Wer ein Bier geniessen möchte, ist nun auf die reduzierte Auswahl in der Minibar angewiesen, welche ihre Produkte aber nicht im Restaurant verkaufen darf.

caboruivo bestellte schliesslich eine Penne und noch ein Möhl. Ich versuchte mich am Pot au Feu und bestellte ebenfalls einen Möhl.
Die Penne kam recht schnell:

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Man konnte es wohl essen, überragend war es aber nicht. Stutzig machte mich gleich die kurze Zeit, die bis zur Servierung verstrich. Wenn etwas in einem Steamer fertig gegart wird, dann dauert das ca. 15 Minuten. Die Antwort auf meine Frage, wie denn das warm gemacht wird, war der kleine Ofen, welcher auch schon meine Focaccia erwärmte. Steamer sind hier keine vorhanden.
Immerhin werden Mahlzeiten nicht mit Wegwerfgeschirr serviert.


Kurze Zeit später wurde dann auch mein Pot au Feu serviert:

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Man konnte es essen, aber wirklich satt wurde man dadurch nicht. Wir bestellten dann nochmals je einen Chicken Potpourri Salad mit einem Sweet-Chili-Dressing. Dazu nahm caboruivo auch noch eine heisse Schokolade, aber die Grande, und ich noch einen Granini-Multivitamin. Dabei stellten wir dann auch langsam fest, dass die normale Getränkeauswahl ziemlich mager ausfällt ohne Cola oder Rivella.


Die Chicken Potpourri Salads:

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Wie man sehen kann, ist der Platz auf den Tischen etwas begrenzt.


In Bern war dann unser Starbuckstest zu Ende. Als Fazit muss ich sagen, dass es beim Design und beim Personal nichts zu bemängeln gibt. Allerdings ist die Speisekarte, wenn man sie so nennen kann, aus meiner Sicht ein rechter Fehlgriff. Das Angebot an Speisen und normalen Getränken ist zu klein und die Snacks sowie die Getränke sind für die gebotenen Gefässgrössen und die gebotene Qualität aus meiner Sicht zu teuer. Das Fehlen eines richtigen Bieres ist aus meiner Sicht ein schwerer Verlust.


caboruivo erstellte ebenfalls schon einen separaten Bericht auf seiner Webseite: http://caboruivo.ch/2013/11/24/der-starbucks-wagen-der-sbb-im-test/


Via Konolfingen-Wolhusen-Luzern-Goldau-Rapperswil ging es dann für uns/mich wieder nach Hause. Damit war dann der Ausflug auch wieder beendet.


Ich hoffe, mein Bericht hat auch gefallen. Bei Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Danke

KBD_1880, Sonntag, 24.11.2013, 21:51 (vor 4543 Tagen) @ Twindexx

Auch wenn ich wohl nie Kunde der Wagen sein werde; schöner Bericht, klasse.

Keine Landessprache

RhBDirk, Sonntag, 24.11.2013, 22:06 (vor 4543 Tagen) @ Twindexx

Danke für euren Test.

Erschreckend ist vor allem, dass alles ausschliesslich auf Englisch angeschrieben ist. Die deutschen Worte lassen sich an einer Hand abzählen. Französische gibts gar keine.

Wein ist auch keiner im Angebot.
Naja, dazu fehlen ja auch die entsprechenden Speisen ;-)

Die Inneneinrichtung ist schick. Da gibts nix zu rütteln.

Aber wie man bei den Restautantbildern sehen kann, haben alle nur an einem Kaffee genippelt. Gespeist, hat dem Anschein nach, bis auf euch, dort keiner.

Keine Landessprache

KBD_1880, Sonntag, 24.11.2013, 22:11 (vor 4543 Tagen) @ RhBDirk

English is so cool, it isn't in to speak and write German .

You haven't check the Corporate Identity of Starbucks.
In lots of english and american store they speak English with you because they are very cool guys.


Ja leider wird so gedacht; schande eigentlich.

Keine Landessprache

JanZ, HB, Montag, 25.11.2013, 19:28 (vor 4542 Tagen) @ KBD_1880

English is so cool, it isn't in to speak and write German .

