Durch den Eurotunnel nach Schottland. 1/4 mit 37 Bildern (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
Ende Juni war ich zusammen mit meinem Bruder vier Tage in Großbritannien unterwegs. Ich muss aber gleich vorweg schicken, dass wir mit dem Wetter etwas Pech hatten und viele der Bilder deshalb nicht ganz so strahlend geworden sind. Aber dafür war es doch interessant, die britischen Bahnen einmal näher kennenzulernen.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/036-England-Schottland/36-Karte.jpg)
Die erstklassige Tour führte uns vom Bodensee durch den Schwarzwald, über Köln und Brüssel nach London und weiter nach Glasgow, für einen Tag auf die West Highland Line, mit Zwischenstopp in Edinburgh nach London und schließlich via Paris und Zürich zurück.
Tag 1: Allensbach – Offenburg – Köln – Brüssel – London – Glasgow
Früh aufstehen heißt es heute, denn um 5.30 Uhr geht es mit der Tour schon los. Ursprünglich wollte ich erst vier Stunden später fahren und dann gediegen im Abteilwagen mit dem (einzigen) IC durch den Schwarzwald fahren. Allerdings machte mir die Bahn einen Strich durch die Rechnung und beim letzten Buchungsschritt für das London-Spezial gab es für diese Verbindung plötzlich keine Plätze mehr. Notgedrungen habe ich dann die Frühverbindung gebucht und war später froh darüber, da ich durch die frühere Ankunft in London die Planung für die Tour noch umstellen konnte. Jedenfalls geht es also nun also um halb sechs Uhr in Allensbach am Bodensee los.
Noch präsentiert sich das Wetter ganz freundlich, bei der Fahrt durch den Hegau gibt es einen Sonnenaufgang vor blauem Himmel.
Bis auf eine Signalstörung bei St. Georgen, die uns ein paar Verspätungsminuten einbringt, ist die Fahrt durch den Schwarzwald ohne besondere Vorkommnisse. Und da wir in Offenburg mehr als genügend Zeit zum Umsteigen haben, sind die paar Minuten harmlos.
Auf besonderen Wunsch eines Users nutzen wir die Zeit um einmal um den Bahnhof zu laufen und ein paar Bilder zu machen, allerdings ist der Sonnenstand am frühen Morgen dafür recht ungünstig.
Blick vom Bahnsteig Gleis 6 auf die anderen Bahnsteige und das Bahnhofsgebäude
Es ist gar nicht so einfach, während des Berufsverkehrs ein autofreies Bild von der Straßenseite hinzubekommen.
Empfangshalle
Der Hausbahnsteig ist den Fahrradfahrern vorbehalten
Blick vom Bahnsteig Gleis 3 zum Bahnhofsgebäude
Weiter geht es nun mit einem ICE über die Schnellfahrstrecke nach Köln. Allerdings läuft auf der Anzeigentafel der kryptische Hinweis durch „Bitte abweichende Wagenreihung wie angezeigt beachten“. Darunter dann die Symbole mit den Wagenklassen und den Bahnsteigabschnitten. Abgebildet ist nur ein Zugteil, also soll uns die Anzeige wohl sagen, dass ein Zugteil fehlt. Aber welcher? Und es kommt wie ich befürchtet habe: der vordere Zugteil fehlt und statt der reservierten Plätze in der Panoramalounge gibt es jetzt erst mal nur Stehplätze. Ach schade, gerade auf der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main ist der Blick nach vorn doch interessant. Immerhin können wir ab Karlsruhe bzw. Mannheim dann Sitzplätze ergattern. Wir sitzen jetzt zwar nicht beieinander, aber wir sitzen.
Nach einem Loungebesuch in der Domstadt geht es dann mit dem ICE International nach Brüssel. Auch dieser Zug ist gut gefüllt, soweit ich sehe, sind in der 1. Klasse alle Plätze belegt.
(Das Bild nach der Ankunft täuscht, bis Brüssel war der Zug gut gefüllt)
Der Zug überquert in Lüttich die Maas
Nach einer knapp 2-stündigen Fahrt erreichen wir Brüssel-Midi; hier beginnt der für mich interessante Teil der Reise, die erste Fahrt im Eurostar. Dazu geht es nun hinunter ins Untergeschoss, wo das Eincheck-Prozedere beginnt.
Erste Station ist die Fahrscheinkontrolle. Da unser DB-Onlineticket nicht automatenlesbar ist, erhalten wir am Schalter Boarding-Pässe. Dann geht es weiter zu den Ausweiskontrollen, erst die Ausreisekontrolle, dann die britische Einreisekontrolle. Und zum Schluss kommt noch die Sicherheitskontrolle und Gepäckdurchleuchtung. Das Ganze geht recht flott, so dass wir nun eine Dreiviertelstunde Wartezeit hier absitzen.
Der Wartebereich in Brüssel. Durch die Absperrung links vorne geht es später zum Zug.
Da mein Bruder keinen bahn.comfort-Status hat, verzichte ich auf den Loungebesuch. Etwa eine Viertelstunde vor der Abfahrt beginnt dann das Boarding. Auf Rolltreppen geht es nach oben, wobei die Fahrgäste hier schon nach Wagennummern geleitet werden.
Der Zug steht bereit und auf dem auf dem Bahnsteig stehen Fähnchen, die die Wagennummern anzeigen. Zudem stehen im 1. Klassebereich („Premier“) Zugbegleiter(innen) an den Türen und haken auf einer Liste die zugestiegenen Fahrgäste ab.
Es gibt im Eurostar 3 Klassen, nämlich Standard, Standard Premier und Business Premier. Unser London-Spezial 1. Klasse entspricht Standard Premier.
Cheese...
In der Standard Premier Class gibt es einen Imbiss, und so heißt es nun bald „Cheese or chicken?“ Die Getränkewahl ist frei, auch Wein wäre im Angebot. Später wird noch mehrmals Tee oder Kaffee angeboten.
...or chicken?
Landschaftlich ist die Strecke nicht besonders aufregend und auch die Tunneldurchfahrt ist unspektakulär – Tunnel eben.
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/036-England-Schottland/36-019Eurostar-Fahrplan.jpg)
Nanu, Abfahrt um drei - Ankunft um vier - Dauer 2:46? Die Fahrplanauskunft rechnet nicht nur den Check-in mit, sondern berücksichtigt auch die Zeitverschiebung um eine Stunde.
Nach der Ankunft in London im Bahnhof St. Pancras geht es nun erneut durch eine Passkontrolle. St. Pancras ist ein beeindruckender Bahnhof, den wollen wir uns auf der Rückfahrt näher anschauen.
London St. Pancras
Fortsetzung folgt gleich...
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