Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar) (Allgemeines Forum)
Guten Abend,
in der aktuellen Todays Railway Europe werden einige Hintergründe zu den geplanten ICE und Eurostar Verbindungen Deutschland (Frankfurt/Köln)-Brüssel-London aufgezeigt. Einen Onlinelink habe ich nicht zu bieten, aber die wichtigsten Informationen trage ich hier mal zusammen. Es ist auch einiges an Spekulationen dabei!
ICE:
2010 wurde groß angekündigt, dass die Deutsche Bahn ab 2013 (eventuell sogar 2012) durch den Tunnel die Verbindung Frankfurt-Köln-Brüssel-London anbieten möchte. In Brüssel werden die Züge mit einem aus Amsterdam kommenden Zug gekuppelt, in Einfachtraktion dürfen die Velaro nicht durch den Eurotunnel.
Durch das Fyradesaster wäre zusätzlicher Verkehr auf der Schnellfahrstrecke zwischen Amsterdam und Brüssel wünschenswert, jedoch kommen die Velaro D von Siemens nicht in Schwung, so dass der London Verkehr um einige Jahre verschoben wird.
Eurostar:
Eurostar hat ebenfalls Siemens Velaro (10 Züge, Lagzüge)) für einen internationalen Verkehr bestellt. Angedacht waren ebenfalls Verbindungen wie London-Amsterdam, London-Köln, oder aber auch London-Genf und London-Lyon. Da die Trassengebühren zwischen Brüssel und Amsterdam die teuersten (laut der Zeitung) in Europa sind, wird Eurostar erst einmal abwarten, ob Amsterdam überhaupt noch angeboten wird!
Auch der Eurostar Velaro kommt später, sollten die ersten Züge im nächsten Jahr bereit stehen, kann Siemens auch hier wieder nicht liefern.
Eurostar möchte seine derzeitige Flotte von 27 Zügen modernisieren, ein Redesign, wie der Deutsche so schön sagt! Dieses Redesign wurde 2010 versprochen und verzögerte sich immer weiter. Heute ist noch kein Zug fertiggestellt, das Redesign selbst wurde auch noch nicht präsentiert, angeblich kann man im Sommer 2013 den ersten modernisierten Zug bewundern.
Jedenfalls sehen die aktuellen Pläne von Eurostar nur noch eine Modernisierung von 14 Zügen, also der Hälfte der ursprünglich geplanten Züge vor! Man möchte erst schauen, ob man überhaupt weitere Verbindungen über Brüssel und Paris hinaus anbieten möchte.
Wer rechnen kann sieht schnell:
14 Züge Redesign + 10 neue Züge = 24 Züge, dies sind drei Züge weniger als zur Zeit in Betrieb. Möchte man eventuell gar keine zusätzlichen Verkehre anbieten und plant langfristig mit 24 Garnituren zwischen London und Brüssel/Paris auszukommen?
Die neuen Velaro können zwar bis zu 320 km/h fahren und damit die Reisezeit zwischen Paris und London auf 2:15 h verkürzen, jedoch belässt man die Infrastuktur beim alten und wird wahrscheinlich auch zukünftig mit "nur" 300 km/h verkehren.
Bei der DB, aber auch bei Eurostar klingt beides für zukünftige Deutschland-London Verbindungen denkbar schlecht. Wenn die Velaro D kommen, wird man diese wahrscheinlich erst in Deutschland einsetzten, sollte der Wagenmangel überwunden sein und die Velaro D endlich im Ausland zugelassen sein, geht das Ganze eventuell weiter... Hoffen wir mal, dass Eurostar keinen Rückzieher macht.
Eine weitere negative Meldung kommt von dem britischen Grenzschutz:
Dieser hat bekannt gegeben, dass keine britischen Beamten an neuen Stationen außerhalb Englands stationiert werden. Die britischen Grenzkontrollen bleiben in Brüssel, Paris, Calais und Lille wie gehabt, jedoch wird die UK keine Beamten nach Deutschland oder in die Niederlande schicken um dort die Passagiere schon vor dem Einstieg in den Velaro nach dem Pass zu kontrollieren.
Auch im fahrenden Zug wird es keine Passkontrolle geben! Somit bleiben nur die Optionen, dass die Fahrgäste sich in Brüssel am Bahnsteig einmal kontrollieren lassen, dies würde die Fahrzeit doch merkbar strecken, oder dass die Fahrgäste bei der Einreise in London durch die Passkontrolle gehen. Letzteres ist nicht so einfach möglich, da der Bahnhof St. Pancras dafür grundlegend umgebaut werden müsste.
Somit hätten internationale Fahrgäste zwei Kontrollen: In Deutschland einem Durchleuchten des Gepäcks und dann bei der Ankunft eine Passkontrolle! Beides macht den Verkehr doch unattraktiv.
Ich bin gespannt, was uns in Zukunft erwartet! Hoffen wir, dass es doch bald eine Direktverbindung Frankfurt-London geben wird :)))
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Somit hätten internationale Fahrgäste zwei Kontrollen: In Deutschland einem Durchleuchten des Gepäcks und dann bei der Ankunft eine Passkontrolle!
Wo liegt das Problem? Wenn ich nach England fliege, habe ich das auch.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
14 Züge Redesign + 10 neue Züge = 24 Züge, dies sind drei Züge weniger als zur Zeit in Betrieb. Möchte man eventuell gar keine zusätzlichen Verkehre anbieten und plant langfristig mit 24 Garnituren zwischen London und Brüssel/Paris auszukommen?
Wenn das zutrifft, dürfte die Velaro-Bestellung eine Fehlbestellung sein, denn es spricht imho nichts dagegen, auch die nächsten 20 Jahre mit dann renovierten (redesignten/refiteten^^) TGVs zu fahren.
Je mehr ich über die Deutschland/Niederlande/Schweiz-London-Diirektverbindungen nachdenken, umso eher komme ich zu der Meinung, dass man diese besser lässt! Das betrifft sowohl die DB als auch Eurostar. Denn diese Grenzkontrollen sind so oder so Käse, weil sie den Zug für den Binnenverkehr praktisch unbenutzbar machen, von den Bahnhofsumbauten ganz abgesehen. Auch eine Bahnsteigkontrolle in Brüssel oder Lille ist Murks.
Stattdessen sollten sich Eurostar und DB, Eurostar und SNCF sowie Eurostar und Thalys zusammentun und durchgängite Tickets mit Umstieg in Brüssel anbieten sowie mit den jetzt zusätzlich vorhandenen Zügen ein attraktives Angebot nach Brüssel (Frankfurt-Brüssel, Ruhrgebiet-Brüssel und Amsterdam-Brüssel) und Lille (Genf-Lille, Südfrankreich-Lille) schaffen!
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Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Hoi,
Wenn das zutrifft, dürfte die Velaro-Bestellung eine Fehlbestellung sein, denn es spricht imho nichts dagegen, auch die nächsten 20 Jahre mit dann renovierten (redesignten/refiteten^^) TGVs zu fahren.
Der Eurostar-Boss nahm bei einem Interview das Wort «refurbishment» in den Mund.^^
Je mehr ich über die Deutschland/Niederlande/Schweiz-London-Diirektverbindungen nachdenken, umso eher komme ich zu der Meinung, dass man diese besser lässt! Das betrifft sowohl die DB als auch Eurostar. Denn diese Grenzkontrollen sind so oder so Käse, weil sie den Zug für den Binnenverkehr praktisch unbenutzbar machen, von den Bahnhofsumbauten ganz abgesehen. Auch eine Bahnsteigkontrolle in Brüssel oder Lille ist Murks.
