EU will Bahnfahrten nach London billiger machen (Allgemeines Forum)
EU will Bahnfahrten nach London billiger machen
Nur nach London? Sollten Europaweit mal einigen Bahnunternehmen auf die Finger hauen. Was Trassenpreisse angeht. Warum fährt der Kiev-Express den nicht mehr. Früher gab es ein Haufen internationalen Verkehr zum Beispiel in Hamburg. Heute alles ausgedünnt. Hamburg Hbf jammert rum der Hauptbahnhof hat seine Kapazitätsgrenze erreicht. Wie hat man den dann die viel höhere Kapazität in den 60 bis Ende der 90er Jahre den bewältigt dort?Ohne neumodischen Schnick Schnack wie elektronisches Stellwerk.
EU will Bahnfahrten nach London billiger machen
höhere Nachfrage in de 60er in Hamburg Hbf? Das bezweifle ich!
Nahverkehr aus SH fuhr nach Altona, kein Nahverkehr nach MeckPom, zwei drei Interzonenzüge nach Berlin statt stündlichem ICE und zweistündlichem EC. Nahverkehr nach Lüneburg so dicht? Cuxhaven? Drei Fernzüge pro Stunde nach Hannover? Halbstundentakt nach Lübeck plus Halbstundentakt nach Ahrensburg?
Ich glaube, das der Hamburger Bahnhof heute wirklich so stark belastet ist wie nie
EU will Bahnfahrten nach London billiger machen
Hallo zusammen.
Es heißt im Artikel:
Die Betreibergesellschaft Eurotunnel verlangt demnach eine Gebühr von 4320 Euro pro Eurostar-Zug in eine Richtung und 16,60 Euro pro Passagier.
Sehr interessant, eine Grundgebühr plus variable Personengebühr. Gibt es vergleichbares noch in anderen Netzen Europas?
Auslastung Hamburg Hbf
Ich glaube, es handelt sich tatsächlich um ein Wahrnehmungsproblem. "Früher" waren wahrscheinlich viel mehr "exotische" Ziele umsteigefrei zu erreichen, es gab Kurswagenverbindungen etc. Das trifft natürlich nicht nur auf Hamburg zu. Dafür war der Nahverkehr (abgesehen vom S-Bahn-Netz) nicht so stark vertaktet wie heute. Wenn man nun mal einen Blick auf eine alte Abfahrtstafel werfen könnte, würde man wahrsacheinlich staunen über all die verschiedenen Ziele. Das gibt es in der Tat so nicht mehr, auch der FV verkehrt weitgehend im Takt mit stets den gleichen, meist stündlich wiederkehrenden Zielorten.
Die Zahl der direkt erreichbaren Orte hat sicher abgenommen, die Zahl der Züge dürfte dagegen stark zugenommen haben. Das sind eben zwei verschiedene Philosophien: Will ich möglichst viele Einzelzüge (die ohne jeden Takt fahren) oder will ich Taktverkehr in alle Richtungen, was dann eben oft im Umsteigezwang mündet.
Personengebühr
Hallo zusammen.
Es heißt im Artikel:
Die Betreibergesellschaft Eurotunnel verlangt demnach eine Gebühr von 4320 Euro pro Eurostar-Zug in eine Richtung und 16,60 Euro pro Passagier.
Sehr interessant, eine Grundgebühr plus variable Personengebühr. Gibt es vergleichbares noch in anderen Netzen Europas?
Diese Information fand ich auch sehr interressant. Dann ist es auch verständlich, dass das London Spezial auch zu den nachfrageschwächsten Zeiten nicht für 39 Euro angeboten werden kann.
EU will Bahnfahrten nach London billiger machen
Hallo zusammen.
Es heißt im Artikel:
Die Betreibergesellschaft Eurotunnel verlangt demnach eine Gebühr von 4320 Euro pro Eurostar-Zug in eine Richtung und 16,60 Euro pro Passagier.
Sehr interessant, eine Grundgebühr plus variable Personengebühr. Gibt es vergleichbares noch in anderen Netzen Europas?
