Travemünder Trio (36 Bilder) (Reiseberichte)
Moin,
am 7. August legte ich den Weg zwischen zwei Eisenbahnstationen zu Fuß zurück. Als Umweg sogar. Ich darf euch daher heute zu einem Spaziergang vom ehemaligen Bahnhof und heutigen Haltepunkt Lübeck-Travemünde Hafen zum ehemaligen Bahnhof und heutigen Haltepunkt Lübeck-Travemünde Strand einladen.
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Die Bahnstrecke von Lübeck nach Travemünde Hafen wurde durch die Lübeck-Büchener Eisenbahn (LBE) am 1. August 1882 eröffnet und am 1. Juli 1898 zum Strandbahnhof verlängert. Von 1913 bis 1974 zweigte am Hafenbahnhof die Strecke über Brodten nach Niendorf ab. Zum 1. Januar 1938 wurde die LBE verstaatlicht, seitdem sind Reichsbahn, Bundesbahn und mittlerweile die Deutsche Bahn verantwortlich für Infrastruktur und Betrieb (gewesen). Seit Dezember 2008 ist die Strecke elektrifiziert. Das dient in erster Linie den Güterzügen zum Skandinavienkai, elektrische Personenzüge gibt es nur an Sommerwochenenden (dieses Jahr von Anfang März bis letztes Wochenende), wenn tagsüber die Züge aus Hamburg kommen. Ansonsten fährt verumtlich den ganzen Tag über dieselbe Garnitur, planmäßig ein Kieler 648. Am Besuchstag war es allerdings eine Doppeleinheit 628. Da war ich nicht traurig drüber. Es besteht ein Stundentakt auf der Schiene, dazu ein paralleler Busverkehr.
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1 628 281 hat den Hafenbahnhof erreicht. Links der alte Mittelbahnsteig.
2 Die Ausfahrt Richtung Lübeck.
3 Der alte Bahnsteig mit aus dem Kübel gelaufener Bepflanzung.
4 Der Abgang in den Personentunnel.
5 Der Aufgang auf der Ortsseite.
6 Die Ausfahrt Richtung Strand. Man sieht den neuen Leuchtturm.
7 Bushaltestelle und St. Lorenz.
8 Bahnsteigzugang und Güterschuppen.
9 Das Empfangsgebäude von der Straßenseite. Es wurde etwa 1913 errichtet, 1996 wurde es verkauft.
10 Es gab eine große Bahnhofshalle.
11 Die Musikschule Seesaite residiert am Bahnübergang.
12 Auf der anderen Gleisseite hat der Eisenbahnerhochseesportfischerverein seinen Sitz.
13 Vor dem Vereinsheim steht ein Wagenkasten eines Schnelltriebwagens. Der Rest dient in Konstanz dem Eisenbahnerbodenseesportfischerverein als Domizil.
14 Die Musikschule von der Gleisseite.
15 628 281 und 628 349 kehren nach Lübeck zurück.
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16 Hinterm Rettungsschuppen der DGzRS erheben sich alter (errichtet 1539, saniert 1827, elektrifiziert 1903, stillgelegt 1972) und neuer Leuchtturm (115 Meter hoch, angeblich Europas höchster, dient nebenbei als Hotel).
17 Gegenüber liegt ein Viermaster, die Passat. Sie ließ wurde 1911 bei Blohm & Voss für die Reederei Laeisz gebaut. 1932 laufte Gustaf Erikson aus Mariehamn das Schiff. Anfang der 1950er kam sie wieder nach Deutschland und wurde nach einem Umbau als Segelschulschiff mit Frachttransport eingesetzt. Kurz nach dem Untergang der Pamir überstand die Passat einen schweren Sturm nur knapp. Sie wurde außer Dienst gestellt und 1959 von der Stadt Lübeck übernommen. Seitdem liegt sie als Museumsschiff am Priwall.
18 Hinüber geht es mit der Fähre.
19 Ein Ausflugsschiff. Die Marittima wurde 1958 als Schleswig-Holstein an die W.D.R. geliefert. Über Flensburg und Las Palmas kam sie 1993 nach Travemünde.
