Heute: Heilbronns Hauptbahnhof (40 Bilder), Teil 1 (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 12.10.2013, 18:29 (vor 4573 Tagen)

Seid gegrüßt, Bahnhofsbesichtiger!

Heute führt uns unsere kleine Reise zu den baden-württembergischen Hauptbahnhofsempfangsgebäuden der 1950er in ihrem zweiten Teil nach Heilbronn. Zunächst der Blick auf den Betrieb, anschließend schauen wir auf die Streckengeschichte und abschließend auf die Baugeschichte des Empfangsgebäudes. Bevor dieser letzte Textabschnitt zuende ist, beginnt schon der Rundgang in Bildern.


------------


Bekanntlich liegt Stuttgart am Nesenbach und Heidelberg schon quasi im Rheintal, daher ist Heilbronn der bedeutendste Eisenbahnknoten im unteren Neckartal. Da ist es nur unlogisch, daß hier seit Jahren ausschließlich Züge des Nahverkehrs halten.

Gelb ist die Farbe der Albtalbahn. Ihre S4 fährt von Öhringen im Osten über Weinsberg, Heilbronn und Bretten nach Karlsruhe und noch weiter nach Süden. Die Strecke ist so lang, daß es neben den normalen S-Bahn mit Halt überall nicht nur S-Bahn-Eilzüge, sondern sogar S-Bahn-Schnellzüge gibt.

Rot ist die Farbe der modernisierten Silberlinge, die zusammen mit ein paar wenigen moderneren Fahrzeugen den restlichen Regionalverkehr in Heilbronn prägen. Betreiber ist die Deutsche Bahn. Eilzuglinien bestehen von Stuttgart über Heilbronn nach Würzburg, diese fährt alle ein oder zwei Stunden (unter der Woche mit Silberlingen, wochenends oft doppelstöckig), ferner zweistündlich von Heilbronn über Hall und Hessental nach Crailsheim (Dieseltriebwagen der Westfrankenbahn) und stündlich von Heilbronn über Jagstfeld und Heidelberg nach Mannheim (zumeist 425), alternierend über Eberbach oder über Sinsheim.
Regionalbahnen fahren nordsüdwärts. Paradelinie ist die doppelstöckig gefahrene Verbindung von Neckarelz über Heilbronn und Stuttgart nach Ulm. Hinzu kommen weitere Züge nach Stuttgart und nordwärts über Jagstfeld nach Sinsheim und nach Osterburken - Lauda.


------------


Die erste Eisenbahnstrecke in Heilbronn kommt von Stuttgart. Die Eröffnungsdaten:
15. Oktober 1846: Stuttgart - Ludwigsburg
11. Oktober 1847: Ludwigsburg - Bietigheim
25. Juli 1848: Bietigheim - Heilbronn.

Die Verlängerung nach Osterburken zum Anschluß an die badische Odenwaldbahn folgte etwa 20 Jahre später.
11. September 1866: Heilbronn - Jagstfeld
27. September 1869: Jagstfeld - Osterburken.

Zwischen 1959 und 1975 wurde die Strecke Stuttgart - Osterburken abschnittsweise elektrifiziert. Die genauen Daten stehen nicht im Wikipedia-Artikel zur Strecke, Interessierte recherchieren bitte selbst. Mit Ausnahme einiger Abschnitte zwischen Jagstfeld und Osterburken ist sie zweigleisig.

Die Hohenlohebahn verläßt Heilbronn ostwärts. Die nach Crailsheim führende Bahnstrecke wurde in zwei Etappen eröffnet. Der erste Abschnitt (4. August 1862) umfaßte die Strecke von Heilbronn nach Hall, der zweite (10. Dezember 1867) die Weiterführung über Hessental (wo die Strecke Richtung Stuttgart abzweigt) nach Crailsheim.
Zum Jahresfahrplan 2006 wurde hier der Stadtbahnbetrieb bis Öhringen aufgenommen. Die Stadtbahnen nutzen die Straßenbahnstrecke durch Heilbronn. Auf der Eisenbahn, die das Stadtzentrum nördlich umfährt, fahren nur noch die zweistündlichen RE-Züge Richtung Hall.

