Imageverlust für die SBB (Allgemeines Forum)

guru61, Arolfingen, Montag, 07.10.2013, 07:45 (vor 4568 Tagen)
bearbeitet von guru61, Montag, 07.10.2013, 07:46

Hallo
Laut Sonntagszeitung, hat die SBB bei einer von ihr bestellten, repräsentativen Umfrage schlechter als auch schon abgeschlossen.

Leider hält der CEO der SBB die Umfrage unter Verschluss:

http://www.sonntagszeitung.ch/wirtschaft/artikel-detailseite/?newsid=263959

Gruss Guru

...eher: "das Gras des Nachbarn ist immer grüner"?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 07.10.2013, 08:43 (vor 4568 Tagen) @ guru61

Hallo
Laut Sonntagszeitung, hat die SBB bei einer von ihr bestellten, repräsentativen Umfrage schlechter als auch schon abgeschlossen.

Leider hält der CEO der SBB die Umfrage unter Verschluss:

http://www.sonntagszeitung.ch/wirtschaft/artikel-detailseite/?newsid=263959

Ich bekomme den Eindruck, dass alle über ihre eigene Bahn klagen.
Die Deutsche über DB (auch wenn sie mit der eurobahn fahren...), die Niederländer über NS.
Auch in NL-Foren heißt es (und erst recht bezüglich HSL-Zuid): "NS ist ein Saftladen, die sollen mal in Deutschland gucken, so wie die Bahn die ICEs betreibt."

Wenn ich dagegen in NRW über unserem "Fernverkehr" in 15-Minutentakt erzähle, mit diesen 12-Wagen-Dostokompositionen, heißt es meistens: "ich wäre ein glücklicher Mensch wenn wir hier in NRW auch sowas hätten wie bei Euch in NL".
Und hier im Forum wurde mal geschrieben: "RRX. Darüber wird hier in NRW nur geredet. Bei unseren westlichen Nachbarn wird er umgesetzt."

Zudem werden hier Unternehmen untereinander verglichen. Ich denke, SBB auf Rang 12 aller schweizer Unternehmen schneidet gut ab. Bei uns durfte NS in einer solchen Rangliste wesentlich schlechter abschneiden.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

...eher: "das Gras des Nachbarn ist immer grüner"?

guru61, Arolfingen, Montag, 07.10.2013, 09:19 (vor 4568 Tagen) @ Oscar (NL)


Zudem werden hier Unternehmen untereinander verglichen. Ich denke, SBB auf Rang 12 aller schweizer Unternehmen schneidet gut ab. Bei uns durfte NS in einer solchen Rangliste wesentlich schlechter abschneiden.


gruß,

Oscar (NL).

Hallo Oscar

Aber eine Verschlechterung vom Rang 7 auf Rang 12 ist eine Alarmzeichen.

Wenn ich mit durchschnittlichen Nutzern spreche, dass hör ich schon so einiges.
Und dass es göärt, mit dem neuen Tarifsystem, merken auch andere!


Solches ist doch unsinnig:
http://haze.ch/?p=5536
Sag mir mal anhand der Zonen, welcher Zug da gültig ist!

oder solches:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Kein-Billett-nach-Zurzach--die-Maengel-der...

oder solches:
http://www.srf.ch/konsum/themen/umwelt-und-verkehr/trotz-ticket-gebuesst-sbb-veraergert...
oder solches:

http://www.derbund.ch/bern/region/Wenn-das-Billettloesen-am-Automaten-zur-Herausforderu...

Ist natürlich alles kein Problem für die GA besitzenden Mitarbeiter der Bahn.
Sie müssen sich nicht in die Tiefen des Tarifsystems begeben, und werden gebüsst, und noch schlimmer, die Personalien aufgenommen, dass die näcshte Busse noch grösser wird!

Das schlägt sich halt in Umfragen nieder.

Warum kann ich, wenn ich von Zürich nach Aarau löse, nicht jeden Zug, der von Zürich direkt nach Aarau geht, benützen?