Ich hätte eher gedacht, dass man so vermeidet, das Ganze in mindestens 3 Sprachen anschreiben zu müssen. Der Wagen wird ja sicher nicht nur in der Deutschschweiz eingesetzt.

Keine Getränke für den Nachmittag und Abend

kater_k, BBRN, Sonntag, 24.11.2013, 22:13 (vor 4543 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von kater_k, Sonntag, 24.11.2013, 22:15

Wein ist auch keiner im Angebot.
Naja, dazu fehlen ja auch die entsprechenden Speisen ;-)

Mir würde eher das Bier fehlen, aber zumindest Pils gibts bei der DB ja auch kein ordentliches ;-).

Die Inneneinrichtung ist schick. Da gibts nix zu rütteln.

Aber wie man bei den Restautantbildern sehen kann, haben alle nur an einem Kaffee genippelt. Gespeist, hat dem Anschein nach, bis auf euch, dort keiner.

Jau, meinen Hunger werde ich beim nächsten Besuch in der Schweiz auch eher vor- oder nach der Fahrt im Starbuckswagen (so ich den jemals einen entdecken sollte) stillen. Aber ein bisschen in der Zeitung oder im Buch blättern und dabei an einem der Starbucksdrinks nippen stelle ich mir ganz gemütlich vor.

In jedem Fall finde ich die Experimentierfreudigkeit der Schweizer in Sachen Bahngastronomie toll.

Mikriges Nicht-Kaffee-Angebot

caboruivo, CH, Montag, 25.11.2013, 18:54 (vor 4542 Tagen) @ RhBDirk
bearbeitet von caboruivo, Montag, 25.11.2013, 18:58

Hallo

Die Inneneinrichtung ist schick. Da gibts nix zu rütteln.

DIe Hocker im Unterdeck sind - wie von Twindexx in seinem gut gemachten Bericht erwähnt - nicht gerade ideal bei einer Vollbremsung.


Aber wie man bei den Restautantbildern sehen kann, haben alle nur an einem Kaffee genippelt. Gespeist, hat dem Anschein nach, bis auf euch, dort keiner.

Amüsant war die Szene, wo das Personal einem älteren Ehepaar erklären musste, wieso jetzt nicht ein "normaler" Speisewagen im Zug ist und die Auswahl für Nicht-Kaffeetrinker im Vergleich zu diesen geringer ausfällt.
Immerhin steht ein Café Creme auf der Karte, der riesige Bestelltext eines "Grande Whatever Milkshake Chocolate Strawberry Frappucino" oder so ähnlich entfällt.

Im bereits von Twindexx erwähnten Artikel meinerseits gibt's noch ein kleines Video vom Rundgang zu finden (sorry für die Kameraführung, ich durfte nicht zu offensichtlich filmen ;-)) Ein Paar Fotos habe ich noch hier hinzugefügt.

Gruss

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

Steffen, Sonntag, 24.11.2013, 22:50 (vor 4543 Tagen) @ Twindexx

Danke fürs Testen :)

Die Penne sehen lecker aus, Deine Suppe weniger. Dafür macht der Salat wieder Appetit - wie hat der denn geschmeckt? Das hast Du uns verschwiegen. Oder war das Absicht? ;)

Meinst Du, eine Mischung aus Starbuckswagen und SBB-Speisewagen im Fuhrpark kommt gut an? Denn so hat man ja keinen Verlass, z.B. ob man sein Feierabendbierchen bekommt oder nicht. Schadet das nicht der Bordgastronomie allgemein?

--
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Testbericht: Starbucks im Zug.

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 24.11.2013, 23:10 (vor 4543 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von Twindexx, Sonntag, 24.11.2013, 23:11

Hoi,

Die Penne sehen lecker aus, Deine Suppe weniger.

Es war halt eine mittelprächtige Suppe. Ich werde sie nicht unbedingt wieder nehmen, wenn ich die Wahl hätte, falls das deine Frage beantwortet.
Beides kommt schnell aus dem Mikrowellen-Ofen. Auch bei der Penne sollte man also nicht die Qualität des SBB-Speisewagens erwarten.