Westwärts geht es durch den Kraichgau nach Karlsruhe. Diese Bahnstrecke heißt wenig verwunderlich Kraichgaubahn. Sie wurde Ende der 1870er in Etappen eröffnet.
10. Oktober 1878: Heilbronn - Schwaigern
15. Oktober 1879: Grötzingen - Bretten - Eppingen [/size][size=10px][1][/size][size=15px]
8. August 1880: Schweigern - Eppingen.

Berühmtheit errangte diese Strecke anfangs der 1990er, als auf ihr 1992 das „Karlsruher Modell” seinen Anfang nahm. Seit 1999 fahren die Zweisystemstadtbahnen der Albtalbahn bis Heilbronn. In diesem Zusammenhang wurde die Strecke elektrifiziert und teilweise zweigleisig ausgebaut.

2001 und 2004 wurde die Straßenbahnstrecke durch Heilbronn eröffnet. Im Dezember diesen Jahres folgt der Nordast der Heilbronner Stadtbahn nach Neckarsulm, aufgrund verspäteter Eisenbahnzulassung der neuen Fahrzeuggeneration zunächst nach einem reduzierten Fahrplan.

Am 11. April 1901 schließlich wurde für den Güterverkehr die 2,8 km lange Strecke von der Blockstelle Eib der Strecke Heilbronn Gbf-Crailsheim nach Heilbronn Süd eröffnet. Dort endete seit dem 1. Dezember 1900 die Bottwartalbahn, die von Marbach kommende Schmalspurbahn. Ihr erster Abschnitt, Marbach - Beilstein, wurde am 9. Mai 1894 eröffnet, am 25. November 1899 der zweite Abschnitt von Beilstein nach Ilsfeld. Anno 1900 war sie komplett. Der Reiseverkehr endete am 24. September 1966, mit dem Ende des Jahres 1968 hörte auch der Güterverkehr auf (Teile der Strecke lebten als Normalspurbahn noch weiter). Im Jahr 2000 wurde dann auch die Normalspurstrecke zum Heilbronner Südbahnhof stillgelegt. Reisende zwischen Haupt- und Südbahnhof mußten den städtischen Nahverkehr, Straßenbahn oder Obus, nutzen.


------------


Als die Eisenbahn Heilbronn erreichte, erhielt die Käthchenstadt einen Bahnhof. Dieser lag etwa eine Straßenbahnhaltestelle dichter an der Innenstadt als der Hauptbahnhof. Das Empfangsgebäude ist erhalten, zu beachten ist, daß die Gleise im Süden lagen, die Straße im Norden. Beim heutigen Empfangsgebäude ist es umgekehrt.


------------


[image]

1 Das alte Bahnhofsgebäude. Passenderweise verkehrt auf der ehemaligen Gleisseite heute die Straßenbahn.


[image]

2 Die ehemalige Straßenseite.


[image]

3 Das Heinrich-Fries-Haus liegt dem alten Bahnhof gegenüber. Ein schönes Beispiel einstmals moderner Architektur.


[image]

4 Rechts im Rücken der alte Bahnhof. Das Gebäude mit den weißen Säulen, auf das die Straße führt, ist der heutige Hauptbahnhof.


[image]

5 Über den Gleiskörper der Straßenbahn schauen wir zum Bahnhof mit seinem neugestalteten Vorplatz. Am 1. August 2012 war die Strecke wegen Gleisbauarbeiten außer Betrieb.


[image]

6 Das ist das heutige Hauptbahnhofsempfangsgebäude.


Und das ist das Ende des ersten Teils. Fortsetzung folgt.

Heute: Heilbronns Hauptbahnhof (40 Bilder), Teil 2

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 12.10.2013, 18:29 (vor 4573 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Sören Heise, Samstag, 12.10.2013, 18:34

Fortsetzung.

Korrektur zu Teil 1: Am 8. August 1880 muß es Schwaigern heißen.


