Eine Tagestour auf den Gornergrat (mit vielen Bildern) (Reiseberichte)

TD, Donnerstag, 11.10.2012, 18:17 (vor 4910 Tagen)
bearbeitet von TD, Donnerstag, 11.10.2012, 18:20

Hallo zusammen,

ja, ich weiß, meine Reiseberichte sind derzeit sehr schweizlastig. Aber die Schweiztouren finden mit diesem Reisebericht ein Ende, denn mein Schnupper-Halbtax ist jetzt abgelaufen.
Normalerweise reifen Ideen für Touren und Ziele bei mir recht langsam, eine spontane Tour wie diese ist da eine Ausnahme. Der Wetterbericht hatte zwei Tage vor der Tour einen schönen Sommertag versprochen und so hatte ich kurzfristig einen Tag Urlaub genommen, am Vorabend eine Route zusammengestellt und am vorletzten Gültigkeitstag meine Halbtax-Abschiedstour unternommen. Die erstklassige Tour fand schon Ende August statt, ich habe aber erst jetzt Zeit gefunden für den Reisebericht.

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Auf dem Plan der Tagestour stehen die Lötschberg-Bergstrecke, die Matterhorn-Gotthard-Bahn nach Zermatt, eine Fahrt auf den Gornergrat und die Rückfahrt über die Strecken von Furka–Oberalp-Bahn und Schöllenenbahn über Andermatt und Göschenen wieder zurück an den Bodensee.

Früh aufstehen heißt es heute, denn der Zug fährt um 5.24 Uhr ab, da so früh noch keine Busse fahren, ist zunächst eine 30-minütige Radtour – aber halt, den ersten Teil der Reise von Konstanz nach Weinfelden und weiter Richtung Zürich und Bern spare ich mir diesmal. Die gleiche Verbindung nach Zürich hatte ich kürzlich erst genutzt. Wer auf den ersten Teil nicht verzichten möchte, lese zur Einstimmung einfach den damaligen Reisebericht und stelle sich vor, dass wir nicht in Zürich aussteigen, sondern im Intercity sitzenbleiben bis Bern.

Wir sind also nun also in Bern angekommen und vertreten uns etwas die Füße in der Altstadt, die zum UNESCO-Welterbe gehört.

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Der Zytglogge

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Berner Münster

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Für RhBDirk :) Bundeshaus

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Blick auf Nydeggbrücke und Altstadt

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Nydeggkirche in der Aareschlaufe

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Käfigturm

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Mit einem RegioExpress in Form eines BLS Lötschbergers geht es nun über die Lötschberg-Bergstrecke bis nach Brig. Damit ich auch sicher die Bergstrecke erwische, hatte ich mir einen Unterwegsbahnhof ausgesucht und diesen in das Via-Feld der SBB-Fahrplanabfrage eingegeben. Später habe ich gemerkt: das geht auch einfacher. In der Fahrplanauskunft sind fiktive Zwischenstationen „Lötschberg-Bergstrecke“ oder „Lötschberg-Basistunnel“ hinterlegt. Man kann also in der Fahrplanabfrage direkt eingeben von Bern nach Brig via Bergstrecke. Praktisch.

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Nachdem wir den Thuner See passiert haben, führt die Strecke über die Nordrampe mit ihrer Doppelschleife.

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Dann folgt die Fahrt durch den 14.612 Meter langen Lötschbergtunnel. Im Tunnel liegt auch der Scheitelpunkt der Strecke auf knapp 1.240 Höhenmetern.

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Anschließend geht es auf der Südrampe hinunter Richtung Brig, dabei eröffnet sich eine tolle Aussicht über das Rhône-Tal und hinunter nach Visp.

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Um nach Visp zu gelangen, müssen wir zunächst aber noch einmal umsteigen, vom Lötschberger geht es hinüber auf Gleis 3, wo der InterRegio Richtung Genf wartet.