Oder sage mir, wo kann ich durchfahren, wenn ich alle Zonen löse?

Gruss guru

...eher: "das Gras des Nachbarn ist immer grüner"?

caboruivo, CH, Montag, 07.10.2013, 14:30 (vor 4567 Tagen) @ guru61
bearbeitet von caboruivo, Montag, 07.10.2013, 14:34

Hallo

Aber eine Verschlechterung vom Rang 7 auf Rang 12 ist eine Alarmzeichen.

Die Boulevardpresse (die rosarote Abendzeitung und die blaue Morgenzeitung, die zu jeder Provinzchilbi einen Liveticker haben muss, beide freilich gratis) hat diesen Sommer erheblich Anti-Imagepflege für die SBB betrieben. Jede Stellwerkstörung wurde zur Titelschlagzeile aufgebauscht, nach Granges-Marnand wurden Tränendrüsengeschichten von Reisenden mit Arm- und Beinbrüchen erzählt, deren Leben am "seidenen Faden" gehangen hat und sie nie mehr Zugfahren werden, da sie jetzt Angst haben.
Deren Hirn kennt wohl den Begriff "Autounfall" nicht! Nachschlagen im Duden, unter 'A'.
Wie sehr die Menschheit den Boulevardzeitungen glaubt, sieht man ja in Grossbritannien, wo das Toilettenpapier namens Sun die Wahlen entscheidet.
Leider bemerken die Pendlerzeitungen nicht, das ihre Leser am meisten mit dem von ihr gebashten Verkehrsmittel fährt. Im Auto hat keiner Zeit, eine Gratiszeitung zu lesen, weil man die Zeit lieber für Telefonieren am Steuer verwendet.

Aber ganz Unrecht hast du mit dem Serviceabbau auch nicht - dies ist aber nicht das Problem der SBB, sondern von allen (Staats-) Bahnen. Der Staat will Geld sehen und deshalb muss Gewinn her.


Solches ist doch unsinnig:
http://haze.ch/?p=5536
Sag mir mal anhand der Zonen, welcher Zug da gültig ist!

Immer alle Zonen, da fährst du am Besten. Ich habe (als ich noch kein GA hatte) immer eigene Via-Wege definiert.


oder solches:
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Kein-Billett-nach-Zurzach--die-Maengel-der...

Im Navi ist ja auch nicht jeder Bauernhof vermerkt.
Ein Software-Update - und gut ist. Das braucht die Pressewelt nicht zu interessieren? Oder wird jedes Mal auch eine Schlagzeile gemacht, wenn der örtlichen Coop-Filiale die Happy Day- (ex Benissimo-) Lose ausgegangen sind?


oder solches:
http://www.srf.ch/konsum/themen/umwelt-und-verkehr/trotz-ticket-gebuesst-sbb-veraergert...

Da geb ich dir recht. Hab mich einmal heftig darüber aufgeregt, weil ich wegen dem Nachtzuschlag gebüsst wurde. Ich wohne leider nicht in einer Gegend mit Nachtangenot und wusste daher nicht, dass man den in den Untiefen des Billetautomats suchen muss. Meine Frustbewältigung
Ich hab danach einen Brief nach Bern geschrieben und eine arrogante Antwort erhalten, die 75 Franken bezahlt und mich bald wieder beruhigt.
Ein Jahr später hat sich einer mit demselben Problem beim BAV beschwert und Recht erhalten - solche Bussen darf die SBB nicht aussprechen. Danke auch! Und ich wollte das ohnehin schon überforderte UVEK mit nicht noch mehr Arbeit belästigen.

oder solches:


Ist natürlich alles kein Problem für die GA besitzenden Mitarbeiter der Bahn.

Spontanbahnfahrer gibt's eh kaum. Die Autosexuellen nehmen sowieso für jedem Kilometer ihre Karre, da nützen RailAway-Kombiangebote leider wenig.