------------


Der erste Bahnhof erwies sich schon bald als zu klein und als ungünstig gelegen. 1873 wurde an der heutigen Stelle der neue Bahnhof dem Betrieb übergeben. Dessen Empfangsgebäude wurde im Krieg zerstört und 1956 abgerissen. Zuvor entstand 1950 auf der stadtwärtigen Seite schon ein Bürotrakt (auf Bild 6 angeschnitten). Im Jahr 1958 entstand schließlich das heutige Empfangsgebäude. An der Planung waren mehrere Architekten beteiligt, Bauleiter war Hellmut Kasel. Dessen Ausführung lag ein Entwurf von Emil Schuh zugrunde. Schuh war sein Vorgänger als Hochbaudezernent bei der BD Stuttgart (damals kam man ohne teure Architektenwettbewerbe aus).

Das Empfangsgebäude ist zweistöckig, die Halle quer und zur Straße hin angeordnet. Im Laufe der Zeit wurden diverse Umbauten durchgeführt. Die Gepäckannahme ist verschwunden, an ihrer Stelle befindet sich nunmehr der Fahrkartenschalter, dessen ursprünglicher Platz nun von einem Kiosk eingenommen wird. Dennoch konnten die Belange des Denkmalschutzes so weit als möglich berücksichtigt werden, und der aufmerksame Betrachter kann dieses „bis ins Detail original überlieferte, qualitätvolle und in dieser Art inzwischen äußerst selten gewordene Dokument großstädtischer Bahnhofarchitektur der 1950er Jahre“, wie es im Begründungstext zur Denkmaleigenschaft heißt, studieren. (Feitenhansl, S. 139).


------------


[image]

7 Für die Stadtbahn wurde der Bahnhofsvorplatz neugestaltet. Ein großes Glasdach überspannt die Haltestelle. Am Mittelbahnsteig kehrt gerade Wagen 808.


[image]

8 Von der anderen Straßenseite sehen wir auch einen Stadtbus der Linie 61 mit im Bild. Auch die Busse haben einen Mittelbahnsteig, so daß Umsteigern ein Überqueren der Straße erspart bleibt.


[image]

9 Haltestellenschild.


[image]

10 Westlich des Haupteingangs. Das Restaurant im 1. Stock hat einen Freisitz. Die Pflasterung nimmt auf die Gestaltung des Empfangsgebäudes Bezug.


[image]

11 Gedenktafel.


[image]

12 Die Westfassade ist recht einfach gehalten.


[image]

13 Westlich des Empfangsgebäudes befindet sich der Übergang zwischen Eisenbahn- (hinten, links das Stellwerk) und Straßenbahnbetrieb. Rechts Abstellgleise.


[image]

14 Ab hier ist Straßenbahn! Das von der Rückseite zu sehende Schild verheißt hingegen nichts Gutes für Straßenbahnfahrzeuge: EBO.


[image]

15 Zurück am Empfangsgebäude. Die Schalterhalle wirkt abweisend.


[image]

16 Die Straßenbahnhaltestelle mit ihrem Glasdach.


[image]

17 Der Haupteingang.


[image]

18 Innenansicht.


[image]

19 Besonderer Blickfang im Innern war die große Wandplastik aus Schmiedeeisen mit Silikatfarbe von Peter Jakob Schober. „Reisen mit der Bahn – Heilbronn und die Welt“ ist wie der „Helios“-Wagen in Heidelberg ein typisches Werk der 1950er Jahre zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion, bei dem die Themen „Bundesbahn“ (Signale), „Heilbronn“ (Kilianskirche, Weintrauben, Hafen) und „Welt“ (Sonne, Gitarre) noch direkt ablesbar sind. (Feitenhansl, S. 139).


[image]

20 Innenansicht westwärts. Die Bude links beeinträchtigt die Raumwirkung doch recht erheblich.


[image]

21 Der Ausgang.


[image]

22 Der Treppenabgang wurde durch den nachträglichen Einbau eines Aufzuges verschmälert.


[image]

23 Hierdurch ist auch das Glasfenster nicht mehr ungestört sichtbar.


[image]

24 Am Hausbahnsteig liefen gerade die Albtalbahnwagen 889 und 871 auf der Fahrt nach Öhringen ein.


[image]

25 Die Bahnsteige bieten nichts besonderes.


[image]

26 Daher sei einfach mal ein Steuerwagen porträtiert.


[image]

27 Das Glasfenster von der Gleisseite.


[image]

28 Eine zweite Treppe führt auf den Hausbahnsteig.


[image]

29 Der Hausbahnsteig. Menschenleer, da kein Zug in Sicht.


[image]

