RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 1 (Reiseberichte)

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:14 (vor 4763 Tagen)

[Noch ein kleiner Einschub nach fertigstellen des Berichts, ich habe nun viele Stunden damit verbracht, den Reisebericht zu schreiben und ich hoffe, dass er nicht zu langweilig zu lesen ist und bitte gefundene Fehler zu entschuldigen ;))]


Übermäßiger Alkoholkonsum und exzessive Partys? Nein, danke. Die freien Karnevalstage nutzte ich so für eine kleine, aber wunderschöne und eindrucksvolle Balkanrundreise, zu welcher ein kleiner Bericht folgt. Alle Bilder sind bloß Schnappschüsse mit dem Handy, aber werden wohl einige Eindrücke wiedergeben. Selbstverständlich werden hier auch die ganzen Fahrkarten und Reservierungen für die Tariffreaks, wie mich, nicht fehlen ;) .


Ich kam also an Weiberfastnacht gegen 12:45 Uhr, mit nun doch schon ein paar Gläschen Sekt intus, zur Haustüre herein und hatte nun noch knapp eine Stunde um meine Sachen zusammenzupacken. Problemlos und ohne Eile stand ich aber gegen 14:20 Uhr am Euskirchener Bahnhof. Ich entschied mich bewusst gegen die Fahrt über Köln und startete so pünktlich um 14:31 Uhr mit der RB11649 nach Bonn. Auch hier wurde zum Teil fröhlich und heiter gesungen, getrunken und gegrölt, ganz gleich, letztlich erreichten wir pünktlich um 15:09 Uhr Bonn. Meine Suche nach einer geöffneten Apotheke in Bahnhofsnähe war leider vergebens, alle Apotheken hatten bereits geschlossen und so fand ich mich wieder im Bahnhof ein.

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IC2011 nach Tübingen wird in umgekehrter Wagenreihung angekündigt

Ich fand noch einen unreservierten Sitzplatz auf der Rheinseite, nachdem wir Bonn mit +4 verlassen hatten und genoss das Panorama bei etwas Musik auf den Ohren.

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Der Rhein zwischen Bonn und Koblenz

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Das Europa-Spezial lässt sich auch bis zum ungarisch/serbischen Grenzbahnhof Kelebia ausstellen, bringt aber keine finanzielle Ersparnis, denn das Spezialangebot "Beograd-Spezial" kostet nur 15€ für die Strecke Budapest-Belgrad, ein Streckenfahrschein mit RailPlus von Kelebia nach Belgrad bei der DB hingegen schon 17,20€.

Nachdem es dann landschaftlich nicht mehr so reizvoll war und es draußen bereits zu dämmern begann, versank ich im Roman „Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt“ meiner Lieblingsautorin Dora Heldt. Nachdem Mannheim und Heidelberg an uns vorbeigezogen waren erreichten wir Stuttgart um 18:47 Uhr mit +1.

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Der IC2011 nach Ankunft in Stuttgart

In Stuttgart hatte ich genügend Zeit noch die Bahnhofsapotheke aufzusuchen und verweilte die restliche Zeit auf dem doch recht zugigen Bahnsteig mit zwei yormas-Salamibaguettes. Leider waren alle Sitzmöglichkeiten, sogar im ``überdachten`` Bereich, nass, am Ende das Bahnsteiges gab es aber noch ein geschlossenes Wartehäuschen. Nachdem ich Stuttgart nach etwa einstündiger Pause gegen 20:00 Uhr im IC2295 verlassen hatten, war es bereits stockfinster draußen, so erreichten wir die bayerische Landeshauptstadt ohne weiter Vorkommnisse um 22:12 Uhr mit -1.

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IC2295 nach Ankunft in München

Leider war der der folgende Freitag in Bayern nicht schulfrei, sodass ein Treffen mit einem Freund wegen der späten Uhrzeit nicht mehr möglich war. Mein Handy war jedoch zwischenzeitlich wieder vollgeladen, so entschied ich mich auch in München wieder für den beheizten Wartesaal im Obergeschoss und nutzte das mobile Internet nochmal, bevor ich im Ausland ohne dieses auskommen musste ;). Der EN463 `Kalman Imre` nach Budapest mit seinen Zugteilen nach Zagreb und Venedig wurde gegen 23:00 Uhr bereitgestellt, als ich mich gerade auf dem Bahnsteig einfand.

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Der ungarische Liegewagen im EN463

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Reservierung im EN463

Hatte ich mich doch sehr auf den bevorstehenden Schlafplatz gefreut, wurde es zumindest mit der Ruhe vorerst nix. Wir waren zu siebt im Abteil. Zwei Kleinkinder mit ihrer Großmutter, und eine weitere mit ihren beiden schon größeren Enkeln, sowie mir. Es war kaum möglich die Gepäckmaßen im Abteil unter zu bringen. Ab Bereitstellung hat es mit Sicherheit knapp 90 Minuten gedauert, bis alle mal mit diskutieren, anderer Platzsuche, Gepäckunterbringung und Betten machen fertig waren und lagen. Zwischendurch fungierte ich dann auch mal als Kindersitter, damit Oma in dem Stress noch auf dem Bahnsteig schnell eine rauchen konnte :D. München verließen wir um kurz vor Mitternacht mit +15, wegen der Anschlußaufnahme aus dem verspäteten 693. Ab Rosenheim kehrte dann auch langsam Ruhe im Abteil ein und irgendwann fand ich auch ein wenig Schlaf. Bei St. Valentin wurde ich kurz durch eine Zwangsbremsung wach und ab St. Pölten ging das Gepäck räumen wieder los, da die Oma mit den beiden kleinen in Wien Hütteldorf ausstieg. Ab hier kehrte leider auch keine Ruhe mehr ein, da die beiden Jungs sich dem Unterschied zwischen „anhalten“ und „bremsen“ nicht einigen konnten und dies zu nächtlicher Stunde noch ausdiskutiert werden musste. Mit der Jacke über den Kopf gezogen schlief ich dann aber doch noch bis Győr, wo der Liegewagenbetreuer weckte um die Betten in Tagesstellung zu bringen. Budapest erreichten wir schließlich mit +10 um 09:04 Uhr, die gesamte Verspätung haben wir uns erst im Bahnhofsvorfeld auf Grund von Gleisbelegung im keleti palyaudvar eingefangen.

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Das bekannte ``Frühstück`` mit den Kalorien für die nächsten 7 Frühstücke, deshalb wohl 7 Days ^^ ;D

Zuerst ging ich nun zum Geldautomaten um mich mit Forint einzudecken, musste jedoch schockiert feststellen, dass meine EC-Karte verschwunden war. Glücklicherweise waren aber Kreditkarte und etwas Bargeld noch da, sodass ich improvisieren konnte. Ich ging zuerst zum wasteels-Büro um dort einen Fahrschein zur Weiterfahrt nach Belgrad zu erwerben, dort konnte ich mit Kreditkarte zahlen und 20€ zu einem fairen Wechselkurs tauschen. Meinen Koffer deponierte ich in der Gepäckschließfachanlage und ging zur Metro.

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Die Metro in Budapest

Mein Ziel war der Markt am Lehel ter, um mich mit frischen Lebensmitteln einzudecken und überhaupt mal dieses Marktfeeling zu erleben. Den Lehel ter erreicht man vom Keleti palyaudvar mit der Metro nach einem Umstieg am Deak Ferenc ter.

