Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE (Allgemeines Forum)

d-b-till, Montag, 15.04.2013, 17:37 (vor 4789 Tagen)

Der Berliner Kurier zitiert heute einen Spiegel-Bericht:
http://www.berliner-kurier.de/polizei-prozesse/ticket-streit-bahn-wirft-russin-aus-dem-...
Berliner Kurier Meldung vom 15.04.2013

Danach wurde ein Online-Ticket mit einem nicht-deutschen Pass-Dokument erworben
und bei der Konrolle für ungültig erklärt.
Ich selbst habe es auch schon anders, großzüger, erlebt.

Günstige Online-Tickets der Deutschen Bahn nur für Deutsche.
Russen u. ä. können doch beim dt. Zugbegleiter in bar zahlen;
für das Wechselgeld auf den Fünfhunderter
gibt es dann einen im Reisezentrum einlösbaren Gutschein.

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

bahnerausleidenschaft, Montag, 15.04.2013, 17:51 (vor 4789 Tagen) @ d-b-till

Mögliche Identifizierungskarten sind:
BahnCard (eine vorläufige BahnCard gilt nicht als Identifizierungskarte)
Kreditkarte (American Express, MasterCard, Diners Club, Visa oder JCB)
ec-Karte/Maestro
Personalausweis (Die Personalausweise/Identitätskarten der folgenden Länder können für die Identifizierung im Zug verwendet werden: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Italien)
bahn.bonus Card.

hervorhebungen durch mich. tariflich korrekt, sollte es so wie geschildert abgelaufen sein, dann nicht gut gelaufen

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

sflori, Montag, 15.04.2013, 17:54 (vor 4789 Tagen) @ bahnerausleidenschaft
bearbeitet von sflori, Montag, 15.04.2013, 17:55

hervorhebungen durch mich. tariflich korrekt, sollte es so wie geschildert abgelaufen sein, dann nicht gut gelaufen

Also wenn es tatsächlich eine Anzeige wg. Hausfriedensbruchs gab, wie im Artikel beschrieben, dann muss da aber einiges passiert sein, was nicht im Artikel steht. So anzeigewütig ist doch keiner... :)


Bye. Flo.

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

bahnerausleidenschaft, Montag, 15.04.2013, 17:55 (vor 4789 Tagen) @ sflori
bearbeitet von bahnerausleidenschaft, Montag, 15.04.2013, 17:57

Ich denke mal sie wird sich heftig gewehrt haben. Und die Polizisten haben bestimmt auch einiges abgekommen.

Onlineticket für ungültig erklären, FN ausstellen und den Rest soll die Bahn klären. Und schon wäre Ruhe im Zug.

Wegen 7€?

Giovanni, Montag, 15.04.2013, 20:32 (vor 4789 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Ich denke mal sie wird sich heftig gewehrt haben. Und die Polizisten haben bestimmt auch einiges abgekommen.

Onlineticket für ungültig erklären, FN ausstellen und den Rest soll die Bahn klären. Und schon wäre Ruhe im Zug.

Es lag ein gültiges Onlineticket vor, lediglich die bei der Buchung angegebene ID-Karte war nicht vorhanden (bzw existierte nicht).
Es lag jedoch nie eine Erschleichung von Leistungen, Doppelnutzung o.ä. vor.

Daher dürfte der Anspruch der Bahn entsprechend der EVO auf 7€ begrenzt sein.
Und deswegen so ein Aufstand?

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

sehe ich doch genauso

bahnerausleidenschaft, Montag, 15.04.2013, 21:04 (vor 4789 Tagen) @ Giovanni

- kein Text -

Zustimmung, das muss man aber auch Wissen

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Montag, 15.04.2013, 21:12 (vor 4789 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von kimba2k, Montag, 15.04.2013, 21:12

Eine Nacherhebung ist ja tatsächlich kein Problem, wenn man das ZuB darum bittet.

Hatte neulich erst zum ersten mal das Vergnügen, es war überhaupt kein Problem, weder im Zug, noch beim Reisezentrum.
Vergesslichkeit kostet halt da 7€, besser als der Normalpreis.

Wegen 7€?

agw, NRW, Dienstag, 16.04.2013, 11:57 (vor 4788 Tagen) @ Giovanni

Wann fliegt man eigentlich aus dem Zug? Nur, wenn man Terror macht?

Wenn man nur den Ausweis vergessen hat, gibt es doch Hausbesuche im Zug von der BP, ohne, dass man vor seinem Ziel aussteigen muss, oder?

--------------

Zum Ausweisthema: Im privaten/geschäftlichen Bereich hat man doch immer Probleme mit ausländischen Ausweisen und Hausanschriften.
Ich ärgere mich jedes mal in UK, wenn wieder eine englische Heimatanschrift, eine englische Kreditkarte oder zumindest eine englische PLZ gefordert wird, um irgendwas zu reservieren, aufzuladen oder zu buchen.

Wegen 7€?

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Dienstag, 16.04.2013, 15:27 (vor 4788 Tagen) @ agw

Wenn man nur den Ausweis vergessen hat

Den muss man nicht einmal mitführen! Die Personalien kann die Polizei festellen, dazu sind die ja da. Einfacher ist es aber mit seinem Ausweis zum Personal zu gehen, erspart eine Menge Uniformen.

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

GibmirZucker, Montag, 15.04.2013, 20:43 (vor 4789 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Ich denke mal sie wird sich heftig gewehrt haben. Und die Polizisten haben bestimmt auch einiges abgekommen.

Onlineticket für ungültig erklären, FN ausstellen und den Rest soll die Bahn klären. Und schon wäre Ruhe im Zug.

Es ist immer schwierig, sich aus einem so kurz gehaltenen Artikel ein Bild zu machen. Aber sticht da nicht einiges ins Auge?

Die Grundvoraussetzung: In dem Fall ist ein russischer Pass als ID nicht gültig. Gesunder Menschenverstand sagt aber, dass es kein Problem ist, immerhin stimmen die Ziffern, immerhin - sollte ich in meinem Verdacht richtig liegen - war es eine Fahrkarte mit Zugbindung, d.h. das Risiko einer Doppelnutzung fällt flach.

Kurz nach der Abfahrt sagt die Zugbegleiterin dass die Fahrkarte ungültig ist. Geholt wird sie von der Bupo erst in Halle. Spricht das nicht eher dafür, dass sie sich ruhig verhalten hat? Renitente Fahrgäste würde man sicher schon in Nürnberg rauswerfen lassen.

Zweitens, gab es überhaupt einen Grund, die Bupo zu rufen? Immerhin hat sie einen gültigen Ausweis vorgelegt. Polizei kommt erst dann ins Spiel, wenn der Fahrgast sich weigert, seine Identität nachzuweisen. Sonst geht es über FN. Also lief da einiges falsch.

ganz deiner meinung

bahnerausleidenschaft, Montag, 15.04.2013, 21:04 (vor 4789 Tagen) @ GibmirZucker

- kein Text -

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

Ludo, Niedersachsen, Montag, 15.04.2013, 21:09 (vor 4789 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von Ludo, Montag, 15.04.2013, 21:10

Die Grundvoraussetzung: In dem Fall ist ein russischer Pass als ID nicht gültig. Gesunder Menschenverstand sagt aber, dass es kein Problem ist, immerhin stimmen die Ziffern, immerhin

Ganz genau. Ich hatte mal eine ähnliche Situation (was zwar jetzt nichts mit Bahnfahren zu tun hat, aber die Problematik ganz gut darstellt): Ich bin mit meinem deutschen PKW nach Lyon gefahren und wollte dort parken. An dem Parkscheinautomat gab es ein kostenloses Ticket für 30 Minuten, allerdings musste man dazu die ersten vier Ziffern des Kfz-Kennzeichens eingeben (um Mehrfachnutzungen zu vermeiden, denn es war nur ein "Gratisparkschein" pro Tag möglich). Also - was hab ich gemacht? Da die einzigen Zahlen meines Kennzeichens die "58" am Ende war, habe ich "5800" eingegeben. Ob eine Kontrolle da war oder nicht kann ich nicht sagen, aber ich bin mir sicher, dass man das akzeptiert hätte.

sollte ich in meinem Verdacht richtig liegen - war es eine Fahrkarte mit Zugbindung, d.h. das Risiko einer Doppelnutzung fällt flach

Wie an anderer Stelle schon geschrieben wurde, ergeben sich für manche Länder Probleme mit der Darstellung des Namens, wenn für diesen beispielsweise Sonderzeichen erforderlich sind. Oder der Ausweis ist voll mit irgendwelchen Nummern, sodass für einen Laien nicht ersichtlich ist, wo die Ausweisnummer steht. Man darf nicht vergessen, dass der Perso als ID generell noch nicht sehr lange zulässig ist. Ich sehe diesen Schritt als Verbesserung des Serviceangebots an und finde es daher richtig, dass man dies mit gewissen Einschränkungen zulässt.

Die nächste Frage wäre dann, wie sie das OT bezahlt hat. EC-Lastschrift geht nur mit Bahncard oder mit Freischaltcode (??), den man vorher beantragen muss. Ansonsten braucht man - wenn man mal von diesem *kein Kommentar :-)* PayPal absieht - eine Kreditkarte. Also kann man diese auch als ID benutzen, und das funktioniert für alle Länder und alle Nationalitäten.

Was die teilweise paradoxen Passagen des Artikels angeht bin ich voll und ganz deiner Meinung.

Gruß, Ludo

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

olmo, HB, Montag, 15.04.2013, 23:55 (vor 4789 Tagen) @ Ludo

Die nächste Frage wäre dann, wie sie das OT bezahlt hat. EC-Lastschrift geht nur mit Bahncard oder mit Freischaltcode (??), den man vorher beantragen muss. Ansonsten braucht man - wenn man mal von diesem *kein Kommentar :-)* PayPal absieht - eine Kreditkarte. Also kann man diese auch als ID benutzen, und das funktioniert für alle Länder und alle Nationalitäten.

Dachte ich auch erst. Dann habe ich daran gedacht, wie oft ich schon Dinge für Freunde mit meiner Kreditkarte gekauft habe, weil sie selbst keine besitzen. Wenn Spiegel recht und das ein LTUR-Ticket war, muss es auch Kreditkarte gewesen sein. Aber eben nicht zwangsläufig die eigene.

Aber warum zum Teufel akzeptiert man nicht zusätzlich zum PA den Reisepass?! Die Dinger gibts weltweit und eine ID haben sie auch alle. Andere kriegen das auch hin, ein CD-Onlineticket verlangt z.B. einfach irgendein "Piece of Identification".

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

br752, Dienstag, 16.04.2013, 00:00 (vor 4789 Tagen) @ olmo

Aber warum zum Teufel akzeptiert man nicht zusätzlich zum PA den Reisepass?! Die Dinger gibts weltweit und eine ID haben sie auch alle. Andere kriegen das auch hin, ein CD-Onlineticket verlangt z.B. einfach irgendein "Piece of Identification".

