Vom Säntis in eine Hauptstadt ohne Bahnhof (m.v. Bildern) (Reiseberichte)

TD, Samstag, 23.02.2013, 11:30 (vor 4787 Tagen)

Hallo zusammen,

richtig große Ferntouren mache ich lieber im Sommerhalbjahr, aber ein Ausflug in den Schnee gehört eigentlich auch jedes Jahr auf meinen Tourenplan. Für eine erstklassige Tagestour habe ich mir mal wieder die Ostschweiz ausgesucht, wo ich noch einige Lücken habe. Überlegt hatte ich als Ziel entweder Säntis oder Liechtenstein – doch dann ist es eine Rundfahrt mit beiden Zielen und sogar noch etwas mehr geworden.

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Von Konstanz fahren wir über Weinfelden und Will nach Nesslau-Neu St. Johann, mit Postauto und Seilbahn auf den Säntis, dann über Urnäsch zu den Appenzeller Bahnen. Und wenn wir schon in der Gegend sind, nehmen wir noch die Stichstrecke nach Wasserauen mit, wollen dann über Gais mit der Zahnradbahn hinunter ins Rheintal und weiter nach Vaduz und von dort entlang von Rhein und Bodensee wieder zurück nach Konstanz fahren.

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Kurz vor 7 Uhr erreichen wir den Bahnhof in Konstanz und lösen Tageskarten für den Verkehrsverbund Ostwind – und bereuen für einen Moment, nicht doch lieber eine Wintertour durch Schwarzwald oder Schwäbische Alb geplant zu haben, denn so ein Baden-Württemberg-Ticket ist im Vergleich zur Schweiz doch ein echtes Schnäppchen. Aber gut, das wusste ich vorher und wir wollen uns ja einen schönen Tag in der Schweiz machen.
An Gleis 3 steht schon der Interregio nach Zürich bereit, jetzt am frühen Samstagmorgen haben wir die Qual der Sitzplatzwahl.

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Während wir über den Seerücken nach Weinfelden fahren, wird es draußen langsam hell. Mein Bruder döst etwas und ist wenig erfreut, dass wir in Weinfelden den warmen Zug schon wieder verlassen müssen.

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Drüben auf Gleis 5 steht der Regionalzug nach Will bereit. Der GTW von Thurbo präsentiert sich passenderweise in Vollwerbung für den Tarifverbund Ostwind.

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Die Strecke nach Will führt in Bussnang am Sitz von Stadler Rail vorbei. Im Vorbeifahren kann ich einen kurzen Blick auf einen neuen Triebwagen für die Frauenfeld-Wil-Bahn werfen. Für ein Foto reicht’s leider nicht, aber irgendwann werde ich die Triebwagen sicherlich auch mal als Fahrgast besuchen.

Richtig lang werden wir heute mir keinem Zug fahren, diesmal heißt es schon nach gut 20 Minuten wieder umsteigen. In Will geht es bahnsteiggleich mit der S 9 weiter, dahinter verbirgt sich ein Flirt der Schweizerischen Südostbahn (SOB).

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Durch das Toggenburg führt die Strecke nach Wattwil und dann auf der Strecke der ehemaligen Bodensee-Toggenburg-Bahn weiter zum Endpunkt Nesslau-Neu St. Johann. Draußen wird es mittlerweile heller und auch die Schneehöhen nehmen zu.

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In den Endwagen der SOB-Flirts sind die Türen weiter zur Mitte hin angeordnet als ich das von anderen Flirts kenne, wodurch eine großzügige 1. Klasse entsteht.

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Nach der Ankunft in Nesslau-Neu St. Johann

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Von hier aus geht es nun auf der Straße mit dem Postauto weiter. Nur schade, mit dem Doppeldecker wird das nichts, unser Bus ist das rechte Exemplar.

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Der Bus bringt uns nun auf den Schwägalppass, auf der Fahrt hinauf auf knapp 1.300 Höhenmeter säumen ganz beachtliche Schneemassen die Straße.

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Der Bus hält direkt an der Talstation der Luftseilbahn zum Säntis. Bevor wir aber in die Seilbahn steigen, schauen wir hinauf zum Gipfel, dort oben bei der Sendeanlage ist unser Ziel.

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Schon auf der Fahrt mit der Seilbahn hinauf zum Gipfel eröffnen sich grandiose Ausblicke.

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Oben angekommen begrüßt uns zunächst aber ein Rolls Royce. Warum man ein Auto auf einen Berggipfel schaffen muss wird sich mir als Nicht-Autobesitzer wohl nicht erschließen. Aber wir halten uns auch nicht lange damit auf, sondern wollen gleich hinaus auf die Aussichtsterrasse.

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Mit über 2.500 Metern ist der Säntis der höchste Berg im Alpstein. Vom Säntisgipfel soll man in die sechs Länder Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien sehen können. Ich genieße die Aussicht, muss aber zugeben, dass Berggipfel nicht unbedingt meine Welt sind; wer möchte, kann man mir ja bei den Bildunterschriften helfen.

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Was hier unter der Wolkendecke liegt, müsste das Rheintal sein. Später in Liechtenstein werden wir die Wolken von unten sehen.

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Und hier dürfte die Blickrichtung in Richtung Vorarlberg und Bregenzerwald gehen.

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Blick Richtung Appenzellerland und Bodensee.

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Obwohl der Himmel nur wenig Blau zeigt, ist der Blick von hier oben beeindruckend. Nach einem Kaffee im Gipfelrestaurant geht es dann mit der Seilbahn wieder hinunter ins Tal.

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Die Seilbahn hat eine Länge von rund 2.300 Metern und benötigt für den Höhenunterschied von 1.123 Metern zehn Minuten.

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Bis zur Abfahrt des Busses an der Schwägalp bleibt noch etwas Zeit, um uns am Fuße des Säntis im Naturerlebnispark Schwägalp umzusehen und die verschneite Winterlandschaft zu genießen.