20 Die Küste. Hinterm Hügel kommt bald das Brodtener Ufer.
21 Strand mit Kurhaus.
22 Unten der Strandbahnhof.
23 Davor der Bus nach Lübeck.
24 Die Straßenseite des Bahnhofsgebäudes. Es wurde 1911/1912 durch Fritz Klingholz errichtet. (Sagt man so, der Architekt baut natürlich nicht mit, aber ohne ihn wird es nichts.) Er hatte sich als Bahnhofsempfangsgebäudearchitekt einen Namen gemacht.
25 Der Blick zum Wasser.
26 Normalerweise wird die nächste Abfahrt angezeigt.
27 Gehen wir hinein.
28 Der Querbahnsteig wurde kürzlich saniert.
29 Ansicht gen Ausgang.
30 Ausgang zum Bahnsteig.
31 Es ist schon länger her, daß Gleis 4 einen Zug sah.
32 Hinterhof.
33 Bahnsteigansicht.
34 Der Bahnsteig ist für lange Doppelstockzüge ausgelegt.
35 Mit 628 281 begann der Bilderreigen. Etwa 62 Minuten nach dem ersten Bild sehen wir ihn nun am Strandbahnhof, der nur noch ein Haltepunkt ist.
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Mit ihm fahren wir nach Lübeck. Dort sind wir am Wochenende zu Gast. Zuvor passieren wir noch Travemündes dritten Haltepunkt, den Skandinavienkai.
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36 Da muß ein Alibibild von Nils Dacke (Bauernführer aus Småland, ca. 1510 - 1543) herhalten. Die Fähre wurde 1995 im finnischen Raumo vom Stapel gelassen.
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Viele Grüße
Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Travemünde Strand ist und bleibt ein Bahnhof...
... solange hier noch Züge beginnen, enden oder wenden dürfen.
Travemünde Strand ist und bleibt ein Bahnhof...
Können hier - jaa Theorie ist Theorie - aber nur Wendezüge, es gibt kein Umfahrungsgleis, somit ist es glaub ich trotzdem ein Haltepunkt(?) Auch seh ich keine Ausweichmöglichkeit.
Lübeck-Travemünde Strand ist Haltepunkt
... solange hier noch Züge beginnen, enden oder wenden dürfen.
Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weichen, wo Züge planmäßig halten, beginnen oder enden dürfen.
Lt. Infrastrukturregister sind sowohl
Lübeck-Travemünde Strand als auch
Lübeck-Travemünde Hafen Haltepunkte.
Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, halten, kreuzen, überholen oder wenden dürfen.
Quelle der Zitate: S. 24 u. S. 20.
Haltepunkte Travemündes
... solange hier noch Züge [...] wenden dürfen.
Dürfen sie denn das? Das wäre aus meiner Kenntnis heraus aus Deiner Aussage der einzige Beleg.
Haltepunkte Travemündes
... solange hier noch Züge [...] wenden dürfen.
Dürfen sie denn das? Das wäre aus meiner Kenntnis heraus aus Deiner Aussage der einzige Beleg
Nicht nur dürfen.
Sie werden geradezu dazu gezwungen.
Ist genau genommen ein Sackbahnhof.
Keine Weiche -> kein Bahnhof
- kein Text -
Keine Weiche -> kein Bahnhof
Nicht zwangsläufig. Mir fallen spontan 2 Gegenbeispiele ein:
1) Bad Niedernau (Strecke Tübingen-Horb) hatte jahrelang Ein- und Ausfahrsignale, aber keine Weichen mehr. Mittlerweile ist es aber tatsächlich ein Hp geworden.
2) Wehretal-Reichensachsen war auch jahrelang ein Bahnhof an der zweigleisigen Strecke Bebra-Göttingen, in dem es keine Weichen, aber sehr wohl Ein- und Ausfahrsignale gab. Wie das mittlerweile ist, also ob Weichen nachgerüstet wurden, weiss ich nicht. Ein Bahnhof ist es jedenfalls weiterhin.
