Warum ist es am Rhein so schön? Bingerbrücks Hbf (40 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 03.08.2013, 18:11 (vor 4616 Tagen)

Moin!

Bingerbrück ist ein noch recht junger Ort, der seinen Ursprung in der Neuordnung Mitteleuropas auf dem Wiener Kongreß hat. Die Stadt Bingen wurde rheinhessisch, die Nahe bildete die Grenze zu Preußen. Das preußische Zollhaus gilt als Keimzelle des 1835 urkundlich erstmals erwähnten Bingerbrück. Und weil es dort so schön ist, war ich zweimal da: Am 25.7. letzten und am 15.7. diesen Jahres. Damit darf ich euch nach der Sommerpause wieder begrüßen.


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Als der Bahnhof Bingerbrück am 15. Juli 1858 den Betrieb aufnahm, war er zunächst nur Endpunkt der kurzen Strecke aus Bad Kreuznach. Die Nahetalbahn wurde in den nächsten beiden Jahren bis Neunkirchen verlängert. Am 17. Oktober 1859 wurde Bingerbrück zum Grenzbahnhof, als die Hessische Ludwigsbahn ihre Strecke von Mainz über Bingen und die Nahe bis dorthin eröffnete. Acht Wochen später nahm die letzte Bingerbrück bedienende Strecke ihren Betrieb auf, es war die Etappe von Koblenz bis hier, gebaut durch die Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft. Die beiden letztgenannten Strecken bilden unter dem Namen Linke Rheinstrecke schon lange eine betriebliche Einheit, aber Streckennummer und Kilometrierung wechseln auf der Nahebrücke bis heute. Am 29. Mai 1958 verkehrte zwischen Ludwigshafen und Remagen der erste elektrische Zug. Bingerbrück ist seit 1969 ein Stadtteil von Bingen. 1993 wurde der örtliche Bahnhof in Bingen (Rhein) Hbf umbenannt.


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Die stündlichen ICs zwischen Köln und Mainz passieren Bingen zumeist ohne Halt, andere aber halten.
Daneben gibt es natürlich Regionalverkehr: Zweistündlich fährt die DB zwischen Frankfurt und Koblenz, stündlich Transregio zwischen Mainz und Deutz. Von der Nahe kommt ein DB-Stundentakt mit Dieseltriebwagen. Auf allen drei Linien gibt es Verstärker, die ich wie üblich nicht erwähne.


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1 Der RE aus Frankfurt setzt seine Fahrt nach Koblenz fort.


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2 Kaum ist er weg, kommt ein kleines gelbes Triebwägelchen daher.


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3 Vom Bahnsteigende ein Blick zum bekannten Reiterstellwerk.


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4 Eine Unterführung ermöglichte den Bahnsteigwechsel.


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5 Untendrin.


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6 Auf der Naheseite.


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7 Das Empfangsgebäude.


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8 Im Gegenlicht schauen wir auf die Südausfahrt der Naheseite. Das Gleis mit der Linkskurve führt zur Rheinstrecke.


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9 Eine moderne Überführung mit Aufzügen überquert die Gleise.


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10 Das Empfangsgebäude von unten.


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11 Innendrin noch ein klassischer Fahrkartenschalter.


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12 Die Bahnhofsgaststätte hingegen war provisionsfrei zu vermieten.


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13 Der Personentunnel in Höhe des Empfangsgebäudes.


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14 ...und ans Licht!


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15 Das Empfangs- und ein weiteres Gebäude stehen zwischen Rhein- und Naheseite und machen den Bahnhof zu einem Keilbahnhof.


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16 Ein ziemlich hoher Oberleitungsmast.


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17 Hin zum Rhein eine Parkanlage, einstmals Landesgartenschau, noch einstmalser Bahnbetriebswerk und Rangierbahnhof.


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18 Rechtsrheinisch ein Bummelzug.


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19 Güterverkehr gibt's auch.


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20 Einer der wenigen haltenden Fernzüge ist der IC 119 nach Innsbruck. Am 25. Juli 2012 war 101 108 am Zug.


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Damit springen wir zum 15. Juli diesen Jahres.


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21 Auf der Naheseite zwei 642er. Hinten auf der Rheinseite wartet die Mittelrheinbahn nach Koblenz auf die Abfahrt.


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22 Das ehemalige Stellwerk Bingerbrück Kreuzbach an der Nordausfahrt war von 1937 bis 1996 in Betrieb.


