Noch kein Hauptbahnhof: Aalen (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 22.02.2013, 11:12 (vor 4777 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Freitag, 22.02.2013, 11:12

Moin,

ungefährdet ist die Rolle Aachens als Nummer Eins auf der alphabetischen Liste der Hauptbahnhöfe. Arnstadts Rolle als Nummer Zwei wird jedoch aus der württembergischen Provinz bedroht. Dort liegt Aalen. Mit etwa 66666 Einwohnern zwar nicht sehr groß, aber mit, je nach Zählung, viereinhalb oder fünf Stationen bahnhofsreich.[1] Da liegt es nach Meinung der Kommunalpolitik nahe, den größten Bahnhof zum Hauptbahnhof zu erheben. Nach dem anstehenden Umbau soll es soweit sein.

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Aalen ist eine Station an der Intercity-Linie von Karlsruhe über Stuttgart und Crailsheim nach Nürnberg. Regionalzüge fahren nach Donauwörth (Baureihe 440), nach Ulm (diverse Dieseltriebwagen), nach Stuttgart (elektrisch) und nach Crailsheim (Diesel).

Aalen selbst wird im Jahr 1136 urkundlich erstmals erwähnt, die Gegend ist aber schon länger menschlich besiedelt. Das Eisenbahnzeitalter begann im Jahr 1861 mit der Remsbahn von Stuttgart nach Wasseralfingen. 1863 folgte die Verlängerung ins bayrische Nördlingen, 1865 eine Zweigbahn nach Heidenheim. Diese wurde in zwei Etappen 1875 und 1876 nach Ulm verlängert. Württemberg hätte diese Strecke sicher gerne eher eröffnet, Bayern (durch das sie auf einigen Kilometern führt) sträubte sich dagegen, da die Schienenverbindung von Nördlingen an den Bodensee durchs württembergische Ausland kürzer ist als die einheimische Strecke. So km es zur Brenzbahnklausel, derzufolge ein Schienenweg zwischen der Bahnstrecke Stuttgart - Nördlingen und der Strecke Stuttgart - Ulm erst zwölf Jahre nach Inbetriebnahme der ersteren gestattet war. 1866 folgte die im Bahnhof Goldshöfe von der Nördlinger Strecke abzweigende Verbindung nach Crailsheim. Damit war das normalspurige Eisenbahnnetz um Aalen herum komplett.

Seit 1971 ist Aalens Bahnhof elektrisch erreichbar. Auch hier machte die Strecke aus Stuttgart den Beginn. 1972 wurde die Riesbahn nach Donauwörth elektrifiziert und 1985 die Verbindung nach Crailsheim.

Das Motto Die letzten werden die ersten sein nahm sich die letzte Bahnstrecke, die Aalen erreichte, zu eigen: Die meterspurige Härtsfeldbahn nahm im Jahr 1901 ihren Betrieb auf. Im Jahr 1906 wurde sie ins bayrische Dillingen verlängert, 1972 der Gesamtverkehr eingestellt. Der Mittelabschnitt wurde durch die Härtsfeld-Museumsbahn wiederaufgebaut. Sie betreibt regelmäßigen Fahrbetrieb.
Der Personenbahnhof östlich des Aalener Staatsbahnhofs ist nicht mehr erhalten, wohl aber das Empfangsgebäude des Güterbahnhofs einige hundert Meter weiter südlich.

Nicht komplett wäre die Eisenbahngeschichte Aalens ohne die Erwähnung der Grubenbahn der Königlich Württembergischen Hüttenwerke zum Braunenberg. Diese meterspurige Strecke war nämlich die erste Zahnradbahn Deutschlands. Diese wurde von 1876 bis 1924 betrieben, noch bis 1939 bestand Betrieb auf dem zahnradlosen Abschnitt. (www.werkbahn.de)


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1 Wechselnd bewölkt war's am 30.7.2012. Aalens Empfangsgebäude.


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2 Auf dem Bahnhofsvorplatz der Busbahnhof.


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3 Ein Blick vom Busbahnhof zum Zugbahnhof.


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4 Das Empfangsgebäude präsentiert sich innen im Stile der 1990er.