Dafür macht der Salat wieder Appetit - wie hat der denn geschmeckt? Das hast Du uns verschwiegen. Oder war das Absicht? ;)

Nein, das war keine Absicht. Der Salat hat zusammen mit dem Sweet-Chili-Dressing noch ganz gut geschmeckt. Das war dann doch ein kleiner Lichtblick. Die Auswahl ist meiner Meinung nach trotzdem zu gering.

Meinst Du, eine Mischung aus Starbuckswagen und SBB-Speisewagen im Fuhrpark kommt gut an? Denn so hat man ja keinen Verlass, z.B. ob man sein Feierabendbierchen bekommt oder nicht.

Wenn man nicht explizit in den Fahrplan schaut ( sbb.ch/starbucks ), dann kann man schon mal dumm aus der Wäsche schauen. Ich weiss, wann das Ding wo ist, das wissen die meisten aber nicht. Fehlende Kontinuität kann zu einem Problem werden, denn wenn die Kunden vorher nicht sicher wissen, ob oder was sie überhaupt bekommen, sind die Snacks am Bahnhofskiosk schnell mal gekauft.

Schadet das nicht der Bordgastronomie allgemein?

Das ist schwer zu sagen. Ich sage, dass darüber der Test Aufschluss geben muss. Meines Erachtens besteht diese Möglichkeit durchaus.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Mikrowelle vs. Dampfgarer

ktmb, Montag, 25.11.2013, 21:20 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

Ich dachte, beide Geräte erwärmen die Speisen. Ist der Unterschied so deutlich "schmeckbar"?
Grüße

Mikrowelle vs. Dampfgarer

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 26.11.2013, 15:56 (vor 4541 Tagen) @ ktmb

Hoi,

Ich dachte, beide Geräte erwärmen die Speisen. Ist der Unterschied so deutlich "schmeckbar"?

Ein Steamer gart das Essen fertig, es ist also vorher noch nicht fertig gekocht, was es dann natürlich deutlich frischer macht. Eine Mikrowelle kann nur schon mal fertig gekochtes erwärmen. Diesen Unterschied schmeckt man. Es ist eben ein Unterschied, ob man schon lange vorher gekochtes erwärmt oder wenn es erst vor Ort fertig gekocht wird.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Mikrowelle vs. Dampfgarer Praxis im Zug?

ktmb, Dienstag, 26.08.2014, 20:32 (vor 4268 Tagen) @ Twindexx

Wie funktioniert das dann in der Praxis?
Alle Komponenten werden erhitzt/gegart und dann auf dem Teller angerichtet?
Es muss doch schon teilweise vorgegart sein, oder kommt alles aus Tiefkühltruhe?
Herzliche Grüße

Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

caboruivo, CH, Montag, 25.11.2013, 13:45 (vor 4542 Tagen) @ Steffen

Hallo

Der Mittester meldet sich nun auch zu Wort... Ich habe nichts hinzuzufügen.


Die Penne sehen lecker aus,

Sie haben besser ausgesehen, als sie es waren. Dass die Speise aus der Mikrowelle kam, war deutlich spürbar.


Meinst Du, eine Mischung aus Starbuckswagen und SBB-Speisewagen im Fuhrpark kommt gut an? Denn so hat man ja keinen Verlass, z.B. ob man sein Feierabendbierchen bekommt oder nicht. Schadet das nicht der Bordgastronomie allgemein?

Ich persönlich sähe gute Chancen, Starbucks den Bistrobereich betreiben zu lassen, aber im richtigen Restaurant haben sie nichts zu suchen. Das Problem hier wäre aber, dass sich Starbucks und elvetino die Infrastruktur zur Zubereitung teilen müssten. Aber auf ausschliesslich von Starbucks betriebene Wagen könnte man meines Erachtens verzichten. Dann wäre auch die Diskussion über das nicht vorhandene Bier hinfällig, es wäre dann wenigstens im Obergeschoss erhältlich.

