Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt? (Allgemeines Forum)
fabs, Braunschweig, Montag, 02.02.2009, 23:10 (vor 6285 Tagen)
bearbeitet von fabs, Montag, 02.02.2009, 23:11
Moin zusammen!
In >diesem< DSO-Beitrag wird mal wieder über die Anhebung der Geschwindigkeit auf der HGV Hannover - Würzburg auf 280 km/h diskutiert.
Markus Grahnert (Fernbahn.de) ist in meinen Augen eine zuverlässige Quelle für solche Sachen, oder? Vielleicht kann ja "Mario-ICE" (oder andere) auch etwas dazu sagen (wenn es nicht ein zu vertrauliches Thema ist)?
Viele Grüße
fabs
PS: DSO ist zur Zeit mal wieder gähnend langsam, also nicht wundern, wenn ihr beim anklicken ein Server Time-out oder ähnliches bekommt.
--
Es gibt Dinge im Leben, die dich schnell aus der Bahn werfen können!
Zugbegleiter zum Beispiel...
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 00:17 (vor 6284 Tagen) @ fabs
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 00:18
Moin zusammen!
In >diesem< DSO-Beitrag wird mal wieder über die Anhebung der Geschwindigkeit auf der HGV Hannover - Würzburg auf 280 km/h diskutiert.
Markus Grahnert (Fernbahn.de) ist in meinen Augen eine zuverlässige Quelle für solche Sachen, oder? Vielleicht kann ja "Mario-ICE" (oder andere) auch etwas dazu sagen (wenn es nicht ein zu vertrauliches Thema ist)?Viele Grüße
fabsPS: DSO ist zur Zeit mal wieder gähnend langsam, also nicht wundern, wenn ihr beim anklicken ein Server Time-out oder ähnliches bekommt.
Auf der SFS NIM gabs dieses Phänomen ja auch mehrmals.
Dort betraf es meistens die 78x- oder 88x- ICE.
Mich würde auchmal der Grund dieses hin- und her interessieren.
Wenigstens ist 1995 mal ein Fernsehteam des OBB (jetzt RBB) im ICE 76 (Tz 184) mitgefahren, als dieser damals noch 280 km/h zwischen Göttingen und Hannover fahren durfte. Es ist schon beeindruckend mitanzusehen... die Geschwindigkeit kommt einem schon recht rasant vor, da sie nur 20 km/h unter NIM oder KRM liegt und die Strecke relativ flach ist, sodass der Zug das Tempo längere Zeit halten kann.
Falls ihr herausbekommen könnt, welche ICE es trifft, versuche ich mal die Strecke Göttingen-Hannover zu fahren, da ich bisher nur Göttingen-Hildesheim aus der inneren Perspektive kenne.
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
bigbug21, Dienstag, 03.02.2009, 06:26 (vor 6284 Tagen) @ ICE-T-Fan
Hallo,
[...]
die Geschwindigkeit kommt einem schon recht rasant vor, da sie nur 20 km/h unter NIM oder KRM liegt und die Strecke relativ flach ist, sodass der Zug das Tempo längere Zeit halten kann.
Wobei man nicht vergessen darf, dass die Ausgleichsgeschwindigkeit (v_max bei maximaler Traktion in der Ebene) bei ICE 1 und ICE 2 um die 280, 290 km/h beträgt. Von daher reichen schon kleinste Steigungen aus, um dieses Tempo nicht mehr halten zu können. Und das setzt schon das Funktionieren aller Fahrmotoren voraus.
[...]
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
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ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 12:25 (vor 6284 Tagen) @ bigbug21
Die alten SFS haben ja kaum größere Steigungen.
Außerdem kann die theoretisch vmax wegen der vielen Tunnel eh kaum längere Teilstrecken ausgefahren werden, von daher sind die Steigungen dann eh völlig egal.
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
Sese, Dienstag, 03.02.2009, 12:44 (vor 6284 Tagen) @ ICE-T-Fan
Die alten SFS haben ja kaum größere Steigungen.
Trotzdem reichen 1,25% um einen ICE1/2 in die Knie zu zwingen. Ausfahrt Würzburg Richtung Fulda geht es erstmal ein ganzen Stück bergauf, ebenso hinter Fulda. Irgendwo bei 200 km/h ist dann auch bei voller Leistung Schluss, erst wenn es wieder eben wird oder bergab geht, kommt die Mühle aus dem Knick.
