SZ: Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans (Allgemeines Forum)
Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Samstag, 11.05.2013, 17:59 (vor 4747 Tagen)
Hallo!
Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will einen bundesweiten Taktfahrplan für Bahnreisende prüfen lassen. Das Verkehrsministerium hat für Spätsommer eine Machbarkeitsstudie zur engeren Verknüpfung von Nah- und Fernzügen in Auftrag gegeben, wie das Magazin «Focus» berichtet. Dadurch könnten «häufigere und schnellere Verbindungen durch optimale Umsteigemöglichkeiten entstehen», heißt es in der Ausschreibung im EU-Amtsblatt. Untersucht werden sollten etwa Betrieb und Technik sowie wirtschaftliche Auswirkungen. Verkehrsexperten werben seit längerem für einen «Deutschland-Takt» bei der Bahn.
Quelle: http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1450301
Mir stellt sich die Frage, ob der Grund hierfür die kommenden Bundestagswahlen sind.
m b g,
Anoj
SZ: Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans
Joachim, Neustadt, Samstag, 11.05.2013, 18:49 (vor 4747 Tagen) @ Anoj 1
Hallo!
( … ) Mir stellt sich die Frage, ob der Grund hierfür die kommenden Bundestagswahlen sind.
m b g, Anoj
Hallo zurück,
die Forderung nach einem bundesweiten Deutschlandtakt wird schon seit längerem von verschiedenen Seiten erhoben. Die Studie wird seit mehr als einem Jahr vorbereitet; es soll darin u.a. die grundsätzliche Machbarkeit untersucht werden. Ein Zusammenhang mit der BT-Wahl besteht aus meiner Sicht nicht.
--
mfG - Joachim
SZ: Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans
JW, Samstag, 11.05.2013, 21:23 (vor 4747 Tagen) @ Joachim
Hallo,
( … ) Mir stellt sich die Frage, ob der Grund hierfür die kommenden Bundestagswahlen sind.
m b g, Anoj
Hallo zurück,die Forderung nach einem bundesweiten Deutschlandtakt wird schon seit längerem von verschiedenen Seiten erhoben. Die Studie wird seit mehr als einem Jahr vorbereitet; es soll darin u.a. die grundsätzliche Machbarkeit untersucht werden. Ein Zusammenhang mit der BT-Wahl besteht aus meiner Sicht nicht.
Das hängt schon irgendwie mit der Bundestagswahl zusammen. Diese Studie wurde vor vier Jahren im Koalitionsvertrag festgeschrieben (ich weiß nicht welcher Koalitionspartner diese wollte), da die Legislaturperiode zu Ende geht, muss das nun angehen - oder der Koalitionspartner wäre sauer...
Gruß Jörg
SZ: Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans
Joachim, Neustadt, Sonntag, 12.05.2013, 09:14 (vor 4746 Tagen) @ JW
Hallo,
( … ) Mir stellt sich die Frage, ob der Grund hierfür die kommenden Bundestagswahlen sind.
m b g, Anoj
Hallo zurück,die Forderung nach einem bundesweiten Deutschlandtakt wird schon seit längerem von verschiedenen Seiten erhoben. Die Studie wird seit mehr als einem Jahr vorbereitet; es soll darin u.a. die grundsätzliche Machbarkeit untersucht werden. Ein Zusammenhang mit der BT-Wahl besteht aus meiner Sicht nicht.
Das hängt schon irgendwie mit der Bundestagswahl zusammen. Diese Studie wurde vor vier Jahren im Koalitionsvertrag festgeschrieben (ich weiß nicht welcher Koalitionspartner diese wollte), da die Legislaturperiode zu Ende geht, muss das nun angehen - oder der Koalitionspartner wäre sauer...Gruß Jörg
Hallo Jörg,
Du hast Recht: Im Abschnitt "Schienenverkehr für Mensch und Umwelt" der Koalitionsvereinbarung für die laufende 17. Legislaturperiode steht auf S. 38 folgende Aussage: "Wir werden die Vorschläge zur Einführung eines Deutschlandtaktes im Schienenpersonenverkehr einer sorgfältigen Überprüfung unter Beteiligung der Länder unterziehen."
Um das Ausgangsposting nochmals aufzugreifen: Grund für diese Studie ist nicht die kommende, sondern die letzte Bundestagswahl.
--
mfG - Joachim
SZ: Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans
Reisender, München, Sonntag, 12.05.2013, 11:27 (vor 4746 Tagen) @ Joachim
Um das Ausgangsposting nochmals aufzugreifen: Grund für diese Studie ist nicht die kommende, sondern die letzte Bundestagswahl.
Schon vor einigen Monaten hieß es übrigens vom Bundesverkehrsministerium, dass man die Einführung eines Deutschlandtaktes prüfe. Wenn jetzt noch eine neue Studie in Auftrag gegeben wird, dürfte deren Ergebnisse kaum vor der Bundestagswahl am 22. September 2013 vorliegen. Da nicht nur Schwarz-Gelb, sondern auch Rot-Grün einen Deutschlandtakt will, ist dieses Thema für den Wahlkampf sowieso nicht relevant.
Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans (1)
ThomasK, Sonntag, 12.05.2013, 13:02 (vor 4746 Tagen) @ Anoj 1
Hallo!
Das wichtigste ist immer, dass man die geplanten Neubaustrecken immer gleichzeitig mit dem Integralen Taktfahrplan sieht, d.h. die Neubaustrecken so plant, dass gleichzeitig der Integrale Taktfahrplan peu a peu realisiert wird.
Heute findet eine Koordination bisher allenfalls eingeschränkt statt. Im folgenden hierzu ein paar Anmerkungen zu den geplanten NBS und teilweise wieder verworfenen NBS:
Y-Trasse (Hamburg/Bremen - Hannover):
In Bezug auf die Vollknoten Hamburg und Hannover mit einer Fahrzeit von 53 - 55 Minuten sinnvoll, damit eine Kantenzeit von 60 Minuten zwischen Hamburg und Hannover erreicht werden kann. Allerdings werden von der Y-Trasse nicht die Probleme bezüglich eines Vollknotens Bremen gelöst.
Zwischen Hamburg und Berlin sollte die bestehende ABS 230 Strecke in den Bereichen, in denen derzeit nur 160 km/h gefahren wird, auf 230 km/h beschleunigt werden, um eine Kantenzeit von 90 Minuten zu erreichen.
NBS Hamburg - Osnabrück und ABS Osnabrück - Dortmund:
Das Problem des Vollknotens Bremen kann sinnvoll nur mit einer eigenständigen NBS Hamburg - Osnabrück mit Vmax = 300 km/h gelöst werden mit Vollknoten in Hamburg, Bremen, Osnabrück, Münster (Westf.) und Dortmund. Hierbei ist Münster - Lünen zweigleisig auszubauen und zwischen Münster und Dortmund die Geschwindigkeit auf 200 km/h zu erhöhen.
Allerdings kann eine Kantenzeit von 30 Minuten zwischen Hamburg und Bremen sowie 30 Minuten zwischen Bremen und Osnabrück nur erreicht werden, wenn für die NBS Hamburg - Osnabrück zusätzlich ein neuer unterirdischer viergleisiger Bremer Hauptbahnhof gebaut wird, der gegenüber dem heutigen Hauptbahnhof um 90 Grad gedreht ist. Dabei ist zudem der Bau eines 12 km langen Tunnels unter dem Stadtgebiet Bremens etwa zwischen Stadtwaldsee und Kladdinger Wiesen notwendig. Anzumerken ist auch, dass der heutige Hamburger Hauptbahnhof völlig überlastet ist, so dass es sinnvoll ist mit Hamburg 21 einen zusätzlichen viergleisigen unterirdischen Hauptbahnhof zu errichten, so dass man ohne Fahrtrichtungswechsel von Bremen (und Hannover) Richtung Lübeck fahren kann.
Vom Hamburger und Bremer Stadtgebiet einmal abgesehen, wäre der Bau der NBS Hamburg - Osnabrück nicht aufwändig. Die NBS Hamburg - Osnabrück würde zusammen mit der ABS Osnabrück - Dortmund eine Kantenzeit von 120 Minuten zwischen Hamburg und Dortmund sicherstellen.
Es ist aber eine politische Entscheidung, ob man diese NBS auch will. Halbherzige Überlegungen im Ministerium, die dann doch nicht beim BVWP angemeldet werden, weil sie es nicht über die Arbeitskreisebene hinaus schaffen sind wenig hilfreich.
Durch einen zweigleisigen Ausbau der Strecke Leer - Oldenburg und Anhebung der Geschwindigkeit zwischen Leer und Bremen auf 200 km/h kann dann auch ein Vollknoten Leer erreicht werden mit einer Kantenzeit von 60 Minuten zwischen Leer und Bremen.
Zwischen Dortmund und Köln kann nur dann eine Kantenzeit von 60 Minuten erreicht werden, wenn die Strecke auf ABS-Standard 230 km/h ausbaut wird und den Halt Bochum streicht. Im IC 79 System wurde nur im Ausnahmefall in Bochum gehalten. Durch zahlreiche zusätzliche RE-Züge ist nicht nachvollziehbar, warum unbedingt der ICE in Bochum halten muss. In Frankreich lacht man sich kaputt, dass in Deutschland im Ruhrgebiet die ICE-Züge alle 20 km halten.
Zwischen Köln und Frankfurt (Main) Hbf kann eine Kantenzeit von 60 Minuten dann erreicht werden, wenn man die geplante zweigleisige Verbindungsstrecke zwischen der NBS Köln - Frankfurt Flughafen und der KBS 645 bei Eddersheim endlich mal bauen würde. Diese Verbindungsstrecke ist bei weitem wichtiger als der nur politisch motivierte Abzweig nach Wiesbaden.
Die Mottgersspange stellt zudem die Kantenzeit Frankfurt (Main) Hbf - Würzburg bzw. Frankfurt Flughafen - Würzburg von 60 Minuten sicher. Die NBS Frankfurt (Main) Hbf - Mannheim Hbf eine Kantenzeit von 30 Minuten zwischen Frankfurt (Main) Hbf und Mannheim Hbf. Um eine Kantenzeit von 30 Minuten zwischen Mannheim und Stuttgart zu erreichen, ist es notwendig die bestehende NBS durch einen Tunnel im Stuttgarter Stadtgebiet zum bestehenden Kopfbahnhof hin zu verlängern.
Zwischen Würzburg und Nürnberg sollte, um eine Kantenzeit von 30 Minuten zu realisieren, eine auf 300 km/h trassierte NBS realisiert werden. Zwischen Würzburg und Nürnberg folgt sie zunächst der Bundesstraße 8 und dann der A3. Bei Kleingründlach könnten höhenfrei zweigleisige Ausfädelungsbauwerke errichtet werden, damit auch die ICE von Erfurt nach Nürnberg diese neue Strecke ab hier mitbenutzen können. Zusammen mit einer Umtrassierung der ABS zwischen Ebensfeld und Kleingründlach auf 300 km/h könnte dann bei Entfall des Haltes in Bamberg eine Kantenzeit von 60 Minuten zwischen Erfurt und Nürnberg erreicht werden. Zusammen mit der bereits in diesem Forum diskutierten NBS Göttingen - Erfurt könnte dann eine Kantenzeit Hannover - Erfurt von 60 Minuten erreicht werden, wenn die Züge in Göttingen ohne Halt durchfahren und somit eine Kantenzeit von 120 Minuten zwischen Hannover und Nürnberg bei Fahrt über Erfurt sowie von 150 Minuten bei Fahrt über Würzburg. Der aktuell auf Fürther Stadtgebiet geplante Güterzugtunnel sollte demzufolge in einen Fernbahntunnel umgeplant werden. Während die Güterzüge an der Stadtgrenze Fürth/Nürnberg zur südlichen Nürnberger Ringbahn unterirdisch zweigleisig und höhenfrei ausfädeln, verkehren die Fernzüge der Relation (Erfurt –) Bamberg – Nürnberg zusammen mit den Fernzügen Würzburg – Nürnberg in einem reinen zweigleisigen Fernbahntunnel weiter bis westlich des Haltepunkts Nürnberg Rothenburger Straße (Ende der NBS Würzburg – Nürnberg), wo sie in
eine von drei auf vier Gleise zu erweiternde Bestandsstrecke (ohne S-Bahngleise gerechnet) zweigleisig und höhenfrei einmünden.
Zwischen Fürth und Nürnberg würde man dann den Betrieb auf den bestehenden vier Gleisen auf zwei zweigleisige Strecken mit GWB umstellen anstelle eines 1/2/1-Betriebs wie heute.
Die NBS Würzburg - Nürnberg ermöglicht dann zudem die Einrichtung einer S-Bahn zwischen Nürnberg und Neustadt (Aisch) sowie einer S-Bahn zwischen Würzburg und Kitzingen auf der bestehenden KBS 805. Zudem kann der RE mit 200 km/h Wagenmaterial so beschleunigt werden, dass er mit den drei Zwischenhalten in Kitzingen, Neustadt und Fürth und 58 Minuten Beförderungszeit eine Kantenzeit von 60 Minuten auf der bestehenden Strecke einhält. Die RB übernimmt die restlichen Halte auf der KBS 805.
Zwischen Nürnberg und München sollen ab Dezember vier ICE-Linien fahren. Eine aus Köln, eine aus Hamburg, eine aus Berlin und eine aus Dresden. Es ist völlig ausreichend, wenn von diesen vier Linien eine alle 60 Minuten in Ingolstadt Hbf hält und dort den stündlichen Anschlussverkehr zum Nahverkehr Richtung Eichstätt, Donauwörth, Augsburg und Regensburg sicherstellt. Die anderen drei ICE-Linien sollten später auf einer neu zu bauenenden 34 km langen zweigleisigen Neubaustrecke für Vmax = 300 km/h Stammham - Rohrbach Süd entlang der Autobahn A9 geführt werden. Bei km 58 auf der bestehenden Strecke fädelt dann die Neubaustrecke in Rohrbach Süd höhenfrei wieder ein. Dadurch fahren alle nicht in Ingolstadt haltenden ICE-Züge in 55 Minuten nonstop von Nürnberg nach München und stellen somit eine Kantenzeit von 60 Minuten sicher.
Auch zwischen Nürnberg und Augsburg kann man durch Linienverbesserungen eine Kantenzeit von 60 Minuten erreichen. Ebenso sollte auf S21 verzichtet werden und die NBS Stuttgart - Ulm bei Obertürkheim aus der bestehenden KBS 750 ausgefädelt werden. Durch eine Verlängerung der NBS Stuttgart - Ulm von Dornstadt (Ulm Nord) entlang der Autobahn A8 bis Gersthofen/Augsburg Nord mit Überleitstrecken zur bestehenden Strecke bei Ulm Nord sowie Günzburg West und Günzburg Ost kann zwischen Stuttgart und Augsburg eine Kantenzeit von 60 Minuten erreicht werden und der Vollknoten Stuttgart und der Vollknoten Augsburg sichergestellt werden.