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Mit dem Postauto geht es nun auf der anderen Seite des Schwägalppasses wieder hinunter. Aber auch diesmal haben wir Pech - unser Bus ist mal wieder der Einstöcker.

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In Urnäsch steigen wir nun auf die Schiene um und fahren in Meterspur mit einem Zug der Appenzeller Bahnen weiter nach Wasserauen.

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Bis Appenzell kenne ich die Strecke schon von einer Tour im letzten Sommer, nun wollen wir noch die Strecke weiter nach Wasserauen befahren.

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In Weissbad steigen die letzten Mitreisenden im Abteil aus; und wo wir nun alleine in der 1. Klasse sind, kann ich auch das Fenster aufmachen.

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Die Strecke von Appenzell nach Wasserauen wurde ursprünglich als „Säntis-Bahn“ betrieben und sollte kombiniert als Berg- oder Seilbahn von dieser Seite den Säntis erreichen, der Weiterbau über den heutigen Endpunkt Wasserauen kam aber nicht zustande.

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Auf den letzten Metern füllt sich der Zug nochmals, da Wintersportler die Bahn zur Fahrt an die Talstation der Ebenalp-Seilbahn in Wasserauen nutzen.

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Wasserauen selbst besteht nur aus einigen Höfen, der besagten Seilbahnstation, dem Bahnhof und einem Landeplatz für Gleitschirmflieger. Außerdem befindet sich hier auch das Depot des Vereins AG2 historische Appenzeller-Bahnen.

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Fortsetzung folgt gleich...

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Vom Säntis in eine Hauptstadt ohne Bahnhof (Fortsetzung)

TD, Samstag, 23.02.2013, 11:42 (vor 4787 Tagen) @ TD

Eine zweite Seilbahnfahrt steht heute aber nicht mehr auf dem Programm und auch eine ausgedehnte Winterwanderung passt nicht in den Plan. Und so drehen wir nur eine kleine Runde um den Bahnhof und fahren eine halbe Stunde später mit dem gleichen Zug zurück.

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Bei der Abfahrt in Wasserauen sind wir die einzigen Fahrgäste, nur schade, dass die Fahrt nach 11 Minuten schon wieder zu Ende ist, da wir in Appenzell umsteigen wollen.

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Appenzell Bahnhof

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Weiter geht es mit der S 11 – ebenfalls betrieben von den Appenzeller Bahnen – in Richtung St. Gallen, wobei die Fahrt wiederum nur 11 Minuten dauert, da in Gais schon der nächste Umstieg ansteht.

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Welche „S-Bahn“ hat schon so eine 1. Klasse? Draußen zieht übrigens gerade eine Guggenmusik-Gruppe vorbei – hier in der Schweiz wird Fasnacht eine Woche später gefeiert.

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Von Gais wollen wir mit der Zahnradbahn hinunter ins Rheintal nach Altstätten fahren. Nur leider ist die Bahn heute im Schlittelplausch-Einsatz und befördert Wintersportler mitsamt ihren Schlitten entlang der Schlittelpiste am Stoss. Für uns Bahnreisende heißt das: Weiterfahrt mit dem Ersatzbus nach Altstätten.

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Na, dann wollen wir den Schlittelfreunden eben den Vorzug lassen und queren die Zahnradstrecke im Bus. Nun fahren wir genau in die Wolken, die wir schon vom Säntis aus über dem Rheintal gesehen haben, so dass die Aussicht von der Bahn aus auch nur bescheiden gewesen wäre. Wer trotzdem einen Eindruck von der Zahnradstrecke bekommen möchte, der findet hier einen Bahnreisebericht vom Sommer.

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Die Busfahrt endet in Altstätten Stadt, wo sich auch die Endhaltestelle der Altstätten-Gais-Bahn befindet. Um zum SBB-Bahnhof am anderen Ende des Orts zu gelangen, geht die Tour weiter mit einem City Sprinter von Rheintal Bus (RTB).

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Der Rheintal-Express bringt uns nun in einer knapp 20-minütigen Fahrt nach Buchs.

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Im Grenzbahnhof Buchs trifft die Strecke aus dem österreichischen Feldkirch auf die Rheintallinie von St. Margrethen nach Chur. So verläuft hier auch die internationale Verbindung mit dem Railjet von Wien nach Zürich. Bis zum Start des S-Bahn-Projekts „FL.A.CH“ ist die grenzüberschreitende Verbindung im Nahverkehr aber sehr dünn. Und deshalb müssen wir für die Weiterfahrt nach Vaduz den Bus nehmen.

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Na, endlich klappt es doch: von Buchs nach Vaduz fahren wir im Doppeldecker :)

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Der Rhein bildet die Grenze zwischen der Schweiz (rechts) und Liechtenstein (links). Nachdem ich letztes Jahr schon in Monaco war, kann ich nun also den nächsten Kleinstaat abhaken (ok, bei früheren Fahrten zwischen der Schweiz und Österreich habe ich schon mehrfach das Territorium durchquert, aber das ist jetzt der erste „richtige“ Besuch).

Hauptstadt bzw. Hauptort des Fürstentums ist Vaduz. Der Ort mit gut 5.000 Einwohnern hat keinen Bahnanschluss, dafür aber alles, was eine Hauptstadt so braucht, nämlich...

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Landtagsgebäude

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Regierungsgebäude und Kathedrale.

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Hier nochmals das Regierungsviertel mit Landtag und Regierungsgebäude, darüber das Schloss.

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Die politische Mitte von Liechtenstein -am Standort der früheren Parlamentsgebäudes haben die Kilometerangaben der Landstraßen ihren Ausgangspunkt.

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Nun machen wir uns auf den Weg hinauf zum Schloss. Dabei gerät auch das „Rote Haus“ ins Blickfeld, welches zu den Sehenswürdigkeiten von Vaduz gehört.

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Blick über Vaduz, im Hintergrund jenseits des Rheins liegt die Schweiz.