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Das Hinsetzen lohnt sich aber kaum, denn die Fahrt dauert nur 6 Minuten.

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Von Visp geht es nun in Schmalspur mit einem Triebwagen der Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) weiter Richtung Zermatt. Es gibt freie Sitzplatzwahl, denn in der ersten Klasse sind keine weiteren Fahrgäste unterwegs.

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Die Strecke führt mit mehreren Zahnstangenabschnitten hinauf nach Zermatt und überwindet während der 70-minütigen Fahrt knapp tausend Höhenmeter. Im Zug werden auch Fahrkarten für die Gornergratbahn verkauft - aber ich habe am Vortag schon ein Onlineticket gebucht.

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Angekommen in Zermatt

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Die Gleise des Bahnhofs von Zermatt sind mit einem massiven Betondach vor Lawinen geschützt. Zermatt ist autofrei und so prägen Elektrofahrzeuge und Kutschen das Ortsbild. Doch den Ort wollen wir uns erst später ansehen, jetzt geht es vom Bahnhof der Matterhorn Gotthard Bahn auf die andere Straßenseite...

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...zum Bahnhof der Gornergratbahn. Bei dem stolzen Preis von 80 Franken für eine Berg- und Talfahrt lohnt sich der 50% Rabatt meines Halbtax. Für die Strecke wird eine Onlinebuchung angeboten, wobei mir das System noch nicht sehr ausgereift scheint. Gebucht hatte ich Berg- und Talfahrt mit Halbtax für 40 Franken. Auf dem Ticketausdruck steht aber nur Zermatt-Gornergrat. Wobei man mit dem Papierticket ohnehin nicht viel anfangen kann, sondern dieses gegen eine (Magnet?)-Karte umtauschen muss. Der Mitarbeiter schließt dann aus aufgedrucktem Fahrpreis und vorgezeigtem Halbtax, dass es sich wohl um eine Rückfahrkarte handeln muss und händigt eine entsprechende Karte aus. Aber egal, jetzt geht’s los.

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Bei der Bergfahrt erwischen wir einen Triebwagen der älteren Generation. Die Gornergratbahn ist die zweithöchste Bergbahn in Europa. Die Fahrt auf der etwa 9 Kilometer langen Strecke dauert eine gute halbe Stunde.

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Mit der Zahnradbahn geht es nun den Berg hinauf, hier zunächst noch ein Blick über die Häuser von Zermatt und zum Matterhorn.

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Schade, hier gibt’s keine Streckenkarte auf dem Tisch, sondern Werbung für die Gornergrat-Monte Rosa-Bahnen, die es in dieser Form nicht mehr gibt. Interessant auch, an welche Zielgruppe sich die Werbung richtet.

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Angekommen in der Bergstation

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Die Bahnstation befindet sich auf 3089 Höhenmetern, von hier aus geht es nun zu Fuß noch ein Stückchen höher. Von dort gibt es rundherum atemberaubende Ausblicke auf die Gletscherlandschaft. Ich genieße die Aussicht, muss aber zugeben, dass ich mich in der alpinen Welt nicht auskenne und die nachfolgenden Bilder mit all den Viertausendern deshalb ohne Bildunterschriften einstelle.

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Es geht gleich weiter...

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Eine Tagestour auf den Gornergrat (Teil 2)

TD, Donnerstag, 11.10.2012, 18:22 (vor 4910 Tagen) @ TD

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Ein Triebzug der jüngeren Generation trifft auf dem Gornergrat ein – mit dieser Bahn wollen wir wieder hinunter ins Tal fahren.


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Hier gibt es sie wieder, die Karte auf dem Tisch.

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Wir erreichen die Baumgrenze.

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Jetzt bleibt noch etwas Zeit, um uns in das Touristengetümmel in Zermatt zu stürzen. Außerdem nutzen wir die Gelegenheit, uns mit Proviant einzudecken, denn Speisewagen werden wir so schnell keinen sehen.