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23 Ein Gang unter dem Stellwerksraum hindurch und ein Steg über die weiteren Gleise führen aufs Kulturufer, wie die Fläche zwischen Gleisen und Rhein mittlerweile heißt.


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24 Blick zurück.


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25 Eisenbahnergärten gibt's.


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26 Mäuseturm, Burg Ehrenfels und ganz oben noch 'ne kaputte Burg.


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27 Die ehemalige Wagenausbesserungshalle. Zwischen 1960 und 1978 wurden hier Güterwagen repariert.


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28 Der Rest des alten Diensttunnels unter den Gleisen hindurch.


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29 Im Gegenlicht das ehemalige Stellwerk Bingerbrück Ost (Bot) vor der Stadtkulisse.


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30 Der Eingang ins Empfangsgebäude.


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31 Blick hinein in den Personentunnel.


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32 Der nördliche Personentunnel (vgl. Bild 4) ist mittlerweile verschlossen.


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33 Ein neuer ICE auf Testfahrt nordwärts unterm Reiterstellwerk.


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34 IC 119, vor einem Jahr noch mit einer 101, wurde diesmal von 103 235 gezogen.


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35 Auf der Naheseite stehen dieweil die Regionalbahn nach Kaiserslautern und die Mittelrheinbahn nach Mainz.


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36 Nochmals das ehemalige Stellwerk Bot.


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37 Die Zufahrtsstraße zum Bahnhof wird von einem Gleis gequert.


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38 Das moderne Stellwerk Bf.


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39 Von der Nahebrücke ein Blick auf Bingerbrück.


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40 Zwischen Straßen- und Bahnbrücke sehen wir den Nullpunkt der hessischen Fortsetzung der Linken Rheinstrecke gen Mainz.


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Damit haben wir Bingerbrück und somit auch Bingens Hauptbahnhof verlassen. Abschließend zwei Hinweise in eigener Sache:
Die ersten fünf erschienenen Hauptbahnhofsportraits sind Prototypen. Sie werden zu gegebener Zeit durch die Serienausführung ersetzt. Also bitte nicht wundern, falls Berlin Ostbahnhof, Braunschweig, Bremen, Kassel und Ludwigshafen im Rahmen dieser Serie erneut auftauchen.
Der zweite betrifft eine Fahrplanänderung: Die bislang freitags vorgestellten ehemaligen Hauptbahnhöfe werden ab sofort ebenfalls sonntags abgehandelt. Bis dahin dauert es aber noch. Die kommenden Wochen geht's nämlich erst auf Baustellentour.

Viele Grüße,
Sören

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Warum ist es am Rhein so schön? Bingerbrücks Hbf (40 Bilder)

SST, Köln-Südstadt, Sonntag, 04.08.2013, 02:57 (vor 4616 Tagen) @ Sören Heise

Sehr gerne angeschaut. Danke schön :-). Eine 103 bekommt man dort ja auch nicht mehr täglich vor die Linse ;-).

Gruß vom Rhein!

Gleisnummerierung

zugvogel, Rheinland-Pfalz, Sonntag, 04.08.2013, 08:57 (vor 4616 Tagen) @ Sören Heise

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31 Blick hinein in den Personentunnel.

Schönes Portrait von einem interessanten Bahnhof!
Was ich nie kapiert habe, ist die Nummerierung der Gleise in Bingen Hbf.

Gleisnummerierung

fabs, Braunschweig, Sonntag, 04.08.2013, 09:10 (vor 4616 Tagen) @ zugvogel

Moin!
Eigentlich ganz einfach:
Die Gleise der Rheinschiene haben 1xx Nummern, die Nahegleise haben 2xx Nummern und gezählt wird jeweils vom Empfangsgebäude aus.

>HIER< gibt es auf Seite 6 einen schematischen Gleisplan, auf dem es gut zu erkennen ist.

Viele Grüße
fabs

--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...

Gleisnummerierung

Bahn-Auto-Flug, Großraum Nürnberg, Sonntag, 04.08.2013, 12:57 (vor 4616 Tagen) @ fabs

2012 war ich in Bingen Hauptbahnhof und bin mit der Mittelrheinbahn, Siemens Desiro, zum Mainzer Hauptbahnhof gefahren. Es war noch etwas Zeit den Mainzer Hauptbahnhof anzuschauen. Dann gings mit der S-Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof.

