Alt und neu: Der Bahnhof von Riesa (40 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 19.09.2013, 20:07 (vor 4719 Tagen)

Moin,

bei diversen Zugfahrten erschien mir der Bahnhof von Riesa es wert, dort mal für ein Portrait vorbeizuschauen. Am 7. September (vielleicht der letzte Sommertag des Jahres) bot sich dafür endlich die Gelegenheit. Die Gleisseite ist eindeutig interessanter als die Stadtseite. Irgendwo im Gleisbereich findet sich übrigens an einem Stellwerk der sichtbare Begriff Stellerei, der nun auch schon einige Zeit nicht mehr modern ist.


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Riesa liegt an der ersten Bahnstrecke Sachsens, der sogennanten LD-Linie von Leipzig nach Dresden. Diese wurde in mehreren Etappen zwischen 1837 und 1839 eröffnet, Riesa war ziemlich am Schluß dran: In November 1838 ging als vorletzte Etappe der Abschnitt von Oschatz nach Riesa in Betrieb. Mit der Fertigstellung des Abschnittes von Riesa nach Oberau im April 1839 konnte Deutschlands erste Fernbahn komplett befahren werden. In diesem Abschnitt liegt, unmittelbar östlich des Bahnhofs, die Elbbrücke. 1876 wurde die bislang private Betreibergesellschaft an den sächsischen Staat verkauft. 1969/1970 wurde die Strecke elektrifiziert, sie erhielt auch ihr zweites Streckengleis zurück, daß nach dem Krieg als Reparation ausgebaut worden ware.

Zwei Bahnstrecken verlassen den Bahnhof auf der Westseite, beide südwärts. Das ist einerseits die heute elektrifizierte, zweigleisige Strecke über Döbeln nach Chemnitz. Diese wurde in ihrem Nordabschnitt 1847 eröffnet. Der Südabschnitt folgte 1852, zwischendurch war die private Bahngesellschaft vom Staat übernommen worden, ihr war das Geld ausgegangen. Auch hier wurde das zweite Gleis nach 1945 demontiert, die erneute Zweigleisigkeit und die Elektrifizierung folgten 1990/1991. Die ersten Meter verläuft die RC-Linie parallel mit der Strecke über Lommatzsch (1877) nach Nossen (1880). Auf dieser Nebenbahn endete 1998 der Reiseverkehr, der Nordabschnitt ist mittlerweile stillgelegt und unterbrochen.

Unmittelbar östlich des Bahnhofs Riesa befindet sich die dreigleisige Elbbrücke (wie man einem eventuell zu zeigenden Bild entnehmen kann, ist diese Aussage nicht zutreffend: Es sind zwei Brücken, eine zwei- und stromabwärts eine eingleisige), hinter ihr zweigen zwei Strecken von der LD-Linie ab. Die eine ist die 1875 eröffnete Verbindung nach Elsterwerda an der Strecke Berlin - Dresden. Auch sie verlor ihr zweites Gleis, das Mitte der 80er wiederkam. Etwa zeitgleich erfolgte die Elektrifizierung.

Älter ist die Verbindung nach Falkenberg (Elster) und Jüterbog. Diese wurde 1848 durch die Berlin-Anhaltische Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet und Teil der ersten Eisenbahn von Berlin nach Dresden. Hinter dem Bahnhof Röderau bestehen direkte Fahrmöglichkeiten Richtung Dresden und Richtung Riesa. Auch diese Strecke ist elektrifiziert. Der Nahverkehr zwischen Riesa und Falkenberg endete 2004, einige EC-Züge zwischen Berlin und Dresden nutzen diese Strecke wegen des andauernden Ausbaus der direkten Linie.


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Riesa ist mit einen gut 30.000 Einwohnern (es waren mal über 50.000) so wichtig, daß alle Reisezüge hier halten. Es handelt sich um die ICEs zwischen Dresden, Leipzig, Erfurt und Frankfurt sowie die ICs zwischen Dresden, Leipzig, Hannover und Oldenburg und den Nachtzug von Prag nach Zürich.

Im Regionalverkehr sind zwei Linien verblieben. Einmal die RB-Verbindung von Elsterwerda über Riesa und Döbeln nach Chemnitz (hier fahren Elloks der Baureihe 143 mit zwei Doppelstockwagen), zum anderen die Paradelinie des sächsischen Regionalverkehrs, die RE-Linie von Dresden nach Leipzig. Sie wurde kürzlich von modernen Doppelstockwagen auf noch modernere Elektrotriebwagen der Baureihe 442 umgestellt, zur uneingeschränkten Freude der Fahrgäste.


