Rostocks Hauptbahnhof (40 Bilder), Teil 1 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 17.11.2013, 06:04 (vor 4523 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Sonntag, 17.11.2013, 06:04

Moin,

zum letzten Novembersonntag beenden wir unsere Reise entlang der Küste in Rostock. Wir beginnen mit der Übersicht zur Eisenbahngeschichte. Ich entnehme die Daten überwiegend dem Buch 150 Jahre Eisenbahn in Rostock von Lothar Schultz, Peter Wilhelm und Klaus Pfafferott (Stuttgart 2000).


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Der große Tag war der 13. Mai 1850. Von Schwerin her erreichte der erste Zug die Hansestadt an der Warnow. Der dortige Bahnhof (direkt am Südrand der Altstadt, der Straßenname Bahnhofstraße erinnert daran) und später auch die Eisenbahngesellschaft hießen nach Friedrich Franz dem Zweiten, seines Zeichens Großherzog von Mecklenburg.

Diese Strecke mußte bis ins Jahr 1883 reichen: Am 27. Juli wurde die Strecke nach Bad Doberan eröffnet, am 22. Dezember folgte des Westbahnitt nach Wismar.

1886 kam die direkte Eisenbahnverbindung mit Berlin zustande. Am 1. Juni wurde die Lloydbahn von Neustrelitz (dort zweigt sie von der Berliner Nordbahn ab) eröffnet und einen Monat später nach Warnemünde verlängert. Der als Kopfbahnhof angelegte Friedrich-Franz-Bahnhof war für die Gesellschaft ungeeignet, sie erbaute daher einen eigenen Bahnhof, den Lloydbahnhof tief im Süden der Stadt.

Am 1. Juli 1889 kam die Strecke nach Ribnitz an der Grenze zu Pommern dazu. Von dort bestand bereits seit dem 1. Juli 1888 eine Strecke nach Stralsund. 1925 folgte die in Rövershagen von der Stralsunder Strecke abzweigende Bäderbahn nach Graal-Müritz.

Fast komplett war das Eisenbahnnetz in Rostock am 16. November 1895 mit der Bahnstrecke nach Tribsees. Heute ist die in Sanitz abzweigende einstige Zweigstrecke nach Tessin noch in Betrieb, die Verbindung nach Tribsees wurde nach 1945 demontiert und nicht wieder aufgebaut.

Am 1. März 1890 ging die bisher durch eine eigene Gesellschaft betriebene Lloydbahn an die Friedrich-Franz-Eisenbahn über. Dadurch entwickelte sich eine Bahnhofdiskussion, die zum 1. Oktober 1896 in der Umbenennung des Lloydbahnhofs in Central-Bahnhof führte. Um das Jahr 1900 herum wurde der Bahnhof dafür umgebaut, sein heutiges Bild stammt in den Grundzügen aus dieser Zeit.

Der alte Friedrich-Franz-Bahnhof diente fortan nur noch den Zügen Richtung Stralsund. 1905 wurden auch diese in den Hauptbahnhof eingeführt, bis zur Stillegung 1996 diente der Bahnhof dem Güterverkehr. Eine probeweise Verlängerung der S-Bahnen hierher erfolgte 1994, kam aber nicht dauerhaft zustande. Empfangsgebäude und Güterschuppen sind mittlerweile anderen Zwecken zugeführt, die Gleisanlagen ab- und überbaut. Ich habe den Bahnhof nicht besucht, auf ostseestrecke.de gibt es unten eine Bildergalerie.

Die Hauptstrecken um Rostock wurden zwischen 1985 und 1991 elektrifiziert, nur die Strecken nach Wismar und Tessin werden mit Dieseltriebwagen befahren.

In den Jahren 1999 bis 2003 wurde der Bahnhof komplett umgebaut, neben einem Nebenempfangsgebäude zur Südstadt ist besonders der Straßenbahntunnel mit der einzigen unterirdischen Straßenbahnhaltestelle Mecklenburgs zu erwähnen.