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Nochmals einen Blick auf den Bahnhofsvorplatz...

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...sowie auf die Gleise.

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Für die Rückfahrt wartet wieder ein Treibwagen der MGB. Auf der Fahrt hinunter ins Rhône-Tal zeigen sich erste Wolken und das Wetter ist nicht mehr ganz so strahlend, wie vom Wetterbericht versprochen.

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Diesmal brauchen wir nicht in Visp umzusteigen sondern können durchfahren bis Brig. Zwischen Visp und Brig verläuft die Schmalspurstrecke parallel zu den SBB-Gleisen, wir kommen in Brig auf dem Bahnhofsvorplatz an.

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MGB-Bahnhof auf dem Bahnhofsvorplatz

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Bis zur Weiterfahrt bleiben noch ein paar Minuten Zeit für einige Schritte Richtung Innenstadt von Brig.

Es geht gleich weiter...

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Eine Tagestour auf den Gornergrat (Teil 3)

TD, Donnerstag, 11.10.2012, 18:28 (vor 4910 Tagen) @ TD

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Weiter geht es nun mit dem nächsten Regio nach Göschenen. Die Strecke wird auch von der MGB betrieben, zum Einsatz kommt aber eine ältere Garnitur.

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Bis Andermatt fahren wir auf der Strecke der Furka–Oberalp-Bahn. Damit folgen wir auch der Strecke des Glacier-Express, der von Zermatt über Brig und Andermatt weiter bis Chur und St. Moritz fährt.

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Schade, von Sonne und blauem Himmel ist nicht mehr viel zu sehen.

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Eine Schweiztour ohne Schokolade?

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Die Strecke folgt dem Tal der Rhône bzw. der Rotten, wie der Fluss hier im Wallis genannt wird. Von Brig auf 670 Höhenmetern geht es bis Oberwald hinauf 1360 Höhenmeter. Dann führt die Strecke durch den 15,35 Kilometer langen Furka-Basistunnel.

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Das Tunnelende bei Realp liegt im Kanton Uri, bis hier haben wir 1538 Höhenmeter erreicht. Durch das Urserental führt die Strecke weiter nach Andermatt.

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In dieser Sprachenvielfalt kannte ich das Schild noch nicht.

Von dort führt die Strecke der Furka–Oberalp-Bahn und des Glacier-Express weiter über den Oberalppass Richtung Disentis und Chur. Aber diesen Streckenabschnitt müssen wir uns für eine andere Tour aufsparen, denn für eine Tagestour ist das doch zu weit. Wir fahren stattdessen hinunter nach Göschenen.
Hier in Andermatt zeigt sich aber eine Schwäche der SBB-Fahrplanauskunft, denn mit einem Zugnummernwechsel kommt das System wohl nicht so gut zurecht. Sagt mein Ausdruck doch, man müsse hier von R 558 auf R 658 umsteigen – tatsächlich können wir sitzenbleiben, denn der Zug fährt von Brig durch bis Göschenen.

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Auf der Strecke der Schöllenenbahn geht die Fahrt nun weiter nach Göschenen, die Strecke beträgt nur knapp 4 Kilometer. Vom Zug aus ist die Teufelsbrücke über die Schöllenenschlucht zu sehen, links neben der Einfahrt der Autobrücke prangt das Teufelsbild des Malers Heinrich Danioth.

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Die Strecke führt großenteils durch Galerien und parallel zur Autostraße durch das Reusstal.

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Und schon erreichen wir Göschenen, rechts kommen die Gleise der Gotthardbahn aus dem Gotthardtunnel.

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Die Matterhorn-Gotthard-Bahn hält auf dem Bahnhofsvorplatz, von hier wechseln wir zu den SBB-Gleisen.

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Tunnelportal des Gotthardtunnels

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Es ist mittlerweile nach 19 Uhr und der Bahnhof macht einen recht verlassen Eindruck. Beim genaueren Hinsehen bemerkt man, dass die Gleise nass sind, denn nun setzt ein heftiges Gewitter ein.

