[BE] Charleroi: Métro léger & Geisterstrecken [3/3] (Reiseberichte)
Waterloo, der nordöstliche Bahnhof. Der Bahnsteig links ist weder erreichbar, noch in Betrieb, noch mit Gleis versehen.
Hier würde sich in meinen Augen jedoch das zusätzlich Gleis anbieten. Der Mittelbahnsteig wird doch recht schmal und könnte dann bis zur Wand gezogen werden.
Dort ist auch direkt die Rampe der niemals in Betrieb genommenen Strecke nach Centenaire und Châtelet sowie an der Kehrschleife die Rampe nach Gosselies, die aber nie mehr für diesen Zweck genutzt werden wird.
Ich bin sehr gespannt, was bei der Planfeststellung als Ergebnis festgestellt wird. Wahrscheinlich wird das Netz nicht mehr ausgebaut werden, aber dennoch wäre es schön, wenn wenigstens die bereits bestehende Infrastruktur genutzt würde.
Das französische Wikipedia bietet hierzu eine schöne Übersicht.
Waterloo von außen. Außerordentlich bemerkenswert ist übrigens, dass sich das Verteilergeschoss (von dem aus sich wie gesagt sowieso nur ein einziger Bahnsteig erreichen lässt) unter der Gleisebene befindet. Man geht also eine lange Treppe herunter, erblickt durch Fenster bereits die Bahnsteigebene und darf anschließend wieder die Treppe nach oben laufen. Gibt es sonst noch irgendwo Tunnelbahnsteige, von denen aus es nur Treppen nach unten gibt?
Ich denke, dass das langfristig nicht mehr zulässig sein wird, da es ja doch diskriminierend für mobilitätseingeschränkte Menschen ist. Womöglich sind es auch diese notwendigen Nachrüstungen/Installationen, die das Projekt so kostenaufwendig werden lassen.
Eine sehr unwirkliche Situation, in diesen Straßen eine Metrostation zu sehen. Aber sie ist ja offenbar aus guten Gründen auch nicht in Betrieb.
Eine Metrostation passt einfach nicht in diese Umgebung.
Ich weiß nicht, ob ich dem so zustimmen würde:
Oftmals folgt ja die Agglomeration erst der Erschließung durch Metro/S-Bahn (z. B. Köln-Chorweiler). Natürlich sind das nicht immer die "bevorzugte Wohngegend" (und oftmals bilden sich so erst soziale Brennpunkte), aber allein die daraus resultierende Agglomeration berücksichtigend, finde ich das nicht ganz von der Hand zu weisen.
Interessant finde übrigens auch die gezogenen Parallelen zur Metro Léger in Antwerpen, wo es offensichtlich auch nie realisierte Strecken gibt. Allerdings sind die wahrscheinlich auch nie gebaut worden (?).
Der Fuhrpark erscheint mir in Antwerpen etwas betagter, zumal die Gleise in Antwerpen auffallend schmal sind.
In Antwerpen wird m. E. oft die Bezeichnung "Métro" verwendet, wobei "Prémétro" nicht angemessen wäre, da ein "Umbau" ja nicht geplant zu sein scheint. Streng genommen ist die Bezeichnung ja auch nicht verkehrt, denn es wird ja zwischen "Métro Lourd" und "Léger" unterschieden.
Tolle Chronik; Thalyseo dankt! :)
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Fabian318,
02.11.2012, 19:54
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