Auch eine Streckeneinstellung ist zu vermelden: Zum 9. Dezember 2012 endete der S-Bahn-Verkehr zum Überseehafen. Seit 1959 wurde er im Reiseverkehr bedient. Anfangs nur für Werktätige, bestand zuletzt ein Stundentakt, der aber leider weitab des Fähranlegers endete.


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Kommen wir zum Verkehrsgeschehen und beginnen wir bei der S-Bahn. Es verkehren drei Linien, die S 1 nach Warnemünde, die S 2 und die S 3 nach Güstrow (die eine linksrum über Lüssow, die andere rechtsherum). Sie befindet sich derzeit in Umstellung von Doppelstockwagen der Reichsbahnbauart auf elektrische Triebwagen der Hamsterklasse. Ungewohnt ist der Takt nach Warnemünde, man fährt teilweise alle siebeneinhalb Minuten.

Von einem solchen Fahrplan können die drei Eilzuglinien nur träumen: Nach Hamburg und Berlin fahren moderne Doppelstockwagen mit Elloks der Baureihen 112/114 - nach Hamburg sollen es planmäßig 120er sein. Nach Stralsund fahren die bislang einzigen DB-Flirts, alle alle zwei Stunden. Stündlich fahren die Bummelzüge nach Graal-Müritz, ins wohl keinerlei Italianità versprühende Tessin und nach Wismar. Die Strecken sind fest in der Hand von Desiros, auch sie rot.

Recht selten ist Fernverkehr. Am häufigsten auf der Ost-West-Achse Stralsund - Hamburg. Hier verkehren ICs, teilweise bis Rügen. Von Hamburg aus setzt die Mehrheit ihre Reise südwärts fort (Hannover - Frankfurt), ein paar sorgen für eine umsteigefreie Reise Rügen - Ruhrgebiet. Einmal täglich fährt ein ICE nach Berlin und München und einmal täglich der Interconnex (er ist mittlerweile Rostocks einziger Nicht-DB-Reisezug) durch die Hauptstadt nach Leipzig. Saisonal gibt es einen Intercity über Magdeburg nach Leipzig. Die Nord-Süd-Züge beginnen/enden meistens in Warnemünde.

Ich besuchte Rostocks Hauptbahnhof das erste Mal am 21. Juni 2012. Ein zweiter Besuch erfolgte am 2. August 2013 bei tropischer Hitze. In meinen Augen ist der Bahnhof wenig fotogen, aber wat mutt, dat mutt - und so schlimm ist er dann auch wieder nicht.


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1 Das ist der Bahnhofsplatz. Benannt nach einem ehemaligen Kölner Oberbürgermeister, Herrn Adenauer.


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2 Einmal umgedreht. Kurz vor zehn liegt das Empfangsgebäude noch im Licht. Mit Göteborg, diesem Jungspund, der altehrwürdigen Wahlheimat Adams und einer Wohnsiedlung an einem Fluß sehen wir drei Partnerstädte Rostocks banklich verewigt.


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3 Nochmal umgedreht sehen wir nochmals einen Bezug zur Wesermetropole. Es war Albert von Buxhoeveden, der anno 1201 eine Stadt kurz vor der Mündung der Düna gründete. Dahinter ein paar Schaukeln.


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4 Seitliche Ansicht, hinten die ehemalige Verwaltung der Lloydbahn.


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5 Innenansicht. Die Fußbodenreinigungsmaschinenversteckfahrplanwand ist neu.


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6 Nicht nur die.


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7 Vorbei an der Information...


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8 ...ein Blick zurück...


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9 ...nach links unten...


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10 ...noch tiefer...


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11 ...zwischendurch runtergucken...


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12 ...geht's nicht.


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13 Die Straßenbahnhaltestelle. Wie es sich gehört mit Haltestellenschild.


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14 Eine dazugehörige Stadt gibt es auch. Wagen 661 fährt zu Tisch. 11:30 Uhr, das paßt.
(Kann das sein, daß mein Rechner die Exif-Daten bei der Winterzeitumstellung mitnimmt? Im Sommer stimmten die Zeiten doch!?!)


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15 Zurück im Bahnhof.


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16 Erinnerungstafel.


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17 Der Pavillon am Südausgang.