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5 Der Warteraum hatte geschlossen.


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6 Auf dem Hausbahnsteig der Zug von und nach Bayern.


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7 Der Zug nach Stuttgart fährt aus.


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8 Ein Blick über die fünf Bahnsteige.


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9 Die südliche Ausfahrt. Rechts nach Stuttgart, geradeaus nach Aalen.


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10 Das alte Empfangsgebäude weist einige moderne Zutaten auf.


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11 Der Treppenabgang. Links die örtliche Lounge.


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12 Der Personentunnel. Nichts los, wenn gerade kein Zug da ist.


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13 Hinter den Bahnsteigen Gütergleise.


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14 EiNe ZweiTe UnTerFühRung Mit AufZug.


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15 Ganz neu sah sie aus.


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16 Von der Rückseite bietet sich ein Blick über den Bahnhof.


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17 Das Empfangsgebäude von Norden.


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18 Ein Blick gen Norden. Mit einer Rechtskurve führt die Strecke über Wasseralfingen nach Goldshöfe.


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19 Das Dreirad 363 150 war am Rangieren.


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20 Der Nullpunkt der Strecke nach Ulm steht am Ende dieses Bahnhofsportraits.


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Unsere Reise zu Deutschlands Hauptbahnhöfen führt uns übermorgen zum letzten Mal ins Saarland. Homburg und Neunkirchen stehen dann auf dem Programm.

Viele Grüße,
Sören

[1] Knackpunkt ist die Frage nach der Zugehörigkeit des Bahnhofs Goldshöfe. Die OSM-Karte sagt, daß nur der Südteil in der Stadt Aalen liegt. Der Großteil der Bahnsteige sowie das Empfangsgebäude liegen in der Gemeinde Rainau. Da mag ein jeder selbst entscheiden, ob man den Bahnhof als zu Aalen gehörig rechnet oder nicht.

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Der Bahnhof macht einen sehr ordentlichen Eindruck!

Horst1, Freitag, 22.02.2013, 13:28 (vor 4777 Tagen) @ Sören Heise

- kein Text -

Ist Aalen nun Preußen oder Bayern?

Reisender, München, Freitag, 22.02.2013, 14:36 (vor 4777 Tagen) @ Sören Heise

Aalen ist eine Station an der Intercity-Linie von Karlsruhe über Stuttgart und Crailsheim nach Nürnberg.

Mit dieser Intercity-Linie bin ich schön öfters durch Aalen durchgefahren. Ausgestiegen bin ich dort allerdings noch nie. Ich kann mich aber Horst1 nur anschließen; der Bahnhof macht auf den Bildern in der Tat einen ordentlichen Eindruck. Danke für dieses Bahnhofsportrait!

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14 EiNe ZweiTe UnTerFühRung Mit AufZug.

Zwei Unterführungen bei einem Kleinstadtbahnhof? Das finde ich ungewöhnlich. Außerdem rätsele ich, was die ungewöhnliche Schreibweise deiner Bemerkung zu Bild 14 mit großen Buchstaben mitten im Wort zu bedeuten hat.

Das Rätsel von letzter Woche ist zudem noch nicht gelöst. Dort hieß es noch:

Damit nehmen wir Abschied von Fürth. Nächstes Wochenende sehen wir uns hoffentlich wieder, dann werden wir beidseits der preußisch-bayrischen Grenze unterwegs sein.

Ist Aalen nun Preußen oder Bayern?

Unsere Reise zu Deutschlands Hauptbahnhöfen führt uns übermorgen zum letzten Mal ins Saarland. Homburg und Neunkirchen stehen dann auf dem Programm.

Saarland ist dann wohl eher Preußen. Aber wieso "beidseits der preußisch-bayrischen Grenze"? Was soll nun Bayern sein?