Zuerst sollen die SBB aber mal die verbliebenen Bistrowagen zu Speisewagen umbauen.

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Testbericht: Starbucks im Zug. Und die Kosten?

br752, Sonntag, 24.11.2013, 23:10 (vor 4543 Tagen) @ Twindexx

Hallo Twindexx,

viele Dank fuer den schoenen Bericht.
Da wir gelesen haben, dass die Getraenke doch arg teuer sind und ihr augfrund der kleinen Portionen nachbestellt habt, wuerde ich gerne wissen ab welchem CHF Betrag ihr sozusagen "satt" gewesen seit. ;-)


BR752

Testbericht: Starbucks im Zug. Und die Kosten?

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 24.11.2013, 23:20 (vor 4543 Tagen) @ br752

Hoi,

Da wir gelesen haben, dass die Getraenke doch arg teuer sind und ihr augfrund der kleinen Portionen nachbestellt habt, wuerde ich gerne wissen ab welchem CHF Betrag ihr sozusagen "satt" gewesen seit. ;-)

Die "grosse" Mahlzeit zusammen mit dem Salat würde ich als ausreichend ansehen. Dazu noch ein bis zwei normale Getränke. Die Preise kannst du dir nun etwa aus der Speisekarte rauslesen und etwas Trinkgeld draufrechnen (im am Platz bedienten Obderdeck ist Trinkgeld schon angebracht, auch wegen des bei unserem Test netten Personals; im Unterdeck zum selbst an der Theke abholen kam für mich ein Trinkgeld nicht in Frage).

Preislich kommt man zum satt werden etwa gleich wie mit den grossen Menüs im SBB-Speisewagen weg. Hier gewinnt dann aber der SBB-Speisewagen mit besserer Qualität.

Der erste Happen im Take-Away war noch ziemlich am Anfang der Reise. Im Oberdeck begannen wir erst ab Zürich HB zu essen. Von St. Gallen nach Bern ist man immerhin zwei Stunden und 17 Minuten unterwegs.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Testbericht: Starbucks im Zug. Und die Kosten?

moonglum, Hagen, Montag, 25.11.2013, 08:15 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

Nachgefragt:

WARME GERICHTE KOMMEN NUN EXPLIZIT AUS DER MIKROWELLE
UND NICHT AUS DEM DAMPFGAROFEN?

Wird Kaffee/Tee/Getränk in Pappe/Plastik oder in Porzellan/Glas serviert?

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

So wie ich es rausgelesen habe...

Matze86, München, Montag, 25.11.2013, 11:20 (vor 4542 Tagen) @ moonglum

Nachgefragt:

WARME GERICHTE KOMMEN NUN EXPLIZIT AUS DER MIKROWELLE
UND NICHT AUS DEM DAMPFGAROFEN?

Richtig.


Wird Kaffee/Tee/Getränk in Pappe/Plastik oder in Porzellan/Glas serviert?

Pappe...

So wie ich es rausgelesen habe...

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 25.11.2013, 19:40 (vor 4542 Tagen) @ Matze86
bearbeitet von Twindexx, Montag, 25.11.2013, 19:41

Hoi,

Ja, das stimmt so.

Nachgefragt:

WARME GERICHTE KOMMEN NUN EXPLIZIT AUS DER MIKROWELLE
UND NICHT AUS DEM DAMPFGAROFEN?

Richtig.


Wird Kaffee/Tee/Getränk in Pappe/Plastik oder in Porzellan/Glas serviert?


Pappe...

...oder Plastik wie beim Möhl-Shorley.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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So wie ich es rausgelesen habe...

moonglum, Hagen, Montag, 25.11.2013, 20:52 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

Och nö.....
selbst in Restaurant gibt es Pappbecher für den teuren Kaffee??????

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

https://adobe.ly/2PMZyEV

So wie ich es rausgelesen habe...

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 26.11.2013, 15:59 (vor 4541 Tagen) @ moonglum

Hoi,

Och nö.....
selbst in Restaurant gibt es Pappbecher für den teuren Kaffee??????

