Riesig: Nürnberg Hbf (40 Bilder, Teil I) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 22.06.2013, 18:20 (vor 4662 Tagen)

Grüß Gott,

die fränkische Metropole Nürnberg hat einen ziemlich gleisreichen Hauptbahnhof. Einundzwanzig durchgehende Bahnsteiggleise dürften für einen Durchgangsbahnhof deutscher Rekord sein. Ich ließ mich davon inspirieren, den Text ein wenig länger zu fassen.


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Zu Anfang gibt's Eulen für Athen: Die Eisenbahngeschichte Nürnbergs beginnt im Jahr 1835. Am 7. Dezember, einem Montag, nahm die Bayerische Ludwigsbahn den Reiseverkehr in die Nachbarstadt Fürth auf. Das war laut Wikipedia die erste deutsche Eisenbahnstrecke mit Dampfkraft für den Personen- und Güterverkehr. Volkes Mund machte daraus die erste Eisenbahn in Deutschland. Die Bahngesellschaft stellte ihren Betrieb 1922 ein, die Konkurrenz durch die parallele Straßenbahn war zu groß geworden; die Firma an sich wurde 1974 aus dem Handelsregister gestrichen.

Der heutige Hauptbahnhof hat einen Ursprung im Kopfbahnhof der Ludwig-Süd-Nord-Bahn, die von Lindau im Süden bis Hof im Norden kreuz und quer durchs blauweiße Königreich führte. Ein paar Jahre später baute die Bayerische Ostbahn gleich nebenan auch einen Kopfbahnhof. Die beiden wurden 1876 zu einem Durchgangsbahnhof zusammengefügt. Der Verkehr nahm zu, die Gleisanlagen wurden erweitert und ein neues Empfangsgebäude errichtet. Das nach einem Entwurf von Karl Gustav Zenger errichtete Bauwerk wurde im Jahr 1906 fertiggestellt. Im Krieg wurde es teilweise zerstört, dann vereinfacht wiederaufgebaut. Es wurde ein paar Mal umgebaut, erhielt unter anderem eine U-Bahn. Vor nunmehr elf Jahren wurde es nach dem bisher letzten Umbau wiedereröffnet. Im Netz wird besonders auf den Jugendstil-Wartesaal hingewiesen, der jetzt als Reisezentrum dient (bei den oftmals langen Wartezeiten beim Fahrkartenkauf paßt das ausgezeichnet). Da ich letztes Jahr die Bahnhöfe weitgehend unvorbereitet besuchte, wußte ich von ihm nichts und kann ihn daher nicht bildlich vorstellen.

Wir schauen uns nun Geschichte und Betrieb der auf Nürnberg zulaufenden Bahnstrecken im Uhrzeigersinn an. Dabei beginnen wir mit der Strecke rechts der Pegnitz. Zur Orientierung ist die Übersichtskarte des Bahnlandes Bayern vielleicht nicht gerade die beste Wahl, aber die Mehrheit der Ortsnamen sollte enthalten sein.


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Ostwärts durchs Pegnitztal führen zwei Strecken. Rechts des Flusses, auf der Nordseite, verläuft die als Direktverbindung nach Bayreuth erdachte und 1877 eröffnete Strecke; zuvor ging es über Bamberg, Lichtenfels und Neuenmarkt-Wirsberg. In Schnabelwaid zweigt die seit 1878 bis Marktredwitz und 1879 bis Schirnding betriebene Strecke ab. Erst seit 1883 geht es über die Grenze weiter bis ins böhmische Eger. Bislang hängt kein Fahrdraht, eine Elektrifizierung ist allerdings geplant (ab Marktredwitz links abbiegend nach Hof).

In Neunkirchen am Sand (20 Kilometer hinter Nürnberg) zweigt die 1895 eröffnete Strecke nach Simmelsdorf-Hüttenbach ab. Auf dieser Strecke und auf der Hauptstrecke bis Neuhaus fahren als Nahverkehrszüge Dieseltriebwagen der Baureihe 648. Die Eilzüge nach Bayreuth, Eger und über beide Routen nach Hof und Dresden sind weitgehend in der Hand der Baureihe 612. Nur noch wenige Leistungen erbringt die Baureihe 610.