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18 Pavillon?


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19 Egal, hier mit Stadtbus.


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20 Und zurück.


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Teil 2 folgt sofort.

Rostocks Hauptbahnhof (40 Bilder), Teil 2

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 17.11.2013, 06:04 (vor 4523 Tagen) @ Sören Heise

Denn ein Bahnhof hat auch Bahnsteige, jedenfalls sollte ein Hauptbahnhof welche haben. Da müssen wir uns noch umschauen, bevor wir zu neuen Zielen aufbrechen. Da mache ich es mir einfach, erst die aktuellen Aufnahmen, dann die vom Vorjahr.


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21 Auf dem Mittelbahnsteig steht ein Häuschen. Das wurde 1897 fertig gestellt und beherbergte die Telegrafenstation, Diensträume und gastronomische Einrichtungen in den nach Klassen unterteilten Warteräumen des Bahnhofs Rostock (obiges Buch, S.18). Es scheint früher größer gewesen zu sein.


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22 Manch ein Bahnsteigdach präsentiert sich luftig.


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23 Treppenabgang und Doppelstockwagen einer frühen Modernisierungsstufe.


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24 Nochmal das Mittegebäude. Unterm Glaskasten liegen die Tunnel.


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25 Die nordwärtige Ausfahrt. Der Bahnhof ist mit Hl-Signalen ausgerüstet.


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26 Der Abgang in den Personentunnel.


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27 Aufzugturm.


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28 Nochmals die Nordausfahrt.


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29 Haltetafelparade.


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30 Das Inselgebäude.


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31 Ein überraschender Gast. Es könnte mein letztes Bild einer 110 im Plandienst gewesen sein.


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32 Der Blick geht Richtung Südausfahrt.


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33 Hinterm Bahnhof Plattenbauten.


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34 Reger Betrieb auf dem Mittelbahnsteig.


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35 Der Zug nach Graal-Müritz mit Verstärkerflügelteilzug nach Ribnitz.


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36 Pustekuchen! 642 227 wollte zwei Wochen am Strand liegen, aber nein, der Lokleiter mußte ihn auf die Hafen-S-Bahn schicken.


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37 Ein ausfahrender Intercity.


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38 Die Südausfahrt. Hinterm OLA-Triebwagen (der damals noch über Laage nach Güstrow fuhr) das Zentralstellwerk. Es wurde 1969 fertiggestellt und beherbergte auch die Fernsteuerzentrale für die Strecke bis Waren.


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39 Der Treppenabgang vom Mittelbahnsteig.


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40 20 Jahre lang prägten diese Doppelstocksteuerwagen das Bild der Rostocker S-Bahn.


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Wir steigen ein und fahren nach Warnemünde. Dort sind wir Mittwochabend zu Gast.


Viele Grüße
Sören


PS: Bereits erschienene Bahnhofsportraits sind über den Link in meiner Signatur abrufbar.

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Rostocks Hauptbahnhof (40 Bilder), Teil 1

zweisystemwagen, Sonntag, 17.11.2013, 08:44 (vor 4523 Tagen) @ Sören Heise

Ich besuchte Rostocks Hauptbahnhof das erste Mal am 21. Juni 2012. Ein zweiter Besuch erfolgte am 2. August 2013 bei tropischer Hitze. In meinen Augen ist der Bahnhof wenig fotogen, aber wat mutt, dat mutt - und so schlimm ist er dann auch wieder nicht.

Danke für die Bilder; aber auf mich wirkt er darin doch durchaus ansehnlich :-)

(In Erinnerung habe ich ihn nur noch aus den frühen 90ern.)

Schön, aber nur eingeschränkt praktisch

Holger_HAM, Hamm (Westfalen), Sonntag, 17.11.2013, 08:50 (vor 4523 Tagen) @ zweisystemwagen

Hallo,

Ich besuchte Rostocks Hauptbahnhof das erste Mal am 21. Juni 2012. Ein zweiter Besuch erfolgte am 2. August 2013 bei tropischer Hitze. In meinen Augen ist der Bahnhof wenig fotogen, aber wat mutt, dat mutt - und so schlimm ist er dann auch wieder nicht.