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Die überdachte Markthalle am Lehel ter

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Die ganzen geräucherten Salamis und Würste verbreiteten einen herrlichen Duft

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Es gab frisches Obst und Gemüse ohne Ende :)

Ich hielt mich knapp 2 Stunden in der zweistöckigen Markthalle auf, bestaunte die ganzen Lebensmitteln, kaufte auch Äpfel und eingelegte Gurken für die Weiterfahrt und aß an einem Imbissstand sehr günstig zu Mittag. Anschließend fuhr ich mit der Metro zurück zum Keleti palyaudvar und sah mir noch ein wenig den Zugverkehr an. Gegen 12:35 Uhr fuhr dann der aus Prag kommende EC273 ``Avala`` ein, welchen ich zur Weiterfahrt nach Beograd nutzte.

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EC273 ``Avala`` mit einer slowakischen Lok in Budapest-Keleti palyaudvar

RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 2

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:16 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet

Ich fand noch einen unreservierten Fensterplatz, doch bis zur Abfahrt füllte sich der Zug bis auf den Platz, man merkte den einsetzenden Wochenend-Heimreiseverkehr. Da es im Zug mollig warm war, rief das den fehlendes Schlaf der letzte Nacht schnell hervor und ich schlief ein wenig, während sich der Zug an den folgenden Halten bereits etwas leerte.

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Das Beograd-Spezial kostet für die einfache Fahrt 15€, hin- und zurück 26€

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Handgeschriebene internationale Fahrkarte Budapest – Belgrad

In Kelebia erfolgte die ungarische Grenzkontrolle, welche recht schnell von Statten ging und noch ausreichend Zeit bis zur Abfahrt blieb. Der Zug war grenzüberschreitend zu etwa 50% belegt. Zwischen Kelebia und Subotica beobachtete ich aufmerksam das Gelände und hab festgestellt, dass sich bis auf wenige Ausnahmen, wo man ausweichen müsste, fast durchgängig ``Feldwege`` bzw. begehbares Gelände neben den Gleisanlagen befindet. Da es gerade mal noch 2 grenzüberschreitende Züge auf der Strecke gibt, wäre es interessant mit Binnenzügen zu reisen und das Stück Kelebia-Subotica zu Fuß zurückzulegen. Mir fällt es jedoch schwer die Entfernung zeitlich einzuschätzen. 1,5 bis 2 Stunden zu Fuß ohne Gepäck, nur mit Rucksack, würde ich schätzen. Ausprobieren würde ich es gerne :) . Eine weiter interessante Beobachtung gab es bei der Einreisekontrolle in Subotica. Bisher war es mir nur so bekannt, das der Zug eine Zuglänge vor dem Bahnsteig in Subotica hält, die Grenzkontrolle stattfindet und der Zug erst kurz vor der planmäßigen Abfahrt an den Bahnsteig zum Fahrgastwechsel vorzieht. Wie üblich fand auch diesmal die Grenzkontrolle eine Zuglänge vor dem Bahnsteig statt, man durfte nicht aussteigen, die Grenzpolizisten arbeiten die Wagen von der Lok ausgehend ab und sobald ein Wagen komplett fertig war durfte man aussteigen und sich vom Zug entfernen. Wenn man also recht vorne sitzt hätte die Zeit locker gereicht, zum Aussteigen, Geldwechsel und Kauf eines Balkan-Flexi-Passes und sobald der Zug an den Bahnsteig vorgezogen ist wieder einzusteigen. Dies wäre in Kombination mit Europa-Spezial bis Kelebia und Streckenfahrschein Kelebia-Subotica günstiger als mit Beograd-Spezial. Außer das dies einen zusätzlichen Reisetag im Balkan-Flexi-Pass erfordert. Bei den dortigen Preisen ist diese Sparmaßnahme zwar nicht notwendig, aber es ist doch irgendwie erstrebenswert alle Tariftricks zu nutzen. Nachdem der Zug dann an den Bahnsteig vorgezogen war und die serbischen Binnenreisenden zugestiegen waren, füllte sich der Zug auch wieder auf fast 100%. Ab Subotica zog sich die Fahrt dann enorm, auf Grund der geringen Streckengeschwindigkeit. Außerdem war es bereits wieder dunkel geworden. Auffällig war nur noch, das wir die Halte Stara Pazova, Nova Pazova und Novi Beograd alle knapp 5 Minuten vor der planmäßigen Abfahrtszeit verließen, ehe wir den Belgrader Hbf. um 20:48 Uhr mit -4 erreichten.

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Der serbische Großraumwagen im EC273 nach seiner Ankunft in Belgrad

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EC273 nach der Ankunft in Belgrad

Zielgerichtet ging ich zur Wechselstube in der Bahnhofshalle, die einen fairen Wechselkurs anbietet und tauschte 60€ zum Fahrkartenkauf. Am internationalen Ticketschalter erwarb ich dann einen Balkan-Flexi-Pass für 5 frei wählbare Tage innerhalb eines Monats. Interessant hierbei war der neue günstigere Dinarpreis beim Balkan-Flexi-Pass. Letztes Jahr zahlte ich für das 53€ teure Ticket 6254 Dinar, diesmal kostete es bloß 5989 Dinar.

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Die Hülle des Balkan-Flexi-Passes

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Der Balkan-Flexi-Pass in der 5-Tage-Version

Im Bahnhofskiosk gab ich noch ein paar der übrig geblieben Dinare aus und begab mich dann zum Bahnsteig, an dem der D335 nach Skopje, mit seinem Zugteil D293 nach Sofia schon bereitstand. Die Sitzwagen waren bereits gut gefüllt. Ich hatte allerdings eine Reservierung im Liegewagen bereits in Deutschland vorgenommen, die auch in Deutschland mittlerweile für nur 6€ ausstellbar ist. Leider wurde diese vom Liegewagenbetreuer einbehalten und ich hatte noch kein Foto der Reservierung. Insbesondere wenn die Interrail-Saison wieder beginnt ist es ratsam bereits vorab in Deutschland zu reservieren.

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In Belgrad

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Der D293 ``Nusic`` Belgrad-Sofia

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Der Liegewagen im D293 von Belgrad nach Sofia

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Der Wagen ist nicht mehr in ganz einwandfreiem Zustand ;)

Während der Standzeit in Belgrad war der Wagen leider nicht beheizt, sodass auch im Wagen die Außentemperaturen um den Gefrierpunkt herrschten. Ich teilte mir das Abteil mit einer älteren Dame aus England, so saßen wir vorerst noch in dicker Jacke dort und unterhielten uns über den Balkan, die vielen Vorurteile und ums Reisen allgemein. Kurz nach der Abfahrt in Belgrad versuchte ich mich dann möglichst warm mit Jacke und Decke zuzudecken und schlief trotz der Kälte sehr bald ein. Nicht mal vom nächtlichen Stopp in Nis, wo unser Zug vom Trägerzug nach Skopje getrennt wurde, bekam ich etwas mit. Erst kurz vor Dimitrovgrad wurde ich durch das Klopfen des Liegewagenbetreuers geweckt. Die Passkontrolle stand an, verlief aber hier genauso unkompliziert und reibungslos, wie auf bulgarischer Seite in Kalotina Zapad. Nachdem ich meine Uhr um eine Stunde vorgestellt hatte, legte ich mich nochmal hin :).