Keine Weiche -> kein Bahnhof
Eine Bahnanlage ohne Weiche kann nach der Definition aus der Richtlinie 408 (ehemals Fahrdienstvorschrift) kein Bahnhof sein.
EBO §4 (2)
Ich zitiere mal aus der EBO §4 (2)
Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als Grenze zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im allgemeinen die Einfahrsignale oder Trapeztafeln, sonst die Einfahrweichen.
Von Ausfahrsignal steht da nix ;)
Zumindest nach dem Gesetz war Bad Niedernau kein Bahnhof mehr, sobald die Weichen ausgebaut wurden.
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Haltepunkte Travemündes
Mal unabhängig von den anderen Antworten: Zeige mir bitte den Zug, der dort wendet (im bahnsprachlichen Sinne) - also mit gleicher Zugnummer hin und wieder zurück fahrt. ;-)
EBO §4 (2)
Von Ausfahrsignal steht da nix ;)
Was aber nix daran ändert, dass Ausfahrsignale nur bei Bahnhöfen auftauchen. Sonst sollten es ja Blocksignale (oder Zwischensignale bei Bahnhofsteilen wie Norddeich Mole) sein. ;-)
EBO §4 (2)
Von Ausfahrsignal steht da nix ;)
Was aber nix daran ändert, dass Ausfahrsignale nur bei Bahnhöfen auftauchen. Sonst sollten es ja Blocksignale (oder Zwischensignale bei Bahnhofsteilen wie Norddeich Mole) sein. ;-)
Ein Ausfahrsignal macht ein Stück Gleis noch nicht zum Bahnhof ;)
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ASig und Bahnhof
Was aber nix daran ändert, dass Ausfahrsignale nur bei Bahnhöfen auftauchen. Sonst sollten es ja Blocksignale (oder Zwischensignale bei Bahnhofsteilen wie Norddeich Mole) sein. ;-)
Ein Ausfahrsignal macht ein Stück Gleis noch nicht zum Bahnhof ;)
Ich gebe zu, dass ich noch keinen Bahnhof gesehen habe, in dem das ASig weiter draußen als das ESig steht.
Keine Weiche -> kein Bahnhof
Eine Bahnanlage ohne Weiche kann nach der Definition aus der Richtlinie 408 (ehemals Fahrdienstvorschrift) kein Bahnhof sein.
Tja, es waren aber trotzdem Bahnhöfe. Stand übrigens sogar in der jeweiligen La-Ausgabe immer als Bemerkung mit drin ("Bahnhof ohne Weichen").
Bahnhof? Haltepunkt?
Moin,
Bahnhof? Haltepunkt?
Die Diskussion hätte ich eher beim Hafen erwartet, wo eine Weiche zu sehen ist. Nicht beim Strand. Da gibt es nur das Gleis und noch nicht einmal am Bahnsteigende ein Ausfahrsignal.
Bahnhöfe ohne Weichen sind mir zwar nicht namentlich, aber vom Sachverhalt bekannt. Mit Ausnahmegenehmigung ging das, wurde ab und an mal in der Fachpresse erwähnt.
Blöde Frage: Ist das angewandte Verfahren dort der Stichstreckenblock oder ein anderes?
Und noch eine Frage: Stredax wirft mit einen Bahnhof Lübeck-Ivendorf (ALIV) aus. Der Eisenbahnatlas nannt ihn als geplant (km 16,4). Was ist da der Stand?
Viele Grüße
Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
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Travemünde Strand ist und bleibt ein Bahnhof...
Das ist falsch, die Definition für einen Haltepunkt laut Ril 408 lautet: "Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weiche wo Züge planmäßig halten, beginnen oder enden dürfen".
Travemünde Strand ist ein Hp.
Bahnhof? Haltepunkt? Haltestelle?
Außer Bahnhof und Haltepunkt gibt es laut Wikipedia auch noch die Haltestelle. Sie ist definiert als ein Haltepunkt, der mit einer Abzweig- oder Anschlussstelle zusammenfällt.