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Das Schloss Vaduz liegt oben am Berghang, der Sitz des Fürstenhauses liegt etwa 120 Meter über den Untertanen im Rheintal.

Mit dem Hauptstadtbesuch ist das letzte Ziel unserer Rundreise erreicht und wir können nun den Heimweg antreten. Die erste Etappe legen wir zwangsläufig wieder mit dem Bus zurück, diesmal fahren wir aber nur bis nach Schaan. Schaan liegt ebenfalls im Fürstentum Liechtenstein und ist von der Einwohnerzahl sogar etwas größer als Vaduz.

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Der Bushof von Schaan ist wohl der wichtigste Verkehrsknotenpunkt im Fürstenturm. Fast alle Buslinien fahren den modernen Umsteigepunkt an, der direkt am Bahnhof der Bahnstrecke Feldkirch-Buchs liegt. Wir sind allerdings die einzigen Umsteiger, die den Weg zum verlassenen Bahnhof einschlagen.

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Der Bahnhof heißt offiziell Schaan-Vaduz - also doch ein „Hauptstadtbahnhof“ - betrieben wird die eingleisige Bahnstrecke Feldkirch-Buchs von den ÖBB. Von der Straßenseite...

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...wechseln wir nun zur Gleisseite. Im Rahmen des S-Bahn-Ausbaus soll der Bahnhof modernisiert werden und höhere Bahnsteige erhalten.

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Komisch, dass wir als einzige Fahrgäste auf den Zug warten – dabei ist die Bahnfahrt doch sogar gratis! Gut, man muss schon etwas planen und mit der Fahrplanauskunft tüfteln, um einen der 5 Züge zu erwischen, die am Samstag hier halten.

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Ein ÖBB-Talent der S-Bahn Vorarlberg bringt uns wieder über die Grenze in die Schweiz. Mit einer Fahrzeit von 3 Minuten ist das die kürzeste Fahrt unserer Tagestour.

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Ganz ohne Via-Eingaben und „erweiterte Verkehrsmittelwahl“ fahren wir nun von Buchs nach Hause, mit dem Rheintal-Express fahren wir zunächst bis Rorschach.

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In Rorschach steigen wir um auf einen Thurbo-GTW zur Fahrt nach Weinfelden. Der direkte Weg nach Konstanz würde über die Seelinie führen, da ich aber in der Fahrplanauskunft die heimische Bushaltestelle als Ziel angegeben habe, wählt das System den bequemeren Weg mit einem Umsteigevorgang weniger bei gleicher Ankunftszeit.

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Die Strecke führt zunächst vom Rorschach nach Romanshorn am Bodenseeufer entlang und dann durchs Hinterland nach Weinfelden. Da es nun langsam dunkel wird, soll dass das letzte Bild von unterwegs sein.

Von Weinfelden geht es dann mit dem Interregio wieder nach Konstanz. Wenn es im Sommer länger hell ist, hätte man mit einer Tageskarte vielleicht noch etwas mehr machen können, aber das war eigentlich so auch eine schöne Tour.

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Bis wir wieder in Konstanz ankommen, ist es ganz dunkel und der beleuchtete Bahnhofsturm begrüßt uns.

Falls es von Interesse ist, hier noch der Fahrplan. Im Original waren es übrigens 4 Seiten, das ist für eine Tagestour doch nicht schlecht, oder?

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Mit Stadtbus in Konstanz komme ich auf 21 Fahrtabschnitte – und alle Anschlüsse haben geklappt. Und dank der flotten Fahrweise des letzten Busfahrers waren wir sogar eine Minute vor Plan wieder zu Hause. Ob das bei einer Tour Richtung Schwarzwald oder Schwäbische Alp auch geklappt hätte? Vielleicht probiere ich es irgendwann aus...

Viele Grüße

Tobias

PS.: Meine früheren Reiseberichte gibt’s unter www.bahnreiseberichte.de.

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Nett!

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 23.02.2013, 12:17 (vor 4787 Tagen) @ TD

Moin an den Rhein,

besten Dank für diesen netten Bericht. Die Aussichtsbilder vom Säntis hättest Du besser nicht gezeigt, da kommt wieder schmerlich zutage, was hier im norddeutschen Flachland zwischen Mittelgebirge und Endmoräne fehlt. ;-)

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Weiß da ein Busfan(atiker) die Marke?

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Das sieht gemütlicher aus als irgendwelches Leder, finde ich.

Draußen zieht übrigens gerade eine Guggenmusik-Gruppe vorbei – hier in der Schweiz wird Fasnacht eine Woche später gefeiert.

Warum das?


Der Reiseplan sieht nett aus, sogar mit der Seilbahn (die aber hoffentlich nicht im Verkehrsverbund ist).

Viele Grüße,
Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Nett!

caboruivo, CH, Samstag, 23.02.2013, 13:00 (vor 4787 Tagen) @ Sören Heise

Draußen zieht übrigens gerade eine Guggenmusik-Gruppe vorbei – hier in der Schweiz wird Fasnacht eine Woche später gefeiert.


Warum das?

Ist nicht in der ganzen Schweiz so.
Ich glaube, das hat mit katholisch und evangelisch zu tun. Bei uns in der katholischen Zentralschweiz war die Fasnacht wuch eine Woche früher als im Appenzellerland mit dem Höhepunkt zwischen 7. und 12.2.
Die Basler Fasnacht wiederum dauerte von 18.2.-20.2.

Nett!

TD, Samstag, 23.02.2013, 13:28 (vor 4787 Tagen) @ Sören Heise

Draußen zieht übrigens gerade eine Guggenmusik-Gruppe vorbei – hier in der Schweiz wird Fasnacht eine Woche später gefeiert.


Warum das?