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

Alphorn (CH), Sonntag, 04.08.2013, 14:05 (vor 4615 Tagen) @ fabs
bearbeitet von Alphorn (CH), Sonntag, 04.08.2013, 14:05

Meiner Meinung nach sollte eine Gleisunmmerierung genau drei Eigenschaften haben:

1. Sie soll in die gleiche Himmelsrichtung hin ansteigen
2. Sie sollen streng monoton ansteigen (d.h. nie kleiner werden)
3. Der Unterschied zwischen zwei Gleisnummern soll grob die Fussweglänge abbilden

Die sind hier zwei verletzt:
1. 201-203 steigen südwärts an, 101 bis 103 nordwärts.
3. Der Weg zwischen 101 und 201 länger, aber nicht viel länger als zwischen 101 und 103

Meine Nummerierung wäre also:
11,12,13 für die südlichen Gleise, 21,22,23 für die nördlichen.

Man verliert dadurch zwar die Regel, dass 1 (bzw. 101 und 201) der Hausbahnsteig ist, aber die ist meiner Meinung nach nicht viel wert. Wenn ich ankomme und auf meinem Bahnsteig links die Gleisnummer 11 ist und rechts die Nummer 12, dann soll ich sicher sein können, dass ich die Gleisnummer 21 rechts suchen muss. Den Hausbahnsteig finden hingegen ist normalerweise eh kein Problem und meist auch nicht zeitkritisch.

Recht gut gemacht wird es künftig in Zürich, wo die oberirdischen Gleise die Nummern 3-18 haben und die drei unterirdischen Bahnhöfe die Nummern 21-22 (momentan noch 1-2, was schlecht ist), 31-34 und 41-44 (kürzlich umnummeriert). Die provisorischen Gleise 51-54 werden abgebrochen und sind viel weiter vorne, sodass ein grosser Nummernunterschied gerechtfertigt war.

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Das Gegenbeispiel ist Lausanne, wo ein zweiter etwas abgelegener Hausbahnsteig die Nummer 70 hat... hätte deswegen mal fast den Anschluss verpasst. Leider gibt es in der Schweiz die "Hausbahnsteig ist 1"-Regel auch.

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

bravoks, Sonntag, 04.08.2013, 15:11 (vor 4615 Tagen) @ Alphorn (CH)

Im Grunde ist es doch völlig egal wie die Gleise benannt werden. Hauptsache sie werden gut ausgeschildert! Für Ortsfremde ist es doch nicht von Bedeutung ob man die Beschilderung "1" oder "54" verfolgt um an sein Ziel zu kommen (und die Logik wird sowieso nicht verstanden, außer von ICE-Treff-Forumsmitglieder vielleicht)...

Ich finde übrigens die Nummerierung aus Zürich überhaupt nicht so Kundenfreundlich. Praktischer wäre doch eine aufsteigende Nummerierung in eine bestimmte Himmelsrichtung. So weiß man immer in welche Richtung man muss (egal ob Oberirdisch oder Unterirdisch). Die Nummerierung der unterirdischen Gleise orientiert sich dabei an den Hauptzugang und nicht an die tatsächliche Lage, z.B.:

Gleis 1
Gleis 2
Zugang zu den unterirdischen Gleisen 3-5
Gleis 6
Gleis 7
Zugang zu den unterirdischen Gleisen 8-9
Gleis 10

usw.

Gruß,
bravo

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

JanZ, HB, Sonntag, 04.08.2013, 15:28 (vor 4615 Tagen) @ bravoks

Wie würdest du dann die S-Bahn-Gleise in Frankfurt Hbf nummerieren, die ja nun mehrere Zugänge haben?

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

bravoks, Sonntag, 04.08.2013, 15:37 (vor 4615 Tagen) @ JanZ

So dass man in der Haupthalle die logische Folge hat. Wenn man am Bahnhofsvorplatz ist, ist es ja völlig egal welche Nummer die U-Gleise haben. Aber wie gesagt, hauptsache die Beschilderung stimmt. Wenn die nämlich stimmt, kann man den Gleisen sogar richtige Namen geben: Kevin, Mark, Susi usw. ;)

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

Steffen, Sonntag, 04.08.2013, 15:40 (vor 4615 Tagen) @ bravoks

So dass man in der Haupthalle die logische Folge hat. Wenn man am Bahnhofsvorplatz ist, ist es ja völlig egal welche Nummer die U-Gleise haben. Aber wie gesagt, hauptsache die Beschilderung stimmt. Wenn die nämlich stimmt, kann man den Gleisen sogar richtige Namen geben: Kevin, Mark, Susi usw. ;)

Wie beschriftest Du dann den Weg zu den Gleisen im anderen Bahnhofsteil mit den Gleisen Kevin, Mark, ..., Susi? "Kevin-Susi nach rechts"?