Wie geht das denn zusammen? Ein Haltepunkt an einer Anschlussstelle (Weiche!) wäre doch kein Haltepunkt?!
Bahnhof? Haltepunkt? Haltestelle?
Nicht alles, was eine Weiche hat, ist auch ein Bahnhof! Die Weiche ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung dafür.
Bahnhof? Haltepunkt? Haltestelle?
eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung
Erinnerungen an den Matheunterricht :-D
Da wird mir schon wieder übel...
Moin!
Nicht wegen der Diskussion, ob das nun Haltepunkte oder Bahnhöfe sind.
Nein, die Augen sind's, die Alarm schlagen. Kann man denn, wenn man schon schöne, neue Bahnsteige errichtet, nicht wenigstens den alten überflüssigen Schrott abreißen? Ästhetisch eine Katastrophe, wenn man auf dem neuen Bahnsteig steht und sich die Ruinen anschauen muß.
Aber das ist sicherlich mal wieder zu viel verlangt; ich weiß: die Kosten, die Kosten, die Kosten. WIr müssen ja dankbar sein, dass da überhaupt ein Zug hin fährt.
Sei's also drum...
Irgendwie läuft da eh was falsch: Die vom neuen Leuchtturm haben ja auch nicht zu Ende gedacht: Wenn man im Leuchtturm soooo viele Übernachtungsmöglichkeiten anbietet, dann ist's doch nix besonderes mehr! Und selbst im Leuchtturm noch den Platz mit hunderten anderen teilen - nee, danke.
Kurzum: Der Dank geht an Sören für die fotografische Darstellung; da weiß ich jetzt, dass ich guten Gewissens wegbleiben kann... ;-)
Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von
jörg
Bahnhof? Haltepunkt? Haltestelle?
Nicht alles, was eine Weiche hat, ist auch ein Bahnhof! Die Weiche ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung dafür.
Das ist schon klar. Aber wenn ein Haltepunkt an einer abzweigendem Gleis liegt, ist es kein Bahnhof, weil die Weiche als Abzweigstelle gilt?! Das heißt dann also Haltestelle. Was ist dann ein Trennungsbahnhof im Unterschied zu meinem Beispiel?
Die Haltestelle liegt nur an einer der beiden Strecken, während ein Trennungsbahnhof an beiden liegt?
Bahnhof? Haltepunkt? Haltestelle?
Eine Abzweigstelle liegt an der freien Strecke, dort zweigt außerhalb eines Bahnhofs eine Strecke von einer anderen ab. Wenn an der Stelle dann auch ein Haltepunkt für Reisezüge ist, nennt man diesen Haltestelle. Gleiches gilt auch an Überleitstellen oder Anschlußstellen.
Keine Weiche -> kein Bahnhof; zu Wehretal-Reichensachsen
Eine Bahnanlage ohne Weiche kann nach der Definition aus der Richtlinie 408 (ehemals Fahrdienstvorschrift) kein Bahnhof sein.
Tja, es waren aber trotzdem Bahnhöfe. Stand übrigens sogar in der jeweiligen La-Ausgabe immer als Bemerkung mit drin ("Bahnhof ohne Weichen").
Steht es auch noch heute drin? Stredax meint es handele sich um einen Hp. Es gibt dort aber lt. Gleisplan die Hauptsignale A,P,N und F.
Auch, wenn das nicht die typischen Buchstaben von Blocksignalen sind: Könnte man Wehretal-Reichensachsen als zwei Blockstellen mit einem Haltepunkt (Hp Bk) ansehen?
Keine Weiche -> kein Bahnhof; zu Wehretal-Reichensachsen
Steht es auch noch heute drin? Stredax meint es handele sich um einen Hp. Es gibt dort aber lt. Gleisplan die Hauptsignale A,P,N und F.
Auch, wenn das nicht die typischen Buchstaben von Blocksignalen sind: Könnte man Wehretal-Reichensachsen als zwei Blockstellen mit einem Haltepunkt (Hp Bk) ansehen?