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Beim Zwischenhalt in Dragoman bauten wir eine knapp 30-minütige Verspätung auf, da wir auf einen entgegenkommenden Güterzug warteten.

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Der 2-Wagen-Zug nach der Ankunft in Sofia mit +37 wegen des verspäteten Gegenzuges

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Auf dem Bahnsteig - Der Hauptstadtbahnhof in desolatem Zustand

Nach der Ankunft in Sofia machte ich mich auf den Weg zum Busbahnhof, die Fahrzeiten der Busse nach Bansko hatte ich mir bereits auf der informativen Internetseite des Busbahnhofes herausgesucht. Nachdem ich den Bahnhof verlassen hatte und auf den direkt nebenan liegenden Busbahnhof zusteuerte wurde ich bereits von einem Mitarbeiter mit offiziellem ``Eurolines``-Namensschild angesprochen, ich teilte ihm meinen Fahrtwunsch mit und er nahm mich mit zum Schalter und regelte alles für mich auf Bulgarisch, nach dem ich mein Ticket in den Händen hielt zeigte er mir noch den Abfahrtsort des Busses. Mit einer Daumen-auf-Zeigefinger-reibenden Geste machte er noch darauf aufmerksam, dass er seine Hilfe noch bezahlt haben möchte. Vorrausschauend hatte ich bereits am Schalter vom Rückgeld ein kleines Trinkgeld abgezweigt und unauffällig in meiner Jackentasche verschwinden lassen, sodass ich in dieser Situation nicht noch mal mein ganzes Portemonnaie herausholen muss und überreichte ihm 2 Lewa als Trinkgeld. Er antwortete darauf dass er aber gerne 5 Lewa möchte, ungeachtet hiervon, bedankte ich mich, verabschiedete mich und ging.

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Außenansicht des Busbahnhofes

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Im Gegensatz zum Bahnhof ist der Busbahnhof sehr modern und gut gepflegt

Die verbleibenden 2 Stunden bis zur Abfahrt nutzte ich um noch einmal zurück in den Bahnhof zu gehen. Ich setzte mich in die Haupthalle und beobachtete das Treiben im Bahnhof. Vor den Zugabfahrten füllte sich der Bahnhof auch immer wieder und es bildeten sich Schlangen vor den Fahrkartenschalter, denn in Bulgarien hat selbstverständlich keiner, wenn er den Bahnhof betritt, den vor 3 Monaten erworbenen Sparpreis oder das am Morgen ausgedruckte Online-Ticket schon in der Tasche. Für viele schwer vorstellbar ;) . Fortschrittlich ist man dennoch, im gesamten Bahnhof gibt es freies kostenlos W-LAN. Nachdem ich einige Zeit dort verbracht hatte, kaufte ich noch etwas für den Abend im Bahnhofssupermarkt ein und ging zurück zum Busbahnhof, wo ich auch nach kurzer weiterer Wartezeit in den Bus einsteigen konnte.

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Der Fahrschein für den Bus

RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 3

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:19 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet

Pünktlich um 11:25 Uhr fuhren wir los, die erste halbe Stunde fuhren wir durch Sofia und Sofioter Vororte, was sehr spannend war. Anschließen schlief ich ein kleines bisschen bis wir eine kleine Pause in Blagoevgrad einlegten. Ab Blagoevgrad wurde es dann zum Teil auch etwas hügeliger und schneereicher. Der Schnee verschwand stellenweise auch wieder, doch als wir gegen 14:00 Uhr Bansko erreichten hatte sich schon wieder ausreichend Schnee angesammelt :) .

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Die Fahrt durch Sofia mit dem Bus

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Wir nähern uns Razlog

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Der Reisebus nach der Ankunft in Bansko

Ich nahm mein Gepäck und widerstand dem Reiz, des vorgefahrenen Taxis und machte mich auf die Suche nach meiner Unterkunft. Leider war ich allerdings doch sehr aufgeschmissen, da mir das mobile Internet fehlte und mein Smartphone mir so nicht bei der Wegsuche behilflich sein konnte. Nachdem ich allerdings einige Leute gefragt hatte und niemand die Straße kannte, rief mir ein sehr hilfsbereiter Kellner nun doch noch ein Taxi. Ich wurde jedoch sehr positiv überrascht, da nur der auf dem Taxameter angezeigte Fahrpreis abgerechnet wurde und kein überhöhter Touristenpreis. Nach der langen Reise war ich nun doch sehr froh mein erstes Ziel erreicht zu haben. Eine Toilette, eine Dusche, ein Bett und freies W-Lan *_*

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Meine Unterkunft, das Vien Guest House Bansko

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Die sehr saubere und komfortable Unterkunft für 15€ pro Nacht

Den nächsten Morgen, ließ ich ruhig angehen, nachdem ich ausgeschlafen und geduscht hatte, machte ich mich zu einer kleinen Stadtbesichtigung auf. Bansko ist eine wirklich wunderschöne und urige Balkanstadt. Neben einigen Souvenir- und Klamottenläden reihen sich die Hotels, Restaurants und Aprés-Ski-Bars auf. Einzig negativ fiel mir auf, dass alle Fußgängerwege durch Bansko absolut vereist und nicht geräumt waren, ich rutschte doch recht oft :D Vielleicht denke ich hier aber auch einfach zu Deutsch :) Nachdem ich mich in Bansko und am Skilift umgesehen hatte, deckte ich mich noch mit einigen Lebensmitteln in einem Supermarkt ein, sowie einem Andenken in einem Souvenirshop. Anschließend suchte ich noch ein uriges Restaurant auf, wo ich zu günstigen Preisen sehr gut aß, bevor ich mich wieder auf mein Zimmer zurückzog und den Tag ruhig ausklingen ließ.

Einige Impressionen aus Bansko:
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Und Mein Mittagessen *.*
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Nachdem ich am nächsten Morgen geduscht und meine Sachen zusammen gepackt hatte, beglich ich noch den Zimmerpreis und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Es war meine erste Fahrt mit der landschaftlich reizvollen Rhodopenbahn geplant, der letzten verblieben bulgarischen Schmalspurbahn. Ich stoppte nochmal am Busbahnhof um einige Fotos zu schießen und auch hier wurde wieder deutlich wie der nationale Busverkehr, der Eisenbahn die Luft abschnürt. Dies wird auch deutlich wenn man das Verkehrsaufkommen an Hand der Fahrpläne im Busbahnhof vergleicht.

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Der Busbahnhof

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Der Fahrplan im Busbahnhof

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Der Wartesaal machte einen sehr gepflegten Eindruck

So ging ich weiter zum gegenüberliegenden Bahnhof, welcher einen recht verlassenen Eindruck machte. Ich war alleine dort. Stutzig machte mich dies nicht, im Gegenteil, ich freute mich ungestört einige Fotos vom Bahnhof und leeren, aber gemütlichen Wartesaal zu machen. Ebenso fotografierte ich den Fahrplan, aber auch zu diesem Zeitpunkt bemerkte ich noch nicht, dass auf dem Fahrplan mein ausgewählter Zug nicht aufgeführt war. Mein Plan ist es gewesen von Bansko um 11:02 mit dem Zug 16104 nach Septemvri zu fahren.