Danke für die Bilder; aber auf mich wirkt er darin doch durchaus ansehnlich :-)

modern durchaus, aber ich habe noch die langen Wege in Erinnerung. Die Treppen waren so lang, dass sie für Radfahrer abschreckend waren (mal eben das Rad zu tragen) und alle auf die Aufzüge warteten. Man kann natürlich nicht beides haben: kurze Treppen und hohe Raumhöhen schließen sich nun einmal aus. Man entschied sich für hohe Räume und verzichtete gleichzeitig auf Rolltreppen. So muss man entweder viel Zeit haben oder sich sportlich betätigen. ;-)

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Viele Grüße aus Hamm in Westfalen,
Holger
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Der bahn.kommfort-Briefkasten. Auch vor Ihrer Haustür!
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Danke und Anmerkungen

ES89, Hamburg / Rostock, Sonntag, 17.11.2013, 12:10 (vor 4522 Tagen) @ Sören Heise

Hallo, vielen Dank für den Bericht meines Heimatbahnhofs!

In der Geschichte des Bahnhofs fehlt noch eine Geschichte: Fernzüge, die den Richtungswechsel im Hauptbahnhof umgingen. Die UeX sparten sich in den 1990er und 2000er Jahren den Halt im Hauptbahnhof und hielten stattdessen in Rostock-Kassebohm (einem Haltepunkt, der noch nicht mal eine ordentliche Busanbindung hat) --> http://www.grahnert.de/fernbahn/datenbank/suche/index.php?fv_suche_fahrplan=Suchen&...

Später wurde den Verantwortlichen das Tourismuspotential von Rostock (inkl. Warnemünde) wohl bewusst, statt in Kassebohm wurde dann doch im Hbf gehalten. Heute fählt der UeX als IC 2422 - IC 2428 über Berlin statt Rostock (siehe z.B. http://www.drehscheibe-online.de/ds_redaktion/anlagen/542-turnus2013-2_3.pdf)

Ich besuchte Rostocks Hauptbahnhof das erste Mal am 21. Juni 2012. Ein zweiter Besuch erfolgte am 2. August 2013 bei tropischer Hitze. In meinen Augen ist der Bahnhof wenig fotogen, aber wat mutt, dat mutt - und so schlimm ist er dann auch wieder nicht.

Er ist nicht außergewöhnlich, wenn ich aber an die Zeiten vor dem Umbau zurückdenke: Der alte, schmale Personentunnel war ein ziemliches Drecksloch. An das alte Innenleben des Bahnhofsgebäudes kann ich mich überhaupt nicht mehr erinnern.

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1 Das ist der Bahnhofsplatz. Benannt nach einem ehemaligen Kölner Oberbürgermeister, Herrn Adenauer.

Typisch 1990er Jahre, der Platz wird bis heute von fast allen als Bahnhofsplatz bezeichnet. Wohl fast zeitgleich zur Umbennung wurden die benachbarten Straßen Wilhelm-Pieck-Ring und Otto-Grotewohl-Ring mit einem neue Namen versehen. Zeiten des politischen Wechsels.

Der Plattenbahn link war früher das Bahnhofshotel, in den 1990er Jahre ersetzt durch ein Intercity-Hotel links des Bahnhofsgebäudes. Wirklich schöner ist das aber nicht.

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2 Einmal umgedreht. Kurz vor zehn liegt das Empfangsgebäude noch im Licht. Mit Göteborg, diesem Jungspund, der altehrwürdigen Wahlheimat Adams und einer Wohnsiedlung an einem Fluß sehen wir drei Partnerstädte Rostocks banklich verewigt.

Den Vorplatz dürften vielen noch so bekannt sein: http://www.bahnbilder.de/bild/deutschland~strassenbahn~rostock/703637/rostock-rsag-sl-1...

Heute ist das allgegenwärtige Drehen der Straßenbahnen verschwunden.

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6 Nicht nur die.

Den Fallblattanzeiger vermisse ich irgendwie auch.

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8 ...ein Blick zurück...

