? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem (Allgemeines Forum)

JumpUp, Dienstag, 22.01.2013, 19:46 (vor 4822 Tagen)

Guten Abend,

die Schweiz wird ja oft für ihre Verkehrspolitik gelobt. Dort sind die meisten Anschlüsse vertaktet, man baut nach dem Motto "so schnell wie nötig, nicht so schnell wie möglich" aus, die Verspätungen sind dank Fahrzeitpuffer viel geringer als in anderen Ländern und auch sonst scheint die SBB und die anderen schweizer Eisenbahnen ein perfektes Netz aufgebaut zu haben. Auch der Winter scheint in der Schweiz viel weniger Problem zu bereiten, als in Deutschland!

So oder so ähnlich hört man es meist von den Eisenbahnfans, und auch hier gehen viele Ansichten in diese Richtung. Ich selbst war schon mehrmals in der Schweiz unterwegs und kann mich nicht beklagen, leider aber nicht oft genug, um mir ein umfassendes Bild über die SBB zu machen.

Daher frage ich nun Euch, was gibt es bei der SBB zu meckern? Was läuft schief und wo gibt es Probleme? Sind die Züge wirklich so zuverlässig und klappen die Umstiege tatsächlich so viel besser als in den anderen Ländern?

Zwei Punkte die mir einfallen sind der (angeblich) recht hohe Fahrpreis und das Fehlen von Sparangeboten, dieser Punkt relativiert sich jedoch dadurch, dass viele Schweizer ein Halbtax besitzen.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Schweiz-Italien Verkehre und die Pannenanfälligkeiten und die Verspätungen dieser Züge. Hierfür muss man aber der Trenitalia die Schuld zuweisen, die SBB versucht ja durch neue Züge und intensive Wartung die Zuverlässigkeit des Italienverkehrs zu verbessern.

Was gibt es noch zu bemängeln? Oder hat die Schweiz tatsächlich ein perfektes System? Kann man an Sauberkeit der Bahnhöfe/Züge und Informationen bei Verspätungen (Lautsprecher, Anzeigetafeln) etwas aussetzen, oder stimmt dort auch alles? Gibt es dort nicht diesen Sparwahn? Winterdienst an Bahnhöfen? Hat die Schweiz nicht so stark mit dem Schnee zu kämpfen?

Vielen Dank für Eure Antworten und Eure Kritik an den schweizer Eisenbahnen, vielleicht gibt es ja doch etwas Negatives...

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

ICE11, Aachen, Dienstag, 22.01.2013, 20:12 (vor 4822 Tagen) @ JumpUp

Also kollektives "SBB-Bashing" fände ich hier etwas fehl am Platze. Daher nur soviel: Ich mag die Schweizer EC-Wagen mit ihrer konsequenten "Vierer-Bestuhlung" nicht. Da ist mir die Sitzaufteilung der DB-IC schon lieber. ;-)

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

JumpUp, Dienstag, 22.01.2013, 20:51 (vor 4822 Tagen) @ ICE11

Die Viererbestuhlung passt mir auch nicht, da gab es neulich schon einen Thread. Ich möchte wahrlich kein bashing betreiben, sondern klar wissen, in welchen Bereichen die SBB (vor Allem im laufenden Betrieb) doch nicht so toll ist, und ob es überhaupt Negatives gibt

Positives und Lob am schweizer Eisenbahnsystem?

Henrik, Dienstag, 22.01.2013, 23:42 (vor 4822 Tagen) @ JumpUp

Ich möchte wahrlich kein bashing betreiben, sondern klar wissen, in welchen Bereichen die SBB (vor Allem im laufenden Betrieb) doch nicht so toll ist, und ob es überhaupt Negatives gibt

bzw. gibt es überhaupt Positives?

Wie ja schon erwähnt wurde, sind es dort keine Götter,
das schweizer Bahnsystem ist recht normal, klassisch - sie fahren ja auch nur auf Schienen - zumindest bislang,
bis sie Swissmetro gebaut & in Betrieb genommen haben. ;)

Also kollektives "SBB-Loben" ist hier etwas fehl am Platze, wie es ja auch schon erwähnt wurde.
Es gibt natürlich auch Positives, wie eben auch Negatives. Perfekt ist da natürlich auch nichts.

Alles was Du so geschrieben hast, lässt sich ja ganz gut auf andere deutsche Länder übertragen,
nur eben eines nicht - das hast Du noch nichtmal (direkt) erwähnt.
Es wird sehr sehr viel Geld in das System dort investiert - und dort gibt es eben quasi keine Autoindustrie.

Die Verspätungen sind natürlich keine Glanzleistung, sind aber dennoch gut vergleichbar mit anderen Ländern.

Dass der Winter dort weniger Probleme bereitet ist ja recht logisch,
Flughäfen wie Frankfurt & Paris gibts dort gar nicht erst, geschweige denn eigene Fluggesellschaften.
Im Bahnverkehr gabs dort wohl ähnliche Probleme wie in einigen deutschen Ländern, mas o menos.
Ich hab wenigstens in drei Ländern nichts von Verspätungen gespürt ....in
rein dortigen Verkehren.
Dass es Eisenbahnfans gibt, die das System dort loben, sagt recht wenig aus, da es nur schweizer Fans von dort sind und eben halt "Fans" sind - ansonsten wären sie es ja auch kaum. Fans und keine Fachmänner.


Ja, die Fahrpreise sind sehr sehr hoch.
Sparpreise sind mir auch begegnet, auch zum üblichen Preis. Dennnoch würde ich da immer empfehlen, wenn möglich, auf die DB zuzugreifen (bzw. mir wurde es zuvor hier empfohlen).
Die Sauberkeit & Ästhetik der Bahnhöfe könnte doch etwas besser sein
und eben vor allem die Übersichtlichkeit, die Informationen, Anzeigetafeln und erst recht die Kundenfreundlichkeit, der Service - das ist ja deutlich im negativen Bereich.
In den Zügen sieht es nicht viel anders aus, ja.

Schnell wird dort nicht wirklich gefahren - schneller als 200 km/h is nich..
Und dann eben die schon mehrfach erwähnte mangelnde Bequemlichkeit.
Die Premiumzüge sind dort zu Gast.


..also, gibt bestimmt doch auch etwas Positives. ^^

Positives und Lob am schweizer Eisenbahnsystem?

Alphorn (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 02:58 (vor 4822 Tagen) @ Henrik

bzw. gibt es überhaupt Positives?

Jetzt werden wir aber polemisch. Diese Frage beantwortest Du unten ja selber mit ja.

Alles was Du so geschrieben hast, lässt sich ja ganz gut auf andere deutsche Länder übertragen,

Du meinst JumpUp's Lob der SBB? Nein, das ist nicht übertragbar. Bei Pünktlichkeit und Anschlüssen spielt CH einfach in einer anderen Liga als DE. Man kann aber durchaus argumentieren, dass man sich die Pünktlichkeit ein CH teuer erkauft (hohe Fahrzeitpuffer, teurer Unterhalt).

Dass der Winter dort weniger Probleme bereitet ist ja recht logisch,
Flughäfen wie Frankfurt & Paris gibts dort gar nicht erst, geschweige denn eigene Fluggesellschaften.

Was haben Flughäfen mit der Bahn-Pünktlichkeit zu tun? Nur nebenbei, Zürich Kloten wäre in DE der drittgrösste Flughafen.

Dass es Eisenbahnfans gibt, die das System dort loben, sagt recht wenig aus, da es nur schweizer Fans von dort sind und eben halt "Fans" sind - ansonsten wären sie es ja auch kaum. Fans und keine Fachmänner.

Hast du Belege dafür, dass Fachleute die SBB nicht loben? Warum, wenn sie nicht lobenswert sind, sind die Schweizer Bahnen laut UIC die weltweit meistgenutzten?

Ja, die Fahrpreise sind sehr sehr hoch.

Wiederum: Wenn das so wäre, warum wird die SBB dann so stark genutzt? Laut dieser Studie Seite 22 verlangte übrigens die DB kaufkraftbereinigt 50% mehr pro Personenkilometer als die SBB.

Die Sauberkeit & Ästhetik der Bahnhöfe könnte doch etwas besser sein

Zweifellos, aber bei welcher Bahn ist das nicht so?

und eben vor allem die Übersichtlichkeit, die Informationen, Anzeigetafeln und erst recht die Kundenfreundlichkeit, der Service - das ist ja deutlich im negativen Bereich.

Service ist teuer und wird daher abgebaut, aber die Information halte ich für sehr gut (z.B. Anzeige oder Durchsage von Anschlusszügen inklusive deren Verspätung direkt im Zug). Was fehlt?

Positives und Lob am schweizer Eisenbahnsystem?

Henrik, Mittwoch, 23.01.2013, 04:33 (vor 4822 Tagen) @ Alphorn (CH)

bzw. gibt es überhaupt Positives?

Jetzt werden wir aber polemisch.

Nein. Mit der Floskel kam nichts Neues. Ich hab keine neue Formulierung verwendet.

Diese Frage beantwortest Du unten ja selber mit ja.

Nein. sie ist rhetorisch und überhaupt trivial - beide Fragen.

Alles was Du so geschrieben hast, lässt sich ja ganz gut auf andere deutsche Länder übertragen,

Du meinst JumpUp's Lob der SBB? Nein, das ist nicht übertragbar. Bei Pünktlichkeit und Anschlüssen spielt CH einfach in einer anderen Liga als DE.

Nein, es lässt sich gut vergleichen. Würde man es nicht machen können, gäbe es die Vergleiche nicht.
Andere Ligen sind AVE/Spanien, HGV/Japan, Transrapid/China.

Dass der Winter dort weniger Probleme bereitet ist ja recht logisch,
Flughäfen wie Frankfurt & Paris gibts dort gar nicht erst, geschweige denn eigene Fluggesellschaften.

Was haben Flughäfen mit der Bahn-Pünktlichkeit zu tun?

Von Bahn-Pünktlichkeit ist nicht die Rede.

Dass es Eisenbahnfans gibt, die das System dort loben, sagt recht wenig aus, da es nur schweizer Fans von dort sind und eben halt "Fans" sind - ansonsten wären sie es ja auch kaum. Fans und keine Fachmänner.

Hast du Belege dafür, dass Fachleute die SBB nicht loben? Warum, wenn sie nicht lobenswert sind, sind die Schweizer Bahnen laut UIC die weltweit meistgenutzten?

Es ist die Rede von schweizer Eisenbahnfans - jene sind keine Fachleute.
Davon dass Fachleute gewisse Teile & Punkte der SBB nicht loben würde, war nicht die Rede.
Das unterscheidet sie aber eben auch nicht von anderen.

Ja, die Fahrpreise sind sehr sehr hoch.

Wiederum: Wenn das so wäre, warum wird die SBB dann so stark genutzt?

Warum werden die Bahnen in Deutschland, Frankreich, Japan etc. so stark genutzt?
Die Antworten sind vielfältig - einiges liegt auf der Hand und wurde ja auch schon geschrieben.

Laut dieser Studie Seite 22 verlangte übrigens die DB kaufkraftbereinigt 50% mehr pro Personenkilometer als die SBB.

Nein, das steht da nicht.
Dort ist vom Ertrag pro Personenkilometer die Rede - nicht vom verlangten Preis.
Das ist etwas ganz anderes und wird auch erklärt.

Die Sauberkeit & Ästhetik der Bahnhöfe könnte doch etwas besser sein

Zweifellos, aber bei welcher Bahn ist das nicht so?

Ich hab natürlich untertrieben und der Blick geht selbstverständlich vom großen Deutschen Nachbarn aus,
wo aber auch sehr gut mit viel gutem Geld sinnvoll in die tausenden Bahnhöfe investiert wurde.

und eben vor allem die Übersichtlichkeit, die Informationen, Anzeigetafeln und erst recht die Kundenfreundlichkeit, der Service - das ist ja deutlich im negativen Bereich.

Service ist teuer und wird daher abgebaut, aber die Information halte ich für sehr gut (z.B. Anzeige oder Durchsage von Anschlusszügen inklusive deren Verspätung direkt im Zug). Was fehlt?

Vielleicht bin ich auch einfach nur besseres gewohnt. Empfand es halt als unübersichtlich, die Anzeigen & Durchsagen, gerade auch bei Verspätungen.

Positives und Lob am schweizer Eisenbahnsystem?

Chrispy, Mittwoch, 23.01.2013, 23:00 (vor 4821 Tagen) @ Henrik

Laut dieser Studie Seite 22 verlangte übrigens die DB kaufkraftbereinigt 50% mehr pro Personenkilometer als die SBB.


Nein, das steht da nicht.
Dort ist vom Ertrag pro Personenkilometer die Rede - nicht vom verlangten Preis.
Das ist etwas ganz anderes und wird auch erklärt.

Du bist vielleicht ein Spassvogel :-D Seite 8 zweite Tabelle. Da steht Basistarif/Normaltarif auf 200km 2. Klasse. Allredings dürfte dieser Unterschied auch nicht mehr so gross sein seit der Euro etwas gelitten hat.

Vis-a-vis (nicht nur Vierer) soll hochgelobt werden.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 23.01.2013, 09:42 (vor 4821 Tagen) @ JumpUp

Die Viererbestuhlung passt mir auch nicht, da gab es neulich schon einen Thread.

Vermutlich dieser Thread. Muss ihn verpasst haben, hatte Breitensportturnier...:)

1. Das echte Thema ist nicht Viererbestuhlung, sondern vis-a-vis Bestuhlung.
Alle Nachteile, wie z.B. fehlende Tische und unerwünschtes Füßekuscheln, sind nämlich auch da wenn die Sitzreihen 1, 3 oder 4 Sitze enthalten.
2. Lieber Vis-a-vis Bestuhlung als Wandplatz. Zwar gibt es Wagen mit beiden Landschaften in einem, wo die Vis-a-vis Gruppe an einer Trennwand angeordnet ist, aber bei rein vis-a-vis bestuhlten Wagen sind mir keine Wandplätze bekannt. Sonnenlicht macht fit und gesund!
3. Ohne vis-a-vis Anordnung hätte es die hier so hochgelobten Abteile nicht gegeben. Mal abgesehen vom ICK-Wagen 1. Klasse in NL [1] sind mir nämlich keine Abteilwagen bekannt, wobei die Sitze innerhalb eines Abteils in Reihen angeordnet sind.

Im IC-Dosto reise ich immer oben. Nicht nur weil ich dort bessere Aussicht habe, sondern auch weil die dortige vis-a-vis Bestuhlung mich besser ermöglicht, mit Leuten zu unterhalten. Das gefällt mir wesentlich besser als dieser ganze iPad/Smartphone-Kram. LinkedIn schafft es ja auch eine Stunde ohne mich; Foursquare, Microsoft Live, WhatsApp und Twitter funktionieren sogar komplett ohne meine Präsenz.

Bis 2005 war die Bahn das größte soziale Netzwerk der Welt. Dann kam Facebook...


gruß,

Oscar (NL).

[1] = hier wurde aus 2 B-Abteilen eines Bm235-Wagens ein A-Abteil mit 3 Sitzreihen von jeweils 3 Plätzen gebastelt.

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Jens, Bayern/NRW, Dienstag, 22.01.2013, 21:35 (vor 4822 Tagen) @ ICE11

Also kollektives "SBB-Bashing" fände ich hier etwas fehl am Platze. Daher nur soviel: Ich mag die Schweizer EC-Wagen mit ihrer konsequenten "Vierer-Bestuhlung" nicht. Da ist mir die Sitzaufteilung der DB-IC schon lieber. ;-)

Ich bin letztens zum ersten mal in der 1. Kl. Großraum SBB gefahren, und so gerne ich auch mit 3 älteren Damen rede und diese Ausklapptischchen toll finde so sehr nervt es mich doch meine füße mit denen von jemand anderem einzuhaken :)

Nicht nur 4er Bestuhlung

br752, Dienstag, 22.01.2013, 21:49 (vor 4822 Tagen) @ ICE11

Also kollektives "SBB-Bashing" fände ich hier etwas fehl am Platze. Daher nur soviel: Ich mag die Schweizer EC-Wagen mit ihrer konsequenten "Vierer-Bestuhlung" nicht. Da ist mir die Sitzaufteilung der DB-IC schon lieber. ;-)

Viele Zuege in der Schweiz haben andere Bestuhlungen.

Siehe ICN und IC Doppelstock.

BR752

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

ICE-TD, Dienstag, 22.01.2013, 20:20 (vor 4822 Tagen) @ JumpUp

Kritik am Schweizer Bahnsystem ist Gotteslästerung. ;-)

Richtig, aber ...

br752, Dienstag, 22.01.2013, 21:50 (vor 4822 Tagen) @ ICE-TD

lass das nicht den Blaschke lesen. Der dreht sonst durch und braucht seine Herztabletten. ;-)

Gruesse nach Osnabrueck.

BR752

Schweizer Probleme!

Blaschke, Dienstag, 22.01.2013, 22:47 (vor 4822 Tagen) @ br752
bearbeitet von Blaschke, Dienstag, 22.01.2013, 22:49

Mahlzeit!

lass das nicht den Blaschke lesen.

Zu spät...

Der dreht sonst durch und braucht seine Herztabletten. ;-)

Schon erledigt... Fahr ja den halben Tag welche umher...


Und jetzt im Ernst:

Wolfgang Dietrich Mann ( http://www.grv-ev.de/home/index.htm ) hat bei DS-O grad vor einigen Tagen auch zum Thema Schweiz Stellung genommen.


Auszug aus http://www.drehscheibe-foren.de/foren/read.php?2,6241451,6241631#msg-6241631


Aber der (flächenäßig größte) Kanton Graubünden liegt im Verkehrsschatten (die Reisezeiten sind gegenüber den Pkw nicht konkurrenzfähig).

Es gelingt trotz einer äußerst restriktiven Verkehrspolitik gegenüber dem Lkw nicht, den alpenquerenden Güterverkehr in nennenswertem Umfang auf die Bahn zu bringen (große Verfehlungen bei den selbstgesteckten Verlagerungszielen).

Der Löschberg-Basistunnel wurde in erster Linie für den Güterverkehr gebaut, und nun bezahlt SBB-Personenverkehr den Güter-EVUs Entschädigungen, damit diese weiterhin über den Berg rollen und noch mehr Züge für Wochenend-Skitouristen ins Wallis durch den Basistunnel gebracht werden - umweltpoltisch und volkswirtschaftlich äußerst fragwürdig.

Der Einzelwagen-Ladungsverkehr in der Schweiz hat größte wirtschaftliche Probleme. Die SBB versucht eine Sanierung und bedient sich derselben Instrumente wie einst die DB ("MORA-C" - das heißt die Konzentration auf stärkere Verladestellen und Schließung kleinerer).

Der Unfall vor ein paar Tagen in Neuhausen (beim Rheinfall / Kanton Schaffhausen) verlief glimpflich - trotzdem werden Erinnerungen an Rüsselsheim und Hordorf wach. Auch in der Schweiz sind die Sicherheitsvorschriften "mit Blut geschrieben". Aber die Schweiz hat kein EBA, welches in einer in der Schweiz erscheinenden Fachzeitschrift schonmal als "Eisenbahn-Behinderungs-Amt" tituliert wurde.

Allerdings betont Herr Mann dabei, dass, ganzheitlich betrachtet, das Schweizer System "gleichwohl unstrittig besser" sei als das Einheimische.


Aber es ist eben in der Schweiz bei weitem nicht alles Gold was glänzt - auch wenn eine derartige Meinung i.d.R. die Verbannung aus Eisenbahnfachkreisen nach sich zieht.

Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg

Schweizer Probleme!

Maggus, Ravensburg (Württ), Dienstag, 22.01.2013, 23:31 (vor 4822 Tagen) @ Blaschke
bearbeitet von Maggus, Dienstag, 22.01.2013, 23:31

Aber der (flächenäßig größte) Kanton Graubünden liegt im Verkehrsschatten (die Reisezeiten sind gegenüber den Pkw nicht konkurrenzfähig).

Es gelingt trotz einer äußerst restriktiven Verkehrspolitik gegenüber dem Lkw nicht, den alpenquerenden Güterverkehr in nennenswertem Umfang auf die Bahn zu bringen (große Verfehlungen bei den selbstgesteckten Verlagerungszielen).

Auch im Personenverkehr ist die Bahn in Graubünden für mich nur 2. Wahl. Vom Transit nach Italien oder in die italienische Schweiz ganz zu schweigen.
Von mir Zuhause bin ich mit dem Auto in 3 Stunden in Chiasso an der Grenze oder nach langer Fahrt auf dem Autobahnzubringer in Lugano...
Momentan sind es gut 5 Stunden mit dem Zug.

Was ich der SBB zugute halte: dass sie (endlich) auf den Ulm-Basel Sprinter einen Anschluss in Schaffhausen (nach Zürich) eingerichtet hat, was meine Fahrt nach Zürich und darüberhinaus verkürzen würde. Was aber mangels Bahn-Sparangeboten aus meiner Ecke eher mit dem Auto oder dem Fernbus erledigt wird.
Den Sprinter gibt es mindestens seit der Jahrtausendwende, bis 2004 startete er in Lindau. Die SBB hat sich also viel Zeit gelassen.

Schweizer Probleme!

GibmirZucker, Dienstag, 22.01.2013, 23:41 (vor 4822 Tagen) @ Maggus

Auch im Personenverkehr ist die Bahn in Graubünden für mich nur 2. Wahl. Vom Transit nach Italien oder in die italienische Schweiz ganz zu schweigen.

Zentralschweiz/Zürich/Basel-Tessin ist ein Problem, wird mit dem GBT bereinigt. Bei dir kommt hinzu, dass zur eher langsamen Verbindung innerhalb der Schweiz noch die langsame Zufahrt in die Schweiz überhaupt hinzukommt. Zur Hälfte ein deutsches Problem, die schweizer Hälfte wird ja in den nächsten Jahren enorm verbessert. Richtung Tessin ist die Bahn eher langsam, aber auch nicht katastrophal langsam, wenn die Stauzeiten an Spitzentagen auf der Autobahn berücksichtigst. Wie gesagt, Besserung ist da in Sicht, selbst der Verkehr innerhalb des Tessins wird ja mit dem Ceneri-Tunnel massiv verbessert werden und die Bahn wird da konkurrenzfähig.