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Fahrplan im Bahnhof Bansko

Doch dann fiel auch mir auch mir ins Auge, dass um 11:02 gar keine Zugabfahrt angegeben war. Der Zug 16104 war um etwa auf 1:45h auf 09:14 Uhr vorverlegt worden und die nächste Abfahrt Richtung Septemvri war erst in über 4 Stunden um 15:06 Uhr. Zuerst war ich doch recht schockiert, jedoch war es für mich keine Alternative den Bus zu nehmen, da ich die Rhodopenbahn befahren wollte. So machte ich es mir im rustikalen Wartesaal gemütlich und las mein Buch fertig.

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Der beheizte Wartesaal im Bahnhof Bansko

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Bansko besitzt noch einen Fahrkartenschalter.

RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 4

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:20 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet

Ruhe kehrte die ganze Wartezeit im Bahnhof nicht ein, da der Fahrdienstleiter, die Reinigungskraft und das sonstige Personal sich immer wieder zu einer Zigarette vor dem Bahnhof einfanden und trotz des fehlenden Zugverkehrs die Wartezeit nicht zu monoton scheinen ließ. Zwischenzeitlich entschied ich mich bereits mit dem Gegenzug bis Dobrinishte vor zu fahren. Kurz vor dessen Abfahrt füllte sich auch die Bahnhofshalle und der urige Schalter öffnete.

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Der ganze Bahnhof war in tadellosem Zustand

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``In der Abstellung``

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Einfahrt des Zuges 16103 aus Septemvri nach Dobrinishte

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Fahrgastwechsel in Bansko

Wir erreichten Dobrinishte, den Endbahnhof der Rhodopenbahn, pünktlich und ich verließ den Zug um mich am Bahnhof etwas umzusehen. Obwohl hier täglich nur 3 Zugpaare verkehren wurden am Bahnhof 2 Reinigungskräfte bereit gehalten, die den 3-Wagen-Zug für seine Rückfahrt nach Septemvri reinigten, während die Lok für die Rückfahrt umgesetzt wurde.

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Bahnhofsschild Dobrinishte

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Hinweisschild am Bahnhof

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Nach der Umsetzung der Lok bereit zur Rückfahrt nach Septemvri als Zug 16106

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Zuglaufschild

Pünktlich um 14:50 Uhr setzte der Zug sich wieder in Bewegung, für die vor uns liegenden 125km bis Septemvri werden wir knapp 5h 15min brauchen. Kurz nach der Abfahrt in Dobrinishte kontrollierte ein älterer Schaffner(ich glaube in Bulgarien darf ich dieses altmodische Wort noch verwenden) meinen Fahrschein und schien mit meinem Balkan-Flexi-Pass deutlich überfordert. Er besah in sich zwar einige Zeit und akzeptierte ihn, die Kontrollunterschrift im Fahrtenkalender trug er aber nicht ein. Wir passierten erneut Bansko und spätestens in Razlog füllte sich der Zug auf fast 100%. Leider gelangen mir nicht wirklich gute Fotos durch das verschmutzte Fenster, dennoch möchte ich ein paar Eindrücke von dieser Naturreichen Strecke geben:

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Leider konnte ich den Abschnitt von Velingrad bis Septemvri auf Grund der ungeplant späten Fahrt nicht mehr bei Tageslicht sehen, sodass ich die restliche Fahrt mit lesen verbrachte. Die Fahrt mit der Rhodopenbahn war aber dennoch eine wunderschöne kleine ``Zeit``reise auf Grund der vielen Eindrücke, welche in Deutschland undenkbar wären. Seien es die plötzlich auf einer parallel laufen Straße vorbeifahrenden Pferdekutschen, die vielen Schäfer die man sieht, oder die Trinkwasserbrunnen an einigen Zwischenhalten, die durchaus auch genutzt wurden. Um 20:05 Uhr erreichten wir dann glücklicherweise pünktlich Septemvri, sodass ich noch den Anschlusszug nach Plovdiv erreichen konnte. Die Weiterfahrt nach Plovdiv erfolgte mit dem D493 ``Balkan-Express``, bzw. dem traurigen Rest der davon übrig geblieben ist :/. Der Zug bestand aus einem TCDD-Liegewagen nach Istanbul sowie 5-6 ex-DB-Mitteleinstiegswagen für den Binnenverkehr. Ein junger Bulgare half mir meinen Koffer in den Zug zu hieven, was auf Grund des großen Höheunterschiedes zwischen Zug und Bahnsteig alleine gar nicht so leicht zu bewältigen war. Der Zug war noch gut mit Pendlern gefüllt, aber die Fahrt war ja recht kurz und so erreichten wir nach knapp 40-minütiger Fahrt Plovdiv mit -4. Selbstverständlich ließ ich es mir nicht nehmen den Jugendlichen nochmals anzusprechen, ob dies schon Plovdiv sei, nachdem wir gehalten hatten ;). Als ich am Bahnsteig in die falsche Richtung lief um noch ein Foto zu schießen, rief er mich auch sofort zurück um mir den richtigen Weg zu weisen :D ^^.

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Auch hier zu Lande so noch zu finden :)

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Nach der Ankunft in Plovdiv

Ich freute mich bereits auf mein Bett, doch zuerst suchte ich am Bahnhof noch die Gepäckaufbewahrung auf um meinen Koffer bis zum nächsten Tag direkt hier zu lassen. Alles Wichtige für die Nacht hatte ich in meinem Rucksack verstaut. Ich entschied mich diesmal, da es ja auch recht spät geworden war, direkt für ein Taxi. Vorsichtig erkundigte ich mich nach dem Preis, doch der Taxifahrer deutete wie selbstverständlich auf das Taxameter, sodass ich gern einstieg und einige Minuten später endlich im bereits reservierten Hotel einchecken konnte. Das Einzelzimmer im Hotel Allur kostete 12€ und erfüllte nach der Sauberkeit und eigenem Bad mein Hauptkriterium – freies W-Lan :DD.

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Das kleine, aber sehr saubere und günstige Zimmer im Hotel Allur

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Das Hotel Allur

Nach einer angenehmen Nacht und ausgiebiger Dusche checkte ich wieder aus und machte mich zu einem kleinen Stadtrundgang durch Plovdiv auf.
Drei Fotos aus Plovdiv:

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Auffallend war, dass es in der Fußgängerzone kaum bis keine Restaurants gab. Erst in einer Nebenstraße fand ich ein einladendes Restaurant, wenn auch leider italienisch und nicht landestypisch. Trotzdem aß ich sehr gut und machte mich anschließend auf den Weg zum Bahnhof, wo ich meinen Koffer wieder in Empfang nahm. Anschließend kaufte ich einen Fahrschein und eine Reservierung nach Sofia, da ich sonst nicht mit den 5 Tagen im Balkan-Flexi-Pass hingekommen wäre. Der Fahrpreis für die 156 km im ``Schnellzug`` betrug allerdings gerade mal 9 Lewa, also knapp 4,60€. Die Reservierungen werden noch nicht elektronisch durchgeführt, sondern ganz manuell an einem Sitzplan abgestrichen :). So erreichte ich nach etwa 2,5-stündiger Fahrt pünktlich um 15:40 Uhr Sofia.

RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 5

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:22 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet

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Fahrschein und Reservierung von Plovdiv nach Sofia

Mir blieben nun noch knapp 3 Stunden bis zur Weiterfahrt nach Bukarest. Leider hatte ich keine Lewa mehr, jedoch konnte ich, wenn auch zu einem sehr schlechten Kurs, im Busbahnhof in der Wechselstube noch meine verblieben serbischen Dinar tauschen. Es reichte allerdings um mein Gepäck aufzugeben und Sofias Metro zu testen. Ich war mehr als erstaunt über die Metrobahnhöfe, alle waren irgendwie individuell, sehr modern und sauber.

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Metrostation am Hbf.

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Metrostation am National Palace of Culture

Die Station ``National Palace of Culture`` klang irgendwie viel versprechend einen interessanten Ort vorzufinden, doch bis auf einige Skater, gab es dort nix zu sehen, wobei jene ja manchmal auch nett zu betrachten sind :D.. Die Subway-Filiale in der Metro-Station schien sehr einladend, da ich dringend mal eine saubere Toilette brauchte, und das MasterCard-Emblem an der Türe überzeugte mich endgültig, da meine Lewa ja verbraucht waren. Mit einem Sandwich habe ich einige Zeit gemütlich dort gesessen, mein Handy wies mich auch auf das freie W-Lan für Kunden hin, was mich noch ein bisschen mehr Zeit dort verbringen ließ, bevor ich zurück zum Hbf. fuhr. Die weitere Zeit bis zur Abfahrt verbrachte ich wieder in der Haupthalle des Bahnhofs und beobachtete die Leute im eintretenden Feierabendverkehr. Gegen 18:30 Uhr ging ich dann zum bereitstehenden Zug am Bahnsteig. Ich reichte dem RZD-Zugchef der vor dem russischen Schlafwagen wachte meine Reservierung, welche er einige Zeit ausführlich begutachtete und sich noch nach der Fahrkarte erkundigte, begleitete mich dann aber in den Wagen und übergab mich an die ältere, sehr hübsche Provodniza, die mir abweichend von meiner Reservierung ein komplett freies Abteil zuwies. Ich war irgendwie doch sehr überrascht, dass absolut keine Diskussion notwendig war, dass der Balkan-Flexi-Pass im Zug Gültigkeit hat und dass im internationalen Bettkartenpreis die Bettwäsche enthalten ist. Hier hatten sich auf Grund anderer Reiseberichte doch einige Vorurteile zum RZD-Personal gebildet :/. Umso erfreuter war ich.

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Abfahrtstafel in Sofia

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Ein russischer Schlafwagen mit Bahnhofshund

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Das Zuglaufschild

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Reservierung Sofia-Bukarest

Ebenso überrascht war ich von der Gemütlichkeit des Wagens. Kurz nach der Abfahrt kam die Provodniza nochmal zu mir um die Fahrkarten entgegen zu nehmen. Sehr bemüht nahm sie mich noch mit um mir die Toilette zu zeigen und erklärte mir wo ich das Licht im Abteil ausschalten kann :). Schon bald darauf ließ ich mich durch das gleichmäßige rattern der Gleisschwellen in den Schlaf singen, bevor die Grenzpolizei in Russe an der Tür klopfte. Einige Zeit darauf dasselbe nochmals in Giurgiu Nord auf rumänischer Seite, bis ich ich mich nochmal für ein Stündchen schlafen legte. Mir fiel zwischenzeitlich hinter Giurgiu noch ein Nachtzug auf, in dem sich die Fahrgäste trotz Reservierungspflicht in den Gängen drängten. Kurz vor Bukarest erhielt ich meinen Fahrschein und wider Erwarten sogar meine Reservierung zurück, bevor wir um 05:47 Uhr den Bukarester Nordbahnhof mit +19 erreichten. Die Provodniza putzte mit einem Tuch nochmals die Haltestangen an der Türe sauber, bevor ich ausstieg und verabschiedete sich freundlich (:
Nachdem ich mich am Geldautomaten mit rumänischem Lei eingedeckt hatte, ging ich zuerst zum Fahrkartenschalter um mich mit einer Reservierung nach Sibiu einzudecken. Die Verkäuferin nannte mir einen Preis von 33 Lei, welcher mir zwar sehr hoch vorkam, ich aber trotz meiner Zweifel, warum auch immer ohne die Karte kontrolliert zu haben anstandslos zahlte. Sie legte die Reservierung in den Balkan-Flexi-Pass, sodass ich keine Sicht darauf hatte und gab ihn mir zurück. Daraufhin drängten sich schon von hinten trotz vieler freier Schalter zwei Männer auf, sodass ich zur Seite weichen musste. Da ich mich doch sehr bedrängt fühlte, ging ich erst mal weg, bevor ich dann endlich auch mal auf meinen Fahrschein sah und den Betrug, der nun wirklich schon in der Luft lag, festzustellen. Selbstverständlich hatte die Reservierung keine überteuerten 33 Lei gekostet., sondern 3,3 Lei. Zuerst brachte ich mein Gepäck in die Gepäckaufbewahrung und entschied mich auf dem Weg, doch nochmal zurückzugehen und die Verkäuferin zur Rede zu stellen. Ich bekam mein Geld aber doch unkomplizierter wieder, als ich es mir vorgestellt hatte, denn ohne ein Wort des Leugnens, bat sie um meinen Balkan-Flexi-Pass und legte das restliche Geld in die Hülle des Passes und schob es mir unbemerkt zurück. Recht dreist, aber es war doch ein Erfolg das Geld zurück zu haben :).
Mir blieben also nun noch knapp 4 Stunden bis zur Weiterfahrt nach Sibiu und nachdem ich nach einem kleinen Rundgang nichts interessantes um den Bahnhof entdecken konnte, erwarb ich eine Tageskarte für die Metro für gerade mal 6 Lei, also gerademal knapp 1,40€ für unbegrenztes Fahren.
Ich fuhr zuerst vom Gara de Nord zum Piata a Unirii, wo ich in einem McDonalds einkehrte, etwas frühstückte und mich im Internet informierte wie ich zum Triumphbogen gelangen kann. So fuhr ich mit der Metro bis Aviatorilor und machte mich auf die Suche nach dem Triumphbogen. Selbstverständlich habe ich es geschafft erst mal die 3 falschen Himmelsrichtungen von der Kreuzung an der Metrostation zu wählen, sodass ich knapp eine Stunde brauchte bis ich vor dem Triumphbogen stand.