In Hersbruck zweigt eine Verbindungsstrecke zur Bahnstrecke Nürnberg - Schwandorf ab (1877 eröffnet). Hier fahren planmäßig die Eilzüge nach Weiden und Schwandorf. Zwischen Nürnberg und Hersbrucks rechtem Bahnhof fahren diese teilweise mit den eben erwähnten Eilzügen in Vielfachtraktion. Da gilt es in Nürnberg, den richtigen Zugteil zu erwischen.

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Im Mai 1859 nahm die Bayerische Ostbahn die links bzw. südlich der Pegnitz führende Bahnstrecke nach Hersbruck in Betrieb. Am 12. Dezember desselben Jahres, somit einen Tag nach dem europäischen Fahrplanwechsel, ging die Weiterführung über Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg und Amberg nach Schwandorf in Betrieb. In Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg zweigt seit 1875 die Bahnstrecke nach Weiden ab. Im Jahr 1983 wurde die Ostbahnstrecke zwischen Nürnberg und Lauf (links Pegnitz) für die S-Bahn elektrifiziert. 2010 wurden Fahrdraht und S-Bahn bis Hartmannshof verlängert. Die S-Bahn verkehrt mittlerweile mit Talent 2-Triebwagen. Die Regionalexpresse über Weiden nach Neustadt (Waldnaab) und Schwandorf (einzelne weiter nach Regensburg oder Furth im Wald) fahren überwiegend mit der Baureihe 612.


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In drei Etappen wurde 1871 und 1873 die direkte Ostbahnstrecke über Neumarkt nach Regensburg eröffnet. Seit 1950 besteht elektrischer Betrieb, seit Dezember 2010 fährt die Nürnberger S-Bahn bis Neumarkt (Talent 2). Daneben fahren zweistündliche RE-Züge über Regensburg nach München (Baureihe 111 mit Doppelstockwagen) und ebenfalls zweistündlich ICEs nach Wien, in Tagesrandlagen als IC nur bis Passau.

In Feucht, zwölfeinhalb Kilometer von Nürnberg, zweigt die 1878 eröffnete Strecke nach Altdorf ab. Seit 1952 elektrifiziert, ist sie seiht 1992 Teil der Nürnberger S-Bahn. Hier verkehren lokbespannte Züge mit x-Wagen.

Kurz vor Feucht zweigt die 2006 eröffnete Schnellfahrstrecke nach Ingolstadt ab. Neben umfangreichem Fernverkehr mit fast allen ICE-Baureihen fahren hier zweistündlich der RE nach München mit Fernzugwagen (ab Dezember 2016 dann neue Škoda-Züge), daneben ein Pendel bis zum Zwischenbahnhof Allersberg.

Von 1904 bis 1987 bestand darüber hinaus öffentlicher Personenverkehr zwischen Nürnbergs Hauptbahnhof und dem Rangierbahnhof im Süden der Stadt. Die Strecke ist Teil der Ringbahn Nürnberg, die in erster Linie dem Güterverkehr dient(e). Liest noch jemand mit? Schön. ;-)


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Ziemlich genau südwärts verläßt die Bahnstrecke über Treuchtlingen und Donauwörth nach Augsburg die Stadt Nürnberg. Sie wurde in mehreren Etappen zwischen 1844 und 1906 eröffnet und geht teilweise auf die Ludwig-Süd-Nord-Bahn zurück. Diese machte jedoch den Schlenker über Nördlingen. Seit 1935 ist die Gesamtstrecke elektrisch befahrbar. Bis Roth fahrt seit 2001 auf eigenen Gleisen die S-Bahn, auch hier fahren noch Elloks mit x-Wagen, es gibt eine durchgehende Linie Altdorf - Nürnberg - Roth. Fernzüge (ICE und IC) verkehren unregelmäßig. Stündlich, im Berufsverkehr öfter, sind RE-Züge nach Treuchtlingen unterwegs. Manche fahren weiter nach Augsburg oder Ingolstadt. Sie verkehren ausschließlich lokbespannt.