Und was passiert moralisch, wenn ein Zug von Kevon nach Mark verlegt wird?

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OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

caboruivo, CH, Sonntag, 04.08.2013, 16:11 (vor 4615 Tagen) @ bravoks

Für ober- und unterirdische Bahnhöfe würde ich persönlich so ummerieren:
Bsp. Zürich HB:
- oberirdisch 1-16
- unterirdisch: 101/102 (SZU), 103-106 (Löwenstrasse), 107-110 (Museumstrasse)

Wieso das heutige Schema angewender wird, wo bei jedem der drei Tiefbahnhöfe ein neuer Zehner angebrochen wird, ist mir unklar.

Gleise sollte man wie in Büchen nummerieren... ;-)

Blaschke, Sonntag, 04.08.2013, 16:21 (vor 4615 Tagen) @ Alphorn (CH)

Mahlzeit!

Da ich da grad war, kommt mir das bei dieser Diskussion grad in den Sinn:

Da gibt's 1, 4, 40, 41 und 140.

Man kommt mit 3 Ziffern aus, um 5 Gleise bzw. genauer Bahnsteige zu nummerieren. So muß das sein!


Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

Markus-P, Sonntag, 04.08.2013, 16:34 (vor 4615 Tagen) @ Steffen

Alles kein Problem, wenn man nicht zu Gleis 9 3/4 muss! -)

Da musste halt mit dem Kopf durch die Wand ;)

caboruivo, CH, Sonntag, 04.08.2013, 16:44 (vor 4615 Tagen) @ Markus-P

- kein Text -

Gleise sollte man wie in Büchen nummerieren... ;-)

caboruivo, CH, Sonntag, 04.08.2013, 16:45 (vor 4615 Tagen) @ Blaschke


Da ich da grad war, kommt mir das bei dieser Diskussion grad in den Sinn:

Da gibt's 1, 4, 40, 41 und 140.

Man kommt mit 3 Ziffern aus, um 5 Gleise bzw. genauer Bahnsteige zu nummerieren. So muß das sein!

Hat das einen besonderen Grund? Hat Büchen so viele Durchfahrtsgleise und ist ein doppelter Keilbahnhof?

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

Alphorn (CH), Sonntag, 04.08.2013, 16:51 (vor 4615 Tagen) @ caboruivo

Für ober- und unterirdische Bahnhöfe würde ich persönlich so ummerieren:
Bsp. Zürich HB:
- oberirdisch 1-16
- unterirdisch: 101/102 (SZU), 103-106 (Löwenstrasse), 107-110 (Museumstrasse)

Wieso das heutige Schema angewender wird, wo bei jedem der drei Tiefbahnhöfe ein neuer Zehner angebrochen wird, ist mir unklar.

Weil es deutlich länger dauert, von Gleis 34 zu Gleis 41 zu kommen als von Gleis 34 zu Gleis 31. Nach Deiner Nummerierung wäre nicht erkennbar, dass der Umstieg von Gleis 106 zu 107 viel, viel länger dauert als der Umstieg von 106 zu 105. Wenn ich nun viel Gepäck habe und in Internetfahrplan einen Übergang von 106 zu 107 sehe, denke ich, dass ich das problemlos schaffe... erfüllt also meine dritte Forderung nicht: "Der Unterschied zwischen zwei Gleisnummern soll grob die Fussweglänge abbilden"

Nebenbei: Einen Grund, die Gleissnummern dreistellig zu machen, sehe ich auch nicht. Gibt nur unnötig grosse Schilder. Deine Variante könnte man mit 51-60 ebenfalls umsetzen.

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

Alphorn (CH), Sonntag, 04.08.2013, 16:54 (vor 4615 Tagen) @ bravoks

Gleis 1
Gleis 2
Zugang zu den unterirdischen Gleisen 3-5
Gleis 6
Gleis 7
Zugang zu den unterirdischen Gleisen 8-9
Gleis 10

Nicht wirklich praktikabel: Beim Eingang zur Unterführung müsste man ein Schild haben: "Gleis 1,2,6,7,10,11,13,14,15,19" für den Zugang zu den oberirdischen Kopfgleisen.