Ja, leider...


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

moonglum, Hagen, Montag, 25.11.2013, 07:47 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

Super, danke

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
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Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Montag, 25.11.2013, 08:26 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

Der Bericht ist erstklassig. Dafuer zuerst einmal vielen Dank. Er bestaetigt bis zu einem Grade meine Vermutung, dass das Konzept zu wuenschen uebrig laesst. Aehnlich wie moonglum gibt es fuer mich nichts besseres, als bei einem guten Wein und guten Speisen im Speisewagen "den Herrgott einen guten Mann sein lassen". Das darf dann auch etwas kosten. Aber das Preis/Leistungsverhaeltnis muss trotzdem stimmen. Von daher:
- Einrichtung ist gediegen, wenn auch die Tische oben groesser sein koennten.
- Das Getraenkeangebot reicht fuer ein Stehcafe, aber niemals fuer ein bedientes Restaurant. Gerade in der Schweiz haette ich doch eine Flasche Dole erwartet...
- Das Speiseangebot ist sozusagen nur fuer Zuckerliebhaber oder Anhaenger von Naschereien.

Fazit: als Stehcafe (unten) lasse ich mir soetwas gefallen (der Biermangel ist trotzdem auch dort ein Manko). Oben ins bediente Restaurant haette man Starbucks nicht reinlassen duerfen.

Ein Speisewagen ohne Wein ist wie ein Fisch ohne Velo/Fahrrad. Kurz: Abstrus.

Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

moonglum, Hagen, Montag, 25.11.2013, 10:42 (vor 4542 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Ganz meine Meinung, aber Probieren, Testen und in der Realität ausprobieren ist natürlich auch immer gut. Es sind zwei Wagen, was soll's....

Mal überlegen:

Jungs, ich lad Euch auf ein Bier ein!
Fehlanzeige!

Herr Dr. Meier, darf ich Sie auf ein Glas Rotwein und etwas Käse auf dem Heimweg einladen?
Fehlanzeige!

Hey Schatz, sollen wir 'ne Cola trinken gehen?
Fehlanzeige!

Lisbeth, ich schlage vor, wir dinieren auf dem Weg nach Bern, dann können wir direkt ins Museum. Gern mein lieber Urs, die haben doch immer so hervorragendes Zürcher Geschnetzeltes.
Fehlanzeige!

Ey weisse schon das Neueste? Starbucks hat jetzt nen Laden im Zug aufgemacht.
Echt?
Ja geil was, der Mäckes hat es ja auch mal versucht, war aber nix. Überall rochs nach Fett und Pommes.
Cool, dann können wir ja auf der Fahrt nach Zürich zur Uni nen Cappu trinken.
VOLLTREFFER!

--
Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

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Merci!

Matze86, München, Montag, 25.11.2013, 11:21 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

- kein Text -

Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

GUM, Montag, 25.11.2013, 12:52 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

Hallo zusammen,

Zum Anfang ein wenig zum einstimmen ein aktueller Zeitungsbericht: http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/kaffeekette-starbucks-will-weitere-zugcafe...

Die Deutsche Bahn beobachtet das Experiment der Schweizerischen BundesBahnen SBB mit Interesse. Man werde sich mit den Kollegen der SBB „natürlich zu den Erfahrungen mit dem Pilotprojekt Starbucks austauschen“, sagt eine Bahn-Sprecherin der WirtschaftsWoche.


Und damit ihr auch alle wisst, was euch da drin im Falle eines Falles erwartet, folgt hier nun ein Testbericht.

[...] >

Das folgende ist nun die warme Tomaten-Mozzarella-Focaccia für 9.50 CHF:

[image]

Sie schmeckt zwar recht gut, ist aber im Bezug zur Menge für meinen Geschmack zu teuer. Die Focaccia wurde in einem kleinen Ofen erwärmt.

Übrigens gut zu sehen am Deckel des Bechers, dass die Handhabung der Getränke nicht ganz einfach ist, wenn man den Deckel abmachen will. Bei mir wollte zuerst der gesamte Schlagrahm am Deckel haften bleiben und die Flüssigkeit allein im Becher zurücklassen.

