Einen Halt wert: Wolfsburg Hbf (40 Bilder), Teil I (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 02.03.2013, 17:52 (vor 4768 Tagen)

Moin!


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1 Das ist das Schloß Wolfsburg.


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2 Das ist der Namensgeber des Schlosses, der Wolf im Wappen der Familie von Bartensleben.


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3 Neben dem Schloß liegt die St.-Marien-Kirche, 1434 als Kapelle des Schlosses geweiht. Aus der Zeit ist aber kaum noch etwas vorhanden.


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4 Wolfsburg ist dem Durchschnittsdeutschen bekannt durch zwei Buchstaben: VW.
Direkt hinterm Bahnhof der Kanal. Danach das Volkswagenwerk. So kennt der Zugreisende Wolfsburg.


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Wolfsburg, eine junge Stadt. Das Meßtischblatt der Landesaufnahme 1899 zeigt Feld, Wald und Wiese. Von West (Lehrte) nach Ost (Berlin) quert eine Bahnstrecke die Karte. In regelmäßigen Abständen Bahnwärterhäuser, der Bahnhof Fallersleben und im Osten eine Blockstelle.

Wer das Schloß nicht kennt (mit ein wenig Glück sieht man es vom Zug aus, gleich nach Abfahrt gen Berlin links hinten), wird erstaunt sein, daß die Wurzeln Wolfsburgs ins 14. Jahrhundert zurückreichen: Die Wolfsburg wurde anno 1302 urkundlich erstmals erwähnt. Sie ist also älter, aber erst seit jenem Jahr greifbar. Verschiedentlich umgebaut, präsentiert sie sich heute im Stil der Weserrenaissance. Für die diversen Um- und Ausbauten zeichnete die Familie von Bartensleben verantwortlich, die die Gegend um den Allerübergang als Lehen erhalten hatte und nun ihre Macht festigen mußte. Nach dem Tod des letzten männlichen Bartensleben 1742 ging die Wolfsburg wenige Jahre später in den Besitz der Familie von der Schulenburg über. Genau zweihundert Jahre später, 1942, zogen die Wolfsburger Schulenburgs (es gibt mehrere Linien) um, ins gerade fertiggestellte Schloß Neumühle. Das gilt als letzter Schloßneubau Deutschlands, Architekt war Paul Bonatz, der auch für den Stuttgarter Hauptbahnhof verantwortlich zeichnete. Es war nämlich die Familie Schulenburg, auf deren Land die Fabrik für den KdF-Wagen gebaut werden sollte. Ihr Besitz zwischen der Bahnstrecke und dem Schloß wurde enteignet, das Schloß verkaufte der Graf an die Stadt (es ist heute ein Museum).

Der Grundstein für die Autofabrik wurde am 26. Mai 1938 auf der grünen Wiese durch den braunen Machthaber gelegt. Auf anderen grünen Wiesen sollten die benötigten Arbeiter wohnen, weshalb noch im selben Jahr eine neue Stadt mit dem Namen Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben gegründet wurde. Im Krieg arbeiteten das Werk und in ihm zahlreiche Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie. Nach Kriegsende wurde die Stadt in Wolfsburg umbenannt. Die Fabrik entging der Demontage, der KdF-Wagen wurde zum VW Käfer und zum Welterfolg. Das Wachstum Wolfsburgs begann. 1972 wurden zahlreiche benachbarte Kommunen eingemeindet, wodurch Wolfsburg zur Großstadt wurde. Um das moderne Stadtzentrum finden sich daher zahlreiche alte Dörfer und zwei kleine Städtchen als Stadtteile wieder.


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5 Hier dürfte manch ein Sizilianer die Bekanntschaft mit Alvar Aalto gemacht haben. Das Kulturhaus nach Plänen des finnischen Meisters wurde 1962 fertiggestellt.


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6 Wölfe und einstmals moderne Architektur.


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7 Die Fußgängerzone. Häuser der 50er und 60er am Rand, eine Einkaufsgalerie mit dem phantasievollen Namen City-Galerie und mitten auf der Straße ab und an auch ein Haus.


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8 Ein Farbtupfer.


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9 Der Busbahnhof.


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10 Ein Blick vom Busbahnhof in Richtung Hauptbahnhof. Er ist das kleine beige Gebäude rechts vom Glaspalast. Hinter dem Bus (er erinnert mich an meinen ehemaligen Religionslehrer ;-) das phæno, ein Wissenschaftsmuseumsbetonklotz. Ein Versuch, Touristen in die Stadt zu locken, deren Zentrum ich auch mit sehr viel Wohlwollen nicht als attraktiv bezeichnen mag.