Geradezug die Verkaufseinrichtung der DBAG, links lässt der Interconnex seine Tickets feilbieten.

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Noch ist der Blick in Richtung des Hochhauses frei. Im nächsten Jahrzehnt soll es dann wieder eine Marktplatz-Nordseiten-Bebauung geben. Mal sehen ob die Straßenbahn dann in einem Häusertunnel verschwindet oder durch eine hohle Gasse fahren muss.

17 Der Pavillon am Südausgang.
18 Pavillon?
19 Egal, hier mit Stadtbus.

Die Südseite empfinde ich als den gelungensten Teil der Bahnhofsumbaus. Früher gab es dort nur einen kleinen Eingang ohne Bahnhofsgebäude.

Der Bus fährt planmäßig wohl nur auf der Linie 26. Ansonsten besteht der Busfuhrpark fast nur noch aus Standard-Gelenkbussen.

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21 Auf dem Mittelbahnsteig steht ein Häuschen. Das wurde 1897 fertig gestellt und beherbergte die Telegrafenstation, Diensträume und gastronomische Einrichtungen in den nach Klassen unterteilten Warteräumen des Bahnhofs Rostock (obiges Buch, S.18). Es scheint früher größer gewesen zu sein.

Ja, früher ging es an der Stelle des Glasanbaus noch weiter.

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Gegen Großraum-Zwang im Fernverkehr!
Für zumindest drei Abteile je Wagenklasse!

..etwas OT: touristische Ergänzung zum Verkehrsgeschehen

sukraM, Sonntag, 17.11.2013, 17:02 (vor 4522 Tagen) @ Sören Heise

Kommen wir zum Verkehrsgeschehen

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8 ...ein Blick zurück...

Zum Verkehrsgeschehen eine etwas touristische Ergänzung. Lässt sich im Büro der RSAG (links) "offline" buchen.

"Mit nur einer Fahrkarte reisen Sie vom Hauptbahnhof in Rostock zum Stadtbummel in das dänische Nykøbing bequem mit Bus und Fähre. Und abends entspannt wieder zurück. Ganz einfach mit dem InterCombi-Ticket".

Wobei ich als Landratte die Fährüberfahrt spannender fand als die Stadt Nykøbing, was aber im Auge des Betrachters liegt.

Markus

Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 17.11.2013, 17:58 (vor 4522 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

Danke für die Kommentare.

Zweisystemwagen: Ansehnlich ja, aber er war nicht mein Fall. Keine Ahnung, warum.

Holger: Daß die Treppen so lang sind, ist mir gar nicht aufgefallen. ;-)

ES89: Keine Fundamentalkritik vom Experten, das beruhigt. ;-)
Vielen Dank für die Detailinformationen und über die Nutzung der Umgehungsbahn. Das wußte ich nicht, ansonsten kann ich nicht auf jedes Detail eingehen. Da sind Ergänzungen, wenn es etwas Ungewöhnliches gibt, immer gerne gesehen.
Erstaunlich, daß Du Dich ans Innere nicht mehr erinnern kannst. Da habe ich gerade (vor)gestern drüber egsprochen, ihm geht es so und mir mit Hannover auch.

Adenauer finde ich für die neuen Länder einen ungewöhnlichen Namenspaten. Gewöhnlich hingegen, daß Pieck und Grotewohl verschwanden.

Markus: Danke für den Hinweis. Eine Fähre ist für mich nichts besonderes. Diesen neuen Handelsplatz (das dürfte die Übersetzung für Nykøbing bzw. schwedisch Nyköping sein) kenne ich nicht näher. Wenn's eine typische dänische Kleinstadt ohne besondere Höhepunkt ist, wird der Ort zwar ganz nett sein, aber nichts, was einen vom Hocker reißt.


Nicht vom Hocker gerissen hat mich auch der Hauptbahnhof vom nächsten Wochenende (das ist natürlich der letzte Novembersonntag, ich habe den Text heute früh nicht mehr gelesen).


Viele Grüße
Sören

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Sammelantwort

ES89, Hamburg / Rostock, Sonntag, 17.11.2013, 19:36 (vor 4522 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von ES89, Sonntag, 17.11.2013, 19:36

ES89: Keine Fundamentalkritik vom Experten, das beruhigt. ;-)

Der Experte für Bahnhofsportäts bist doch du, mich kann nur meine Kindheits- und Jugenderinnerungen bieten ;-)

Erstaunlich, daß Du Dich ans Innere nicht mehr erinnern kannst. Da habe ich gerade (vor)gestern drüber egsprochen, ihm geht es so und mir mit Hannover auch.

Wir wohnten in der Südstadt, daher wurde der Bahnhofstunnel fast immer von der Südseite betreten.

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Rostocks Hauptbahnhof (40 Bilder), Teil 1

Tw 17, Montag, 18.11.2013, 19:24 (vor 4521 Tagen) @ Sören Heise

Endlich gefunden... Der Beitrag ist aber wieder schnell nach unten gerutscht. Liegt wohl an den ganzen Rätseln...
(Bin übrigens auch gegen eine Trennung, obwohl ich sowieso nur die Komplettübersicht nehme)

Danke für dieses schöne Bahnhofsporträt von einem meiner Lieblingsbahnhöfe!

Er ist unter anderem mit Erfurt meiner Meinung nach ein gutes Beispiel für eine schöne Sanierung eines Bahnhofes und vorallem der Verknüpfung von Eisenbahn und ÖPNV. Allerdings wie Holger_HAM bereits anspricht könnte er ein paar Rolltreppen gebrauchen.

Ich hab Rostock im Jahr 2011 von Kühlungsborn aus, das erste Mal, besucht. Und seitdem war ich jedes Jahr dort. 2014 sicher auch wieder.

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Bei Dämmerung. Das Nachtbild, wie es in Wikipedia ist, hab ich bis jetzt noch nicht geschafft... :D

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Ich hab sogar ne Innenaufnahme, weil es mir so gut gefallen hat...

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Ob sie 2014 auch noch verkehren?

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Schöne Loks kommen mit ungewöhnlichen Leistungen auch nach Rostock. Ist der 120-Einsatz auf dem Hanseexpress eigentlich schon wieder beendet?

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Am Südausgang befindet sich der Küstenbus-Busbahnhof. Von dort geht es unter anderem nach Kühlungsborn

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Ich finde, ein Tatra gehört wie ein Düwag in Westdeutschland einfach zur Stadt und dem Bahnhof dazu ;) Leider passieren sie den Bahnhof nur selten...

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Das hier ist dafür die Regel...

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Und zu guter letzt meine bleibende Erinnerung an den Rostocker Hauptbahnhof dieses Jahr, als ich das ganze Reisezentrum in Beschlag nehme, denn alle Kundenbetreuer stehen an einem Platz und suchen in ihrem Programm die alternative Reservierung für ein ESP Schweden... (Den Bericht dazu gibt es übrigens auch irgendwann mal...)

Freue mich schon auf Warnemünde, wo ich dieses Jahr leider nicht war...

Grüße aus dem von Rostock leider viel zu weit entfernten Heidelberg
Tw 17

Re:

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 19.11.2013, 09:04 (vor 4521 Tagen) @ Tw 17

Moin!

Endlich gefunden... Der Beitrag ist aber wieder schnell nach unten gerutscht.

Ansonsten kurzzeitig die Kategorie Reiseberichte einschalten, dann geht's schneller. Ansonsten nutze auch ich das Gesamtangebot.

Vielen Dank für Deine bildlichen Ergänzungen. Ein paar Besserwissereien.

Die 120.2 fährt, ist aber wohl recht unzuverlässig. Daher sieht man regelmäßig Qualitätsprodukte aus Hennigsdorf.

Küstenbus gibt es nicht mehr, nach der letzten Kreisreform in Mecklenburg (beim nächsten Mal dann kommt die Kreisfreie Stadt Mecklenburg-Vorpommern) sind die Busbetriebe des neuen Kreises zur neuen Firma Rebus fusioniert worden.

