Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Zürich wird teurer (Allgemeines Forum)
Memminger1985, Memmingen, Freitag, 19.10.2012, 15:06 (vor 4914 Tagen)
wird wohl um ca. 90 Mio. teurer als bisher geplant. Statt 210 Mio. jetzt knappe 300 Mio. Euro
http://www.new-facts.eu/kommunales--rund-herum/memmingen-stadt/4287-memmingen--kostenst...
http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeu/ticker/rsaradio/RSA-Radio-Elektrifizierung-Aus...
Bessere Quelle/Frühestens 2019
Alphorn (CH), Freitag, 19.10.2012, 15:51 (vor 4914 Tagen) @ Memminger1985
Ausführlicher bei Bahnonline.
Die Gerüchte mit 2020 scheinen zu stimmen. Man hofft noch auf 2019, aber das klang für mich nicht sehr optimistisch.
Interessant das Zitat
Hentschel: „Derzeit gibt es keinen für diese Strecke zugelassenen Fernverkehrszug, der mit Neigetechnik fahren kann.“
Was ist denn mit dem ICE-T? Muss der für jede Strecke einzeln zugelassen werden?
Der ETR 610 soll ja auch eine DE-Zulassung bekommen (allerdings nur mit Reservationspflicht) und sollte dann auch auf dieser Strecke fahren können; es scheint aber eine Lösung mit Twindexx+Wankkompensation im Vordergrund zu stehen.
Bessere Quelle/Frühestens 2019
Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 19.10.2012, 19:11 (vor 4914 Tagen) @ Alphorn (CH)
Hoi,
Ausführlicher bei Bahnonline.
Die Originalquelle: http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/3020092/by20121018a.html
Die Gerüchte mit 2020 scheinen zu stimmen. Man hofft noch auf 2019, aber das klang für mich nicht sehr optimistisch.
Hier ist noch ein Artikel aus dem Tagi: http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/Schnellere-Zuege-nach-Muenchen-fruehestens-2019/sto...
Zitat:
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) zeigte sich überrascht von der neuerlichen Verzögerung. Noch im Sommer habe DB-Chef Rüdiger Grube dem Schweizer Botschafter in Berlin den Termin 2017 bestätigt, sagte BAV-Informationschef Gregor Saladin. Keine Freude haben die SBB, die in der Verbindung nach München «riesiges Potenzial» sehen.
Einfach unglaublich, wie die DB mit der Schweiz umspringt! Wir zahlen 50 Mio € und die meinen, uns am laufenden Band verarschen zu können?! Jetzt wird's mal Zeit, dass hier die Wahrheit auf den Tisch kommt!
Und wenn die DB die Kosten im Vorfeld nicht richtig kalkulieren kann, stellen sich da auch gewisse Fragen. Wie können die Kosten nach der Finanzierungsvereinbarung und noch vor Baubeginn um über 40% steigen?
Interessant das Zitat
Hentschel: „Derzeit gibt es keinen für diese Strecke zugelassenen Fernverkehrszug, der mit Neigetechnik fahren kann.“
Das ist auch so, der Twindexx steht ja noch nicht zugelassen auf den Gleisen.
Was ist denn mit dem ICE-T? Muss der für jede Strecke einzeln zugelassen werden?
Für Zürich-Bregenz-München braucht es D-A-CH-Zulassung. Der ICE-T hat entweder D-A-Zulassung oder D-CH-Zulassung. Einen ICE-T mit allen drei Länderzulassungen gleichzeitig hat es noch nie gegeben. Es könnte ausserdem gut möglich sein, dass bei den CH-tauglichen ICE-T mittlerweile die CH-Zulassung abgelaufen ist.
Der ETR 610 soll ja auch eine DE-Zulassung bekommen (allerdings nur mit Reservationspflicht) und sollte dann auch auf dieser Strecke fahren können;
Der ETR 610 wurde bis jetzt auch noch nicht mit einer Österreich-Zulassung bestellt. Der ETR 610 wird definitiv nicht nach München fahren.
es scheint aber eine Lösung mit Twindexx+Wankkompensation im Vordergrund zu stehen.
Das ist so, die Twindexx wurden ja auch mit D-A-CH-Zulassung bestellt. Die Messfahrten für den Wako-Einsatz zwischen Lindau und Buchloe fanden diese Woche statt.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Potential der Strecke München-Lindau
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 20.10.2012, 02:27 (vor 4913 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von 218 466-1, Samstag, 20.10.2012, 02:28
Servus,
Die Gerüchte mit 2020 scheinen zu stimmen. Man hofft noch auf 2019, aber das klang für mich nicht sehr optimistisch.
Mein Tipp: 2025.
Zitat:
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) zeigte sich überrascht von der neuerlichen Verzögerung. Noch im Sommer habe DB-Chef Rüdiger Grube dem Schweizer Botschafter in Berlin den Termin 2017 bestätigt, sagte BAV-Informationschef Gregor Saladin. Keine Freude haben die SBB, die in der Verbindung nach München «riesiges Potenzial» sehen.Einfach unglaublich, wie die DB mit der Schweiz umspringt! Wir zahlen 50 Mio € und die meinen, uns am laufenden Band verarschen zu können?! Jetzt wird's mal Zeit, dass hier die Wahrheit auf den Tisch kommt!
Die SBB hängt offenbar sehr an diesem Projekt, sonst hätten sie die 50 Mio. schon längst zurückgezogen.
Und wenn die DB die Kosten im Vorfeld nicht richtig kalkulieren kann, stellen sich da auch gewisse Fragen. Wie können die Kosten nach der Finanzierungsvereinbarung und noch vor Baubeginn um über 40% steigen?
S.i.w. ist der Lärmschutz nicht mit eingeplant gewesen.
Diese Strecke hat bei der DB eine sehr niedrige Priorität. Mit dem gleichen Willen wie die SBB, wäre der ursprüngliche Termin 2015 zu halten gewesen.
Auch ohne Strom wird das Potential dieser Strecke heuer nicht augenutzt. Im Regionalverkehr ist die Strecke meistens (Mo-Fr) nicht stark ausgelastet, aber dieses Problem ist von der DB und der NVBW hausgemacht. Solange es den Stundentakt gab mit
RE München-Memmingen-Aulendorf(-Freiburg) und
RB Augsburg-Memmingen-Hergatz-Lindau,
waren die Züge mit 3h Fahrzeit München-Aulendorf einfach viel zu langsam. Zu viel Zeit wurde mit Halt an allen Stationen und langen Standzeiten (bis zu 23 Minuten!) in Memmingen und/oder Mindelheim und Buchloe verschwendet. Dazu noch weitere Kreuzungsaufenthalte um 5-7 Min. in Aichstetten und Wolfegg. Seit der Abbestellung der NVBW vor acht Jahren ist der Zuglauf ähm "Fahrtverlauf" ;) der RE auf München-Memmingen beschränkt. Westlich von Memmingen gibt es seit dem nur noch 2-h-Takt. Aulendorf-Kißlegg-Wangen/Leutkirch wird seit einem Jahr wieder stündlich bedient. Die heutigen Verbindungen München-Aulendorf sind dank des neuen Knoten in Memmingen zur vollen Stunde (davor zur Min. 30) sogar 20 Minuten schneller als damals aber mit 2x Umsteigen dennoch unattraktiv. Augsburg-Lindau ist dagegen nicht schneller geworden und auch hier muss man jetzt 2x Umsteigen. Aktuell gibt es nur ein durchgehendes Zugpaar München-Memmingen-Lindau. Alle anderen Züge von/nach München und Augsburg beginnen und enden in Memmingen. Die RB Ulm-Illertissen-Memmingen-Kißlegg-Aulendorf, RB Aulendorf-Kißlegg-Lindau-Friedrichshafen und RB Wangen-Kißlegg-Leutkirch fahren jeweils im 2-h Takt seit letztem Fahrplanwechsel. Die RB Augsburg-Lindau war davor bereits teilweise nur noch bis Hergatz gefahren.
Wenn man Leutkirch-Kißlegg (11 km) zweigleisig ausbauen würde, bzw. Wiederherstellung Gebrazhofen als Kreuzungsbahnhof, könnte man die RE München-Memmingen auch mit den beschleunigten Fahrzeiten wieder bis Aulendorf* fahren und so den durchgehenden Stundentakt wieder einführen, ggf mit weniger Halten, da 218+Bnrz+ABnrz+Bnrz+Bnrdzf (in Bälde 245 mit 3xDosto) schlechter beschleunigt als 2x 650.
(*Lindau geht sich nicht zur Wende aus, daher wäre weiterhin die Bedienung mit den RB (Aulendorf-)Kißlegg-Lindau-Friedrichshafen sinnvoll).
Herr Ramsauer sollte mehr Druck machen, auch für einen richtigen Streckenusbau Buchloe-Memmingen-Kißlegg zweigleisig und auf 160 km/h beschleunigt und Streckenbegradigung Memmingen-Aichstetten. Dazu Elektrifizierung Kißlegg-Herbertingen, Ulm-Immendingen und Lindau-Radolfzell und neue bogenschnelle ET Regionalzüge.
Die DB muss von dem Gedanken abkommen, dass schnelle IRE/RE z.B München-Freiburg oder München-Basel den ICE die Fahrgäste wegnehmen und mehr darauf zählen, dass neue Fahrgäste von der Autobahn kommen.
Was ist denn mit dem ICE-T? Muss der für jede Strecke einzeln zugelassen werden?
Für Zürich-Bregenz-München braucht es D-A-CH-Zulassung. Der ICE-T hat entweder D-A-Zulassung oder D-CH-Zulassung. Einen ICE-T mit allen drei Länderzulassungen gleichzeitig hat es noch nie gegeben. Es könnte ausserdem gut möglich sein, dass bei den CH-tauglichen ICE-T mittlerweile die CH-Zulassung abgelaufen ist.
Selbst wenn die ICE-T die Zulassungen hätten: Bogenschnell fahren dürfen sie momentan ohnehin nicht und ich bezweifle, dass die Achsen jemals ausgetauscht werden.
Nach den Ende der 411, 415, 610, 611 und 612 wird das Kapittel Neigetechnik bei der DB wahrscheinlich entgültig abgeschlossen sein.
Der ETR 610 soll ja auch eine DE-Zulassung bekommen (allerdings nur mit Reservationspflicht) und sollte dann auch auf dieser Strecke fahren können;
Besser nicht.
Der ETR 610 wurde bis jetzt auch noch nicht mit einer Österreich-Zulassung bestellt. Der ETR 610 wird definitiv nicht nach München fahren.
Das ist nicht schade.
es scheint aber eine Lösung mit Twindexx+Wankkompensation im Vordergrund zu stehen.
Das ist so, die Twindexx wurden ja auch mit D-A-CH-Zulassung bestellt. Die Messfahrten für den Wako-Einsatz zwischen Lindau und Buchloe fanden diese Woche statt.
Der Twindexx ist eigentich auch die einzige Alternative zu normalen Lokbespannten EC.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Potential der Strecke München-Lindau
Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 20.10.2012, 16:28 (vor 4913 Tagen) @ 218 466-1
Hoi,
Mein Tipp: 2025.
Das gilt es aber zu vermeiden. Wie man mittlerweile so hört, will sich das BAV jetzt erstmal Rüdiger Grube vorknöpfen.
Die SBB hängt offenbar sehr an diesem Projekt, sonst hätten sie die 50 Mio. schon längst zurückgezogen.
Kleine Korrektur: Die SBB sind für Ausführung der Bauarbeiten in ihrem Netz und für die Beschaffung des Rollmaterials zuständig. Die schweizer Vorfinanzierung für Lindau-Geltendorf kommt direkt vom Bundesamt für Verkehr (BAV).
Ansonsten ist es klar, dass die SBB dort grosses Potenzial sehen. So war Zürich-München die erste Strecke, die vollständig mit den Refit-EC-Wagen bedient wurde. Einige Wagen bekamen extra die sogenannte Bayern-Lüftung, bei der die Luftansaugung von der Seite anstatt von oben erfolgt, wegen der Dieselabgase. Diese Wagen sind meistens immer die ersten nd letzten des Zugverbands. Daneben wurden auch vier Erstklasswagen mit Businessbereich ausgerüstet. Für die Münchner Umläufe braucht es davon drei Wagen, also bleibt einer Reserve.
S.i.w. ist der Lärmschutz nicht mit eingeplant gewesen.
Als hätte man das nicht vor der Finanzierungsvereinbarung herausfinden können...
Das Problem sind für die Schweizer Seite nicht die Kosten von 300 Mio €. Das Problem liegt darin, dass man nicht von Anfang an eine seriöse Kostenberechnung gemacht hat.
218+Bnrz+ABnrz+Bnrz+Bnrdzf (in Bälde 245 mit 3xDosto)
Ich sehe da auch Züge mit fünf n-Wagen (die durchaus sehr voll sind), wären da künftig nicht vier Dostos besser? Wird da keine Verkehrszunahme erwartet? Wer hat denn das mit den drei Dostos wieder entschieden? Gibt's da eine Quelle? Da wird ja die 245 ja noch unterfordert.
Herr Ramsauer sollte mehr Druck machen,
Er ist es, dem man Druck machen müsste.
auch für einen richtigen Streckenusbau Buchloe-Memmingen-Kißlegg zweigleisig und auf 160 km/h beschleunigt und Streckenbegradigung Memmingen-Aichstetten.
Für einen Streckenneubau wären laut DB die Kosten bei der Anzahl Züge zu hoch. Die Twindexx sollen dann sowieso mit 160 km/h dort verkehren, abgesehen von manchen Kurven vielleicht. Deshalb fuhr ja der 612 mit 176 km/h, die Geschwindigkeit hat der dort auch auf längeren Abschnitten erreicht.
und neue bogenschnelle ET Regionalzüge.
Die Talent 2 müssten eigentlich mit Neigetechnik lieferbar sein.
Der ETR 610 soll ja auch eine DE-Zulassung bekommen (allerdings nur mit Reservationspflicht) und sollte dann auch auf dieser Strecke fahren können;
Besser nicht.
Der ETR 610 wurde bis jetzt auch noch nicht mit einer Österreich-Zulassung bestellt. Der ETR 610 wird definitiv nicht nach München fahren.
Das ist nicht schade.
Für die 15 ETR 610 stehen derzeit offenbar zwei andere internationale Strecken im Fokus, wenn sie nicht mehr im Italienverkehr benötigt werden. Nach München soll das neue SBB-Flaggschiff namens Twindexx rollen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Potential der Strecke München-Lindau
GibmirZucker, Samstag, 20.10.2012, 20:46 (vor 4913 Tagen) @ Twindexx
Ansonsten ist es klar, dass die SBB dort grosses Potenzial sehen. So war Zürich-München die erste Strecke, die vollständig mit den Refit-EC-Wagen bedient wurde. Einige Wagen bekamen extra die sogenannte Bayern-Lüftung, bei der die Luftansaugung von der Seite anstatt von oben erfolgt, wegen der Dieselabgase. Diese Wagen sind meistens immer die ersten nd letzten des Zugverbands. Daneben wurden auch vier Erstklasswagen mit Businessbereich ausgerüstet. Für die Münchner Umläufe braucht es davon drei Wagen, also bleibt einer Reserve.
Gerüchterweise (hat jemand Zahlen zur Verfügung?) läuft der neue Zürich-München Busverkehr nicht gerade blendend, was Fahrgastzahlen angeht, es gibt auch heute, trotz relativ langen Fahrzeiten und hohen Preisen ein Potential. Wie groß ist es erst bei einer Fahrzeitverkürzung?
Die Talent 2 müssten eigentlich mit Neigetechnik lieferbar sein.
eigentlich
Für die 15 ETR 610 stehen derzeit offenbar zwei andere internationale Strecken im Fokus, wenn sie nicht mehr im Italienverkehr benötigt werden. Nach München soll das neue SBB-Flaggschiff namens Twindexx rollen.
Behalten sich die SBB die 610 nicht wenigstens als Rückfallebene in der Hinterhand? Knackpunkt dürfte weniger die Reservierungspflicht (im internationalen Verkehr eher durchsetzbar) sein, sondern die relativ geringe Sitzplatzzahl (keine Doppeltraktion möglich) und die Österreich-Zulassung.
Ich will ja nicht gegen deine Liebe Twindexx wettern, aber gibt es da nicht noch einige Unbekannte? Erstens müssen die Züge mal stehen und eine Zulassung bekommen, man kann ja nur spekulieren wie das EBA sich verhalten wird. Besonders auch was die erhöhte Geschwindigkeit in den Kurven angeht. Üblicherweise fährt man in Deutschland nach "normal" und falls Strecke dafür ausgerüstet ist, nach GNT. In der Schweiz gibt es ja eine Dreiteiligung, "normal", R und N. Es gibt aber auch in der Schweiz keine N1 und N2, wird wegen einer Baureihe die Geschwindkeit für N heruntergesetzt (Abchnittsweise am Gotthard), dann gilt das für alle Züge. Ähnlich nehme ich an, ist es mit GNT in Deutschland. Ist es wirklich da so einfach, eine Zugreihe N1 oder Pseudo-N zu bekommen? Oder kann man sich da mit einigen Tricks behelfen, etwa dass im Allgäu auch echte Neigezüge (sollte sie einmal dort eingesetzt werden) nur nach der Wako-möglichen vmax fahren dürfen?
Weitere Nachfrage: Wie ist der Stand beim Profil-Problem in Deutschland? Aktuell werden ja nur Dostos mit DDR-Knick zugelassen, bekommt der Twindexx eine Sonderbehandlung?
Potential der Strecke München-Lindau
Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 21.10.2012, 13:04 (vor 4912 Tagen) @ GibmirZucker
Hoi,
Gerüchterweise (hat jemand Zahlen zur Verfügung?) läuft der neue Zürich-München Busverkehr nicht gerade blendend, was Fahrgastzahlen angeht, es gibt auch heute, trotz relativ langen Fahrzeiten und hohen Preisen ein Potential. Wie groß ist es erst bei einer Fahrzeitverkürzung?
Zahlen und Gerüchte habe ich keine gehört, aber wenn dieses Gerücht wahr ist, hätte ich nicht unbedingt ein Problem damit.
Behalten sich die SBB die 610 nicht wenigstens als Rückfallebene in der Hinterhand?
Man wird es deutlich vor Inbetriebnahme des Fahrdrahts zwischen Lindau und Geltendorf sehen, falls die Twindexx-Lösung nicht funktionieren würde. Dann hätte man noch genügend Zeit für Alternativen. Das Problem mit dem ETR 610 als Rückfallebene ist einfach, dass sein Einsatz auf dieser Strecke ein noch grösseres Fragezeichen darstellt, als bei den Twindexx.
Ich will ja nicht gegen deine Liebe Twindexx wettern, aber gibt es da nicht noch einige Unbekannte? Erstens müssen die Züge mal stehen und eine Zulassung bekommen, man kann ja nur spekulieren wie das EBA sich verhalten wird.
Das EBA wird einen Zug für Deutschland zertifizieren dürfen, der zu diesem Zeitpunkt seine Zulassung in der Schweiz schon haben wird. Die Wako ist eine Art von Neigetechnik-System, sowas hat das EBA schonmal zugelassen. Ein wichtiger Punkt wird sein, dass nicht Bombardier für die Zulassung sorgen wird, sondern die SBB. Das ist schonmal ein kleiner aber feiner Unterschied, ob ein Hersteller oder eine Bahngesellschaft die Zulassung beantragt. Zusätzlich hat die DB angekündigt, den SBB hier hilfreich zur Seite zu stehen.
In der Schweiz gibt es ja eine Dreiteiligung, "normal", R und N. Es gibt aber auch in der Schweiz keine N1 und N2, wird wegen einer Baureihe die Geschwindkeit für N heruntergesetzt (Abchnittsweise am Gotthard), dann gilt das für alle Züge.
Es gibt in der Schweiz mittlerweile vier Zugsreihen: A, R, W und N. Die Zugsreihe W steht für «wankkompensiert» und ist derzeit noch nicht an einer Strecke signalisiert, weshalb im kommerziellen Betrieb noch nicht nach Reihe W gefahren werden kann. So einen Aufwand mit einer zusätzlichen Zugsreihe wollte man sich aber am Gotthard für den einen ETR 610 am Tag nicht antun.
Ähnlich nehme ich an, ist es mit GNT in Deutschland. Ist es wirklich da so einfach, eine Zugreihe N1 oder Pseudo-N zu bekommen? Oder kann man sich da mit einigen Tricks behelfen, etwa dass im Allgäu auch echte Neigezüge (sollte sie einmal dort eingesetzt werden) nur nach der Wako-möglichen vmax fahren dürfen?
Wie man das in Deutschland machen wird, weiss ich nicht.
Weitere Nachfrage: Wie ist der Stand beim Profil-Problem in Deutschland? Aktuell werden ja nur Dostos mit DDR-Knick zugelassen, bekommt der Twindexx eine Sonderbehandlung?
So wie es aussieht, bekommt der eine Sonderbehandlung. Beim EBA reift wohl die Erkenntnis, dass man einem ausländischen Fahrzeug, dass vollkommen korrekt innerhalb der UIC-Lichtraumprofile bleibt, nicht die Zulassung verweigern kann. So hat ja auch der TGV 2N2 Euroduplex die D-Zulassung erhalten. Der Twindexx soll dieselben Abmessungen wie die IC2000 haben, welche leicht grösser als die DB-Regio-Dosto bisheriger Produktionen sind.
Wenn das EBA bei deutschen EVU das eingezogene Dach fordert, ist das ein rein deutsches Problem.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Potential der Strecke München-Lindau
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Samstag, 20.10.2012, 23:06 (vor 4913 Tagen) @ Twindexx
Servus,
Mein Tipp: 2025.
Das gilt es aber zu vermeiden. Wie man mittlerweile so hört, will sich das BAV jetzt erstmal Rüdiger Grube vorknöpfen.
Der kann aber auch nicht zabern. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Verzögerung bis 2019 nur die Spitze des Eisberges ist.
Ansonsten ist es klar, dass die SBB dort grosses Potenzial sehen. So war Zürich-München die erste Strecke, die vollständig mit den Refit-EC-Wagen bedient wurde. Einige Wagen bekamen extra die sogenannte Bayern-Lüftung, bei der die Luftansaugung von der Seite anstatt von oben erfolgt, wegen der Dieselabgase. Diese Wagen sind meistens immer die ersten nd letzten des Zugverbands. Daneben wurden auch vier Erstklasswagen mit Businessbereich ausgerüstet. Für die Münchner Umläufe braucht es davon drei Wagen, also bleibt einer Reserve.
Ich war überrascht wie schnell das mit der Umstellung auf Refit- (Redesign) Wagen ging. Die ersten dieser Wagen waren in den Münchner EC, bevor mir überhaupt bekannt war, dass die SBB ihre Wagen modernisieren.
Falls die DB 2015-2020 die möglichen Übergangs-EC München-St.Gallen fährt, wird man mehr als Bimdzf,4xBimz,Avmz mit 218 nicht erwarten können, wobei die Bimz m.E. auch bequem sind, aber das ist ein anderes Thema.
Als hätte man das nicht vor der Finanzierungsvereinbarung herausfinden können...
Das Problem sind für die Schweizer Seite nicht die Kosten von 300 Mio €. Das Problem liegt darin, dass man nicht von Anfang an eine seriöse Kostenberechnung gemacht hat.
Ich verstehe auch nicht, warum der Lärmschutz da plötzlich so wichtig ist.
Siehe weiter unten: Die Anzahl der Züge ist nach Ansicht der DB nicht hoch genug für einen umfangreichen Streckenausbau. Die 218er sind ja auch so schön leise. Wozu also die Lärmschutzmaßnahmen?
218+Bnrz+ABnrz+Bnrz+Bnrdzf (in Bälde 245 mit 3xDosto)
Ich sehe da auch Züge mit fünf n-Wagen (die durchaus sehr voll sind), wären da künftig nicht vier Dostos besser? Wird da keine Verkehrszunahme erwartet? Wer hat denn das mit den drei Dostos wieder entschieden? Gibt's da eine Quelle? Da wird ja die 245 ja noch unterfordert.
Inzwischen kann man einige Umläufe (u.a. RE 57413/57418 (Sa+S), 57416 (W(Sa) ) wieder verstärken. Allerdings funktioniert das nur München-Memmingen. Memmingen-Aulendorf/Lindau geht wegen den Bahnsteiglängen nicht, außer man hält nur in Leutkirch-Kißlegg- Bad Waldsee/Wangen-Hergatz.
1995-1999 waren einzelne Umläufe München-Aulendorf/Füssen/Radolfzell planmäßig sogar auf 6 Wagen verstärkt. Zum Glück ist beim Aussteigen niemand zu Schaden gekommen.
Bei den Dostos gibt es einen Haken:
Zudem werden die alten, einstöckigen Wagons durch neue, d.h. nicht älter als 10 Jahre alte, Doppelstockwagen allen voran auf der Strecke Memmingen-München ersetzt. Die modernen Doppelstockwagen sind komfortabler, besitzen eine Klimaanlage und können mehr Bahnkunden aufnehmen.
Quelle
Diese existieren bereits und sind aktuell (bis 14.12.13) noch auf München-Salzburg unterwegs und auf 20 Wagen limitiert.
Herr Ramsauer sollte mehr Druck machen,
Er ist es, dem man Druck machen müsste.
Dazu müssten lokale Politiker wieder "fordern" aber das führt ja zu nichts.
Für einen Streckenneubau wären laut DB die Kosten bei der Anzahl Züge zu hoch. Die Twindexx sollen dann sowieso mit 160 km/h dort verkehren, abgesehen von manchen Kurven vielleicht. Deshalb fuhr ja der 612 mit 176 km/h, die Geschwindigkeit hat der dort auch auf längeren Abschnitten erreicht.
So halbe Sachen sind doch Unsinn, wenn alle anderen Züge weiterhin mit 140 km/h bzw. 110 km/h (Memmingen-Kißlegg) 100 km/h (Kißlegg-Hergatz) herum fahren.
Die Talent 2 müssten eigentlich mit Neigetechnik lieferbar sein.
Momentan sind alle froh, wenn die Talent 2 überhaupt fahren.
Für die 15 ETR 610 stehen derzeit offenbar zwei andere internationale Strecken im Fokus, wenn sie nicht mehr im Italienverkehr benötigt werden. Nach München soll das neue SBB-Flaggschiff namens Twindexx rollen.
Hoffen wir mal, dass die Twindexx pünktlich geliefert werden und von Anfang an zuverlässing fahren.
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Potential der Strecke München-Lindau
Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 21.10.2012, 13:23 (vor 4912 Tagen) @ 218 466-1
Hoi,
Das gilt es aber zu vermeiden. Wie man mittlerweile so hört, will sich das BAV jetzt erstmal Rüdiger Grube vorknöpfen.
Der kann aber auch nicht zaubern. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Verzögerung bis 2019 nur die Spitze des Eisberges ist.
Der kann aber aufhören, so einen Unsinn zu labern. Im Sommer hat er die Fertigstellung in 2017 noch persönlich gegenüber dem BAV bestätigt.
Aonsonsten frage ich mich aus schweizer Perspektive: Was ist eigentlich so schwer daran, ein paar Masten aufzustellen und einen Draht dort aufzuhängen?
Diese existieren bereits und sind aktuell (bis 14.12.13) noch auf München-Salzburg unterwegs und auf 20 Wagen limitiert.
Und da kommen nicht noch ein paar Wagen aus anderen Quellen? 20 Wagen ergeben sechs Züge mit drei Wagen und einen mit zwei. Damit ersetzt man keine fünf n-Wagen.
Hoffen wir mal, dass die Twindexx pünktlich geliefert werden und von Anfang an zuverlässing fahren.
Verspätung haben sie ja leider schon. :-(
Die ein oder andere Kinderkrankheit hat jedes Fahrzeug. Aber dafür gibt es Einführungsphasen. Die Twindexx werden ihre Feuertaufe kaum in der HVZ in einem Umlauf der IC St. Gallen - Genève-Aéroport feiern. Bis sie nach München rollen werden, werden sie garantiert zuverlässig funktionieren, mit Sicherheit auch schon früher. ;-)
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Potential der Strecke München-Lindau
s103, Sonntag, 21.10.2012, 21:30 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Aonsonsten frage ich mich aus schweizer Perspektive: Was ist eigentlich so schwer daran, ein paar Masten aufzustellen und einen Draht dort aufzuhängen?
Ich bin kein Experte und gebe hier nur das wieder, was man öfter dazu erfährt:
Für die Elektrifizierung ist als wesentliche Nutzungsänderung eine Planfeststellung erforderlich, in dessen Rahmen alle Anforderungen nach aktuellem Stand geprüft werden. Das bedeutet, dass bisher gewährter Bestandsschutz nicht mehr ohne Weiteres gilt. Das kann Auswirkungen auf die Sicherheitstechnik haben (z. B. Bahnübergange), Gleisabstände (bei eingleisigen Strecken wohl kaum ein Problem), Lärmentwicklung (sog. "Schienenbonus" scheint wegzufallen) und Umweltausgleichsmaßnahmen (kommt bei Elektrifizierung vielleicht für Masten, Betriebsgebäude und Kabeltrassen in Frage).
Potential der Strecke München-Lindau
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Sonntag, 21.10.2012, 22:48 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Servus,
Aonsonsten frage ich mich aus schweizer Perspektive: Was ist eigentlich so schwer daran, ein paar Masten aufzustellen und einen Draht dort aufzuhängen?
Die Finanzierung, der fehlende Wille und die ein oder andere Brücke zwischen Hergatz und Lindau.
Und da kommen nicht noch ein paar Wagen aus anderen Quellen? 20 Wagen ergeben sechs Züge mit drei Wagen und einen mit zwei. Damit ersetzt man keine fünf n-Wagen.
Zumindest sind mir keine weiteren Dieselfähingen Dostos bekannt, die bis 2014 frei werden. Bisher stehen nur die Salzburger als künftige Allgäu-Dostos fest. Nach Kempten sollen die Dostos nur in der HVZ fahren. Ansonsten Memmingen und Füssen. Es kann also sein, dass einzelne n-Wagen-Umläufe erhalten bleiben oder sogar "Kamelbuckel" fahren werden.
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Potential der Strecke München-Lindau
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 22.10.2012, 21:15 (vor 4911 Tagen) @ 218 466-1
Hoi,
Zumindest sind mir keine weiteren Dieselfähingen Dostos bekannt, die bis 2014 frei werden. Bisher stehen nur die Salzburger als künftige Allgäu-Dostos fest. Nach Kempten sollen die Dostos nur in der HVZ fahren. Ansonsten Memmingen und Füssen. Es kann also sein, dass einzelne n-Wagen-Umläufe erhalten bleiben oder sogar "Kamelbuckel" fahren werden.
Und wieviel Steuerwagen kurven dort rum? Bei sieben 245ern wären ebenfalls sieben Steuerwagen von nöten.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Potential der Strecke München-Lindau
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 23.10.2012, 01:56 (vor 4910 Tagen) @ Twindexx
Servus,
Und wieviel Steuerwagen kurven dort rum? Bei sieben 245ern wären ebenfalls sieben Steuerwagen von nöten.
Nur vier siw. Ob da noch welche von woanders dazu kommen, oder ob normale Bnrdzf mit der Dostos fahren (in Bayern leider ganz normal), ist nicht bekannt.
München-Salzburg wird heuer i.d.R. mit 6 Dostos gefahren. Wenn man dann im Alläu dreier-Kompositionen fahren will, braucht man 3 Steuerwagen oder man fährt im 245-Sandwich, was aber Unfug wäre.
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Alphorn (CH), Samstag, 20.10.2012, 23:54 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Die Talent 2 müssten eigentlich mit Neigetechnik lieferbar sein.
Gibt es dazu eine offizielle Aussage? Mein Wissensstand war, dass im Gegensatz zum Talent 1 der Talent 2 nie mit Neigetechnik angepriesen wurde.
Für die 15 ETR 610 stehen derzeit offenbar zwei andere internationale Strecken im Fokus, wenn sie nicht mehr im Italienverkehr benötigt werden. Nach München soll das neue SBB-Flaggschiff namens Twindexx rollen.
Die eine Neigetechnik-Strecke ist ja klar, Stuttgart, aber was ist denn die andere?
Potential der Strecke München-Lindau
Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 21.10.2012, 13:47 (vor 4912 Tagen) @ Alphorn (CH)
Hoi,
Die Talent 2 müssten eigentlich mit Neigetechnik lieferbar sein.
Gibt es dazu eine offizielle Aussage? Mein Wissensstand war, dass im Gegensatz zum Talent 1 der Talent 2 nie mit Neigetechnik angepriesen wurde.
Eine offizielle Aussage kenne ich nicht. Tatsache ist aber, dass der Wagenkasten es von der Form her zuliesse und Bombardier jederzeit ein Fahrzeug mit Neigetechnik liefern könnte, wenn jemand sowas bestellen würde. Daher müsste der Talent 2 eigentlich mit Neigetechnik lieferbar sein, ob es jemand auch tut, ist dann eine andere Frage.
Für die 15 ETR 610 stehen derzeit offenbar zwei andere internationale Strecken im Fokus, wenn sie nicht mehr im Italienverkehr benötigt werden. Nach München soll das neue SBB-Flaggschiff namens Twindexx rollen.
Die eine Neigetechnik-Strecke ist ja klar, Stuttgart, aber was ist denn die andere?
Die eine Zürich - Stuttgart (- Nürnberg).
Die andere ist Zürich - Brüssel als Ablöse der derzeit lokbespannten EC. Mehr dazu wird wohl in der SER 11/2012 stehen, die diese Woche erscheint.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Potential der Strecke München-Lindau
Alphorn (CH), Sonntag, 21.10.2012, 14:01 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Die eine Neigetechnik-Strecke ist ja klar, Stuttgart, aber was ist denn die andere?
Die eine Zürich - Stuttgart (- Nürnberg).
Die andere ist Zürich - Brüssel als Ablöse der derzeit lokbespannten EC. Mehr dazu wird wohl in der SER 11/2012 stehen, die diese Woche erscheint.
Interessant... wird da überhaupt irgendwo bogenschnell gefahren? Immerhin, der Zug kann 250 km/h, aber das kann der kommende billigere Zug der schweizerischen "ICx"-Ausschreibung genauso. Gut, letzterer kann nicht die paar Jahre zwischen Ausmusterung des ETR 470 und Eröffnung des Gotthard-Basistunnels überbrücken, aber dafür ist die Beschaffung eigentlich unnötiger Neigezüge ein ziemlich hoher Preis.
Bogenschnell nach Brüssel
Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 21.10.2012, 17:26 (vor 4912 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Twindexx, Sonntag, 21.10.2012, 17:27
Hoi,
Interessant...
Ich finde es auch interessant. Derzeit werden dort mit vier SBB-EC-Wagen-Kompositionen zwei tägliche Zugpaare gefahren.
wird da überhaupt irgendwo bogenschnell gefahren?
Zwischen Luxemburg und Brüssel wird derzeit die Strecke ausgebaut. Ab 2014 soll dort die Fahrzeit um 20 Minuten sinken. Bis 2018 soll zudem diese Strecke auch für bogenschnelles Fahren hergerichtet werden. Das würde weitere acht Minuten Fahrzeit sparen. Bis jetzt war allerdings noch nicht klar, ob und welche Neigezüge dann dort überhaupt fahren sollen.
Immerhin würden dann die 15 ETR 610 einen Sinn ergeben:
Einsatz Anzahl
---------------------------------------------
Zürich-Stuttgart-Nürnberg im 2-h-Takt 5
Doppeltraktion Zürich-Singen 2
(Chur -) Zürich - Brüssel 4
Doppeltraktion im CH-Abschnitt 2
In Zürich stationierte Reserve 2
---------------------------------------------
Gesamt 15
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Bogenschnell nach Brüssel
ITF-Knoten (CH), Sonntag, 21.10.2012, 20:17 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Interessant, aber warten wir die neue SER ab.
Ich kann immer noch nicht verstehen, wieso die ICN nicht deutschlandtauglich gemacht werden. Der Aufwand wäre riesig, würde aber kaum mehr kosten als die Beschaffung der zusätzlichen ETR 610. Es steht nicht mal fest, ob sich diese neigen können.
Mit dem ICN hätte man einen zuverlässigen Neigezug nach Stuttgart, der auch als Rückfallebene nach München taugen würde, falls die WAKO nicht kommt.
Für den Brüssel-Verkehr würden auch die bestehen 7 ETR 610 reichen.
Bogenschnell nach Brüssel
GibmirZucker, Sonntag, 21.10.2012, 20:55 (vor 4912 Tagen) @ ITF-Knoten (CH)
Interessant, aber warten wir die neue SER ab.
Ich kann immer noch nicht verstehen, wieso die ICN nicht deutschlandtauglich gemacht werden. Der Aufwand wäre riesig, würde aber kaum mehr kosten als die Beschaffung der zusätzlichen ETR 610. Es steht nicht mal fest, ob sich diese neigen können.
Mit dem ICN hätte man einen zuverlässigen Neigezug nach Stuttgart, der auch als Rückfallebene nach München taugen würde, falls die WAKO nicht kommt.
Für den Brüssel-Verkehr würden auch die bestehen 7 ETR 610 reichen.
Hätte man ahnen können, was eingetreten ist, dann wäre das eine Möglichkeit gewesen. Aber die SBB scheinen keinen Rat bei Mike Shiva einzuholen. Für Zürich-Stuttgart hat man zuerst gehofft, dass die ICE-T mit verkürzte Untersuchungsintervallen doch nach GNT fahren dürfen, dann hat man gehofft, dass die Achsen mal ausgetauscht werden und dann... naja, ist still geworden. Was ist der aktuelle Stand? Der Umbau ist immer noch nicht im Gang.
Für den ETR610 gab jetzt aber die Italienzulassung den Ausschlag. D.h. ein späterer Einsatz nach Stuttgart und Brüssel ist eine kreative Weiterverwendung, die Züge werden nicht primär dafür beschafft, sondern eben, damit man möglichst schnell Züge für den Gotthardt geliefert bekommt, d.h. zuerst über Bergstrecke, dann durch den Tunnel. Auch sinnvoll, wenn noch unklar ist, wann der Wunder-HGV-Zug der SBB auf den Schienen steht und eine Italienzulassung hat.
Am sinnvollsten wäre natürlich gewesen, im Rahmen der TEE Allianz mit den DB (evtl. auch ÖBB) den ICN zu beschaffen, d.h. mit leichten Änderungen die bereits bei der Konstruktion berücksichtigt worden wären(Transformatoren), hätte es funktioniert. Und man hätte zuverlässige Neigezüge. Und in einer Gleichstromvariante light (welche die Italiener gebodigt haben, da Cisalpino 250km/h schnelle Züge beschaffen musste, welche auch unter Gleichstrom die volle Leistung bringen, plus 25KV fähig) wären sie wohl lange vor denn dann verspäteten ETR610 der ersten Serie geliefert worden. Deutschland wollte aber deutsche Züge, Italien italienische und die ÖBB gar keine Neigezüge. Und die Fahrgäste können den Mist jetzt ausbaden.
Aber ich verstehe dein Ansinnen, für Zürich-Stuttgart wäre der ICN nahezu perfekt, der ETR610 kann weder seine Geschwindigkeit annähernd ausfahren, noch wird auf der Relation ein Mehrsystemzug benötigt und mit der Reservierungspflicht (Mehrstromzüge sind ja leider schwer, d.h. eine Folge davon) bekommt man zusätzlichen Ärger in Zukunft (kein unlösbares Problem, evtl. muss man viele Expressreservierungen für innerdeutsche Fahrgäste einplanen).
Stand der ICE-T-Achsen
ICE-T-Fan, Sonntag, 21.10.2012, 20:59 (vor 4912 Tagen) @ GibmirZucker
bearbeitet von ICE-T-Fan, Sonntag, 21.10.2012, 21:00
Interessant, aber warten wir die neue SER ab.
Ich kann immer noch nicht verstehen, wieso die ICN nicht deutschlandtauglich gemacht werden. Der Aufwand wäre riesig, würde aber kaum mehr kosten als die Beschaffung der zusätzlichen ETR 610. Es steht nicht mal fest, ob sich diese neigen können.
Mit dem ICN hätte man einen zuverlässigen Neigezug nach Stuttgart, der auch als Rückfallebene nach München taugen würde, falls die WAKO nicht kommt.
Für den Brüssel-Verkehr würden auch die bestehen 7 ETR 610 reichen.
Hätte man ahnen können, was eingetreten ist, dann wäre das eine Möglichkeit gewesen. Aber die SBB scheinen keinen Rat bei Mike Shiva einzuholen. Für Zürich-Stuttgart hat man zuerst gehofft, dass die ICE-T mit verkürzte Untersuchungsintervallen doch nach GNT fahren dürfen, dann hat man gehofft, dass die Achsen mal ausgetauscht werden und dann... naja, ist still geworden. Was ist der aktuelle Stand? D
Es gab Testfahrten der Triebzüge 1110, 1110 und 1154 mit Drehgestellmessanlagen. Was seither passiert ist, kann ich dir auch nicht sagen. Die Achsen sollen angeblich bis 12/2013 getauscht sein, aber in irgendeiner Zeitung habe ich jetzt was von 12/2014 gelesen.
Da 12/2015 die erste Thüringer SFS in Betrieb geht, dürfte eine Wiederzulassung der Neigetechnik wohl nur noch akademischen Wert haben. Und durch die geringeren Fahrzeiten dürften durch Umlaufverbesserungen Fahrzeuge freigesetzt werden, sodass die geringen Wartungsintervalle dann nicht mehr so stark wie heute ins Gewicht fallen.
Stand der ICE-T-Achsen
hfrik, Freitag, 05.04.2013, 15:18 (vor 4746 Tagen) @ ICE-T-Fan
Mal die olle Kamelle wieder vorholen, und nach dem stand fragen, bzw. eine zusätzliche Frage stellen: welche Achsfahrmasse tritt denn mit den ICE-T auf bei den aktuell vorgesehenen Achsen, und um wie viel ist die Radlast im Neigetechnikbetrieb dann zu hoch?
Ist das Problem dann eine TSI, oder könnte der ICE-T bei entsprechender Streckenklasse (D, E oder höher) auch mit den aktuell konstruierten Achsen mit Neigetechnik fahren?
Stand der ICE-T-Achsen
hfrik, Freitag, 05.04.2013, 15:24 (vor 4746 Tagen) @ hfrik
Oder ergänzend - könnte man einen ICE-T auch für 189km/h und mit Neigetechnik zulassen, mit Überschreitung der 18t Genze (dynamisch) im Neigetechnikbetrieb? Für Zürich-Stuttgart-Nürnberg und München-Zürich würde das ja reichen.
Stand der ICE-T-Achsen
Henrik, Samstag, 06.04.2013, 15:04 (vor 4745 Tagen) @ hfrik
Mal die olle Kamelle wieder vorholen, und nach dem Stand fragen, bzw. eine zusätzliche Frage stellen: welche Achsfahrmasse tritt denn mit den ICE T auf bei den aktuell vorgesehenen Achsen, und um wie viel ist die Radlast im Neigetechnikbetrieb dann zu hoch?
Ist das Problem dann eine TSI, oder könnte der ICE T bei entsprechender Streckenklasse (D, E oder höher) auch mit den aktuell konstruierten Achsen mit Neigetechnik fahren?
Oder ergänzend - könnte man einen ICE T auch für 189 km/h und mit Neigetechnik zulassen, mit Überschreitung der 18t Genze (dynamisch) im Neigetechnikbetrieb? Für Zürich-Stuttgart-Nürnberg und München-Zürich würde das ja reichen.
Müsste möglich sein, auch wenn es zunächst doch recht merkwürdig, strange erscheint.
Die Zulassung für maximal 200 km/h und dann entsprechend bis zu 20 t Radsatzlast sollte ausreichen.
Es wäre dann halt ne Sonderform innerhalb einer Baureihe - ist nicht ganz so gern gesehen.
Zum aktuellen Stand der Dinge der Achsen vgl. auch dieses pdf von gestern:
http://www.schwaebische.de/cms_media/module_mm/145/72895_2_130405_Integrationskonzept.pdf
Zur Wiederinbetriebnahme ICE-Neigetechnik
seitens Fahrzeughersteller
bislang keine zufriedenstellende Lösung
derzeit keine technische Lösung vorhanden
--
mehr über die Rottweiler Gäubahnkonferenz gestern:
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=11237930/494c55/index.html
Stand der ICE-T-Achsen
ICE-T-Fan, Samstag, 06.04.2013, 15:36 (vor 4745 Tagen) @ Henrik
Mal die olle Kamelle wieder vorholen, und nach dem Stand fragen, bzw. eine zusätzliche Frage stellen: welche Achsfahrmasse tritt denn mit den ICE T auf bei den aktuell vorgesehenen Achsen, und um wie viel ist die Radlast im Neigetechnikbetrieb dann zu hoch?
Ist das Problem dann eine TSI, oder könnte der ICE T bei entsprechender Streckenklasse (D, E oder höher) auch mit den aktuell konstruierten Achsen mit Neigetechnik fahren?
Oder ergänzend - könnte man einen ICE T auch für 189 km/h und mit Neigetechnik zulassen, mit Überschreitung der 18t Genze (dynamisch) im Neigetechnikbetrieb? Für Zürich-Stuttgart-Nürnberg und München-Zürich würde das ja reichen.
Müsste möglich sein, auch wenn es zunächst doch recht merkwürdig, strange erscheint.
Die Zulassung für maximal 200 km/h und dann entsprechend bis zu 20 t Radsatzlast sollte ausreichen.Es wäre dann halt ne Sonderform innerhalb einer Baureihe - ist nicht ganz so gern gesehen.
Zum aktuellen Stand der Dinge der Achsen vgl. auch dieses pdf von gestern:
http://www.schwaebische.de/cms_media/module_mm/145/72895_2_130405_Integrationskonzept.pdfZur Wiederinbetriebnahme ICE-Neigetechnik
seitens Fahrzeughersteller
bislang keine zufriedenstellende Lösungderzeit keine technische Lösung vorhanden
--
mehr über die Rottweiler Gäubahnkonferenz gestern:
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=11237930/494c55/index.html
Eine generelle Rücknahme der ICE-T auf 189 km/h kann ich mir nicht vorstellen, da dann die Fahrpläne München-Berlin zum Teufel wären.
Dort ist vmax 200 km/h schon einberechnet.
Also wenn dann nur die 5 SBB-Tz 1180-1184. Das meintest du bestimmt mit "Es wäre dann halt ne Sonderform innerhalb einer Baureihe - ist nicht ganz so gern gesehen." oder?
Stand der ICE-T-Achsen
Henrik, Samstag, 06.04.2013, 15:45 (vor 4745 Tagen) @ ICE-T-Fan
Mal die olle Kamelle wieder vorholen, und nach dem Stand fragen, bzw. eine zusätzliche Frage stellen: welche Achsfahrmasse tritt denn mit den ICE T auf bei den aktuell vorgesehenen Achsen, und um wie viel ist die Radlast im Neigetechnikbetrieb dann zu hoch?
Ist das Problem dann eine TSI, oder könnte der ICE T bei entsprechender Streckenklasse (D, E oder höher) auch mit den aktuell konstruierten Achsen mit Neigetechnik fahren?
Oder ergänzend - könnte man einen ICE T auch für 189 km/h und mit Neigetechnik zulassen, mit Überschreitung der 18t Genze (dynamisch) im Neigetechnikbetrieb? Für Zürich-Stuttgart-Nürnberg und München-Zürich würde das ja reichen.
Müsste möglich sein, auch wenn es zunächst doch recht merkwürdig, strange erscheint.
Die Zulassung für maximal 200 km/h und dann entsprechend bis zu 20 t Radsatzlast sollte ausreichen.Es wäre dann halt ne Sonderform innerhalb einer Baureihe - ist nicht ganz so gern gesehen.
Zum aktuellen Stand der Dinge der Achsen vgl. auch dieses pdf von gestern:
http://www.schwaebische.de/cms_media/module_mm/145/72895_2_130405_Integrationskonzept.pdfZur Wiederinbetriebnahme ICE-Neigetechnik
seitens Fahrzeughersteller
bislang keine zufriedenstellende Lösungderzeit keine technische Lösung vorhanden
--
mehr über die Rottweiler Gäubahnkonferenz gestern:
http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1622/nid=1622/did=11237930/494c55/index.html
Eine generelle Rücknahme der ICE T auf 189 km/h kann ich mir nicht vorstellen, da dann die Fahrpläne München-Berlin zum Teufel wären.
Dort ist vmax 200 km/h schon einberechnet.
Also wenn dann nur die 5 SBB-Tz 1180-1184. Das meintest du bestimmt mit "Es wäre dann halt ne Sonderform innerhalb einer Baureihe - ist nicht ganz so gern gesehen." oder?
ja, genau.
5 Züge aus der Baureihe mit schwereren Achsen zu bestücken und sie für maximal 200 km/h gesondert zuzulassen,
halte ich für ein recht gewichtiges Hindernis dieser Überlegungen.
Für Heruntersetzung der Höchstgeschwindigkeit auf unter 190 km/h sehe ich keinen Sinn.
Stand der ICE-T-Achsen
ICE-T-Fan, Samstag, 06.04.2013, 15:57 (vor 4745 Tagen) @ Henrik
Achso, ich dachte für die schweren Achsen würde man gänzlich aus dem HGV-Bereich heraus fallen.
Aber selbst vmax 200 km/h ist für bspw. Hamburg-Berlin zu langsam. Die ICE-TD und EC haben dort ja langsamere Fahrpläne.
Da die ICE-T die einzigen ETCS-Fahrzeuge für die Inbetriebnahme der NBS Erfurt-Leipzig in ca. 2 Jahren sein werden, wird die DB wohl lieber auf GNT verzichten und stattdessen die vmax 230 km/h beibehalten. So sehe ich das, k.A. wie es das Management sieht.
Stand der ICE-T-Achsen
hfrik, Samstag, 06.04.2013, 16:23 (vor 4745 Tagen) @ ICE-T-Fan
Nun es dürften auchgerne 200 km/h sein, so genau kenne ich die TSI nicht.
Auf Zürich-Stuttgart (-Nürnberg) sowie München - Zürich wäre es relativ belanglos ob nun 200 230 oder 189 maximum zugelassen wären, wenn denn die Neigetechnik ginge.
Und ohne Neigetechnik dürften die schwereren Achsen wiederum auch für 230 kein Problem sein, so wie ich das verstanden habe - über die 18t sollte man nicht hinaus kommen. (beginnend von 17,1t je Achse am Trafo heute).
Wenn die ICE-T auf München-Berlin wegen ETCS gebraucht ewrden, sollte man mal zügig einige andere Züge nachrüsten. Die Schweiz baut ja bereits komplett um.
Mit VDE Nr8 sollte ja zwischen München und Berlin keine Neigetechnik mehr benötigt werden, was zu der Strecke München-Zürich gut passen würde.
Stand der ICE-T-Achsen
ICE-T-Fan, Samstag, 06.04.2013, 16:32 (vor 4745 Tagen) @ hfrik
bearbeitet von ICE-T-Fan, Samstag, 06.04.2013, 16:33
Wenn die ICE-T auf München-Berlin wegen ETCS gebraucht ewrden, sollte man mal zügig einige andere Züge nachrüsten. Die Schweiz baut ja bereits komplett um.
Es geht primär um Erfurt-Leipzig ab 12/2015. Die Linie 50 wird dann wieder stündlich mit BR 411(-415) fahren. Dafür muss man natürlich ICE-T von anderen Linien abziehen, da bisher ein Halbtakt mit BR 101 und Intercity gefahren wird. Auch der MDV-Fernverkehr der Linie 51 wird dann komplett mit ICE-T fahren, es sei denn man lässt diese IC weiterhin über Weimar-Naumburg fahren.
Wenn 12/2017 die NBS Ebensfeld-Erfurt in den Taktfahrplan integriert wird, sollen ja zeitgleich die 12-teiligen ICx mit ETCS kommen. Trotzdem werden die 411er bis dahin die einzigen ETCS-Fahrzeuge sein, die in Deutschland ETCS nutzen können. Die 401er sind ja so gestaltet, dass deren ETCS nur im SBB-Modus aktiv ist.
Stand der ICE-T-Achsen
ICE-TD, Samstag, 06.04.2013, 17:13 (vor 4745 Tagen) @ ICE-T-Fan
Auch der MDV-Fernverkehr der Linie 51 wird dann komplett mit ICE-T fahren, es sei denn man lässt diese IC weiterhin über Weimar-Naumburg fahren.
Das jetzige Zugpaar 2151/56 soll nach den bisherigen Planungen mit Dosto-IC gefahren werden, müsste also die alte Strecke fahren. Ob das alles so bleibt, wenn auf der Gäubahn auch noch Dosto-IC fahren sollen, irgendwo müssen die Züge dafür ja herkommen. Erstmal abwarten wann überhaupt mal die ganzen tollen neuen Züge/407, Dosto-IC, ICx) kommen...
Stand der ICE-T-Achsen
ICE-T-Fan, Samstag, 06.04.2013, 20:45 (vor 4745 Tagen) @ ICE-TD
Würde Sinn machen, da dieser Eintagesumlauf ja in Leipzig(Dresden) startet und endet und weil es eben ein eintägiger Umlauf ist. Aber gegen 1x411 via SFS würde auch nicht viel sprechen.
Stand der ICE-T-Achsen
hfrik, Sonntag, 07.04.2013, 10:21 (vor 4744 Tagen) @ ICE-T-Fan
Naja, nimmt man mal an die DB bekommt weiter Fahrgastwachstum, und setzt dafür die Fahrzeuge ein - dann ist die rage fahren die Velaro international oder in D.
Mal ein paar ganz grobe gedanken.
Die Überwerungsbauwerke bei Mainz sowie die zweite Tunnelröhre solten es so langsam ermöglichen, linshreinisch zwschen Mainz und Mannheim mehr Güterzüge zu fahren, und die Strecke zwischen Frankfurt und Mannheimzu entlasten.
wäre es möglich dann z.B im Blockabstand je einen ICE Frankflug und einen ICE FFM-HbF nach Mannheim zu schicken,und den Takt zwischen Mannheim und Köln zu verdichten? Wahlweise durch verkürung der 403-Umläufe oder durch Einsatz der Valero?
Die IC-X werden wohl erst mal als Verstärkungen gebraucht, und um die ältesten Wagenzüge zu ersetzen.
Stand der ICE-T-Achsen
ICE-TD, Freitag, 05.04.2013, 15:38 (vor 4746 Tagen) @ hfrik
Das wird man wohl erst feststellen wenn der erste Zug gewogen wird nach dem Einbau der Achsen. Vielleicht kommt das ja auch zeitgleich mit dem Redesign der Züge, dann wird sich das Gewicht eh wahrscheinlich wieder ändern.
Stand der ICE-T-Achsen
hfrik, Freitag, 05.04.2013, 16:31 (vor 4746 Tagen) @ ICE-TD
Nun, ich habe irgendetwas im Hinterkopf, dass zwar neue Achsen von den Herstellern konstruiert und der Bahn angeboten wurden, diese aber wegen höherem Gewicht abgelehnt wurden, und deswegen die ICE-T weiter ohne Neigetechnik durch die Gegend zuckeln. Das Achsproblem mit einem Redesign der Trafo-Wagen zusammenzulegen könnte da hilfreich sein - dann könnte man die am stärksten belasteten Achsen im Zuge des Redesigns entlasten. Dafür müsste man aber von allen Seiten nach Lösungen suchen, wofür ich nicht den Eindruck habe.
D-Zulassung des ICN
Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 21.10.2012, 23:04 (vor 4912 Tagen) @ ITF-Knoten (CH)
bearbeitet von Twindexx, Sonntag, 21.10.2012, 23:07
Hoi,
Ich kann immer noch nicht verstehen, wieso die ICN nicht deutschlandtauglich gemacht werden. Der Aufwand wäre riesig, würde aber kaum mehr kosten als die Beschaffung der zusätzlichen ETR 610.
Die ICN sind derzeit sieben bis zwölf Jahre alt. Bei so jungen Fahrzeugen ist eine zusätzliche Zulassung nur sinnvoll, wenn sie wenig Aufwand erfordert und günstig zu haben ist. Fakt ist, dass alle 44 ICN hätten umgebaut werden müssen, um eine unwirtschaftliche Zweiteilung der Flotte zu verhindern. Wenn man bedenkt, dass die ICN mit 41 im Einsatz befindlichen Einheiten sehr zuverlässig fahren (nur drei als Reserve!) wären die Risiken einfach zu gross. Immerhin hätte die gesamte Fahrzeug-Software neu geschrieben werden müssen (Risiko wegen Software-Bugs und Kinderkrankheiten) und da die Neuanschaffung der pro Zug zwei Transformatoren nicht gerade günstig gewesen wäre, ist der Entscheid verständlich.
Man hätte mit Kosten im dreistelligen Millionenbereich rechnen müssen und hätte anschliessend trotzdem nicht einen einzigen Zug mehr auf den Schienen. Zusätzlich hat niemand abschätzen können, wie das EBA in Deutschland da mitspielt. Wenn das EBA mit den Crashnormen um die Ecke gekommen wäre (was unter bestimmter Auslegung der Normen im Bereich des möglichen läge), wäre es sowieso vorbei gewesen.
Bei den ETR 610 gibt man zwar auch 250 Mio CHF aus, dafür hat man aber auch acht Züge mehr, also mehr Sitzplätze auf den Schienen, die den Fahrgästen auch zu Gute kommen. Die Beschaffung der ETR 610 war sowieso schlussendlich eine Notwendigkeit für den Gotthard-Verkehr ab 2014, wenn die ETR 470 ausser Betrieb gehen. Trenitalia will in Milano Centrale keine lokbespannten Züge mehr rangieren und die Doppellok-Züge mit je einer Re 474 an beiden Enden kamen nicht durch die italienische Zulassung (das wäre ja ein Triebzug und bedarf einer kompletten Neuzulassung, obwohl Lok und Wagen die Zulassung schon haben!). Zusätzlich zeichnete es sich ab, dass die dafür benötigten EC-Wagen zwischen Zürich und Stuttgart wegen des ICE-T-Debakels noch länger nicht abkömmlich sein werden. Die SBB machten dann die Flucht nach vorne und bestellten acht weitere ETR 610.
Es steht nicht mal fest, ob sich diese neigen können.
Doch, das können sie. In Deutschland wäre derzeit einfach eine Reservationspflicht nötig. Man wird sich wohl noch um eine Diät kümmern, um diesen Makel zu beseitigen. Der am stärksten belastete Radsatz müsste um 0.5 t abnehmen.
Vielleicht sollte man es mit gesunder Ernährung versuchen... (ok, das war ein Scherz :-)
Mit dem ICN hätte man einen zuverlässigen Neigezug nach Stuttgart, der auch als Rückfallebene nach München taugen würde, falls die WAKO nicht kommt.
Das mit der Österreich-Zulassung der ICN wurde gar nicht mehr untersucht, da in Österreich noch strengere Störstromanforderungen gelten als in Deutschland (und schon diese erfüllen die ICN nicht). Und für die Strecke St.Margrethen-Bregenz-Lindau braucht es eine Österreich-Zulassung, auf eine Sondergenehmigung wie bei den Re 421 kann man nicht mehr hoffen.
Für den Brüssel-Verkehr würden auch die bestehen 7 ETR 610 reichen.
Ja, das würden sie. Aber sieben Plastikraketen reichen nicht für den Italienverkehr, wenn die ETR 470 im Altmetall landen und die Zeit bis zu den neuen Triebzügen überbrückt werden muss.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
D-Zulassung des ICN
GibmirZucker, Sonntag, 21.10.2012, 23:18 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Die SBB machten dann die Flucht nach vorne und bestellten acht weitere ETR 610.
Wobei mich das schon erstaunt hat, ich hätte eher einen Deal mit Trenitalia erwartet, dass sie ihre 7 (sind ja fast 8...) 610 rausrückt (verkauft/verleiht/in die Schweiz einsetzt) und durch andere Züge (ETR500? AGV? ETR1000?) ersetzt. Derzeit wird ja weder ihre Neigetechnik noch 15KV Ausrüstung gebraucht und mit nur 250 sind sie ein Fremdkörper im italienischen HGV-Netz. Man müsste da nicht zittern, dass Alstom pünktlich liefert, sondern könnte schon bald umstellen. Bemerkenswert wie die Italiener an dem gut halben Dutzend Zügen hängen, ist ja ein Klacks in ihrer übrigen HGV-Flotte.
ETR 600 und ETR 610
Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 21.10.2012, 23:50 (vor 4911 Tagen) @ GibmirZucker
Hoi,
Wobei mich das schon erstaunt hat, ich hätte eher einen Deal mit Trenitalia erwartet, dass sie ihre 7 (sind ja fast 8...) 610 rausrückt (verkauft/verleiht/in die Schweiz einsetzt) und durch andere Züge (ETR500? AGV? ETR1000?) ersetzt.
Es gibt seitens Trenitalia eine Zusage, ihre sieben ETR 610 wieder in die Schweiz einzusetzen. Den SBB ist es aber verständlicherweise zu doof, sich vollständig auf diese Zusage zu verlassen.
Derzeit wird ja weder ihre Neigetechnik noch 15KV Ausrüstung gebraucht und mit nur 250 sind sie ein Fremdkörper im italienischen HGV-Netz. Man müsste da nicht zittern, dass Alstom pünktlich liefert, sondern könnte schon bald umstellen. Bemerkenswert wie die Italiener an dem gut halben Dutzend Zügen hängen, ist ja ein Klacks in ihrer übrigen HGV-Flotte.
Trenitalia besitzt neben den sieben ETR 610 auch zwölf ETR 600, die fast baugleich sind. Die ETR 600 können im Gegensatz zu den ETR 610 nur innerhalb Italiens eingesetzt werden. Ein gemeinsamer Einsatz beider Typen ist meines Wissens möglich.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Richtig schnell nach Brüssel
JW, Sonntag, 21.10.2012, 21:00 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Hallo,
Zwischen Luxemburg und Brüssel wird derzeit die Strecke ausgebaut. Ab 2014 soll dort die Fahrzeit um 20 Minuten sinken. Bis 2018 soll zudem diese Strecke auch für bogenschnelles Fahren hergerichtet werden. Das würde weitere acht Minuten Fahrzeit sparen. Bis jetzt war allerdings noch nicht klar, ob und welche Neigezüge dann dort überhaupt fahren sollen.
benutzt diesen Zug wirklich jemand um von Zürich nach Brüssel zu fahren? Mit TGV und Thalys über Paris spart man anderthalb Stunden gegenüber dieser Direktverbindung.
Gruß Jörg
Richtig schnell nach Brüssel
GibmirZucker, Sonntag, 21.10.2012, 22:10 (vor 4912 Tagen) @ JW
benutzt diesen Zug wirklich jemand um von Zürich nach Brüssel zu fahren? Mit TGV und Thalys über Paris spart man anderthalb Stunden gegenüber dieser Direktverbindung.
Es sind sicher eher wenige Nutzer auf der Gesamtstrecke. Jedoch hat die Verbindung auch Vorteile. Günstigerer Normalpreis, keine ausgebuchten Züge und kein Bahnhofwechsel in Paris, d.h. man reist bequemer.
Die anderthalb Stunden längere Fahrzeit sind der aktuelle Stand. Der IC/IR 90 fährt über Baden-Brugg und hat fast eine halbe Stunde Aufenthalt in Basel. Mit einem durchgehenden Zug ohne Lokwechsel und Zürich-Basel zu IC-Fahrzeiten wäre eine halbe Stunde Zeitersparnis drin, also noch knapp eine Stunde längere Fahrzeit. Kommt die Beschleunigung Basel-Straßburg (220 sind möglich, derzeit nur 160 für den IC vorgesehen), d.h. vgl. TGV-Fahrzeiten, sind das weitere 25 Minuten. Kommt noch die Beschleunigung Straßburg-Luxemburg, dazu noch Neigetechnik Belgien, hat man bereits Fahrzeitgleichheit im Vergleich zum Weg über Paris (der im Gegensatz zur Direktstrecke in den nächsten Jahren nicht massiv schneller wird). Ob man sechseinhalb Stunden im einem ETR610 sitzen will, ist eher Geschmackssache, mit eher nordeuropäischer Physiognomie ist mir da irgendwie alles zu eng...
Basel - Brüssel EC vs. TGV
naseweiß, Sonntag, 21.10.2012, 22:56 (vor 4912 Tagen) @ JW
Zwischen Luxemburg und Brüssel wird derzeit die Strecke ausgebaut. Ab 2014 soll dort die Fahrzeit um 20 Minuten sinken. Bis 2018 soll zudem diese Strecke auch für bogenschnelles Fahren hergerichtet werden. Das würde weitere acht Minuten Fahrzeit sparen. Bis jetzt war allerdings noch nicht klar, ob und welche Neigezüge dann dort überhaupt fahren sollen.
benutzt diesen Zug wirklich jemand um von Zürich nach Brüssel zu fahren? Mit TGV und Thalys über Paris spart man anderthalb Stunden gegenüber dieser Direktverbindung.
Der Umstieg in Paris vom Lyon- zum Nordbahnhof scheint etwas umständlich und zumindest in der 45-min-Form etwas gewagt. Richtig schnell wären die Züge erst dann, wenn sie direkt über die Interconnexion West fahren.
- Basel - Mulhouse - Dijon 01:30 h
- Dijon - Paris-Marne-la-Vallee - Paris-CDG 01:45 h (geschätzt aus Dijon/Lyon-Paris)
- Paris-CDG - Bruxelles 01:15 h
Kantenzeit etwa 04:30 h
Wenn man den Umweg über Lille-Europe nimmt, dort z.B. Umstieg London, dauert es ca. 20 min länger.
Die direkte Route des EC kann aber auch noch schneller werden. Laut Twindexx sind allein zwischen Bruxelles und Luxembourg bis zu 30 min drin. Wenn die zweite Sufe der LGV-Est fertig ist, wird Strasbourg-Metz hoffentlich schneller werden. Ob für diesen neuen schweizer Zug aber die Zulassung für die LGV einfach wird, die er ja nur für diesen speziellen Abschnitt benötigte? In Luxembourg und Strasbourg könnten vielleicht die Haltezeiten gekürzt werden, ggf. auch der ein oder andere Halt wie Selestat oder Libramont. So könnte man vielleicht eine Stunde schneller werden, rund 05:30 h statt rund 06:30 h heute.
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Basel - Brüssel EC vs. TGV
411, California, Sonntag, 21.10.2012, 23:05 (vor 4912 Tagen) @ naseweiß
AFAIK gibt es jedes Jahr ein paar THA von Strasbourg nach Brüssel v.v. Diese fahren den direkten Weg über die SFS und ohne Halt. Leider sind die Züge für die Angestellten des Europäischen Parlaments die jedes Jahr zwischen Brüssel und Strasbourg pendeln/umziehen. Wie lange die brauchen weiß ich auch nicht. Aber anscheinend gibt es nicht genug Potenzial auf der gesamten Strecke. Immerhin kann man aber schon Strasbourg-Lille durchgehend über die SFS fahren.
Gruß
411
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Mein Startup Keepoala:
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Basel - Brüssel EC vs. TGV
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 22.10.2012, 21:19 (vor 4911 Tagen) @ naseweiß
Hoi,
Wenn die zweite Sufe der LGV-Est fertig ist, wird Strasbourg-Metz hoffentlich schneller werden. Ob für diesen neuen schweizer Zug aber die Zulassung für die LGV einfach wird, die er ja nur für diesen speziellen Abschnitt benötigte?
Ich glaube nicht, dass Frankreich sich dieser Schmach hingeben würde, dass ein Zug eines französischen Herstellers (Alstom) auf einer französischen Strecke keine Zulassung bekäme. Zur Abwechslung kann französischer Protektionismus auch mal nützlich sein. ;-)
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Der SBB FV-Dosto.
Bogenschnell nach Brüssel
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Dienstag, 23.10.2012, 10:06 (vor 4910 Tagen) @ Twindexx
Hallo Twindexx,
Derzeit werden dort mit vier SBB-EC-Wagen-Kompositionen zwei tägliche Zugpaare gefahren.
Zwischen Luxemburg und Brüssel wird derzeit die Strecke ausgebaut. Ab 2014 soll dort die Fahrzeit um 20 Minuten sinken. Bis 2018 soll zudem diese Strecke auch für bogenschnelles Fahren hergerichtet werden.
Seltsam.
Mir sind keine GNT-Fahrzeugbeschaffungen der Belgier bekannt. Es wird also für sagenhafte 2 Zugpaare pro Tag eine Strecke dreistelliger Kilometerzahl für Neigetechnik ertüchtigt...???
Wieso wird bei uns eigentlich nicht doch die Zuiderzeelinie gebaut? 2 Thalys Zugpaare Paris-Groningen sollten doch gehen, oder?
wundert sich,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Bogenschnell nach Brüssel
Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 23.10.2012, 20:32 (vor 4910 Tagen) @ Oscar (NL)
Hoi,
Mir sind keine GNT-Fahrzeugbeschaffungen der Belgier bekannt. Es wird also für sagenhafte 2 Zugpaare pro Tag eine Strecke dreistelliger Kilometerzahl für Neigetechnik ertüchtigt...???
Ich glaube nicht, dass die Belgier die deutsche GNT haben, oder doch? - Das braucht es ja nur bei der deutschen PZB. In der Schweiz haben wir ja auch keine GNT, dafür verschiedene Geschwindigkeitsreihen (darunter auch N für bogenschnell).
Aber wenn die Belgier nächstes Jahr eine entsprechende Fahrzeug-Ausschreibung machen würden, könnten bis 2018 ca. 20 Fahrzeuge verfügbar sein.
Wieso wird bei uns eigentlich nicht doch die Zuiderzeelinie gebaut? 2 Thalys Zugpaare Paris-Groningen sollten doch gehen, oder?
Die Frage kann ich dir nicht beantworten.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Nachtrag zu Zürich-Brüssel
Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 24.10.2012, 15:38 (vor 4909 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von Twindexx, Mittwoch, 24.10.2012, 15:39
Mittlerweile ist die SER bei mir eingetroffen und dort steht, dass die SNCB an der Beschaffung von vier Neigezügen interessiert wäre. Man wollte sich ursprünglich bei der SBB-Ausschreibung ranhängen, diese haben dann aber auf die Neigetechnik verzichtet. Eine Möglichkeit wäre, dass die SBB aus der Option mit Alstom nochmals vier ETR 610 für die SNCB abrufen.
Was die Reisezeit anbelangt, so wird mit den derzeit in Arbeit befindlichen Ausbauten und einem 220 km/h schnellen Neigetriebzug die Fahrzeit Zürich-Brüssel auf fünfeinhalb Stunden sinken können. Damit wäre diese Direktverbindung wieder die schnellste Möglichkeit, um auf der Schiene diese Strecke zurückzulegen. Vorallem aber werden die Teilstrecken Strassburg-Luxemburg oder Luxemburg-Brüssel sehr konkurrenzfähig sein.
Mal schauen, was sich da so entwickelt. Irgendwie kommen mir aber vier Neigezüge für die SNCB etwas wenig vor, auch wenn die SBB noch vier eigene ETR 610 auf die Strecke schicken würden.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Nachtrag zu Zürich-Brüssel
naseweiß, Mittwoch, 24.10.2012, 19:29 (vor 4909 Tagen) @ Twindexx
Mittlerweile ist die SER bei mir eingetroffen und dort steht, dass die SNCB an der Beschaffung von vier Neigezügen interessiert wäre. Man wollte sich ursprünglich bei der SBB-Ausschreibung ranhängen, diese haben dann aber auf die Neigetechnik verzichtet. Eine Möglichkeit wäre, dass die SBB aus der Option mit Alstom nochmals vier ETR 610 für die SNCB abrufen.
Das ist interessant, danke.
Was die Reisezeit anbelangt, so wird mit den derzeit in Arbeit befindlichen Ausbauten und einem 220 km/h schnellen Neigetriebzug die Fahrzeit Zürich-Brüssel auf fünfeinhalb Stunden sinken können. Damit wäre diese Direktverbindung wieder die schnellste Möglichkeit, um auf der Schiene diese Strecke zurückzulegen. Vorallem aber werden die Teilstrecken Strassburg-Luxemburg oder Luxemburg-Brüssel sehr konkurrenzfähig sein.
Das ist doch Unfug! Für die Route kann ich mir maximal eine Beschleunigung auf 6h vorstellen:
- Bruxelles -2- Luxembourg -0,5- Metz -1- Strasbourg -1- Mulhouse -0,5- Basel -1- Zürich
Aber für 2 h Bruxelles-Luxembourg muss man schon schwer ausbauen, heute sind es schließlich 3 h. Ebenso müsste auf Luxembourg-Metz noch gut was gemacht werden. Metz-Strasbourg natürlich der zweite Abschnitt der LGV Est. Für 5,5 h braucht es eine richtige SFS Bruxelles-Luxembourg. 6,5 h sind insgesamt realitischer. Bezogen sich die 5,5 h vielleicht auf Bruxelles-Basel? 5,5 h Bruxelles-Zürich geht nur über Paris mit 300 km/h.
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Nachtrag zu Zürich-Brüssel
Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 24.10.2012, 20:22 (vor 4909 Tagen) @ naseweiß
Hoi,
Das ist doch Unfug! Für die Route kann ich mir maximal eine Beschleunigung auf 6h vorstellen:
- Bruxelles -2- Luxembourg -0,5- Metz -1- Strasbourg -1- Mulhouse -0,5- Basel -1- Zürich
Strasbourg - Mulhouse sind 50 min und Mulhouse - Basel SBB 20 min, zusammen sind das für Strasbourg - Basel SBB 1 h 10 min und nicht 1 h 30 min.
Aber für 2 h Bruxelles-Luxembourg muss man schon schwer ausbauen, heute sind es schließlich 3 h. Ebenso müsste auf Luxembourg-Metz noch gut was gemacht werden. Metz-Strasbourg natürlich der zweite Abschnitt der LGV Est. Für 5,5 h braucht es eine richtige SFS Bruxelles-Luxembourg. 6,5 h sind insgesamt realitischer. Bezogen sich die 5,5 h vielleicht auf Bruxelles-Basel? 5,5 h Bruxelles-Zürich geht nur über Paris mit 300 km/h.
[...]
Mittelfristig strebt die Belgische Staatsbahn (SNCB) eine Fahrzeitreduktion um 38 Minuten zwischen Bruxelles und Luxembourg an. Der grösste Teil des Zeitgewinns soll mit Streckenausbauten und dem Einsatz von Neigezügen realisiert werden; je drei Minuten sollen die Straffung der Fahrzeitreserven und die Auflassung des Haltes in Libramont bringen.
Erreicht werden diese Verbesserungen vermutlich frühestens 2018. Bis dann wird auch die zweite Etappe der Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV Est von Baudrecourt nach Vendenheim fertiggestellt sein, die auch eine Verkürzung der Fahrzeit Strasbourg - Luxembourg ermöglicht. Mit dem Wegfall der Lokomotivwechsel in Basel SBB und Luxembourg sowie unter Ausnutzung der Höchstgeschwindigkeit von bis zu 220 km/h auf der Strecke St. Louis - Strasbourg scheint für die Direktverbindung Zürich - Brüssel eine Fahrzeit von etwas mehr als fünfeinhalb Stunden erreichbar.
Kommerziell interessant sind auch Teilstrecken wie Strasbourg - Luxembourg oder Luxembourg - Bruxelles mit Fahrzeiten von anderthalb bis zwei Stunden. Allerdings: Schon heute ist die Bahn auf dem Abschnitt Strasbourg - Luxembourg mit einer Fahrzeit von rund zwei Stunden durchaus konkurrenzfähig, doch gibt es nur vier Direktverbindungen pro Tag.
[...]
Für den Rest des Artikels müsstest du dir das Heft schon selbst kaufen. (mehr als ein auszugsweises Zitat darf hier nicht ins Forum, aus verständlichen Gründen - Urheberrecht etc.)
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Nachtrag zu Zürich-Brüssel
naseweiß, Mittwoch, 24.10.2012, 21:01 (vor 4909 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von naseweiß, Mittwoch, 24.10.2012, 21:04
Strasbourg - Mulhouse sind 50 min und Mulhouse - Basel SBB 20 min, zusammen sind das für Strasbourg - Basel SBB 1 h 10 min und nicht 1 h 30 min.
Richtig, man muss aber mindestens noch in Strasbourg, Mulhouse und Basel halten. Gerade in Basel wird heute teilweise sehr lange gehalten, auch in Strasbourg etwas länger. Ein gewisser Puffer an der Grenze ist sicher auch nicht schlecht, siehe die 10 min der TGV Paris-Zürich.
Heute wird vor allem aber noch St.Louis, Colmar und Selestat gehalten, im Takt der TER-200. Wenn man die Halte auslässt, gewinnt man vermutlich 12 min. Ich habe es extra so aufgeführt, da es sich vorzüglich als ITF-Struktur anbietet. Der 60- bzw. teilweise 30-min-Takt Basel-Strasbourg der TER-200 ist doch nicht schlecht. Besser natürlich noch Basel, Mulhouse und Strabourg in Vollknoten-Zeitlage, heute ca. 15/45er-Zeitlagen.
[...]
Mittelfristig strebt die Belgische Staatsbahn (SNCB) eine Fahrzeitreduktion um 38 Minuten zwischen Bruxelles und Luxembourg an.
... scheint für die Direktverbindung Zürich - Brüssel eine Fahrzeit von etwas mehr als fünfeinhalb Stunden erreichbar.
Kommerziell interessant sind auch Teilstrecken wie Strasbourg - Luxembourg oder Luxembourg - Bruxelles mit Fahrzeiten von anderthalb bis zwei Stunden.
[...]
Danke fürs Zitat!
Wie kommen sie auf Bruxelles-Luxembourg unter 2h, wenn man nur 38 min einspart? Rechnen die wohl ab Bruxelles-Luxembourg/Schuman, ab dort sind es heute ca. 02:30-02:35 h? Das wären dann unter 2h.
Dennoch sind 2h für Bruxelles-Luxembourg und ca. 3h für Luxembourg-Basel (Luxembourg-Strasbourg über 1,5h, Strasbourg-Basel 1h-1,5h, Haltezeiten nicht vergessen) schon mal 5h. So landet man bei 6h für Bruxelles-Zürich.
Ich persönlich würde als Kantenzeit-Referenz lieber Midi/Centre/Nord nehmen und angesichts der Ausbauten sagen, 2,5 h für Burxelles-Luxembourg, somit 6,5 h Bruxelles-Zürich.
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Nachtrag zu Zürich-Brüssel
Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 24.10.2012, 22:52 (vor 4909 Tagen) @ naseweiß
bearbeitet von Twindexx, Mittwoch, 24.10.2012, 22:56
Hoi,
Ich persönlich würde als Kantenzeit-Referenz lieber Midi/Centre/Nord nehmen und angesichts der Ausbauten sagen, 2,5 h für Burxelles-Luxembourg, somit 6,5 h Bruxelles-Zürich.
Also ich glaube, die SER-Redaktion kann die Fakten in ihren Artikeln schon korrekt sortieren. Wenn die sagen, gut fünfeinhalb Stunden lägen drin, dann musst Du nicht zwangsläufig gleich eine Stunde drauflegen. Da auch ich die Straffung der Fahrzeitreserve dieser EC kritisch sehe (wann kommen die schonmal pünktlich in Basel an?), könnte ich mich mit sechs Stunden für die Gesamtstrecke Bruxelles-Midi - Zürich HB zufrieden geben (wieso hält der in Brüssel eigentlich so derart oft? - ein Halt kommt ja nur zwei Minuten nach dem anderen).
Sechseinhalb Stunden wären nun wirklich zuviel des guten. Es geht ja wirklich darum, dass die Direktverbindung nicht langsamer als der Weg via Frankfurt oder Paris ist. Ansonsten wäre die Übung ja mehr oder weniger sinnlos, dafür extra ein paar Neigezüge zu beschaffen. Es wird ja im Artikel betont, dass da alle vier Bahngesellschaften (SBB, SNCF, CFL und SNCB) beteiligt sind. Und die einzigen, die entsprechende Züge hätten, wären die SBB.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Der SBB FV-Dosto.
Nachtrag zu Zürich-Brüssel
naseweiß, Mittwoch, 24.10.2012, 23:44 (vor 4908 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von naseweiß, Mittwoch, 24.10.2012, 23:46
Also ich glaube, die SER-Redaktion kann die Fakten in ihren Artikeln schon korrekt sortieren. Wenn die sagen, gut fünfeinhalb Stunden lägen drin, dann musst Du nicht zwangsläufig gleich eine Stunde drauflegen.
Ich nehme jetzt mal Bruxelles-Schuman als Bruxelles, dort kann man in die Metro umzusteigen.
- Schuman-Namur-Arlon-Luxembourg 02:33 h -> 01:55 h (160 km/h, Neigetechnik, Libramont)
- Luxembourg 5 min
- Luxembourg-Thionville-Metz 00:40 h (Hier was zu holen?)
- Metz 2 min
- Metz-Strasbourg 01:17 h -> 01:00 h (?, LGV-Est über ca. 110 km)
- Strasbourg 3 min
- Strasbourg-Mulhouse-Basel 01:18 h -> 01:10 h (?, Selestat, Colmar, St-Louis)
=> Schuman-Basel 04:55 h
Das sind praktisch 5h. Nach Zürich würde man normal 1h mehr rechnen, also 6h, und das nur von/bis Bruxelles-Schuman. Oder sind schon 45 min für Basel-Zürich bedacht? Das gälte dann aber auch für alle anderen Routen.
Hier als Quellen noch die Fahrplantabellen der CFL:
Luxembourg -> Belgien, Luxembourg -> Frankreich
Sechseinhalb Stunden wären nun wirklich zuviel des guten. Es geht ja wirklich darum, dass die Direktverbindung nicht langsamer als der Weg via Frankfurt oder Paris ist.
Richtig, besser schneller. Ich bezweifel aber, dass es so einfach geht. Die fast durchgehende SFS über Paris ist, wenn auch umwegig, überfüllt und bisher nur unmögliche Umstiege, kaum schlagbar.
Ansonsten wäre die Übung ja mehr oder weniger sinnlos, dafür extra ein paar Neigezüge zu beschaffen. Es wird ja im Artikel betont, dass da alle vier Bahngesellschaften (SBB, SNCF, CFL und SNCB) beteiligt sind. Und die einzigen, die entsprechende Züge hätten, wären die SBB.
Für die Teilabschnitte nach Strasbourg und Luxembourg ist die Route ja unverzichtbar und die Beschleunigung und die Angebotsausweitung Alles andere als ein Fehler.
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Nachtrag zu Zürich-Brüssel
GibmirZucker, Donnerstag, 25.10.2012, 00:13 (vor 4908 Tagen) @ naseweiß
Richtig, besser schneller. Ich bezweifel aber, dass es so einfach geht. Die fast durchgehende SFS über Paris ist, wenn auch umwegig, überfüllt und bisher nur unmögliche Umstiege, kaum schlagbar.
Der Umstieg ist der Knackpunkt. Und hoffe jetzt zu später Stunde keinen Überlegungsfehler zu machen. Nach Inbetriebnahme der zweiten Etappe von Est, wird Zürich-Paris über Straßburg wieder gleich schnell wie über RR, das wären Zürich-Paris plus Paris-Brüssel, unter Umfahrung von Paris ja ziemlich genau 5,5 Stunden. Bis Abzweigung Metz ist es ja die gleiche Strecke, also gilt gleiches für Basel, Mühlhausen und Straßburg. Vielleicht werden gerade deshalb so die 5,5 Stunden über Luxemburg propagiert, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, dass die Investionen für den internationalen Verkehr, abgesehen für Luxemburg, nicht viel bringen, da Züge über Paris (ohne Halt) schneller wären?
Nachtrag zu Zürich-Brüssel
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 25.10.2012, 03:16 (vor 4908 Tagen) @ naseweiß
Hoi,
- Schuman-Namur-Arlon-Luxembourg 02:33 h -> 01:55 h (160 km/h, Neigetechnik, Libramont)
- Luxembourg 5 min
- Luxembourg-Thionville-Metz 00:40 h (Hier was zu holen?)
- Metz 2 min
- Metz-Strasbourg 01:17 h -> 01:00 h (?, LGV-Est über ca. 110 km)
- Strasbourg 3 min
- Strasbourg-Mulhouse-Basel 01:18 h -> 01:10 h (?, Selestat, Colmar, St-Louis)
=> Schuman-Basel 04:55 h
Bruxelles-Luxembourg liegt auch schon ziemlich im Zentrum, nur macht der Zug dann eine schöne kleine Stadtrundfahrt, bevor er dann endlich Bruxelles-Midi erreicht.
Im Netz entdeckte ich noch das hier: http://ec.europa.eu/ten/transport/priority_projects_minisite/PP28DE.pdf
1h 25min für Luxembourg-Strasbourg in nicht mehr allzu langer Zeit. (Die 1h 30min für Bruxelles-Luxembourg verbuche ich mal noch als etwas entfernter Wunsch.)
Wenn man also für Luxembourg-Strasbourg statt deinen 1h 42min also 1h 25min annimmt, dann lande ich bei Bruxelles-Schuman - Basel SBB bei 4h 38min. Oder Bruxelles-Midi - Basel SBB bei 4h 56min.
Das sind praktisch 5h. Nach Zürich würde man normal 1h mehr rechnen, also 6h, und das nur von/bis Bruxelles-Schuman. Oder sind schon 45 min für Basel-Zürich bedacht? Das gälte dann aber auch für alle anderen Routen.
Die reine Fahrzeit Basel SBB - Zürich HB beträgt 53 min. Wenn man in Basel SBB die gleichen sieben Minuten Haltezeit wie bei den TGV annimmt, dann ergeben sich folgende Fahrzeiten:
Bruxelles-Midi - Zürich HB: 5h 56min
Bruxelles-Central - Zürich HB: 5h 52min
Bruxelles-Nord - Zürich HB: 5h 46min
Bruxelles-Schuman - Zürich HB: 5h 38min
Bruxelles-Luxembourg - Zürich HB: 5h 34min
Egal, wie ich das drehe und wende, ich komme immer irgendwie zwischen fünfeinhalb und sechs Stunden. Auf keinen Fall aber komme ich auf über sechs Stunden.
Richtig, besser schneller. Ich bezweifel aber, dass es so einfach geht. Die fast durchgehende SFS über Paris ist, wenn auch umwegig, überfüllt und bisher nur unmögliche Umstiege, kaum schlagbar.
Von Zürich HB aus kommt man sowieso nach etwas mehr als vier Stunden Fahrt im Gare-de-Lyon an und muss dann mit der RER-Linie D nach Paris-Nord. Das ganze ist derzeit nicht in unter 6h 13min zu schaffen. Ob mit der LGV-Est-Erweiterung wieder TGV-Lyria Zürich HB - Paris-Est via LGV Est verkehren, muss sich erst noch zeigen. Immerhin sollen an der LGV Rhin-Rhône mit einem Halt in Belfort-Montbéliard-TGV ab 2015 auch Reisende aus dem Jura (Delémont, Porrentruy, etc.) bedient werden.
Für die Teilabschnitte nach Strasbourg und Luxembourg ist die Route ja unverzichtbar und die Beschleunigung und die Angebotsausweitung Alles andere als ein Fehler.
Das ganz sicher. Wenn jedoch die SBB schon Züge dafür beschaffen, werden sie auch ein Interesse daran haben, dass diese Züge nicht nur für belgische, luxemburgische und französische Bedürfnisse verkehren, sondern auch für schweizer.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Der SBB FV-Dosto.
Nachtrag zu Zürich-Brüssel
naseweiß, Donnerstag, 25.10.2012, 08:29 (vor 4908 Tagen) @ Twindexx
Bruxelles-Luxembourg liegt auch schon ziemlich im Zentrum, nur macht der Zug dann eine schöne kleine Stadtrundfahrt, bevor er dann endlich Bruxelles-Midi erreicht.
Im Netz entdeckte ich noch das hier: http://ec.europa.eu/ten/transport/priority_projects_minisite/PP28DE.pdf
1h 25min für Luxembourg-Strasbourg in nicht mehr allzu langer Zeit. (Die 1h 30min für Bruxelles-Luxembourg verbuche ich mal noch als etwas entfernter Wunsch.)Wenn man also für Luxembourg-Strasbourg statt deinen 1h 42min also 1h 25min annimmt, dann lande ich bei Bruxelles-Schuman - Basel SBB bei 4h 38min. Oder Bruxelles-Midi - Basel SBB bei 4h 56min.
Richtig. Nur die 01:25 h für Luxembourg-Strasbourg benötigen eine Anschluss-SFS von Bettembourg nach Beaudrecourt, schließlich nochmal ca. 17 min schneller als es die Beschleunigung durch die LGV Est allein vermutlich schafft, ggf. noch nicht mehr Halt in Metz. Diese Strecke halte ich für unwahrscheinlich, da müsste man schon bischen mehr im Netz zu finden als solche Schönfärbereien und Perspektiven-Aufdeckereien der EU.
Egal, wie ich das drehe und wende, ich komme immer irgendwie zwischen fünfeinhalb und sechs Stunden. Auf keinen Fall aber komme ich auf über sechs Stunden.
Ich dachte allgemein, dass in Selestat, Colmar, St-Louis weiter gehalten wird, im Takt mit den TER-200.
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Nachtrag zu Zürich-Brüssel
Twindexx, St. Gallen (CH), Donnerstag, 25.10.2012, 18:22 (vor 4908 Tagen) @ naseweiß
Hoi,
Richtig. Nur die 01:25 h für Luxembourg-Strasbourg benötigen eine Anschluss-SFS von Bettembourg nach Beaudrecourt, schließlich nochmal ca. 17 min schneller als es die Beschleunigung durch die LGV Est allein vermutlich schafft, ggf. noch nicht mehr Halt in Metz. Diese Strecke halte ich für unwahrscheinlich, da müsste man schon bischen mehr im Netz zu finden als solche Schönfärbereien und Perspektiven-Aufdeckereien der EU.
Die Verlängerung der LGV Est bringt es fertig, dass die TGV Zürich-Paris plätzlich via LGV Est schneller sein werden als via LGV Rhin-Rhône. Das bedeutet, dass dort über eine halbe Stunde eingespart wird. Die Eröffnung der LGV Rhin-Rhône hat die Fahrzeit Zürich-Paris um eine halbe Stunde gekürzt. Das heisst, dass die Verlängerung der LGV Est mehr als eine halbe Stunde bringen muss, damit die Aussage stimmt, dass der TGV Zürich-Paris dann wieder über Strasbourg schneller sei.
Daher sind für mich die 01:25 h für Strasbourg-Luxembourg realistisch. Du bist hingegen nur von 17 min Ersparnis bei der LGV Est ausgegangen und das glaube ich nämlich kaum, dass das nur 17 min ergeben.
Ich dachte allgemein, dass in Selestat, Colmar, St-Louis weiter gehalten wird, im Takt mit den TER-200.
Wenn der ETR 610 dann dort schneller als 200 km/h fahren soll, wird der auch nicht mehr in diesen TER-200-Takt passen. Dann kann der Fahrplan sowieso neu geschrieben werden.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Luxembourg - Strabourg in 01:25 h?
naseweiß, Donnerstag, 25.10.2012, 19:08 (vor 4908 Tagen) @ Twindexx
Die Verlängerung der LGV Est bringt es fertig, dass die TGV Zürich-Paris plätzlich via LGV Est schneller sein werden als via LGV Rhin-Rhône. Das bedeutet, dass dort über eine halbe Stunde eingespart wird. Die Eröffnung der LGV Rhin-Rhône hat die Fahrzeit Zürich-Paris um eine halbe Stunde gekürzt. Das heisst, dass die Verlängerung der LGV Est mehr als eine halbe Stunde bringen muss, damit die Aussage stimmt, dass der TGV Zürich-Paris dann wieder über Strasbourg schneller sei.
Wieso so eine komplizierte, indirekte Herleitung?
LGV-Est, Fahrzeiten: Strasbourg-Paris, heute 02:20 h, mit zweitem Teil 01:50 h.
Diese 30 min Ersparnis gelten für 320 km/h (?) über die vollen 106 km des zweiten Abschnitts, bzw. der Ansatz-/Endpunkt der schnellen Fahrt verschiebt sich um diese Länge nach Osten. Dagegen soll der Bruxelles-Chur-Express nur 220 km/h (?) fahren und muss vor Baudrecourt wieder bremsen, also angesichts der Verbindungkurve, die schon östlich des Beginns des zweiten Abschnitts beginnt und Beschleunigung/Bremsen vielleicht nur 95 km vmax.
Daher sind für mich die 01:25 h für Strasbourg-Luxembourg realistisch. Du bist hingegen nur von 17 min Ersparnis bei der LGV Est ausgegangen und das glaube ich nämlich kaum, dass das nur 17 min ergeben.
Gut, vielleicht war 17 min zu wenig und man spart man 20 min, sicher aber nicht die 30 min der TGV nach Paris. Damit landet man von heute ziemlich genau 2 h bei 01:40 h.
Lösung könnte vielleicht sein, dass die Neigetechnik auch zwischen Luxembourg und Thionville sowie Metz und Baudrecourt eingesetzt wird. Diese Abschnitte sehen lohnend aus. Wenn dann noch Reserve gestrichen wird und der Halt Thionville, dann könnte es gerade klappen und die restlichen 15 min reinkommen.
Ich habe bisher nur einen Vertrag zur Anbindung Luxembourgs an den Verkehr der LGV Est gefunden. Dort ist auch genau von den 01:25 h die Rede, aber nur die LGV-Est als Maßnahme erwähnt! Da Luxembourg-Paris mit 02:15 h beschrieben ist, was es aktuell gibt, ist keine kurze LGV Luxembourg-Metz angedacht. Die zweite Phase der LGV-Est bringt aber 30 min für Züge nach Paris, für Züge nach Metz definitiv weniger. Dazu ist von TGV-Garnituren für die Verbindung die Rede. Da bei den Neigetechnik vermutlich nie ein Thema war, kann die Neigetechnik nicht unbedingt der Schlüssel zu dieser Angabe sein.
Ich dachte allgemein, dass in Selestat, Colmar, St-Louis weiter gehalten wird, im Takt mit den TER-200.
Wenn der ETR 610 dann dort schneller als 200 km/h fahren soll, wird der auch nicht mehr in diesen TER-200-Takt passen. Dann kann der Fahrplan sowieso neu geschrieben werden.
Die 20 km/h mehr machen einen gewaltigen Unterschied. Klar, der Fahrplan wird ggf. sowieso geändert. Im Sinne des Candencement, das auch in Frankreich einhalten soll, passte die Verbindung beider Linie aber.
Übrigens fiel mir noch auf, dass Colmar größer als Thionville oder Arlon ist. Größe ist natürlich nicht Alles, aber ein richtiger Fernzug, bei dem es nur um die minimale Fahrzeit geht, sollte dann dort (Thionville und Arlon) wohl auch durchfahren. Thionville müsste für die 01:25 h Luxembourg-Strasbourg vermutlich sowieso geopfert werden, siehe Überlegung. Arlon scheint wohl ein Kompromisshalt zu sein, damit der äußerste Süden Belgiens was von den Expressen hat. Bis dorthin erreichen sie gegenüber den klassischen, belgischen IC dann auch den größten Zeitvorteil.
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Luxembourg - Strabourg in 01:25 h?
Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 26.10.2012, 01:39 (vor 4907 Tagen) @ naseweiß
Hoi,
Wieso so eine komplizierte, indirekte Herleitung?
Ich hatte halt gerade keinen solchen Link zur Hand. ;-)
LGV-Est, Fahrzeiten: Strasbourg-Paris, heute 02:20 h, mit zweitem Teil 01:50 h.
Danke für den Link! Das sind die Systemfahrzeiten. Die tatsächlichen Fahrzeiten werden wohl etwas tiefer sein, oder?
Diese 30 min Ersparnis gelten für 320 km/h (?) über die vollen 106 km des zweiten Abschnitts, bzw. der Ansatz-/Endpunkt der schnellen Fahrt verschiebt sich um diese Länge nach Osten. Dagegen soll der Bruxelles-Chur-Express nur 220 km/h (?) fahren und muss vor Baudrecourt wieder bremsen, also angesichts der Verbindungkurve, die schon östlich des Beginns des zweiten Abschnitts beginnt und Beschleunigung/Bremsen vielleicht nur 95 km vmax.
Ein ETR 610 dürfte 250 km/h fahren. Die 220 km/h gelten wohl nur für die Bestandsstrecke St.Louis-Strassburg. Auf 106 km beträgt der Unterschied zwischen 250 und 320 km/h etwa fünf Minuten.
Gut, vielleicht war 17 min zu wenig und man spart man 20 min, sicher aber nicht die 30 min der TGV nach Paris. Damit landet man von heute ziemlich genau 2 h bei 01:40 h.
Einigen wir uns auf 25 Minuten Ersparnis für den ETR 610?
Lösung könnte vielleicht sein, dass die Neigetechnik auch zwischen Luxembourg und Thionville sowie Metz und Baudrecourt eingesetzt wird. Diese Abschnitte sehen lohnend aus. Wenn dann noch Reserve gestrichen wird und der Halt Thionville, dann könnte es gerade klappen und die restlichen 15 min reinkommen.
Das Streichen von Reserven kann ich eigentlich nicht wirklich was positives abgewinnen. Vorallem dann nicht, wenn man sich die Pünktlichkeit der heutigen EC anschaut.
Der Einsatz der Neigetechnik von Metz bis Luxemburg kann man durchaus noch was abgewinnen.
Ich habe bisher nur einen Vertrag zur Anbindung Luxembourgs an den Verkehr der LGV Est gefunden. Dort ist auch genau von den 01:25 h die Rede, aber nur die LGV-Est als Maßnahme erwähnt! Da Luxembourg-Paris mit 02:15 h beschrieben ist, was es aktuell gibt, ist keine kurze LGV Luxembourg-Metz angedacht. Die zweite Phase der LGV-Est bringt aber 30 min für Züge nach Paris, für Züge nach Metz definitiv weniger. Dazu ist von TGV-Garnituren für die Verbindung die Rede. Da bei den Neigetechnik vermutlich nie ein Thema war, kann die Neigetechnik nicht unbedingt der Schlüssel zu dieser Angabe sein.
Auf das wollte ich ja hinaus. Und wenn wir dann bei den 01:25 h wären, lägen meine Zeitangaben von unter sechs Stunden wieder drin.
Aber lassen wir die Belgier erstmal ihre Ausbauten fertigstellen und ihre Neigezüge beschaffen, dann sehen wir ja, wie sich die Dinge so entwickeln werden.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Luxembourg - Strasbourg in 01:25 h?
naseweiß, Freitag, 26.10.2012, 09:49 (vor 4907 Tagen) @ Twindexx
Danke für den Link! Das sind die Systemfahrzeiten. Die tatsächlichen Fahrzeiten werden wohl etwas tiefer sein, oder?
Anscheinend, der Unterschied wird sich dennoch auf rund 30 min belaufen.
Diese 30 min Ersparnis gelten für 320 km/h (?) über die vollen 106 km des zweiten Abschnitts, bzw. der Ansatz-/Endpunkt der schnellen Fahrt verschiebt sich um diese Länge nach Osten. Dagegen soll der Bruxelles-Chur-Express nur 220 km/h (?) fahren und muss vor Baudrecourt wieder bremsen, also angesichts der Verbindungkurve, die schon östlich des Beginns des zweiten Abschnitts beginnt und Beschleunigung/Bremsen vielleicht nur 95 km vmax.
Ein ETR 610 dürfte 250 km/h fahren. Die 220 km/h gelten wohl nur für die Bestandsstrecke St.Louis-Strassburg. Auf 106 km beträgt der Unterschied zwischen 250 und 320 km/h etwa fünf Minuten.
Gut, vielleicht war 17 min zu wenig und man spart man 20 min, sicher aber nicht die 30 min der TGV nach Paris. Damit landet man von heute ziemlich genau 2 h bei 01:40 h.
Einigen wir uns auf 25 Minuten Ersparnis für den ETR 610?
Nein, sicher nicht. Ein Zug nach Paris kann bei Baudrecourt mit vmax durchfahren, kann also über die vollen 106 km die vmax ausnutzen. Beim Zug nach Paris wird nur der Beschleunigungsabschnitt von 'westlich Baudrecourt' nach 'westlich Vendenheim' verlegt. Der Zug nach Metz muss vor der Ausfädelung nach Baudrecourt bereits wieder bremsen, hat wegen je einmal Beschleunigen und Bremsen deutlich weniger Kilometer mit vmax. Dazu wissen wir nicht, wie schnell die Verbindung zur Altstrecke bei Baudrecourt befahren werden wird und wie die genaue Streckenlänge am Ende sein wird.
Auf das wollte ich ja hinaus. Und wenn wir dann bei den 01:25 h wären, lägen meine Zeitangaben von unter sechs Stunden wieder drin.
Aber lassen wir die Belgier erstmal ihre Ausbauten fertigstellen und ihre Neigezüge beschaffen, dann sehen wir ja, wie sich die Dinge so entwickeln werden.
Ich kann halt nur nicht nachvollziehen, wie man plötzlich so viel einspart, bin da kritisch. Denn 20 min Einsparung bringen die Fahrzeit nur auf 01:40 h. Bis 01:25 h fehlt da noch was, von dem man scheinbar nirgendwo berichtet bekommt.
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Problem: Bruxelles >< Luxembourg
Thalyseo, Freitag, 05.04.2013, 16:26 (vor 4746 Tagen) @ naseweiß
Hallo,
ich sehe es so, dass aus Brüsseler Sicht eigentlich kein berechtigtes Interesse einer Linienführung über Luxemburg, solange die Fahrzeit mehr als zwei Stunden beträgt (200 km; durchschnittliche geschätzte Fahrzeit mit Pkw); die Kostenaspekte seien einmal außen vor gelassen.
Angenommen die Fahrt ginge über Paris (SFS; Stadtumfahrung), dann würden - jenseits der belgischen Grenze - lediglich Luxembourg, Thionville und Metz den Anschluss verlieren. Letzteres könnte einen (schlechten) Ersatz durch den Haltepunkt "Lorraine TGV" finden.
Für den sicherlich nicht ganz unattraktiven Abschnitt Strasbourg >< Luxembourg würde sicherlich eine Lösung finden (= ? z. B. Verlängerung der TER 200 bzw. des heutigen SNCB-IRm ?), da könnte durch zeitlich weeniger attraktiven FV eine preissensiblere Klientel bedient werden. Bruxelles >< Luxembourg erscheint mir - nach heutigem Ermessen (= keine konkurrenzfähige Fahrzeit) - gut aufgestellt.
Vorstellen könnte ich mir aber auch, dass Bruxelles >< Schweiz über Deutschland gefahren wird, und so bspw. den Abschnitt Bruxelles >< Köln durch Integration in den ICE International einerseits, und in die ICE-Linie Köln >< Basel andererseits, enorm aufwerten könnte (= Spekulation).
Großer Nachteil hierbei wäre natürlich der Wegfall des Haltes in Strasbourg, der ja eigentlich nur - wenn überhaupt - durch Reaktivierung der "Wintersdorfer Brücke"* (= "kopflose" Schleife Karlsruhe - Strasbourg - Offenburg; zum Nachteil von Baden-Baden), sofern sich diese Schleife sich nicht als allzu zeitaufwendig gestaltet.
* Natürlich wäre auch hier wieder das Problem des zusätzlichen Systemwechsels; Nutzung der "Wintersdorfer Brücke" durch den gesamten Deutschland-Frankreich-Verkehr vorausgesetzt.
Potential der Strecke München-Lindau
Lumi25, Sonntag, 21.10.2012, 01:21 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Die Talent 2 müssten eigentlich mit Neigetechnik lieferbar sein.
Dieser Billigschrott soll mit Neigetechnik fahren? Dieser Billigschrott hat den Ruf von Bombadier ziemlich ruiniert in Deutschland. Ich denke man sollte froh sein, wenn die Dinger zuverlässig 160 km/h fahren. Das Ding mit Neigetechnik da würde ich kein Fuß rein setzen.
Talent 2
Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 21.10.2012, 13:39 (vor 4912 Tagen) @ Lumi25
bearbeitet von Twindexx, Sonntag, 21.10.2012, 13:40
Hoi,
Dieser Billigschrott hat den Ruf von Bombadier ziemlich ruiniert in Deutschland. Ich denke man sollte froh sein, wenn die Dinger zuverlässig 160 km/h fahren. Das Ding mit Neigetechnik da würde ich kein Fuß rein setzen.
Ich glaube, du solltest überhaupt mal einen Fuss da hineinsetzen und mal deine abwertende Meinung gründlich revidieren! Die Talent 2 sind mit Sicherheit kein Schrott! Und die Verzögerung bei der Zulassung vollständig auf Bombardier zu schieben, ist genauso falsch.
Da wurden vom EBA Sachen gefordert, die wurden nie verlangt. Und nachdem sich dann der Ramsauer eingeschaltet hatte, wurden diese Sachen plötzlich auch vom EBA nicht mehr gefordert. Von der DB war zu hören, dass das EBA plötzlich Zulassungen wieder etwas légerer angeht als noch vor kurzem. Da muss es beim EBA gewaltig Krach von oben gegeben haben in letzter Zeit. Übrigens hat ja nicht nur Bombardier Probleme mit dem EBA, siehe ODEG-Kiss.
Man kann zwar nicht verneinen, dass sich auch Bombardier nicht gerade heilig verhalten hatte, aber man muss das schon noch etwas differenzierter sehen.
Die Talent 2 fahren laufruhig, ruckelfrei, es sccheppert und klappert nichts und sie haben eine gute Beschleunigung. Auch mit Neigetechnik würde ich mich sofort wieder da reinsetzen. Wenn dir die Inneneinrichtung nicht passen sollte, die hat die DB so haben wollen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
Edit:
Cool, der ICE-Treff-Beitrag Nummer 205'000. ;-)
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Der Minister sollte das EBA seinen Job machen lassen
ICE-T-Fan, Sonntag, 21.10.2012, 13:52 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
Für mich sind die lockeren Zulassungsverfahren des EBA eher ein Grund Neufahrzeuge zu vermeiden.
Wenn man hier wirklich Politik über technischen Sachverstand stellt, sind wir einem zweiten Eschede oder Köln sehr nahe.
Das EBA wird nicht von Spaßvögeln geleitet. Der Verkehrsminister sollte sich um wichtigere Dinge kümmern, wie Beispielsweise den Ausbau des Netzes und die Beseitigung eklatanter Mängel.
Als ich letztens mit meiner Mutter nach Eisenach fuhr, fragte sie mich ob die Züge (RS1) Neigetechnik hätten. Denn in einigen Passagen sind schon fühlbare Streckenschieflagen enthalten.
EBA macht Dienst nach Vorschrift wegen persönl. Haftbarkeit
Alphorn (CH), Sonntag, 21.10.2012, 14:11 (vor 4912 Tagen) @ ICE-T-Fan
Für mich sind die lockeren Zulassungsverfahren des EBA eher ein Grund Neufahrzeuge zu vermeiden.
Locker?
Wie kann es dann sein, dass Züge, welche in anderen Ländern längst zugelassen sind, am EBA scheitern? So geschehen bei FLIRT und jetzt anscheinend beim ODEG-KISS, weitere Beispiele gibt es sicher. Nein, das EBA ist extrem anspruchsvoll.
Der Grund dafür ist meiner Meinung nach klar: Die schon hier diskutierte persönliche Haftbarkeit der EBA-Angestellten. Mir ist kein anderes Land bekannt, wo ein Zulassungsbeamter vor dem Richter landete. Da kann ich den Beamten keinen Vorwurf machen, wenn sie strengstens nach Vorschrift arbeiten wollen und möglichst viel Verantwortung an externe Gutachter abgeben... das alles kostet gewaltig Zeit.
EBA macht Dienst nach Vorschrift wegen persönl. Haftbarkeit
Sese, Sonntag, 21.10.2012, 14:24 (vor 4912 Tagen) @ Alphorn (CH)
Für mich sind die lockeren Zulassungsverfahren des EBA eher ein Grund Neufahrzeuge zu vermeiden.
Locker?Wie kann es dann sein, dass Züge, welche in anderen Ländern längst zugelassen sind, am EBA scheitern? So geschehen bei FLIRT und jetzt anscheinend beim ODEG-KISS, weitere Beispiele gibt es sicher. Nein, das EBA ist extrem anspruchsvoll.
Der Grund dafür ist meiner Meinung nach klar: Die schon hier diskutierte persönliche Haftbarkeit der EBA-Angestellten. Mir ist kein anderes Land bekannt, wo ein Zulassungsbeamter vor dem Richter landete. Da kann ich den Beamten keinen Vorwurf machen, wenn sie strengstens nach Vorschrift arbeiten wollen und möglichst viel Verantwortung an externe Gutachter abgeben... das alles kostet gewaltig Zeit.
Ich weiß zwar nicht, wie es bei KISS, FLIRT etc ist - aber es gibt nun schon die TSI LOC&PAS sowie die TSI HS RST. Und Fahrzeugzulassungen nach TSI würde in Deutschland das EBC als NoBo machen, wobei man in der Auswahl des NoBo frei ist. Wer Lust hat, kann auch den britischen NoBo nehmen.
Abgesehen davon läuft es bei EBA entgegen der vielverbreiteten Meinung nicht so, dass ein grimmiger Beamter am Schreibtisch sitzt und nur darauf wartet, die eingereichten Nachweise zur Zulassung zu zerfetzen. Man kann schon ganz vernünftig mit den Damen und Herren dort reden.
--
Grüße,
Sese
EBA macht Dienst nach Vorschrift wegen persönl. Haftbarkeit
Fabian318, Münster i. W., Donnerstag, 25.10.2012, 00:01 (vor 4908 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von Fabian318, Donnerstag, 25.10.2012, 00:05
Mir ist kein anderes Land bekannt, wo ein Zulassungsbeamter vor dem Richter landete.
Wie läuft es denn in anderen Ländern, wenn ein Unfall aufgrund einer mangelhaften Zulassung des Fahrzeuges entsteht? Shit happens? Egal ob Arzt, Fahrzeugführer oder Behördenmitarbeiter, jeder muss im Zweifel auch privat für eklatante Fehler am Arbeitsplatz im strafrechtlichen Sinne haften.
So geschehen bei FLIRT
Die deutschen FLIRTs hatten doch z. B. eine völlig andere Bremsanlage als die Schweizer FLIRTs?
EBA macht Dienst nach Vorschrift wegen persönl. Haftbarkeit
Alphorn (CH), Donnerstag, 25.10.2012, 02:30 (vor 4908 Tagen) @ Fabian318
Mir ist kein anderes Land bekannt, wo ein Zulassungsbeamter vor dem Richter landete.
Wie läuft es denn in anderen Ländern, wenn ein Unfall aufgrund einer mangelhaften Zulassung des Fahrzeuges entsteht? Shit happens? Egal ob Arzt, Fahrzeugführer oder Behördenmitarbeiter, jeder muss im Zweifel auch privat für eklatante Fehler am Arbeitsplatz im strafrechtlichen Sinne haften.
Eklatant ist hier das Stichwort. Im EBA-Fall ging es ja darum, ob es für die Türschliessung eine Lichtschranke oder ein Lichtgitter braucht. Das EBA liess die Lichtschranken zu (wie sie auch in Liften verbaut werden), es kam zu Unfällen (zum Glück keinen ernsten). Ich würde das nicht als eklatanten Fehler bezeichnen, wenn das EBA eine andernorts bewährte Technologie in der Bahn zulässt; schliesslich kommt ja zur Lichtschranke noch der Einklemmschutz hinzu.
Wie gesagt, ich kenne kein anderes Land, wo der Beamte vor dem Richter landete, allerdings kann's gut sein, dass man hierzulande einfach nichts davon hört.
So geschehen bei FLIRT
Die deutschen FLIRTs hatten doch z. B. eine völlig andere Bremsanlage als die Schweizer FLIRTs?
Weiss ich nicht, aber spreche ich hier von den später gelieferten Privatbahn-FLIRTs, wo ich eigentlich keine grossen konstruktiven Änderungen gegenüber Serien-FLIRTs mehr erwarte.
Zuverlässigkeit der Talent 1 Neigetechnik?
JW, Sonntag, 21.10.2012, 20:48 (vor 4912 Tagen) @ Twindexx
bearbeitet von JW, Sonntag, 21.10.2012, 20:49
Hallo,
weiß jemand wie zuverlässig die Neigetechnik des Talent 1 funktioniert? Viele Züge damit gibt es ja nicht.
Gruß Jörg
Verarschen: Andererseits...
Maggus, Ravensburg (Württ), Samstag, 20.10.2012, 17:57 (vor 4913 Tagen) @ Twindexx
Einfach unglaublich, wie die DB mit der Schweiz umspringt! Wir zahlen 50 Mio € und die meinen, uns am laufenden Band verarschen zu können?! Jetzt wird's mal Zeit, dass hier die Wahrheit auf den Tisch kommt!
... finde ich es auch unglaublich, wie der Schweizer Bund mit Deutschland umspringt: Deutsche Bürger in Südbaden müssen Anflüge auf einen Schweizer Flughafen über sich ergehen lassen und als wäre das nicht alles, stehen noch 2 AKWs am anderen Rheinufer.
Die nächste Frechheit ist der neue Staatsvertrag über Anflüge auf den Flughafen Zürich: hier wird alles getan, nur um die "armen" Bewohner der Goldküste am Zürichsee zu verschonen. Googelt mal nach "gekröpfter Nordanflug" Dass auf der deutschen Seite des Schreibtischs ein Kasper sitzt, der so dämlich ist und das auch noch unterschreibt, macht es auch nicht besser. Immerhin kommt das Gesetz nicht durch den dt. Bundesrat und im Bundestag werden alle baden-württembergischen Abgeordneten dagegen stimmen.
Dass die langsam verlaufenden Finanzierungen und Planungen eine Reaktion der Bahn sein sollen, ist sehr unwahrscheinlich. Dennoch finden Zumutungen auch in anderer Richtung statt.
Grüße vom Bodensee
Verarschen: Andererseits...
s103, Samstag, 20.10.2012, 20:53 (vor 4913 Tagen) @ Maggus
... finde ich es auch unglaublich, wie der Schweizer Bund mit Deutschland umspringt: Deutsche Bürger in Südbaden müssen Anflüge auf einen Schweizer Flughafen über sich ergehen lassen und als wäre das nicht alles, stehen noch 2 AKWs am anderen Rheinufer.
<ironie>So was aber auch ... Flugzeuge verschwinden an Staatsgrenzen nicht in Wurmlöchern, und falls der Standort eines AKW relevant sein sollte, macht es wahrscheinlich selbst aus meiner Stuttgarter Perspektive kaum einen Unterschied, ob das in Zürich oder schon kurz hinter der Grenze steht. Nebenbei: Da sind mir Schweizer AKW wahrscheinlich lieber als Russische.</ironie>
Die Welt ist nun einmal eine globale. Auch deutsche Staatsbürger nutzen gerne den Zürcher Flughafen. Ich sehe keinen Sinn in provinziellem Denken, und "Provinz" hat für mich ungefähr die Größenordnung eines deutschen Flächenbundeslands.
Als jemand, der jahrelang in einer Flughafenanflugschneise gelebt hat (Böblingen Diezenhalde, etwa der gleiche Abstand wie in Südbaden) kann ich hier glaube ich mitreden. Die Flugzeuge sind zwar laut, aber unterträglich laut ist das, wie sie vor 20 Jahren waren. Die Bestrebungen sind doch, Flüge durch Bahnfahrten zu ersetzen. Und die Rechnung funktioniert, siehe Paris-Stuttgart, Rhein/Main-Marseille - zumindest sieht die Bahnverbindung nach Erfolg aus - und hoffentlich irgendwann Zürich-München ;-)
Dass die langsam verlaufenden Finanzierungen und Planungen eine Reaktion der Bahn sein sollen, ist sehr unwahrscheinlich. Dennoch finden Zumutungen auch in anderer Richtung statt.
Jedes Land nach seinem System. Deutschlands Politik (damit viele Bürger, die sie wählen) hat m. E. nach das Potential der Bahn noch nicht wirklich erkannt, obwohl bereits diverse Gleisabschnitte existieren, die ausgelastet sind. Die Grenzen des Straßenverkehrs und des Spritverbrauchs werden allerdings zunehmend deutlicher, so dass sich der Prozess des Umdenkens beschleunigt.
Verarschen: Andererseits...
GibmirZucker, Samstag, 20.10.2012, 23:40 (vor 4912 Tagen) @ s103
<ironie> Nebenbei: Da sind mir Schweizer AKW wahrscheinlich lieber als Russische.</ironie>
Mir sind russische AKWs lieber, die liegen weit weg, je weiter östlich, umso ruhiger kann ich schlafen. So viele Gurken werden ja nicht aus Sibirien nach Deutschland importiert und der ganze Mist kann sich da mehr verteile, als wenn was in der Schweiz hochgeht. Und was AKWs in der Schweiz angeht, sollte man nicht zu sehr auf die eidgenössische Präzision bauen. Erstens betreibt die Schweiz einige Uralt-Reaktoren (einer vom ähnlichen Typ wie in Fukushima und erst noch unmittelbar unter einem Staudamm, könnte mal einen Tsunami Swiss Made geben wenn es blöd läuft) und zweitens ist die Schweiz das einzige Land abgesehen von der ehemaligen Sowjetunition in Kontinentaleuropa, wo schon mal ein Reaktor ganz schön hopps gegangen ist. Damals zum Glück in einer Kaverne und ein eher kleiner Reaktor... aber beruhigend ist das sicher nicht.
Wenn da keine Grenze waere
Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Samstag, 20.10.2012, 23:34 (vor 4912 Tagen) @ Maggus
und alle Beschwerden suedlich und noerdlich des Rheins vom gleichen Gericht behandelt wuerden, dann wuerde der Anflugslaerm von Zuerich auf so wenig wie moeglich Leute verteilt, und der Anflug waere dann halt ueber Hohentengen. Dumm nur, dass dort eine Grenze ist, das macht alles so furchtbar kompliziert.
Verarschen: Andererseits...
Twindexx, St. Gallen (CH), Sonntag, 21.10.2012, 12:31 (vor 4912 Tagen) @ Maggus
Hoi,
... finde ich es auch unglaublich, wie der Schweizer Bund mit Deutschland umspringt: Deutsche Bürger in Südbaden müssen Anflüge auf einen Schweizer Flughafen über sich ergehen lassen und als wäre das nicht alles, stehen noch 2 AKWs am anderen Rheinufer.
Meine Vorredner haben eigentlich schon alles gesagt. Die Deutschen nutzen den auch für sie sehr nahen Flughafen Zürich selbst, wollen aber keinen Fluglärm. So geht das also nicht. Wir können ja auch die Benutzung des Zürcher Flughafens für alle Süddeutschen verbieten, wenn wir schonmal bei der Polemik sind. Aber das wäre nun wirklich lächerlich. Der Kompromiss ist ein guter Kompromiss.
Auch über die Ostschweiz finden übrigens bis spätabends und frühmorgens Anflüge auf Zürich statt, und jammern wir so derart wie die Deutschen? - Nein!
Und je neuer der Flieger, desto leiser ist er. Fortschritte gibt es in vielen Bereichen. Die effektiv von Fluglärm belasteten Gebiete werden mit der Zeit immer kleiner.
Übrigens steht an der deutschen Grenze nur ein AKW und nicht zwei, nämlich das in Leibstadt. Auch in der Schweiz ist der Atomausstieg beschlossen. Wenn das Ende der derzeitigen AKW gekommen ist, werden keine neuen mehr gebaut. Diese Zeit bis dahin ist zum Finden von sinnvollen Alternativen wichtig.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Zürich sinnlos
BIG_RED, Freitag, 19.10.2012, 19:23 (vor 4914 Tagen) @ Memminger1985
Es ist doch sowieso sinnlos diese Strecke zu elektrifizieren.
Das macht doch nur Sinn wenn man sie auch gleich doppelgleisig ausbauen würde und einen drastischen Verkehrsanstieg erwarten würde.
Elektrifizierung München-Zürich ist nicht sinnlos
Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 19.10.2012, 19:56 (vor 4914 Tagen) @ BIG_RED
bearbeitet von Twindexx, Freitag, 19.10.2012, 19:57
Hoi,
Es ist doch sowieso sinnlos diese Strecke zu elektrifizieren.
Das ist es nicht! Mit einer Elektrifizierung lassen sich im Fern- und Regionalverkehr Effizienzgewinne realisieren. Ein elektrischer Zug ist spurtstärker als ein Dieselzug und führt so zu Fahrzeitverkürzungen beim Fern- und noch mehr beim Regionalverkehr. Die elektrische Traktion hat ausserdem einen besseren Wirkungsgrad und sorgt für weniger Schadstoffausstoss.
Das macht doch nur Sinn wenn man sie auch gleich doppelgleisig ausbauen würde und einen drastischen Verkehrsanstieg erwarten würde.
Eine Verkehrszunahme ist prognostiziert, die SBB sehen riesiges Potenzial auf dieser Strecke. Dafür muss aber nicht alles gleich auf Doppelspur ausgebaut werden. Wenn man den Fahrplan vorher definiert und entsprechende Zugzahlen berücksichtigt, kann so bedarfsgerecht ausgebaut werden. Es hat sich nunmal gezeigt, dass ein Doppelspurausbau vorerst nicht nötig ist.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Der SBB FV-Dosto.
Elektrifizierung München-Zürich ist nicht sinnlos
BIG_RED, Freitag, 19.10.2012, 20:20 (vor 4914 Tagen) @ Twindexx
Und auf dieser einspurigen Strecke sollen irgendwann wieder 300 Mio. reinkommen indem man eine handvoll Züge mehr pro Tag einschleust und schneller fahren lässt?!? Woher soll das größere Verkehrsaufkommen herkommen?
Da ist sicherlich kein größerer Bedarf von Seiten der Pendler vorhanden, zumal die A96 ab Memmingen parallel läuft und die A96 sogar am Montag morgen für Pendler nicht staugefährlich ist.
Elektrifizierung München-Zürich ist nicht sinnlos
Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Freitag, 19.10.2012, 20:49 (vor 4914 Tagen) @ BIG_RED
Und auf dieser einspurigen Strecke sollen irgendwann wieder 300 Mio. reinkommen indem man eine handvoll Züge mehr pro Tag einschleust und schneller fahren lässt?!? Woher soll das größere Verkehrsaufkommen herkommen?
Fuer die 300 Millionen lassen sich hoechstens mal 30km Autobahn bauen, im Voralpengebiet wohl eher nur 20 bis 25km. So gesehen ist die Elektrifizierung ein Schnaeppchen. Die Doppelgleisigkeit ist natuerlich wuenschenswert, jedoch treffen sich Zuege auch auf Doppelspuren bei Taktfahrplan immer an den gleichen Stellen. Da laesst sich mit gut geplanten Doppelspurinseln viel herausholen, ohne sogleich die komplette Line auf Doppelspur auszubauen.
Elektrifizierung München-Zürich ist nicht sinnlos
BIG_RED, Freitag, 19.10.2012, 22:03 (vor 4914 Tagen) @ Meinrad aus Kanada
nochmal, die Strecke ist nicht ausgelastet, setz dich da mal rein. Was bringen da mehr Züge?
Natürlich kostet der Bau von Autobahnen viel Geld, aber die baut (normalerweise) der Staat und die Nutzung ist quasi kostenlos; daher muss sich eine Autobahn nicht "rechnen".
Rechne mir doch mal einer vor, wie mal von Lindau nach Geltendorf 300 Mio reinholen will!
Elektrifizierung München-Zürich: Wirtschaftlichkeit
Meinrad aus Kanada, Oakville, Canada, Freitag, 19.10.2012, 22:45 (vor 4914 Tagen) @ BIG_RED
Bei Langzeitinvestitionen reicht es, wenn die Kapitalverzinsung erreicht werden kann. Veranschlagen wir mal 5% fuer Kapitalverzinsung, dann muesste die Strecke jedes Jahr 15 zusaetzliche Millionen abwerfen, um dies zu rechtfertigen. Das sind bei gerundet 360 Tagen im Jahr 42'000 Euronen pro Tag. Sagen wir mal, es handle sich um 150km (Stimmt das etwa?), dann muesste jeder km pro Tag zusaetzliche 280Euro erwirtschaften (durch Trassengebuehren). Es gibt hier user die genau wissen, wo man Trassenpreise findet. Ich gehoere nicht dazu.
Aber man kann extrapolieren. Bevor die Schweiz sich auf das derzeitige Fahrplansystem fixiert hatte, fuhr der Durchschnittschweizer im Jahr 1000km mit dem Zug. Nach 20 Jahren ITF sind sie jetzt bei weit ueber 2000km angekommen. Solche Zuwaechse (also Verdoppelung durch exzellenten Fahrplan) sind auch in D moeglich. Wenn z.B. im Einzugsgebiet der Linie 500'000 Einwohner zusaetzliche 1000km fahren, dann sind das 500 Millionen P-km, was eigentlich reichen muesste, die zusaetzlichen 15 Mio aufzutreiben.
Ich bin zu weit weg um besser fundierte Daten aufzutreiben, aber ich meine, es hat noch keine Elektrifizierung gegeben, die nicht einen guten Zuwachs gebracht haette...
Elektrifizierung München-Zürich ist nicht sinnlos
Twindexx, St. Gallen (CH), Samstag, 20.10.2012, 00:04 (vor 4913 Tagen) @ BIG_RED
bearbeitet von Twindexx, Samstag, 20.10.2012, 00:06
Hoi,
nochmal, die Strecke ist nicht ausgelastet, setz dich da mal rein. Was bringen da mehr Züge?
Mittlerweile haben viele EC bis zu fünf Zweitklasswagen, noch vor einigen Jahren waren drei die Regel. Man hängt nicht aus Spass an der Freude zusätzliche Wagen dran. Die EC sind durchaus gut bis sehr gut ausgelastet. Im Jahr 2011 wurden sieben Prozent mehr Fahrgäste gezählt, als im Vorjahr.
Natürlich kostet der Bau von Autobahnen viel Geld, aber die baut (normalerweise) der Staat und die Nutzung ist quasi kostenlos; daher muss sich eine Autobahn nicht "rechnen".
So, ist das so? - Verfehlte Verkehrspolitik würde ich das nennen.
Rechne mir doch mal einer vor, wie mal von Lindau nach Geltendorf 300 Mio reinholen will!
Dann will ich aber auch die Rechnung für Stuttgart 21 oder für Nürnberg-Erfurt sehen. 300 Mio € um die Verbindung zwischen der grössten Stadt Süddeutschlands und der Schweiz auf eine konkurrenzfähige Basis zu bringen, sind fast ein Schnäppchen. Normalerweise rechnet man mit ungefähr 80 Mio € pro eingesparte Minute Fahrzeit. Anderswo wird für vergleichbare Verbindungen das zehnfache für das selbe Resultat investiert.
Bei Lindau-Geltendorf muss immer die Gesamtstrecke München-Zürich im Auge behalten werden. Die Diskussion darf sich nicht auf Lindau-München bechränken. Diesen Fehler macht schon die DB im Fernverkehr indem sie jeden Zug einzeln auf Wirtschaftlichkeit prüft und so das Gesamtsystem aus den Augen verliert.
Von Zürich nach München braucht man mit dem Auto etwa dreieinhalb Stunden. Nach dem Ausbau der Bahnstrecke wäre die Fahrzeit mit dem Zug ähnlich. Und da werden dann die Verkehrsverlagerungen erzielt. Dort ist das grosse Potenzial, dass die SBB sehen. Da kommen dann moderne Fernverkehrs-Doppelstockzüge zum Einsatz, mit Steckdosen und WLAN an jedem Sitzplatz, Business-Abteile in der ersten Klasse, Restaurant, Kinder-Spielabteil in der zweiten Klasse. Das alles dann mit der gleichen Fahrzeit wie mit dem Auto und unter derer mit dem Flieger.
Mit einer derartigen Attraktivitätssteigerung wird sowohl der Geschäftsreisendenverkehr als auch der Tourismusverkehr angekurbelt, was zu entsprechenden volkswirtschaftlichen Gewinnen führt. Infrastrukturen werden sehr langfristig geplant. Bei der vergleichsweise niedrigen Investitionssumme für Lindau-Geltendorf werden sich die Vorteile aber entsprechend schnell positiv auswirken.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Regionalverkehr vermutlich keine Gewinne, Cargo schon?
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 22.10.2012, 13:41 (vor 4911 Tagen) @ Twindexx
BIG_RED:
Es ist doch sowieso sinnlos diese Strecke zu elektrifizieren.
Twindexx:
Das ist es nicht! Mit einer Elektrifizierung lassen sich im Fern- und Regionalverkehr Effizienzgewinne realisieren. Ein elektrischer Zug ist spurtstärker als ein Dieselzug und führt so zu Fahrzeitverkürzungen beim Fern- und noch mehr beim Regionalverkehr. Die elektrische Traktion hat ausserdem einen besseren Wirkungsgrad und sorgt für weniger Schadstoffausstoss.
Alles gut und schön, und bei Fernverkehr Zustimmung, aber wie sieht's beim Regioverkehr aus?
Nur ein geringer Anteil der Züge fährt komplett unter Fahrdraht.
Es fahren aber auch Züge ab Buchloe nach Kaufbeuren und weiter, nach Bad Wörishofen, ab Kisslegg nach Aulendorf. Es kommen auch Züge von Augsburg die in Buchloe auf die neue Strecke kommen.
Mir sind keine Elektrifizierungen der Zulaufstrecken bekannt, mir sind auch keine Beschaffungen von bimodalen Fahrzeugen bekannt. Auch ist zu erwarten, dass Bad Wörishofen & Co nach wie vor ihre Direktverbindungen mit München haben möchten. Also werden diese Züge allesamt unter Fahrdraht dieseln.
Dagegen sehe ich Chancen für die Cargos, zumal die Höhenunterschiede Zürich-Wien via Lindau-Geltendorf geringer sind als die via Arlbergstrecke.
Es kann aber auch sein, dass der Anstieg ab Lindau steiler ist als der des Arlbergs, und Steilheit (z.B. 1 km an 40 Promille) mehr entscheidend ist als Höhenunterschied (z.B. 100 km an 10 Promille).
gruß,
Oscar (NL).
--
Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!
Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Regionalverkehr vermutlich keine Gewinne, Cargo schon?
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 22.10.2012, 16:12 (vor 4911 Tagen) @ Oscar (NL)
Hoi,
Alles gut und schön, und bei Fernverkehr Zustimmung, aber wie sieht's beim Regioverkehr aus?
Auch der Regioverkehr kann auf der Strecke dann elektrisch fahren.
Nur ein geringer Anteil der Züge fährt komplett unter Fahrdraht.
Es fahren aber auch Züge ab Buchloe nach Kaufbeuren und weiter, nach Bad Wörishofen, ab Kisslegg nach Aulendorf. Es kommen auch Züge von Augsburg die in Buchloe auf die neue Strecke kommen.
Da muss man dann halt die Verkehre entsprechend organisieren, dass möglichst viel elektrisch fährt.
Mir sind keine Elektrifizierungen der Zulaufstrecken bekannt, mir sind auch keine Beschaffungen von bimodalen Fahrzeugen bekannt.
Die Beschaffung der Traxx DE ME und der Pesa Link wird voraussichtlich die letzte Beschaffung von reinen Dieselfahrzeugen der DB gewesen sein. Künftig werden neue Technologien zur Anwendung kommen: http://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=203748
Bis die Strecke Lindau-Geltendorf dann also mal den Fahrdraht hat, sind jene Technologien auch schon serienreif und dann heisst es Bügel runter und weiter mit Akku.
Und wenn du an die mit BR 245 geführten Dosto einen Dosto-Triebsteuerwagen ( http://www.ice-treff.de/index.php?mode=entry&id=202447 ) anhängst, hast du einen Zweikraftzug.
Auch ist zu erwarten, dass Bad Wörishofen & Co nach wie vor ihre Direktverbindungen mit München haben möchten. Also werden diese Züge allesamt unter Fahrdraht dieseln.
Hat Bad Wörishofen denn Direktzüge nach München? - Die fahren glaube ich alle nach Augsburg.
Dagegen sehe ich Chancen für die Cargos, zumal die Höhenunterschiede Zürich-Wien via Lindau-Geltendorf geringer sind als die via Arlbergstrecke.
Die Cargos fahren über den Arlberg, weil da A) die Trassengebühren günstiger als via Deutschland sind und B) weil in Deutschland der Ausbau von Strecken aus Österreich in den Raum München fehlt (die Strecke via Mühldorf wartet noch immer auf das durchgehende zweite Gleis und den Fahrdraht und die Strecke via Rosenheim hat noch den Brennerverkehr).
Das hat also nichts mit der Steigung der Strecken zu tun. Da gibt's viele Güterzüge aus Osteuropa, die via Arlberg nach Buchs SG in die Schweiz kommen. Von dort geht's dann via Sargans und dem Rangierbahnhof Limmattal (westlich von Zürich) weiter nach Basel, wo dann die Reise nach Frankreich weitergeht. Diese Güterzüge könnten schon heute die Schweiz grossräumig umfahren, auch ohne den Fahrdraht im Allgäu.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.
Regionalverkehr vermutlich keine Gewinne, Cargo schon?
GibmirZucker, Montag, 22.10.2012, 16:31 (vor 4911 Tagen) @ Twindexx
Bis die Strecke Lindau-Geltendorf dann also mal den Fahrdraht hat, sind jene Technologien auch schon serienreif und dann heisst es Bügel runter und weiter mit Akku.
Wird so was kommen? Bimodale Fahrzeuge sind ja technisch möglich (in Frankreich auch in größerer Zahl im Einsatz), Deutschland verzichtet aber darauf. Insbesondere Strecken mit kurzem Dieselanteil (z.B. Jena-Pößneck: unter Diesel wäre auch eine verminderte Leistung ausreichend, da geringe Geschwindigkeiten und kaum Steigung) würden sich schon heute für Fahrzeuge mit "Hilfsdiesel" oder Akku eignen. Man verzichtet aber darauf. Und dieselt unter Fahrdraht. Scheint wohl immer noch billiger zu kommen. Gerade wegen der fehlenden Garantie eines Langzeiteinsatzes (Ausschreibungen) beschafft man lieber billigere Dieselfahrzeuge als in bimodale Fahrzeuge zu investieren.
Regionalverkehr vermutlich keine Gewinne, Cargo schon?
Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 22.10.2012, 21:13 (vor 4911 Tagen) @ GibmirZucker
Hoi,
Wird so was kommen?
Die DB plant, sich vom Diesel als Kraftstoff bis zum Jahr 2050 mehrheitlich zu verabschieden. Mit der Industrie wird an der Alternative der OberLeitungsFreien Elektrischen Traktion (OLFET) gearbeitet. Mit einer 146.2 wird es in den nächsten Jahren zu Tests kommen, auch auf der Strecke Ulm-Memmingen-Kempten-Oberstdorf.
Bei Ausschreibung von nicht elektrifizierten Strecken wird DB Regio dann einfach nicht mehr mit Dieselfahrzeugen, sondern mit Akkufahrzeugen antreten. Andere EVU werden natürlich Fahrzeuge mit dieser Technologie beschaffen können. Die Industrie wird das dann nämlich nicht exklusiv für die DB herstellen.
Das Projekt wird von der deutschen Bundesregierung unterstützt und finanziert (Ministerien für Forschung und Bildung, für Wirtschaft und für Umwelt). Die Aufgabenträger sollten sich dann dem nicht verschliessen bei Ausschreibungen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
--
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Dieselbetrieb auf Dauer sinnlos
ICE-T-Fan, Samstag, 20.10.2012, 19:51 (vor 4913 Tagen) @ BIG_RED
Neue Dieseltriebzüge/Dieselloks zu bestellen ist genauso sinnlos. Die Beschaffungskosten für Flüssigbrennstoffe nimmt sich nicht viel mit den Beschaffungskosten von Elektrizität.
Langfristig wird elektrischer Strom aber weniger stark steigen als Erdöl-Derivate.
Dieselbetrieb auf Dauer sinnlos
Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 22.10.2012, 13:51 (vor 4911 Tagen) @ ICE-T-Fan
Neue Dieseltriebzüge/Dieselloks zu bestellen ist genauso sinnlos.
Wieso hat DB Regio denn eine dreistellige Zahl an TRAXX P160 DE-ME bestellt?
Wohl nicht weil Dieseltraktion auf Dauer sinnlos ist...
Zur Strecke Lindau-Geltendorf: hier verkehren auch Züge von München nach anderen Zielen als die auf der Strecke liegen.
Sollten auf der Strecke Talent 2 Triebwagen kommen, dann kann ich mir einige Dieselflügel vorstellen, z.B. nach Bad Wörishofen (ab Türkheim) oder Aulendorf (ab Kisslegg). In Buchloe dann Korrespondenz München-Memmingen (Elektro) und Augsburg-Kaufbeuren (Diesel).
So minimiert man das Dieseln unter Fahrdraht und hat man nach wie vor die Direktverbindungen mit München.
gruß,
Oscar (NL).
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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!
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Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.
Dieselbetrieb auf Dauer sinnlos
ICE-T-Fan, Montag, 22.10.2012, 16:16 (vor 4911 Tagen) @ Oscar (NL)
Neue Dieseltriebzüge/Dieselloks zu bestellen ist genauso sinnlos.
Wieso hat DB Regio denn eine dreistellige Zahl an TRAXX P160 DE-ME bestellt?
Wohl nicht weil Dieseltraktion auf Dauer sinnlos ist...
Wo keine Strippe ist, kann man auch nicht elektrisch fahren. ;)
Außerdem kann die DB Regio ja nicht vor ihrer Fahrzeugbestellung der DB Netz die Weisung erteilen sämtliche Strecken zu elektrifizieren, da dies grundverschiedene Unternehmensbereiche sind.
Aber irgendwann wird Diesel eben schneller teurer werden als Strom, da Strom anteilig auch von nicht-fossilen Energieträgern hergestellt wird.
Dieselbetrieb auf Dauer sinnlos
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 23.10.2012, 01:43 (vor 4910 Tagen) @ ICE-T-Fan
bearbeitet von 218 466-1, Dienstag, 23.10.2012, 01:44
Wieso hat DB Regio denn eine dreistellige Zahl an TRAXX P160 DE-ME bestellt?
Wohl nicht weil Dieseltraktion auf Dauer sinnlos ist...
Wo keine Strippe ist, kann man auch nicht elektrisch fahren. ;)Außerdem kann die DB Regio ja nicht vor ihrer Fahrzeugbestellung der DB Netz die Weisung erteilen sämtliche Strecken zu elektrifizieren, da dies grundverschiedene Unternehmensbereiche sind.
Aber irgendwann wird Diesel eben schneller teurer werden als Strom, da Strom anteilig auch von nicht-fossilen Energieträgern hergestellt wird.
Die TRAXX 146.2, 185, 186, 245, 246 und 285 haben alle den selben Lokkasten (siehe Signatur) und das nicht ohne Grund. Man kann jederzeit z.B. eine 245 in eine 146.2 umbauen, wenn mehr Strecken elektifiziert sein werden.
--
Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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Dieselbetrieb auf Dauer sinnlos
Twindexx, St. Gallen (CH), Dienstag, 23.10.2012, 21:31 (vor 4910 Tagen) @ 218 466-1
Hoi,
Die TRAXX 146.2, 185, 186, 245, 246 und 285 haben alle den selben Lokkasten (siehe Signatur) und das nicht ohne Grund.
Nö, haben sie nicht. Eine Traxx 1 hat einen anderen Kasten als eine Traxx 2 oder 3. Eine Diesel-Traxx hat dann nochmal einen anderen, weil es da zusätzliche Lüftungsgitter braucht. Die 245 hat dann sogar nochmal einen anderen Kasten als die 246/285, weil die vier GenSets alle eine eigene Wartungsklappe brauchen.
Man kann jederzeit z.B. eine 245 in eine 146.2 umbauen, wenn mehr Strecken elektifiziert sein werden.
Das lässt man sinnvollerweise bleiben. Die Traxx haben zwar viele Gleichteile, aber nur um die Produktion möglichst effizient zu gestalten. Ein Umbau ist nicht vorgesehen, vorallem da Diesel-Traxx andere Lokkästen als E-Traxx haben. Da kauft man lieber für 3 Mio € eine neue Lok, die sechs Monate später fertig vor der Haustür steht.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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Dieselbetrieb auf Dauer sinnlos
218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 24.10.2012, 02:41 (vor 4909 Tagen) @ Twindexx
Servus,
Die TRAXX 146.2, 185, 186, 245, 246 und 285 haben alle den selben Lokkasten (siehe Signatur) und das nicht ohne Grund.
Nö, haben sie nicht. Eine Traxx 1 hat einen anderen Kasten als eine Traxx 2 oder 3. Eine Diesel-Traxx hat dann nochmal einen anderen, weil es da zusätzliche Lüftungsgitter braucht. Die 245 hat dann sogar nochmal einen anderen Kasten als die 246/285, weil die vier GenSets alle eine eigene Wartungsklappe brauchen.
Ich hatte mich auf die TRAXX 2 bezogen. Die TRAXX 1, TRAXX 2 und TRAXX 3 unterscheiden sich schon deutlich.
Innerhalb der TRAXX 2 Baureihen gibt es jedoch nur die entsprechenden Deteil-Unterschiede (Diesel/Strom/Mehrsystem usw.).
Man kann jederzeit z.B. eine 245 in eine 146.2 umbauen, wenn mehr Strecken elektifiziert sein werden.
Das lässt man sinnvollerweise bleiben. Die Traxx haben zwar viele Gleichteile, aber nur um die Produktion möglichst effizient zu gestalten. Ein Umbau ist nicht vorgesehen, vorallem da Diesel-Traxx andere Lokkästen als E-Traxx haben. Da kauft man lieber für 3 Mio € eine neue Lok, die sechs Monate später fertig vor der Haustür steht.
Prinzipiell möglich ist es aber und je nach dem, wieviele Strecken in etwa 20 Jahren elektrifiziert sein werden, ist das durchaus eine Option, angesichts der hohen Anzahl von über 200 Dielel-TRAXX 245.
--
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Dieselbetrieb auf Dauer sinnlos
Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 24.10.2012, 15:29 (vor 4909 Tagen) @ 218 466-1
Hoi,
Ich hatte mich auf die TRAXX 2 bezogen. Die TRAXX 1, TRAXX 2 und TRAXX 3 unterscheiden sich schon deutlich.
Innerhalb der TRAXX 2 Baureihen gibt es jedoch nur die entsprechenden Deteil-Unterschiede (Diesel/Strom/Mehrsystem usw.).
Du hast aber auch die 185 und die 245 erwähnt. Von den 185 gibt es auch Traxx 1 und die 245 sieht nur optisch wie eine Traxx 2 aus, hat aber einen eigenen Lokkasten. Als Front ist standardmässig die neue Traxx-3-Front vorgesehen. Wer aber 50 Loks bestellt, kann sich die Front selbst aussuchen. DB Regio wollte eben das alte Aussehen also hat man die Front so aussehen lassen wie eine Traxx 2. Und die Seitenwände der 245 hat ausser der 245 keine andere Traxx.
Prinzipiell möglich ist es aber
Prinzipiell kann ich auch eine 218 in eine E-Lok umbauen, geht genauso gut oder schlecht. Die 245 hat andere E-Motoren im Drehgestell und die Stromrichter sind auch nicht gleich als bei einer E-Traxx. Man müsste die ganze Lok entkernen und neu aufbauen. Glaub mir, da ist eine neue Lok auch nicht viel teurer. Kein EVU würde den Spass mitmachen.
und je nach dem, wieviele Strecken in etwa 20 Jahren elektrifiziert sein werden, ist das durchaus eine Option, angesichts der hohen Anzahl von über 200 Diesel-TRAXX 245.
Wenn ich so schaue, wieviel in Deutschland die letzten 20 Jahre elektrifiziert wurde, dann bin ich mir sicher, man braucht auch in 20 Jahren in Deutschland noch Streckendieselloks. Der Rahmenvertrag von 200 Traxx DE ME ist schnell mal ausgeschöpft, es können sich ja auch DB Fernverkehr und DB Schenker daran bedienen, wenn sie wollen.
Grüsse aus der Ostschweiz.
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218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Mittwoch, 24.10.2012, 23:34 (vor 4908 Tagen) @ Twindexx
Servus,
Du hast aber auch die 185 und die 245 erwähnt. Von den 185 gibt es auch Traxx 1 und die 245 sieht nur optisch wie eine Traxx 2 aus, hat aber einen eigenen Lokkasten. Als Front ist standardmässig die neue Traxx-3-Front vorgesehen. Wer aber 50 Loks bestellt, kann sich die Front selbst aussuchen. DB Regio wollte eben das alte Aussehen also hat man die Front so aussehen lassen wie eine Traxx 2. Und die Seitenwände der 245 hat ausser der 245 keine andere Traxx.
Mal ein Vergleich der 146.2, 246 und 245:
![[image]](http://www.abload.de/img/traxx146n6y8v.jpg)
![[image]](http://www.abload.de/img/traxx246jnlzs.jpg)
![[image]](http://www.abload.de/img/traxx245rbb96.jpg)
Ok, da hatte ich mich zu sehr von der 246 blenden lassen. Während sich 146 und 246 (TRAXX 2)fast wie ein Ei dem anderen gleichen, gibt es bei der 245 (TRAXX 3) doch größere Abweichungen.
Prinzipiell kann ich auch eine 218 in eine E-Lok umbauen, geht genauso gut oder schlecht. Die 245 hat andere E-Motoren im Drehgestell und die Stromrichter sind auch nicht gleich als bei einer E-Traxx. Man müsste die ganze Lok entkernen und neu aufbauen. Glaub mir, da ist eine neue Lok auch nicht viel teurer. Kein EVU würde den Spass mitmachen.
Ein Umbau von 246 in 146 wäre offenbar einfacher, aber DB-Regio hat die 246 damals leider nicht auch bestellt.
Wenn ich so schaue, wieviel in Deutschland die letzten 20 Jahre elektrifiziert wurde, dann bin ich mir sicher, man braucht auch in 20 Jahren in Deutschland noch Streckendieselloks. Der Rahmenvertrag von 200 Traxx DE ME ist schnell mal ausgeschöpft, es können sich ja auch DB Fernverkehr und DB Schenker daran bedienen, wenn sie wollen.
Für DB-Fernverkehr ist es wohl günstiger, weiterhin Dieselloks von DB-Regio zu mieten. DB-Schenker könnte eine 140 km/h Güterversion (286?) bestellen.
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Dieselbetrieb auf Dauer sinnlos
Frank Augsburg, Ansbach, Mittwoch, 24.10.2012, 16:33 (vor 4909 Tagen) @ 218 466-1
Innerhalb der TRAXX 2 Baureihen gibt es jedoch nur die entsprechenden Deteil-Unterschiede (Diesel/Strom/Mehrsystem usw.).
Servus,
sehr richtig erkannt, mit der klitzekleinen Einschränkung, daß diese Details immerhin 25 Varianten ergeben.
Schönen Gruß
Frank
--
"Die Ferne ist ein schöner Ort,
doch wenn ich da bin, ist sie fort.
Die Ferne ist wo ich nicht bin,
ich geh und geh und komm nicht hin."
(Silly, mit der leider viel zu früh verstorbenen Tamara Danz)