NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald? (Allgemeines Forum)
Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Dienstag, 04.12.2012, 19:50 (vor 4931 Tagen)
bearbeitet von Anoj 1, Dienstag, 04.12.2012, 19:50
Hallo!
Offenbar werden nicht ausreichend ICE-T bis zur Inbetriebnahme der NBS Wien - St. Pölten am kommenden Sonntag mit ETCS ausgerüstet sein. Daher überlegt man nun, diese weiterhin durch den Wienerwald oder mit nur 160 km/h (PZB) über die NBS zu schicken. Traurig!
Hier einige Postings aus dem EBFÖ:
Nach meinen Infos wird es zu mindestens bei den 411ern so sein, dass über Reka gefahren wird.
Zur Zeit gibt es, ich glaub 2 od. 3, 411er die ETCS können.
Davon ist einer hin und der eine der für Probefahrten hier war, wurde wegen "zu vieler Kilometer" wieder in die Heimat geschickt
Ich hatte Sa und So bei meinen 6 Zügen die ich fuhr, bei drei eine16er mit ausgeschalteter defekter ETCS, und beim vierten gar keine!
Und bei zwei einen 411er ohne!
Habe gehört das sie vielleicht die ICE-T über die Neubaustrecke schicken aber mit PZB und V/max 160 km/h.
Hier geht's zur Diskussion: http://www.bahnforum.info/smf/index.php?topic=150103.36
m b g,
Anoj
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
MAPO81, Dienstag, 04.12.2012, 19:54 (vor 4931 Tagen) @ Anoj 1
Traurig? Wir haben hier momentan andere Sorgen mit der Fahrzeugdecke, als die Fahrzeuge für irgendeinen Neubauabschnitt in Österreich auszurüsten und hier in D nicht nutzen zu können.
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
ICE-TD, Dienstag, 04.12.2012, 20:05 (vor 4931 Tagen) @ MAPO81
Die Ausrüstung der ICE-T hätte schon viel eher beginnen können, der jetzige Zeitdruck wäre nicht nötig gewesen, es ist ja nun schon ein paar Tage bekannt wann in Österreich die NBS mit ETCS in Betrieb gehen.
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
NIM rocks, Dienstag, 04.12.2012, 20:30 (vor 4931 Tagen) @ ICE-TD
Die Ausrüstung der ICE-T hätte schon viel eher beginnen können, der jetzige Zeitdruck wäre nicht nötig gewesen, es ist ja nun schon ein paar Tage bekannt wann in Österreich die NBS mit ETCS in Betrieb gehen.
Jaaaaaaaah!!!einself ;-)
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
ICE-T-Fan, Mittwoch, 05.12.2012, 09:13 (vor 4931 Tagen) @ MAPO81
Die ICE-T sind derzeit ja Betriebsreserve und stehen viel umher. Ich denke die Umrüstung mit ETCS hätte man in den letzten beiden Jahren durchaus für 10 Tfz hinbekommen können. Quasi alle zwei Monate 1 Tz.
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
NIM rocks, Dienstag, 04.12.2012, 20:36 (vor 4931 Tagen) @ Anoj 1
Interessant wird dann, wie man es im Betrieb tatsächlich handhaben wird. Da gibts mehrere Möglichkeiten. Entweder es werden gleich Alternativtrassen für die alte Strecke bestellt und ICE fahren grundsätzlich, egal ob mit oder ohne ETCS, auf der alten Strecke (mit den alten Fahrzeiten, versteht sich). Oder man versucht es, ausbaden dürfen es dann die Tf (bzw. Tfzf ;-)) und das Zugpersonal, die die ständigen Verspätungen herausfahren/erklären müssen...
Alles in allem mal wieder eine desaströse Leistung der DB, bei zehn Jahren Vorlauf schon ziemlich frustrierend.
Der Kreis schliesst sich
RhBDirk, Dienstag, 04.12.2012, 21:29 (vor 4931 Tagen) @ NIM rocks
Interessant wird dann, wie man es im Betrieb tatsächlich handhaben wird. Da gibts mehrere Möglichkeiten. Entweder es werden gleich Alternativtrassen für die alte Strecke bestellt und ICE fahren grundsätzlich, egal ob mit oder ohne ETCS, auf der alten Strecke (mit den alten Fahrzeiten, versteht sich). Oder man versucht es, ausbaden dürfen es dann die Tf (bzw. Tfzf ;-)) und das Zugpersonal, die die ständigen Verspätungen herausfahren/erklären müssen...