30 Nebeneingang ins Empfangsgebäude.


[image]

31 Der Personentunnel.


[image]

32 Der nachträgliche Aufzugeinbau erforderte hier eine neue Treppe.


[image]

33 Einen Durchgang aufs Gelände hinterm Bahnhof gibt es nicht.


[image]

34 Neugestalteter Treppenaufgang mit Aufzug.


[image]

35 Auf der anderen Seite zeigt sich die Treppe im ursprünglichen Zustand.


[image]

36 Bahnsteigansicht.


[image]

37 Blick zum Stellwerk.


[image]

38 Der Bürotrakt von der Gleisseite, darüber der Turm des alten Postamtes.


[image]

39 Nochmals das Glasfenster. Das neue Bahnhofsschild ist zweifellos ein Gewinn an Schönheit und Lesbarkeit.


[image]

40 Ein einfahrender Doppelstockzug von Neckarelz nach Stuttgart. Im Hintergrund Weinberge.


------------


Wir fahren aber in die Gegenrichtung, nach Heidelberg. Der Zug fährt über Sinsheim. Sinsheim? Moment, da war doch was. Richtig, ein Hauptbahnhöfle! Dort halten wir mal kurz an, sonst vergesse ich den Bahnhof noch.


Viele Grüße,
Sören


Fußnote
[1] Am selben Tag, dem 15. Oktober 1879, wurden übrigens auch die folgenden Strecken eröffnet: Saarbrücken - Wemmetsweiler - Neunkirchen, Saarbrücken - St. Ingbert, Mannheim Neckarstadt - Lampertheim, Greiz - Greiz Aubachtal, Glatz - Neurode, Oberoderwitz - Eibau sowie für den Güterverkehr eine innerstädtische Verbindung in Saarbrücken.

Hinweis
Die Aufnahmen entstanden am 25. Juni und am 1. August 2012.

Literatur
Roland Feitenhansl, „Avantgarde gestern und heute. Bahnhofsbauten der 1950er Jahre in Baden-Württemberg”. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg. Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege 3/2010, S. 134 - 139, hier S. 134. Unter denkmalpflege-bw.de als Download erhältlich.
Handbuch der deutschen Eisenbahnstrecken. Eröffnungsdaten 1835 - 1935, Streckenlängen, Konzessionen, Eigentumsverhältnisse. Mainz 1984. Ein Nachdruck von „Die deutschen Eisenbahnen in ihrer Entwicklung 1835 - 1935” aus dem Jahr 1935.

--
[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

als geborener und Immer-Noch-Heilbronner sage ich Danke :-)

Flatrate-Bahnfahren, Samstag, 12.10.2013, 22:53 (vor 4573 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Flatrate-Bahnfahren, Samstag, 12.10.2013, 22:55

- kein Text -

Bitte :-)

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 13.10.2013, 15:43 (vor 4572 Tagen) @ Flatrate-Bahnfahren

Fällt die Sammelantwort halt aus. Auch recht.

(OT): Inkonsequent ;-))))

Blaschke, Sonntag, 13.10.2013, 16:14 (vor 4572 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 13.10.2013, 16:17

Mahlzeit!

Weiß auf weißem Hintergrund zu schreiben funktioniert im Hause Heise. Aber im dunklen dunkle Kursbücher suchen, klappt nicht.

Merkwürdig. Irgendwie inkonsequent.


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg


Ansonsten wirkt Heilbronn irgendwie langweilig. Da fehlt der Kick, das Besondere, das Außergewöhnliche. Nicht mal spannende Züge halten dort mehr an. Und dass vor schicke, quasi historische Scheiben (erstaunlicherweise gezeigt mit nicht retuschierter oder abgeschnittener Bier-Werbung; schon wieder inkonsequent *g*) moderne Aufzüge gesetzt werden, darf nicht kritisiert werden, denn dann ist man ein Barrierefreiheitsfeind. Wobei mir dann der Aufzug lieber ist als eine alte Scheibe. Aber der Gedanke führt dann auch wieder nur zur Unfrieden. Und das am Sonntag. Das muß nicht sein. Zumal meine Kirche (also die, der ich angehöre und die den einzig wahren Glauben predigt) eh grad schon wieder genug in den Schlagzeilen ist.

