Leipzig: Abschied vom Ost-Herz (Teil 3.1) (Reiseberichte)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 28.11.2012, 15:47 (vor 4863 Tagen)
bearbeitet von Sören Heise, Mittwoch, 28.11.2012, 15:48

Guten Tag,

heute setzen wir unsere Reise über den Leipziger Ostring fort. Zuvor noch die Links auf

Teil 1 (Leipzig Ost, Sellerhausen) und Teil 2 (Anger-Crottendorf, Stötteritz).

Heute stehen Völkerschlachtdenkmal, Marienbrunn, Connewitz und Markkleeberg auf dem Programm. Zuvor aber müssen wir nochmals nach Sellerhausen zurück.


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27a Nico Kunze wies mich bei DSO im ersten Teil auf ein Detail hin, das ich beim Besuch nicht gesehen, aber glücklicherweise doch bildlich festgehalten habe: Das Ende des Treppengländers ist mit dem ursprünglich für die Leipziger S-Bahn verwendeten S verziert, hier das Symbol an einem der ursprünglich genutzten Wendezüge, das sieht nach dem Eröffnungszug aus.


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Leipzig Völkerschlachtdenkmal war einstmals der Halt des wichtigsten Messegeländes des Arbeiter- und Mauernstaates. Ensprechend pompös ist er ausgefallen.

Der Haltepunkt wurde am 3. März 1968 mit dem Namen Technische Messe eröffnet. Aufgrund der parallelen Gütergleise war es hier und auch in Marienbrunn nicht möglich, das südwärts führende Gleis mit einem Bahnsteig zu versehen. Man fuhr daher im Gleiswechselbetrieb, so daß auch die südwärts fahrenden Züge halten konnten. Mit dem Wegzug der Messe wurde der Haltepunkt umbenannt und heißt nun nach der nächsten Sehenswürdigkeit, dem Völkerschlachtdenkmal.


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76 Extra für mich wurde gehalten. Gut, ohne mich hätte man es auch getan.


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77 Blick gen Süden.


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78 Bahnhofsschild und Blick gen Norden. Sehr gut ist die fehlende zweite Bahnsteigkante zu sehen.


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79 Der Südausgang.


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80 Kilometer 3,1. Das paßt irgendwie nicht.


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81 Die Wartehalle.


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82 An der Brücke zum Messegelände Jugendstil-Verzierungen.


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83 Ausgang. Nehmen wir den.


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84 Oben Fahrkartenautomat und Infokasten.


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84a Die selten gewordene Fahrkarte Anfangsstrecke war hier noch erhältlich.


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85 Die Station liegt am Rande eines Parks.


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86 Im Hintergrund das Völkerschlachtdenkmal.


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87 Von der Brücke geht der Blick gen Norden. Dort sehen wir die Brücke der Prager Straße, an der der neue Haltepunkt entsteht, gerade 700 Meter von Stötteritz entfernt.


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88 Ein Blick aufs alte Messegelände, mit dem Golddach der Pavillon der Sowjetunion.


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89 Die Bahnsteigausgänge münden in diesen kleinen Park.


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90 Dort geht es hinunter zum Bahnsteig.
Der Haltepunkt war so ziemlich genau das Gegenteil vom Bahnhof Hannover Messe/Laatzen. Dort ein geradezu pompöses Bahnhofsgebäude, das die meiste Zeit des Jahres nicht benötigt wird, hier ein unscheinbarer Bahnsteig, auf dem an einigen Tagen im Jahr Hochbetrieb herrschte.


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Nur wenig später folgt Leipzig-Marienbrunn. Oder besser folgte. Nachdem der Halt zuletzt nur noch von wenigen Zügen bedient wurde (die Ursache waren netzbedingte Bauzuschläge), halten seit dem letzten Fahrplanwechsel im Dezember 2011 gar keine Züge mehr. Der eine Bahnsteig am Richtungsgleis gen Norden existiert noch, ist aber abgesperrt. Die Eröffnung erfolgte 1969. Auch wir passieren ihn ohne Halt, allerdings nicht ohne auf das Interflugzeug hinzuweisen, das nördlich des Haltepunkts gelandet ist. www.sachsenschiene.net hat ein paar Aufnahmen.


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Connewitz ist die letzte Station auf Leipziger Stadtgebiet. Sie konnte zuletzt nur noch über den Hintereingang erreicht werden: Das Empfangsgebäude steht westlich der Gleise und war vom Bahnsteig durch einen Tunnel zugänglich. Wegen der Bauarbeiten auf den zwischen Bahnhofsgebäude und Bahnsteig gelegenen Gleisen (dort befand sich ein weiterer Bahnsteig) mußte dieser Tunnel gesperrt und wohl auch abgerissen werden. Der einzige Bahnsteigzugang war daher zuletzt eine Brücke am Nordkopf des Bahnsteiges, die in eine Kleingartenanlage führt.