Ausserdem sieht man im Internetfahrplan nicht mehr, dass Gleis 2 und 6 bahnsteiggleich sind.

Büchener Gleisnummerierungslotto ;-)

Blaschke, Sonntag, 04.08.2013, 17:13 (vor 4615 Tagen) @ caboruivo
bearbeitet von Blaschke, Sonntag, 04.08.2013, 17:14

Mahlzeit!

Hat das einen besonderen Grund? Hat Büchen so viele Durchfahrtsgleise und ist ein doppelter Keilbahnhof?

Nee, nee, das nicht. Die komische Nummerierung hängt wohl irgendwie mit der Geschichte und der guten alten Zeit zusammen. Genaueres weiß ich aber nicht; war da auch nur Gast ;-)

Auf DS-O fand ich folgende Diskussion:

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?3,5368792

Auf Seite 7 (der letzten) auf

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/geschaefte/infrastruktur__schiene/netz/netzzug...

ist der Gleisplan abgebildet. Unten Bahnsteig 1 und 4 paßt. Was oben als Bahnsteig 1 bezeichnet wird, nennt sich "Gleis 140". Was oben als Bahnsteig 2 bezeichnet wird, ist rechts "Gleis 41" und links "Gleis 40". Der Fußgängerüberweg - durch Schranken gesichert - ist zwischen "Bahnsteig 1" und "Bahnsteig 2" etwa in Höhe der Weiche 162.


Von 140 zu Gleis 1 kann man ebenerdig gelangen; das ist eine gepflasterte Fläche mit ner Bäckerei, die von 6 bis 16 Uhr geöffnet hat an Werktagen (und auch nur dann hat das Bahnhofsklo Interesse an der Fäkalienaufnahme). Also mußte ich heute morgen hungern, 50 Minuten rumstehen und konnte mich nicht erleichtern :-(

Schöne Grüße von

jörg

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

caboruivo, CH, Sonntag, 04.08.2013, 17:26 (vor 4615 Tagen) @ Alphorn (CH)

Nebenbei: Einen Grund, die Gleissnummern dreistellig zu machen, sehe ich auch nicht. Gibt nur unnötig grosse Schilder. Deine Variante könnte man mit 51-60 ebenfalls umsetzen.

Eher ab 51 statt ab 21, denn in Zürich ist da der Weg zwischen dem heutigen Gleis 18 (künftig 16) und den SZU-Gleisen 1 und 2 (bald 21, 22) auch weiter als 13-18. Darum machte ich die dreistellige Überlegung.

Büchener Gleisnummerierungslotto ;-)

caboruivo, CH, Sonntag, 04.08.2013, 17:33 (vor 4615 Tagen) @ Blaschke


Auf Seite 7 (der letzten) auf

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/geschaefte/infrastruktur__schiene/netz/netzzug...

ist der Gleisplan abgebildet. Unten Bahnsteig 1 und 4 paßt. Was oben als Bahnsteig 1 bezeichnet wird, nennt sich "Gleis 140". Was oben als Bahnsteig 2 bezeichnet wird, ist rechts "Gleis 41" und links "Gleis 40". Der Fußgängerüberweg - durch Schranken gesichert - ist zwischen "Bahnsteig 1" und "Bahnsteig 2" etwa in Höhe der Weiche 162.

Sehe ich das richtig, dass Gleis 140 und 40 dasselbe sind, einfach ein Gleis mit versetzten Bahnsteigen?
Hat wohl den gleichen Zweck wie Weichen mitten im Bahnsteigbereich, damit zwei Züge am gleichen Gleis fahren können.

Von 140 zu Gleis 1 kann man ebenerdig gelangen; das ist eine gepflasterte Fläche mit ner Bäckerei, die von 6 bis 16 Uhr geöffnet hat an Werktagen (und auch nur dann hat das Bahnhofsklo Interesse an der Fäkalienaufnahme). Also mußte ich heute morgen hungern, 50 Minuten rumstehen und konnte mich nicht erleichtern :-(

Hatte es nicht mal einen Busch am Bahnhof Büchen?
Aber 16 Uhr für einen Bahnhof mit internationalem Fernerkehr ist schon nahezu peinlich, betrifft Bäckerei und Toilette.