Re:

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 13.10.2013, 17:16 (vor 4572 Tagen) @ Blaschke

Mahlzeit!

Dieses Wort hasse ich als Gruß. Tach!

Weiß auf weißem Hintergrund zu schreiben funktioniert im Hause Heise.

Dem Hause Blaschke sei empfohlen, selbiges hier im Textschreibefeld dieses Forums nachzuvollziehen, wie das geht. Dagegen ist Blindekuh eine hoch intellektuelle Angelegenheit.

Aber im dunklen dunkle Kursbücher suchen, klappt nicht.

So dunkel ist das nichtmal (Bildlink, nicht meins).

Merkwürdig. Irgendwie inkonsequent.

Solange nur irgendwie, soll's mir recht sein.

Und dass vor schicke, quasi historische Scheiben (erstaunlicherweise gezeigt mit nicht retuschierter oder abgeschnittener Bier-Werbung; schon wieder inkonsequent *g*) moderne Aufzüge gesetzt werden, darf nicht kritisiert werden, denn dann ist man ein Barrierefreiheitsfeind. Wobei mir dann der Aufzug lieber ist als eine alte Scheibe.

Der Aufzug dürfte bei Nachtschließung des Empfangsgebäudes weitgehend witzlos sein.
Die Bierwerbung sehe ich nicht als solche, die sehe ich als Zeitdokument, ja sie ist wohl heutzutage ein Denkmal.

Nächstes Mal gibt's vielleicht Werbung für den längst stattgefundenen Bürgerdialog mit Frau Reding und Herrn Kretsch. Mal sehen. Und mal sehen, was Du dann zu meckern hast.


Das mit der Ware Glauben lasse ich mal unkommentiert.


Viele Grüße,
Sören
(der derzeit Ironie u.ä. nicht als solche kennzeichnet)

Re:

Blaschke, Sonntag, 13.10.2013, 20:57 (vor 4572 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 13.10.2013, 20:59

Ein wunderschönes Herzliches Willkommen.

Mahlzeit!


Dieses Wort hasse ich als Gruß. Tach!

Ach so, okay, TACH!

Weiß auf weißem Hintergrund zu schreiben funktioniert im Hause Heise.

Dem Hause Blaschke sei empfohlen, selbiges hier im Textschreibefeld dieses Forums nachzuvollziehen, wie das geht. Dagegen ist Blindekuh eine hoch intellektuelle Angelegenheit.

Richtig. Danke für die Empfehlung - aber das hätte der Herr im Hause Blaschke auch vorher schon gekonnt, wenn er nur gewollt hätte. Allerdings betrachtet der sowas als eher etwas albern. Übrigens gibt's "blindekuh" auch in der Schweiz; wobei es da wieder mal was Besonderes ist - allerdings durchaus sehr sinnlich und überhaupt eine gute Idee: http://www.blindekuh.ch/ueber_uns/

(erstaunlicherweise gezeigt mit nicht retuschierter oder abgeschnittener Bier-Werbung; schon wieder inkonsequent *g*)

Die Bierwerbung sehe ich nicht als solche, die sehe ich als Zeitdokument, ja sie ist wohl heutzutage ein Denkmal.

Wobei es den Namen für eine Biersorte allerdings noch geben soll, wenn auch nicht mehr die Brauerei in Heilbronn. Allerdings klang das mit dem Bier im Falle Ulms irgendwie noch anders. Zitiert aus http://www.ice-treff.de/index.php?id=252780 :

Ich nutze gerne Gelegenheiten, meine Abneigung gegen Bier zum Ausdruck zu bringen.

Hier war es irgendwie das genaue Gegenteil. Die Scheibe samt Werbung ist gleich auf 3 Fotos zu sehen. Daher tat ich meiner Verwunderung Ausdruck verleihen.

Nächstes Mal gibt's vielleicht Werbung für den längst stattgefundenen Bürgerdialog mit Frau Reding und Herrn Kretsch.