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1 Eine Fußgängerbrücke westlich der Bahnsteige bietet einen guten Überblick, hier 442 313 als verspäteter RE nach Dresden. Rechts, vor dem Empfangsgebäude, zwei Kopfgleise für Züge aus Nossen und Chemnitz.


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2 Richtung Westen hat man nachmittags Gegenlicht, dennoch eine Aufnahme. Rechts geht es gen Leipzig, in der Mitte der Lokschuppen und links die Ausfahrt Richtung Chemnitz mit Langsamfahrstelle 20 km/h.


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3 Ein alter Kran (und ein Selbstportrait).


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4 Bahnsteiglampe und Fahrleitungsmast.


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5 Das Empfangsgebäude, 1879 fertiggestellt, in den 1970ern umgebaut.


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6 Hinter der Radfahrerin der unscheinbare Haupteingang.


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7 Hinterm modernen Busbahnhof das Postamt. Der Bus nach Mühlberg hatte sogar einen Fahrradanhänger.


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8 Der Busbahnhof aus leicht erhöhter Position, originellerweise hat der lokale Verkehrsverbund OVV sein Logo vor der Abkürzung.


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9 Die Elbbrücken aus noch erhöhterer Position.


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10 Bodenständiger.


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11 Die Kopfgleise gen Osten. War das mal ein Lokumfahrgleis?


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12 Wasserkran, der erste.


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13 Wasserkran, der zweite. Er steht auf dem modernen ICE-Bahnsteig.


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14 In der Ausfahrt Richtung Brücke steht das moderne Stellwerk W3.


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15 Bahnsteigansicht.


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16 Das moderne WC-Gebäude, beachte das luftige Spitzdach.


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17 Hausbahnsteig.


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18 Der Busbahnhof. Samstagnachmittag um halb Fünf war wenig bis nichts los.


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19 Was dem Supermarkt die Weihnachtssachen, sind den Bahnhofsbuchhandlungen die Kalender: Das Jahr neigt sich so allmählich dem Ende.


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20 Die Abfahrtstafel. Der pünktlichen Abfahrt des ICE nach Wiesbaden steht nichts im Wege.


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21 Aufsichtsanbau.


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22 143 033 wartet auf die Rückfahrt nach Chemnitz. Wer genau hinschaut sieht, daß auf dem Prellbock die Gleisnummer 64 steht.


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23 B2.


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24 ...und von der anderen Seite.


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25 Wasserkran, der dritte.


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26 Das herstellende Unternehmen gibt es noch heute. Der Ort Štore liegt bei Celje in Slowenien.


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27 Fahrräder.


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28 Der andere Eingang ins Empfangsgebäude.


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29 Das Ende des Personentunnels.


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30 Hoch auf den letzten Bahnsteig!


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31 Auge in Auge mit dem Signal.


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32 Der hintere Mittelbahnsteig. Er ist wie auch der Hausbahnsteig nicht modernisiert.


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33 Wann hier wohl zuletzt geflaggt wurde?


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34 Alt und neu oben.


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35 Alt und neu unten.


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36 Schwer beladener Oberleitungsmast.


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37 Einige Reisende haben sich eingefunden.


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38 Der hintere Mittelbahnsteig, im Vordergrund ein ehemaliger Übergang.


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39 Das Empfangsgebäude vom vorderen Mittelbahnsteig.


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40 Um kurz vor 17 Uhr erreicht 101 109 mit dem letzten IC Richtung Hannover den Bahnhof.


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Der Hauptbahnhof der Woche steht ganz im Zeichen der Wahl: Wiesbaden wartet.

Viele Grüße,
Sören

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Alt und neu: Der Bahnhof von Riesa (40 Bilder)

Radiojoerg, Donnerstag, 19.09.2013, 20:50 (vor 4719 Tagen) @ Sören Heise

Wieder ein sehr schönes Portrait! Vielen Dank.
Der Fahrrad-Anhänger am Bus weist auf einen der wichtigsten
Industriezweige im sächsischen Elbtal, den Fahrradtourismus.
Die Hochwasserfolge sind beseitigt, macht Euch auf und erfahrt
Die Schönheiten, die sich an der Elbe bieten.

Grüße von der Elbe, allerdings aus HH.