Der große Brauchtumsexperte bin ich jetzt nicht, aber das hängt mit der theologischen Zählweise zusammen. Vor Ostern gibt es ja eine 40-tägige Fastenzeit, und bevor es mit dem Fasten losgeht, wird an Fasnacht noch mal richtig gefeiert. Nach der in Deutschland überwiegenden Zählweise werden die Sonntage nicht mitgezählt, deshalb sind es vom Aschermittwoch (erster Fastentag nach Fasnacht) bis Ostern auch 46 Tage (40 Fastentage + 6 Sonntage).
In einigen Gegenden, u.a. in der Schweiz, werden dagegen die Sonntage mitgezählt, somit beginnt die Fastenzeit und damit auch die Fasnacht dort später.
Das Ganze hängt wohl mit den Beschlüssen der Synode von Benevent im Jahr 1091 zusammen - aber das habe ich jetzt auch nur bei Wikipedia nachgelesen.

Viele Grüße

Tobias

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Tickets und Bustipp

RhBDirk, Samstag, 23.02.2013, 19:42 (vor 4787 Tagen) @ Sören Heise

Moin an den Rhein,
...


Der Reiseplan sieht nett aus, sogar mit der Seilbahn (die aber hoffentlich nicht im Verkehrsverbund ist).

Viele Grüße,
Sören

Ob Verkehrsverbund (Ostwind?) oder nicht: Natürlich akzeptiert die Säntisbahn auch das Halbtax und das GA - wobei letzteres auch "nur" zum Bezug von Tickets mit 50% berechtigt. http://www.saentisbahn.ch/schwebebahn/preise.html

Beim Bus würde ich spontan auf Solaris tippen.

Und TD danke für den Reisebericht. Da war ich bestimmt auch schon fünf Mal. Mein Postauto war doppelstöckig ;-)

Volvo-Bus

Fabian318, Münster i. W., Samstag, 23.02.2013, 20:56 (vor 4787 Tagen) @ Sören Heise
bearbeitet von Fabian318, Samstag, 23.02.2013, 20:56

Ist genau sowas: http://farm8.staticflickr.com/7088/7207921114_a8895a29bf_z.jpg

Vielen Dank für den klasse Bericht!

Gruß
Fabian

Volvo-Bus: Danke!

Sören Heise, Region Hannover, Samstag, 23.02.2013, 21:18 (vor 4787 Tagen) @ Fabian318

Danke für den Link, Fabian. Da wurde der Schriftzug entfernt. ;-(

Wie beim Staatsfernsehen

RhBDirk, Samstag, 23.02.2013, 23:08 (vor 4787 Tagen) @ Sören Heise

Danke für den Link, Fabian. Da wurde der Schriftzug entfernt. ;-(

Also auch bei den Appenzeller Bahnen.

Wo wir grad beim Thema sind: Auch beim ZDF bei Wetten dass...? haben die Sesselfurzer und Bedenkenträger das Mercedes Logo des JASPER Busses auf Front, Heck und Lenkrad entfernt - dummerweise war aber der Travego Schriftzug noch am Heck deutlich zu erkennen.

Gleiches ist auch bei der Hamburger Hochbahn der Fall, dass dort an der Front das Mercedes Logo fehlt.

Hat dafür (also für die Verkehrsbetriebe) jemand eine Erklärung, warum das so ist?

Für Ganzwerbungen

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 24.02.2013, 09:06 (vor 4786 Tagen) @ RhBDirk

Gleiches ist auch bei der Hamburger Hochbahn der Fall, dass dort an der Front das Mercedes Logo fehlt.

Hat dafür (also für die Verkehrsbetriebe) jemand eine Erklärung, warum das so ist?


Moin Dirk,

irgendwo stand zu lesen, daß das besser für Ganzwerbungen und ähnliches ist, wenn das Logo fehlt.

Viele Grüße, Sören

Für Ganzwerbungen

ICE11, Aachen, Sonntag, 24.02.2013, 12:25 (vor 4786 Tagen) @ Sören Heise

irgendwo stand zu lesen, daß das besser für Ganzwerbungen und ähnliches ist, wenn das Logo fehlt.

Genau so ist es. Dass man die Front aber auch mit Stern recht ansprechend in eine Vollwerbung integrieren kann zeigt sich z.B. hier: http://www.bus-bild.de/name/einzelbild/number/91147/kategorie/deutschland~betriebe-stae...

Für Ganzwerbungen

Fabian318, Münster i. W., Sonntag, 24.02.2013, 13:18 (vor 4786 Tagen) @ Sören Heise

Gleiches ist auch bei der Hamburger Hochbahn der Fall, dass dort an der Front das Mercedes Logo fehlt.

Hat dafür (also für die Verkehrsbetriebe) jemand eine Erklärung, warum das so ist?

irgendwo stand zu lesen, daß das besser für Ganzwerbungen und ähnliches ist, wenn das Logo fehlt.

Wollte ich eigentlich auch antworten (die sog. Hamburger Front), aber Dirk sprach sogar von abgerissenen Mercedes-Logos auf dem Lenkrad?!

Einzelfall

Sören Heise, Region Hannover, Sonntag, 24.02.2013, 13:37 (vor 4786 Tagen) @ Fabian318

Wollte ich eigentlich auch antworten (die sog. Hamburger Front), aber Dirk sprach sogar von abgerissenen Mercedes-Logos auf dem Lenkrad?!

Das hatte ich nur auf das Wetten, daß-Beispiel bezogen: Keinerlei Schleichwerbung mehr, heißt es da doch. Also das war ein Einzelfall.
Einzelfälle, alles Einzelfälle. ;-)

Lenkrad betraf nur Wetten dass

RhBDirk, Sonntag, 24.02.2013, 16:51 (vor 4786 Tagen) @ Fabian318

Gleiches ist auch bei der Hamburger Hochbahn der Fall, dass dort an der Front das Mercedes Logo fehlt.

Hat dafür (also für die Verkehrsbetriebe) jemand eine Erklärung, warum das so ist?

irgendwo stand zu lesen, daß das besser für Ganzwerbungen und ähnliches ist, wenn das Logo fehlt.


