Mülheimer Trio, erste Hälfte (30 Bilder) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 06.06.2013, 22:45 (vor 4673 Tagen)

Moin,

Mülheim an der Ruhr ist eine der zahlreichen Großstädte im Ruhrgebiet. Von ihr weiß ich kaum mehr [muß hier jetzt ein Komma hin?] als daß es sie gibt und daß sie drei S-Bahn-Stationen hat. Wir besuchen alle drei. Zuvor der Überblick über Betrieb und Geschichte. Ich schmeiße mal alles in einen Topf.


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Drei Stationen, drei Haltemuster.
In Mülheim West, der mittleren der drei Stationen, hält nur die S 3 Oberhausen - Hattingen. Hier fahren S-Bahn-Triebwagen der Baureihe 422.

In Mülheim-Styrum, dem westlichsten der Bahnhöfe, hält zusätzlich auch die S 1 Solingen - Dortmund. Auch hier fahren S-Bahn-Triebwagen der Baureihe 422.

In Mülheim Hbf halten neben den beiden S-Bahn-Linien auch einzelne Fernzügeund mehrere Linien des Regionalverkehrs:
Der RE 1 Paderborn - Hamm - Essen - Duisburg - Düsseldorf - Köln - Aachen,
der RE 2 Münster - Essen - Duisburg - Düsseldorf,
der RE 6 Minden - Hamm - Essen - Duisburg - Düsseldorf und
der RE 11 Hamm - Essen - Duisburg - Mönchengladbach. Auf ihm, den ich heute zum letzten Mal erwähnen darf, fahren modernisierte 425er, die drei anderen Linien werden von lokbespannten Doppelstockzügen bedient.


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Einen Hauptbahnhof gibt es in Mülheim erst seit dem Jahr 1974. Sein Ursprung liegt im Jahr 1866, als die Rheinische Eisenbahn ihren Bahnhof Mülheim RhE in Betrieb nahm. Im Folgejahr zog die Bergisch-Märkische Eisenbahn nach und eröffnete an ihrer Ruhrgebietsstrecke die Station Mülheim-Eppinghoven. Nach der Verstaatlichung wurden beide Stationen 1888 in Mülheim (Ruhr) umbenannt. Vier Jahre später wurde daraus Mülheim-Eppinghoven. Der Name hielt sich bis 1955, dann mußte man Fahrscheine nach Mülheim Stadt lösen. 1974 schließlich erfolgte die Umbenennung in Mülheim Hbf. Das Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1911 wurde nach Kriegszerstörung 1948 vereinfacht wiederaufgebaut, einige ältere Bilder (und viel Text) auf der Seite der Stadt Mülheim.

Die BME-Strecke wurde 1862 zwischen Styrum und Bochum eröffnet, 1867 auch die Verlängerung nach Ruhrort (Reiseverkehr 1995 stillgelegt, Ruhrort wurd seitdem von Oberhausen her bedient). Im Rahmen der Hauptstrecke von Duisburg nach Dortmund erfolgte 1957 die Elektrifizierung, die Ruhrorter Strecke erhielt erst 1980 den Fahrdraht (Styrum - Duisburg-Meiderich Süd).
Weniger gut meinte es die Verwaltung mit der Strecke der Rheinischen Eisenbahn. Sie wurde 1866 eröffnet. 1966/1970 wurde der Reiseverkehr im Raum Mülheim eingestellt. Im Jahr 1992 lebte er auf einer kurzen Strecke wieder auf: Während der Landesgartenschau gab es einen Pendelverkehr (MüGa-Wiesel) zwischen dem Hauptbahnhof und dem Ausstellungsgelände. Mittlerweile erobert sich die Natur die Gleise zurück, 2002 wurde die Strecke stillgelgt.

Der erste Mülheimer Bahnhof wurde zusammen mit der BME-Strecke im Jahr 1862 eröffnet. Bis 1892 hieß er Mülheim BM, danach bis 1974 Mülheim (Ruhr). Seitem dient er als Mülheim West den Reisenden. 1911 wurde ein Umbau vollendet, das Bahnhofsgebäude 1975 abgebrochen. Von 1876 bis 1909 war er Endbahnhof der Strecke durchs Ruhrtal nach Kettwig. Diese verkehrten ab 1909 bis zur Stillegung der Stecke 1945 zum Bahnhof Styrum.

Schon seit 1862 gibt es die in Styrum abzweigende Strecke nach Oberhausen, der Bahnhof kam erst später. Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1910. Wir beginnen unseren Rundgang hier in Styrum, ich nahm einen in Essen verpaßten Zug am 13. April als Chance, dort einige Bilder anzufertigen.


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1 Der Anblick beim Verlassen des Empfangsgebäudes.


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2 Selbiges beherbergt eine Gaststätte.


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3 Innendrin. Der Fahrradladen verbreitet ein wenig Leben.


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4 Auf Bahnsteig 1.


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5 Ein Blick über die Bahnsteige.


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6 Da überholt gerade jemand rechts.


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7 Personentunnel.


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8 Hoch auf den Bahnsteig.


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9 Ein Blick in Richtung Duisburg und Oberhausen.


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10 Ankommende S-Bahn. Sie hat Mülheim West gerade ohne Halt passiert, wir fahren jetzt aber genau dort hin. Bilder vom 11. Juli 2012.


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11 Nach Oberhausen fährt 422 081. Im Hintergrund eine auffällige Brücke und die von Bild 6 bekannte Kirche.


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12 Bahnsteigimpression.


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13 Treppenabgang.


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14 Gesamtansicht.


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15 Sprechstelle.


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16 Hinunter.


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17 Blick gen Ausgang.


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18 Blick heraus.


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19 Blick hinein.


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20 Der Eingang.


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21 Die Umgebung. Man versteht, warum der ehemalige Bahnhof Eppinghoven zum Hauptbahnhof wurde. Und doch war es dieser Bahnhof, in dem lange Zeit die Fernzüge, die hielten, hielten.


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22 So allmählich entwickelt sich hier eine neue Tropfsteinhöhle.


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23 Signale.


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24 Die S 1 hält hier nicht.


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25 Gesamtansicht in Richtung Innenstadt gesehen.


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26 Der ICE hält hier nicht.


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27 S-Bahn und Straßenbahn.


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28 Zugverfolgung.


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29 Der Ausgang von oben.


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30 Hinterm Bahnhof Industrie.


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Aufgrund von Überlänge ende ich hier. Mülheim (Ruhr) Hbf kommt etwa übermorgen.

Viele Grüße,
Sören

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