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12 Gegenüber des Hauptbahnhofs beginnt die Fußgängerzone.


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11 L`emigrante. Die 2004 errichtete Statue von Quinto Provenziani erinnert an die vielen Gastarbeiter (der Künstler war einer von ihnen), die im Volkswagenwerk Arbeit und vielleicht in Wolfsburg eine neue Heimat fanden.


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Wolfsburg Hauptbahnhof. Überrascht war ich, als ich das erstmals hörte. Dieser unscheinbare, kleine Bahnhof soll ein Hauptbahnhof sein? Es stimmt aber, zum 50. Geburtstag des Empfangsgebäudes erfolgte am 25. August 2007, mitten in der Fahrplanperiode, die Umbenennung. An dieser Stelle besteht seit 1928 eine Station, sie hieß ursprünglich Rothenfelde-Wolfsburg. Nach dem Krieg wurde ein Neubau erforderlich, der den Bedürfnissen der jungen Stadt und den Berufspendlern entsprechen sollte. Nach längerer Diskussion einigten ich Bundesbahn, Volkswagen und Stadt auf den heutigen Standort.

Wolfsburg liegt an der Lehrter Bahn, der Bahnstrecke zwischen Berlin und Lehrte. Diese Strecke wurde im Jahr 1871 in mehreren Etappen eröffnet. Ihre Bedeutung für den Fernverkehr zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet verlor die Strecke durch die Teilung. Während der Personenverkehr mit Berlin über Helmstedt abgewickelt wurde, liefen über Wolfsburg Interzonenzüge in die DDR.
Nach der Wende wurden die schon vor 1989 entstandenen Ideen für eine Schnellfahrstrecke nach Berlin umgesetzt. Die Strecke Lehrte - Wolfsburg wurde modernisiert und elektrifiziert, östlich Wolfsburgs wurde eine neue Strecke parallel zur bisherigen Linie gebaut und 1998 eingeweiht.
Im westlichen gelegenen Fallersleben (wo 1798 August Heinrich Hoffmann geboren wurde) schließt nicht nur die Werkbahn des Volkswagenwerks an, auch die Strecke nach Braunschweig mit ihrer wechselvollen Geschichte nimmt hier ihren Anfang. Diese wurde als Privatbahn gebaut (1904 komplett fertiggestellt), 1938 in den damaligen Braunschweiger Hauptbahnhof eingeführt, erhielt 1942 eine neue Einbindung nach Fallersleben (jetzt von Westen, zuvor von Osten) und 1998 wurde der südliche Abschnitt neutrassiert. Anstelle der ehemaligen Privatbahntrasse nach Braunschweig-Gliesmarode nutzen die Züge jetzt die Weddeler Schleife, die in Weddel östlich von Braunschweig von der Strecke Braunschweig - Magdeburg abzweigt.

Der Eisenbahnknoten östlich von Wolfsburg war und ist Oebisfelde. Die deutsche Teilung versperrte zwei Bahnstrecken den Weg dorthin. Das ist einerseits die 1902 eröffnete Nebenbahn von Schandelah (eine Station östlich von Weddel) nach Oebisfelde. Sie wurde 1955 mit einer Verbindungskurve an Wolfsburg angeschlossen, 1975 endete der Reise- und 1992 auch der letzte Güterverkehr.
Die zweite Strecke, die Oebisfelde nicht mehr anfahren konnte, war die ehemalige Kleinbahn Wittingen - Oebisfelde, 1944 in den Osthannoverschen Eisenbahnen aufgegangen. Sie endete fortan in Rühen, von wo aus Busanschluß nach Wolfsburg bestand. Lange Zeit wurde eine Bahnstrecke dorthin diskutiert, aber nicht verwirklicht: 1974 endete der Reiseverkehr, auch Güterverkehr gibt es nicht. Die Strecke steht vor der Stillegung.
Die Linienführungen sind auf der 200:000er Karte von 1919 sichtbar.