Außerdem kann die theoretisch vmax wegen der vielen Tunnel eh kaum längere Teilstrecken ausgefahren werden, von daher sind die Steigungen dann eh völlig egal.
Drum will man ja auch zukünftig innerhalb der Tunnel 280 km/h fahren. Wenn ich das richtig im Kopf habe, will man dazu sog. Gatesignale vor Tunneln einrichten, um technisch eine Begegnung zwischen Güterzügen und schnellfahrenden ICEs auszuschließen.
--
Grüße,
Sese
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ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 13:10 (vor 6284 Tagen) @ Sese
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 13:13
Die alten SFS haben ja kaum größere Steigungen.
Trotzdem reichen 1,25% um einen ICE1/2 in die Knie zu zwingen. Ausfahrt Würzburg Richtung Fulda geht es erstmal ein ganzen Stück bergauf, ebenso hinter Fulda. Irgendwo bei 200 km/h ist dann auch bei voller Leistung Schluss, erst wenn es wieder eben wird oder bergab geht, kommt die Mühle aus dem Knick.
Darum würde ich gerne mal mit einem ICE3 die ganze alte SFS abfahren, da kommt bestimmt mehr Freude auf ;)
Die SFS Stuttgart-Mannheim bin ich ja einmal in eben dieser Richtung mit ICE3 gefahren... die Fahrt war herrlich.
Außerdem kann die theoretisch vmax wegen der vielen Tunnel eh kaum längere Teilstrecken ausgefahren werden, von daher sind die Steigungen dann eh völlig egal.
Drum will man ja auch zukünftig innerhalb der Tunnel 280 km/h fahren. Wenn ich das richtig im Kopf habe, will man dazu sog. Gatesignale vor Tunneln einrichten, um technisch eine Begegnung zwischen Güterzügen und schnellfahrenden ICEs auszuschließen.
Das ist eine interessante Info.
Allerdings frag ich mich, wieviel Zeit man dabei wirklich gewinnen würde, wenn die ICE-A so elend langsam beschleunigen.
Eine Überschlagsrechnung ( http://ice-fanforum.de/index.php?id=8200 ) hat bei 300 km/h gegenüber 250 km/h einen Zeitvorteile von 6 Minuten ergeben. Bei 280 km/h wäre das entsprechend weniger.
Von daher sehe ich den Sinn nicht so ganz.
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
Burkhard, Dienstag, 03.02.2009, 14:36 (vor 6284 Tagen) @ ICE-T-Fan
Eine Überschlagsrechnung ( http://ice-fanforum.de/index.php?id=8200 ) hat bei 300 km/h gegenüber 250 km/h einen Zeitvorteile von 6 Minuten ergeben. Bei 280 km/h wäre das entsprechend weniger.
Mit der Argumentation könnte man die Hg der Züge aber auch auf 230 begrezen - so groß ist der Unterschied ja auch nicht.
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 15:20 (vor 6284 Tagen) @ Burkhard
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 15:21
Selbst die damaligen IC-Züge die mit BR103 und BR120 bespannt wurden, konnten die heutigen Fahrzeiten halten.
Sinnvoll ist 280 km/h durchaus wenn es darum geht Verspätung aufzuholen oder trotz Baustellen halbwegs püntklich zu fahren... d.h. man kann sich kleinere Baustellenfahrpläne sparen.
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
Christian_S, Dienstag, 03.02.2009, 15:42 (vor 6284 Tagen) @ ICE-T-Fan
Die 280 km/h können aber durchaus Sinn machen, wenn es z.B. darum geht, irgendwo besser in einen Taktknoten hineinzupassen. Wenn man dafür alle Fahrzeitreserven aufhebt ist sicher keinem gedient, bei höherem Tempo werden aber die Reserven größer, sodass man daran sicher ein paar Minuten zusammenstreichen kann, wo es nötig ist. Von daher können auch solche geringen Erhöhungen manchmal mehr Sinn machen, als einem offensichtlich erstmal erscheint.
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ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 15:51 (vor 6284 Tagen) @ Christian_S
Sicher, wenn ein ITF oder halbwegs ITF das erfordert, hätte ich nix dagegen und wäre einer der ersten die dafür stimmen würden.
