Noch ne Antwort - (Reiseberichte)

AX-330, Sonntag, 01.09.2013, 22:05 (vor 4590 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

und der weithin bekannte Pündericher Hangviadukt.

Vielleicht darf ich dazu zwei Bilder nachreichen. So sieht das von ganz vorne aus, ein paar hundert Meter weiter folgendermaßen. Das "gleich" im Bildtitel ist etwas gedehnt zu nehmen, selbstverständlich kommt der Kaiser Wilhelm erst einen Tunnel weiter an die Reihe. Nachdem mir das auffiel, war ich zu faul, das zu ändern. ;-)

2 Dieses Stellwerk steht an der Ausfahrt Richtung Trier, südlich der Gleise.

Nachts scheint da schummeriges Licht aus den Fenstern, aber ob die Rennleitung nun hier oder

21 Mit ehemaligem Güterschuppen. Hinter Tür und Fenstern scheint der Fahrdienstleister zu sitzen.

dort waltet, weiß ich nicht. Und so was nennt man dann Streckenkunde...

Bis vor kurzem unterhielt sich Wittlich im Durchfahrgleis Richtung Trier eine fast schon perverse Anzahl alter und neuer Indusimagneten auf nicht mal 50 Metern, das habe ich so noch nicht gesehen. Höhepunkt jeder Moselfahrt: Welcher ist denn heute mal unberechtigt scharf? Ich hab da im Laufe des letzten Sommers vier- oder fünfmal geparkt. Das scheint System zu haben, denn der 80er-Geschwindigkeitsprüfabschnitt vor Wittlich ist bis heute der Ansicht, daß 83 km/h schneller als 95 km/h sind und teilt munter aus. Bei schlechtem Wetter und Grenzlast ist das Balsam für die Zugförderung. :-)

Wie alle von mir genutzten REs an Saar und Mosel war auch er ein paar Minuten zu spät - vielleicht sollte man einfach den Fahrplan ein wenig nach hinten schieben, damit die Züge pünktlich sind.

Oder den Regionalbahnen ein Fahrzeitscheibchen abschneiden - die sind nämlich, mit Verlaub, erbärmlich lahmarschig unterwegs und scheinen reichlich Fahrzeitreserve zu haben.

Die Mosel ist ein zweischneidiges Schwert. Bis Pünderich gestaltet sich die Arbeit des Güterlokführers verhältnismäßig einfach, die Topographie der Strecke gibt den einen oder anderen Moment relativen Müßiggangs her, in dem man schlicht den Fluß genießen kann. Ab dort wird die Strecke häßlich, eintönig und fahrerisch anstrengend, wenn man flott unterwegs sein will. Bis Ehrang zieht es sich dann ganz gewaltig. Trotzdem mag ich die Mosel gerne, zur richtigen Zeit und bei richtigem Wetter ist es dort lauschiger als an Rhein, Neckar und Saale.


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