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In Wolfsburg halten zweistündlich ICEs der Relationen Berlin - Ruhrgebiet (Baureihe 402) und Berlin - Frankfurt (Baureihe 401) sowie Intercitys Berlin - Amsterdam (Baureihe 101).
Aus Hannover kommt eine RE-Linie (Baureihe 425 oder 112 mit Silberlingen), die hier endet. Zwischen Braunschweig, Wolfsburg, Oebisfelde und Stendal sowie zwischen Wolfsburg, Oebisfelde und Magdeburg fährt die Elbe-Saale-Bahn (DB) mit Dieseldesiros. Nach Braunschweig verkehren auch einige lokbespannte Züge.


Fortsetzung folgt.

Einen Halt wert: Wolfsburg Hbf (40 Bilder), Teil II

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 02.03.2013, 17:53 (vor 4768 Tagen) @ Sören Heise

Fortsetzung. Wir besuchen jetzt (endlich) den Hauptbahnhof.


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13 Ein letzter Blick über den Bahnhofsplatz, vorne das Denkmal.


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14 Das Empfangsgebäude von Osten.


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15 Der Versuch einer Gesamtansicht der Straßenseite. Wir kommen auf die Position des DB-Kekses zurück.


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16 Vor dem Bahnhof ein Bus mit Anhänger. Er fuhr auf der Linie ins VW-Werk.


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17 Ein Blick auf die Fassade. Schnörkellos.


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18 Vordach.


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19 Haupteingang mit Fahnen und nordisch-blauem Himmel.


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20 Vordach und westlicher Teil.


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21 Eine der beiden Eingangstüren.


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22 Ein erster Blick ins Innere. Der Fußboden ist ein Kunstwerk des französischen Künstlers Daniel Buren.


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23 Die Bahnhofshalle. Sie macht einen durchaus freundlichen Eindruck.


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24 Der Begrüßungspunkt der Erlebniswelt des örtlichen Automobilfabrikanten.


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25 Vom Empfangsgebäude aus tragen die Gleise die Nummern 8, 5, 4, 3 und 1.


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26 Vom Bahnsteig an Gleis 8 geht der Blick über eines der alten Grenzabfertigungsgebäude zum alten VW-Kraftwerk.


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27 Die Schließfachanlage.


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28 Das alte Stellwerk befinde sich in einem Anbau am Empfangsgebäude.


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29 Ein Blick in den Tunnel.


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30 Der Nordausgang zum Mittellandkanal ist recht neu.


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31 Im Grenzgebäude sitzen jetzt Service und Wartende.


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32 So sitzt man sonst anderswo.


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33 Im Zuge des Ausbaus zum ICE-Bahnhof wurden die Bahnsteige verlängert. Die Überdachung dort im westlichen Bereich hält respektvoll Abstand zum alten Bahnsteigdach.


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34 Auf Gleis 4 der RE von und nach Hannover.


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35 Ein Blick aufs Empfangsgebäude mit dem angebauten Stellwerk. Obendrauf der DB-Keks.


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36 Damit niemand die Spiegelung vermißt. ;-)


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37 Ein Blick hinüber zur Autostadt. Zwischen Gleisen und Kanal können Autofahrer ihr Können unter Beweis stellen.


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38 Vorm Empfangsgebäude 642 219 „Sachsen-Anhalt” aus dem Land der Frühaufsteher.


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39 Ein kurzer Blick zurück zum Bahnsteigdach.


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40 Von der Brücke zur Autostadt bietet sich ein Blick über den Bahnhof.
Empfangsgebäude, Hausbahnsteig Gleis 8. Der Bahnsteig mit den Gleisen 5 und 4, dann der mit den Gleisen 3 und 1. Anschließend der Mittellandkanal und das VW-Werk mit dem Verwaltungshochhaus.


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Viele Grüße,
Sören


Er läuft und läuft und läuft.

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Verstehen Sie Bahnhof!
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Kommentar zu Bild 40

Holger2, Samstag, 02.03.2013, 22:32 (vor 4768 Tagen) @ Sören Heise

Hallo,

schöne Bilder.

Wenn ich mir Bild 40 anschaue, frage ich mich schon, wieso man die NBS nicht so gebaut hat, dass die durchfahrenden ICE nicht immer am Bahnsteiggleis durchrauschen müssen. Vom Platz her wäre es ja ohne Weiteres möglich gewesen.

Die Züge könnten schneller durchfahren und sicherer wäre es trotzdem gewesen.
Naja, typisches deutsches NBS - Stückwerk ohne Gesamtplan eben.