DAS wäre in der Tat hier ein Kracher gewesen: Da die Bilder im Sommer 2012 entstanden, der Bürgerdialog mit Frau Reding und dem mir unbekannten Herrn Kretsch, was wohl Herr Kretschmann sein soll, aber erst im Juli 2013 stattfand - und dann noch in Heidelberg statt Heilbronn -, wäre eine Werbung hierfür zum Zeitpunkt der Aufnahmen aber sowas von "zukünftig gewesen"...

Den Dialog gibt's übrigens noch immer - nur mit anderen Teilnehmern (und anderen Städten)

http://eu-bürgerdialog.de/

Mal sehen. Und mal sehen, was Du dann zu meckern hast.

Da bin ich auch schon SEHR gespannt drauf. Genau wie auf die zukünftigen Bahnhofsporträits. Denn das "versteckt" geschriebene

Fällt die Sammelantwort halt aus. Auch recht.

läßt ja gewissen Interpretationsspielraum bzgl. zukünftiger Sammelantworten. Nicht, dass wir nachher noch an den User-Dialog erinnern müssen. Und das nächste Bahnhofsporträit das aus Limburg wird. Obwohl: Da gibt's ja gar keinen Hauptbahnhof. Zumindest nicht in dem "a. d. Lahn".

der derzeit Ironie u.ä. nicht als solche kennzeichnet

Das habe ich noch NIE gemacht, von gelegentlichen Smileys mal abgesehen. Und werde es auch NIE machen. Denn die größte Satire ist die, Satire vorab als solche zu bezeichnen; also quasi vor ihr vorzuwarnen. Das entwertet sie dann noch mehr als ein Stempelautomat den Fahrschein.

Herzlichste Grüße von

jörg

(OT): Inkonsequent ;-))))

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Montag, 14.10.2013, 00:12 (vor 4572 Tagen) @ Blaschke

Mahlzeit!

Ansonsten wirkt Heilbronn irgendwie langweilig. Da fehlt der Kick, das Besondere, das Außergewöhnliche. Nicht mal spannende Züge halten dort mehr an.

Ich habe Heilbronn mal aus dem TEE-Fenster erlebt, auf der Fahrt (ohne umzusteigen!) von Aalen nach Amsterdam. Das war 1984 . . .

Heilbronner Highlight InterRegio-Bus

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Sonntag, 13.10.2013, 18:37 (vor 4572 Tagen) @ Sören Heise

Man kann wohl sagen, daß es irgendwie in Heilbronn begonnen hat. Seiner Sache schon weit voraus bedurfte es aber noch weitere 25 Jahre und eines parlamentarischen Kraftaktes, bis die Idee des 1988 ins Leben gerufenen IR-Schnellbuses gebührende Nachfolger fand: Flexbus, Meinbus, IC-Bus & Co haben wir heute am Hals.

Sicherlich waren damals noch an die 20 Sonder-, Sondersonder- und Ausnahmesonder-Genehmigungen zum Betriebsstart nötig. Denn zur Befriedigung rein touristischer Bedürfnisse diente dieser Bus-Zubringer über die A81 zum IC-Bahnhof Würzburg wirklich nicht. Aufgabe und Wesen dieser Veranstaltung war es, dem auf immer so elend im Fernverkehrsschatten liegenden Volk Heilbronns einen bequemen Zugang zum IC Würzburg - Hamburg zu eröffnen. Für einen stündlichen Eilzug schien das Nachfrageaufkommen aber nicht zu reichen. Und der Reisekomfort im Benz war spürbar anders als im Silberling mit Klotzbremsen.

Die Bundesbahn zeichnete für die Strecke Heilbronn - Würzburg einen Bahnfahrplan mit Eilzügen(RE) im 2-Std-Takt, dessen Lücken der IR-Bus dann werktags auffüllte. Ein klein wenig schummelte man übrigens bei der Kursbuch-Streckenkarte, denn die Kursbuchstrecke 780 blieb fett gedruckt statt mager wie bis heute bei reinen NV-Strecken üblich. Der Autobahnverlauf war nicht eingedruckt, was mich verwunderte. Die Fahrt dauerte 90 Minuten.