[...]

Das Personal war allgemein sehr nett und recht auskunftsfreudig. Auffällig war, dass vier Personen gleichzeitig am arbeiten waren, zwei unten und zwei oben. Das ist mehr Personal als sonst im SBB-WR. Zusätzlich kommen noch die Mitarbeiter mit der Minibar, die durch den Zug fährt.

[...]

Ich hoffe, mein Bericht hat auch gefallen. Bei Fragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung.


Grüsse aus der Ostschweiz.

Was für ein wunderbarer Bericht, vielen Dank dafür.

Das Beispiel Starbucks wird ja in der Wirtschaftswissenschaft immer mal wieder als Blaupause dafür gezeigt, wie ein Unternehmen durch Qualitätsorientierung und einen starken Claim eine enorme Performance erreichen kann. In den USA war es wohl eines der ersten Unternehmen, die nicht mehr den Kaffee aus der N-Liter Kanne ausschenkten, sondern den Kunden eine ungeheure Menge an Auswahlmöglichkeiten gab.

Deshalb meine drei Fragen dazu:
+ Haben denn die Kunden dieses ersten Tages viele aromatisierte Kaffees bestellt? Was sagten sie zu dem Geschmack?

+ Mich würde die Focaccia mal näher interessieren: Die Füllung ist mir schon klar, aber der Teig erinnert schon *sehr* an einen Teig, wie er auch beim McToast verwendet wird.

Kleinerer Toast mit ähnlichem Teig

Wo ist also der Mehrwert bei einem Verkaufspreis von beinahe 9,40 D-Mark?

Ansonsten stimme ich voll zu: Tolles Design und auch sehr hell im Obergeschoß.

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Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

SunshineMouse, Montag, 25.11.2013, 13:52 (vor 4542 Tagen) @ GUM

Danke für den ausführlichen Testbericht mit den vielen Bildern. Das Design der Sitzmöglichkeiten im Obergeschoss fand ich schön und ansprechend.

Alles andere eher negativ, insbesondere Einwegbecher (geht nicht nur aus Umweltgründen nicht), sondern ist auch vom Gefühl her minderwertig und passt wenn überhaupt zu Fastfood-Gastronomie. Die starke Nutzung der englischen Sprache (ohne gleichstarke Nutzung von (Deutsch / Französisch / Italienisch) passt für mich nicht in einen Schweizer / Europäischen Zug, der auf dem Festland verkehrt. Das grenzt fasst schon an Ausgrenzung diverser Bevölkerungsgruppen...

Auch das kein Bier oder Wein im Restaurant verkauft wird, verstehe ich nicht gerade als Kundenservice, trägt sicherlich auch nicht zur Zufriedenheit von Gästen bei.

Nicht Starbucks-(Stamm-)kunden werden sich dort (mit Blick auf die Speise- und Getränkekarte) wohl nicht wohl fühlen, wenn diese die Vorzüge der sehr guten SBB / Elvetino Speise- und Getränkekarte kennen.

Alleine schon wenn man das Angebot in der Theorie vergleicht, hier SBB / Elvetino:

"Alle Gerichte werden aus qualitativ hochwertigen, vorwiegend Schweizer Produkten hergestellt. So stammen beispielsweise sämtliches Fleisch und Fleischwaren aus der Schweiz. Auserlesene Schweizer Weine, Bier und Softgetränke finden Sie ebenfalls in der Speisekarte."

Dreisprachige Speise- und GetränkekarteMenü SBB mit transparenter Deklarierung von Allergenen. Zudem qualitativ hochwertige, vorwiegend Schweizer Produkte statt Starbucks Einheitsbrei, nicht zu vergessen die Möglichkeit der Sitzplatzreservierung im SBB Bordrestaurant etc.

Sehr interessant ist übrigens auch, dass bereits die Getränkepreise im Take-Away gleich oder oftmals deutlich über denen des bisherigen SBB / Elventino Angebot liegen und das obwohl ausschließlich die Getränke in minderwertigen Pappbechern statt richtigen Gläsern und Tassen angeboten werden.