Holger

Kommentar zu Bild 40

Reisender, München, Sonntag, 03.03.2013, 11:33 (vor 4767 Tagen) @ Holger2

Wenn ich mir Bild 40 anschaue, frage ich mich schon, wieso man die NBS nicht so gebaut hat, dass die durchfahrenden ICE nicht immer am Bahnsteiggleis durchrauschen müssen.

Nicht die NBS ist falsch gebaut, sondern der Fahrplan. Das hatten wir doch schon in diesem Thread festgestellt. Die ICEs sollen nicht durchfahren, sondern halten.

Dr. Volker Kefer hat es in diesem Statement schön auf den Punkt gebracht: „Ein weiterer Stopp kostet immer einige Minuten, bietet jedoch den Reisenden bessere Verbindungen und es können so mehr Menschen mit der Bahn fahren.“

Hinzu kommt noch, dass schnelle ICE-Durchfahrten in Großstadtbahnhöfen auch immer mit einer Gefährdung von Reisenden am Bahnsteig einhergeht.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Kommentar zu Bild 40

Holger2, Sonntag, 03.03.2013, 19:44 (vor 4767 Tagen) @ Reisender

Hallo,

wenn man mit schnellen Zügen durch eine Stadt durchfahren möchte, dann sollte man m.E. den Bahnhof zumindest so umbauen, dass man es ungebremst und auf einem Gleis ohne Bahnsteig kann.

Holger

Kommentar zu Bild 40

ICE-TD, Sonntag, 03.03.2013, 20:00 (vor 4767 Tagen) @ Holger2

Mit 200 km/h kann man durch Wolfsburg fahren und mehr ist dort eh nicht zulässig, schließlich ist es ab Wolfsburg keine NBS mehr, sondern eine ABS. Hätte man nach der Wende dort angefangen eine NBS zu planen, wäre die Strecke dank endloser Gerichtsverfahren und Einwände wahrscheinlich heute noch nicht fertig. In den neuen Bundesländern konnte man dank der Vorplanung die bereits aus DDR-Zeiten für die Strecke existierte und dank der vereinfachten Planungsgesetze für die Verkehrsprojekte "Deutsche Einheit" damals sehr schnell den NBS-Abschnitt planen und bauen.

Kommentar zu Bild 40

ICE-T-Fan, Sonntag, 03.03.2013, 20:22 (vor 4767 Tagen) @ Reisender

In Wolfsburg halten in meinen Augen genügend viele ICE. Die Linie 10 muss hier wahrlich nicht stündlich halten.

Mit Sicherheit einen Halt wert: Wolfsburg Hbf

Reisender, München, Samstag, 02.03.2013, 18:23 (vor 4768 Tagen) @ Sören Heise

Vielen Dank für dein Portrait über Wolfsburg und den dortigen Hauptbahnhof. Es war sehr interessant, vorallem wegen der vielen Informationen. Der Bahnhof ist mit Sicherheit einen Halt wert und die Stadt einen Besuch. Leider bin ich bislang noch nicht nach Wolfsburg gekommen.

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1 Das ist das Schloß Wolfsburg.

Wer das Schloß nicht kennt (mit ein wenig Glück sieht man es vom Zug aus, gleich nach Abfahrt gen Berlin links hinten), wird erstaunt sein, daß die Wurzeln Wolfsburgs ins 14. Jahrhundert zurückreichen: Die Wolfsburg wurde anno 1302 urkundlich erstmals erwähnt.

Das Schloss ist also die Wolfsburg. Sieht durchaus besichtigungswürdig aus.

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10 Ein Blick vom Busbahnhof in Richtung Hauptbahnhof. Er ist das kleine beige Gebäude rechts vom Glaspalast. Hinter dem Bus (er erinnert mich an meinen ehemaligen Religionslehrer ;-) das phæno, ein Wissenschaftsmuseumsbetonklotz. Ein Versuch, Touristen in die Stadt zu locken, deren Zentrum ich auch mit sehr viel Wohlwollen nicht als attraktiv bezeichnen mag.

Jedenfalls bietet Wolfsburg deinen Fotos zufolge mehr als nur das VW-Werk. Es gibt hier die Autostadt, doch Wolfsburg mit der Autostadt gleichzusetzten scheint mir dann doch etwas zu weit zu gehen.

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11 L`emigrante. Die 2004 errichtete Statue von Quinto Provenziani erinnert an die vielen Gastarbeiter (der Künstler war einer von ihnen), die im Volkswagenwerk Arbeit und vielleicht in Wolfsburg eine neue Heimat fanden.