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Burkhard, Dienstag, 03.02.2009, 16:27 (vor 6284 Tagen) @ ICE-T-Fan
Selbst die damaligen IC-Züge die mit BR103 und BR120 bespannt wurden, konnten die heutigen Fahrzeiten halten.
Auch so ein Totschlag-Argument... Klar, wenn alles optimal läuft, dann kann auch ein langsamerer Zug die Fahrzeiten halten.
Das gab es übrigens auch schon zu Bundesbahnzeiten, wenn zwischen Ruhrgebiet und Rheintal mal wieder eine 110 in 103er Plänen fuhr.
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ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 16:33 (vor 6284 Tagen) @ Burkhard
Zumindestens war es nicht als Totschlagargument gemeint.
Aber die durchschnittlichen Entfernungen zwischen deutschen Bahnhöfen (siehe Link zu meiner damaligen 300/250-Gegenüberstellung) sind einfach nicht groß genug, dass sich 50 km/h großartig auswirken.
Bei Entfernungen unter 100 km macht der Unterschied 250/300 nur etwa 4 Minuten aus. Alleine 1/6-1/5 der Strecke wäre reine Beschleunigungsstrecke für einen ICE-A, bei Steigungen noch deutlich mehr.
Für einen Zug der von Würzburg bis Hannover ohne Halt durchfährt sieht die Sache schon etwas anders aus, selbst mit den Bahnhofsdurchfahren in Fulda, Kassel und Göttingen.
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sappiosa, Dienstag, 03.02.2009, 15:29 (vor 6284 Tagen) @ Burkhard
Hallo zusammen,
Eine Überschlagsrechnung ( http://ice-fanforum.de/index.php?id=8200 ) hat bei 300 km/h gegenüber 250 km/h einen Zeitvorteile von 6 Minuten ergeben. Bei 280 km/h wäre das entsprechend weniger.
Mit der Argumentation könnte man die Hg der Züge aber auch auf 230 begrezen - so groß ist der Unterschied ja auch nicht.
Da sind wir wieder beim Thema "so schnell wie möglich" vs. "so schnell wie nötig". Vergleiche diesen Thread.
Konkret könnte das hier heißen:
Nehmen wir mal an, die DB entwickelt ein Konzept für eine Fahrplanverschiebung, durch die die ICE Mannheim-München in Stuttgart Anschluss an die Gäubahn-ICE erhalten sollen. Und sie stellt fest, dass hierzu (neben anderen Maßnahmen) nötig wäre, die Fahrzeit Mannheim-Stuttgart so zu drücken, dass der Fahrplan nur mit Tempo 280 umzusetzen wäre.
Wenn das so wäre, wäre der geringe Fahrzeitgewinn ausgezeichnet angelegt.
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
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ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 15:50 (vor 6284 Tagen) @ sappiosa
Für mich ist folgende Argumentation eher das Problem:
Zitat Sese:
Trotzdem reichen 1,25% um einen ICE1/2 in die Knie zu zwingen. Ausfahrt Würzburg Richtung Fulda geht es erstmal ein ganzen Stück bergauf, ebenso hinter Fulda. Irgendwo bei 200 km/h ist dann auch bei voller Leistung Schluss, erst wenn es wieder eben wird oder bergab geht, kommt die Mühle aus dem Knick.
Bringen die 30 km/h mehr wirklich effektiv 30 km/h mehr, wenn die Motorleistung der ICE1 dann eh am Anschlag ist und jede Steigung die vmax wieder in den 250-260 km/h Bereich drückt?
Wenn es planmäßige ICE3 auf der SFS gäbe, könnte ich diese Maßnahme durchaus verstehen, aber rein fahrzeugtechnisch sehe ich den Sinn nicht.
Einzig als Fahrgast hat man halt wieder "richtiges ICE-Feeling" auf der alten N-S-SFS.
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Sese, Dienstag, 03.02.2009, 19:36 (vor 6284 Tagen) @ ICE-T-Fan
Wenn es planmäßige ICE3 auf der SFS gäbe, könnte ich diese Maßnahme durchaus verstehen, aber rein fahrzeugtechnisch sehe ich den Sinn nicht.
Es wird schon irgendeinen Sinn geben, der sich uns gerade nicht erschließt, denn ohne Grund wird man nicht Geld für einen solches Projekt ausgeben.
--
Grüße,
Sese
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ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 19:45 (vor 6284 Tagen) @ Sese
Es würde nur Sinn machen, wenn man die gewonnen ca 10 min dringend irgendwo braucht.
Da ich die Strecke relativ selten fahre, kann ich natürlich nicht viel über die Anschlussbeziehungen sagen.
Wenn man aber die ICE konsequent über die NIM führt, so kann man sicherlich irgendwo in die Nähe der 5h kommen.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass die Zeiten zwischen den Bahnhöfen oftmals in der ungünstigeren 35min-Region liegt... vielleicht kann man durch vmax-Erhöhung es auf die günstigere 30min-Marke schaffen.
280 km/h planmäßig??
ICE 2, Dienstag, 03.02.2009, 13:51 (vor 6284 Tagen) @ Sese
Will man den zukünftig die 280km/h für alle Züge (und auf der ganzen Strecke) einführen? Man könnte auf der Strecke Hamburg-München wohl so um die 12 Minuten gewinnen. Wenn man Hamburg-Hannover in 70 min fährt, und auch Nürnberg-Würzburg optimiert sowie die Standzeiten verkürzt, könnte man die Strecke in 300 Minuten schaffen. Das wäre doch eine gute Werbung...
Harald
280 km/h planmäßig??
ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 15:24 (vor 6284 Tagen) @ ICE 2
Will man den zukünftig die 280km/h für alle Züge (und auf der ganzen Strecke) einführen? Man könnte auf der Strecke Hamburg-München wohl so um die 12 Minuten gewinnen. Wenn man Hamburg-Hannover in 70 min fährt, und auch Nürnberg-Würzburg optimiert sowie die Standzeiten verkürzt, könnte man die Strecke in 300 Minuten schaffen. Das wäre doch eine gute Werbung...
Harald
Die 12 Minuten sind dann aber ohne große Reserve gekauft... das führt garantiert zu chronischen Verspätungen.
Aber du hast recht, Hamburg-München in etwa 5 Stunden wäre wirklich gute Werbung für die Bahn.
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
bigbug21, Dienstag, 03.02.2009, 06:24 (vor 6284 Tagen) @ fabs
Hallo Fabian,
In >diesem< DSO-Beitrag wird mal wieder über die Anhebung der Geschwindigkeit auf der HGV Hannover - Würzburg auf 280 km/h diskutiert.
Markus Grahnert (Fernbahn.de) ist in meinen Augen eine zuverlässige Quelle für solche Sachen, oder? Vielleicht kann ja "Mario-ICE" (oder andere) auch etwas dazu sagen (wenn es nicht ein zu vertrauliches Thema ist)?
Fernverkehrs-Lokführer wurden per Weisung aufgefordert, bei einer Reihe von ICE-1/2-Zügen bis auf Weiteres in definierten Streckenabschnitten mit V_max 280 km/h zu fahren, um die Auswirkungen dieser Höchstgeschwindigkeit auf den Verschleiß zu prüfen. Der bislang eiserne Energiespargrundsatz wurde dafür aufgehoben.
Betroffen sind folgende Abschnitte:
* Mannheim--Stuttgart vom Pfingstbergtunnel-Südportal bis zum Abzweig gen Karlsruhe (dahinter beginnen ja eine Reihe von Tunnels)
* Hannover--Würzburg zwischen Göttingen und Hannover
* Nürnberg--Ingolstadt zwischen Allersberg und Nähe Ingolstadt Nord
Es wundert mich auch, warum über dieses Thema -- über das schließlich alle Fernverkehrslokführer unterrichtet wurden -- sonst nichts zu lesen ist.
Viele Grüße
Peter
--
unterwegs für freie Eisenbahn-Geodaten
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
Christian_S, Dienstag, 03.02.2009, 11:29 (vor 6284 Tagen) @ bigbug21
Allerdings betrifft dies auch diesmal wieder nur einige Züge - und erstaunlicherweise andere als das letzte Mal. 882 war eigentlich immer ein Kandidat dafür, doch gestern musste ich beim Blick ins EBuLa enttäuscht feststellen, das er bei 250 km/h belassen wurde.
Die Weisung ist eigentlich nur eine Fortsetzung dessen, was es im Herbst vergangenen Jahres schonmal gab. Damals konnte man die Tests aber nicht vernünftig abschliessen, weil ab Ende Oktober dann die ganzen Ersatzzüge herumfuhren und man die Geschwindigkeit zwischen NN und MIH erstmal gänzlich auf 250 km/h reduzierte. Jetzt nimmt man quasi einen neuen Anlauf.