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Seit 1875 gibt es die Bahnstrecke nach Ansbach, die 1876 nach Crailsheim verlängert wurde. 1972 wurde bis Ansbach der elektrische Betrieb aufgenommen, 1985 bis Crailsheim. Nach Ansbach fährt seit 2010 die S-Bahn, auch hier mit Talent 2-Triebwagen. Daneben fahren zweistündlich Intercitys über Aalen und zweistündlich Eilzüge (Ellok und Silberlinge) über Hessental nach Stuttgart.

In Stein, fünf Kilometer vom Hauptbahnhof entfernt, zweigt die 1914/15 eröffnete Bibertbahn nach Unternbibert-Rügland ab. Oder besser zweigte, denn seit 1993 ist die Strecke ohne Verkehr und mittlerweile abgebaut. Der Reseverkehr wurde in zwei Etappen schon 1971 und 1986 eingestellt.


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Nürnbergs westliche Nachbarstadt ist Fürth. Die Verbindung dorthin und weiter über Erlangen nach Bamberg wurde 1844 als Teil der Ludwig-Süd-Nord-Bahn eröffnet. Die Bahnstrecke führte zunächs nordöstlich an Fürth vorbei. In Vorbereitung der Bahnstrecke nach Würzburg wurde 1862 eine Stichstrecke zu Fürths heutigem Hauptbahnhof eröffnet. In den Folgejahren wurde das Empfangsgebäude gebaut, das 1865 bei Eröffnung der Bahnstrecke nach Würzburg fertiggestellt war. Im Jahr 1876 errichtete man schließlich eine Verbindung gen Norden zur Bahnlinie nach Bamberg (Fürther Bogen). 1939 wurde die Strecke nach Bamberg, 1954 die nach Würzburg elektrifiziert.

Hier verkehren die ICEs in Richtung Frankfurt (3, T), Hannover (1, 2) und Berlin (T). Bis Bamberg fährt mittlerweile die S-Bahn, sie wie auch die RE-Züge in diese Richtung sind fest in der Hand des Talent 2. Über Fürth hinaus in Richtung Neustadt (Aisch) und Würzburg fahren Elektrotriebwagen der Baureihe 440 (Alstom Lirex). Seit einiger Zeit verkehren auch einige Züge von Markt Erlbach bis Nürnberg, hier fahren Dieseltriebwagen der Baureihe 648.


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Eine Besonderheit im Netz der Deutschen Bahn ist die Strecke von Nürnberg nach Gräfenberg, nach ihrem Endpunkt Gräfenbergbahn genannt. Sie ist für Fahrgäste eine Inselbahn, mit dem übrigen Netz nur durch die Nürnberger U-Bahn verbunden. Die Strecke wurde 1908 eröffnet, eine Verbindung zum restlichen Schienennetz besteht mitterlweile nur noch über den Güterring nach Fürth. Es verkehren Dieseltriebwagen der Baureihe 642.

Das war es für die Freunde des geschrieben Wortes, jetzt kommt die Pixelfraktion auf ihre Kosten. Die Bilder entstanden am 9. Juli und am 13. August letzten Jahres.


Fortsetzung folgt.

Riesig: Nürnberg Hbf (40 Bilder, Teil II)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 22.06.2013, 18:20 (vor 4662 Tagen) @ Sören Heise

Und nun die Bilder.


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1 Bahnhofsschild mit Zusatz.


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2 Fernverkehr.


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3 Nahverkehr.


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4 Von neu nach ganz alt.


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5 Hinten ein 610.


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6 Außer der DB sieht man fahrplanmäßig keine anderes Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Regentalbahn war kurzzeitig mit zwei Paaren nach Prag aktiv, die wurden aber nach Bayern umgelegt.
Es besteht eine gewisse Überschneidung mit Bild 3. Das sehe ich entsetzlicherweise erst jetzt vor der Veröffentlichung.


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7 Auch nach hinten rüber sieht man nur rot.