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Der Triumphbogen
Nun war die Abfahrt des Zuges nach Sibiu doch schon sehr nahe gerückt, sodass ich mich auf direktem Weg zurück zum Nordbahnhof machte. Ich holte mein Gepäck aus der Gepäckaufbewahrung und ging zum Bahnsteig, wo der Zug bereitstand. Ich nahm meinen reservierten Sitzplatz ein und war überrascht vom dem modernen Wagenmaterial, denn es gab Steckdosen am Platz. Bis zur Abfahrt ging ein fliegender Händler nach dem nächsten durch den Zug und man konnte von der Cosmopolitan bis zum Playboy allerlei Zeitungen erwerben. Bei der Abfahrt war der Zug bis auf den letzten Sitzplatz belegt, ich weiß aber nicht ob er planmäßig ausgebucht war oder die Reisenden des vorhergehenden InterRegios nach Braşov auf diesen verwiesen wurden, da der mit +100 angekündigt war.
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IR1621 Bukarest-Timişoara
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Elektronische Zugzielbeschriftung
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Die notwendige Reservierung

RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 6

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:23 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet

Wir verließen also Bukarest und ich beobachtete die vorbeiziehende Landschaft. Beide Zugbegleiter wurden beim kontrollierten der Fahrscheine von Anzugträgern begleitet, welche mit starrer Miene und ohne einen freundlichen Gesichtszug die Arbeit der Zubs überwachte. In Ploieşti Vest stiegen die Prüfer allerdings wieder aus, es schienen also eine Art Gruppenleiter zu sein. Je näher wir Sinaia kamen, desto schöner war die vorbeiziehende schneereiche Landschaft zu beobachten.. Malerisch wirkende Kleinstädte zogen vorbei und ein Fluss hielt sich lange Zeit parallel der Strecke und tauchte immer wieder auf.
Zwischen Bukarest und Sinaia:
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Nach der Abfahrt in Sinaia, wo sich der Zug deutlich gelehrte hatte, konnte ich mich auf Grund der kurzen Nacht nicht mehr wachhalten und schlief bis Braşov. Die folgenden 2,5 Stunden bis Sibiu zogen sich dann doch sehr und ich war sehr froh als wir Sibiu um 15:43 Uhr mit +5 erreichten. Nachdem ich mich in einem nahegelegenen Kiosk noch mit etwas Proviant eingedeckt hatte, war ich froh endlich die Pension Ela, in der sich ein Zimmer für 3 Nächte reserviert hatte zu erreichen.
Die folgenden 2 Tage verbrachte ich vollständig im wunderschönen Sibiu. Ich füllte die Zeit mit einigen Stadtrundgängen und 2 Restaurantbesuchen. Einen Besuch im örtlichen Freilichtmuseum, welches sehr sehenswert sein soll, schaffte ich leider nicht mehr, dennoch habe ich viele tolle Eindrücke dieser sehr deutschen rumänischen Stadt erhalten :).
Aus Sibiu :)
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Ich übernachtete in der Pension Ela für 20€ pro Nacht:
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Am Samstagmorgen machte ich mich wieder mit meinem Gepäck auf den Weg zum Bahnhof, die Reservierung nach Braşov hatte ich bereits am Vortag erworben. Ich nutzte die verbleibende Zeit bis zur Abfahrt um am internationalen Fahrkartenschalter noch eine Reservierung für den kommenden Abend von Budapest nach Linz vorzunehmen, welche sich noch als sehr nützlich erwies. Ebenso konnte ich dort noch ein rumänisches Kursbuch für 12 Lei erwerben, bevor ich zum Bahnsteig ging.
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Der Bahnhof Sibiu
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Ein Desiro-Triebwagen der CFR auf dem Weg nach Braşov
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Die modernen Triebwagen, wie man sie aus Deutschland kennt
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Die Reservierung Sibiu-Braşov
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Das rumänische Kursbuch
Ich machte es mir also im Zug bequem und verbrachte die Fahrt recht unaufmerksam mit Musik auf den Ohren, denn die Strecke war mir ja bereits von der Hinfahrt aus Bukarest bekannt. In Dumbravita Birsei fingen wir uns dann noch einige Minuten Verspätung ein, ehe wir um kurz vor 14 Uhr Braşov erreichten. Der Zug war zwischenzeitlich um 2 weitere Triebwagen gewachsen, in Podu Olt wurde der Zug mit dem IR1724 aus Craiova vereinigt.
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IR1724 aus Craiova mit IR1726 aus Sibiu nach der Ankunft in Braşov
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Bahnsteigkiosk in Braşov
Nach der Ankunft verstaute ich zuerst meinen großen Koffer in der Gepäckaufbewahrung, bevor ich den Bahnhof verließ. Den quer gegenüber dem Bahnhof liegenden H&M schaffte ich trotz großer Verlockung aus zu lassen und machte mich so auf den Weg in die Innenstadt. Ich war doch erstaunt wie weit der Bahnhof außerhalb liegt und sich der Weg ins Zentrum zieht, jedoch erreichte ich die Fußgängerzone ohne mich zu verlaufen und schaute mich aufmerksam in dieser wunderschönen Stadt um.
Aus Braşov:
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Nachdem ich in einem Restaurant in einer Seitengasse zur Fußgängerzone sehr gut gegessen hatte, machte ich mich auf den Weg zurück zum Bahnhof. Diesmal nutzte ich den Bus. Mir blieben noch knappe 2 Stunden bis zu Weiterfahrt, welche ich problemlos im Bahnhof verbrachte, während ich das dortige Treiben beobachtete. Ich holte meinen Koffer aus der Gepäckaufbewahrung und ging zum Bahnsteig, an dem bereits der D406 ``Corona`` nach Budapest bereitstand. Obwohl der Schlafwagenbetreuer noch mit dem herrichten der Abteile beschäftigt war, unterbrach er seine Arbeite sofort als er mich am Bahnsteig stehen sah, bat mich herein und zeigte mir das Abteil. Er erklärte mir noch, übrigens in sehr gutem Deutsch, dass noch ein weiterer Platz ab Miercurea Ciuc im Abteil belegt sei. So machte ich es mir im Abteil gemütlich und blätterte im rumänischen Kursbuch. Die Abfahrt in Braşov war pünktlich erfolgt und anderthalbstunden später war auch Miercurea Ciuc erreicht. Doch einen Zusteiger im Wagen gab es nicht, sodass ich nach kurzer Rücksprache mit dem Schlafwagenbetreuer das Abteil verriegelte und mich Schlafen legte.
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Zuglaufschild des D406 ``Corona``
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Reservierung im D406

RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 7

ICE-Railjet, Samstag, 09.03.2013, 15:23 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet

Ich schlief relativ schnell ein und wurde nur einmal kurz während eines Zwischenhaltes, ich glaube es war Oradea, wach. Die rumänische Zollkontrolle in Episcopia Bihor fand gegen 5 Uhr statt und kurz darauf die ungarische in Biharkeresztes. Jedoch konnte ich mich mit gutem Gefühl nochmal hinlegen, nachdem die Ankunft in Budapest wieder etwas weiter weg nach hinten gerückt war, nachdem ich die Uhr eine Stunde zurück gestellt hat.
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Mein Bett :)
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Das Europa-Spezial von Debrecen nach Euskirchen. Der D406 fährt nicht über Debrecen, jedoch fädelt die Strecke aus Biharkeresztes in Püspokladany auf die Hauptstrecke von Debrecen Richtung Budapest ein. Zum Ausstellen eines Europa-Spezials von/nach Debrecen ist die manuelle Auswahl der TCV-Relation notwendig, worauf man den Verkäufer hinweisen sollte, wenn man mit ``geht nicht`` abgewiesen wird.
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Zur Ergänzung des Tickets ein Streckenfahrschein mit RailPlus von der rumänischen Grenze bis Püspokladany
Ich hatte mir fest vorgenommen, dass Restaurant im Corona für ein paar frisch zubereitete Spiegeleier zu besuchen, jedoch trödelte ich nach dem Aufstehen in Szolnok solange, dass die Zeit nicht mehr reichte :/. Der Schlafwagenbetreuer brachte mir gerade die Fahrkarten zurück, als ich nur noch mit einer Boxershorts bekleidet und tropfender Zahnbürste im Mund im Abteil stand ;) Doch ich nahm es mit Humor :D Budapest erreichten wir pünktlich gegen zwanzig nach Acht.
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Zwischen Szolnok und Budapest
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Nach der Ankunft in Budapest-keleti
Nachdem ich mein Gepäck im Schließfach deponiert hatte, begab ich mich in die Metro-Station und fuhr zum Batthany ter, nachdem ich eine Tageskarte erworben hatte. Am Batthany ter kaufte ich noch einen Anschlussfahrschein von der Stadtgrenze bis nach Szentendre und erreichte noch relativ knapp die Fahrt um 09:00 der Vorortbahn HEV nach Szentendre. Die Fahrt durch die Vororte Budapests dauert etwa 40 Minuten bis zum Endbahnhof Szentendre. Ich machte mich auf den Weg zu einer kleinen Stadtbesichtigung, doch wirkte Szentendre an diesem winterlichen Sonntagmorgen nahezu ausgestorben.
In Szentendre:
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So blieb ich nur knappe 50 Minuten in Szentendre ehe ich wieder zur Rückfahrt nach Budapest aufbrach.
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Zugzielanzeiger in Szentendre
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HEV in Szentendre fährt zurück zum Batthany ter
Gegen viertel nach elf war ich zurück in Budapest und entschied mich zu einem Zoobesuch. Ich fuhr also zuerst mit der Metro zum zentralen Metroumsteigepunkt, dem Deak Ferenc ter. Von hier aus nutzte ich die Millennium-U-Bahn zum Szechenyi fürdö. Leider gelang mir nicht ein akzeptables Bild von der Millennium-U-Bahn oder der wunderbar restaurierten Stationen. Der Zoo ist von der Metrostation fußläufig schnell zu erreichen. Ich verbrachte die kommenden 2-3 Stunden mit einem Zoorundgang und war sehr positiv überrascht wie gepflegt und schön der Zoo war:
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Im Anschluss an den Zoobesuch machte sich auch bei mir der Hunger bemerkbar und ich entschied mich das Bahnhofsrestaurant im Keleti-palyaudvar zu testen. Zunächst fuhr ich mit dem O-Bus vom Zoo zum Nyugati-palyaudvar und von dort mit der Metro mit Umstieg am Deak Ferenc ter zum Keleti-Palyaudvar. Ich fand einen Platz im ruhigen und recht leeren Bahnhofsrestaurant und bestellte ein Cordon Bleu und dazu einen griechischen Salat. Als Dessert bekam ich gebackene Apfelringe mit Zimtsoße. Geschmacklich war es wunderbar und das Restaurant empfiehlt sich auch beim Umsteigen, da Kreditkarten akzeptiert werden und man nicht extra Geld umtauschen muss.
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Mir blieben noch knappe 2 Stunden bis zur Abfahrt in Budapest, welche ich für etwas O-Bus und Metro fahren nutzte. Außerdem fuhr ich einmal mit der Straßenbahn am Donauufer entlang, ehe ich um kurz vor 17 Uhr wieder am Keleti-palyaudvar eintraf.
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Ich nahm mein Gepäck aus dem Schließfach und kaufte noch einen kleinen Snack für den Abend. Der Railjet nach Salzburg stand bereits am Bahnsteig bereit und war auch bereits sehr gut gefüllt. Ich war froh am Vortag noch die Reservierung für diesen Zug vorgenommen zu haben, denn ohne Reservierung waren keine Sitzplätze zu bekommen. Es waren geschätzt etwa 75% grenzüberschreitende Reservierung und der Rest Reservierung des MAV-Binnenverkehr, größtenteils nach Győr und Mosonmagyarovar. Wir verließen pünktlich um 17:10 Uhr Budapest, ich war erfreut eine Steckdose zum Laden meines Handys zu haben und Musik hören zu können. Die Fahrt verlief ohne weitere Vorkommnisse und spätestens ab Wien hatte sich der Zug deutlich geleert. Negativ fielen mir bloß mal wieder die automatischen Durchsagen auf. Die FIS-Bildschirme sind zwar super aber die Ansagen wirklich verbesserungswürdig. Ich finde z.B. dass die Ansage des nächsten Haltes, nicht direkt nach Abfahrt eines Bahnhofs kommen sollte, da zwischen den Halten ja zum Teil große Fahrzeiten liegen und vor einem Halt nicht mehr auf diesen hingewiesen wird. Außerdem sind die Sitze im Railjet einfach nicht fernverkehrstauglich. Nach den 4,5h Fahrtzeit von Budapest nach Linz konnte ich echt nicht mehr sitzen :D Ich war jedoch erleichtert Linz pünktlich um 21:51 Uhr zu erreichen, sodass der knappe 7-Minuten-Umstieg auf den Nachtzug nach Hamburg/Köln gewährleistet war.
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Reservierung im Railjet
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Der Railjet
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FIS-Bildschirm im Railjet
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Reservierung Linz-Bonn
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Die restlichen Fahrscheine vom ÖPNV
Der EuroNight nach Hamburg mit Kurswagen nach Köln verließ Linz dann mit knapp +15, das Liegewagenabteil war ab Linz voll belegt, doch bereits nach dem Halt in Schärding bin ich eingeschlafen und erreichte Bonn erholt und pünktlich um 08:19 Uhr am nächsten Morgen. Nach einem letzten Umstieg erreicht ich um 09:26 Uhr Euskirchen und musste mich nun beeilen pünktlich zum Unterrichtsbeginn um 09:35 Uhr in der Schule zu sein :D Jedoch habe ich meine freien Tage somit super ausgenutzt und habe eine wunderbare Reise gemacht, welche ich jederzeit gern widerholen würde. Es hat alles super gepasst und ich kann jedem die besuchten Städte nur ans Herz legen. Vielleicht fühlt sich ja jemand inspiriert.

RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 7

IC2182, Bochum, Samstag, 09.03.2013, 16:24 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet
bearbeitet von IC2182, Samstag, 09.03.2013, 16:24

Vielen Dank für diesen schönen Reisebericht ;)

Ich plane auch grad eine kleine Balkanreise, allerdings erst im September und mit Fokus auf den West-Balkan, also Mazedonien, Kosovo, Serbien, Bosnien und Kroatien ;)

Merci!!!

TGV99, Dienstag, 12.03.2013, 15:24 (vor 4760 Tagen) @ ICE-Railjet
bearbeitet von TGV99, Dienstag, 12.03.2013, 15:24

Hallo,
ich wollte mich erstmal herzlich über diesen Bericht bedanken. Es ist schön mal etwas über die Balkanländer zu erfahren. Leider gibt es ja die Balkan-Züge (Hellas-Express,etc.) nicht mehr.
Also danke nochmals,

--
Eisenbahn das Verkehrsmittel der Zukunft!!!