Hab grad keine La Mitte zur Hand, wo ich nachschauen könnte. Befahre die Strecke seit knapp 3 Jahren nicht mehr, meine aber, neulich irgendeinen Eintrag zu dieser Betriebsstelle gelesen zu haben.
Als ich dort noch planmäßig fuhr war es jedenfalls sowohl in den Fahrplan-Dokumenten (EBuLa, Buchfahrplan) als auch den örtlichen Richtlinien ein Bahnhof mit Ein- und Ausfahrsignalen, der aber keine einzige Weiche hatte.
Bahnhof Lübeck-Ivendorf
Und noch eine Frage: Stredax wirft mit einen Bahnhof Lübeck-Ivendorf (ALIV) aus. Der Eisenbahnatlas nannt ihn als geplant (km 16,4). Was ist da der Stand?
Stredax hat ja für den Netzfahrplan 2013 noch keinen Detailplan und einen schwarzen Ring um den Bahnhofskreis. Für den Netzfahrplan 2014 (ab 15.12.2013) gibt es einen Detailplan (2 Weichen, eine davon in der durchgehenden Strecke, ein Prellbock und ein Anschlussgleis zur Lübecker Hafen-Gesellschaft) und der Kreis hat einen roten Ring.
Das deutet auf eine baldige Inbetriebnahme hin.
Denkmalschutz!
Moin!
Erstmal vielen Dank an Michael für Ivendorf. In den neuen Fahrplan hatte ich nicht geschaut.
Jörg will mal wieder eine Radikalkur. Das Abreißen der alten Bahnsteige aber geht nicht: Denkmalschutz. Punkt. Muß man warten, bis sie von alleine zusammenfallen oder das zarte Pflänzchen vom Strandbahnhof eine solche Größe erreicht hat, bis es den Bahnsteig mit seinen Wurzeln zerfrißt.
So wird dem Reisenden mit Phantasie klar, daß mal mehr los war. Aber auch der wird sich nicht vorstellen können, daß es am Hafenbahnhof einstmals so aussah.
Der neue Leuchtturm, nun, der wird wohl nicht als Leuchtturm vermarktet. Das wäre in der Tat ein Problem. Hier ist das anders. Hat aber auch 24 Betten.
Viele Grüße
Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Denkmalschutz!
Jörg will mal wieder eine Radikalkur. Das Abreißen der alten Bahnsteige aber geht nicht: Denkmalschutz. Punkt. Muß man warten, bis sie von alleine zusammenfallen oder das zarte Pflänzchen vom Strandbahnhof eine solche Größe erreicht hat, bis es den Bahnsteig mit seinen Wurzeln zerfrißt.
Vor Ort wird das auch diskutiert: "Für Travemünde kein Schmuckstück: Das Geister-Gleis vom Hafenbahnhof".
So wird dem Reisenden mit Phantasie klar, daß mal mehr los war. Aber auch der wird sich nicht vorstellen können, daß es am Hafenbahnhof einstmals so aussah.
Der Bahnhof/Haltepunkt/Haltestelle Travemünde Strand war auch vor der Teilmodernisierung schon herunter geratzt wie man hier sieht. Dort hat man nicht groß eingegriffen und nur einen Bahnsteig erneuert. Zur Abwechslung mal ein Bahnhof, der nicht erst durch Mehdorn dezimiert wurde.
Die Art, wie man die Station Hafen mit dem neuen Bahsteig auf einem ehemaligen Gleis modernisiert hat, ist aber schlecht gewählt. Wenn man schon das Gleis des ehemahigen Mittelhahnsteigs in Betrieb lässt, wäre es besser gewesen, diesen Mittelbahnsteig zu modernisieren, auch wenn der Zugang dann die Benutzung der Unterfügrung nötig gemacht hätte. Oder man hätte das andere Gleis (dort wo jetzt der neue Bahnsteig daruf steht) in Betrieb gelassen und den original Hausbahnsteig modernisiert. Leider wurde da auch nur die billigste Variante umgesetzt.
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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Die La sagt -
Hab grad keine La Mitte zur Hand, wo ich nachschauen könnte.
