Durch den Eurotunnel nach Schottland. 3/4 mit 48 Bildern (Reiseberichte)

TD, Dienstag, 09.07.2013, 19:08 (vor 4645 Tagen)

Hallo zusammen,

in Teil 2 des Reiseberichts waren wir zurück in Glasgow. Nun geht es weiter:


Tag 3: Glasgow – Edinburgh - London

Heute früh fahren wir zunächst von Glasgow nach Edinburgh, eine knappe Stunde Fahrzeit liegen die beiden größten Städte Schottlands auseinander.

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Auch für die Fahrt nach Edinburgh müssen wir wieder zur Station Queen Street. Und auch heute Morgen regnet es auf dem Weg zum Bahnhof in Strömen. Diese Strecke wird ebenfall von First ScotRail mit Dieseltriebwagen betrieben, zum Einsatz kommt ein „Turbostar“-Triebwagen (Class 170).

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Auf der kurzen Strecke gibt es zwar keinen Imbiss, aber immerhin wieder Gratis-WLAN.

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Links ist in der Ferne der Meeresarm Firth of Forth zu sehen – aber dafür sitzen wir auf der falschen Seite und links sind mittlerweile alle Plätze besetzt.

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In Edinburgh regnet es weiter, so macht die Stadterkundung keinen rechten Spaß. Wir schauen zunächst auf die Royal Mile in der Altstadt, da habe ich aber keine Bilder, da es kräftig regnet und der Lieferverkehr zudem viele Motive zuparkt. So besteigen wir dann den Calton Hill und verschaffen uns von hier oben einen Blick über Edinburgh...

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...und Richtung Firth of Forth.

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National Monument und Nelson Monument auf dem Calton Hill.

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Blick von der „Neustadt“ zum Edinburgh Castle.

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Blick über die Princes Street Gardens zur Altstadt

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Nachdem wir zwischenzeitlich ziemlich durchnässt sind, machen wir uns auf dem Weg zum Bahnhof Waverly Station, der im Zentrum in einem Graben zwischen Old Town und New Town liegt. Auf dem Bild das Dach des Bahnhofs, darüber Calton Hill.

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Ich muss sagen, das ist für mich ein sonderbarer und ungewöhnlicher Bahnhof. Zwei Zufahrtsstraßen führen über Rampen in die Bahnhofshalle, Parkplätze und Taxistände befinden sich zwischen den Gleisen.

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Ein Zebrastreifen mitten im Bahnhof ist für mich gewöhnungsbedürftig. Um von den Kopfgleisen zu den Durchgangsgleisen zu gelangen muss man im Bahnhof die Zufahrt überqueren. In der Bildmitte sieht man noch die Anzeigentafel, dort bei den Kopfgleisen sind wir vorhin angekommen. Links außerhalb des Bildes befinden sich Durchgangsgleise, dort werden wir nachher weiterfahren.

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Schließlich finden wir auch den Zugang zur First Class lounge der Bahngesellschaft East Coast.

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Sehr nobel geht es zunächst auf dickem Teppich nach oben...

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...wo eine nicht minder großzügige Lounge wartet.

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Mit dem „Flying Scotsman“ geht es nun nach London. Das traditionsreiche Zugpaar verkehrt zwischen Edinburgh Waverly und London King‘s Cross, beide Züge verlassen um Punkt 10 Uhr die Bahnhöfe. Die Züge auf der 630 Kilometer langen Strecke werden von der Bahngesellschaft East Coast betrieben.

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Auch hier gibt es in der 1. Klasse Speisen und Getränke und die Tische sind entsprechend eingedeckt.

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Landschaftlich reizvoll ist besonders der erste, nördliche Streckenabschnitt der East Coast Main Line, der abschnittsweise an der Ostküste entlangführt.

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Wir ziehen zunächst Kaffee und Kuchen vor und geben dann die Bestellung für das Mittagessen auf. Je nach Bestellung werden dann kleine Aufkleber mit unterschiedlichen Farben auf die Sitze geklebt...

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...damit dann jedes Essen den richtigen Empfänger findet, hier Quiche Lorraine. Auch hier übrigens wieder richtiges Besteck und Geschirr, kein verpacktes Essen aus der Tüte wie im TGV.

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Die Strecke führt noch ein Stück an der Küste entlang, dann geht es durchs Hinterland.

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Und wem der Blick ins Grüne irgendwann langweilig wird, kann sich mit dem WLAN im Zug vergnügen, auch hier natürlich gratis.

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Pünktlich erreichen wir London King’s Cross Station, hier der Flying Scotsman am Bahnsteig...