Und schöne Kunstwerke gibt es dort ebenfalls.

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24 Der Begrüßungspunkt der Erlebniswelt des örtlichen Automobilfabrikanten.

Aha, dass ist dann also die besagte VW-Lounge.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Mit Sicherheit einen Halt wert: Wolfsburg Hbf

ICE 2, Samstag, 02.03.2013, 19:55 (vor 4768 Tagen) @ Reisender

Wolfsburg ist jedenfalls sehr sauber und gepflegt, wer aus dem Pott dorthin kommt fühlt sich in einer anderen Welt. Auch die Kaufkraft ist sehr hoch, was auch auf die Geschäfte ein wenig abstrahlt.
Wolfsburg ist fast nur VW, ist aber nicht gerade schlecht. Viele Manager reisen auch mit der Bahn an, gerade von Berlin her. Es soll sogar viele geben, die in WOB arbeiten und in Berlin wohnen, bei einer Stunde Fahrzeit, kein Wunder. So muss HGV!

Sehenswert ist natürlich die Autostadt mit der sehr interessanten Werksführung. Für wirkliche VW-Kenner ist auch das VW-Museum in der Dieselstraße sehr sehenswert.
Einkaufen kann man auch sehr gut (Outlet, Innenstadt), die Umgebung ist sehr ländlich und alte Städte wie Helmstedt, Oebisfelde, Königslutter oder auch Braunschweig sind nicht weit. Oder mit dem Rad die Umgebung kennenlernen.

Für ein Wochenende lohnt sich Wolfsburg. Ist halt besser als man allgemein zu sagen pflegt.

Mit Sicherheit einen Halt wert: Wolfsburg Hbf

Reisender, München, Samstag, 02.03.2013, 20:59 (vor 4768 Tagen) @ ICE 2

Wolfsburg ist jedenfalls sehr sauber und gepflegt, wer aus dem Pott dorthin kommt fühlt sich in einer anderen Welt.

Ans Ruhrgebiet habe ich ebenfalls gedacht als Sören das Zentrum als nicht besonders attraktiv bezeichnet hatte. Die Innenstädte Deutschlands bestehen halt nicht nur aus einer Ansammlung historischer Gebäude. Moderne Gebäude haben indessen manchmal auch ein gewissen Charme.

Es soll sogar viele geben, die in WOB arbeiten und in Berlin wohnen, bei einer Stunde Fahrzeit, kein Wunder. So muss HGV!

Davon habe ich ebenfalls schon gehört. Vor einiger Zeit habe ich mal einen Bericht im Fernsehen über einen Berlin-Wolfsburg-Bahnpendler gesehen.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Was für ein gelungener Titel!

bskf, Samstag, 02.03.2013, 20:42 (vor 4768 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

Nicht nur der Titel ist gelungen, sondern auch der Bericht!

Reisender, München, Samstag, 02.03.2013, 21:00 (vor 4768 Tagen) @ bskf

- kein Text -

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Naja, ein wenig Ost-Tristesse in der Innenstadt

RhBDirk, Samstag, 02.03.2013, 21:55 (vor 4768 Tagen) @ Sören Heise

Ich war in den letzten acht Jahren anlässlich jeweils einer Veranstaltung für jeweils zwei Nächte in Wolfsburg.

Verlässt man den Bahnhof, meint man, man sei im Ostblock. Beton, Beton. Der Busbahnhof und der Weg in die Innenstadt, sowie die Fußgängerzone machen einen sehr tristen Eindruck. Da sieht man eindeutig die Bausünden der 60er/70er. Die Krönung ist der Neubau des Betonklotz für das phaeno. Ein Museum, wie es mittlerweile in vielen Städten vorhanden ist - also längst kein Alleinstellungsmerkmal.

Glänzend jedoch die Autostadt sowie das Outletcenter, erholsam das Gelände rund ums Schloss.

Was die Geschäfte in der Innenstadt angeht, unterscheidet sich das Angebot nicht von anderen Städten der Größenordnung.

Es mag zwar sein, dass die Wolfsburger eine hohe Kaufkraft haben, das spiegelt sich im Angebot der Geschäfte aber nicht wider. Die hochpreisigen Geschäfte gibts wohl erst wieder in Hannover oder Berlin.