Da kuck ich mal flugs ins Intranet:
"Betriebsstelle verändert - jetzt Bf" seit dem 15. März diesen Jahres.
Als ich dort noch planmäßig fuhr war es jedenfalls sowohl in den Fahrplan-Dokumenten (EBuLa, Buchfahrplan) als auch den örtlichen Richtlinien ein Bahnhof mit Ein- und Ausfahrsignalen, der aber keine einzige Weiche hatte.
So ist das auch noch heute.
Wie war das eigentlich bei dir früher? Die haben von ihrem Stellwerk aus ja einen unmittelbaren Blick auf die Strecke, aber nachts wie tags kann man die grüßen, wie man möchte - da kam noch nie was zurück. Ungewöhnlich, selbst für Westdeutschland.
Museumsrepublik Deutschland
Moin!
Jörg will mal wieder eine Radikalkur. Das Abreißen der alten Bahnsteige aber geht nicht: Denkmalschutz.
Museumsrepublik Deutschland.
Bald steht das ganze Land unter Denkmalschutz. Bloß nicht mehr was ändern, bloß nicht mehr was neues bauen. Und für jeden noch so schrottigen Überrest vergangener Tage findet sich irgendeine Begründung, warum man diesen Schrott erhalten muß und womöglich für einen Batzen Geld renovieren und instand setzen muß. Herrje, das Leben geht weiter, die Welt verändert sich tagtäglich - aber wir haben den Wahn, möglichst alles so zu erhalten, wie es ist. Die Weltgeschichte sozusagen einfrieren - trotz Erderwärmung. Gilt ja in anderen Naturbereichen auch. Gut, dass dem Weltenlenker diese Idee des Einfrierens vor Millionen von Jahren nicht schon eingefallen ist, denn dann gäbe es uns gar nicht.
Muß man warten, bis sie von alleine zusammenfallen oder das zarte Pflänzchen vom Strandbahnhof eine solche Größe erreicht hat, bis es den Bahnsteig mit seinen Wurzeln zerfrißt.
Möge es ähnlich wuchern wie der Erhaltungsdrang in dieser Republik. Müßten sich die Ökos ja eigentlich freuen. Aber wahrscheinlich ist die Pflanze dann wieder irgendein Schädling oder ein Neobiota und somit ist ihr Wachsen und Gedeihen dann auch wieder falsch. Ich würde dann als Verantwortlicher die Pflanze unter Denkmalschutz stellen. Punkt.
Immerhin braucht man keine Angst vorm Ableben zu haben - viel neues wird es in Zukunft ja sowieso nicht mehr geben. Man verpaßt also nix mehr...
Schöne Grüße von
jörg
Die La sagt -
"Betriebsstelle verändert - jetzt Bf" seit dem 15. März diesen Jahres.
Danke Dir! Interessant schon deshalb, weil sich dann ja eigentlich seit Jahren nix geändert hat. Oder war es zwischen 2011 und dem 14.3.2013 in den Fahrplanangaben mal zum Hp degradiert worden?
Wie war das eigentlich bei dir früher? Die haben von ihrem Stellwerk aus ja einen unmittelbaren Blick auf die Strecke, aber nachts wie tags kann man die grüßen, wie man möchte - da kam noch nie was zurück. Ungewöhnlich, selbst für Westdeutschland.
Puh, habe jetzt keine direkt positive Erinnerung, das dort gegrüsst wurde. Ich kam da allerdings immer nur bei Dunkelheit durch (EN 491). So wie im DV-Gebiet, wo durchaus auch bei Dunkelheit vom Stellwerk gegrüsst wird, ists im DS-Gebiet meiner Beobachtung nach ja eh nur selten.
Museumsrepublik Deutschland
Dresden hat es richtig gemacht.
Sie pfeifen auf das Weltkulturerbe.
Strandbahnhof Travemünde verkommt:Bahn will jetzt verkaufen
Travemünde
Strandbahnhof verkommt: Jetzt will die Bahn verkaufen
Die Ankunftshalle in Travemünde verkommt, die Mieter ziehen aus: Nun sucht der Strandbahnhof einen neuen Besitzer. Die Stadt Lübeck hat kein Interesse.