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...und noch ein Blick von außen auf den Bahnhof. Den Nachmittag verbringen wir nun mit Sightseeing in London und fahren mit der Tube (U-Bahn) die verschiedenen Sehenswürdigkeiten ab.

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The Shard, das höchste Gebäude Europas.

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Tower Bridge

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Tower of London

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St. Paul’s Cathedral

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London Eye

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Big Ben

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Westminster Palace

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Westminster Abbey

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Buckingham Palace

Anschließend fahren wir der U-Bahn District Line bis zur Endstation Richmond. Warum gerade Richmond? Nun, Richmond ist eine Partnerstadt meiner Heimatstadt Konstanz, und nachdem ich schon Tábor und Lodi mit der Bahn besucht habe (Links führen zu den Reiseberichten), will ich nun die dritte Partnerstadt anschauen. Von der vierten Partnerstadt werden wir auf der Rückfahrt schon einen kleinen Eindruck bekommen (dazu morgen mehr), nur bei Nummer 5 habe ich Zweifel, ob ich dort jemals mit der Bahn hinkommen werde.

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Unterwegs in Richmond

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Richmond, offiziell eigentlich "London Borough of Richmond upon Thames" liegt im Südwesten Londons an beiden Seiten der Themse.

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Am Bahnhof von Richmond halten sowohl Züge als auch U-Bahnen...

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...wir fahren mit der U-Bahn zurück in die Londoner City und beschließen den Abend in der Stadt.

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Tower Bridge und The Shard

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Millenium Bridge und St. Paul’s Cathedral

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Piccadilly Circus

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Der vierte und letzte Teil folgt morgen.

Viele Grüße

Tobias

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/

Durch den Eurotunnel nach Schottland. 3/4 mit 48 Bildern

ALR997, Dienstag, 09.07.2013, 20:08 (vor 4645 Tagen) @ TD

Das waren bisher sehr schöne Bilder ;-)

Durch den Eurotunnel nach Schottland. 3/4 mit 48 Bildern

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Dienstag, 09.07.2013, 20:40 (vor 4645 Tagen) @ TD

Moin,

auch ich kann mich nur vielmals bedanken. Vor mittlerweile 16 Jahren war ich auf Klassenfahrt in London, da werden schöne Erinnerungen wach.

Freundliche Grüße,

Dirk

Also jetzt mal wirklich...

Blaschke, Dienstag, 09.07.2013, 22:47 (vor 4645 Tagen) @ TD

Mahlzeit!

Also, ich habe jetzt alle 3 Teile mit Interesse gelesen - und muß mal eines los werden:

Was soll das ständige "Gejammer" über den Regen? ;-)

Britannien ohne Regen ist wie DB Fernverkehr ohne Verspätung = Undenkbar!

Hätte nur die Sonne geschienen - Du hättest die Insel nicht wirklich erlebt...

Und schaue Dir mal all Deine Fotos in den Beiträgen so an: Das Grün der Landschaft dort oben sticht doch förmlich ins Auge! Wie viel weniger grün (und damit weniger schön!) wäre es wohl dort, wenn es nicht so regelmäßig regnen würde.


Den Kanaltunnel durfte ich auch schon mal erleben auf Hin- und Rückfahrt - war irgendwie allerdings ganz interessant. Wenn man da unten in der Röhre fährt und dann so denkt, dass über einem der Ärmelkanal fließt und da Schiffe, Tanker und was weiß ich alles über einem schwebt. Schon irgendwie "komisch". Und dann kommt man wieder ans Tageslicht, sieht erstmal nur Nebel (wie es sich gehört), dann kommt die erste Autobahn (damals bei meiner Fahrt ging es noch über die "alte" Strecke) und man zuckt 'ne Millisekunde zusammen: Hä? Die fahren ja alle falsch rum. Ach, ja, KLICK, wir sind da jetzt in England. Dann kam damals auch schon über Zuglautsprecher der Hinweis, dass die Armbanduhren in der Regel jetzt die falsche Zeit anzeigen und einer Korrektur bedürfen.

In London kam ich dann - völlig übermüdet - mit dem Linksverkehr nicht klar. An großen Kreuzungen stand immer auf dem Boden gepinselt "Look left", "look light" - okay, das funktionierte ja auch. Aber dann stand ich an manch Minikreuzung ohne Verkehr und dachte mir: Verdammt, wohin mußt Du denn jetzt schauen?.

Ich habe es aber überlebt - und so kam London auch noch in den Genuß eines der größten Wunder der Nachkriegsgeschichte: Blaschi war beim "Speakers' Corner" im Hyde Park - und hat dort die Klappe gehalten!


Ein schöne Schlußwort für diesen Beitrag - drum jetzt nur noch schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

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