Wollte ich eigentlich auch antworten (die sog. Hamburger Front), aber Dirk sprach sogar von abgerissenen Mercedes-Logos auf dem Lenkrad?!

Ja, das mit dem überklebten Mercedes Logo auf dem Lenkrad betraf nur die Wetten dass Sendung.

Lenkrad betraf nur Wetten dass

Fabian318, Münster i. W., Sonntag, 24.02.2013, 20:08 (vor 4786 Tagen) @ RhBDirk

Gleiches ist auch bei der Hamburger Hochbahn der Fall, dass dort an der Front das Mercedes Logo fehlt.

Hat dafür (also für die Verkehrsbetriebe) jemand eine Erklärung, warum das so ist?

irgendwo stand zu lesen, daß das besser für Ganzwerbungen und ähnliches ist, wenn das Logo fehlt.


Wollte ich eigentlich auch antworten (die sog. Hamburger Front), aber Dirk sprach sogar von abgerissenen Mercedes-Logos auf dem Lenkrad?!


Ja, das mit dem überklebten Mercedes Logo auf dem Lenkrad betraf nur die Wetten dass Sendung.

Das wird dann wohl in der Tat mit der Schleichwerbung zusammenhängen. Ein Citaro von Evobus ist ohne Mercedes-Benz-Logo nämlich nicht mehr als Evobus-Fahrzeug erkennbar. ;-)

Vielleicht hatte auch Audi (VW) einfach was dagegen? :-P

safe go, Chemnitz, Sonntag, 24.02.2013, 20:10 (vor 4786 Tagen) @ Fabian318

- kein Text -

Nett!

citaro, Samstag, 23.02.2013, 21:58 (vor 4787 Tagen) @ Sören Heise

Sieht nach einem Volvo aus ! Aber von irgendeinem Karosseriebauer aufgebaut !

Vielen Dank!

Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Samstag, 23.02.2013, 18:18 (vor 4787 Tagen) @ TD

- kein Text -

schöne Tour

Alibizugpaar, Köln (im Herzen immer noch Göttinger), Samstag, 23.02.2013, 15:25 (vor 4787 Tagen) @ TD

Hallo,

die Schweizer Bergwelt ist auch mir nachhaltig in Erinnerung geblieben - ein einmaliges Naturschauspiel, ein guter Anlass mal wieder die Kinnlade runterfallen zu lassen!

Bei Foto ´Interregio nach Zürich´ war mein erster Gedanke: Beweisstück 1 = Ich will meine dunklen Abteile zurück haben. Wenn es denn wenigstens UV-Licht wäre für eine knackig braune Gesichtsfarbe, dann hätten solche Großraumbeleuchtungen wenigstens einen Sinn.

Das Sitzmuster im SBB-Zug gefällt mir ganz gut. Beim Regionalzug nach Will oder in der Appenzeller Bahn nach Wasserauen bin ich mir hingegen nicht sicher, wer von beiden schlimmer ist. Erste Klasse? Wohl eher zwei Anlässe zum weglaufen! Aber man ist ja wie gesagt abgelenkt von der tollen Landschaft vor dem Fenster.

Goldig finde ich die in D ungewohnten Bezeichnungen. Was uns der Linienbus ist, das ist den Schweizern der Postautokurs. Aber gerade solche Kleinigkeiten machen andere Länder so liebenswert. Und wir sehen uns wieder bestätigt, daß unsere schweizer Nachbarn mit echten Schneemengen zurecht kommen.
:-)

Danke und Gruß
Olaf

Sehr schön!

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 23.02.2013, 19:31 (vor 4787 Tagen) @ TD
bearbeitet von Twindexx, Samstag, 23.02.2013, 19:33

Hoi,

Das ist ein sehr schöner Bericht. Aber habe ich nur das Gefühl, oder reihen sich die Bilder tatsächlich bei jedem neuen Klick auf deinen Beitrag etwas anders?
«Eine Information zum Beitrag von TD: Die Bilder dieses Beitrags werden beim aktuellen Klick in geänderter Formation dargestellt.» *lol*

Von Konstanz fahren wir über Weinfelden und Will nach Nesslau-Neu St. Johann, mit Postauto und Seilbahn auf den Säntis, dann über Urnäsch zu den Appenzeller Bahnen.

Es ist zwar nett, dass du Wil ein zweites «l» gönnst, jedoch denke ich, die Wiler können auch darauf verzichten ;-)

An Gleis 3 steht schon der Interregio nach Zürich bereit, jetzt am frühen Samstagmorgen haben wir die Qual der Sitzplatzwahl.

In so einem bequemen EW-IV beginnt man doch so eine Reise immer wieder gerne.

Drüben auf Gleis 5 steht der Regionalzug nach Will bereit. Der GTW von Thurbo präsentiert sich passenderweise in Vollwerbung für den Tarifverbund Ostwind.

Der Getreide-Bomber! - So heisst dieses Werbefahrzeug bei den Bähnlern. Die Sitze sind in der Tat etwas abgewetzt. Genau deshalb stellen die SBB wieder auf Stoff um. Mal sehen, wann das auch bei Thurbo ankommt. Die zwölf neuen GTW 2/8, die derzeit abgeliefert werden, haben auch noch Lederbezüge in der ersten Klasse. Ansonsten sind die zehn Ex-MThB-GTW, wie hier der Getreide-Bomber, doch gar nicht so unbequem.

Die Strecke nach Will führt in Bussnang am Sitz von Stadler Rail vorbei. Im Vorbeifahren kann ich einen kurzen Blick auf einen neuen Triebwagen für die Frauenfeld-Wil-Bahn werfen. Für ein Foto reicht’s leider nicht, aber irgendwann werde ich die Triebwagen sicherlich auch mal als Fahrgast besuchen.