Alt und neu: Der Bahnhof von Riesa (40 Bilder)

heinz11, Donnerstag, 19.09.2013, 20:59 (vor 4719 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

bei diversen Zugfahrten erschien mir der Bahnhof von Riesa es wert, dort mal für ein Portrait vorbeizuschauen. Am 7. September (vielleicht der letzte Sommertag des Jahres) bot sich dafür endlich die Gelegenheit. Die Gleisseite ist eindeutig interessanter als die Stadtseite. Irgendwo im Gleisbereich findet sich übrigens an einem Stellwerk der sichtbare Begriff Stellerei, der nun auch schon einige Zeit nicht mehr modern ist.

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Riesa ist mit einen gut 30.000 Einwohnern (es waren mal über 50.000) so wichtig, daß alle Reisezüge hier halten.

Feine Ironie...

Im Regionalverkehr sind zwei Linien verblieben. Einmal die RB-Verbindung von Elsterwerda über Riesa und Döbeln nach Chemnitz (hier fahren Elloks der Baureihe 143 mit zwei Doppelstockwagen), zum anderen die Paradelinie des sächsischen Regionalverkehrs, die RE-Linie von Dresden nach Leipzig. Sie wurde kürzlich von modernen Doppelstockwagen auf noch modernere Elektrotriebwagen der Baureihe 442 umgestellt, zur uneingeschränkten Freude der Fahrgäste.

Hier wirds sarkastisch, weil die Hamsterbacken so modern sind, das es schon postmodern ist und sie mehr gehaßt als geliebt werden...

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Danke für den Bericht!

ICE-T-Fan, Donnerstag, 19.09.2013, 21:08 (vor 4719 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

OOV ist VVO :-)

joerg-dd, Dresden, Donnerstag, 19.09.2013, 22:14 (vor 4719 Tagen) @ ICE-T-Fan

- kein Text -

Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 20.09.2013, 12:29 (vor 4718 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Sören Heise, Freitag, 20.09.2013, 12:30

Moin!

Danke für die Kommentare.

Radiojörg: Nördlich von Riesa kann man aber kaum noch von Tal sprechen. ;-)

Heinz: Vermutlich nehe ich immer die falschen Züge, aber in Riesa waren es immer nur wenige Zu-/Aussteiger.

Markus: Danke!

Jörg-DD: Das weiß ich doch. ;-)


Ein Nachtrag zu Bild 18.

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Rechts im Bild der Chemnitzer Bahnhof. Seit 1879 außer Betrieb.

Viele Grüße,
Sören

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Juchuuu!!! Mein Lieblingssignal!

Blaschke, Freitag, 20.09.2013, 20:00 (vor 4718 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

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14 In der Ausfahrt Richtung Brücke steht das moderne Stellwerk W3.

Irre - der Wahnsinn. Da hat Sören mein absolutes Lieblingssignal aufgenommen - ganz rechts zu sehen. Alles leuchtet gelb. Dass es das noch gibt. Ich bin entzückt!

Warum das der Wahnsinn ist: Weil ich mich an das Signalbild noch genau erinnere, als ich mit einem IC auf der Saalbahn fuhr. Internet gab's noch nicht (liebe Jugend: Handys auch nicht!) und Ahnung vom Signalsystem der DR hatte ich noch weniger als die vereinigte DB vom Pünktlichsein. Müßte anno 1992 geschehen sein das Erlebnis. Strom gab's über den Gleisen noch keinen, weil die Oberleitung fehlte. Vorne riß der Großrusse an der Wagenschlange (herrlicher Sound!), Blaschi schaute derweil bei der gemütlichen Fahrt aus dem Fenster und erkundete so neu hinzugekommenes Staatsgebiet.

Dann fiel mir eben genau das oben gezeigte Signalbild ins Auge. Nur dass das oberste Gelb blinkt - was aber hier natürlich auch der Fall sein könnte, denn es ja nur ein Standbild und kein Bewegtbild.

Als Westler erwartete ich bei so viel Gelb - eins blinkt, eins leuchtet dauerhaft und unten ist noch ne ganze horizontale Leiste voller gelber Lämpchen -, dass jetzt irgendwas passiert; wir bremsen oder langsamer werden würden (oder überraschenderweise vielleicht auch schneller). Es passierte aber - NICHTS! Genauso zuckelig und gemächlich wie vorm Signal ging's hinter dem Signal weiter.