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8 Die Nürnberger Nachrichten werben mit der Ausgabe von Donnerstag, dem 21. September 1989. Auf irgendeinem Markt herrschte Notstand, anderswo war noch keine Lösung in Sicht. Die Kinder aber freuten sich am Weltkindertag übers Spielmobil. Das alles und noch viel mehr gab's für eine Mark zehn. Wie teuer sind sie jetzt?


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9 Einer der drei Personentunnel. Von vorne enden der linke und der mittige stumpf.


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10 Zwei Züge nach Bayreuth, einmal haltlos, einmal mit Halten. Keine Frage, ich nahm 610 002!


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11 Zugteilungshinweis.


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12 Übern Bahnhof geschaut.


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13 Noch'n Personentunnel.


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14 Hinterausgang.


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15 Der tschechische Deutsche Bahn-Bus pausierte.


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16 Warum zum Teufel hängt der Entwerterhinweis da oben? ;-)


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17 Reklame.


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18 Hinein ins Empfangsgebäude...


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19 ...und gleich nach anderswo.


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20 Die Westfassade.


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21 Ein Blick gen Hauptportal.


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22 Der Bahnhofsvorplatz mit Frauentorturm.


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23 Versuch einer Gesamtansicht.


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24 Das Hauptportal. Wer genau hinschaut, erkennt, daß die Kuppel recht neu ist.


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25 Ein kurzer Blick in die Fußgängerzone. Wesentlich weiter war ich zuletzt 1985.


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26 Vor der Hauptpost ein Stadtbus.


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27 Das Hotel mit seltsamem Namen steht schon länger leer.


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28 Im Bahnhof drin ein seltsames Kunstwerk.


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29 Nach längerer Zeit mal wieder die Modellbahn im Bahnhof.


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30 Über drei Ebenen verteilen sich die Reisenden.


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31 Links an der Ecke ein großes Mosaik.


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32 Ein Blick hinein in die Haupthalle.


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33 Vor dem Bahnhof der Bus nach Prag.


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34 Die Fassade entlang zum Hauptportal.


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35 Überm Hauptportal eine Statue. Sie soll angeblich den Fortschritt symbolisieren.


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36 Auffahrt aus der Unterwelt, hinein in die Eisenbahnwelt.


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37 Und ein Mosaik der DB-Schule.


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38 Im Empfangsgebäude kann man sich bald verlaufen, so vielfältig ist es.


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39 Baustellen über Baustellen.


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40 Zum Schluß nochmals eine Ansicht von der Gleisseite. Auf den ersten Bahnsteigen fährt die S-Bahn.


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Nächste Woche schauen wir uns einen anderen wichtigen Umsteigebahnhof im Fernverkehrsnetz an. Bis zu den Quadraten werden wir in Mannheim aber nicht vordringen.


Viele Grüße,
Sören

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Riesig: Nürnberg Hbf (40 Bilder, Teil II)

Zugfahrer, Samstag, 22.06.2013, 22:01 (vor 4662 Tagen) @ Sören Heise

Eine Top-Reportage.
Schade dass keine Straßenbahn zu sehen war.

In der Nürnberger Fußgängerzone war ich mal für einige Tage in einem Hotel einquartiert, der Preis war hoch, Ausstattung, Service und Sauberkeit lagen dagegen WEIT unter dem Preis.
Beim Verlassen des Zimmer musste ich immer den Zimmerschlüssel und die FERNBEDIENUNG des Zimmerfernsehers abgeben.

Den Bahnhof dagegen fand ich in Ordnung.

Riesig: Nürnberg Hbf (40 Bilder, Teil II)

Ludo, Niedersachsen, Montag, 24.06.2013, 21:11 (vor 4660 Tagen) @ Zugfahrer

Eine Top-Reportage.
Schade dass keine Straßenbahn zu sehen war.

In der Nürnberger Fußgängerzone war ich mal für einige Tage in einem Hotel einquartiert, der Preis war hoch, Ausstattung, Service und Sauberkeit lagen dagegen WEIT unter dem Preis.
Beim Verlassen des Zimmer musste ich immer den Zimmerschlüssel und die FERNBEDIENUNG des Zimmerfernsehers abgeben.