Geschmack ist bekanntlich subjektiv, in meinen Augen sind die modernisierten Tatras in Rostock recht häßlich. Aber das Mühlenmotiv ist nett anzusehen. Da sich meine Straßenbahnerfahrung in Rostock auf zwei Kurzstrecken vom und zum Hauptbahnhof beschränkt, kenne ich es nicht.

Das letzte Bild macht in der Tat Lust auf mehr, ich weiß aber, daß ein bebilderter Reisebericht nicht so eben dahingeschrieben ist.


Viele Grüße
Sören

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Re:

Tw 17, Dienstag, 19.11.2013, 22:41 (vor 4520 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

Die 120.2 fährt, ist aber wohl recht unzuverlässig. Daher sieht man regelmäßig Qualitätsprodukte aus Hennigsdorf.

Danke für die Info

Küstenbus gibt es nicht mehr, nach der letzten Kreisreform in Mecklenburg (beim nächsten Mal dann kommt die Kreisfreie Stadt Mecklenburg-Vorpommern) sind die Busbetriebe des neuen Kreises zur neuen Firma Rebus fusioniert worden.

Das ist ja doof. Sind die Bilder also schon historisch :). Bin gerade auf der Website, diese ist zwar gut gemacht im Vergleich zu der von Küstenbus damals, aber das Logo und das Design der Busse gefällt mir nicht, da fehlt einfach das Küstenbus-Logo drauf. Rebus sagt irgendwie auch nichts aus. Ich vermisse Küstenbus.

Das letzte Bild macht in der Tat Lust auf mehr, ich weiß aber, daß ein bebilderter Reisebericht nicht so eben dahingeschrieben ist.

Ja, zumal ich nicht mal den Deutschlandpass fertig habe und schon Graz mit reingeschmischt habe. Meistens gilt es bei mir eine RE-Fahrt Heilbronn-Heidelberg ist das Grobgerüst für einen Forenbericht. Zu Hause bearbeite ich dann die Bilder und füge Straßen- und Haltestellennamen sowie die Wagennummern ein. Bei Skandinavien wird das allerdings etwas länger dauern...
Oft sieht man meinen Berichten dann an, wie kreativ die Fahrt war und wie nicht (bzw. ob Neckartal oder Elsenztal ;) )

Grüße
Tw 17

? zu Rostock Seehafen Nord

ICE277, Mittwoch, 20.11.2013, 18:09 (vor 4519 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören,

auch von mir ein Dankeschön!
Was ist denn aus der S-Bahn-Linie vom Hbf nach Rostock Seehafen Nord geworden?
Ich wundere mich, dass da nichts mehr fährt.
Mir bleibt die Erinnerung an einen längeren Fußmarsch von der S-Bahn zum
Schiff, das mich in 23 Stunden über die Ostsee ins finnische Hanko gebracht hat.
Das war im Mai 2002.

Gruß
ICE277

? zu Rostock Seehafen Nord

JanZ, HB, Mittwoch, 20.11.2013, 22:01 (vor 4519 Tagen) @ ICE277

Hallo Sören,

auch von mir ein Dankeschön!
Was ist denn aus der S-Bahn-Linie vom Hbf nach Rostock Seehafen Nord geworden?

Die wurde meines Wissens inzwischen stillgelegt, nachdem sie zuletzt nur noch von Dieseltriebwagen im Stundentakt bedient wurde.

Von mir auch noch eine Frage: Was ist denn zwischen letztem und diesem Jahr aus Gleis 11 geworden?

? Gleis 11

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 21.11.2013, 09:05 (vor 4519 Tagen) @ JanZ

Die wurde meines Wissens inzwischen stillgelegt, nachdem sie zuletzt nur noch von Dieseltriebwagen im Stundentakt bedient wurde.

Genau. Steht auch in meinem Text. ;-)

Von mir auch noch eine Frage: Was ist denn zwischen letztem und diesem Jahr aus Gleis 11 geworden?

Die Frage verstehe ich nicht. Auf dem diesjährigen Anzeigetafelbild ist jedenfalls eine Abfahrt in den sonnigen Süden (nein, Tessin ist in Rostock was anderes als im Rest der deutschsprachigen Welt) von selbigem enthalten.

Gruß Sören

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