Von Hamburg nach Marrakesch und zurück, HH - Málaga m.B. (Reiseberichte)
Vorab: Ich bin alles andere als ein Profifotograf, aber da Berichte aus dieser Region nicht so an der Tagesordnung sind und ich gern die Neugierde wecken möchte stelle ich Ihn dennoch zusammen mit Bildern ein. Die sind allesamt auf dem Handy "nebenbei" entstanden und sollen nur dem Dokumentationszweck dienen.
Die Reise ist inzwischen schon einige Wochen her, am 21.07., einem der heißesten Tage des Jahres, ging es von Hamburg-Harburg mit dem ICE nach Hannover, von dort weiter nach Basel SBB. Von dort sollte es direkt weiter mit einem TER nach Mulhouse gehen. Allerdings war ich so schlau die Fahrkarten vorab bei der SBB zu buchen und sie mussten am Schalter abgeholt werden, wovon am Sonntag Spätnachmittag leider nur drei offen waren und sich aufgrund vieler Leute die einfach nur Geld wechseln wollten eine lange Schlange formierte. Der Zug war also weg, aber glücklicherweise fuhr im dünnen Sonntags-Nichttaktfahrplan auf der Strecke tatsächlich eine halbe Stunde später der nächste.
Viele Bahnfans hätten sich nun darüber gefreut, dass ein Wagenzug bereitstand. Ich bin aber großer Fan der französischen Triebwagen und war ein wenig enttäuscht. Der aus ehemaligen Corail-Wagen bestehende Zug wird nun als TER 200 eingesetzt und die Wagen sind ein wenig aufbereitet worden. Ich habe im Süden Frankreichs schon liebevoller und besser aufgearbeitete Wagen gesehen, hier hat man einfach die Sitze neu bezogen. Allerdings ging die Klima, es war richtig angenehm kalt und die Sitze sind unglaublich bequem.
Genug Bahn führ heute. Jetzt sollte es erst einmal ein kleiner Stadtrundgang sein. Die dabei rausgekommenen Bilder sind nicht wirklich sehenswert, zeigen möchte ich sie trotzdem
Anschließend wurde bei Subway ein Essen eingenommen und im Ibis Gare genächtigt, das zugegeben ein wenig abgewohnt daher kommt und es im Zimmer höllisch nach Zigarettengeruch roch, also so gar nicht meins.
Am nächsten Tag stand wieder ein wenig mehr Bahn auf dem Programm, nämlich ein Besuch im Cite de Train, dem französischen Eisenbahnmuseum, das wirklich einen Besuch wert ist!
Die Hallen sind wirklich riesig (was man von außen eher weniger vermutet) und die ausgestellten Züge wirklich liebevollst aufgearbeitet. Ich zeige einfach einmal ein paar Exponate ohne viel Text drum herum:
Anschließend stand noch ein Besuch im Mulhouser Zoo auf dem Programm, der aber in keinster Weise an das Eisenbahnmuseum anknüpfen konnte. Ich habe es teilweise (persönlich) einfach als Tierquälerei empfunden, trotz wirklich moderner und attraktiver Aufmachung.
Abends sollte es mit dem Intercites de Nuit weiter nach Portbou gehen.
Das Ticket wurde nur bis Cerbere gelöst, da es bis Portbou keine Sparpreise mehr gab.
Es sollte eine heiße Nacht zur Einstimmung werden: Die Klimaanlage war defekt. Das Personal versicherte einfach immer wieder nur aufs neuste sie würde ja jeden Moment angehen. Wir kamen also gut durchgegrillt im spanischen Portbou an. Der Bahnhof ist einfach immer wieder ein Genuss (und beherbergt wunderbar sauber Toiletten.. )
Es sollte mit dem Talgo weitergehen, der jedoch gut 30 Minuten spät dran war. Der Zug wurde hier mit einigen Wagen verstärkt die vorne mit angehängt werden. Das ist ein interessant und auch merkwürdig anmutender Vorgang da der Zug direkt aus der Umspuranlage verstärkt wird und einige Wagen schon am Bahnsteig stehen aber nicht bestiegen werden können:
Und hier noch einmal die Fahrkarte:
Im Zug wurde an der Bar erst einmal Frühstück eingenommen. Auf den altertümlich anmutenden Fernsehern lief eine Doku über Fischfangvorkommen.
In Barcelona sollten wir ein wenig Zeit haben, also wurde das Gepäck erst einmal in einem der vielen Schließfächer verstaut. Irgendwann hatte mal jemand gefragt, wie lange man es einschließen könne, deswegen hatte ich die Tafel abfotografiert. 15 Tage kann man Gepäck lagern, nachdem es gründlich oder weniger gründlich durchleuchtet wurde, falls die Frage noch einmal auftaucht.
Praktischerweise waren S-Bahn-Fahrten auf dem Talgo-Ticket inkludiert und so fuhren wir erst einmal in die Innenstadt nachdem wir Sie aus dem Automaten gezogen hatten. Weit gekommen sind wir nicht, bei Corte Ingles war Schlussverkauf und wir schafften es uns tatsächlich mehrere Stunden in dem Laden aufzuhalten. Für mich sind zwei Hilfiger-Jeans für 80€ zusammen dabei rausgekommen und noch ein paar Schuhe. Egal was hier in Deutschland der Trend sein mag, ich ziehe klassische Warenhäuser nach wie vor jeder Boutique oder ECE-Einheitsmall vor.
Zurück waren zwar wieder S-Bahn-Karten inklusive aber ich zog es vor einfach mal die U-Bahn zu nehmen, obwohl so umgestiegen werden musste. Who cares.
Weiter nach Málaga:
Das praktische an spanischen Onlinetickets ist, das man sie dennoch noch mal am Auto Check-In Automaten als Papierticket ausdrucken kann. Zum Sammeln also optimal.
Die Bilder vom Einstiegsprozedere sind leider nicht wirklich schön geworden:
Es war das erste Mal das die Renfe mich nicht geupgradet hatte, also ging es wirklich in der Holzklasse nach Málaga (die dennoch noch äußerst luxoriös ist).
Das Schmuckstück noch einmal in Málaga:
Genächtigt wurde im Barceló Málaga, das direkt in den Bahnhof integriert ist. Es gibt sogar einen direkten Zugang gleich hinter dem Bahnsteigausgang. Gekostet hat der Spaß nicht mehr als das Ibis in Mulhouse, das Haus mutet aber vom Design, Zimmergröße als auch dem Interieur gleich ganz anders an.
Im nächsten Teil setzen wir mit der Fähre nach Marokko über.
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