Damit wird dann auch der 15-min-Takt eingeführt zwischen Frauenfeld und Wil, also keine 30 min warten mehr, wie bei deinem letzten Mal ;-)

Richtig lang werden wir heute mir keinem Zug fahren, diesmal heißt es schon nach gut 20 Minuten wieder umsteigen. In Will geht es bahnsteiggleich mit der S 9 weiter, dahinter verbirgt sich ein Flirt der Schweizerischen Südostbahn (SOB).

Und ab Ende 2013 wird man da auch in Wattwil umsteigen müssen. Die Direktverbindung nach Nesslau bekommt dann St.Gallen statt Wil. Die SOB ist derzeit daran, ein Projekt auszuarbeiten, Krummenau zur Kreuzungsstation auszubauen. Damit wird dann der Halbstundentakt nach Nesslau möglich werden. Dann wird St.Gallen und Wil abwechselnd je stündlich direkt mit Nesslau verbunden.

In den Endwagen der SOB-Flirts sind die Türen weiter zur Mitte hin angeordnet als ich das von anderen Flirts kenne, wodurch eine großzügige 1. Klasse entsteht.

Die SOB hat sich einen der teuersten Flirt auf Schweizer Schienen geleistet. Die Sitze in der zweiten Klasse der SOB-Flirt sind exakt dieselben (bis auf die Farbe) wie bei den SBB-Flirt in der ersten Klasse.
Derzeit läuft die Produktion der Nachbestellung. Bei der Nachbestellung wird die Polsterung der ersten Klasse verbessert (man fand das in der ersten Lieferserie als etwas zu hart, wie fandest du es?). Und die Türen werden etwas leichter erkennbar sein von der Farbgebung aussen wegen der Anforderung des CH-Behinderten-Gesetzes (ganze Tür silber).

Mit über 2.500 Metern ist der Säntis der höchste Berg im Alpstein. Vom Säntisgipfel soll man in die sechs Länder Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien sehen können. Ich genieße die Aussicht, muss aber zugeben, dass Berggipfel nicht unbedingt meine Welt sind; wer möchte, kann man mir ja bei den Bildunterschriften helfen.

Da gibt es so eine iPhone-App: https://itunes.apple.com/ch/app/peakfinder-alps/id357421934?mt=8

Was hier unter der Wolkendecke liegt, müsste das Rheintal sein. Später in Liechtenstein werden wir die Wolken von unten sehen.

Und hier dürfte die Blickrichtung in Richtung Vorarlberg und Bregenzerwald gehen.

Blick Richtung Appenzellerland und Bodensee.

Das hätte ich jetzt auch gesagt. :-)

Mit dem Postauto geht es nun auf der anderen Seite des Schwägalppasses wieder hinunter. Aber auch diesmal haben wir Pech - unser Bus ist mal wieder der Einstöcker.

Immer diese doofe Post, ist immer zur falschen Zeit am falschen Ort.^^
Da hat sich die Post ja wirklich einen Spass mit dir erlaubt.

Die Strecke von Appenzell nach Wasserauen wurde ursprünglich als „Säntis-Bahn“ betrieben und sollte kombiniert als Berg- oder Seilbahn von dieser Seite den Säntis erreichen, der Weiterbau über den heutigen Endpunkt Wasserauen kam aber nicht zustande.

Die sollte nicht als Seilbahn da hoch, die wollten tatsächlich die Bahnstrecke als Zahnradbahn bis zum Säntis-Gipfel führen. Deshalb ist der Bhf Wasserauen auch von der Gleisanlage her als Durchgangsbahnhof angelegt worden.
Und bei der ersten grossen Steigung kurz nach Wasserauen bekamen sie dann kalte Füsse, die lieben Appenzeller.

Welche „S-Bahn“ hat schon so eine 1. Klasse?

Die S11 von Appenzell nach St.Gallen, zumindest noch dreieinhalb Jahre lang. Dann wird im Zuge der St.Galler Durchmesserlinie neues Rollmaterial zum Einsatz kommen. Die meisten Abstimmungen hat das Projekt durch. Es fehlt nur noch die Landsgemeinde des Kantons Appenzell Innerrhoden im nächsten April. Wenn da die Mehrheit der Leute die Hand hebt, kann nächstes Jahr mit Bauen begonnen werden.

Die Busfahrt endet in Altstätten Stadt, wo sich auch die Endhaltestelle der Altstätten-Gais-Bahn befindet. Um zum SBB-Bahnhof am anderen Ende des Orts zu gelangen, geht die Tour weiter mit einem City Sprinter von Rheintal Bus (RTB).

Da gab's mal eine Bahnstrecke durch den Ort, nur leider hat man die abgebaut. Ein Wiederaufbau durch den Ort ist leider nicht mehr möglich.

Der Rheintal-Express bringt uns nun in einer knapp 20-minütigen Fahrt nach Buchs.

Ab Anfang Juni gibt's hier statt den lokbespannten EWIV-EC-RIC-Wagen-Mix dann neue RABe 511 (Stadler KISS). Du hast also hoffentlich die Fahrt nochmal genossen. Auf diesem Teilstück werden die RABe 511 dann ab Dezember mit 160 km/h verkehren.

Die neuen Fahrpläne, die dort ab Dezember gelten, sind auch schon online: http://www.s-bahn2013.ch/der-fahrplan/

Wir sind allerdings die einzigen Umsteiger, die den Weg zum verlassenen Bahnhof einschlagen.

Das soll sich ja dann eben ändern, wenn mal die S-Bahn Fl.A.CH fertig ist.

...wechseln wir nun zur Gleisseite. Im Rahmen des S-Bahn-Ausbaus soll der Bahnhof modernisiert werden und höhere Bahnsteige erhalten.

Es ist schön, wenn man statt es weiter verfallen zu lassen, wirklich einen gewaltigen Schritt in Richtung Ausbau und Attraktivierung macht.

Komisch, dass wir als einzige Fahrgäste auf den Zug warten – dabei ist die Bahnfahrt doch sogar gratis! Gut, man muss schon etwas planen und mit der Fahrplanauskunft tüfteln, um einen der 5 Züge zu erwischen, die am Samstag hier halten.

Fünf Züge am Tag ist ja lächerlich, sind wir denn am Balkan? Die Strecke lebte bisher auch nur vom internationalen Personenfern- und Güterverkehr. Das S-Bahn-Projekt ist längst überfällig.

Ganz ohne Via-Eingaben und „erweiterte Verkehrsmittelwahl“ fahren wir nun von Buchs nach Hause, mit dem Rheintal-Express fahren wir zunächst bis Rorschach.

Und wieder gilt: Geniesse die bequeme erste Klasse im EW-IV solange sie noch auf der Strecke unterwegs ist. Die KISS machen zwar in der zweiten Klasse einen guten Eindruck, aber die erste Klasse wird abnehmen im Komfort (nur 2+2-Bestuhlung).


Zum Schluss danke ich nochmal für den schönen Reisebericht und freue mich schon auf den nächsten :-)


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Sehr schön!

TD, Sonntag, 24.02.2013, 13:20 (vor 4786 Tagen) @ Twindexx

Das ist ein sehr schöner Bericht. Aber habe ich nur das Gefühl, oder reihen sich die Bilder tatsächlich bei jedem neuen Klick auf deinen Beitrag etwas anders?
«Eine Information zum Beitrag von TD: Die Bilder dieses Beitrags werden beim aktuellen Klick in geänderter Formation dargestellt.» *lol*

Ich wußte erst gar nicht, was Du meinst, bis ich das Phänomen im Safari auch beobachtet habe. Es liegt wohl am Browser, denn den Beitrag kann ich ja ohnehin nicht mehr editieren und an den Bildern auf dem Server habe ich auch nichts geändert. Mit Firefox oder IE sind die Bilder bei mir immer in der richtigen Reihenfolge.

Es ist zwar nett, dass du Wil ein zweites «l» gönnst, jedoch denke ich, die Wiler können auch darauf verzichten ;-)

Das weiß ich eigentlich und in der Karte habe ich es auch richtig geschrieben. Ich bin selbst verwundert, warum Wil überall mit doppeltem L aufgetaucht ist und habe nun aber den Schuldigen gefunden. Ich hatte den Text in Word vorgeschrieben und die blöde Autokorrektur mogelt ständig das zweite L in den Text...

Die SOB hat sich einen der teuersten Flirt auf Schweizer Schienen geleistet. Die Sitze in der zweiten Klasse der SOB-Flirt sind exakt dieselben (bis auf die Farbe) wie bei den SBB-Flirt in der ersten Klasse.
Derzeit läuft die Produktion der Nachbestellung. Bei der Nachbestellung wird die Polsterung der ersten Klasse verbessert (man fand das in der ersten Lieferserie als etwas zu hart, wie fandest du es?). Und die Türen werden etwas leichter erkennbar sein von der Farbgebung aussen wegen der Anforderung des CH-Behinderten-Gesetzes (ganze Tür silber).

Also um ehrlich zu kann ich mich an die einzelnen Sitze auf der Tour nicht mehr im Detail erinnern. Ich habe die Sitze jetzt weder als besonders bequem noch als besonders unbequem in Erinnerung.

Da gibt es so eine iPhone-App: https://itunes.apple.com/ch/app/peakfinder-alps/id357421934?mt=8

Ah danke, muss ich mal ausprobieren.

Zum Schluss danke ich nochmal für den schönen Reisebericht und freue mich schon auf den nächsten :-)

Grüsse aus der Ostschweiz.

Freut mich - vielen Dank für die Ergänzungen und Grüße zurück

Tobias

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[image] "Fensterplatz, bitte." - Meine Bahnreiseberichte.de.| instagram.com/fensterplatz.bitte/

Sehr schön!

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 25.02.2013, 13:34 (vor 4785 Tagen) @ TD
bearbeitet von Twindexx, Montag, 25.02.2013, 13:35

Hoi,

Ich wußte erst gar nicht, was Du meinst, bis ich das Phänomen im Safari auch beobachtet habe. Es liegt wohl am Browser, denn den Beitrag kann ich ja ohnehin nicht mehr editieren und an den Bildern auf dem Server habe ich auch nichts geändert. Mit Firefox oder IE sind die Bilder bei mir immer in der richtigen Reihenfolge.

Das dürfte so stimmen. Das Bilderwürfeln habe ich auch nur auf meinem iPad beobachtet (Safari), von wo ich Deinen Bericht zuerst angeschaut habe. Auf dem PC im Firefox war dann alles normal. (Und den IE nutze ich überhaupt nicht mehr :-)


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Peakfinder!

ktmb, Montag, 25.02.2013, 15:10 (vor 4785 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von ktmb, Montag, 25.02.2013, 15:13

Vielen Dank für den Peakfinder. Ein sehr hilfreiches Werkzeug.
Wollte nur wissen, was sich bei einem meiner Fotos am Horizont alles so verbirgt.
Habe das Foto selbst auf dem Stubnerkogel (Bad Gastein) aufgenommen (03.01.2013).

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Schweiz: Nutzung von Laderampen und Güterverkehrsanlagen

michael_seelze, Samstag, 23.02.2013, 23:09 (vor 4787 Tagen) @ TD

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Bei den Fotos aus Urnäsch und Schaan-Vaduz ist mir aufgefallen, dass die Rampe am Güterschuppen (wie fast überall)in Deutschland auch, nicht mehr für ihren Zweck genutzt wird.

Während in Deutschland eine Anbindung an das Schienennetz manchmal noch bestehen bleibt scheint man in Urnäsch durch eine Gleisverlegung und in Schaan-Vaduz durch Abbindung und Aufstellen der Oberleitungsmasten im alten Gleis eine künftige Bedienung unmöglich gemacht zu haben.