(Teil 2)
Unlogisch!
Reisender, München, Sonntag, 12.05.2013, 13:38 (vor 4746 Tagen) @ ThomasK
Zwischen Nürnberg und München sollen ab Dezember vier ICE-Linien fahren. Eine aus Köln, eine aus Hamburg, eine aus Berlin und eine aus Dresden. Es ist völlig ausreichend, wenn von diesen vier Linien eine alle 60 Minuten in Ingolstadt Hbf hält und dort den stündlichen Anschlussverkehr zum Nahverkehr Richtung Eichstätt, Donauwörth, Augsburg und Regensburg sicherstellt.
Das ist unlogisch! Wenn du für Nürnberg und München direkte Verbindungen nach Köln, Hamburg, Berlin und Dresden forderst und für notwendig erklärst, dann ist die Schlussfolgerung, dass für Ingolstadt eine einzige Linie ausreichend wäre, unlogisch. Denn auch für die Mitte Bayerns wird eine vernünftige Fernverkehrsanbindung benötigt. Es ist keineswegs ausreichend, dass hier nur irgendwelche (Alibi-)Züge halten. Die Nord-, Nordwest- und Nordostanbindung Ingolstadts ist auf jeden Fall sicherzustellen. Ansonsten hätte man ein Murks-Konzept, das an den Verkehrsbedürfnissen der Bevölkerung vorbeigeht.
Für die NBS Nürnberg-Ingolstadt hat man eine Kantenzeit von 30 Minuten, diese wird für die Bahnstrecke Ingolstadt-München ebenfalls benötigt. Das hatten wir bereits in diesem Thread festgehalten. Da das aufgrund der zentralen Lage Ingolstadts in Bayern bestehende Potential als Umsteigeknoten bislang noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft wird, müsste insbesondere auch der 30er-Knoten in Ingolstadt aufgewertet werden. Insofern gibt es ja bereits die Idee die Linie 60 über Ingolstadt zu führen. Auf der Donautalbahn bräuchte man für Ingolstadt-Regensburg eine Kantenzeit von 60 Minuten, für Ingolstadt-Donauwörth von 30 Minuten und Donauwörth-Ulm von 30 Minuten.
Keine unsolide Haltepolitik
ThomasK, Sonntag, 12.05.2013, 15:05 (vor 4746 Tagen) @ Reisender
bearbeitet von ThomasK, Sonntag, 12.05.2013, 15:07
Das ist unlogisch! Wenn du für Nürnberg und München direkte Verbindungen nach Köln, Hamburg, Berlin und Dresden forderst und für notwendig erklärst, dann ist die Schlussfolgerung, dass für Ingolstadt eine einzige Linie ausreichend wäre, unlogisch. Denn auch für die Mitte Bayerns wird eine vernünftige Fernverkehrsanbindung benötigt. Es ist keineswegs ausreichend, dass hier nur irgendwelche (Alibi-)Züge halten. Die Nord-, Nordwest- und Nordostanbindung Ingolstadts ist auf jeden Fall sicherzustellen. Ansonsten hätte man ein Murks-Konzept, das an den Verkehrsbedürfnissen der Bevölkerung vorbeigeht.
Der langsame ICE, der in Ingolstadt hält, fährt in Nürnberg Richtung Süden 3 Minuten nach dem schnellen ICE, der in Ingolstadt durchfährt, ab. Dadurch können die Ingolstädter in Nürnberg umsteigen und haben Anschluss aus bzw. nach Richtung Norden.
Falls es so sein sollte, dass irgendwann einmal auf allen Strecken die Regionalbahnen nach Ingolstadt alle 30 Minuten fahren, dann könnte man 30 Minuten versetzt auch eine zweite ICE-Linie in Ingolstadt halten lassen. Die vier ICE-Linien sollen ja ab Dezember 2017 in zwei Zweier Bündeln halbstündlich versetzt zwischen Nürnberg und München fahren.
Dann ist es völlig ausreichend immer den langsamen ICE in Nürnberg in Richtung Süden 3 Minuten nach dem schnellen ICE abfahren zu lassen. Die übrigen zwei ICEs sollten aber ohne Halt in Ingolstadt durchfahren.
Zwischen Hamburg und Dortmund fahren die IC/ICE-Züge auch nur alle Stunde, so dass in Bremen ebenfalls nur ein IC/ICE zwischen Hamburg und Dortmund stündlich hält. Bremen ist bei weitem wichtiger als Ingolstadt.
Man sollte nicht alles aus der Ingolstädter Perspektive sehen. Wenn der Nürnberg - München Express künftig alle 60 Minuten fährt, 1 - 2 ICE-Züge pro Stunde in Ingolstadt halten, dann ist das völlig ausreichend.
Da die Umsteigewege in München relativ lang sind, dürfte ein ICE zwischen Ingolstadt und München ohnehin nicht schneller als 25 Minuten unterwegs sein, wenn die Anschlüsse erreicht werden sollen.
Viel wichtiger ist, dass auch mal die Strecke Eichstätt Bf - Eichstätt Stadt elektrifiziert wird und neue RBs zwischen Eichstätt Stadt und Ingolstadt angeboten werden - eventuell mit Flügelung in Eichstätt Bf Richtung Treuchtlingen und Eichstätt Stadt eine halbe Stunde versetzt zum RE Ingolstadt - Treuchtlingen um im Reginalverkehr hier einen Halbstundentakt anzubieten. Nach dem Ringzug Konzept West ist nämlich ein Halbstundentakt Ingolstadt - Treuchtlingen nicht vorgesehen.
Für die NBS Nürnberg-Ingolstadt hat man eine Kantenzeit von 30 Minuten, diese wird für die Bahnstrecke Ingolstadt-München ebenfalls benötigt. Das hatten wir bereits in diesem Thread festgehalten. Da das aufgrund der zentralen Lage Ingolstadts in Bayern bestehende Potential als Umsteigeknoten bislang noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft wird, müsste insbesondere auch der 30er-Knoten in Ingolstadt aufgewertet werden. Insofern gibt es ja bereits die Idee die Linie 60 über Ingolstadt zu führen. Auf der Donautalbahn bräuchte man für Ingolstadt-Regensburg eine Kantenzeit von 60 Minuten, für Ingolstadt-Donauwörth von 30 Minuten und Donauwörth-Ulm von 30 Minuten.
Wie bereits erwähnt: Sollte es tatsächlich so sein, dass auch irgendwann mal zwischen Ingolstadt und Aichach usw. ein Halbstundentakt gefahren wird, dann könnte man sich überlegen eine zweite ICE-Linie eine halbe Stunde versetzt in Ingolstadt halten zu lassen. Aber das in dann wirklich das absolute Ende der Fahnenstange. Wenn ab Dezember 2017 vier ICEs zwischen Nürnberg und München fahren werden, dann müssen die anderen beiden ICEs selbstverständlich durchfahren. Durch die schlanken Anschlüsse in Nürnberg können dann die Ingolstädter Richtung Norden bequem in Nürnberg umsteigen. Wollen sie in München Anschlüsse erreichen, dann können sie einen der zahlreichen RE zwischen Ingolstadt und München benutzen oder warten in München 25 Minuten, wenn sie mit dem ICE fahren.
Die Welt dreht sich nicht um Ingolstadt alleine.
Wie langsam sollen eigentlich die ICEs noch werden? Halte in Aschaffenburg, Hamm, Ingolstadt, München Pasing, Hamburg Harburg, Lüneburg, Uelzen usw. waren früher die absolute Ausnahme bzw. völlig undenkbar. Man sollte eine Qualitätsmarke nicht durch eine unsolide Haltepolitik verwässern. Es war eben ein schwerer Fehler das IR-System aufzugeben.
Früher war es völlig normal im IC zwischen Frankfurt und München ausschliesslich in Würzburg zu halten. Hier der IC-Fahrplan der Deutschen Bundesbahn von 1976. Heute halten die ICE fast an jeder Milchkanne. ;-)
![[image]](http://www.ihr-zugbegleiter.de/Downloads/IC%20Netz%2076%2B77%20Sued-Nord.jpg)
![[image]](http://www.ihr-zugbegleiter.de/Downloads/IC%20Netz%2076%2B77%20Nord-Sued.jpg)
Für einen sauberen Taktverkehr
Reisender, München, Sonntag, 12.05.2013, 16:58 (vor 4746 Tagen) @ ThomasK
bearbeitet von Reisender, Sonntag, 12.05.2013, 17:02
Der langsame ICE, der in Ingolstadt hält, fährt in Nürnberg Richtung Süden 3 Minuten nach dem schnellen ICE, der in Ingolstadt durchfährt, ab. Dann ist es völlig ausreichend immer den langsamen ICE in Nürnberg in Richtung Süden 3 Minuten nach dem schnellen ICE abfahren zu lassen. Die übrigen zwei ICEs sollten aber ohne Halt in Ingolstadt durchfahren.
Bei der Bündelung und Überlagerung von Linien entsteht grundsätzlich nur durch ein einheitliches Halteschema ein sauberer Takt. Ein Konzept mit langsamen und schnellen ICEs ist Murks. Außerdem geht es darum auch für die Mitte Bayerns ein attraktives Angebot aufzustellen und kein Schrumpfangebot.
Schon jetzt ist der Ingolstädter Hauptbahnhof der ICE-Großstadtbahnhof mit den meisten planmäßigen ICE-Durchfahrten (noch vor Wolfsburg). Wenn ich dich richtig verstehe, willst du diese ICE-Durchfahrten nochmals erhöhen. Sollten deine Vorschläge Realität werden, fahre ich nicht mehr Bahn. Anscheinend willst du, dass die Leute Auto fahren oder wie soll ich deine Vorschläge sonst bewerten?
Die Welt dreht sich nicht um Ingolstadt alleine. (...) Man sollte nicht alles aus der Ingolstädter Perspektive sehen.
Keine Sorge, dass mache ich nicht. Es kann aber auch nicht sein, dass Ingolstädter Reisende völlig auf der Strecke bleiben.
Wenn ab Dezember 2017 vier ICEs zwischen Nürnberg und München fahren werden, dann müssen die anderen beiden ICEs selbstverständlich durchfahren.
Selbstverständlich nicht. Ein in Ingolstadt durchfahrender ICE schadet mehr als er bringt (2 Minuten Fahrzeitgewinn).
Außerdem kann es nicht sein, dass Ingolstädter Reisende hohe Fahrpreise (inklusive Schnellfahrzuschlag) bezahlen müssen, gleichzeitig aber nicht von dem vorhandenen Angebot profitieren können. Wer das Angebot um die Hälfte oder gar noch mehr kürzt, muss auch die Preise entsprechend reduzieren. Ansonsten ist das Beschiss und eine tiefe Ungerechtigkeit!
Halte in Aschaffenburg, Hamm, Ingolstadt, München Pasing, Hamburg Harburg, Lüneburg, Uelzen usw. waren früher die absolute Ausnahme bzw. völlig undenkbar. Heute halten die ICE fast an jeder Milchkanne. ;-)
Ingolstadt ist keine „Milchkanne“. Die Vergleiche mit den anderen Städten hinken. Aschaffenburg ist gerade einmal halb so groß wie die wirtschaftlich erfolgreiche „Boomtown Ingolstadt“.
Von Pasing oder Harburg bin ich relativ schnell mit der S-Bahn am nächsten Fernverkehrsbahnhof. Das ist in Ingolstadt völlig anders, zumal es auf der NBS Nürnberg-Ingolstadt auch nur alle 2 Stunden einen RE gibt.
Woher kommt eigentlich diese unglaubliche Diskriminierung Ingolstädter Reisender? Ist es Tatsachenunkenntnis oder Böswilligkeit?
Man sollte eine Qualitätsmarke nicht durch eine unsolide Haltepolitik verwässern. Es war eben ein schwerer Fehler das IR-System aufzugeben.
Richtig, dass IR-System fehlt. Solange es aber keinen adäquaten Ersatz gibt, muss dies zwingend mit einer großzügigeren Haltepolitik bei ICE und IC ausgeglichen werden, um nicht ganze Regionen vom Fernverkehr abzuhängen.
Für einen sauberen Taktverkehr
R 450, Sonntag, 12.05.2013, 17:29 (vor 4746 Tagen) @ Reisender
"Schon jetzt ist der Ingolstädter Hauptbahnhof der ICE-Großstadtbahnhof mit den meisten planmäßigen ICE-Durchfahrten (noch vor Wolfsburg)."
Ist es nicht so, dass in Ingolstadt nur deshalb so viele ICE durchfahren, weil so wenige über Augsburg fahren?
--
Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute
Für einen sauberen Taktverkehr
Reisender, München, Samstag, 18.05.2013, 10:21 (vor 4740 Tagen) @ R 450
"Schon jetzt ist der Ingolstädter Hauptbahnhof der ICE-Großstadtbahnhof mit den meisten planmäßigen ICE-Durchfahrten (noch vor Wolfsburg)."
Ist es nicht so, dass in Ingolstadt nur deshalb so viele ICE durchfahren, weil so wenige über Augsburg fahren?
Nein, das hatte ich bereits in diesem Beitrag erklärt. In Ingolstadt fahren aktuell vor allem die ICEs der Linie 41 ohne Halt durch. Die Linie 41 ist wiederum abgesehen von Streckensperrungen auf der NIM noch nie planmäßig über Augsburg geführt worden, zumal dies auch gar nicht notwendig ist, weil Augsburg bereits mit den Linien 11, 42 und 60 sehr gut an den Nordwesten angebunden ist. Die Züge der für die Nordanbindung Augsburgs wichtigen Linie 25, die früher in Ingolstadt ohne Halt durchgefahren sind, verkehren nach dem aktuellen Baustellenfahrplan wieder über Augsburg (mit Halt). Meinetwegen kann dies auch nach Abschluss der Bauarbeiten zwischen München und Ingolstadt so bleiben.
Für einen sauberen Taktverkehr
Holger2, Samstag, 18.05.2013, 11:27 (vor 4740 Tagen) @ Reisender
bearbeitet von Holger2, Samstag, 18.05.2013, 11:28
Mein Vorschlag:
Linie 41.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - Essen
Linie 28.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - Berlin
Linie 28.2 München(:30) - M. Pasing - Augsburg(:00) - Donauwörth - Nürnberg(:55)
AFX Kempten - ... - Augsburg (:00) - Donauwörth - Treuchtlingen - Nürnberg(:55)
Linie 25.1 München(:30) - nonstop - Nürnberg(:25) - ... - Hamburg
Linie 25.2 München(:30) - nonstop - Nürnberg(:25) - ... - Bremen
MüNEx München(:35) - Petershausen - Pfaffenhofen - Wolnzach - Ingolstadt(:23/:35) - I.Nord - Kinding - Allersberg - Nürnberg(:18)
Außerdem gibt es noch folgende Züge:
Linie 41.2 München(:05) - nonstop - Nürnberg -...- Essen
Diese Linie wird nach 2020 über Stuttgart fahren.