Weil ein deutscher Zugbegleiter nicht zwischen einem erfunden Fantasieausweis und einem echten Reisepass aus, sagen wir mal, Andorra unterscheiden kann.
Er hat schon genug Schwieirgkeiten geclonte/gefaelsche Automatentickets zu erkennen.

BR752

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

GibmirZucker, Dienstag, 16.04.2013, 00:03 (vor 4789 Tagen) @ br752

Weil ein deutscher Zugbegleiter nicht zwischen einem erfunden Fantasieausweis und einem echten Reisepass aus, sagen wir mal, Andorra unterscheiden kann.

EC-Karten zu faken ist auch nicht schwieriger als einen Pass.
Es stimmt aber, dass das Problem der Schrift bleibt. Russische Dokumente können in der Regel nur Zubs der älteren Generation lesen. Bei Chinesen stelle ich es mir auch schwer vor. Das wird der Gedanke dahinter sein.
Im konkreten Fall, mit Zugbindung, ist die Gefahr eines Betrugs dagegen kaum gegeben. Aber eben, auf dem genannten Buchungsportal habe ich schon bei meiner ersten Buchung begriffen, dass nur ein deutscher Perso geht.

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

heinz, Dienstag, 16.04.2013, 00:36 (vor 4789 Tagen) @ GibmirZucker

Das Datenblatt in Auslandspässen ist immer in lateinischer Schrift abgefasst, ggf. zusätzlich zur Fremd-Schrift. Es gibt Inlandspässe, die nur auf kyrillisch / arabisch / mandarin / koreanisch etc. abgefasst sind, aber mit solch einem Dokument reisen die betreffenden Staatsangehörigen nicht ins Ausland.

Auch deutsche / niederländische / britische etc. Zöllner, Polizisten, Standesbeamte, Mitarbeiter von Ordnungs- und Meldeämtern müssen alle Pässe lesen können.

Trotzdem bleibt das Problem des Erkennens von Fälschungen. Man könnte aber auch einwenden, dass es nicht die Aufgabe des Zub ist, Passfälschungen zu erkennen. Ich wage mal die These, dass die wenigstens Passfälscher ihr kriminelles Tun ausüben, um in Deutschlend per OT Bahn zu fahren.

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

br752, Dienstag, 16.04.2013, 00:54 (vor 4789 Tagen) @ heinz

Trotzdem bleibt das Problem des Erkennens von Fälschungen. Man könnte aber auch einwenden, dass es nicht die Aufgabe des Zub ist, Passfälschungen zu erkennen. Ich wage mal die These, dass die wenigstens Passfälscher ihr kriminelles Tun ausüben, um in Deutschlend per OT Bahn zu fahren.

Andersherum wird ein Schuh raus. Jemand der sich andauern legal in Deutschland aufhaelt koennte sich mit einem Phantasiepass dauerhaft Bahnfahrten erschleichen. ;-)
Wer Automatentickets faelsch kann sich auch einen eigenen Ausweis machen.

BR752

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

Giovanni, Dienstag, 16.04.2013, 15:41 (vor 4788 Tagen) @ heinz

Das Datenblatt in Auslandspässen ist immer in lateinischer Schrift abgefasst, ggf. zusätzlich zur Fremd-Schrift.

Auch deutsche / niederländische / britische etc. Zöllner, Polizisten, Standesbeamte, Mitarbeiter von Ordnungs- und Meldeämtern müssen alle Pässe lesen können.

Ich stell mir gerade mal die Frage: Könnte der Zub in solch einem Fall nicht die BuPol-Hotline anrufen und dort erfragen wie er die Echtheit eines russischen Ausweisdokumentes überprüfen kann?

Trotzdem bleibt das Problem des Erkennens von Fälschungen. Man könnte aber auch einwenden, dass es nicht die Aufgabe des Zub ist, Passfälschungen zu erkennen. Ich wage mal die These, dass die wenigstens Passfälscher ihr kriminelles Tun ausüben, um in Deutschlend per OT Bahn zu fahren.

Warum sollten sie Pässe fälschen?
Ich hab hier eine echte und gültige MasterCard ohne Chip (nur Magnetstreifen), ohne Namensaufdruck und ohne PIN-Schutz, ausgegeben von einer britischen Bank. Die werden billigst produziert und besitzen auch keinen erkennbaren Fälschungsschutz - im Gegensatz zu Pässen.


OT:
Wie würde ein DB-Zub reagieren, wenn bei einem ÖBB-OnlineTicket (nur Name, keine Ausweisnummer erforderlich) nur einen deutschen Führerschein statt eines Personalausweis/Reisepass vorgelegt bekommt?

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

Reisender, München, Dienstag, 16.04.2013, 17:13 (vor 4788 Tagen) @ heinz

Das Datenblatt in Auslandspässen ist immer in lateinischer Schrift abgefasst, ggf. zusätzlich zur Fremd-Schrift.

Dies mag zwar meistens der Fall sein, ist aber nicht zwingend, weil jeder Staat selbst bestimmen kann, wie seine Pässe aussehen.

Auch deutsche / niederländische / britische etc. Zöllner, Polizisten, Standesbeamte, Mitarbeiter von Ordnungs- und Meldeämtern müssen alle Pässe lesen können.

Ob sie das müssen, wage ich zu bezweifeln. Bei knapp 200 Staaten ist es jedoch ein Ding der Unmöglichkeit, dass jeder einfache Beamte alle Merkmale sämtlicher Pässe der Welt kennt und diese von einer Fälschung unterscheiden kann.

--
[image]

Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

heinz, Dienstag, 16.04.2013, 20:36 (vor 4788 Tagen) @ Reisender

Das Datenblatt in Auslandspässen ist immer in lateinischer Schrift abgefasst, ggf. zusätzlich zur Fremd-Schrift.


Dies mag zwar meistens der Fall sein, ist aber nicht zwingend, weil jeder Staat selbst bestimmen kann, wie seine Pässe aussehen.

Es ist immer der Fall, bei allen souveränen Staaten. Wie sonst sollten deutsche Auslandsvertretungen Visa erteilen können, wie sonst sollten europäische Grenzbeamte bei der Einreise die Personalien überprüfen können, wenn sie den Pass nicht lesen könnten?

Auch deutsche / niederländische / britische etc. Zöllner, Polizisten, Standesbeamte, Mitarbeiter von Ordnungs- und Meldeämtern müssen alle Pässe lesen können.

Ob sie das müssen, wage ich zu bezweifeln. Bei knapp 200 Staaten ist es jedoch ein Ding der Unmöglichkeit, dass jeder einfache Beamte alle Merkmale sämtlicher Pässe der Welt kennt und diese von einer Fälschung unterscheiden kann.

Sie müssen es, sei es in den oben geschilderten Fällen oder auch bei anderen Gelegenheiten. Ausländer melden sich bei deutschen Meldebehörden an, sie zeigen bei deutschen Standesämtern Geburten und Sterbefälle an, sie wollen heiraten, sie beantragen Anwohnerparkausweise und Elterngeld, geraten in Verkehrskontrollen, studieren, melden sich beim Arbeitsamt etc. pp. und müssen sich bei all diesen Gelegenheiten ausweisen.

Natürlich kann nicht jeder deutsche Beamte auf Anhieb gefälschte nordkoreanische, turkmenische oder burkinische Pässe prüfen. Aber er hat Hilfsmittel und Nachschlagewerke dafür. Ich behaupte ja gar nicht, dass Passfälschungen bei deutschen Behörden immer auffallen, aber gerade die Mitarbeiter in den "neuralgischen" Behörden, bei denen es insbesondere auf die Prüfung der Identität und der Staatsangehörigkeit ankommt (Meldebehörden, Ausländerbehörden, Standesämter) wissen in der Regel, wie sie Pässe prüfen könnten. Aber ich schweife ab. Der Punkt ist: Der Pass mus lesbar sein. Und das ist er immer. Mir ist kein anerkannter Staat bekannt, bei dem das Datenblatt nicht in lateinischer Schrift abgefasst ist.

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

olmo, HB, Dienstag, 16.04.2013, 00:46 (vor 4789 Tagen) @ GibmirZucker

Weil ein deutscher Zugbegleiter nicht zwischen einem erfunden Fantasieausweis und einem echten Reisepass aus, sagen wir mal, Andorra unterscheiden kann.


EC-Karten zu faken ist auch nicht schwieriger als einen Pass.
Es stimmt aber, dass das Problem der Schrift bleibt. Russische Dokumente können in der Regel nur Zubs der älteren Generation lesen. Bei Chinesen stelle ich es mir auch schwer vor. Das wird der Gedanke dahinter sein.

Hast du mal russische/chinesische Reisepässe gesehen? Auch Grenzpolizisten können in der Regel weder birmanische noch japanische noch arabische Schrift entziffern. So ist mir jedenfalls noch keiner begegnet, der nicht zusätzlich nochmal alles in lateinischer Schrift aufführt.

Und in jedem Fall steht der Aufwand, eine EC- oder Kreditkarte mit beliebigem Namen auszustellen wohl kaum in einem Verhältnis zur Herstellung eines Reisepasses.

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

olmo, HB, Dienstag, 16.04.2013, 00:33 (vor 4789 Tagen) @ br752

Aber warum zum Teufel akzeptiert man nicht zusätzlich zum PA den Reisepass?! Die Dinger gibts weltweit und eine ID haben sie auch alle. Andere kriegen das auch hin, ein CD-Onlineticket verlangt z.B. einfach irgendein "Piece of Identification".


Weil ein deutscher Zugbegleiter nicht zwischen einem erfunden Fantasieausweis und einem echten Reisepass aus, sagen wir mal, Andorra unterscheiden kann.
Er hat schon genug Schwieirgkeiten geclonte/gefaelsche Automatentickets zu erkennen.

Aber eine gefälschte EC-Karte erkennt er natürlich sofort, die ist auch viel aufwändiger zu fälschen als ein ganzer Pass :-$ Wohlgemerkt, ich Rede von einem Reisepass, keinem nationalen Ausweis - die sind tatsächlich ziemlich unterschiedlich, so überhaupt existent.

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

br752, Dienstag, 16.04.2013, 00:57 (vor 4789 Tagen) @ olmo

Aber eine gefälschte EC-Karte erkennt er natürlich sofort, die ist auch viel aufwändiger zu fälschen als ein ganzer Pass :-$ Wohlgemerkt, ich Rede von einem Reisepass, keinem nationalen Ausweis - die sind tatsächlich ziemlich unterschiedlich, so überhaupt existent.

Ja so ist es und es gibt einen einfachen Grund: Erfahrung!

Wenn ich hunderte von EC Karte in der Hand hatte kann man schon mal eine Faelschung leichter erkennen. "Die Bank xyz hat doch seit Monaten keine gelben Karten mehr".