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 12:06 (vor 6284 Tagen) @ Christian_S
Allerdings betrifft dies auch diesmal wieder nur einige Züge - und erstaunlicherweise andere als das letzte Mal. 882 war eigentlich immer ein Kandidat dafür, doch gestern musste ich beim Blick ins EBuLa enttäuscht feststellen, das er bei 250 km/h belassen wurde.
Die Weisung ist eigentlich nur eine Fortsetzung dessen, was es im Herbst vergangenen Jahres schonmal gab. Damals konnte man die Tests aber nicht vernünftig abschliessen, weil ab Ende Oktober dann die ganzen Ersatzzüge herumfuhren und man die Geschwindigkeit zwischen NN und MIH erstmal gänzlich auf 250 km/h reduzierte. Jetzt nimmt man quasi einen neuen Anlauf.
Könnte das eventuell ein vorbereitender Test sein, mit der man die Entscheidung fällt, ob man die Nachfolgemodell ICX für 280 oder doch nur 250 auslegt?
Immerhin dürften ja, trotz der langen Vorlaufphase, jetzt die Grundparamter für eine Ausschreibung zusammengetragen werden.
Oder man probiert neue Teile für die ICE1, ICE2 aus...
Die ICE2 sind ja in den nächsten Jahren mit ihrem Redesign an der Reihe.
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
hünfeld, Mittwoch, 04.02.2009, 10:36 (vor 6283 Tagen) @ bigbug21
Hallo Peter,
Betroffen sind folgende Abschnitte:
* Mannheim--Stuttgart vom Pfingstbergtunnel-Südportal bis zum Abzweig gen Karlsruhe (dahinter beginnen ja eine Reihe von Tunnels)
weißt du (oder jemand anderes) warum die Erhöhung der Vmax in diesem Abschnitt nur für die ICE 1/2 vorgenommen wurde?
Ich vermute ja mal, dass man bei den ICE 3 schon Werte hat für den Vergleich 250 km/h - 280 km/h (z. B. durch die NIM). Ist das der Grund?
Vielen Dank und viele Grüße
Daniel
Verweis auf DSO - zur Zeit mal wieder 280 erlaubt?
Matze86, München, Mittwoch, 04.02.2009, 12:27 (vor 6283 Tagen) @ hünfeld
weißt du (oder jemand anderes) warum die Erhöhung der Vmax in diesem Abschnitt nur für die ICE 1/2 vorgenommen wurde?
Ich vermute ja mal, dass man bei den ICE 3 schon Werte hat für den Vergleich 250 km/h - 280 km/h (z. B. durch die NIM). Ist das der Grund?
Bingo :)
Zitat von Sese aus DSO + Antwort
ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 12:24 (vor 6284 Tagen) @ fabs
bearbeitet von ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 12:26
Das beschränkt sich auf den tunnellosen Abschnitt vor Göttingen von Hannover kommend und betrifft auch nur einzelne Züge an einzelnen Tagen. Gleiches gilt für (abschnittsweise) Mannheim-Stuttgart und Ingolstadt–Nürnberg, auch hier dürfen einzelne ICE 1/2 an einzelnen Tagen 280 km/h fahren. Man will in Zukunft wieder dauerhaft 280 km/h fahren und möchte deshalb erstmal Erfahrungswerte zum Mehrverschleiß gegenüber 250 km/h sammeln. Ankunft vor Plan und Energieverbrauch spielen bei der "Test-Raserei" erstmal eine untergeordnete Rolle, die Tf sind gehalten, die 280 km/h auch voll auszufahren.
Grüße,
Sese
Ich dachte eigentlich immer, dass man weg vom HGV hin zu mehr Energiesparen wollte.
Es wurde ja sogar mal kommuniziert, dass man bis auf KRM gänzlich auf 300 km/h verzichten möchte.
(Gab dazu mal Beiträge im alten Forum.. leider kenne ich den genauen Wortlaut und das Datum nicht mehr.)
Dafür spricht ja auch, dass die SFS Stuttgart-München und Nürnmberg-Erfurt-Leipzig wohl "nur" mit 250 km/h betrieben werden sollen.
Gibts eventuell wohl so große Engpässe ausserhalb der SFS, dass man die 280 km/h wieder zur Trassenverlegung benötigt?
München => Hamburg in fünf Stunden...
ExpressFreak, Dienstag, 03.02.2009, 17:37 (vor 6284 Tagen) @ ICE-T-Fan
...wäre echt super, aber leider immer noch nicht konkurrenzfähig zum Flugzeug!
Leider dürfte mit 5 Stunden jedoch die niedrigste mögliche Fahrzeit zwischen der Bayernmetropole und der Hansestadt erreicht sein.
Um diese Fahrzeit zu knacken müsste man die aktuelle Fahrzeit in etwa um 35 Minuten kürzen und für so etwas bräuchte man zumindest noch eine Schnellfahrstrecke von Nürnberg nach Würzburg und selbst dann wären die fünf Stunden noch nicht erreicht...
Grüße,
ExpressFreak
München => Hamburg: Wo ist die Zeitersparnis durch die NIM?
Rustin Parr, Dienstag, 03.02.2009, 18:36 (vor 6284 Tagen) @ ExpressFreak
Ich habe gerade mal in den "Städteverbindungen 1998/1999" nachgeschaut. Dort wird immer eine Fahrzeit von 5:40 h zwischen Hamburg Hbf und München Hbf erreicht. Damals gab es meines Wissens die NIM noch nicht.
Heute liegt die Fahrzeit bei über die NIM geführten ICE von Hbf zu Hbf zwischen 5:35 h und 5:42 h.
Nun natürlich die große Frage: War die Fahrzeit damals enorm knapp bemessen? Gab es im Laufe der Jahre immer größere Fahrzeitpuffer? Sollte die NIM nicht die Fahrzeit um 30 min senken? Haben wir bald zwischen Hamburg und Berlin eine Fahrzeit ohne Unterwegshalt von 2 h?
München => Hamburg: Wo ist die Zeitersparnis durch die NIM?
Burkhard, Dienstag, 03.02.2009, 18:59 (vor 6284 Tagen) @ Rustin Parr
Nun natürlich die große Frage: War die Fahrzeit damals enorm knapp bemessen? Gab es im Laufe der Jahre immer größere Fahrzeitpuffer?
Nach der IBN der Neubaustrecken und der ICE waren die Fahrzeiten zum Teil wirklich SEHR knapp bemessen. Auch München-Mannheim wurde ja im Laufe der Zeit ein paar Minuten langsamer, aber das war früher wirklich sehr, sehr knapp. Da musste man bei einer Abfahrtsverspätung von 5 Minuten in München schon Angst haben, die Korrespondenz in Mannheim zu verpassen.
Wegen der knappen Fahrzeiten erfolgte ja auch die Erhöhung der vmax der ICE 1 auf 280 km/h - längerfristige Baustellen mit vmax 160 über viele Kilometer konnte man sich da sicherlich nicht leisten - musste man sich in den ersten Jahren nach der Inbetriebnahme aber auch nicht.
Haben wir bald zwischen Hamburg und Berlin eine Fahrzeit ohne Unterwegshalt von 2 h?
Das glaube ich nicht. Man hat inzwischen einen Fahrplan mit relativ großzügigen Reserven - manchmal vielleicht sogar mit zu großen.
@ HH-B
ICE-T-Fan, Dienstag, 03.02.2009, 19:51 (vor 6284 Tagen) @ Burkhard
Man hat ja jetzt (unbeabsichtigt) diese Relation vom Durchgangsverkehr nach München entkoppelt, von daher wirken sich dort Verspätungen nicht mehr so stark aus.
Soweit in http://ice-fanforum.de/index.php?id=21792 ersichtlich wird die Linie 28 wohl demnächst größtenteils in Berlin gebrochen.
Selbst mit Inbetriebnahme der SFS über Erfurt wird man über Hannover schneller als über Berlin in Hamburg sein, von daher erwarte ich dort kaum noch irgendwelche großartigen Veränderungen.
schnellste Verbindung Würzburg => Hannover
ExpressFreak, Dienstag, 03.02.2009, 22:08 (vor 6284 Tagen) @ ICE-T-Fan
Weiß jemand was die planmäßige Bestzeit eines ICEs zwischen Würzburg und Hannover nach Inbetriebnahme der SFS war?