Linie 28.3 München(:05) - nonstop - Nürnberg - nonstop - Berlin
Diese Linie kann sukzessive verstärkt werden, insbesondere sobald 41.2 über Stuttgart fährt.
Alle Zeiten sind circa - Zeiten
Holger
Für einen sauberen Taktverkehr
Reisender, München, Sonntag, 19.05.2013, 08:34 (vor 4739 Tagen) @ Holger2
Mein Vorschlag:
Linie 41.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - Essen
Linie 28.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - BerlinLinie 25.1 München(:30) - nonstop - Nürnberg(:25) - ... - Hamburg
Linie 25.2 München(:30) - nonstop - Nürnberg(:25) - ... - BremenMüNEx München(:35) - Petershausen - Pfaffenhofen - Wolnzach - Ingolstadt(:23/:35) - I.Nord - Kinding - Allersberg - Nürnberg(:18)
Ich vermute mal, dass sich deine Vorschläge auf die Jahre ab 2017 beziehen, also auf die Jahre ab der voraussichtlichen Inbetriebnahme der SFS Ebensfeld-Erfurt, da deine Linie 28.1 im Gegensatz zu heute in den 00-er Knoten Nürnberg fährt.
Abgesehen davon, dass es den Bahnhof Wolnzach schon seit Jahren nicht mehr gibt, hast du offenbar auch übersehen, dass es noch die Regionalbahnlinie München-Ingolstadt-Treuchtlingen (-Nürnberg) gibt, die in den 30er Knoten Ingolstadt fährt und die übrigens nicht um 30 Minuten versetzt fahren kann. Deshalb ist für den München-Nürnberg-Express erstens nicht die von dir vorgesehene Trasse frei und zweitens soll es zwischen München und Ingolstadt auch im Regionalverkehr einen Halbstundentakt geben.
Die Linie 25 im 00er-Knoten Ingolstadt ohne Halt durchfahren zu lassen ist wiederum ein grober Fehler. Für München-Nürnberg-Reisende bringt dies einen nur unerheblichen Zeitgewinn von etwa zwei Minuten, während Reisenden aus der Region Ingolstadt die Nordanbindung genommen würde und sich viele Verbindungen damit erheblich verschlechtern würden. Bei der Linienplanung darf man derartige Auswirkungen nicht völlig außer Acht lassen.
Nochmals: bei der Fernverkehrsanbindung Ingolstadts besteht dringender Verbesserungsbedarf, nicht Verschlechterungsbedarf! Anstatt sich Gedanken darüber zu machen, wie Städte am besten vom Fernverkehr abgeschnitten werden können, solltest du mal lieber überlegen, wie die Erreichbarkeit der Städte insgesamt verbessert werden kann.
Nimm dir mal die klugen Worte von Dr. Volker Kefer (Vorstand Technik, Systemverbund, Dienstleistungen und Infrastruktur der DB) auf dem Diskussionsportal von Stuttgart 21 zur neuen „Haltepolitik“ der Bahn zu Herzen. Er schreibt dort: „Ein weiterer Stopp kostet immer einige Minuten, bietet jedoch den Reisenden bessere Verbindungen und es können so mehr Menschen mit der Bahn fahren.“
Würden deine Pläne Realität, dann könnten jedoch nicht mehr, sondern weniger Menschen mit der Bahn fahren. Das können allenfalls Autofans, nicht aber ICE-Fans wollen.
Für einen sauberen Taktverkehr
Mario-ICE, Sonntag, 19.05.2013, 11:32 (vor 4739 Tagen) @ Reisender
Ich frage mich mittlerweile beim User Reisender, ob Ingolstadt mit seinen 128 000 Einwohnern plus Umfeld nicht wirklich etwas übertreibt in dem er für alle möglichen Relationen Direktverbindungen fordert. Wenn es dann nicht nach seinen Argumentationen geht kommt die trotzige Reaktion, dass er dann nicht mehr Bahn fährt. Glaubst du ernsthaft, dass das jemanden interessiert?
Was sollen denn andere Städte in ähnlicher Größenordnung und darüber sagen, die bis zum nächsten Fernverkehrshalt auch 50 bis 100 km haben. Wenn das Potenzial so groß wäre, das ein Umstieg nicht zumutbar wäre hätte man es schon umgesetzt.
Für einen sauberen Taktverkehr
Reisender, München, Sonntag, 19.05.2013, 12:45 (vor 4739 Tagen) @ Mario-ICE
Ich frage mich mittlerweile beim User Reisender, ob Ingolstadt mit seinen 128 000 Einwohnern plus Umfeld nicht wirklich etwas übertreibt in dem er für alle möglichen Relationen Direktverbindungen fordert.
Wer sagt denn so etwas? Ich habe nie Direktverbindungen „für alle möglichen Relationen“ gefordert. Anscheinend übertreibst du hier etwas. Mir geht es vielmehr um eine Ende der Diskriminierung von Reisenden nach Ingolstadt, wie sie übrigens auch in diesem Zeitungsartikel beschrieben ist und für Ingolstädter Bahnreisende ein großes Ärgernis darstellt.
Wenn du nie nach Ingolstadt fährst, ist mir schon klar, dass du dies nicht nachvollziehen kannst. Ich musste dagegen schon öfters viele Stunden in Nürnberg auf einen Zug mit Halt in Ingolstadt warten, während durchfahrende ICEs nach München ständig fuhren. Wenn ich dann sehe, dass ich während meines Zwangsaufenthalts schon zwei oder dreimal in München wäre und man nur deshalb noch nicht zu Hause ist und stundenlang warten soll, weil ein Zug zwei Minuten frührer als mit Halt in Ingolstadt in München soll, fühlt man sich zwangsläufig diskriminiert.
Wenn es dann nicht nach seinen Argumentationen geht kommt die trotzige Reaktion, dass er dann nicht mehr Bahn fährt. Glaubst du ernsthaft, dass das jemanden interessiert?
Das ist ja gerade das Schlimme. Wie du selbst sagst, interessiert es dich nicht, wie die Leute von und nach Ingolstadt kommen sollen. Leider gibt es viele (Hobby-)Linienplaner, die wie du das Problembewusstsein gar nicht haben und nicht verstehen, was für Folgen es hat, wenn man Züge einfach an Großstädten und wichtigen Knoten ohne Halt durchfahren lasst. Hier gilt es mehr Problembewusstsein zu schaffen. Genau dies ist mein Anliegen. Dagegen geht es hier nicht um trotzige Reaktionen, sondern eigentlich um eine Selbstverständlichkeit: wenn sich die Bahn nicht um die Bedürfnisse ihrer Kunden schert und dringende Appelle keinerlei Gehör bekommen, bleibt nur die Abstimmung mit den Füßen.
Was sollen denn andere Städte in ähnlicher Größenordnung und darüber sagen, die bis zum nächsten Fernverkehrshalt auch 50 bis 100 km haben.
Dieses Argument greift nicht. Siehe: http://www.ice-treff.de/index.php?id=230675
und hier: http://www.ice-treff.de/index.php?id=216021
Wenn das Potenzial so groß wäre, das ein Umstieg nicht zumutbar wäre hätte man es schon umgesetzt.
Deine Frage wurde bereits vom User 218 466-1 in diesem Beitrag beantwortet. Ich zitiere: „Der selbe Grund, warum die L60 nach München, statt nach Passau fährt. Weil bei der DB niemand bzw. die Mehrheit der Verantwortlichen das Potential noch nicht erkannt hat.“
Dahinter stehen auch historische Gründe: bis zur Fertigstellung der NBS Nürnberg-Ingolstadt hatte die Bahn Ingolstadt schlicht und einfach noch nicht auf dem Schirm, weil praktisch der gesamte Fernverkehr notgedrungen über Augsburg fahren musste. Erst so langsam begreift man im Hause der DB welches ungenutzte Potential in Ingolstadt schlummert.
Solange der Fernverkehr zwischen Ingolstadt und München noch im Baustellenfahrplan verkehrt sieht man sich bei der DB Fernverkehr jedoch außer Stande, die offenkundig unzureichende Anbindung Ingolstadts zu beheben und dort weitere ICE-Halte einzurichten.
Für einen sauberen Taktverkehr
Alexander, Sonntag, 19.05.2013, 13:27 (vor 4739 Tagen) @ Reisender
Hallo,
DB Fernverkehr hat ganze Abteilungen und nutzt auch externe Partner um Analyse für Reisegewohnheiten und "Wünsche" zu ermitteln.
Dazu kommt, dass DB Fernverkehr in den letzten Jahren wesentlich experimentierfreudiger geworden ist Potenzial auszuprobieren.
(Was nicht heißt das Phantasieblasen ohne Fahrgastpotenzial wie ein IC über die Donautalbahn realisiert werden)
Ich kann mich nur wiederholen, für das aktuelle Fahrgastaufkommen und die zukünftigen Prognosen der Fahrgaststeigerung ist der stündliche Halt ausreichend. Einzig die derzeit bestehenden Taktlücken sollten geschlossen werden.
Ingolstadt lebt (leider) hauptsächlich von der Knotenfunktion, daher die meisten Aus-/Einsteiger zum Fernverkehr generieren die Anschlusszüge, daher sieht es für die Linie 41 aktuell ziemlich schlecht aus.
Es geht hier glaube ich auch niemanden um eine Verschlechterung der Fernverkehrsanbindung, sondern um die Erhaltung des Status quo.
Auch sollte man nicht vergessen, dass Ingolstadt über Jahre Direktverbindungen nach Frankfurt hatte. Die Einsteigerzahlen lagen meist im niedrigen zweistelligen (die Vormittagsverbindung kam teilweise nicht einmal auf solche Zahlen) Bereich.
Damals war die Fahrzeit zwar deutlich länger (ca. 45 Minuten), aber hier wurde anscheinend nicht genug Potenzial festgestellt.
(Ich hab die ICE sehr gerne genutzt, wann hatte man im ICE nach Nürnberg, auch Freitags, schon eine Wagen für sich)
Ach eine bitte, komm mir nicht wieder mit der Studie, ich kenne diese und auch andere.
Von den Publikationen die ich gelesen habe konnte ich mir ein Bild machen und ich konnte.
Deine ins Spiel gebrachte Studie heißt zwar: "Die Ereichbarkeit deutscher Großstäde durch den Schienenpersonenverkehr", es wird aber der Nahverkehr komplett außer Acht gelasen. Damit fehlen die Punkte zur Anbindung Ulm und Regensburg.
Und nocheins kann man an deinem Einsatz sehr gut erkennen, den Grund warum in Deutschland nie richtiger HGV möglich ist.
Viele Grüße
--
Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)
Mal wieder IC-Linie 60
lokuloi, Sonntag, 19.05.2013, 21:22 (vor 4739 Tagen) @ Reisender
Vorneweg zwei Dinge:
Nach meinem Empfinden argumentierst du sehr „politisch“. D.h. ich habe das Gefühl, dir geht es nicht um gegenseitigen Meinungsaustausch und die Ansichten der anderen, geschweige denn um einen Wissensaustausch, was ja bei so eine Forum durchaus möglich wäre, sondern mehr darum, Deine feste Meinung unter die Leute zu bringen. Aber das ist ja Dein gutes Recht, da spricht auch nichts dagegen. Das bestärkt nur bei mir das Gefühl, dass die Diskussionen sich sehr im Kreis drehen, und damit irgendwann auch sinnlos werden.
Das zweite ist, dass Du Leuten, die sich seit Jahren mit Ihrem Fachgebiet beschäftigen, vorwirfst, zu „doof“ zu sein, das Richtige zu erkennen. Mir sind halt Leute immer suspekt, die als einzige zu wissen glauben, wie etwas funktioniert, während hunderte, die sich beruflich damit Tag für Tag auseinander setzten, nicht von dem verstehen sollen, was sie machen.
Gutes Beispiel dafür ist folgender Absatz;
Leider gibt es viele (Hobby-)Linienplaner, die wie du das Problembewusstsein gar nicht haben und nicht verstehen, was für Folgen es hat, wenn man Züge einfach an Großstädten und wichtigen Knoten ohne Halt durchfahren lasst. Hier gilt es mehr Problembewusstsein zu schaffen. Genau dies ist mein Anliegen.
Es ist schon etwas frech hier einfach fehlendes „Problembewusstsein“ zu unterstellen, wo doch die entsprechenden Leute vmtl. öfters damit beschäftigt sind, aolche Probleme zu lösen.
Ähnlich in nächsten Absatz, auch wenn es nur ein Zitat ist, du machst es Dir ja zu eigen.
Deine Frage wurde bereits vom User 218 466-1 in diesem Beitrag beantwortet. Ich zitiere: „Der selbe Grund, warum die L60 nach München, statt nach Passau fährt. Weil bei der DB niemand bzw. die Mehrheit der Verantwortlichen das Potential noch nicht erkannt hat.“
Es wäre aber auch schlicht und ergreifend möglich, dass hier erkannt wurde, welche Aufgabe die Linie eigentlich erfüllt: nämlich Baden südlich von Bruchsal (und das ist nicht zu wenig) mit Südbayern zu verbinden. Und Südbayern, sorry, ist nun mal Augsburg und München. Nach Ingolstadt gibt es schöne Anschlüsse in Augsburg.
Wohin die Zukunft der Linie 60 führen könnte, zeigt eher die im Dezember bevorstehende Verlängerung eines Zugpaars nach Basel. Hier wird die bestehende Nachfrage aus Freiburg (doppelt so groß wie Ingolstadt, in der Nachfrage nach ÖV vermutlich eher das Vierfache) befriedigt. Dass diese besteht sieht man schön an den entstehenden Fernbuslinien.
Diese fahren inzwischen fast stündlich zwischen Freiburg und München. Zwischen Karlsruhe und München dürfte es ähnlich aussehen, wenn es die direkte IC-Linie nicht mehr gäbe. Von einer Buslinie Ingolstadt – Stuttgart ist mir hingegen nichts bekannt.
Auf lange Sicht, also mit Eröffnung des Rastatter Tunnels, was leider noch ca. 10 Jahre auf sich warten lassen wird, könnte ich mir auch vorstellen, dass alle Züge die Linie 60 von Basel nach München verkehren.
Anonsten kann ich mich auch dem meisten, was Alexander bereits geschreiben hat anschließen.
Soviel zu meiner *Meinung*
Ciao,
UIi
Falsch verstanden!
Reisender, München, Montag, 20.05.2013, 09:34 (vor 4738 Tagen) @ lokuloi
bearbeitet von Reisender, Montag, 20.05.2013, 09:37
Nach meinem Empfinden argumentierst du sehr „politisch“. (...) Das zweite ist, dass Du Leuten, die sich seit Jahren mit Ihrem Fachgebiet beschäftigen, vorwirfst, zu „doof“ zu sein, das Richtige zu erkennen. Mir sind halt Leute immer suspekt, die als einzige zu wissen glauben, wie etwas funktioniert, während hunderte, die sich beruflich damit Tag für Tag auseinander setzten, nicht von dem verstehen sollen, was sie machen. (...) Es ist schon etwas frech hier einfach fehlendes „Problembewusstsein“ zu unterstellen, wo doch die entsprechenden Leute vmtl. öfters damit beschäftigt sind, solche Probleme zu lösen.
Da bringst du aber mal einiges durcheinander bzw. hast meine Aussagen gänzlich falsch verstanden. Möglicherweise waren ja auch einige Formulierungen nicht besonders geschickt. Vorab ich argumentiere ausschließlich aus Reisendensicht und zwar aus Sicht eines Reisenden, der auf seinen zigtausenden Reisen von und nach Ingolstadt schon viel Schlimmes durchmachen musste.
Wenn du ebenfalls stundenlange Zwangsaufenthalte hinter dir hättest, bei denen dir immer wieder vor Augen geführt wird, dass immer wieder Züge mit dem eigentlich richtigen Ziel kommen, du aber gleichwohl weiter ewig warten musst, weil diese Züge ein paar Minuten früher am Endbahnhof sein sollen, dann hättest du vielleicht mehr Verständnis für diese Situation. Dass Linienplaner der Bahn zu „doof“ wären, habe ich dagegen nie behauptet.
Ich bleibe aber dabei, dass viele Linienplaner die Probleme der Ingolstadt-Reisenden nicht vollständig nachvollziehen können, weil sie sie selbst noch nicht erlebt haben. Mit Dummheit oder fehlender Fachkompetenz hat dies nichts zu tun. Mit Problembewusstsein schaffen meinte ich genau dies. Es ist auch keineswegs so, wie du es darstellst, dass es unfehlbare und allwissende Linienplaner der Bahn gibt, die sich seit Jahren jeden Tag nur mit dem Fall Ingolstadt beschäftigen würden.
Im Übrigen sieht die Bahn die Sache etwas anders als du und Alexander, zumindest wenn man den Äußerungen glaubt, die gegenüber der Stadt Ingolstadt erfolgt sind. Die Bahn sieht nämlich sehr wohl Verbesserungsbedarf bei der ICE-Anbindung Ingolstadts und Potential für weitere ICE-Halte. Zum letzten Fahrplanwechsel sind bei der Linie 41 übrigens auch weitere Halte in Ingolstadt hinzugekommen. Ich habe den Eindruck, dass ihr beiden eine ganz andere Bahn mit einem echten HGV-Netz wollt. Das ist natürlich legitim, doch aktuell gibt es ein solches Netz nicht. Zwischen Ingolstadt Nord und Rohrbach werden selbst nach Abschluss der Streckenausbauten keine HGV-Geschwindigkeiten erreicht werden.
D.h. ich habe das Gefühl, dir geht es nicht um gegenseitigen Meinungsaustausch und die Ansichten der anderen, geschweige denn um einen Wissensaustausch, was ja bei so eine Forum durchaus möglich wäre, sondern mehr darum, Deine feste Meinung unter die Leute zu bringen. Aber das ist ja Dein gutes Recht, da spricht auch nichts dagegen. Das bestärkt nur bei mir das Gefühl, dass die Diskussionen sich sehr im Kreis drehen, und damit irgendwann auch sinnlos werden.
Ich habe das Thema hier nicht aufgegriffen und es ermüdet mich inzwischen auch sehr, da sich diese Diskussion in der Tat im Kreis dreht und ich insbesondere keine nachvollziehbaren Argumente höre, die die schlechte Nordwestanbindung Ingolstadts rechtfertigen sollen. An Meinungs- und Wissensaustausch bin ich sehr interessiert. Deine Meinung kenne ich ja inzwischen, doch deine Begründung, dass die Bahn immer Recht hat, ist ziemlich dürftig und wenig überzeugend, zumal dir die genauen Analysen, Zahlen und Pläne der Bahn vermutlich genauso wenig bekannt sein dürften wie mir.
Ähnlich in nächsten Absatz, auch wenn es nur ein Zitat ist, du machst es Dir ja zu eigen.
Du übersiehst einen wichtigen Punkt: Ich hatte hier den Nutzer 218 466-1 zitiert, weil sich dieser fachlich besser auskennt als ich. Deshalb solltest du den Vorschlag, die Linie 60 über Ingolstadt zu führen, auch mit ihm diskutieren und nicht mit mir. Vielen Dank!
Falsch verstanden!
lokuloi, Montag, 20.05.2013, 10:43 (vor 4738 Tagen) @ Reisender
Da bringst du aber mal einiges durcheinander bzw. hast meine Aussagen gänzlich falsch verstanden. Möglicherweise waren ja auch einige Formulierungen nicht besonders geschickt. Vorab ich argumentiere ausschließlich aus Reisendensicht und zwar aus Sicht eines Reisenden, der auf seinen zigtausenden Reisen von und nach Ingolstadt schon viel Schlimmes durchmachen musste.
Wenn du ebenfalls stundenlange Zwangsaufenthalte hinter dir hättest, bei denen dir immer wieder vor Augen geführt wird, dass immer wieder Züge mit dem eigentlich richtigen Ziel kommen, du aber gleichwohl weiter ewig warten musst, weil diese Züge ein paar Minuten früher am Endbahnhof sein sollen, dann hättest du vielleicht mehr Verständnis für diese Situation.
Für solch ein Situation hätte ich durchaus Verständnis, ja. Im NOrmalfall fährt aber spätestens eine halbe STunde später nach der ANkunft eines durchgehenden ICEs in Nürnberg einer mit halt in Ingolstadt. Der RE fährt sogar praktisch direkt danach ab, leider akzeptierst du den nicht als Alternative.
Wie eine ab 2017 aus meine Sicht ausreichende (und bessere als heute) Anbindung Ingolstadts aussehen könnte, steht im Parallelposting. Diese basiert dabei noch auf dem wohl bisher in den offizielen Planungen vorgesehenen Zweistundentakt über Augsburg. Ich persönlich könnte mir da sogar Planungen vorstellen, mit flexibleren Takten der einzelnen Linien, die dann am Ende einen Halbstundentakt Ingolstadt - Nürnberg *zusätzlich* zu den Nonstop-ICEs ergeben würden (z.B. Füllung der Lücken mit "taktlosen" IC(E)s München - Dresden oder München - Saaletal.
Dass Linienplaner der Bahn zu „doof“ wären, habe ich dagegen nie behauptet.
Nicht so wörtlich, nein :-)
Es ist auch keineswegs so, wie du es darstellst, dass es unfehlbare und allwissende Linienplaner der Bahn gibt, die sich seit Jahren jeden Tag nur mit dem Fall Ingolstadt beschäftigen würden.
Nö. Unfehlbar ist sowieso niemand. Und nur mit Ingolstadt, tagein, tagaus wird sich da auch niemand beschäftigt haben. Nein. Aber die Entscheidung mit der L41 in Ingolstadt durchzufahren, wird auch nicht einfach so oder aus dem Bauch heruas gefallen sein.
Zum letzten Fahrplanwechsel sind bei der Linie 41 übrigens auch weitere Halte in Ingolstadt hinzugekommen. Ich habe den Eindruck, dass ihr beiden eine ganz andere Bahn mit einem echten HGV-Netz wollt.
Das würde ich so nicht sagen. Ich bin da eher für einen guten Kompomiss aus möglichst vertakteten und möglichst schnellen Verbindungen. Aber beides nicht einfach nur aus ideologischen Gründen, also werder Takt um des Taktes willen, noch Geschwindigkeit um der Geschwindigkeit willen. Sondern, das was sinnvoll ist. Hier erscheint mir der Nonstop-Stundentakt München-Nürnberg sinnvoll. Zahlen dazu hab ich auch nicht. Eine Umfahrung Ingolstadts dagegen scheint mir nur in weiter Ferne wirklich sinnvoll oder gar notwendig zu sein. Wie gesagt, ich hab auch nichts dagegen, Direktverbindungen Ingolstadt- NRW anzubieten. Mir geht es nur darum auch die Nonstop-ICEs zu erhalten.
Ähnlich in nächsten Absatz, auch wenn es nur ein Zitat ist, du machst es Dir ja zu eigen.
Du übersiehst einen wichtigen Punkt: Ich hatte hier den Nutzer 218 466-1 zitiert, weil sich dieser fachlich besser auskennt als ich. Deshalb solltest du den Vorschlag, die Linie 60 über Ingolstadt zu führen, auch mit ihm diskutieren und nicht mit mir. Vielen Dank!
Abgesehen davon, dass Nutzer 218 466-1, soweit ich weiß, eine Nutzerin ist, hab ich das mit ihr schon das ein oder andere Mal diskutiert. Und wie das im Leben so ist, bei manchen Dingen bin ich durchaus mal mit ihr einer Meinung, die Verlegung der Linie 60 kann ich aber absolut nicht nahvollziehen, und stehe damit auch nicht wirklich alleine hier. Ehrlicherweise hatte ich das Gefühl du warst der einzige, der dankbar auf diesen Zug aufgesprungen ist.
Nix für ungut ;)
Uli
Für einen sauberen Taktverkehr
naseweiß, Montag, 20.05.2013, 12:18 (vor 4738 Tagen) @ Reisender
Wenn du nie nach Ingolstadt fährst, ist mir schon klar, dass du dies nicht nachvollziehen kannst. Ich musste dagegen schon öfters viele Stunden in Nürnberg auf einen Zug mit Halt in Ingolstadt warten, während durchfahrende ICEs nach München ständig fuhren. Wenn ich dann sehe, dass ich während meines Zwangsaufenthalts schon zwei oder dreimal in München wäre und man nur deshalb noch nicht zu Hause ist und stundenlang warten soll, weil ein Zug zwei Minuten frührer als mit Halt in Ingolstadt in München soll, fühlt man sich zwangsläufig diskriminiert.
Das klingt sehr komisch! Ohne die genaue Lage zu kennen, würde ich sagen, dass stündlich ICE der Relation München - Nürnberg (- Sonstwo) in Ingolstadt halten. Im Prinzip musst du also maximal eine halbe Stunde warten. Wenn du um 30' in Nürnberg bist (bzw. kurz vor 30'), erreichst du direkt ohne Wartezeit einen ICE, der in Ingolstadt hält. Wenn du um 00' (bzw. kurz vor 00') in Nürnberg bist, musst du 30 min warten. Im schlimmsten Fall mit Verspätungen - z.B. du kommst erst kurz nach 30 in Nürnberg an, verpasst also den ersten, und der zweite eine Stunde später (wieder um 30) hat seinerseits Verspätung, müsstest du in etwa eine Stunde in Nürnberg warten. Zusätzlich besteht die Möglichkeit alle zwei Stunden um 00' (kurz nach 00') den MüNüX zu nutzen.
Aber doch nicht Stunden ...!?!?!
--
![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
Für einen sauberen Taktverkehr, Abfahrtstafel
R 450, Montag, 20.05.2013, 16:32 (vor 4738 Tagen) @ naseweiß
Als "Hilfestellung" hier die Abfahrtstafel Nürnberg mit den in Ingolstadt (8000183) haltenden Zügen für den 23. Mai: http://fahrplan.oebb.at/bin/stboard.exe/dn?ld=3&input=8000284&boardType=dep&...
--
Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute
Mal wieder Ingolstadt
lokuloi, Sonntag, 19.05.2013, 12:28 (vor 4739 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von lokuloi, Sonntag, 19.05.2013, 12:28
Hallo Holger, hallo Reisender, hallo Forum!
Mein Vorschlag:
Linie 41.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - Essen
Linie 28.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - BerlinLinie 28.2 München(:30) - M. Pasing - Augsburg(:00) - Donauwörth - Nürnberg(:55)
AFX Kempten - ... - Augsburg (:00) - Donauwörth - Treuchtlingen - Nürnberg(:55)Linie 25.1 München(:30) - nonstop - Nürnberg(:25) - ... - Hamburg
Linie 25.2 München(:30) - nonstop - Nürnberg(:25) - ... - BremenMüNEx München(:35) - Petershausen - Pfaffenhofen - Wolnzach - Ingolstadt(:23/:35) - I.Nord - Kinding - Allersberg - Nürnberg(:18)
Die Verlegung des Knoten in Ingolstadt von der vollen zur halben Stunde dürfte nicht ganz klappen. Hier hängt ja nicht nur der MüNüEx dran, sondern auch die Linien nach Ulm., Augsburg und Regensburg. Diesen Knoten sollte und wird man nicht aufgeben. Dementsprechend dürfte die Hamburger Züge ihren Halt in Ingolstadt behalten, bzw. als Ersatz für die in dieser Zeitlage ab 2017 entfallende Berliner Linie zusätzlich bekommen.
Ich stimme Dir allerdings zu, dass der Nonstop-Stundentakt zwischen München und Nürnberg sehr reizvoll ist. So einfach, wie von Reisender dargestellt, dass mit mehr Halten auch mehr Menschen Zug fahren, ist es natürlich nicht. Sonst könnte man einfach an jedem Bahnhof halten, dann würden am meisten Menschen fahren. Dass es so nicht ist, ist offensichtlich. Darum ist jeder Halt eine Einzelfallentscheidung, ob er mehr oder weniger Fahrgäste bringt. Ich gehe davon aus, dass dies im Falle Ingolstadt geschehen ist. Es scheint mir auch plausibel zu sein.
Es kommt auch, entgegen mancher Meinung hier, nicht darauf an, wie viele Züge durch eine Stadt hindurch fahren, sondern wie viele dort halten. Hier würde wieder das Beipiel Lyon gelten, wo durchaus stündlich Züge durch (bzw. auf der Umgehung vorbei) fahren. Niemand würde aber behaupten Lyon wäre schlecht erschlossen.
Ingolstadt hat derzeit m.M.n. eine mit Städten vergleichbarer Größe vergleichbare Anbindung. Stundentakt nach Nürnberg und München. Direktverbindung nach Berlin und Hamburg im Zweistundentakt. Das ist besser als das z.B. vergleichbare Regensburg. Natürlich kann man bei beiden sagen: es muss besser werden. Aber bei gleichen verfügbaren Mitteln, und im Moment ist eben keine Erhöhung absehbar, wird es bei dem bleiben wie es ist.