Mit freundlichen Grüßen
TGV99

Alle Jahre wieder - Karneval

1229-89, Freitag, 28.02.2014, 18:00 (vor 4407 Tagen) @ ICE-Railjet

Auch wenn deine wirklich sehr ansprechend dokumentierte Reise knapp ein Jahr her ist, so blieb sie mir doch als aktiver Beobachter und ganz seltener Schreiber dieses Forums doch gut hängen, ganz besonders jetzt, wo bei uns (NRW) gerade wieder der Karneval sehr präsent ist.

Eine Frage ICE-Railjet: Wie lange hast du dich auf die Reise mit Buchung etc. vorbereitet, bzw. ab wann ist es empfehlenswert?

Und es kommt doch noch eine Zweite dazu: Wie viel hast sie grob insgesamt gekostet?

RB: Balkanreise im Februar

Pro3800, Samstag, 09.03.2013, 16:41 (vor 4763 Tagen) @ ICE-Railjet

Schöner Bericht, Danke!

Leider sind wohl einige Bilder verrutscht...

LG

Vielen Dank...

RhBDirk, Samstag, 09.03.2013, 21:14 (vor 4763 Tagen) @ Pro3800

... auch von mir. Du hattest ja schonmal so ne Ostblocktour hier eingestellt, wenn ich mich recht erinnere. Freu mich schon auf den nächsten. Mein östlichstes war bislang Budapest, aber von dort aus weiter in den Osten ist ja schon arg abenteuerlich - und du warst alleine unterwegs, ohne oder mit Sprachkenntnissen?

Vielen Dank...

ICE-Railjet, Sonntag, 10.03.2013, 20:12 (vor 4762 Tagen) @ RhBDirk

Heey Dirk,

ja genau da gab es schonmal einen :)
Und ich habe auch sehr viel Gefallen an den Ländern gefunden c:

Jaa, also ich habe mich auch alleine wirklich nie unsicher, bzw. gar wirklich bedroht gefühlt, auch nicht morgens um 6 in der Bukarester Bahnhofsgegend oder in irgendwelche Zügen. Und mit Englisch bin ich super durchgekommen.
Die Fahrpläne und Bahnhofsnamen kann ich mittlerweile auch schon in kyrillisch lesen, was dann schon hilfreich ist :DD

LLG, Fabian (:

RB: Balkanreise im Februar (mit Bildern) Teil 1

DG, Sonntag, 10.03.2013, 08:29 (vor 4762 Tagen) @ ICE-Railjet

Das klingt (und sieht aus) wirklich nach einer tollen Reise.
Für mich wäre das jedoch mangels Kenntnis der Örtlichkeiten und natürlich insbesondere der Sprache kaum möglich. Schade eigentlich.
Jedenfalls vielen Dank für den tollen Reisebericht, die Fotos sind doch gar nicht schlecht und besitzen durchaus viel Aussagekraft.

Chapeau!

Thalyseo, Sonntag, 10.03.2013, 12:15 (vor 4762 Tagen) @ DG

Hallo Fabian,


auch ich gehöre den begeisterten Lesern deines Reiseberichts an und finde es ganz toll, dass du - bereits in deinem (sehr) jungen Alter - ein solches Abenteuer auf dich nimmst. Dazu gehört sehr viel Mut, denn ich wahrscheinlich weder in deinem Alter aufgebracht hätte, noch heute aufbringen würde. Chapeau!

Sollte man als Eltern unbedingt unterstützen, als dein Vater hätte ich aber wahrscheinlich erst wieder nach deiner Rückkehr ruhig schlafen können. -;)

Eindrucksvoll auch zu sehen, wie sich die ehemaligen Ost-Block-Staaten entwickelt haben. Reich sind sie zwar nicht, aber das Bild, dass man aus Ostblock-Zeiten zu haben glaubt, trifft nicht mehr zu.

Zum Schluss noch ein paar Fragen:

1.) Durch wieviele Länder bist du gereist?

Von Deutschland ging es über Österreich nach Ungarn, von dort weiter über Rumänien nach Bulgarien. In Sofia hast du mich dann verloren, bist du dann wieder in Budapest bist.

2.) Sprachkenntnisse

Wie gut kommt man mit welchen Sprachen durch? Ist Englisch dort ein Passepartout? Französisch könnte ich mir in Ungarn und Rumänien noch evtl. als hilfreich vorstellen, wobei man dort wahrscheinlich - und auch in Bulgarien - mit Deutsch bessere Karten hat. Wie hast du dich verständigt? Hotel etc. wurde vorab im Internet reserviert?

3.) Komfort der Bahn

Die Bilder sprechen ja eigentlich für sich, aber ich denke mal, dass vor allem im Nachtzügen, Stichwort "schlafen", der Komfort eine relativ größere Rolle. Kann man die dortigen Züge empfehlen?

Vielen Dank!

Chapeau!

ICE-Railjet, Sonntag, 10.03.2013, 20:09 (vor 4762 Tagen) @ Thalyseo

Guten Abend,

vielen Dank, es freut mich dass der Reisebericht gefallen hat :)

1.) Durch wieviele Länder bist du gereist?

Von Deutschland ging es über Österreich nach Ungarn, von dort weiter über Rumänien nach Bulgarien. In Sofia hast du mich dann verloren, bist du dann wieder in Budapest bist.

Nicht ganz :D
Es ging von Deutschland über Österreich nach Ungarn, das stimmt, von dort auf aber weiter über Serbien nach Bulgarien, von dort nach Rumänien, weiter nach Ungarn und wieder zurück über Österreich nach Deutschland. :)

2.) Sprachkenntnisse

Wie gut kommt man mit welchen Sprachen durch? Ist Englisch dort ein Passepartout? Französisch könnte ich mir in Ungarn und Rumänien noch evtl. als hilfreich vorstellen, wobei man dort wahrscheinlich - und auch in Bulgarien - mit Deutsch bessere Karten hat. Wie hast du dich verständigt? Hotel etc. wurde vorab im Internet reserviert?

Also ich spreche weder eine der Landessprachen noch Russisch, was glaub ich auch sehr hilfreich ist. Ich habe mich eigentlich durchweg in Englisch verständigt und einzelne bahnbezogene Begriffe hab ich mittlerweile auch schon in den Landessprachen drauf um ein Ticket zu kaufen. Das kyrillische kann ich auch schon immer besser lesen :D
Mit Englisch kommt man auf jeden Fall gut durch, aber du hast Recht in Rumänien insbesondere, aber auch in Ungarn vereinzelt fielen mir immer wieder französische Begriffe auf :)

3.) Komfort der Bahn

Die Bilder sprechen ja eigentlich für sich, aber ich denke mal, dass vor allem im Nachtzügen, Stichwort "schlafen", der Komfort eine relativ größere Rolle. Kann man die dortigen Züge empfehlen?

Ja, also ich würde die Züge definitiv empfehlen, ich konnte immer gut schlafen :) Einzig die Passkontrollen stören den Schlaf natürlich, aber die gehören definitiv dazu :) Aber sonst durchaus empfehlenswert :))

Schönen Abend noch,
Fabian

Vielen Dank!

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Sonntag, 10.03.2013, 12:18 (vor 4762 Tagen) @ ICE-Railjet

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