Ich hoffe, dass entweder massiv in die Qualität des Angebots investiert wird oder noch besser dieser Projekt genauso schnell wieder verschwindet, wie es aufgenommen wurde. Für mich ist es ein Schritt in die falsche Richtung, alle Starbucks Anhänger haben ja an vielen SBB Bahnhöfen oder in Schweizer Städten zur Genüge Möglichkeit eine weltweite Kette ohne lokale Verankerung zu nutzen...

Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

moonglum, Hagen, Montag, 25.11.2013, 13:57 (vor 4542 Tagen) @ SunshineMouse

bravo!!!!

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Schöne Grüße aus den EC 6/7/8/9,
wo es Wein in Karaffen, keine Mikrowelle und kein in Schüsseln gepamptes Essen gibt.

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Testbericht: Starbucks im Zug.

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 25.11.2013, 19:32 (vor 4542 Tagen) @ GUM

Hoi,

+ Haben denn die Kunden dieses ersten Tages viele aromatisierte Kaffees bestellt? Was sagten sie zu dem Geschmack?

Es wurden ein paar Getränke bestellt, wsa genau das aber jeweils war, kann ich nicht sagen. Wir waren aber offenbar die einzigen, die was gegessen hatten.

+ Mich würde die Focaccia mal näher interessieren: Die Füllung ist mir schon klar, aber der Teig erinnert schon *sehr* an einen Teig, wie er auch beim McToast verwendet wird.

Es war schon eine richtige Focaccia, aber der Preis stimmte halt meines Erachtens für die Menge nicht.

Wo ist also der Mehrwert bei einem Verkaufspreis von beinahe 9,40 D-Mark?

Dass es von Starbucks verkauft wurde? - Ehrlich, ich kann es dir nicht sagen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
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Der SBB FV-Dosto.

Danke für das Update *owT*

GUM, Dienstag, 26.11.2013, 10:13 (vor 4541 Tagen) @ Twindexx

- kein Text -

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
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Vielen Dank!

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Montag, 25.11.2013, 13:12 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

Moin,

danke für den umfassenden Bericht. Wie das Experiment wohl ausgeht ohne der gewohnten Speisekarte und ohne Bier (das man eigentlich gerade im Zug konsumieren kann, fahren braucht man mit etwas Glück nicht mehr selbst)? Wir werden sehen.

Freundliche Grüße,

Dirk

Testbericht: Starbucks im Zug. (m.26B.)

Frank Augsburg, Ansbach, Montag, 25.11.2013, 13:20 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

Servus zusammen,

danke für den Bericht. Der ist auf jeden Fall eine Animation, es Euch beim nächsten Schweiz- Aufenthalt nachzumachen.

Beste Grüße
Frank

--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."

(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)

kein Bier, keine Cola

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Montag, 25.11.2013, 18:51 (vor 4542 Tagen) @ Twindexx

"...Man erklärte uns dies so, dass Starbucks keine Lizenz für den Verkauf von alkoholischen Getränken hat. Wer ein Bier geniessen möchte, ist nun auf die reduzierte Auswahl in der Minibar angewiesen, welche ihre Produkte aber nicht im Restaurant verkaufen darf..."

Hmmm? Wieso lässt man sich denn eine Lizenz andrehen, nach der man kein Bier und keine Cola verkaufen darf? Oder will man das selber nicht im Speisewagen haben, weil es schlicht nicht zum Markenauftritt/zur Unternehmensphilosophie der STARBUCKS passt? Ich vermute der Schuß kommt eher aus dieser Richtung. Wird die Minibar mit Bier/Cola denn auch von denen betrieben?

Gruß
Olaf

kein Bier, keine Cola

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 25.11.2013, 19:39 (vor 4542 Tagen) @ Alibizugpaar

Hoi,

Hmmm? Wieso lässt man sich denn eine Lizenz andrehen, nach der man kein Bier und keine Cola verkaufen darf? Oder will man das selber nicht im Speisewagen haben, weil es schlicht nicht zum Markenauftritt/zur Unternehmensphilosophie der STARBUCKS passt? Ich vermute der Schuß kommt eher aus dieser Richtung. Wird die Minibar mit Bier/Cola denn auch von denen betrieben?