Die Anbindung nach Frankfurt und Rhein/Main wäre natürlich besser, wenn diese Linie in Ingolstadt halten würden, dennoch ist sie m.M.n. nicht schlecht, so wie sie ist. Die Fahrzeiten sind in Ordnung, einmal Umsteigen für so eine Verbindung normal.
Ich gehe sehr davon aus, dass sich hier bis 2017 auch nichts Wesentliches ändern wird. Womit wir wieder bei der Situation ab 2017 wäre, ich stelle die Zitate mal ein bisschen um:
Linie 41.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - Essen
Linie 28.1 München(:00) - Ingolstadt(:30) - Nürnberg(:00) - ... - Berlin
Außerdem gibt es noch folgende Züge:
Linie 41.2 München(:05) - nonstop - Nürnberg -...- Essen
Linie 28.3 München(:05) - nonstop - Nürnberg - nonstop - Berlin
Hier stimme ich auf jeden Fall zu, dass die Berliner Linie ihren Ingolstädter Halt behalten wird, wodurch auch der 30-Knoten in Ingolstadt angebunden ist. In dieser Stunde kann dann der Berliner den Anschluss auf die Linie 41 herstellen.
Den Berlin-Sprinter würde ich auch eine Stunde versetzt zur regulären Linie fahren lassen. (während ja z.B. naseweis den Sprinter wohl eher in der halben Stunde sieht). Zu den Fahrzeiten des Berlin-Sprinters kann dann die Linie 41 in Ingolstadt halten. Ansonsten würde ich sie zur Wahrung des Nonstop-Stundentakts München-Nürnberg durchfahren lassen.
Oder zusammengefasst:
ungerade Stunde:
L 28: München – Ingolstadt - Nürnberg - … Berlin
L 41: München – Nürnberg - … - Frankfurt - … - NRW
gerade Stunde:
Fall A (Berlin-Sprinter)
L 41 München – Ingolstadt – Nürnberg - … - Frankfurt - … - NRW
Sprinter München – Nürnberg – Berlin
Fall B (kein Sprinter)
L 41: München – Nürnberg - … - Frankfurt - … - NRW
Damit hätte Ingolstadt mit
- Stundentakt nach Hamburg/Bremen
- Zweistundentakt nach Berlin
- Zweistundentakt schnelle Umsteigeverbindung in Nürnberg nach Frankfurt und ins Ruhrgebiet
- 3 – 4 direkte Zugpaare nach Frankfurt und weiter
eine mehr als adäquate Anbindung.
Linie 41.2 München(:05) - nonstop - Nürnberg -...- Essen
Diese Linie wird nach 2020 über Stuttgart fahren.
2020 ist aber sehr optimistisch ;-).
Und es gibt durchaus Meinungen, die ich nicht teile, dass ohne NBS Rhein/Main – Rhein/Neckar eine zusätzliche Linie zwischen Mannheim und Frankfurt Flughafen keinen Platz mehr hätte.
Aber egal, ob es nach Inbetriebnahme der NBS Stuttgart – Ulm eine zusätzliche Linie München – Stuttgart – NRW gibt oder nicht, ist m.M.n. der Stundentakt über Nürnberg schon alleine wegen der Verbindung München – Frankfurt weiterhin notwendig.
Die Verlängerung der Linie Hamburg – Stuttgart nach München ist dafür m.M.n. kein Ersatz und dient mehr der Sicherstellung eines Halbstundentakts München – Stuttgart.
Holger
Ciao,
Uli
Mal wieder Ingolstadt
Christian_S, Montag, 20.05.2013, 13:21 (vor 4738 Tagen) @ lokuloi
Die Verlegung des Knoten in Ingolstadt von der vollen zur halben Stunde dürfte nicht ganz klappen. Hier hängt ja nicht nur der MüNüEx dran, sondern auch die Linien nach Ulm., Augsburg und Regensburg. Diesen Knoten sollte und wird man nicht aufgeben. Dementsprechend dürfte die Hamburger Züge ihren Halt in Ingolstadt behalten, bzw. als Ersatz für die in dieser Zeitlage ab 2017 entfallende Berliner Linie zusätzlich bekommen.
Genau, bei der Korrespondenz vom/zum NIM-Express macht der Fernzughalt ja Sinn, aber das jede halbe Stunde Fernzüge dort halten sollten ist wirklich übertrieben.
Ich stimme Dir allerdings zu, dass der Nonstop-Stundentakt zwischen München und Nürnberg sehr reizvoll ist. So einfach, wie von Reisender dargestellt, dass mit mehr Halten auch mehr Menschen Zug fahren, ist es natürlich nicht. Sonst könnte man einfach an jedem Bahnhof halten, dann würden am meisten Menschen fahren. Dass es so nicht ist, ist offensichtlich. Darum ist jeder Halt eine Einzelfallentscheidung, ob er mehr oder weniger Fahrgäste bringt. Ich gehe davon aus, dass dies im Falle Ingolstadt geschehen ist. Es scheint mir auch plausibel zu sein.
Absolut richtig. Ich habe es gerade in Japan erlebt, da gibt es auch verschiedene Shinkansen-Zuggattungen mit unterschiedlicher Haltepolitik. Ein Nozomi und selbst ein Hikari würden dort in Städten wie Ingolstadt durchfahren. Der "Reiz" einer schnellen Nonstop-Fahrt zwischen den großen Metropolen macht einfach mehr aus als der Halt in kleineren Städten - und dort wird sogar in Städten durchgefahren, die 5x so groß sind wie Ingolstadt.
Es kommt auch, entgegen mancher Meinung hier, nicht darauf an, wie viele Züge durch eine Stadt hindurch fahren, sondern wie viele dort halten. Hier würde wieder das Beipiel Lyon gelten, wo durchaus stündlich Züge durch (bzw. auf der Umgehung vorbei) fahren. Niemand würde aber behaupten Lyon wäre schlecht erschlossen.
Man muss immer das Angebot als solches betrachten, wie es ausgerichtet ist. Besteht mit einem Zug eine gute Zubringerfunktion in den nächsten großen Knoten, wo alle Züge halten, ist das für nicht so große Städte ein akzeptables Angebot. So ist es ja mit dem NIM-Express auch, der Ingolstadt schnell an Nürnberg anbindet und dort prima Anschluss von/zur Linie 41 bietet, die in Ingolstadt durchfährt und damit die Bedürfnisse von Reisenden mit möglichst kurzer Reisezeit abdeckt.
Überbewertung Ingolstadt
naseweiß, Sonntag, 12.05.2013, 15:17 (vor 4746 Tagen) @ Reisender
Denn auch für die Mitte Bayerns wird eine vernünftige Fernverkehrsanbindung benötigt. Es ist keineswegs ausreichend, dass hier nur irgendwelche (Alibi-)Züge halten. Die Nord-, Nordwest- und Nordostanbindung Ingolstadts ist auf jeden Fall sicherzustellen. Ansonsten hätte man ein Murks-Konzept, das an den Verkehrsbedürfnissen der Bevölkerung vorbeigeht.
Wie sieht es eigentlich aus mit?
- Regensburg
- Passau
- Landshut
Wieso muss Ingolstadt unbedingt alle 30 min in 30 min nach Nürnberg kommen und alle Direktverbindungen nach Nordwest, Nord und Nordost haben, die es ab Nürnberg gibt? Dagegen sind die Fahrzeiten ab den genannten Städten bzw. Regionen deutlich länger, die Takte und Angebote (Direktverbindungen) auch deutlich schlechter!
Sicher ist es nicht unmöglich, dass die durch Ingolstadt kommenden ICE dort auch halten, schließlich nur wenige Minuten Fahrzeitzuschlag. Aber ein Automatismus ist es nicht. Und gerade die Begründung, dass Ingolstadt alle Direktverbindungen benötigt, ist Unfug. Vergleiche einfach mit den anderen Städten, die nicht so günstig liegen.
Für die NBS Nürnberg-Ingolstadt hat man eine Kantenzeit von 30 Minuten, diese wird für die Bahnstrecke Ingolstadt-München ebenfalls benötigt. Das hatten wir bereits in diesem Thread festgehalten.
Im Sinne von Vollknoten (00, 30 oder beides) in Nürnberg, Ingolstadt und München, als auch im Sinn einer schnelleren Fahrzeit ist das richtig. Die Umsetzung ist allerdings sehr unwahrscheinlich, da die Strecke gerade ausgebaut wurde bzw. gerade fertig gebaut wird.
Da das aufgrund der zentralen Lage Ingolstadts in Bayern bestehende Potential als Umsteigeknoten bislang noch nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft wird, müsste insbesondere auch der 30er-Knoten in Ingolstadt aufgewertet werden.
Das Potential ist beschränkt. Zwischen allen großen Nachbarstädten von Ingolstadt gibt es Direktverbindungen, quasi ein Ring um Ingolstadt. Die Notwendingkeit zum Umstieg in Ingolstadt gibt es nur um die kleineren Städte wie Neuburg, Neustadt, Eichstätt, Pfaffenhofen usw. zu erreichen. Für dieser Nachfrage ist der stündliche 00er-Knoten Ingolstadt adäquat. Die Nachfrage zwischen Regensburg und Augsburg/Donauwörth/Treuchtlingen wird sich in Grenzen halten und auf jeden Fall nicht für einen eigenwirtschaftlichen IC ausreichen. In vielen Fällen gehen die Wege sowieso besser über Nürnberg und München, z.B. Regensburg-Stuttgart über Nürnberg.
Nürnberg
/---/ | \---\
Treuchtl. | Regensburg
| \---\ | /---/ |
Donauw. --- Ingolstadt |
| /---/ | |
Augsburg | Landshut
\---\ | /----/
München
--
![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
Unterbewertung Ingolstadt
Reisender, München, Sonntag, 12.05.2013, 16:21 (vor 4746 Tagen) @ naseweiß
Wie sieht es eigentlich aus mit?
- Regensburg
- Passau
- Landshut
Schlecht. Das sind natürlich ebenfalls Probleme, die angegangen werden sollten. Dies ändert aber nichts an der Notwendigkeit einer besseren Anbindung Ingolstadts.
Wieso muss Ingolstadt unbedingt alle 30 min in 30 min nach Nürnberg kommen und alle Direktverbindungen nach Nordwest, Nord und Nordost haben, die es ab Nürnberg gibt?
Der entscheidende Unterschied im Fall Ingolstadts ist, dass es dieses Angebot auf der Strecke bereits gibt. Warum sollte man also für eine nicht gerade unwichtige Großstadt bzw. Region das Angebot absichtlich verschlechtern? Wer für gute Bahnverbindungen ist, kann dies nicht ernsthaft begrüßen. Denn dies wäre widersprüchlich.
Sicher ist es nicht unmöglich, dass die durch Ingolstadt kommenden ICE dort auch halten, schließlich nur wenige Minuten Fahrzeitzuschlag. Aber ein Automatismus ist es nicht.
Normalerweise schon. Mit Ausnahme von Wolfsburg und Ingolstadt ist es sehr wohl ein Automatismus, dass auch alle Züge in einem ICE-Großstadtbahnhof halten. Siehe nur: Würzburg, Ulm oder Göttingen. Hier kommt komischerweise keiner auf die Idee zu sagen, dass es ausreichen würde, dass es in diesen Städten vergleichbarer Lage an wichtigen ICE-Strecken und vergleichbarer Größenordung ausreichen würde, wenn es dort nur jede Stunde einen Fernverkehrshalt gibt. Das was in Ingolstadt geschieht ist genauso unsinnig wie das in Wolfsburg. Normal ist es ebenfalls nicht.
Und gerade die Begründung, dass Ingolstadt alle Direktverbindungen benötigt, ist Unfug. Vergleiche einfach mit den anderen Städten, die nicht so günstig liegen.
Unfug ist das nicht. Die Frage ist, ob du für gute oder für schlechte Verbindungen bist. Es ist nun mal so, dass eine günstigere Lage eine bessere Anbindung ermöglicht. Deshalb haben Großstädte, die an wichtigen ICE-Trassen liegen (mit Ausnahme von Wolfsburg und Ingolstadt) auch ein besseres Fernverkehrsangebot als eher peripher gelegene Städte. Insofern empfehle ich die Lektüre der Studie „Die Erreichbarkeit deutscher Großstädte durch den Schienenpersonenverkehr“. Dort wurde dies und die verhältnismäßig schlechte Erreichbarkeit Ingolstadts wissenschaftlich bestätigt. Man muss auch bedenken, dass es in Ingolstadt im Gegensatz zu Wolfsburg, Göttingen und Ulm auch keinerlei IC-Halte gibt, die durchfahrende ICEs kompensieren könnten.
Stundentakt nicht ausreichend
Xenon, Sonntag, 12.05.2013, 19:43 (vor 4746 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von Xenon, Sonntag, 12.05.2013, 19:44
Wieso muss Ingolstadt unbedingt alle 30 min in 30 min nach Nürnberg kommen und alle Direktverbindungen nach Nordwest, Nord und Nordost haben, die es ab Nürnberg gibt?
Der 30-Minuten-Takt ist notwendig, um in München oder Nürnberg alle Anschlüsse zeitnah zu erreichen. Ansonsten würden in den dortigen Knoten lange Wartezeiten entstehen, weil viele der Anschlüsse nur stündlich fahren und diese auf einen 00-Knoten sowie einen 30-Knoten aufgeteilt sind.
Man muss sich nur die miserablen Verbindungen von Ingolstadt aus nach Frankfurt oder ins Ruhrgebiet anschauen. Keine Direktverbindungen, stattdessen Umsteigezwang mit 30 Minuten Reisezeitverlängerung.
Dreieck Hamburg - Bremen - Hannover
naseweiß, Sonntag, 12.05.2013, 15:56 (vor 4746 Tagen) @ ThomasK
Das wichtigste ist immer, dass man die geplanten Neubaustrecken immer gleichzeitig mit dem Integralen Taktfahrplan sieht, d.h. die Neubaustrecken so plant, dass gleichzeitig der Integrale Taktfahrplan peu a peu realisiert wird.
Heute findet eine Koordination bisher allenfalls eingeschränkt statt. Im folgenden hierzu ein paar Anmerkungen zu den geplanten NBS und teilweise wieder verworfenen NBS:
Y-Trasse (Hamburg/Bremen - Hannover):
Gerade das ist ein gutes Beispiel. Jetzt kommt nämlich der Tenor auf, dass der Güterverkehr besonders wichtig ist, gleichzeitig die Beschleunigung des Personenverkehrs als geradezu unnötig erscheint. Vergleichbar ist die Situation mit Frankfurt-Mannheim. Die Ried-NBS könnten hier auf 30 min Kantenzeit bringen (37 min -> 27 min Fahrzeit). Aber neuerdings rückt der Güterverkehr in den Fokus, soll die NBS erhalten, der Fernverkehr weiter 200 km/h fahren.
In Bezug auf die Vollknoten Hamburg und Hannover mit einer Fahrzeit von 53 - 55 Minuten sinnvoll, damit eine Kantenzeit von 60 Minuten zwischen Hamburg und Hannover erreicht werden kann.
So lange zwischen Hamburg(Hbf) und Harburg weiterhin langsam gefahren wird und vermutlich auch in Harburg gehalten werden soll, wird dieses Unterfangen sehr schwierig, egal wie gut die NBS zwischen Langenhagen bei Hannover und sonstwo bei Hamburg wird.
Allerdings werden von der Y-Trasse nicht die Probleme bezüglich eines Vollknotens Bremen gelöst.
Allerdings kann eine Kantenzeit von 30 Minuten zwischen Hamburg und Bremen sowie 30 Minuten zwischen Bremen und Osnabrück nur erreicht werden, wenn für die NBS Hamburg - Osnabrück zusätzlich ein neuer unterirdischer viergleisiger Bremer Hauptbahnhof gebaut wird, der gegenüber dem heutigen Hauptbahnhof um 90 Grad gedreht ist. Dabei ist zudem der Bau eines 12 km langen Tunnels unter dem Stadtgebiet Bremens etwa zwischen Stadtwaldsee und Kladdinger Wiesen notwendig.
Bitte? Ist das nötig?
Die heutige IC-200-Fahrzeit Bremen - Harburg - Hamburg(Hbf) ist mit 55* min genau fast optimal für den ITF. Sind 30 min auf so eine Entfernung überhaupt realisierbar?
Für Hannover-Bremen gab es zu Zeiten der Weser/Oldenburg-City bereits die optimale ITF-Fahrzeit von 55* min. Heute ist die Nonstopfahrzeit auf 60 min gestreckt, zweistündlich mit Nienburg/Verden sind es 66/67 min.
* Für ITF-kompatible Fahrzeiten sind einerseits die Haltezeiten als auch die Zugfolgezeiten und Reihenfolgen auf den Zulaufstrecken zu beachten. Konkret sind damit Hamburg-Harburg (nach Bremen/Hannover) und Hannover-Wunstorf (nach Bremen/Dortmund) gemeint.
Anzumerken ist auch, dass der heutige Hamburger Hauptbahnhof völlig überlastet ist, so dass es sinnvoll ist mit Hamburg 21 einen zusätzlichen viergleisigen unterirdischen Hauptbahnhof zu errichten, so dass man ohne Fahrtrichtungswechsel von Bremen (und Hannover) Richtung Lübeck fahren kann.
Hamburg ist nicht völlig überlastet. Wenn die S4-Ost nach Ahrensburg-Oldesloe und die S4-West nach Elmshorn-Itzehoe/Wrist umgesetzt ist, ist durch wegfallende RBs wieder etwas Platz gewonnen. Konkret heißt es natürlich, dass sich die ICE/IC von Hannover und Bremen weiterhin die Gleise 11 und 14 je Richtung teilen müssen, was wiederum die Zugfolge auf min. 5 min anhebt. Im Zusammenhang mit Dammtor würde dann auch die Berlin IC/EC/ICE dazumischen. Für einen ITF mit alle 30 min praktisch gleichzeitigen Zügen von Bremen, Hannover und Berlin müsste Dammtor entweder als Halt enfallen oder viergleisig ausgebaut werden, also die Zugfolge:
- südwärts: Hannover - 2,5 min - Berlin 2,5 min - Bremen
(auf Höhe Dammtor 2,5 min, Hamburg Hbf Gleis 11/14 für Hannover/Bremen 5 min, Berlin Gleis 5/8)
- nordwärts entsprechend umgekehrt: Bremen, dann Berlin, ale letztes Hannover
.
Die restlichen von dir erwähnten Zeiten sind meist genauso tendenziell überambitioniert. Sicher geht es immer irgendwie schneller, wieso nicht gleich ein Transrapid, der z.B. Hamburg-Berlin sicher auch in 60 min fahren könnte? Interessant wäre doch erstmal zu wissen, wie weit der ITF mit der derzeitigen Infrastruktur umsetzbar ist, inwieweit er sinnvoll (Umsteigeverbindung, Zeitverkürzung bzw. Nutzung) und mit allen anderen Rahmenbedinungen (z.B. bestehende Direktverbindungen, Fahrzeugmaterial, Netz/Betrieb, Fern/Regio-Trennung, Taktung, Finanzierung usw.) verträglich. Und dann wird es interessant, wo der größte Handlungsbedarf aufscheint.
Gruß, naseweiß
--
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Zu Hamburg
caboruivo, CH, Sonntag, 12.05.2013, 18:16 (vor 4746 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von caboruivo, Sonntag, 12.05.2013, 18:17
So lange zwischen Hamburg(Hbf) und Harburg weiterhin langsam gefahren wird und vermutlich auch in Harburg gehalten werden soll, wird dieses Unterfangen sehr schwierig, egal wie gut die NBS zwischen Langenhagen bei Hannover und sonstwo bei Hamburg wird.
Zwischen Hamburg und Harburg fährt man da mit den Hafengüterzügen im Mischverkehr? Es sollte möglich sein, auch den Metronom- vom Fernverkehr zu trennen, mit kleineren Zugfolgezeiten für den Fernverkehr.
Bereits heute fahren die ICE Hamburg-Zürich in Harburg durch, jedoch muss mindestens ein ICE-Zugspaar pro Stunde in Harburg halten, wegen dem Anschluss der Unterelbebahn.
Hamburg ist nicht völlig überlastet. Wenn die S4-Ost nach Ahrensburg-Oldesloe und die S4-West nach Elmshorn-Itzehoe/Wrist umgesetzt ist, ist durch wegfallende RBs wieder etwas Platz gewonnen.
Als ob die zwei City-S-Bahngleise im Hbf reichen würden. Zudem fallen da nur die RB nach Bad Oldesloe weg, die Züge in Richtung Itzehoe-Westerland der NOB werden ja weiterhin in Altona eingesetzt, es sei denn sie werden nach der Verlegung nach Diebsteich zum Hbf durchgebunden.
Konkret heißt es natürlich, dass sich die ICE/IC von Hannover und Bremen weiterhin die Gleise 11 und 14 je Richtung teilen müssen, was wiederum die Zugfolge auf min. 5 min anhebt. Im Zusammenhang mit Dammtor würde dann auch die Berlin IC/EC/ICE dazumischen. Für einen ITF mit alle 30 min praktisch gleichzeitigen Zügen von Bremen, Hannover und Berlin müsste Dammtor entweder als Halt enfallen oder viergleisig ausgebaut werden,
In Dammtor müsste nördlich ein neuer S-Bahnsteig ausserhalb der Halle gebaut werden und der bisherige müsste an die Fernbahn gehen. Eine andere Möglichkeit wäre ein zweiter S-Bahntunnel Bahrenfeld/Eidelstedt-Hbf parallel zur Verbindungsbahn mit Haltepunkten Diebsteich, Holstenstrasse, Sternschanze und Dammtor (tief), dort sollen dann S11 (neu nach Wedel statt Blankenese), S21 und S31 und evtl. die AKN verkehren, die Verbindungsbahn würde dann ausschliesslich den RE, RB und dem Fernverkehr zur Verfügung stehen und nur noch Dammtor und Diebsteich/Altona Nord als Bahnhöfe umfassen.
Gruss
Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans (1)
Lumi25, Sonntag, 12.05.2013, 18:43 (vor 4746 Tagen) @ ThomasK
Ich frage mich warum hier immer Träumereien niedergeschrieben werden, die nie realisiert würden. Keiner würde neben einer 200 km/h-Strecke noch eine 300 km/h-NBS bauen.
Bei der Achse Köln-Hamburg wäre es am besten die Strecke Dortmund-Hannover so zu ertüchtigen, dass dort schnelle Verbindungen nach Hamburg angeboten werden können gleichzeitig profitiert die Verbindung Köln-Berlin von dem Ausbau. Andererseits würden schnelle Züge Köln-Hamburg auch von der Alternative der Y-Trasse profitieren.
Ich halte daher einen Ausbau Dortmund-Bielefeld-Hannover für am sinnvollsten. Hierbei sollte darauf Wert gelegt werden den Abschnitt Dortmund-Hamm viergleisig auszubauen und die Ferngleise auf 230 vielleicht auch 250 km/h zu ertüchtigen. Der Bf. Hamm sollte mit zwei Tunnelröhren untertunnelt werden damit die 230-250 km/h durchgehend bis Bielefeld Hbf erhalten bleiben können.
Hierbei wäre eine Fahrzeit Dortmund-Bielefeld ohne Halt in Hamm von 30 Minuten bei 250 km/h möglich.
Bei Bielefeld-Hannover gestaltet sich die Sache schon schwieriger. Großartige NBS entlang der A2 halte ich für wenig sinnvoll, da man erst davon profitiert wenn alles fertig ist.
Ich halte einen kurze Neubauabschnitte Porta Westfalica - Bückeburg so wie Haste - Seelze für sinnvoll. Der Abschnitt Bückeburg - Haste würde viergleisig ausgebaut. Am Ende könnte man so den Abschnitt Löhne - Hannover mit 230-250 km/h befahren. Der Vorteil liegt daran, dass jede Fertigstellung eines einzelnen Bauabschnitts zu einer sofortigen Verbesserung führt.
Die Fahrzeit sollte sich von 47 Minuten damit auf unter 40 Minuten reduzieren lassen.
In Hannover selber wäre dann noch eine Verbindungskurve von der Strecke Bielefeld-Hannover zur Strecke Hannover-Hamburg nötig um schnelle Züge Köln-Hamburg zu ermöglichen.
Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans (1)
ThomasK, Sonntag, 12.05.2013, 20:17 (vor 4746 Tagen) @ Lumi25
Ich frage mich warum hier immer Träumereien niedergeschrieben werden, die nie realisiert würden. Keiner würde neben einer 200 km/h-Strecke noch eine 300 km/h-NBS bauen.
Das waren mal Überlegungen, die zeitweise intern angestellt worden sind, aber mangels Finanzierbarkeit wieder verworfen worden sind.
Abgesehen davon ist es lediglich eine politische Entscheidung. Die Schweiz gibt sechsmal soviel aus pro Einwohner und Jahr für die Eisenbahn wie Deutschland und jetzt gibt es eine Volksabstimmung darüber, ob noch mehr Geld in die Eisenbahn investiert wird. Hat sie 2014 Erfolg, was ich sehr hoffe, dann würde die Schweiz selbst in absoluten Zahlen mehr Geld in die Eisenbahn investieren als Deutschland. In diesem Fall würden die Schweizer per Volksabstimmung das Parlament überstimmen und zwingen die Mittel für den Ausbau des ÖV deutlich zu erhöhen und dafür Gelder aus dem Mineralölsteueraufkommen zu verwenden. Näheres siehe
Volksinitiative pro öffentlichen Verkehr Schweiz
Wenn man nicht die Steuergelder in unsinnige Bankenrettungspakete gesteckt hätte oder Pleitebanken durchgefüttert hätte, hätte man das gesamte Netz alles schon finanziert gehabt. Alleine die Bayern LB hat alleine 15 Milliarden € gekostet. Da hätte man aber in Bayern schon fast alles finanziert gehabt. Wie gesagt - alles nur eine politische Entscheidung.
Wenn man wollen würde, dann wäre das alles sehr wohl finanzierbar. Aber man will eben nicht. Das ist das Problem.
Bei der Achse Köln-Hamburg wäre es am besten die Strecke Dortmund-Hannover so zu ertüchtigen, dass dort schnelle Verbindungen nach Hamburg angeboten werden können gleichzeitig profitiert die Verbindung Köln-Berlin von dem Ausbau. Andererseits würden schnelle Züge Köln-Hamburg auch von der Alternative der Y-Trasse profitieren.
Ich halte daher einen Ausbau Dortmund-Bielefeld-Hannover für am sinnvollsten. Hierbei sollte darauf Wert gelegt werden den Abschnitt Dortmund-Hamm viergleisig auszubauen und die Ferngleise auf 230 vielleicht auch 250 km/h zu ertüchtigen. Der Bf. Hamm sollte mit zwei Tunnelröhren untertunnelt werden damit die 230-250 km/h durchgehend bis Bielefeld Hbf erhalten bleiben können.
Hierbei wäre eine Fahrzeit Dortmund-Bielefeld ohne Halt in Hamm von 30 Minuten bei 250 km/h möglich.
Was du sagst, ist alles völlig richtig. Das kann ich nur nachdrücklich unterstreichen. Aber dann muss eben der Bundestag mal in die Gänge kommen.
Übrigens sehe ich hier keinen Widerspruch zur NBS Hamburg - Osnabrück. Wenn die Eisenbahn so fantastisch ausgebaut ist, dann wirst du mal sehen wie die Fahrgastzahlen in die Höhe schiessen werden. Bereits heute fährt jeder Schweizer dreimal soviel mit der Bahn wie ein Deutscher. Bei einer Verdreifachung des Personenverkehrs ist beides volkswirtschaftlich rentabel. Alleine auf der Hauptachse Zürich - Bern sollen im Endausbau die IC-Züge alle 15 Minuten verkehren zuzüglich 4 IRs pro Stunde mit Zwischenhalten.
Bei Bielefeld-Hannover gestaltet sich die Sache schon schwieriger. Großartige NBS entlang der A2 halte ich für wenig sinnvoll, da man erst davon profitiert wenn alles fertig ist.
Ich halte einen kurze Neubauabschnitte Porta Westfalica - Bückeburg so wie Haste - Seelze für sinnvoll. Der Abschnitt Bückeburg - Haste würde viergleisig ausgebaut. Am Ende könnte man so den Abschnitt Löhne - Hannover mit 230-250 km/h befahren. Der Vorteil liegt daran, dass jede Fertigstellung eines einzelnen Bauabschnitts zu einer sofortigen Verbesserung führt.
Die Fahrzeit sollte sich von 47 Minuten damit auf unter 40 Minuten reduzieren lassen.
In Hannover selber wäre dann noch eine Verbindungskurve von der Strecke Bielefeld-Hannover zur Strecke Hannover-Hamburg nötig um schnelle Züge Köln-Hamburg zu ermöglichen.
Mit einer eigenständigen NBS für Vmax = 300 km/h könnte man auch zwischen Bielefeld und Hannover eine Kantenzeit von 30 Minuten erreichen. Ich räume allerdings ein, dass aufgrund der schwierigen Gegebenheiten an der Porta Westfalica so eine Strecke nicht für unter 4,5 Milliarden € zu haben ist.
Aber deine Ideen sind völlig korrekt. Für ganz Deutschland gibt es hochgerechnet einen Finanzbedarf für die Eisenbahn von etwa 100 Milliarden €; hinzu kommen weitere 100 Milliarden € für kommunale ÖPNV Projekte. Wenn man will, könnte man in den nächsten 20 Jahren das ganze Programm abarbeiten.
Wenn erst einmal der Liter Benzin 3,50 € kostet, dann werden die Menschen in Scharen auf die Bahn umsteigen. Hinzu kommt noch eine Verdreifachung des Güterverkehrs, der heute in Deutschland gerade mal einen Marktanteil von 17% hat. Läge er wie in der Schweiz bei über 50% dann kommen noch ganz andere Anforderungen auf die Schiene zu. Dann diskutiert man nicht mehr alleine darüber wie lange die Bundesregierung die Umrüstung der Güterwagen auf die K-Sohle verschlafen hat. ;-)
Bei einem Halbstundentakt könnte man dann auch zwischen Hamburg und Bremen sowie Bremen und Osnabrück sowie Bremen und Hannover jeweils mit einer Kantenzeit von 45 Minuten gut leben.
Grüße, Thomas
OT: ABS/NBS Seelze-Wunstorf-Minden
michael_seelze, Sonntag, 12.05.2013, 23:59 (vor 4745 Tagen) @ Lumi25
Bei Bielefeld-Hannover gestaltet sich die Sache schon schwieriger. Großartige NBS entlang der A2 halte ich für wenig sinnvoll, da man erst davon profitiert wenn alles fertig ist.
Ich halte einen kurze Neubauabschnitte Porta Westfalica - Bückeburg so wie Haste - Seelze für sinnvoll. Der Abschnitt Bückeburg - Haste würde viergleisig ausgebaut. Am Ende könnte man so den Abschnitt Löhne - Hannover mit 230-250 km/h befahren. Der Vorteil liegt daran, dass jede Fertigstellung eines einzelnen Bauabschnitts zu einer sofortigen Verbesserung führt.
Das entspräche ziemlich genau der laufenden Vorhabennummer 7 des Bundesverkehrswegeplans von 2003 mit auf Preisstand 1998 damals veranschlagten Investitionkosten von etwa 900 Millionen € für 2001-2015.
Die "Überprüfung des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege" ergab im November 2010 für dieses Projekt einen Finanzbedarf von 1.042 Millionen € (Preisstand 2008). Dabei wurden 15 km NBS eingerechnet (keine NBS Bückeburg-Porta Westfalica). Mit 20,4 Millionen € pro Kilometer seien die Kosten als niedrig einzustufen.
Bei der Bedarfsplanüberprüfung wurde herausgestellt, dass sich diese Strecke in Konkurrenz [vor allem im GV] zur ABS Löhne- [Elze] - Braunschweig-Wolfsburg befindet (dort KNV 2,2) und in diesem Zusammenhang ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von unter 1 vorhergesagt (berechnet 1,0), der laut dieser Untersuchung keine Aufnahme in einen vordinglichen Bedarf rechtfertige.
Vor diesem Hintergrund denke ich, dass mit einer baldigen Umsetzung nicht zu rechnen ist.
Die Fahrzeit sollte sich von 47 Minuten damit auf unter 40 Minuten reduzieren lassen.
Dagegen spricht die Bedarfsolanüberprüfung von einer Verkürzung der Fahrzeiten auf Hannover-Bielefeld im SPFV von 46 auf 43 Minuten.
Nachlesen lassen sich die Ausführungen in diesem PDF-Dokument, welches ich auch im Bezug auf andere Projekte interessant finde.
In Hannover selber wäre dann noch eine Verbindungskurve von der Strecke Bielefeld-Hannover zur Strecke Hannover-Hamburg nötig um schnelle Züge Köln-Hamburg zu ermöglichen.
Die Züge würden also in Hannover gar nicht halten?
OT: ABS/NBS Seelze-Wunstorf-Minden
Lumi25, Montag, 13.05.2013, 06:02 (vor 4745 Tagen) @ michael_seelze
Das entspräche ziemlich genau der laufenden Vorhabennummer 7 des Bundesverkehrswegeplans von 2003 mit auf Preisstand 1998 damals veranschlagten Investitionkosten von etwa 900 Millionen € für 2001-2015.
Die "Überprüfung des Bedarfsplans für die Bundesschienenwege" ergab im November 2010 für dieses Projekt einen Finanzbedarf von 1.042 Millionen € (Preisstand 2008). Dabei wurden 15 km NBS eingerechnet (keine NBS Bückeburg-Porta Westfalica). Mit 20,4 Millionen € pro Kilometer seien die Kosten als niedrig einzustufen.
Bei der Bedarfsplanüberprüfung wurde herausgestellt, dass sich diese Strecke in Konkurrenz [vor allem im GV] zur ABS Löhne- [Elze] - Braunschweig-Wolfsburg befindet (dort KNV 2,2) und in diesem Zusammenhang ein Kosten-Nutzen-Verhältnis von unter 1 vorhergesagt (berechnet 1,0), der laut dieser Untersuchung keine Aufnahme in einen vordinglichen Bedarf rechtfertige.
Eine kleine NBS Porta Westfalica - Bückeburg ist einfach notwendig, denn die 90 km/h-Kurve in Minden (Westf) bzw. der Umweg kostet viel Zeit.
Dagegen spricht die Bedarfsolanüberprüfung von einer Verkürzung der Fahrzeiten auf Hannover-Bielefeld im SPFV von 46 auf 43 Minuten.
In den Kursbüchern die ich habe war die kürzeste Fahrzeit mit 47 Minuten angegeben davon bin ich also ausgegangen.
Die Züge würden also in Hannover gar nicht halten?
Also ich hatte hier Konzeptmäßig so gedacht:
A-Produkt Köln-Dortmund-Bielefeld-Hamburg
A-Produkt Köln-Dortmund-Bielefeld-Hannover-Berlin
jeweils alternierend im 2h-Takt wobei die Trasse Köln bis Hannover dann stündlich genützt würde.
B-Produkt Köln-Dortmund-Bielefeld-Hannover-Berlin
Im Stundentakt als Basistakt
Des weitern wäre dann noch ein A-Produkt Amsterdam-Berlin möglich der ab Hannover dann die freie Trasse zweistündlich des A-Produkt Köln-Hamburg nutzt womit Hannover-Berlin auch ein stündliches schnelles so wie langsameres Angebot hätte.
OT: ABS/NBS Seelze-Wunstorf-Minden
hfrik, Montag, 13.05.2013, 09:14 (vor 4745 Tagen) @ Lumi25
Also ich denke - es gibt überall viel zu tun. Und wor könnten es uns leisten - denn 19% der Bausumme kommen gar nicht bei den Baufirmen an, sondern begeben sich gleich wieder als Mehrwertsteuer in die Tasche des Finanzminieters, weitere 30% folgen kurz darauf als Lohnsteuer, Einkommenssteeuer, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer auf der 1. Ebene des Geldflusses (Buafirma und Subunternehmer) - d.h. um 1 Mrd mehr zu investieren muss man beim Konsum nur 500 Mio € kürzen. (Was man beim lesen der NKF-Faktoren auch berücksichtigen sollte)
OT: ABS/NBS Seelze-Wunstorf-Minden
Henrik, Samstag, 18.05.2013, 11:03 (vor 4740 Tagen) @ hfrik
Also ich denke - es gibt überall viel zu tun. Und wir könnten es uns leisten - denn 19% der Bausumme kommen gar nicht bei den Baufirmen an, sondern begeben sich gleich wieder als Mehrwertsteuer in die Tasche des Finanzministers, weitere 30% folgen kurz darauf als Lohnsteuer, Einkommenssteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer auf der 1. Ebene des Geldflusses (Baufirma und Subunternehmer) - d.h. um 1 Mrd mehr zu investieren muss man beim Konsum nur 500 Mio € kürzen. (Was man beim Lesen der NKF-Faktoren auch berücksichtigen sollte)
das steckt in der Kosten-Nutzen-Analyse ja schon alles mit drin.
Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans (1)
brandenburger, Perleberg, Montag, 13.05.2013, 12:53 (vor 4745 Tagen) @ Lumi25
Ich frage mich warum hier immer Träumereien niedergeschrieben werden, die nie realisiert würden.
schreibst du und listest dann ebenfalls Traumstrecken auf. Ich meine: Es ist ja spaßig hier über so etwas nachzudenken. Aber mehr auch nicht.
Also ich denke - es gibt überall viel zu tun. Und wor könnten es uns leisten - denn 19% der Bausumme kommen gar nicht bei den Baufirmen an, sondern begeben sich gleich wieder als Mehrwertsteuer in die Tasche des Finanzminieters, weitere 30% folgen kurz darauf als Lohnsteuer, Einkommenssteeuer, Gewerbesteuer, Körperschaftssteuer auf der 1. Ebene des Geldflusses (Buafirma und Subunternehmer) - d.h. um 1 Mrd mehr zu investieren muss man beim Konsum nur 500 Mio € kürzen. (Was man beim lesen der NKF-Faktoren auch berücksichtigen sollte)
Das ist eine Milchmädchenrechnung. Natürlich fließt ein großer Teil des investierten Geldes wieder zurück in die Staatskasse, das gilt aber für jede Investition.
Und ihr seid etwas sehr auf Bahnstrecken fixiert, es gibt aber schon eine Menge andere wichtige Dinge die der Staat finanzieren muss- und für die auch so schon zu wenig Geld da ist.
Mir ist es z. B. wichtiger dass Schulen baulich und personell funktionieren und Museen und Musikschulen auch in kleinen Städten erhalten bleiben, als dass ich 30 Minuten schneller von A nach B fahre. Wenn der Staat nach euren Vorstellungen so viel Geld in schnelle Strecken steckt und alles andere vernachlässigt, kann man zwar schnell irgendwo hin fahren, aber es lohnt nicht mehr dort anzukommen. ;)
Wenn die Eisenbahn so fantastisch ausgebaut ist, dann wirst du mal sehen wie die Fahrgastzahlen in die Höhe schiessen werden.
(...)
Bei einer Verdreifachung des Personenverkehrs ist beides volkswirtschaftlich rentabel.
(...)
Wenn erst einmal der Liter Benzin 3,50 € kostet, dann werden die Menschen in Scharen auf die Bahn umsteigen.
Nein. Denn wenn der Liter Benzin 3,50 € kostet und die "Eisenbahn fantastisch ausgebaut" wird, wird auch Bahnfahren so teuer sein dass die Leute nicht in Scharen umsteigen, sondern jede nicht unbedingt nötige Fahrt vermeiden.
Und das ist ökonomisch und ökologisch auch vernünftiger als dieselbe Verkehrsleistung nur zu verlagern und dafür (teure) neue Strecken zu bauen und auf diesen (energieaufwändig) schnell zu fahren.
Das gilt für den Güterverkehr natürlich genau so. Zzt. werden vor allem deswegen so viele Güter durch die Gegend gefahren, weil Verkehr noch immer viel zu billig ist.
Aber das was gefahren wird im Güterverkehr sollte so anwohnerschonend wie möglich passieren. Ein wichtiger Grund Neubaustrecken wenn dann vorwiegend für den Güterverkehr zu planen, die die bestehenden Strecken entlasten und siedlungsfern verlaufen. Da diese weder für 200 noch für 300 ausgelegt sein müssen, sind sie natürlich auch billiger als ICE-Rennstrecken.
Zurück zum Thema ITF: Das hat nur sehr sehr indirekt mit Neubaustreckenplanungen zu tun, sondern zuerst mit Optimierung des Verkehrs auf dem bestehenden Netz.
Maßnahmen Norddeutschland
ITF, Montag, 13.05.2013, 13:44 (vor 4745 Tagen) @ Lumi25
Hamburg - Dortmund:
Die Achse Hamburg - Dortmund braucht aus meiner Sicht keine komplette NBS. Hamburg - Bremen passt bereits jetzt mit 55 Minuten ideal. Wegen der Zugfolge südlich Hamburgs mit den Zügen nach Hannover müsste man vielleicht noch da wo möglich auf 230km/h erhöhen und die Fahrzeit auf 50-52 Minuten kürzen.
Zwischen Bremen und Münster braucht der IC heute 1:16. Hier wäre eine Verkürzung auf eine Zeit von 58 Minuten nötig. Dazu sollte eine Erhöhung der HGV auf 230 und kurze Neubauabschnitte nördlich und südlich von Osnabrück reichen. Os selber bliebe dabei ein verzogenen Knoten, das wäre aber hinnehmbar.
Münster - Dortmund sind heute 30 Minuten. Ein Ausbau für 230km/h bis Werne und konsequent 160km/h danach würde reichen um eine Fahrzeit von 27 Minuten zu erreichen. Die Zweigleisigkeit wäre vor allem für die Stabilität und den Ausbau des Nahverkehrs nötig.
Kantenfahrzeit Hamburg Hbf - Harburg - Bremen - Osnabrück - Münster - Dortmund 2h 30 Minuten.
Hamburg / Bremen - Hannover:
Ich bin ein Anhänger der Y-Achse von Harburg bis Isernhagen entlang der A7. Ein Ausbau für 300km/h würde eine Knotenfahrzeit von unter einer Stunde gut ermöglichen. Richtung Bremen würde ich ebenfalls entlang der A27 eine NBS für 300km/h Bremen-Uphusen bauen. Hier wären sogar 45 Minuten Fahrzeit drin. Aufgrund der Zugfolge vor Hannover mit Lagen vor dem Hamburger Zügen ist das auch durchaus vorteilhaft.
Hannover - Dortmund:
Diese Strecke bietet sich zur Bündelung der Expressverbindungen Hamburg/Berlin-Ruhrgebiet an. Deswegen würde ich auf dieser Achse auch klotzen mit einer NBS entlang der A2 von Hannover bis Dortmund (inkl Vorbeifahrt an Bielefeld und Hamm). Dadurch sind Fahrzeiten Hannover-Dortmund von unter 60 Minuten statt 98 Minuten möglich.
Durch einen Verbindungskurve in Hannover-Leinhausen kann auch der Expressverkehr Hamburg-Dortmund profitieren. Nonstop-Fahrzeiten von 1:45 sind möglich.
Durch eine Verbindungskurve in Bad Oeynhausen profitieren auch Osnabrück, Bielefeld und Hamm von der NBS. Neben einer Expresslinie Dortmund-Hannover nonstop wäre genug Verkehr für eine weiter ICE-Linie Dortmund-Hamm-Gütersloh-Bielefeld-Herford-Hannover.
Berlin - Hannover:
Die NBS sollte im Havelländer Luch fertig gebaut werden und komplett für 300km/h ertüchtigt werden. Zwischen Lehrte und Landesgrenze wären 230 statt 250 machbar. Nonstopzüge Hannover-Berlin Hbf würden dann Fahrzeiten von deutlich unter 1:30 statt heute 1:39 schaffen. Da Berlin als Startbahnhof in Ost-West-Richtung kein ITF-Knoten zu sein braucht, kann die Fahrzeit so weit wie möglich verkürzt werden und mit obigem Ausbau wären vielleicht sogar 1:15 drin.
Hamburg-Berlin:
Die Schaufenster-Fahrzeit von 90 Minuten wurden bereits zu Mehdornszeiten einmal erreicht. Leider nicht dauerhaft und zuverlässig. Stattdessen sind wir heute 1:42. Für den ITF wären sogar etwas weniger als die 90 Minuten notwendig. Es gibt immer noch einige Stellen an denen nicht 230 gefahren werden kann. Ob es ausreicht all diese Stellen mit Linienverbesserungen zu begradigen (sicherlich in Wittenberg z.B. nur mit einer großen Umfahrung möglich) recht, bin ich skeptisch. Aufgrund des großen Potenials der Verbindung Hamburg-Berlin würde ich daher eine 80km lange Neubaustrecke zwischen Brahlstorf und Bad Wilsnack vorschlagen. Dadurch würden die Langsamfahrstellen in Hagebow, Ludwigslust und Wittenberge umgangen und zudem der Umweg über Hagenow abgkürzt. Mit dieser NBS für Tempo 300 wären Fahrzeiten von Komfortabel unter 90 Minuten zwischen hamburg und Berlin möglich, auch mit Halt in Spandau.
Maßnahmen Norddeutschland
Henrik, Samstag, 18.05.2013, 11:46 (vor 4740 Tagen) @ ITF
Hamburg / Bremen - Hannover:
Ich bin ein Anhänger der Y-Achse von Harburg bis Isernhagen entlang der A7. Ein Ausbau für 300 km/h würde eine Knotenfahrzeit von unter einer Stunde gut ermöglichen. Richtung Bremen würde ich ebenfalls entlang der A27 eine NBS für 300 km/h Bremen-Uphusen bauen.
Die autobahnnahe Variante für 300 km/h fiel im ROV durch, wäre auch zu teuer gewesen,
Fahrzeit unter einer Stunde wäre auch das Ergebnis der bislang präferierten Trasse - ist aber nicht so wichtig.
Hamburg-Berlin:
Die Schaufenster-Fahrzeit von 90 Minuten wurden bereits zu Mehdornszeiten einmal erreicht. Leider nicht dauerhaft und zuverlässig. Stattdessen sind wir heute 1:42. Für den ITF wären sogar etwas weniger als die 90 Minuten notwendig. Es gibt immer noch einige Stellen an denen nicht 230 gefahren werden kann. Ob es ausreicht all diese Stellen mit Linienverbesserungen zu begradigen (sicherlich in Wittenberg z.B. nur mit einer großen Umfahrung möglich) recht, bin ich skeptisch. Aufgrund des großen Potenials der Verbindung Hamburg-Berlin würde ich daher eine 80km lange Neubaustrecke zwischen Brahlstorf und Bad Wilsnack vorschlagen. Dadurch würden die Langsamfahrstellen in Hagebow, Ludwigslust und Wittenberge umgangen und zudem der Umweg über Hagenow abgekürzt. Mit dieser NBS für Tempo 300 wären Fahrzeiten von Komfortabel unter 90 Minuten zwischen Hamburg und Berlin möglich, auch mit Halt in Spandau.
ITF spielt auf dieser Relation keine Rolle, das ist reiner Quell-Ziel-Verkehr - da will kaum einer grundsätzlich darüber hinausfahren.
"einige Stellen" ..... es sind ein paar, eins zwei mit weniger als 200 km/h und ähnlich weitere mit weniger als 230 km/h.
Langsamfahrstellen gibt es überhaupt keine.
90 Minuten für diese 283 km ist schon sehr reichlich ambitioniert bei der Trassenlage.
Eine komplette NBS hätte damals schon so einige Mrd gekostet,
dann kann man auch gleich in etwa für die gleichen Kosten den Transrapid bauen
und verbindet die beiden größten deutschen Städte in sicheren zuverlässigen 50 Minuten miteinander.
Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans (2)
ThomasK, Sonntag, 12.05.2013, 13:03 (vor 4746 Tagen) @ Anoj 1
Teil 2
Bevor man die NBS Nürnberg - Erfurt plante, gab es im Ministerium Überlegungen zu einem Projekt Deutsche Einheit für eine 300 km/h zu trassierende Y-Trasse, nämlich einer NBS Nürnberg - Werdau mit einem Nordast nach Altenburg und einem Ostast nach Tharandt. Diese Neubaustrecke wäre bei weitem besser gewesen als die NBS Nürnberg - Erfurt und zwar aus folgenden Gründen:
München - Berlin hätte man in 3:30 Stunden fahren können.
München - Dresden in 3 Stunden
Die Züge Nürnberg - Prag hätten bis zur Kurve Wunsiedel die NBS mitbenutzen können und wären dann bei Schirnding auf die bestehende Strecke eingefädelt.
Da Westsachsen bei weitem dichter besiedelt ist als der Thüringer Wald hätte sich zusätzlich ein schneller RE-Verkehr auf der NBS gelohnt.
Trotz der längeren Strecke wäre diese Strecke nicht teuer gewesen als die NBS Nürnberg - Erfurt, da der Bau einfacher gewesen wäre.
Die NBS Nürnberg - Werdau - Altenburg/Tharandt hätte zwischen Nürnberg und Leipzig eine Kantenzeit von 90 Minuten und zwischen Nürnberg und Dresden von 120 Minuten erreicht.
Es ist völlig zu Recht die Frage zu stellen, warum trotz der gewaltigen Vorteile der NBS Nürnberg - Werdau - Altenburg/Tharandt gegenüber der NBS Nürnberg - Erfurt diese nicht gebaut worden ist und die Thüringer die Sachsen derart über den Tisch ziehen konnten.
Ganz einfach: Es gab persönliche Animositäten zwischen Helmut Kohl und dem sächsischen Ministerpräsidenten Biedenkopf und eine alte Männerfreundschaft zwischen Kohl und Vogel aus Rheinland Pfälzer Zeiten. Da Kohl es liebte, von Ja- und Amen-Sagern umgeben zu sein und die sachlich korrekten Erwiderungen von Biedenkopf als Illoyalität wahrnahm, wollte Kohl Biedenkopf bestrafen und Vogel belohnen und setzte die NBS Nürnberg - Erfurt auf Teufel komm raus gegen den Rat der Fachwelt durch. Mit Kohls Hilfe konnten also die Thüringer die Sachsen seinerzeit über den Tisch ziehen.
Mittlerweile ist aber der Eisenbahnverkehr so stark angestiegen, dass es in ein paar Jahren dennoch möglich ist, dass die alte NBS-Überlegung Nürnberg - Werdau - Altenburg/Tharandt vielleicht doch wieder aus der Schublade hervorgekramt wird. Da die NBS Nürnberg - Erfurt dann schon in Betrieb ist, dürften die Thüringer dann - anders als damals - keinen erbitterten Widerstand mehr gegen die NBS Nürnberg - Werdau - Altenburg/Tharandt leisten, zumal sie selbst mit einer neuen NBS Göttingen - Erfurt belohnt werden könnten.
Die Tatsache, dass der Freistaat Bayern im Bereich Mittel- und Oberfrankens jetzt ein großangelegtes Ausbauprogramm zum BVWP angemeldet hat, zeigt Jahre später, was für eine gewaltige Fehlentscheidung es war auf die NBS Nürnberg - Erfurt anstatt Nürnberg - Werdau - Altenburg/Tharandt zu setzen. Die NBS Nürnberg - Erfurt ist - man muss es so klar sagen - verantwortlich dafür, dass die Deutsche Bahn zwischen Nürnberg und Prag nunmehr Busse einsezt. Mit einer NBS Nürnberg - Werdau - Altenburg/Tharandt wäre das niemals passiert.
Wenn der Eisenbahnverkehr so stark wächst, dann ist es durchaus möglich, dass die ursprünglich geplante NBS Nürnberg - Werdau - Altenburg/Tharandt TROTZ der NBS Nürnberg - Erfurt volkswirtschaftlich rentabel bist und sie vielleicht ZUSÄTZLICH gebaut wird (auch wenn die ursprünglich am Projekt Beteiligten dann schon alle in Pension sind :-)).
Wie gesagt:
Die Konzepte für den ITF Deutschland liegen alle in der Schublade. Die Politik muss entscheiden, ob man das will und dementsprechend vernünftig plant, oder ob man - so wie bisher - völlig planlos weiter chaotet.
Grüße, Thomas
Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans (2)
Holger2, Montag, 13.05.2013, 12:58 (vor 4745 Tagen) @ ThomasK
Hallo,
Ich glaube, dass Du in Deinen Thesen zu sehr von Intrigen ausgehst. Auch wenn es Dir nicht passt, war die bahn durch den Thüringer Wald einfach die logischere Alternative.
Holger
Prüfung eines deutschlandweiten Bahn-Taktfahrplans (2)
hfrik, Montag, 13.05.2013, 13:05 (vor 4745 Tagen) @ Holger2
Das hatte Bigbug neulich zeitlich aufgedröselt - die Entscheidung für die heutige Trasse kam wohl etliche Zeit vor Vogel. Und sie kam wie ich irgendwo mal gelesen habe auf Basis einer sauberen Kosten-Nutzen-Analyse. Die eben ander ausging als das Bauchgefühl etlicher Foristen.
Verknüpfung Fern- und Nahverkehr
gus78, Montag, 13.05.2013, 22:48 (vor 4744 Tagen) @ Anoj 1
Das Verkehrsministerium hat für Spätsommer eine Machbarkeitsstudie zur engeren Verknüpfung von Nah- und Fernzügen in Auftrag gegeben,
Dieser Punkt wurde mir bisher zu wenig gewichtet.
Als Bsp. nenen ich mal die für mich täglich ungünstige derzeitige Situation:
Planankunft aus in Hanau mit ICE 694: 08:27 Uhr
Die Weiterfahrt Richtung Frankfurt wird 08:24 (RE) ; 08:29 (RB) sowie 08:31 (S-Bahn - kein planmäßiger Anschluss, z.T. mit Glück erreichbar) verpasst. Erst 08:50 geht es wieder weiter. Das ist zu viel! So lockt man keine Gäste auf die Bahn! An solchen Beispielen wird m.M. nach deutlich, wo es klemmt. Der reine Fernverkehr ist meist schnell genug.
Was für ein Verknüpfungsgefüge haben wir denn heute?
Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Dienstag, 14.05.2013, 17:47 (vor 4744 Tagen) @ Anoj 1
"Das Verkehrsministerium hat eine Machbarkeitsstudie zur engeren Verknüpfung von Nah- und Fernzügen in Auftrag gegeben... Verkehrsexperten werben seit längerem für einen «Deutschland-Takt» bei der Bahn."
Verzeiht mir bitte die sehr laienhafte Frage, aber mir ist der Unterschied im Moment wirklich nicht klar: Schon heute fahren die Fern- und Regiozüge fast flächendeckend in einem Taktfahrplan. Länder und DB AG bemühen sich seit vielen Jahren möglichst optimale Umsteigeverbindungen und Reiseketten anzubieten. Ich nehme das Beispiel meiner alten Heimatstadt Göttingen: Die Regios kommen etwa .45 an, es folgt der ICE-00-Knoten und dann zuckeln die Regios etwa .15 wieder zurück.
Was wäre denn anders unter der Regie eines neu definierten Deutschland-Taktes? Würden die RE hier in Köln nach Siegen, Mönchengladbach, Koblenz und Hagen komplett anders fahren als heute? Man wird aber nie überall nur 00- und 30-Knoten einrichten können, wo es wünschenswert wäre. Der Kölner Hbf kann nicht 30 Minuten leerstehen und alle anderen nur denkbar möglichen wechselseitigen Anschlüsse in die verbleibenden 30 Minuten pressen.
Und wo in Deutschland Streckenausbauten einen besseren Fahrplan bieten, da wird doch schon heute investiert, Beispiel RE/RB-Linie Kiel - Lübeck. Was also will man ganz neu erfinden? Mein Groschen* will wirklich noch nicht fallen.
Herzlichen Dank und schönen Gruß
Olaf
Was für ein Verknüpfungsgefüge haben wir denn heute?
hfrik, Dienstag, 14.05.2013, 18:18 (vor 4744 Tagen) @ Alibizugpaar
Ich denke an den grossen Knoten wird man über einen Fernverkehrs ITF-Knoten reden, mit einigen wichtigen RE dazu, und in diversen kleineren Knoten über "richtige" ITF-Knoten. Und man wird sich anschauen ob man nicht das eine oder anderen noch sinnvoll ausbauen kann.
Mit S21 kommt ja z.B. Stuttgart Mannheim auf 33 und stuttgart - Karlsruhe auf 32 Minuten.
Ein direkt-Tunnel vom Tunnel langes Feld zum Tunnel Feuerbach könnte bei 250km/h abnehmend bis 160km/h 3-4 Minuten herausholen - für einen fernverkehrs-ITF überaus reizvoll.
Was für ein Verknüpfungsgefüge haben wir denn heute?
ITF, Dienstag, 14.05.2013, 20:40 (vor 4744 Tagen) @ Alibizugpaar
Wo bereits gute Knoten bestehen, wird man diese auch weiterverwenden. Es gibt aber eben auch viele Knoten mit dem Fernverkehr, die nicht gut funktionieren.
Ein wesentliches Problem ist auch die 'Französierung' des Fernverkehrs. Schau Dir mal die Strecke Hamburg-Berlin oder die ICE-Linie Essen-Frankfurt an. Da wirst Du dich schwertun einen Takt zu erkennen, den mehr als eine Handvoll Züge pro Tag fahren. Darauf kann niemand mehr einen Nahverkehr abstimmen.
Was für ein Verknüpfungsgefüge haben wir denn heute?
R 450, Dienstag, 14.05.2013, 21:11 (vor 4744 Tagen) @ Alibizugpaar
Köln? Wie wäre es mit Bern: http://fahrplan.oebb.at/bin/stboard.exe/dn?ld=5&input=8507000&boardType=dep&... als wohl unerreichbares Vorbild?
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Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute
![[image]](http://www.bahnknoten-ingolstadt.de/pics/collage.jpg)