Bei einem zyx Reisepass den er noch nie gesehen hat kann er da nichts pruefen sondern muss glauben.

Probier es selbst aus: Wie schnell erkennst du einen falschen Euroschein? Wie schnell wuerdest du erkennen ob der chinesiche Schein falsch ist den ich dir gebe? ;-)

BR752

Das ist aber ein sehr akademisches Problem...

Holger2, Dienstag, 16.04.2013, 01:03 (vor 4789 Tagen) @ br752

...weil es doch eher unwahrscheinlich ist, dass die weltweite Mafia in großem Stil Pässe fälscht, nur um in Deutschland ICE fahren zu können.

Da ist es doch einfacher, an einer Tankstelle sein Kennzeichen zu überkleben und nicht zu zahlen.

Holger

Das ist aber ein sehr akademisches Problem...

GibmirZucker, Dienstag, 16.04.2013, 01:19 (vor 4789 Tagen) @ Holger2
bearbeitet von GibmirZucker, Dienstag, 16.04.2013, 01:19

...weil es doch eher unwahrscheinlich ist, dass die weltweite Mafia in großem Stil Pässe fälscht, nur um in Deutschland ICE fahren zu können.

Das Vorgehen wäre:

1. Mach ein Dutzend gefälschte Pässe (sagen wir aus Togo).
2. Kauf die ein OT zum Normalpreis. Bezahl mit Paypal von Konto mit falschen Namen.
3. Schick 10 Leute im Stundentakt im ICE von München nach Berlin.

aber:
4. Das System merkt ja ziemlich automatisch, dass das gleiche OT mehrmals gescannt wurde.
5. DB macht sich auf die Suche nach dem vermeintlchen Togolesen.
6. Er existiert nicht. Mitteilung an alle Zub: Togolese mit Name X.Y. ist ein gefälschtes Dokument.
7. Die "Bande" muss für die nächste Reise neue Pässe fabrizieren.

Ach ja, neues Paypal-Konto (das irgendwoher anonym gefüttert werden müsste) muss auch noch her. Und alles anonym von einem Internetcafe oder offenen WLAN.

Ein berauschendes Kosten-Nutzen-Risiko-Verhältnis bei dieser Art Fahrkartenkriminalität!

Unternehmenskultur

maxiboy, IBNR: 7006966, Dienstag, 16.04.2013, 05:15 (vor 4788 Tagen) @ Holger2

...weil es doch eher unwahrscheinlich ist, dass die weltweite Mafia in großem Stil Pässe fälscht, nur um in Deutschland ICE fahren zu können.

Da ist es doch einfacher, an einer Tankstelle sein Kennzeichen zu überkleben und nicht zu zahlen.

Ich weiß nicht, vielleicht gibt es bei der Bahn einfach genug Kontrollfreaks auf den entsprechenden Führungsebenen? Würde zumindest so einige fragwürdige Entscheidungen erklären.

Das ist aber ein sehr akademisches Problem...

olmo, HB, Dienstag, 16.04.2013, 10:16 (vor 4788 Tagen) @ Holger2

...weil es doch eher unwahrscheinlich ist, dass die weltweite Mafia in großem Stil Pässe fälscht, nur um in Deutschland ICE fahren zu können.

Da ist es doch einfacher, an einer Tankstelle sein Kennzeichen zu überkleben und nicht zu zahlen.

Genau das meine ich. Oder eben kurzfristig mit fremden KK-Daten Ticket kaufen, irgendeine anonyme Prepaid-KK als ID. Gibts auch quasi gratis in D z.B. bei bonayou.com * - das wäre schonmal eine deutlich bequemere Variante.

EC-Karte vs. Perso/Reisepass

Ludo, Niedersachsen, Dienstag, 16.04.2013, 10:34 (vor 4788 Tagen) @ olmo

Aber eine gefälschte EC-Karte erkennt er natürlich sofort, die ist auch viel aufwändiger zu fälschen als ein ganzer Pass :-$

Der wesentliche Unterschied besteht schon allein darin, dass die EC-Karte durch das MT gezogen wird und erst danach die Reisedaten mit denen auf dem Ticket abgeglichen werden können. Seit einiger Zeit gibt es auch die Variante ohne Durchziehen, aber ob das gemacht wird oder nicht entscheidet nicht der Zub sondern das MT :-).

Es geht nur um eine Zahlungsverifikation

GUM, Dienstag, 16.04.2013, 10:45 (vor 4788 Tagen) @ Ludo

Ganz deutlich gesprochen geht es doch nur darum, dass nicht ein Fahrgast einen Fahrschein kauft und als PDF 100 mal ausdruckt und verteilt. Deshalb wird ganz korrekt nach dem Zahlungsmittel gefragt, eine Komplettfälschung einer girocard ist aufwendig und nahezu unmöglich. Damit hält sich die Bahn auch ganz korrekt an die geltende Rechtslage.

In einer Zeit in der Taschendiebstahl sehr verbreitet ist, gehört der Personalausweis in die Scheibtischschublade im Büro oder die eigene Wohnung:

Guckst Du hier!

Gerade in einer fremden Stadt! Wer sich also beispielsweise als ausländischer Tourist ein Ticket von München nach Passau kauft, der sollte eine Kreditkarte als ID angeben.

Möchte hier gar nicht auf diverse Betrügereien mit Sofortkrediten eingehen. Nehme also praktischerweise IRGENDEINE Zahlkarte als Identifikation.

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

EC-Karte vs. Perso/Reisepass

olmo, HB, Dienstag, 16.04.2013, 11:11 (vor 4788 Tagen) @ Ludo

Aber eine gefälschte EC-Karte erkennt er natürlich sofort, die ist auch viel aufwändiger zu fälschen als ein ganzer Pass :-$


Der wesentliche Unterschied besteht schon allein darin, dass die EC-Karte durch das MT gezogen wird und erst danach die Reisedaten mit denen auf dem Ticket abgeglichen werden können. Seit einiger Zeit gibt es auch die Variante ohne Durchziehen, aber ob das gemacht wird oder nicht entscheidet nicht der Zub sondern das MT :-).

Und wenn die Karte nicht eingelesen werden kann, weil z.B. der Magnetstreifen beschädigt ist? In der Regel fällt das ja nicht mehr auf, da Automaten und die allermeisten Bezahlsysteme direkt den Chip verwenden, die Karte also weiterhin funktioniert.

EC-Karte vs. Perso/Reisepass

bahnerausleidenschaft, Dienstag, 16.04.2013, 12:08 (vor 4788 Tagen) @ olmo

Aber eine gefälschte EC-Karte erkennt er natürlich sofort, die ist auch viel aufwändiger zu fälschen als ein ganzer Pass :-$


Der wesentliche Unterschied besteht schon allein darin, dass die EC-Karte durch das MT gezogen wird und erst danach die Reisedaten mit denen auf dem Ticket abgeglichen werden können. Seit einiger Zeit gibt es auch die Variante ohne Durchziehen, aber ob das gemacht wird oder nicht entscheidet nicht der Zub sondern das MT :-).


Und wenn die Karte nicht eingelesen werden kann, weil z.B. der Magnetstreifen beschädigt ist? In der Regel fällt das ja nicht mehr auf, da Automaten und die allermeisten Bezahlsysteme direkt den Chip verwenden, die Karte also weiterhin funktioniert.

Dann werden die Daten manuell eingegeben. Passiert leider sehr häufig.

Es gibt ein weltweit anerkanntes Dokument - den Reisepass ..

hfrik, Mittwoch, 24.04.2013, 11:30 (vor 4780 Tagen) @ olmo

Ein Tipp - bei den allermeisten Ländern - Russland eingeschlossen, ist für einen Aufenthalt in Deutschland ein Visum erforderlich. Das ist in deutscher Sprache, im Vergleich zu einer EC- oder Kreditkarte hochgradig Fälschungssicher und in den Pass eingeklebt - einschliesslich Lichtbild der entsprechenden Peerson. Was verbleibt sind die EU-Staaten - mit einheitlichen Pässen, sowie Staaten wie die USA, Kanada, Japan sowie einige Europäische Nachbarländer.

Mehr Infos finden sich im Spiegel von heute

Seb, Montag, 15.04.2013, 22:17 (vor 4789 Tagen) @ GibmirZucker

In der heutigen Spiegelausgabe finden sich noch einige weitere Infos dazu:
- Es handelt sich wie schon vermutet um ein ltur Ticket
- Die Zugbegleiterin kam mehrmals vorbei, später auch mit einem Kollegen
- Die Frau weigerte sich nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Freund, einem Anwalt, den Zug zu verlassen
- Ein Fahgast schrieb wohl eine Beschwerde an die Bahn und bezeichnet dort den Ton der Zugbegleiterin als "unangemessen, da er überheblich und herablassend wirkte"

Ich denke, es ist immer schwer zu beurteilen, was da wirklich los war und besonders was die Hintergründe waren. Ich kann die Bahn verstehen, die eine Identifizierung für OnlineTickets verlangt (Mangels Reservierungspflicht wie zB im Flugzeug, Thalys, etc. auch zwingend notwendig), kann mir aber auch vorstellen, dass das System für Gelegenheitsfahrer teilweise kompliziert erscheint.

Unglaublich

ktmb, Montag, 15.04.2013, 22:20 (vor 4789 Tagen) @ Seb

Mal wieder eine tolle Werbung für unser Land!

Unglaublich - aber noch nicht geklaert.

br752, Montag, 15.04.2013, 22:32 (vor 4789 Tagen) @ ktmb

Mal wieder eine tolle Werbung für unser Land!

Vorsicht. :-)

So eine Aussage kann auch nach hinten losgehen wenn die wahren Gruede rauskommen. ;-)

BR752

Unglaublich - aber noch nicht geklaert.

1040bln, Berlin-Mitte, Montag, 15.04.2013, 23:30 (vor 4789 Tagen) @ br752

Mal wieder eine tolle Werbung für unser Land!


Vorsicht. :-)

So eine Aussage kann auch nach hinten losgehen wenn die wahren Gruede rauskommen. ;-)

Was zum Schluß rauskommt, ist egal. Das Klischee "Die Deutschen waren, sind und bleiben ****" wird auf jeden Fall dadurch wieder gepflegt. Der Schaden ist eigentlich durch nichts wieder gutzumachen. Zumal man auch durch ähnliche, verbriefte Vorfälle weiß, daß die Bahn-Oberen es drauf anlegen.

Bahn-Tix <> Online-Ticket

maxiboy, IBNR: 7006966, Dienstag, 16.04.2013, 05:13 (vor 4788 Tagen) @ Seb

Ich denke, es ist immer schwer zu beurteilen, was da wirklich los war und besonders was die Hintergründe waren. Ich kann die Bahn verstehen, die eine Identifizierung für OnlineTickets verlangt (Mangels Reservierungspflicht wie zB im Flugzeug, Thalys, etc. auch zwingend notwendig), kann mir aber auch vorstellen, dass das System für Gelegenheitsfahrer teilweise kompliziert erscheint.