Naja, ein wenig Ost-Tristesse in der Innenstadt

Zugfahrer, Sonntag, 03.03.2013, 00:15 (vor 4768 Tagen) @ RhBDirk

Wolfsburg ist Wolfsburg, Supi Bilder-Session.
Wer es mag, der fühlt sich dort wohl. Ansonsten, durchfahren, Rücken zudrehen und vergessen.

und das im Westen.... ;-)

Blaschke, Sonntag, 03.03.2013, 07:31 (vor 4768 Tagen) @ RhBDirk

- kein Text -

Einen Halt wert: Wolfsburg Hbf (40 Bilder), Teil I

Ludo, Niedersachsen, Samstag, 02.03.2013, 23:45 (vor 4768 Tagen) @ Sören Heise

In Wolfsburg halten zweistündlich ICEs der Relationen Berlin - Ruhrgebiet (Baureihe 402) und Berlin - Frankfurt (Baureihe 401) [...]

Das sollten sie zumindest ;-)

Einen Halt wert: Wolfsburg Hbf (40 Bilder), Teil I

Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Sonntag, 03.03.2013, 09:28 (vor 4768 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

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10 Ein Blick vom Busbahnhof in Richtung Hauptbahnhof. Er ist das kleine beige Gebäude rechts vom Glaspalast. Hinter dem Bus (er erinnert mich an meinen ehemaligen Religionslehrer ;-) ....

Herrlich formuliert und illustriert: ich kann mir das Gesicht des Herrn lebhaft (leblos?) vorstellen. ;-)))

Dank ans Volk!

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 03.03.2013, 13:22 (vor 4767 Tagen) @ Sören Heise

Moin!

Zu Beginn ein vor lauter Wolfsburgzentrierung unter den Tisch gefallener Sachverhalt: Die Bahnstrecke Oebisfelde - Helmstedt wurde dreimal von der innerdeutschen Grenze gequert.


Ob nun in Wolfsburg jeder Zug halten sollte, ist sicherlich Ansichtssache. Mit Ausnahme der Frankfurter Strecke besteht derzeit ein angenäherter Fernverkehrsstundentakt. Ich denke, das reicht.

Die Stadt ist eine auch Pendlerstadt. Der IC 7:21 aus Hannover nach Berlin hat ab Wolfsburg kaum einen besetzten Sitzplatz, während er vorher um die 100 % besetzt ist.


@bskf und Ludo: Ihr habt die Anspielung verstanden. ;-)

@Dirk: Ostblockbeton ist anders, aber nicht unbedingt schöner.
Bausünden der 60er/70er würde ich nicht sagen. Wer weiß, wie in 50 Jahren über das, was heute "in" ist, geurteilt wird. Damals baute man so.

@Meinrad: Nein, nein. Der Lehrer hieß Duckstein. Kann man nicht wissen. ;-)


Der nächste Hauptbahnhof wird der von Berlin sein.

Viele Grüße,
Sören

Viele Grüße, Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Und kein Dank an den (durchfahrenden) Wagen!

Reisender, München, Sonntag, 03.03.2013, 14:55 (vor 4767 Tagen) @ Sören Heise

Ob nun in Wolfsburg jeder Zug halten sollte, ist sicherlich Ansichtssache. Mit Ausnahme der Frankfurter Strecke besteht derzeit ein angenäherter Fernverkehrsstundentakt. Ich denke, das reicht.

Da bin ich anderer Ansicht, weil ich möchte, dass jede Station im Land gut erreichbar ist und dass mehr Leute mit der Bahn fahren können. Schließlich ist die Bahn ein Massentransportmittel, welches allen was nutzen soll und nicht nur einzelnen, insbesondere nicht nur Geschäftsreisenden als Ersatz für das Flugzeug.

Deshalb wünsche ich mir mehr Züge und mehr Halte. An jeder Station sollte es das bestmögliche Reiseangebot geben und nicht das schlechtmöglichste. Das Motto sollte daher auch lauten lieber ein Halt mehr als einer weniger. Kein Verständnis habe ich für Leute, die nur für ihren Bahnhof ein gutes Zugangebot fordern und sich gleichzeitig gegen Halte in anderen Bahnhöfen aussprechen.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Danke!

JanZ, HB, Montag, 04.03.2013, 10:58 (vor 4766 Tagen) @ Sören Heise

So ein Zufal, durch Wolfsburg bin ich am Wochenende zweimal durchgekommen (jeweils mit Halt ;-) ). Danke, dass ich jetzt auch das sehen kann, was man vom Zug aus nicht sieht!

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