Viele Länder staffeln die Preise nach Zuggewicht, was bei Personenzügen natürlich auch mit der Anzahl der Sitzplätze zusammenhängt.
Wie stark differenziert wird ist ebenfalls je nach Land verschieden - in Polen gibt es z.B. 10 Gewichtsklassen von <60t bis >3000t, wobei ein schwerer Güterzug je nach Streckenklasse 6-11mal so viel wie ein leichter Dieseltriebwagen zahlen muss.
Bei der DB gilt ja bis 3000 Tonnen ein Einheitspreis.
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Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)
Ankunfts- und Abfahrtswellen
Der Eindruck, dass ein Bahnhof relativ leer ist, kann auch durch verschiedene Ankunfts- und Abfahrtswellen entstehen. So kann es sein, dass in der Minute XX bis YY alle Nahverkehrszüge sternförmig eintreffen und dann wieder in alle Richtungen zurückpendeln. So sind nahezu alle Umsteigeverbindungen möglich.
Extrem scheint es in Stuttgart Hauptbahnhof zu sein: Da schwappt (stündlich?) irgendwann ein großer Schwung an Passagieren in die Lounge, um dann mehr oder weniger nach 20 Minuten die Lounge wieder verlassen zu haben. Die Auslastung eines Bahnhofes liegt sicher auch daran, dass Ankunfts- und Abfahrtswellen gebildet werden!
Zudem hat die Bahn kaum noch Fahrzeugreserven für Zusatzzüge oder Messezüge, die den Einfahrtsbereich eines Bahnhofs früher voller aussehen ließen.
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Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
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Sozialismus pur, staatlich verordnete Preise (fast ohne Text
Wikipedia schreibt:
"Barrosos politische Karriere begann in seiner Studentenzeit, noch vor der Nelkenrevolution vom 25. April 1974. Er war einer der Parteiführer der PCTP-MRPP, einer maoistischen Partei. "
http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Manuel_Barroso
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Sozialismus pur, staatlich verordnete Preise (fast ohne Text
Barroso wollte damals wahrscheinlich cool sein, heute ist er Mitglied der PSD (Partido Social Democrata), die trotz ihres Namens nicht sozialdemokratisch, sondern konservativ ist.
Sind aber seine politische Wurzeln
Bei den seit dem 11.09.2001 geltenden erhöhten Sicherheitsanforderungen dürfte er mit so einem politischen Lebenslauf nicht mal Pförtner in einem Bundesministerium werden, geschweige denn Regeln erlassen :-)
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Hab schon drauf gewartet ...
... aufs EU-Bashing. Ist die bloße Prüfung, ob ein Monopol ausgenutzt wird, schon Sozialismus?
Aufrufen von Schablonen
Danke für das Aufrufen der Schablone "EU-Bashing".
Es gibt täglich Hunderte alternative Reisemöglichkeiten über den Kanal. Beginnend bei Fähren bis hin zu zig Flugverbindungen.
Und in diesem Fall ist es tatsächlich Sozialismus pur. Die Aktionäre haben schon erhebliche Wertberichtigungen bis zu 100 % auf ihre Anteile vornehmen müssen, Finanzierungspartner haben das Infrastrukturprojekt freundlicherweise für die Allgemeinheit weitergeführt. Von übertriebenen Gewinnen kann also gar keine Rede sein.
Mir sieht das Ganze aus wie die Vorbereitung zur Schaffung einer neuen Planungsbehörde, die staatlich verordnete Preise festsetzt (sh. Mobilfunk).
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Aufrufen von Schablonen
Dann sind wir ja jetzt quitt, was das Aufrufen von Schablonen betrifft... Es mag Gründe geben, den vollständigen Wettbewerb für alles und jedes zu fordern, ich fürchte nur, dass das Verkehrsmittel, das hier ontopic ist, daraus nicht als Sieger hervorgeht. Immerhin bist du aber konsequent, wenn du aus Protest gegen die EU gerne überhöhte Gebühren wofür auch immer zahlst ;-).