MÁV, ATOC und m.W.n. auch SJ machen es eben so, dass man online bestellte Fahrkarten auch am Automaten abholen kann… damit ist die Identifikation vorverlagert, ein Frustanfall wegen "ich kann mit meinem Sparpreis doch nicht reisen, warum kann man das nicht auf meine Schwester übertragen" bleibt den Leuten erspart.

Etwas ähnliches hat die DB als Bahn-Tix, aber es ist den Onlinekunden verwehrt. Wieso eigentlich? Ist man so geil auf die 15 Euro Stornogebühr für Sparpreise, dass der Imageschaden und die Frustration bei den Kunden als Peanuts gewertet wird?…

Zum Glück habe ich auch schon genug Zubs gesehen, die da Kulanz gezeigt haben (natürlich dennoch deutlich auf den Fehler hingewiesen haben).

Bahn-Tix <> Online-Ticket

olmo, HB, Dienstag, 16.04.2013, 10:26 (vor 4788 Tagen) @ maxiboy

Ich denke, es ist immer schwer zu beurteilen, was da wirklich los war und besonders was die Hintergründe waren. Ich kann die Bahn verstehen, die eine Identifizierung für OnlineTickets verlangt (Mangels Reservierungspflicht wie zB im Flugzeug, Thalys, etc. auch zwingend notwendig), kann mir aber auch vorstellen, dass das System für Gelegenheitsfahrer teilweise kompliziert erscheint.


MÁV, ATOC und m.W.n. auch SJ machen es eben so, dass man online bestellte Fahrkarten auch am Automaten abholen kann… damit ist die Identifikation vorverlagert, ein Frustanfall wegen "ich kann mit meinem Sparpreis doch nicht reisen, warum kann man das nicht auf meine Schwester übertragen" bleibt den Leuten erspart.

Als Alternative wäre das prima. Ausschließlich ist das aber Murks, da es dann auch an jedem Bahnhof so eine Maschine geben müsste - und für Fahrten aus dem Ausland überhaupt nicht zu gebrauchen.

Eine Idee, die mir eben gekommen ist - besorg' dir eine einmal-Kreditkarte a la bonayou.com - dort steht kein Name drauf, das Guthaben kannst du vorher aufbrauchen und hast dann eine prima ID, mit der auch Fremde fahren können:)

Zum Glück habe ich auch schon genug Zubs gesehen, die da Kulanz gezeigt haben (natürlich dennoch deutlich auf den Fehler hingewiesen haben).

Das ist schön - aber vielleicht kommt auch mal jemand, der es mit Vorsatz und Erschleichen von Leistungen versucht ...

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

GibmirZucker, Montag, 15.04.2013, 23:41 (vor 4789 Tagen) @ sflori

Also wenn es tatsächlich eine Anzeige wg. Hausfriedensbruchs gab, wie im Artikel beschrieben, dann muss da aber einiges passiert sein, was nicht im Artikel steht. So anzeigewütig ist doch keiner... :)

Was sagen die Juristen denn dazu? Wie ergibt sich ein Tatbestand eines Hausfriedensbruchs in einem Zug?

Online ueber Reiseveranstalter.

br752, Montag, 15.04.2013, 18:07 (vor 4789 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Die junge Frau kaufte das Ticket online bei einem Reiseveranstalter

Da sind nicht alle Varianten erlaubt. - Aendert aber eigentlich nichts deiner Info.

BR752

Vermutung

GibmirZucker, Montag, 15.04.2013, 20:12 (vor 4789 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Personalausweis (Die Personalausweise/Identitätskarten der folgenden Länder können für die Identifizierung im Zug verwendet werden: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Italien)
bahn.bonus Card.

Da sie die Fahrkarte bei einem Reiseveranstalter gekauft hat, laut diesem Text, habe ich eine andere Vermutung. Bei der Resterampe geht es eben nur mit Kredit-EC-Karte und deutschem Perso. In der Praxis wird das gelegentlich anders gehandhabt, aber ausländische Ausweise werden überhaupt nicht akzeptiert. Übrigens wurde mir auch mehrfach berichtet, dass auch österreichische EC-Karten vom System nicht geschluckt werden (da ist aber bereits der Kauf unmöglich - nicht zu verwechseln, Bezahlung mit Kreditkarte, AT-ECKarte nur zur Identifizierung).

Vermutung

Fabi, Stuttgart, Dienstag, 16.04.2013, 11:40 (vor 4788 Tagen) @ GibmirZucker

Ähnliches habe ich letztens in Wolfsburg(?) erlebt, da muss man im Stadion mit einer Prepaidkarte bezahlen oder man kann sich das Geld auf die Geldkartenfunktion der Bankkarte laden. Man erhält also die Info entweder mit fünf Euro Pfand eine Prepaidkarte kaufen und nachher lange warten bei der Abgabe, oder auf die Bankkarte laden. Nur hat eine Schweizer Bankkarte keine deutsche Geldkartenfunktion. Na ja, Geld gespart haben ist auch nicht schlimm. :-)

Fabi

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

Fabi, Stuttgart, Dienstag, 16.04.2013, 11:19 (vor 4788 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Interessant, tolle neue Welt. D.h. Touristen aus den nicht genannten Ländern werden diskriminiert.

Gut, man könnte das mit Kreditkarte machen, aber wenn man keine eigene hat? Da sollte man auch mal gesetzlich etwas machen (ähnlich wie bei Girokonten), sollte doch jeder eine eigene kredikarte (zur Not prepaid) bekommen können. Einmalige Kreditkarten gibt's übrigens in der Schweiz (http://www.kkiosk.ch/de/dienstleistungen/finanzen/prepaid/), aber eben nur zum einmaligen Benutzen. oder man verbietet das ausschließliche Bezahlen mit Kreditkarte.

Ist eine Reduzierung auf Personalausweise bestimmter EU-Länder eigentlich erlaubt? Man diskriminiert ja nicht nur andere EU-Länder, sondern auch Menschen ohne Personalausweis. Muss das nicht immer amtliches Dokument heißen?

Fragen über Fragen, ...

Fabi

Paar Antworten dazu!

GUM, Dienstag, 16.04.2013, 12:00 (vor 4788 Tagen) @ Fabi
bearbeitet von GUM, Dienstag, 16.04.2013, 12:03

Interessant, tolle neue Welt. D.h. Touristen aus den nicht genannten Ländern werden diskriminiert.

"oder man verbietet das ausschließliche Bezahlen mit Kreditkarte."


Ist eine Reduzierung auf Personalausweise bestimmter EU-Länder eigentlich erlaubt? Man diskriminiert ja nicht nur andere EU-Länder, sondern auch Menschen ohne Personalausweis. Muss das nicht immer amtliches Dokument heißen?

Fragen über Fragen, ...

Fabi

Paar Antworten dazu:
1.) Das ausschließliche Bezahlen nur mit Kreditkarte oder ähnlichen Instrumenten ist schon heute untersagt. Kurze Info dazu:

http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Bundesbank/Wissenswert/Glossar/Functions/glossar...

Das Zauberwort dazu lautet gesetzliches Zahlungsmittel. *Ironiemodus an* So kannst Du als Selbständiger jeden Monat in das feine Objekt Elisenhof *Ironiemodus aus* fahren und Deinen Krankenkassen-Monatsbeitrag bar einzahlen. Macht nur niemand.

Kritisch wird es dann, wenn man als Nahverkehrsunternehmen im öffentlichen Auftrag handelt und dann wirklich vorbildhaft handeln muss. So war die erste Generation der NTA tatsächlich blamabel, weil dort keine Geldannahmemöglichkeit vorhanden war.

2.) Nein, es darf auf keinen Fall "amtliches Dokument" heißen. In der *westlichen, demokratischen* Tradition der Bundesrepublik war die Vorlage des Ausweises nur auf sehr wneige Transaktionen wie beispielsweise einen Häuserkauf beim staatlich beauftragten und verschwiegenen Notar beschränkt.Auch heute noch darf kein Privatunternehmen den Ausweis verlangen.

Deshalb erfolgt die Herausgabe beim Mietwagen ja auch durch Vorlage des Führerscheines (Abgleich der Fahrzeugklasse mit dem Führerschein) -> Versicherungsschutz behalten und durch die Vorlage von ein bis zwei Zahlungsmitteln (je nach fahrzeuggröße). Es darf also keinesfalls "amtliches Dokument" heißen.

Die Vorlage des Zahlungsmittels (girocard, ec card, Kreditkarte) dient dazu, die Fälschungssicherheit des Tickets herzustellen. Denn das PDF-Dokument ist beliebig weiterkopierbar.

Diesen ganzen unsinnigen Aufwand hätte die DB übrigens vermeiden können, wenn es keine Online-Tickets als PDF gibt. Dann gibt es eine Schnellfunktion am NTA oder einer noch einfacher zu bedienenderen Schnellausdruck Stattion (Karte rein, Ticket raus), wo jedes Ticket nur einmal ausgedruckt werden kann.

Merke: Die Identifizierung durch das Zahlungsmittel oder ein willkürlich gewähltes Plastikdokument dient der Dupletten-Vermeidung, nichts anderem.

Grüße GUM

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Paar Fragen dazu!

JanZ, HB, Dienstag, 16.04.2013, 12:17 (vor 4788 Tagen) @ GUM
bearbeitet von JanZ, Dienstag, 16.04.2013, 12:18

Auch heute noch darf kein Privatunternehmen den Ausweis verlangen.

Quelle? Aus § 1 I PAuswG geht vielleicht hervor, dass ich ihn dann nicht vorzeigen muss, aber dass ihn niemand verlangen darf ...?

Merke: Die Identifizierung durch das Zahlungsmittel oder ein willkürlich gewähltes Plastikdokument dient der Dupletten-Vermeidung, nichts anderem.

Aber zumindest beim Normalpreis muss ich doch eine Dubletten-Kontrolle auch noch anderweitig durchführen, denn sonst könnte ja auch ein und dieselbe Person ein Ticket mehrmals benutzen. Die Identitätsfeststellung dient doch eher dazu, jemanden zu haben, den man bei mehrfacher Nutzung haftbar machen kann. Warum es dazu gerade der von der DB zugelassenen Karten bedarf, ist mir nach wie vor schleierhaft (siehe dazu auch meinen anderen Beitrag in diesem Baum).

PDF-Ticket sehr sinnvoll

Mumin, Dienstag, 16.04.2013, 12:19 (vor 4788 Tagen) @ GUM

Diesen ganzen unsinnigen Aufwand hätte die DB übrigens vermeiden können, wenn es keine Online-Tickets als PDF gibt. Dann gibt es eine Schnellfunktion am NTA oder einer noch einfacher zu bedienenderen Schnellausdruck Stattion (Karte rein, Ticket raus), wo jedes Ticket nur einmal ausgedruckt werden kann.

Nun ist aber einer der wesentlichen Vorteile des Onlinetickets nicht nur, dass es der DB jede Menge Papier erspart, sondern auch, dass ich damit sogar in Kleinkleckersdorf in einen Zug einsteigen darf, wo im Zweifel außer einer Sitzbank und einem Mülleimer keine weitere Bahnsteigausstattung existiert, also auch kein Ticketdrucker. Auch die Benutzung von ICE International, EC oder CNL aus dem Ausland kommend würde bedeutend erschwert.

PDF-Ticket sehr sinnvoll

JanZ, HB, Dienstag, 16.04.2013, 12:25 (vor 4788 Tagen) @ Mumin

Und man spart Zeit, wie ich leidvoll erfahren musste, als ich nach der Passkontrolle in St Pancras noch meine innerenglischen Tickets aus dem Automaten ziehen musste und meinen Zug nur dank Notfahrplan noch erreicht habe.

Paar Antworten dazu!

Fabi, Stuttgart, Dienstag, 16.04.2013, 12:27 (vor 4788 Tagen) @ GUM

Salut

Zum Thema Kreditkarten:

Ich habe mir das beim Onlineticket mal angesehen. Da werden Kreditkarten, Lastschrift und Paypal angeboten. Was fehlt ist eine Bezahlmöglichkeit am Schalter, also online buchen und mangels geeignetem "online Zahlungsmittel" am Schalter bezahlen kommen.

Beim Thema Lastschrift steht folgendes "Voraussetzung für die Teilnahme am Lastschriftverfahren ist, dass Ihr Wohnsitz und der Sitz Ihrer angegebenen Bank in Deutschland ist."

Das heißt, wenn ich mich hier in naher Zukunft abmelde (Zweimal Miete bezahlen, ...) wird meine deutsche Bankverbindung von der DB AG nicht mehr anerkannt. Nach dieser Logik dürfte man ja nichts bezahlen, wenn man nur ein Konto in diesem Land hat, dort aber nicht gemeldet ist.

Zum Thema Identifizierung:

Man kann sich ja auch mit anderen Dingen (Bahncard, Kreditkarte, ...) identifizieren. Allgemein muss es aber "amtlicher Ausweis" heißen. Da ein Pass, eine Aufenthaltsgenehmigung, ... rechtlich den gleichen Status hat.

Fabi

Auch dazu ein paar Fragen

JanZ, HB, Dienstag, 16.04.2013, 14:23 (vor 4788 Tagen) @ Fabi
bearbeitet von JanZ, Dienstag, 16.04.2013, 14:24

Ich habe mir das beim Onlineticket mal angesehen. Da werden Kreditkarten, Lastschrift und Paypal angeboten. Was fehlt ist eine Bezahlmöglichkeit am Schalter, also online buchen und mangels geeignetem "online Zahlungsmittel" am Schalter bezahlen kommen.

Was soll denn der Vorteil für DB und Kunden eines am Schalter bezahlten OT gegenüber einem "normalen" Ticket sein?

Beim Thema Lastschrift steht folgendes "Voraussetzung für die Teilnahme am Lastschriftverfahren ist, dass Ihr Wohnsitz und der Sitz Ihrer angegebenen Bank in Deutschland ist."

Das heißt, wenn ich mich hier in naher Zukunft abmelde (Zweimal Miete bezahlen, ...) wird meine deutsche Bankverbindung von der DB AG nicht mehr anerkannt. Nach dieser Logik dürfte man ja nichts bezahlen, wenn man nur ein Konto in diesem Land hat, dort aber nicht gemeldet ist.

Der Grund dafür ist mir auch schleierhaft ... möglicherweise wollen sie eine ladungsfähige Anschrift für den Fall von Problemen mit der Lastschrift haben.

Auch dazu ein paar Fragen

Fabi, Stuttgart, Dienstag, 16.04.2013, 18:52 (vor 4788 Tagen) @ JanZ

Salut

Was soll denn der Vorteil für DB und Kunden eines am Schalter bezahlten OT gegenüber einem "normalen" Ticket sein?

Vorteile, falls man keine Kreditkarte besitzt, das Bankkonto nicht gedeckt ist oder man paypal misstraut. Bei der DB AG geht es ja noch einigermaßen, aber ich kann mich gut daran erinnern, dass ich früher Flüge mit der Kreditkarte des Reisebüros buchen lassen musste, weil ich keine hatte.

Es gibt sicher noch haufenweise gute Gründe für das Benutzen von Bargeld, daher wäre eine Pflicht, das auch akzeptieren zu müssen, eigentlich begrüssenswert.

Ist übrigens in der Schweiz gängige Praxis, ich war erst vorhin auf der Post und habe Telefonrechnungen eingezahlt. Natürlich kann man aber auch dort Einzugsermächtigungen ausstellen. Vodafon-Rechnungen kann man auch bar bezahlen, allerdings kostet es 2,50 pro Rechnung (!), wenn man denen keine Einzugsermächtigung gibt. Gut, das ist es mir wert, wenn ich dafür Kontrolle über mein Geld habe.

Der Grund dafür ist mir auch schleierhaft ... möglicherweise wollen sie eine ladungsfähige Anschrift für den Fall von Problemen mit der Lastschrift haben.

Da ist wieder die Frage, ob das überhaupt zulässig ist. Falls ja, sollte man im Zuge der Globalisierung das vielleicht verbieten. Man kann schließlich nicht in jedem Land wohnen, in dem man ein Bankkonto besitzt.

Fabi

Auch dazu ein paar Fragen

JanZ, HB, Dienstag, 16.04.2013, 19:02 (vor 4788 Tagen) @ Fabi

Und was ist, wenn du dein am Schalter hinterlegtes OT nicht abholst und damit auch nicht bezahlst? Verfällt es dann einfach? Dann würde ich mir schon mal alle verfügbaren Sparpreise auf diese Weise sichern und nur die bezahlen, die ich auch tatsächlich brauche. Die Adresse, die ich beim Buchen angebe, kann ja letztlich auch niemand überprüfen und demzufolge auch niemand wissen, bei wem die Stornogebühren zu kassieren sind.

Auch dazu ein paar Fragen

Fabi, Stuttgart, Dienstag, 16.04.2013, 19:12 (vor 4788 Tagen) @ JanZ

Das ist ja überall dasselbe. Andere Bestellungen klappen ja auch im Internet mit angegebener Adresse. Man könnte wie bei Hotelbuchungen eine Deadline (bis wann man bezahlt haben muss) einführen, den Account per Ausweiskopie verifizieren, Einen Code per Post verschicken, ... Bei gleicher Reiseuhrzeit (wenn man zwei verschiedene Verbindungen bucht, ...) das Buchen unmöglich machen.

Selbst bei Hotelbuchungen gibt es haufenweise Gründe, warum man Vorort bar bezahlen möchte. Mache ich übrigens auch immer, d.h. Kreditkarte als Garantie oder eben vor der Deadline da sein.

Fabi

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Dienstag, 16.04.2013, 14:55 (vor 4788 Tagen) @ Fabi
bearbeitet von kimba2k, Dienstag, 16.04.2013, 14:59

Ist eine Reduzierung auf Personalausweise bestimmter EU-Länder eigentlich erlaubt? Man diskriminiert ja nicht nur andere EU-Länder, sondern auch Menschen ohne Personalausweis. Muss das nicht immer amtliches Dokument heißen?

Fragen über Fragen, ...


Ja, da es in D immer noch die Vertragsfreiheit gibt. Die DB unterliegt zwar dem Kontrahierungszwang, nicht aber dem Zwang jedem ein OT austellen zu müssen. Da ist sie frei in ihren Bedingungen, da andere Ticketoptionen zur Verfügung stehen, wie eben das RZ oder der Automat. Die DB muss Dir eine Fahrkarte verkaufen. Sie muss Dir nicht bedingungslos eine bestimmte Form der Fahrkarte verkaufen.

Diskriminiert wird da niemand. Wo kämen wir denn hin, wenn jeder sich bei jedem Mist nach dem ganzen Rest der Welt zu richten hätte. In D gibt es diese Vertragsbedingung, woanders gibt es andere. Wer damit nicht klar kommt, hat eben Pech.

Oder diskutierst Du mit einem britischen ZuB übder deren Vertragsbedingungen, da diese ja für einen deutschen Bürger komisch sind? Andere Länder, andere Bedingungen. Als Gast in einem Land gehört es zum guten Ton, diese zu akzeptieren.

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Fabi, Stuttgart, Dienstag, 16.04.2013, 19:21 (vor 4788 Tagen) @ kimba2k

Da ist sie frei in ihren Bedingungen, da andere Ticketoptionen zur Verfügung stehen, wie eben das RZ oder der Automat.

Wenn es so wäre, das man die gleiche Leistung bekommt, dann wäre das in Ordnung. Bestimmte Tickets sind aber nicht am Schalter erhältlich. daher sollte man eine Regelung haben, Dinge in allen Vertriebskanälen zu bekommen oder eben zumindest bezahlen zu können.

Andere Länder, andere Bedingungen. Als Gast in einem Land gehört es zum guten Ton, diese zu akzeptieren.

Sehe ich als Tourismusmensch anders. Und eben, soweit ich lese, studiert die Dame hier, d.h. zumindest Ihr (deutsches) Aufenthaltsdokument sollte zur Identifizierung genügen. In Zürich können Prostituierte übrigens sich mit der Nummer ihrer Aufenthaltsbewilligung am Automaten für die Gebühr/Steuer identifizieren.

Fabi

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Henrik, Dienstag, 16.04.2013, 22:50 (vor 4788 Tagen) @ Fabi

Da ist sie frei in ihren Bedingungen, da andere Ticketoptionen zur Verfügung stehen, wie eben das RZ oder der Automat.

Wenn es so wäre, dass man die gleiche Leistung bekommt, dann wäre das in Ordnung. Bestimmte Tickets sind aber nicht am Schalter erhältlich.

welche Tickets sind denn nicht am Schalter erhältlich?
(kenn es nur umgekehrt, dass Tickets am Schalter erhältlich sind, aber nicht am Automaten oder im Internet)

In welchem Fall erhält man am Schalter nicht die gleiche Leistung?

daher sollte man eine Regelung haben, Dinge in allen Vertriebskanälen zu bekommen

wäre sicher wünschenswert, in so einigen Bereichen aber nicht umsetzbar.

oder eben zumindest bezahlen zu können.

das sollte aktuell möglich sein.

Andere Länder, andere Bedingungen. Als Gast in einem Land gehört es zum guten Ton, diese zu akzeptieren.