Büchener Gleisnummerierungslotto ;-)

Blaschke, Sonntag, 04.08.2013, 17:37 (vor 4615 Tagen) @ caboruivo

Hallo!

Sehe ich das richtig, dass Gleis 140 und 40 dasselbe sind, einfach ein Gleis mit versetzten Bahnsteigen?

Ja!

Hatte es nicht mal einen Busch am Bahnhof Büchen?

Ich bin zwar kein Schweizer, aber trotzdem kultiviert!

Aber 16 Uhr für einen Bahnhof mit internationalem Fernerkehr ist schon nahezu peinlich, betrifft Bäckerei und Toilette.

Sah ich ähnlich ;-)

Schöne Grüße von

jörg

Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 04.08.2013, 18:00 (vor 4615 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Sören Heise, Sonntag, 04.08.2013, 18:00

Moin,

danke für die Kommentare.

SST: Schön, mal wieder von Dir zu lesen. :-)

Gleisnummern: Die sind in Bingerbrück doch logisch, wie fabs völlig korrekt anmerkt. Ich finde es gut, daß es da keine eindeutigen Regeln gibt. Und wenn der Zug völlig überfüllt und die einzige Treppe nur eineinhalb oder zwei Meter breit ist, nützt auch das beste Nummernschema nichts.

Büchen: Das neue Empfangsgebäude sieht arg conteinerig aus. Vielleicht reicht's auf dem Weg nach Lübeck mal für ein paar Aufnahmen. ;-)


Viele Grüße,
Sören

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Baustellenportraits?

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 04.08.2013, 18:16 (vor 4615 Tagen) @ Sören Heise

Hoi,

Die ersten fünf erschienenen Hauptbahnhofsportraits sind Prototypen. Sie werden zu gegebener Zeit durch die Serienausführung ersetzt.

Ohne jetzt diese Portraits genau unter die Lupe genommen zu haben: Was unterscheidet denn genau ein Prototypen-Portrait von einem Serien-Portrait?

Der zweite betrifft eine Fahrplanänderung: Die bislang freitags vorgestellten ehemaligen Hauptbahnhöfe werden ab sofort ebenfalls sonntags abgehandelt.

Hey! Für Fahrplanänderungen ist dieses Jahr der 15. Dezember vorgesehen, oder hat es bei dir Hochwasserschäden gegeben? ;-P

Die kommenden Wochen geht's nämlich erst auf Baustellentour.

Kommen jetzt Baustellenportraits?


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 04.08.2013, 18:50 (vor 4615 Tagen) @ caboruivo

Hoi,

In Zürich HB hat einfach jeder Teilbahnhof seinen eigenen Zehnerblock, die Halle aufgrund der Anzahl Gleise hat eben gleich zwei Zehnerblöcke. Ansonsten wird einfach von Süd nach Nord nummeriert.

Die Halle hat 3-18 (Zehnerblöcke 1-20), der SZU-Bhf wird dann 21-22 (Zehnerblock 21-30) haben, der nördlich daran anschliessende Bhf Löwenstrasse hat dann 31-34 (Zehnerblock 31-40) und der noch nördlichere Bhf Museumstrasse wurde deswegen folglich auf 41-44 (Zehnerblock 41-50) umgezeichnet.

Die Hallengeise auf 1-16 umzunummerieren wurde geprüft, aber verworfen. Der Aufwand wäre recht gross, hätte aber keinen wirklichen Nutzen, da die übersichtliche Zehnerblock-Einteilung ja schon gegeben ist.

Man muss jetzt einfach nur wissen, dass die ersten beiden Zehnerblöcke oberirdisch liegen und die drei nächsten Zehnerblöcke die drei unterirdischen Bahnhöfe von Süd nach Nord aufsteigend darstellen.
Vor allem bei den unterirdischen Bahnhöfen ist eine übersichtliche Abtrennung zwischen den drei verschiedenen Bahnhöfen wichtig, da man sich im Untergrund eher weniger gut orientieren kann, als an der freien Luft. Wenn jeder Tiefbahnhof seinen eigenen Zehnerblock hat, dann ist das für die grobe Orientierung eben schon ungemein hilfreich.


Dasselbe wird in St. Gallen gemacht. Da haben wir für die Normalspurgleise die Nummern 1-5, ab Dezember 1-7 (Zehnerblock 1-10), und der Gaiserbahnhof hat 11-15 (Zehnerblock 11-20).
Und wenn ich mir auch andere Bahnhöfe wie Aarau, Aigle oder Bern ansehe, dann bemerke ich, dass es dort ganz genauso gehandhabt wird mit den eigenen Zehnerblöcken für jeden separaten Teilbahnhof. Das ist also ein gewisser Standard in der Schweiz.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Der SBB FV-Dosto.

Baustellenportraits!

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 04.08.2013, 20:02 (vor 4615 Tagen) @ Twindexx

Ohne jetzt diese Portraits genau unter die Lupe genommen zu haben: Was unterscheidet denn genau ein Prototypen-Portrait von einem Serien-Portrait?

Sie weichen von der Serienausstattung ab. In erster Linie durch den fehlenden historischen Überblick, aber auch durch die Bildauswahl. Gerade hier im ICE-Treff ist ein Umbau (sprich: Bearbeiten) zwecks Anpassung an die Serie nicht möglich.

Hey! Für Fahrplanänderungen ist dieses Jahr der 15. Dezember vorgesehen, oder hat es bei dir Hochwasserschäden gegeben? ;-P

Nein. Fahrplanänderungen erfolgen bei Bedarf und werden spätestens bei Inkrafttreten bekanntgegeben.

Die kommenden Wochen geht's nämlich erst auf Baustellentour.


Kommen jetzt Baustellenportraits?

Diverse Hauptbahnhöfe sind mehr oder minder Baustelle. Die behandele ich ganz gerne, solange die Aufnahmen noch halbwegs aktuell sind. ;-) Los geht's wohl mit Dresden, dann Wiesbaden oder was mir sonst noch unter die Nase kommt.

Viele Grüße,
Sören

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Baustellenportraits!

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 04.08.2013, 20:17 (vor 4615 Tagen) @ Sören Heise

Hoi,

Fahrplanänderungen erfolgen bei Bedarf und werden spätestens bei Inkrafttreten bekanntgegeben.

Trotzdem gibt's dafür allgemeingültige Termine: http://www.fahrplanfelder.ch/de/erklaerungen/das-fahrplanjahr/#c202 ;-P

Diverse Hauptbahnhöfe sind mehr oder minder Baustelle.
[...] oder was mir sonst noch unter die Nase kommt.

Wie wäre es mal mit Zürich HB?


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Zürich...

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 04.08.2013, 22:09 (vor 4615 Tagen) @ Twindexx

Moin,

als ob ich eine Eisenbahn wäre. ;-)

Zürich scheitert daran, daß es nicht in Deutschland liegt. Vorerst jedenfalls.

Viele Grüße,
Sören

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OT: Wie man Gleise nummerieren sollte

michael_seelze, Montag, 05.08.2013, 14:50 (vor 4614 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von michael_seelze, Montag, 05.08.2013, 14:50

Meiner Meinung nach sollte eine Gleisunmmerierung genau drei Eigenschaften haben:

1. Sie soll in die gleiche Himmelsrichtung hin ansteigen
2. Sie sollen streng monoton ansteigen (d.h. nie kleiner werden)
3. Der Unterschied zwischen zwei Gleisnummern soll grob die Fussweglänge abbilden

Die DB (813.0201A03) meinte anno 2005 bei Um- Und Neubauten dazu:

Die Bezeichnung der Bahnsteige in der Kundeninformation erfolgt in der Regel nach den Gleisziffern der Bahnsteiggleise, d. h. sie werden nach Kundenlogik vom Hauptzugang aus fortlaufend mit 1,2,3,... nummeriert. Kleine Ziffernsprünge sind hierbei tolerabel. Bahnsteigkanten auf weiteren Eisenbahnverkehrsebenen können in komplexen Bahnhöfen zur Verdeutlichung größerer Entfernungen für Umsteiger mit einer Nummerierung der nächsten Dekade bezeichnet werden (z. B. 11-12; 21-22; 101-102).

In Kreiensen folgte man beim Umbau wohl grob den Gleisziffern der Bahnsteiggleise. Fraglich ist allerdings, ob diese immer der Kundenlogik entsprechen. Vom Hauptzugang (Keilbahnhof) aus ergeben sich nach Süden 1(201),2(302),3(503) und nach Norden 51(451),52(452). 72(172) ist Kopfgleis gegenüber/neben 51. In Klammern die Gleisziffern lt. Gleisplan.

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