Alles in allem mal wieder eine desaströse Leistung der DB, bei zehn Jahren Vorlauf schon ziemlich frustrierend.
Wobei sich damit der Kreis wieder schliesst: Desaströse Planung in der deutschen Bahnbauplanung bis hin zur verpennten Fahrzeugum- und ausrüstung.
Der Kreis schliesst sich
NIM rocks, Dienstag, 04.12.2012, 22:35 (vor 4931 Tagen) @ RhBDirk
Interessant wird dann, wie man es im Betrieb tatsächlich handhaben wird. Da gibts mehrere Möglichkeiten. Entweder es werden gleich Alternativtrassen für die alte Strecke bestellt und ICE fahren grundsätzlich, egal ob mit oder ohne ETCS, auf der alten Strecke (mit den alten Fahrzeiten, versteht sich). Oder man versucht es, ausbaden dürfen es dann die Tf (bzw. Tfzf ;-)) und das Zugpersonal, die die ständigen Verspätungen herausfahren/erklären müssen...
Alles in allem mal wieder eine desaströse Leistung der DB, bei zehn Jahren Vorlauf schon ziemlich frustrierend.
Wobei sich damit der Kreis wieder schliesst: Desaströse Planung in der deutschen Bahnbauplanung bis hin zur verpennten Fahrzeugum- und ausrüstung.
Praktisch sektorenübergreifendes Versagen innerhalb eines Großkonzerns :D
Schade, beim Versagen arbeiten scheinbar meistens alle Unternehmenssparten auf einer Linie, was beim täglichen Betrieb leider nicht allzu oft merkt...
Der Kreis schliesst sich
ICE-TD, Mittwoch, 05.12.2012, 08:37 (vor 4931 Tagen) @ RhBDirk
Wobei die ÖBB auch nicht viel besser ist, auch beim Taurus erfolgt die Umrüstung erst auf den letzten Drücker.
Dazu kommt das sich das Zulassungsverfahren durch das EBA beim 411 auch ewig hinzog, ob dafür nun die Ursache beim EBA oder bei Alstom liegt, keine Ahnung.
Zehn Jahre schön und gut...
MAPO81, Mittwoch, 05.12.2012, 08:03 (vor 4931 Tagen) @ NIM rocks
... die enge Fahrzeugdecke haben wir ja aber auch schon zwei, drei Tage.
Nicht zuletzt auch durch das ICE2 Redesign und die Winterprobleme der letzten Jahre sind die 411er noch mehr gebunden als je zuvor.
Ihr habt sicher recht, dass eine Umrüstung irgendwie machbar gewesen wäre, aber wie gesagt, nur weil im Land des HGV Verkehrs schlechthin, jetzt ein Neubauabschnitt fertig ist, noch mehr Fahreuge zu binden, halte ich für wenig sinnvoll!
[?] Dauer eines ETCS-Einbaus und behördliche Erfordernisse
Claus_NN, Nürnberg, Mittwoch, 05.12.2012, 09:24 (vor 4931 Tagen) @ MAPO81
Um abschließend entscheiden zu können, ob sich die DB hier einen Flop zu Schulden hat kommen lassen oder das "lediglich" eine Verkettung unglücklicher Umstände ist, wäre für mich interessant, wie lange der Einbau bzw. die Umrüstung auf ETCS dauert. Muss danach noch ein besonderes Zulassungsverfahren durchgeführt werden?
Wäre schön, wenn jemand mehr dazu weiß.
[?] Dauer eines ETCS-Einbaus und behördliche Erfordernisse
ICE-T-Fan, Mittwoch, 05.12.2012, 10:02 (vor 4931 Tagen) @ Claus_NN
bearbeitet von ICE-T-Fan, Mittwoch, 05.12.2012, 10:04
Das ETCS dient als Unterbau für alle anderen Zugsicherungssysteme, wenn ein entsprechender Ausbau-Typ verwendet wird.
Das bedeutet, dass alle Signale von Indusi/PZB, GNT und LZB-Antennen vom ETCS-Rechner verarbeitet werden. Das braucht eine EBA-Zulassung.
Die anderen Zugsicherungen sind dann nur noch aufsatzmodule des ETCS, arbeiten trotzdem natürlich weiterhin eigenständig .