Ich war ein klein wenig verstört - HATTE ABER NATÜRLICH VOLLES VERTRAUEN IN DEN LOKFÜHRER. Da ich hier heute schreibe, habe ich die Fahrt überlebt.

Und natürlich weiß ich mittlerweile dank Eisenbahnforen, Wikipedia und den Weltgeschehnissen auch in etwa, was für ein Signal ich da gesehen habe.


Immerhin blieb mir so dank diesem Schocker dieses Stück Reichsbahn dauerhaft in Erinnerung. Hammer (ohne Sichel)!

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg


Zur BahnhofsTEILmodernisierung schreibe ich mal lieber nichts, da fahre ich einfach nach Döbeln und denke an Heinz Erhardts "G" als Wortbeginn.... *würg*

Juchuuu!!! Mein Lieblingssignal! Hl 9b oder Hl 12b

michael_seelze, Dienstag, 24.09.2013, 03:18 (vor 4715 Tagen) @ Blaschke

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14 In der Ausfahrt Richtung Brücke steht das moderne Stellwerk W3.


Irre - der Wahnsinn. Da hat Sören mein absolutes Lieblingssignal aufgenommen - ganz rechts zu sehen. Alles leuchtet gelb. Dass es das noch gibt. Ich bin entzückt!

Dann fiel mir eben genau das oben gezeigte Signalbild ins Auge. Nur dass das oberste Gelb blinkt - was aber hier natürlich auch der Fall sein könnte, denn es ja nur ein Standbild und kein Bewegtbild.

Als Westler erwartete ich bei so viel Gelb - eins blinkt, eins leuchtet dauerhaft und unten ist noch ne ganze horizontale Leiste voller gelber Lämpchen -, dass jetzt irgendwas passiert; wir bremsen oder langsamer werden würden (oder überraschenderweise vielleicht auch schneller). Es passierte aber - NICHTS! Genauso zuckelig und gemächlich wie vorm Signal ging's hinter dem Signal weiter.
Und natürlich weiß ich mittlerweile dank Eisenbahnforen, Wikipedia und den Weltgeschehnissen auch in etwa, was für ein Signal ich da gesehen habe.

Das mit dem Langsamerwerden ist ja gar nicht so falsch. Immerhin gibt es im Signalbuch ja eine Übersicht zu den "fremdartigen" Lichtsignalen aus den neuen Bundesländern.
Wenn die obere Lampe geblinkt hat, handelte es sich demnach um den Signalbegriff Hl 9b. Die Geschwindigkeit von 60 km/h darf am Signal bzw. im anschließenden Weichenbereich nicht überschritten werden. Am nächsten Signal darf die Geschwindigkeit von 40 oder 60 km/h nicht überschritten werden. Steht 40 oder 60 dann in den Örtlichen Richtlinien?
Im Falle einer nicht blinkenden oberen Lampe handelte es sich um den Signalbegriff Hl 12b. Die Geschwindigkeit von 60 km/h darf am Signal bzw. im anschließenden Weichenbereich nicht überschritten werden. Am nächsten Signal ist ein Halt zu erwarten.

Juchuuu!!! Mein Lieblingssignal! Hl 9b oder Hl 12b

ICE-TD, Dienstag, 24.09.2013, 07:30 (vor 4715 Tagen) @ michael_seelze

Am nächsten Signal darf die Geschwindigkeit von 40 oder 60 km/h nicht überschritten werden. Steht 40 oder 60 dann in den Örtlichen Richtlinien?

Nein, das sieht der Tf erst wenn er das Signal sieht, ob mit gelbem Lichtstreufen(60 km/h) oder ohne Lichtstreifen(40km/h).

Alt und neu: Der Bahnhof von Riesa (40 Bilder)

ICE11, Aachen, Freitag, 20.09.2013, 20:07 (vor 4718 Tagen) @ Sören Heise

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11 Die Kopfgleise gen Osten. War das mal ein Lokumfahrgleis?

Lese ich da in der Zielanzeige wirklich die Fragmente von "Aachen"???

Noch 'ne Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 21.09.2013, 17:19 (vor 4717 Tagen) @ ICE11

ICE 11:

Lese ich da in der Zielanzeige wirklich die Fragmente von "Aachen"???

Das mußst Du selbst wissen, ich tue es auch. ;-)


Jörg: Ich mag das Signalbild auch. Habe bloß schon wieder vergessen, was das bedeutet. Geschwindigkeitshinweis weiß ich noch. Das müßte blinken, ich die Erinnerung ist weg.

Viele Grüße,
Sören

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