Der InterRegio zur Weiterfahrt wird erst mit 4 Minuten Verspätung angekündigt, dann springt die Anzeige um auf 6 Minuten, dann auf 8 Minuten. Kein guten Zeichen, wenn die Verspätung bei einem fahrenden Zug zunimmt, oder?

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Der InterRegio führt einen Panoramawagen – nur Aussicht gibt es keine zu genießen, denn das Gewitter ist nun ziemlich heftig und der Himmel hat sich verdunkelt, man meint fast, durch die Nacht zu fahren.

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Mit Sorge beobachte ich, dass die Verspätung weiter zunimmt und der Anschluss nach Zürich damit immer enger wird. Mit 15 Minuten Verspätung kommen wir schließlich in Arth-Goldau an. Es gibt keine Entschuldigung und keine Begründung für die Verspätung, der Anschluss ist weg und der Zugbegleiter nuschelt nur etwas von einem InterRegio als Anschluss. Am Aushangfahrplan ist als nächste Fahrmöglichkeit nach Zürich der EC aus Mailand angegeben. Und so folgen wir einfach den anderen gestrandeten Reisenden nach Gleis 3, wo der EC auch schon angeschrieben ist. Die Freude über die baldige Fahrtalternative währt aber nicht lange, denn im Faltblattanzeiger taucht nun das Wort „Ausfall“ auf. Ok, also den anderen Fahrgästen nachlaufen zurück auf Gleis 3 zur S-Bahn nach Zug. Ich bin mittlerweile etwas frustriert, dass der schöne Ausflug nun wieder mit einer Panne endet und mache deshalb auch keine Bilder mehr.
In Zug besteht Anschluss auf einen InterRegio nach Zürich und so sind wir schließlich eine halbe Stunde später als geplant in Zürich. Ich hatte eigentlich im Hinterkopf, dass es von Zürich nach Konstanz halbstündliche Verbindungen gibt, mal direkt, mal mit Umsteigen in Weinfelden. Nur: um diese Zeit fährt weder ein Zug nach Konstanz noch nach Weinfelden. Was nun? Jetzt komme ich mir fast etwas hilflos vor, ich habe kein mobiles Internet dabei, die Information ist geschlossen, am Fahrkartenschalter eine lange Schlange. Und einfach am nächsten Fahrkartenautomaten eine Verbindung suchen geht auch nicht, denn die SBB-Automaten können das nicht. Immerhin gibt es an den schweizerischen Bahnhöfen teilweise Infoterminals (die bestehen aus einem Internet-PC mit Drucker in einem Metallgehäuse). Das erste Infoterminal, das ich entdecke ist besetzt, aber dann finde ich etwas abseits noch ein freies Terminal und finde dort des Rätsels Lösung: es gibt schon eine Verbindung nach Konstanz, aber nachts mit Umsteigen in Winterthur.
Das klappt dann auch und nur gut 20 Minuten später als ursprünglich geplant sind wir wieder in Konstanz.

So ganz abrupt und unversöhnlich soll die Bilderreihe aber auch nicht abbrechen, deshalb gibt’s zum Schluss noch ein Bild vom Fahrrad aus von der Rheinbrücke auf Konstanz...

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...und hier ist auch noch ein schöner Sommerabend, und die Fahrradtour verläuft ohne Blitz und Donner.

Viele Grüße vom Bodensee

Tobias

PS: vielleicht bin ich ja ein bisschen eitel - vielleicht geht es aber den anderen Kollegen ebenso, die sich die Mühe machen, Reiseberichte einzustellen. Die Klickzahlen werden hier im Forum (aus guten Gründen) nicht angezeigt. Trotzdem fände ich es interessant zu wissen, wie oft so ein Reisebericht angeklickt wird. Liebe Admins, könnt Ihr vielleicht mal exemplarisch ein paar Zahlen nennen? Welche Themen interessieren denn die User am meisten? Wie oft wird z.B. der Ersatzzugthread angeklickt? Wie oft Bahnhofsrätsel, Reiseberichte oder die Gutscheinbörse?

PPS: Meine früheren Reiseberichte gibt’s hier.

PPPS: Mittlerweile habe ich noch Bilder für einen weiteren Reisebericht „auf Halde“ liegen - ich bin aber zuversichtlich, dass der Reisebericht diesmal schneller fertig wird...

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Vielen Dank für den Bericht!

oppermad, Wuppertal/Wunstorf, Donnerstag, 11.10.2012, 19:01 (vor 4910 Tagen) @ TD

- kein Text -

Merci vielmals!

Sören Heise, Region Hannover, Donnerstag, 11.10.2012, 19:03 (vor 4910 Tagen) @ TD

Hallo Tobias,

zunächst einmal herzlichen Dank für den wunderschönen Reisebericht. Bis Zermatt bin ich 1996 mal gekommen, weiter leider nicht.

Die fehlenden Namen der Hügel ums Gornergrat machen mir nichts, aus, im Gegenteil. So kann man die grandiose Kulisse richtig genießen und muß sich nicht immer fragen, welche der vielen Zacken nun wer ist.

Viele Grüße, Sören
(der heute auch hoch hinaus war, aber auf eine andere Art)

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Verstehen Sie Bahnhof!
Europa: Linkliste Fahrplantabellen und mehr

Eine Tagestour auf den Gornergrat (Teil 3)

FrequentRailer, Donnerstag, 11.10.2012, 19:20 (vor 4910 Tagen) @ TD

Das sieht wahnsinnig gut aus! Meine Eltern waren schon da, aber es gab kaum Bilder. Der Bericht macht Appetiet, die Fahrt selbst zu erleben!

Danke!

Regiosprinter, Donnerstag, 11.10.2012, 19:31 (vor 4910 Tagen) @ TD

Hallo Tobias,

herzlichen Dank für diesen wunderbaren Reisebericht.
Deine Berichte sind immer sehr gut illustriet und machen Lust auf "Mehr"!

Beste Grüße,
Klaus

Eine Tagestour auf den Gornergrat (Teil 3)

ICE197074, Region Leipzig, Donnerstag, 11.10.2012, 19:45 (vor 4910 Tagen) @ FrequentRailer

Danke für den tollen Bericht.

Auf dem Gornergrat selbst waren wir noch nicht,aber sonst kommen mir die Bilder wie aus meinem Urlaub vor. Man erkennt alles wieder.

Waren auch schon viel unterwegs mit der Bahn in der Schweiz auch die Richtung Disentis - Chur,wenn du von Andermatt aus weiter fährst.

Aber auch der Umstieg in Arth-Goldau ist mir sehr geläufig.
Die Schweiz ist immerwieder schön.

Auch von mir: Vielen Dank!

Ralle622, Bonn, Donnerstag, 11.10.2012, 19:52 (vor 4910 Tagen) @ Regiosprinter

- kein Text -

Danke!

IC Königssee, Donnerstag, 11.10.2012, 19:54 (vor 4910 Tagen) @ Regiosprinter

Also ich kann dich beruhigen, ich klicke deine Berichte immer an.
Eine herrliche Entspannun nach einem anstrengenden Tag am Abend.
Vielen Dank

Diskussion: Ich habe das Gefühl, dass die Verbindungen von/nach Tessin die größte Schwachstelle der Schweiz sind (neben den Int. Zügen ICE und RJ), und zwar nicht nur die EC Mailand-Zürich, die ein peinliches Angebot darstellen, sondern auch die Inlandsverbindungen.
Stimmt das oder ist das bloß ein Hirngespinst
MFG
IC Königssee

Danke & Erinnerungen...

Jäkii, Freitag, 12.10.2012, 00:27 (vor 4910 Tagen) @ TD

Vielen Dank für den tollen Bericht!

Erinnert mich sehr an meinen Schweiz-Urlaub vor zwei Jahren... Ein Tag Bern - Chur - Andermatt - Brig - Lausanne - Bern und an einem anderen Tag Bern - Lötschbergpass - Brig - Zermatt - Gornergrat - Zermatt - Visp - Bern. Mit dem SwissPass alles kein Problem! Sehr zu empfehlen ist auch unsere Abschlusstour: Bern - Brig - Simplonpass per Bus - Domodossola - Locarno - Gotthard - Zürich - Deutschland. Die Schweiz ist herrlich zum Urlaub macheun und fürs Bahnfahren!

Dann vor 5 Jahren sollte es mit dem Zug in den Urlaub nach Cinque Terre (wunderschöne autofreie Orte zwischen Genua und La Spezia) gehen. Ich glaube 13 Stunden waren geplant (mit Umstieg in Basel, Arth-Goldau, Milano, Genua) - am Ende waren es um die 15, dank eines Cisalpino-Ausfalls in... Na, rate wo... Arth-Goldau! Mit uralten Wagen ging es weiter nach Chiasso an die Grenze, wo ein weiterer Aufenthalt von einer Stunde war. Mit einer nächsten Bummelbahn nach Milano, dann weiter nach Genua und Cinque Terre. Kurz vor Mitternacht und mit der letzten Verbindung kamen wir an. Arth-Goldau halt...

Danke!

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 12.10.2012, 13:45 (vor 4909 Tagen) @ IC Königssee

Hoi,

Diskussion: Ich habe das Gefühl, dass die Verbindungen von/nach Tessin die größte Schwachstelle der Schweiz sind (neben den Int. Zügen ICE und RJ), und zwar nicht nur die EC Mailand-Zürich, die ein peinliches Angebot darstellen, sondern auch die Inlandsverbindungen.
Stimmt das oder ist das bloß ein Hirngespinst

Das war dieses Jahr ein Thema in der Sommersession des Nationalrates. Hier gibt es den eingereichten Text und die Antwort des Bundesrates: http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20121059


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Eine Tagestour auf den Gornergrat (Teil 3)

Twindexx, St. Gallen (CH), Freitag, 12.10.2012, 14:53 (vor 4909 Tagen) @ TD

Hoi,

Hier in Andermatt zeigt sich aber eine Schwäche der SBB-Fahrplanauskunft, denn mit einem Zugnummernwechsel kommt das System wohl nicht so gut zurecht. Sagt mein Ausdruck doch, man müsse hier von R 558 auf R 658 umsteigen – tatsächlich können wir sitzenbleiben, denn der Zug fährt von Brig durch bis Göschenen.

Ein entsprechender Vermerk fehlt auch im Kursbuch. Solche Probleme gibt es auch teilweise auf Buslinien. Da wird ein fortgesetzter Kurs dann im Onlinefahrplan noch nicht mal als Anschluss angegeben. Der Gescheite ist hier der mit dem Kursbuch.
Da müsste man den Transportunternehmen mal auf die Finger klopfen. Die SBB können da wenig tun, die stellen nur die Plattform in Form des Onlinefahrplans zur Verfügung. Einzig wenn ein solcher Fall den SBB konkret bekannt wird, können sie mit dem Transportunternehmen Kontakt aufnehmen.

Andernfalls wurde der Regio 558 aber schon in Brig mit Ziel Göschenen angegeben, wie deinem Bild entnommen werden kann. Wenn das dort schon auf den Anzeigen steht, dann wird das in der Regel auch so sein.

Mit Sorge beobachte ich, dass die Verspätung weiter zunimmt und der Anschluss nach Zürich damit immer enger wird. Mit 15 Minuten Verspätung kommen wir schließlich in Arth-Goldau an.

Ich finde es sehr interessant, dass der ICN 680 (Arth-Goldau ab 20:13, Zürich HB an 20:51) pünktlich war an dem Tag:

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Bildquelle: http://www.cessoalpino.com/de/

Der muss dich also irgendwo überholt haben. Jetzt hätte man dem ICN auch einen Zusatzhalt zur Korrespondenz mit deinem IR geben können. Aber...

Es gibt keine Entschuldigung und keine Begründung für die Verspätung, der Anschluss ist weg und der Zugbegleiter nuschelt nur etwas von einem InterRegio als Anschluss.

... bei dem Zugbegleiter wundert mich das nicht, der hätte das nämlich organisieren müssen. Ein solches Verhalten ist eigentlich unentschuldbar und wird bei den SBB nicht gerne gesehen. Da hätte die Kundeninfo klar besser sein müssen. Vorallem hätte man den Anschluss zum ICN an einem früheren Bhf geben können. Der vier Minuten lange Halt für diese Korrespondenz in Arth-Goldau hätte diese Verspätung wieder aufgefangen.

Am Aushangfahrplan ist als nächste Fahrmöglichkeit nach Zürich der EC aus Mailand angegeben. Und so folgen wir einfach den anderen gestrandeten Reisenden nach Gleis 3, wo der EC auch schon angeschrieben ist. Die Freude über die baldige Fahrtalternative währt aber nicht lange, denn im Faltblattanzeiger taucht nun das Wort „Ausfall“ auf.

Das sollte EC 22 (Arth-Goldau ab 20:41, Zürich HB an 21:29) sein, hier die Statistiken dieses Zuges:

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Bildquelle: http://www.cessoalpino.com/de/

Ich nehme also mal an, du warst am Mittwoch, dem 29. August 2012, unterwegs?

Ok, also den anderen Fahrgästen nachlaufen zurück auf Gleis 3 zur S-Bahn nach Zug. Ich bin mittlerweile etwas frustriert, dass der schöne Ausflug nun wieder mit einer Panne endet und mache deshalb auch keine Bilder mehr.

Es tut mir Leid für dich, dass du wiederholt bei einer Schweiz-Tour eine Panne erleben musstest. Ich hoffe, bei künftigen Fahrten können dir die Schweizer Bahnen wieder beweisen, was sie eigentlich könnten.

Ich hatte eigentlich im Hinterkopf, dass es von Zürich nach Konstanz halbstündliche Verbindungen gibt, mal direkt, mal mit Umsteigen in Weinfelden. Nur: um diese Zeit fährt weder ein Zug nach Konstanz noch nach Weinfelden.

Der letzte IR von Zürich nach Konstanz fährt in Zürich HB um 20:37 Uhr ab. Ich bin mal gespannt, wann da mal die Betriebszeiten ausgedehnt werden. Vermutlich wird das so Ende 2018 geschehen wenn dann der IR stündlich von Luzern nach Konstanz verkehrt und mit Twindexx-Triebzügen geführt wird (IR200 als Grundlast und in der HVZ mit einem IR100 verstärkt). In dem Fall hätttest du dann einfach ab Zug im Zug bis Konstanz sitzen bleiben können.

Was nun? Jetzt komme ich mir fast etwas hilflos vor, ich habe kein mobiles Internet dabei, die Information ist geschlossen, am Fahrkartenschalter eine lange Schlange. Und einfach am nächsten Fahrkartenautomaten eine Verbindung suchen geht auch nicht, denn die SBB-Automaten können das nicht.

Für die Zukunft wäre hier noch das entsprechende Fahrplanfeld, dass du dir ausdrucken könntest: http://www.fahrplanentwurf.ch/fileadmin/fap_pdf/2013/830.pdf (ist die ab 9.12.12 gültige Version)

Immerhin gibt es an den schweizerischen Bahnhöfen teilweise Infoterminals (die bestehen aus einem Internet-PC mit Drucker in einem Metallgehäuse). Das erste Infoterminal, das ich entdecke ist besetzt, aber dann finde ich etwas abseits noch ein freies Terminal und finde dort des Rätsels Lösung: es gibt schon eine Verbindung nach Konstanz, aber nachts mit Umsteigen in Winterthur.

Das ist dann der Ersatz für die nach 21 Uhr wegfallenden IR-Verbindungen. War das eigentlich ein Thurbo-GTW oder ein Seehas-Flirt?
Laut Plan sollte es eigentlich ein Thurbo-GTW sein, aber ich habe dort in Winterthur auch schon Seehas-Flirt auf diesen Verbindungen gesehen.

PS: vielleicht bin ich ja ein bisschen eitel - vielleicht geht es aber den anderen Kollegen ebenso, die sich die Mühe machen, Reiseberichte einzustellen. Die Klickzahlen werden hier im Forum (aus guten Gründen) nicht angezeigt. Trotzdem fände ich es interessant zu wissen, wie oft so ein Reisebericht angeklickt wird. Liebe Admins, könnt Ihr vielleicht mal exemplarisch ein paar Zahlen nennen? Welche Themen interessieren denn die User am meisten? Wie oft wird z.B. der Ersatzzugthread angeklickt? Wie oft Bahnhofsrätsel, Reiseberichte oder die Gutscheinbörse?

Also ich lese deine Reiseberichte immer wieder gerne und danke dir auch für diesen Bericht ;-)


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.

Danke!

IC Königssee, Freitag, 12.10.2012, 18:21 (vor 4909 Tagen) @ Twindexx

Interesssant, danke dafür.

P.S. Gerade in der Schweiz gibt es zum Mitnehmen die sehr praktischen, kleinen Fahrplanheftchen für jede Region, die keinen Ballast darstellen und im Zweifel schnell aufklären.

Eine Tagestour auf den Gornergrat (Teil 3)

TD, Freitag, 12.10.2012, 18:23 (vor 4909 Tagen) @ Twindexx

Hallo Twindexx,

vielen Dank für Deine Mühen und die Nachbereitung der Tour.

Ich nehme also mal an, du warst am Mittwoch, dem 29. August 2012, unterwegs?

Ja, Treffer.

Es tut mir Leid für dich, dass du wiederholt bei einer Schweiz-Tour eine Panne erleben musstest. Ich hoffe, bei künftigen Fahrten können dir die Schweizer Bahnen wieder beweisen, was sie eigentlich könnten.

Du musst Dich nicht ständig stellvertretend für die SBB entschuldigen - ich hatte mich zwar in dem Moment wirklich geärgert, aber am Ende ist es mit nur 20 Minuten Verspätung ja noch mal gutgegangen.

Für die Zukunft wäre hier noch das entsprechende Fahrplanfeld, dass du dir ausdrucken könntest: http://www.fahrplanentwurf.ch/fileadmin/fap_pdf/2013/830.pdf (ist die ab 9.12.12 gültige Version)

Ja, schon, nur drucke ich mir ungern auf Verdacht vorher alle Alternativverbindungen aus, es hätte ja auch an anderer Stelle etwas schief gehen können.

Das ist dann der Ersatz für die nach 21 Uhr wegfallenden IR-Verbindungen. War das eigentlich ein Thurbo-GTW oder ein Seehas-Flirt?
Laut Plan sollte es eigentlich ein Thurbo-GTW sein, aber ich habe dort in Winterthur auch schon Seehas-Flirt auf diesen Verbindungen gesehen.

Das war ein Thubo-GTW. Auf der Hinfahrt ist uns zwischen Konstanz und Weinfelden aber ein Seehas-Flirt in Thubo-Diensten entgegengekommen (ich denke das war R 25824).

Also ich lese deine Reiseberichte immer wieder gerne und danke dir auch für diesen Bericht ;-)

Vielen Dank an Dich und alle anderen für die positive Resonanz - ich freue mich, dass Euch der Reisebericht gefallen hat.

Viele Grüße

Tobias

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