Ich glaube in dem Hotel hab ich auch schon genächtigt, zumindest passt die Beschreibung mit "Fußgängerzone", "Fernbedienung" und der schmuddeligen Ausstattung.
Allerdings war das Zimmer damals preislich recht günstig.
War es zufällig das Continental in der Luitpoldstraße?

Riesig: Das Portrait

Jens, Bayern/NRW, Sonntag, 23.06.2013, 00:09 (vor 4662 Tagen) @ Sören Heise

Vielen Dank, mal wieder einer meiner Heimatbahnhöfe (meinen Geburtsbahnhof magst du ja nicht ;) ), welcher nicht nur Optisch ansprechend, sondern auch Praktisch für den Reisenden ist.

Außer der fehlenden Spiegelung ein sehr schönes Portrait und ein super Text.

Danke für das Bahnhofsportrait!

Reisender, München, Sonntag, 23.06.2013, 08:07 (vor 4661 Tagen) @ Sören Heise

Hallo Sören, danke für dein neues Bahnhofsportrait. Obwohl ich aktuell wenig Zeit habe, musste ich mir doch die Zeit nehmen, um mir deinen Bericht über Nürnberg Hbf anzusehen. Dem auf Bild 18 zu sehenden Wegweiser zum DB Museum bist du offenbar nicht gefolgt. Von der Eilgutstraße (Bild 19) wären es dorthin allerdings nur noch ein paar Schritte gewesen.

Hier ein Foto vom DB Museum (ich konnte auf die Schnelle kein besseres finden):

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Nächste Woche schauen wir uns einen anderen wichtigen Umsteigebahnhof im Fernverkehrsnetz an. Bis zu den Quadraten werden wir in Mannheim aber nicht vordringen.

Schade, der Mannheimer Bahnhof wäre interessant gewesen. Ich hoffe, dass der Bericht über den quadratischen Bahnhof demnächst folgen wird.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Danke für das Bahnhofsportrait!

heinz, Sonntag, 23.06.2013, 09:06 (vor 4661 Tagen) @ Reisender

Nächste Woche schauen wir uns einen anderen wichtigen Umsteigebahnhof im Fernverkehrsnetz an. Bis zu den Quadraten werden wir in Mannheim aber nicht vordringen.


Schade, der Mannheimer Bahnhof wäre interessant gewesen. Ich hoffe, dass der Bericht über den quadratischen Bahnhof demnächst folgen wird.

Ich gehe davon aus, dass wir durchaus nächste Woche etwas interessantes zum Mannheimer Bahnhof lesen und sehen werden, jedoch nichts zu den Quadraten. Die sind ja ein paar Schritte vom Bahnhof weg.

Riesigen Dank!

Ludo, Niedersachsen, Sonntag, 23.06.2013, 12:11 (vor 4661 Tagen) @ Sören Heise

Servus Sören,

auch von mir einen riesigen Dank für das wie immer tolle Bahnhofsportrait!
Mit dem Nürnberger Hbf verbinde ich sehr viele schöne Kindheitserinnerungen. Wenn man von Bayreuth aus verreisen wollte, führte an Nürnberg kein Weg vorbei, es sei denn man wollte via Lichtenfels nach Berlin. Das hat sich bis heute nicht groß geändert, wenn man vom FSX und der durchgehenden RE-Verbindung nach Würzburg mal absieht.
Für mich war es auch der erste Bahnhof mit Blechelse, die gibt es dort schon seit etwa 15 Jahren, allerdings immer noch mit der alten Sprachausgabe ("Inter City Express" statt "I-C-E", "auf Gleis X fährt ein" statt "Gleis X Einfahrt" etc.).
Nürnberg war auch lange Jahre Hochburg der Baureihe 614, die jetzt leider nicht mehr im Einsatz ist und durch die Baureihe 648 abgelöst wurde.

Nämberch ist und bleibt mein Lieblingsbahnhof!

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10 Zwei Züge nach Bayreuth, einmal haltlos, einmal mit Halten. Keine Frage, ich nahm 610 002!

Ich weiß! :-)

Gruß, Ludo

Vielen Dank!

DG, Samstag, 22.06.2013, 18:34 (vor 4662 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von DG, Samstag, 22.06.2013, 18:35

Vielen Dank für das interessante Bahnhofsportrait.
Als ich neulich das bisher erste Mal meine Füße auf Nürnberger Boden setzte,
hatte ich wegen einer Verspätung leider nue gefühlte 30 Sekunden, um den FSX zu erreichen. Vielleicht lasse ich mir nächstes Mal etwas mehr Zeit und schaue mich da mal um.

Vielen Dank!

Chikorita, Samstag, 22.06.2013, 20:08 (vor 4662 Tagen) @ DG
bearbeitet von Chikorita, Samstag, 22.06.2013, 20:08

Danke für die Erinnerungen!

Ich habe 2009 für drei Monate in Nürnberg gearbeitet und bin immer übers Wochenende mit der Bahn gen Heimat gefahren - entsprechend gut habe ich mich in dieser Zeit an den Bahnhof gewohnt.

Beim Betrachten der Bilder erwachen nostalgische Gefühle, als ob es erst letzte Woche gewesen wäre. Danke!

Gar nicht riesige Sammelantwort

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 23.06.2013, 13:04 (vor 4661 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

vielen Dank für die Kommentare. Nachdem der nächstwöchige Hauptbahnhof nach etwa zwei Stunden Arbeit fertig ist, die Sammelantwort.


@Zugfahrer: Ich habe in der Tat kein verwertbares Bild mit Straßenbahn.

@Jens: Wer sagt denn, daß ich Nürnbergs Hauptbahnhof mag? Ich nicht.

@Reisender: Im Verkehrsmuseum war ich 1985. Seitdem nicht.

@Heinz: Richtig. Mannheims Hauptbahnhof stelle ich vor, die Quadrats erwähne ich nur kurz.

@Ludo: Danke für die Erinnerungen. Kennst Du die niedersächsischen 614 noch? In Göttingen waren sie ja auch zu sehen.

@DG: 30 Sekunden Umsteigezeit kenne ich aus Gemünden. Aber Nürnbergs Bahnhof ist einen Rundgang wert.

@Chikorita: Danke!


Viele Grüße,
Sören

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Gar nicht riesige Sammelantwort

Jens, Bayern/NRW, Sonntag, 23.06.2013, 13:10 (vor 4661 Tagen) @ Sören Heise


@Jens: Wer sagt denn, daß ich Nürnbergs Hauptbahnhof mag? Ich nicht.

Ich meinte meinen Geburtstbahnhof Gelsenkirchen ;)

Viele Grüße,
Sören

Viele Grüße

Jens

Re:

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 23.06.2013, 13:49 (vor 4661 Tagen) @ Jens

Das war mir klar, Jens. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, daß ich Nürnbergs Hauptbahnhof auch nicht mag. Zu groß.

Ergänzen darf ich, daß Bild 22 den Königstorturm zeigt. Aber der Wall heißt Frauentorwall, davon hatte ich mich leiten lassen.

Gar nicht riesige Sammelantwort

Ludo, Niedersachsen, Sonntag, 23.06.2013, 13:47 (vor 4661 Tagen) @ Sören Heise

@Ludo: Danke für die Erinnerungen. Kennst Du die niedersächsischen 614 noch? In Göttingen waren sie ja auch zu sehen.

Die niedersächsischen 614er kenn ich noch, allerdings nur von den Strecken Braunschweig-Uelzen und Braunschweig-Herzberg. In Göttingen hab ich die noch nie gesehen, das war wohl noch vor meiner Zeit als Exil-Franke :-).

Gruß, Ludo

2006?

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 23.06.2013, 14:14 (vor 4661 Tagen) @ Ludo

Die niedersächsischen 614er kenn ich noch, allerdings nur von den Strecken Braunschweig-Uelzen und Braunschweig-Herzberg. In Göttingen hab ich die noch nie gesehen, das war wohl noch vor meiner Zeit als Exil-Franke :-).