12.03.2015 21:42 Uhr
Travemünde. Trauerspiel in Travemünde: Von 2004 bis 2006 wurde der Strandbahnhof für 2,3 Millionen Euro aufwendig saniert. Doch die Bahn ließ das Jugendstil-Gebäude verkommen. Taubendreck, Feuchtigkeit und Schimmel bestimmen das Bild. Die Bahn will Bahnhofshalle und Teile des umliegenden Grundstücks jetzt loswerden und noch in diesem Jahr verkaufen.
Die Bahn begründet den Verkauf mit der schlechten Lage. „Wir können das Gebäude wirtschaftlich nicht hinreichend betreiben“, so Uwe Behncke vom Bahnhofsmanagement Schleswig-Holstein. Der Strandbahnhof habe keine 1A-Lage, es sei schwierig, Mieter für die Gewerbeflächen zu finden. Nach Zählungen der Bahn würden durchschnittlich nur etwa 330 Personen am Bahnhof täglich ein- und aussteigen. „Das ist für Miet-Interessenten eine zu geringe Zahl.“
[...]
Veräußert werden sollen die Halle und das stillgelegte, verwilderte Gleis 2/3, das auch unter Denkmalschutz steht – der einzig noch betriebene Bahnsteig soll weiter zur Deutschen Bahn gehören. Ein Kaufpreis steht noch nicht fest, als erster Interessent soll die Stadt Lübeck angesprochen werden.
[...]
Was bis dahin mit dem immer baufälligeren Gebäude passieren soll, ist unklar: „Das Taubenproblem gehen wir an, außerdem soll der Wildwuchs auf dem stillgelegten Bahnsteig eingedämmt werden - viel mehr wird aber nicht passieren“, so Behncke. Für den schwarzen Schimmel, der die öffentlichen Toiletten in der Bahnhofshalle befallen hat, sei ein Gutachten erstellt worden, „das Ergebnis liegt uns allerdings erst in der kommenden Woche vor“, sagt Behncke.
[...]
http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Strandbahnhof-verkommt-Jetzt-will-die-Bahn-verk...
und weiter...
Travemünde
Strandbahnhof bald frei zum Verkauf
Jetzt also doch: die Bahn will das Gebäude des Travemünder Strandbahnhofs verkaufen. Und das voraussichtlich noch in diesem Jahr, wie Uwe Behncke vom Bahnhofsmanagement Schleswig-Holstein am Mittwochabend im Travemünder Ortsrat mitteilte.
12.03.2015 21:49 Uhr
Travemünde. Der geplante Verkauf kommt nicht überraschend, seit Monaten schon kursieren Gerüchte über die Zukunft der denkmalgeschützten Jugendstilhalle. Das Bahnhofsgebäude und das Gelände um die stillgelegten Gleise 2/3 sollen veräußert werden, der einzige betriebene Bahnsteig bleibt im Besitz der Bahn. „Wir haben dort einen Fahrkartenautomaten und einen direkten Zugang zum Bahnsteig – das Gebäude braucht die Bahn nicht“, so Behncke. Und auch die öffentlichen Toiletten in der Bahnhofshalle, die momentan wegen Schimmelbefalls geschlossen sind, seien für die Bahnkunden weniger wichtig. „In den Zügen gibt es Toiletten“, so Behncke, „bei Großveranstaltungen wie der Travemünder Woche haben wir bisher mobile Ersatz-Toiletten stellen können.“
[...]
Bürgermeister Bernd Saxe verneinte gegenüber den LN ein Kaufinteresse der Stadt, und auch auf dem freien Markt könnte sich der Verkauf angesichts des immer maroder werdenden Gebäudes als schwierig erweisen. [...] Im Mai zieht die Gastronomin aus dem Bahnhof aus, und auch das Welcome-Center der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) trägt sich wegen der „ungünstigen Lage“ mit dem Gedanken, einen neuen Standort zu beziehen, wie LTM-Sprecherin Doris Schütz dem Ortsrat erklärte. Damit würden zwei der drei Mieter das Gebäude verlassen [...]
http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Strandbahnhof-bald-frei-zum-Verkauf2
Eine Bildergalerie mit 6 Fotos gibts auch, 2 davon sind historische:
http://www.ln-online.de/Lokales/Fotostrecken-Lokales/Fotostrecken-Luebeck/Der-Strandbah...