Sie müssen sich nicht in die Tiefen des Tarifsystems begeben, und werden gebüsst, und noch schlimmer, die Personalien aufgenommen, dass die näcshte Busse noch grösser wird!

Das interessiert mich eigentlich herzlich wenig, dass ich bei denen registriert bin.


Das schlägt sich halt in Umfragen nieder.

Warum kann ich, wenn ich von Zürich nach Aarau löse, nicht jeden Zug, der von Zürich direkt nach Aarau geht, benützen?

Schon mal an die zurückgelegten Kilometer gedacht? Via Baden legst du eine andere Distanz zurück als via Heitersberg. Und irgendwie muss die S-Bahn ja auch den Fernverkehr entlasten, die Kosten können bei der Kundenleitung äusserst entscheidend sein.


Oder sage mir, wo kann ich durchfahren, wenn ich alle Zonen löse?

Überall auf dem ZVV-Gebiet.
Ein Touri oder ein Gelegenheitsfahrer löst kaum SBB-Billets via App.

Um die Vias anschaulich zu machen:
Also: Wir haben folgende Möglichkeiten für Zürich-Aarau:

  • Zürich-Regensdorf-Baden-Wildegg-Aarau
  • Zürich-Dietikon-Baden-Wildegg-Aarau
  • Zürich-Heitersberg-Aarau
  • Zürich-Dietikon-Baden-Birr-Aarau

    und noch unzählige Kreuzverbindungen (ersetze jeweils Regensdorf durch Dietikon und umgekehrt)
    die Strecke Mägenwil-Baden Oberstadt-Wettingen ist leider stillgelegt, das hätte noch mehr Möglichkeiten ergeben.

Ausschliesslich an der Heitersberglinie liegen nur Mägenwil und Melingen Heitersberg. Also muss einer dieser Bahnhöfe als Via herhalten.

Und wenn man vor dem Billetautomaten ratlos ist, geht man zum Schalter. Die dort wartenden Hinweise auf die Möglichkeit, das Billet auch am Automaten kaufen zu können, ignoriert man, oder kontert mit dem Argument, dass der Schalterkauf zeitsparender war.

Und wer immer noch nicht zufrieden ist, steigt in seinen Wagen und regt sich spätestens vor dem Baregg darüber auf, dass sie nicht den Zug genommen haben.

Ganz toll find ich auch die Winterthur-Dietikon-Pendler, die trotz S-Bahn auf ihr Auto schwören und dann eine dritte Röhre am Gubrist fordern.

Gruss

--
Nur falsche Prinzen reiten auf dem Schimmel, richtige in der Lokomotive

CH vs. NL: Umwege.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 07.10.2013, 15:53 (vor 4567 Tagen) @ caboruivo

guru61:

Warum kann ich, wenn ich von Zürich nach Aarau löse, nicht jeden Zug, der von Zürich direkt nach Aarau geht, benützen?

caboruivo:

Schon mal an die zurückgelegten Kilometer gedacht?

Ja.

Via Baden legst du eine andere Distanz zurück als via Heitersberg. Und irgendwie muss die S-Bahn ja auch den Fernverkehr entlasten, die Kosten können bei der Kundenleitung äusserst entscheidend sein.

Demnach müßte ich für Eindhoven-Den Haag auch zwei unterschiedliche Preise haben. Ist aber nicht so, obwohl die Unterschiede qua Fahrzeit in Minutenbereich sind.
Ich kann also mit meiner Fahrkarte sowohl via Utrecht (mit dortigem Umstieg) als via Rotterdam (direkt) reisen.
Die Umsteigeverbindung ist übrigens die schnellere; zudem ist die in 15-Minutentakt, die Direktverbindung dagegen nur halbstündlich.

Anders sieht's aus bei Amsterdam-Deventer.
Wenn ich als ICE-Fan dann via Arnhem reise statt via Amersfoort, ist das ein klarer Umweg.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Volle Zustimmung, mehr gibt's dazu nicht zu sagen!

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 07.10.2013, 18:34 (vor 4567 Tagen) @ caboruivo

- kein Text -

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Umfragebeeinflussung durch Privatunternehmen "GfK"

GUM, Montag, 07.10.2013, 10:08 (vor 4568 Tagen) @ guru61
bearbeitet von GUM, Montag, 07.10.2013, 10:09

Hallo
Laut Sonntagszeitung, hat die SBB bei einer von ihr bestellten, repräsentativen Umfrage schlechter als auch schon abgeschlossen.

Gruss Guru

Der Zeitungsartikel beantwortet die Frage nach der Glaubwürdigkeit dieser Studie ja schon von selbst. Dort steht: "....inwieweit sie die SBB für modern und dienstleistungsfreundlich halten und wie die Bahn im Vergleich mit anderen Anbietern abschneide..."

Die Kernfrage dabei ist, wie die Werte "modern" und "dienstleistungsfreundlich" überhaupt definiert werden sollen! Weiter oben stehen dann, dass die eigentlichen Grundnutzen/Kernnutzen-Themen wie Sauberkeit und Komfort gar nicht abgefragt wurden.

Frage ich mich: Was soll diese Studie und warum soll sie angeblich ein "Schlag ins Gesicht" sein.

Denke mal an die auch hier im ice-treff geführte Diskussion über Nahverkehr in Deutschland. Vielen Usern ist der klassische Nahverkehrswagen mit viel Platz lieber, als ein moderner Triebwagen mit 2+2 in der 1. Klasse.

Dieser komfortable, fast schon altertünliche Nahverkehrswagen würde in den Umfragen bei "modern" sicher keine guten Noten bekommen. Bei "dienstleistungsfreundlich" sicherlich auch nicht, weil hier die Zielorte und Anschlüsse nicht auf einem ach so modernen Bildschirm angezeigt werden. Alles also relativ. Bietet aber dennoch Spitzenkomfort.

Da ich gerade erst als Fahrgast am 17. September 2013 im südbayerischen Nahverkehr eine ähnliche Beeinflussung durch den Interviewer äh Umfragefälschung angesprochen habe, weiss ich leider aus erster Hand wie solche Ergebnisse zustande kommen (war allerdings das Privatunternehmen ipsos - nicht GfK).

Natürlich darf auch kein Auftraggeber zu gut wegkommen, denn dann braucht man ja keine Nachfolge"studie". Wobei der wissenschaftliche Gehalt minimal ist. Die Ergebnisse werden in eine Statistiksoftware hineingeworfen und dann seitenweise Folien produziert.

Und der SBB-Chef kann doch nicht ernsthaft ein Belohnungs-Produkt mit hoher emotionaler Bindung mit der SBB verbinden. Die manche mit Urlaub & Freizeit verbinden, manche aber mit dem täglichen Weg zur beschwerlichen Arbeit.

Also kurz gesprochen: Nichts wird so heiß gegessen, wie es abgefragt äh gekocht wird.

Wobei Lindt & Sprüngli gekocht auch nicht so gut schmecken wird - glaube ich :-)

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Umfragebeeinflussung durch Privatunternehmen "GfK"

guru61, Arolfingen, Montag, 07.10.2013, 10:38 (vor 4568 Tagen) @ GUM

Hallo


Frage ich mich: Was soll diese Studie und warum soll sie angeblich ein "Schlag ins Gesicht" sein.

Hallo
Ich hätte kein Problem, wenn die Studie nicht von den SBB in Auftrag gegeben worden ist.

Ich denke, dass der Auftraggeber, der sich selber "studieren" lässt, das grösste Interesse daran hat, eine seriöse Studie in Auftrg zu geben.

Das ist offensichlich geschehen, was ich den SBB auch hoch anrechne.

Nun ist interessant, was daraus wird!

Gruss Guru

Leider weiss der Auftraggeber oft nicht, was er bestellt...

GUM, Montag, 07.10.2013, 10:54 (vor 4567 Tagen) @ guru61

Hallo

Hallo
Ich hätte kein Problem, wenn die Studie nicht von den SBB in Auftrag gegeben worden ist.

Ich denke, dass der Auftraggeber, der sich selber "studieren" lässt, das grösste Interesse daran hat, eine seriöse Studie in Auftrg zu geben.

[...]

Nun ist interessant, was daraus wird!

Gruss Guru

Sehe ich genauso, Guru!

Allerdings gibt es gerade im oberen Management nicht viele Stelleninhaber, die die "Tricks" der Umfrageindustrie vollkommen durchschauen. Wie bei jedem anderen Unternehmen auch gibt es ja das berechtigte und in der Marktwirtschaft vollkommen legitime Interesse der Umsatzgenerierung. Allerdings wird es dann problematisch, wenn diese im Hinblick auf den Bahnbetrieb fachfremden Unternehmen Handlungsempfehlungen geben werden!

Dann wird es für den Bahnvorstand äußerst kritisch. Denn viele der vorgechlagenen Dinge erhöhen die Komplexität der kundenfernen Leistungen erheblich - und ziehen eine neue Umfrage und "Befragungsoffensive" nach sich.

Denke dabei mal an die neuerdings bei vielen Bus- und Straßenbahnfahrern oder auch Bahnunternehmen üblichen Namensschilder. Damit wird der Beobachtungsdruck auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöht, ohne dass es einen Sinn macht. Gerade Schwarzfahrer neigen dann oft zu der Aussage gegenüber Mitarbeitern mit seltenen Namen - ich weiß ja jetzt wo "Du" wohnst.

In Fragebögen und Zertifzierungen wird dann immer gefragt, ob die Mitarbeiter schön und brav Namensschilder tragen (oder nicht). Oder nicht gibt dann Abzug in der Qualitätsbewertung. Und wer hätte das gedacht: Im nächsten Quartal wird der "Befragungsschwerpunkt" bei der Mitarbeiterkleidung liegen.

Meine persönliche Kundenzufriedenheit mit einem Großteil der oftmals nur spärlich angelernten Mitarbeiter der privaten Umfrageunternehmen mit beeindruckenden Kunstnamen liegt auf einer Skala von -5 bis +5 bei -5,9 :-)

Deshalb wird es hoch interessant sein, was wirklich daraus wird.

Was für Maßnahmen werden eingeleitet?
Wieviel davon kommt bei den Kunden an?
Was ist Kosmetik?
Wie ändert sich die innere Einstellung der Bereiche die schlecht abgeschnitten haben?
Wie ändert sich das Tarifsystem?

usw.

Wahrscheinlich wird aber die Zufriedenheitsstudie lediglich in Unternehmenskennzahlen verwendet....

--
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Umfragen verbessern nur das Marketing, nicht die Produkte.

sfn17, Montag, 07.10.2013, 12:02 (vor 4567 Tagen) @ GUM

So in der Art hat es ein Publizist (Gunter Dueck) gesagt.

Nach der Erfahrung aus vielleicht 20 Jahren, in denen es verstärkt Umfragen, Marktforschung und Hotlines (ich übersetze das als "aalglatte Betonmauern") gegeben hat, hat dieser Publizist es als Statement ausgesprochen, dass diese Ausforschungen der Kunden die Produkte nur marginal, die Marketingstrategien aber erheblich verbessert hätten.

Sehe ich auch so. Die Produkte werden besser wegen des technischen Fortschritts, aber nicht, weil auf die Kunden eingegangen wird. Eher ist es so, dass die Kunden erzogen werden, die Produkte in einer bestimmten Weise zu genießen.

Grossartig, DANKE!

GUM, Montag, 07.10.2013, 12:10 (vor 4567 Tagen) @ sfn17

Hotlines als "aalglatte Betonmauern", einfach genial!

Danke für den Hinweis auf den Autor, werde ich recherchieren.

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OT: zum Autor

sfn17, Montag, 07.10.2013, 14:01 (vor 4567 Tagen) @ GUM

Vielen Dank für die Großbuchstaben! *lach* :-)

Den Spruch mit dem besseren Marketing hat Herr Dueck in einem Interview losgelassen. Weiß nicht, in welchem bunten Blättchen ich das las. Am ehesten in dem mit dem gezackten Logo donnerstags.

Ja, Herr Dueck sagt viele interessante Sachen; aber seine lebensphilosophischen Ausarbeitungen mache ich mir nicht zu eigen. Die sind so von der Sorte "intelligenter Technikmensch denkt über die Welt nach und macht Vorschläge", was wirklich sehr in Ordnung und unbedingt zu begrüßen, aber nicht so sehr als einmalig anzusehen ist, dass man sie in wertige Bücher niederlegen müsste.

(Und das schreibt einer [icke], der selbst Technikmensch ist - im Vergleich zu den jungen Freigeistern, die an den Unis so herumschwirren...)

Umfragen verbessern nur das Marketing, nicht die Produkte.

guru61, Arolfingen, Dienstag, 08.10.2013, 15:54 (vor 4566 Tagen) @ sfn17

Sehe ich auch so. Die Produkte werden besser wegen des technischen Fortschritts, aber nicht, weil auf die Kunden eingegangen wird. Eher ist es so, dass die Kunden erzogen werden, die Produkte in einer bestimmten Weise zu genießen.

Hallo

Das kommt drauf an:
Die SBB hat nach Antritt von Meyer gezeigt, dass sie das Pünktlichkeitsproblem in den Griff bekommen hat.

Leider nur vorübergehend.

Nach der Einführung der Selbstkontrolle mit Busse, wurde dann rasch das Perronbillett eingeführt. Ich denke mit dieser Lösung kann man leben.

Das mit den Tarifen und dem Laufweg wird sich sicher auch noch zur Zufriedenheit lösen lassen: Schliesslich hat der ZVV ein Bonus - Malus System, bei dem die Kundenzufriedenheit eine grosse Rolle spielt.

Vielleicht ist in der Schweiz die Situation auch ein wenig anders:
Meyer muss sich bewusst sein, dass seine Kunden auch Stimmbürger sind, die dann und wann abstimmen, ob weitere Ausbauten bei der Bahn finaziert werden sollen.

Es wäre fatal, wenn der Stimmbürger zum Schluss käme, dass weitere Gelder nichts nützen, und er nur noch als Transportgut angesehen wird!

Im Moment sind folgende Initiativen hängig:
http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis444.html
http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis443t.html
http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis442t.html
http://www.admin.ch/ch/d/pore/vi/vis439t.html

Auch Referenden im Verkehrssektor sind fällig:
http://www.admin.ch/ch/d/pore/rf/cr/2011/20112539.html

Man sieht, die Autolobby ist nicht untätig!

Bei allen geht es um den Ausbau der Strasse, resp. um Beschneidung der Gelder der Bahnen, die über die Strasse mischfinanziert werden.

Und das alles unter den Tisch zu wischen, mit dem Argument, bis jetzt sind alle Bahnvorlagen durchgekommen, und das Volk steht zu seiner Bahn, wäre sehr kurzsichtig!

Es war nämlich nicht immer so, dass die Bahn die Nase vorne hatte! In den 70er Jahren hätte niemand darauf gewettet, dass die Bahn ein Come Back vor sich hat!

Die Stimmung kann jederzeit wieder kippen.
Und das wäre schade!

Darum sollte sich die SBB sehr Gedanken darüber machen, warum die Leute im gesamten die SBB als unfreudlich ansehen!

Interessant ist, dasss nach diesem Artikel, das Personal als freundlich wahrgenommen wird!
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Das-Personal-muss-die...

(Der Zugfüher, der auf dem Bild ist, das kann ich bestätigen, ist ein sehr freundlicher und humorvoller Mensch. Er ist vom Depot Romanshorn)

Gruss Guru

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