Sehe ich als Tourismusmensch anders. Und eben, soweit ich lese, studiert die Dame hier, d.h. zumindest Ihr (deutsches) Aufenthaltsdokument sollte zur Identifizierung genügen.

"Gegenüber einer Kreditkarte, EC-Karte oder BahnCard hat der Personalausweis den Nachteil, dass er nicht elektronisch vom Fahrkartenkontrolleur überprüft werden kann." Man lasse den Personalausweis trotzdem zu, weil er europaweit beim Ticket-Erwerb akzeptiert werde. Aber: "Wir wollen das nicht auf den Reisepass oder andere Dokumente ausweiten."

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/service/aerger-onlineticket-bahn100....

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Fabi, Stuttgart, Dienstag, 16.04.2013, 23:35 (vor 4788 Tagen) @ Henrik

welche Tickets sind denn nicht am Schalter erhältlich?

Gute Frage, gibt es das bei der Bahn nicht? Ansonsten siehe nächste Antwort.

In welchem Fall erhält man am Schalter nicht die gleiche Leistung?

In jedem, der mehr kostet als es im Internet kostet. Gleiche Leistung kann man wohl nicht sagen, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist durch Gebühren ein anderes.

"Gegenüber einer Kreditkarte, EC-Karte oder BahnCard hat der Personalausweis den Nachteil, dass er nicht elektronisch vom Fahrkartenkontrolleur überprüft werden kann." Man lasse den Personalausweis trotzdem zu, weil er europaweit beim Ticket-Erwerb akzeptiert werde. Aber: "Wir wollen das nicht auf den Reisepass oder andere Dokumente ausweiten."

Sollte sich doch durch das hier machen lassen? => http://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_(Deutschland)#Zugriff_von_Diensteanbietern

Ich mag es fast nicht schreiben, aber in der Schweiz gibt es das ganze Problem nicht:

"Welche Dokumente muss ich dem Kontrollpersonal zeigen? Das OnlineTicket gilt nur in Verbindung mit einem gültigen und auf die reisende Person lautenden, amtlichen Ausweis (Reisepass oder Identitätskarte). Bei Halbtax- oder GA-Abonnenten reicht das Vorweisen der Abonnementskarte aus."

=> http://www.sbb.ch/abos-billette/e-tickets/faq/online.html

Fabi

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Henrik, Dienstag, 16.04.2013, 23:49 (vor 4788 Tagen) @ Fabi

welche Tickets sind denn nicht am Schalter erhältlich?

Gute Frage, gibt es das bei der Bahn nicht?

Meine These war es nicht - es obliegt nicht mir, eben jene zu belegen / zu begründen.

In welchem Fall erhält man am Schalter nicht die gleiche Leistung?

In jedem, der mehr kostet als es im Internet kostet. Gleiche Leistung kann man wohl nicht sagen, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist durch Gebühren ein anderes.

das ist was ganz anderes.

also man erhält die gleiche Leistung.

"Gegenüber einer Kreditkarte, EC-Karte oder BahnCard hat der Personalausweis den Nachteil, dass er nicht elektronisch vom Fahrkartenkontrolleur überprüft werden kann." Man lasse den Personalausweis trotzdem zu, weil er europaweit beim Ticket-Erwerb akzeptiert werde. Aber: "Wir wollen das nicht auf den Reisepass oder andere Dokumente ausweiten."

Sollte sich doch durch das hier machen lassen? => http://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_(Deutschland)#Zugriff_von_Diensteanbietern

Bezieht sich wohl eher auf den Neuen Personalausweis.
Ich konnte im gesamten Abschnitt aber nirgends etwas dergleichen nachlesen, dass man eben genau diesen durch ein Schaffner-Gerät durchziehen könne.

Ich mag es fast nicht schreiben

..dann lass es doch auch besser.

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Mittwoch, 17.04.2013, 01:44 (vor 4788 Tagen) @ Henrik

"Gegenüber einer Kreditkarte, EC-Karte oder BahnCard hat der Personalausweis den Nachteil, dass er nicht elektronisch vom Fahrkartenkontrolleur überprüft werden kann." Man lasse den Personalausweis trotzdem zu, weil er europaweit beim Ticket-Erwerb akzeptiert werde. Aber: "Wir wollen das nicht auf den Reisepass oder andere Dokumente ausweiten."

Sollte sich doch durch das hier machen lassen? => http://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_(Deutschland)#Zugriff_von_Diensteanbietern


Bezieht sich wohl eher auf den Neuen Personalausweis.
Ich konnte im gesamten Abschnitt aber nirgends etwas dergleichen nachlesen, dass man eben genau diesen durch ein Schaffner-Gerät durchziehen könne.


Nein, kann man auch nicht:

"Der Bürger kann Online-Anbietern...."

Das funktioniert nur mit einer Internetverbindung, da Zertifikate ausgetauscht werden, bei jeder Abfrage. Eine Offline-DB exisitiert nicht.

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Fabi, Stuttgart, Donnerstag, 18.04.2013, 16:37 (vor 4786 Tagen) @ kimba2k

Natürlich könnte man das machen.

=> Wlan in die Züge
=> MT online schalten

Fabi

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Freitag, 19.04.2013, 01:33 (vor 4786 Tagen) @ Fabi
bearbeitet von kimba2k, Freitag, 19.04.2013, 01:36

Guter Witz.

Du möchtest also von diesen 1-2 Mbit maximaler gesamter Leistung, welche auch noch die YouTube Akrobaten zumüllen, deine Fahrt abhängig machen ;-)

Oh, sorry, im Tunnel ist Ihre ID Karte ungültig, da nicht lesebar :-)

Bevor da nicht jemand das Funknetz an den Bahntrassen auf die heute notwendigen Bandbreiten aufgepeppt hat, bleibt das alles mehr Schein als sein. Es wird allerdings noch einige Zeit dauern, den Spagat zwischen Bandbreite, Reichweite und das noch für einen 300 KM/h schnellen Zug hinzukriegen.

Online MT hatte man doch schon einmal, für EC/Maestro Karten. Das hat so toll funktioniert, dass man es wieder eingestampft hat.

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Fabi, Stuttgart, Freitag, 19.04.2013, 11:30 (vor 4785 Tagen) @ kimba2k

Guter Witz.

Nein, eher Realität.

Bevor da nicht jemand das Funknetz an den Bahntrassen auf die heute notwendigen Bandbreiten aufgepeppt hat, bleibt das alles mehr Schein als sein.

Genau und das bedeutet dann Wlan im Zug. Mehr habe ich gar nicht geschrieben.

Grundsätzlich ist es doch so, dass die Hersteller von neuen technischen Geräten, ohne Rücksicht auf die technische Infrastruktur ihre neuesten Errungenschaften verkaufen. D.h. vielleicht sollte man zuerst überlegen, eine Infrastruktur aufzubauen, bevor man andere Sachen macht.

Ich kann aus eigener Erfahrungen berichten, dass Internet am Handy im Stuttgarter Fußballstadion nie ein Problem war. Nach dem Umbau (also ein, zwei Jahre später), funktioniert aber nichts mehr, ab ca. 5000 Zuschauer, weil ja jeder mit seinem Smartphone ständig irgendwie online ist.

Fabi

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Mittwoch, 17.04.2013, 02:14 (vor 4788 Tagen) @ Henrik

welche Tickets sind denn nicht am Schalter erhältlich?

Ltur-tickets

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Henrik, Mittwoch, 17.04.2013, 03:14 (vor 4787 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Da ist sie frei in ihren Bedingungen, da andere Ticketoptionen zur Verfügung stehen, wie eben das RZ oder der Automat.

Bestimmte Tickets sind aber nicht am Schalter erhältlich.

welche Tickets sind denn nicht am Schalter erhältlich?
(kenn es nur umgekehrt, dass Tickets am Schalter erhältlich sind, aber nicht am Automaten oder im Internet)

Ltur-tickets

ok.
dieses Aktionsangebot ist aber auch bei keinem anderen Vertriebskanal der DB erhältlich.

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Mittwoch, 17.04.2013, 05:17 (vor 4787 Tagen) @ Henrik

ok.
dieses Aktionsangebot ist aber auch bei keinem anderen Vertriebskanal der DB erhältlich.

Aber genau um dieses Ticket geht es doch bei der Russin...

Die DB kann in ihre Bedingungen schreiben was sie will

kimba2k, Wuppertal-Frankfurt am Main, Mittwoch, 17.04.2013, 08:27 (vor 4787 Tagen) @ Meinrad aus Kanada

Ja, aber in diesem Zweig des Threads nicht mehr ;-)

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

Reisender, München, Dienstag, 16.04.2013, 17:03 (vor 4788 Tagen) @ Fabi

Ist eine Reduzierung auf Personalausweise bestimmter EU-Länder eigentlich erlaubt? Man diskriminiert ja nicht nur andere EU-Länder, sondern auch Menschen ohne Personalausweis. Muss das nicht immer amtliches Dokument heißen?

Das Problem ist wahrscheinlich, dass die Echtheit ausländischer Ausweise, insbesondere von kleineren Staaten außerhalb Europas, selbst von deutschen Polizisten oder Zollbeamten bei einer Kontrolle oft nicht geprüft werden kann, weil diesen Personen schlicht nicht bekannt ist wie der echte Ausweis dieses ausländischen Staates aussehen muss und sie mangels Kenntnis der entsprechenden Fremdsprache das vorgelegte Dokument nicht einmal lesen können. Man denke nur an Ausweispapiere mit exotischen Schriftzeichen.

Ein Zub wäre also ebenfalls überfordert, würde die Bahn von ihm verlangen, derartige Dokumente auf ihre Echtheit zu prüfen. Würde die Bahn auf eine derartige Prüfung wiederum gänzlich verzichten, dann wäre dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. Betrüger könnten dann nämlich leicht irgendwelche Fantasieausweise erstellen, um sich damit zu legitimieren.

--
[image]

Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

Fabi, Stuttgart, Dienstag, 16.04.2013, 23:14 (vor 4788 Tagen) @ Reisender

Also, soweit mir bekannt ist, gibt es keine Reisepässe ohne Transliteration von nicht lateinischen Buchstaben. Finde zwar keine Regelung dazu, aber anders wäre es auch unsinnig. In Libyschen Pässen ist es auf einer Extraseite ergänzt, sonst wohl meist auf der Personalseite. Ich denke, ich hatte die Hälfte der normalen Reisepässe schon in der Hand. Da wäre es auch im Hotel schwierig zu wissen, wer vor einem steht, wenn die Pässe nicht übersetzt wären.

Die Polizei hat für diese Fälle erstens auf jeden Fall ein Schengen-Visum im Pass, welches in der Sprache des Landes in dem es beantragt wurde, ausgestellt ist und zweitens eine Datenbank, in der die Merkmale genau beschrieben sind.

Also, ich sehe da kein Problem, andere Institutionen (Hotels, Diskotheken, ...) müssen Reisepässe ja auch akzeptieren.