Der Strandbahnhof verkommt: „Imageschaden“ für Travemünde
Travemünde
Der Strandbahnhof verkommt: „Imageschaden“ für Travemünde
Die Empfangshalle, die der Deutschen Bahn gehört, begrüßt die Urlauber mit Vogelkot, penetrantem Geruch und leeren Läden. Einheimische und Gäste sind empört.
13.06.2015 20:10 Uhr
Travemünde. Weit ist es nicht vom Strandbahnhof zum Vogelpark Niendorf. „Wer aber glückliche Schwalben und Tauben sehen möchte, kann gleich hier bleiben. Denn auch diese Halle ist ein echtes Tierparadies“, merkt sarkastisch ein Bahnreisender an, [...]
Das findet auch Doris Schütz, die für den letzten noch verbliebenen Dauermieter im Gebäude, die Lübeck-Travemünde Marketing GmbH (LTM), spricht: „Bei uns landen ständig Beschwerden von Gästen, die nicht mehr verstehen können, warum wir so eine verkommene Immobilie für unser hochwertiges ,Welcome Center‘ nutzen. So entsteht nicht nur Travemünde ein Imageschaden, sondern auch uns.“ Entsprechend suche man nach wie vor händeringend nach einer Ersatzfläche.
Verantwortlich für diesen erschreckenden Gebäudezustand ist die Deutsche Bahn AG (DB). Sie ist Eigentümerin des 103 Jahre alten Jugendstil-Denkmals, das von 2004 bis 2006 in großem Stile für insgesamt 2,3 Millionen Euro saniert worden ist. [...] Vor drei Monaten gab die Bahn allerdings bekannt, sich von der Immobilie trennen zu wollen. Nach LN- Informationen soll der Preis bei rund 900 000 Euro liegen.
Über konkrete Kaufinteressenten gebe es aber derzeit nichts Neues, so DB-Pressesprecherin Sabine Brunkhorst aus Hamburg, die zu weitergehenden Auskünften zum Zustand des Gebäudes nicht bereit war.
Dass die Stadt als Käufer einspringen könnte, weist Stadtsprecher Marc Langentepe zurück: „Ein Erwerb ist nicht geplant. Das ist weiterhin die Haltung der Fachbereiche Wirtschaft und Bauen.“
Auch Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff äußert inzwischen völliges Unverständnis über die Situation: „Das sieht nur noch schäbig aus. Und dieser Bahnhof ist mitnichten ein Aushängeschild für die Bahn und für Travemünde.“ Zudem strahle der schlechte Eindruck auf den Vorplatz und in die Bertlingstraße ab. „Eigentlich klingt Strandbahnhof nach Urlaub“, sagt Kirchhoff. „Und dann wird man so empfangen.“ Es müsse schleunigst etwas geschehen.
Schon vor längerer Zeit hat sich der Travemünder Ortsrat eingemischt. „Gerade in der letzten Zeit rufen mich immer mehr empörte Anwohner an und beschweren sich über diese ,Drecklauge‘“, sagt der erste Vorsitzende, Gerd Schröder (CDU). „Es riecht da, dass sie umfallen.“ Vorstandskollegin Sabine Haltern (SPD) ergänzt: „Wir haben schon an die Landesdenkmalschutzbehörde geschrieben und die Frage gestellt — ist die Bahn nicht wie jeder andere Privatier auch, der eine Immobilie besitzt, die unter Denkmalschutz steht, verantwortlich dafür, diese bestmöglichst zu erhalten?“
[...]
http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/Der-Strandbahnhof-verkommt-Imageschaden-fuer-Tr...
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