Aufrufen von Schablonen
Danke für das Aufrufen der Schablone "EU-Bashing".
EU-Bashing ist eine absolut richtige Beschreibung.
Und in diesem Fall ist es tatsächlich Sozialismus pur.
Quatsch. Es ist die notwendige Regulierung eines Netzmonopols.
Nur noch mal um klarzumachen worum es geht: "Der Vorwurf: Die Betreibergesellschaft nehme höhere Gebühren als notwendig, um ihren Auto-Shuttle-Service damit zu subventionieren."
Die (für den wirtschaftlichen Erfolg nötigen) Zulaufstrecken sind mit öffentlichen Mitteln gebaut worden, deswegen hält sich mein Mitleid mit den Aktionären der Tunnelbetriebsgesellschaft auch arg in Grenzen.
Gebühren für Schnellfahrstrecken und Sonderbauwerke
Einer der Vorredner zitierte ja die entsprechenden Gebühren:
1.) "Die Betreibergesellschaft Eurotunnel verlangt demnach eine Gebühr von 4320 Euro pro Eurostar-Zug in eine Richtung und 16,60 Euro pro Passagier."
Wikipedia spricht von Verbindlichkeiten nach Umschuldung von:
"Mit der Umgründung ist ein Entschuldungsplan verbunden, der die Kreditlasten auf 4,16 Mrd. Euro mehr als halbiert hat."
Wenn Du nur 2 % für Abschreibung der Immobilie bzw. Wartung und 3 % Zinsen rechnest, dann kommt eine Zinsen und Abschreibungslast von täglich 577.777 - also knapp 600.000 Euro heraus. Dazu noch die Personalkosten für das Tunnelbetriebspersonal und einen Anteil an Notfall-/Rettungskräften.
Lt. den ursprünglichen Planungen sollte es ja für den Tunnel zwei Kunden geben. Einerseits den Langstreckenpassagier-Verkehr mit dem Eurostar und dann "Le Shuttle".
Das angesprochene Entgelt von 4.320 Euro pro Zug und 16,60 Euro pro Passagier erscheint mir in diesem Zusammenhang relativ günstig zu sein. Maximale Sitzplatzanzahl 638 Plätze -> Trassengebühr 4.320 Euro + 638 * 16,60 Euro =
ca. 14.910,-- Euro.
Würde sich also das Konstruk EU-Kommission mit einem "Quersubventionierungsverbot" für Le Shuttle durchsetzen, so hätte die Tunnelbetreibergesellschaft nur noch Eurostar als Kunden und vielleicht die paar ICE-Züge von Herrn Gruber.
Ohne Personalkosten (sh. 577.777,-- Euro) müssten also 39 Eurostar-Züge am Tag durchfahren, nur um einen Break-even zu erreichen.
Wenn Du jetzt tiefer ins Detail der Beschäftigten-Zahlen gehst, dann zeigt sich:
Eurotunnel wird ohne Le Shuttle schwer in die schwarzen Zahlen kommen.
Und dann stellt sich die Frage, ob die Le Shuttle Züge lieber ein bisschen Geld einspielen sollen oder ob der Fixkostenblock des Tunnels auf die verbleibenden Eurostar-Züge verteilt werden soll.
So sieht's aus, ganz unpolitisch,
Sh. auch hier:
http://www.busplaner.de/aktuelles/omnibus-news-touristik-nachrichten/8660/Eurotunnel-er...
2,) Das Problem der echten und unechten Rückwirkung. Die Betreibergesellschaft hat ja quasi von Margret Thatcher und den französischen Politikeren ein Prestigeprojekt "geerbt" und verwaltet dieses jetzt in eigenem Eigentum.
Beim glanzvollen Spatenstich und den darauf folgenden Wahlkämpfen war nie die Rede davon, dass es ein irgendwie geartetes Subventionsverbot bzw. Querverrechnung zwischen LeShuttle und dem Passagierverkehr ohne Fahrzeuge gebenb dürfte.
Der Beitrag bezog sich also vollumfänglich auf die Infrastrukturkosten und die nachfolgende Änderung der politischen Agenda.
Denau deshalb kann man keine staatlichen Verrechnungspreise vorschreiben. Jede grobe 5-Minuten-Rechnung - wie meine jetzt gerade - zeigt den Sinn staatlicher Verrechnungspreise.
Wird also alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird - wie auch Dein Vorwurf.
:-)
--
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[OT] Eurotunnelfähren schädigen Wettbewerb
Sh. auch hier:
http://www.busplaner.de/aktuelles/omnibus-news-touristik-nachrichten/8660/Eurotunnel-er...
Da aber hatte jemand etwas dagegen: Die britische Wettbewerbskommission (Link). Beim LOK Report eine deutschsprachige Meldung von 7. Juni (ein wenig scrollen, verschwindet irgendwann).
Viele Grüße,
Sören
--
![[image]](https://up.picr.de/48317654tz.jpg)
Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
[OT] Wurde leider von der Tagezeitung nicht aufgegriffen!
Sh. auch hier:
http://www.busplaner.de/aktuelles/omnibus-news-touristik-nachrichten/8660/Eurotunnel-er...
Da aber hatte jemand etwas dagegen: Die britische Wettbewerbskommission (Link). Beim LOK Report eine deutschsprachige Meldung von 7. Juni (ein wenig scrollen, verschwindet irgendwann).
Viele Grüße,
Sören
Hört sich interessant an. Obwohl ich seit einiger Zeit wieder eine Tageszeitung aus Süddeutschland abonniert habe, war davon gar nichts zu lesen! Dort gibt es leider immer wieder nur Berichte über Billigflieger - mit Eisenbahn hat die Redaktion wohl sehr wenig am Hut.
Weiter unten in Deinem Link findet sich noch ein weiterer interessanter Artikel:
"Rechteck Eurotunnel führt ETICA für Start-Up-Unternehmen ein
Nach der Einführung mehrerer Maßnahmen (Open Access, European Interoperability Standards - TSI) startet Eurotunnel nun mit ETICA (Eurotunnel Incentive for Capacity Additions) ein System der finanziellen Unterstützung von Bahnbetreibern bei der Einführung neuer intermodaler Dienstleistungen durch den Ärmelkanal-Tunnel.
Die Schwierigkeit bei der Eröffnung neuer Dienstleistungen durch den Ärmelkanal-Tunnel bestehe laut Eurotunnel nicht in der Höhe der Trassenpreise, die sehr wettbewerbsfähig seien, sondern in den anfallenden Marketing- und Service-Start-up-Kosten sowie den Kontrollen in Frethun. Die Gebühr für einen vollbeladenen Güterzug (750 m, 1.800t, 120 kph während der Nacht) betrage nur 100 Euro pro 40-Fuß-Container.
Die für alle Bahnbetreiber zur Verfügung stehende ETICA-Unterstützung enthält Start-up-Investitionen für 1 Jahr und wird ohne öffentliche Subventionen durch Eurotunnel finanziert. Sie beruht auf der Marco-Polo-Beihilferegelung, entspricht den europäischen Richtlinien und ändert nicht die durch das Network-Statement gesetzten Trassenpreise (WKZ, Quelle Eurotunnel, 31.05.13)."
Dies ist irgendwie vergleichbar mit einer Regelung der DB Bahn bei Trassenpreisen. Da gibt es auch irgendeine Art Neukundenrabatt (glaube ich 10 % oder so).
Trotzdem frage ich mich, wann sich so ein Tunnel abbezahlt hat [wenn überhaupt] :-)
Grüße GUM
Eine Zahl aus Deinem Link möchte ich noch betonen:
Mit einer Verdreifachung des Nettogewinns auf 34 Mio. Euro...
Das bei dem riesigen Investment und Olympia/Königinnen-Jahr...
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Die Briten greifen in den freien Wettbewerb ein?
Kann ja gar nicht sein... da müssen sich EU-Beamte verkleidet haben :-P