Heilbronn ab 06:33A 08:33X 10:33X 12:33X 14:33A 16:33A

Würzburg ab 08:53A 10:53X 12:53X 14:53X 16:53A 18:53A

A werktags außer 6
X werktags

Alle erkennen sofort, daß somit zwei Fahrzeuge nötig waren. Während der IR-Bus nonstop über die A81 90 Minuten brauchte, war der Eilzug mit fünf Zwischenhalten nur vier Minuten langsamer. Mein Brüderchen hatte wohl geahnt, daß Linienfernbusse eine Zukunft haben, denn er war sofort Feuer & Flamme. Drum sind wir auf unserer TMT-Sommertour auch mal Auto-Bahn-Bus gefahren. War gut, klimatisiert, leer, pünktlich, irgendwie gediegen und fast schon exotisch. Ich mußte an amerikanische Greyhound-Busse denken.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ac/InterRegio_Bus_W%C3%BCrzburg_1988.jpg

Sören, einen entsprechenden Gedenkstein scheint es am ZOB nicht zu geben? Du hättest ihn sicherlich fotografiert.
;)

Gruß
Olaf

Heute: Heilbronns Hauptbahnhof (40 Bilder), Teil 2

Tw 17, Sonntag, 13.10.2013, 23:40 (vor 4572 Tagen) @ Sören Heise

Danke, dass du mich mit dem Bahnhof und der Linie 61 an die Hochschule morgen erinnerst :). Auf diesen Bericht habe ich nach dem Bahnhofsrätsel schon lange gewartet.

Ich passiere den Bahnhof nun seit einem Jahr täglich und muss sagen er ist mitunter noch das schönste an der Stadt. Leider hast du die Schließfächer im Untergeschoss außer Acht gelassen, die ich ganz interessant finde und wohl leider kein MB O405 gesehen, die es in Heilbronn "noch" zahlreich gibt.

Anbei gibt es noch ein Bild der kleinen Ecke neben dem Reisezentrum, welche in Heilbronn direkt zum Verweilen einlädt :D
[image]

Wir fahren aber in die Gegenrichtung, nach Heidelberg. Der Zug fährt über Sinsheim. >Sinsheim? Moment, da war doch was. Richtig, ein Hauptbahnhöfle! Dort halten wir mal >kurz an, sonst vergesse ich den Bahnhof noch.

Ich hoffe, du bist wenigstens über das Neckartal nach Heilbronn gekommen. Die Strecke über Sinsheim muss ich leider morgen wieder gezwungenermaßen nutzen und bin nicht sehr erfreut darüber.

Gute Nacht,
Tw 17

Doch kein Ausfall: Die Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 14.10.2013, 10:45 (vor 4571 Tagen) @ Tw 17

Moin!

Da fällt die Sammelantwort doch nicht aus, die Ankündigung dessen orientierte sich offenbar am Kunden-RIS der Deutschen Bahn.


Tw 17:

Danke, dass du mich mit dem Bahnhof und der Linie 61 an die Hochschule morgen erinnerst :).

Pardon.

Auf diesen Bericht habe ich nach dem Bahnhofsrätsel schon lange gewartet.

Hatte ich Heilbronn mal als Rätsel? Egal.
Bei ein bis zwei Hauptbahnhöfen pro Woche dauert es manchmal etwas, bis der Wunschbahnhof kommt.

Ich passiere den Bahnhof nun seit einem Jahr täglich und muss sagen er ist mitunter noch das schönste an der Stadt.

Man kommt schnell weg? ;-)

Leider hast du die Schließfächer im Untergeschoss außer Acht gelassen, die ich ganz interessant finde und wohl leider kein MB O405 gesehen, die es in Heilbronn "noch" zahlreich gibt.

Die Schließfächer habe ich nicht gesehen, das stimmt. Auch das Schild am Reisezentrum nicht.
Einen offenbar hochflurigen Mercedesgelenkbus habe ich von hinten, das Bild ist aber nicht wirklich vorzeigbar.

Ich hoffe, du bist wenigstens über das Neckartal nach Heilbronn gekommen.

Einmal ja. Ab Jagstfeld. Im Zug aus Würzburg. :-) Die Strecke fahre ich gerne.
Das andere Mal kam ich von Öhringen.

Die Strecke über Sinsheim muss ich leider morgen wieder gezwungenermaßen nutzen und bin nicht sehr erfreut darüber.