[?] Dauer eines ETCS-Einbaus und behördliche Erfordernisse
hheiner, Donnerstag, 06.12.2012, 20:47 (vor 4929 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von hheiner, Donnerstag, 06.12.2012, 20:48
Das ETCS dient als Unterbau für alle anderen Zugsicherungssysteme, wenn ein entsprechender Ausbau-Typ verwendet wird.
Das bedeutet, dass alle Signale von Indusi/PZB, GNT und LZB-Antennen vom ETCS-Rechner verarbeitet werden.
Das ist so nicht richtig. Im Modus "STM National" steuert und überwacht der EVC nur die Aktivierung und Passivierung der nationalen Zugsicherungssysteme. Die Systeme arbeiten aber - einmal aktiviert - völlig eigenständig.
Das braucht eine EBA-Zulassung.
Das ist richtig. Und auch das Problem bei ICE-T. Ohne Zulassung kein Umbau, denn sonst hätte man ja lauter nicht zugelassene Züge.
Beim ICE-T kommt hinzu, dass ja das MFA durch ein Display ersetzt wird, also auch bei ausgeschaltetem ETCS eine Änderung vorliegt.
Die DB hat hier Züge vorrüsten lassen, also die mechanischen Umbauten gemacht und Kabel vorverlegt - alles was noch ohne neue Zulassung ging.
Ohne Zulassung konnten aber keine Züge fertig umgebaut werden.
Offensichtlich hat sich die Zulassung verzögert, so dass nun nicht genügend Zeit war, alle geplanten Züge umzurüsten.
Die vorbereiteten Züge sind aber sehr schnell fertig umzurüsten, so dass innerhalb weniger Wochen genügend bereit stehen sollten.
Die anderen Zugsicherungen sind dann nur noch aufsatzmodule des ETCS, arbeiten trotzdem natürlich weiterhin eigenständig .
[?] Dauer eines ETCS-Einbaus und behördliche Erfordernisse
ICE-T-Fan, Freitag, 07.12.2012, 07:48 (vor 4929 Tagen) @ hheiner
Das ETCS dient als Unterbau für alle anderen Zugsicherungssysteme, wenn ein entsprechender Ausbau-Typ verwendet wird.
Das bedeutet, dass alle Signale von Indusi/PZB, GNT und LZB-Antennen vom ETCS-Rechner verarbeitet werden.
Das ist so nicht richtig. Im Modus "STM National" steuert und überwacht der EVC nur die Aktivierung und Passivierung der nationalen Zugsicherungssysteme. Die Systeme arbeiten aber - einmal aktiviert - völlig eigenständig.
Achso, ok. Ich hatte es so verstanden, dass die anderen Systeme ins ETCS integriert werden, deren Antennen dann die Signale an den Zentralcomputer weiterleiten und nur als zusätzlich "Messfühler" fungieren.
Das braucht eine EBA-Zulassung.
Das ist richtig. Und auch das Problem bei ICE-T. Ohne Zulassung kein Umbau, denn sonst hätte man ja lauter nicht zugelassene Züge.
Beim ICE-T kommt hinzu, dass ja das MFA durch ein Display ersetzt wird, also auch bei ausgeschaltetem ETCS eine Änderung vorliegt.Die DB hat hier Züge vorrüsten lassen, also die mechanischen Umbauten gemacht und Kabel vorverlegt - alles was noch ohne neue Zulassung ging.
Ohne Zulassung konnten aber keine Züge fertig umgebaut werden.
Offensichtlich hat sich die Zulassung verzögert, so dass nun nicht genügend Zeit war, alle geplanten Züge umzurüsten.
Die vorbereiteten Züge sind aber sehr schnell fertig umzurüsten, so dass innerhalb weniger Wochen genügend bereit stehen sollten.
Die anderen Zugsicherungen sind dann nur noch aufsatzmodule des ETCS, arbeiten trotzdem natürlich weiterhin eigenständig .
[?] Dauer eines ETCS-Einbaus und behördliche Erfordernisse
ICE-TD, Freitag, 07.12.2012, 09:12 (vor 4929 Tagen) @ hheiner
Das ist so nicht richtig. Im Modus "STM National" steuert und überwacht der EVC nur die Aktivierung und Passivierung der nationalen Zugsicherungssysteme. Die Systeme arbeiten aber - einmal aktiviert - völlig eigenständig.
Ganz so einfach ist es nicht, beim 406 z.B. funktioniert bei gestörtem bzw. abgeschalteten EVC-Rechner keine ATB und TBL mehr, nur LZB/PZB funktioniert dann noch als Rückfallebene (gilt für Züge mit Vollintegration ETCS).
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
Markus-P, Dienstag, 04.12.2012, 21:48 (vor 4931 Tagen) @ Anoj 1
Das liest sich aber nicht so gut!
Ich habe für Dienstag eine Verbindung von Regensburg nach Lingen gebucht mit Umstieg in Würzburg.
Das könnte eng werden.
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
richard4, Wien, Mittwoch, 05.12.2012, 07:31 (vor 4931 Tagen) @ Markus-P
Offensichtlich haben die ÖBB das "Problem" im Fahrplan berücksichtigt indem sie 3' mehr für den ICE geplant haben - gerechnet von Wien bis zur Abfahrt von St. Pölten: RJ 26', ICE 29'. - So dumm können die ÖBB doch nicht sein, dass sie das nicht schon lange vor Erstellung des Fahrplanes abklären, ob die ICE-T mit dem ETCS ausgerüstet werden.
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
Claus_NN, Nürnberg, Mittwoch, 05.12.2012, 09:26 (vor 4931 Tagen) @ richard4
Offensichtlich haben die ÖBB das "Problem" im Fahrplan berücksichtigt indem sie 3' mehr für den ICE geplant haben - gerechnet von Wien bis zur Abfahrt von St. Pölten: RJ 26', ICE 29'. - So dumm können die ÖBB doch nicht sein, dass sie das nicht schon lange vor Erstellung des Fahrplanes abklären, ob die ICE-T mit dem ETCS ausgerüstet werden.
Wenn das ein Versäumnis war, dann ein alleiniges der DB. Ich als informierterer Laie wusste sogar, dass die neue Wienerwaldstrecke mit ETCS ausgerüstet ist. Da setze ich dann mal einfach voraus, dass die entsprechenden Abteilungen der DB über detaillierteres Wissen in diesem Punkt verfügen... ;-)
NBS Wien - St. Pölten:ICE-T nur 160 km/h / durch Wienerwald?
Markus-P, Mittwoch, 05.12.2012, 16:49 (vor 4931 Tagen) @ richard4
Offensichtlich haben die ÖBB das "Problem" im Fahrplan berücksichtigt indem sie 3' mehr für den ICE geplant haben - gerechnet von Wien bis zur Abfahrt von St. Pölten: RJ 26', ICE 29'. - So dumm können die ÖBB doch nicht sein, dass sie das nicht schon lange vor Erstellung des Fahrplanes abklären, ob die ICE-T mit dem ETCS ausgerüstet werden.
Hallo,
29 min könnten funktionieren bei Fahrt über die NBS, bei Führung über die Altstrecke dürfte es nicht ausreichen.
Mal sehen.
Nein, das ist nicht der Grund...
Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Mittwoch, 05.12.2012, 17:13 (vor 4930 Tagen) @ richard4
...für die etwas längere Fahrzeit der ICE-T. Der Grund hierfür ist ein fahrplantechnischer.
Offensichtlich haben die ÖBB das "Problem" im Fahrplan berücksichtigt indem sie 3' mehr für den ICE geplant haben - gerechnet von Wien bis zur Abfahrt von St. Pölten: RJ 26', ICE 29'. - So dumm können die ÖBB doch nicht sein, dass sie das nicht schon lange vor Erstellung des Fahrplanes abklären, ob die ICE-T mit dem ETCS ausgerüstet werden.
Außerdem dauert eine Fahrt durch den Wienerwald bzw. mit 160 km/h über die NBS mehr als drei Minuten länger als mit 230 km/h über die NBS.
m b g,
Anoj
Nein, das ist nicht der Grund...
NIM rocks, Mittwoch, 05.12.2012, 20:27 (vor 4930 Tagen) @ Anoj 1
Außerdem dauert eine Fahrt durch den Wienerwald bzw. mit 160 km/h über die NBS mehr als drei Minuten länger als mit 230 km/h über die NBS.
Sollte es wirklich möglich sein, mit PZB und Vmax 160km/h über die NBS zu fahren (was ich nicht glaube und derzeit als unwahrscheinlich gilt), wäre der Zeitunterschied aber nicht allzu groß (44km Neubaustrecke zu Grunde gelegt):
- 160km/h: 16' 30''
- 230km/h: 11' 29''
Was bringt der ICE-T nach Wien denn?