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

GroßSchreibung MitTen im Wort

Südharzer, Freitag, 22.02.2013, 15:32 (vor 4777 Tagen) @ Reisender

Hallo,

schau mal rechts ins Bild auf die Möglichkeit zur Fahrradunterstellung ;-)

"Harz"liche Grüße
Südharzer

GroßSchreibung MitTen im Wort

Reisender, München, Freitag, 22.02.2013, 15:58 (vor 4777 Tagen) @ Südharzer

schau mal rechts ins Bild auf die Möglichkeit zur Fahrradunterstellung ;-)

Da steht: "FahrRadParkHaus". Die großen Buchstaben stehen hier allerdings im Gegensatz zu "EiNe ZweiTe UnTerFühRung Mit AufZug." zu Beginn jeder Silbe. Außerdem ist "FahrRadParkHaus" ein zusammengesetztes Wort, sodass jede Silbe auch eine gewisse eigenständige Bedeutung hat, die hier gerade mit der gewählten Schreibweise herausgestellt werden sollte. Bei Sörens Satz kann ich dies so nicht erkennen.

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

GroßSchreibung MitTen im Wort

br752, Freitag, 22.02.2013, 16:01 (vor 4777 Tagen) @ Reisender
bearbeitet von br752, Freitag, 22.02.2013, 16:02

Bei Sörens Satz kann ich dies so nicht erkennen.

Dann hast du das Raetzel von Soeren auch noch nicht komplett geloest. ;-)

BR752

Wie bereits gesagt, warte ich auf die Lösung!

Reisender, München, Freitag, 22.02.2013, 16:13 (vor 4777 Tagen) @ br752

- kein Text -

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Saarland, Preußen und Bayern

waeterman, Freitag, 22.02.2013, 16:15 (vor 4777 Tagen) @ Reisender

Hallo,

vielleicht hat sich Sören auf den Saarland-Beitrag für nächste Woche bezogen: Neunkirchen lag ehemals in Preußen, Homburg hingegen in der bayrischen Pfalz.

In Vorfreude auf den Beitrag aus der Heimat,

Jens

Noch kein Hauptbahnhof: Aalen

JanZ, HB, Freitag, 22.02.2013, 16:01 (vor 4777 Tagen) @ Sören Heise

Wie immer ein schönes Porträt! Meinst du bei Bild 9 bei der Strecke geradeaus wirklich Aalen oder doch Ulm?

Lag Ulm mal in Preußen?

Reisender, München, Freitag, 22.02.2013, 16:14 (vor 4777 Tagen) @ JanZ

- kein Text -

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf

Aalglatter Dank!

Sören Heise, Region Hannover, Freitag, 22.02.2013, 16:34 (vor 4777 Tagen) @ Sören Heise

Moin,

da habe ich Verwirrung ausgelöst.

Erstmal besten Dank für die Kommentare.

@JanZ: Ich wollte nur testen, ob jemand den Text liest. [image]
Nein, da habe ich mich verschrieben. Ulm sollte und muß es heißen.

@Reisender: Preußen und Bayern kommen übermorgen. Ich habe Aalen spontan dazwischengeschoben. Wie Jens richtig schreibt (und ich auch) sind es Neunkirchen und Homburg.

Die eine Unterführung ist die Bahnhofsunterführung, die zweite ist eine Verbindung unter den Bahngleisen hindurch mit Zugängen zu den Bahnsteigen. Wie bei DSO gerade jemand schreibt, verband sie ursprünglich die Stadt mit dem Härtsfeldbahnhof, ist also alt. Die Bahnsteigzugänge sind es, die neu sind.

Die Großschreibung zu Beginn jeder Silbe beruhte tatsächlich auf der inflationären Verwendung von Binnenmajuskeln im Auftritt des Fahrradparkhauses. Es ist ein Unterschied zwischen willkürlicher Großschreibung am Silbenanfang wie bei mir und der bewußten Großschreibung beim Parkhaus. In meinen Augen ist das, wie das berühmte Deppen Leer Zeichen, Quatsch und nichts weiter.


Viele Grüße,
Sören

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"Dreibein" statt "Dreirad"

Blaschke, Freitag, 22.02.2013, 21:24 (vor 4777 Tagen) @ Sören Heise

Mahlzeit!

19 Das Dreirad 363 150 war am Rangieren.


Dreibein statt Dreirad! ;-)


Und damit sind nicht die Jungs der fotografierenden Zunft gemeint ;-))))))))))))))))

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

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