Dann bist Du 2006 oder später an die Leine gelegt worden? Dezember 2005 übernahm Metronom, vorher kamen 614er bis Göttingen.

2006?

Konsti_89, Sonntag, 23.06.2013, 15:09 (vor 4661 Tagen) @ Sören Heise

Noch eine kleine Anmerkung zu Bild 24.

Unter dem Nürnberger Hauptbahnhof bzw. besser: In der U-Bahn-Verteilerebene befindet sich nach wie vor ein Luftschutzbunker für die Zivilbevölkerung aus den 1970er-Jahren. Die Litfaßsäule auf deinem Bild ist eigentlich der Auspuff des Notstromaggregates dieses Bunkers, deswegen befinden sich die Löcher am Dach. In räumlicher Nähe dazu befinden sich im Boden auch Metallplatten. Darunter ist eine Abwasserhebeanlage. Abwässer aus dem Bunker hätten dabei einfach auf den Bahnhofsplatz geleitet werden sollen.

Grüße
Konsti

2007!

Ludo, Niedersachsen, Sonntag, 23.06.2013, 17:07 (vor 4661 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Ludo, Sonntag, 23.06.2013, 17:08

Die niedersächsischen 614er kenn ich noch, allerdings nur von den Strecken Braunschweig-Uelzen und Braunschweig-Herzberg. In Göttingen hab ich die noch nie gesehen, das war wohl noch vor meiner Zeit als Exil-Franke :-).


Dann bist Du 2006 oder später an die Leine gelegt worden? Dezember 2005 übernahm Metronom, vorher kamen 614er bis Göttingen.

Exakt, so ist es. 2007 ging der Spaß los (OT: damals als man in der Zentralmensa noch ewig anstehen musste, um Essensmarken zu kaufen.)
Im Sommer 2005 war ich zum ersten Mal überhaupt in Göttingen; da bin ich damals von Braunschweig aus mit VT 628 und ab Kreiensen mit n-Wagen angereist. An die Baureihe 614 kann ich mich in Göttingen trotzdem nicht erinnern.
Den immer gut gelaunten Herrn aus dem Stellwerk ("Herzlich Willkommen in Gööööttingen, hier ist Götttt-ttingen") bekommt man wegen Blechelse leider auch nicht mehr zu hören. So ändern sich die Zeiten :-).

Gruß aus der Gänseliesel-Stadt,
Ludo

[OT] Göttingen

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 23.06.2013, 17:29 (vor 4661 Tagen) @ Ludo
bearbeitet von Sören Heise, Sonntag, 23.06.2013, 17:30

(OT: damals als man in der Zentralmensa noch ewig anstehen musste, um Essensmarken zu kaufen.)

Oder sich eine Woche am Stück entscheiden, was und wo man ißt. ;-)

Im Sommer 2005 war ich zum ersten Mal überhaupt in Göttingen; da bin ich damals von Braunschweig aus mit VT 628 und ab Kreiensen mit n-Wagen angereist. An die Baureihe 614 kann ich mich in Göttingen trotzdem nicht erinnern.

Die fuhren zuletzt zweistündlich die Nordhard-RBs im Wechsel mit 624/634.

Den immer gut gelaunten Herrn aus dem Stellwerk ("Herzlich Willkommen in Gööööttingen, hier ist Götttt-ttingen") bekommt man wegen Blechelse leider auch nicht mehr zu hören. So ändern sich die Zeiten :-).

:-( würde ich eher sagen, wenn ich an seine Stimme denke. Da war die Laune gleich besser. War der vom Stellwerk, mir ist, als war im Häuschen auf Gl. 4/5 der Ansager.


@Konsti: Danke!


Viele Grüße,
Sören

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Veit, Freitag, 28.06.2013, 01:02 (vor 4657 Tagen) @ Sören Heise

Hallo,

Aber Nürnbergs Bahnhof ist einen Rundgang wert.

meine Emfehlung ist das "Mediterrano Cantina Estación" zu besuchen wenn man etwas mehr Umsteigezeit hat.

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