Schlimmer ist natürlich Graubünden. Da ist nichts geplant. Abgesehen vom Vereinatunnel (der vor allem aber auch dem Autoverlad, also der Straße nützt) fährt die Bahn in Graubünden auf der Infrastruktur von 1914. Egal ob Chur-Arosa, Landquart-Davos oder Chur-St.Moritz, da hat sich in den letzten Jahren wirklich so gut wie nichts getan. Und es ist auch nichts geplant. Die Straßen werden dagegen laufend ausgebaut, eigentlich pausenlos, immer wird irgendwo links und rechts gerade ein Meter dazu geklebt, eine kurvenreiche Strecke durch Brücke oder Tunnel ersetzt. Da ist der Bahn der Zug eben längstens davon gefahren. Abgesehen davon, dass wichtige Tourismusorte wie die Lenzerheide nicht von der Bahn bedient werden oder es im Transit Graubünden-Tessin überhaupt keine Bahnstrecke gibt, während eine Autobahn inkl. langem Tunnel erstellt wurde. Graubünden ist das absolute Negativbeispiel für eine Verkehrspolitik. Fast schon griechische Verhältnisse. Die Politik hat da wohl die Prioritäten ganz anders gesetzt.

Graubünden.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Mittwoch, 23.01.2013, 10:22 (vor 4821 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von Oscar (NL), Mittwoch, 23.01.2013, 10:23

Hallo GibmirZucker,

Schlimmer ist natürlich Graubünden. Da ist nichts geplant. Abgesehen vom Vereinatunnel (der vor allem aber auch dem Autoverlad, also der Straße nützt) fährt die Bahn in Graubünden auf der Infrastruktur von 1914.

1. Kann es sein, dass die Infra von 1914 ihre Zeit ganz weit voraus war?

2. Weil auf diesem Netz relativ leichte Züge fahren, gibt es auch nicht so viel Verschleiß = man kann die Infra länger beibehalten. Mit den neuen Allegro-Triebwagen wird es wohl noch besser.
Dagegen stelle ich bei uns fest, dass es jedes Wochenende große Baustellen gibt, weil die Bahn so stark abbenutzt wird. Das Gleisbett von Utrecht-Arnhem durfte zwar noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, aber die Schwellen und Gleise sind schon fast ein Dutzend mal erneuert worden.

Egal ob Chur-Arosa, Landquart-Davos oder Chur-St.Moritz, da hat sich in den letzten Jahren wirklich so gut wie nichts getan.

S.i.w. wurde Chur-Thusis dermaßen ausgebaut, dass dort Taktverdichtung und ITF-Knoten ermöglicht wurden.

Abgesehen davon, dass wichtige Tourismusorte wie die Lenzerheide nicht von der Bahn bedient werden...

Weil manchmal der Bus die bessere Wahl ist.

Ötztal, Pitztal, Oberinntal, Paznauntal: alles nur Bus, obwohl Sölden, Obergurgl, Serfaus/Fiss/Ladis, Nauders und Ischgl doch riesige Touristenmagneten sind.
Zum Vogelsbergkreis, nach Furtwangen im Schwarzwald oder Clausthal-Zellerfeld in der Harz komme ich auch nur mit dem Bus. Oh Ironie: in Clausthal-Zellerfeld haben mal Züge gehalten.
Bei uns sind ziemlich alle Freizeitparks (Efteling, Sixflags, Hellendoorn usw.) nur mit Bussen erreichbar.

...oder es im Transit Graubünden-Tessin überhaupt keine Bahnstrecke gibt, während eine Autobahn inkl. langem Tunnel erstellt wurde.

1. Wenn die Rhätische Bahn 1914 erstellt wurde, muss man bedenken dass ein Auto 1914 nicht selbstverständlich war.
Würde es die Rhätische Bahn heute nicht geben, wäre sie denn heute noch gebaut? Wieviele Alpenbahnen sind, abgesehen von Basistunnels und so, nach dem 2. Weltkrieg neu entstanden?

2. Bei Chur-Thusis gibt es Meterspur, Bellinzona ist normalspurig. Würde ich Thusis-Bellinzona meterspurig bauen, wäre ich dann schneller als ein Fernreisebus Chur-Bellinzona?


gruß,

Oscar (NL), der sehr von in Filisur gesichteten Güterwagen in einem Personenzug, sowie die per Bahn bevorrataten/müllentsorgten Bergüner Supermärkte beeindruckt war.

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Graubünden.

hfrik, Mittwoch, 23.01.2013, 11:00 (vor 4821 Tagen) @ Oscar (NL)

Furtwangen hatte auch mal nen Bahnanschluss....

Graubünden vs. Vogelsberg

naseweiß, Mittwoch, 23.01.2013, 11:52 (vor 4821 Tagen) @ hfrik

Oscar(NL) schrieb:
Zum Vogelsbergkreis, nach Furtwangen im Schwarzwald oder Clausthal-Zellerfeld in der Harz komme ich auch nur mit dem Bus. Oh Ironie: in Clausthal-Zellerfeld haben mal Züge gehalten.

hrfik schrieb:
Furtwangen hatte auch mal nen Bahnanschluss....

Auf den Vogelsberg kam man natürlich auch per Bahn, sowohl über die ehem. Vogelsbergbahn* Stockheim-Gedern-Hartmannshain-Lauterbach als auch über die Vogelsberger Südbahn von Kinzigtal bis Hartmannshain. Die Fahrzeit von Frankfurt bis Lauterbach war vermutlich so lange wie die heutige ICE-Fahrzeit nach Berlin/Hamburg, bzw. sie wäre heute vielleicht immer noch ähnlich groß (3-4 h). Wenn es aber nach der Luftlinie ginge, würde man die Vogelsbergbahn zur ICE-Hauptstrecke Frankfurt-Hersfeld-Berlin/Hamburg ausbauen ;-)

Da es hier anhand alpiner Täler um Freizeitverkehr ging, ist Folgendes durchaus erwähnenswert: Wie gut man mit dem Bus dort hinkommt, weiß ich nicht, auf jeden Fall aber sehr schön mit dem Fahrrad, da die alten Bahntrassen dafür hergerichtet wurden. Wanderer, Wintersportler usw. werden aber vermutlich hauptsächlich per MIV anreisen.

* aktuell Gießen-Fulda so benannt

--
[image]

Schweizer Probleme!

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 21:34 (vor 4821 Tagen) @ GibmirZucker

Salut,

Abgesehen vom Vereinatunnel (der vor allem aber auch dem Autoverlad, also der Straße nützt) fährt die Bahn in Graubünden auf der Infrastruktur von 1914.

Der Vereina-Tunnel wurde gebaut, um den Flüelapass im Winter nicht mehr offen halten zu müssen. Ansonsten fand aber auch bei der RhB eine Modernisierung statt (Rollmaterial und Bahnhöfe).

Egal ob Chur-Arosa, Landquart-Davos oder Chur-St.Moritz, da hat sich in den letzten Jahren wirklich so gut wie nichts getan. Und es ist auch nichts geplant.

Doch, geplant ist viel. Als wichtigstes ist die schrittweise Einführung des Halbstundentakts ab Landquart und Chur zu nennen. Dies bedingt Investitionen in Kreuzungsstationen und Doppelspurausbauten. Zusätzlich wird ein neuer Albulatunnel gebaut, weil der alte den Anforderungen nicht mehr genügt. Da die Strecke aber Unesco-Weltkulturerbe ist, müssen solche Erneuerungen immer sehr sensibel gehandhabt werden. So kommt der neue Tunnel gleich östlich neben dem alten zu liegen.
Dann gibt es Pläne über einen Tunnel Klosters-Davos (wann auch immer der kommt) und neu gibt es auch Studien über neue Bahnstrecken (Erschliessung Lenzerheide und Verbindung RhB-Vinschgerbahn: http://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/bvfd/ds/projekte/nvv/NVV-Projekte/Seiten/d... das Problem ist nur das Geld).

Fast schon griechische Verhältnisse.

Also griechische Verhältnisse sind etwas ganz etwas anderes als die RhB. Von griechischen Verhältnissen ist man also sehr weit entfernt!


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Schweizer Probleme!

GibmirZucker, Mittwoch, 23.01.2013, 22:22 (vor 4821 Tagen) @ Twindexx

Gut, das war zwar überspitzt formuliert...aber ich bezog mich auf die Reisezeiten, dass eben praktisch keine Beschleunigung in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat auf der Schiene, während die Straße enorm ausgebaut worden ist. Sicher ist es positiv zu werten, wenn ein Halbstundentakt eingeführt wird, aber wer zwischen Chur und Silvaplana die Wahl zwischen Bahn+Bus mit 2Stunden 20 oder eigenem Auto mit weniger als der Hälfte die Wahl hat, nimmt eben das Auto.

Deine genannten Ausbauten werden entweder in den nächsten 50 Jahren nicht realisiert (Anbindung Lenzerheide) oder bringen dem Fahrgast kaum was, ob mein Zug durch die alte oder neue Albula-Röhre fährt spielt keine Rolle, vielleicht bei höhere Geschwindigkeit eine Minute Zeitgewinn, aber sonst nichts. Es ist mehr oder weniger einzig Substanzerhalt was da betrieben wird und kein Ausbau der Strecken.

Sicher würde ich persönlich es nicht befürworten,wenn die schönen Bergstrecken durch NBS ersetzt würden, aber das ändert nichts an der genannten Tatsache dass die Bahn in Graubünden enorm langsam ist.

Graubündens Bahnträume

Alphorn (CH), Donnerstag, 24.01.2013, 01:03 (vor 4821 Tagen) @ Twindexx

In Graubünden gibt es eine unglaubliche Fülle von Studien und Ideen für eine Verbesserung der Bahn-Infrastruktur - welche allerdings ohne Ausnahme kaum eine Realisierungschance haben.

Beschleunigung Chur-Zürich von 74 auf unter 60 Minuten für 4 bis 7 Mrd EUR. Wohlgemerkt für einen Kanton mit 200'000 Einwohnern und kaum Durchgangsverkehr.

Dann hätten wir den Tunnel von Klosters nach Davos für 300 Mio EUR bei 15 Minuten Zeitersparnis. Davos ist ein Touristenort mit 10'000 Einwohnern, auch mit wenig Durchgangsverkehr.

Eine Ähnliche Studie gibt es für einen Tunnel Davos-Arosa (welche noch keine direkte Verbindung haben) mit Kosten von 400 Mio EUR. Arosa ist ein Touristenort mit gerade mal 3000 Einwohnern, ohne Durchgangsverkehr.

Und schliesslich gibt es noch eine Studie für einen Tunnel Scuol-Landeck (AT) bei Kosten von 1-2 Mrd EUR.

Dann gibt es noch Pläne für eine Verbindung in Graubünden-Vinschgau (Sudtirol) für etwa eine Milliarde EUR.

Den Vogel schiesst aber der AlpTrain ab, welcher eine HGV-Verbindung München-Chur-Milano fordert. Allein die Alpen-Untertunnelung käme etwa auf etwa 8 Mrd EUR zu stehen, inklusive Verbindungstunnel zu fast jedem Bündner Dorf...

Schweizer Probleme!

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 21:14 (vor 4821 Tagen) @ Maggus

Salut,

Auch im Personenverkehr ist die Bahn in Graubünden für mich nur 2. Wahl. Vom Transit nach Italien oder in die italienische Schweiz ganz zu schweigen.
Von mir Zuhause bin ich mit dem Auto in 3 Stunden in Chiasso an der Grenze oder nach langer Fahrt auf dem Autobahnzubringer in Lugano...
Momentan sind es gut 5 Stunden mit dem Zug.

Das ist wohl die berüchtigte deutsche Autoverliebtheit?! Wenn Reisequalität für dich keinerlei Bedeutung hat, kannst du dich gerne über drei Stunden hinters Steuer zwängen. Ich schaue dir dann vom Bordrestaurant des Zuges genüsslich während eines kleinen Biers dabei zu.

Was aber mangels Bahn-Sparangeboten aus meiner Ecke eher mit dem Auto oder dem Fernbus erledigt wird.

Du bist mir ja ein schöner «Bahnfreund», vielleicht solltest Du eher in ein Autoforum zügeln?!? Die Bahn wäre übrigens auch beim Normalpreis günstiger als die Gesamtkosten des Autos.

Was ich der SBB zugute halte: dass sie (endlich) auf den Ulm-Basel Sprinter einen Anschluss in Schaffhausen (nach Zürich) eingerichtet hat, was meine Fahrt nach Zürich und darüberhinaus verkürzen würde. [...]
Den Sprinter gibt es mindestens seit der Jahrtausendwende, bis 2004 startete er in Lindau. Die SBB hat sich also viel Zeit gelassen.

Ersetze SBB durch BAV, dann stimmt's! Die Änderung der Taktlage in Schaffhausen hat einen Streckenausbau bedingt, dieser musste vom Bund erst erstellt werden. Dies in Abhängigkeit mit dem Gäubahn-Ausbau der DB, der ja eigentlich auch schon fertig sein sollte.


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Rechenbeispiel?

safe go, Chemnitz, Mittwoch, 23.01.2013, 22:06 (vor 4821 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von safe go, Mittwoch, 23.01.2013, 22:06

Was aber mangels Bahn-Sparangeboten aus meiner Ecke eher mit dem Auto oder dem Fernbus erledigt wird.


Du bist mir ja ein schöner «Bahnfreund», vielleicht solltest Du eher in ein Autoforum zügeln?!? Die Bahn wäre übrigens auch beim Normalpreis günstiger als die Gesamtkosten des Autos.

Darf ich um ein Rechenbeispiel bitten? Der Äußerung musst Du schließlich eine Jahresfahrleistung zugrunde legen, um die Fixkosten auf diese eine Fahrt herunterzubrechen. Außerdem kenne ich eure Preise nicht (weder Bahn noch Vignette). Der Vergleich seitens eines Ortskundigen würde mich interessieren.

Schweizer Probleme!

Maggus, Ravensburg (Württ), Mittwoch, 23.01.2013, 22:30 (vor 4821 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Maggus, Mittwoch, 23.01.2013, 22:35

Salut,

Auch im Personenverkehr ist die Bahn in Graubünden für mich nur 2. Wahl. Vom Transit nach Italien oder in die italienische Schweiz ganz zu schweigen.
Von mir Zuhause bin ich mit dem Auto in 3 Stunden in Chiasso an der Grenze oder nach langer Fahrt auf dem Autobahnzubringer in Lugano...
Momentan sind es gut 5 Stunden mit dem Zug.


Das ist wohl die berüchtigte deutsche Autoverliebtheit?! Wenn Reisequalität für dich keinerlei Bedeutung hat, kannst du dich gerne über drei Stunden hinters Steuer zwängen. Ich schaue dir dann vom Bordrestaurant des Zuges genüsslich während eines kleinen Biers dabei zu.

Nein, rationale Wahl des Verkehrsmittels auf Basis der Kriterien: Zeit, Kosten, Komfort.
Zeit: 1:0 fürs Auto.
Kosten: bei vergleichbarer Flexibilität (kein 1/2-Tax), bei mehreren Passagieren: extreme Preisdegression vs. lineare Preisentwicklung bei der Bahn 2:0.
Reisequalität: Kommt auf das Auto und auf die Straßen drauf an. Ich hab jetzt nicht das schlechteste Auto - Tempomat ist viel wert :-) - Der San Bernardino ist top ausgebaut. Die Fahrspuren sind so breit, man kann auf den Serpentinen sogar Busse auf der eigenen Spur überholen!
Und ich wüsste nicht, was an 3 mal Umsteigen Qualität sein sollte... Für Wenigfahrer die sich kurzfristig für einen Ausflug entscheiden, gibt die SBB einfach nix her.

Was aber mangels Bahn-Sparangeboten aus meiner Ecke eher mit dem Auto oder dem Fernbus erledigt wird.


Du bist mir ja ein schöner «Bahnfreund», vielleicht solltest Du eher in ein Autoforum zügeln?!? Die Bahn wäre übrigens auch beim Normalpreis günstiger als die Gesamtkosten des Autos.

DB-Normalpreis nach Zürich hin und zurück: 70€. Das ist ambitioniert für 200 km einfacher Weg! ;-) Selbst mit Euregioticket und ZVV (29.50€ + 21.80 Fr. = 47€) ist die Fahrzeit nahezu konkurrenzfähig, aber der Preis geht gar nicht.
Der Preis zählt, ganz einfach, und wenn hinzukommt, dass Alternativen einfach billiger sind, warum muss man ums Verrecken den Zug nehmen??
Warum sollte man nicht pragmatisch sein Verkehrsmittel auswählen?

Der Sprit kostet in der Schweiz kaufkraftbereinigt 1,00€ (in Wirklichkeit 1,30€ = 1,62 Fr.), das ist bei gleichzeitig relativ hohen Bahnticketpreisen schon ein Vorteil pro Auto. In der Schweiz sind eigentlich alle Verkehrswege gut ausgebaut. Die Straßen sind hervorragend, die Eisenbahnlinien sowieso. ;-)
Die Schweiz leistet sich den Luxus, mit Schiene und Straße zwei top ausgebaute Verkehrswege vorzuhalten und die Vignette find ich (auch angesichts der Lebenshaltungskosten in der Schweiz) sehr günstig: 30€ (die Schweiz ist so goß wie Baden-Württemberg).

Was ich der SBB zugute halte: dass sie (endlich) auf den Ulm-Basel Sprinter einen Anschluss in Schaffhausen (nach Zürich) eingerichtet hat, was meine Fahrt nach Zürich und darüberhinaus verkürzen würde. [...]
Den Sprinter gibt es mindestens seit der Jahrtausendwende, bis 2004 startete er in Lindau. Die SBB hat sich also viel Zeit gelassen.


Ersetze SBB durch BAV, dann stimmt's! Die Änderung der Taktlage in Schaffhausen hat einen Streckenausbau bedingt, dieser musste vom Bund erst erstellt werden. Dies in Abhängigkeit mit dem Gäubahn-Ausbau der DB, der ja eigentlich auch schon fertig sein sollte.


Salutations de Lausanne.

Immerhin, in der Schweiz klappts. Nach Kloten bringts leider nur 10 Minuten. Nach Zürich selber bin ich jetzt erstmals in unter 2 Stunden, das geht mit dem Auto auch nicht schneller.

Grüße übern See.

Rechnungsfehler!

Chrispy, Mittwoch, 23.01.2013, 23:53 (vor 4821 Tagen) @ Maggus

Hi Maggus,

Ich finde du vernachlässigst einen Grossteil der Kosten fürs Auto. Nehmen wir an du Kaufst ein durchschnittliches Auto für 30'000 Euro. Die Lebensdauer dafür sind ca. 10 Jahre, womit du dann 3000 Euro im Jahr ausgibst. Damit kriegst du dann schonmal ein GA in der Schweiz. Dazu kommen Steuern? (zumindest in der Schweiz müsstest du dafür Steuern bezahlen), Versicherungen und fast das teuerste sind dann die Unterhaltskosten. Wenn ich da schon nur an den Preis für neue Reifen denke oder wenn die Bremsbeläge mal durch sind. Falls man dann noch einen grösseren Schaden hat kann man sich das nächste Auto schon früher kaufen.

Zu deinem Beispiel mit Zürich: Parkgebühren müsstest du auch noch abdrücken und das können dann in Zürich schnell mal 50 CHF für einen Nachmittag werden. Der Most (Benzin) und die Vignette sind dann am Ende noch peanuts, wenn du auch noch die obenstehenden Kosten anteilig berücksichtigst.

Auch in diesem Land hier gibt es Leute die so rechnen. Zuviele, denn deswegen werden auch die Strassen noch mehr ausgebaut als die Schienen. Stichwort: A16 bau im Kanton Jura oder im moment die A9 im Wallis.

Zu Graubünden muss ich sagen, dass man hier halt nur sehr Teuer bauen kann und nur extrem wenig Leute davon profitieren, da sehr dünn besiedelt. Zudem finde ich als Tourist gerade die Langsamkeit reizvoll. Die Bergstrecken dort gehören zu den schönsten uns spektakulärsten der Welt und deshalb macht es mir persönlich nichts aus mal ein bis zwei Stunden länger unterwegs zu sein.

Beste Grüsse
Christoph, der sich lieber ein GA leistet und dafür ein paar 1000er spart pro Jahr!

Bahn zu teuer? Rechnet mal nach.

br752, Donnerstag, 24.01.2013, 00:01 (vor 4821 Tagen) @ Maggus

Verstehe ich alles nicht.

Bei mir ist die Bahn fast immer billiger als das Auto.

Beispiel: 200km Hin und Rueck machen. Alles Zahlen mal ueber den Daumen.

400km mit 7 Liter pro 100km => 28 Liter * 1,40 Euro pro Liter => 40 Euro Spritkosten.

Wenn man nun, je nach Fahrzeug, die variablen Kosten* mit Faktor 1,5 bis 1,8 rechnet kommt man auf 40 Euro * 1,6 = 64 Euro.

Da man sowieso ein Auto hat darf man Steuern, Vignette, Wertverlust und andere Fixkosten NICHT mit einrechnen. Das darf jeder fuer sein Auto mit den Werkstattkosten der letzten 5 Jahre mal ausrechnen.

Da ist jeder Sparpreis der DB ein Geschenk. Da gibt es sozusagen das Essen noch Gratis obendrauf.


BR752

* Reifen, Bremsenbacken, Bremsscheiben, Oel, Wischer, Inspektionskosten, (Wertverlust der Kilometerbedingt ist), Unfallkosten, Wagenwaesche, ... Alles was mit der Laufleistung zusammenhaengt.


Hier mal die Gegenrechnung fuer diejenigen die den Faktor nicht glauben wollen:
Nehmen wir 20.000 km/Jahr. Dafuer braucht man 1400 Liter Sprit fuer 1960 Euro. Bei Fakter 1,5 kommen dann 980 Euro an Werkstattkosten pro Jahr hinzu. Wer ehrlich rechnet kommt auch dahin wenn er alle Kosten der letzen Jahre zusammenrechnet. OK, ein uraltes Auto muss sicherlich anders gerechnet werden, aber wer hat das noch?

Noch ein Nachtrag:
Wer jetzt damit kommt, dass man bei dem Auto alles selber machen kann hat recht. Der muss sich aber den Vergleich mit Laendertickets gefallen lassen. Es gibt eben Leute die koennen nicht schrauben und andere haben keine Zeit 2 Stunden laenger durch die Gegend zu gondeln.

Bahn zu teuer? Rechnet mal nach.

Chrispy, Donnerstag, 24.01.2013, 00:13 (vor 4821 Tagen) @ br752

Da man sowieso ein Auto hat darf man Steuern, Vignette, Wertverlust und andere Fixkosten NICHT mit einrechnen.

