Eine Weihnachtsreise ins Erzgebirge 1/2 (mit vielen Bildern) (Reiseberichte)
Hallo zusammen,
wie in den vergangenen Jahren stand auch in diesem Jahr eine (vor-)weihnachtliche Bahnreise auf meinem Jahresplan. Mit der ganzen Familie geht es am Wochenende des vierten Advents erstklassig in das Erzgebirge. Ich muss aber gleich eine Warnung aussprechen, wer schon genug von Weihnachten, Weihnachtsmärkten und Weihnachtsbäumen hat, der lese nicht weiter!
![[image]](http://www.bahnreiseberichte.de/031-Erzgebirge/31-Karte.jpg)
Insgesamt sind wir 4 Tage unterwegs, am Freitagnachmittag geht es bis Erfurt, am Samstag dann ins Erzgebirge, am Sonntag machen wir einen Abstecher nach Tschechien und an Heiligabend fahren wir noch das letzte Stück von Augsburg wieder an den Bodensee.
Tag 1: Allensbach – Erfurt
Am Freitagnachmittag starten wir die Reise am Bodensee, in Allensbach besteigen wir einen Regionalexpress der Schwarzwaldbahn. Ganz ungewohnt ist diesmal ein artfremder Erste-Klasse-Wagen eingereiht mit durchgehender erster Klasse im Oberdeck.
In dem Wagen gibt es keine Tische und der Zugbegleiter entschuldigt sich auch gleich, dass es heute keine Steckdosen gibt. In Anspielung an das heutige Datum, an dem der Maya-Kalender endet, fügt er noch hinzu „aber das ist ja kein Weltuntergang“ – ist es wirklich nicht, denn so lange es noch hell ist, schaue ich ohnehin lieber aus dem Fenster als mit irgendwelchen Stromfressern zu spielen. Für so eine Weihnachtsreise wünsche ich mir eigentlich eine schöne Fahrt durch romantisch-verschneite Winterlandschaften. Doch das wird heute nichts, der schöne Schnee ist in Südbaden längst geschmolzen, auch in den Höhenlagen der Schwarzwaldbahn gibt es nur noch traurige Schneereste und jetzt fängt es auch noch an zu regnen.
In Offenburg steht der erste Umstieg an, wir haben eine halbe Stunde Aufenthalt und schaffen es im Sauseschritt bis zum Weihnachtsmarkt.
Offenburger Rathaus im Weihnachtsglanz
Anschließend geht es im ICE weiter nach Frankfurt. Kommt es mir nur so vor oder gibt es in den letzten Jahren weniger weihnachtliche Beleuchtung? Nun, die Autolichter im Stau neben der Strecke können die weihnachtliche Illumination fast ersetzen. Die Bahn zeigt sich spendabel, auf der Fahrt von Offenburg bis Frankfurt gibt es gleich zweimal Süßigkeiten.
In Frankfurt dann der nächste Umstieg in den ICE gen Erfurt. Es gibt zunächst zwar etwas Irritationen, weil es den reservierten Wagen 25 nicht gibt, aber es findet sich auch so ein Plätzchen in einem der Halbabteile.
Es ist ein Zug, der noch über Audiomodule verfügt. Na, da packe ich doch gleich mal die Kopfhörer aus und höre etwas Radio. Im Verkehrsfunk werden gerade die Staus verlesen – ach schön, dass mich das nicht betrifft. Wir haben Frankfurt zwar auch mit einer kleinen Verspätung von 7 Minuten verlassen, aber das ist ja harmlos, vor allem, wenn man keine Anschlusszüge erreichen muss. Hier gibt es Tisch und Steckdose, und da es in der Dunkelheit nicht so viel zu sehen gibt, tippe ich nun den Reisebericht für den ersten Reisetag. Wobei, hin und wieder gibt es doch etwas zu sehen, hier beim Halt in Gotha:
Weihnachtslok der Railsystems RP
Je weiter wir nach Osten kommen, desto weißer wird es draußen. Hier ist die Warmfront also noch nicht angekommen, schön. Bis Erfurt ist unsere Verspätung auf 4 Minuten geschrumpft.
Ankunft in Erfurt
Hauptbahnhof Erfurt
Der Weihnachtsmarkt ist zu dieser späten Stunde zwar schon geschlossen, trotzdem wollen wir die abendliche Altstadt noch erkunden und laufen über die Krämerbrücke bis zum Domplatz. Die Krämerbrücke ist die längste komplett bebaute und bewohnte Brücke Europas.
Weihnachtsstimmung auf der Krämerbrücke
Es geht gleich weiter...
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