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91 Da es am 20. November eine kleine Diskrepanz zwischen Aushangfahrplan und Realität gab (der 11:32-Uhr-Zug aus Gaschwitz nach Leipzig kam in Markkleeberg einfach nicht, warum auch immer), gibt es nur ein Bild. Das entstand aus dem stehenden Zug und zeigt den Bahnsteig und im Hintergrund den Neubau. Der Zug hielt außerhalb der bis zuletzt am Südende befindlichen Bahnsteigüberdachung.

Ich darf stattdessen auch hier auf www.sachsenschiene.net verweisen, dort gibt es einige Aufnahmen aus dem ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends.

Wir verlassen nun Leipzig. Nach einer ein klein wenig längeren Fahrt erreichen wir Markkleeberg.


Fortsetzung folgt.

Leipzig: Abschied vom Ost-Herz (Teil 3.2)

Sören Heise, Region Hannover, Mittwoch, 28.11.2012, 15:48 (vor 4863 Tagen) @ Sören Heise

Fortsetzung. Wir sind jetzt in Markkleeberg.


Dort beginnen wir mit einem Bildlink (Foto: Nutzer MM im schwedischen Eisenbahnforum www.postvagnen.com). So sah der Haltepunkt Markkleeberg im Sommer 2010 aus, bevor die Bauarbeiten begannen. Es folgen Bilder, die seinen Zustand im Herbst 2012 zeigen. Anschließend werden wir uns dem nahegelegenen Haltepunkt Markkleeberg Mitte zuwenden.


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92 Nur wenig weist darauf hin, daß die Zeit nicht vor 25 Jahren stehengeblieben ist. Am stärksten ins Auge fällt VT 560 der Mitteldeutschen Regiobahn.


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93 Zeitlos und informationslos.


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94 Nur die Bahnsteiglampen erinnern daran, daß der Bahnsteig einst länger war. Im Hintergrund das Stellwerk.


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95 Wie viele Jahre mag das Pflaster wohl den Reisenden gedient haben?


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96 Der Ausgang.


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97 Der Personentunnel führte einstmals weiter bis ins Empfangsgebäude. Der westliche Seitenbahnsteig ist mittlerweile verschwunden, das Empfangsgebäude wurde gerade renoviert. Es dient nicht mehr der Eisenbahn.


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98 Die kurze Bahnsteigüberdachung am östlichen Seitenbahnsteig.


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99 Ein Blick gen Süden. Einst lagen hier vier Gleise: Links im Bild die beiden Gleise zum und vom Ostring (zum Zeitpunkt der Aufnahme in Betrieb) und rechts die beiden Gleise zum und vom Bayerischen Bahnhof. Diese werden in anderer Lage für die S-Bahn neugebaut.


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100 Der Mittelbahnsteig mit seiner Holzüberdachung.
Links ist das zukünftige S-Bahn-Gleis Richtung Süden zu sehen.


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101 Der Zugang zum neuen Bahnsteig. Dieser entsteht leicht versetzt zum heutigen.


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102 Wir wenden uns dem Ausgang zu.


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103 Wegen der Bauarbeiten war der Bahnhof zuletzt nur durch den Ostausgang erreichbar.


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104 Gegenüber ein ehemaliges Bahnwärterhaus.


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105 Unter der Eisenbahnbrücke kam gerade der Schienenersatzverkehr für die Waldbahn hindurch. Wenn ich das richtig sehe, gerade von der Ausstiegs- zur Einstiegshaltestelle unterwegs.


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106 Westlich der Bahnstrecke die Endhaltestelle der Linie 65. Dort steht der Schienensatzverkehr nach Großstädteln.


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107 Rechts der Bushaltestelle das ehemalige Empfangsgebäude.


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108 Ein Blick nach vorne verheißt Kabel- und Mastensalat. Wir wenden und wenden uns nun erneut dem Haltepunkt Markkleeberg zu.


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109 Treppe und Aufzugschacht des neuen Bahnsteiges von unten.


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110 Stationsschild und Automat am veranda-artigen alten Zugang.


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111 Von Gleis 4 geht der Blick hinüber zum Mittelbahnsteig, dahinter ist die Baustelle zu sehen. Links angeschnitten das Empfangsgebäude.


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112 VT 560 ist aus Leipzig zurück. Links nochmals das Empfangsgebäude.


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Am Freitag folgt der letzte Teil dieser Serie nicht nur mit dem Finale in Gaschwitz.


Viele Grüße, Sören

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Verstehen Sie Bahnhof!
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Leipzig: Abschied vom Ost-Herz --> Besten Dank

DG, Mittwoch, 28.11.2012, 20:16 (vor 4863 Tagen) @ Sören Heise

Hallo,

vielen Dank auch für diesen, wie gewohnt qualitativ hochwertigen, Strecken- und Haltepunktreport. In Leipzig war ich auch das ein oder andere Mal, über den Hauptbahnhof habe ich es aber nie hinaus geschafft. Vieles auf den Bildern hat Charme, eigentlich schade, dass ich es dort nicht hingeschafft habe....

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