reuters: Bahn trotzt mit Preiserhöhungen der Krise (Allgemeines Forum)

BenjaRa, Montag, 16.03.2009, 16:48 (vor 6262 Tagen) @ Graukärtchenfahrer

Einige "kernige" Aussagen daraus:

Du vermischst im Folgenden aber Ursachen und Folgen entgegen jeglicher Logik!

- Etwa Verdopplung des Gewinns
- Tiefensee: Börsengang auch nicht in der kommenden Legislaturperiode geplant

Der Börsengang wurde auf mindestens 2013 verschoben.

- Der Nahverkehr stünde 2008 besser da als geplant

Noch viel bedeutender finde ich die Aussage, dass der Fernverkehr erstmals gewinnbringendste Unternehmenssparte nach dem NV wurde...

- "Zurückhaltung bei Investitionen in neue Züge der letzten Jahre"
- geringe Reserven der Bahn an Zügen
- gesteigerte Passagierzahlen
- erhöhte Preise
- Ersatz von ICEs durch günstigere ICs
- "kaum zusätzliche Kosten etwa für Abschreibungen neuer Züge"
- Bahn profitiert seit Herbst von gesunkenen Energierpreisen

Was hier nicht stand und unter der Hand immer wieder diskutiert wurde: Deutliche Herabsetzung der Sparpreiskontigente und somit weitere, gesteigerte Einahmen.

Wie willst du den Sparpreiskontingente in den Bilanzen ausweisen? Wobei die Empfindung der Entwicklung der Kontingente wohl auch eher subjektiv ist?


Meine Interpretation: Die Bahn AG wollte auf Teufel komm heraus an die Börse gehen und daher mit Kapital punkten. Die Kunden, Komfort, Fahr- und Plansicherheit und günstige, der gebotenenen Leistung gerechte Preise war für die Bahn zweitrangig.

Na, das ist doch eine etwas sehr düstere Perspektive.
Die Bahn im Rahmen der Bahnreform wettbewerbs- und damit zukunftsfähig mit dem Ziel Börsengang zu machen ist die eine Seite, Fahrgastsicherheit und Angebotsqualität die andere. Das sollte man nicht vermischen.

Was für ein Armutszeugnis :-(

Arm sind immer wieder solche Unkenrufe.


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