Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge (Allgemeines Forum)

Sören Heise, Region Hannover, Montag, 17.06.2013, 18:24 (vor 4677 Tagen)

Moin!

Ein großer Brocken für die Deutsche Bahn:


Regionalverkehr Nürnberg – Ingolstadt – München und Nürnberg – Augsburg an DB Regio vergeben
Zeil: „Neue Züge und besseres Angebot“

MÜNCHEN. Der Regionalverkehr zwischen München und Nürnberg über Ingolstadt sowie zwischen Nürnberg und Augsburg bleibt bei DB Regio: Nach einer europaweiten Ausschreibung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) hat der Freistaat heute den Zuschlag erteilt. Der neue Verkehrsvertrag beginnt im Dezember 2016 und endet nach einer Laufzeit von zwölf Jahren. „Mit neuen Fahrzeugen, zusätzlichen Verbindungen und mehr Kapazitäten verbessern wir das Angebot“, betont Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil.

Der Regionalverkehr läuft zwischen Nürnberg und Ingolstadt sowohl auf der Altstrecke über Treuchtlingen als auch auf der 2006 in Betrieb genommenen Neubaustrecke.


Neubaustrecke (NBS) Nürnberg – Ingolstadt – München

Auf der NBS verbessert sich das Fahrtenangebot. „Gerade in den Spitzenzeiten am Freitagnachmittag und am Wochenende, wenn die Züge stark besetzt sind, bestellen wir zusätzliche Leistungen zwischen Nürnberg und Ingolstadt“, erklärt Zeil. Ansonsten bleibt es auf der Neubaustrecke beim heutigen Zweistundentakt zwischen Nürnberg und München. Wie bisher verkehren die meisten Züge direkt ohne Umsteigen.

Der Freistaat hatte sich in der Ausschreibung optional den Stundentakt auf der NBS anbieten lassen. Dieses erweiterte Betriebsprogramm kann die BEG jedoch wegen des hohen Angebotspreises und begrenzter finanzieller Mittel nicht beauftragen. „Entscheidend sind dabei die hohen Trassenpreise auf der Neubaustrecke. DB Netz kommt uns hier bis heute nicht entgegen“, unterstreicht der Minister.

Um die am stärksten besetzten Züge schon kurzfristig zu entlasten, optimiert die BEG bereits ab Dezember 2013 den Fahrplan. Zwischen Nürnberg und Ingolstadt werden dadurch zusätzliche Züge am Freitagnachmittag und am Wochenende zur Verfügung stehen. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine zusätzlichen Fahrzeuge, die für den Betrieb auf der NBS zugelassen sind, vorhanden sind, setzt DB Regio einen herkömmlichen Doppelstockzug ein, der zwischen München und Ingolstadt verkehren wird. Dadurch müssen Fahrgäste bis zum Einsatz der neuen Fahrzeuge etwas häufiger in Ingolstadt umsteigen.


Altstrecke Nürnberg – Treuchtlingen – Ingolstadt – München

Die etwas längere Route führt von Nürnberg über Treuchtlingen durch das Altmühltal nach Ingolstadt und München. Hier wird es ein stündliches Angebot geben. Dabei müssen Fahrgäste wie derzeit jede zweite Stunde in Treuchtlingen umsteigen. Ergänzend fahren Montag bis Freitag stündlich Expresszüge von Nürnberg nach Treuchtlingen und stündliche Regionalzüge von Ingolstadt nach München, sodass die Fahrgäste an den größeren Stationen jede halbe Stunde Fahrtmöglichkeiten haben. Von Treuchtlingen über Donauwörth nach Augsburg ergänzen Montag bis Freitag sowie am Samstagvormittag zweistündlich verkehrende Züge das ebenfalls zweistündliche Angebot des Fugger-Express zu einem Stundentakt.
Neue Fahrzeuge

Die BEG hat neue Fahrzeuge mit hohen Kapazitäten gefordert und Mindestvorgaben gemacht, wie viele Sitzplätze bei stark frequentierten Zügen im Berufs- und Freizeitverkehr vorhanden sein müssen. „In den Hauptverkehrszeiten wird es mindestens 20 Prozent mehr Sitzplätze geben“, erläutert Zeil. Um mobilitätseingeschränkten Reisenden eine möglichst reibungslose Fahrt zu gewährleisten, muss jeder Zugteil mit mindestens einem Rollstuhlplatz und einer klappbaren Überfahrrampe ausgestattet sein. Nicht zuletzt sollen Mehrzweckbereiche die Möglichkeit schaffen, Fahrräder, Kinderwagen und sperriges Gepäck problemlos zu transportieren.


Vertrieb und Tarif

Neben der Anerkennung der bisher gültigen Nahverkehrstarife muss DB Regio nach Vorgaben der BEG Sonderangebote im Freizeitverkehr einführen: Gefordert ist zum Beispiel eine übertragbare Monatskarte (Freizeitkarte), die von Montag bis Freitag ab 9 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen ganztags gültig ist. Auch die Zusammenarbeit mit Tourismusregionen soll über Kur- und Gästefahrscheine verbessert werden. Bei Fahrten innerhalb von Verbünden gelten die Bestimmungen der jeweiligen Verkehrsverbünde (AVV, MVV, VGN). Die Ausgestaltung der Vertriebswege – entweder über Automaten oder Personal an Stationen oder im Zug – ist grundsätzlich dem Betreiber überlassen.


Weitere Anforderungen

Um den Fahrgästen einen umfangreichen Service zu gewährleisten, werden in jedem Zug Zugbegleiter eingesetzt. Außerdem verpflichtet sich der künftige Betreiber, am Qualitätsmesssystem der BEG teilzunehmen. Damit prüft die Bayerische Eisenbahngesellschaft die Sauberkeit, die Funktionsfähigkeit der Ausstattung, die Fahrgastinformation im Zug, die Servicequalität und die Kundenfreundlichkeit. Zudem gelten hohe Anforderungen hinsichtlich Pünktlichkeit und Anschlusssicherung. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die den Regionalverkehr im Auftrag des Bayerischen Verkehrsministeriums plant, finanziert und kontrolliert, hatte die Ausschreibung am 5. Juli 2012 im EU-Amtsblatt veröffentlicht. Angebote konnten bis 15. April 2013 abgegeben werden. Der bisherige Allersberg-Express war nicht Bestandteil der Ausschreibung und soll künftig in die S-Bahn Nürnberg integriert werden.


Soweit die Pressemeldung des Bahnlandes Bayern.

Ergänzend gibt es eine Pressemeldung der DB, die mitteilt, daß auf der Neubaustrecke Fahrzeuge von Škoda zum Einsatz kommen werden. Somit hat der traditionsreiche tschechische Hersteller den Einstieg in den gesamtdeutschen Markt geschafft.


DB Regio Oberbayern freut sich über den Gewinn der Ausschreibung Ringzug West / NBS

Neue moderne Doppelstockzüge • Weiterhin umsteigefreie Verbindung zwischen München und Nürnberg

(München, 17. Juni 2013) Der Gewinn der Ausschreibung Ringzug West/NBS hat bei DB Regio Oberbayern große Freude ausgelöst. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) hat heute mitgeteilt, dass der Wettbewerb um die Strecken München – Ingolstadt - (NBS) – Nürnberg, Augsburg – Treuchtlingen – Nürnberg und Treuchtlingen – Ingolstadt – München zugunsten der DB entschieden wurde. „Ab Dezember 2016 werden wir unseren Kunden mit neuen Fahrzeugen mehr Komfort und Qualität bieten. Zudem werden wir für die Reisenden auch weiterhin eine direkte, umsteigefreie Verbindung zwischen München und Nürnberg anbieten“, so Norbert Klimt, Vorsitzender der Regionalleitung Regio Bayern.

Rund 260 Arbeitsplätze bei DB Regio Oberbayern sind durch die gewonnene Ausschreibung des München-Nürnberg-Express bis 2028 gesichert. Diese Verkehre werden mit besonders komfortablen Doppelstocktriebzügen der neusten Generation „TWINDEXX Vario (Do2010)" des Herstellers Bombardier Transportation gefahren. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke sollen neue druckfeste und druckdichte Garnituren (Doppelstockwagen und Lok Typ 109 E) der Firma Skoda zum Einsatz kommen. Sie mindern in Tunneln plötzlich auftretende Druckschwankungen im Fahrzeuginneren ab.

Die neuen Fahrzeuge bestechen durch ihren hohen Fahr- und Sitzkomfort sowie innovative technische Details. Beide Fahrzeuge verfügen über Videoüberwachung, ein komfortables Innendesign und großzügig gestaltete, über den ganzen Zug verteilte Mehrzweckbereiche, um der starken Nachfrage im Pendler- und Freizeitverkehr auf der Strecke gerecht zu werden. Die Instandhaltung der neuen Fahrzeuge wird überwiegend die Werkstatt München-Pasing übernehmen.

„DB Regio Oberbayern hat mit diesem Angebot die BEG überzeugt. Besser als jeder andere waren wir in der Lage, einen hochwertigen, kundenfreundlichen und leistungsfähigen Regionalverkehr anzubieten. Neun Monate intensive Arbeit mit einem leistungsstarken Projektteam haben sich ausgezahlt. Dennoch ist der Wettbewerbsdruck in Bayern unvermindert hoch“, so Klimt.


Viele Grüße,
Sören

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GibmirZucker, Montag, 17.06.2013, 20:02 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise

Hat jemand in der ganzen ICx/Twindexx/Talgo Diskussion auf Skoda getippt? Eher niemand. Interessante Fahrzeuge, hoffen wir mal, dass sie auch pünktlich geliefert und zugelassen werden. Vielleicht hat die DB bei Skoda mehr Glück als bei den Hauslieferanten.

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

caboruivo, CH, Montag, 17.06.2013, 20:03 (vor 4677 Tagen) @ GibmirZucker

Hat jemand in der ganzen ICx/Twindexx/Talgo Diskussion auf Skoda getippt? Eher niemand. Interessante Fahrzeuge, hoffen wir mal, dass sie auch pünktlich geliefert und zugelassen werden. Vielleicht hat die DB bei Skoda mehr Glück als bei den Hauslieferanten.

Ab wann sollen die Skoda-Züge zum Einsatz kommen?

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GibmirZucker, Montag, 17.06.2013, 20:07 (vor 4677 Tagen) @ caboruivo

Dezember 2016 steht in der Pressemitteilung...

Hm, wenn Skoda so Richtung Westen ausgreift, für den BeNe Auftrag hat sich Skoda aber nicht beworben?

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Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 17.06.2013, 21:00 (vor 4677 Tagen) @ GibmirZucker

Hoi,

Hm, wenn Skoda so Richtung Westen ausgreift, für den BeNe Auftrag hat sich Skoda aber nicht beworben?

Nein, da hatte Škoda kein Angebot eingereicht. Da sind nur Alstom, Siemens, Stadler und Talgo dabei.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Der SBB FV-Dosto.

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Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 17.06.2013, 20:55 (vor 4677 Tagen) @ GibmirZucker

Hoi,

Hat jemand in der ganzen ICx/Twindexx/Talgo Diskussion auf Skoda getippt? Eher niemand. Interessante Fahrzeuge, hoffen wir mal, dass sie auch pünktlich geliefert und zugelassen werden. Vielleicht hat die DB bei Skoda mehr Glück als bei den Hauslieferanten.

Du weisst schon, wie lange Škoda schon dran ist, Zulassungen für ihren Hobel zu bekommen?
Ausserdem ist es schon ziemlich komisch, dass hier eine Splittergattung besorgt wird, obwohl gerade vor kurzem mit Bombardier ein Rahmenvertrag über bis zu 450 E-Loks abgeschlossen wurde, der auch Traxx P200 beinhalten würde.
Als nächstes bleibt noch die Frage, wie es eigentlich mit dem Rechtsstreit steht, den Bombardier mit Škoda bezüglich genau dieser Lok hat. Sollte der Rechtsstreit noch laufen, könnte Bombardier nämlich noch ziemlich schnell eine einstweilige Verfügung gegen diesen Auftrag erwirken können.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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JW, Montag, 17.06.2013, 21:09 (vor 4677 Tagen) @ Twindexx

Hallo Twindexx,

Ausserdem ist es schon ziemlich komisch, dass hier eine Splittergattung besorgt wird, obwohl gerade vor kurzem mit Bombardier ein Rahmenvertrag über bis zu 450 E-Loks abgeschlossen wurde, der auch Traxx P200 beinhalten würde.

Soweit mir bekannt, hat die DB aber ganze Züge ausgeschrieben. Bei so einer Ausschreibung wird es wohl nicht möglich gewesen sein, nur die Wagen aus dem Skoda-Angebot zu nehmen und die Lok von einem Mitbewerber.

Ansonsten dürfte die Entwicklung der 109E schon erheblich weiter voran geschritten sein, als die der Traxx3 P200. Auch die Dauerleistung von 6,4MW könnte auf dieser Strecke gebraucht werden.

Aber vielleicht waren die Mitbewerber auch zu sicher, dass niemand um diesen Nischenauftrag mitbietet - und haben den Preis entsprechend hoch angesetzt.

Gruß Jörg

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 17.06.2013, 22:22 (vor 4677 Tagen) @ JW
bearbeitet von Twindexx, Montag, 17.06.2013, 22:25

Hoi,

Ansonsten dürfte die Entwicklung der 109E schon erheblich weiter voran geschritten sein, als die der Traxx3 P200.

Bestell eine Traxx AC3 P200 und nächstes Jahr steht sie auf den Schienen.

Auch die Dauerleistung von 6,4MW könnte auf dieser Strecke gebraucht werden.

Der Unterschied ist nur marginal.

Aber vielleicht waren die Mitbewerber auch zu sicher, dass niemand um diesen Nischenauftrag mitbietet - und haben den Preis entsprechend hoch angesetzt.

Umgekehrt: Es sieht eher so aus, dass Škoda mit dem Preis getaucht ist um einfach einen Fuss im deutschen Markt zu haben. Allein die Neuentwicklung von druckdichten Dostos nach deutschem Umgrenzungsprofil geht ziemlich sicher ins Geld.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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GibmirZucker, Montag, 17.06.2013, 22:40 (vor 4677 Tagen) @ Twindexx

Umgekehrt: Es sieht eher so aus, dass Škoda mit dem Preis getaucht ist um einfach einen Fuss im deutschen Markt zu haben. Allein die Neuentwicklung von druckdichten Dostos nach deutschem Umgrenzungsprofil geht ziemlich sicher ins Geld.

Bombardier kriegt es ja nicht mal gebacken, einen ganz simplen Auftrag termingerecht auszuführen, d.h. auf Nahverkehrsdostos basierede Wagen mit Fernverkehrsbestuhlung zu liefern und zugelassen zu bekommen. Jetzt soll Skoda in einer sehr kurzen Zeit mit einer Neuentwicklung eine Zulassung bekommen? Immerhin hat Skoda
- überhaupt noch keine Dostos für 200km/h geliefert
- schon gar nicht solche, die auf HGV-Strecken eingesetzt werden können
- kaum Erfahrung mit dem Zulassungsprozedere in Deutschland

Die Kombi von einer Lok, die noch keine D-Zulassung hat sowie Wagen, für die es überhaupt keine Vorbilder gibt, potenziert das Risiko. Andererseits ging Stadler mit dem Westbahn-Auftrag in die Vollen und abgsehen von klapprigen Türen laufen die Züge gut und wurden beinahe pünktlich geliefert. Eine Regel ist es wohl nicht, dass eine völlige Neuentwicklung riskanter ist. Ein abschreckendes Beispiel ist dagegen natürlich Ansaldo Breda... kann echt in die Hosen gehen, was neues entwickeln zu wollen.

Schafft aber Skoda den Sprung, wird es interessant, da die Züge dann auch existierenden und künftigen Mitbewerbern der DB angeboten werden könnten, wenn mal eine Zulassung vorliegt.

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

JW, Montag, 17.06.2013, 23:07 (vor 4677 Tagen) @ GibmirZucker

Hallo,

Bombardier kriegt es ja nicht mal gebacken, einen ganz simplen Auftrag termingerecht auszuführen, d.h. auf Nahverkehrsdostos basierede Wagen mit Fernverkehrsbestuhlung zu liefern und zugelassen zu bekommen.

So simple war das nicht, denn die alten Nahverkehrs-Dostos entsprachen ja nicht mehr den Zulassungsvorraussetzungen. Die wurden in großen Teilen neu konstruiert und dann gab es ja auch noch die Diskussionen mit dem EBA bezüglich des erheblich eingeschränkten Lichtraumprofils gegenüber den alten Dostos. Solch sinnlose Diskussionen verzögern, egal wie fähig der Hersteller und seine Konstrukteure sind.

Jetzt soll Skoda in einer sehr kurzen Zeit mit einer Neuentwicklung eine Zulassung bekommen? Immerhin hat Skoda
- überhaupt noch keine Dostos für 200km/h geliefert

Aber schon 160km/h Dostos

- schon gar nicht solche, die auf HGV-Strecken eingesetzt werden können
- kaum Erfahrung mit dem Zulassungsprozedere in Deutschland

Man ist ja gerade mit der 109E zugange. Man wird bei den Wagons also auf frische Erfahrungen zurückgreifen können.

Die Kombi von einer Lok, die noch keine D-Zulassung

Da sehe ich jetzt nur ein minimales Risiko:
1.) Diese Lok hat alle Zulassungen nach TSI HS erhalten
2.) Ist schon in Österreich zugelassen, wo ja äusserst ähnliche Technik wie in Deutschland eingesetzt wird
3.) Das Zulassungsverfahren in Deutschland läuft bereits (und das über drei Jahre vor der Inbetriebnahme)

Gruß Jörg

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

GibmirZucker, Montag, 17.06.2013, 23:20 (vor 4677 Tagen) @ JW

So simple war das nicht, denn die alten Nahverkehrs-Dostos entsprachen ja nicht mehr den Zulassungsvorraussetzungen. Die wurden in großen Teilen neu konstruiert und dann gab es ja auch noch die Diskussionen mit dem EBA bezüglich des erheblich eingeschränkten Lichtraumprofils gegenüber den alten Dostos. Solch sinnlose Diskussionen verzögern, egal wie fähig der Hersteller und seine Konstrukteure sind.

Das war weniger als Seitenhieb gegen Bombardier gedacht, als zur Charakterisierung der Ausgangslage, nämlich dass eine vermeintlich eben simple Lösung am Ende kompliziert ist.

Könnte übrigens Skoda/DB bei der Zulassung in die Trickkisten greifen wie die Westbahn und die Wagen (bei der Lok wird es wohl der Fall sein) zuerst in einem Drittland einstellen um für Deutschland nur ein vereinfachtes Zulassungsverfahren durchführen zu lassen?

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

JW, Montag, 17.06.2013, 23:27 (vor 4677 Tagen) @ GibmirZucker

Hallo,

Könnte übrigens Skoda/DB bei der Zulassung in die Trickkisten greifen wie die Westbahn und die Wagen (bei der Lok wird es wohl der Fall sein) zuerst in einem Drittland einstellen um für Deutschland nur ein vereinfachtes Zulassungsverfahren durchführen zu lassen?

Ich frage mich, warum dies nicht generell so gemacht wird, denn angeblich ist das EBA doch so schlimm...

Gruß Jörg

Barrierefreiheit?

Thomas87, Montag, 17.06.2013, 20:18 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise

Hallo,

wollte mal fragen wie es denn dann mit der Barrierefreiheit aussieht? Soweit ich weiß haben die Fahrzeuge eine Einstiegshöhe von 55 cm. Die Bahnsteigen sind aber (überall?) 76 cm hoch?

Gruß

Angeblich Doppelstöcker mit Einstieg auf 76 cm

Alphorn (CH), Dienstag, 18.06.2013, 20:35 (vor 4676 Tagen) @ Thomas87

Laut der Pressemeldung sind die Doppelstocker kompatibel mit 76 cm. Bin ja mal gespannt, wie das aussehen soll; das geht nicht ohne schmerzliche Kompromisse (niedriges Unterdeck oder sehr steile Rampen im Eingangsbereich).

Muss ich es noch erwähnen? Mit Bahnsteighöhe 55 cm hätte man diese Probleme nicht.

Barrierefreiheit durch klappbare Überfahrrampe

Henrik, Mittwoch, 19.06.2013, 00:57 (vor 4676 Tagen) @ Thomas87

wollte mal fragen wie es denn dann mit der Barrierefreiheit aussieht?
Soweit ich weiß, haben die Fahrzeuge eine Einstiegshöhe von 55 cm.
Die Bahnsteige sind aber 76 cm hoch?

aus der PM der BEG:

Um mobilitätseingeschränkten Reisenden eine möglichst reibungslose Fahrt zu gewährleisten, muss jeder Zugteil mit mindestens einem Rollstuhlplatz und einer klappbaren Überfahrrampe ausgestattet sein.

und auch in der PM von Skoda:

Die Züge werden auch mit klappbaren Überfahrrampen in Höhe von 760 mm ausgestattet, was eine der grundlegenden Bedingungen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft war.

Funktioniert, aber teuer

Alphorn (CH), Mittwoch, 19.06.2013, 12:44 (vor 4676 Tagen) @ Henrik

und auch in der PM von Skoda:

Die Züge werden auch mit klappbaren Überfahrrampen in Höhe von 760 mm ausgestattet, was eine der grundlegenden Bedingungen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft war.

In anderen Worten: Diese Züge müssen bis in alle Ewigkeit teure Zugbegleiter haben. In der Schweiz fahren meines Wissens alle RE ohne; das klappt auch mit 300m Doppelstock. Ein Verspätungsrisiko sind diese Klapprampen noch dazu (was wenn der Zugbegleiter oder der Rollifahrer nicht am richtigen Eingang stehen?) und der Komfortgewinn für Kinderwagen- und Rollatornutzer bleibt aus.

Funktioniert, und umsonst

Henrik, Mittwoch, 19.06.2013, 13:21 (vor 4676 Tagen) @ Alphorn (CH)

und auch in der PM von Skoda:

Die Züge werden auch mit klappbaren Überfahrrampen in Höhe von 760 mm ausgestattet, was eine der grundlegenden Bedingungen der Bayerischen Eisenbahngesellschaft war.

In anderen Worten: Diese Züge müssen bis in alle Ewigkeit teure Zugbegleiter haben.

Im Vergleich zum Service sind sie günstig bis umsonst,
sie waren ja schließlich sowieso gefordert - es entstehen keine Mehrkosten, im Gegenteil.


In jedem Zug mindestens ein Zugbegleiter

Um den Fahrgästen einen umfangreichen Service zu garantieren,
schreibt die BEG auf allen Strecken grundsätzlich eine Zugbegleiterquote von 100 Prozent vor,
d.h., jeder Zug muss mit mindestens einem Zugbegleiter besetzt sein.
Zu den Hauptverkehrszeiten an Werktagen sind bei über 500 Sitzplätzen pro Zug mindestens zwei Zugbegleiter einzusetzen.
An Wochenenden und Feiertagen verlangt die BEG in allen Zügen tagsüber ebenfalls mindestens zwei Zugbegleiter.
Auch die Ausbildung und Qualifikation des Zugpersonals werden von der BEG klar definiert.
So sind u.a. Fahrgastbetreuung und Fahrgastinformation, Störungs- und Notfallmanagement im Zug,
Voranmeldung von Übergangsreisenden sowie Hilfestellungen für mobilitätseingeschränkte Personen vom Zugbegleitpersonal zu leisten.

http://beg.bahnland-bayern.de/wettbewerbsprojekte?.../beg-ausschreibung-ringzug-west.pdf
(1,27 MB, 10 Seiten)

Zugbegleitung ist nie gratis

Alphorn (CH), Mittwoch, 19.06.2013, 21:37 (vor 4675 Tagen) @ Henrik

Im Vergleich zum Service sind sie günstig bis umsonst,
sie waren ja schließlich sowieso gefordert - es entstehen keine Mehrkosten, im Gegenteil.

In jedem Zug mindestens ein Zugbegleiter

Um den Fahrgästen einen umfangreichen Service zu garantieren,
schreibt die BEG auf allen Strecken grundsätzlich eine Zugbegleiterquote von 100 Prozent vor,
d.h., jeder Zug muss mit mindestens einem Zugbegleiter besetzt sein.

Nur was wenn die BEG das Geld in später mal lieber für besseren Takt als mehr Zugbegleiter ausgeben möchte? Mit der aktuellen Bastellösung Faltrampe ist man jahrzehntelang (!) auf Zugbegleiter angewiesen.

Persönlich finde ich Zugbegleitung eher lästig, weil ich jedesmal meine Bahncard rauskramen muss. Oder wird in diesen Zügen nur stichprobenweise kontrolliert? Jedenfalls sollte man lieber besser Takte anbieten.

Zugbegleitung ist nie gratis

bahnerausleidenschaft, Mittwoch, 19.06.2013, 22:05 (vor 4675 Tagen) @ Alphorn (CH)

Du empfindest also die Kontrolle der Fahrkarten lästig? Dann entschuldige ich mich jetzt schon bei dir, sollte ich dich jemals nach deiner Fahrkarte mit Bahncard fragen.

Fahrkartenkontrollen oder Stichproben

Alphorn (CH), Mittwoch, 19.06.2013, 22:19 (vor 4675 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Du empfindest also die Kontrolle der Fahrkarten lästig?

Selbstverständlich. Ich lese lieber meinen Artikel weiter als mein Ticket hervorzukramen, was bei einem voll besetzten Abteil zudem etwas akrobatisch ist. Darum sind mir gelegentliche Stichprobenkontrollen lieber als jedesmal-Kontrollen.

Im Fernverkehr sehe ich den Bedarf schon eher. Es gibt höheren Informationsbedarf, besonders von Touristen, und eine einzige Kontrolle bei einer dreistündigen Fernreise ist was anderes als jeden Tag zweimal rauskramen auf einer 15-Minuten-Fahrt.

Zugbegleitung ist nie gratis

safe go, Chemnitz, Donnerstag, 20.06.2013, 08:28 (vor 4675 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Du empfindest also die Kontrolle der Fahrkarten lästig?

Möglicherweise fühlst Du Dich von Berufs wegen angegriffen. Aber natürlich ist auch für mich eine Fahrkartenkontrolle lästig, gerade als Nutzer einer "Zeitkarte" und gleichzeitig Besitzer einer BahnCard. Ich muss also bei jeder Kontrolle 2 Dinge rauskramen, die an verschiedenen Stellen in der Geldbörse sind (aufbewahrungstechnologisch bedingt). Das FK-Kontrollen natürlich nötig sind, steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich entschuldige mich damit hier schonmal, dass ich die Sicht eines Kunden mit i.d.R. "zweiteiligen" Fahrkarten an Mitarbeiter eines EVU geschildert habe.

Fahrkartenkontrollen nötig? Alternative Reservierungspflicht

JW, Donnerstag, 20.06.2013, 20:15 (vor 4674 Tagen) @ safe go

Hallo,

Fahrkarten müssen nur kontrolliert werden, wenn in einem Zug keine Reservierpflicht besteht.
Bei Reservierungspflicht muss nur geprüft werden, dass niemand auf einem nicht bezahltem Platz sitzt. Wodurch die Fahrgäste aber nicht 'belästigt' werden.

Gruß Jörg

Zugbegleitung ist hier gratis

Henrik, Mittwoch, 19.06.2013, 22:36 (vor 4675 Tagen) @ Alphorn (CH)

Im Vergleich zum Service sind sie günstig bis umsonst,
sie waren ja schließlich sowieso gefordert - es entstehen keine Mehrkosten, im Gegenteil.

In jedem Zug mindestens ein Zugbegleiter

Um den Fahrgästen einen umfangreichen Service zu garantieren,
schreibt die BEG auf allen Strecken grundsätzlich eine Zugbegleiterquote von 100 Prozent vor,
d.h., jeder Zug muss mit mindestens einem Zugbegleiter besetzt sein.

Nur was wenn die BEG das Geld in später mal lieber für..

sie hat diese Leistung ausgeschrieben mit ihren Wünschen
und ihn jüngst vergeben,
beide Vertragsparteien werden sich daran halten
für die Vertragsdauer von 12 Jahren.

Wenn die BEG dann in 12 Jahren ihre Vorstellungen in gewissen Punkten ändert, was ihr ja auch frei steht,
dann wird sie das ganz gewiss in die folgende Ausschreibung mit einfliessen lassen.

Persönlich finde ich Zugbegleitung eher lästig

Diese Ansicht sei Dir gegönnt - die BEG teilt sie nicht.

weil ich jedesmal meine Bahncard rauskramen muss.

musst du ja nur einmal
und das kannst du gleichzeitig mit Deiner Lektüre machen,
also ebenfalls gratis.

intelligenter Bahnausbau

ThomasK, Donnerstag, 20.06.2013, 03:00 (vor 4675 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von ThomasK, Donnerstag, 20.06.2013, 03:01

Nur was wenn die BEG das Geld in später mal lieber für besseren Takt als mehr Zugbegleiter ausgeben möchte? Mit der aktuellen Bastellösung Faltrampe ist man jahrzehntelang (!) auf Zugbegleiter angewiesen.

Persönlich finde ich Zugbegleitung eher lästig, weil ich jedesmal meine Bahncard rauskramen muss. Oder wird in diesen Zügen nur stichprobenweise kontrolliert? Jedenfalls sollte man lieber besser Takte anbieten.


Das sehe ich exakt so wie du. Es zeigt sich, dass die Schwarzfahrerquote erst dann signifikant zunimmt, wenn die Zugbegleiterquote unter 25% fällt. Zum Vergleich: Bei der S-Bahn wird in 2% aller Fälle kontrolliert.

Ich denke, eine Zugbegleiterquote von 50% wäre ein guter Kompromiss. Viel wichtiger als eine Zugbegleiterquote von 100% und lange Schalteröffnungszeiten an Nebenbahnhöfen wären funktionsfähige Automaten, längere Züge und ein Stundentakt auf der NBS Nürnberg - Ingolstadt gewesen.

Wie schon wiederholt bemerkt, ist das Zuglängenproblem des Nürnberg - München Express in Wirklichkeit gar keines. Völlig problemlos könnte man ohne jegliche Änderung an der Gleisgeometrie die Bahnsteige in Kinding und Allersberg auf 430 m Länge verlängern, was Sinn macht, damit auch im Notfall mal ein ICE dort halten kann. Und dann lässt man eben alle Nürnberg - München - Express durch Ingolstadt Nord durchfahren. Ende der Durchsage.

Mit den Zügen nach Eichstätt hätte Ingolstadt Nord sowieso einen 30-Minuten-Takt gehabt in der Eventualposition und dann ist es selbstverständlich Aufgabe der Stadt Ingolstadt mal ein gescheites städtisches Busnetz anzubieten. Man braucht nur mal den sehr guten ÖPNV von Bern, was genauso groß ist wie Ingolstadt, vergleichen mit dem lächerlichen Busnetz, was Ingolstadt anzubieten hat.

Für einen einstelligen Millionen € Betrag hätte man dann Eichstätt Bahnhof - Eichstätt Stadt gleich mit elektrifiziert und durchgehende RBs von Eichstätt Stadt nach Ingolstadt Hbf anbieten können. Aber der Freistaat Bayern verballert ja lieber 100 Millionen € für eine völlig sinnlose S-Bahn-Tunnelplanung, als die Eisenbahn intelligent auszubauen und dann wird wieder bei den Zugkilometerbestellungen geknausert. Zum Glück wird im November der Tunnel endgültig abgeschossen. Zusammen mit den für die sinnlose Transrapidplanung herausgeschmissenen Geldern hat dann der Freistaat Bayern über 200 Millionenn € in den Sand gesetzt.

Ingolstadt Nord?

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 20.06.2013, 08:52 (vor 4675 Tagen) @ ThomasK

Und dann lässt man eben alle Nürnberg - München - Express durch Ingolstadt Nord durchfahren. Ende der Durchsage.

Moin,

wie sind den die Reisendenzahlen in Ingolstadt Nord? Laut Karte liegt der Bahnhof erheblich innenstadtnäher als der Hauptbahnhof, der fast schon außerhalb der Stadt liegt. Da wäre ein Nichthalt aus Reisendensicht eventuell suboptimal.


Viele Grüße,
Sören

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Ingolstadt Nord?

ThomasK, Donnerstag, 20.06.2013, 13:12 (vor 4675 Tagen) @ Sören Heise

wie sind den die Reisendenzahlen in Ingolstadt Nord? Laut Karte liegt der Bahnhof erheblich innenstadtnäher als der Hauptbahnhof, der fast schon außerhalb der Stadt liegt. Da wäre ein Nichthalt aus Reisendensicht eventuell suboptimal.


Viele Grüße,
Sören

Im Prinzip hat Ingolstadt zwei Hauptbahnhöfe; den echten Hauptbahnhof und den Bahnhof Nord. Das Busnetz ist auf beide Bahnhöfe ausgerichtet. Für sehr viele Ingolstädter ist es im Prinzip gleichgültig, ob sie mit dem Bus nach Ingolstadt Nord oder nach Ingolstadt Hbf fahren, um mit dem Nürnberg - München - Express weiterzufahren.

Bautechnisch jedoch besteht ein gewaltiger Unterschied. Während in Ingolstadt Hbf problemlos 320 m lange Regionalzüge halten können, ist in Ingolstadt Nord eine Bahnsteigverlängerung aufgrund der Steigung und des Tunnelmundes nach der EBO gar nicht zulässig und somit auch nicht möglich.

Es ist also nur ein ganz kleiner Kundenkreis, der Nachteile hätte. Es betrifft diejenigen, die direkt in Ingolstadt Nord wohnen und zugleich nach Kinding, Allersberg oder Nürnberg wollen. Die können aber die eine Station (ca. 3,4 km) mit der RB nach Ingolstadt Hbf fahren um dort einzusteigen.

Für die bei weitem größere Kundenanzahl bietet die Lösung den Nürnberg - München - Express auf 320 m zu verlängern und ohne Halt in Ingolstadt Nord fahren zu lassen deutliche Vorteile. Man könnte z.B. mit einem Kiss der Bauart der Westbahn in Doppeltraktion fahren und hätte 1000 Sitzplätze. Oder man könnte von Stadler den Flirt in einer neuen Version für 200 km/h bauen lassen und dann in Dreifachtraktion den Sechsteiler fahren lassen, so wie der Meridian zwischen München Hbf und Salzburg Hbf. Dann hätte man auch 999 Sitzplätze bei einer Zuglänge von 321 m.

In der Verkehrsplanung kann man es nie allen zu 100% recht machen. In diesem Fall ist aber die Sachlage absolut eindeutig. Nachdem in Ingolstadt Nord kein Ausbau möglich ist, müssen dann eben die Interessen der Wenigen, die in Ingolstadt Nord wohnen, hinter den Interessen aller anderen Fahrgäste zurückstehen.

Wenn man also schon keinen Stundentakt fahren will, dann sollte man wenigstens bei der Zuglänge nachlegen.

Und nach Ingolstadt?

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 20.06.2013, 14:22 (vor 4675 Tagen) @ ThomasK

Moin!

Danke für die Schilderung der Bahnhofssituation. Daß der Stadtbus sich auf beide Stationen konzentriert, war mir neu. Die besondere Situation des NBS-Bahnsteiges am Nordbahnhof ist mir bekannt.

Es ist also nur ein ganz kleiner Kundenkreis, der Nachteile hätte. Es betrifft diejenigen, die direkt in Ingolstadt Nord wohnen und zugleich nach Kinding, Allersberg oder Nürnberg wollen.

Moment. Du unterschlägst Reisende aus Nürnberg, Allersberg und Kinding nach Ingolstadt. Die dürfte es auch geben.
Fahrgastzahlen für die Halte am Nordbahnhof wären nicht schlecht, auch in Relation zu anderen Bahnhöfen. ;-)


Viele Grüße,
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Ingolstadt Nord?

Reisender, München, Dienstag, 06.08.2013, 12:05 (vor 4628 Tagen) @ ThomasK

Es ist also nur ein ganz kleiner Kundenkreis, der Nachteile hätte. Es betrifft diejenigen, die direkt in Ingolstadt Nord wohnen und zugleich nach Kinding, Allersberg oder Nürnberg wollen. Die können aber die eine Station (ca. 3,4 km) mit der RB nach Ingolstadt Hbf fahren um dort einzusteigen.

Moment! Du weißt schon, dass in den Ingolstädter Stadtbezirken nördlich der Donau wesentlich mehr Leute wohnen als im Süden? Und von den nördlichen Stadtteilen ist der Nordbahnhof nun mal deutlich näher als der Hauptbahnhof. Von einem "ganz kleinen Kundenkreis" der bei einem Nichthalt in Ingolstadt Nord Nachteile hätte, kann also nicht die Rede sein. Der Verweis auf den Bus ist insofern ebenfalls kein adäquater Ersatz, weil der Bus vom Hauptbahnhof zum Nordbahnhof fünfmal so lange braucht wie der Zug.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Ingolstadt Nord vs. Eindhoven Beukenlaan

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 06.08.2013, 13:43 (vor 4628 Tagen) @ Reisender

Hallo Reisender,

Moment! Du weißt schon, dass in den Ingolstädter Stadtbezirken nördlich der Donau wesentlich mehr Leute wohnen als im Süden?

Nein, wußte ich nicht, aber dann wissen wir es jetzt...:)

Und von den nördlichen Stadtteilen ist der Nordbahnhof nun mal deutlich näher als der Hauptbahnhof. Von einem "ganz kleinen Kundenkreis" der bei einem Nichthalt in Ingolstadt Nord Nachteile hätte, kann also nicht die Rede sein. Der Verweis auf den Bus ist insofern ebenfalls kein adäquater Ersatz, weil der Bus vom Hauptbahnhof zum Nordbahnhof fünfmal so lange braucht wie der Zug.

Dasselbe gilt auch für Eindhoven Beukenlaan. Für die Einwohner nördlich des "Ring Eindhoven"s sowie für die Fluggäste von Eindhoven Airport durfte Eindhoven Beukenlaan als "IC"-Bahnhof [1] weitaus interessanter sein als der "Hauptbahnhof".
Es fahren dennoch 3 von 3 "IC"s pro halbe Stunde an Eindhoven Beukenlaan (nach Amsterdam, Schiphol und Den Haag) vorbei.

Grund dafür ist, dass der "Hauptbahnhof" Eindhovens eine viel größere verkehrstechnische Bedeutung hat als Eindhoven Beukenlaan. Hier gibt es Korrespondenz Amsterdam/Den Haag - Venlo/Maastricht jede 30 Minuten. Zum Flughafen kommt man ab Hbf in 10-Minutentakt. Und in die nördlichen Bezirken Eindhovens gibt es ab Hbf 5-6 Buslinien mit unterschiedlichsten Strecken. Das könnte die paar Buslinien ab Eindhoven Beukenlaan niemals abdecken.

In Ingolstadt Hbf steigt man um nach Regensburg, nach Ulm und nach Augsburg. Umsteigemöglichkeiten, die Ingolstadt Nord nicht bieten kann.


gruß,

Oscar (NL).


[1] ich vergleiche unsere "IC"s mal mit dem MüNüX.

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Zugbegleitung ist nie gratis

Alexander, Donnerstag, 20.06.2013, 05:56 (vor 4675 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hi,

Nur was wenn die BEG das Geld in später mal lieber für besseren Takt als mehr Zugbegleiter ausgeben möchte? Mit der aktuellen Bastellösung Faltrampe ist man jahrzehntelang (!) auf Zugbegleiter angewiesen.

auf der Ingolstadt - Nürnberg wird man immer eine 100% Besetzungsquote an Zugbegleitern haben, sonst dürfte man nicht auf dieser Strecke fahren. Daher gibt es dort keine andere Lösung.

Auch sind Zugbegleiter für die Reisenden als Ansprechpartner, vor allem im Störungsfall wichtig.
Die Bahnhöfe sind immer seltener durch örtliches Personal besetzt. Am Wochenende abends kannst du durch Servicepersonal besetzten Bahnhöfe in Bayern an einer Hand abzählen!
Selbst an größeren Umsteigeknoten wie Donauwörth, Buchloe, Memmingen gibt es gar keine Servicemitarbeiter mehr.

Auch fährt Station&Service die Ansagen immer weiter zurück, es geht sogar soweit das Stationen gar nicht mehr durch einen Menschen beschallt werden können.

Viele Grüße

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Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

caboruivo, CH, Montag, 17.06.2013, 21:19 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise

Etwas, was ich nicht klar verstehe: Werden die Twindexx Vario als Übergang im München-Nürnberg-Express eingesetzt oder auf der Strecke via Treuchtlingen?
Hat die 109E der CD immer noch keine Zulassung für Deutschland? Man wollte ja mal die EC Hamburg-Berlin-Prag-Wien ohne Lokwechsel anbieten können. Sollte es zur Kooperation DB/RegioJet kommen, bräuchte die 109E keine D-Zulassung mehr.

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 17.06.2013, 22:10 (vor 4677 Tagen) @ caboruivo

Hoi,

Etwas, was ich nicht klar verstehe: Werden die Twindexx Vario als Übergang im München-Nürnberg-Express eingesetzt oder auf der Strecke via Treuchtlingen?

Auf allem, was nicht auf der NBS fährt. Als Übergang werden bisherige Dostos älterer Generation eingesetzt. Twindexx Vario ist ja die neueste Generation, die hier neu beschafft wird bis 2016.

Hat die 109E der CD immer noch keine Zulassung für Deutschland? Man wollte ja mal die EC Hamburg-Berlin-Prag-Wien ohne Lokwechsel anbieten können. Sollte es zur Kooperation DB/RegioJet kommen, bräuchte die 109E keine D-Zulassung mehr.

Das hat Bombardier bisher erfolgreich verhindert. Als die ersten für Zulassungen nach Österreich kamen, wurde auch erstmal eine dieser Loks von der Justiz auf Antrag von Bombardier für längere Zeit beschlagnahmt.

Bombardier ist da bezüglich dieser Lok sehr giftig. Škoda wird beschuldigt, Knowhow bei Bombardier gestohlen zu haben. Ursprünglich hat nämlich Bombardier mit Škoda diese Lok zusammen entwickelt. Škoda hat dann die Zusammenarbeit mit Bombardier einseitig aufgegeben, hat diese Lok aber trotzdem anhand der Bombardier-Entwürfe gebaut. Da ist man natürlich bei Bombardier entsprechend verärgert und lässt juristisch nichts unversucht.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

ICE11, Aachen, Montag, 17.06.2013, 22:12 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise

Diese Verkehre werden mit besonders komfortablen Doppelstocktriebzügen der neusten Generation „TWINDEXX Vario (Do2010)" des Herstellers Bombardier Transportation gefahren.

"Besonders komfortabel" - wenn ich das schon lese! So was ähnliches hat man dem Fahrgast vor Einführung der Hamsterbacken in den diversen Einsatzgebieten doch auch vorgegaukelt.....

Skoda

ice-t-411, Montag, 17.06.2013, 23:43 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise

Hallo zusammen!

Da hat sich Skoda aber ganz schön was vorgenommen. Das EBA geht ja üblicherweise von 4 Jahren von Entwicklungsstart bis Zulassung aus - jetzt bleiben noch 3 1/2. Aber andererseits kann man sich sicher freuen, dass die DB damit ein eher günstiges Angebot machen konnte und sich im Zweifel wohl durch den weiteren Einsatz der IC-Wagen einer zu großes Vertragsstrafe entledigen kann.

Ganz einfach ist der Bau von 200 km/h-Doppelstockwagen allerdings nicht. Ein paar Anmerkungen:

* Türen: Schwenkschiebetüren haben sich schon bei der Westbahn als nicht wirklich für Tunneldurchfahrten geeignet erwiesen. Bis 430 km/h Begegnungsgeschwindigkeit kann ich mir noch eine technische Lösung vorstellen, Zulassung bei der Westbahn ist erfolgt, aber bei bis zu 500 km/h reden wir nochmal über andere Kräfte. Richtige Fernverkehrstüren dürften den Fahrgastwechsel aber stark behindern und teuer sein.

* Druckertüchtigung: Als erstes muss der Wagenkasten auf die Kräfte ausgelegt sein, dass ist durch die große Oberfläche und den notwendigen Leichtbau schon sehr schwierig, hier könnte aber die fehlende Traktionsausrüstung helfen. Dann muss man den Wagen aber auch halbwegs dicht bekommen (siehe Türen oben) und viel Platz in den Klimaanlagen gibt es in einem Doppelstockzug auch nicht.

Es wundert mich daher nicht, dass die meisten Hersteller nicht besonders scharf auf diesen Sonderauftrag waren, aber mein Respekt an Skoda, falls sie das pünktlich hinbekommen.

Und die Fraktion der Lokfreunde ist auch mal wieder glücklich...

Johannes

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Schiffbau ist Kunst - Flugzeugbau ist Wissenschaft - Elektrotechnik ist Glücksache ;)

Alle Angaben ohne Gewähr!

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

Steffen, Dienstag, 18.06.2013, 00:40 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise

Ich werde den Verdacht nicht los, dass es Parallelen zum V250 gibt:

*Billighersteller
*Neuentwicklung
*Splitterbaureihe (Loks, aber vor allem Wagen)

Hoffen wir einfach auf einen glücklicheren Verlauf...

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Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 18.06.2013, 03:36 (vor 4677 Tagen) @ Steffen

Ich werde den Verdacht nicht los, dass es Parallelen zum V250 gibt:

*Billighersteller
*Neuentwicklung
*Splitterbaureihe (Loks, aber vor allem Wagen)

Die Loks sind jetzt nicht so neu. Bei der CD sind diese schon seit 2008 als Baurheihe 380 im Einsatz.
Dennoch verstehe ich nicht, warom man nicht auf vorhandene DB-182 setzt.
Bei den Doppelstockwagen mit (p) betritt man aber Neuland und selbst wenn Lok-Wagen-Züge normalerweise zuverlässiger sind, als Triebzüge, habe ich Zweifel an der pünktlichen Verfügbarkeit.
Mit ICx oder ICE2 oder Viaggio Comfort wäre man wesentlich sicherer gewesen.

Hoffen wir einfach auf einen glücklicheren Verlauf...

Oder hoffen wir auf einen unglücklichen Verlauf...
Im Vergleich zu den 101 mit IC-Wagen und FV-Komfort, klingt die PM der DB:

Die neuen Fahrzeuge bestechen durch ihren hohen Fahr- und Sitzkomfort

wie eine Drohung.
Aber vielleicht wird es ja gar nicht mal so schlecht. Ich will nicht mekern, bevor ich die neuen Züge ausprobiert habe.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Keine 182 da

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 18.06.2013, 10:52 (vor 4677 Tagen) @ 218 466-1

Dennoch verstehe ich nicht, warom man nicht auf vorhandene DB-182 setzt.


Wann beginnt der Vertrag? -> Vertragsbeginn Dez. 2016

Wann endet der Vertrag S-Bahn Dresden? -> 2022
Wann endet der Vertrag RE 1 Brandenburg? -> 2027

Daraus folgt: Es sind ganz einfach keine DB-182er frei.


Viele Grüße,
Sören

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Keine 182 da

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 18.06.2013, 11:37 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von 218 466-1, Dienstag, 18.06.2013, 11:41

Wann beginnt der Vertrag? -> Vertragsbeginn Dez. 2016

Wann endet der Vertrag S-Bahn Dresden? -> 2022
Wann endet der Vertrag RE 1 Brandenburg? -> 2027

Daraus folgt: Es sind ganz einfach keine DB-182er frei.

Achso. Rückblickend war das schlecht geplant, denn dort fährt man nirgends schneller als 160 km/h und das könnte man auch mit 146er, aber im Voraus konnte man nicht wissen, dass der MNE als Einsatgebiet für die 182er in Frage kommen würde.
Immerhin hätte man sonst etwa 30 Mio. Euro für die sechs neuen Loks sparen können.
Edit: Die 101 darf ja nicht mehr, da Baujahr 2000 oder jünger eine Vorgabe der BEG war.

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? 182

Steffen, Dienstag, 18.06.2013, 14:08 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise

Sind denn ausnahmslos alle 182 der DB für den DB-Personenverkehr unterwegs?

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! 182

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 18.06.2013, 14:21 (vor 4677 Tagen) @ Steffen

Sind denn ausnahmslos alle 182 der DB für den DB-Personenverkehr unterwegs?

Ja. Laut Wiki sind die 25 Stück im Jahr 2011 zu Regio gewechselt worden.
Ich weiß nichtmal, ob Schenker oder eine andere Güter-DB 182er von MRCE haben.


Viele Grüße,
Sören

! 182

ICE-T-Fan, Mittwoch, 19.06.2013, 13:22 (vor 4676 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von ICE-T-Fan, Mittwoch, 19.06.2013, 13:23

Eine ist übrigen wieder zurück in Erfurt. Die 182 025 mischt wieder unter den MRCE-Tauri mit und steht regelmäßig in Eisenach.

? 182

ICE-T-Fan, Mittwoch, 19.06.2013, 02:02 (vor 4676 Tagen) @ Steffen

Bis 2015 ja, dann wird genau eine 182er frei.

Bayern: Ringzug West bleibt bei DB, Škoda-Fahrzeuge

Steffen, Dienstag, 18.06.2013, 14:06 (vor 4677 Tagen) @ 218 466-1

Ich halte Skoda auch nicht für ganz so unfähig wie AB. Aber man hat halt einen günstigen Hersteller gesucht für eine Kleinstserie. Und das ist vergleichbar mit AB.

Im Vergleich zu den 101 mit IC-Wagen und FV-Komfort, klingt die PM der DB:

Die neuen Fahrzeuge bestechen durch ihren hohen Fahr- und Sitzkomfort

wie eine Drohung.

Das ist aber der Standardspruch zu jedem neuen Fahrzeug. Also nicht zu ernst nehmen ;)

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Škoda-Pressemeldung (auf Ausländisch)

Sören Heise, Region Hannover, Dienstag, 18.06.2013, 11:13 (vor 4677 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Sören Heise, Dienstag, 18.06.2013, 11:16

Moin!

Dazu die Pressemeldung von Škoda, unten im themenbezogenen Volltext.


Es handelt sich um sechs Garnituren aus Lok, fünf Mittel- und einem Steuerwagen. Betriebliche Höchstgeschwindigkeit 190 km/h, aber für 200 km/h ausgelegt.

679 Plätze 2. Klasse, vermutlich darin 82 Klappsitze. 26 Sitze 1. Klasse, bis zu 37 Fahrräder. Barrierefreier Einstieg bei 760 mm.
Auftragsvolumen über 100 Millionen Euro (2,6 Milliarden CZK).


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Škoda Transportation Closed an Important Contract with DEUTSCHE BAHN.

Plzeň, 18. 6. 2013 – by the end of 2016, railway vehicles, made by the Czech manufacturer Škoda Transportation, will be operating on Bavarian railway routes between the cities of Nuremberg – Ingolstadt – Munich. Škoda Transportation will deliver 6 high-capacity train sets including 6 locomotives (109 E) to the German operator DB Regio. This locomotive has been recently awarded as the second in the world the European TSI High Speed RST certificate for 200 km/hour. The total value of the order is exceeding EUR 100 million.


The Bavarian Railway Company (Bayerische Eisenbahngesellschaft – BEG) put the operation of railway routes between Nuremberg – Ingolstadt – Munich out to tender in 2012. DB Regio (a subsidiary company of Deutsche Bahn, a national German transportation company) joined the tender. The tender held the condition that any party interested in operating the railway routes must be present, along with an offer of a design for the modern high-capacity railway vehicles which it will use. The DB Regio company therefore put out a tender on vehicles, the speed of 190 km/hour, and this tender was won by Škoda Transportation. DB Regio subsequently won the tender for operating the routes of the Bavarian Railway Company with these trains.

‘The fact that DB Regio decided to purchase our railway vehicles proves their high quality. Germany is one of the most demanding markets in the world, especially from the point of view of a strong domestic competition,’ says Tomáš Krsek, chairman of the board of Škoda Transportation.

Škoda Transportation will deliver 6 six-vehicle two-floor train sets - each of which will comprise of 1 driving trailer, 5 intermediate coaches and a locomotive 109 E - to DB Regio. These vehicles will be manufactured for the designed speed of 200 km/hour. The units will also have a pressure-tight bodyshell, which stabilizes the pressure inside the car when passing rail vehicles on high-speed lines, especially in tunnels and thus significantly increases the comfort of the passengers.The entire group of Škoda Transportation will take part in the development and manufacturing of these vehicles. The two-floor coaches will be manufactured in the subsidiary Škoda Vagonka in Ostrava. The complete electric equipment will be supplied by the subsidiary Škoda Electric in Plzeň.

‘It is worth emphasizing that the German customer is very precise and he knows exactly what he requires from the manufacturer. We offered two-floor coaches of a new generation which fully meets with western European standards to DB Regio. We consider it a key reference today that we will deliver railway vehicles for the extremely demanding German market. At the same time, this contract gives us a major opportunity to also introduce other Czech vehicles onto the railway tracks in Germany and other western European states in the near future,’ says Zdeněk Majer, sales vice-president of Škoda Transportation.

From a technological point of view, it is to be a modern product with cutting-edge equipment. It is interesting that the vehicles are designed for the speed of 200 km/hour while the customer required only approval for a speed of 190 km/hour. The trains will also be fitted with barrier-free access to the height of 760 mm which was one of the most important requirements of the Bavarian Railway Company. The train will have 679 seats in second class and 26 seats in first class. 82 folding seats, 2 seats for passengers with reduced mobility and a multi-function area for up to 37 bicycles was also required. Each train will be equipped with an external and internal CCTV system.


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Viele Grüße,
Sören

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Danke für den Link, hört sich gut an!

GUM, Dienstag, 18.06.2013, 18:17 (vor 4676 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von GUM, Dienstag, 18.06.2013, 18:18

Moin!

679 Plätze 2. Klasse, vermutlich darin 82 Klappsitze. 26 Sitze 1. Klasse, bis zu 37 Fahrräder. Barrierefreier Einstieg bei 760 mm.
Auftragsvolumen über 100 Millionen Euro (2,6 Milliarden CZK).

Hört sich gut an! Damit können die Fahrgäste ab dem Einsatzzeitraum über noch mehr Sitzplätze verfügen. Das Sitzplatzangebot steigt auf 216,6 % der bisher angebotenen Kapazität in der 1. Wagenklasse.

In der 2. Wagenklasse gab es ja bisher 4 * 80 Sitze im Bp, einmal 51 Plätze im Steuerwagen und 40 Plätze -> 411 Plätze. Damit kann sich die 2. Klasse auch über erheblich mehr Sitzgelegenheiten freuen: +65 %!

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Škoda-Pressemeldung (jetzt auch auf Inländisch)

lokuloi, Dienstag, 18.06.2013, 18:53 (vor 4676 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

Dazu die Pressemeldung von Škoda, unten im themenbezogenen Volltext.


Die Pressemitteilung gibt's nun hierauch auf inländisch.

Es handelt sich um sechs Garnituren aus Lok, fünf Mittel- und einem Steuerwagen. Betriebliche Höchstgeschwindigkeit 190 km/h, aber für 200 km/h ausgelegt.

679 Plätze 2. Klasse, vermutlich darin 82 Klappsitze. 26 Sitze 1. Klasse, bis zu 37 Fahrräder. Barrierefreier Einstieg bei 760 mm.
Auftragsvolumen über 100 Millionen Euro (2,6 Milliarden CZK).

hier kann ich mich GUM nur anschließen, hört sich gut an. Ich bin mal gespannt, ob das bis 2016 klappt. Ich habe allerdings Hoffnung, dass sich Skoda hier besonders anstregnt, da sie ja hier ein Referenzobjekt haben wollen, und es ihnen - in diesem Fall - vielleicht gar nicht so um möglichst hohen Gewinn geht.

Ciao,
Uli

Bayern: Ein Satz aus der Pressemitteilung herausgegriffen

GUM, Dienstag, 18.06.2013, 18:26 (vor 4676 Tagen) @ Sören Heise

Diesen Satz finde ich hoch interessant:

"Gefordert ist zum Beispiel eine übertragbare Monatskarte (Freizeitkarte), die von Montag bis Freitag ab 9 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen ganztags gültig ist. "

Meiner Meinung nach setzt damit der öffentliche Nahverkehr seinen Siegeszug fort. Die ersten übertragbaren "normalen" Monatskarten sind mir irgendwann im MVV und im VRR (Ticket 2000) begegnet. Diese vermeiden Bürokratie und mit ein bisschen Glück kann man Nachbarn, Bekannte vom Bahnfahren überzeugen!

*Vorsicht Politikmodus an*
Die neue, übertragbare Monatskarte ab 09 Uhr trägt deutlich die politisch gelbe Handschrift.
*Politikmodus aus*

Denke dabei an Kaufhaus-Mitarbeiter, deren Geschäfte immer von 09 Uhr bis 20 Uhr offen haben und die einen Monat lang immer erst in der Mittagsschicht anfangen. Oder an Audi in Ingolstadt (keine Ahnung, welches Schichtmodell dort gewählt wird). Gibt aber genug Menschen, die die nach 9 Uhr Karte nutzen werden.

Und dann am Wochenende freie Fahrt haben. Klingt gut.

Wollte nur mal meine Wertschätzung für den gelben bayerischen Wirtschaftsminister ausdrücken :-)

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Bayern: Ein Satz aus der Pressemitteilung herausgegriffen

Steffen, Dienstag, 18.06.2013, 18:57 (vor 4676 Tagen) @ GUM

*Vorsicht Politikmodus an*
Die neue, übertragbare Monatskarte ab 09 Uhr trägt deutlich die politisch gelbe Handschrift.
*Politikmodus aus*

Gelb? Eher rot ("Arbeiterklasse").

In Stuttgart gibt es auch eine günstigere Fahrkarte für die Zeit ab 9. Das liegt aber sicher eher an der Auslastungssteuerung - Morgens hat man gleichzeitig die Schüler- und Pendlerspitze, ich denke durch preisliche Anreize möchte man da andere Fahrgäste vom frühen Bahnfahren abhalten.

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Bayern: Ein Satz aus der Pressemitteilung herausgegriffen

GUM, Mittwoch, 19.06.2013, 10:01 (vor 4676 Tagen) @ Steffen

*Vorsicht Politikmodus an*
Die neue, übertragbare Monatskarte ab 09 Uhr trägt deutlich die politisch gelbe Handschrift.
*Politikmodus aus*


Gelb? Eher rot ("Arbeiterklasse").

Hihi. Mir ging es um die Übertragbarkeit und das viel zu sehr vergessene Thema der Enbürokratisierung. Als Schnüffel-/Volkszählungskläger kann ich ein Lied davon singen....

In Stuttgart gibt es auch eine günstigere Fahrkarte für die Zeit ab 9. Das liegt aber sicher eher an der Auslastungssteuerung - Morgens hat man gleichzeitig die Schüler- und Pendlerspitze, ich denke durch preisliche Anreize möchte man da andere Fahrgäste vom frühen Bahnfahren abhalten.

Volle Zustimmung. Mir ging es aber wirklich um die Übertragbarkeit. Dies vermeidet auch die kilometerlangen Schlangen zum Semester-/Schuljahresbeginn wenn Schüler/Studenten die leicht rabattierte nicht übertragbare Version kaufen möchten/müssen.

Hatte ich wohl schlecht erklärt...

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Škoda-Studie zum neuen MNE

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Montag, 05.08.2013, 14:54 (vor 4629 Tagen) @ Sören Heise

Škoda hat erste Bilder vom künftigen MNE veröffentlicht:
KLICK
Der Grafiker scheint aber noch nie eine Oberleitung in echt gesehen zu haben, wie man in Bild 3 sieht. *LOL*

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Škoda-Studie zum neuen MNE

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 05.08.2013, 18:33 (vor 4628 Tagen) @ 218 466-1
bearbeitet von Twindexx, Montag, 05.08.2013, 18:33

Hoi,

Škoda hat erste Bilder vom künftigen MNE veröffentlicht:
KLICK

Die Transformers haben sich mit der DB verbündet! - War jedenfalls mein erster Gedanke. Danke für den Link.

Das enge G2-Profil war ja zu erwarten. Gespannt sein dürfen wir darauf, wie gut Skoda durch den Zulassungsprozess kommt. Immerhin haben sie deutlich länger Zeit bis zur Betriebsaufnahme als bei anderen Vergaben mittlerweile üblich. Wenn ich aber schon sehe, wie lange sie schon versuchen, für die Lok eine Zulassung zu erwirken.

Achja: Die Kante am Führerstand wird garantiert einfach zu reinigen sein.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

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