Finde ich persönlich nicht! Allerdings ist ein autofreies Leben in der Schweiz auch einfacher als in Deutschland. Den Preis für das Auto selbst muss man aber auch in Deutschland mit einrechnen. Denn wenn ich mehr Kilometer zurücklege geht es schneller bis ich wieder ein neues kaufen muss. Wenn ich Park-and-Ride betreibe und für längere Strecken die Bahn nehme kann ich so beim Auto sparen.

Bahn zu teuer? Rechnet mal nach.

GibmirZucker, Donnerstag, 24.01.2013, 00:43 (vor 4821 Tagen) @ Chrispy

Allerdings ist ein autofreies Leben in der Schweiz auch einfacher als in Deutschland.

Der Unterschied ist eher Stadt-Land als D-CH. Ich, mittelgroße Stadt (100 000 Einwohner) und mit vielfältigen Mobilitätsbedürfnissen, habe ein Auto eigentlich noch nie vermisst. Wobei, ich kaufe auch nicht bei diesem Möbelhaus ein.
In der Stadt habe ich in jede Ecke tagsüber 5-10 Minutentakt mit Bus/Straßenbahn, nachts (24h Stundenbetrieb ohne Nachtzuschlag! Wo gibt es das in der Schweiz?) zwei Fahrten pro Stunde auf den wichtigsten Linien, d.h. erreiche jeden Punkt in Stadt und Vorland zu jeder Tageszeit mit der Bahn. Verbindungen aus der Landeshauptstadt habe ich noch weit nach Mitternacht, am Wochenende noch eine Nachtverbindung, ebenfalls ohne Zuschlag (macht de facto in der Nacht einen ungenauen 2h-Takt; also entweder nächsten Zug nehmen oder noch drei Kleine). Eigentlich günstiger als das, was ich alles in der Schweiz erlebt habe. Und diese Nachtreisen sind auch immer ein Argument für ein Auto, da ja der letzte Zug sooo früh fährt...

Im Nah- und Fernverkehr tagsüber habe ich einen annehmbaren Takt, Fahrzeiten in etwa gleich lang wie mit dem Auto für die wichtigsten Relationen. Einziges Argument dass es in D schlechter ohne Auto geht, ist die geringere Zuverlässigkeit der Bahn. Aber auf der Straße sieht es diese Tage auch nicht gut aus, also liegengebliebene LKW höre ich täglich mehrmals im Radio. Praktische Gründe für das Auto gibt es wenigstens in der Zivilisation nicht. Wobei, ich muss auch nicht um drei Uhr nachts in ein Kaff fahren, um Eier beim Bauer zu kaufen. Ich glaube das geht vielmehr in Richtung Statusdenken, da, jenseits von akademischen Kreisen, die sowieso als Paradiesvögel gelten und der soziale Status am Rost des Fahrrades zu erkennen ist, eben das Auto immer noch ein Statussymbol ist.

Ikea-Einkäufe gehen auch mit dem öV!

Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 24.01.2013, 18:39 (vor 4820 Tagen) @ GibmirZucker

Salut,

Der Unterschied ist eher Stadt-Land als D-CH. Ich, mittelgroße Stadt (100 000 Einwohner) und mit vielfältigen Mobilitätsbedürfnissen, habe ein Auto eigentlich noch nie vermisst.
In der Stadt habe ich in jede Ecke tagsüber 5-10 Minutentakt mit Bus/Straßenbahn, nachts (24h Stundenbetrieb ohne Nachtzuschlag! Wo gibt es das in der Schweiz?) zwei Fahrten pro Stunde auf den wichtigsten Linien, d.h. erreiche jeden Punkt in Stadt und Vorland zu jeder Tageszeit mit der Bahn. Verbindungen aus der Landeshauptstadt habe ich noch weit nach Mitternacht, am Wochenende noch eine Nachtverbindung, ebenfalls ohne Zuschlag (macht de facto in der Nacht einen ungenauen 2h-Takt; also entweder nächsten Zug nehmen oder noch drei Kleine). Eigentlich günstiger als das, was ich alles in der Schweiz erlebt habe. Und diese Nachtreisen sind auch immer ein Argument für ein Auto, da ja der letzte Zug sooo früh fährt...

Und wie heisst denn diese Stadt?
Der Tarifverbund Nordwestschweiz (Basel) hat den Nachtzuschlag abgeschafft. Sonst gilt eigentlich, dass der Nachtverkehr ohne Subventionen auskommen muss (daher der Zuschlag). Ich bin eigentlich für diesen Zuschlag. Da wird einigen ermöglicht, bis spät Party zu machen. Dafür müssen dann Lokführer extra zur Arbeit erscheinen, um jenen Leuten das zu ermöglichen. Dafür dass das Personal das auch tut, hat aber besagtes Publikum eher das Gefühl, man könne zum Nulltarif das arme Personal herumkommandieren. Und da habe ich etwas dagegen. Das ist eine Zusatzdienstleistung zum eigenen Vergnügen und sollte daher von den Benutzern auch selbst berappt werden und nicht von der Allgemeinheit abgegolten werden!

Übrigens gibt es in der Nacht auf Bahnstrecken auch Unterhaltsfenster (damit tagsüber der Verkehr normal rollen kann), das sollte man eben auch noch bedenken bei diesen Nachtangeboten.

Wobei, ich kaufe auch nicht bei diesem Möbelhaus ein.

Meinst du Ikea? Das geht problemlos mit dem öV! Die Jungfreisinnigen aus Zürich haben das mal demonstriert. Stein des Anstosses war, dass der VCS Einsprache gegen Parkplätze erhoben hatte. Wenn man also nicht mit dem Auto kommen kann, dann eben mit dem öV. Und der Heimlieferservice à la VCS ist dann also ein Transport der Ikea-Einkäufe mit dem öV. Eigentlich wollte man die Unmöglichkeit dessen beweisen, nur blöd, dass das Vorhaben trotzdem geklappt hat, aber seht selbst:

-> http://www.youtube.com/watch?v=h9wPxPuPV1w


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

OT: Autokosten werden stark unterschätzt

Alphorn (CH), Donnerstag, 24.01.2013, 00:09 (vor 4821 Tagen) @ Maggus

DB-Normalpreis nach Zürich hin und zurück: 70€. Das ist ambitioniert für 200 km einfacher Weg! ;-) Selbst mit Euregioticket und ZVV (29.50€ + 21.80 Fr. = 47€) ist die Fahrzeit nahezu konkurrenzfähig, aber der Preis geht gar nicht.

Du unterschätzt die Autokosten gewaltig. Laut der ADAC-Statistik kostet ein Golf 7 pro Kilometer 40 Cents. Somit kostet Deine Fahrt 160 EUR!

Diese Rechnung setzt aber grosszügig voraus, dass die Vorinvestition das Auto schon geleistet wurde. Das Auto kostet aber laut ADAC im Jahr 4500 EUR ohne Betrieb. Für das gleiche Geld kann man sich auch eine Bahncard 100 kaufen, mit dem grossen Unterschied, dass dann (zumindest im Inland) keinerlei weitere Kosten für die Fahrten anfallen.

OT: Autokosten werden stark unterschätzt

br752, Donnerstag, 24.01.2013, 00:28 (vor 4821 Tagen) @ Alphorn (CH)

Ja, die Zahlen kenne ich auch, aber das ist eine Milchmaedchenrechnung.

Ich gehe davon aus, dass ich ein Auto besitzen muss und brav die Fixkosten bezahle. Anschaffung und zeitlicher Wertverlust werden also klaglos getragen. Es gibt Fahrten die gehen nicht ohne Auto, insbesondere im laendlichen Umland. Angefangen vom Grosseinkauf, Ik*ashopping, Wochenendausflug und Kinderbetreuung. ...

Unter dieser Voraussetzung stelle ich mir als Autobesitzer vor jeder Reise die Frage: Auto oder Bahn?

Da darf man also nur die Variablen kosten nehmen und gegen die Bahnfahrt verrechnen. Viele verwechseln variable Kosten mit Spritkosten und vergessen was alles an Reperatur- und Wartungskosten kilometerabhaengig ueber die Jahre dazukommt.


Ich will sagen: Die Bahn ist haeufiger guenstiger auch wenn man NUR die variablen Autokosten betrachtet. Meine persoenliche Rechnung nach 9 Jahren Zugfahren lautet: 1 Person ist per Bahn immer guenstiger, bei 2 Personen haelt es sich mit den variablen Autokosten die Waage.
Aussnahmen bestaeigen die Regel und wo keine Bahn hinfahert ist das Auto natuerlich unschlagbar. ;-)

BR752

OT: Autokosten werden stark unterschätzt

Alphorn (CH), Donnerstag, 24.01.2013, 11:49 (vor 4820 Tagen) @ br752

Ich gehe davon aus, dass ich ein Auto besitzen muss und brav die Fixkosten bezahle. Anschaffung und zeitlicher Wertverlust werden also klaglos getragen. Es gibt Fahrten die gehen nicht ohne Auto, insbesondere im laendlichen Umland. Angefangen vom Grosseinkauf, Ik*ashopping, Wochenendausflug und Kinderbetreuung. ...

Es gibt sicher Personen, die ein Auto besitzen müssen, zum Beispiel wer Arbeitsplatz oder Kunden anders nicht erreicht. Die meisten von Dir genannten Beispiele aber lassen sich auch ohne Auto lösen, besonders wenn man in der Stadt lebt (und das tun immer mehr): Grosseinkauf braucht es nicht, weil man dauernd an Läden vorbeifährt und klein einkauft; Ik*ashopping ist selten und geht per Car Sharing, Wochenendausflug geht mit der Bahn genauso und Kinder lassen sich im ÖV genausogut transportieren. Für mich ist das Auto also freiwilliger, als viele es hinstellen.

Ich will sagen: Die Bahn ist haeufiger guenstiger auch wenn man NUR die variablen Autokosten betrachtet. Meine persoenliche Rechnung nach 9 Jahren Zugfahren lautet: 1 Person ist per Bahn immer guenstiger, bei 2 Personen haelt es sich mit den variablen Autokosten die Waage.

Wenn ich bei meinem Golf-Beispiel bleibe, kommen die variablen Kosten (Betrieb und Werkstatt) auf 56 EUR für 400 km. Damit unterbietet man den (internationalen) Normalpreis, aber gegen Sparpreise und Bahncard 50 wird man sicherlich verlieren.

OT: Autokosten werden stark unterschätzt

safe go, Chemnitz, Donnerstag, 24.01.2013, 13:36 (vor 4820 Tagen) @ Alphorn (CH)

Ich gehe davon aus, dass ich ein Auto besitzen muss und brav die Fixkosten bezahle. Anschaffung und zeitlicher Wertverlust werden also klaglos getragen. Es gibt Fahrten die gehen nicht ohne Auto, insbesondere im laendlichen Umland. Angefangen vom Grosseinkauf, Ik*ashopping, Wochenendausflug und Kinderbetreuung. ...


Es gibt sicher Personen, die ein Auto besitzen müssen, zum Beispiel wer Arbeitsplatz oder Kunden anders nicht erreicht. Die meisten von Dir genannten Beispiele aber lassen sich auch ohne Auto lösen, besonders wenn man in der Stadt lebt (und das tun immer mehr): Grosseinkauf braucht es nicht, weil man dauernd an Läden vorbeifährt und klein einkauft; Ik*ashopping ist selten und geht per Car Sharing, Wochenendausflug geht mit der Bahn genauso und Kinder lassen sich im ÖV genausogut transportieren. Für mich ist das Auto also freiwilliger, als viele es hinstellen.

Sicherlich kann man nahezu alles auch ohne Auto machen, die Frage ist je nach Netzstruktur allerdings auch: Wieviel Zeit benötige ich ohne Auto dafür? Und je nach Familiengröße und Arbeitszeiten (nicht jeder hat eine tarifvertragliche 36-Stunden-Woche* ...) bleibt dann bei kleinen Bedarfseinkäufen u. U. nicht mehr allzu viel für Freizeit/Erholung übrig ...

* ... Natürlich dient die Zahl 36 auch der Überspitzung, aber ich brauche gar nicht weit in meinem Umfeld zu suchen, um auch Wochenarbeitszeiten über 40 Stunden zu finden.

immaterielle Vorteile des Autos werden stark unterschätzt.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 24.01.2013, 09:14 (vor 4820 Tagen) @ Alphorn (CH)

Hallo Alphorn (CH), hallo ICE-Fans,

Du unterschätzt die Autokosten gewaltig. Laut der ADAC-Statistik kostet ein Golf 7 pro Kilometer 40 Cents. Somit kostet Deine (400 km) Fahrt 160 EUR!

Was ich bei vielen "Milchmädchenrechnungen" feststelle, ist die Verzicht auf Kapitalrendite(verluste).

Wenn Jan über einen 5-stelligen Betrag X verfügen würde, kann er etwa zwei Sachen damit machen:

a. er bucht es auf das Sparkonto seiner Bank;
b. er kauft sich ein Auto.

Im ersten Fall "verdient" er pro Jahr etwas an Zinsen, im zweiten Fall nicht.

Das Auto kostet aber laut ADAC im Jahr 4500 EUR ohne Betrieb. Für das gleiche Geld kann man sich auch eine Bahncard 100 kaufen, mit dem grossen Unterschied, dass dann (zumindest im Inland) keinerlei weitere Kosten für die Fahrten anfallen.

1. Aber auch nur bei Mobility BC100. Da ist auch ÖPNV drin. Normale BahnCards gelten nicht im Bus.
2. Nur schade, dass das ÖV-Netz Deutschlands nicht mit dem Straßennetz mithalten kann. Es sind zum Teil Verfahren nötig wie Call-a-bike und DB Carsharing, diese sind kostenpflichtig.

Aber bei uns lobt Jan vor allem die immaterielle Vorteile eines Autos:

a. das Verkehrsmittel steht vor der Tür und kommt nicht irgendwo 1 Kilometer vom Wohnsitz entfernt.
b. man kann jederzeit losfahren, während man bei öffentlichem Verkehr einen Fahrplan beachten muß; man braucht zudem nicht umzusteigen.
c. man landet dort, wo man sein möchte und nicht etwa bei einer 1 Kilometer entfernten Bushaltestelle.
d. gesellschaftliche Statussymbolik: Autowidrigkeiten wie Pannen und Staus sind in unserer Gesellschaft schon längst akzeptiert, bei Bahnwidrigkeiten hat man "das falsche Verkehrsmittel gewählt".

Das ist Jan schon Spritkosten, Steuer, Versicherungskosten, Zinsenverluste und Parkgebühren wert.
Und mit dem SnappCar-Verfahren wird er schon wieder etwas weniger von den Unangenehmheiten des ÖPNVs abhängig sein. Sprich Autovermietung 2.0.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Schweizer fahren sehr viel Bahn... und auch sehr viel Auto?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 24.01.2013, 08:50 (vor 4820 Tagen) @ Twindexx

Hallo Twindexx,

Das ist wohl die berüchtigte deutsche Autoverliebtheit?! Wenn Reisequalität für dich keinerlei Bedeutung hat, kannst du dich gerne über drei Stunden hinters Steuer zwängen. Ich schaue dir dann vom Bordrestaurant des Zuges genüsslich während eines kleinen Biers dabei zu.

Auch Schweizer sind angeblich autoverliebt.

Wenn ich mir in CH das Autopark anschaue (und erst recht in Graubünden), dann sehe ich in der Mehrheit (GR: fast ausnahmslos) Autos, die für lange Strecken und große Kilometerleistungen gebaut worden sind. Porsche Cayenne, Kia Sorrento und sonstige "Hochgeschwindigkeits-Traktoren" sowie Audi, Mercedes und BMW. Ein Volkswagen ist dort eher selten.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Autos großer Zeit arbeitslos vor der Tür stehen.


Grüße aus den (ebenfalls autoverliebten) Niederlanden,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Schweizer Probleme!

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 19:14 (vor 4821 Tagen) @ Blaschke

Salut,

Es gelingt trotz einer äußerst restriktiven Verkehrspolitik gegenüber dem Lkw nicht, den alpenquerenden Güterverkehr in nennenswertem Umfang auf die Bahn zu bringen (große Verfehlungen bei den selbstgesteckten Verlagerungszielen).

Die Verlagerungspolitik kann kein Erfolg werden, solange sie nur zwischen Basel und Chiasso/Domodossola funktionieren würde. Da muss die EU und vorallem die Deutschland und Italien erstmal mitmachen. Aber da wären wir wieder beim Ausbau der Rheintalbahn Karlsruhe-Basel (da passiert zwar etwas, aber das Bautempo lässt stark zu wünschen übrig), den italienischen Anschlussstrecken nach Domodossola, Luino und Chiasso (da passiert ohne Schweizer Finanzierung überhaupt nichts) sowie ebenfalls entsprechende politische Rahmenbedingen. Die EU redet ja auch von Verlagerung auf die Schiene. Der Unterschied ist nur, dass in der EU meist nur darüber geredet wird, während substanzielle Fortschritte meist nur in der Schweiz stattfinden (und in den Niederlanden mit der Betuweroute).

Der Löschberg-Basistunnel wurde in erster Linie für den Güterverkehr gebaut, und nun bezahlt SBB-Personenverkehr den Güter-EVUs Entschädigungen, damit diese weiterhin über den Berg rollen und noch mehr Züge für Wochenend-Skitouristen ins Wallis durch den Basistunnel gebracht werden - umweltpoltisch und volkswirtschaftlich äußerst fragwürdig.

Das stimmt nicht. SBB-Personenverkehr zahlt den Cargo-EVU überhaupt nichts, nur die normalen Trassengebühren an die BLS. Der Schienen-Personen-Fernverkehr wird vom BAV mittels Konzession bei den SBB bestellt. Der Bund gibt also das Angebot vor und SBB-Personenverkehr muss es ausführen.
Die angesprochenen Extrazüge fahren an Wochenenden, wenn der meiste Güterverkehr sowieso Ferien hat und die entsprechenden Trassen so verfügbar sind. Diese Verkehre gehen also nicht zu Lasten des Güterverkehrs. Über die Bergstrecke verkehren fast keine Güterzüge mehr, es passt alles durch den Tunnel.
Die derzeit massgebende Engstelle auf der Lötschberg-Simplon-Achse ist der Rangierbahnhof Domo II und nicht der LBT, und dafür wäre die FS zuständig.

Der Einzelwagen-Ladungsverkehr in der Schweiz hat größte wirtschaftliche Probleme. Die SBB versucht eine Sanierung und bedient sich derselben Instrumente wie einst die DB ("MORA-C" - das heißt die Konzentration auf stärkere Verladestellen und Schließung kleinerer).

Gleichzeitig wird aber versucht, die Bedienung effizienter zu machen (Neubeschaffung von Zweikraftloks für den leichten bis mitleren Zustelldienst). Die SBB bekräftigen auch heute noch, ganz klar zum Einzelwagenladungsverkehr zu stehen und diesen nicht aufgeben zu wollen.

Mir scheint, der Schreiber dieser Zeilen hat vom Güterverkehr in der Schweiz allgemein wenig Ahnung.

Der Unfall vor ein paar Tagen in Neuhausen (beim Rheinfall / Kanton Schaffhausen) verlief glimpflich - trotzdem werden Erinnerungen an Rüsselsheim und Hordorf wach. Auch in der Schweiz sind die Sicherheitsvorschriften "mit Blut geschrieben".

Der Vergleich von Neuhausen und Hordorf ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Neuhausen ist mit ZUB ausgestattet, nur nicht in jener Fahrstrasse. Dagegen hatte Hordorf überhaupt keine Zugsicherung. Die einzige Gemeinsamkeit ist die Tatsache, dass beide Unfälle kurz vor der jeweiligen Modernisierung der dortigen Zugsicherung passiert sind.
Signum wurde nach einem schweren Unfall eingeführt, ja.
ZUB wurde nach einem schweren Unfall eingeführt, ja aber:
Zu dem Zeitpunkt war ETCS schon in Planung. Da sich aber ETCS seitens Europa verzögert hatte und man nur mit der Zugsicherung Signum keine weiteren 20 Jahre verbleiben wollte, wurde nach einem schweren Unfall ZUB übergangsweise zu ETCS als Zweitsystem für 20 Jahre eingeführt.
ETCS ist seit mehreren Jahren in Planung, dies ohne weiteren Denkanstoss durch einen Unfall oder ähnlichem. Das Problem ist nur die Zeitspanne bis zur Realisation und den in der Zwischenzeit passierenden Unfällen.

Aber die Schweiz hat kein EBA, welches in einer in der Schweiz erscheinenden Fachzeitschrift schonmal als "Eisenbahn-Behinderungs-Amt" tituliert wurde. [/i]

Eine entsprechende Stelle gibt es auch in der Schweiz, nennt sich Bundesamt für Verkehr. Nur mit dem Unterschied, dass das BAV nicht mal ansatzweise einen so auf saublöd macht wie das EBA. Und die SER hat das EBA nicht so tituliert, der genaue Wortlaut war «von einigen schon als [...] verschrien», also keine eigene Aussage der Redaktion.


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Hordorf und Neuhausen

Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 24.01.2013, 01:17 (vor 4821 Tagen) @ Twindexx

Der Vergleich von Neuhausen und Hordorf ist ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Neuhausen ist mit ZUB ausgestattet, nur nicht in jener Fahrstrasse. Dagegen hatte Hordorf überhaupt keine Zugsicherung. Die einzige Gemeinsamkeit ist die Tatsache, dass beide Unfälle kurz vor der jeweiligen Modernisierung der dortigen Zugsicherung passiert sind.

Hordorf hat und hatte Zugsicherung, oder meinst du wahrscheinlich eher ein Zugbeeinflussungssystem? Das ist nun aber wirklich Schönrechnerei oder würde es die Sache in irgendeiner Art und Weise besser machen, wenn in Hordorf das Signal der Gegenrichtung mit PZB ausgerüstet gewesen wäre? Natürlich nicht, deshalb ist es sowohl in Hordorf als auch in Neuhausen ausgesprochen traurig, dass Hauptstrecken in beiden Ländern offenbar nicht flächendeckend mit Zugbeeinflussung ausgerüstet sind.

Hordorf und Neuhausen

Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 24.01.2013, 16:50 (vor 4820 Tagen) @ Fabian318

Salut,

Hordorf hat und hatte Zugsicherung, oder meinst du wahrscheinlich eher ein Zugbeeinflussungssystem? Das ist nun aber wirklich Schönrechnerei oder würde es die Sache in irgendeiner Art und Weise besser machen, wenn in Hordorf das Signal der Gegenrichtung mit PZB ausgerüstet gewesen wäre? Natürlich nicht, deshalb ist es sowohl in Hordorf als auch in Neuhausen ausgesprochen traurig, dass Hauptstrecken in beiden Ländern offenbar nicht flächendeckend mit Zugbeeinflussung ausgerüstet sind.

Achso, ok. Da muss ich was verwechselt haben. Zugsicherung und Zugbeeinflussung klingen so gleich (fängt beides mit «Zug» an). Zugbeeinflussung wird bei uns dann eher als Geschwindigkeitsüberwachung bezeichnet.

Tragisch sind alle Unglücke, gar keine Frage. Noch tragischer ist es, wenn die Aufwertung der Zugsicherung schon geplant ist und vor der Umsetzung steht. In Neuhausen wird folgendes realisiert (mit einem Bild vom Ort des Unfalls vor dem Ereignis): http://www.sbb.ch/content/sbb/de/desktop/sbb-konzern/ueber-die-sbb/projekte/nationale-u...


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Niederlande.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Donnerstag, 24.01.2013, 09:43 (vor 4820 Tagen) @ Twindexx

Hallo Twindexx,

Die EU redet ja auch von Verlagerung auf die Schiene.

Verlagerung auf die Schiene oder Verlagerung von der Straße?
Bei uns gibt es nämlich auch noch eine signifikante Binnenschifffahrt.

Der Unterschied ist nur, dass in der EU meist nur darüber geredet wird, während substanzielle Fortschritte meist nur in der Schweiz stattfinden (und in den Niederlanden mit der Betuweroute).

Die Betuweroute mußte auch viel Kritik verkraften. Man setze zu wenig auf Binnenschifffahrt, während man die Infra dafür bereits hatte: Rhein, Waal, Maas, IJssel, zahlreiche Kanäle.
Auch deckt die heutige Darstellung der Betuweroute nicht die komplette Deutschland-Nachfrage ab. Nach Hamburg und Bremen ist es ab Rotterdam immerhin ein Riesenumweg; die vorgesehene Cargobahn Zevenaar-Enschede wartet immer noch auf den "ersten Pfeilerschlag".
Selber sehe ich die Verendung in Zevenaar als Planfehler. Das müßte mindestens Emmerich sein. So könnte man sich eine 1500 V-Insel sparen.

Natürlich hat die Betuweroute auch viel Gutes gebracht. So wurde die Achse Rotterdam-Utrecht-Arnhem weitgehend von Cargos entlastet; Prorail und NS hoffen, mit den freien Trassen irgendwann den 10-Minutentakt anbieten zu können.

Die SBB bekräftigen auch heute noch, ganz klar zum Einzelwagenladungsverkehr zu stehen und diesen nicht aufgeben zu wollen.

Bei uns ist das schon längst eine Aufgabe des LKWs. In den 70ern wurden viele Verladestellen geschlossen. Auch das Projekt Cargotram Amsterdam hat es nicht gerettet.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

feiyang, Dienstag, 22.01.2013, 21:16 (vor 4822 Tagen) @ JumpUp

Ich bin in letzter Zeit beruflich recht oft in der Schweiz unterwegs. Mir fällt es schwer, hier wirklich handfeste negative Erfahrungen zu berichten.
Das Einzige was ich spontan weniger positiv sehe, ist konsequente Vierer-Bestuhlung. Bei niedriger Belegung kein Problem, allerdings wird es bei Vollauslastung für mich als Einzelreisenden schnell unbequem. Geschmäcker sind verschieden, aber warum kann man nicht Beides anbieten, z.B. 80% Vierersitze und 20% Reihensitze.

Die 1. Klasse empfinde ich in den meisten Zügen in der Schweiz bzgl. der Sitzqualität als Wohltat und äusserst wilkommenen Kontrast zu Lederlandschaften mit steinharter Sitzfläche. Immer wieder schön, aus dem railjet auszusteigen und sich dann in einem breiten und gepolsterten Sitz niederzulassen.

Last but not least - die Ruhebereiche haben ihren Namen wirklich verdient und funktieren m.E. wesentlich besser als in DE oder AT.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

br752, Dienstag, 22.01.2013, 22:08 (vor 4822 Tagen) @ JumpUp

Zwei Punkte die mir einfallen sind der (angeblich) recht hohe Fahrpreis und das Fehlen von Sparangeboten, dieser Punkt relativiert sich jedoch dadurch, dass viele Schweizer ein Halbtax besitzen.

Ohne Halbtax kauft man keine Fahrkarten. Ein Halbtax ist genauso normal wie du eine Haftplichtversicherung hast oder eine Krankenversicherung.
Am Sonntag war ich total fertig, als von den umsitzenden 10 Reisenden 6 ihr GA zueckten. Da kommt man sich mit einer DB Spar-Fahrkarte wie ein armes Wuerstchen aus einem Entwicklungsland vor. Das ausnahmsweise mal einen Kruemel abbekommen hat.

Sparpreise gibt es bei den SBB immer? oder zumindest Saisonweise. Diese sind dann mit Zugbindung.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Schweiz-Italien Verkehre und die Pannenanfälligkeiten und die Verspätungen dieser Züge. Hierfür muss man aber der Trenitalia die Schuld zuweisen, die SBB versucht ja durch neue Züge und intensive Wartung die Zuverlässigkeit des Italienverkehrs zu verbessern.

SBB und Italien, dass ist so wie DB und Kundenfreundlichkeit. Das passt nicht. Letztens habe ich gelesen, dass die meisten gestrandeten Reisenden, die von der SBB per Taxi nach Hause gebracht werden mussten, aus den Italienzuegen stammen.

Was gibt es noch zu bemängeln? Oder hat die Schweiz tatsächlich ein perfektes System? Kann man an Sauberkeit der Bahnhöfe/Züge und Informationen bei Verspätungen (Lautsprecher, Anzeigetafeln) etwas aussetzen, oder stimmt dort auch alles? Gibt es dort nicht diesen Sparwahn? Winterdienst an Bahnhöfen? Hat die Schweiz nicht so stark mit dem Schnee zu kämpfen?

Perfekt? Vielleicht nicht, aber Top. Die meisten Bahnhoefe, insbesondere mittlere und kleinere sind sauber und angenehm zu benutzen. Es gibt sogar Bahnhofstoiletten. So wie ich gesehen habe ueberall!

Fast ueberall Personal auf den Zuegen, insbesondere auf den Schmalspurstrecken.

KEIN Gegeneinander der Bahngesellschaften!! Man bekommt bei der MGB genauso die SBB Auskuenfte wie umgekehrt. Dort arbeitet man zusammen und nicht gegeneinander.

Vielen Dank für Eure Antworten und Eure Kritik an den schweizer Eisenbahnen, vielleicht gibt es ja doch etwas Negatives...

Ja, einen (zwei) Punkt(e) habe ich.

Die Seite "www.sbb.ch" ist vollkommen mist. Langsam und zaeh. Man muss Namen eingeben um Preise zu bekommen. Bei 2 Suchen in 2 Fenstern kommen sie Sessions durcheinander, usw. DA muss mal was gemacht werden.

Weil wir gerade bei Tickets sind: Die Ticketaustomaten sind TICKETautomaten. Da kann man leider keine Verbindung bekommen. Als Alternative sind aber auf vielen kleinen Bahnhoefen Schalter geoeffnet und die freundlichen Mitarbeiter helfen gerne weiter.

So genug der Lobhudelei. :-)

BR752

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

GibmirZucker, Dienstag, 22.01.2013, 22:56 (vor 4822 Tagen) @ br752

Die Seite "www.sbb.ch" ist vollkommen mist. Langsam und zaeh. Man muss Namen eingeben um Preise zu bekommen.

Das ist neu (seit Fahrplanwechsel?), vorher ging es problemlos mit der Anzeige der Preise.

Weil wir gerade bei Tickets sind: Die Ticketaustomaten sind TICKETautomaten. Da kann man leider keine Verbindung bekommen. Als Alternative sind aber auf vielen kleinen Bahnhoefen Schalter geoeffnet und die freundlichen Mitarbeiter helfen gerne weiter.

Ist auch nicht weiter tragisch. Da Einheitspreis, muss man nicht eine besondere Verbindung auswählen (wobei via-Vorschläge, die können tückisch sein für Touristen), ebenfalls reserviert in der Schweiz kaum jemand. Das vereinfacht die Handhabung der Automaten enorm. Abbau von Schalteröffnungszeiten findet leider auch in der Schweiz statt, immer mehr Bahnhöfe sind unbedient und bediente Bahnhöfe schränken die Öffnungszeiten der Schalter immer stärker ein. Besonders für ortsunkundige und Menschen ohne Smartphone ein Problem. Eingeborene wissen in etwa die Reisedauer an ihr Ziel, dank Taktfahrplan ohne Lücken muss meistens kein Fahrplan konsultiert werden.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

hulligulli, Dienstag, 22.01.2013, 22:32 (vor 4822 Tagen) @ JumpUp

Daher frage ich nun Euch, was gibt es bei der SBB zu meckern? Was läuft schief und wo gibt es Probleme? Sind die Züge wirklich so zuverlässig und klappen die Umstiege tatsächlich so viel besser als in den anderen Ländern?

Selbst Umstiege auf Busse sind kein Problem. Ich muss häufiger zu einem Kunden fahren, der irgendwo weit weg vom Schuss ist. Da ist meine Verbindung Fernzug->S-Bahn->Postbus. Die Verbindung zurück ist natürlich genau anders herum. Ich konnte bisher immer - ohne irgendwelche Probleme - die vorgeschlage Verbindung (mit allen Umstiegen) nehmen.

Zwei Punkte die mir einfallen sind der (angeblich) recht hohe Fahrpreis und das Fehlen von Sparangeboten, dieser Punkt relativiert sich jedoch dadurch, dass viele Schweizer ein Halbtax besitzen.

Wie bereits jemand anders hier schon gesagt hat: Man hat halt mindestens ein Halbtax. Naja, eigentlich hat man ein GA ;-)
Es gibt aber auch Spartickets...


Naja, das Zugfahren in der Schweiz eben etwas was komplett anderes, als in anderen Ländern. Wer über die SBB meckert, sollte einfach mal mit dem Zug andere Länder bereisen. Der wird seine Meinung schnell wieder ändern.

Paar kleine Minuspunkte für die SBB

RIP ICE 609, Zürich, Dienstag, 22.01.2013, 22:56 (vor 4822 Tagen) @ JumpUp

Die SBB benutze ich täglich und bin auch mehrheitlich zu Frieden. Was die SBB in der Hinsicht auf den Italien Verkehr leistet ist klasse.
Mit den ETR Zügen läuft es deutlich besser, als ich im Oktober nach Milano fuhr, war der Zug mit plus 8 in Milano C. Und auf der Rückfahrt sogar pünktlich in Zug (CH).

Die Preise sind noch ok aber dennoch nicht günstig. Der Sparpreisfinder der DB ist aus meiner Sicht besser und praktischer. Vor allem da ich die Tickets immer an der DB Verkaufsstelle in Zürich kaufe. Die SBB verlangt eine Auftragspauschale von 15 Sfr. Pro Person. Und für was? Für eigentlich gar nichts.

Die Ersatzzüge der SBB sind auch sehr "zweckoptimiert" klar bin ich froh, dass einer fährt aber die Reservezüge sind im Winter brutal kalt und laut, da würde ich lieber die nächste Verbindung abwarten. In Deutschland bekommt man für einen ICE Ausfall wenigstens noch ne IC Garnitur im schlimmsten Fall alles aus ex IR Wagen aber das ist der allerschlimmste Fall.

Der FV der SBB ist wirklich gut. Da kann man überhaupt nicht meckern, die Strecken sind ausgebaut und nicht störungsanfällig. Die verhasste 4er bestuhlung ist jetzt nicht mal ein Dorn in meinen Auge.

Die Zugarten der SBB finde ich witzig, das ist kein Minuspunkt, die SBB hat für mich eigentlich eine völlig unklare aber dennoch einigermassen plausible Aufteilungen der Zugkatigorien. So fahren die IC`s Chur - Zürich mit sehr "rustikalen" Material für einen IC, doch die IR Züge, auf der selben Strecke, werden mit den EC Garnituren gefahren, die in Deutschland als EC 7, 101, 8 usw. bekannt sind.
Auch ist der IR vom IC äusserlich nicht gross zu unterscheiden, der IR hält öfter und hat manchmal Wagen für Vmax 160 am Haken aber das war es auch bald.
Den besten IR habe ich in Basel SBB gesehen, er war aus zwei RABDe 500 (ICN) zügen gebildet, bei denen der hintere Zug leer und verschlossen mitlief, das heisst: insgesammt 14 Wagen (fast die länge eines ICE 1) aber nur 7 Wagen zur verfügung. DAS ist mal ein IR. :D

Mein nonstop IC wurde mit einer "älteren" Garnitur gefahren war aber dennoch pünktlich.

Ich meckere auf sehr hohem Niveau über die SBB und bin wie gesagt grundsätzlich zu Frieden.

Grüsse

Elias RIP ICE 609

Paar kleine Minuspunkte für die SBB

caboruivo, CH, Dienstag, 22.01.2013, 23:58 (vor 4822 Tagen) @ RIP ICE 609
bearbeitet von caboruivo, Mittwoch, 23.01.2013, 00:03

Hallo RIP ICE 609

Die SBB benutze ich täglich und bin auch mehrheitlich zu Frieden. Was die SBB in der Hinsicht auf den Italien Verkehr leistet ist klasse.
Mit den ETR Zügen läuft es deutlich besser, als ich im Oktober nach Milano fuhr, war der Zug mit plus 8 in Milano C. Und auf der Rückfahrt sogar pünktlich in Zug (CH).

Einfach die zwei Trenitalia-Zugspaare gilt es zu vermeiden ;) Muss den EC oft auf der Strecke Zürich-Goldau nutzen, da mein Zug aus Oerlikon den Anschluss an den ICN nicht schafft.


Die Ersatzzüge der SBB sind auch sehr "zweckoptimiert" klar bin ich froh, dass einer fährt aber die Reservezüge sind im Winter brutal kalt und laut, da würde ich lieber die nächste Verbindung abwarten.

Als Dispozüge stehen generell EW II und RBe 540 oder Re 4/4 II zur Verfügung. Ausnahme sind die Züge, welche via NBS und/oder LBT verkehren, diese benötigen identisches Ersatzmaterial.
Der Rest ist halt im Dauereinsatz. z.B sind von 44 RABDe 500 (ICN) stets 41 im Dienst.Mit der Inbetriebnahme der Twindexx können dann wohl einige EW IV/IC2000-Pendel mehr in den Dispodienst übergehen.


Der FV der SBB ist wirklich gut. Da kann man überhaupt nicht meckern, die Strecken sind ausgebaut und nicht störungsanfällig. Die verhasste 4er bestuhlung ist jetzt nicht mal ein Dorn in meinen Auge.

Es gibt auch vereinzelte EW IV mit Reihenbestuhlung, diese sind mit einem Piktogramm gekenntzeichnet.

Die Zugarten der SBB finde ich witzig, das ist kein Minuspunkt, die SBB hat für mich eigentlich eine völlig unklare aber dennoch einigermassen plausible Aufteilungen der Zugkategorien. So fahren die IC`s Chur - Zürich mit sehr "rustikalen" Material für einen IC, doch die IR Züge, auf der selben Strecke, werden mit den EC Garnituren gefahren, die in Deutschland als EC 7, 101, 8 usw. bekannt sind.

Was verstehst du unter rustikalem Material? Die IC Basel-Chur werden generell entweder mit IC2000 oder mit EW IV-Pendel gefahren. Die Verstärkungs-IC ab Zürich mit fünftstelliger Zugsnummer werden entweder aus RABDe 500 oder mit Re 4/4 und EW IV, manchmal zusätzlich mit EC-Wagen, Bpm 51 und EW II gebildet. Siehe z.B. IC 10765
Die IR fahren ähnlich wie ihr Pendant am Gotthard mit Apm 61, teilweise Panoramawagen, Bpm 61 (Nicht-Refit und Refit) und mit Bpm 51. Selten gibts EW IV-Pendel.
Komplett mit EC-Wagen werden nur diejenigen Züge gefahren, welche umlaufbedingt in Chur mit den EC 2, 6, 7, 8 oder 9 verknüpft sind. Die meisten Refit-EC-Wagen kommen eh in den Zügen nach München oder Stuttgart zum Einsatz.
Ab Dezember 2013 werden die IR zwischen Zürich und Chur durch RE ersetzt und mit RABe 511 (Stadler Kiss) gefahren.

Gruss

Paar kleine Minuspunkte für die SBB

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 18:35 (vor 4821 Tagen) @ RIP ICE 609

Salut,

Vor allem da ich die Tickets immer an der DB Verkaufsstelle in Zürich kaufe. Die SBB verlangt eine Auftragspauschale von 15 Sfr. Pro Person. Und für was? Für eigentlich gar nichts.

Es sind 10.-, nicht 15.- CHF. Aber ich finde diese Gebühr auch Unsinn. Wenn ich mehrere internationale Reisen auf einmal buche, zahle ich dann aber die 10.- CHF auch nur einmal und nicht einzeln für jede Reise. Die Appenzeller Bahnen machen es ohne diese 10.- CHF ;-)
Die offizielle Begründung ist das kompliziertere Tarifsystem im Ausland und dem damit verbundenen höheren Beratungsaufwand. Aber warum verrechnet man dann diesen höheren Beratungsaufwand nicht direkt den ausländischen Bahnen, die es so kompliziert machen?

Die Ersatzzüge der SBB sind auch sehr "zweckoptimiert" klar bin ich froh, dass einer fährt aber die Reservezüge sind im Winter brutal kalt und laut, da würde ich lieber die nächste Verbindung abwarten.

Kalt? War wohl der Ersatzzug vom Ersatzzug. Die vorgehaltenen Ersatzzzüge sind eingeschaltet betriebsbereit mit Personal besetzt, demzufolge auch vorgeheizt.

In Deutschland bekommt man für einen ICE Ausfall wenigstens noch ne IC Garnitur im schlimmsten Fall alles aus ex IR Wagen aber das ist der allerschlimmste Fall.

Ob ein Ex-DB-IR-Wagen besser als ein EW II ist? Die EW II waren seinerzeit das, was heute die IC2000 und in einigen Jahren die Twindexx sein werden: Die Hauptstütze des modernen Fernverkehrs. Aber Zeiten ändern sich und mit der kontinuierlichen Investition in neueres und besseres Rollmaterial wird älteres Rollmaterial mit der Zeit nach hinten durchgereicht.
EW I -> EW II -> EW III / RIC-Wagen -> EW IV -> EC-Wagen / IC2000 / ICN -> RVD / Twindexx / EC-Triebzüge -> ?
So ist das Leben, irgendwann werden auch die IC2000 zu solchem Ersatzzug-Rollmaterial.

Auch ist der IR vom IC äusserlich nicht gross zu unterscheiden, der IR hält öfter und hat manchmal Wagen für Vmax 160 am Haken aber das war es auch bald.

Laut Produktmarkenstrategie wird für IR und IC dasselbe Rollmaterial verwendet. Der einzige Unterschied ist das Restaurant (IC ja, IR nein).
Einige Begriffe sind in der Schweiz nunmals anders dotiert (andere Länder, andere Sitten). Nur weil bei der DB ein IC besser als ein IR war in der Ausstattung, muss das nicht auch bei den SBB so sein.

insgesammt 14 Wagen (fast die länge eines ICE 1)

Eine Doppel-Garnitur ICN ist ca. 20 m länger als ein ICE 1 (bei 12 Mittelwagen).


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Paar kleine Minuspunkte für die SBB

caboruivo, CH, Mittwoch, 23.01.2013, 19:09 (vor 4821 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von caboruivo, Mittwoch, 23.01.2013, 19:09

Ob ein Ex-DB-IR-Wagen besser als ein EW II ist? Die EW II waren seinerzeit das, was heute die IC2000 und in einigen Jahren die Twindexx sein werden: Die Hauptstütze des modernen Fernverkehrs. Aber Zeiten ändern sich und mit der kontinuierlichen Investition in neueres und besseres Rollmaterial wird älteres Rollmaterial mit der Zeit nach hinten durchgereicht.
EW I -> EW II -> EW III / RIC-Wagen -> EW IV -> EC-Wagen / IC2000 / ICN -> RVD / Twindexx / EC-Triebzüge -> ?
So ist das Leben, irgendwann werden auch die IC2000 zu solchem Ersatzzug-Rollmaterial.

Ja gut, aber mit der Zeit ändert sich auch der Anspruch des Publikums. Auch die Bpm 51 (werden die nach dieser Asbestheschichte nicht mehr saniert) galten mal als modern. Heute werden diese ja eher gemieden, weil sich die Komlizirten in den EC-Wagen quetschen und die Unkomplizierten wie ich dann fast einen Waggon für mich habe. Wenn auch nach der x-ten Revision der Zahn der Zeit an den IC2000 oder am RABDe 500 nagt, werden auch die als alt und ungemütlich empfunden.

Auch ist der IR vom IC äusserlich nicht gross zu unterscheiden, der IR hält öfter und hat manchmal Wagen für Vmax 160 am Haken aber das war es auch bald.

vmax 160 nur bei nicht-NBS-Linien, aber wenn eine Re 4/4 II dran ist, fährt er eh nur max. 140.

Laut Produktmarkenstrategie wird für IR und IC dasselbe Rollmaterial verwendet. Der einzige Unterschied ist das Restaurant (IC ja, IR nein).

Nicht alle IC haben ein Restaurant (z.B. die Zusatz-IC Zürich-Chur).
Genf Flughafen-Luzern wurde ja deswegen zurückgestuft, und auch nicht im Dez 2012 wieder hochgestuft, als er die gleiche Haltefrequenz zwischen Genf Flughafen und Bern wie die IC erhielt.
Gibt es nicht noch Kriterien in punkto Anzahl klimatisierter Wagen und Haltefrequenz?

Einige Begriffe sind in der Schweiz nunmals anders dotiert (andere Länder, andere Sitten). Nur weil bei der DB ein IC besser als ein IR war in der Ausstattung, muss das nicht auch bei den SBB so sein.

Sie sind schon innerhalb der Schweiz unterschiedlich interpretiert. Man denke hier an den Voralpen-Express oder die Zentralbahn-"IR" nach Engelberg. Hier wäre die Bezeichnung RE eher angebracht als bsp. ab Dezember 13 bei Zürich-Chur.