Wieso kann man das dann nicht einfach so lösen, dass sämtliche Kontrollen in den englischen Bahnhöfen stattfinden?
Man würde also auf dem Festland ohne Gepäckdurchleuchten und ohne sonstige Kontrollen in den Zug einsteigen. Die ganzen Kontrollen fänden dann bei Ankunft in einem Bahnhof auf der Insel statt. In Gegenrichtung dann natürlich vor Fahrtantritt wie es jetzt schon ist.
Das würde die Notwendigkeit von solchen Kontrolleinrichtungen auf die englischen Bahnhöfe beschränken und so gleich mehrere Hürden für neue Destinationen beseitigen.
Stattdessen sollten sich Eurostar und DB, Eurostar und SNCF sowie Eurostar und Thalys zusammentun und durchgängite Tickets mit Umstieg in Brüssel anbieten sowie mit den jetzt zusätzlich vorhandenen Zügen ein attraktives Angebot nach Brüssel (Frankfurt-Brüssel, Ruhrgebiet-Brüssel und Amsterdam-Brüssel) und Lille (Genf-Lille, Südfrankreich-Lille) schaffen!
Dein Wunsch ist was Genève - Lille betrifft bereits in Planung. TGV Lyria plant ein direktes TGV-Lyria-Zugspaar Genève - Lille mit direktem Anschluss an einen Eurostar. Das Zugspaar soll mehrmals wöchentlich verkehren (also nicht ganz täglich).
Ein Probebetrieb an manchen Tagen im zurückliegenden Winter mit Direkt-TGV-Lyria für Skiurlauber mit Anschluss vom Eurostar in Lille nach Brig in die Schweizer Alpen konnte als Erfolg verbucht werden. An manchen Tagen war im Zug zwar gähnende Leere, aber meistens war er doch voll ausreserviert. Billette konnten dank der Kooperation Eurostar/TGV-Lyria London - Brig durchgehend gelöst werden. Zum Einsatz kam jeweils eine Lyria-POS-Einheit.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Danke für die Infos! Lasst in UK mal eine andere Regierung an die Macht kommen, dann entsenden die auch Grenzbeamte nach Köln.
Ist übrigens eine interessante Frage, inwieweit durch solche unkooperativen Haltungen der EU-Binnenmarkt gefährdet ist; wäre doch eine klare Wettbewerbsbenachteiligung der DB, wenn sie aufgrund solcher Hindernisse keinen London-Verkehr anbieten könnte (sofern sie es denn möchte).
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Hallo Twindexx,
Wieso kann man das dann nicht einfach so lösen, dass sämtliche Kontrollen in den englischen Bahnhöfen stattfinden?
es geht ja darum, dass niemand eine Bombe im Tunnel zünden kann. Man muss also schon vor der Einfahrt in den Tunnel kontrollieren.
Es ist rechtlich ein sehr kompliziertes Konstrukt mit einer bilateralen Sicherheitskommision, die alle Sicherheitsvorschriften für den Eurotunnel erlässt. Selbst kleinste Änderungen an diesen Sicherheitsregeln erfordern Jahre.
Ganz verkehrt ist das Eurotunnel-Sicherheitskonzept aber offensichtlich nicht, in kaum einem anderen Tunnel, wären die zwei Brände so glimpflich ausgegangen wie im Eurotunnel.
Und Attentate hat es auch keine gegeben - in anderen Eisenbahntunneln allerdings auch nicht...
Gruß Jörg
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Hoi,
es geht ja darum, dass niemand eine Bombe im Tunnel zünden kann. Man muss also schon vor der Einfahrt in den Tunnel kontrollieren.
Sorry, genau dieses Argument zieht absolut nicht!
Wir bauen in der Schweiz gerade an einem noch längeren Tunnel durch das Gotthardmassiv. Diesen wird man ohne irgendwelche Sicherheits-Checks befahren können. Das Argument Tunnel ist also so ziemlich haltlos.
Und ich glaube auch nicht, dass der Gotthard-Basistunnel unsicherer sein wird als der Eurotunnel. Die Brandschutz- und Rettungskonzepte der NEAT-Tunnel sind mit dem Eurotunnel mindestens ebenbürtig.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Der SBB FV-Dosto.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Sorry, genau dieses Argument zieht absolut nicht!
Wir bauen in der Schweiz gerade an einem noch längeren Tunnel durch das Gotthardmassiv. Diesen wird man ohne irgendwelche Sicherheits-Checks befahren können. Das Argument Tunnel ist also so ziemlich haltlos.
Und ich glaube auch nicht, dass der Gotthard-Basistunnel unsicherer sein wird als der Eurotunnel. Die Brandschutz- und Rettungskonzepte der NEAT-Tunnel sind mit dem Eurotunnel mindestens ebenbürtig.
In der Schweiz gab es bisher auch noch keine Terroranschläge, in England hingegen schon. Die Schweiz hält sich ja auch in der Weltpolitik zurück, bzw. engagiert sich nicht so wie GB.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Ist übrigens eine interessante Frage, inwieweit durch solche unkooperativen Haltungen der EU-Binnenmarkt gefährdet ist; wäre doch eine klare Wettbewerbsbenachteiligung der DB, wenn sie aufgrund solcher Hindernisse keinen London-Verkehr anbieten könnte (sofern sie es denn möchte).
Passt ja zur aktuellen Einstellung von GB gegenüber der EU...
Bomben im Tunnel möglich im Autozug!
Die Shuttlezuge für Auto und LKW zwischen Calais und Dover verkehren auch durch den Tunnel. Und im Auto oder LKW kann man große Bomben unbemerkt in den Tunnel schleusen und zünden. Daher ist die Kofferkontrolle für den eurostar unglaublicher quatsch!
Kontrollen
Sorry, genau dieses Argument zieht absolut nicht!
Das ist die Vorschrift. The secutity checks required for Channel Tunnel operation could be carried out before boarding in stations served (in a similar way to what happens at stations in Spain for high speed services currently), heiß es in der Zeitschrift. Die Gepäckkontrollen sind vor der Tunnelfahrt vorgeschrieben. Ob das sinnvoll ist, steht wie bei den spanischen Kontrollen auf einem anderen Blatt.
Du schreibst oben:
Wieso kann man das dann nicht einfach so lösen, dass sämtliche Kontrollen in den englischen Bahnhöfen stattfinden?
Für die britische Einreisekontrolle (da die Insel wohl eher die EU verläßt als dem Schengenabkommen beitritt) ist das sicher die beste Variante. Müssen halt die Briten zusehen, wo sie den Platz herbekommen. Und den Umbau bezahlen. Blöd nur, wenn man ganz hinten im Zug ist und dann zwei Stunden braucht, ehe man eingereist ist.
Danke an JumpUp fürs Posten, so muß ich's nicht machen. ;-)
Viele Grüße,
Sören
--
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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr
Eurotunnel-Kontrollen
Wir bauen in der Schweiz gerade an einem noch längeren Tunnel durch das Gotthardmassiv. Diesen wird man ohne irgendwelche Sicherheits-Checks befahren können. Das Argument Tunnel ist also so ziemlich haltlos.