Wie sieht es im Allgemeinen in der Schweiz mit der Nutzung solcher Anlagen für den inländischen Güterverkehr aus? Vertritt man im "Bahnland" den Standpunkt, dass Einzelwagenladungsverkehr in der Fläche unwirtschaftlich ist?
Ich habe den Eindruck, dass die Schweiz vor allem Transitland für Ganzzüge ist.
[Anm.:Ich bin noch nie mit einer Eisenbahn auf Schweizer Boden gefahren]

Schweiz: Nutzung von Laderampen und Güterverkehrsanlagen

GibmirZucker, Sonntag, 24.02.2013, 00:06 (vor 4787 Tagen) @ michael_seelze

Wie sieht es im Allgemeinen in der Schweiz mit der Nutzung solcher Anlagen für den inländischen Güterverkehr aus? Vertritt man im "Bahnland" den Standpunkt, dass Einzelwagenladungsverkehr in der Fläche unwirtschaftlich ist?

Ich habe den Eindruck, dass die Schweiz vor allem Transitland für Ganzzüge ist.

Also, das Bild aus Schaan-Vaduz hat ja mal nichts mit der Schweiz zu tun, sondern betrifft das Fürstentum Liechtenstein, bzw. die ÖBB.
Bei den Appenzeller Bahnen wurde der Güterverkehr vor Jahren, laut Wikipedia 2003, eingestellt. Die SBB ziehen sich immer mehr aus dem Einzelwagenladungsverkehr zurück. Im Falle von Schmalspurbahnen fungierten ja die SBB als Vertragspartner (ab den 90ern? Die Schweizer können wohl mehr dazu sagen) und untervergaben die Aufträge an die Bahngesellschaften (oder ein Spezialfall: bedienten auf dem Dreischienengleis des RBS für einige Jahre den Verkehr mit eigenen Dieselloks, während früher der RBS den Verkehr selbst durchgeführt hat). Es sind meist kleinere Randmeldungen in der Fachpresse, dass wieder mal eine Schmalspurbahn den Güterverkehr aufgibt, meist durch eine Abbestellungen der Leistungen durch die SBB. Aber auch im Normalspurnetz werden immer weniger Bahnhöfe bedient. Während im Transitverkehr die Verlagerung auf die Schiene propagiert wird (in der Praxis sieht es teils anders aus), reduzieren die SBB seit Jahren ohne größeren Widerstand den Einzelwagenladungsverkehr. Z.B. wurde die Bedienung von Boncourt (Parisienne) eingestellt, wo dann die CJ in die Bresche sprangen, so dass der Tabak auf einem ihrer Bahnhöfe (Bonfol?) entladen wird und das letzte Stück auf der Straße zurück legt. Mittelfristig führen solche Aktionen aber dann doch zu einer totalen Verlagerung auf die Straße, weil diese Notlösung unwirtschaftlich sind.

Schweiz: Nutzung von Laderampen und Güterverkehrsanlagen

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 27.02.2013, 03:39 (vor 4784 Tagen) @ michael_seelze

Hoi,

Wie sieht es im Allgemeinen in der Schweiz mit der Nutzung solcher Anlagen für den inländischen Güterverkehr aus?

Bei Schmalspurbahnen kommt jeweils dazu, dass mit den Rollböcken ein zusätzlicher Kostenfaktor existiert. Auf der Normalspur gibt es schon noch einige Bahnhöfe mit bedientem Freiverlad. Dabei werden aber die Güterschuppen eigentlich in der heutigen Zeit auch an stärker frequentierten Güterbahnhöfen nicht mehr gebraucht.

Ein konkretes Beispiel, in einem Modernisierungsprojekt auch ein Neubau eines Freiverlads berücksichtigt wurde, ist der Bhf Oberriet: http://www.sbb.ch/content/sbb/de/desktop/sbb-konzern/ueber-die-sbb/projekte/nationale-u...

Vertritt man im "Bahnland" den Standpunkt, dass Einzelwagenladungsverkehr in der Fläche unwirtschaftlich ist?

SBB Cargo hat den Bundes-Auftrag, bis 2015 in die schwarzen Zahlen zu kommen. Dabei mussten einige Bedienpunkte im Netz des Einzelwagenladungsverkehrs letztes Jahr dran glauben. Im Grundnetz des Wagenladungsverkehrs sind aktuell noch gut 370 Bedienpunkte schweizweit.

Es ist leider schon so, dass in Sachen Flexibilität und Kosten der LKW dem Schienenverkehr den Rang abgelaufen hat. Dazu kommen solche unsinnigen Trassenpreissystem vom Bund, bei denen Gefahrengüter auf der Schiene (und nur dort!) höhere Trassengebühren zahlen müssen. Dabei sollten erst Recht Gefahrgüter auf die Schiene, da die Schiene der mit Abstand sicherste Transportweg dafür wäre.

Im Parlament hat es einen Vorstoss gegeben, der verlangt, den Schienengüterverkehr auch innerhalb der Schweiz, sprich den Binnengüterverkehr, zu stärken. Der Bundesrat (bzw. das Bundesamt für Verkehr) wird dieses Jahr einen entsprechenden Bericht vorlegen, wie er gedenkt, den Güterverkehr auch im Inland (wieder) vermehrt auf die Schiene zu bringen. Wir sind gespannt!

Ich habe den Eindruck, dass die Schweiz vor allem Transitland für Ganzzüge ist.

Derzeit werden knapp 40% aller Gütertransporte in der Schweiz mit der Bahn ausgeführt (Transit- und Binnenverkehr).
Im Binnenverkehr werden gut 20% aller Warentransporte mit der Bahn ausgeführt (also doch nicht so unbedeutend).
Im Transitverkehr erreicht die Schiene im Güterverkehr einen Marktanteil von gut 60%.

Zum Vergleich: Im Personenverkehr, wo die Schweiz zu den Spitzenreitern weltweit zählt, liegt der Marktanteil der Schiene bei knapp 25%.

[Anm.:Ich bin noch nie mit einer Eisenbahn auf Schweizer Boden gefahren]

Und wann gedenkst Du, das einmal zu ändern? ;-)


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

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