Fabi

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

heinz, Mittwoch, 17.04.2013, 08:28 (vor 4787 Tagen) @ Fabi

Ich stimme völlig zu. Libyen ist in der Tat ein besonderer Fall, das stimmt.

Ticket-Streit: Bahn und Fahrgast konnten keine Lösung finden

br752, Montag, 15.04.2013, 18:05 (vor 4789 Tagen) @ d-b-till

Günstige Online-Tickets der Deutschen Bahn nur für Deutsche.
Russen u. ä. können doch beim dt. Zugbegleiter in bar zahlen;
für das Wechselgeld auf den Fünfhunderter
gibt es dann einen im Reisezentrum einlösbaren Gutschein.

Naja,

was hast du gegen Leute die 500 Euro Scheine haben? Du scheinst denen auch zu unterstellen, dass sie kriminell sind! - Ok, das tuen andere auch.

Nehmen wir mal "einen Reiseveranstalter":

Identifikation für das Online-Ticket:
[...]
Bitte wählen Sie eine dieser Karten: Kreditkarte / BahnCard / ec-Karte (Maestro) / Personalausweis

Ist das nun diskrimienierend, das man auslaendischen Mitbuergern/Reisenden nur 3, anstelle wie den Deutschen 4, Moeglichkeiten zur Identifizierung anbietet?

Ich kann in Frankreich nicht mit Card-Bleu bezahlen, da ich keine bekommen kann, sondern nur mit Kreditkarte? Muss ich mich da nun benachteiligt fuehlen?


Die Frage ist doch eine andere: Warum konnte man die Identifizierung nicht anders vornehmen? - Vielleicht konnte man den Namen aus dem Pass nicht mit dem Namen auf dem Ticket uebereinbringen? Vielleicht weil dort andere Buchstaben drin sind? - Zugegeben alles Spekulationen.

Schlimm finde ich nur, dass man keine Regelung gefunden hat, die alle zufrieden stellt und dass die Bahn sich nur auf das Kleingedruckte rausredet.


So einen Knallkopf hatte ich letztens auch im Zug. Der wollte nicht akzeptieren was seine Zugbegleiterkollegen in den anderen Zuegen auf mein Ticket draufgeschrieben und akzeptiert hatten. Sein Bummerang wird aber schon geschnitzt!


BR752

Ticket-Streit: Bahn und Fahrgast konnten keine Lösung finden

bahnerausleidenschaft, Montag, 15.04.2013, 18:11 (vor 4789 Tagen) @ br752

So einen Knallkopf hatte ich letztens auch im Zug. Der wollte nicht akzeptieren was seine Zugbegleiterkollegen in den anderen Zuegen auf mein Ticket draufgeschrieben und akzeptiert hatten. Sein Bummerang wird aber schon geschnitzt!


BR752

Warum geht das hier in diesem Forum nur noch mit Beleidigungen?

Entschuldigung, aber diesmal konnte ich nicht anders

br752, Montag, 15.04.2013, 18:33 (vor 4789 Tagen) @ bahnerausleidenschaft

Hallo bahnerausleidenschaft,

danke fuer Deinen Einwand.

Warum geht das hier in diesem Forum nur noch mit Beleidigungen?

Du hast Recht und eigentlich ist es der falsche Ausdruck. Man sollte auch hier hoeflicher sein, aber wenn man sich nach einer Woche immer noch ueber seine Unhoeflichkeit so aergert wie ich, merkst du vielleicht wie unverschaemt der war.

Ich bin zu jedem Zugbegleiter freundlich und hoeflich, weil sie neben dem Lokfuehrer die wichtigsten Leute fuer mich sind. Die arbeiten gerade daran mich dorthin zu bringen wohin ich moechte. Ich bedanke mich immer und bei Problemen spreche ich sie VON MIR AUS schon direkt an. In diesem Fall ist der Zugchef aber innerlich, WARUM AUCH IMMER, amok gelaufen und hat es an mir ausgelassen. Ich war vollkommen verdattert und habe nicht verstanden was das sollte. - Details kommen hier aber nicht. - Es wird die erste Beschwerbe an die Bahn sein und ich hole da ein grosses Kaliber raus.

Normalerweise kenne ich es zwischen Zugpersonal und Reisenden so: "Leben und leben lassen" und "Wie man in den Wald ..." - Diese beiden Merksaetze kannte derjenige wohl nicht. Ich vermute er verdaute noch Korinthen.

An dieser Stelle moechte ich mich vollkommen ironiefrei bei den 97% Zugpersonalen bedanken die mich und alle anderen Reisenden jeden Tag gut ans Ziel bringen, bei Problemen helfen und aus kleinen Fahrkartenproblemen nicht einen Fahrkartenelefanten machen! ;-) Danke.

BR752

ADMIN: Hinweis zum Umgangston

Sese, Montag, 15.04.2013, 18:16 (vor 4789 Tagen) @ br752

Guten Abend allerseits!

was hast du gegen Leute die 500 Euro Scheine haben? Du scheinst denen auch zu unterstellen, dass sie kriminell sind! - Ok, das tuen andere auch.

[...]

So einen Knallkopf hatte ich letztens auch im Zug. Der wollte nicht akzeptieren was seine Zugbegleiterkollegen in den anderen Zuegen auf mein Ticket draufgeschrieben und akzeptiert hatten. Sein Bummerang wird aber schon geschnitzt!

Na, hier ist ja schon ordentlich Stimmung angesagt. Dabei ist noch überhaupt nix passiert. Ich darf daher eindringlich darum bitten, einen freundlichen und respektvollen Umgangston zu wahren. Sowohl gegenüber anderen Forenteilnehmern, als auch den Mitarbeitern der DB.

Nur ungern würde ich diesem Beitragsbaum nachher eine Zwangsbremsung verpassen müssen. Daher: Bleibt fair und diskutiert sachlich!

--
Grüße,
Sese

Bürokraten-Bahn halt - Onlineticket!

maxiboy, IBNR: 7006966, Montag, 15.04.2013, 18:52 (vor 4789 Tagen) @ d-b-till
bearbeitet von maxiboy, Montag, 15.04.2013, 18:57

Woanders findet man pragmatische und idiotensicherere Lösungen, die solche Probleme gar nicht erst entstehen lassen.
=> https://www.facebook.com/virgintrains/posts/610835918944991

Bei der DB wird auf der Durchsetzung des Kleingedruckten beharrt, auch wenn es noch so sinnfrei ist… Ist jetzt aber auch nicht des Zubs Schuld, die müssen auch nur durchsetzen, was oben irgendwann mal beschlossen wurde, Dienstleistungsunternehmen hin oder her.

Ganz prinzipiell finde ich das Online-Ticket auch nicht besonders gelungen.
Man wollte offenbar Bahn-Tix schon im Jahr 2003 für Online-Buchungen einführen (wie es in Ungarn, UK und Schweden wohl schon lange existiert) – das hätte das Problem der Übertragbarkeit schon lange gelöst. Ist dann aber klammheimlich eingestampft worden. Offenbar will man lieber kurzfristigen Gewinn = die paar Euro Stornogebühr von den Leuten, als langfristige Vorteile = Kundenzufriedenheit.

Ich würde mal behaupten, ohne Vertriebsmonopol der DB sähe es etwas anders aus.

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE: DB-PM

weichenknecht, Süd- und Ostbayern, Montag, 15.04.2013, 22:03 (vor 4789 Tagen) @ d-b-till

Reaktions-PM der DB zum Artikel:

Die Deutsche Bahn (DB) weist die aktuelle Berichterstattung des Spiegels zu einem Vorfall im ICE 1508 am 12. Januar 2013 zurück, da sie die intensiven Bemühungen des DB-Bordpersonals unterschlägt, mit der betroffenen Kundin zu einer einvernehmlichen Lösung des Problems zu kommen.

https://www.deutschebahn.com/de/presse/presseinformationen/pi_p/3791706/p20130414.html?...

Wie und welche Adressen gleicht die Bahn ab?

br752, Montag, 15.04.2013, 22:16 (vor 4789 Tagen) @ weichenknecht

Der in diesem Fall von der DB nicht anerkannte russische Personalausweis als Identifikation zum Online-Ticket der Kundin hätte durch die simple Angabe von Adressdaten und eine nachträgliche Überprüfung kompensiert werden können.

Hallo weichenknecht,

danke fuer die sachdienliche Verlinkung.

Meine Frage: Wie waere das in DIESEM abgelaufen?

Welche Adresse haette die Frau angeben muessen? Ihre Adresse wo sie gemeldet ist oder die Adresse die sie bei der Onlinebuchung (fuer Dritte) angegeben hat? Z.B. Temporaerer Wohnadresse.

Wie waere dann die Ueberpruefung vonstatten gegangen. Sie waere mit dem Onlineticket und einer eventuellen Fahrpreisnacherhebeung ins Reisezentrum gegangen. Dort haetten sie was ueberprueft? Das sie geprueft ob sie Frau xyz mit dem Namen xyz ist oder haetten sie die Adressdaten abgeglichen.?

Ist aus meiner Sicht nicht so einfach. Bei unsereins stimmt meisten Ausweis-, Melde,- und Onlineticketadresse ueberein. In einem Reisepass gibt es z.B. keine Adressse. Da geht es also schon los. ...


BR752

Es ist VIEL einfacher!

GUM, Dienstag, 16.04.2013, 09:26 (vor 4788 Tagen) @ br752

Meine Frage: Wie waere das in DIESEM abgelaufen?

BR752

In dem Fall dieses Online-Tickets ist es sogar viel einfacher. Man schreibt alle Daten auf und sagt dem Kunden, wenn er denn zuhört, dass er beispielsweise erst in einer Woche zur Bearbeitung der Fahrpreisnacherhebung gehen soll. Inzwischen ist die reguläre Gültigkeit des Online-Tickets ja abgelaufen und es kann systemtechnisch geprüft werden ob eine Dopelnutzung vorlag.

Wurde das Ticket nur ein einziges Mal benutzt, dann kann man sich jeden weiteren Ablauf sparen und eine Preisdifferenz ggf. zurückerstatten.

Wäre also wohl ähnlich wie bei einem inländischen Kunden:

Guckst Du hier!

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

Frage zu FN: Immer Adressdaten notwendig?

GibmirZucker, Montag, 15.04.2013, 22:18 (vor 4789 Tagen) @ weichenknecht

Die DB meint mit dieser Mitteilung wohl, zwecks FN Adressdaten hätten erhoben werden sollen. Gibt ja sonst keinen Sinn, weil ja die Adressdaten bei Kauf eines Onlinetickets hinterlegt werden müssen.