Lumi25, Mittwoch, 05.12.2012, 17:24 (vor 4930 Tagen) @ Anoj 1
Es ist einzig nur Prestige warum es diese ICE-Linie gibt. Man könnte auch wieder mit EC-Zügen fahren ohne Fahrzeitverlängerungen. Der ICE-T nach Wien ist genau so blödsinnig wie der ICE 3 nach Amsterdam.
Was bringt der ICE-T nach Wien denn?
Reisender, München, Mittwoch, 05.12.2012, 17:38 (vor 4930 Tagen) @ Lumi25
Was bringt der ICE-T nach Wien denn?
Hier gibt die ÖBB die Antwort:
http://www.oebb.at/de/Reisen_ins_Ausland/High_Speed_Zuege/ICE/index.jsp
Also nach Meinung der ÖBB "hohe Geschwindigkeit" und "hoher Komfort", wobei wir bereits in diesem Thread festgestellt haben, dass die ÖBB eine etwas andere Vorstellung von "Highspeed" hat.
Was bringt der ICE-T nach Wien denn?
ICE-TD, Mittwoch, 05.12.2012, 17:52 (vor 4930 Tagen) @ Lumi25
Du lässt anscheinend die Reisenden gerne umsteigen, was bringen ICE zwischen Hannover und Hamburg? Könnte man doch alle vom Süden kommend in Hannover enden lassen, nach Bremen genauso unsinnig. Am besten die Reisenden dreimal umsteigen lassen, von Hamburg bis Hannover IC, bis Würzburg ICE, bis Nürnberg IC und dann ICE bis München.
Was bringt der ICE-T nach Wien denn?
Lumi25, Mittwoch, 05.12.2012, 18:28 (vor 4930 Tagen) @ ICE-TD
Du lässt anscheinend die Reisenden gerne umsteigen, was bringen ICE zwischen Hannover und Hamburg? Könnte man doch alle vom Süden kommend in Hannover enden lassen, nach Bremen genauso unsinnig. Am besten die Reisenden dreimal umsteigen lassen, von Hamburg bis Hannover IC, bis Würzburg ICE, bis Nürnberg IC und dann ICE bis München.
Ja es ist richtig ich stelle das Produkt ICE generell in Frage wo es keine Vorteile hat. Die ICE-Linie 91 bringt halt effektiv gar nichts. Anders wäre es wenn ein ICE 3 nach Wien fahren würde bzw. über die NBS Köln-Rhein/Main.
Angesichts der ganzen Desaster mit der ICE-Flotte (Radreifen, Klimaanlagen, Neigetechnik usw.) halte ich es für vernünftig die ICE-Flotte auf ein Minimum zu reduzieren und nur dort einzusetzen wo diese effektiv auch was bringen. Ansonsten sollte man auf IC, EC zurückgreifen. Ich denke schon, dass ein Stadler KISS für 200 km/h von der Stange billiger zu haben sein dürfte als die Sonderanfertigung ICX.
Aber gut wäre auch verwunderlich gewesen, wenn DB Fernverkehr mal vernünftig gehandelt hätte. Derzeit darf der Fahrgast doppelt bezahlen. Zum einen stehen die ICE länger in den Werkstätten rum und zum anderen werden die Fahrgäste für diese Werkstattaufenthalte zusätzlich zur Kasse gebeten. Ich kann aber als Fahrgast nichts dafür, dass die DB AG nur Schrott bestellt. Warum läuft der ICE 3 denn in Russland zuverlässig? Da scheinen die Russen den Preis wohl nicht bis zum geht nicht mehr gedrückt zu haben.
Was bringt der ICE-T nach Wien denn?
ICE-T-Fan, Mittwoch, 05.12.2012, 18:36 (vor 4930 Tagen) @ Lumi25
Die 411er sind dort schon gut aufgehoben. Sollten sie vor ihrer Entsorgung neue Achsen bekommen, kann man dort ja wieder bogenschnell fahren. Zudem sind sie auf den NBS nur marginal schneller als die jetzigen IC und gleich schnell wie die zukünftigen IC.
Was bringt der ICE-T nach Wien denn?
naseweiß, Mittwoch, 05.12.2012, 18:39 (vor 4930 Tagen) @ Lumi25
Es ist einzig nur Prestige warum es diese ICE-Linie gibt. Man könnte auch wieder mit EC-Zügen fahren ohne Fahrzeitverlängerungen. Der ICE-T nach Wien ist genau so blödsinnig wie der ICE 3 nach Amsterdam.
Datenbanksuche Fernbahn.
2007 -> 2008
EC 22/23 -> ICE 22/23
Nürnberg - Passau 02:06/06 h -> 01:55/54 h
Frankfurt - Linz 05:23/29 h -> 05:20/23 h
Wie man an Nürnberg-Passau sieht, kann der ICE-T ganz klar die Fahrzeit verringern indem Neigetechnik eingesetzt wird. Wie man aber anhand Frankfurt-Linz erkennt, wurde das nicht konsequent umgesetzt. Man steht in Würzburg und Passau teilweise länger rum oder bummelt. Gründe könnten sein, dass man der Neigetechnik nicht traut, in Würzburg den Anschluss nach Hamburg herstellt, mit mehr Reserve einfach pünkltlicher sein will und man die heutige Fahrplanstruktur nicht so einfach ändern kann.
Nimmt man Nürnberg-Passau als Maßstab, könnte insgesamt so gefahren werden:
- Frankfurt(00) - Aschaffenburg(30) - Würzburg(05><55) - Nürnberg*(00) - Regensburg(55><05) - Platting(30) - Passau(00) - Wels(45><15) - Linz(00)
- Kantenzeit genau 5 h (= Fahrzeit ca. 04:55 h)
Man wäre also ca. 30 min schneller als der EC und hätte überall ITF-kompatible Zeiten, lediglich Würzburg und Regensburg leicht verzogen. So gesehen ist der ICE-T genau das richtige Fahrzeug für diese Strecke.
* Drehung um 30 min, da mutmaßlich 00er-Knoten Nürnberg in Zukunft entscheidend.
--
![[image]](https://abload.de/img/signature_ice1_rastervujr9.png)
! NBS Wien - St. Pölten: Vmax vorerst 160 km/h
NIM rocks, Donnerstag, 06.12.2012, 21:57 (vor 4929 Tagen) @ Anoj 1
Hallo,
mittlerweile hat sich Folgendes herumgesprochen: Ab dem 09.12.2012, 0 Uhr, ist ETCS auf der Neubaustrecke St.Pölten - Wien außer Betrieb. Gefahren wird mit PZB und daraus resultierend Vmax 160 km/h. Über die Gründe kann man nur spekulieren...
! NBS Wien - St. Pölten: Vmax vorerst 160 km/h
richard4, Wien, Donnerstag, 06.12.2012, 22:44 (vor 4929 Tagen) @ NIM rocks
Ich bin nur Laie. Darum meine Frage. Ist ETCS nur für den ICE-T ausgeschalten? Oder gilt das dann für alle Züge? Wenn ja, dann fährt der RJ mit seinen geplanten 24' von Wien nach St. Pölten ja einige Minuten Verspätung ein.
! NBS Wien - St. Pölten: Vmax vorerst 160 km/h
NIM rocks, Donnerstag, 06.12.2012, 22:48 (vor 4929 Tagen) @ richard4
Ich bin nur Laie. Darum meine Frage. Ist ETCS nur für den ICE-T ausgeschalten? Oder gilt das dann für alle Züge? Wenn ja, dann fährt der RJ mit seinen geplanten 24' von Wien nach St. Pölten ja einige Minuten Verspätung ein.
ETCS ist streckenseitig abgeschaltet, also für alle Züge!
Wie gesagt, eine offizielle Begründung gibts es nicht, weil die Info aus den "gewöhnlich gut informierten Kreisen" stammt. Aber die Nichtausrüstung der ICE-T hat sicher ihren Teil dazu beigetragen.
Wie das dann im Fahrplan gehandhabt wird, bleibt abzuwarten. Es bleiben ja noch ein paar Tage bis zum Fahrplanwechsel, da kann sich noch vieles ändern ;-)
Das ist nicht richtig. / ICE-T +15
Anoj 1, Dresden (D) / Vbg. (A), Freitag, 07.12.2012, 19:42 (vor 4928 Tagen) @ NIM rocks
Hallo!
Hallo,
mittlerweile hat sich Folgendes herumgesprochen: Ab dem 09.12.2012, 0 Uhr, ist ETCS auf der Neubaustrecke St.Pölten - Wien außer Betrieb. Gefahren wird mit PZB und daraus resultierend Vmax 160 km/h. Über die Gründe kann man nur spekulieren...
Bei der LA handelt es sich nicht um die NBS Wien - St. Pölten sondern um die Bestandsstrecke.
In der ÖBB-Fahrplanauskunft werden die ICE-T hingegen schon mit einer Verspätung von 15 Minuten angekündigt:
Von 09.12.2012 bis Weihnachten kann es bei diesem ICE zwischen Wien und St. Pölten zu Verspätungen von bis zu 15 Minuten kommen. Bis Passau wird die Verspätung sukzessive wieder aufgeholt. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Reiseplanung. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten!
m b g,
Anoj
Das ist nicht richtig. / ICE-T +15
GibmirZucker, Freitag, 07.12.2012, 19:44 (vor 4928 Tagen) @ Anoj 1
Von 09.12.2012 bis Weihnachten kann es bei diesem ICE zwischen Wien und St. Pölten zu Verspätungen von bis zu 15 Minuten kommen. Bis Passau wird die Verspätung sukzessive wieder aufgeholt.
Charmanter kann man den internationalen Fahrgäste ja auch nicht mitteilen dass der Nutzen der NBS gegen Null tendiert, da bis Passau enorme Fahrzeitreserven!
Das ist nicht richtig. / ICE-T +15
richard4, Wien, Samstag, 08.12.2012, 13:00 (vor 4928 Tagen) @ GibmirZucker
Von 09.12.2012 bis Weihnachten kann es bei diesem ICE zwischen Wien und St. Pölten zu Verspätungen von bis zu 15 Minuten kommen. Bis Passau wird die Verspätung sukzessive wieder aufgeholt.
Charmanter kann man den internationalen Fahrgäste ja auch nicht mitteilen dass der Nutzen der NBS gegen Null tendiert, da bis Passau enorme Fahrzeitreserven!
Warum nur den internationalen Fahrgästen? Alle - auch österr. - Bahngäste möchte gerne den Nutzen bekommen.
Aber das mit den Fahrzeitreserven scheint eine eigene Geheimwissenschaft der Bahnbetreiber zu sein.
Ebenso gibt es in Deutschland einige neue bzw. ausgebaute Strecken (München - Augsburg oder Katzenbergtunnel), deren Inbetriebnahme vorerst kein Verkürzung der planmäßigen Fahrzeiten bringen.
Das ist nicht richtig. / ICE-T +15
GibmirZucker, Samstag, 08.12.2012, 13:07 (vor 4928 Tagen) @ richard4
Warum nur den internationalen Fahrgästen? Alle - auch österr. - Bahngäste möchte gerne den Nutzen bekommen.
Naja, im Fall der Österreicher ist für einige Relationen ein Nutzen nachvollziehbar, für Wien-Deutschland eben nicht, umgekehrt wäre es theoretisch schon (der Zug fährt ja nicht früher in St.Pölten ab wegen Umleitung). Aber die enormen Reserven und die Gründe dafür zwischen Passau und St.Pölten wurden ja schon mal diskutiert.
Ebenso gibt es in Deutschland einige neue bzw. ausgebaute Strecken (München - Augsburg oder Katzenbergtunnel)
Der Katzenbergtunnel wird wohl vorerst der DB nutzen, welche mehr Züge als bisher pünktlich den SBB übergeben kann.
Es zeigt im übrigen die Schwächen eines eingefahrenen Konzeptes, wenn die Fahrzeiten nur im Minutenbereich gekürzt werden, gilt jetzt für den Katzenbergtunnel. Dem aber zu Gute zu halten ist, dass im weiterne Ausbauschritt es sich vielleicht ändern wird.
Zur Diskussion über Fahrzeitreserven
ICE-T-Fan, Samstag, 08.12.2012, 13:26 (vor 4928 Tagen) @ GibmirZucker
Das Problem gerade in Deutschland ist doch die dichte Belegung der Hauptstrecken und der großen Eisenbahnknoten. Dadurch hat man keine kontinuierlich aneinander liegende Fahrplantrassen sondern wie in der Quantenphysik bestimmte diskret verteilte, erlaubte und dazwischen haufenweise "verbotene" Zustände.
Projekte die nur wenige Minuten Fahrzeitverkürzung bringen sind da störend, da es oftmals nicht möglich ist die Trassen der Züge um diese kleinen Zeitspannen zu verlegen ohne die Trassen anderer Züge unmöglich zu machen. Das was ich hier als "verbotenen Zustand" bezeichnet habe. Immerhin hängen bei Personenzüge viele Anschlüsse dran, es gibt im Regionalverkehr mit eingleisigen Strecken viele Zwangspunkte im Fahrplan und die Gütertrassen orientieren sich an den nur noch wenig vorhandenen Überholstellen. Um die Trasse eines Zuges ändern zu können, muss die Fahrzeit um eine bestimmte Mindestzeit sinken, die von dem nächstmöglichen zeitlichen Zwangspunkt abhängt, in den seine Trasse verschoben werden kann. Zwangspunkte sind hierbei vor allem die Bahnhöfe und die Anschlüsse dort, die Überholmöglichkeiten auf freier Strecke sowie Kreuzungspunkte auf eingleisigen Strecken und zwischen entgegen gerichteten Fahrstraßen in den großen Knotenbahnhöfen.
Das Problem ist ja auch zwischen Nürnberg und Leipzig aufgetreten. Dort wurden die Züge durch ein technisches Problem über Nacht etwas langsamer. Eine Verschiebung der Trassen um die Differenz zwischen GNT-Fahrplan und konventionellem Fahrplan war nicht möglich, da sonst viele Zwangspunkte zum Tragen gekommen wären und die Züge in "verbotenen" Trassen hätten fahren müssen, die aufgrund der anderen Zugbewegungen nicht darstellbar waren. Also muss man die Züge noch langsamer machen, damit sie in komplett neue Trassen eingepasst werden konnten. Die Züge die man nicht langsamer machen konnte, hat man dadurch in der alten Trasse behalten, indem man die Zwischenhalte gestrichen hat und somit die fehlende GNT-Beschleunigung durch Haltauslassungen ausgeglichen hat. So ist dann dieser 40/80-Takt entstanden.
Hätte der Fernverkehr eigene physische Trassen und eigene physische Bahnhöfe in den Großstädten, wären Verschiebungen um 2-3 min kaum ein Thema. Man müsste nur die Anschlüsse überprüfen. So kann es aber sein, dass irgendein Regional- oder Güterzüge nur 2-3 min vor oder nach dem ICE fährt und somit der ICE starr in seiner Trassen fahren muss, egal ob er nun schneller könnte oder nicht.
Vier Tfz umgerüstet. 11 werden benötigt
ICE-T-Fan, Samstag, 08.12.2012, 17:29 (vor 4927 Tagen) @ Anoj 1
Laut Mario-ICE und meiner eigenen Sichtung von diversen ICE-Cockpits sind nur vier Triebzüge mit dem neuen Display ausgerüstet, namentlich 1158 "Falkenberg/Elster", 1164 "Rödental", 1167 "Traunstein" und 1178 "Ostseebad Warnemünde".
NBS Wien - St. Pölten: Inbetriebnahme erfolgreich
NIM rocks, Sonntag, 09.12.2012, 10:01 (vor 4927 Tagen) @ Anoj 1
Hi,
streckenseitig funktioniert ETCS wohl einwandfrei, bis auf die ICE und einen Westbahn-Zug fährt alles mit ETCS problemlos und überwiegend pünktlich über die Neubaustrecke. Die ICE werden voerst bis "Weihnachten" (was auch immer das genau heißen mag) über die Bestandsstrecke umgeleitet, dabei kommt dann verspätungstechnisch Folgendes zu Stande (ICE 228 heute):
Wien West ab +0
St. Pölten an +15 ab +14
Linz/Donau an +5 ab +4
Wels an +4 ab +3
Passau Hbf an +4
So oder ungefähr so wird das vorerst bei allen ICE der Linie 91 aussehen. Die Auswirkungen auf die Betriebsstabilität kann man sich vorstellen.
Tz-Anfrage ICE 23/20 09.12.2012
NIM rocks, Sonntag, 09.12.2012, 15:36 (vor 4927 Tagen) @ NIM rocks
bearbeitet von NIM rocks, Sonntag, 09.12.2012, 15:36
ICE 23 ist heute über die NBS gefahren, somit wird wohl ICE 20 ebenfalls über die NBS verkehren. Welcher Tz ist das?
![[image]](http://www.bahnknoten-ingolstadt.de/pics/collage.jpg)