Grüße,
ExpressFreak
München => Hamburg: Wo ist die Zeitersparnis durch die NIM?
sappiosa, Mittwoch, 04.02.2009, 17:46 (vor 6283 Tagen) @ Rustin Parr
bearbeitet von sappiosa, Mittwoch, 04.02.2009, 17:46
Hallo Rustin,
neben dem Thema Fahrzeitpuffer ist hier noch der Laufweg zu betrachten. Lange Zeit die schnellste Verbindung von München nach Hamburg war über Augsburg und Ansbach, und m.W. alle zwei Stunden fuhr der ICE diesen Weg, also nicht über Nürnberg. Im Vergleich zu dieser Abkürzung spart die NIM tatsächlich nicht mehr als ca. 10-15 Minuten; die 30 Minuten beziehen sich auf die Fahrzeit München-Nürnberg.
Jetzt hat man also bei vergleichbarer Fahrzeit den Halt in Augsburg (ca. 260.000 EW) eingetauscht gegen Halte in Nürnberg und Ingolstadt (zusammen ca. 630.000 EW sowie größere Einzugsgebiete) plus mehr Fahrzeitpuffer.
Zugegeben: Alleine das wäre noch kein Grund gewesen, dreieinhalb Milliarden Euro in der Fränkischen Alb zu verbuddeln. In der Tat ist von den bestehenden SFS die NIM diejenige, wo ich das Kosten-Nutzen-Verhältnis besonders kritisch sehe. Eigentlich gewinnt sie erst dann richtig an Wert, wenn man auch Richtung Ostdeutschland auf Schnellfahrgleisen weiterkommt - sprich: wenn die SFS Nürnberg - Erfurt - Leipzig/Halle fertig ist. Aber genau bei der sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung noch schlechter aus...
Schöne Grüße
Daniel (aka Sappiosa)
Vielleicht mal an den Verkehrsausschuss des Bundestages schi
GUM, Mittwoch, 04.02.2009, 18:00 (vor 6283 Tagen) @ Rustin Parr
Heute liegt die Fahrzeit bei über die NIM geführten ICE von Hbf zu Hbf zwischen 5:35 h und 5:42 h.
Nun natürlich die große Frage: War die Fahrzeit damals enorm knapp bemessen? Gab es im Laufe der Jahre immer größere Fahrzeitpuffer? Sollte die NIM nicht die Fahrzeit um 30 min senken? Haben wir bald zwischen Hamburg und Berlin eine Fahrzeit ohne Unterwegshalt von 2 h?
icken.
Das würde ich ernsthaft vorschlagen. Es ist inzwischen leider auf praktisch allen Verbindungen über die NIM so, dass die durch die Neubaustrecke hereingeholten Fahrzeitersparnisse durch die Sparwut des (Noch?-) Bahnvorstandes woanders wieder verbummelt werden.
Insofern stellt sich auch die weitergehende Frage, ob bei der ursprünglichen volkswirtschaftlichen Begründung für dieses Projekt die normalen Fahrzeiten genommen wurden, um die Investition vorteilhaft darzustellen.
Deshalb mein dringender Vorschlag, schicke diese Beobachtung mal an einen Abgeordneten des Bundestagsverkehrsausschusses !
Genauso verhält es sich übrigens mit den Verbindungen über die NIM nach Berlin, die halbe Stunde Fahrzeitgewinn wird später wieder rausgebummelt und in der Vergammelung des Netzes gesteckt.
Ich als Steuerzahler und Bahnkunde und -fan fühle mich dabei verarscht.
Würde das gerne auch selber einsenden, sende die Woche aber einen anderen Brief an den Verkehrsausschuss in Angelegenheit Bahn. (Bericht folgt) Und zweimal kurz hintereinander macht irgendwie einen schlechten Eindruck...
München => Hamburg: Wo ist die Zeitersparnis durch die NIM?
GUM, Mittwoch, 04.02.2009, 18:03 (vor 6283 Tagen) @ Rustin Parr
Kommt darauf an !
Einzig wirklich verspäteter Zug war, wenn ich mich richtig erinnere, der letzte Zug von Hamburg nach München. Dieser nahm ziemlich alle Anschlußreisenden auf.
Abfahrtszeit in Hamburg war kurz vor 17:00 ?? 16:59 oder so ???