Und ich glaube auch nicht, dass der Gotthard-Basistunnel unsicherer sein wird als der Eurotunnel. Die Brandschutz- und Rettungskonzepte der NEAT-Tunnel sind mit dem Eurotunnel mindestens ebenbürtig.
In der Schweiz gab es bisher auch noch keine Terroranschläge, in England hingegen schon. Die Schweiz hält sich ja auch in der Weltpolitik zurück, bzw. engagiert sich nicht so wie GB.
Ich glaube eher, dass die Regierung in GB solche Masnahmen wegen der illegalen Einwanderung durchzieht. Will man einen Terroranschlag auf den Eurotunnelverkehr ausführen, könnte man auch eine Bombe an der Strecke platzieren. Dort sind ja die Sicherheitsvorkehrungen nicht so rigoros.
Edit: Da JumpUp mir bereits die Aufgabe mit den Eurotunnel-Shuttles angenommen hat, möchte ich an dieser Stelle auf seinen Beitrag hinweisen!
Wurden die Kontrollen nach dem Machtwechsel Labour/Tories-Liberal Democrats bzw. Brown/Cameron verstärkt?
Was das Engagement in der Weltpolitik anbelangt: Deutschland besitzt auch einen grossen Einfluss, soll man dann beim künftigen Fehmarnbelttunnel auch solche Kontrollen einführen?
Für mich grenzt das eh an Kontrollwahn, ebenfalls das Getue der Spanier bei ihren AVE. Wer Terror machen will, findet einen anderen Weg. In Madrid am 11.3.2004 waren ja keine AVE betroffen, sondern Cercanías.
Terroranschläge können überall auftreten, da spielt die Weltpolitik keine Rolle.
Kontrollen
Für die britische Einreisekontrolle (da die Insel wohl eher die EU verläßt als dem Schengenabkommen beitritt) ist das sicher die beste Variante. Müssen halt die Briten zusehen, wo sie den Platz herbekommen. Und den Umbau bezahlen. Blöd nur, wenn man ganz hinten im Zug ist und dann zwei Stunden braucht, ehe man eingereist ist.
Dank biometrischer Passports und dergleichen lässt sich der Zeitaufwand durch den Aufbau dieser neumodischen Self-Check-Automaten ja deutlich reduzieren. EU-Bürger würden ja gar nicht mehr von einem waschechten Zöllner gecheckt, sondern legen ihren Pass auf ein Lesegerät, fertig. Nur der böse Nicht-EU-Bürger, der sich via Train auf die Insel wagt, müsste noch in guter alter Manier bei der royalen Garde leibhaftig vorsprechen.
Kontrollen
Für die britische Einreisekontrolle (da die Insel wohl eher die EU verläßt als dem Schengenabkommen beitritt) ist das sicher die beste Variante. Müssen halt die Briten zusehen, wo sie den Platz herbekommen. Und den Umbau bezahlen. Blöd nur, wenn man ganz hinten im Zug ist und dann zwei Stunden braucht, ehe man eingereist ist.
Dank biometrischer Passports und dergleichen lässt sich der Zeitaufwand durch den Aufbau dieser neumodischen Self-Check-Automaten ja deutlich reduzieren. EU-Bürger würden ja gar nicht mehr von einem waschechten Zöllner gecheckt, sondern legen ihren Pass auf ein Lesegerät, fertig. Nur der böse Nicht-EU-Bürger, der sich via Train auf die Insel wagt, müsste noch in guter alter Manier bei der royalen Garde leibhaftig vorsprechen.
Ja der böse Nicht-EU-Bürger! Sind ja alles Terroristen, oder? Sind alle Schweizer, Liechtensteiner oder Norweger Terroristen und müssten deiner Ansicht nach leiden, nur weil das EU-Beitritttsgesuch ruht oder weil Cameron zu konservativ ist, um dem Schengen-Abkommen beizutreten? GB sollte mal vom hohen Ross runterkommen. die Empire-Zeiten sind längst vorbei, man ist keine Supermacht mehr, die ihr eigenes Ding dreht und meint, alle müssten nach ihrer Pfeife tanzen!
Die grössten Feinde hat man im eigenen Land, dass erfährt ja Deutschland mit der NSU ja gerade am eigenen Leib, auch in GB zeichnet sich das ja zur Zeit mit den verhärteten Fronten nach dem Mord in Woolwich ab.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Wieso kann man das dann nicht einfach so lösen, dass sämtliche Kontrollen in den englischen Bahnhöfen stattfinden?
Man würde also auf dem Festland ohne Gepäckdurchleuchten und ohne sonstige Kontrollen in den Zug einsteigen. Die ganzen Kontrollen fänden dann bei Ankunft in einem Bahnhof auf der Insel statt. In Gegenrichtung dann natürlich vor Fahrtantritt wie es jetzt schon ist.
Neben der Angst vor Bombenterror im Eurotunnel dürfte noch was anderes eine Rolle spielen: Man möchte mit alle Macht verhindern, dass illegale Einwanderer auf die Insel kommen (es gibt in der Nähe von Calais ein Auffanglager für gescheiterte Eurotunnel-Flüchtende - es scheint viele willige zu geben).
Wird erst auf einem Inselbahnhof kontrolliert, wäre es ja möglich, auf offener Strecke die Notbremse zu ziehen, dann die Türe zu öffnen und schon ist man an seinem Ziel. Gut, eine Lösung wäre, die NBÜ dauerhaft zu aktivieren und den Tür-Notöffner zu deaktivieren, aber dann wird die Eisenbahnfahrt zu einem Sicherheitsrisiko, das man auch nicht unbedingt haben möchte.
In sofern sehe ich diese Einstiegskontrollen als eine art unveränderbares Naturgesetz.
Dein Wunsch ist was Genève - Lille betrifft bereits in Planung. TGV Lyria plant ein direktes TGV-Lyria-Zugspaar Genève - Lille mit direktem Anschluss an einen Eurostar. Das Zugspaar soll mehrmals wöchentlich verkehren (also nicht ganz täglich).
Ein Probebetrieb an manchen Tagen im zurückliegenden Winter mit Direkt-TGV-Lyria für Skiurlauber mit Anschluss vom Eurostar in Lille nach Brig in die Schweizer Alpen konnte als Erfolg verbucht werden. An manchen Tagen war im Zug zwar gähnende Leere, aber meistens war er doch voll ausreserviert. Billette konnten dank der Kooperation Eurostar/TGV-Lyria London - Brig durchgehend gelöst werden. Zum Einsatz kam jeweils eine Lyria-POS-Einheit.
Na das ist doch mal was.
Fährt/Fuhr der Zug anschließend weiter nach Brüssel? Wurde auch in Frankreich gehalten?
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Kontrollen
Oh, ich hätte mich präziser ausdrücken sollen. Schweizer, Liechtensteiner und Norweger brauchen nicht zu leiden, denn als EFTA-Bürger genießen sie ja ebenfalls visumsfreie Einreise nach UK und somit automatisierte Passkontrolle, sofern diese denn angeboten wird. Ich meinte mehr Nicht-Europäer, die mit einem Schengen-Visum oder einer Aufenthaltserlaubnis auf dem europäischen Kontinent weilen und dann nach UK wollen, also für dort ein separates Visum brauchen.
Kontrollen
Die EFTA? Gibt's diesen Verein immer noch? Das ist eh nur so ein Proforma-Abkommen für Nicht-EU-Staaten.
Dies mit schneller Passkontrolle in GB stimmt leider nur theoretisch. Ich habe in Heathrow bereits beide Seiten erlebt. Einmal rasche Massenabfertigung im Juli 2011, einmal langes Prozedere im Juli 2009. Und alles unter dem grossen Schild "European Union, UK, Switzerland"
Kontrollen
Die vorgelagerten Passkontrollen sind eines der Hauptprobleme, warum es mit einer Verlängerung der Eurostar-Linien scheitert. Denn dadurch ist kein Schengen-Binnenverkehr möglich. Wer beispielsweise in Köln einsteigt, kann nicht in Brüssel aussteigen, sondern muß bis London durchfahren. Das macht einen der Vorteile des Zuges gegenüber dem Flugzeug zunichte.
Warum allerdings die Pässe nicht im fahrenden Zug kontrolliert werden, ist mir schleierhaft. An anderen Schengen-Aussengrenzen wie z.B. Kroatien wird das auch so gehandhabt. Abspringen kann man aus einem 300km/h schnellen Wagen auch nicht.
Kontrollen
Die vorgelagerten Passkontrollen sind eines der Hauptprobleme, warum es mit einer Verlängerung der Eurostar-Linien scheitert. Denn dadurch ist kein Schengen-Binnenverkehr möglich. Wer beispielsweise in Köln einsteigt, kann nicht in Brüssel aussteigen, sondern muß bis London durchfahren. Das macht einen der Vorteile des Zuges gegenüber dem Flugzeug zunichte.
Wie würde es dann die DB für Reisende Köln-Brüssel, Frankfurt-Köln oder Köln-Lüttich machen? Es sollten ja die ICE International nach London verlängert werden.
Ich würde 2x 407 oder 1x 407 und 1x 406 Frankfurt-Brüssel zusammenstellen, wovon einer nur für Reisende nach London dient. In Brüssel würde der Nicht-London-407/406 durch einen weiteren 407 aus Amsterdam ersetzt.
Warum allerdings die Pässe nicht im fahrenden Zug kontrolliert werden, ist mir schleierhaft. An anderen Schengen-Aussengrenzen wie z.B. Kroatien wird das auch so gehandhabt. Abspringen kann man aus einem 300km/h schnellen Wagen auch nicht.
Calais-London St. Pancras nonstop sollte für eine Kontrolle reichen. Stratford, Ebbsfleet und Ashford sollen m.M. nach ohnehin nur (noch) von Southeastern Highspeed bedient werden, als Ersatz müssten die halt ihr Streckennetz ausbauen, bspw. Elektrifizierung St. Leonhards Warrior Square-Eastbourne (Die für diesen Abschnitt zuständige Southern ist eine Schwestergesellschaft der Southeastern).
Ich sehe hier bei Eurostar das grössere Problem. Vielleicht sollten hier einige Wagen nur für Binnenreisende freigegeben werden, die restlichen nur für für Fahrten auf die Insel.
Kontrollen
Wie würde es dann die DB für Reisende Köln-Brüssel, Frankfurt-Köln oder Köln-Lüttich machen? Es sollten ja die ICE International nach London verlängert werden.
Ich würde 2x 407 oder 1x 407 und 1x 406 Frankfurt-Brüssel zusammenstellen, wovon einer nur für Reisende nach London dient. In Brüssel würde der Nicht-London-407/406 durch einen weiteren 407 aus Amsterdam ersetzt.
Würde das denn so einfach in Brüssel gehen mit dem Zugtausch?? Das hört sich doch etwas kompliziert an. Da wäre es doch einfacher zwei Teile (407-einer aus Amsterdam, einer aus Frankfurt) kurz hintereinander gen Lille abfahren zu lassen und dort kuppeln. Den angehängten ICE (406) in Brüssel lassen und dann auf der Rückfahrt wieder dranhängen (eventuell in der Zeit zu einem weiteren ziel schicken - Gent??).
Warum allerdings die Pässe nicht im fahrenden Zug kontrolliert werden, ist mir schleierhaft. An anderen Schengen-Aussengrenzen wie z.B. Kroatien wird das auch so gehandhabt. Abspringen kann man aus einem 300km/h schnellen Wagen auch nicht.
Versteh ich auch nicht. Auf dem Weg Brüssel-Lille müsste das doch eigentlich machbar sein. Und in Lille steigt das Personal um und das ganze wieder zurück.
Ich sehe hier bei Eurostar das grössere Problem. Vielleicht sollten hier einige Wagen nur für Binnenreisende freigegeben werden, die restlichen nur für für Fahrten auf die Insel.
Wäre ich auch dafür.
Bomben im Tunnel möglich im Autozug!
Die Shuttlezuge für Auto und LKW zwischen Calais und Dover verkehren auch durch den Tunnel. Und im Auto oder LKW kann man große Bomben unbemerkt in den Tunnel schleusen und zünden. Daher ist die Kofferkontrolle für den eurostar unglaublicher quatsch!
Die Lkw und Pkw werden doch auch durchleuchtet, gescannt, kontrolliert, teils geröntgt und was weiß ich alles nicht auch. Zumindest sieht die Einfahrt mit dem Lkw in den Tunnel auf Youtube sehr spektakulär aus.
Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=dzS2ClyakEg
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=idboRqqauUM
Zu einem großen Teil geht es da natürlich auch um illegale Einwanderer.
Sicherheitskontrolle Eurotunnel Pkw-Verkehr
The Lille Loophole
Die vorgelagerten Passkontrollen sind eines der Hauptprobleme, warum es mit einer Verlängerung der Eurostar-Linien scheitert.
Zwischen Brüssel und Lille ging das früher bei allen Eurostar-Zügen, jetzt nur noch bei wenigen. Eben wegen der Gefahr, dass Fahrgäste mit einem Ticket bis Lille (Verkehr im Schengenraum) eben illegal auf die Insel kommen.
Ganz interessanter, englischer, Artikel dazu:
http://www.jonworth.eu/the-lille-loophole-stop-london-checks-on-all-except-3-trains/
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Danke für die Infos! Lasst in UK mal eine andere Regierung an die Macht kommen, dann entsenden die auch Grenzbeamte nach Köln.
Ist übrigens eine interessante Frage, inwieweit durch solche unkooperativen Haltungen der EU-Binnenmarkt gefährdet ist; wäre doch eine klare Wettbewerbsbenachteiligung der DB, wenn sie aufgrund solcher Hindernisse keinen London-Verkehr anbieten könnte (sofern sie es denn möchte).
Für die DB gelten exakt die gleichen Bedingungen wie für alle anderen EVU. Wo du da eine Benachteiligung siehst, ist mir schleierhaft.
Und auch eine neue Regierung wird nichts daran ändern, dass das Vereinigte Königreich keine weiteren Grenzbeamte in andere Länder schickt. Gewöhnt euch einfach an den Gedanken, dass Bahnverkehr ins Vereinigte Königreich in Brüssel und Paris dauerhaft gebrochen werden wird.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Neben der Angst vor Bombenterror im Eurotunnel dürfte noch was anderes eine Rolle spielen: Man möchte mit alle Macht verhindern, dass illegale Einwanderer auf die Insel kommen (es gibt in der Nähe von Calais ein Auffanglager für gescheiterte Eurotunnel-Flüchtende - es scheint viele willige zu geben).
Von wo her kommen die? Aus den Commonwealth-Staaten, die ja einfachere Einwanderungsbedingungen geniessen, ja wohl kaum?
Wird erst auf einem Inselbahnhof kontrolliert, wäre es ja möglich, auf offener Strecke die Notbremse zu ziehen, dann die Türe zu öffnen und schon ist man an seinem Ziel. Gut, eine Lösung wäre, die NBÜ dauerhaft zu aktivieren und den Tür-Notöffner zu deaktivieren, aber dann wird die Eisenbahnfahrt zu einem Sicherheitsrisiko, das man auch nicht unbedingt haben möchte.
Das Problem mit illegalen Einreisenden betrifft wohl jedes Land. Aber warum gerade Grossbritannien so ein Trara macht, ist mir schleierhaft. Der Traum vom erfolgreichen Leben in GB ist sehr unrealistisch, und das wurde nach den Unruhen 2011 wohl jedem klar.
Fährt/Fuhr der Zug anschließend weiter nach Brüssel?
So viel ich weiss, nein. Aber es wird wohl Leerfahrten Lille-Paris und umgekehrt gegeben haben.
Wurde auch in Frankreich gehalten?
Nein, der Zug fuhr Lille Europe-Genf und Vallorbe-Lille Europe ohne Halt, zudem fuhr er auch in den anderen TGV-Halten Lausanne, Montreux und Sion durch, Genf und Vallorbe waren eher Diensthalte. Sonst hielt er noch in Aigle, Martigny, Sierre (nur in Richtung Brig) und Visp. So viel ich mitbekommen habe, war der Zug für Inlandsreisen in der Schweiz gesperrt, was sonst eher unüblich ist (Bern-Neuenburg und Zürich-Basel ist auch für den Binnenverkehr freigegeben, Vallorbe-Lausanne bzw. Vallorbe-Brig hab ich noch nicht ausprobiert)
Hier noch der Fahrplan.
Wie löst Eurostar eigentlich das Problem in den Winterzügen nach Bourg-St-Maurice? Dort wird man ja wohl kaum Sicherheitskontrollen installiert haben.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Das Problem mit illegalen Einreisenden betrifft wohl jedes Land. Aber warum gerade Grossbritannien so ein Trara macht, ist mir schleierhaft. Der Traum vom erfolgreichen Leben in GB ist sehr unrealistisch, und das wurde nach den Unruhen 2011 wohl jedem klar.
Das Lager ist aber berühmt-berüchtigt, hier ein Bericht:
http://www.bpb.de/internationales/weltweit/menschenrechte/38736/endstation-calais?p=all
Wurde auch in Frankreich gehalten?
Nein, der Zug fuhr Lille Europe-Genf und Vallorbe-Lille Europe ohne Halt, zudem fuhr er auch in den anderen TGV-Halten Lausanne, Montreux und Sion durch, Genf und Vallorbe waren eher Diensthalte. Sonst hielt er noch in Aigle, Martigny, Sierre (nur in Richtung Brig) und Visp. So viel ich mitbekommen habe, war der Zug für Inlandsreisen in der Schweiz gesperrt, was sonst eher unüblich ist (Bern-Neuenburg und Zürich-Basel ist auch für den Binnenverkehr freigegeben, Vallorbe-Lausanne bzw. Vallorbe-Brig hab ich noch nicht ausprobiert)
Hier noch der Fahrplan.
Danke!
Wie löst Eurostar eigentlich das Problem in den Winterzügen nach Bourg-St-Maurice? Dort wird man ja wohl kaum Sicherheitskontrollen installiert haben.
Ich glaube mit mobilen Sicherheitskontrollen.
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Für die DB gelten exakt die gleichen Bedingungen wie für alle anderen EVU. Wo du da eine Benachteiligung siehst, ist mir schleierhaft.
Nun, die gleichen Bedingungen gelten nur, wenn die DB Züge von Brüssel, Lille oder Paris nach London anbieten würde, weil hier die notwendige Infrastruktur seitens des Staates (Passkontrollen) bereits eingerichtet sind. Von Köln oder Frankfurt aus, ihrem Heimatmarkt also, wird sie es nie können, wenn die staatlichen Stellen hier nicht mitspielen.
Das ist im Grunde genommen übrigens auch eine Benachteiligung der DB gegenüber den Fluggesellschaften, die ja fröhlich Köln/Düsseldorf/Frankfurt-London fliegen können, da hierfür ja genügend Zöllner seitens der beteiligten Staaten bereitgestellt werden.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Hoi,
Wird erst auf einem Inselbahnhof kontrolliert, wäre es ja möglich, auf offener Strecke die Notbremse zu ziehen, dann die Türe zu öffnen und schon ist man an seinem Ziel.
Diese illegalen Einwanderer sind meistens von der Sorte, die kein Geld für's Billett haben. Die werden vom Zugsteam daher wohl schon vor Erreichen Englands aussortiert. Ausserdem sollte es während der Durchfahrt durch den Eurotunnel genug Zeit haben, damit ein Zöllnerteam die Pässe der Reisenden kontrolliert. Die hätten dann die illegalen Einwanderer dann auch schon rechtzeitig erwischt, bevor sie flüchten könnten.
So werden einfach nur ein Haufen ehrliche schikaniert, weil es mit ein paar wenigen ein Problem gibt.
Das Problem ist einfach eine übertriebene Paranoia bei den Briten (aber auch den Amis). Dass genau diese Drohkulisse, die da aufgebaut wird, erst dazu führt, dass man für Terroristen interessant wird, merkt dabei niemand. Welches Land wählt ein Terrorist, der viel Schaden anrichten will, wohl aus als Ziel - dasjenige, welches seine Grenzkontrollen ganz pragmatisch mit wenig Aufwand und ohne viel Aufsehen durchführt? - oder das, welches meint, alles bestens gesichert zu haben und das auch noch zur Schau stellt?
Wohl eher letzteres, und da beginnt bei mir was Grossbritannien oder Amerika betrifft, das grosse Kopfschütteln. Das ist wie mit Hackern im Internet, die versuchen sich auch eher an den hohen Hürden, da das Knacken von gut gesicherten Systemen den höheren Prestige bringt.
Fährt/Fuhr der Zug anschließend weiter nach Brüssel?
Die Lyria-POS haben doch keine Belgien-Ausrüstung. Das sind ja die 19 TGV-POS, die bis letztes Jahr noch nach Deutschland fuhren. Und weil die eben jetzt vollständig Eigentum von TGV-Lyria sind seit Dezember, fahren nach Deutschland deshalb nur noch die Euroduplex.
Nein, der Zug fuhr Lille Europe-Genf und Vallorbe-Lille Europe ohne Halt,
Genau, via LGV Interconnexion Est. Bei den Überlegungen zum TGV-Lyria-Zugspaar Genève - Lille ist das ebenso angedacht. Genève ist für TGV Lyria ein recht wichtiger Markt. Die Verlängerung von/nach Brig bleibt aber saisonal.