Abgesehen von diesem Fall: Hat die DB das Recht, die Adressdaten zu verlangen? Diese Frage stellte ich mir vor zwei Jahren, als ein Schweizer, Gast an unserer Uni, in eine Kontrolle geriet und der Zub aus unverständlichen Gründen seine Fahrkarte für ungültig erklärte. Der juristisch versierte Herr stellte sich auf den Standpunkt, dass die DB zwar das Recht habe, von einem Kunden den Ausweis zu verlangen. Mehr aber nicht. Da aber auf seiner CHE-Identitäskarte natürlich keine Adresse angegeben war (sondern nur Austellungsbehörde und Heimatort. Er amüsierte sich köstlich, dass sie nach einer Adresse an seinem Heimatort fragten, den er selbst noch nie besucht hat). Er erlaubte dem Zub zwar, seinen Ausweis abzuschreiben, mehr wollte er aber nicht liefern. Nach einer halben Stunde hat der Zub dann von ihm abgelassen und es gab nicht mal eine FN.

Frage zu FN: Immer Adressdaten notwendig?

Reservierungszettel, KDU, Montag, 15.04.2013, 22:48 (vor 4789 Tagen) @ GibmirZucker

Ich meine ja, das hat damit zu tun damit der Kunde nicht so einfach aus der Sache rauskommt und die Bahn den Kunden in diesem Fall trotzdem erreicht.

Grüße Andreas

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

1040bln, Berlin-Mitte, Montag, 15.04.2013, 23:05 (vor 4789 Tagen) @ d-b-till

Schon ziemlich krass, wieviel Paragrafenreiterei und überhaupt Amtsdeutsch allein in diesem Thread gebraucht werden.

Ticket-Streit: Bahn wirft Russin aus dem ICE

heinz, Dienstag, 16.04.2013, 00:41 (vor 4789 Tagen) @ 1040bln

Schon ziemlich krass, wieviel Paragrafenreiterei und überhaupt Amtsdeutsch allein in diesem Thread gebraucht werden.

Was hast du gegen Amtsdeutsch? Bestimmte "amtliche" Sachverhalte lassen sich damit nun mal am besten eineindeutig beschreiben. Dass man damit keinen Lyrikwettbewerb gewinnt, dürfte klar sein.

Online-Tickets bei anderen Bahnen

JanZ, HB, Dienstag, 16.04.2013, 10:10 (vor 4788 Tagen) @ d-b-till

Ich habe ja nun schon in mehreren Ländern Online-Tickets gekauft, und nirgendwo war die Identifizierung so restriktiv geregelt wie bei der DB. Gut, bei RENFE und SNCF könnte man damit argumentieren, dass durch die Reservierungspflicht ein großer Teil des Missbrauchspotenzials verloren geht. Im AVE hat der Zub z.B. gar nicht kontrolliert, sondern nur mit einer Liste abgeglichen, welche Plätze besetzt sein sollten. Aber auch von der SNCB hatte ich letztes Jahr Onlinetickets, bei denen zur Identifizierung lediglich der Name eingetragen war, und da gibt es keine Reservierungspflicht. Sofern eine eventuelle Mehrfachnutzung abgeglichen wird, gibt es m.E. aus Sicht der Bahn doch kein größeres Missbrauchspotenzial als bei der DB. Für mich als Kunden bliebe nur die geringe Gefahr, dass jemand mit dem gleichen Namen mein Ticket benutzt und ich dann wegen Doppelnutzung dran bin. Das kann man dann aber sicher über die Kreditkartennummer etc. klären.

Volle Zustimmung!

GUM, Dienstag, 16.04.2013, 10:48 (vor 4788 Tagen) @ JanZ

Zudem kann das Ticket gar nicht doppelt genutzt werden, wenn Du das PDF nicht öffentlich aushängst :-)

--
Sicherheitshinweis: Lassen Sie Ihre Politiker nicht unbeaufsichtigt!
Security advice: Don't leave your politicians unattended!

PM der Bahn dazu

MvG, Mittwoch, 17.04.2013, 15:02 (vor 4787 Tagen) @ d-b-till

http://www.deutschebahn.com/de/presse/presseinformationen/pi_p/3791706/p20130414.html?s...

" Der in diesem Fall von der DB nicht anerkannte russische Personalausweis als Identifikation zum Online-Ticket der Kundin hätte durch die simple Angabe von Adressdaten und eine nachträgliche Überprüfung kompensiert werden können.

In diesem Fall hätte die Kundin ihre Fahrt zum Zielort auch problemlos fortsetzen können. Dieses Verfahren wird täglich hundertfach in den Zügen der DB und der Privatbahnen angewendet und hat in der Regel für die betroffenen Fahrgäste keinerlei negative Folgen.

Da die Kundin jedoch nach den uns vorliegenden Stellungnahmen der beteiligten DB-Mitarbeiter alle Versuche zur einvernehmlichen Lösung des Problems und eine Deeskalation der Situation ablehnte, sah sich das Zugteam zur Einschaltung der Bundespolizei gezwungen."

Wenn das schon mal jemand hier gepostet hat, bitte nicht hauen, ich hab jetzt nur die Betreffszeilen überflogen und nichts dazu gesehen und hatte keinen Nerv mir die komplette Diskussion auf die Schnelle durchzulesen.

PM der Bahn dazu

Reisender, München, Mittwoch, 17.04.2013, 15:07 (vor 4787 Tagen) @ MvG

Wenn das schon mal jemand hier gepostet hat,

wurde tatsächlich bereits gepostet: http://www.ice-treff.de/index.php?id=227471

bitte nicht hauen,

wer macht denn so etwas?

ich hab jetzt nur die Betreffszeilen überflogen und nichts dazu gesehen und hatte keinen Nerv mir die komplette Diskussion auf die Schnelle durchzulesen.

Der Zusatz "DB PM" war in dem Posting von weichenknecht tatsächlich etwas versteckt.

--
[image]

Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Russischer Pass bei ausgewählten Onlinetickets gültig!

Giovanni, Donnerstag, 18.04.2013, 16:25 (vor 4786 Tagen) @ MvG

http://www.deutschebahn.com/de/presse/presseinformationen/pi_p/3791706/p20130414.html?s...

" Der in diesem Fall von der DB nicht anerkannte russische Personalausweis als Identifikation zum Online-Ticket der Kundin hätte durch die simple Angabe von Adressdaten und eine nachträgliche Überprüfung kompensiert werden können.

Aus den ÖBB-Beförderungsbedingungen, die so auch für internationale Fahrkarten von/nach Deutschland (z.B. Sparschiene Deutschland) gültig sind:
"4.3.4 Das Online Ticket zum Selbstausdruck lautet auf den Namen des bzw. der im Buchungsvorgang angegebenen Reisenden und ist als persönliche Fahrkarte nicht übertragbar. Bei einer Fahrkartenkontrolle muss sich der Reisende durch Vorweis eines amtlichen Lichtbildausweises oder einer ÖBB VORTEILScard mit Lichtbild identifizieren."

Hätte die Dame also beispielsweise eine ÖBB-Sparschiene Innsbruck - Berlin vorgelegt, hätte der Zugbegleiter den russischen Ausweis akzeptieren müssen. Oder aber einen chinesischen, indischen, arabischen oder afrikanischen Lichtbildausweis...

Laut österreichischem Bundeskanzleramt (was ja für Auslegung der ÖBB-Vertragswerke maßgeblich sein dürfte) sind auch Führerschein, Waffenpass und der sehr seltene Identitätsausweis amtliche Lichtbildausweise.

Viel Spaß dem Zugbegleiter der das kontrollieren darf!

--
Wo Logik aufhört fängt das DB-Preissystem an.
2.4.4: "Eine Fahrkarte für eine höhere Produktklasse berechtigt [...] auch zur Beförderung in einer niedrigeren Produktklasse."
Ein Doppelstock-RE ist 4.631,5mm hoch - ein ICE1-Speisewagen nur 4.295mm ;)

Russischer Pass bei ausgewählten Onlinetickets gültig!

heinz, Donnerstag, 18.04.2013, 16:48 (vor 4786 Tagen) @ Giovanni
bearbeitet von heinz, Donnerstag, 18.04.2013, 16:49

Ich habe jetzt ein wenig den Überblick verloren. Was hat Madame denn nun vorgelegt: Pass oder Personalausweis?

Noch ein Gedanke dazu

JanZ, HB, Mittwoch, 17.04.2013, 19:37 (vor 4787 Tagen) @ d-b-till

Ist es nicht vor allem im Interesse des (zahlenden) Käufers des OT, dass die Identitätskontrolle möglichst penibel durchgeführt wird? Sonst könnte sich ja jemand der PDF-Datei meines OT bemächtigen, sie 100-mal ausdrucken und an seine Freunde verteilen, und ich habe dann nachher Nachzahlung und ggf. Strafverfahren am Hals. Oder würde die DB dann auf dem Schaden sitzenbleiben und ist daher so restriktiv? Weiß jemand, wieso die erwähnten anderen Bahnen es nicht sind? Andere rechtliche Situation? Noch keine schlechten Erfahrungen gemacht?

Günstige Online-Tickets der Deutschen Bahn nur für Deutsche.
Russen u. ä. können doch beim dt. Zugbegleiter in bar zahlen;
für das Wechselgeld auf den Fünfhunderter
gibt es dann einen im Reisezentrum einlösbaren Gutschein.

Stammt diese reichlich unpassende Bemerkung eigentlich von dir, d-b-till, oder zitierst du sie nur (von wo?)?

Noch ein Gedanke dazu

JanZ, HB, Mittwoch, 17.04.2013, 19:44 (vor 4787 Tagen) @ JanZ

Stammt diese reichlich unpassende Bemerkung eigentlich von dir, d-b-till, oder zitierst du sie nur (von wo?)?

... oder sollte ich Ironie übersehen haben *rotwerd*?

Spiegel: Video zum Rauswurf des Fahrgastes

trainsimer, Freitag, 19.04.2013, 13:41 (vor 4785 Tagen) @ d-b-till

http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelblog/bahnkundin-ohne-deutschen-pass-von-polizei-ab...

--
Wer nicht kommt zur rechten Zeit, den bestraft die Bahn mit Pünktlichkeit!

Unglaublich!

ktmb, Freitag, 19.04.2013, 14:14 (vor 4785 Tagen) @ trainsimer
bearbeitet von ktmb, Freitag, 19.04.2013, 14:15

Unglaublich, was da abgegangen ist. In solchen Sachen ist Bahn scheinbar geübt.
Ich denke, dass hier schnellstmöglich etwas geändert werden sollte, damit so etwas nicht mehr passiert. Hoffe nur, dass die Studentin den Rechtsweg gegen die Bahn nutzt. Hatte auch schon einmal erlebt, dass ein ausländischer Reisender aufgrund derselben Problematik "nachlösen" musste. Bei einem ÖBB-Onlineticket reichen Name und Pass/Ausweis doch auch.
Wahrscheinlich hat die Bahn nun aber eine Kundin verloren, für immer!

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum