Durch den Eurotunnel nach Schottland. 4/4 mit 27 Bildern (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
in Teil 3 des Reiseberichts waren wir in London angekommen. Nun folgt der vierte und letzte Teil.
Tag 4: London – Paris – Zürich – Konstanz
Heute steht die Rückfahrt an, zur Abwechslung fahren wir diesmal via Paris und Zürich; der Eurostar fährt um 9.30 Uhr. Zunächst wollen wir uns aber noch am Bahnhof St Pancras umsehen.
Der gewaltige Bahnhof aus dem Jahr 1874 ist ein architektonisches Meisterwerk, insbesondere auch die imposante Haupthalle.
Der Zugang zu den Eurostarzügen ist hermetisch abgeriegelt, das Bild entstand durch die Glasabsperrung.
Rechts die abgesperrten Eurostar-Gleise, der Zugang mit Check-in, Pass- und Sicherheitskontrollen erfolgt ein Stockwerk tiefer.
Die Rückfahrt habe ich über voyages-sncf gebucht, die Tickets sind maschinenlesbar und somit entfällt der Umtausch in einen Boarding-Pass. Die Check-in-Zeit ist deshalb auch mit nur 30 Minuten auf dem Ticket angegeben. Auch hier heißt es nun wieder warten, bis der Zug zum Boarding freigegeben wird. Allerdings finde ich den Wartebereich hier wesentlich ansprechender als in Brüssel.
Eurostar-Zug in London St Pancras
Wir überqueren die Themse, weiter führt die Strecke durch die Grafschaft Kent und dann durch den 50 Kilometer langen Eurotunnel. Während wir nun bis zu 75 Meter unter dem Meeresspiegel fahren...
...wird ein Frühstück serviert. Später gibt es auch noch ein Schoko-Croissant. Die Fahrkarten werden im Zug nicht mehr kontrolliert, es ist aber recht viel Personal unterwegs, das mit der Bewirtung der Fahrgäste beschäftigt ist.
Die weitere Fahrt auf der LGV Nord durch Frankreichs ist unspektakulär, pünktlich um 12:47 Uhr (diesmal wieder mit Zeitverschiebung in die andere Richtung) erreichen wir den Gare du Nord. Laut Wikipedia ist der Pariser Nordbahnhof der am meisten frequentierte Bahnhof in Europa.
Bevor wir zum Gare de Lyon weiterfahren, schauen wir uns noch etwas im Gare du Nord um. Der Bahnhof wurde 1864 in Betrieb genommen, neben dem Eurostar verkehren hier auch die Thalys-Züge sowie nationale TGV und anderen Verbindungen in den Norden Frankreichs.
Mit der RER-Linie D geht es nun unterirdisch in Nord-Süd-Richtung durch Paris zum Gare de Lyon.
Wir haben noch ausreichend Zeit, und so schauen wir uns auch diesen Bahnhof näher an, zunächst mal von außen. Der Bahnhof wurde zur Weltausstellung im Jahre 1900 errichtet, markant ist der 64 Meter hohe Turm.
Im Inneren gibt es eine Galerie mit berühmten Bauwerken...
...in der ich auch ein Bild von Schloss Fontainebleau entdecke. Fontainebleau ist die vierte Partnerstadt von Konstanz und damit eines meiner nächsten Ziele für eine Frankreich-Tour.
Vom Bahnhof Gare de Lyon fahren TGV-Züge nach Süd-und Südostfrankreich, so auch der TGV Lyria von Paris nach Zürich, der gemeinsam von SNCF und SBB betrieben wird.
Auf der Strecke verkehrt ein TGV POS, deren Innendesign von dem französischen Modeschöpfer Christian Lacroix stammt.
Die Fahrt führt zunächst auf der LGV Sud-Est nach Süden, die Landschaft ist hier noch recht eintönig.
Auch hier gibt es einen 1.Klasse-Service. Das französisch-schweizerische Zugpersonal notiert dafür bei der Fahrkartenkontrolle, wo grenzüberschreitend Reisende sitzen und gibt den Zettel dann an das Servicepersonal weiter. Es gibt Zeitschriften, Getränke und einen Imbiss – im Vergleich zu den bisherigen kulinarischen Angeboten auf der Tour ist der Imbiss aber recht bescheiden. Und dafür fahren auf der ganzen Strecke eigens zwei 1.Klasse-Stewards mit?
Um Dijon wird es dann landschaftlich reizvoller auf der Altbaustrecke durch das Burgund. Weiter geht es dann über die LGV Rhin-Rhône nach Mulhouse und via Basel nach Zürich.
Die Ankunftszeit in Zürich ist laut Plan um 18.35 Uhr. Zwei Minuten später fährt der IR nach Konstanz ab – und so weist die Fahrplanauskunft nun eine Stunde Aufenthalt in Zürich aus. Darauf habe ich mich schon eingestellt und die SBB Lounge ist ja auch nicht zu verachten. Aus dieser Richtung fahre ich nicht so oft nach Zürich und kenne die Strecke deshalb nicht so gut – trotzdem sieht es 10 Minuten vor der Planankunft draußen schon ziemlich nach Zürich aus.
Und so entsteht dieses Bild vom TGV in Zürich schon um 18.27 Uhr und damit 8 Minuten vor der Planankunft. Damit können wir gemütlich an den nächsten Bahnsteig laufen...
...wo kurz nach uns auch der InterRegio nach Konstanz eintrifft.
Nanu, das ist aber kein InterRegio-Wagen – aber auch recht. Was ist denn das für ein Kasten über der Tür, gibt das eine FIS-Anzeige?
Ab Weinfelden haben wir den Wagen dann für uns allein, und so lassen wir die letzten Meter über den Seerücken gemütlich ausklingen.
Und mit einer Stunde „Verfrühung“ erreichen wir nun Konstanz und beschließen damit unsere Tour durch 5 Länder.
Vielen Dank auch für die Kommentare und Anmerkungen zu den bisherigen Teilen, es freut mich, wenn ich Euch auf die Tour mitnehmen konnte.
Viele Grüße
Tobias
PS: meine früheren Reiseberichte gibt’s unter www.bahnreiseberichte.de
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