Die eignet sich gut zum Lesen, denke ich. Die Fahrt durchs Neckartal nach Heidelberg ist landschaftlich ganz klar vorzuziehen. Da stimme ich Dir zu. Habe ich mal zur Anreise nach Heidelberg genutzt.


Jörg:
Wie gesagt, die Bierreklame sehe ich nicht als solche, sondern als Teil des Baudenkmals Heilbronn Hauptbahnhof.

Die Bürgerdialog mit Herrn Kretschmann und Frau Reding hing ja auch diesen Sommer in Heidelberg. ;-)

Limburg schwebt mir vage als Idee im Kopfe herum, der ICE-Bahnhof einerseits und der Stadtbahnhof andererseits. Immerhin hast Du mich erinnert, mal nach einer Kirche zu suchen, die man aus dem Zug (Lahntalbahn) sieht: St. Lubentius ist es.


Olaf:
Es gibt nichtmal einen richtigen ZOB. Aber danke für den Hinweis auf den IR-Bus. Ich erinnere mich schwach, damals in der Bundesbahnzeitung vom Bahnhof (wie hieß die nochmal?) darüber gelesen zu haben.


Viele Grüße
Sören

--
[image]

Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Doch kein Ausfall: Die Sammelantwort

brandenburger, Perleberg, Montag, 14.10.2013, 17:03 (vor 4571 Tagen) @ Sören Heise

Blickpunkt?

Genau. Blickpunkt DB

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 14.10.2013, 17:43 (vor 4571 Tagen) @ brandenburger

.

Ein paar Bilder (m7B)

Tw 17, Dienstag, 15.10.2013, 00:17 (vor 4571 Tagen) @ Sören Heise

Hallo,

ich hab mal heute die Kamera in die Hochschule mitgenommen und erlaube mir die Bilder hier zu zeigen.

[image]
In Heilbronn wird man noch Willkommen geheißen. Natürlich mit einem für die Heilbronner Gegend typischen Zug im Hintergrund.

[image]
Auf dem Bahnsteig finden wir noch Zugabfertigungseinrichtungen

[image]
Viele Wege gibt es danach aus dem Personentunnel hinaus.

[image]
Wir gehen den Weg zum "Hygeniezentrum", dort finden wir die Toilette und viele rote Schließfächer.

[image]
In Heilbronn ist an vielen Stellen einfach die Zeit irgendwann mal stehengeblieben. Daher gibt es hier noch schöne alte Aufkleber.

[image]
Vor dem Bahnhof wird aktuell gebaut. Der ZOB verliert Platz, die Stadtbahn erhält eine zweite Abstellanlage für die Stadtbahn Nord.


[image]
Und zum Schluss noch ein schöner Heilbronner O405 am Rathaus

Die eignet sich gut zum Lesen, denke ich. Die Fahrt durchs Neckartal nach >Heidelberg ist landschaftlich ganz klar vorzuziehen. Da stimme ich Dir zu. Habe ich >mal zur Anreise nach Heidelberg genutzt.

Ja genau. Lesen, Schlafen, Filme schauen oder wie heute einer japanischen Reisegruppe zu zuschauen, wie sie in Eisenbahnatlaten herumwälzen und ihre Kameras gegen die Scheibe pressen :) Nächstes Jahr soll wohl laut neuem Fahrplan einige Zeit alles über das Neckartal laufen, da freue ich mich schon auf die abendlichen n-Wagenzüge.

Grüße
Tw 17

PS: Ich warte nun gespannt auf meinen Heimatbahnhof Heidelberg.

Re:

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 15.10.2013, 09:10 (vor 4570 Tagen) @ Tw 17

Moin!

Vielen Dank für die Impressionen. An Schließfächern und WC bin ich nicht vorbeigekommen.

Nächstes Jahr soll wohl laut neuem Fahrplan einige Zeit alles über das Neckartal laufen, da freue ich mich schon auf die abendlichen n-Wagenzüge.

Demzufolge gibt es planmäßig andere Züge als 425 in Sinsheim? Dann schreibe ich den Sinsheim-Text um.

PS: Ich warte nun gespannt auf meinen Heimatbahnhof Heidelberg.

Das ist schon mehr oder minder fertig. Sonnabendabend ist es soweit. Vorher geht's aber noch nach Sinsheim.

Viele Grüße,
Sören

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum