Nordbahnhof (Reiseberichte)

Christian_S, Montag, 30.09.2013, 18:06 (vor 4593 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Christian_S, Montag, 30.09.2013, 18:07


Das ist der Nordbahnhof. Das Empfangsgebäude entstand 1930 und wird seit 1945 (es überlebte im Gegensatz zur Altstadt den Krieg) nicht mehr zu Eisenbahnzwecken genutzt.

Hui danke Sören für die Ergänzung dieser historischen Ansicht! Versuche mich gerade zu orientieren, aus welcher Himmelsrichtung man da auf den Bahnhof schaut, meine aber, das heutige kleine Bahnhofsgebäude liegt quasi dahinter.

Das heute ist nur noch ein Restverkehr, auch, wenn man sich den sehr dünnen Fahrplan anschaut. Калининград-Зеленоградск ist der für Königsberg - Cranz.

Man kann es durchaus als Restverkehr bezeichnen, aber immerhin haben die Strecken nach Rauschen und Cranz noch den dichtesten Verkehr in der Oblast. Nach Baltijsk/Pillau ist weniger los, nach Sowjetsk/Tilsit erstrecht (1 Zugpaar, sonntags 2). Auch auf der alten Ostbahn Richtung Tschernjachowsk/Insterburg verkehren neben den 2-3 Fernzügen ins russische Kernland nur 2 Regionalzugpaare, nur eines davon über Insterburg hinaus bis Nesterov/Stallupönen.
Man merkt eben: Ausserhalb von Kaliningrad und der Küstenorte ist die Oblast wirklich SEHR dünn besiedelt. Die vielen Buslinien sind obendrein natürlich eine starke Konkurrenz, bisweilen aber auch nicht unbedingt schneller.

Mit der Fußball-WM 2018 soll sich ja vieles verbessern. Der Kaliningrader Nahverkehr soll ausgebaut und saniert werden und das allmorgendliche bzw allabendliche Verkehrschaos etwas abgemildert. Bin gespannt, wie gut man das hinbekommt, derzeit wird aber an allen Ecken der Stadt gebaut :-)

Das Cranzer Empfangsgebäude macht einen guten Eindruck. Das erstaunt mich doch sehr, daß man es durch keinen sowjetbarocken Pompprachtbau ersetzt hat. Das scheint man sonst gerne getan haben.

Das ist wohl wahr. Die Küstenorte sind aber ohnehin zu einem großen Teil historisch erhalten geblieben, da sie nur geringe Kriegsschäden hatten. Zwar gibt es viele russische Neubauten, die meisten davon sind aber eher eine Ergänzung der Orte anstatt Abriss und Neuaufbau.


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