Betreiber ist Elvetino, die hier als Franchisenehmer von Starbucks tätig sind. Das Personal ist bei Elvetino angestellt, arbeitet aber komplett in Starbucks-Bekleidung. Elvetino hätte bekanntlich die volle Lizenz zum Verkauf alkoholischer Getränke. Man wollte aber die Starbucks- und Elvetino-Lizenzen nicht mischen, weshalb der Starbuckswagen ausschliesslich unter Starbucks-Lizenz läuft. Die Minibar tritt als normale SBB-Minibar auf, nur die Kaffeemaschine lässt statt Lavazza eine Starbucksbrühe raus. Der Minibar-Mitarbeiter hat auch eine normale Elvetino-Kleidung an.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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kein Bier, keine Cola - schön so!

Henrik, Montag, 25.11.2013, 23:49 (vor 4542 Tagen) @ Alibizugpaar

"...Man erklärte uns dies so, dass Starbucks keine Lizenz für den Verkauf von alkoholischen Getränken hat. Wer ein Bier genießen möchte, ist nun auf die reduzierte Auswahl in der Minibar angewiesen, welche ihre Produkte aber nicht im Restaurant verkaufen darf..."

Hmmm? Wieso lässt man sich denn eine Lizenz andrehen, nach der man kein Bier und keine Cola verkaufen darf? Oder will man das selber nicht im Speisewagen haben, weil es schlicht nicht zum Markenauftritt/zur Unternehmensphilosophie der STARBUCKS passt? Ich vermute der Schuss kommt eher aus dieser Richtung.

eben.
Ein Bier in einem Café - noch dazu im Starbucks.. lustige Vorstellung.
Das sprengt ja gar noch das Bier bei McDonalds.

Mit Cola verhält es sich natürlich ähnlich.

Feierabendbier.. sollte eh verboten werden!
Wäre was fürs 2017 Wahlprogramm der Bevormundungs-Grünen - IM Notar freut sich schon.

Ein Bordrestaurant und -Bistro ohne Bier und Cola - das ist sehr fortschrittlich, schön so!

Das Ambiente & Personal ist sehr schön, eben typisch Starbucks.

Kein Venti - lediglich zwei Größen, das ist ungewohnt.
und die schönen Becher fehlen, auch an dieser Stelle ungewohnt - wo sollte man denn hinlaufen?

Das Essen ist eh nebensächlich und damit ebenso typisch.
Wer isst denn schon bei Starbucks?

Die Preise waren auch zu erwarten - Starbucks eben.

kein Bier, keine Cola - nicht schön!

Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 26.11.2013, 16:10 (vor 4541 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Twindexx, Dienstag, 26.11.2013, 16:11

Hoi,

Ein Bier in einem Café - noch dazu im Starbucks.. lustige Vorstellung.

Es ist kein Café, es ist Bahngastronomie. Klar kommt niemand auf die Idee, in einem Café eine Cola oder ein Bier zu verlangen. Aber im Zug wird das verlangt, egal ob das nun von Elvetino, Starbucks oder dem Krümelmonster betrieben wird.

Wer isst denn schon bei Starbucks?

Niemand, aber wer isst im Zug? Einige!


Fazit:
Bahngastronomie hat andere Anforderungen ans Sortiment, welche man erfüllen sollte. Dazu gehören auch Speisen, Bier, Cola, Rivella oder anderes was es in einem stationären Starbucks natürlich zu Recht nicht gibt.

McDonalds auf Schienen ist auch eingegangen, weil sie einiges, was die Kundschaft in einem Speisewagen vorfinden will, nicht angeboten hatten. Gleiches gilt für Coop.
Die Käsespezialitäten-Speisewagen waren zwar beliebt, aber dem privaten Betreiber ging die Rechnung finanziell nicht auf.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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