Salutations de Lausanne.

Am Französisch lernen?

Paar kleine Minuspunkte für die SBB

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 20:53 (vor 4821 Tagen) @ caboruivo

Salut,

Ja gut, aber mit der Zeit ändert sich auch der Anspruch des Publikums.

Was man ja an der Ausstattung des Rollmaterials erkennt.

Auch die Bpm 51 (werden die nach dieser Asbestheschichte nicht mehr saniert) galten mal als modern.

Ja, einer wurde ja schon komplett dem Refit unterzogen. Weitere Wagen sind eigentlich geplant. Wobei viele nur ein Teilrefit bekommen (mit automatischen Türen und kleineren Erhaltungsmassnahmen, aber keine Neulackierung).

auch nach der x-ten Revision der Zahn der Zeit an den IC2000 oder am RABDe 500 nagt, werden auch die als alt und ungemütlich empfunden.

Der Sinn einer Revision ist ja, dass sie wieder frisch und modern aussehen, siehe aktuell die EC-Wagen. Die ICN bekommen gerade ihre R3, jetzt auch mit neuen Sitzbezügen (Le Corbusier ist glaubs im entsprechend neuem Gewand als dritter R3-ICN und als erster mit den neuen Stoffbezügen in den Farben wie im Twindexx unterwegs).

Nicht alle IC haben ein Restaurant (z.B. die Zusatz-IC Zürich-Chur).

Da nicht genügend Restaurants vorhanden sind, weicht daher leider die Realität etwas von der Produktmarkenstrategie ab. Aber entsprechendes Rollmaterial mit Restaurant ist in Beschaffung.

Genf Flughafen-Luzern wurde ja deswegen zurückgestuft, und auch nicht im Dez 2012 wieder hochgestuft, als er die gleiche Haltefrequenz zwischen Genf Flughafen und Bern wie die IC erhielt.

Die Aufwertung zum IC mit Restaurant soll kommen, aber das Rollmaterial...

Gibt es nicht noch Kriterien in punkto Anzahl klimatisierter Wagen und Haltefrequenz?

Die Kriterien wegen der klimatisierten Wagen gibt's, sind aber mittlerweile schon überholt, da eh jeder IR einige klimatisierte Wagen mit sich herumschleppt. Als aber klimatisierte Wagen eher noch etwas besonderes waren, war das natürlich ein Qualitätsmerkmal für bessere Züge. Die Haltefrequenz war dagegen noch nie relevant. Es hat sich einfach durchgesetzt, dass der auf einer Strecke weniger haltende Zug die höhere Kategorie hat.

Sie sind schon innerhalb der Schweiz unterschiedlich interpretiert. Man denke hier an den Voralpen-Express oder die Zentralbahn-"IR" nach Engelberg. Hier wäre die Bezeichnung RE eher angebracht als bsp. ab Dezember 13 bei Zürich-Chur.

Unterschiedliche Bahngesellschaften, unterschiedliche Interpretationen.

Am Französisch lernen?

Oui! Kann ich nur empfehlen. Ich habe das Französischlernen immer gehasst, hier macht's mir plötzlich Spass. Und der neue Horaire Romandie 2013 ist ja mal endgeil. Ein sehr dichtes aber trotzdem sehr übersichtliches Angebot im Fernverkehr (ab Lausanne Richtung Genève immer um xx:12 und xx:42 die Nonstop-Züge, um xx:18 und xx:48 die IR mit Halt in Morges und Nyon und um xx:21 und xx:51 die RE mit Halt in Renens, Morges, Rolle, Gland, Nyon und Coppet; und dazwischen zu einigen Zeiten Nonstop-Zusatzzüge). Dabei finde ich die vierteiligen RABe 511.1 zumindest in der zweiten Klasse als sehr gute Fahrzeuge für diese RE. Die Benutzung dieses Fahrplans ist super und macht Spass. Nur im Regionalverkehr sollte man dem Kanton Vaud mal verklickern, wo es einen zweiten Flirt bräuchte (und dort wo es einen zweiten Flirt gibt, checken es die Leute nicht, stehen im einten in den Gängen und ich habe jeweils einen ganzen Flirt für mich allein, in der HVZ wohlgemerkt).
Und sonst die Aussicht auf den Lac Léman und überhaupt (und leider ist am Samstag alles schon wieder vorbei... :-(.


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Das Rad der Zeit...

caboruivo, CH, Mittwoch, 23.01.2013, 21:52 (vor 4821 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von caboruivo, Mittwoch, 23.01.2013, 21:57

Salut,

Ja gut, aber mit der Zeit ändert sich auch der Anspruch des Publikums.


Was man ja an der Ausstattung des Rollmaterials erkennt.

Wie lange es wohl dauern wird, bis die SBB wie die NTV einen Kinowagen mitführt...
Der neuste Witz kommt ja im Rheintal-Express mit den privaten Gästebetreuern

Auch die Bpm 51 (werden die nach dieser Asbestheschichte nicht mehr saniert) galten mal als modern.


Ja, einer wurde ja schon komplett dem Refit unterzogen. Weitere Wagen sind eigentlich geplant. Wobei viele nur ein Teilrefit bekommen (mit automatischen Türen und kleineren Erhaltungsmassnahmen, aber keine Neulackierung).

Lassen sich dann die Fenster immer noch öffnen? ;)
Also keine Anpassung ans neue SBB-Aussendesign. Irgendwie Schade.
Kann es sich die SBB leisten, denen die Auslandszulassung zu nehmen? Sie kamen und kommen ja oft als Verstärker in den Münchner EC zum Einsatz.
Diesen Refit-Wagen hoffe ich mal zu Gesicht zu bekommen.

auch nach der x-ten Revision der Zahn der Zeit an den IC2000 oder am RABDe 500 nagt, werden auch die als alt und ungemütlich empfunden.


Der Sinn einer Revision ist ja, dass sie wieder frisch und modern aussehen, siehe aktuell die EC-Wagen. Die ICN bekommen gerade ihre R3, jetzt auch mit neuen Sitzbezügen (Le Corbusier ist glaubs im entsprechend neuem Gewand als dritter R3-ICN und als erster mit den neuen Stoffbezügen in den Farben wie im Twindexx unterwegs).

Wie lange dauert so eine R3 denn? Le Corbusier (RABDe 500 000 oder?) meinte ich vor kurzem noch auf der Gotthardroute im alten Look gesehen zu haben. Neu sind mir nur 002 und 006 aufgefallen, aber noch mit den grünen Sitzbezügen. Bei Annemarie Schwarzenbach ist zudem der Schriftzug kursiv (designtechnisch nicht so mein Ding), bei Johanna Spyri (glücklicherweise) nicht. Da war man sich offenbar nicht einig...

Nicht alle IC haben ein Restaurant (z.B. die Zusatz-IC Zürich-Chur).


Da nicht genügend Restaurants vorhanden sind, weicht daher leider die Realität etwas von der Produktmarkenstrategie ab. Aber entsprechendes Rollmaterial mit Restaurant ist in Beschaffung.

Ja klar, die Twindexx und die EC-Triebwagen. Aber WRm nicht mehr, oder?

Genf Flughafen-Luzern wurde ja deswegen zurückgestuft, und auch nicht im Dez 2012 wieder hochgestuft, als er die gleiche Haltefrequenz zwischen Genf Flughafen und Bern wie die IC erhielt.


Die Aufwertung zum IC mit Restaurant soll kommen, aber das Rollmaterial...

Auch hier heisst die Lösung ja Twindexx... Wie lange müssen wir jetzt warten? Ende Jahr war ja mal geplant...

Am Französisch lernen?


Oui! Kann ich nur empfehlen.

Hab ich auch mal gemacht, 2010 in Montreux. Seitdem bin ich Weissweinfan!

Ich habe das Französischlernen immer gehasst, hier macht's mir plötzlich Spass.

Ging mir auch so. Die Lehrerin brachte mir dort in 15 Minuten was erfolgreich bei, was meine Französischlehrer am Gymnasium vier Jahre erfolglos versucht hatten. Musst aber aufpassen, dass du es in der Deutschschweiz nicht wieder verlernst... Ist mir nämlich passiert.

Und der neue Horaire Romandie 2013 ist ja mal endgeil. Ein sehr dichtes aber trotzdem sehr übersichtliches Angebot im Fernverkehr (ab Lausanne Richtung Genève immer um xx:12 und xx:42 die Nonstop-Züge, um xx:18 und xx:48 die IR mit Halt in Morges und Nyon und um xx:21 und xx:51 die RE mit Halt in Renens, Morges, Rolle, Gland, Nyon und Coppet; und dazwischen zu einigen Zeiten Nonstop-Zusatzzüge).

Gut merkbar und immer saubere Halbstundentakte. Wie sieht es mit den IC/IR Richtung Bern und Wallis aus? Haben die noch ihre Hinketakte oder sind die jetzt auch sauber 30 Mvinuten auseinander. Das Problem bei den Walliser IR ist ja, dass in Bex und St. Maurice nur einer hält und der andere durchfährt.

Dabei finde ich die vierteiligen RABe 511.1 zumindest in der zweiten Klasse als sehr gute Fahrzeuge für diese RE.

Zuvor waren Re 4/4 II mit EW II im Einsatz (glaubs sogar als Sandwich). Den RABe 511 hab ich mal zwischen Zürich Oerlikon und Zürich HB (als RE Schaffhausen-Zürich) ausprobiert und er ist für mich besser als sein Ruf. Jetzt sollten noch die restlichen folgen, dann könnte man wieder die RBe 540-Pendel ersetzen.

Die Benutzung dieses Fahrplans ist super und macht Spass. Nur im Regionalverkehr sollte man dem Kanton Vaud mal verklickern, wo es einen zweiten Flirt bräuchte (und dort wo es einen zweiten Flirt gibt, checken es die Leute nicht, stehen im einten in den Gängen und ich habe jeweils einen ganzen Flirt für mich allein, in der HVZ wohlgemerkt).

Sind jetzt alle REV-Linien ausser der Train des Vignes mit Flirt unterwegs? Zu meiner Zeit kurvten auf der S1 noch Kolibris rum
Zugfahren ist für manche halt doch nicht so einfach. Dasselbe Phänomen sehe ich stets bei den IR Luzern-Genf Flughafen, auf der Lokseite sitzen die Leute fast aufeinander und ich bin fast allein im Steuerwagen. Oder wie schon oft von mir zitiert hab ich den Bpm 51 für mich, während in den Bpm 61 alle Komplizierten aufeinanderhocken.

Und sonst die Aussicht auf den Lac Léman und überhaupt (und leider ist am Samstag alles schon wieder vorbei... :-(.

Insbesondere der "Durchbruch" nach Puidoux-Chexbres. Das Waadtland wirst du wiedersehen, keine Sorge...

Salutations de Lausanne.

Grüsse aus Brunnen (auch mit schöner Aussicht ;))

? "Komplizierter"

Steffen, Mittwoch, 23.01.2013, 22:13 (vor 4821 Tagen) @ caboruivo

Hallo,

Oder wie schon oft von mir zitiert hab ich den Bpm 51 für mich, während in den Bpm 61 alle Komplizierten aufeinanderhocken.

Ihr habt jetzt beide das Wort "Komplizierter" geschrieben. Das muss ein schweizer Ausdruck sein - was/wer ist damit gemeint? Kann man das mit dem rheinländischen "Jeck" übersetzen (3. Bedeutung)?

--
[image]

? "Komplizierter"

caboruivo, CH, Mittwoch, 23.01.2013, 22:21 (vor 4821 Tagen) @ Steffen
bearbeitet von caboruivo, Mittwoch, 23.01.2013, 22:23

Hallo,

Oder wie schon oft von mir zitiert hab ich den Bpm 51 für mich, während in den Bpm 61 alle Komplizierten aufeinanderhocken.


Ihr habt jetzt beide das Wort "Komplizierter" geschrieben. Das muss ein schweizer Ausdruck sein - was/wer ist damit gemeint? Kann man das mit dem rheinländischen "Jeck" übersetzen (3. Bedeutung)?

Sorry für die entstandene Verwirrung. Ich suchte selbst lange nach einem passenden Ausdruck.
Damit meine ich diejenigen, die am liebsten noch ein Tuch auf den Sitz legen, bevor sie sich hinsetzen und nur in die Wagen mit einem gewissen Standard gehen (ohne sich natürlich den Aufpreis für die 1. Klasse zu leisten). Also Madame A, die sich für was Besseres hält als der Rest. Also nicht ein Jeck gemäss deiner Definition.
Den Unkomplizierten ist es herzlich egal, in welchem Wagen sie sitzen und für die ist es kein Problem, sich in ein Abteil zu setzen, in dem bereits jemand sitzt.
Ich darf mich übrigens auch als Jecken bezeichnen, aber freilich gemäss Definition 1!

? "Komplizierter"

Steffen, Mittwoch, 23.01.2013, 22:28 (vor 4821 Tagen) @ caboruivo

Danke!

Nein, Verwirrung hast Du nicht gestiftet. Ich war nur neugierig, weil ich diesen Begriff so nicht kannte.

Ein Wort, das all das beschreibt, fällt mir auch nicht ein. Aber Jeck ist was anderes. Und in der 1. Definition sowieso - Alaaf! Helau! Nari naro! ;)

--
[image]

Das Rad der Zeit...

Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 24.01.2013, 18:01 (vor 4820 Tagen) @ caboruivo

Salut,

Wie lange es wohl dauern wird, bis die SBB wie die NTV einen Kinowagen mitführt...

Ich hoffe doch, nicht! Irgendwo ist mal fertig.

Der neuste Witz kommt ja im Rheintal-Express mit den privaten Gästebetreuern

Ich habe es auch schon vernommen, bin mal gespannt. Nachdem das Konzept «Kellnernder Zugbegleiter» nach Vorbild des DB-Am-Platz-Service wegen Protesten des Personals wieder eingestampft hatte, versucht man es nun umgekehrt: «Zugbegleitender Kellner».
Skeptisch bin ich eher, dass die SBB das nicht mit Elvetino selbst betreiben wollen, sondern an irgendjemanden per Ausschreibung vergeben wollen. Ob dieser Externer genauso gut Infos über Zugverbindungen dem Fahrgast bieten kann wie ein voll ausgebildeter SBB-Zugbegleiter?

Lassen sich dann die Fenster immer noch öffnen? ;)

Ja, nur bei den B FC wird man nur noch 5 - 10 cm aufmachen können (FC=Fussballclub). Wo diese aber eingesetzt werden sollen, ist nicht schwer zu erraten (und daher ist dort diese Massnahme auch logisch).
Ansonsten werden die Fenster weiterhin geöffnet werden können.

Also keine Anpassung ans neue SBB-Aussendesign. Irgendwie Schade.

60 Wagen sollen das komplette Refit bekommen, inklusive neuer Sitzpolster und Sitzbezüge und neuer Aussenlackierung. 110 Wagen bekommen allerdings nur den Teilrefit mit kleineren Erhaltungsmassnahmen ohne neue Sitzbezüge und ohne Neulackierung.

Kann es sich die SBB leisten, denen die Auslandszulassung zu nehmen? Sie kamen und kommen ja oft als Verstärker in den Münchner EC zum Einsatz.

Dann werden künftig eben bei solchen Anlässen bei Inlandsverbindungen die EC-Wagen eingesammelt, um sie als Verstärkung an die internationalen Züge zu hängen. Mit der zunehmenden Ablieferung von RVD und Twindexx wird das immer weniger ein Problem sein.

Diesen Refit-Wagen hoffe ich mal zu Gesicht zu bekommen.

Das ist der:

Bpm 51
B 50 85 21-73 312

Seit er aus dem Werk in Bellinzona freigelassen wurde, tobt der sich im Wallis zwischen Genève und Brig aus. Der sieht ganz nett aus und ist ganz gut zu gebrauchen. Immer Sommer gibt's halt keine Klimaanlage, dafür aber die Möglichkeit, die Fenster zu öffnen.

Wie lange dauert so eine R3 denn?

Etwa zwei Monate.

Le Corbusier (RABDe 500 000 oder?) meinte ich vor kurzem noch auf der Gotthardroute im alten Look gesehen zu haben.

Das wird dann noch im November gewesen sein.

Jetzt heisst er:

RABDe 500 ICN
94 85 0 500 000-0 CH-SBB

R3 Yv 23.1.13 (Der wurde also Gestern aus dem Industriewerk Yverdon entlassen).

Neu sind mir nur 002 und 006 aufgefallen, aber noch mit den grünen Sitzbezügen.

Und der 000 hat jetzt die neuen Sitzbezüge. Stoffbezug Grau mit Blauen kleinen Quadraten und blauer Kopfstütze in zweiten Klasse und in der ersten Klasse hat nun auch im ICN der Stoff wieder Einzug gehalten und hat das Kunstleder verdrängt, dort ist jetzt der Stoffbezug Grau mit Schwarzen kleinen Quadraten und dem bekannten roten Kopfkissen.
Diese Farbmuster wurden für den Twindexx entwickelt und sind nun Teil der SBB-CI.

Bei Annemarie Schwarzenbach ist zudem der Schriftzug kursiv (designtechnisch nicht so mein Ding), bei Johanna Spyri (glücklicherweise) nicht. Da war man sich offenbar nicht einig...

Und «Le Corbusier» ist auch nicht kursiv. Ursprünglich war laut Designrichtlinie tatsächlich eine kursive Schrift vorgesehen gewesen. Offensichtlich waren aber auch andere deiner Meinung. Die Annemarie war eben die Erste.

Ja klar, die Twindexx und die EC-Triebwagen. Aber WRm nicht mehr, oder?

Nö, keine WRm mehr. Aber die vorerst 20 IC-Twindexx und 19 Typ-1-EC-Triebzüge sowie die weiteren acht Plastikraketen (ETR 610; ein furchtbares Fahrzeug, wie ich anmerken darf) werden sonst keine Speisewagen ersetzen (ausser die ETR 470, aber die fallen eh nicht ins Gewicht). Es wird also eine deutliche Zunahme in der Anzahl Speisewagen in der SBB-Flotte geben.

Auch hier heisst die Lösung ja Twindexx... Wie lange müssen wir jetzt warten? Ende Jahr war ja mal geplant...

Die Umkonstruierung des Wagenkastens dürfte abgeschlossen sein, womit die IR-Versionen Ready-to-Build wären. Die Entscheidung der SBB, bei den Behindertenbereichen im IC-Twindexx nicht mehr auf das Urteil zu warten, dürfte daher kommen, dass Bombardier nach Abschluss der restlichen Arbeiten keinen Konstruktionsstop hat und so die Züge nicht noch mehr unnötig verzögert werden.
Im Frühjahr 2014 ist dann wohl mit dem ersten fertigen Zug zu rechnen. Ab dann wird man noch die ganzen Tests, Abnahmen und Zulassungen machen müssen, das dauert mindestens 18 Monate. Somit könnte der erste Einsatz der Twindexx gegen Ende 2015 erfolgen.

Ging mir auch so. Die Lehrerin brachte mir dort in 15 Minuten was erfolgreich bei, was meine Französischlehrer am Gymnasium vier Jahre erfolglos versucht hatten.

Eh klar, kommt mir sehr bekannt vor ;-)
Aber keine Ahnung, woran das liegt.

Musst aber aufpassen, dass du es in der Deutschschweiz nicht wieder verlernst... Ist mir nämlich passiert.

Ich habe im April nochmal zwei Wochen in Lausanne. Bis dahin hält mich meine Schwester schon fit (Niveau B2 hat sie :-)

Wie sieht es mit den IC/IR Richtung Bern und Wallis aus?

Richtung Bern:
xx:20 IC Fribourg Bern -> St. Gallen
xx:42 RE Palézieux Romont
xx:50 IR Fribourg Bern -> Luzern

Richtung Brig:
xx:11 RE sans arrêt jusqu'à Vevey
xx:20 IR sans arrêts à Bex et St. Maurice
xx:46 IR avec arrêts à Bex et St. Maurice

Ausahme Mo-Fr ohne allg. Feiertage:
17:11 RE sans arrêt jusqu'à Vevey
17:18 beschleunigter IR nach Brig ohne Halt bis Montreux
17:21 langsamerer IR mit mehr Halten nach Sion

Sa+So inkl. allg. Feiertage:
17:11 RE sans arrêt jusqu'à Vevey
17:20 IR à Brig sans arrêts à Bex et St. Maurice

Zuvor waren Re 4/4 II mit EW II im Einsatz (glaubs sogar als Sandwich). Den RABe 511 hab ich mal zwischen Zürich Oerlikon und Zürich HB (als RE Schaffhausen-Zürich) ausprobiert und er ist für mich besser als sein Ruf. Jetzt sollten noch die restlichen folgen, dann könnte man wieder die RBe 540-Pendel ersetzen.

Die EW-II-Pendel fahren jetzt Einschaltzüge zur HVZ in Lastrichtung. Die RVD sind in der zweiten Klasse auch nicht das Problem, sondern in der ersten! Ich bewerte ja den Sitzkomfort in der zweiten Klasse als etwas besser als in der ersten. In der ersten hat man dann nur noch die grössere Beinfreiheit, die Steckdosen und die Mülleimer am Platz.

Sind jetzt alle REV-Linien ausser der Train des Vignes mit Flirt unterwegs? Zu meiner Zeit kurvten auf der S1 noch Kolibris rum

Die meisten Linien der rer vaud (so heisst das jetzt) fahren mit Flirt. Die Broye ist aber fest in Domino-Hand und auf anderen Linien verkehren auch vereinzelt Domino.


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Das Rad der Zeit...

caboruivo, CH, Donnerstag, 24.01.2013, 22:17 (vor 4820 Tagen) @ Twindexx

Skeptisch bin ich eher, dass die SBB das nicht mit Elvetino selbst betreiben wollen, sondern an irgendjemanden per Ausschreibung vergeben wollen. Ob dieser Externer genauso gut Infos über Zugverbindungen dem Fahrgast bieten kann wie ein voll ausgebildeter SBB-Zugbegleiter?

Das bezweifle ich, er wird wohl das ablesen, was auf seinem Display angezeigt wird. Aber ich frage mich, ob das wirklich nötig ist. Erst beschliesst man, diesen RE unbegleitet zu machen und kommt dann auf die Idee. Der Zug hat doch mehr Bedeutung für Pendler als für Touristen, oder irre ich mich (mal wieder)?

Lassen sich dann die Fenster immer noch öffnen? ;)


Ja, nur bei den B FC wird man nur noch 5 - 10 cm aufmachen können (FC=Fussballclub). Wo diese aber eingesetzt werden sollen, ist nicht schwer zu erraten (und daher ist dort diese Massnahme auch logisch).
Ansonsten werden die Fenster weiterhin geöffnet werden können.

Für die Fanzüge würde ich eher EW II nehmen. Sofern man dann nicht das ganze Interieur aus dem Fenster schmeisst...

Kann es sich die SBB leisten, denen die Auslandszulassung zu nehmen? Sie kamen und kommen ja oft als Verstärker in den Münchner EC zum Einsatz.


Dann werden künftig eben bei solchen Anlässen bei Inlandsverbindungen die EC-Wagen eingesammelt, um sie als Verstärkung an die internationalen Züge zu hängen. Mit der zunehmenden Ablieferung von RVD und Twindexx wird das immer weniger ein Problem sein.

Und durch was werden dann die EC-Wagen auf den IR-Linien Basel-Chur und Basel/Zürich-Locarno ersetzt? EW IV gibt's ja auch nicht wie Sand am Meer und die Bpm 51 werden dort bereits als Verstärker eingesetzt.

Und der 000 hat jetzt die neuen Sitzbezüge. Stoffbezug Grau mit Blauen kleinen Quadraten und blauer Kopfstütze in zweiten Klasse und in der ersten Klasse hat nun auch im ICN der Stoff wieder Einzug gehalten und hat das Kunstleder verdrängt, dort ist jetzt der Stoffbezug Grau mit Schwarzen kleinen Quadraten und dem bekannten roten Kopfkissen.
Diese Farbmuster wurden für den Twindexx entwickelt und sind nun Teil der SBB-CI.

Also hat man beim dritten Zug endlich einen Standard gefunden. Das nennt man Effizienz! Aber eine nachträgliche Vereinheitlichung is nich? Am Ende fahren dann 44 Einzelanfertigungen... ;) Man könnte doch als Gipfel noch ein Portrait des Namenspaten/der Namenspatin auf die Seite malen, damit man sich ein Bild von weniger bekannten Personen wie Adolf Wölfli, der guten Annemarie, Madame de Staël, Steivan Brunies oder Harald Szeema(n)n machen kann (und da wurden Genies wie die Bernouillis oder Euler links liegengelassen) ;)

Bei Annemarie Schwarzenbach ist zudem der Schriftzug kursiv (designtechnisch nicht so mein Ding), bei Johanna Spyri (glücklicherweise) nicht. Da war man sich offenbar nicht einig...

Und «Le Corbusier» ist auch nicht kursiv. Ursprünglich war laut Designrichtlinie tatsächlich eine kursive Schrift vorgesehen gewesen. Offensichtlich waren aber auch andere deiner Meinung. Die Annemarie war eben die Erste.

Die Arme. Sie wird es verschmerzen können.

(ETR 610; ein furchtbares Fahrzeug, wie ich anmerken darf)

Der m.W. einzige Zug auf dem SBB-Netz, der noch nicht das Vergnügen hatte, mich als Fahrgast zu begrüssen. Auf der Gotthardroute fährt er ja nicht mehr und ab Bern ist er immer randvoll, da verzichte ich lieber auf eine Reise nach Olten oder Thun mit dem. Was nervt dich so an ihm? Das Design gefällt mir jedenfalls besser als dasjenige des ETR 470.

Sind jetzt alle REV-Linien ausser der Train des Vignes mit Flirt unterwegs? Zu meiner Zeit kurvten auf der S1 noch Kolibris rum


Die meisten Linien der rer vaud (so heisst das jetzt) fahren mit Flirt. Die Broye ist aber fest in Domino-Hand und auf anderen Linien verkehren auch vereinzelt Domino.

Immerhin haben sie auch die dortigen Kolibris in Dominos umgebaut.

A tout a l'heure!

Das Rad der Zeit...

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 25.01.2013, 17:53 (vor 4819 Tagen) @ caboruivo

Salut,

Das bezweifle ich, er wird wohl das ablesen, was auf seinem Display angezeigt wird. Aber ich frage mich, ob das wirklich nötig ist. Erst beschliesst man, diesen RE unbegleitet zu machen und kommt dann auf die Idee. Der Zug hat doch mehr Bedeutung für Pendler als für Touristen, oder irre ich mich (mal wieder)?

Für wen das von Bedeutung ist, ist egal. Das hat der Kanton St. Gallen so bei den SBB bestellt, also hat es auch angeboten zu werden. Der Rheintalexpress (REX) ist ja nur teilweise nach FV-Konzession unterwegs, die Verdichtung vom 2-h- zum 1-h-Takt und die Verlängerung nach Wil bestellt der Kanton St. Gallen zusammen mit dem Kanton Graubünden. Als Besteller kann man auch gewisse Vorgaben zum Betriebskonzept machen. Genau dies hat der Kanton St. Gallen jetzt hier auch gemacht. Verluste aus diesem Service müssen folglich die beiden Kantone abgelten. Der Hintergrund dieses Services ist, dass man seitens des Kantons St. Gallen eben doch nicht so gerne sieht, dass das FV-Rollmaterial von RV-Rollmaterial abgelöst wird und daher eine Komfortminderung eintritt. Auch die Abschaffung der Zugbegleiter im REX (weil laut SBB-Produktmarkenstrategie ein RE unbegleitet ist) war schon Thema im St. Galler Kantonsrat. Um diese Komfortminderung mindestens teilweise auszugleichen, versucht man es eben jetzt mit so einem Angebot.

Für die Fanzüge würde ich eher EW II nehmen. Sofern man dann nicht das ganze Interieur aus dem Fenster schmeisst...

Die EW II haben aber keine Sprechstelle. Und viel Aufwand wird man in keinen der beiden Wagentypen mehr investieren. Die 60 Bpm 51 mit dem «angepassten Vollrefit» (angepasst weil auf Klimaanlage verzichtet wurde) sind ja eher eine Notlösung wegen des Fahrgastzuwachses.

Und durch was werden dann die EC-Wagen auf den IR-Linien Basel-Chur und Basel/Zürich-Locarno ersetzt? EW IV gibt's ja auch nicht wie Sand am Meer und die Bpm 51 werden dort bereits als Verstärker eingesetzt.

Das geht ganz einfach:

- Da wird mal ein RVD für den REX abgeliefert. Dafür wird ein EC-Wagen, ein B 50 Eurofima-Umbau und ein EW IV freigesetzt. Den EC-Wagen kann man direkt für sowas verwerten. Der B 50 Eurofima-Umbau und der EW IV ersetzen in einem Gotthard- oder Wallis-IR je einen EC-Wagen.
Damit wären drei EC-Wagen freigesetzt worden mit der Ablieferung eines RVD.

- Dann wird mal ein Twindexx abgeliefert. Dieser ersetzt in einem IC-Umlauf SG-GeAp eine IC2000-Komp. Die IC2000-Komp. ersetzt dann irgendwo einen EW-IV-Umlauf. Die Wagen aus dieser EW-IV-Komp. stellen dann in einem Gotthard- oder Wallis-IR dann einen ganzen Haufen EC-Wagen frei, wenn es sein muss.

Und so weiter und so fort. Das nennt sich eben dann Rollmaterial-Einsatzplanung. Mit dem Planen solcher Fahrzeug-Rochaden und dem Erstellen der entsprechenden Umlaufpläne verdienen einige Leute ihr Geld.

Also hat man beim dritten Zug endlich einen Standard gefunden. Das nennt man Effizienz! Aber eine nachträgliche Vereinheitlichung is nich? Am Ende fahren dann 44 Einzelanfertigungen... ;)

Irgendwann wird man das sicher mal vereinheitlichen, wenn halt mal entsprechend Zeit bei einem Werkstattaufenthalt bleibt. Zu einer R1 oder R2 müssen die Züge ja öfter erscheinen.

Man könnte doch als Gipfel noch ein Portrait des Namenspaten/der Namenspatin auf die Seite malen, damit man sich ein Bild von weniger bekannten Personen wie Adolf Wölfli, der guten Annemarie, Madame de Staël, Steivan Brunies oder Harald Szeema(n)n machen kann (und da wurden Genies wie die Bernouillis oder Euler links liegengelassen) ;)

Die Bilder dieser Leute findest du jetzt schon im Grossformat im Zug, und zwar in den Businessabteilen im AD-Wagen.

Hier sind alle Portraits gesammelt: http://blog.sbb.ch/wp-content/uploads/2012/11/icn-portraets.pdf

Und hier sind alle in den Zügen angebrachten Zitate gesammelt: http://blog.sbb.ch/wp-content/uploads/2012/11/icn-zitate.pdf

(ETR 610; ein furchtbares Fahrzeug, wie ich anmerken darf)

Der m.W. einzige Zug auf dem SBB-Netz, der noch nicht das Vergnügen hatte, mich als Fahrgast zu begrüssen. Auf der Gotthardroute fährt er ja nicht mehr und ab Bern ist er immer randvoll, da verzichte ich lieber auf eine Reise nach Olten oder Thun mit dem. Was nervt dich so an ihm? Das Design gefällt mir jedenfalls besser als dasjenige des ETR 470.

Von aussen ist er ja auch Hui, nur von innen Pfui!

Fahrverhalten:
Wenn der Zug beschleunigt, rumpelt und dröhnt er sehr stark. Sobald er aber in die Beharrungsfahrt übergeht oder die Geschwindigkeit vermindert, ist davon aber wieder nichts zu merken. Dann bemerkt man stattdessen dann das allgeine Rumpeln des Drehgestells.

Sitzkomfort:
In die Reihensitze passe ich mit meiner Grösse von 1.90 m nicht rein, geht nicht! Mein Oberschenkel ist länger als der Abstand zwischen Rückenlehne und Vordersitz, ohne Witz und ohne Übertreibung. Und dabei war der Sitz ganz nach hinten gestellt, an ein nach vorne stellen des Sitzes war so gar nicht erst zu denken.
Also kann ich nur im Vis-à-vis mit diesen Zügen fahren, zum Glück sind die meisten Sitze Vis-à-vis. In den Viererabteilen ist dann zu bemerken, dass man an den Fensterplätzen ziemlich zwischen Müllbehälter und Tischbein eingezwängt wird. Eine Absprache mit den Beinen des Gegenübersitzenden ist so mangels Platz nicht möglich (wie man es ja aus SBB-Zügen sonst gewohnt ist, um die Beinfreiheit zu erhöhen).
So kann ich in der zweiten Klasse nur Reisen, wenn ich Vis-à-vis fahre und auch gleichzeitig den Sitz gegenüber beanspruche (da ich auch die Beinfreiheit des Sitzes gegenüber brauche).

Und mit 1.90 m bin ich immer noch normal gross und nicht übergross! Da haben eindeutig bei der Wahl der Ausstattung die Italiener bei Cisalpino das Sagen gehabt und eben nicht die SBB. Die haben dann offensichtlich irgend so einen kleinen Norm-Italenier als Mass genommen. Im Inneren der Fahrzeuge ist auch noch alles in Cisalpino-Farben, nur die Kopfkissen und die Aussenlackierung hat man angepasst mit SBB-Logo oder SBB-Design. Und dann gab es beim Bau der Züge offensichtlich gerade einen Haufen LCDs im Sonderangebot. Meine Güte, wieviele Bildschirme dieser Zug im Inneren hat!

Das Restaurant verfügt mit 18 Plätzen über zwei weniger als ein ICN. Hinter dem Restaurant sind noch ein paar Erstklasssitze mit dem Sitzabstand der zweiten Klasse (was hat man sich denn dabei gedacht?!?). In der ersten Klasse ist das Reisen sonst in den anderen Wagen etwas besser möglich, da mit Sitzteiler 2+1 und etwas mehr Beinfreiheit auch etwas Platz für den Reisenden zur Verfügung steht.

Aber als Fazit kann ich diesem Zug nunmal keine allzu guten Noten ausstellen. Es mag zwar sein, dass in den acht nachbestellten der Sitzabstand der Reihensitze vergrössert wird (damit müssen aus Platzgründen einige Sitze an den Wagenenden entfallen, womit die gesamte Anzahl Sitzplätze sowie der Anteil an Reihensitzen sinkt), aber das macht die Reihensitze überhaupt erst brauchbar, den Zug besser macht es nicht.

Immerhin haben sie auch die dortigen Kolibris in Dominos umgebaut.

Eigentlich hiessen sie vor dem Umbau NPZ («Neuer Pendel-Zug», oder «Nichts Passt Zusammen» wegen den EW I+II als Zwischenwagen). Der Begriff Kolibri fand beim Personal und in der Fachwelt nicht wirklich gross Einzug.


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Das Rad der Zeit...

caboruivo, CH, Samstag, 26.01.2013, 00:31 (vor 4819 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von caboruivo, Samstag, 26.01.2013, 00:35

Hallihallo

Und durch was werden dann die EC-Wagen auf den IR-Linien Basel-Chur und Basel/Zürich-Locarno ersetzt? EW IV gibt's ja auch nicht wie Sand am Meer und die Bpm 51 werden dort bereits als Verstärker eingesetzt.


Das geht ganz einfach:

- Da wird mal ein RVD für den REX abgeliefert. Dafür wird ein EC-Wagen, ein B 50 Eurofima-Umbau und ein EW IV freigesetzt. Den EC-Wagen kann man direkt für sowas verwerten. Der B 50 Eurofima-Umbau und der EW IV ersetzen in einem Gotthard- oder Wallis-IR je einen EC-Wagen.

Ehrlich gesagt würde ich den EW IV allerdings in einen bestehenden EW IV-Pendel oder als IC2000-Zusatz verwenden, denn auf gewissen Linien gibt es jetzt mehr Bedarf. Die Gotthard-IR würden auch mit zwei statt einem Bpm 51 funktionieren.

Damit wären drei EC-Wagen freigesetzt worden mit der Ablieferung eines RVD.

Bei Zürich-Chur werden es ja noch mehr freie Wagen. Was passiert dann mit dem Zuglauf Basel-Zürich, wird der dann mit Zürich-Schaffhausen verbunden, wie das heute schon einmal pro Tag der Fall ist.

- Dann wird mal ein Twindexx abgeliefert. Dieser ersetzt in einem IC-Umlauf SG-GeAp eine IC2000-Komp. Die IC2000-Komp. ersetzt dann irgendwo einen EW-IV-Umlauf.

Sofern das Lichtraumprofil stimmt. Basel-Brig wäre ein Umstellkandidat. Da wäre dann aber mit der Verlängerung nach Domodossola Schluss. Andererseits zweifle ich schon heute, wo überall IC2000 eingesetzt werden: Als RE Olten-Bern reicht jetzt ein EW IV-Pendel vollends, ja gar ein RVD genügt schon.


Die Bilder dieser Leute findest du jetzt schon im Grossformat im Zug, und zwar in den Businessabteilen im AD-Wagen.

Einstein mit seiner berühmten Zungenausstreck-Aufnahme?

Und mit 1.90 m bin ich immer noch normal gross und nicht übergross!

Da fühl ich mich mit meinen 1.85 jetzt aber klein. ;)
Muss ich mal selbst ausprobieren, dummerweise krieg ich seit ein paar Wochen nach 45 Minuten im ICN, IC2000 oder ICE 1 Rückenschmerzen, bei den EC-Wagen, TGV, den EW IV und den Bpm 51 wird ich dagegen davon verschont.

Immerhin haben sie auch die dortigen Kolibris in Dominos umgebaut.

Eigentlich hiessen sie vor dem Umbau NPZ («Neuer Pendel-Zug», oder «Nichts Passt Zusammen» wegen den EW I+II als Zwischenwagen). Der Begriff Kolibri fand beim Personal und in der Fachwelt nicht wirklich gross Einzug.

Hab ich mich wohl als Banause geoutet. Einigen wir uns auf RBe 560. Gefällt mir auch besser als Domino - eine Geschlechtsumwandlung und schon denkt man zweideutig!

Und noch eine Anmerkung zum Vergleich DB/SBB.
Ich habe mit beiden Bahnen meine Erfahrungen gemacht, gute und schlechte, wobei letztere eher Jammern auf hohem Niveau ist. In Deutschland hatte ich nur zwei Mal grosse Verspätungen, jeweils im Sommer 2006 mit +60 auf Hamburg-Bonn und +100 auf Bonn-Basel Bad/Basel SBB. Damals wurde in den Zügen Gleisverbiegungen aufgrund der Hitze angegeben, ich glaube aber, das hat was mit den späteren Sprengsatzfunden zu tun. Sonstige Probleme gab es nie.
In der Schweiz bekundete ich selten Probleme, mal ein paar vereinzelte Ausfälle wegen einer Lokstörung.
Schade in Deutschland ist aber, dass gewisse Regionen nicht einen dichten Fernverkehr geniessen können. Man hat hier im Forum schon öfters über Augsburg und Ingolstadt diskutiert, aber besorgniserregend finde ich die Anbindung von Konstanz, den einen oder anderen Fernzug hätte man schon verdient, Direktzüge nach Stuttgart fehlen gänzlich. Aber vielleicht solltenndie betroffenen Kommunen mal einen "Sponsoring"-Beitrag für eine bessere Anbindung zahlen.
DB Fernverkehr muss ja vor ihren Konkurrenen wie HKX, HBX und InterConnex ja kaum Angst haben, da sie ja bei Weitem das dichteste Angebot hat. Ins Zittern sollte sie.eher vor den Fernbuslinien geraten.
Etwas was die DB besser macht: In den Aushangfahrplänen sind die Ankunftszeiten an den anderen Bahnhöfen vermerkt, hat aber glaubs schon jemand in diesem Thread vermerkt. Ist aber im Zeitalter der Smartphones kein echtes Problem mehr.

Das Rad der Zeit...

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 26.01.2013, 21:37 (vor 4818 Tagen) @ caboruivo

Hoi,

Ehrlich gesagt würde ich den EW IV allerdings in einen bestehenden EW IV-Pendel oder als IC2000-Zusatz verwenden, denn auf gewissen Linien gibt es jetzt mehr Bedarf. Die Gotthard-IR würden auch mit zwei statt einem Bpm 51 funktionieren.

Das sehen andere Leute wieder anders (z.B. deine Komplizierten). Grundsätzlich wissen die SBB aber schon, was sie tun. In Lausanne ist mir eines aufgefallen:

Bei der RER, wo die Kantone die Besteller der Leistungen sind, ist das Platzangebot ziemlich optimiert und daher auch gerne mal am Anschlag (inkl. einigen Stehplätzen).
Im Fernverkehr (IC/ICN/IR/RE), wo die SBB die Kapazitäten selbst organisieren dürfen, sind mehr als genug Sitzplätze vorhanden.

Was sagt das aus? Ganz einfach: Die Kantone wollen nicht mehr Geld ausgeben, als zwingend nötig. Die SBB hingegen schauen dort, wo sie es selbst in der Hand haben und damit selbst direkt reagieren können, dass möglichst genug Sitzplätze zur Verfügung stehen.

Bei Zürich-Chur werden es ja noch mehr freie Wagen. Was passiert dann mit dem Zuglauf Basel-Zürich, wird der dann mit Zürich-Schaffhausen verbunden, wie das heute schon einmal pro Tag der Fall ist.

Das weiss doch noch niemand. Vermutlich werden sie nicht verknüpft, da Zue-Sh EW-IV-Pendel bei den IR und EC-Komps. in den IC verkehren und Zue-Bs verkehren Gemischtwarenläden auf den IR.

Die Bilder dieser Leute findest du jetzt schon im Grossformat im Zug, und zwar in den Businessabteilen im AD-Wagen.

Einstein mit seiner berühmten Zungenausstreck-Aufnahme?

Nein, ich habe dir doch alle diese Portraits im letzten Beitrag verlinkt... (nicht angesehen? ;-)

Da fühl ich mich mit meinen 1.85 jetzt aber klein. ;)

Deswegen dürftest du immer noch zu gross für die Plastikrakete sein...

Muss ich mal selbst ausprobieren,

15:45 Uhr ab Lausanne nach Genève an 16:18 war sehr leer.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Das Rad der Zeit...

caboruivo, CH, Sonntag, 27.01.2013, 13:00 (vor 4817 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von caboruivo, Sonntag, 27.01.2013, 13:03

Grundsätzlich wissen die SBB aber schon, was sie tun

Daran habe ich keine Zweifel


Bei der RER, wo die Kantone die Besteller der Leistungen sind, ist das Platzangebot ziemlich optimiert und daher auch gerne mal am Anschlag (inkl. einigen Stehplätzen).

Im Regionalverkehr ist aber ein Kapazitätsausbau oftmals nicht möglich, da die Perronlängen oftmals begrenzt sind. Paradebeispiel ist da die Stadtbahn Zug. Wenn man wieder bei den Kritikpunkten ist..

Die Bilder dieser Leute findest du jetzt schon im Grossformat im Zug, und zwar in den Businessabteilen im AD-Wagen.

Einstein mit seiner berühmten Zungenausstreck-Aufnahme?


Nein, ich habe dir doch alle diese Portraits im letzten Beitrag verlinkt... (nicht angesehen? ;-)

Jetzt schon. ;)
Max Frisch gefällt mir am besten: Nie ohne Pfeife...

Das Rad der Zeit...

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 27.01.2013, 20:19 (vor 4817 Tagen) @ caboruivo

Hoi,

Im Regionalverkehr ist aber ein Kapazitätsausbau oftmals nicht möglich, da die Perronlängen oftmals begrenzt sind. Paradebeispiel ist da die Stadtbahn Zug. Wenn man wieder bei den Kritikpunkten ist..

Das weiss ich denk auch ;-)
Aber wenn manche Leistungen einer Linie eben doch planmässig mit zwei Flirt unterwegs sind, dann bin ich mir ziemlich sicher, das wäre auch bei den Zügen gegangen, die ich genommen hatte und die mit nur einem Flirt daherkamen und doppelt soviele Fahrgäste mitfuhren wie es Sitzplätze hatte (und kurz davor fuhr in Gegenrichtung jeweils ein Doppel-RVD mit 200 m Gesamtlänge durch, da sah der 75-m-Flirt dann eben ziemlich alt aus dagegen).
Das meinte ich mit dem auf Kante genäht. Bei der rer vaud gingen schon längere Züge im Regionalverkehr (wenn denn le canton auch Willens wäre... ).


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

rer vaud

caboruivo, CH, Montag, 28.01.2013, 13:30 (vor 4816 Tagen) @ Twindexx

Aber wenn manche Leistungen einer Linie eben doch planmässig mit zwei Flirt unterwegs sind, dann bin ich mir ziemlich sicher, das wäre auch bei den Zügen gegangen, die ich genommen hatte und die mit nur einem Flirt daherkamen und doppelt soviele Fahrgäste mitfuhren wie es Sitzplätze hatte (und kurz davor fuhr in Gegenrichtung jeweils ein Doppel-RVD mit 200 m Gesamtlänge durch, da sah der 75-m-Flirt dann eben ziemlich alt aus dagegen).

Welche Linie war so extrem? Die S3?
Das ganze System am Léman wird ja mit der CEVA-Eröffnung abermals umgekrempelt. Die RE sollen angeblich bis Annemasse verlängert werden, so dass die RVD dort nicht mehr fahren dürfen, weil die CEVA mit 25 kV 50 Hz elektrifiziert ist. Wahrscheinlich wird es dann Zweisystem-RVD's geben mit hoffentlich weniger Problemen als beim Flirt France. Dafür könnten dann einige Linien der rer vaud doppelstöckig gefahren werden.
Ist dann eigentlich die Reaktivierung des Regionalverkehrs zwischen Allaman und Coppet vorgesehen?

Das meinte ich mit dem auf Kante genäht. Bei der rer vaud gingen schon längere Züge im Regionalverkehr (wenn denn le canton auch Willens wäre... ).

Welche Perronlänge umfasst Prilly-Malley eigentlich?

rer vaud

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 28.01.2013, 14:04 (vor 4816 Tagen) @ caboruivo

Hoi,

Welche Linie war so extrem? Die S3?

Die S4 Palézieux-Allaman.

Das ganze System am Léman wird ja mit der CEVA-Eröffnung abermals umgekrempelt.

Ja, unten in Genève. Das beeinflusst aber nicht die Planungen im Raum Lausanne.

Die RE sollen angeblich bis Annemasse verlängert werden, so dass die RVD dort nicht mehr fahren dürfen, weil die CEVA mit 25 kV 50 Hz elektrifiziert ist. Wahrscheinlich wird es dann Zweisystem-RVD's geben mit hoffentlich weniger Problemen als beim Flirt France.

Dafür braucht es keine Zweisystemzüge, sondern Zweifrequenzzüge. Die abgelieferten RVD müssten eigentlich schon dafür vorbereitet sein. Einen 15 kV 16.7 Hz - Zug auch für den Betrieb unter 25 kV 50 Hz einzurichten, ist jedenfalls deutlich einfacher als umgekehrt.

Ist dann eigentlich die Reaktivierung des Regionalverkehrs zwischen Allaman und Coppet vorgesehen?

Nein, dafür müsste man schon ziemlich mehr ausbauen.

Welche Perronlänge umfasst Prilly-Malley eigentlich?

220 m.


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Das Rad der Zeit...

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 28.01.2013, 22:11 (vor 4816 Tagen) @ caboruivo

Hoi,

Kleiner Nachtrag:

Andererseits zweifle ich schon heute, wo überall IC2000 eingesetzt werden: Als RE Olten-Bern reicht jetzt ein EW IV-Pendel vollends, ja gar ein RVD genügt schon.

Die RE Bern-Olten und Bern-Biel werden spätestens 2015 auf RVD umgestellt.

Wollte ich eigentlich noch schreiben, hab's dann aber irgendwie vergessen :-)


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

OT: Du darfst auch auf Deutsch schreiben!

Maggus, Ravensburg (Württ), Freitag, 25.01.2013, 15:45 (vor 4819 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Maggus, Freitag, 25.01.2013, 15:47

Richtung Brig:
xx:11 RE sans arrêt jusqu'à Vevey
xx:20 IR sans arrêts à Bex et St. Maurice
xx:46 IR avec arrêts à Bex et St. Maurice

Ausahme Mo-Fr ohne allg. Feiertage:
17:11 RE sans arrêt jusqu'à Vevey
17:18 beschleunigter IR nach Brig ohne Halt bis Montreux
17:21 langsamerer IR mit mehr Halten nach Sion

Sa+So inkl. allg. Feiertage:
17:11 RE sans arrêt jusqu'à Vevey
17:20 IR à Brig sans arrêts à Bex et St. Maurice


Ich glaube, dass hier niemand auf französisch schreiben muss! Auch wenn's Dir grad beim Lernen hilft ;-)
Oder hast Du das irgendwo rauskopiert?

OT: Du darfst auch auf Deutsch schreiben!

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 25.01.2013, 16:48 (vor 4819 Tagen) @ Maggus

Salut,

Ich glaube, dass hier niemand auf französisch schreiben muss! Auch wenn's Dir grad beim Lernen hilft ;-)
Oder hast Du das irgendwo rauskopiert?

Nein, ich habe das nirgends rauskopiert. Das bekomme ich nur seit zwei Wochen täglich am Bahnhof von Lausanne so auf französisch eingetrichtert. Dann sitzt das irgendwann mal eben. ;-)

Aber Morgen geht's mit dem direkten ICN 1521 von Lausanne (9:45) zurück nach St. Gallen (13:15) in die Ostschweiz.


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Komfort, Service, Tempo, Kosten

Alphorn (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 01:52 (vor 4822 Tagen) @ JumpUp

Der Komfort bei den SBB erreicht nicht das Niveau von ICEs und wird teilweise sogar noch abgebaut: IRs werden zu REs und mit Stadler KISS gefahren: Kein Catering, 2+2-Bestuhlung in der ersten Klasse. Allerdings: Das untere Ende der Skala ist dann wiederum besser als in DE, brettharte Sitze und dröhnende Diesel gibt's nicht.

Der Service wird weiterhin abgebaut. Mehr Züge werden fahren ohne Begleitung, Tickets lösen im Zug geht nicht mehr, Bedienzeiten von Schaltern werden reduziert oder abgeschafft. Natürlich will man so Kosten sparen.

Das Tempo erreicht mit maximal 200 km/h natürlich nicht echtes HGV-Niveau, sodass bei Verbindungen von Zentrum zu Zentrum der Vorteil gegenüber dem Auto nicht allzu gross ist. Dafür klappt es in der Fläche dank ITF und Durchbindungen (kein Spezialrollmaterial für die NBS) besser als in anderen Ländern.

Die Ticketkosten halte kaufkraftbereinigt für ziemlich tief (mit Halbtax natürlich, kaum jemand fährt ohne). Aber Kosten entstehen auch auf anderer Ebene: Der Staat gibt richtig viel Geld für die Infrastruktur und Betrieb aus, und das muss natürlich über Steuern wieder reinkommen.

Halbtax abschaffen?

Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 23.01.2013, 04:41 (vor 4822 Tagen) @ Alphorn (CH)

Die Ticketkosten halte kaufkraftbereinigt für ziemlich tief (mit Halbtax natürlich, kaum jemand fährt ohne).

Wenn man das Halbtax abschafft, die Fahrkarten ausschließlich zum Halbtaxpreis anbietet und die jetzigen Einnahmen durch das Halbtax gemittelt oben draufschlägt, was würden die Fahrkarten dann mehr kosten? Und wäre das nicht sinnvoll, da dann auch viel Aufwand wegfällt? Wenn sowieso (fast) jeder mit Halbtax fährt.

Nein. Grund: Psychologie

Alphorn (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 11:57 (vor 4821 Tagen) @ Fabian318

Wenn man das Halbtax abschafft, die Fahrkarten ausschließlich zum Halbtaxpreis anbietet und die jetzigen Einnahmen durch das Halbtax gemittelt oben draufschlägt, was würden die Fahrkarten dann mehr kosten? Und wäre das nicht sinnvoll, da dann auch viel Aufwand wegfällt? Wenn sowieso (fast) jeder mit Halbtax fährt.

Das wäre nicht schlau. Das Halbtax hat einen wichtigen Effekt: Durch die Fixkosten des Halbtax wird jeder mit der Bahn gefahrene Kilometer günstiger als der vorherige, weil man die Fixkosten des Halbtax mehr verteilen kann. So wird man motiviert, wann immer möglich mit der Bahn zu fahren. Ohne Halbtax hingegen hat eine weggelassene Fahrt keine negativen Konsequenzen.

Den selben Effekt gibt es natürlich noch viel stärker beim GA (BC 100).

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

SC Pendolino, Mittwoch, 23.01.2013, 09:31 (vor 4821 Tagen) @ JumpUp

Hallo,

ich war im letzten Jahr ziemlich häufig in der Schweiz unterwegs und finde vor allem klasse, wie sorgenfrei und verlässlich man mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs sein kann. Während ich in Deutschland bei jedem IC erstmal die Verkehrstagebeschränkungen durchschauen muss, um zu sehen, wann und wohin ich fahren kann, ist es selbst am Sonntagmorgen kein Problem, in Orte mit einer Einwohnerzahl zu kommen, in denen in Deutschland nicht mal der Schulbus hielte.

Unpraktisch finde ich dagegen, das widerspricht sich jetzt ein bissen, dass man doch immer das Kursbuch konsultieren muss, ich fände es richtig klasse, wenn es die SMA-Karte auch zum Mitnehmen gäbe, dann vielleicht nur mit den EC/IC/IR-Linien und ergänzenden Achsen. Ich weiß zwar, dass Anschlüsse da sind, aber manchmal erschließen sich einem die Verkehrswege nicht auf den ersten Blick.

Ansonsten finde ich, dass das SBB-Personal viel lockerer ist als das versteifte Personal von DB Fernverkehr, es ist zumindest bei meinen Fahrten eine viel größere Herzlichkeit aufgefallen. Am Wagenmaterial gibt es kaum etwas zu kritisieren, insbesondere die Doppelstock-IC und ja, auch die EC-Wagen, gefallen mir sehr gut.

Negatives? Ja, der Hauptbahnhof in Bern ist eine düstere Höhle, die mir persönlich nicht gefällt und wenn man nicht gerade von einem Angebot profitiert, ist der öV zwar sein Geld wert, aber doch teuer. Achja, und die Tageskarten... die könnte es für 100 CHF gerne auch ohne Halbtax geben. Aber für mich ist die Schweiz in Europa Spitze, ich schreibe lieber nicht, welches Land auf Platz 2 meiner Gunst steht, mein Nick gibt einen kleinen Hinweis.

Viele Grüße
SC Pendolino

Hässlicher Bahnhof Bern/Italien

Alphorn (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 12:04 (vor 4821 Tagen) @ SC Pendolino

Negatives? Ja, der Hauptbahnhof in Bern ist eine düstere Höhle, die mir persönlich nicht gefällt

Der Bahnhof Bern ist zu Recht schweizweit der unbeliebteste. Allerdings soll die Situation in ein paar Jahren etwas verbessert werden, indem man durch Mauerdurchbrüche Tageslicht in die Halle bringt.

Aber für mich ist die Schweiz in Europa Spitze, ich schreibe lieber nicht, welches Land auf Platz 2 meiner Gunst steht, mein Nick gibt einen kleinen Hinweis.

Interessant. Als Schweizer kenne ich in Italien, um das es wohl hier geht, nur den verkorksten Gotthardverkehr. Vom italienischen HGV höre ich tatsächlich nichts Schlechtes, aber ist nicht der Regionalverkehr ausgesprochen dünn?

Tschechien

Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 23.01.2013, 17:55 (vor 4821 Tagen) @ Alphorn (CH)

Aber für mich ist die Schweiz in Europa Spitze, ich schreibe lieber nicht, welches Land auf Platz 2 meiner Gunst steht, mein Nick gibt einen kleinen Hinweis.


Interessant. Als Schweizer kenne ich in Italien, um das es wohl hier geht, nur den verkorksten Gotthardverkehr. Vom italienischen HGV höre ich tatsächlich nichts Schlechtes, aber ist nicht der Regionalverkehr ausgesprochen dünn?

Ich würde ja eher sagen, dass hier Tschechien gemeint ist. ;-)

Finnland

ICE277, Mittwoch, 23.01.2013, 18:04 (vor 4821 Tagen) @ Fabian318

...es könnte auch Finnland sein!
Auch dort verkehrt der Pendolino ;-).

Gruß
ICE 277

Finnland

Fabian318, Münster i. W., Mittwoch, 23.01.2013, 18:05 (vor 4821 Tagen) @ ICE277

...es könnte auch Finnland sein!
Auch dort verkehrt der Pendolino ;-).

Auch mit der Zuggattung SC = Supercity?

S

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 23.01.2013, 18:09 (vor 4821 Tagen) @ Fabian318
bearbeitet von Sören Heise, Mittwoch, 23.01.2013, 18:11

Nur S.
VR selber schreibt in der Fahrplanauskunft Pendolino.

OT: Tschechien!

SC Pendolino, Donnerstag, 24.01.2013, 08:39 (vor 4820 Tagen) @ Sören Heise

Hallo zusammen,

war wohl doch nicht so eindeutig, aber ich meinte tatsächlich Tschechien. Für viele vielleicht nicht ganz nachvollziehbar, aber mit einem gut vertakteten Fernverkehr auf den Hauptachsen, der Grobverteilung durch die Rychlíks und der Feinverteilung durch zahlreiche noch vorhandene Lokalbahnen (die Vertaktungen und Reiseketten funktionieren noch nicht überall, aber meistens klappt eine Reise EC > R > Os (> Os) problemlos. Das Wagenmaterial wird ständig aufgewertet und weiter verbessert, die meisten Fernzüge führen gute Speisewagen, das Personal ist freundlich und hilfsbereit und man hat den Kunden trotz aller Rationalisierungen noch nicht völlig aus dem Auge verloren. Ich wünschte mir, dass es irgendwann zu einer Verknüpfung von Bus- und Bahnlinien kommt, also einem landesweiten öV nach Schweizer Vorbild, was sich auch tariflich niederschlagen sollte. Bislang gibt es leider nicht mal für Reisende von außerhalb nach Prag hinein spezielle Angebote für den ÖPNV, aber ich bin sicher, das kommt noch.

Viele Grüße / Hezký den
SC Pendolino

OT: Tschechien!

Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 24.01.2013, 21:50 (vor 4820 Tagen) @ SC Pendolino

Moin,

für regelmäßige Leser des DSO-Auslandsforum wird das wohl sehr nachvollziehbar sein. :-)

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 23.01.2013, 21:49 (vor 4821 Tagen) @ SC Pendolino

Salut,

Unpraktisch finde ich dagegen, das widerspricht sich jetzt ein bissen, dass man doch immer das Kursbuch konsultieren muss, ich fände es richtig klasse, wenn es die SMA-Karte auch zum Mitnehmen gäbe, dann vielleicht nur mit den EC/IC/IR-Linien und ergänzenden Achsen. Ich weiß zwar, dass Anschlüsse da sind, aber manchmal erschließen sich einem die Verkehrswege nicht auf den ersten Blick.

In der Schweizer Eisenbahnrevue Ausgabe 12/2012 war die SMA-Netzgrafik für die Schweiz zum Heraustrennen dabei (ich erwähnte es sogar: http://www.ice-treff.de/index.php?id=209727 ) Das wird wohl Ende diesen Jahres auch wieder so sein. Also einfach bei Zeiten Augen und Ohren offen halten.

Negatives? Ja, der Hauptbahnhof in Bern ist eine düstere Höhle, die mir persönlich nicht gefällt

Da stimme ich überein.


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

SMA-Grafik

SC Pendolino, Donnerstag, 24.01.2013, 08:31 (vor 4820 Tagen) @ Twindexx

Hallo,

merci für den Hinweis, das muss mir damals irgendwie entgangen sein - dann ist die Kritik hiermit keine mehr!
Ich erinnere mich, dass es um 1997 herum eine Karte der SBB zur Bahn2000 gab (braunes Deckblatt) in dem auch alle Linien abgebildet waren, ganz ähnlich wie ein Straßenbahn- (Trambahn-)netz.

Viele Grüße
SC Pendolino

SMA-Grafik

Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 24.01.2013, 16:56 (vor 4820 Tagen) @ SC Pendolino

Salut,

merci für den Hinweis, das muss mir damals irgendwie entgangen sein - dann ist die Kritik hiermit keine mehr!

Du kannst ja den Minirex-Verlag in Luzern, wo die SER erscheint, mal anschreiben und die Ausgabe 12/2012 nachbestellen. Dann hast du die Netzgrafik 2013 zusammengefaltet zum Mitnehmen. In der ERI 12/2012 war diese Netzgrafik glaube ich auch enthalten.
-> http://www.minirex.ch/

Ich erinnere mich, dass es um 1997 herum eine Karte der SBB zur Bahn2000 gab (braunes Deckblatt) in dem auch alle Linien abgebildet waren, ganz ähnlich wie ein Straßenbahn- (Trambahn-)netz.

Das gibt es nicht und die Version von 1997 wäre auch schon längst wieder veraltet.


Salutations de Lausanne.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

SMA-Grafik

R 450, Donnerstag, 24.01.2013, 23:45 (vor 4820 Tagen) @ SC Pendolino

Und hier http://www.sma-partner.ch/images/stories/RokDownloads/Netzgrafiken/de/NGCH_2013.pdf kann man die Netzgrafik für 2013 am Bildschirm ansehen.

--
Für eine europaweit einheitliche Symmetrieminute http://de.wikipedia.org/wiki/Symmetrieminute und http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Lampart
Explanation in English: https://en.wikipedia.org/wiki/Symmetry_minute

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Chrispy, Mittwoch, 23.01.2013, 22:33 (vor 4821 Tagen) @ JumpUp

Was läuft schief und wo gibt es Probleme?

Nun mir fällt da Fahrplantechnisch nur ein Beispiel ein und das ist der Fastknoten Solothurn. Während ca. 6 Jahren wurde der Regio aus Olten (leich asymetrischer 30min Takt: abfahrt in Olten xx:10 und xx:35) jede Stunde kurz vor Solothurn künstlich abgebremst (+2min), weil man den Anschluss auf den RE nach Bern (Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS)) nicht gewähren wollte. Begründung des RBS: Die Umsteigezeit von bestens 2min ist zu knapp und im Verspätungsfall wären sie verpflichtet gewesen ca. 5min zu warten. Der Kanton Solothurn hat dem treiben nichtstuend zugeschaut und die SBB liess sich vom RBS überzeugen. Dies hatte zur Folge, dass die Region zwischen Solothurn und Oensingen nur eine stündliche Verbindung nach Bern hatte. Ich kenne einige Pendler die dann aufs Auto umsteigen mussten, da sie nicht schon um 5 Uhr aufstehen wollten um dann 30min zu früh bei der Arbeit zu sein.

Heute Fahren auf der Linie FLIRT und die Fahrzeit wurde um 5min resp. 7min verkürzt und somit ist das Problem behoben.

Ein anderes Problem besteht jedoch immer noch. Kommt man z.B. mit dem IR von Biel her kann man während dem Aussteigen beobachten wie die Hälfte der Busse der BSU (übrigens derselbe Sch...laden wie der RBS) gerade losfahren. Klingt nicht tragisch, doch Solothurn hat auf den meisten Buslinien nur einen 30min Takt. Auch hier sehe ich die Verantwortung nicht direkt bei der SBB, doch der Kanton und die BSU sollten da mal eine Lösung finden, sonst gehen da einige Pendler flöten.

... und das Fehlen von Sparangeboten...

Die gibts hier!

Kann man an Sauberkeit der Bahnhöfe/Züge und Informationen bei Verspätungen (Lautsprecher, Anzeigetafeln) etwas aussetzen, oder stimmt dort auch alles?

Als ich noch Extrempendler war und ab und zu mal in Bern bis in die frühen Morgenstunden unterwegs war, benutze ich den IC um 4:19 Uhr richtung Olten, Zürich-Flughafen. Der Zug hatte bei mir oft den Spitznamen Kotzexpress. Nach Abfahrt des Zuges ging es 5min und sämtliche Toiletten waren besetzt. 15min Später wurden sie dann wieder frei mit entsprechendem unappetitlichem Ergebnis (es lief z.T. buchstäblich die Wände herunter). Dieser Zug wurde jeweils vorbildlich und schnell gereinigt.

Mein Fazit:
Das system Bahn funktioniert gut hier. Verglichen mit Japan gäbe es da sicher noch Verbesserungspotential. Ich hoffe nur, dass es gelingt die Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben und dass einige der Verschlimmbesserungen der Politiker nicht zustande kommen.

Gruss
Christoph

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

guru61, Arolfingen, Freitag, 25.01.2013, 10:30 (vor 4819 Tagen) @ Chrispy

Mein Fazit:
Das system Bahn funktioniert gut hier. Verglichen mit Japan gäbe es da sicher noch Verbesserungspotential. Ich hoffe nur, dass es gelingt die Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben und dass einige der Verschlimmbesserungen der Politiker nicht zustande kommen.

Gruss
Christoph

Ich glaube, das ist das wichtigste: Dass das System funktioniert. Tatsache ist, dass man in der Schweiz, bis auf wenige Ausnahmen, aufs Auto verzichten kann.
Mir fällte gerade ein: Sarn, 141 Einwohner, hat 13 Verbindungen pro Tag zum nächsten Bahnhof.
Dies heute von Morgens um 6 bis abends um 0.09.
Das heisst konkret, dass auch Personen dort wohnen können, die kein Auto haben und trotzdem mobil bleiben.
Denkt mal daran, was es heisst, wenn man alt ist und das Auto abgeben muss. Ihr seid jetzt alle jung, und das Problem stellt sich für euch (noch) nicht.
Meinen Eltern 89 und 81, war und ist es bis heute möglich, ohne Auto mobil zu bleiben. Was dies für einen alten Menschen bedeutet, der sonst zu vereinsamen droht, können wir Jungen nur schwer nachvollziehen. Mein Vater, er ist leider vor 1 ½ Jahren gestorben, war an seinem letzten Tag noch mit Freunden und einer Tageskarte unterwegs mit dem OeV.
Es war interessant zu verfolgen, wie er sich vom radikalen Autofahrer mehr und mehr zum Anhänger des OeVs wandelte. Seine Aussage meiner österreichischen Tante gegenüber erstaunte mich am meisten: „Weisst du: Wenn du mal im Bus bist, musst du in der Schweiz nicht mehr auf den Fahrplan schauen. Du hast immer Anschluss“ Ich glaube besser kann man es nicht ausdrücken.
Tatsache ist, dass der Besitz von Fürerschein und Auto, gerade bei den Jungen zurückgeht. Meiner Meinung nach ist das der Durchbruch: Es wächst eine Generation heran, für die ist die Nutzung des OeVs selbstverständlich, auch am Wochenende und auch in der Nacht. Denn dank dem fast flächendeckenden Nachtnetz am Wochenende muss man nach dem Ausgang nicht mehr besoffen im Auto nach Hause fahren. Der Zuschlag, der mindestens für die ganze Nordostschweiz gilt und 5 Fr. kostet ist dem politischen Wunsch nach selbsttragendem Betrieb geschuldet und im Vergleich zu dem was man an einem Abend auf der Partyszene ausgibt, marginal.
Schaut mal die Siedlungsstruktur in der Schweiz an: Wir haben keine Millionenstadt, sondern der fast alle Städte haben weniger als 100‘000 Einwohner. Und die sind fast alle mit Halbstundentakt am Verkehr, im überwiegenden Teil sogar Fernverkehr angeschlossen. Ich glaube nicht, dass dies europäischer Standard ist.
Natürlich haben wir auch Probleme: Eine Zugsicherung, die schon vor 15 Jahren an der Grenze war, Langsam aber sicher Kapazitätsprobleme, Die Bezahlung wird neu geregelt werden müssen, die Transportgefässe werden immer mehr in Richtung Hühnerstall optimiert, Der Einbau vom ETCS verzögert sich, nicht überall Steckdosen, Die Züge werden immer voller, etc.etc.
Diese Sachen werden auch angegangen werden müssen und werden auch angegangen. Auf jeden Fall, machte mir der Schweizer OeV möglich täglich 360 km zu pendeln und meinen Lohn an einem Ort zu erwirtschaften wo ich 30 Kilofranken pro Jahr mehr bekomme, als an meinem damaligen Wohnort. Da sind die 5 Kilofranken fürs zusammenklappbare Auto, vulgo GA, Peanuts!

Umdenken vom Auto weg?

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 25.01.2013, 10:53 (vor 4819 Tagen) @ guru61

Hallo guru61,

Tatsache ist, dass der Besitz von Fürerschein und Auto, gerade bei den Jungen zurückgeht. Meiner Meinung nach ist das der Durchbruch: Es wächst eine Generation heran, für die ist die Nutzung des OeVs selbstverständlich, auch am Wochenende und auch in der Nacht.

Bin ich mir nicht sicher.

In CH darf das stimmen, aber bei uns gibt es kaum Signale in diese Richtung.
Ja, Auto fahren wird teurer und/oder nerviger, aber ÖV-lose Alternativen sind da:

a. man kauft sich kein Auto mehr, sondern mietet eines.
b. man bildet Fahrgemeinschaften.
c. man vermietet sein/ihr eigenes Auto.
d. man fährt Rad.

Ich glaube, da besteht in NL sogar in Vergleich zu Deutschland noch Nachholbedarf.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Umdenken vom Auto weg?

JanZ, HB, Freitag, 25.01.2013, 11:19 (vor 4819 Tagen) @ Oscar (NL)

Tatsache ist, dass der Besitz von Fürerschein und Auto, gerade bei den Jungen zurückgeht. Meiner Meinung nach ist das der Durchbruch: Es wächst eine Generation heran, für die ist die Nutzung des OeVs selbstverständlich, auch am Wochenende und auch in der Nacht.

Ich glaube, da besteht in NL sogar in Vergleich zu Deutschland noch Nachholbedarf.

Ich habe jetzt keine Zahlen parat, aber in D scheint es sehr darauf anzukommen, ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt und ob man aus einem autoaffinen Umfeld kommt. Meine Freunde, die über ganz Deutschland verstreut wohnen, haben überwiegend kein Auto, weil sie in größeren Städten wohnen. Hier in Aschaffenburg kenne ich dagegen fast niemanden ohne (die einzigen sind ein Niederländer und eine Französin ;-) ). Es ist auch schon vorgekommen, dass ich von einem Mädel, das ich kennen gelernt habe, fast als erstes gefragt wurde: "Was hast du denn für ein Auto?". So generell kann man also für D keine Aussagen treffen.

Zahlen

JanZ, HB, Freitag, 25.01.2013, 12:11 (vor 4819 Tagen) @ JanZ
bearbeitet von JanZ, Freitag, 25.01.2013, 12:11

Hier der Pkw-Bestand pro 1000 Einwohner (Quelle: Wikipedia):

Schweiz 519
Deutschland 524
Niederlande 486

Danach gibt es in D kaum mehr Autos als in CH, in beiden Ländern aber mehr als in NL.

Benutzung ist ausschlaggebend, nicht Präsenz.

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 25.01.2013, 12:56 (vor 4819 Tagen) @ JanZ

Hier der Pkw-Bestand pro 1000 Einwohner (Quelle: Wikipedia):

Schweiz 519
Deutschland 524
Niederlande 486

Danach gibt es in D kaum mehr Autos als in CH, in beiden Ländern aber mehr als in NL.

Alles schön und gut, aber das ist die Präsenz. Hier wird nur dargestellt wieviele Autos es pro 1000 Einwohner rumstehen. Würden die Schweizer trotz 519 Autos pro 1000 Einwohner alle Bahn fahren, wäre die Zahl gar nicht so dramatisch.
Bei uns gibt es sicher und wohl viele Leute, die ein Auto vor der Tür haben, nur weil es bequem ist, nicht über Mobilität nachdenken zu brauchen.

Was zählt, ist die Benutzung des Autos, also wieviele Autos so alles rumfahren. Wieviele Kilometer werden mit diesen Autos gemacht? Und was für Kilometer: berufliche, freizeitliche? Sind es alternativlose Kilometer oder wären die auch mit Fahrrad, Bus & Bahn machbar?
Jan, der zum Sportzentrum fährt, durfte das auch mit dem Rad machen können. Und Piet, der seine Arbeit unmittelbar an einem Bahnhof hat, durfte ein Teil seiner Pendlerei auch mit der Bahn machen können. Aber Klaas, der pro Tag bei 5 Kunden kreuz und quer durchs Land Elektronik reparieren muß und erst morgens früh seine Kundenadressen erfährt, wird es ohne Auto sehr schwer haben.


gruß,

Oscar (NL), der vermutet, dass die MIV-Gesamtleistung in NL auch mit 3 Millionen Autos machbar wäre.

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

Umdenken vom Auto weg?

guru61, Arolfingen, Freitag, 25.01.2013, 11:37 (vor 4819 Tagen) @ Oscar (NL)

Hallo guru61,

Bin ich mir nicht sicher.

In CH darf das stimmen, aber bei uns gibt es kaum Signale in diese Richtung.
Ja, Auto fahren wird teurer und/oder nerviger, aber ÖV-lose Alternativen sind da:

Oscar (NL).

Hallo Oscar

Ich bezog mich auch explizit auf die Schweiz:
Tagi

Bei allen noch möglichen Erklärungen ist halt schon die mit dem Angebot OeV die schlüssigste.

Gruss Guru

Umdenken vom Auto weg?

guru61, Arolfingen, Freitag, 25.01.2013, 12:02 (vor 4819 Tagen) @ guru61

Gerade heut Mittag noch was gelesen:
20 min

gruss Guru

Ankunftszeiten im Aushangfahrplan

Mumin, Freitag, 25.01.2013, 15:55 (vor 4819 Tagen) @ JumpUp
bearbeitet von Mumin, Freitag, 25.01.2013, 15:55

Mich "stört" im ansonsten supergroßartigen Schweizer Bahnwesen, dass auf Aushangfahrplänen (cool, dass es die im Internet gibt, das sollte die DB auch mal anbieten) keine Ankunftszeiten der angefahrenen Städte vermerkt sind. "Du Schatz, ich nehme jetzt gleich den Zug nach Bern, aber wann ich da ankomme, weiß ich leider nicht..." Gibt es einen nachvollziehbaren Grund dafür, dass auf die Angabe der Ankunftszeiten verzichtet wird, noch zumal ich dem geliebten, am Bahnhof auf mich wartenden Partner ja nicht mal die Zugnummer mitteilen kann..? ;-)

Ankunftszeiten im Aushangfahrplan

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Freitag, 25.01.2013, 16:37 (vor 4819 Tagen) @ Mumin

Mich "stört" im ansonsten supergroßartigen Schweizer Bahnwesen, dass auf Aushangfahrplänen keine Ankunftszeiten der angefahrenen Städte vermerkt sind.

Bei uns auch nicht.

"Du Schatz, ich nehme jetzt gleich den Zug nach Bern, aber wann ich da ankomme, weiß ich leider nicht..."
Gibt es einen nachvollziehbaren Grund dafür, dass auf die Angabe der Ankunftszeiten verzichtet wird, noch zumal ich dem geliebten, am Bahnhof auf mich wartenden Partner ja nicht mal die Zugnummer mitteilen kann..? ;-)

Das weiß ich auch nicht.
Vermutlich möchte man keine falsche Hoffnung erzeugen?

Ich kann sagen, "dafür gibt's doch das Handy mit Reise-App" aber nicht jeder hat so ein Gerät.
Ich kann sagen, "das erfährt man am Schalter", aber nicht jeder hat Lust drauf.
Ich kann sagen, "ich bin in Ist-Zeiten interessiert, nicht in Soll-Zeiten", aber das gilt nicht für jemand, der/die eine Termin hat.

usw.

Da bin ich also auch überfragt.


gruß,

Oscar (NL).

--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Fabi, Stuttgart, Samstag, 26.01.2013, 01:04 (vor 4819 Tagen) @ JumpUp

Interessantes Thema :-)

Natürlich ist das, was bei der SBB läuft, um Welten besser. Das sage ich jetzt mal mit GA, BC 100 und Wohnsitzen in beiden Ländern.

Es ist einfach ein politisch gewolltes Angebot, welches gut für die Bewohner der Schweiz ist.

Allerdings, seit Andreas Meyer, bei der SBB spazieren geht, wird vieles verdeutscht. Letztens stand ich z.B. sonntags vor einem geschlossenen Reisezentrum in Basel.

Fabi

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 26.01.2013, 21:04 (vor 4818 Tagen) @ Fabi
bearbeitet von Twindexx, Samstag, 26.01.2013, 21:05

Hoi,

Allerdings, seit Andreas Meyer, bei der SBB spazieren geht, wird vieles verdeutscht. Letztens stand ich z.B. sonntags vor einem geschlossenen Reisezentrum in Basel.

Die personenbedienten Schalter in Basel SBB haben Montag bis Sonntag 6:00 - 21:00 Uhr geöffnet, der InfoPoint ist Montag bis Sonntag 8:00 - 22:00 Uhr bedient. Da ist nichts mit Sonntag zu!

Vermutlich hast du das SBB-Reisebüro geschlossen vorgefunden (nicht zu verwechseln mit dem, was bei der DB als Reisezentrum bezeichnet wird!). In den Reisebüros versuchen die SBB, ihr Angebot an Urlaubsreisen aller Art an den Kunden zu bringen. Zumindest früher war das noch eine Kooperation mit dem Reiseveranstalter Kuoni.
Aber welches normale Reisebüro hat Sonntags geöffnet?


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

br752, Samstag, 26.01.2013, 21:22 (vor 4818 Tagen) @ Twindexx

Hallo Twindexx,

ist das "SBB Reisebuero" nicht unterteilt in "Reisezentrum" wo man SBB Leistungen kaufen kann und in eine "Reisebuero" wo man Pauschalreisen auch ins Ausland und ohne Bahn kaufen kann?

Ich kann mich irgendwie daran erinnern, dass man dort auch eine von 3 Zahlen ziehen muss: Inland, Ausland oder ???.

In vielen deutschen Reisezentren ist haeufig auch ein Reisebuero angegliedert, was aber kuerze Oeffnungszeiten als das Reisezentrum hat.

Im Prinzip nur eine Umkehr des Wortgebrauchs, aber in beiden Faellen ist beides vorhanden.

BR752

Reisezentren/Billettschalter und Reisebüro

RhBDirk, Samstag, 26.01.2013, 21:43 (vor 4818 Tagen) @ br752

Die SBB haben in den großen Bahnhöfen neben den normalen Ticketschaltern auch extra Räume für den sonstigen, beratungsintensiven Ticketverkauf. Das sind dann die Reisebüros. Dort kann man aber - so meine Erfahrung - auch normale Tickets kaufen.

Bildlich schön zu sehen:

SBB Reisebüro Basel SBB
http://www.sbb.ch/bahnhof-services/am-bahnhof/bahnhof/railcity-basel/geschaefte/shopdet...

SBB Billettschalter Basel SBB
http://www.sbb.ch/bahnhof-services/am-bahnhof/bahnhof/railcity-basel/geschaefte/shopdet...

Bei der DB sind die den Reisezentren (= in D = Ticketschalter) angeschlossenen Reisebüros auch sonntags geschlossen.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 26.01.2013, 21:45 (vor 4818 Tagen) @ br752

Hoi,

ist das "SBB Reisebuero" nicht unterteilt in "Reisezentrum" wo man SBB Leistungen kaufen kann und in eine "Reisebuero" wo man Pauschalreisen auch ins Ausland und ohne Bahn kaufen kann?

Man kann zwar zwei Nummern ziehen, aber unterteilt ist das nicht. Im Falle eines Falles würde man dann einfach denjenigen, der nur eine Bahn-Leistung beziehen möchte, auch an die normalen Schalter ausserhalb des Reisebüros verweisen (falls viele anstehen, um ein Urlaubsangebot zu buchen).


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Fabi, Stuttgart, Sonntag, 27.01.2013, 08:40 (vor 4817 Tagen) @ Twindexx

Genau und das war eben früher offen. :-)

Ich hatte nur einen Prospekt gebraucht, den es nur dort gibt, allerdings nicht im Reisebüro, sondern im Reisezentrum neben den SBB-Schaltern. Also, ich bin eigentlich sicher, dass über dem Raum in Zürich, in dem man SBB-Schalter und alle anderen Dinge findet, "Reisezentrum" steht, müsste in Basel doch auch so sein?

In Zürich sind diese SBB-Schalter, ... übrigens auch am Sonntag offen.

Egal, ob nun "Reisezentrum" oder nicht, mir ist übrigens in der Schweiz auch "Bahnreisezentrum" als Begriff bekannt und hier gibts ein Photo (http://cdn.c.photoshelter.com/img-get/I0000EX5PAlx.EU0/s/860/860/BIL0003884.jpg), auf dem "Reisezentrum" vorkommt, ist es doch nicht gut, wenn "Beratung & Verkauf" am Sonntag geschlossen ist (siehe "Dienstleistungen am Bahnhof") und nur ein "Sofortverkauf" offen hat.

Fabi

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 27.01.2013, 20:11 (vor 4817 Tagen) @ Fabi

Hoi,

Ich hatte nur einen Prospekt gebraucht, den es nur dort gibt, allerdings nicht im Reisebüro, sondern im Reisezentrum neben den SBB-Schaltern.

Ja das ist dann blöder. InfoPoint oder normaler Schalter auch versucht zu fragen?

Also, ich bin eigentlich sicher, dass über dem Raum in Zürich, in dem man SBB-Schalter und alle anderen Dinge findet, "Reisezentrum" steht, müsste in Basel doch auch so sein?

Na dann steht halt geschrieben Reisezentrum, sagen tut's aber keiner. Reisezentrum klingt auf schwiizertütsch betont irgendwie immernoch wie so ein hochdeutscher Fremdkörper. Da isch bi üs eifach en Schalter!

ist es doch nicht gut, wenn "Beratung & Verkauf" am Sonntag geschlossen ist (siehe "Dienstleistungen am Bahnhof") und nur ein "Sofortverkauf" offen hat.

In St. Gallen haben wir überhaupt noch nie ein Beratung&Verkauf gehabt, nur Sofortverkauf oder Reisebüro. Wenn es kein Beratung&Verkauf gibt oder es geschlossen ist, geht man mit seinem Anliegen einfach zum normalen Schalter (Sofortverkauf). Dort arbeiten dieselben Mitarbeiter mit der derselben Software. Das ist überhaupt kein Problem!


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Fabi, Stuttgart, Montag, 28.01.2013, 11:24 (vor 4816 Tagen) @ Twindexx

Sali

Ja das ist dann blöder. InfoPoint oder normaler Schalter auch versucht zu fragen?

Ne, war nicht so wochtig, war nur Ausflug machen und hatte keine Landkarte dabei und im Swiss Travel System-Prospekt ist die ja schön drin. Aber deswegen an einen Schalter gehen und warten btw. andere warten lassen müssen, war mir zu übertrieben.

Wenn es kein Beratung&Verkauf gibt oder es geschlossen ist, geht man mit seinem Anliegen einfach zum normalen Schalter (Sofortverkauf). Dort arbeiten dieselben Mitarbeiter mit der derselben Software. Das ist überhaupt kein Problem!

In alllen Fällen? Ich meine mich zu erinnern, dass ich dort z.B. mal ein Kursbuch kaufen musste, was etwas aufwendiger wurde. Außerdem stelle ich mir Beratung für Touristen da schwierig vor, wenn dahinter viele Menschen warten.

Na ja, schwieriges Thema. Mir wäre es da lieber, die Menschheit würde sich auf ein "Lebenskonzept" einigen. Die Rail Cities sind ja fortschrittlich (Supermarkt mit normalen Preisen, wenn andere Läden zu sind), daher passt für mich ein geschlossenes Reisebüro eigentlich nicht ins Konzept.

Da kommt mir gerade eine Frage in den Sinn, der Eventticket-Verkauf ist ja auch in diesem Raum, d.h. am Sonntag gibt es keine Tickets für Konzerte, ...?

Fabi

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 28.01.2013, 13:52 (vor 4816 Tagen) @ Fabi

Hoi,

In alllen Fällen?

Wenn es einen InfoPoint hat, geht man mit Fragen natürlich dorthin (in Basel SBB hätte es einen solchen).

Ich meine mich zu erinnern, dass ich dort z.B. mal ein Kursbuch kaufen musste, was etwas aufwendiger wurde.

Ok, da sind sie in St. Gallen besser eingerichtet. Da sind einen Haufen Kursbücher bei jedem Schalter des Sofortverkaufs in einer Schublade direkt griffbereit vorhanden.

Außerdem stelle ich mir Beratung für Touristen da schwierig vor, wenn dahinter viele Menschen warten.

Es ist eigentlich immer mehr als ein Schalter offen. Wie gesagt, in St. Gallen, wo es noch ein Beratung&Verkauf gegeben hat, hat das noch nie zu Problemen geführt. Und in noch grösseren Bahnhöfen gibt's ja noch zusätzlich die InfoPoints.

Da kommt mir gerade eine Frage in den Sinn, der Eventticket-Verkauf ist ja auch in diesem Raum, d.h. am Sonntag gibt es keine Tickets für Konzerte, ...?

Ja, sieht so aus, aber ist das wichtig, dass man Konzerttickets an Sonntagen kaufen können muss?


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Fabi, Stuttgart, Montag, 28.01.2013, 16:20 (vor 4816 Tagen) @ Twindexx

Ja, sieht so aus, aber ist das wichtig, dass man Konzerttickets an Sonntagen kaufen können muss?

Das kommt darauf an, gibt ja auch Sportevents und anderes am Sonntag.

Man sollte sich halt, wie schon erwähnt, mal einigen, in welche Richtung die Gesellschaft will. Und diese Rail Cities laden ja eigentlich dazu ein, an jedem Tag von ca. 09-21:00 Bedürfnisse zu erfüllen. D.h. es sollte auch möglich sein, Tickets zu kaufen, wenn man Krawatten kaufen kann.

Fabi

? Negatives und Kritik am schweizer Eisenbahnsystem

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 28.01.2013, 18:40 (vor 4816 Tagen) @ Fabi

Hoi,

Man sollte sich halt, wie schon erwähnt, mal einigen, in welche Richtung die Gesellschaft will. Und diese Rail Cities laden ja eigentlich dazu ein, an jedem Tag von ca. 09-21:00 Bedürfnisse zu erfüllen. D.h. es sollte auch möglich sein, Tickets zu kaufen, wenn man Krawatten kaufen kann.

Ja, das stimmt. Wobei der Begriff RailCity jetzt ja verschwinden wird. Das heisst jetzt wieder Bahnhof: http://www.sbb.ch/sbb-konzern/medien/archiv.newsdetail.2012-12-1312_3.html


Grüsse aus der Ostschweiz.

--
[image]

Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

SBB Reisebüro Zürich HB an Sonntagen zu

RhBDirk, Sonntag, 27.01.2013, 20:20 (vor 4817 Tagen) @ Fabi

SBB Reisebüro Zürich HB an Sonntagen zu

Fabi, Stuttgart, Montag, 28.01.2013, 11:32 (vor 4816 Tagen) @ RhBDirk

Interessant, aber ich glaube, genau das ist der Unterschied zu Basel.

Ich denke, dot werden einfach keine Reisebüro-Dienstleistungen angeboten, aber die Türen zum Raum mit den Schaltern sind ja auch am Sonntag offen. Oder irre ich mich da?

http://www.sbb.ch/bahnhof-services/am-bahnhof/bahnhof/bahnhof-finden.posid.3000.html sagt kein "Reisebüro", aber "Beratung & Verkauf" im Unterschied zu Basel.

Den Prospekt mit der Karte vom Swiss Travel System, wollte ich haben, ging ja aber auch ohne. :-)

Fabi

Prospekt/Karte STS

RhBDirk, Montag, 28.01.2013, 13:13 (vor 4816 Tagen) @ Fabi

Interessant, aber ich glaube, genau das ist der Unterschied zu Basel.

Ich denke, dot werden einfach keine Reisebüro-Dienstleistungen angeboten, aber die Türen zum Raum mit den Schaltern sind ja auch am Sonntag offen. Oder irre ich mich da?

http://www.sbb.ch/bahnhof-services/am-bahnhof/bahnhof/bahnhof-finden.posid.3000.html sagt kein "Reisebüro", aber "Beratung & Verkauf" im Unterschied zu Basel.

Den Prospekt mit der Karte vom Swiss Travel System, wollte ich haben, ging ja aber auch ohne. :-)

Fabi

Also die Karte oder den Prospekt vom STS habe ich in Basel in der großen Halle ggü den SBB Schaltern schon in den Prospektständern gefunden. Gilt auch für andere Bahnhöfe ;-)

Prospekt/Karte STS

Fabi, Stuttgart, Montag, 28.01.2013, 13:22 (vor 4816 Tagen) @ RhBDirk

An dem Tag gab es den dort nicht. :-)

Fabi

RSS-Feed dieser Diskussion
powered by my little forum