So viel ich mitbekommen habe, war der Zug für Inlandsreisen in der Schweiz gesperrt, was sonst eher unüblich ist
Nö, das ist eigentlich üblich so, dass die TGV in der Schweiz nicht im Tarifsystem integriert sind. Die beiden TGV-Lyria-Linien in die Deutschschweiz sind da eine Ausnahme. Lausanne - Vallorbe und Brig - Genève ist nicht mit dem CH-Billettsortiment nutzbar. Früher waren auch die TGV nach Zürich nicht mit CH-Billetten nutzbar. Erst 2007 mit den neuen Verbindungen via LGV Est hat das geändert.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Diese illegalen Einwanderer sind meistens von der Sorte, die kein Geld für's Billett haben.
Falsch. Das ist eher die Sorte, die bereits Tausende Euro bezahlt haben, um nach Frankreich zu kommen. Die paar Euro für die Überfahrt hätten sie dann auch noch.
Kontrolle im Tunnel / in London bringt Probleme
Die werden vom Zugsteam daher wohl schon vor Erreichen Englands aussortiert. Ausserdem sollte es während der Durchfahrt durch den Eurotunnel genug Zeit haben, damit ein Zöllnerteam die Pässe der Reisenden kontrolliert.
Das Problem bleibt, dass die Personen dann schon auf der Insel sind und da dann Asyl beantragen wollen. Wieso es im Luftverkehr möglich ist, die Einreisekontrolle erst auf der Insel durchzuführen, ist mir aber auch nicht ganz klar. Lassen die Kontrollbeamte der Ausreisekontrolle aus dem Schengenraum nur Personen durch, die auch gültige Papiere für das Zielgebiet haben? Wieso geht das beim Eurostar nicht? Die Schengen-Ausreisekontrolle findet dort ja auch statt.
Allerdings gibt es ja bereits jetzt Kontrollen in London selbst für die wenigen Züge, die in Lille Europe zum Ausstieg halten. Das muss dann früher wohl bei allen Zügen aus Brüssel der Fall gewesen sein, kann das wer bestätigen/dementieren?
Kontrolle im Tunnel / in London bringt Probleme
Allerdings gibt es ja bereits jetzt Kontrollen in London selbst für die wenigen Züge, die in Lille Europe zum Ausstieg halten. Das muss dann früher wohl bei allen Zügen aus Brüssel der Fall gewesen sein, kann das wer bestätigen/dementieren?
Ja, ich. Ich bin im Dezember 1996 (kurz nach dem Brand) durch den Tunnel gefahren; mit Vorlauf Berlin - Brüssel im EC. Da fanden definitiv alle Kontrollen erst in Waterloo statt.
Da galt übrigens eine Art Notfahrplan, weil brandbedingt abschnittsweise nur eine Röhre befahren werden konnte, was zu recht langen Wartezeiten im Tunnel führte. Ich erinnere mich noch gut an das bleiche Gesicht meiner Mutter, die die Reise am liebsten abgesagt hätte. Ich fand's spannend. In den Tagen davor war ich täglich im RZ am Zoo, um die neuen Fahrzeiten herauszufinden, die damals per Fax aus London an die DB übermittelt wurden.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Das Problem ist einfach eine übertriebene Paranoia bei den Briten (aber auch den Amis). Dass genau diese Drohkulisse, die da aufgebaut wird, erst dazu führt, dass man für Terroristen interessant wird, merkt dabei niemand.
Welches Land wählt ein Terrorist, der viel Schaden anrichten will, wohl aus als Ziel - dasjenige, welches seine Grenzkontrollen ganz pragmatisch mit wenig Aufwand und ohne viel Aufsehen durchführt? - oder das, welches meint, alles bestens gesichert zu haben und das auch noch zur Schau stellt?
Es geht vielen Terroristen darum, die meistmögliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Der Verfolgungswahn der USA und GB in Sachen Einreise ist eh nur ein Teil davon, der wahre Feind lauert eh im eigenen Land. Die USA hat auch hier den Stempel aufgesetzt, man beachte die aktuelle Spionageaffäre der NSA. Würde mich nicht wundern, wenn der MI5 ähnliche Methoden aufgreift.
Genau, via LGV Interconnexion Est. Bei den Überlegungen zum TGV-Lyria-Zugspaar Genève - Lille ist das ebenso angedacht. Genève ist für TGV Lyria ein recht wichtiger Markt. Die Verlängerung von/nach Brig bleibt aber saisonal.
Wieso spannen TGV Lyria und Eurostar eigentlich nicht zusammen für ein Zugspaar London-Genf mit Zwischenhalt in Lille? Ein Wagen pro Klasse könnte dabei ausschliesslich für Reisende von/nach Lille reserviert werden, so viele werden es dann nicht sein. Nach Brig könnte man weiterhin via Paris-Lausanne bzw. einem saisonalen Lyria-Zugspaar Lille-Brig ausschliesslich via Vallorbe. Hier sollte man aber noch Bereinigungen bei den Haltefrequenzen machen, Lausanne, Montreux, Sion und Sierre sollten auch in beiden Richtungen bedient werden, genauso wie Martigny.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Hoi,
Falsch. Das ist eher die Sorte, die bereits Tausende Euro bezahlt haben, um nach Frankreich zu kommen. Die paar Euro für die Überfahrt hätten sie dann auch noch.
Falsch! Die sind Pleite wie noch mal was. Um nach Frankreich zu kommen, haben diese Leute nicht selten ihr letztes Geld verbraucht.
Das hält solche Leute aber zumindest in der Schweiz trotzdem nicht davon ab, mit dem Zug zu fahren. Dort werden sie natürlich vom Zugspersonal als Schwarzfahrer erwischt. Das geht dann ans Inkassocenter der SBB und die schicken dann eine Rechnung ans Asylzentrum, wo derjenige untergebracht wurde. Allerdings werden die Asylbewerber häufig schneller wieder aus der Schweiz ausgeschafft, als der Brief vom SBB-Inkassocenter eintrifft.
Grüsse aus der Ostschweiz (wo der Rheintalexpress wegen des Asylzentrums in Altstätten berüchtigt ist beim Personal).
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Kontrolle im Tunnel / in London bringt Probleme
Die werden vom Zugsteam daher wohl schon vor Erreichen Englands aussortiert. Ausserdem sollte es während der Durchfahrt durch den Eurotunnel genug Zeit haben, damit ein Zöllnerteam die Pässe der Reisenden kontrolliert.
Das Problem bleibt, dass die Personen dann schon auf der Insel sind und da dann Asyl beantragen wollen. Wieso es im Luftverkehr möglich ist, die Einreisekontrolle erst auf der Insel durchzuführen, ist mir aber auch nicht ganz klar. Lassen die Kontrollbeamte der Ausreisekontrolle aus dem Schengenraum nur Personen durch, die auch gültige Papiere für das Zielgebiet haben? Wieso geht das beim Eurostar nicht?
Vielleicht, weil Verkehrsflughäfen (sowas wie) internationales Terrain sind und nationale Bestimmungen nur eingeschränkt gelten? (Achtung, das ist Spekulation)
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Kontrolle im Tunnel / in London bringt Probleme
Das Problem bleibt, dass die Personen dann schon auf der Insel sind und da dann Asyl beantragen wollen. Wieso es im Luftverkehr möglich ist, die Einreisekontrolle erst auf der Insel durchzuführen, ist mir aber auch nicht ganz klar. Lassen die Kontrollbeamte der Ausreisekontrolle aus dem Schengenraum nur Personen durch, die auch gültige Papiere für das Zielgebiet haben? Wieso geht das beim Eurostar nicht? Die Schengen-Ausreisekontrolle findet dort ja auch statt.
Die Bundespolizei (in Deutschland) nicht, aber die Fluggesellschaften achten darauf aus eigenem Interesse. Ich meine mal gelesen zu haben, dass sie Personen, die keine gültigen Papiere haben wieder zurückbefördern müssen.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Hoi,
Wieso spannen TGV Lyria und Eurostar eigentlich nicht zusammen für ein Zugspaar London-Genf mit Zwischenhalt in Lille?
Da wären wir wieder beim Problem mit den Kontrollen. Für einmal am Tag wird man diese Einrichtungen in Genève Cornavin nicht installieren. Dann werden in Lille wieder alle Reisenden aus dem Zug gebeten, um dort kontrolliert zu werden. Da kann man sich den Aufwand für einen Direktzug auch gleich sparen.
Ein Wagen pro Klasse könnte dabei ausschliesslich für Reisende von/nach Lille reserviert werden, so viele werden es dann nicht sein.
Vorausgesetzt man würde die London-Reisenden schon in Genève kontrollieren können, hätte man so Probleme, die Reisenden während des Zustiegs zu trennen. Einmal im Zug dürfte der Zug nicht mehr durchgehend begehbar sein, um eine Durchmischung zu verhindern, vom Zugang zur Bar ganz zu schweigen.
Nach Brig könnte man weiterhin via Paris-Lausanne bzw. einem saisonalen Lyria-Zugspaar Lille-Brig ausschliesslich via Vallorbe.
Nachdem die Eurostar-Züge keine CH-Zulassung haben, ginge das nur mit einem TGV-Anschluss ab Lille.
Hier sollte man aber noch Bereinigungen bei den Haltefrequenzen machen, Lausanne, Montreux, Sion und Sierre sollten auch in beiden Richtungen bedient werden, genauso wie Martigny.
Der Ski-Train / TGV-Lyria-des-neiges war ja erstmal ein Versuch. Dieses Angebot wird sich wohl noch weiter entwickeln.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Das Sicherheitskonzept war ja urspruenglich IRA-fokussiert
Interessant an dieser Diskussion ist, dass das Stichwort "IRA" nicht ein einziges Mal hier im Thread auftaucht. Dabei war ja das ganze Sicherheitskonzept fuer den Kanaltunnel entwickelt worden, um die britischen Aengste rund um die IRA-Aktivitaeten zu besaenftigen. (Fuer die juengeren Semester hier: IRA=Irisch-Republikanische Armee; die Bewegung, die den Briten die Kontrolle ueber Irland entwunden hat und die dieses Jahr ihr 100-jaehriges Jubilaeum feiert).
Die IRA hat nie Selbstmordanschlaege durchgefuehrt, weshalb das Sicheheitskonzept ganz darauf ausgelegt wurde, dass man Bomben nicht in den Zug bringen konnte, und vor dem Tunnel wieder aussteigen koennte. In den Anfaengen wurde zwar das Gepaeck penibel durchwuehlt, aber Taschenmesser und auch gefahrlichere Dinge als Taschenmesser wurden nicht beanstandet. Die Passkontrolle fand im Zug statt, jedenfalls von Paris her, nicht im Gare du Nord.
Nachdem die IRA sich in den Dornroeschenschlaf begeben hat, ist das Sicherheitskonzept irgendwie herrenlos. Mal sehen was daraus wird; britische Regeln haben ja einen ungeheuren Beharrungswert...
Strafe Fluggesellschaften
Ich meine mal gelesen zu haben, dass sie Personen, die keine gültigen Papiere haben wieder zurückbefördern müssen.
Jepp, plus (in Deutschland) 5.000 Euro Strafe pro falschem Passagier, siehe hier (S. 41f.).
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Deine Einschätzung der angloamerikanischen Terror-Paranoia teile ich voll und ganz, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass bei den rigorosen Kontrollen der Eurostar-Passagiere andere Gesichtspunkte ausschlaggebend waren. Der Bau eines Ärmelkanaltunnels war ja schon sehr lange immer wieder diskutiert worden und mehrfach gescheitert, u.a. wegen der Bedenken der Briten, durch eine feste Verbindung ihren Inselstatus zu verlieren (was auch immer das konkret geheissen hätte). Dieses Ressentiment könnte ein Grund gewesen sein, dass man dem Tunnelbau schliesslich nur unter der Bedingung zustimmte, dass diese heute noch geltenden Kontrollbestimmungen für immer und ewig sozusagen in Stein gemeisselt werden. Dass für die PW- und LKW-Verladezüge nicht ebensostrenge Bestimmungen gelten, wäre dadurch erklärbar, dass diese Angebote die Nachfolge der Luftkissenboote bzw. der klassichen Fährverbindungen antraten.
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Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Falsch! Die sind Pleite wie noch mal was. Um nach Frankreich zu kommen, haben diese Leute nicht selten ihr letztes Geld verbraucht.
Diese Leute sind nicht unbedingt pleite. Sie sind nur hoch-verschuldet. Und für die letzten 100 km leihen sie sich dann eben noch weitere €100. Der Fahrpreis wird sie jedenfalls nicht davon abhalten, ins UK einzureisen.
Das Sicherheitskonzept war ja urspruenglich IRA-fokussiert
Interessant an dieser Diskussion ist, dass das Stichwort "IRA" nicht ein einziges Mal hier im Thread auftaucht. Dabei war ja das ganze Sicherheitskonzept fuer den Kanaltunnel entwickelt worden, um die britischen Aengste rund um die IRA-Aktivitaeten zu besaenftigen. (Fuer die juengeren Semester hier: IRA=Irisch-Republikanische Armee; die Bewegung, die den Briten die Kontrolle ueber Irland entwunden hat und die dieses Jahr ihr 100-jaehriges Jubilaeum feiert).
Stimmt, der Aspekt der IRA wurde hier gar nicht in Betracht gezogen. Doch warum werden dann nur beim Eurotunnel-Verkehr solche Massnahmen verrichtet? Die Wahrscheinlichkeit ist grösser, dass die IRA ein Anschlag im Inland Grossbritanniens verübt, und da ist die HS1 nur ein kleiner Teil davon.
Die IRA hat nie Selbstmordanschlaege durchgefuehrt, weshalb das Sicheheitskonzept ganz darauf ausgelegt wurde, dass man Bomben nicht in den Zug bringen konnte, und vor dem Tunnel wieder aussteigen koennte. In den Anfaengen wurde zwar das Gepaeck penibel durchwuehlt, aber Taschenmesser und auch gefahrlichere Dinge als Taschenmesser wurden nicht beanstandet. Die Passkontrolle fand im Zug statt, jedenfalls von Paris her, nicht im Gare du Nord.
Dann würden Kontrollen zwischen Lille und London reichen. Auf die Halte Calais-Fréthun, Ashford und Ebbsfleet müsste man halt verzichten und ein ädaquates Ersatzangebot (Southeastern Highspeed bzw. TGV Calais-Paris) einführen. Zudem wird früher oder später auch der Halt in Lille Europe für die Pariser Züge Geschichte sein, zumal Eurostar über die LGV Picardie verkehren wird.
Nachdem die IRA sich in den Dornroeschenschlaf begeben hat, ist das Sicherheitskonzept irgendwie herrenlos. Mal sehen was daraus wird; britische Regeln haben ja einen ungeheuren Beharrungswert...
Die IRA veranlasste 1994 eine Waffenruhe, also im Eröffnungsjahr des Eurotunnels. Sie hob diese aber 1996 wieder auf, wurden die Kontrollen also erst 1996 eingeführt? Seit 2005 gilt für die offizielle IRA wieder die Waffenruhe, nur ein paar Splittergruppen weigern sich. Doch ob der finanzielle Aufwand dieser Kontrollen dafür gerechtfertigt ist, wage ich zu bezweifeln.
Das Sicherheitskonzept war ja urspruenglich IRA-fokussiert
Stimmt, der Aspekt der IRA wurde hier gar nicht in Betracht gezogen. Doch warum werden dann nur beim Eurotunnel-Verkehr solche Massnahmen verrichtet?
Wenn ich nicht irre, ist UK eines der Länder mit der höchsten Videokameradichte der Welt. Das kommt dem Sicherheitsaufwand auf der HS1 doch schon ziemlich nahe. ;-)
Neben Sicherheitsaspekten mögen auch simple Zollvorschriften Grund für die Kontrollbemühungen sein. Anstelle von Bomben kann jemand ja auch erkleckliche Sümmchen an gefälschten Zigaretten, Uhren oder Bargeld in seinem Köfferchen spazieren führen. Das mögen die Briten sicher auch nicht gern.
Kontrolle im Tunnel / in London bringt Probleme
St. Pancras hat eine vollständige Passkontrolle im Ankunftsbereich, von daher müsste da nichts aufwendig umgebaut werden. Am vergangenen Freitag wurde allerdings in London nicht kontrolliert, obwohl der Zug auch in Lille-Europe gehalten hat und dort Fahrgäste ein- und aussteigen durften.
Im Moment erinnern die Ankündigungen für London-ICE und Eurostar-Deutschland an die Planungen für Regional Eurostar und Nightstar, da wurde auch viel gesponnen und sogar Züge gebaut, die man letztendlich nicht gebraucht hat.
Neuigkeiten zum London Velaro (ICE/Eurostar)
Hoi,
Diese Leute sind nicht unbedingt pleite. Sie sind nur hoch-verschuldet. Und für die letzten 100 km leihen sie sich dann eben noch weitere €100.
Da machen wir in der Schweiz zwar andere Erfahrungen, aber seis drum.
Der Fahrpreis wird sie jedenfalls nicht davon abhalten, ins UK einzureisen.
Daher ja auch noch der Vorschlag aus meinem darauffolgenden Satz, dass Zöllner nach Abfahrt im letzten Bahnhof vor dem Eurotunnel beginnen, die Pässe zu kontrollieren. Das funktionierte jahrelang so im Schweiz-Verkehr, bevor die Schweiz Schengen beigetreten ist. Die Briten sollen sich einfach mal nicht so anstellen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
ICE-Züge blockieren Testzentrum
-> http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/kreis-heinsberg/nachrichten/ice-zuege-blockier...
Siemens kann 16 ICE-Züge nicht ausliefern, weil die Zulassung fehlt. Auf den Gleisen des Wildenrather Bahnprüfzentrums wird es deshalb eng. Um Platz zu bekommen, wurden Züge nach Neuss rangiert.
Eurotunnel-Kontrollen
Wir bauen in der Schweiz gerade an einem noch längeren Tunnel durch das Gotthardmassiv. Diesen wird man ohne irgendwelche Sicherheits-Checks befahren können. Das Argument Tunnel ist also so ziemlich haltlos.
Und ich glaube auch nicht, dass der Gotthard-Basistunnel unsicherer sein wird als der Eurotunnel. Die Brandschutz- und Rettungskonzepte der NEAT-Tunnel sind mit dem Eurotunnel mindestens ebenbürtig.
In der Schweiz gab es bisher auch noch keine Terroranschläge, in England hingegen schon. Die Schweiz hält sich ja auch in der Weltpolitik zurück, bzw. engagiert sich nicht so wie GB.
Wieso sollten die Terroristen auch dort Anschläge verüben, wo ihr Geld sicher lagert.. ;))
Ich glaube eher, dass die Regierung in GB solche Maßnahmen wegen der illegalen Einwanderung durchzieht. Will man einen Terroranschlag auf den Eurotunnelverkehr ausführen, könnte man auch eine Bombe an der Strecke platzieren. Dort sind ja die Sicherheitsvorkehrungen nicht so rigoros.
Anschläge auf freier Strecke könnten überall verübt werden, dort sind sie weniger spektakulär - macht also wenig Sinn.
Wo fanden die Anschläge in London statt? ^^
Und diese Regelungen, die Vorkehrungen stammen ja auch noch aus dem vorherigen Zeitalter.
Die Terrorgefahr gab es schon immer.
Ein Zusammenhang zwischen illegaler Einwanderung und dem Durchleuchten von Koffer ist etwas sehr weit hergeholt.^^
Wurden die Kontrollen nach dem Machtwechsel Labour/Tories-Liberal Democrats bzw. Brown/Cameron verstärkt?
Nein und auch nicht verringert - da geben sich die Lager auch nicht viel,
es geht quer durch die gesamte Gesellschaft dort.
Was das Engagement in der Weltpolitik anbelangt: Deutschland besitzt auch einen großen Einfluss, soll man dann beim künftigen Fehmarnbelttunnel auch solche Kontrollen einführen?
Gegenüber den anderen betreffenden Staaten unterscheiden wir uns doch recht fundamental hinsichtlich unserer Einmischung in die Weltpolitik - wir werden ja gar teils als Handlager der Terroristen angesehen und unterschätzen als Gesellschaft zu gerne die Gefahr, die auch hier bei uns vorhanden ist.
Nicht zu vergessen, dass hier so einige Anschläge zum Glück vereitelt wurden.
Fehmarnbeltquerung.... wo führt die Strecke hin?
Nach Hamburg (und Kiel) ! Ha!
Wo kommt Mohammed Atta her? -.-
Insofern geht die Terrorgefahr eher von uns aus - die Dänen müssten auf die Kontrollen bestehen. Verwundern würde das bei denen auch nicht gerade, hatten sie ja jüngst auch wieder harte Kontrollen an der Grenze eingeführt.
Aber auch hier bei uns gibt es zu gerne eine (wenn auch eher vorgeschobene) Terrorangst,
hinsichtlich gewissen größeren Projekten oder auch AKWs.
Für mich grenzt das eh an Kontrollwahn, ebenfalls das Getue der Spanier bei ihren AVE.
und um welche illegalen Einwanderer geht es dort?
Und wurden die Kontrollen runtergefahren bei Machtwechsel von den Bürgerlichen hin zu den Sozialisten?
Wer Terror machen will, findet einen anderen Weg. In Madrid am 11.3.2004 waren ja keine AVE betroffen, sondern Cercanías.
Terroranschläge können überall auftreten, da spielt die Weltpolitik keine Rolle.
Das sahen die Terroristen ja etwas anders.
Den Anschlag in Madrid hätte es nicht gegeben, wäre der Einsatz Spaniens ein anderer gewesen,
ebenso die Anschläge 911 Tage zuvor und in London und ...und ...